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schwule Bundesligaspieler

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Das ist ja auch kein neues Phänomen... Es gibt viele Themen, die die Menschen "urplötzlich" beschäftigen, sobald sie in den Medien auftauchen. Ob es nun neue Erkenntnisse dazu gibt oder nicht...
Atomstrom. Schweinegrippe. Islamismus. Hungersnöte. Und eben auch Diskriminierung von Minderheiten. Alles ständig vorhanden, aber immer nur dann ein großes Thema, wenn die geneigten Medien ihr gütiges Auge halt mal auf eins der immer wiederkehrenden Themen werfen.
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ExilhesseBaWue schrieb:
FredSchaub schrieb:
ExilhesseBaWue schrieb:
Jetzt drehn se bei 11Freunde komplett durch...

http://www.11freunde.de/artikel/warum-das-interview-mit-einem-schwulen-fussballer-mehr-fragen-aufwirft-als-beantwortet?page=0


warum drehen die deiner Meinung nach durch? Es stimmt ja doch, dass in dem Interview alles fehlt, was es belegbar machen könnte - man also den Eindruck gewinnen könnte, dass es selbst geschrieben ist (was ja nicht das erste Mal der Fall wäre).


Nun, wenn der Spieler nicht erkannt werden möchte, wird das Ganze halt anonymisiert. Dann kommt so etwas dabei heraus.
Okay, durchdrehen ist vielleicht der falsche Begriff... Es ist eine These, die ich auch nicht widerlegen kann. Ich halte sie allerdings für ziemlich weit hergeholt.


Weder 11 Freunde noch Fluter können irgendwas belegen, was das Interview mit dem angeblichen schwulen Fussballprofi nicht gerade glaubwürdig macht. Ich weiss garnicht wie oft schon durch Anonyme irgendwas in der Presse behauptet wurde was sich später als falsch raus stellte, entweder waren es die Behauptungen oder den Anonymen hat es garnicht gegeben. Das was im Fluter steht kann sich jeder zusammen schustern der sich etwas mit den Bundesligafussball und dem Thema Schwule beschäftigt hat. Das was im Fluter steht stand so ähnlich früher schon in diversen Zeitungen, nur waren es da andere Berufe und nicht Fussballprofi.
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Ich finde es einfach nur scheinheilig wie sich nun der DFB und auch unsere werte Frau Kanzlerin vor die Presse stellen und behaupten, kein Spieler müsste es fürchten sich zu outen und man würde diese Spieler dabei unterstützen.
In unserer Gesellschaft wird doch Homosexualität bis heute nicht wirklich akzeptiert. toleriert ja, aber von Akzeptanz und dem „normalen“ Umgang mit Homosexuellen sind wir doch noch Lichtjahre entfernt.

Und es ist nicht nur die ältere Generation.
Wochenende für Wochenende tingeln Jungessellenabschiede durch die Kneipenviertel der Städte. Komischerweise werden die Herren gern in rosa Kitschoutfits gesteckt.
„Schwuler“ ist noch immer ein verbreitetes Schimpfwort. Das Klischeedenken des femininen Schwulen steckt noch in den Köpfen so vieler der Generation 20+.
Bestes Beispiel haben auch wir im Bekanntenkreis: Bei einem allgemeinen Blabla ging es um Eigenschaften der Paten für die eigenen Kinder. Als ich meinte, sollte es bei uns mal soweit sein könnte ich mir einen sehr guten Freund (der eben schwul ist) vorstellen kam gleich von anderen: „ Der ist doch Schwul. Hast du da nicht angst, dass das auf das Kind abfärben würde“ und das ist kein Einzelfall. Ich beobachte das recht häufig, dass vor allem Männer doch sehr auf Distanz gehen und sämtliche Vorurteile ausgepackt werden. Homophobie ist da weit verbreitet.
Natürlich stellt man es so hin, dass man damit kein Problem hat, aber eigentlich will man dann dich nicht zu engen Kontakt.

Auch sonst sind eingetragene Lebenspartnerschaften noch immer etwas das kritisch beschaut wird. Gleich gestellt mit Ehe sind sie noch lange nicht. Und so gern man schwule Paare doch in die Feminine Ecke drängt Adoption und Pflegschaften sind zwar auf dem Papier möglich, in der Praxis werden dies Paar jedoch dann als ungeeignet empfunden.
Klar soll ich demnächst, gerade bei der Gleichstellung etwas ändern, aber selbst wenn die Gesetze diese Paare den Heteropaaren gleichstellen ändert sich nich lange nichts in den Köpfen der Menschen.

Und nun stellen sich Herr Nierßbach und Frau Merkel hin und behauptet dass in der männlichen Sportart schlechthin (das Vorurteil im Frauenfußball kicken eh nur Lesben, die sind alle so männlich hält sich ja noch immer hartnäckig), dem Fußball, dass Outing kein Problem sei.
Wir reden von einer Sportart die wie keine andere für männliches Verhalten steht. In der weibliche Fußballfans noch immer als „Anhängsel“ der Männer gesehen werden.
Ein Fußballer hat einfach männlich zu sein. Dazu gehören dann auch Eskapaden wie sie einst, bei uns durch Monterro, Brinkmann und Zampach, im internationalen Geschäft durch Rooney, getätigt werden. Eine Sportart in der pöbeln, übermäßiger Biergenuss, in gewisser Weise auch Gewalt dazu gehören und in die der  „Klischeeschwule“ , der mit Prosecco anstößt, essen Lieblingsfarbe rosa ist und der vom Verhalten eher einer Barbie gleicht, keinen Platz hat. In der metrosexuelle (auch so ein Wort das geschaffen wurde um den „Hetero“ vom „Homo“ zu unterscheiden) Spieler belächelt werden.
Das es unter Homosexuellen genauso viele verschiedene Charaktere gibt wie unter Heterosexuellen wird übersehen.
Weiterhin sind Sprechchöre wie „Ihr seid die Hauptstadt der schwulen“ oder „Wiese ist ne Frau“ noch immer unheimlich beliebt in deutschen Stadien. Vor nicht allzu langer Zeit durfte man auch noch „Poldi … den Scheini in den *****“ hören. Alles vermeintlich harmlose Gesänge, die aber zeigen, dass schwulsein im Herrenfußball nichts verloren hat. Fußball steht nunmal für Teststeron. Fußballer sind die „Helden“ der Männer. Das Weltbild würde komplett durcheinander geworfen werden, wenn sich ein Fußballer outen würde.
Der Spieler hätte nach seinem Outing ganz sicher die gesamte Mediale Aufmerksamkeit. Und ihm wären Hohn- und Spottgesänge aus der Kurve sicher.  
Bei schlechten Leistungen ohne Auswechselung würden höchstwahrscheinlich ähnliche Mythen gesponnen wie das Verhältnis von Alex Meier zu Funkels Tochter.  Und auch bei so manchem Kampf um den Ball würde es sicher dumme Sprüche hageln.
Wie soll ein junger Spieler, auf dem bereits so ein enormer Druck lastet, sich da noch outen? In einer Gesellschaft die ganz offiziell offen und tolerant gegenüber Homosexuellen steht, in der tatsächlich aber immer noch das negative Klischeedenken vorherrscht? In der es, auch in nicht so testosteronlstigen Bereichen Homosexualität zu Problemen führt. Das ist einfach nur scheinheilig. Solange sich in den Köpfen der Gesellschaft nicht etwas ändert ist es utopisch, dass sich ein Spieler outet.
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Stimmt wohl,die haben die Fans vergessen, da sind bestimmt jede Menge dabei die bei solch einem geoutetetn Spieler gerne mal "schwu********ler" schreien.

Diesen Bananen  Affenlaute Quatsch gibts ja im ehem "Osten" auchnoch.

Peinlich.
Solange die Spieler gut spielen und Tore machen ist MIR der Rest ziemlich egal,was die Privat machen.
In diesem Sinne :

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Kreator78 schrieb:
http://de.one.mmxe.net/aug12/omg_ronaldo_wo_hast_du_diese_handtasche_her.jpg


Und weil dir das egal ist, stellst du jetzt diesen Schwachsinn hier rein?
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Kreator78 schrieb:
http://de.one.mmxe.net/aug12/omg_ronaldo_wo_hast_du_diese_handtasche_her.jpg


Und genau wegen solcher Bilder wird sich keiner outen. Man würde von den Fans nur durch den Kakao gezogen werden. Ich find das einfach nur geschmacklos.
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nicole1611983 schrieb:
Ich finde es einfach nur scheinheilig wie sich nun der DFB und auch unsere werte Frau Kanzlerin vor die Presse stellen und behaupten, kein Spieler müsste es fürchten sich zu outen und man würde diese Spieler dabei unterstützen.
In unserer Gesellschaft wird doch Homosexualität bis heute nicht wirklich akzeptiert. toleriert ja, aber von Akzeptanz und dem „normalen“ Umgang mit Homosexuellen sind wir doch noch Lichtjahre entfernt.

Und es ist nicht nur die ältere Generation.
Wochenende für Wochenende tingeln Jungessellenabschiede durch die Kneipenviertel der Städte. Komischerweise werden die Herren gern in rosa Kitschoutfits gesteckt.
„Schwuler“ ist noch immer ein verbreitetes Schimpfwort. Das Klischeedenken des femininen Schwulen steckt noch in den Köpfen so vieler der Generation 20+.
Bestes Beispiel haben auch wir im Bekanntenkreis: Bei einem allgemeinen Blabla ging es um Eigenschaften der Paten für die eigenen Kinder. Als ich meinte, sollte es bei uns mal soweit sein könnte ich mir einen sehr guten Freund (der eben schwul ist) vorstellen kam gleich von anderen: „ Der ist doch Schwul. Hast du da nicht angst, dass das auf das Kind abfärben würde“ und das ist kein Einzelfall. Ich beobachte das recht häufig, dass vor allem Männer doch sehr auf Distanz gehen und sämtliche Vorurteile ausgepackt werden. Homophobie ist da weit verbreitet.
Natürlich stellt man es so hin, dass man damit kein Problem hat, aber eigentlich will man dann dich nicht zu engen Kontakt.

Auch sonst sind eingetragene Lebenspartnerschaften noch immer etwas das kritisch beschaut wird. Gleich gestellt mit Ehe sind sie noch lange nicht. Und so gern man schwule Paare doch in die Feminine Ecke drängt Adoption und Pflegschaften sind zwar auf dem Papier möglich, in der Praxis werden dies Paar jedoch dann als ungeeignet empfunden.
Klar soll ich demnächst, gerade bei der Gleichstellung etwas ändern, aber selbst wenn die Gesetze diese Paare den Heteropaaren gleichstellen ändert sich nich lange nichts in den Köpfen der Menschen.

Und nun stellen sich Herr Nierßbach und Frau Merkel hin und behauptet dass in der männlichen Sportart schlechthin (das Vorurteil im Frauenfußball kicken eh nur Lesben, die sind alle so männlich hält sich ja noch immer hartnäckig), dem Fußball, dass Outing kein Problem sei.
Wir reden von einer Sportart die wie keine andere für männliches Verhalten steht. In der weibliche Fußballfans noch immer als „Anhängsel“ der Männer gesehen werden.
Ein Fußballer hat einfach männlich zu sein. Dazu gehören dann auch Eskapaden wie sie einst, bei uns durch Monterro, Brinkmann und Zampach, im internationalen Geschäft durch Rooney, getätigt werden. Eine Sportart in der pöbeln, übermäßiger Biergenuss, in gewisser Weise auch Gewalt dazu gehören und in die der  „Klischeeschwule“ , der mit Prosecco anstößt, essen Lieblingsfarbe rosa ist und der vom Verhalten eher einer Barbie gleicht, keinen Platz hat. In der metrosexuelle (auch so ein Wort das geschaffen wurde um den „Hetero“ vom „Homo“ zu unterscheiden) Spieler belächelt werden.
Das es unter Homosexuellen genauso viele verschiedene Charaktere gibt wie unter Heterosexuellen wird übersehen.
Weiterhin sind Sprechchöre wie „Ihr seid die Hauptstadt der schwulen“ oder „Wiese ist ne Frau“ noch immer unheimlich beliebt in deutschen Stadien. Vor nicht allzu langer Zeit durfte man auch noch „Poldi … den Scheini in den *****“ hören. Alles vermeintlich harmlose Gesänge, die aber zeigen, dass schwulsein im Herrenfußball nichts verloren hat. Fußball steht nunmal für Teststeron. Fußballer sind die „Helden“ der Männer. Das Weltbild würde komplett durcheinander geworfen werden, wenn sich ein Fußballer outen würde.
Der Spieler hätte nach seinem Outing ganz sicher die gesamte Mediale Aufmerksamkeit. Und ihm wären Hohn- und Spottgesänge aus der Kurve sicher.  
Bei schlechten Leistungen ohne Auswechselung würden höchstwahrscheinlich ähnliche Mythen gesponnen wie das Verhältnis von Alex Meier zu Funkels Tochter.  Und auch bei so manchem Kampf um den Ball würde es sicher dumme Sprüche hageln.
Wie soll ein junger Spieler, auf dem bereits so ein enormer Druck lastet, sich da noch outen? In einer Gesellschaft die ganz offiziell offen und tolerant gegenüber Homosexuellen steht, in der tatsächlich aber immer noch das negative Klischeedenken vorherrscht? In der es, auch in nicht so testosteronlstigen Bereichen Homosexualität zu Problemen führt. Das ist einfach nur scheinheilig. Solange sich in den Köpfen der Gesellschaft nicht etwas ändert ist es utopisch, dass sich ein Spieler outet.


Bravo!
Bin ja eher selten deiner Meinung, aber das ist ein klasse Beitrag der den leider herrschenden Ist-Zustand sehr gut beschreibt.
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nicole1611983 schrieb:
Ich finde es einfach nur scheinheilig wie sich nun der DFB und auch unsere werte Frau Kanzlerin vor die Presse stellen und behaupten, kein Spieler müsste es fürchten sich zu outen und man würde diese Spieler dabei unterstützen.
In unserer Gesellschaft wird doch Homosexualität bis heute nicht wirklich akzeptiert. toleriert ja, aber von Akzeptanz und dem „normalen“ Umgang mit Homosexuellen sind wir doch noch Lichtjahre entfernt.

Und es ist nicht nur die ältere Generation.
Wochenende für Wochenende tingeln Jungessellenabschiede durch die Kneipenviertel der Städte. Komischerweise werden die Herren gern in rosa Kitschoutfits gesteckt.
„Schwuler“ ist noch immer ein verbreitetes Schimpfwort. Das Klischeedenken des femininen Schwulen steckt noch in den Köpfen so vieler der Generation 20+.
Bestes Beispiel haben auch wir im Bekanntenkreis: Bei einem allgemeinen Blabla ging es um Eigenschaften der Paten für die eigenen Kinder. Als ich meinte, sollte es bei uns mal soweit sein könnte ich mir einen sehr guten Freund (der eben schwul ist) vorstellen kam gleich von anderen: „ Der ist doch Schwul. Hast du da nicht angst, dass das auf das Kind abfärben würde“ und das ist kein Einzelfall. Ich beobachte das recht häufig, dass vor allem Männer doch sehr auf Distanz gehen und sämtliche Vorurteile ausgepackt werden. Homophobie ist da weit verbreitet.
Natürlich stellt man es so hin, dass man damit kein Problem hat, aber eigentlich will man dann dich nicht zu engen Kontakt.

Auch sonst sind eingetragene Lebenspartnerschaften noch immer etwas das kritisch beschaut wird. Gleich gestellt mit Ehe sind sie noch lange nicht. Und so gern man schwule Paare doch in die Feminine Ecke drängt Adoption und Pflegschaften sind zwar auf dem Papier möglich, in der Praxis werden dies Paar jedoch dann als ungeeignet empfunden.
Klar soll ich demnächst, gerade bei der Gleichstellung etwas ändern, aber selbst wenn die Gesetze diese Paare den Heteropaaren gleichstellen ändert sich nich lange nichts in den Köpfen der Menschen.

Und nun stellen sich Herr Nierßbach und Frau Merkel hin und behauptet dass in der männlichen Sportart schlechthin (das Vorurteil im Frauenfußball kicken eh nur Lesben, die sind alle so männlich hält sich ja noch immer hartnäckig), dem Fußball, dass Outing kein Problem sei.
Wir reden von einer Sportart die wie keine andere für männliches Verhalten steht. In der weibliche Fußballfans noch immer als „Anhängsel“ der Männer gesehen werden.
Ein Fußballer hat einfach männlich zu sein. Dazu gehören dann auch Eskapaden wie sie einst, bei uns durch Monterro, Brinkmann und Zampach, im internationalen Geschäft durch Rooney, getätigt werden. Eine Sportart in der pöbeln, übermäßiger Biergenuss, in gewisser Weise auch Gewalt dazu gehören und in die der  „Klischeeschwule“ , der mit Prosecco anstößt, essen Lieblingsfarbe rosa ist und der vom Verhalten eher einer Barbie gleicht, keinen Platz hat. In der metrosexuelle (auch so ein Wort das geschaffen wurde um den „Hetero“ vom „Homo“ zu unterscheiden) Spieler belächelt werden.
Das es unter Homosexuellen genauso viele verschiedene Charaktere gibt wie unter Heterosexuellen wird übersehen.
Weiterhin sind Sprechchöre wie „Ihr seid die Hauptstadt der schwulen“ oder „Wiese ist ne Frau“ noch immer unheimlich beliebt in deutschen Stadien. Vor nicht allzu langer Zeit durfte man auch noch „Poldi … den Scheini in den *****“ hören. Alles vermeintlich harmlose Gesänge, die aber zeigen, dass schwulsein im Herrenfußball nichts verloren hat. Fußball steht nunmal für Teststeron. Fußballer sind die „Helden“ der Männer. Das Weltbild würde komplett durcheinander geworfen werden, wenn sich ein Fußballer outen würde.
Der Spieler hätte nach seinem Outing ganz sicher die gesamte Mediale Aufmerksamkeit. Und ihm wären Hohn- und Spottgesänge aus der Kurve sicher.  
Bei schlechten Leistungen ohne Auswechselung würden höchstwahrscheinlich ähnliche Mythen gesponnen wie das Verhältnis von Alex Meier zu Funkels Tochter.  Und auch bei so manchem Kampf um den Ball würde es sicher dumme Sprüche hageln.
Wie soll ein junger Spieler, auf dem bereits so ein enormer Druck lastet, sich da noch outen? In einer Gesellschaft die ganz offiziell offen und tolerant gegenüber Homosexuellen steht, in der tatsächlich aber immer noch das negative Klischeedenken vorherrscht? In der es, auch in nicht so testosteronlstigen Bereichen Homosexualität zu Problemen führt. Das ist einfach nur scheinheilig. Solange sich in den Köpfen der Gesellschaft nicht etwas ändert ist es utopisch, dass sich ein Spieler outet.


ein sehr guter Beitrag - aber wieso bis vor kurzer Zeit?? "Bayer f...t die Kicker in den A...sch"..."und wir f...n Hannover in den A...sch" usw. hört man doch auch in der NWK regelmäßig.
#
FredSchaub schrieb:
nicole1611983 schrieb:
Ich finde es einfach nur scheinheilig wie sich nun der DFB und auch unsere werte Frau Kanzlerin vor die Presse stellen und behaupten, kein Spieler müsste es fürchten sich zu outen und man würde diese Spieler dabei unterstützen.
In unserer Gesellschaft wird doch Homosexualität bis heute nicht wirklich akzeptiert. toleriert ja, aber von Akzeptanz und dem „normalen“ Umgang mit Homosexuellen sind wir doch noch Lichtjahre entfernt.

Und es ist nicht nur die ältere Generation.
Wochenende für Wochenende tingeln Jungessellenabschiede durch die Kneipenviertel der Städte. Komischerweise werden die Herren gern in rosa Kitschoutfits gesteckt.
„Schwuler“ ist noch immer ein verbreitetes Schimpfwort. Das Klischeedenken des femininen Schwulen steckt noch in den Köpfen so vieler der Generation 20+.
Bestes Beispiel haben auch wir im Bekanntenkreis: Bei einem allgemeinen Blabla ging es um Eigenschaften der Paten für die eigenen Kinder. Als ich meinte, sollte es bei uns mal soweit sein könnte ich mir einen sehr guten Freund (der eben schwul ist) vorstellen kam gleich von anderen: „ Der ist doch Schwul. Hast du da nicht angst, dass das auf das Kind abfärben würde“ und das ist kein Einzelfall. Ich beobachte das recht häufig, dass vor allem Männer doch sehr auf Distanz gehen und sämtliche Vorurteile ausgepackt werden. Homophobie ist da weit verbreitet.
Natürlich stellt man es so hin, dass man damit kein Problem hat, aber eigentlich will man dann dich nicht zu engen Kontakt.

Auch sonst sind eingetragene Lebenspartnerschaften noch immer etwas das kritisch beschaut wird. Gleich gestellt mit Ehe sind sie noch lange nicht. Und so gern man schwule Paare doch in die Feminine Ecke drängt Adoption und Pflegschaften sind zwar auf dem Papier möglich, in der Praxis werden dies Paar jedoch dann als ungeeignet empfunden.
Klar soll ich demnächst, gerade bei der Gleichstellung etwas ändern, aber selbst wenn die Gesetze diese Paare den Heteropaaren gleichstellen ändert sich nich lange nichts in den Köpfen der Menschen.

Und nun stellen sich Herr Nierßbach und Frau Merkel hin und behauptet dass in der männlichen Sportart schlechthin (das Vorurteil im Frauenfußball kicken eh nur Lesben, die sind alle so männlich hält sich ja noch immer hartnäckig), dem Fußball, dass Outing kein Problem sei.
Wir reden von einer Sportart die wie keine andere für männliches Verhalten steht. In der weibliche Fußballfans noch immer als „Anhängsel“ der Männer gesehen werden.
Ein Fußballer hat einfach männlich zu sein. Dazu gehören dann auch Eskapaden wie sie einst, bei uns durch Monterro, Brinkmann und Zampach, im internationalen Geschäft durch Rooney, getätigt werden. Eine Sportart in der pöbeln, übermäßiger Biergenuss, in gewisser Weise auch Gewalt dazu gehören und in die der  „Klischeeschwule“ , der mit Prosecco anstößt, essen Lieblingsfarbe rosa ist und der vom Verhalten eher einer Barbie gleicht, keinen Platz hat. In der metrosexuelle (auch so ein Wort das geschaffen wurde um den „Hetero“ vom „Homo“ zu unterscheiden) Spieler belächelt werden.
Das es unter Homosexuellen genauso viele verschiedene Charaktere gibt wie unter Heterosexuellen wird übersehen.
Weiterhin sind Sprechchöre wie „Ihr seid die Hauptstadt der schwulen“ oder „Wiese ist ne Frau“ noch immer unheimlich beliebt in deutschen Stadien. Vor nicht allzu langer Zeit durfte man auch noch „Poldi … den Scheini in den *****“ hören. Alles vermeintlich harmlose Gesänge, die aber zeigen, dass schwulsein im Herrenfußball nichts verloren hat. Fußball steht nunmal für Teststeron. Fußballer sind die „Helden“ der Männer. Das Weltbild würde komplett durcheinander geworfen werden, wenn sich ein Fußballer outen würde.
Der Spieler hätte nach seinem Outing ganz sicher die gesamte Mediale Aufmerksamkeit. Und ihm wären Hohn- und Spottgesänge aus der Kurve sicher.  
Bei schlechten Leistungen ohne Auswechselung würden höchstwahrscheinlich ähnliche Mythen gesponnen wie das Verhältnis von Alex Meier zu Funkels Tochter.  Und auch bei so manchem Kampf um den Ball würde es sicher dumme Sprüche hageln.
Wie soll ein junger Spieler, auf dem bereits so ein enormer Druck lastet, sich da noch outen? In einer Gesellschaft die ganz offiziell offen und tolerant gegenüber Homosexuellen steht, in der tatsächlich aber immer noch das negative Klischeedenken vorherrscht? In der es, auch in nicht so testosteronlstigen Bereichen Homosexualität zu Problemen führt. Das ist einfach nur scheinheilig. Solange sich in den Köpfen der Gesellschaft nicht etwas ändert ist es utopisch, dass sich ein Spieler outet.


ein sehr guter Beitrag - aber wieso bis vor kurzer Zeit?? "Bayer f...t die Kicker in den A...sch"..."und wir f...n Hannover in den A...sch" usw. hört man doch auch in der NWK regelmäßig.


"Homo-Ehe, Karlsruhe und Berlin!", gerade erst wieder gehört.
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FredSchaub schrieb:
wir f...n Hannover in den A...sch" usw. hört man doch auch in der NWK regelmäßig.


wenn hannover weiblich ist, ist das völlig ok so.
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Jo-Gi schrieb:
FredSchaub schrieb:
wir f...n Hannover in den A...sch" usw. hört man doch auch in der NWK regelmäßig.


wenn hannover weiblich ist, ist das völlig ok so.


 
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Da bekommt das Wort Grotten-Leistung eine ganz neue Spielwiese!
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KSV-Jens schrieb:
Da bekommt das Wort Grotten-Leistung eine ganz neue Spielwiese!


Ganz nah am Niveau der Christoph Daum-Witze...
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Ich weiß net, ob es schon jemand geschrieben hat, aber wenn man den Thread grob durchstöbert, klärt sich die Frage von selbst, warum sich niemand outet.
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Frankfurter_Bubb. schrieb:
Ich weiß net, ob es schon jemand geschrieben hat, aber wenn man den Thread grob durchstöbert, klärt sich die Frage von selbst, warum sich niemand outet.


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Ich frage mich wirklich warum das überhaupt so ein Thema ist.
Es gibt gleichgeschlechtliche Partnerschaften, es gibt gleichgeschlechtliche Ehen, in der Frauen-BL gibt es Lesben, die sich längst geoutet haben und es wird toleriert, keiner regt sich auf.
Wir leben im Jahre 2012 -da dürfte es überhaupt keines Kommentars bedürfen, wenn man wüßte, das der oder jener von den Profis schwul ist.
Im Gegensatz zu politischen oder religiösen Ansichten ist "schwul sein" keine Überzeugung oder "angelernt".

Es regt sich ja auch keiner drüber auf ob ein Profi seine Sado-Maso Neigung auslebt oder in seiner Freizeit einen Swinger-Club besucht, ob er Jude ist oder Moslem, ob er "linke" oder "rechte" Ansichten hat, solange er auf dem Platz seine Leistung bringt.

Laßt doch die Menschen sein wie sie sind, laßt sie schwul, lesbisch oder hetero sein, laßt sie religiös oder atheist sein, laßt sie hübsch oder hässlich sein.
Das alles hat nix damit zu tun, was sie als Fußballer leisten und schon gar nicht wie wertvoll sie als Mensch sind.

Laßt einfach jeden sein Leben leben, wie er es für richtig hält.
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raideg schrieb:
Ich frage mich wirklich warum das überhaupt so ein Thema ist.

Wäre mir auch am liebsten so. Zehn Bundesligaspieler outen sich gleichzeitig, die Medien verpacken es als schlichten Dreizeiler, und kein Fußballfunktionär oder Politiker reißt dazu aus purem Eigennutz seine Klappe auf. Also alles schön ruhig und gelassen.

Aber das wird nicht passieren. Die Medien lauern darauf, das Thema auszuschlachten und ihre herangezüchtete voyeuristische Leserschaft damit zu versorgen, die Politiker werden ihre zehnfache Menge Senf dazu absondern, Fußballfunktionäre ebenso, jeder weiß irgendwas und hat schon immer irgendwas Gutes getan und weiß der Geier was alles noch. Es entsteht ein gewaltiger Hype, und irgendwann taucht in der Kurve ein brüllender Trottel auf, und die Erde geht unter. Nein, dieser Sport wird zu emotional zelebriert, da kann nichts Gutes dabei herauskommen.
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Wei oh wei, man wirds ja wohl wenigstens mit HUMOR nehmen dürfen.  


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