
seventh_son
11049
pelo schrieb:
Ich schliesse mich aber der Sorte Experten an, die der Meinung sind ,ein Verbleib D. oder anderer Länder im Euro käme auf Dauer wesentlich teurer,als
etwa ein kleinerer Währungsverband mit zb. zusätzlichen Zweitwährungen.
Dass ein Verbleib teurer wäre, halte ich selbst für wahrscheinlich, WENN weiter so gewurstelt wird wie bisher und kein klares Konzept, insbesondere was die Abtretung von Haushaltsrechten betrifft, bzw. das Zusammenfassen von Politiken unter dem Dach europäischer Institutionen, gefunden wird.
Dies wird ja von vielen Bürgern sehr mißtrauisch gesehen, was ich zum Teil genauso sehe, denn die europäischen Strukturen sind nicht wirklich demokratisch. Aber da ist natürlich auch ein nationaler Reflex dabei ("wir wollen selbst über unser Schicksal bestimmen"). Deshalb glaube ich auch nicht, dass eine weitere Einigung Europas in absehbarer Zeit gelingen wird.
Ein solcher wäre aber - bei demokratischen Institutionen - sicherlich besser für unsere Zukunft. Das hatte ich ja schon ausgeführt.
Auf jedenfall habe ich Probleme, mich da klar zu positionieren, und sorry, jeder der es tut, kann das nicht aufgrund von klar abgewogenen Fakten, sondern eher aus einem Gefühl heraus, oder auch beeinflusst von der politischen Grundeinstellung.
Manchmal muss man auch mal einen radikalen Schnitt wagen, irgendwann bringt es nichts mehr abzuwägen. Aber in diesem Fall tue ich mich da schwer, da die Folgen in jedem Fall weitreichend sein werden.
pelo schrieb:
"die gemeinsame Haftung haben wir doch schon " Auch nichts neues lieber 7S.
" CDU/FDP haben mit" Eurobonds" ein schönes Schlagwort um den Untergang des Abendlandes zu beschwören "
Nein lieber 7S, viel schlimmer: sie werden nach der Wahl ,sollten sie wieder an der Regierung kommen,einknicken u. diese Haltung von SPD/GRÜNE übernehmen.!
Das ist meine feste Überzeugung.
Erstens war es nicht meine Absicht, irgendetwas brandneues in die Diskussion zu werfen. Das tust du ja auch nicht. Du vertrittst die Argumente einer Seite. Ich beleuchte die Sache von beiden Seiten.
Zum Thema Eurobonds hatte ich ja schon geschrieben: Da wurde ein Wort geschaffen, was man schön verteufeln kann. Überspitzt: Man denkt gleich an den faulen Griechen, für dessen Konsum man jetzt als braver deutscher Steuerzahler haften soll. Aber das passiert schon über die gewährten Kredite und den dann auf die Schnelle installierten ESM. Ein sauber ausgearbeitetes Konzept bzgl. Eurobonds könnte das ganze effektiver, kontrollierbarer und auch restriktiver machen. Aber das Wort wurde eben als sozialistisches Gutmenschentum verbrämt.
Die UN ist ja kein freischwebendes höheres Wesen, sondern eine Institution wo Staaten ihre Interessen vertreten. Ein "Völkerbund" ist sie gewiss nicht.
Brady schrieb:seventh_son schrieb:
done
Und der Rest?
Kommt schon noch, du Geier...
done
Jetzt auf zdf.kultur:
ZDF Hitparade. Grade Jürgen Markus "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben"
ZDF Hitparade. Grade Jürgen Markus "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben"
Bigbamboo schrieb:seventh_son schrieb:
KzH. Ich bitte um Unterhaltung.
'Rode zu Wolfsburg' im UE gefällig?
Der taugt doch eh nix....
Ok, ich schau mal vorbei.
Jugger schrieb:
Ich nehme E R N S T L und möchte lösen.
Als Mod hat man hier eindeutig einen Vorteil...
Taunusabbel schrieb:seventh_son schrieb:
KzH. Ich bitte um Unterhaltung.
Das sind wir also, die Hofnarren der Motse.......
Gute Besserung
@Brady: Motse reimt sich auf ....
@Taunusabbel: Danke
KzH. Ich bitte um Unterhaltung.
pelo schrieb:
Das Szenario ,das hier schon einmmal von einem User entworfen wurde,mit Massenarbeitslosigkeit, Einbruch der Exportindustrie usw. . ist einfach falsch.
Sorry, das kannst Du IMHO (genauso wie wir alle hier) gar nicht beurteilen, denn die Folgen sind aus heutiger Sicht nicht zu kalkulieren.
Die Zwickmühle beginnt schon da, dass man den (exportorientierten) Unternehmen genug Zeit geben müßte, sich auf so einen existenziellen Schritt einzustellen. Gleichzeitig würde aber das Chaos an den Börsen und bei den Banken ausbrechen, wenn man einen solchen Schritt frühzeitig bekannt gibt. Ein Austritt Deutschalnds würde den Rest-Euro massiv abwerten und die Leute in den anderen Staaten würden versuchen, die Euros loszuwerden.
pelo schrieb:
Wir exportieren doch heute schon nur 39 % in den Euroraum,die restlichen 61% weltweit.
Wir handeln mit unserem Nachbarn Polen auch nicht mit Euro, das klappt doch auch.
Es geht ja auch nicht nur darum, dass Handeln in einer einheitlichen Währung einfacher ist. Natürlich funktioniert Handel auch ohne gemeinsame Währung. Aber der Euro sorgt (noch?) für ein gewisses Gewicht in der Welt, er war bisher sogar stabiler als die DM was Kursverlauf und Inflation angeht, er wird von vielen Staaten als Alternative zum Dollar angesehen. Das erleichtert auch den Handel.
Der deutschen Wirtschaft geht es auch so gut, weil wir eine Währung haben, die ein wenig zu "schwach" bewertet für unsere Leistungsfähigkeit ist. Perfiderweise nutzen wir die schwächere Leistungsfähigkeit anderer Euro-Staaten über die Währung aus. Für diese ist wiederum die Währung etwas (in manchen Fällen um einiges) zu stark, um wettbewerbsfähig zu sein.
Genau deshalb müssen die Länder gestützt werden. Wenn man so will, ist die ganze Euro-Hilfe nicht nur ein Geschenk an die Banken, sondern auch an die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Solange das nicht ausartet, lohnt es sich vermutlich sogar, Steuergelder für eine Art Subventionierung der Wirtschaft zu verwenden. Wir stehen halt grade davor, dass es ausartet...
Natürlich kann man jetzt sagen, dass so ein System auf tönernen Füßen steht, und dass die Währungen besser der Leistungsfähigkeit der Länder entsprechen sollen. Aber für diese Erkenntnis ist es jetzt eben etwas spät, und ein Rückbau würde auf jedenfall eine Schockwirkung haben, wie die sich auswirkt und wie lange, ist die große Frage. Ob dazu die Politik den Mut hätte, wage ich zu bezweifeln, da wird wohl eher der große Knall erst kommen müssen, wo man dann eh keine andere Möglichkeit mehr hat.
Problematischer als der akute Schock sehe ich aber den dann irgendwann eintretenden Bedeutungsverlust Europas auf Weltebene. Sowohl die USA als auch China würde ein Untergang des Euro auf Welthandelsebene eher in die Karten spielen. Dass es Deutschland auch alleine könnte, ist IMHO ein bißchen deutsche Arroganz. Unsere Wirtschaftskraft, unser "Fleiß" etc. ist zwar ein Pfund, mit dem wir Wuchern können. Aber wir sind schlicht zu klein, als dass wir allein damit in der Welt der Zukunft so gut über die Runden kommen werden wie zur Zeit, insbesondere wenn Probleme wie der demografische Wandel hinzu kommen.
Man sollte sich mal von dem Gedanken lösen, dass wir hier auf einer Insel der Glückseligen leben und wir den Wohlstand gepachtet haben. Das kann in 50-100 Jahren schon ganz anders aussehen. Vielleicht arbeiten dann die gut ausgebildeten Deutschen in China und die Chinesen lassen hierzulande billig produzieren...
Ein Zusammenbrechen des Euro wäre zwar nicht das Ende von Europa, aber würde dem gemeinsamen Europa einen schweren Schlag versetzen, und auch der doch genauso ungeliebten EU.
Schwache Länder wie Portugal, Griechenland würden auf Zweit-Welt-Niveau zurückfallen wie in den 50er-70er Jahren, wo man dann billig Urlaub machen kann...
Aber wenn man sieht, wie schnell nationalistische Ressentiments wieder aufflammen, und Regierungen aller Staaten nur nationale Interessen vertreten, anstatt an einem Strang zu ziehen, muss man den Gedanken vielleicht sowieso begraben.
pelo schrieb:
Natürlich wurde im schlimmsten Fall ein Euroaustritt Deutschlands eine Menge Kohle kosten, aber ein drinbleiben mit diesen Vorraussetzungen ,zb, Eurobonds - Haftung übernehmen wie dies SPD u. Grüne bei einer Regierungsübernahme wollen ,auf Dauer viel viel mehr.
Die gemeinsame Haftung haben wir doch schon. CDU/FDP haben mit "Eurobonds" ein schönes Schlagwort, um den Untergang des Abendlandes zu beschwören. Aber ganz ehrlich, wenn man Eurobonds sauber ausarbeiten würde, z.B. indem Staaten Schulden in Eurobonds nur zu einem bestimmten Prozentsatz des BIP aufnehmen dürfen, alles weitere dann in eigenen (wesentlich höher notierten) Staatsanleihen, dann wäre das sogar eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Situation, wo die Staaten erst in eine Notlage geraten, um dann ja doch aus dem ESM finanziert zu werden.
Nichtsdestotrotz bleibt weiterhin der Konstruktionsfehler des Euro bestehen, unterschiedliche Volkswirtschaften einfach zusammen geschmissen zu haben, das will ich nicht verhehlen. Man hat wohl gehofft, dass sich das mit der Zeit alles angleicht, aber das Gegenteil ist passiert, die ohnehin leistungsföhigen wurden immer leistungsfähiger, die schwächeren konsumierten nur noch und sind jetzt am Ende ihrer Wettbewerbsfähigkeit.
Aber das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen, und eine "saubere" Lösung gibt es nicht mehr. Man sollte jetzt vermutlich pragmatisch handeln, aber was da das Beste ist, weiß ich nicht und die handelnden Personen vermutlich auch nicht.
Sorry, das war jetzt vermutlich zu viel off-topic. Ich sperre meinen Beitrag selbst umgehend, falls gewünscht
Grabi65 schrieb:
und wenn Frankfurt draufsteht und Schnuffel drinsteckt, wird cool automatisch wieder assig
Sehr gute Zusammenfassung des heutigen Tages
Brady schrieb:seventh_son schrieb:
Gude. Seit ihr auch schön brav?
Bin grad am Fic.ken...
Ein feistes Lächeln im Gesicht...
Taunusabbel schrieb:seventh_son schrieb:
Gude. Seit ihr auch schön brav?
Nö, dann würden wir ja unseren Ruf ruinieren Schatz
Ungeniert und so...
Gude. Seit ihr auch schön brav?
Snuffle82 schrieb:falco1963 schrieb:
entspannte an- und abfahrt
busparkplatz direkt am gästeblock
kaum präsenz vom sicherheitspersonal und polizei
unterirdische spiel unserer mannschaft was folglich auch im block ankommt
warum liegt der familienblock neben dem gästeblock ????
einziger lichtblick in der halbzeitpause
als zwei unbenannte ersatzspieler mehrfach " versuchten " den ball über ca. 25m zu spielen
Haben die zwei Familienblöcke? Über einem Block rechts von der Augsburger Kurve stand fett Familienblock. Das neben uns war doch nur dieser SGL-Familientag?! So zumindest mein bescheidener Eindruck.
Korrekt.
Im Raum Würzburg klart es grade auf. Keine feindlichen bomberverbände in Sicht.
Grabi65 schrieb:seventh_son schrieb:Grabi65 schrieb:seventh_son schrieb:
Gude. 8:30 Abfahrt nach Augsburg und ich werd nicht müde... :neutral-face
Kein Alkohol ist auch keine Lösung
Recht hast Du
Prost
Wohlsein!
Grabi65 schrieb:seventh_son schrieb:
Gude. 8:30 Abfahrt nach Augsburg und ich werd nicht müde... :neutral-face
Kein Alkohol ist auch keine Lösung
Recht hast Du
Um dem Thread eine Chance zu geben, habe ich hier mal durchgewischt. Es geht hier um die zukünfitge Entwicklung des Arbeitsmarktes, und ob dazu eine verstärkte Zuwanderung von Fachkräften gehören wird.
Ok, mit deiner Beschreibung gehe ich konform. Die Beiträge waren sicher keine ausdifferenzierte Analyse.
Ich habe zumindest versucht darzulegen, warum ich hier weder der aktuellen politischen Linie noch der der AfD zustimmen kann und will, auch wenn ich letztere durchaus schon alleine aufgrund des Widerspruchs zur offiziellen "Alternativlosigkeit" "sympathisch" finde.
Ich denke einfach, dass es vielen (auch Verantwortlichen und Experten) so wie mir geht und es in dieser Frage erst den großen Knall geben muss, bevor etwas (in welche Richtung auch immer) grundlegend geändert wird. Wäre ja nicht das erste Mal in der Geschichte.