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upandaway

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Manchmal frag ich mich ja schon, wie sich ein durchtrainierter Fußballer wie Kalimuendo bei so einer Bewegung an der Schulter verletzen kann. Sich richtig abzurollen hab ich doch als Kind gelernt. Ach so, ja, das war ja beim Judo, nicht beim Fußball … 🤔 … Aber vielleicht könnte man ja die Fallübungen auch mal mit den Fußballern … 🤔 … ach, was weiß ich … 🙈
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philadlerist schrieb:

Manchmal frag ich mich ja schon, wie sich ein durchtrainierter Fußballer wie Kalimuendo bei so einer Bewegung an der Schulter verletzen kann. Sich richtig abzurollen hab ich doch als Kind gelernt. Ach so, ja, das war ja beim Judo, nicht beim Fußball … 🤔 … Aber vielleicht könnte man ja die Fallübungen auch mal mit den Fußballern … 🤔 … ach, was weiß ich … 🙈


Das erinnert mich an eine winzige Periode im NLZ, es muss 2019/2020 gewesen sein. Damals war Marco Pezzaiuoli Technischer Direktor. Er hatte eindeutig auch den Auftrag, sich stark um die Ausbildung im NLZ zu kümmern, jedenfalls war er sehr häufig dort zu sehen. Er war nicht wohl gelitten, weil er als neuer Besen ganz offensichtlich versuchte, neue Wege zu gehen. Man konnte als Beobachter die Abneigung der alteingesessenen Trainer zu jener Zeit förmlich greifen.

Pezzaiuoli jedenfalls hatte einen Judotrainer engagiert, der mit den  Jugendlichen etwa 30 Minuten ihrer 90minütigen Trainingszeit in der Steubinghalle genau solche spezifischen Wurf- und Fallübungen auf der Matte trainierte.
Ich fand das damals eine probate Idee, mal aus einer anderen Sportart Übungen zu adaptieren, die auch im Fussball hilfreich sein könnten.
Natürlich ist das Projekt prompt gescheitert: die Fussballtrainer zogen Flunschen, die unvermeidlichen Eltern moserten, und selbst die Jugendlichen demonstrierten gelangweilt, dass sie keinen Spass an den Übungen hatten.

Der Judotrainer war eine höchstens dreiwöchige Episode. Tja.

Und: dieses Schmankerl war so typisch für das damalige NLZ unter dem Leiter Andy Möller, der zu schwach war, die Widerstände und Verkrustungen des NLZ aufzubrechen.



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Ich denke, dass die Erwartungen, die ans NLZ geknüpft werden, mal einer realistischeren Grundlage bedürfen.

Don Guillermos Insiderwissen in allen Ehren, aber was er alles anführt, ist schlicht obsolet.
Da geht es von den schlafmützigen Versäumnissen der Herren Kraaz, Möller/Pezzaiuoli und Ochs direkt zu Alex Richter, dem besten Leiter, der dem NLZ passieren konnte. Es folgen ein Haufen Ergebnisse, Tabellenstände, Quervergleiche, Regionalmeisterschaften, ein name-dropping von Talenten ohne Zahl, allesamt in irgendeiner Art erfolgversprechend, die Erwartungen und Aussichten sind rosigst. Das missfällt mir, weil es weit an den wirklichen Realitäten vorbeigeht.

Die Realität unseres NLZ im Vergleich zu unseren Wettbewerbern lautet: Mittelmaß, eher noch unteres Mittelmaß. Unser NLZ ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Es leidet an drei gravierenden strukturbedingten Mängeln: Verkehrslage, Internatsplätze, Trainingsflächen.

Die Verkehrslage ist katastrophal im chronisch verstopften Riederwald, gerade zu den Trainingszeiten aller Mannschaften von nachmittags bis abends (Feierabendverkehr). Wer wie ich einen Jugendlichen fünf Jahre lang vier mal die Woche aus der Friedberger Ecke zum Training gefahren hat, kann ein Lied davon singen.

Das NLZ hat viel zu wenig Internatsplätze. Diese sind natürlich immer belegt, weitere Plätze, die auch mal ein etwas weiter gestecktes Einzugsgebiet bedienen würden, gibt es nicht.

Das absolut größte Manko ist der Mangel an Trainingsplätzen. Es gibt einen Kunstrasenplatz, auf dem sich oft zwei, manchmal sogar drei Mannschaften einteilen müssen. Außerhalb des Geländes befinden sich zwei Rasenplätze, leidlich liniert und als Fußballplatz erkennbar. Eingerahmt von Schrebergärten.

Die geschilderten Mängel sind an diesem Standort nicht zu verbessern. Gerade jetzt wird geplant, an das bestehende Gebäude, also hinten quer an die Steubinghalle einen zweistöckigen Anbau zu kleben. Es heißt, dies würde die Raumnot entlasten, der dadurch frei werdende Raum käme allen Jugendmannschaften zugute. Hmm.

Kurzum: wer schon einmal das Vergnügen hatte, als Angehöriger eines Spielers eingeladen zu sein zwecks Vereinswechsels die NLZ von Hoffenheim oder Leipzig zu besichtigen, dem sei dies empfohlen. Allerdings besteht die unbedingte Gefahr eines Riesenminderwertigkeitkomplexes. Es ist einfach eine andere  Fußballwelt. Anderer Stern. Jeder Junior mit Ambitionen hat spätestens auf der Rückfahrt seine Entscheidung schon getroffen.

Diese misslichen Umstände sind es  -und in erster Linie eben nicht die leitenden Personen, ob Alex Richter oder dahinter Krösche-  welche die Eintracht mächtig ins Hintertreffen bringen. Und etwa um die U17 herum werden diese Dinge hochakut. Bis dahin waren die Kinder und Jugendlichen noch halbwegs regionalstolz, dem NLZ anzugehören. Ab dann spätestens, die Jungs sind einigermaßen entwickelt, die Scouts hatten lange Zeit, Entwicklungen und Fortschritte zu beobachten, die Jungs stehen auf den Zetteln, sie werden gelockt. Wofür werden sie und ihre Eltern und Berater sich entscheiden? Ganz sicher für das professionellste, was man geboten bekommen kann, fußballerisch, schulisch, Unterbringung, Vertrag, Vergütung, kurzum, für das beste Umfeld.
Hoffenheim und Leipzig waren nur mir bekannte Beispiele, Bayern und Dortmund sind noch prominenter, unter den Eltern am Riederwald wurden auch Mainz und Freiburg hoch gehandelt, diese besonders wegen ihrer Durchlässigkeit.

Ich sage etwas überspitzt, am Riederwald bleiben nur diejenigen bis zur U19, die keine Begehrlichkeiten bei Konkurrenten wecken konnten  -ich räume ein, selbstverständlich aber auch die, welche aus sozialen, schulischen und sonstwelchen Gründen ihr Elternhaus (noch) nicht verlassen wollen.
Allerdings: diejenigen, die die früheste Möglichkeit ergreifen, haben da schon die professionellere Einstellung. Profifußballer sein heißt, mobil und selbsständig sein zu müssen.

Noch eine Bemerkung zur weiteren Karriere nach der U19 bei der Eintracht. Auch die U21 ist nicht das Gelbe vom Ei. Schon garnicht, wenn die in der Hessenliga spielt. Das ist keine adäquate Weiterbildung im Männerfußball, aus einem NLZ kommend. Selbst die Regionalliga sollte für einen sehr guten oder guten U19er zu gering sein. Natürlich gibt es gute Umwege, schönes Beispiel ist Elias Baum. Dem NLZ treu geblieben (Schule/Abitur, familiäre Bande), da stellte sich schon die Frage, ob das zu zögerlich sein könnte. Dann aber ein Jahr U21 Stammspieler  -und danach die Riesenchance Zweite Liga Elversberg. Dort undisputed Stammspieler  -toll aufgegangen, diese Rechnung.
Nebenbei: Baum ist 2005er Jahrgang. Diesen Jahrgang habe ich intensiv beobachtet von der U12 (damals jüngster Einstiegsjahrgang) bis zur U19. Diese Mannschaft hat alles in Grund und Boden gespielt, sie war gespickt mit Landesauswahl- und DFB-Spielern. Bis zur U17  hat diese Mannschaft in unveränderter Besetzung gespielt, dann begann es leicht zu bröckeln. Bis zur U19 war die Mannschaft dann noch oberes Mittelmaß. Wer von dieser Mannschaft ist übriggeblieben? Genau, Elias Baum. Alle anderen, zum Teil deutlich begabter, sind weit unterklassig gelandet oder gänzlich vom Radar verschwunden. Das ist bittere Realität, das ist quasi das Normalergebnis. Alles andere ist die große Ausnahme. Und um diese seltene große Ausnahme geht der Kampf der NLZ. Und somit in der Spitze ohne unser NLZ.

Andere, Tom Bischof aus dem Odenwald, frühzeitig ins NLZ Hoffenheim gegangen, ist auf Anhieb Faststamm bei Bayern, Kollege Max Moerstedt, ebenfalls NLZ Hoffenheim, Faststamm ebendort. Auch eine schöne Möglichkeit: Ayoube Amaimouni-E., U19 Bielefeld, Rotweiß-Essen, Erkenschwick, Hoffenheim II 3. Liga  -und dann der Sprung in die Bundesliga.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ein ambitionierter Spieler sollte, aus einer U19 kommend, möglichst hochklassig Männerfußball spielen. Also keinesfalls Oberliga, bestenfalls nicht mal Regionalliga.
Die künftige Planung (oder ist es schon beschlossen?), die U21 in einer eigenen Liga spielen zu lassen, halte ich für fragwürdig. Was sollen solche Jahrgangswettbewerbe, die die Jungs schon immer gegeneinander gespielt haben?
Ich wundere mich, warum das auch unser Krösche mit aus der Taufe gehoben hat? Wo bleibt die ewige Erkenntnis, dass der Übergang vom Jugendfußball zum Männerfußball der schwerste Schritt sei? Sollte man den dann nicht mal endlich gehen, statt ihm weiter auszuweichen?

Mein Fazit zum NLZ: die Eintracht ist leider ziemlich abgehängt worden. Das hat ganz ursächlich zu tun mit den Steinen (Steine und Beine).  Böten die Steine ein besseres, ein gutes Fundament, könnte man über die personelle Besetzung sprechen.

Sorry für die Länge.
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Leuteleuteleute, jetzt macht euch doch nicht unnötig verrückt, wenn ein User aus den Krümeln herausliest, dass diese vorsätzlich negativ konnotiert seien. Ich kann mit allen Kommentaren leben.

Merkwürdig ist allein, dass überhaupt jemand Neutralität erwartet. Diese Erwartung ist abstrus, wer meine Krümel kennt, weiß, dass ich einfach drauflosschwadroniere, einfach so, als würde ich mein Gesehenes einem Kumpel erzählen, selbstverständlich total subjektiv, null reflektiert.

Ich erinnere mich an Trainingskrümel in der Vergangenheit, nach denen mir vorgeworfen wurde, wie ich so positiv berichten könne, ich würde Erwartungen schüren, die wären überhaupt nicht erwartbar, die könnten doch die aktuellen Spieler überhaupt nicht darstellen, kurzum, ich sei ein zu belächelnder Schönfärber, völlig unrealistisch, lächerlich.

Ja, so subjektiv bin ich. Ich bin defätistisch mit meiner Eintracht, aber ich kann mich manchmal auch selbst aufbauen mit kleinsten Beobachtungen, die in mir Erwartungen und Träume erwecken, die sich später tatsächlich leider als unhaltbar, als Überschwang eben, entpuppen. Vielleicht erkennt sich mancher wieder….

Und sowas schildere ich genauso meinem Kumpel oder schreibe es in die Krümel. Lest es und freut euch, oder lest es und mosert. Bei dieser Gelegenheit: danke an die wohlmeinenden Kommentare.

Im Übrigen kommen die Krümel doch sowieso nur noch seltenst zu Papier. Mag sein, dass auch durch diesen Umstand (und andere) manchmal ein, ja,  negativer Touch in den Krümeln zu finden ist. Weil, es menschelt:  ich nehme es der Eintracht persönlich übel, dass sie die öffentlichen Trainings von beinahe täglich innerhalb kürzester Zeit auf fast Null gefahren hat. Es war immer ein Treffen von gleichgesinnten Spinnern, die dort ihren sozialen Treff hatten und weit über die Eintracht hinaus über Gott und die Welt diskutiert und gestritten haben. Es war ein wunderbares Freilicht-Forum, das mit bescheuerten Begründungen einfach geschlossen wurde. Es juckt die Eintracht nicht, genauso, wie sie vieles andere nicht juckt. Genug davon. Vergangenheit, kommt nicht wieder.

In diesem Sinne, liebe Leute, seid tolerant mit gewissen Usern: es ist durchaus schwierig mit der Subjektivität anderer und der eigenen (vermeintlichen) Objektivität. Und noch diffiziler ist es, die Intention eines Schreibenden zu „erlesen“. Isso.
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So,  da sollte heute also mal wieder öffentliches Training sein…

Okay, geh ich gucken, hat lange nicht mehr stattgefunden, diesmal sogar ohne Eintrittskarten, also einfach hinfahren und reingehen, 11 Uhr, da müsste ich ausgeschlafen haben, keine Schulferien, das sollte passen. Trotzdem Bedenken wegen der Länderspielpause, wer vom kickenden Personal ist denn überhaupt in Frankfurt, sehe ich, ähnlich wie beim letzten Mal, nur ein paar Kaderleichen und ansonsten Jugendspieler? Ja, könnte gut sein. Aber dann treffe ich bestimmt einige meiner ehemaligen Mitkiebitze, lange nicht gesehen, gibt ein nettes Wiedersehen, allerhand zu babbeln.

Okay, so war mein Plan, meine Erwartung. Es lief dann hinaus auf zwei mickrige Kiebitze, zehn Mann vom Trainerstab, auf Baum, Chandler, Buta, Knauf, Dahoud, Wahi und Batshuayi, dazu Zetterer, Kaua, Grahl und Siljevic, desweiteren vier Jugendspieler, deren Gesichter ich keine Namen zuordnen konnte, also insgesamt fünfzehn (15) Trainierende -und ca. 250 Zuschauer und mich.

Was könnte man also von solch einem Training in dieser Besetzung berichten? Irgendwelche Erkenntnisse mit Nährwert, die man in sein Gesamtbild einfügen könnte, bestenfalls positiv, für ein gutes -oder sagen wir -besseres Gefühl für nach der Länderspielpause? Nada. Die Jungs wurden halt bewegt an der frischen Luft. Gelernt haben sie garantiert nix. Der Gedanke ist bedrückend: so wird das jetzt aussehen in den weiteren Trainings bis Ende Länderspielpause.

Andererseits: was soll man auch erwarten von beispielsweise einem Batshuayi in solchen Trainings? Globetrotter, schon in gefühlt zwanzig Vereinen gespielt, schon tausende Trainings absolviert, was soll den dazu bewegen, mir im Training zu beweisen, wie total engagiert er doch ist? Ja siehste. Genauso Chandler. Chandler watschelt. That’s it.

Elias Baum trainiert mit, ich war überrascht, ihn überhaupt zu sehen, allenfalls hätte ich erwartet, dass er rehamäßig Einzeltraining macht. Buta, ja, der war auch dabei, wie gewohnt unauffällig bis äh...unauffällig.

Knauf, mein Knauf, der Knauf, der tatsächlich demnächst oder dereinst todsicher(!) an meinem Herzversagen Schuld auf sich lädt  -der könnte in diesen Tagen einfach mal eine Woche Einzeltraining beantragen, Hauptthema Ballannahme in jeder denkbaren Spielsituation. Ja, ich weiß, absurder Gedanke. Der ist bestimmt überzeugt, dass er gerade da keinerlei Defizite hat. Beim Dribbling vielleicht, ja, kann sein.

Meine Hauptaugenmerk lag natürlich auf Wahi. Naja, was soll ich sagen? Nicht wirklich überzeugend. Er hatte zu Beginn zwei sehr schöne Szenen, da nahm ich mir vor, wenn er von dieser Sorte noch einige weitere bringt, werde ich ihn lobend erwähnen und Fortschritt konstatieren -aber es kam nix mehr. Er machte leider einen auf Batshuayi, will sagen, nichtssagend.

Der einzige, der ein strammes, engagiertes, druckvolles Training absolvierte, war Mo Dahoud, nicht mein Freund, nicht mein Spieler, aber doch, so stellt man sich vor, wie einer seinen Anschluß an mindestens den Spieltagskader fordert, eher deutlich mehr. Hat mir imponiert.

Von den Torhütern kann ich nichts berichten, die trainieren hinten in der Ecke des Platzes, sie halten halt manchmal den Ball und manchmal auch nicht. Kaua jedenfalls unauffällig, eine Depression(ahem) konnte ich nicht erkennen. Auffällig im Trainingsspiel (naja, sechs gegen sechs) fand ich Grahl, der hält manchmal Dinger, ausgesprochen gut.

Nach anderthalb Stunden war Feierabend, halt, noch einen Elfmeter, Batshuayi gegen Siljevic, Batshuayi nimmt das sehr ernst, lange Konzentration, 253 Leute schauen zu, den will man ja souverän machen, Anlauf...Siljevic hat die Ecke,hält. Tja, die normalen, einfachen Dinge sind momentan nicht einfach, nix ist einfach derzeit. Und es ging nichtmal um Punkte.

Jetzt aber Feierabend. Die Spieler schlurften in Richtung Zuschauer, um sie mit Autogrammen zu beglücken. Sah auch nicht aus wie die reine Freude. Spätestens da wurde es Zeit für mich. Ich hätte nicht unbedingt da sein müssen.

Ja, meine zwei Kiebitze, lange nicht gesehen, das war ganz nett.
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Hat jemand die Pressekonferenz von Nagelsmann vor dem Italienspiel gesehen?

Sehr interessante Passage zum Threadthema: er wird von einem Journalisten auf Donnarumma angesprochen, zu dessen Werdegang. Nagelsmann antwortet kurz zu Donnarumma, kommt dann im weiteren Monolog jedoch zu jungen Torwarttalenten allgemein, erwähnt beispielsweise Urbigs letzten Patzer und der öffentlich-fachlichen Diskussion darüber; danach erklärt er seine persönliche Philosophie, wie Torwarttalente gefördert werden müssten. Er spricht allgemein, er könnte aber haargenau unseren Kaua Santos meinen. Ganz meine Linie.

Ab Minute 11:00, etwa 3 Minuten:

https://www.youtube.com/watch?v=mAEWT6QJ_3g
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Ich tue das zwar ungern, aber ich muss die Erwartungen hier mal ein bisschen dämpfen.
Ja, es stimmt, Uzun ist ein Ausnahmetalent. Und es stimmt auch, dass er Dinge kann, die nur wenige können.

Es stimmt aber auch, dass er seine Situationen braucht. Und die werden ihm die BL-Abwehrspieler nicht so generös geben wie in Liga 2.
Es stimmt auch, dass er - obwohl er von seinen Mitspielern im Wissen um seine außergewöhnlichen Fähigkeiten immer gesucht wird - oft und über weite Strecken nicht am Spiel teilnimmt. Dass sein Defensivverhalten eher unterdurchschnittlich ist und dass sein Spiel zwar von Raffinesse, nicht aber von Tempo bestimmt ist.

Gib Uzun am Strafraum den Ball und er ist in der Lage, 1, 2 oder 3 Gegenspieler auszuspielen und abzuschließen. Zumindest war das in Liga 2 so. Aber das ist seine größte Stärke. Bei allem anderen hat er noch ein gutes Stück Weg vor sich. Man wird eher geduldig sein müssen. Tempo, Härte und vor allem eine 90-Minuten-Power muss er sich noch holen.

Ich glaube schon, dass wir mit Uzun eines der größten Talente der letzten Jahre gewonnen haben. Noch ist es aber nicht so weit, dass er eine sofortige Verstärkung wäre. Nicht umsonst wurde er in der Schlussphase der Saison beim Club mehrfach ausgewechselt, teilweise schon zur Halbzeit.
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WürzburgerAdler schrieb:

Ich tue das zwar ungern, aber ich muss die Erwartungen hier mal ein bisschen dämpfen.


Ich hingegen lasse mir die Erwartungen mal kein bisschen dämpfen.

Deiner Argumentation kan man gewiss folgen. Man kann aber auch sagen:  Uzun kommt von einem Mittel -bis Abstiegsplatz-Zweitligaverein zu einem auf die fastvorderen Plätze ambitionierten Erstligisten. Es darf eine deutlich bessere Mitspieler-Qualität angenommen werden, was seiner Mitspielfähigkeit erheblich zugute kommen wird.
Weiterhin weigere ich mich strikt, in jedem Offensivspieler immer und unbedingt die Tempogranate sehen zu müssen. Sowas trifft meinetwegen auf Knauff zu, ist aber leiderleiderschade verbunden mit enormen anderen Defiziten, nämlich technischen, spielerischen und auch taktischen. Während ich ich also Uzun unbedingt diese drei Eigenschaften zuordne, kann ich fast milde lächend über ""fehlendes" Tempo hinwegsehen, wobei es im Auge des geneigten Betrachters liegt, wo mangelndes Tempo beginnt und ausreichendes bis gutes Tempo anfängt. Ich nenne mal Yamal, hat der wirklich Tempo?  Und ich nenne wiederholt Amin Younes. Tempo, wie man es heutzutage versteht, in diesem adeyemischen Sinn, muss weißgott nicht jeder Spieler mitbringen, um dem Spiel eine prägende, gestaltende Komponente zu geben.

Und warum sollte ich mich sorgen um seine  Härte?  Hart, wenn nicht sogar härter, ist die 2. Liga auch, und er hat sie durchgestanden mit guten Leistungen allgemein und Toren (die es sind, was zählt) zuhauf.  Warum sollte ich bangen um seine 90-Minuten-Power? Ist er nach 60-70 Minuten platt, wird er eben ausgewechselt, wie das bei Offensivkräften sowieso üblich ist, eben weil der Verschleiß dort größer ist -und natürlich auch aus taktischen Gründen. Umgekehrt sollte er ebenso funktionieren. Wie oft hätte ich mir letzte Saison einen Spieler mit haargenau seinen Eigenschaften gewünscht, der eingewechselt wird und unser stupendes Angerenne gegen tiefstehende Mannschaften einfach mal auflöst mit sonst nicht vorhandenem 1gegen1-Vermögen.

Ich sehe Uzun im Training und sehe ihn dort im Maßstab zu all seinen Kollegen, zu all dem, was die so draufhaben.
Der fällt in keinerlei Hinsicht ab, im Gegenteil, er fällt auf. Ich will mich nicht dazu versteigen, er rage heraus -obwohl auch sowas aufblitzt.

Ich bleibe jedenfalls bei meiner hochgespannten Erwartungshaltung. Ungedämpft.



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Also, alles in Allem betrachtet, war es schon mal schöner, zum Training zu gehen. Früher. Damals.
Heutzutage ist es bloß noch nervig. Wo ist die offizielle Verlautbarung, bestenfalls terminkalendrisch, daß dann und dann öffentliches Training sei? Gibt es nicht mehr, abgeschafft. Begrenztes Ticketkontingent, aha. Buchbar in einem blitzkurzen Internetfenster. Man bucht mit fliegenden Fingern zwei  Tickets, hält als 572. in der Schlange den Atem an....rouge ou noir, Ticketroulette. Wegen eines dämlichen Trainings der Profis. Das ist so fragwürdig, du alter Sack, warum tust du dir das an?

Und dann das Training. Schon das Auftakttraining am vergangenen Mittwoch war bloß ein meet and greet mit Ballschubbeln, von dem ich selbst bei bemühtem Nachdenken nix zu berichten wußte.  Doch, es fiel mir ungewöhnlich schwer, die Jungs auseinanderzuhalten, insbesondere die Neuen.

Das war heute auch nicht wesentlich besser. Uzun, Brown, Lisztes, Alidou, Onguene, Knauff, Bahoya, dazu noch Tuta, Buta, Nkounkou, Ebimbe, wenn die so durcheinanderlaufen, mit gelben oder grünen oder rosa Leibchen, also ich hatte meine Mühe. Der mit den geklöppelten Haaren und der Figur von Bahoya, der fiel mir später auf, weil er im Spiel immer von hintenraus spielte -wieso spielt Bahoya in der Abwehr? Dann fiel mir ein, daß der ja bei der französischen U 19 weilt, um WM zu spielen. Wer isses dann? Onguene mit neuer Frisur?  Ungeklärter Fall.

Schön, daß Hojlund blonder ist als der rotblonde Larsson. Er hat nicht das semmelblond vom Seppel, sondern er ist...äh, weizenblond. Astrein zu unterscheiden. Die anderen Blonden waren Philipp Max und NoahFenyö (U21). Als ich nach 20 Minuten mal gucken wollte, was der Weizenblonde so macht, war er nicht mehr auf dem Platz. Hm.

Viel Gewusel auf dem Platz, in Gruppen, gegenüber auf dem Platz, Leibchen, jede Menge Staff, Getränkepausen, Toppmöller kniet mit der Taktiktafel vor der gesamten verschwitzten Truppe und erklärt. Ich mutmaße, selbst in der Hitze brütend, wer dort was und wieviel versteht und wie leer es wohl in diesem Moment in so manchem Spielerhirn gerade aussieht.

Dann Abschlußspielchen auf Dreiviertelfeld. Nicht viel zu sehen, es ist ein Gerenne und Gewoge, hin und her, wieder viele bunte Leibchen, ungewohnte Positionen mancher Spieler, auch neben mir dauernd Gefrage, wer ist das, wer war das, wer darf wann und nach wieviel Ballkontakten aufs Tor schießen, Applaus bei gelungenen Szenen und Toren.

Aus dem ganzen Wust würde ich zwei Beobachtungen gern betonen. Matanovic ist ein Mittelstürmer, der weiß, wo die Kiste steht. Entweder knipst er und erinnert total an Füllkrug mit seinem Eifer und Einsatz, oder er spielt Wand. Sehr ähnlich ist er auch letztes Jahr hier im Training und in den Testspielen aufgefallen. Jetzt ist noch kalte Schnauze, Übersicht und Routine dazugekommen.

Und: wer von euch Fans und Sympathisanten immer mal der Meinung war, Amin Younes wäre ein Guter gewesen, habe unserem Spiel eine nie bekannte Note gegeben, hätte die Gegenspieler vernascht, konnte 1 gegen1 oder 2 oder gar 3  -all diejenigen können abgehen wie Schmidts Katze. Uzun ist der neue Younes. Boah, geil ey. Diese kurzen Bewegungen mit und ohne Ball, die Reaktionszeit, die Handlungsschnelligkeit, der Blick für die Situation und Mann und Maus  - hoffentlich findet er genügend Teammates, die mit seiner Spielweise etwas anfangen können. Er ist ein tolles Puzzleteil.

Einen Dritten muß ich unbedingt noch erwähnen: Hugo Larsson. Der Typ hat in allem die Füße drin. Allgegenwärtig wird gekurbelt und gepasst und gemacht und getan. Er spielt irgendwie einen anderen Stil als Rode  -aber in seiner Wirkung und seinem Input ist er eigentlich der natürliche Nachfolger. Gesteigerter, noch größerer Hoffnungsträger als eh schon.

Und: der andere Hugo. Ügo. Eki. Hat heute zu Beginn nur individuell mit Specialtrainer trainiert. Ist ja nicht unüblich, daß es zwickt und zwackt, wenn die Apparatur sich wieder bewegen muß  -aber er ist zunehmend ins Mannschaftstraining eingestiegen und hat alles mitgemacht. Ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickelt. In meiner ureigenen Wahrnehmung ist er ein außergewöhnlicher Typ. Das meine ich zunächst nichtmal so sehr im sportlichen Sinn, sondern genereller. Ich habe mit den social medias wenig im Sinn, aber wenn ich sehe, wohin er reist, wie er sich kleidet, very special, und zuletzt er im Füllkrugtrikot, also irgendwie teilt der Typ immer was mit. Ausstrahlung. Ja, und die wirkt auch im Training, wie auch im Spiel in seinen Aktionen. Ich mag solche Typen, ich mag solche herbeigeschriebenen Erwartungen, hochgespannten Hoffnungen, die aus solchen merkwürdigen Beobachtungen herrühren.
Fluchen und Motzen und Kotzen kann ich dann immer noch.

Für das öffentliche Training morgen nachmittag konnte ich keine Tickets ergattern (s.o.). Eine aufmerksame, liebe Seele dieses Forums hat mich ganz überraschend angefragt, ob ich Verwendung für zwei Tickets hätte? Ja, hatte ich. Allerdings eins zuviel. Wer hätte gern das Vergnügen(?) mit mir?  Könnte mir behilflich sein beim Spielererkennen.
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Ich würde gerne 2 Montagstickets (15.7.  10.30 Uhr) gegen 1-2 Dienstagstickets 16.7.  15.00 Uhr) tauschen.

Ist jemand bereit? Dann bitte PN.

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Hat vielleicht jemand ein Ticket zum Trainingsauftakt für mich übrig?
(Kanns ja mal versuchen. )
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womeninblack schrieb:

Hat vielleicht jemand ein Ticket zum Trainingsauftakt für mich übrig?
(Kanns ja mal versuchen. )


Hallo Sabine, altes Haus,

solltest Du noch Interesse an einem Ticket haben, melde Dich per PN
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Da hätte ich doch auch einen.

Hab schon vor etlichen Jahren immer gesagt, wenn dereinst mal so ein grandioser Spieler wie Luca Modric vielleicht die Karriere etwas herunterfahren wollte, oder wenn es vielleicht nicht mehr ganz für Real Madrid reichen würde: sein Vertrag läuft im Sommer aus  -und wie es aussieht, bekommt er kein neues Angebot von Madrid.

Ich sehe diesen Typ vor meinem geistigen Auge in unserem Mittelfeld....das hätte was xhakamäßiges, mindestens. Götze² oder Götze³.  Man müßte ihm halt nur so Sperenzien wie Saudi-Arabien oder USA ausreden. Genügend Ehrgeiz hat der bestimmt noch.

Wird im September 39.  Ist doch kein Alter, oder?

https://sportbild.bild.de/fussball/la-liga/primera-division/real-madrid-luka-modrics-zukunft-offenbar-entschieden-87169176.sport.html
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Achtung Ironie:
Wahrscheinlich ist es schwierig, Standards defensiv zu trainieren, weil die offensiven Standards auch im Training einfach nicht ankommen.
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LarsMinute schrieb:

Achtung Ironie:
Wahrscheinlich ist es schwierig, Standards defensiv zu trainieren, weil die offensiven Standards auch im Training einfach nicht ankommen.



Ach Leute, ihr ahnt ja nicht, welche Wahrhaftigkeit in dieser so wunderbar ironischen Anmerkung des Users LarsMinute steckt.

Gestern im Training hautnah und leibhaftig genau so zu besichtigen: gegen Ende des Trainings, sie spielten zehn gegen zehn auf die großen Tore, gehütet von Trapp und Grahl. Es wogte hin und her,  für meinen Geschmack ein ziemliches Gebolze, viel unfertiges und mißlungenes Gepasse und Gerenne, es kamen keine gelungenen Kombinationen zustande, die vielleicht mal zu einem zwingenden Tor oder auch nur einer Tormöglichkeit geführt hätten. Das ganze Gekicke wurde dominiert durch dieses offenbar unvermeidliche Gerenne und Gepresse und Gegengepresse, befeuert vom Gebrüll innerhalb der Mannschaften, maßgeblich aber auch durch die Trainer von außen. "Drauf, drauf", "jetzt, jetzt" und "attack, attack" (englisch ausgesprochen) sind die dominierende Tonalität des gesamten Traininsspiels. (Überhaupt spricht der Glasner nur noch Englisch  -das macht mich bedenglisch.)

Kaum sagte ich zu meinem Mitkiebitz, die sollten doch, weil immer wieder zu besichtigendes Manko,  dringend mal Standards üben, da kam es zu einer Ecke. Und tatsächlich, Glasner muß mich gehört haben, großer Auftrieb entstand jetzt im Grahl'schen Strafraum. Zum Eckentreter auserkoren wurde natürlich Philipp Max, kein Kamada,   kein Lindström und auch kein Lenz mehr, nein, Max ist unser neuer Kostic. Im Strafraum versuchten sich dann zehn Verteidigende und sieben Angreifende zu postieren, zwei weitere Angreifer mimten außerhalb des Strafraums sowas wie die Absicherung nach hinten. Ein Riesenpalaver und -getümmel mit gegenseitigen Anweisungen, wer wen zu decken hätte. Chaotisch sah das aus, völlig unkoordiniert. Jeder war Abwehrchef und versuchte, seine Mitspieler nach seiner Vorstellung zu positionieren. Das Gewürge wurde auch durch die Eingriffe der Trainer nicht wirklich besser. Jedenfalls, nach gefühlten fünf Minuten Gerangel kam dann die Max-Ecke kniehoch auf den vorderen Pfosten, wo sie von irgendeinem Abwehrbein aus der "Gefahrenzone" wegprallte.  Das wiederholte sich mit Schattierungen in einem halben Dutzend getretener Ecken, Produzent durchweg Max. Waren auch besser getretene dabei, änderte aber nichts an deren Verarbeitung, weder offensiv, und noch viel weniger defensiv. Lerngewinn nach meiner Einschätzung gleich Null.
Wenig später gab es nochmal eine Runde Ecken vor Trapps Tor, wiederum ausschließlich Marke Max, selbes fragwürdiges Wassolldas im Strafraum.
Ich hoffe inständig, daß diese Vorstellung nur für die Galerie und zur Verblödung gegnerischer Spione aufgeführt wurde. Heute und morgen wurde und wird ganzganz bestimmt mit fünf bis sechs Abwehrspielern defensives Abwehren von gegnerischen Standards geübt, mit vorheriger Schulung an derTaktiktafel. Damit die offensiven Standards gelingen, lädt man sich unbelastete Spieler ein, vielleicht welche von der U21. Der ausführende Spezialtrainer soll Nick Henig heißen. Ich will an sowas glauben.

Noch eine ernsthaftere Bemerkung, nämlich zur personellen Besetzung. Gestern konnte man überwiegend zwei Dreierreihen sehen, nämlich zum einen Tuta-Jakic-NDicka.  Oder eine gänzlich andere, die wurde von Toure-Hasebe-Smolcic gebildet. Die Diskussion Hasebe oder Smolcic aufgelöst in Hasebe und Smolcic. Das sah so passabel und einander ergänzend aus, daß es einen Versuch wert sein könnte. Fragezeichen bliebe Toure, der einerseits eine frappierende Schnelligkeit zeigte,  andererseits aber auch nie seine jederzeit  üblichen Dabbigkeiten vermied. Jakic aus dem anderen Trio hat seine Sache sehr gut gemacht. Jakic-Hasebe-Smolcic?
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ATlien schrieb:

Vielleicht haben Bobic und Möller entgegen vieler Unkenrufe auch hier einiges richtig gemacht...

Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Ferri und Awusi kamen 2021 zu uns. Ferri geht vermutlich mehr auf Mangas Konto. Bobic war ab Frühjahr 2021 mit seinen Berliner Träumen beschäftigt. Das Möller eien großen Impact hatte wage ich auch zu bezweifeln.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

ATlien schrieb:

Vielleicht haben Bobic und Möller entgegen vieler Unkenrufe auch hier einiges richtig gemacht...

Man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. Ferri und Awusi kamen 2021 zu uns. Ferri geht vermutlich mehr auf Mangas Konto. Bobic war ab Frühjahr 2021 mit seinen Berliner Träumen beschäftigt. Das Möller eien großen Impact hatte wage ich auch zu bezweifeln.


Holla, mal zur Information:
Junior Awusi ist schon seit der U13 bei der Eintracht. Kam vom FC Rödelheim. Muß 2017 gewesen sein. Da war Holger Müller noch LZ- Chef.
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Es ist wirklich jammerschade, daß unsere Verantwortlichen bei solchen Geschehnissen absolut stillschweigen.

Sonst mit ihrem Marketing-Sprech immer in vorderster Front, ganz wichtig die internationale Reichweite, wir müssen nach USA, wir müssen nach Japan, weil, unser Verein vertritt ja ganz tolle, völkerverbindende Werte, die müssen den Brüdern der Welt unbedingt nahegebracht werden.

Jetzt haben es 200 Fernsehstationen nach draußen übermittelt, diese schrägen Deutschen, Frankfurter, Eintrachtler, die auf ihre Nationalhymne pfeifen.

Ich stelle mir so gewisse nationalhymnenstolze Europäer vor. Man käme in iher Liga auf den Gedanken, aus wichtigem oder aber auch nichtigem Anlaß die Nationalhymne  abzuspielen: Engländer, Italiener, Spanier, Dänen, Niederländer  - niemand käme auf die Idee, seine Nationalhymne niederzupfeifen. Nicht eine Pfeife.  

Und  -weltweit? Japan? Auweia.  USA mit Hauptsponsor Indeed? 3x Auweia.
Kurzum: welch ein desaströses Bild in der Welt der Reichweiten.

Es ist beschämend. Ich möchte mir dringend vorstellen, daß Herr Holzer und Herr Fischer und speziell Herr Reichweiten-Hellmann irgendwo mit roten Ohren im Keller sitzen und sich dermaßen schämen, daß sie sich die nächsten Wochen nicht an die Öffentlichkeit getrauen.

Ach nein, halt,  man hat ja Termine, den nächsten großen Auftritt. Helsinki ruft. Dort kann man sich wieder suhlen und den Spaniern und dem Rest der Welt diesen großartig bunten und liebenswerten  Eintrachtkosmos mit seinen aufgeklärten Fans beispielhaft ans Herz legen.

Meine Güte, meine Herren, wie wär's mal mit einer Entschuldigung, mit einer klaren Distanzierung? Wie wär's, wenn ihr mal an die Gefühle eurer breiten Fanmasse denkt, und nicht nur an eure Choreo/PyroVeranstalter?

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Weiß man, ob Leute wie uaa wieder Traingskrümel schreiben? Waren immer ein Genuss und ich lechze ganz besonders nach Trainingseindrücken von unseren neuen...
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Yolonaut schrieb:

Weiß man, ob Leute wie uaa wieder Traingskrümel schreiben?


Woher soll man das wissen? Frag ihn doch mal, schreib 'ne PN, er beantwortet deine Frage bestimmt.

Nee, ernsthaft: Trainingskrümel zu schreiben macht nur Sinn, wenn Trainingseinheiten wieder wenigstens einigermaßen regelmäßig besucht werden könnten. Danach sieht es aber überhaupt nicht aus, soweit ich das wahrnehme. Ich kann nirgends einen Hinweis von offizieller Seite finden, der dieses verlautbaren ließe.

Trotzdem, Yolonaut, danke für deine lobende Erwähnung der Krümel.
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Die Causa Blanco ist schon eine äußerst merkwürdige.

Der Ruf, der ihm vorauseilt als einem der talentiertesten Jugendlichen Europas, die Tatsache, daß Ben Manga sich offenbar Beine ausgerissen und Finger geleckt hat nach ihm, daß er hierhin übersiedelt mitsamt seiner Familie, also auch eine hohe Selbsteinschätzung vorhanden sein muß  -das alles kriegt man nicht in ein stimmiges Bild, wenn man ihn hier bei der U19 kicken sieht.
Er spielt mit seinen 17 Jahren einen quirligen, ballgewandten Rechtsaußen, was ganz nett anzusehen ist, was aber ziemlich wenig für das Offensivspiel der U19 bewirkt. Das er ein oder gar der Unterschiedsspieler wäre oder bald werden würde, ist nicht zu sehen, auch nicht mit Hoffnung oder Phantasie. Er ragt einfach nicht heraus aus dem U19-Kollektiv, schon gleich garnicht wie der Donnerhall, der ihm vorauseilt. Mir fällt gerade JP Hauge ein, wie der sich hier in seinen ersten Spielen darstellt  -so ähnlich tritt Blanco bei der U19 auf.
Wäre Blanco nicht mt den immensen Versprechungen gekommen, würde ich sagen, der ist in unserer U19 vom Leitungsvermögen genau richtig angesiedelt.
Ihn sich gegen Verteidiger oder Deckungsreihen in der Bundesliga vorzustellen, mutet nach den bisherigen Eindrücken völlig utopisch an.
Ziehe ich den Vergleich mit ehemaligen U19-Spielern, die uns in den Herrenbereich verlassen mussten, kann ich mir Blanco allenfalls in der 3.Liga vorstellen, eher noch in der Regionalliga. Oder noch besser irgendwo, wo's noch körperloser zugeht. Luxemburg?

Es sei denn, Glasner schmeißt ihn rein  -und er tritt auf wie Musiala. Unvorstellbar. Oder doch die irre Wahrheit, die Unfehlbarkeit des Ben Manga?

Es ist mir völlig bewußt, was ich hier schreibe und wie ich den Jungen momentan beurteile -und wie ich damit gegen Expertenmeinung stehe. Es ist mir sehr unangenehm.
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Ergänzung zu meinem Beitrag von vorhin:  erfahre gerade per PN von einem Bekannten, der heute seine Impfdaten bei der Eintracht registrieren lassen hat, daß kein Smartphone benötigt wird  -und damit natürlich auch nicht die
Aqila-App.

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Adlerdenis schrieb:

Das ist ja dein Recht, aber wer sich dem Fortschritt aus reiner Sturheit verweigert, der wird dann halt wirklich abgehängt. Gab sicher auch Leute, die bei der Einführung von Telefonen so gedacht haben, wie auch bei Autos, Flugzeugen etc. Ich denke auch, man wird eine Lösung finden, gerade für alte Menschen, aber über kurz oder lang WIRD der komplett digitalisierte Zugang kommen, und gerade Leute wie du, bei denen es ein reines Prinzipding ist, sind halt Dinosaurier und sterben aus.

Manchmal gelingt es dir, mich echt wütend zu machen. Weißt du, wie man so etwas nennt? Sozialdarwinismus. Andere nennen es Egoismus und Rücksichtslosigkeit.

Deine Scheißvergleiche sind keine, denn um sich an Telefon, Autos und Flugzeuge zu gewöhnen, hatten die Menschen zig Jahre Zeit. Heute erneuert sich das Wissen der gesamten Menschheit alle paar Jahre komplett und auch du wirst noch erleben, dass du da nicht mehr mithalten kannst. Wenn es so weit ist, spucke ich auf deinen Beitrag.
Dabei hab ich das Schlimmste noch gar nicht zitiert - das ist nämlich das da:

Adlerdenis schrieb:

Man wird dir keine Extrawurst braten, nur weil du es gerne so hättest, das wird auf Sicht nicht passieren, also stell dich schon mal drauf ein.

Diese Menschen wollen keine Extrawurst, sie wollen lediglich, dass man akzeptiert, dass sie nicht alles, was neu ist, mitmachen wollen oder können. Aus verschiedensten Gründen. Und vorwiegend handelt es sich hier um Menschen, die diesen Club bereits seit zig Jahren unterstützen und langjährige Mitglieder und DK-Besitzer sind. In der Regel vermutlich länger als du denken kannst. Vielleicht kann man dies auch mal in die Waagschale werfen.

Unfassbar. 😣
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Hab ich den ganzen Kram so total falsch verstanden?

Ja, könnte sein, bin ja auch einer von den Uralten, allerdings halte ich mich geistig jung, indem ich die ganzen neumodischen Ferz mitmache. Habe selbstverständlich mainaqila downgeloaded....

Die Eintracht hat mitgeteilt (hier ein wesentlicher Auszug):

"Ein zentraler Baustein hierbei wird die Registrierung des Impf- oder Genesenen-Status in der Plattform unseres Ticketsystems sein. Natürlich werden dort keine Gesundheitsdaten oder Impfpässe gespeichert, sondern gegen Vorlage des Impf- oder Genesenen-Nachweises wird ein Zutritts-Berechtigungshaken im System hinterlegt, der mit einem zeitlichen Ablaufdatum versehen wird (max. 6 Monate bei Genesenen und max. 12 Monate bei Geimpften)."

Ich stelle mit also vor: am von mir gewünschten Termin erscheine ich auf dem Parkplatz P 9, gehe zum Kassenbereich E2, dort sitzt ein hoffentlich freundliches Eintrachtwesen, sagt Gude uaa, ich lege vor meinen original Impfnachweis von Robert Koch, meinen amtlichen Personalausweis, nenne meine EF-Nummer oder zeige sie auf meinem Smartphone, wo sie in der Aquila-App gespeichert ist.
Nun wird das Eintrachtwesen nach erfolgter Prüfung der vorgelegten Dokumente auf der Plattform des Ticketsystems bei meinen Kundendaten einen Zutritt-Berechtigungshaken setzen, und zwar händisch auf seinem Bildschirm. Bestelle ich demnächst eine Karte für das erste Heimspiel gegen Augsburg, weiß der Computer, aha, bei uaa sitzt ein Geimpft-Haken, uaa dürfte rein  -wenn er denn einer der 10 000 oder wieviel auch immer Zugelassenen wäre,  die das Los oder wer auch immer bestimmt.

Ich gehe also überhaupt nicht davon aus, daß man für diese Registrierung die Aqila-App benötigt.

Dafür spricht auch der Hinweis, daß man durchaus für Freunde, Bekannte und Sonstige diese Registrierung per Vollmacht erledigen kann. Die Vollmach lautet:

"Vollmacht zur Hinterlegung eines Nachweises des vollständigen Impf- oder Genesenen-Status in meinem Konto unter mainaqila"

Man hat ein Dauerkartenkonto  -und dort, unter mainaqila, der Ticketplattform, wird ein Zutritt-Berechtigungshaken gesetzt, zunächst begrenzt für 6 Monate (genesen) oder 12Monate (geimpft) .

Da ist keine Rede davon, daß man das Smartphone mit Aqila-App des Vollmachtgebers zur Registrierung mitbringen müsste, sondern, wie oben, die entsprechenden Orginaldokumente.






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Hab mir nur die erste Halbzeit reingezogen, war qualvoll genug.

War insoweit ein typisches südamerikanisches Viertelfinale, indem keine Mannschaft auch nur den Hauch eines frühzeitigen Risikos eingehen wollte. Ballgeschiebe, Gerenne, Gegrätsche, ein grobes Gerumpel, nix für Liebhaber des gepflegten Balles. Natürlich auch die erwartbare Härte. Interessant, was die Schiedsrichter dort nicht pfeifen.
Uruguay mit der etwas prominenteren Besetzung, u.a. Cavani, Suarez und Godin.

Kolumbien im 4-2-3-1, unser Mann Rafael Santos Borré spielte in der Dreierreihe den rechten Part. Da bei den Kolumbianern mehr über die linke Seite ging, war sein Spielbeitrag überschaubar. Wenn er am Ball war, fiel auf, daß er "straight" spielt, will sagen, wo die meisten Spieler beider Mannschaften durchaus eher fummeln und Ball halten und nochmal kringeln, bevorzugt er das nüchterne, direkte Spiel, stramme, genaue Zuspiele nach vorn gerichtet, das hatte Zug.
Gerne hätte ich einen definitiven Eindruck über seine Schnelligkeit gewonnen, war aber aufgrund des sicherheitsgepägten Spiels beider Mannschaften unmöglich, weil aus dem Geschiebe heraus einfach keine Geschwindigkeit entstand.
Ganz sicher kann man aber sagen, daß er gute Mentalität hat, daß er Wege geht, daß er gegen den Ball arbeitet.
Lauffreudig, willig, sehr mannschaftsdienlich  -das hat gefallen.

Was er als Silva-Ersatz, als Stürmer und Vorlagenverwerter leisten könnte, war aufgrund seiner Spielposition, die er offenbar bei den "Cafeteros" innehat, leider überhaupt nicht zu sehen.

Wie gesagt, die zweite Halbzeit erschien mir unzumutbar, bin also ins Bett. War heute morgen null überrascht, daß das Spiel im Elfmeterschießen entschieden wurde. Genau auf sowas hatte das Gegurke der ersten Halbzeit hingedeutet.

Jetzt also im Halbfinale gegen Messi und Co., Mittwochmorgen um 03:00 Uhr. Unmögliche Zeit, glaube aber, daß ich bekloppt genug sein werde, wenigstens mal reinzugucken, ob dieses Spiel mehr hergibt.





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Schon als Hütter beim SKY-Wasserziehr antwortete "Ich bleibe", schoß mir durch den Sinn "also auch Du Adi antwortest falsch, unrichtig, lügst, notllügst"  -wie auch immer man sowas bezeichnen will.

Aufrichtige Antwort wäre gewesen: "Lieber Herr Wasserziehr, ich weiß, daß Sie mir auftragsgemäß diese Frage stellen müssen und auch wollen, das sehe ich Ihrem genüßlichen Lächeln doch an.  Wie aber jeder weiß, vom kleinen Fan bis zum größten Brancheninsider, und damit auch Sie, habe ich in meinen Verträgen immer, immer eine Ausstiegsklausel. Deren Wirkmöglichkeiten sind mir elementar wichtig. Ich antworte Ihnen also: ich will mit Eintracht Frankfurt das sensationelle Ziel Championsleague erreichen. Danach habe ich noch Vertrag.....aber auch Ausstiegsklausel."

Macht natürlich keiner, traut sich keiner. Wäre aber die einzig wirklich ehrliche Antwort. Die garnicht gestellt werden müsste, weil sie eh jeder kennt.

Ich warte auf den Protagonisten, der erstmalig den Mut haben wird, Klartext zu reden, statt wider besserem Wissen rumzuschwurbeln. Eigentlich wäre in dem verkommenen Geschäft die Zeit reif genug.