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Jaroos

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Jaroos schrieb:

- Heizung so niedrig, dass mir ohne Socken kalt wird. Danach Socken an. Wenn das nicht reicht, hau ich die Heizung bissl hoch. Ich haue sie aber immer nur da hoch wo ich bin, bzw. runter, wo ich nicht bin (Abends Wohnung runter, Schlafzimmer hoch z.B.).

Ich ziehe da eine Kapuzenjacke an, das spart auch ganz gut Heizkosten. Ich mache eh erst sehr spät die Heizung an, auch aus dem Grund das ich eher mal eine Kapuzenjacke anziehe als gleich die Heizung an zu schalten. So auch jetzt, die Heizung ist schon einige Tage aus.
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propain schrieb:

Jaroos schrieb:

- Heizung so niedrig, dass mir ohne Socken kalt wird. Danach Socken an. Wenn das nicht reicht, hau ich die Heizung bissl hoch. Ich haue sie aber immer nur da hoch wo ich bin, bzw. runter, wo ich nicht bin (Abends Wohnung runter, Schlafzimmer hoch z.B.).

Ich ziehe da eine Kapuzenjacke an, das spart auch ganz gut Heizkosten. Ich mache eh erst sehr spät die Heizung an, auch aus dem Grund das ich eher mal eine Kapuzenjacke anziehe als gleich die Heizung an zu schalten. So auch jetzt, die Heizung ist schon einige Tage aus.




Seitdem ich die beim Heizen spare, wundere ich mich wie ich so lange die Heizung immer so hochknallen musste. Das lässt sich echt ertragen, ohne zu frieren.
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fromgg schrieb:

Daran sieht man das nicht. Das können Kampfhandlungen sein.

Stimmt, wie kann man nur darauf kommen wenn bevorzugt Wohnsiedlungen kurz und klein geschossen werden, wenn man Krankenhäuser beschießt. Das hat nichts mit normalen Kampfhandlungen zu tun. Oder willst du mir erzählen die Bombardierung Londons durch die Nazis oder die Bombardierung Dresdens damals wären normale Kampfhandlungen? Das war schon immer Krieg gegen das normale Volk und keine Kampfhandlungen.
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propain schrieb:

fromgg schrieb:

Daran sieht man das nicht. Das können Kampfhandlungen sein.

Stimmt, wie kann man nur darauf kommen wenn bevorzugt Wohnsiedlungen kurz und klein geschossen werden, wenn man Krankenhäuser beschießt. Das hat nichts mit normalen Kampfhandlungen zu tun. Oder willst du mir erzählen die Bombardierung Londons durch die Nazis oder die Bombardierung Dresdens damals wären normale Kampfhandlungen? Das war schon immer Krieg gegen das normale Volk und keine Kampfhandlungen.


Es ist leider ein "ganz normales" Vorgehen der Russen. Wie in Tschetchenien oder auch Aleppo. Alles platt machen. Leute demotivieren, verjagen, vernichten. Und zugleich Europa destabilisieren, indem die Flüchtlinge zu uns verjagt werden und zugleich im Internet seine Trolle und AFDler auf "virtuelle" Hetzjagd gegen Flüchtlinge losschicken.

Krank, aber alles andere als Zufall.
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WürzburgerAdler schrieb:

Da hilft nur eines: sparen.

https://www.focus.de/immobilien/strom-und-gas-clever-einsetzen-energie-immer-mehr-verbraucher-sparen-strom-und-gas-so-gehts_id_72079077.html



Beim Strom verfahre ich mittlerweile sehr erfolgreich so:

- Ich habe wirklich alles per Steckdose mit An/Aus-Knopf im Strom (ausser meinem Kühlschrank). Jede Kleinigkeit. Am TV habe ich zum Beispiel sogar so eine Steckdose an einer anderen, um immer nur einen Teil der Geräte anzuhaben (z.B. TV+Lautsprecher an einem, Ladegerät des Handys separat an einem, damit ich das alleine anmachen kann ohne den TV ins Standby zu holen). Playstation etc. sind gar nicht erst angeschlossen. Die müsste ich per Hand anschließen

- Kühlschrank ist auf höchster Temperatur (das würde ich nur im Sommer ändern oder wenn ich frisches Fleich habe, das ich nicht sofort aufbrauchen kann).

- Heizung so niedrig, dass mir ohne Socken kalt wird. Danach Socken an. Wenn das nicht reicht, hau ich die Heizung bissl hoch. Ich haue sie aber immer nur da hoch wo ich bin, bzw. runter, wo ich nicht bin (Abends Wohnung runter, Schlafzimmer hoch z.B.).

- Wenn ich aus dem Haus gehe, mache ich ausnahmslos alles aus, ausser dem Kühlschrank.

-PC/Laptop nur so lange benutzen wie nötig. Mein PC zieht unglaublich viel an Strom.

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Es ist unglaublich was dabei ohne großen Aufwand rauszuholen ist.
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Ich hab zum Glück noch Preisgarantie und zahle 24,36 Cent. Aber mein Arbeitskollege zieht um und sollte beim selben Anbieter 50 Cent zahlen! Der billigste Anbieter bei Check24 will 0,45€ + 10€ mehr Grundpreis pro Monat. Das ist quasi ne Verdopplung der Stromkosten. Wären bei mir knapp 500€ im Jahr.

Mein Anbieter hat mittlerweile folgende Anzeige auf der Homepage

Liebe Besucher*innen unserer Website, liebe Kund*innen,

aufgrund der derzeitigen Marktlage können wir Ihnen momentan keinen GöStrom anbieten. Sobald sich die Situation normalisiert hat, finden Sie unsere Tarifangebote hier auf unserer Website. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihre Stadtwerke Göttingen/


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hawischer schrieb:

Stimmt, Du hast Recht und ich habe eben nicht beachtet in welchem Thread ich mich gerade befinde.
Vielleicht ist die Moderation so nett und verschiebt das Thema in einen anderen thread.


Habe ich auch nicht darauf geachtet, sorry. Wobei Putins Krieg auch immer mehr zum Energie-Krieg wird...
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Andy schrieb:

hawischer schrieb:

Stimmt, Du hast Recht und ich habe eben nicht beachtet in welchem Thread ich mich gerade befinde.
Vielleicht ist die Moderation so nett und verschiebt das Thema in einen anderen thread.


Habe ich auch nicht darauf geachtet, sorry. Wobei Putins Krieg auch immer mehr zum Energie-Krieg wird...



Der war schon vor dem Krieg in der Ukraine ein Energie+Inflations-"Krieg".
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Das Blatt scheint sich zu wenden, die ukarinische Armee geht anscheinend jetzt zur Gegenoffensive über und hat gute Aussichten, den Krieg für sich zu entscheiden:
https://zeitschrift-osteuropa.de/blog/die-ukraine-gewinnt-den-krieg/

Putin beginnt das wohl zu realisieren, weswegen er jetzt sogar den Einsatz chemischer Waffen in Erwägung zieht:
https://beta.t-online.de/nachrichten/ausland/id_91890712/russland-will-chemiewaffen-gegen-die-ukraine-einsetzen.html

Er scheint zu allem entschlossen zu sein und es ist zu vermuten, dass er vor gar nichts zurückschrecken wird, wenn sich die Lage für ihn weiter zuspitzt. Wir sind wirklich in einer brandgefährlichen Lage, ich bin extrem besorgt.
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LDKler_neu schrieb:

Das Blatt scheint sich zu wenden, die ukarinische Armee geht anscheinend jetzt zur Gegenoffensive über und hat gute Aussichten, den Krieg für sich zu entscheiden:
https://zeitschrift-osteuropa.de/blog/die-ukraine-gewinnt-den-krieg/


Bei diesem Absatz hab ich aufgehört zu lesen:

Die Zögerlichkeit, mit der westliche Wissenschaftler die aktuellen Beobachtungen in der Ukraine in ihre Analysen einfließen lassen, rührt zum Teil wohl daher, dass sie sich ihrem Gegenstand, der russländischen Armee, irgendwie verbunden fühlen ‑ auch wenn sie deren Handeln aus moralischen Gründen verabscheuen.
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Leider ist Polen mehrheitlich rassistisch. Das habe ich selbst immer wieder erlebt, als ich früher ständig da war. Ich hoffe das wird mit der Zeit besser, je globalisierter die Welt ist, aber noch ist das nicht der Fall. 2015 war ich zuletzt freiwillig da...

Wobei die Ecke an der Ukraine nochmal schlimmer ist. Im Prinzip kann man das Pi mal Daumen so sagen: Je östlicher, je dörflicher, desto fremdenfeindlicher (und desto mehr Leute wählen PIS). Es ist eine Schande
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Luzbert schrieb:

Dennoch stellt sich die Frage, ob "der Westen" in den letzten 30 Jahren alles richtig gemacht hat. Es wäre jetzt an der Zeit kritisch auf die Entscheidungen zu schauen und für zukünftige Maßnahmen daraus zu lernen. Das Verhältnis zu Russland wir vollständig neu aufgebaut werden müssen. Da wäre es töricht, vergangene Kränkungen zu ignorieren und die Politik nur nach dem eigenen Interesse auszurichten.

     

DEN Westen in Bezug auf Russland gibt es wohl nicht. Die USA war in Abhängigkeit der jeweiligen Präsidentschaft freundlicher oder zurückhaltender. Gerade unter Trumps Führung könnte sich Putin nicht beschweren.
Die öffentliche Diskussion hierzulande nehme ich zur Zeit völlig anders wahr. Deutschland sei in den Kanzlerschaften Schröder und Merkel (zeitgleich Putin) viel zu entgegenkommend gegenüber Russland gewesen. Die Nordstreamentscheidungen fallen in den Zeitraum. Deutschland wurde dafür von USA, EU und besonders aus  Osteuropa schwer kritisiert. Dies sei keine Politik gegen Russland, sondern eine gegen die Ukraine, Polen etc gewesen.

Außer dem nicht haltbarem Vorwurf, die Nato hatte Russland bedrängt und der Obama-Äusserung, Russland sei eine Regionalmacht habe ich nichts vernommen, was Verständnis für Russland rechtfertigt.

Nein, die Bedrängung Russlands ist eine Mär. Vorgetragen von Leuten, für die eine Ablehnung der USA, der Nato bisher an erster Stelle ihrer politischen Agenda standen.

In Wirklichkeit ist es die Demokratie, der Freiheitswille der Menschen, die Putin bedrängt. Der dadurch drohende Machtverlust hat ihn zu immer stärkerer Unterdrückungssaktionen veranlasst. Keine freien Wahlen, keine freie Presse, heute haben sie Nawalny zu weiteren 9 Jahren strenger Lagerhaft verurteilt.
Sollte die Ukraine unter russische Herrschaft kommen, dann droht Hunderttausenden der ukrainischen Eliten ähnliches. Das wissen die Ukrainer.

Der ukrainische Präsident hat heute ein Angebot gemacht. Wenn Russland die Truppen abzieht und Sicherheitsgarantien gibt, dann kann über den Verzicht einer Nato-Mitgliedschaft und über die Krim und die seit 2014 besetzten Donbassgebiete gesprochen werden.
Putin wird das zu wenig sein, Er hat seinen Traum vom großrussischen Reich, jetzt hat er damit begonnen, hört er jetzt auf, dann sieht er sich selbst gescheitert. Das aber passt nicht zu seinem Größenwahn.

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hawischer schrieb:

Luzbert schrieb:

Dennoch stellt sich die Frage, ob "der Westen" in den letzten 30 Jahren alles richtig gemacht hat. Es wäre jetzt an der Zeit kritisch auf die Entscheidungen zu schauen und für zukünftige Maßnahmen daraus zu lernen. Das Verhältnis zu Russland wir vollständig neu aufgebaut werden müssen. Da wäre es töricht, vergangene Kränkungen zu ignorieren und die Politik nur nach dem eigenen Interesse auszurichten.

     

DEN Westen in Bezug auf Russland gibt es wohl nicht. Die USA war in Abhängigkeit der jeweiligen Präsidentschaft freundlicher oder zurückhaltender. Gerade unter Trumps Führung könnte sich Putin nicht beschweren.
Die öffentliche Diskussion hierzulande nehme ich zur Zeit völlig anders wahr. Deutschland sei in den Kanzlerschaften Schröder und Merkel (zeitgleich Putin) viel zu entgegenkommend gegenüber Russland gewesen. Die Nordstreamentscheidungen fallen in den Zeitraum. Deutschland wurde dafür von USA, EU und besonders aus  Osteuropa schwer kritisiert. Dies sei keine Politik gegen Russland, sondern eine gegen die Ukraine, Polen etc gewesen.

Außer dem nicht haltbarem Vorwurf, die Nato hatte Russland bedrängt und der Obama-Äusserung, Russland sei eine Regionalmacht habe ich nichts vernommen, was Verständnis für Russland rechtfertigt.

Nein, die Bedrängung Russlands ist eine Mär. Vorgetragen von Leuten, für die eine Ablehnung der USA, der Nato bisher an erster Stelle ihrer politischen Agenda standen.

In Wirklichkeit ist es die Demokratie, der Freiheitswille der Menschen, die Putin bedrängt. Der dadurch drohende Machtverlust hat ihn zu immer stärkerer Unterdrückungssaktionen veranlasst. Keine freien Wahlen, keine freie Presse, heute haben sie Nawalny zu weiteren 9 Jahren strenger Lagerhaft verurteilt.
Sollte die Ukraine unter russische Herrschaft kommen, dann droht Hunderttausenden der ukrainischen Eliten ähnliches. Das wissen die Ukrainer.

Der ukrainische Präsident hat heute ein Angebot gemacht. Wenn Russland die Truppen abzieht und Sicherheitsgarantien gibt, dann kann über den Verzicht einer Nato-Mitgliedschaft und über die Krim und die seit 2014 besetzten Donbassgebiete gesprochen werden.
Putin wird das zu wenig sein, Er hat seinen Traum vom großrussischen Reich, jetzt hat er damit begonnen, hört er jetzt auf, dann sieht er sich selbst gescheitert. Das aber passt nicht zu seinem Größenwahn.


Danke! Damit triffst du es von vorn bis hinten. Kurz und knapp: Putin hat Angst um seine Kleptokratie.
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Das mag für Polen richtig sein. Für andere Länder schreibt Wikipedia: "Beim Gipfeltreffen in Prag im November 2002 lud die NATO die Länder Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien zu Beitrittsgesprächen ein. Auf dem Istanbuler Gipfel im März 2004 traten diese sieben Länder der NATO bei."

Im Prinzip aber egal, es ändert nichts daran, dass man all diese Beitritte ohne Russland gestaltete. Ich halte das heute für eine Fehleinschätzung, die in den Reden europäischer Politiker*innen auf dem Maidan gipfelte.
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WürzburgerAdler schrieb:

"Beim Gipfeltreffen in Prag im November 2002 lud die NATO die Länder Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien zu Beitrittsgesprächen ein. Auf dem Istanbuler Gipfel im März 2004 traten diese sieben Länder der NATO bei."


Lies mal bitte die Absätze drüber und drunter. Und dann wird dir auffallen, dass du den Absatz aus dem Zusammenhang gezogen hast und du mit deinen Aussagen komplett falsch liegst.

Russische Militäraktionen, darunter der Erste Tschetschenienkrieg, der Transnistrienkrieg und der Krieg in Abchasien, veranlassten die mittel- und osteuropäischen Länder, insbesondere diejenigen mit eigenen Erinnerungen an ähnliche sowjetische Offensiven, auf eine NATO-Beitrittserklärung zu drängen, um ihre langfristige Sicherheit zu gewährleisten.[2] Politische Parteien, die eine NATO-Mitgliedschaft ablehnten, wurden abgewählt, darunter die Bulgarische Sozialistische Partei im Jahr 1996 und die slowakische HZDS im Jahre 1998.[3] In einem Referendum sprachen sich 1997 85,3 % der Ungarn für eine NATO-Mitgliedschaft ihres Landes aus.[4]


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Schönesge schrieb:

Klar, man kann versuchen die Entwicklung in der Ukraine mit einer Reaktion-Aktion Spirale zu begründen. Die Frage die sich dann halt nur stellt ist, ob diese Theorie wirklich richtig ist oder ob mit ihr die tatsächlichen Ursachen verdeckt werden.

"Die Sowjetunion ist zerfallen, Russland hat an Einfluss verloren, weil sich von Russland bedrohte Länder unter den Schirm der Nato oder der EU geschlüpft sind, Russland fühlt sich gedemütigt und greift nun an, um Einfluss zurückzugewinnen."

Ursache für Russlands Angriff ist mE aber vielmehr, dass Russland mit Putin diktatorisch geführt wird, und dass nur ein paar wenige davon profitieren. Die "paar wenige"  man möchten es unbedingt vermeiden, dass um einen herum das eigene System bedrohende Demokratien entstehen. Insofern erfindet man Gründe, um Angriffe auf Länder nahe Russlands rechtfertigen zu können, die sich in Richtung Demokratie entwickeln könnten.

Mich überzeugt letztere Erklärung sehr viel mehr, erstere Erklärung versucht aus meiner Sicht eine Ursache für den Konflikt darzustellen, die gar nicht die Ursache für den Konflikt ist. Ursache ist aus meiner Sicht die Diktatur in Russland, die sich mit allen Mitteln halten möchte.

Das schlimme an Erklärung 1 ist vor allem die Konsequenz daraus. Die Konsequenz daraus wäre nämlich, dass das Recht des Stärkeren faktisch gelten muss. Abrüstung wäre dann noch viel mehr "Selbstmord", als es aus meiner Sicht eh schon ist.

Die russische Argumentation ist allerdings eine andere. Sie besagt, dass sich Russland durch das Herannahen der NATO an seine Außengrenzen bedroht fühlt.

Selbst wenn Erklärung 1 falsch sein sollte, so lieferte der Westen Putin damit sein Narrativ "Die Sicherheit des russischen Volkes ist nicht verhandelbar" und damit Zustimmungsquoten in der Bevölkerung, die in Diktaturen normalerweise unbekannt sind. Nur darum geht es. Hier, bei der Osterweiterung, hätte man Russland mit ins Boot nehmen müssen. Dass man dachte, das ginge an Russland vorbei, war eine Fehleinschätzung.

Deine Erklärung 2 ist mit Sicherheit nicht falsch. Das gesamte russische System ist auf einer Elite aufgebaut, die das Land unfassbar rücksichtslos ausbeutet und alles in der Hand hat, bis hin zur Justiz. Deshalb ja auch Nord Stream 2, um auf unsichere Kantonisten wie die Ukraine nicht mehr angewiesen zu sein. Wenn man aus westlicher Sicht darauf hätte Einfluss nehmen wollen, hätte man Nord Stream 2 nie bauen dürfen. Davon und auch davon, sich von einer großen Abhängigkeit von Russland zu verabschieden, war man aber weit entfernt. Im Gegenteil: man stufte Gas als nachhaltig ein, verteidigte Nord Stream 2 gegen die Amerikaner und verkaufte sogar seine eigenen Gasspeicher in Deutschland an Gazprom.
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WürzburgerAdler schrieb:

Schönesge schrieb:

Klar, man kann versuchen die Entwicklung in der Ukraine mit einer Reaktion-Aktion Spirale zu begründen. Die Frage die sich dann halt nur stellt ist, ob diese Theorie wirklich richtig ist oder ob mit ihr die tatsächlichen Ursachen verdeckt werden.

"Die Sowjetunion ist zerfallen, Russland hat an Einfluss verloren, weil sich von Russland bedrohte Länder unter den Schirm der Nato oder der EU geschlüpft sind, Russland fühlt sich gedemütigt und greift nun an, um Einfluss zurückzugewinnen."

Ursache für Russlands Angriff ist mE aber vielmehr, dass Russland mit Putin diktatorisch geführt wird, und dass nur ein paar wenige davon profitieren. Die "paar wenige"  man möchten es unbedingt vermeiden, dass um einen herum das eigene System bedrohende Demokratien entstehen. Insofern erfindet man Gründe, um Angriffe auf Länder nahe Russlands rechtfertigen zu können, die sich in Richtung Demokratie entwickeln könnten.

Mich überzeugt letztere Erklärung sehr viel mehr, erstere Erklärung versucht aus meiner Sicht eine Ursache für den Konflikt darzustellen, die gar nicht die Ursache für den Konflikt ist. Ursache ist aus meiner Sicht die Diktatur in Russland, die sich mit allen Mitteln halten möchte.

Das schlimme an Erklärung 1 ist vor allem die Konsequenz daraus. Die Konsequenz daraus wäre nämlich, dass das Recht des Stärkeren faktisch gelten muss. Abrüstung wäre dann noch viel mehr "Selbstmord", als es aus meiner Sicht eh schon ist.

Die russische Argumentation ist allerdings eine andere. Sie besagt, dass sich Russland durch das Herannahen der NATO an seine Außengrenzen bedroht fühlt.

Selbst wenn Erklärung 1 falsch sein sollte, so lieferte der Westen Putin damit sein Narrativ "Die Sicherheit des russischen Volkes ist nicht verhandelbar" und damit Zustimmungsquoten in der Bevölkerung, die in Diktaturen normalerweise unbekannt sind. Nur darum geht es. Hier, bei der Osterweiterung, hätte man Russland mit ins Boot nehmen müssen. Dass man dachte, das ginge an Russland vorbei, war eine Fehleinschätzung.

Deine Erklärung 2 ist mit Sicherheit nicht falsch. Das gesamte russische System ist auf einer Elite aufgebaut, die das Land unfassbar rücksichtslos ausbeutet und alles in der Hand hat, bis hin zur Justiz. Deshalb ja auch Nord Stream 2, um auf unsichere Kantonisten wie die Ukraine nicht mehr angewiesen zu sein. Wenn man aus westlicher Sicht darauf hätte Einfluss nehmen wollen, hätte man Nord Stream 2 nie bauen dürfen. Davon und auch davon, sich von einer großen Abhängigkeit von Russland zu verabschieden, war man aber weit entfernt. Im Gegenteil: man stufte Gas als nachhaltig ein, verteidigte Nord Stream 2 gegen die Amerikaner und verkaufte sogar seine eigenen Gasspeicher in Deutschland an Gazprom.


Die NATO hat keine Osterweiterung durchgeführt. Die Länder sind vor Russland in die NATO geflüchtet, da sie jahrzehntelang von ihnen gefangen gehalten worden, siehe Polen.

Ich würde mich freuen, wenn du dich mal ein wenig in Polens Geschichte einliest. Das würde dir erklären wie falsch die Aussage ist die Nato wäre der aktive Part der Erweiterung gewesen.
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Danke für die Aufklärungen. Das vergrößert meine Hoffnung, dass das bald ein Ende hat, ohne, dass die Ukraine alles verliert. Mehr als genug verloren haben sie so oder so schon.
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Jaroos schrieb:

Ich glaube ehrlich gesagt seit Anfang an, dass der Angriff wirklich so läuft wie er laufen soll und dass Putin noch nachlegen kann. Quantitativ und qualitativ, also Erfahrung, Masse, Technik. Vielleicht hat er nicht mit den vielen Sanktionen gerechnet, aber ich glaube nicht, dass die Truppen ungeplant schlecht voran kommen.

Ich glaube auch nicht, dass er die ganze Ukraine wegbomben will und dass die Angriffe auf den Westen, inclusive Kiew nur ablenken sollen. So lange angreifen bis a) die Ukraine bereit ist ihnen den Süden und Osten abzugeben oder b) er dort seine Leute etabliert, wie auch auf der Krim. "Wahlen" abhalten und einverleiben.


Dafür, das er so geplant voran kommt, hätte er nicht zur Schneeschmelze angreifen dürfen, wo seine Panzer im Matsch versinken und auf Straßen angewiesen sind. Dafür das er die Ukraine nicht wegbomben will, schaut Mariupol schon ziemlich am ***** aus.

Nope ich bin auch nur ein Schreibtischgeneral, aber ich glaube eher nicht das es wirklich geplant läuft, insbesondere mit den Verlusten die er anscheinend zu beklagen hat dank der Türkischen Drohne, den Javelins und dem Ukrainischem Kampfgeist.
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Hoffentlich hast du Recht (wobei es mir weh tut Wörter wie "hoffentlich", "gut" o.ä. zu schreiben). Ganz glauben mag ich das nicht. Der müsste sich um 180 Grad gedreht haben.
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Ich glaube ehrlich gesagt seit Anfang an, dass der Angriff wirklich so läuft wie er laufen soll und dass Putin noch nachlegen kann. Quantitativ und qualitativ, also Erfahrung, Masse, Technik. Vielleicht hat er nicht mit den vielen Sanktionen gerechnet, aber ich glaube nicht, dass die Truppen ungeplant schlecht voran kommen.

Ich glaube auch nicht, dass er die ganze Ukraine wegbomben will und dass die Angriffe auf den Westen, inclusive Kiew nur ablenken sollen. So lange angreifen bis a) die Ukraine bereit ist ihnen den Süden und Osten abzugeben oder b) er dort seine Leute etabliert, wie auch auf der Krim. "Wahlen" abhalten und einverleiben.

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Schönesge schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Das möchte ich bezweifeln. Wenn überhaupt wird das eine kleine Handvoll an Soldaten betreffen. Und selbst das bezweifle ich.
Andererseits gießt man mit solchen Aktionen weiter Öl ins Feuer. Wenn man die offenbar vorhandene Phantasie dafür nutzen würde, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und ins Spiel zu bringen, wäre das sicherlich nützlicher als solch ein "Angebot".

Im Übrigen erwarte ich ohnehin nicht, dass russische Deserteure vom Westen an Russland ausgeliefert werden. Insofern eine völlig unnötige und überflüssige, lediglich der Eskalation dienende Aktion.


Dann schätzen wir das eben sehr unterschiedlich ein. Solche Moves sind aus meiner Sicht genau die richtigen Signale, die man setzt. Man kämpft nicht gegen Russland, sondern gegen ein russisches Regime, dass sein eigenes Volk vergewaltigt.

Am Ende muss sich das russische Volk von innen heraus von diesem Tyrannen befreien, von daher muss klar sein, dass jeder Unterstützung und Schutz erfährt, der nicht mehr für diesen Tyrannen kämpfen mag. Ich vermute, dass die meisten Soldaten nur dort sind, weil sie Angst haben, nicht, weil sie von den Motiven Putins überzeugt sind. Insofern sind Menschen. Das scheinst du anders zu sehen?

Menschen, die beim Staatsfernsehen arbeiten und sich öffentlichkeitswirksam auflehnen, sind Helden. Soldaten, die ihr Gewehr niederlegen und das Kämpfen sein lassen ebenso.

Zum einen: ich weiß es nicht, was die russischen Soldaten denken. Ich habe noch mit keinem gesprochen. Du?
Zum zweiten: es steht doch außer Frage, dass man russischen Deserteuren Asyl gewähren würde. Braucht es da diese Aktion, die nur wieder Öl ins Feuer gießt?
Und zum dritten: Fändest du nicht auch kreative Lösungsansätze zur Beendigung dieses Krieges besser als solche "Aktionen"? Durch ein "Angebot", das wohl selbstverständlich ist, ändert sich genau: Null.
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WürzburgerAdler schrieb:

Schönesge schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Das möchte ich bezweifeln. Wenn überhaupt wird das eine kleine Handvoll an Soldaten betreffen. Und selbst das bezweifle ich.
Andererseits gießt man mit solchen Aktionen weiter Öl ins Feuer. Wenn man die offenbar vorhandene Phantasie dafür nutzen würde, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und ins Spiel zu bringen, wäre das sicherlich nützlicher als solch ein "Angebot".

Im Übrigen erwarte ich ohnehin nicht, dass russische Deserteure vom Westen an Russland ausgeliefert werden. Insofern eine völlig unnötige und überflüssige, lediglich der Eskalation dienende Aktion.


Dann schätzen wir das eben sehr unterschiedlich ein. Solche Moves sind aus meiner Sicht genau die richtigen Signale, die man setzt. Man kämpft nicht gegen Russland, sondern gegen ein russisches Regime, dass sein eigenes Volk vergewaltigt.

Am Ende muss sich das russische Volk von innen heraus von diesem Tyrannen befreien, von daher muss klar sein, dass jeder Unterstützung und Schutz erfährt, der nicht mehr für diesen Tyrannen kämpfen mag. Ich vermute, dass die meisten Soldaten nur dort sind, weil sie Angst haben, nicht, weil sie von den Motiven Putins überzeugt sind. Insofern sind Menschen. Das scheinst du anders zu sehen?

Menschen, die beim Staatsfernsehen arbeiten und sich öffentlichkeitswirksam auflehnen, sind Helden. Soldaten, die ihr Gewehr niederlegen und das Kämpfen sein lassen ebenso.

Zum einen: ich weiß es nicht, was die russischen Soldaten denken. Ich habe noch mit keinem gesprochen. Du?
Zum zweiten: es steht doch außer Frage, dass man russischen Deserteuren Asyl gewähren würde. Braucht es da diese Aktion, die nur wieder Öl ins Feuer gießt?
Und zum dritten: Fändest du nicht auch kreative Lösungsansätze zur Beendigung dieses Krieges besser als solche "Aktionen"? Durch ein "Angebot", das wohl selbstverständlich ist, ändert sich genau: Null.


Die Deeskalation hat uns in diesen Krieg gebracht. Während Putin schon im Krieg war, haben wir es mit Diplomatie versucht. Während wir verhandeln wollten, hat er unseren Anführern ins Gesicht gelogen. Wollen wir da wieder ansetzen und uns vorführen lassen?

Seit Monaten dreht er schon an der Inflationsschraube, was auch ein direkter Angriff auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist. Und nun sollen wir zärtlich sein? Hat ja viel gebracht bisher (und auch schon in den vielen Jahren seit 2014).
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Schönesge schrieb:

propain schrieb:

Schönesge schrieb:

Warum hat es Bremen geschafft im Schnitt sehr viel mehr Menschen zu erreichen und zu überzeugen, als andere Bundesländer?

Die Mär hält sich hartnäckig. Es ist doch mittlerweile bekannt das man in Bremen nicht weiß wie viele Bremer geimpft sind, da sich in Bremen viele Nichtbremer haben impfen lassen, dort mehr Impfungen verspritzt wurden als es Bewohner gibt.


Achso, das war also nur in Bremen so? Gabs da irgendwas umsonst? Und auch wenn es ein paar Prozentpunkte weniger sind, dann gibt's trotzdem noch einen großen Unterschied.

Gerne kannst du deine "Mär" mit Quellen und Fakten untermauern.


Es ist wirklich so. Es gab am Ende sogar eine Impfquote von über 100%. U.a. viele Seemänner haben sich dort impfen lassen und haben die Quote nach oben schießen lassen. Trotzdem hat Bremen eine sehr hohe Impfquote.
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propain schrieb:

Schönesge schrieb:

Warum hat es Bremen geschafft im Schnitt sehr viel mehr Menschen zu erreichen und zu überzeugen, als andere Bundesländer?

Die Mär hält sich hartnäckig. Es ist doch mittlerweile bekannt das man in Bremen nicht weiß wie viele Bremer geimpft sind, da sich in Bremen viele Nichtbremer haben impfen lassen, dort mehr Impfungen verspritzt wurden als es Bewohner gibt.


Achso, das war also nur in Bremen so? Gabs da irgendwas umsonst? Und auch wenn es ein paar Prozentpunkte weniger sind, dann gibt's trotzdem noch einen großen Unterschied.

Gerne kannst du deine "Mär" mit Quellen und Fakten untermauern.
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Schönesge schrieb:

propain schrieb:

Schönesge schrieb:

Warum hat es Bremen geschafft im Schnitt sehr viel mehr Menschen zu erreichen und zu überzeugen, als andere Bundesländer?

Die Mär hält sich hartnäckig. Es ist doch mittlerweile bekannt das man in Bremen nicht weiß wie viele Bremer geimpft sind, da sich in Bremen viele Nichtbremer haben impfen lassen, dort mehr Impfungen verspritzt wurden als es Bewohner gibt.


Achso, das war also nur in Bremen so? Gabs da irgendwas umsonst? Und auch wenn es ein paar Prozentpunkte weniger sind, dann gibt's trotzdem noch einen großen Unterschied.

Gerne kannst du deine "Mär" mit Quellen und Fakten untermauern.


Es ist wirklich so. Es gab am Ende sogar eine Impfquote von über 100%. U.a. viele Seemänner haben sich dort impfen lassen und haben die Quote nach oben schießen lassen. Trotzdem hat Bremen eine sehr hohe Impfquote.
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SGERafael schrieb:

Ukraine im Grunde bedeutet.


Bitte vorsichtig vorgehen. Die Situation ist kritisch. Ich persönlich glaube , dass wir nicht besser als zur Kubakrise da stehen. Die Sache kann jederzeit eskalieren.
Man muss langsam mal zu Auswgen kommen. Notfalls mit faulen Kompromissen.
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fromgg schrieb:

SGERafael schrieb:

Ukraine im Grunde bedeutet.


Bitte vorsichtig vorgehen. Die Situation ist kritisch. Ich persönlich glaube , dass wir nicht besser als zur Kubakrise da stehen. Die Sache kann jederzeit eskalieren.
Man muss langsam mal zu Auswgen kommen. Notfalls mit faulen Kompromissen.



Was wäre denn ein fauler Kompromiss? Putin überfällt ein unabhängiges Land zum zweiten Mal und dafür kriegt er einen Teil davon, darf er einfach gehen und alles ist gut?

Meiner Meinung nach gibt es derzeit keinen faulen Kompromiss, der irgendwie Sinn machen würde. Putin hat sich brutal verlaufen und ich sehe nichts was helfen würde ihn zugleich als "Gewinner" rausgehen zu lassen, während die Ukraine entschädigt wird.
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Unsere Transporte (bin Spediteur) sind in diesem Jahr über 20% teurer geworden. Und es fängt jetzt ja erst an zu eskalieren. Insbesondere in Polen, da die meisten Unternehmer dort heimisch sind. Dort werden zum Teil keine Preise mehr an der Tankstelle angezeigt, da es zu schnell nach oben geht.
Das wird mit der Zeit alles auf die Preise drauf gehen.

Mal abgesehen von Weizen und Co. die die Ukraine an uns exportiert. Putin führt erfolgreich einen Inflationskrieg mit uns.