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upandaway

22423

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WuerzburgerAdler schrieb:  


derspringer schrieb:
Peter Fischer wieder peinlich unterwegs - der gehört eher zum Präsidenten eines Fanklubs - nicht aber von einem Verein, der den Anspruch erhebt ein seriöser Verein zu sein.


Hier prallen zwei Welten aufeinander: hier die arrogante Diva, die sich schon immer für was Besseres hielt ("geilster Verein der BL&quot und gerne das Fell des Bären verteilt, bevor er erlegt ist, Hauptsache Sonnenkönig.
Und dort der pragmatische, vollkommen fokussiert bleibende Trainer, der unbeirrt einen Weg und einen Plan verfolgt.


Besser kann gar nicht illustriert werden, was in der Vergangenheit alles falsch lief und was sich ändern muss.

Aber ist es nicht eigentlich so herum genau richtig? Der Trainer bleibt fokussiert und unbeirrt und macht eine, hoffentlich auch weiterhin, sehr erfolgreiche Arbeit. Das ist erst 'mal das, was zählt.

Irgendwo weit dahinter (in den Augen der überregionalen Öffentlichkeit) kommt ein Vereinspräsident, der gerne lockere Sprüche in die Mikrofone schwätzt und nicht zuletzt dadurch den Verein zumindest regional immer in den Medien hält. Sportlich hat Peter Fischer doch, zumindest bei der Profimannschaft, so gut wie keine Bedeutung. Für uns, die wir alle sehr eintracht-fokussiert sind, ist er zwar als Chef des Vereins gelegentlich etwas peinlich, aber wenn man ihn halbwegs kennt, ist sein Auftreten doch meist mehr amüsant als unangenehm. Für mich zumindest. Und solange er durch seine Extravaganz und sein loses Mundwerk dem Verein Eintracht Frankfurt ständiges öffentliches Interesse beschert, soll's mir Recht sein.

Mein persönliches Interesse gilt in allererster Linie dem Profifußball - und da hat er für mich nur marginale Bedeutung. Der neue Sportvorstand, so er denn kommt, ist da viel wichtiger.
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clakir schrieb:

Sportlich hat Peter Fischer doch, zumindest bei der Profimannschaft, so gut wie keine Bedeutung

Mann, Du bist doch hier tagein-tagaus zugange und babbelst bei jedem Thema mit   -wie kannst Du dem Fischerpeter keine sportliche Bedeutung zumessen?
Informiere Dich bitte nochmal  zum Thema Mutter(Verein) und Tochter(AG), nimm zur Kenntnis, daß Fischer seinen Vereinsmann (Hellmann) in der AG installiert hat, daß auch Steubing ursprünglich ein Vereinsmann war (der zum Aufsichtsratschef komplimentiert wurde), daß Fischer mit Steubing und Holzer die Findungskommision für den zukünftigen Sportvorstand bildeten undundund.....Und Du glaubst, daß Fischerpeter nur eine marginale Bedeutung hat im Profifußball, also in der AG? Ist nicht Dein Ernst, oder?
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Sieht so aus, als könnte man sich auf Fünferkette einstellen.

Heute beim Training hat zwar Zamprano gefehlt, aber in der A-Elf spielten hinten Regäsel, Russ, Abraham, Oczipka und Djakpa. Mit Zambrano fällt dann eben einer der beiden linken raus.
Davor Hasebe und Huszti, davor Aigner, Castaignos und Ben-Hatira.
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Naja, Freidenker, Du hast eine Abneigung gegen Bobic und deswegen suchst Du krampfhaft in den negativen "Krümeln".

Seh's doch mal so: der neue Mann im Vorstandstriumvirat soll zuständig sein für das Sportliche. Zunächst mal müssten Srukturen gelegt werden, weiterhin die hier so oft gewünschte "Spielphilosopie" gefunden werden, noch weiterhin das Leistungszentrum besser an -und eingebunden, mindestens aber eine ganz hohe Wertigkeit innerhalb der AG erlangen.

Glaubst Du wirklich, daß Bobic beim VfB der Alleinherrscher war, der Transfers nach eigenem Gusto abgewickelt hat, oder gab es da nicht auch Trainer, die bei der Mannschaftsbastelei grundlegend mitgewünscht und -geredet haben? Hier wir immer davon geschwatzt, welchen immensen Einfluß wohl Veh auf die Transfers hatte, wieso soll das bei anderen Vereinen gänzlich anders sein? Und wozu hätte man Scouts, wenn die nicht ebenfalls mitreden würden.
Ach, was erzähle ich, niemals ist der Manager/Sportdirektor alleine verantwortlich für Transfers, das weißt Du selbst.
Also, warum sollte Bobic zusammen mit Kovac und der Scoutingabteilung bei Transfers nicht eine vernünftige Performance hinlegen?  Kovac bezeichnet sich heute im FAZ-Interview als "absolut teamfähig", unsere Scouts sind möglicherweise viel besser, als es die bisherigen Entscheider zugelassen haben. Somit findet Bobic hier gute Partner vor, mit denen ein solider "An -und Verkauf" möglich sein sollte.
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upandaway schrieb:

nd genau in dieses Vakuum stößt das Sporttandem Bobic und Kovac. Beide gleichen Jahrgangs (1971, nur 14 Tage Unterschied), beide Migrantenkinder zweiter Generation, beide im selben Jahrzehnt in Stollenschuhen unterwegs, beide noch am Anfang ihrer zweiten Karriere. Diese Ausgangskriterien sprechen für genügend sportliche Erfahrung und Vernetzung, sie lassen Ehrgeiz vermuten.  Balkan-Gen nicht zu vergessen, höhö.

mhhh, nur weil sie vergleichsweise jung sind, sich kennen etc. wäre dies ein Grund Bobic zu verpflichten, weiss nicht. Seine Referenzen sollten maßgeblich sein, die sind eher mäßig.
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Tafelberg schrieb:

mhhh, nur weil sie vergleichsweise jung sind, sich kennen etc. wäre dies ein Grund Bobic zu verpflichten, weiss nicht. Seine Referenzen sollten maßgeblich sein, die sind eher mäßig.

Wo habe ich es auf diese beiden Kriterien beschränkt?  Etwas Phantasie solltest Du schon walten lassen beim Überdenken der Bobic/Kovac-Konstruktion. Ist aber wohl nicht Dein Ding.

Im übrigen: welche Referenzen hat beispielsweise Metzelder? Richtig, keine. Welche Referenzen haben Heldt, Nerlinger, Rosen, Kehl? Die Leute, die nachweislich Referenzen haben, sagen wir Eberl, Schmadtke, Reuter, die kriegen wir nicht. Und würden auch nicht zwangsläufig hier funktionieren.
Und wo hatte Kovac als Trainer Referenzen?

Denk einfach mal quer. Laß mal Gedankenspiele zu. Wirst Dich eh mit jedem, der kommt, anfreunden müssen, egal welche Referenzen er in Deinen unmaßgeblichen Augen hat.
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Ich könnte mich, nach erster Distanz, durchaus mit Bobic anfreunden.

Das Bild, welches ich von ihm als Manager habe, stammt natürlich aus den Medien und seinen Ergebnissen aus Stuttgart. Und aus dieser Zeit sind mir sehr viele Querelen, Kämpfe und Wechsel in den Führungspositionen dieses Traditionsvereins erinnerlich. Mithin also ein Umfeld, in dem ein zielführendes, stringentes, eigenständiges Arbeiten kaum möglich war. Ähnlich also wie in unserem Traditionsverein, allerdings kraß gegensächlich gelagert. Hier nämlich ein langjähriger Sonnenkönig als Vorstandsvorsitzender, der nicht wankte und wich, und keine weiteren Götter neben sich duldete. Keine Veränderungen bitte, alles läuft zementiert und wie schon immer gehabt (Wir müssen nur warten, bis uns die Konkurrenten entgegentreiben).

Jetzt geht der in Rente  -und hinterläßt ein weites, braches Feld. Und genau in dieses Vakuum stößt das Sporttandem Bobic und Kovac. Beide gleichen Jahrgangs (1971, nur 14 Tage Unterschied), beide Migrantenkinder zweiter Generation, beide im selben Jahrzehnt in Stollenschuhen unterwegs, beide noch am Anfang ihrer zweiten Karriere. Diese Ausgangskriterien sprechen für genügend sportliche Erfahrung und Vernetzung, sie lassen Ehrgeiz vermuten.  Balkan-Gen nicht zu vergessen, höhö.

Könnte man also in Gesprächen eine Wellenlänge zwischen Bobic und den Kovac-Brothers feststellen oder herstellen, fände ich diese Kombi in vielerlei Hinsicht ziemlich spannend und erfolgversprechend. Sollte noch Hübner ins Gras beißen müssen, wäre die Verbindung sogar ohne jegliche sportliche Altlast. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen.
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Training an einem Karfreitag. Bei Regen. Man glaubt es nicht.

Naja, nicht wirklich Training, es läuft auf das hinaus, was Robert Kovac gestern auf Anfrage schon ankündigte, "nur eine kurze Einheit mit Spaß", was sich heute morgen als das allseits beliebte Fußballtennis herausstellte.

Zwei unerwartete Gesichter tauchten auf, sehr überraschend. Gacinovic is back aufm Platz, noch dürrer als eh schon, sehr blaß, wirklich mitgenommen, so lief er eingemummelt seine Runden. Und Enis Bunjaki war dabei. Spielte bei den Tenniscracks mit wie selbstverständlich. Was und wie da nach seiner Suspendierung bei der U19 der Stand der Dinge ist, muß der Beobachter noch eruieren. Daß da anscheinend das Tischtuch nicht gänzlich zerschnitten ist, erfreut mich, da ich Bunjaki für einen ziemlich talentierten Stürmer halte. Nach den U17 und U19-Eindrücken dürften sich Waldschmidt und Bunjaki nicht viel geben.

Fußballtennis also. Bin ich allergisch dagegen seit Veh, weil der das oft spielen ließ, zu oft, auch an Trainingstagen, die ich für  -jaja, laienhaft-  völlig ungeeignet hielt, zB auch am letzten Trainingstag vor dem Spieltag und solche Scherze.
Aber Niko Kovac darf das. Der hat mit seinen Leuten eine erstklassige Traniningswoche hingelegt mit viel Akribie, mit viel Arbeit, mit hohem Engagement. Und vor allem mit Plan. Der hat einen Plan in der Hand, einen Plan aus Papier. Das sagt mir, er hat sich hingesetzt, hat sich Gedanken gemacht, hat sie auf Papier gebracht. Und nach diesem Plan wird gearbeitet, minutiös, mit Trillerpfeife und Stoppuhr. In den ersten Tagen hatte man durchaus den Eindruck, daß unsere Mimöschen mit dieser Arbeitsweise wieder mal fremdeln, aber das hat sich gelegt, alle ziehen mit. Fast meint man zu sehen, daß es den Spielern Spaß macht, weil Aha-Momente aus den Trainingsinhalten festzustellen und zu besichtigen sind.
Ich will mich nicht in Schilderungen der Übungen verzetteln, aber hinter allem sieht man die Bearbeitung der "dem Umfeld" schon lange geläufigen Mängel: Paßgenauigkeit, Paßhärte, Flachflachflach(!)pässe, Ballan -und Mitnahme, dem Ballführenden viele Angebote zum Abspiel machen, die ganze Palette. Gestern hat doch Robert Kovac tatsächlich gesondert mit der Defense taktisches Verhalten einstudiert, während die Offensiven mit Niko Angriffszüge und Torschüsse übten. Und das alles mit Übungen, die zwar -natürlich- die Fußballskills meinen, aber alles in neuer oder zumindest abgewandelter Verpackung anbieten. Auch das ist ein nicht zu unterschätzender Effekt eines Trainerwechsels, nämlich die einem täglichen Training naturgemäß innewohnende Gewöhnug und Langeweile auszutreiben.

So war Fußballtennis heute offenbar als Entspannung und Ausklang einer umfangreichen Arbeitswoche zu sehen  -entsprechend locker, laut und lustig ging es auch zu.

Und diesen ungewöhnlichen Abschluß muß ich unbedingt schildern: nach dem Tennis gab es noch eine kleine Ansprache des Trainers im Spielerrund, ich stelle mir gerne Lob vor für die gute Wochenleistung, vielleicht auch Ostergrüße, dicke Eier, egal,  danach bauten sich alle, inklusive sämtlicher Betreuer, in Reihe vor dem Leidenshügel auf, umfaßten sich an den Schultern wie nach einem fetten Sieg (ein großer Schulterschluß?)   -und vom Hügel herunter führte Pressesprecher Carsten Knoop Regie und Christoph Preuß knipste Bilder. Knoop und Preuß auf dem Platz, im Regen, und dann noch in solcher Funktion  -ein völlig unwirkliches Bild. Und die Spieler in ihrer symbolhaften Bilddarstellung wollten mir in meinem reflexhaften Eintrachtsarkasmus im ersten Moment arg gezwungen und komisch erscheinen in ihrer arrangierten Verschränkung  -aber dieser Eindruck war urplötzlich weg, die Gemeinschaft hatte stattdessen etwas kreisligahaftes, kameradschaftliches, ich sah gleich noch einen Kasten Bier beim Duschen und Umziehen..... und ich dachte: alles wird gut.
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Danke, lieber UAA, wie immer der lesenswerteste Beitrag. Teilst Du die Ansicht von Stefan Krieger, dass die Spieler bei diesen Übungen zu 80% nur rumstehen und frieren?

upandaway schrieb:

Hmmmm....


gefällt mir nicht wirklich. Die Schlüsse zwischen dem, was ich im Training sehe, und die, die Kovac anschließend in die Blöcke diktiert, wollen mir nicht gefallen.


Er macht ein systematisches Training, er hat einen Plan. Er läßt defensives Verhalten üben, er läßt Angriffsverhalten üben. Beides nicht irgendwie in einem Spielchen verpackt, sondern als Übung.....nochmal und nochmal und nochmal, so, daß es sich automatisiert (automatisieren soll). So wie man es macht, wie man es hier aber monatelang nicht gemacht hat. Schlimm genug, so etwas überhaupt schreiben zu müssen.


Daß Kovac eine Mentalität in der Mannschaft sehen will, ist sofort nachvollziehbar. Daß es eine balkanesische sein soll.....boah, ich weiß nicht. Was soll das sein? Spielt am Samstag Kroatien gegen Serbien? Ist hier Nationalstolz gefragt? Tunesier, sozialisierte Schweizer, Wedding, immer-100%-Bajuware?


Sollte Kovac diese -durchaus berechtigte- Mentalitätsfrage tatsächlich über fußballerisches Vermögen stellen?
Gestern mußten immer drei Angreifer den Ball erobern, dann sollten sie umschalten (am besten blitzschnell), mit hohem Tempo auf zwei Innenverteidiger zulaufen, diese solo oder in Kombination überspielen und zum Torabschluß kommen. Hat sich natürlich drastisch begutachten lassen, was unsere Angreifer nicht können: je näher sie den Verteidigern kommen, desto langsamer und zögerlicher werden sie. Sie können weder 1gegen1, noch können sie im Tempo paßgenau spielen (Stichwort Doppelpaß). Egal. Was ich sagen will: Aigner, wie seit Monaten, kann sich Nullkommanull durchsetzen, ein Bild des Jammers (aber immerhin 100% Einsatz). Ben Hatira zwar optisch beweglich und flink wirkend, jedoch ohne die geringste Durchschlagskraft (Tunesier, Balkan-Gen-Träger qua Wedding-Abstammung und Kovac-Bekanntschaft). Kittel ähnlich wie Ben Hatira in seinen Anläufen, aber genau so leichtgewichtig limitiert und nicht durchsetzungsfähig (Gene?)


Besser wurde es nur, wenn Fabian oder Stendera oder Seferovic mit bei den Angreifern waren. Die ersten beiden  konnte sich dann und wann durchsetzen aufgrund ihrer guten Technik, Seferovic mit seiner puren Wucht (kennt man, sind beides keine neuen Erkenntnisse). Und, nebenbei, was könnte an mexikanischer Mentalität schlechter sein als an kroatischer? Überraschenderweise besser als die meisten Angreifer bei dieser Übung, waren die beiden angreifenden Verteidiger Regäsel und Chandler. Man glaubt es kaum.


Daß Fabian und Abraham in den drei Sessionen, die diese Woche öffentlich waren, tatsächlich eher in der B-Elf zu finden waren (wenn da überhaupt aufgrund der Leibchenverteilung was sichtbar war), hielt ich bis dahin für typische Trainerphilosophie: mein Personal nicht in Sicherheit wiegen, immer die Plätze offenlassen, den Konkurrenzdruck schüren.


Wirklich spannend, welche Kriterien bei der Aufstellung überwiegen werden. Man kann den Kovacs sowieso nur ein ganz glückliches Händchen wünschen. Insbesondere für die Besetzung des Mittelfeldes, von dem überhaupt noch nicht gesprochen wurde.  Denn der mit dem Balkan-Gen hat Achilles, und der Deutsche und der Japaner, naja, die zeigen weder die ihren Nationen üblicherweise zugeschriebene Mentalität, die ja grundsätzlich auch nicht verkehrt wäre, noch eine über einen Ansatz hinausgehende brauchbare Form.

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Timmi32 schrieb:

Teilst Du die Ansicht von Stefan Krieger, dass die Spieler bei diesen Übungen zu 80% nur rumstehen und frieren?

Nein, die Ansicht teile ich natürlich nicht. Habe widersprochen.

http://www.blog-g.de/eine-andere-welt/#comment-716066
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Hmmmm....

gefällt mir nicht wirklich. Die Schlüsse zwischen dem, was ich im Training sehe, und die, die Kovac anschließend in die Blöcke diktiert, wollen mir nicht gefallen.

Er macht ein systematisches Training, er hat einen Plan. Er läßt defensives Verhalten üben, er läßt Angriffsverhalten üben. Beides nicht irgendwie in einem Spielchen verpackt, sondern als Übung.....nochmal und nochmal und nochmal, so, daß es sich automatisiert (automatisieren soll). So wie man es macht, wie man es hier aber monatelang nicht gemacht hat. Schlimm genug, so etwas überhaupt schreiben zu müssen.

Daß Kovac eine Mentalität in der Mannschaft sehen will, ist sofort nachvollziehbar. Daß es eine balkanesische sein soll.....boah, ich weiß nicht. Was soll das sein? Spielt am Samstag Kroatien gegen Serbien? Ist hier Nationalstolz gefragt? Tunesier, sozialisierte Schweizer, Wedding, immer-100%-Bajuware?

Sollte Kovac diese -durchaus berechtigte- Mentalitätsfrage tatsächlich über fußballerisches Vermögen stellen?
Gestern mußten immer drei Angreifer den Ball erobern, dann sollten sie umschalten (am besten blitzschnell), mit hohem Tempo auf zwei Innenverteidiger zulaufen, diese solo oder in Kombination überspielen und zum Torabschluß kommen. Hat sich natürlich drastisch begutachten lassen, was unsere Angreifer nicht können: je näher sie den Verteidigern kommen, desto langsamer und zögerlicher werden sie. Sie können weder 1gegen1, noch können sie im Tempo paßgenau spielen (Stichwort Doppelpaß). Egal. Was ich sagen will: Aigner, wie seit Monaten, kann sich Nullkommanull durchsetzen, ein Bild des Jammers (aber immerhin 100% Einsatz). Ben Hatira zwar optisch beweglich und flink wirkend, jedoch ohne die geringste Durchschlagskraft (Tunesier, Balkan-Gen-Träger qua Wedding-Abstammung und Kovac-Bekanntschaft). Kittel ähnlich wie Ben Hatira in seinen Anläufen, aber genau so leichtgewichtig limitiert und nicht durchsetzungsfähig (Gene?)

Besser wurde es nur, wenn Fabian oder Stendera oder Seferovic mit bei den Angreifern waren. Die ersten beiden  konnte sich dann und wann durchsetzen aufgrund ihrer guten Technik, Seferovic mit seiner puren Wucht (kennt man, sind beides keine neuen Erkenntnisse). Und, nebenbei, was könnte an mexikanischer Mentalität schlechter sein als an kroatischer? Überraschenderweise besser als die meisten Angreifer bei dieser Übung, waren die beiden angreifenden Verteidiger Regäsel und Chandler. Man glaubt es kaum.

Daß Fabian und Abraham in den drei Sessionen, die diese Woche öffentlich waren, tatsächlich eher in der B-Elf zu finden waren (wenn da überhaupt aufgrund der Leibchenverteilung was sichtbar war), hielt ich bis dahin für typische Trainerphilosophie: mein Personal nicht in Sicherheit wiegen, immer die Plätze offenlassen, den Konkurrenzdruck schüren.

Wirklich spannend, welche Kriterien bei der Aufstellung überwiegen werden. Man kann den Kovacs sowieso nur ein ganz glückliches Händchen wünschen. Insbesondere für die Besetzung des Mittelfeldes, von dem überhaupt noch nicht gesprochen wurde.  Denn der mit dem Balkan-Gen hat Achilles, und der Deutsche und der Japaner, naja, die zeigen weder die ihren Nationen üblicherweise zugeschriebene Mentalität, die ja grundsätzlich auch nicht verkehrt wäre, noch eine über einen Ansatz hinausgehende brauchbare Form.
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Ich muß unbedingt vorausschicken: diese Trainingseindrücke sind auf jeden Fall mit ziemlicher Vorsicht zu genießen.

Denn der Verfasser könnte zur Übertreibung tendieren. Ich war nämlich die letzten Monate dermaßen runtergezogen von Veh, seinem Training und den daraus resultierenden Grottenleistungen der Mannschaft, daß ich nicht mehr zum Training und Dauerkartenabsitzen gegangen bin, weil mir der bloße Anblick der handelnden Personen geradezu körperliche Schmerzen bereitet hat. Leicht zu verstehen, daß daraufhin jeder noch so kleine Hoffnungsschimmer in dieser Dunkelheit übertriebenen Hype auslösen könnte, daß meine Mühsal sich verwandelt in Labsal, daß meine negative Last sich auflöst, einfach so.

Und es ist geschehen. Zunächst noch die vermeintlich typisch dämliche Trainerfindungsnacht, aber dann, man hält es nicht für möglich, unglaublich, die Kommision kreißt....und gebiert keine Trainermaus, sondern ein Trainermonster(Hype!). Nein, sogar zwei. Die Kovac Brothers. Kaum beschädigt, noch fast unbefleckt in ihrer noch kurzen Trainerkarriere sind sie da, ich finde kaum einen vernünftigen Nörgelansatzpunkt. Der große Bruder liefert in seiner Pressekonferenz eine blitzsaubere Vorstellung, zumindest gemessen an den Trainervorstellungen der letzten zehn Jahre, er holt mich ab, er nimmt mich mit, auf Anhieb hat er mich am Schlaffittchen. Naja gut, mal halblang, ich will meine Eintracht-Lebenserfahrung nicht ganz vergessen, will nicht mein Eintrachtwarnlämpchen völlig ausschalten, aber  -einen schönen Batzen Vertrauensvorschuß hat er sich verdient. Mein Niko.

Heute 11 Uhr also Training. Ziemlicher Auflauf, viele fremde Gesichter im Publikum. Haben die Leute mittwoch vormittags nix zu schaffen?  Man wartet. Man wartet lang. 11 Uhr 30 betritt die Gruppe Abstiegskampf dann den Trainingsplatz. Nicht dabei weiterhin Gacinovic und Ignjovski wegen Erkältung, im Lauftraining mit Fabacher aber schon wieder Stendera und Zambrano. Niko Kovac ist bewaffnet mit einigen gehefteten DIN-A4-Blättern, offenbar sein Trainingsablaufplan, denn der wird immer wieder das ganze Training lang konsultiert, bevor man Häkchen macht und zur nächsten Übung schreitet. Es werden auch Notizen darauf gemacht. Explainer: ich erwähne solch banale Tatsachen nur, weil ich sowas noch nie gesehen habe in Frankfurt.
Der Trainingsplatz ist mit einer Menge Hütchen und Pylonen dekoriert, auch Plastikmännekes sind nach Muster aufgebaut. Jetzt klitzekleine Traineransprache an die Trainingsgruppe, dann auf Kommando verteilen sich die Spieler auf ihre vorgesehenen Positionen. So flott und ohne Zweifel, wie die Spieler ihre Positionen in einfacher, doppelter oder dreifacher Stärke einnehmen, wird sofort klar, warum die Mannschaft 30 Minuten später auf dem Trainingsplatz erschienen ist....es kann nicht anders sein, man muß sich vorbereitet haben. Donnerwetter, es muß eine Trainingsablaufvorbesprechung stattgefunden haben. Eine Besprechung, in der man die in dieser Einheit geplanten Trainingsinhalte vorbesprochen hat. Explainer: man sieht an meiner verwirrten Schilderung, daß ich sowas noch nie....
Anyway, es werden Paß -und Laufwege geübt. Brauchen wir sowas? Egal, der Beobachter erkennt, daß zwei gleiche Übungsbahnen aufgebaut sind. Hinten hat Robert die Aufsicht, vorne Niko, so, daß ich einiges von seinen Anweisungen verstehen kann. Mir kräuselt sich besorgt die hohe Stirn. Auweia, das klingt schaafesk. Auch der gute Niko muß, wie schon sein Vorvorgänger, tief ins Fußballeinmaleins eintauchen. Ich höre Sätze wie "Nicht spielen und stehen, sondern spielen und gehen. Gehen!! Dem Ballführenden immer gute und möglichst viele Angebote machen!". Und "Nicht so schnell spielen, sondern genau, die Pässe müssen genau kommen. Das müssen wir uns erst erarbeiten, dann spielen wir auch schnell!"  Gute Güte, mir wird ganz anders.

Die nächste Übung, ich will es nicht glauben, ist der beknackte Gammelkreis, fünf gegen zwei. Von FunkelüberSkibbeüberDaumüberVehüberSchaafbisVeh habe ich den Sinn dieser Übung nie verstanden. Ich dachte mir immer, dies sei nach einer klassischen Übung eine Art Erholung für die Spieler, ein spielerisches und gammeliges Gedaddel halt. Jetzt, nach einem Gammelviereck unter der Aufsicht und dem Kommando von Niko Kovac ist mir klar, was das soll: scharfes, blitzschnelles, punktgenaues Paßspiel der ballführenden Spieler(5), hart bedrängt durch die Eroberungsspieler(2). Der Ball darf die imaginären Linien des Vierecks nicht überschreiten, das ist fehlerhaft gespielt. Kein Wunder, so wurde die Übung in zehn Jahren noch nie gespielt. So gespielt ist das gar kein Gammel. Wieder was gelernt.

Next: Verteilung von Leibchen an die Spieler zur Bildung von zwei Mannschaften. So bunt wie sie gemischt sind, läßt sich trotz Leibchen keine Präferenz nach Stamm und Ersatz erkennen. In der einen Innenverteidigung spielen beispielsweise Emil Balayew und der Neuzugang Robert Kovac(41), zuletzt Dinamo Zagreb. Dieser Kovac dermaßen abgeklärt, daß man eine eine hyppiäähnliche Rolle bei uns denken könnte. Aigner taucht auf linksaußen auf, muß sich für alles aber den Ball auf rechts legen. Robben von links? Vieles ist paradox besetzt, aber so könnte sich ein Trainer ein Bild machen, sogar mit Dingen, die noch nicht mal Veh gedacht hat. Alle Steine umdrehen und gucken, wie sie untendrunter aussehen, sozusagen. Man übt kompaktes Defensivverschieben, nach Balleroberung will Kovac auch lange Bälle in die Spitze und diagonal auf die Flügel sehen. Überhaupt scheinen die Flügel bei ihm ein Augenmerk zu sein, inklusive Wechselspiel der Flügelspieler.

75 Minuten rum, Zeit? Hallo?  Coach Kovac spricht kurz mit Konditioner Kolodziej, der schon bereit ist mit Trillerpfeife und Stoppuhr. Es wird noch eine knackige Viertelstunde Lauf und Sprint drangehängt. Die beiden Laufgruppen geraten zunehmend in Schlangenform. Und währenddessen legen hinten zwei Physios die Turnmatten aus. Wasnjetznoch? Jawoll, zum guten Schluß wird sich ganz ausführlich und sorgsam gedehnt. Das sieht dochma so richtig aus wie ein vernünftig aufgebautes und durchgeführtes Training. Zwei Stunden, paßt. Exclaimer:...

Die Sonne hat gescheint und ein äußerst frischer Wind hat geweht. Ersteres real, zweiteres bildlich. Prima Klima in Summe.

Vieles hat an Schaaf erinnert, einiges sogar an Daum. Etliche werden genervt aufstöhnen, mich hat das hocherfreut. Weil ich einen Plan gesehen habe, der vorbereitet war, der abgearbeitet wurde mit Disziplin und Ernsthaftigkeit. Das Training war ziemlich humorlos. Nicht unfreundlich, aber humorlos. Aber was ist auch schon witzig an Arbeit? Und danach hat es ausgesehen, nach Arbeit. Und der letzte Exclaimer...

Mal sehen, welche Reaktion die Herrschaften zeigen. Morgen ist leider nicht-öffentlich.

Habe ich schon unserer Führung gedankt für diese wirklich mutige Trainerlösung? Endlich haben sie mal eine riskante, aber sehr hoffnungsvolle Karte gespielt. Hoffentlich wird das belohnt, damit sie nicht gleich wieder erschrocken in mutloses Nullachtfuffzehn verfallen.

At least, beste Grüße an Dich, alla.
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Puh, das habe ich heute ziemlich anders gesehen als mein Vorschreiber @gizzi.

In den ersten beiden jeweils zehnminütigen Sequenzen des Trainingsspiels hat Veh klar Raute spielen lassen.
Russ(!) alleiniger Sechser, Huszti LM, Stendera RM, Fabian OM, davor Meier und Seferovic. Ja, Hasebe leider wieder RV.
Jedenfalls kam bei dieser Formation nichts in Schwung, schwerfälliges Gekicke, keine Kreativität, somit keine herausgearbeiteten Chancen. Aigner in der B-Elf schwer am Kämpfen, allerdings ohne Fortune.

In der dritten Sequenz stellte Veh um auf 4-2-3-1. Fabian raus aus der A-Elf, Aigner rein. Russ und Stendera auf der Doppelsechs, Aigner auf seiner angestammten Position, Huszti in der Mitte, und.....Meier links, Seferovic vorn.
Nein, Meier spielte zwar links, interpretierte die Position aber nicht wie ein Außen, sondern hing zur Mitte hin, um in die Räume zu stoßen, die Sefe freischaffte. Sah garnicht mal so doof aus, aus solch einem Zusammenspiel resultierte ein schöner Treffer, den Meier von links reindrängend für Sefe so auflegte, daß der nur noch einschieben mußte.

In dieser Formation war definitiv viel mehr Zug wie in der Raute. Das lag vor allem an Stendera, der sehr weit hinten, quasi schweglermäßig die Bälle abholte und verteilte. Das hatte was von Spielmacher, oder besser Spieleröffner. So mit einem überraschenden Schlag aus dem Fußgelenk auf den rechten Flügel, wo sich Hasebe weit nach vorne gestohlen hatte, der schickte Aigner, der lief noch ein paar Schritte und schloß trocken ab.
Leider kann Russ nicht den Rode, er gab sich Mühe und ackerte in seiner schwerfälligen Art im gesamten Mittelfeld rum, aber einen Effekt hatte es weder defensiv noch offensiv. Eine echte Schwachstelle leider. Einen weiteren Angriff verwertete noch Huszti aus spitzem Winkel, ganz nett gemacht.

Gacinovic in der B-Elf hatte keinen rechten Spaß. Er zeigte einen seiner schnellen, eleganten Läufe -mehr nicht. Frustig?

Auffälligster Mann der B-Elf für mich Kinsombi. Immer wieder beeindruckend sein unnachgiebiger Kampfgeist. Und er ist sauschnell, der schnellste Sprinter der gesamten Mannschaft. Schon sehr auffällig in dieser ansonsten behäbigen Mannschaft.
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Ich habe noch keine Minute Fabian live gesehen, erwarte dringend das erste Heimtraining.

Ich bin mir aber sicher, daß uns Fabian zunächst mal hilft, auch uneingewöhnt. Denn mindestens die eine Dimension, die bei uns seit Caio (auch nicht sonderlich erfolgreich, ich weiß) absolut nicht mehr gespielt wird, sie heißt Distanzschuß, Weitschuß, Fernschuß, die beherrscht er.
Und die allein kann schon ein gewaltiger Türöffner sein: direkt rein, abgefälscht durch Freund oder Feind rein, Abpraller rein, Latte, Querlatte, abgestaubt rein (Meier!). Also  -solange er darf, was er kann, habe ich keine Bange.

Außerdem weigere ich mich anzunehmen, ein mexikanischer Nationalspieler habe sonst nichts auf der Pfanne. Kann nicht sein.
Das Bürschchen Gacinovic war so ein Typ, der eine Weile gebraucht hat, seine Schüchternheit, seine Zurückhaltung abzulegen. Dann aber sah man sofort, daß er kicken kann. Dieser Eingewöhnungsprozeß wird bei Fabian sehr viel kürzer ablaufen, der hat Selbstbewußtsein.
Die Frage lautet also nicht, wie wir das hinkriegen, sondern wie er das selbst hinkriegt (kein Problem), wie Veh das hinkriegt (Zweifel), und wie die Mannschaft ihn annimmt (hmmm?).
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Erholungseinheiten, Teambuilding....

Geyer und Veh haben immer eine Erklärung parat, um ihr lasches und vergammeltes Training als professionell darzustellen.

Mann, hier sollen die Grundlagen gelegt werden für eine Rückrunde, die anspruchsvoll sein wird, lang und anstrengend.

Mir machen Enkhaamers witzige und wortgewaltigen Berichte pure Angst. Denn wenn ich den Witz und die Wortgewalt weglasse, sehe ich Wort für Wort, Übung für Übung, das dürre, unsäglich öde, langweilige Allerweltstraining vor mir, welches man tagtäglich auch hier zuhause zu sehen bekommt. Von dem man weiß, was es gebracht hat, wohin es geführt hat.

Ich hätte so gern geglaubt, daß in einem, wenigstens einem gottverdammten Trainingslager endlich mal analysiert und dann gezielt und akribisch an den in der Halbrunde gezeigten Schwächen rigide gearbeitet wird  -aber Veh kann es nicht. Er kann es einfach nicht.
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upandaway schrieb:

Kempf traut man es nicht zu

MOK wurde ein Dreijahresvertrag angeboten verbunden mit dem Vorschlag ihn auszuleihen.
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reggaetyp schrieb:

MOK wurde ein Dreijahresvertrag angeboten verbunden mit dem Vorschlag ihn auszuleihen

Ich glaube, ich kenne die Kempf-Entwicklung gut genug.

Er hat die Eintracht-Jugend lange Jahre durchlaufen, er hat sämtliche DFB-Jugendauswahlen absolviert. Insofern hat er, angefangen beim Alter bis zu eben diesem Werdegang absolut identische Laufbahn wie Ayhan.
Der hatte das Glück, in einer oberen Bulimannschaft zu spielen und das Vertrauen seiner Trainer zu genießen, was in diesem Verein sowieso viel besser gehandhabt wird als in unserem, Stichwort Schalker Jugendarbeit.
Kempf hatte leider keinen Rückhalt, insbesondere bei Veh nicht. Ich erinnere mich gut, wie Kempfs äußerten, daß sie es, trotz der langen Zugehörigkeit zur Eintracht, nun endlich leid seien, auf die ewigen Versprechungen von Hübner und Veh zu vertrauen und immer wieder enttäuscht zu werden. Kempfs hatten nach langen Jahren einfach die Nase gestrichen voll von der mangelhaften Förderung und dem mangelhaften Vertrauen in ihren Sohn.

Zurück zu Ayhan. Gutes, ausbaufähiges Talent. Aber er wird keine Einsatzzeiten bekommen. Wäre ja ganz was Neues.
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Als würde Ayhan spielen unter Veh  -in unserer prekären Lage kann man es nicht riskieren, jugendliche Unerfahrenheit einzusetzen.
Da müssen unsere erfahrenen Kräfte ran. Solche, die im Abstiegskampf gestählt sind, die den entsprechenden Willen und Moral haben.
Und wenn Neue, dann nur solche, die uns sofort helfen. Keine Zeit für Ausbildung. Später auch nicht. Eigentlich nie.

Boah ey, Kempf traut man es nicht zu   -um sich ein Jahr später um genau denselben Typus zu bemühen.
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Aber noch mal was anderes: Schaaf wurde ja (u.a. von den Medien, die ihn später zu Fall brachten) sehr für seine Bemühungen um das Leistungszentrum gelobt. Weiß jemand, wie oft der Armin seit dem Sommer am Riederwald war oder ob er sich ab und zu mal  Spiele der U-Mannschaften anschaut?
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Brodowin schrieb:

Aber noch mal was anderes: Schaaf wurde ja (u.a. von den Medien, die ihn später zu Fall brachten) sehr für seine Bemühungen um das Leistungszentrum gelobt. Weiß jemand, wie oft der Armin seit dem Sommer am Riederwald war oder ob er sich ab und zu mal  Spiele der U-Mannschaften anschaut?

Wie oft Veh den Peter, den Armin oder den Holger besucht hat, weiß ich natürlich nicht.

Daß er aber seitdem, genau wie in seinen ersten drei Jahren, niemals ein Spiel irgendeiner U-Mannschaft besucht hat, würde ich als sicher bezeichnen.

Ich behaupte dies deshalb mit ziemlicher Gewißheit, da ich ihn dort während seiner Neuzeit noch nie gesehen habe, und ich bin weißgott häufig zu Jugendspielen am Riederwald, querbeet durch alle Altersklassen. Und so häufig wie ich dort Schaaf gesehen habe, müßte es mit dem Teufel zugegangen sein, wenn ich Veh jetzt übersehen haben sollte. Und hätte ich ihn tatsächlich verpaßt, hätte ich es von anderen Stammbesuchern erfahren. Wäre ja ein außergewöhnlicher Vorgang und damit todsicheres Tribünengespräch gewesen.
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Mistzitiererei

Letzte Antwort ging an liam_gallagher !!
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upandaway schrieb:

Vielleicht einige Eindrücke aus dem gestrigen und heutigen Training gefällig?

Top, danke. Noch ne Frage: Was macht eigentlich Gerezgiher?
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Gute Frage. Es waren heute 19 Feldspieler da. Der erste Blick ist immer: wer fehlt? Muss man manchmal länger rumgucken, bis man das aufgedröselt und überblickt hat. Heute also beispielsweise Medojevic und Zambrano nicht anwesend. War Gerezgiher dabei? Ich weiß es nicht.

Ich weiß es nicht.....und das ist genau der Punkt. Gerezgiher ist leider unsichtbar, selbst wenn er anwesend ist. Von ihm geht zurzeit keinerlei Aktion aus, völlig abgetaucht. Mir wäre nix bekannt von irgendwelchem Nachweh von Verletzung oder sonstig körperliches.

Die Vermutung, die sich einschleicht, will ich nicht aussprechen.
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upandaway schrieb:

Aber jetzt wird dort links erstmal Ignjovski ausprobiert.

Biite sag mir das du dich verguckt hast.... langsam wird das zur Satire was Veh macht
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Nee, habe mich nicht verguckt....

Es gab eine Trainingsform, die hieß wohl "Torchance erspielen"

Drei Offensive laufen in Reihe auf zwei Verteidiger und den Torwart, um ein Tor herauszuspielen. Das Tor durfte erst erzielt werden, wenn beide Verteidiger ausgespielt waren und man gegen den Torwart einfach einschieben konnte, also keine Schüsse, schon garnicht aus der Distanz. Eine der Angriffsreihen hieß Aigner-Meier-Ignjovski. Eine weitere Castaignos-Stendera-Seferovic, noch eine Kadlec-Waldschmidt-Gacinovic.

Muß ich berichten, dass keine Reihe wirklich überzeugend war? Und warum nicht? Weil keiner, wirklich keiner, eins gegen eins an einem Gegenspieler vorbeikommt und die Grundvoraussetzung schafft, nämlich Überzahl.
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Hier werden die Personalien Obasi und Gacinovic erwähnt?

Vielleicht einige Eindrücke aus dem gestrigen und heutigen Training gefällig?

Obasi bemüht sich selbstverständlich, ist auch gut integriert (er hat wohl die entsprechende Routine in neuen, fremden Umgebungen), aber fußballerisch ist er momentan weit weg von allem Handwerk(Fußwerk). Der bräuchte Wochen, um uns nennenswert zu verstärken, mal ganz abgesehen davon, ob seine Gesundheit stabil bliebe. Der hat in den drei Jahren bei Schalke knapp unter 1000 Spielminuten gehabt, die allermeisten davon nur als Aus -oder Einwechsler. Er war also drei Jahre so gut wie nicht im Spielbetrieb -man sieht's.
Er scheint wirklich ein guter, routinierter Typ zu sein -aber bitte nicht bei uns. Auch nicht leistungsbezogen. Sich mit solch einem Patienten Mühe geben ist nicht Vehs Profession. Klingt eher nach baldiger Tribüne.

Gacinovic hat gestern und heute in den spielnahen Trainingsformen Ansätze gezeigt, die rundum die Augenbrauen hochgehen ließen. Hoppla, doch, schabsauchgesehn. Da war plötzlich sowas wie Überzeugung und Selbstsicherheit im Auftreten. Ein Flitzer isses, geschickte moves, gute Technik. Hat man hier schon gesehen, Inui? Ja, vielleicht nicht ganz so irr, sieht bei Gacinovic etwas geplanter aus...wenn ihr wisst, was ich meine? Gacinovic bietet einen Formansatz an, würde man als Galoppertrainer sagen.

Aber er ist ja noch ein Baby, muß langsam aufgebaut werden. Kann es wirklich sein, dass die jungen Spieler langsam aufgebaut werden wollen, statt sich beweisen zu dürfen? Auch Waldschmidt hat heute eine sehr flotte, sehr drangvolle, sehr engagierte Einheit hingelegt, hey Trainer, du könntest mich bringen....

Ach, und Kittel hat heftig mitgemischt. Vor allem bei den Torschüssen hat er ohne Hemmung geschmettert. Ich habe ja äußerste Zweifel mit seiner Gesundheit, aber sollte die, dreimal Holz, wider Erwarten, dreimal schwarze Katz....dann hätte man, zirka nach der Winterpause, eine sehr schöne Option.

Aber jetzt wird dort links erstmal Ignjovski ausprobiert. Er wird das ordentlich machen, wie alles, was man ihm aufträgt, Oczipka wird zufrieden sein, dass ihm jemand seine Defensivarbeit erledigt, aber trotzdem -da draussen stellt man sich einen Offensivspieler vor, oder? Hoffentlich hat Veh bald alle denk -und undenkbaren ausprobiert, damit er Bescheid weiss. Bißchen mehr als try and error könnte man schon erwarten. Weissebescheid.
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upandaway schrieb:

Und deine Feststellung wiederum zeigt, daß du sie ausschließlich aus Presseberichten und Vehs eigenen Aussagen aus dieser letzten PK zurechtbastelst

Ich denke mal ,daß der Trainer es schon zumindest ein bisschen beurteilen kann,wie einer trainiert.
Und er erwartet von einem Reservisten auch ein bisschen mehr,das ist überall so,auch in der Oberliga.
Das Du meinst,Trainingsleistungen besser beurteilen zu können als der Veh,oh,gesundes Selbstverständnis...

Übrigens war man sehr daran interessiert,daß Kadlec nach DK wechselt.Kadlec wollte nicht.Was blieb also anderes übrig,als vertragsgemäss ihn weiterzubeschäftigen und ihm natürlich ein bisschen Stärke einzureden.
Alles andere wäre albern.
Ist auch egal.
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DelmeSGE schrieb:

Das Du meinst,Trainingsleistungen besser beurteilen zu können als der Veh,oh,gesundes Selbstverständnis...

Mein Freund, sieh doch die Sache mal so, wie sie gesehen werden sollte:  natürlich kann ich "mit gesundem Selbstverständnis" Trainingsleistungen beurteilen. Aber "Von besser als Veh" ist doch überhaupt keine Rede. Dass meine Beurteilungen allerdings anders ausfallen, liegt doch in der Natur der eigenen Meinung.

Genauso beurteile ich doch auch Spiele anders als Veh. Mindestens zwei, vielleicht sogar drei oder vier Spieler hätten bei mir seit Wochen keine Einsatzzeiten, weil sie völlig unter Form sind. Es würden Leute aus der zweiten Reihe spielen, denn genau für diesen Zweck (unter anderen) hat man sie.
Es wäre übrigens auch endlich mal ein Zeichen an diese Leute: du bist Bestandteil des Kaders, zwar nicht in der ersten Reihe, aber jetzt wirst du gebraucht, jetzt vertraue ich dir, gib dein Bestes...