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Xbuerger

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Aceton-Adler schrieb:

einfach mal ein viel besseres System implementieren, wenn der „Neoliberalismus“ dann zusammengebrochen ist?
Fragt sich, ob diejenigen, die ständig von „Neoliberalismus“ schwadronieren, überhaupt ein System als Alternative haben und wenn ja, wie das aussehen soll. Vielleicht eines derer, die nur in der Theorie funktionieren, jedoch in der Praxis zum scheitern verurteilt sind?
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SamuelMumm schrieb:

Aceton-Adler schrieb:

einfach mal ein viel besseres System implementieren, wenn der „Neoliberalismus“ dann zusammengebrochen ist?
Fragt sich, ob diejenigen, die ständig von „Neoliberalismus“ schwadronieren, überhaupt ein System als Alternative haben und wenn ja, wie das aussehen soll. Vielleicht eines derer, die nur in der Theorie funktionieren, jedoch in der Praxis zum scheitern verurteilt sind?

die meisten nennen es soziale marktwirtschaft. hat auch 45 jahre ganz gut funktioniert. mittlerweile reden einige leute auch von einer variante der sozial-ökologischen marktwirtschaft. etwas mehr nachhaltigkeit könnte ja neben den co2-emissionen (siehe: dürre) auf dauer die virenlast reduzieren.
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Ok, ich dachte, das wäre ein und dieselbe Person. Nix für ungut!
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Motoguzzi999 schrieb:

Ok, ich dachte, das wäre ein und dieselbe Person. Nix für ungut!

what?
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Xaver08 schrieb:

in dem fall kommen die tiefen augenringe aber eher von viel arbeit und nicht vom vielen saufen

Das eine schließt das andere nicht aus.
Hat der Drosten nicht an der Goethe-Uni Frankfurt studiert? Der wird sicher in umfangreicher Feldforschung und vielen teilnehmenden Beobachtungen die Kausalität zwischen bestimmten Prozessen der Immunisierung und dem Konsum von Ebbelwoi verfolgt haben.
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Brodowin schrieb:

Konsum von Ebbelwoi verfolgt haben.

flaschenbier! bestimmt auf den konzerten im koz...
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Das denke ich auch.
Entlarvend doch die Antwort Lindners bei A. Will auf die Frage, warum die Handballer die Saison abbrechen: "weil die nicht die Kohle für die Tests haben."

Das ist an Zynismus nicht zu überbieten. Sollte die Testfrage wirklich eine Geldfrage sein, so hätte eine gesellschaftliche Gruppe, die in der Lage ist, 20.000 Tests mal eben so durchführen zu lassen, die verdammte gesellschaftliche Verpflichtung, diese Tests denen zukommen zu lassen, die sie brauchen.

Aber ich wette, mit dieser Überzeugung stehe ich ziemlich allein da.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Aber ich wette, mit dieser Überzeugung stehe ich ziemlich allein da.

nicht ganz allein...
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in dem fall kommen die tiefen augenringe aber eher von viel arbeit und nicht vom vielen saufen
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meyer-hermann hat sich definitiv beim mir zum kiffen eingeladen 😎
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WuerzburgerAdler schrieb:

Motoguzzi999 schrieb:

Die Fridays for Future Bewegung ist eher staatsgläubig und sieht den Handlungsbedarf bei der Politik (How dare you),

Ähm... bei wem denn sonst?


Interessant ist (ältere wissen das), dass frühere Bewegungen, wie die Antiatomkraftbewegung z. B. In der Wissenschaft eher einen Gegner gesehen hat ( Was man den Physikern mit ihrer Atomkraft alles unterstellt hat, möchte ich hier nicht ausführen) heute sind die Wissenschaftler eher Verbündete, auch das Verhältnis zum Staat hat sich geändert. Er ist jetzt der Hauptadressat für die Forderung nach Veränderungen (Früher waren Bewegungen  viel militanter und staatskritischer). Ich möchte den Kids heute  keine Naivität unterstellen, es fällt mir nur einfach auf. Gleichzeitig frage ich mich natürlich, wieso ein westliches Industrieland ein Interesse daran haben soll, sein Geschäftsmodell auf ein für eine dem Klimawandel zuträgliches Niveau herunterzufahren. Ich hoffe, es wird im Grundsatz deutlich, worauf ich hinaus will, es fällt ein bisschen schwer, das alles ins Handy ( quod erat demonstrandum) zu tippen.
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Motoguzzi999 schrieb:

Interessant ist (ältere wissen das), dass frühere Bewegungen, wie die Antiatomkraftbewegung z. B. In der Wissenschaft eher einen Gegner gesehen hat ( Was man den Physikern mit ihrer Atomkraft alles unterstellt hat, möchte ich hier nicht ausführen) heute sind die Wissenschaftler eher Verbündete, auch das Verhältnis zum Staat hat sich geändert.

interessant ist aber auch, dass der drosten so aussieht, als wäre er auf den selben uni-partys wie unsereins gewesen. das ist ein teil dessen, was ich vorhin als evolution beschrieb...
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LDKler_ schrieb:

Motoguzzi999 schrieb:
Lebensweltliche Nachhaltigkeit möchte ein gutes Leben für uns Mitteleuropäer, dazu gehört saubere Luft, sauberes Wasser, unberührte Natur, Tierschutz in deutschen Ställen, ökologischer Landbau, Alternative Energien etc. Damit ist aber die Frage, wie das gute Leben für Menschen alle auf einem Planeten zu bewerkstelligen, wäre nicht beantwortet.
Ja, da hast du einen guten Punkt gemacht! Der durchschnittliche Mitteleuropäer hat vor der Coronakrise wenn ich mich richtig erinnere mit seinem Lebensstil etwa 2,3 Erden benötigt und das ist selbst mit grünen Technologien niemals auf 1 zu drücken. Wir leben derzeit massiv auf Kosten der weniger priviligierten Menschen und der kommenden Generationen. Das muss sich ändern, wenn die Menschheit eine Zukunft haben will. Und es kann sich auch ändern. Corona zeigt es uns. Es geht auch ohne Flüge, ohne Shopping-Exzesse, ohne ständiges Wachstum, ohne Bullshit-Jobs, ohne DTM, und und und ...
Und im weniger ist mehr könnte auch ein Schlüssel zu mehr Lebenszufriedenheit liegen.
Ja, ich weiß, da rebelliert es jetzt in den krisenbedingt Arbeits- und Einkommenslosen, aber diesen Menschen könnte man helfen. Wenn man sich vom Primat der Kapitalverwertung verabschieden würde, wäre genug für alle da. Natürlich auf einem bescheideneren Niveau, aber immer noch genug für ein zufriedenes und entschleunigtes Leben.
Und @Brodowin ohne Notwendigkeit zur Auslöschung eines großen Teils der Menschheit.

###Fuck inhumanity###


Da gebe ich dir zu 100 % Recht, ich habe zwar die Hoffnung noch nicht aufgegeben, sehe aber trotzdem momentan keinen gangbaren Weg für eine echte Transformation. Die Fridays for Future Bewegung ist eher staatsgläubig und sieht den Handlungsbedarf bei der Politik (How dare you), von Occupy und attac hört man nix mehr, Graswurzelbewegungen dienen mittlerweile eher der Selbstvergewisserung ( konnten ihren Anspruch ein Modell für die Gesellschaft zu sein zumindest nicht einlösen) und die Grünen, na ja. Wir werden wohl eher eine längere Phase haben, in der wir es uns erst mal gemütlich machen mit ein paar E-Autos, der Aufnahme von ein paar mehr Geflüchteten als in anderen Ländern und irgendeinem Tierwohllabel ( zum Ausgleich jetten wir dann zum Yoga Workout nach Bali).

Sorry für den Sarkasmus, mir war gerade danach.
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Motoguzzi999 schrieb:

Da gebe ich dir zu 100 % Recht, ich habe zwar die Hoffnung noch nicht aufgegeben, sehe aber trotzdem momentan keinen gangbaren Weg für eine echte Transformation.

also die kinder, die wegen einer pandemie aus der zerstörung eines naturgebietes heraus resultierend einen beachtlichen teil ihrer kindheit nicht regulär in kitas und schulen gehen durften, sind die ersten, die negative ölpreise erlebt haben.
denke schon, dass da auch evolutionäre prozesse im gange sind...
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LDKler_ schrieb:

Und @Brodowin ohne Notwendigkeit zur Auslöschung eines großen Teils der Menschheit.


Die ganze Sache rund um Corona hat bei mir eher den Eindruck geweckt, dass es keinen Sinn macht, auf  Einsicht und die Mündigkeit, selbst bei gebildeten Menschen, zu setzen. Daher wäre so ein Killer-Virus definitiv die wirksamere Variante, wenn der Planet überleben soll.
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Brodowin schrieb:

Daher wäre so ein Killer-Virus definitiv die wirksamere Variante, wenn der Planet überleben soll.

nach allem, was ich die letzten paar milliarden jahre so mitbekommen habe, ist die überwindung der menschheit für den planeten eher ne fingerübung. wird halt zwischendurch eher unschön für die menschheit...
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unterlasse hier deine desinformationspolitik, die reproduktionsrate wurde nicht wieder nach unten korrigiert, diese falschbehauptung ist auch durch deine verlinkung nicht gedeckt. der heutige wert ist wieder auf 0,9 gefallen, nachdem der wert von gestern bei 1 lag.

wie der wert entsteht, ist bekannt, jemand der so intensiv und offensiv argumentiert wie du, kennt das verfahren der schaetzung des wertes bestimmt.

es ist ja beileibe nicht das erste mal, dass du dergestalt auffaellst, zuletzt wieder durch so sinnlosbehauptungen wie aufrechterhaltung der massnahmen bis zum st. nimmerleinstag (will niemand) oder durch coronamassnahmen waeren schon billiarden von euro verbrannt worden, was wenig ueberraschend schlicht und einfach falsch war.
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mir fällt ein alter schlachtruf ein:

gelbe karte, rote karte, raus die ****

(**** oder hätte ich den schlachtruf wortgetreu wiedergeben dürfen?)
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Finde ich jetzt auf die Schnelle nicht, vielleicht später.

Die Frage war aber eher an die Allgemeinheit gerichtet

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also für den fall, dass ich etwas zu genervt gewirkt haben sollte, weil kurz hintereinander die zweite rotation um bereits geschriebenes entstand:

sorry, hier der link

ansonsten, zu deiner these:
je weniger aktive fälle, desto leichter erscheint den fachleuten die persönliche nachverfolgung. und wenn von einer geringen grunderkrankung aus die fallzahlen aus steigen, bleibt dies beherrschbarer, als wenn es mit einer hohen - auf kante genähten - infektionszahl geschieht. merkel hat doch so schön vorgerechnet, dass bei R=1,1 im oktober ein bergamo-szenario droht. seit gestern sind wir da nur noch knapp von entfernt, und sehen noch keine auswirkungen der küchenbauer...
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Danke!

Hier steht auch folgendes:
Die angeordneten Kontaktbeschränkungen haben in nur 3 Wochen den Rt-Wert auf etwa 1 reduziert.  
Ist das der Wert, von dem ich jetzt oft gelesen habe, dass er schon Mitte März, vor Beginn der Maßnahmen, bei 1 gelegen ist?

Es würde denke ich auch schwer sein, wenn alles in erst 3-4 Wochen gelockert werden würde, die Kontrolle über die Ausbreitung zu behalten. Ein Anstieg wird die Folge sein, ob jetzt oder in 3-4 Wochen. Aber klar, man würde etwas Zeit gewinnen um sich Maßnahmen auszudenken. Schwer, wenn man über das Ganze entscheiden muss. Man kann es hier nie allen Recht machen..
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matzelinho88 schrieb:

Ist das der Wert, von dem ich jetzt oft gelesen habe, dass er schon Mitte März, vor Beginn der Maßnahmen, bei 1 gelegen ist?

wenn du mit mir ins gespräch kommen möchtest, lese doch wenigstens meine heutigen beiträge, in denen ich quellen gepostet habe. drosten hat das gut erklärt. du findest das bestimmt
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Xbuerger schrieb:

sie haben von 3 wochen und nicht dem st. nimmerleinstag gesprochen. weil auf den steuern wir jetzt zu, bis zum impfstoff oder nem medikament...

aber auch das ist schon alles alt und oftmals durchgekaut.

Das geht mir ehrlich gesagt auch nicht in den Kopf. Warum verspielen wir gerade jetzt die einmalige Chance, halbwegs glimpflich aus der Geschichte raus zu kommen?

Diese ganzen Öffnungs-Idioten, von Laschet über Lindner bis zur Springer-Presse. Die alle sorgen mit ihrem Mist dafür, dass wir noch sehr, sehr lange und sehr intensiv mit der Scheiße zu tun haben.

Warum nicht jetzt noch mal 3-4 Wochen einfach die Fresse halten und sich zusammen reißen? Danach könnte man wirklich mal entspannt ausatmen. Aber je mehr wir jetzt aufmachen, umso länger wird das alles dauern. Wie gesagt. Ich kapiere die Diskussion nicht.
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Brodowin schrieb:

Diese ganzen Öffnungs-Idioten, von Laschet über Lindner bis zur Springer-Presse. Die alle sorgen mit ihrem Mist dafür, dass wir noch sehr, sehr lange und sehr intensiv mit der Scheiße zu tun haben.

und im endeffekt ist das eine peer group. lindner merkt, dass er absolut nichts zu sagen hat und treibt den kandidaten aus seinem bundesland vor sich her.
der sieht sich mit ner richtig guten wissenschafts-PR gewappnet für den großen sprung, bis er es im TV komplett versaut.

eigentlich hies es ja an jenem verkündungstag, wir stehen bei 0,7 und überlegen uns jetzt, wie wir ab dem 04.05. schrittweise öffnen. mittlerweile faselt lindschet was von küchenbauer und die freiheit der möbelhäuser. und wir schauen jetzt am 06.05., was wir alles wieder schließen müssen...
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Wie kommst du denn darauf, dass "3-4 Wochen einfach die Fresse halten und sich zusammen reißen" dazu führen würde, dass man danach entspannt ausatmen könnte?

Woher hast du diese These?
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https://www.helmholtz-hzi.de/fileadmin/user_upload/Aktuelles/News_Pressemitteilungen/2020/PDFs/Helmholtz-COVID-19-Papier_web.pdf

ganz am ende:

In den 3 Wochen sollten dann zusätzliche Maßnahmen geplant werden, wie man mit einer dann deutlich niedrigeren Zahl neuer Fälle Tests undKontakt-Tracing so intensiviert, dass man trotz Lockerung der Maßnahmen, die Kontrolle über die Ausbreitung des Virus behält.
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Xbuerger schrieb:

sie haben von 3 wochen und nicht dem st. nimmerleinstag gesprochen. weil auf den steuern wir jetzt zu, bis zum impfstoff oder nem medikament...

aber auch das ist schon alles alt und oftmals durchgekaut.


Da steuern wir doch so oder so hin. Es gibt doch genügend Maßnahmen und damit kann man auch halbwegs wieder alles normal aufmachen. Natürlich unter Hygienebedingungen. Das wird sich schon einspielen. Massenveranstaltungen werden aber weiter tabu sein.
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planscher08 schrieb:

Da steuern wir doch so oder so hin.

https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/134918?page=367#5186426

danke fürs gespräch!
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Xbuerger schrieb:

planscher08 schrieb:

0,2 halte ich einfach für unrealistisch.

so lange lockerungsdiskussionsorgien gefeiert werden, möglicherweise.

aber für wie realistisch hättest du es wohl nach den bildern aus bergamo gefunden, im bundesschnitt nach ostern so gut dazustehen? und wir haben es immerhin geschafft, innerhalb von gut einer woche von 0,7 auf 1,0 zu kommen...

leute, die das thema so intensiv studiert haben, dass sie mittlerweile studenten unterrichten, haben von 3 wochen gesprochen.

there‘s no glory in prevention 😐


Man kann aber nicht bis zum Sankt Nimmerleins-Tag alles dicht machen. Da hat man zwar ein unausgelastetes Gesundheitssystem, aber die Wirtschaft geht vor die Hunde. Man muss da jetzt gucken einen Mittelweg zu finden.
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sie haben von 3 wochen und nicht dem st. nimmerleinstag gesprochen. weil auf den steuern wir jetzt zu, bis zum impfstoff oder nem medikament...

aber auch das ist schon alles alt und oftmals durchgekaut.
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Xbuerger schrieb:

planscher08 schrieb:

Die Frage ist aber schon wie man wieder zum halbwegs normalen Leben zurück kommt.

R auf 0,2 senken, einzelfallverfolgung, tracing-app, maske auf und hände waschen.

ich dachte, du liest hier mit?


0,2 halte ich einfach für unrealistisch.
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planscher08 schrieb:

0,2 halte ich einfach für unrealistisch.

so lange lockerungsdiskussionsorgien gefeiert werden, möglicherweise.

aber für wie realistisch hättest du es wohl nach den bildern aus bergamo gefunden, im bundesschnitt nach ostern so gut dazustehen? und wir haben es immerhin geschafft, innerhalb von gut einer woche von 0,7 auf 1,0 zu kommen...

leute, die das thema so intensiv studiert haben, dass sie mittlerweile studenten unterrichten, haben von 3 wochen gesprochen.

there‘s no glory in prevention 😐
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Xbuerger schrieb:

planscher08 schrieb:

Es gibt aber durchaus Grund zur Nachfrage, warum man schon vor dem Lockdown sich auch jetzt noch auf ähnlichen Niveau befindet. Die Kurve und Zahlen zeigen da schon einen konstanten Verlauf, trotz Lockdown.

ja, durchaus. dies wird aber hier auch von einem hochseriösen wissenschaftler erklärt:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/35-Vielversprechende-Impfstudie-aus-China,podcastcoronavirus196.html

kurz zusammengefasst:

- bevölkerungsschock aufgrund italien-bilder zu beginn
- testerhöhungskapazitäten

und R(0) dient halt nur für bedingte formen der aussage. wahrscheinlich müssen deshalb die besten so lange studieren, dmit sie das alles richtig interpretieren können...

Dann muss man auch sich vergegenwärtigen, dass dieses stufenweise Einführen von Maßnahmen auch stufenweise zu einer Verringerung der Übertragungstätigkeit geführt hat. Man kann das an der Kurve der Fälle sogar nachzeichnen. Das kann man nicht nachzeichnen an der Kurve von R, an dem Verlauf von R, aber an der Nachzeichnung von neuen Fällen, die vom Robert Koch-Institut veröffentlicht werden, kann man das sehen. Stufenweise war es von der Logik so: Zunächst wurden Großveranstaltungen unterbunden. Das hat viel an Grundübertragungstätigkeit und am Einstreuen großer Ausbrüche verhindert. Dann wurden die Schulen geschlossen, und in dieser Situation hatte man einen Effekt, dass Übertragungen zwischen Haushalten sehr stark begrenzt waren und das Infektionsgeschehen und Übertragungsgeschehen in Haushalten immer noch weiterging. Das ist erst nach einer gewissen Zeit totgelaufen oder weniger geworden. Man sieht einen mehrmaligen Abfall in der Zahl der Neuinfektionen im weiteren Verlauf. Das ist sicherlich die Konsequenz dieser stufenweisen Verstärkung der Schutzmaßnahmen. Man sieht einen klaren Abfall Anfang April, das sind nachlaufende Effekte. Dann sieht man noch einen klaren Abfall Mitte April, kurz vor Ostern. Das sind diese Effekte eines stufenweisen Einführens von Maßnahmen. Man sieht sehr wohl, dass dieser Lockdown nachlaufende Effekte hatte.


Die Frage ist aber schon wie man wieder zum halbwegs normalen Leben zurück kommt. Man wird das nicht auf China-Niveau sinken können. Deutschland ist ein Transitland.
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planscher08 schrieb:

Die Frage ist aber schon wie man wieder zum halbwegs normalen Leben zurück kommt.

R auf 0,2 senken, einzelfallverfolgung, tracing-app, maske auf und hände waschen.

ich dachte, du liest hier mit?
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Es gibt aber durchaus Grund zur Nachfrage, warum man schon vor dem Lockdown sich auch jetzt noch auf ähnlichen Niveau befindet. Die Kurve und Zahlen zeigen da schon einen konstanten Verlauf, trotz Lockdown.
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planscher08 schrieb:

Es gibt aber durchaus Grund zur Nachfrage, warum man schon vor dem Lockdown sich auch jetzt noch auf ähnlichen Niveau befindet. Die Kurve und Zahlen zeigen da schon einen konstanten Verlauf, trotz Lockdown.

ja, durchaus. dies wird aber hier auch von einem hochseriösen wissenschaftler erklärt:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/35-Vielversprechende-Impfstudie-aus-China,podcastcoronavirus196.html

kurz zusammengefasst:

- bevölkerungsschock aufgrund italien-bilder zu beginn
- testerhöhungskapazitäten

und R(0) dient halt nur für bedingte formen der aussage. wahrscheinlich müssen deshalb die besten so lange studieren, dmit sie das alles richtig interpretieren können...

Dann muss man auch sich vergegenwärtigen, dass dieses stufenweise Einführen von Maßnahmen auch stufenweise zu einer Verringerung der Übertragungstätigkeit geführt hat. Man kann das an der Kurve der Fälle sogar nachzeichnen. Das kann man nicht nachzeichnen an der Kurve von R, an dem Verlauf von R, aber an der Nachzeichnung von neuen Fällen, die vom Robert Koch-Institut veröffentlicht werden, kann man das sehen. Stufenweise war es von der Logik so: Zunächst wurden Großveranstaltungen unterbunden. Das hat viel an Grundübertragungstätigkeit und am Einstreuen großer Ausbrüche verhindert. Dann wurden die Schulen geschlossen, und in dieser Situation hatte man einen Effekt, dass Übertragungen zwischen Haushalten sehr stark begrenzt waren und das Infektionsgeschehen und Übertragungsgeschehen in Haushalten immer noch weiterging. Das ist erst nach einer gewissen Zeit totgelaufen oder weniger geworden. Man sieht einen mehrmaligen Abfall in der Zahl der Neuinfektionen im weiteren Verlauf. Das ist sicherlich die Konsequenz dieser stufenweisen Verstärkung der Schutzmaßnahmen. Man sieht einen klaren Abfall Anfang April, das sind nachlaufende Effekte. Dann sieht man noch einen klaren Abfall Mitte April, kurz vor Ostern. Das sind diese Effekte eines stufenweisen Einführens von Maßnahmen. Man sieht sehr wohl, dass dieser Lockdown nachlaufende Effekte hatte.
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lockerungsdiskussionsorgien graphisch aufbereitet:

https://gitlab.com/simm/covid19/secir/-/wikis/Report

insbesondere: frohe ostern...
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hugi98 schrieb:

Revidiere deine Falschbehauptung!

sprecht ihr euch beim thread-zerschießen eigentlich ab?