
emjott
11155
reggaetyp schrieb:attac schrieb:
Wir wollen nicht, dass die öffentlichen und sozialen Leistungen verschlechtert und die große Mehrheit der Bevölkerung höher belastet wird. Stattdessen müssen übergroßer Reichtum und Finanzspekulation endlich besteuert werden. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um gelebte Solidarität in unserer Gesellschaft.
Übergroßer Reichtum entsteht nur durch übergroßes Nettoeinkommen über Jahre. Also durch übergroßes Bruttoeinkommen minus übergroße Besteuerung. Was nach der Besteuerung übrig bleibt, steht dem Staat nicht zu.
Finanzspekulationen werden schon längst besteuert - falls sie einen Gewinn abwerfen. Falls jemand mit Finanzgeschäften Verluste macht, steht dem Staat natürlich nix aus diesen Geschäften zu. Auf welcher Grundlage auch?
Der HSV hat auch vier vom Gegner abhängige Preiskategorien. Das erste Heimspiel gegen Nürnberg ist in der untersten Kategorie, weswegen ich vermute, dass auch wir für den HSV in der unattraktivsten Kategorie stehen werden. Und der HSV war letztes Jahr 15., also potentieller Abstiegskandidat.
Dass unsere Mannschaft - oder irgendeine andere - aus dieser Kategorisierung auch nur einen Hauch von Zusatzmotivation ziehen kann, halte ich aber für absolut ausgeschlossen. Das juckt die kein bisschen.
Dass unsere Mannschaft - oder irgendeine andere - aus dieser Kategorisierung auch nur einen Hauch von Zusatzmotivation ziehen kann, halte ich aber für absolut ausgeschlossen. Das juckt die kein bisschen.
giordani schrieb:
Nur gut das wir eine mit Dänemark vergleichbare Topograhie, Größe und geographische Lage haben.
"Schland, meerumschlungen" wie es schon in alten Weisen hieß.....
Möchtest du etwa, dass geografische Gegebenheiten bei der sogenannten Energiewende berücksichtigt werden? Da bliebe aber nicht viel übrig, du Atomlobbyist!
Was die Sonneneinstrahlung angeht sind wir leider hoffnungslos unterlegen . Sibirien, Skandinavien, Nordkanada und Alaska können wir grade noch hinter uns lassen, aber dann wird's eng. In der weltweiten Sonnentabelle sind die Kraftverhältnisse leider auf Jahrtausende zementiert. Da hilft auch nicht mehr Mut zu Investitionen um den nächsten Schritt zu machen ...
Beim Wind hingegen können wir zwar auch nicht in der Weltspitze mithalten, aber fürs untere Mittelfeld sollte es reichen. Das Potential ist noch längst nicht erschöpft. Wenn man schon sein Heil in erneuerbaren, stark fluktuierenden Energieträgern sucht, dann sollte man doch zunächst mal auf denjenigen setzen, der vergleichsweise wenig Probleme mit sich bringt. Geringere Kosten, mehr Volllaststunden im Jahr, dadurch weniger Bedarf an Netzausbau und Speichermöglichkeiten. Alle Probleme, die Windenergie hat, hat PV auch - allerdings in noch ausgeprägterer Form. Ob man diese Probleme überhaupt zu akzeptablen Kosten in den Griff bekommt, werden die nächsten Jahr(zehnt)e erst noch zeigen. Wenn das gelingt und das Windpotential ausgereizt ist, erst dann (!) sollte man mit PV weitermachen.
stefank schrieb:
Was bleibt, ist meine Folgerung: Was dich an der Photovoltaik stört, ist, dass die Energiekonzerne nix dran verdienen können. Ätschibätschi, Pech gehabt.
Wir kommen einer sachlichen Diskussion schrittweise näher. Mittleres Grundschulniveau ist schon erreicht.
Wen interessieren denn bitte die Energiekonzerne? Irgendjemand wird auf jeden Fall an Energieerzeugung Geld verdienen. Wer das im Endeffekt ist, spielt doch nun wirklich keine Rolle. Interessant ist viel mehr, wieviel der einzelne Verbraucher unterm Strich für seinen Strom bezahlen muss. Trotz derzeit sinkender Gewinne (teilweise sogar Verlust) der bösen großen Energiekonzerne (inklusive massivem Personalabbau), steigen die Stromkosten. Das werden sie auch noch lange Zeit. Die EEG-Gebühr wird weiter steigen, die Netze müssen auf allen Ebenen ausgebaut werden, irgendwann werden vermutlich Reservekraftwerke bezuschusst, sicherlich auch mal Speichermöglichkeiten (welcher Art auch immer) ... und das alles "koordiniert" von der Politik, die ja nicht gerade für ihre außergewöhnliche Kosteneffizienz bekannt ist.
Gefeit vor diesen stetig steigenden Kosten sind lediglich die glücklichen Eigenheimbesitzer, die sich auf Kosten der Allgemeinheit ihre Solarzellen finanzieren lassen, dafür noch 20 Jahre lang eine Prämie kassieren und am Ende kostenlosen Strom für ihre private Klimaanlage und ihr Privatelektroauto zur Verfügung haben. Mieter ohne eigenes Hausdach werden hingegen auch in 20 Jahren noch neben den eigentlichen Stromerzeugungskosten Stromsteuer, Mehrwertsteuer, Konzessionsabgaben, Netzentgelt, ... bezahlen müssen.
Find ich asozial.
stefank schrieb:
So milchmädchenhaft ist deine Rechnung auch insgesamt.
Hab ich mir schon gedacht, dass mein relativ knapp formulierter Beitrag zu hoch ist für Leute, bei denen die Prozentrechnung schon zur höheren Mathematik gehört. Oder hapert's am Leseverständnis? :neutral-face
Die Erneuerbaren kommen auf etwa 25% an der gesamten Stromerzeugung: 5% PV + 20% Wind, Wasser, Bio. Und 5% sind tatsächlich ein Fünftel von 25% und nicht ein Zwanzigstel ...
Es ist jetzt schon klar, dass die Förderung der Photovoltaik einen bedeutenden Anteil an der Umstellung auf erneuerbare Energeien haben wird.
Die Förderung der PV wird einen bedeutenden Anteil haben bzw. hat ihn schon längst. Die Stromerzeugung durch PV wird dem weiterhin meilenweit hinterhinken. Genau darauf wollte ich hinweisen.
Die Förderung der PV in Deutschland in diesem absolut irrwitzigen Ausmaß ist einzig und allein dem Image der PV zu "verdanken" und nicht etwa sachlichen Gründen. Da hat die Solarlobby erstklassige Arbeit geliefert. Wäre zwar geschickter gewesen, statt in die PR-Abeilungen etwas mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren, aber man muss ja Prioritäten setzen ...
Sie geht völlig gegen die Realität davon aus, dass sich der gesamte Bedarf an erneuerbaren Energien duch Windenergie (und dem vernachlässigbaren Anteil an Wasser und Biogas) decken lassen.
Realität?! So, so ...
Dann wirf doch mal einen Blick auf unser Nachbarland
Die kommen bereits jetzt auf etwa 25% Windenergie an der gesamten Stromerzeugung. Und bezahlen dafür höchstwahrscheinlich deutlich weniger als wir für unseren 25%-Anteil der Erneuerbaren.
Nochmal der Vergleich der deutschen Zahlen (Quelle, Seite 31):
EEG-Subventionen (Prognose 2012):
Wind 2,1 Mrd. Euro
PV 7,5 Mrd. Euro
EEG-Erzeugung (Prognose 2012):
Wind 50,8 Mrd. kWh
PV 24,1 Mrd. kWh
Weniger als der halbe Ertrag bei dreieinhalbfachen Kosten. Ein zusätzlicher Nutzen, der diese Kosten auch nur ansatzweise rechtfertigen würde, ist absolut nicht vorhanden. Noch können wir's uns leisten ...
Erzeugung:
PV 5 %
Wind, Wasser, Bio 20 %
EEG-Kosten:
PV 50%
Wind, Wasser, Bio 50 %
Die Photovoltaik sorgt für ein Fünftel der EEG-finanzierten Erzeugung, sorgt aber für die Hälfte der direkten EEG-Subventionen.
Hätte man rechtzeitig die ineffizienteste und teuerste der EEG-Technologien gestoppt, hätte man die Hälfte der Kosten sparen können und stände jetzt bei 20% statt 25% Erneuerbare am Strommix.
Wäre es andersrum gelungen, die komplette EEG-Umlage so kosten"effizient" einzusetzen wie es bei Wind/Wasser/Bio gelingt, könnte man jetzt bei gleichen Kosten bereits bei 40% Erneuerbare am Strommix stehen.
Aber hätte, wäre, könnte zählt nicht. Im Herbst kommt die nächste Rechnung ...
PV 5 %
Wind, Wasser, Bio 20 %
EEG-Kosten:
PV 50%
Wind, Wasser, Bio 50 %
Die Photovoltaik sorgt für ein Fünftel der EEG-finanzierten Erzeugung, sorgt aber für die Hälfte der direkten EEG-Subventionen.
Hätte man rechtzeitig die ineffizienteste und teuerste der EEG-Technologien gestoppt, hätte man die Hälfte der Kosten sparen können und stände jetzt bei 20% statt 25% Erneuerbare am Strommix.
Wäre es andersrum gelungen, die komplette EEG-Umlage so kosten"effizient" einzusetzen wie es bei Wind/Wasser/Bio gelingt, könnte man jetzt bei gleichen Kosten bereits bei 40% Erneuerbare am Strommix stehen.
Aber hätte, wäre, könnte zählt nicht. Im Herbst kommt die nächste Rechnung ...
Morphium schrieb:
Übrigens was interessantes am Rande:
Laut ESM dürfen die Staaten ab dem 1.1.2013 nur 12,5 Mrd. € neue Schulden aufnehmen. Die Regierung plant aber mit 18,8 Mrd. € Schulden
Dass "die Staaten ab dem 1.1.2013 nur 12,5 Mrd. € neue Schulden aufnehmen" dürfen, ist sicherlich ein ziemlicher Quatsch. Die Schuldengrenze bemisst sich nicht in absoluten Zahlen, sondern relativ zum BIP. Nur für Deutschland wären das derzeit die erwähnten 12,5 Mrd.
Bundesregierung schrieb:
Bereits ab diesem Jahr [2012] hält Deutschland sein mittelfristiges Haushaltsziel mit einem strukturellen Defizit von maximal 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ein.
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/04/2012-04-18-staatsdefizit-sinkt-haushaltsziel-erreicht.html
adler67 schrieb:
Ich bin strikt gegen einen ESM!
Was mich wundert ist, dass es anscheinend so niemanden richtig juckt, in diesem Land. Ich habe bisher nur eine Organisation ausfindig gemacht, die sich gegen den ESM organisiert und eine Unterschriftenaktion macht. Momentan mit lediglich ein bisschen mehr als 18.000 Unterschriften.
http://buendnis-buergerwille.de/index.php?id=190
Hier gibt's noch eine weitere:
http://www.verfassungsbeschwerde.eu/
Oder der Bund der Steuerzahler:
http://www.derwesten.de/nachrichten/bund-der-steuerzahler-will-auch-gegen-fiskalpakt-und-esm-klagen-id6825560.html
double_pi schrieb:
wieso blockiert u.a. die bundesregierung dann praktisch alle anderen energiegewinnungsvarianten, bzw. den netzausbau oder energiesparprogramme?
Welche "andere energiegewinnungsvariante" wird denn bitte von der Bundesregierung konkret "blockiert"? In deinen Links steht dazu nix.
Xaver08 schrieb:Das sagen sich auch viele der Wähler, die Schwarz-Gelb bei der letzten Bundestagswahl u.a. für eine pragmatische und nicht von Ängsten und Hoffnungen getriebene Energiepolitik gewählt haben.
wer mit gesundem menschenverstand die pläne dieser bundesregierung beurteilt hat, hat schon deutlich früher erkannt, daß es auf diese art mit der energiewende nix wird.
Während die Union in Person der Kanzlerin noch in der derzeit alles dominierenden Europapolitik groß punkten kann, tritt die FDP dort überhaupt nicht in Erscheinung. Von dieser Partei nimmt man am ehesten noch den Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister wahr, der annäherd untätig zusieht wie die Energiewende die gleiche planwirtschaftliche Sackgasse bleibt, die sie seit der Einführung des EEG ist. Wie das bei den Wählern ankommt, kann man an den Umfragen ablesen.
Als fachfremder Quereinsteiger hat Altmaier zwar genauso wenig Ahnung von Physik, Elektrotechnik, Energieerzeugung und -übertragung wie alle seine Vorgänger in den letzten 15 Jahren. Aber immerhin hat er bereits nach wenigen Wochen erkannt, dass bei der sogenannten Energiewende weltfremde Wünsche, Träume und Hoffnungen eine zu große Rolle gespielt haben.
Eindeutig ein positives Zeichen!
Eindeutig ein positives Zeichen!
emjott schrieb:municadler schrieb:
Vielleicht ist die "Überaschung" im Haushalt auch deshalb so gross, weil das Loch in der Kasse durch den völlig überteuerten Kauf der ENBW durch das Land Baden- Württemberg zur Zeit des halbkriminellen Mappus estrem erweitert wurde..
Wie stark belastet dieser Deal denn den aktuellen Haushalt des Landes BW?
Schade, dass hier nach dem besonders aggressiven Beitrag #627 nichts mehr kam ...
Nirgends findet man Kritik an der Beteiligung des Landes an EnBW, sondern immer nur an der konkreten Durchführung und dem Preis. Der Preis war vermutlich etwa 850 Millionen Euro zu hoch, also ungefähr um ein Fünftel. Die Finanzierungskosten von 110 Millionen pro Jahr dürften damit auch um etwa ein Fünftel zu hoch liegen, also etwa 20 Millionen.
20 Millionen entsprechen aber weniger als einem Tausendstel des Landeshaushalts von über 30 Milliarden. Mich hätte mal interessiert, wie municadler zu seiner Aussage des extrem erweiterten Haushaltsloch durch diesen Deal kommt?! Dieses nicht-Mal-Tausendstel kann er doch nicht gemeint haben?
Tatsächlich liegt die Haushaltsbelastung dieses Jahr sogar bei 0,00 Euro. Genauso wie letztes Jahr. Ganz einfach, weil das Aktienpaket mehr abgeworfen hat als Finanzierungskosten entstanden sind.
Focus schrieb:http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/wie-mappus-das-millionen-grab-schaufelte-so-viel-zahlt-der-steuerzahler-fuer-das-enbw-geschaeft_aid_781184.html
Noch kostet das den Steuerzahler nichts.
municadler schrieb:
Vielleicht ist die "Überaschung" im Haushalt auch deshalb so gross, weil das Loch in der Kasse durch den völlig überteuerten Kauf der ENBW durch das Land Baden- Württemberg zur Zeit des halbkriminellen Mappus estrem erweitert wurde..
Wie stark belastet dieser Deal denn den aktuellen Haushalt des Landes BW?
Xaver08 schrieb:
North Carolina begrenzt den Meeresspiegelanstieg per Gesetz.
Klasse Sache!
Anschließend kann ja noch der Gezeitenwechsel per Gesetz gestoppt werden. Vielleicht auch noch dieses lästige Hin und Her mit den Jahreszeiten - Abschaffung per Gesetz! Wenn sie schon dabei sind, können sich auch gleich wegen den ganzen übergewichtigen Amis per Gesetz die Schwerkraft halbieren ...
double_pi schrieb:
Der Unfall sei vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Die Auswirkungen hätten zudem durch effektivere Maßnahmen verringert werden können.
Unter Berücksichtigung des enormen Unterschieds zwischen deutschen und japanischen Sicherheitsstandards ist das keine überraschende Erkenntnis.
smoKe89 schrieb:
Ich hatte irgendwo im Netz ein Video gesehen, in dem die Abgeordneten zum EFSF interviewt wurden. Die meisten wussten nichtmal, ob sich die deutsche Haftung im Millionen- oder Milliardenbereich bewegt. Die haben gar keine Ahnung worüber sie eigentlich abstimmen. Wir werden von einem korrupten Versagerhaufen verkauft.
Nach welchen Kriterien kommen diese Herrschaften in ihr Amt?
Sind es Ausbildung, Berufserfahrung, Kompetenz und Sachverstand?
Oder sind es andere, "demokratische" Kriterien, die sie für solche verantwortungsvolle Tätigkeiten qualifizieren?
Trittin und Nahles zeigen sich erfreut über die Ergebnisse von gestern. Schauderhaft.
Es dauert nicht mehr lang und das Deutsche Volk haftet für südeuropäische Pleitebanken. Und die rot-grüne Opposition ist dafür.
Den Aufkleber hab ich schon. Hilft aber fast nix.
Einige der Austräger werfen einfach einen ganzen Packen ihrer "Zeitungen" vor die Tür.
Einige der Austräger werfen einfach einen ganzen Packen ihrer "Zeitungen" vor die Tür.
Morphium schrieb:Für dich vielleicht. Die Bild-Zeitung bewegt dich, berührt dich, geht dir nahe. Mir nicht.
Verzeihung, aber die Bild ist dann doch etwas anderes als das Tagesblatt von Hintertupfingen.
Erstaunliche Reaktionen ...
Was stört mich eine kostenlose Ausgabe nach 60 Jahren, wenn jede Woche drei oder vier andere kostenlose "Zeitungen" kommen?
Ich schätze mal, dass ein Drittel unserer Papiertonne für diesen Mist draufgeht. Und die Tonne kostet ja ein bisschen was. Allerdings nicht genug, um sich ernsthaft darüber aufzuregen.
Was stört mich eine kostenlose Ausgabe nach 60 Jahren, wenn jede Woche drei oder vier andere kostenlose "Zeitungen" kommen?
Ich schätze mal, dass ein Drittel unserer Papiertonne für diesen Mist draufgeht. Und die Tonne kostet ja ein bisschen was. Allerdings nicht genug, um sich ernsthaft darüber aufzuregen.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/GM-zahlt-ManU-Rekordsumme-article6894206.html