
Grabi65
16368
Früher Nachmittag im Himmel.
Petrus kommt total unmotiviert zum lieben Gott geschlurft und fragt: "Sach ma, Scheff, ist dir auch so schrecklich langweilig?" "Ja", sagt der liebe Gott, "hier ist absolut tote Hose, echt zum Gähnen. Hast du eine Idee, was wir unternehmen könnten?" "Hm, lass mal überlegen", antwortet Petrus. "Wie wäre es, wenn wir mal wieder eine Partie Golf unten auf der Erde spielen?" Der liebe Gott ist sofort begeistert und so begeben sie sich umgehend auf einen Golfplatz.
Am ersten Loch holt Petrus seinen Schläger aus der Golftasche, legt sich den Ball zurecht, fixiert das Gelände, stellt sich in Pose, holt aus und drischt den Ball mit aller Kraft vom Abschlag Richtung Loch. Der Ball fliegt 100 Meter, der Ball fliegt 200 Meter, der Ball fliegt 300 Meter und rollt - genau ins Loch.
Der liebe Gott nickt anerkennend, holt seinen Schläger aus der Golftasche, legt sich den Ball zurecht, fixiert das Gelände, stellt sich in Pose, holt aus und drischt den Ball mit aller Kraft vom Abschlag Richtung Loch. Der Ball fliegt 100 Meter, der Ball fliegt 200 Meter, der Ball fliegt 299,99 Meter und bleibt direkt vor dem Loch liegen.
Plötzlich hüpft eine kleine Maus aus dem Loch, schnappt sich den Ball und rennt mit ihm quer über den Golfplatz davon. Hinter einem Gebüsch lauert eine Katze, die sich die Maus mitsamt Ball fängt und davonläuft. Aus dem angrenzenden Wäldchen kommt ein Hund angestürmt, schnappt sich die Katze samt Maus und Ball und rennt davon. Aus dem Himmel sticht plötzlich ein großer Adler herab und krallt sich den Hund samt Katze mit der Maus und dem Ball und steigt mit ihnen in die Lüfte. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, ein Gewitter zieht auf und aus einer schwarzen Wolke schießt ein Blitz hervor, der genau den Adler trifft. Der Adler lässt den Hund los, der auf die Erde zurückfällt, der Hund lässt die Katze los, die Katze lässt die Maus los und die Maus rennt mit dem Ball ins Loch.
Da dreht sich Petrus zum lieben Gott um und sagt: "Spielen wir Golf oder machen wir Scheiss?"
Petrus kommt total unmotiviert zum lieben Gott geschlurft und fragt: "Sach ma, Scheff, ist dir auch so schrecklich langweilig?" "Ja", sagt der liebe Gott, "hier ist absolut tote Hose, echt zum Gähnen. Hast du eine Idee, was wir unternehmen könnten?" "Hm, lass mal überlegen", antwortet Petrus. "Wie wäre es, wenn wir mal wieder eine Partie Golf unten auf der Erde spielen?" Der liebe Gott ist sofort begeistert und so begeben sie sich umgehend auf einen Golfplatz.
Am ersten Loch holt Petrus seinen Schläger aus der Golftasche, legt sich den Ball zurecht, fixiert das Gelände, stellt sich in Pose, holt aus und drischt den Ball mit aller Kraft vom Abschlag Richtung Loch. Der Ball fliegt 100 Meter, der Ball fliegt 200 Meter, der Ball fliegt 300 Meter und rollt - genau ins Loch.
Der liebe Gott nickt anerkennend, holt seinen Schläger aus der Golftasche, legt sich den Ball zurecht, fixiert das Gelände, stellt sich in Pose, holt aus und drischt den Ball mit aller Kraft vom Abschlag Richtung Loch. Der Ball fliegt 100 Meter, der Ball fliegt 200 Meter, der Ball fliegt 299,99 Meter und bleibt direkt vor dem Loch liegen.
Plötzlich hüpft eine kleine Maus aus dem Loch, schnappt sich den Ball und rennt mit ihm quer über den Golfplatz davon. Hinter einem Gebüsch lauert eine Katze, die sich die Maus mitsamt Ball fängt und davonläuft. Aus dem angrenzenden Wäldchen kommt ein Hund angestürmt, schnappt sich die Katze samt Maus und Ball und rennt davon. Aus dem Himmel sticht plötzlich ein großer Adler herab und krallt sich den Hund samt Katze mit der Maus und dem Ball und steigt mit ihnen in die Lüfte. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel, ein Gewitter zieht auf und aus einer schwarzen Wolke schießt ein Blitz hervor, der genau den Adler trifft. Der Adler lässt den Hund los, der auf die Erde zurückfällt, der Hund lässt die Katze los, die Katze lässt die Maus los und die Maus rennt mit dem Ball ins Loch.
Da dreht sich Petrus zum lieben Gott um und sagt: "Spielen wir Golf oder machen wir Scheiss?"
Meine Top-Ringelnätzer sind
Im Park
Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei.
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise - ich atmete kaum -
gegen den Wind an den Baum,
und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.
Ein männlicher Briefmark
Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!
Im Park
Ein ganz kleines Reh stand am ganz kleinen Baum
still und verklärt wie im Traum.
Das war des Nachts elf Uhr zwei.
Und dann kam ich um vier
Morgens wieder vorbei.
Und da träumte noch immer das Tier.
Nun schlich ich mich leise - ich atmete kaum -
gegen den Wind an den Baum,
und gab dem Reh einen ganz kleinen Stips.
Und da war es aus Gips.
Ein männlicher Briefmark
Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
Da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens!
Kadaj schrieb:
Das mussten wir mal im Unterricht interpretieren. Ein Heidenspaß war das. ,-)
François Villon
Eine verliebte Ballade für ein Mädchen namens Yssabeau
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein schöner Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Das will ich sein im tiefen Tal
dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.
Im tiefen Erdbeertal, im schwarzen Haar,
da schlief ich manches Sommerjahr
bei dir und schlief doch nie zuviel.
Ich habe jetzt ein rotes Tier im Blut,
das macht mir wieder frohen Mut.
Komm her, ich weiß ein schönes Spiel
im dunklen Tal, im Muschelgrund...
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!
Die graue Welt macht keine Freude mehr,
ich gab den schönsten Sommer her,
und dir hats auch kein Glück gebracht;
hast nur den roten Mund noch aufgespart,
für mich so tief im Haar verwahrt...
Ich such ihn schon die lange Nacht
Im Wintertal, im Aschengrund...
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund.
Im Wintertal, im schwarzen Beerenkraut,
da hat der Schnee sein Nest gebaut
und fragt nicht, wo die Liebe sei,
Und habe doch das rote Tier so tief
erfahren, als ich bei dir schlief.
Wär nur der Winter erst vorbei
und wieder grün der Wiesengrund!
...ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!
Da hattet ihr aber einen progressiven Pädagogen, Glückwunsch.
Wen es interessiert, es gibt eine grandiose Aufnahme von dem Wahnsinnigen namens Klaus Kinski, wie er Villon spricht.
Kinski:
„Ich steige auf den ersten besten Tisch und spreche, schreie, brülle, flüstere, hauche, keuche, weine, lache die Balladen des François Villon aus meiner Seele, barfuß, in zerrissenem Pullover und mit Schiebermütze, in der ich nach jeder Ballade Geld einsammle.“
Absolut empfehlenswert. Gibts bei Amazon für 12 Öre.
Mein Telefon klingelt.
Ich geh ran mit dem Spruch "Hallo, welche Frau ist denn da?"
Am Apparat war eine Freundin von mir: "Woher weißt du, dass hier eine Frau ist?"
Eine Viertelstunde später klingelt das Telefon wieder
Ich geh ran mit dem Spruch "Hallo, welche Frau ist denn da?"
Fast richtig - am Apparat war ein schwuler Kumpel von mir.
Ein unerklärliches Phänomen?
Nicht ganz
Im Fernsehen lief nämlich gerade das EM-Spiel Deutschland-Niederlande
Ich geh ran mit dem Spruch "Hallo, welche Frau ist denn da?"
Am Apparat war eine Freundin von mir: "Woher weißt du, dass hier eine Frau ist?"
Eine Viertelstunde später klingelt das Telefon wieder
Ich geh ran mit dem Spruch "Hallo, welche Frau ist denn da?"
Fast richtig - am Apparat war ein schwuler Kumpel von mir.
Ein unerklärliches Phänomen?
Nicht ganz
Im Fernsehen lief nämlich gerade das EM-Spiel Deutschland-Niederlande
Auf dass eine Sammlung entstehe von
- ernsten
- lustigen
- traurigen
- fröhlichen
- romantischen
- realistischen
- eigenen
- fremden
Gedichten.
Gäbe es dafür einen besseren Start als:
Robert Gernhardt - Gedichte
Gedichte find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
es macht mich ehrlich krank zu wissen,
dass wer Gedichte schreibt, Dass wer den Mut
hat, heute noch so’n dumpfen Scheiss zu bauen;
allein der Fakt, dass so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut
Darüber, dass so’n abgefuckter Kacker
Mich mittels seiner Wi.chsereien blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.
Ich tick nicht, was das Ars.chloch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
Ich find Gedichte unheimlich beschissen.
- ernsten
- lustigen
- traurigen
- fröhlichen
- romantischen
- realistischen
- eigenen
- fremden
Gedichten.
Gäbe es dafür einen besseren Start als:
Robert Gernhardt - Gedichte
Gedichte find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
es macht mich ehrlich krank zu wissen,
dass wer Gedichte schreibt, Dass wer den Mut
hat, heute noch so’n dumpfen Scheiss zu bauen;
allein der Fakt, dass so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut
Darüber, dass so’n abgefuckter Kacker
Mich mittels seiner Wi.chsereien blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.
Ich tick nicht, was das Ars.chloch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
Ich find Gedichte unheimlich beschissen.
Das Meer
Der Schiffer Paule lag im Meer.
Es ist kein Land in Sicht.
Nur ein Stück Holz treibt noch vorbei,
das hält den Paule nicht.
Es steigt die Flut,
erreicht den Mund,
Paul sinkt, oh große Not,
wenn jetzt kein Kahn vorüber fährt,
dann ist der Paul gleich tot
Nun sieht man nur noch Paules Schopf.
Helft doch,
die Zeit verrinnt
Da greift die Mutter Paules Kopf,
weil der beim Baden spinnt
Peter Maiwald