>

Robert Enke ist tot

#
Rahvin schrieb:
EvilRabbit schrieb:

Es gibt relativ klare Regelungen mit und innerhalb der Presse, wie man mit Selbstmorden umgeht.  


Welche zum Beispiel?


Lies Dir doch den oben verlinkten Artikel von untouchable durch. Darin wird beschrieben wie man eine Selbsttötung in den Medien auch anders darstellen kann.
#
team-adler schrieb:
Rahvin schrieb:
EvilRabbit schrieb:

Es gibt relativ klare Regelungen mit und innerhalb der Presse, wie man mit Selbstmorden umgeht.  


Welche zum Beispiel?


Lies Dir doch den oben verlinkten Artikel von untouchable durch. Darin wird beschrieben wie man eine Selbsttötung in den Medien auch anders darstellen kann.  


Hab den Artikel gelesen. Das einzige was als Massnahme Sinn macht, waere den "Romantisierungseffekt" zu verhindern. Aber wie macht man sowas bei jemandem, der so beliebt wie Enke ist? Das Kurt Cobain weniger Nachahmungstaeter gefunden hat, liegt wohl auch daran, dass nicht jeder eine Schrotflinte im Schrank liegen hat. Haette man Enke also verdammen sollen? Auch nicht. Soviel an Alternativen bleibt dann gar nicht mehr uebrig. Denn wie schon im Artikel steht, die Worte "Enke", "Bahn" und "Selbstmord" lassen sich wohl kaum verheimlichen. Vielleicht haette man die Uebertragung von der Abschiedszeremonie sein lassen sollen, aber andererseits wollten die Menschen auch Abschied von Enke nehmen. Ob eine Nichtuebertragung der Zeremonie zu weniger Selbstmorden gefuehrt haette, bleibt spekulativ. Egal was man macht, man macht es falsch in diesem Fall. Das Beste ist deshalb, bei der Wurzel anzusetzen und praeventiv gegen diese Volkskrankheit "Depression" vorzugehen, wie auch immer man das einrichten kann...
#
Ich sehe den Fehler bei H96, Aufbahrung im Stadion: Dann kamen die Medien (Fernsehen). Aber einen Vorwurf mag ich daraus auch nicht stricken, sie wollten es sicher einfach so anständig und vor allem so angemessen wie möglich machen. Und da lag es nahe, eine öffentliche Zeremonie zu organisieren.
Zu den Absprachen mit den Medien: Es gibt eine darüber, Bahn-Suizide nicht zu vermelden. Die wird selbstverständlich bei Prominenten nicht eingehalten.
#
Der Fehler ist die Gesellschaft an sich. Es wird heutzutage bei sogenannten B-Prominenten schon ein Brimborium gemacht, wenn sie mal mit 0,8 Promille die Straße lang laufen. Ein Selbstmord des Nationaltorwarts im Fussball ist für die Medien wie ein Sechser im Lotto. Da kann man Monate von berichten. Die Leute wollen das lesen, auch wenn sich ein Großteil entrüstet über die Berichterstattug zeigt, die sind aber die ersten um mal kurz in Bild zu schauen was es neues gibt. Umsonst steigen die Auflagen nicht bei diesem Thema. Im Fernsehen gab es tagelang auf allen Programmen unisono nichts anderes. Und im Prinzip ist dieser Fred ein Abbild davon. Hier wird der Tod des Herrn Enke in unzähligen Postings bis auf das Kleinste seziert, größtenteils ohne dass die Schreiber auch nur ansatzweise wissen, was Depressionen sind. Das stört sie aber nicht darüber fachzusimpeln. Enke war sehr krank und hat sich umgebracht, soweit so schlecht. Alles was da aussen herum gestrickt wird, von den Medien und auch hier, ist vollkommen überflüssig.

tobago
#
Interessanter SZ-Artikel, hatte nicht gedacht, dass der Effekt so deutlich zu spüren ist.

"Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht sie erst in weitem Abstand zum Ereignis, nach zwei Jahren."

Die Suizid-Zahlen werden bereits etwa 9 Monate danach veröffentlicht mit allen anderen Todesursachen. Weiß ned, wie die auf 2 Jahre kommen.
#
Rahvin schrieb:
team-adler schrieb:
Rahvin schrieb:
EvilRabbit schrieb:

Es gibt relativ klare Regelungen mit und innerhalb der Presse, wie man mit Selbstmorden umgeht.  


Welche zum Beispiel?


Lies Dir doch den oben verlinkten Artikel von untouchable durch. Darin wird beschrieben wie man eine Selbsttötung in den Medien auch anders darstellen kann.  


Hab den Artikel gelesen. Das einzige was als Massnahme Sinn macht, waere den "Romantisierungseffekt" zu verhindern. Aber wie macht man sowas bei jemandem, der so beliebt wie Enke ist? Das Kurt Cobain weniger Nachahmungstaeter gefunden hat, liegt wohl auch daran, dass nicht jeder eine Schrotflinte im Schrank liegen hat. Haette man Enke also verdammen sollen? Auch nicht. Soviel an Alternativen bleibt dann gar nicht mehr uebrig. Denn wie schon im Artikel steht, die Worte "Enke", "Bahn" und "Selbstmord" lassen sich wohl kaum verheimlichen. Vielleicht haette man die Uebertragung von der Abschiedszeremonie sein lassen sollen, aber andererseits wollten die Menschen auch Abschied von Enke nehmen. Ob eine Nichtuebertragung der Zeremonie zu weniger Selbstmorden gefuehrt haette, bleibt spekulativ. Egal was man macht, man macht es falsch in diesem Fall. Das Beste ist deshalb, bei der Wurzel anzusetzen und praeventiv gegen diese Volkskrankheit "Depression" vorzugehen, wie auch immer man das einrichten kann...



Eine Möglichkeit wäre vllt. den "lebenden Opfern" mehr Beachtung in den Medien zu schenken. Im Fall Enke hätte vllt. der Lokführer in jedem Artikel mit erwähnt werden können, so dass deutlicher wird, dass Enke mit seinem Selbstmord evtl. auch ein weiteres Leben (oder mehr) zerstört hat.

Es fällt mir schwer, dass so zu schreiben wie ich es meine. Letztendlich denke ich, sollte die Berichterstattung über Enkes Selbstmord das Leid des Lokführers beinhalten.
#
Auf 11Freunde gibt es ein ganz interessantes Interview von Tobias Rau zum Thema Leistungsdruck im Fußball.
#
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/einzelsendung/1009580/Markus-Lanz-vom-30032010

Markus Lanz gestern, Biermann von Pauli, der sich danach behandeln ließ und hier schon behandelt wurde, im Interview. Interessant!
#
horstihorsti1 schrieb:
http://sport.t-online.de/fussball-grab-von-robert-enke-soll-geschaendet-worden-sein/id_41245988/index

 


Wer pullert denn bitte auf ein Grab?
#
Hieß es nicht zu Zeiten von Enke, das es so einen Pressekodex gäbe, nicht über solche Selbstmorde zu berichten?
Gut, da hat sich ja in dem Fall keiner daran gehalten, der Prominente und so....
Wenn ich mir die gestrige FR-Berichterstattung zu einem Selbstmord am Südbahnhof mitsamt 10-teiliger Fotostrecke zum Leichenabtransport anschaue, kann es mit diesem Kodex echt nicht viel auf sich haben
http://www.fr-online.de/_em_cms/_multifunktion/?em_client=fr&em_art=galery&em_cnt=2523530
Reiner Gafferservice. Der Bahnsteig wird abgesperrt aber der Fotograf lässt alle dabei sein.
#
schwarzer_geier schrieb:
Hieß es nicht zu Zeiten von Enke, das es so einen Pressekodex gäbe, nicht über solche Selbstmorde zu berichten?
Gut, da hat sich ja in dem Fall keiner daran gehalten, der Prominente und so....
Wenn ich mir die gestrige FR-Berichterstattung zu einem Selbstmord am Südbahnhof mitsamt 10-teiliger Fotostrecke zum Leichenabtransport anschaue, kann es mit diesem Kodex echt nicht viel auf sich haben
http://www.fr-online.de/_em_cms/_multifunktion/?em_client=fr&em_art=galery&em_cnt=2523530
Reiner Gafferservice. Der Bahnsteig wird abgesperrt aber der Fotograf lässt alle dabei sein.  


Dachte sowas macht eigendlich nur die Zeitung mit den 4 großen Buchstaben,schon recht pervers sowas
#
Heute reichen schon 2 große Buchstaben um shice zu sein.
Mit der FR die ich früher schätzte hat das alles nichts mehr zu tun.
#
Der arme Robert Enke mußte in der ARD Sportschau wieder her halten für die bösen bösen Fans, die schuld sind , daß heute auf Anordnung Kurven leer geblieben sind und der arme guerero die Flasche geworfen hat  

Äpfel und Birnen, Robert Enke und die bösen Fans..........

Glauben die Medien wirklich, daß der Fußballfan und Bürger sich diesen billigen Schuh anzieht

Dafür zahlen wir noch Gebühren
#
Dirty-Harry schrieb:
Der arme Robert Enke mußte in der ARD Sportschau wieder her halten für die bösen bösen Fans, die schuld sind , daß heute auf Anordnung Kurven leer geblieben sind und der arme guerero die Flasche geworfen hat  


Wie darf man das verstehen?
#
MrGame schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Der arme Robert Enke mußte in der ARD Sportschau wieder her halten für die bösen bösen Fans, die schuld sind , daß heute auf Anordnung Kurven leer geblieben sind und der arme guerero die Flasche geworfen hat  


Wie darf man das verstehen?



Es wurden die zahlreichen Beschränkungen gegenüber den Vereinen(Köln,Berlin)aufgezeigt und natürlich die Vorgeschichte bildlich unterlegt( warum die kölner ausgesperrt worden sind, der Platzsturm der Berliner Fans)
Dann wurde Guerreros flaschenwurf gezeigt und die aussage des Herrn Butt gezeigt, der den schimpfenden Fan als ursache und verantwortlich ausgemacht hatte.

In diesem zusammenhang worde der Tod Enkes strapaziert und Zwanzigers Rede "Fußball ist nicht alles" gezeigt.

Also: Die Fans haben aus dem Tod von R. Enke nichts gelernt.........so zumindest die billige Medienaussage
#
Dirty-Harry schrieb:

....
Dann wurde Guerreros flaschenwurf gezeigt und die aussage des Herrn Butt gezeigt, der den schimpfenden Fan als ursache und verantwortlich ausgemacht hatte.
...


War doch eher Frank Rost, oder?
Die Sportschau war jedenfalls schrecklich gestern, alles mögliche munter vermengt und Robert Enke durfte natürlich nicht fehlen.
Betroffenheitsheuchler bei der ARD eben, ekelerregend.
#
Eintracht-Laie schrieb:
Dirty-Harry schrieb:

....
Dann wurde Guerreros flaschenwurf gezeigt und die aussage des Herrn Butt gezeigt, der den schimpfenden Fan als ursache und verantwortlich ausgemacht hatte.
...


War doch eher Frank Rost, oder?
Die Sportschau war jedenfalls schrecklich gestern, alles mögliche munter vermengt und Robert Enke durfte natürlich nicht fehlen.
Betroffenheitsheuchler bei der ARD eben, ekelerregend.


Sorry, natürlich Rost.

10 Minuten später wird in der sportschau der Wiedereinstieg eines Schiris gezeigt.Der einem älteren Herren für seinen berufl. Erfolg körperl.gefügig gewesen ist(frw. oder durch Nötigung sei hier vernachläßigt) und wegen der "Öffentlichmachung"durch den DFB  inzw.beim Psychologen angesiedelt ist und einen Leibwächter zu seinem evtl. Schutz zur Seite bestellt bekommen hat.
Ich denke , an dieser stelle wäre die Aussage Zwanzigers "Fußball ist nicht alles" irgendwie besser angebracht gewesen

Aber nein , bei den bösen Fans.

Es wäre schön, wenn Enke endlich nicht mehr bemüht wird. Der arme Kerl würde sich im Grabe rumdrehen
#
Seid mir nicht bös, aber ist es denn nicht wirklich so, dass die Fans nen Riesendruck auf die Spieler auswirken? Ich mein ich wär letzte Saison ungern Fußballer von Eintracht Frankfurt gewesen. Und es ist scheißegal was für gute Menschen das teilweise sind - da könnte Mutter Thereasa zwischen sein - da wird Stunk gemacht solange die Leistung nicht stimmt und wir interessieren uns nen Furz dafür ob derjenige vielleicht Probleme hat oder Stress, vielleicht gar depressiv ist oder was auch immer, da wird drauf rumgekloppt was das Zeugs hält. Man sieht es doch an Alex Meier oder Benny Köhler, beide ruhigere Menschen, insbesondere Köhler ein Spieler, der von seinem Selbstvertrauen abhängig ist und auch erst gut spielt, wenn er wieder paar Spiele macht, sich Selbstvertrauen erarbeitet. Da merkt man, dass er sensibel ist, selbstkritisch und wie wird so jemand denn in schlechten Zeiten behandelt, ganz gleich ob er 100% gibt? Wie n Haufen Dreck. Nee, an nem Haufen Dreck lässt man seine Enttäuschung und seine Wut ja nicht aus, das passt nicht. Ihr wisst aber worauf ich hinaus will.
#
wow, jetzt warten wir gespannt auf den pro7-power-blockbuster-event-movie  

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,691070,00.html
Doch die Themen gehen Hofmann nicht aus. Zurzeit verhandelt er mit der Witwe des verstorbenen Nationaltorhüters Robert Enke über eine Verfilmung des tragischen Freitodes: "Am liebsten würde ich den Film gemeinsam mit ihr erarbeiten. Mich hat die Aufrichtigkeit von Teresa Enke tief beeindruckt, auch wie sie das Problem Depression offen thematisiert hat."


Teilen