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emjott

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Du meinst sicherlich nicht Gigawatt, sondern Gigawattstunden pro Jahr. Aber solche Details sind natürlich für grüne Energiewender in der Regel vernachlässigbar.


Wie bereits von mir erwähnt, sah selbst die rot-grüne Politik vor knapp 10 Jahren einen Bedarf für Entlastungen einiger Industriezweige. Damals lag die EEG-Umlage bei nur 0,4 cent/kWh. Wenn diese Gebühr inzwischen zehnmal so hoch ist, ist es doch nur logisch, dass sich die Zahl der entlasteten Unternehmen deutlich erhöhen muss. Es sei denn, man legt in der Zwischenzeit deutlich weniger Wert auf eine starke inländische Industrie mit möglichst vielen deutschen Arbeitsplätzen.

Eine "faktische Befreiung" gibt es natürlich für keines der betroffenen Unternehmen. Stattdessen gibt es eine progressive Entlastung: Für die erste GWh fällt der volle EEG-Wucher an, zwischen 1GWh und 10GWh nur ein Zehntel davon (also quasi die EEG-Umlage von 2003) und erst der Verbrauch darüber wird mit nur noch 1% der regulären EEG-Umlage belastet. Was in etwa das gleiche Preisniveau ist, das die allergrößten Stromverbraucher schon seit 10 Jahren bezahlen müssen.

Nachzulesen hier auf Seite 9, unter Punkt 5.2:
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/hg_ausgleichsregelung_2011_bf.pdf


Du kritisierst jetzt noch so nebenbei, dass die Notwendigkeit einer Entlastung nicht geprüft wird. Wieviele neue Beamte willst du eigentlich einstellen, die für jedes einzelnen Unternehmen prüfen, ob es internationale Konkurrenz hat und ob das Unternehmen von dieser Konkurrenz bei noch höheren Strompreis abgehängt wird? Und was ist eigentlich mit großen Unternehmen mit unterschiedlichen Produkten und Produktfamilien? Vielleicht ist ja das eine Produkt international konkurrenzlos, das andere nicht?!

Soll für jedes einzelne Fließband ein eigener Stromzähler eingebaut werden und dann für jedes einzelne Fließband entschieden werden, ob es mit Strom zum EEG-vergünstigten Tarif betrieben werden darf?  


Aus der Industrie kommt übrigens derzeit ein kleiner, pikanter Hoffnungsschimmer:
Focus schrieb:
Mit drei Musterklagen will die deutsche Textilbranche die milliardenschwere Förderung erneuerbarer Energien zu Fall bringen. Das Argument: Die Subvention sei unzulässig – genau wie der Kohlepfennig.
Focus schrieb:
„Die Subventionsmaschinerie muss gestoppt werden“, forderte Baumann. Da die Förderung auf 20 Jahre garantiert werde, summierten sich die gezahlten und noch zu zahlenden Vergütungen für Ökostrom bereits jetzt auf bis zu 200 Milliarden Euro.

http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/gegen-die-milliarden-foerderung-textilbranche-will-oeko-energien-nicht-mehr-mitbezahlen_aid_799766.html
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http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/fehlpfiffe-ohne-konsequenzen-glueck-gehabt-schiedsrichter_aid_806696.html
Schiedsrichterbewertung vom Focus
Auch in Frankfurt war der Spielverlauf gnädig zum Schiedsrichter
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Die Befreiung einiger Industriezweige von der EEG-Gebühr wurde übrigens 2003 eingeführt. Damaliger Umweltminister: Jürgen Trittin ...  
Damalige EEG-Gebühr: 0,41 cent/kWh.  :neutral-face

Als es nur um ein paar Zehntelcent ging, sahen also selbst die grünen Chefträumer einen gewissen Bedarf dafür, die deutsche Industrie und somit Arbeitsplätze in Deutschland vor Strompreiserhöhungen zu schützen.

Offensichtlich sind die EEG-Kosten in der Zwischenzeit explodiert. Nächstes Jahr wird diese Zwangsumlage bei etwa 5 cent/kWh liegen. Inklusive Mehrwertsteuer also etwa 6 cent/kWh.

In der Zwischenzeit hat sich allerdings auch die Bundesregierung geändert und die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich deutlich entspannt. Da fällt es aus Sicht der grünen Opposition natürlich extrem leicht, mit dem Finger auf die Industrie zu zeigen. Auch wenn das im Widerspruch zu den Entscheidungen der letzten rot-grünen Regierung steht.

Ein Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis der "geförderten" Erzeugungsarten kann somit erfolgreich vermieden werden.  

Was kümmert sich die links-grüne Opposition schon um Kosten? Möglichst viel Geld umzuverteilen, ist schließlich in der Steuer- und Abgabenpolitik ein viel wichtigeres Ziel als die effiziente Verwendung des Geldes der Allgemeinheit.
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Ich hoffe mal, die kommen nicht auf die Idee, die Weichplastikbecher von draußen (Wach und Co) aus "Umweltschutzgründen" nicht mehr ins Stadion zu lassen.
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Aragorn schrieb:
wer über Jahre hinweg sollche Anschläge und Morde akribisch plant, ...

Spricht mMn umso mehr dafür, dass da einige Synapsen falsch verdrahtet sind.
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77facher Mord und Zurechnungsfähigkeit widersprechen sich also nicht gegenseitig.
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Wenn ich den SZ-Artikel richtig verstehe, ist das die erste Tarifsteigerung seit 10 Jahren  
Trotzdem findet sich natürlich ein sogenannter Journalist, der das als anstandslos bezeichnet.

Dabei bekommen Spitzenpolitiker viel, viel zu wenig Geld.

Unter Berücksichtigung der riesigen (!) Verantwortung, die sie tragen, sollte uns allen daran gelegen sein, dass an der Spitze des Staates möglichst die kompetentesten und besten Leute des ganzen Landes stehen. Also diejenigen, die in Studium und Ausbildung zu den (landesweit) Jahrgangsbesten gehört und auch anschließend im richtigen (nicht-politischen) Berufsleben diese Spitzenleistung an verschiedenen Stellen bestätigt haben.

Solche Leute bekommt man aber nicht mit dem Gehalt eines durchschnittlichen Zweitligakickers.
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Mit Beitritt zur Euro hat sich der Lebensstandard der 10 Millionen Griechen deutlich erhöht.

Der griechische Lebensstandard liegt deutlich über dem seiner Nachbarländer Türkei, Bulgarien, Mazedonien und Albanien. Er liegt auch teils deutlich höher als der vieler anderer EU-Länder wie Estland, Polen, Ungarn, Slowakei, Malta, Portugal, Lettland oder Rumänien. Diese Länder haben zusammen etwa 150 Millionen Einwohner Mitmenschen.

Warum muss dieser Zustand unbedingt mit vielen, vielen Milliarden aus dem Ausland aufrecht erhalten werden? Ist es eine humanitäre Katastrophe, wenn es den griechischen Mitmenschen nur noch ein bisschen besser geht als den türkischen Mitmenschen und nicht mehr deutlich besser?
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Morphium schrieb:
Wieso wundert es mich nicht dass du seine Intention nicht verstanden hast?

Wie lautet denn die Intention?
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Morphium schrieb:

In der Tat, lesenswert.  

Nö. Kann man sich schenken.
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pelo schrieb:
Fortsetzung: Hand aufs Herz !

Hättest du dir kein Auto angeschafft,wenn du es beruflich nicht bräuchtest?

Was macht denn heute ein 18jähriger zuerst,der gerade Geburtstag hatte ?

Ich hab mir mit 28 ein Auto angeschafft, weil ich es beruflich brauchte. Inzwischen (nach zwei Jahren) hab ich einen Arbeitsplatz, den ich mit Fahrrad und Zug erreichen kann. Getankt hab ich zuletzt vor zwei Monaten.

Das Auto hab ich noch. Ob ich's behalte, hat nix mit den Spritspreisen zu tun, sondern mit Steuern, Versicherungstarifen, TÜV-Terminen und wie oft ich die Vogelscheiße wegwischen muss. Also den Kosten, die nichts mit der Fahrleistung zu tun haben.
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francisco_copado schrieb:
Auch wenn das ein peinlicher Auftritt der TSG war - für die Liga hat das noch lange nichts zu sagen. Leider.

Seh ich auch so. Lustig ist es trotzdem.
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Morphium schrieb:
Machen wir es kurz

"Machen wir es kurz" heißt also, du schreibst lieber drei pöbelnde Zeilen über mich statt irgendwas zum Thema und darüber, wie "die Realität hier wirklich" aussieht.

Keine sonderlich nachhaltige Argumentationsstrategie ...
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concordia-eagle schrieb:
stefank schrieb:
Aachener_Adler schrieb:
Die südeuropäischen Vereine haben teilweise noch den Vorteil, dass sie ihren Spielern im Vergleich zur Bundesliga höhere Nettogehälter bieten können, weil die Steuersätze wesentlich niedriger sind. Denn wozu braucht der spanische Staat Steuereinnahmen, wenn er einfach Geld drucken kann und dafür bei der EZB wertlose Schuldscheine abgibt, für die dann zu mindestens 27% der deutsche Steuerzahler haftet...    


Wo hast du denn diese Weisheiten her?  Der Höchstsatz in Spanien bei der Einkommensteuer liegt z.B. bei 43 Prozent, mithin 1 Prozentpunkt höher als der deutsche.


Bei uns musst Du aber auch noch den Soli dazuzählen.


Und die Reichensteuer ab 250k.
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propain schrieb:
... forderst du ...

Was hab ich denn überhaupt gefordert?

Ist mir dann wohl aus Versehen zwischen den Zeilen so rausgerutscht ...
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reggaetyp schrieb:
emjott schrieb:

"Wir sind die 99%" heißt doch nichts anderes, als dass da ein paar Engagierte meinten die Wahrheit erkannt zu haben und sich zum Volksvertreter berufen sahen in der irrigen Meinung für 99% der Bevölkerung sprechen zu können.  


Nein. Die 99% beziehen sich auf die Vermögensverteilung.


Versteh ich nicht. Bitte mal drei Sätze dazu schreiben.

Was bedeutet der Slogan Wir sind die 99% ?
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Hackentrick schrieb:
Es ist schon prima, dass die Occupy-Bewegung mittlerweile nur noch reduziert wird auf Restmüll, Ratten und Roma.

Wie Ernst soll man denn bitte ein Grüppchen nehmen, das vorgibt sich für eine bessere Welt einzusetzen, es aber nicht mal schafft, den eigenen Schlafplatz sauber zu halten?

Diese "Bewegung" ist von Anfang an ziemlich überheblich und größenwahnsinnig aufgetreten. Einerseits durch die 99%-Slogans und andererseits durch den Begriff "Bewegung".

"Wir sind die 99%" heißt doch nichts anderes, als dass da ein paar Engagierte meinten die Wahrheit erkannt zu haben und sich zum Volksvertreter berufen sahen in der irrigen Meinung für 99% der Bevölkerung sprechen zu können. Volksvertreter wird man aber nicht durch Proklamation. 99% der Bevölkerung zu repräsentieren ist sowieso bei quasi jedem Thema absolut unmöglich.

Und zu einer "Bewegung" fehlt doch vielleicht noch etwas mehr, oder nicht? Ich kenn zwar keine präzise Definition für diesen Begriff, aber außer ziemlich einseitigen und aggressiven Schuldzuweisungen gegen die Banker kam da doch nicht viel. Phasenweise hat es zu knapp fünstelligen Teilnehmerzahlen bei Demos gereicht. Das war's. So was von Anfang an - und selbst jetzt noch! - als Bewegung zu bezeichnen, ist mMn einfach nur lächerlich.

Besonders paradox ist es, dass sich ausgerechnet in Deutschland diese Occupy-Mode solange gehalten hat. Ausgerechnet in Deutschland! Bei diesem andauernden Krisengerede fragt man sich schon: Welche Krise eigentlich? Den Wirtschaftseinbruch in Folge der Lehman-Pleite (2009/10) hat unser Land außergewöhnlich gut überstanden. Außer dieser anderthalbjährigen Phase geht es Deutschland in den letzten Jahren ziemlich gut, sowohl im globalen als auch im historischen Vergleich. Du schreibst selbst "Den Leuten hier geht es noch nicht schlecht genug".

Den Leuten geht es also gut genug!

Eigentlich ein erfreuliches Zeichen. Liest sich aber fast so, als ob das ein bedauernswerter Zustand ist. Ein bisschen weniger Sozialgejammer wäre vielleicht angebracht?! Aber bei Linksparteien von Grün bis PDS und Organisation wie attac und den Gewerkschaften wird es dazu leider nicht kommen. Die Beschwörung von Sozialneid ist schließlich deren Existenzgrundlage.
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Genau.

Diese 15-Mann-Bewegung verhält sich teilweise genauso wie die ultraskrupellose Finanzwelt oder die bösen, bösen, profitorientierten Großkonzerne. Also wie ihr zentrales Angriffsziel.

Genau darauf wollte ich hinweisen.


Kostenübernahme der Müllverursacher?
Aktivist Thomas schrieb:
hmmm, ja ich würd mal sagen, dass das durchaus sehr strittig ist
Aktivist Meike schrieb:
Das ist nicht unser Müll!

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300 Kubikmeter Müll, Rattenzucht, Zerstörung einer Grünanlage.
Welch vorbildliche Bewegung!

Wer bezahlt die 100000 Euro für die Wiederbegrünung und die 25000 Euro für die Müllentsorgung? Vermutlich nicht die Verursacher, sondern die 99% ...

http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=45677089&xtmc=occupy&xtcr=2
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Morphium schrieb:
Unser Problem sind die Zinseszinsen. Durch diese Perversion sammelt sich das Kapital im laufe der Jahre nur bei wenigen an.

Nehmen wir die BRD. Der Staat hat 2 Billionen Dollar Schulden. Wir zahlen 42 Mrd jährlich nur für die Zinsen. Das heisst: Woanders werden anderen 42 Mrd gutgeschrieben.

Niemand hat den Staat gezwungen, über Jahrzehnte hinweg stets mehr Geld auszugeben als einzunehmen. Niemand bis auf das Volk selbst (also die 99%   ), das mit seinen Wahlentscheidungen genau diese Verhalten der jeweiligen Regierungen verursacht hat.

Würde der Staat wirschaften wie jedes seriöse Unternehmen, wie jede seriöse Fußball-AG und wie jeder vernünftige Mensch, der mit Geld umgehen kann, dann wäre es gar nicht zu diesem riesigen Schuldenberg gekommen. Das angebliche Problem der Zinseszinsen würde gar nicht existieren.

Die Bundesrepublik ist hier inzwischen aber auf einem guten Weg!

Durch die Schuldenbremse wird den Regierungen verboten, zu viele Schulden zu machen. Wäre die Grundgesetzänderung schon in der ersten Großen Koalition vor 45 Jahren durchgesetzt worden, hätten wir die 42 Mrd Euro an jährlichen Zinszahlungen jetzt nicht am Bein.