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edmund
17468
FrankenAdler schrieb:edmund schrieb:FrankenAdler schrieb:
Welche Art von Koalition auch immer von den vier Etablierten gebildet wird: Es geht in der Ausgestaltung von Politik dabei nur um marginale Unterschiede.
Ein Politikwechsel stünde dann an, wenn die wirtschafts- und sozialpolitische Ausrichtung sich zuvorderst an den Bedürfnissen der Bürger in Europa orientieren würde, nicht an Wirtschaftsinteressen.
Es ginge also um ein demokratisches Europa mit einem echten Parlamentarismus, um eine Geldpolitik die allen dient, nicht nur den Gewinninteressen der Konzerne.
Mit Allen meine ich allen Menschen, auch mit denen, die heute unter quasi sklavenartigen Bedingungen in Nahost oder sonst wo die Güter herstellen, die unseren Konsum bedienen, während hier eine immer mehr dienstleistungsorientierte Gesellschaft entsteht, die ihre alltäglichen Güter zum allergrößten Teil importiert.
Das hätte sowohl ökologisch, als auch sozial positive Auswirkungen.
Im Vordergrund des politischen Handelns müsste dann aber tatsächlich die Menschenwürde und die Gleichheit aller Menschen stehen. Wir betreiben in Deutschland und Europa eine Politik der Abschottung. Wir diktieren die Bedingungen für die globalen Märkte.
Sichtbares Ziel ist dabei IMHO Gewinnmaximierung.
Ein Partei wie die Grünen die tatsächlich eine ökologische Wende möchte, die tatsächlich Klimapolitik betreiben möchte, muss globale, zumindest europäische Themen setzen.
Sozialdemokratie in diesen Bezügen denkend, sollte Systemhinterfragend sein.
Diese Hoffnung ist in der SPD mit dem Rücktritt Lafontains, der als Wirtschafts- und Finanzminister mit dieser europäischen Vision damals angetreten ist, gestorben.
Dies mal als ein paar Gedanken zur politischen Lage, so kurz vor der Bundestagswahl.
Ich stimme vor allem deinem ersten Absatz weitgehend zu - mit Ausnahme der "marginalen Unterschiede".
Warum du nur vier etablierte Parteien aufzählst, erschließt sich mir nicht.
Hast du die FDP vergessen, weil sie mit viel Glück ihrem historischen Ende entgegensieht?
Hast du die beiden sozialdemokratischen Parteien schon wiedervereinigt gesehen und zusammengefasst?
Deinen Ausführungen zu den ökologischen, sozialen und globalen Verwerfungen, die der losgelassene Neoliberalismus hervorbringt, stimme ich ausdrücklich zu.
Ich glaube, dass viele, die deine Sichtweise in weiten Teilen teilen, SPD wählen, manche auch Grüne oder Linke, andere bleiben der Wahl fern, weil sie den Staat nur als Staat des Kapitals zu verstehen imstande sind.
Mir ist es eine Spur dialektischer lieber: Mitmischen um aufzumischen, um es mit etwas Emphase zu formulieren.
Zu Lafontaine: Gerade weil er immer wieder mal gerne die nationale Karte spielt, wähle ich seine Partei nicht. Ich habe auch weitere historische und politische Gründe.
Die deutsche Linke verteilt sich auf drei Parteien, dazu kommen noch Gerhart Baum und Heiner Geissler. ,-)
Vielleicht kommentiere ich nachher oder morgen deinen Beitrag von heute Morgen. Da hast du mich als Schwafler bezeichnet.
Es trifft die Sache glaube ich nicht.
Aber es war immer schon ein Lieblingsspiel der Linken, den anderen ihr Linkssein zu bestreiten. Cui bono?
Genau.
Ich habe mit den vier Etablierten tatsächlich die "Einheitsfront" in der sogenannten Krisenbewältigung Deutschlands aus Union, FDP, SPD und B90/Grüne gemeint.
Die Linke beteiligt sich an diesen Debatten mit klarer Abgrenzung und mit programmatisch komplett anderen Ansätzen. Das gilt auch für Kriegseinsätze.
Dein Linkssein bestreite ich dir nicht, ich bestreite eine linke Ausrichtung bei den Grünen!
Wenn du mir anhand der grünen Programmatik argumentativ aufzeigen kannst, in wie fern hier ein linkes Profil vorhanden ist, dann bin ich ganz bei dir. Das selbe gilt auch für die SPD. Sozialdemokratie sehe ich persönlich nur noch bei der Linken!
Inhaltliche Schwerpunkte des Grünen BT-Wahlprogramms:
"Wir schaffen eine saubere, sichere und bezahlbare ENERGIEVERSORGUNG in Bürgerhand"
"Wir machen endlich Schluss mit Löhnen, von denen niemand leben kann (MINDESTLOHN)"
"Wir schaffen die Zwei-Klassen-Medizin ab und führen eine gerechte BÜRGERVERSICHERUNG für alle ein."
"Wir legen die Finanzmärkte an die Leine"
"Wir beenden die quälende Massentierhaltung"
"...für WOHLSTAND und LEBENSQUALITÄT - denn Wirtschaftswachstum ist nicht das Maß aller Dinge"
Rüstungsexportkontrolle, Kampf gegen Rechts, Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements sind weitere Hinweise im Programm, die die Interpretation, die GRÜNEN seien eine linke Partei, stützen können.
Schönen Sonntag in die Runde (ich muss weiterarbeiten)!
FrankenAdler schrieb:
Welche Art von Koalition auch immer von den vier Etablierten gebildet wird: Es geht in der Ausgestaltung von Politik dabei nur um marginale Unterschiede.
Ein Politikwechsel stünde dann an, wenn die wirtschafts- und sozialpolitische Ausrichtung sich zuvorderst an den Bedürfnissen der Bürger in Europa orientieren würde, nicht an Wirtschaftsinteressen.
Es ginge also um ein demokratisches Europa mit einem echten Parlamentarismus, um eine Geldpolitik die allen dient, nicht nur den Gewinninteressen der Konzerne.
Mit Allen meine ich allen Menschen, auch mit denen, die heute unter quasi sklavenartigen Bedingungen in Nahost oder sonst wo die Güter herstellen, die unseren Konsum bedienen, während hier eine immer mehr dienstleistungsorientierte Gesellschaft entsteht, die ihre alltäglichen Güter zum allergrößten Teil importiert.
Das hätte sowohl ökologisch, als auch sozial positive Auswirkungen.
Im Vordergrund des politischen Handelns müsste dann aber tatsächlich die Menschenwürde und die Gleichheit aller Menschen stehen. Wir betreiben in Deutschland und Europa eine Politik der Abschottung. Wir diktieren die Bedingungen für die globalen Märkte.
Sichtbares Ziel ist dabei IMHO Gewinnmaximierung.
Ein Partei wie die Grünen die tatsächlich eine ökologische Wende möchte, die tatsächlich Klimapolitik betreiben möchte, muss globale, zumindest europäische Themen setzen.
Sozialdemokratie in diesen Bezügen denkend, sollte Systemhinterfragend sein.
Diese Hoffnung ist in der SPD mit dem Rücktritt Lafontains, der als Wirtschafts- und Finanzminister mit dieser europäischen Vision damals angetreten ist, gestorben.
Dies mal als ein paar Gedanken zur politischen Lage, so kurz vor der Bundestagswahl.
Ich stimme vor allem deinem ersten Absatz weitgehend zu - mit Ausnahme der "marginalen Unterschiede".
Warum du nur vier etablierte Parteien aufzählst, erschließt sich mir nicht.
Hast du die FDP vergessen, weil sie mit viel Glück ihrem historischen Ende entgegensieht?
Hast du die beiden sozialdemokratischen Parteien schon wiedervereinigt gesehen und zusammengefasst?
Deinen Ausführungen zu den ökologischen, sozialen und globalen Verwerfungen, die der losgelassene Neoliberalismus hervorbringt, stimme ich ausdrücklich zu.
Ich glaube, dass viele, die deine Sichtweise in weiten Teilen teilen, SPD wählen, manche auch Grüne oder Linke, andere bleiben der Wahl fern, weil sie den Staat nur als Staat des Kapitals zu verstehen imstande sind.
Mir ist es eine Spur dialektischer lieber: Mitmischen um aufzumischen, um es mit etwas Emphase zu formulieren.
Zu Lafontaine: Gerade weil er immer wieder mal gerne die nationale Karte spielt, wähle ich seine Partei nicht. Ich habe auch weitere historische und politische Gründe.
Die deutsche Linke verteilt sich auf drei Parteien, dazu kommen noch Gerhart Baum und Heiner Geissler. ,-)
Vielleicht kommentiere ich nachher oder morgen deinen Beitrag von heute Morgen. Da hast du mich als Schwafler bezeichnet.
Es trifft die Sache glaube ich nicht.
Aber es war immer schon ein Lieblingsspiel der Linken, den anderen ihr Linkssein zu bestreiten. Cui bono?
Genau.
propain schrieb:FrankenAdler schrieb:
Ich frag mich mittlerweile echt, wofür die Grünen überhaupt stehen.
Die Grünen sind nicht mehr die kritische Partei die sie mal waren. Seit die mit Schröder an der Macht waren schwimmen die mit dem Strom und von dem was sie früher mal vertraten ist nichts mehr übrig.
Was taten sie unter Schröder
- stimmten für Kriegseinsätze
- stimmten für Dauerzeitarbeit, setzten so die Billigarbeit mit durch, so das die Arbeiter schön ausgeplündert werden können
- stimmten für die verschärften Gesetze des Schilly, alles im Namen der vermeintlichen Terrorbekämpfung, blöd nur das die Gesetze bis jetzt gegen jeden eingesetzt wurden, nur nicht gegen Terroristen
- demonstrierten unter Schröder noch nicht mal mehr gegen Atomkraft, erst seit Merkel dran ist haben sie das wieder gemacht (verlogen)
Ich versuche es mal der Reihe nach:
Schade, dass du der Praxiserfahrung aus dem Weg gehst.
Ich versichere dir, du wärst überrascht, wie viel und wie lange die allermeisten Abgeordneten arbeiten.
Die Präsenzzeit im Plenum ist dafür überhaupt kein Indikator (Stichwort: Ausschüsse)
Ich empfehle dir nachdrücklich, dir mal so eine viertägige Berlinreise (geringe Kosten, fast alles übernimmt das Bundespresseamt) zu gönnen.
Das könnte dir gefallen und dem Bewusstsein für parlamentarische Demokratie förderlich sein.
Zu deinen Hinweisen auf die grüne Regierungsbeteiligung:
Nicht alles war überzeugend, manches - gerade arbeits- und sozialpolitisch - zeigte, wohin der neoliberale Tumor schon hingewuchert ist.
Ich möchte zum heikelsten aller Punkte (Afghanistankrieg) ein paar Anmerkungen machen:
Die Frage nach Krieg und Frieden ist alles andere als einfach. Kein grüner Minister ist mit Hurra nach Afghanistan. Die Begründung mit der Erfahrung von Srebrenica kann ich persönlich nachvollziehen.
Wir haben dennoch gelernt, dass Auslandseinsätze immer hochproblematisch bleiben.
Da gibt es - glaube ich - keine einfachen Antworten.
Ich sehe da eine Analogie zu Obama und Syrien:
nach dem legitimatorischen Irakdesaster - I was not convinced - fällt es schwer, einfach zu reagieren, aber auch einfach nicht zu reagieren. Wie?
Den hirnkranken Assad wegzubomben, dürfte keine realistische Option sein.
Für die Syrer stellt sich zudem die Frage: Wer kommt nach Assad? Al-Qaida?
Die Opposition ist zutiefst gespalten.
Jedoch: Es sind offenbar 1400 Menschen, davon 400 Kinder durch Giftgas umkommen. Können wir das durchgehen lassen? Uns auf nicht vorliegende völkerrechtliche (UN-Sicherheitsrat) Beschlüsse beziehen?
Auf eine Außenposition (Zuschauer) zurückziehen?
Nein, ich bin nicht dafür, Syrien zu bombadieren - aber: ich erkenne die vorgebrachten Gründe an und halte sie für stark.
Dagegen halte ich vorläufig nur, dass ich auf politische Lösungen (Konferenzen, z.B. in Berlin) hoffe, die eine vereinigte syrisch-demokratische Opposition zum Ziel haben müsste.
Meine Interpretation der Außenpolitik von Fischer: Die Grünen haben stellvertretend für die bundesrepublikanische Gesellschaft Debatten geführt - immerhin.
Auch andere Ergebnisse waren denkbar.
Ex post scheint mir sehr vieles in Afghanistan falsch gelaufen zu sein - und mehr als das.
Dennoch muss ich anerkennen, dass Mädchen wieder eine Schulbildung erhalten und Filme, Theater und Musik nicht mehr bei Todesstrafe untersagt sind.
Auch wenn ich nicht alles sofort komplett überzeugend finde, ich denke, dass das grüne Steuerkonzept, der Green New Deal, eine klare Priorisierung von Bildung und Wissenschaft, globale soziale Rechte wichtige und sinnvolle Politikentwürfe für die Zukunft innerhalb eines (mehr oder weniger) vereinigten Europas formulieren.
Selbst wenn es nur das kleinere Übel wäre, weil der Fortschritt bekanntlich eine Schnecke, wäre ich dafür.
Mir wäre es eine Freude Katrin Göring-Eckhardt statt Kristina Schröder zu sehen, Trittin statt Westerwelle, Volker Beck statt de Maiziere etc.
Energiewende, Bändigung der Finanzmärkte (Sven Giegold), neue Sozial- und Arbeitsmarktpolitik (Frank Bsirske) werden zentrale Themen der nächsten vier Jahre sein.
Sie scheinen mir bei den Europa liebenden Grünen in guten Händen.
propain schrieb:FredSchaub schrieb:Dirty-Harry schrieb:
Nichtwähler sind von daher auch keineswegs nur die unbedarften Dummbeutel.
Ganz im Gegenteil
ich wäre ja seit Jahren für einen Punkt "ich wähle keinen"
Ich wäre dafür das Nichtwähler auch wirklich berücksichtigt werden und die Prozente angepasst werden.
Nichtwähler/Ungültig 50%
CDU 20%
SPD 20%
FDP 5%
Die Grünen 5%
Auch die Sitze werden entsprechend verteilt, dann wäre der Bundestag zwar halb leer, aber das ist er heute ja auch meistens, nur das wir Steuerzahler heute dafür Geld bezahlen müssen an irgendwelche Sitzungsschwänzer.
Ganz freundlich gemeint:
Lass dich mal von einem MdB deiner Wahl aus deiner Region nach Berlin einladen.
Du wirst ziemlich sicher deinen Post revidieren.
titali schrieb:edmund schrieb:titali schrieb:edmund schrieb:
Habe mich gerade dazu durchgerungen, für den 27. Oktober zu melden.
Das beste ist naturgemäß das Training.
Bei Km 34 braucht kein Mensch die Frankenallee mit Gegenwind und noch harten acht Kilometern.
Bin und werde weit weg sein von meiner Bestzeit.
The times they're changin'.
Bin im Moment optimistisch, in die Nähe der 3:30 zu kommen, falls Vorbereitung und Knie mitspielen.
Erster Marathon seit sechs Jahren.
Wer läuft noch?
ich bin wieder dabei
Wenn ich die 3:30:16 wiederhole wäre ich mehr als zufrieden.
Da ich wohl zeitlich auf max. 50-60km/Woche komme ist mehr absolut unrealistisch.
Liege damit in der Veggie/Chiller Wertung ziemlich weit vorn
Wie geht die Veggie/Chiller-Wertung?
Wie komme ich da rein?
Oder ist das nur ein großer Spaß vom Herrn titali?
,-)
Ist eine "Eigenwertung", also natürlich ein Spaß.
Veggie für Vegetarier und Chiller für naja, da kommst bestimmt alleine drauf
Alles klar.
titali schrieb:edmund schrieb:
Habe mich gerade dazu durchgerungen, für den 27. Oktober zu melden.
Das beste ist naturgemäß das Training.
Bei Km 34 braucht kein Mensch die Frankenallee mit Gegenwind und noch harten acht Kilometern.
Bin und werde weit weg sein von meiner Bestzeit.
The times they're changin'.
Bin im Moment optimistisch, in die Nähe der 3:30 zu kommen, falls Vorbereitung und Knie mitspielen.
Erster Marathon seit sechs Jahren.
Wer läuft noch?
ich bin wieder dabei
Wenn ich die 3:30:16 wiederhole wäre ich mehr als zufrieden.
Da ich wohl zeitlich auf max. 50-60km/Woche komme ist mehr absolut unrealistisch.
Liege damit in der Veggie/Chiller Wertung ziemlich weit vorn
Wie geht die Veggie/Chiller-Wertung?
Wie komme ich da rein?
Oder ist das nur ein großer Spaß vom Herrn titali?
,-)
Habe mich gerade dazu durchgerungen, für den 27. Oktober zu melden.
Das beste ist naturgemäß das Training.
Bei Km 34 braucht kein Mensch die Frankenallee mit Gegenwind und noch harten acht Kilometern.
Bin und werde weit weg sein von meiner Bestzeit.
The times they're changin'.
Bin im Moment optimistisch, in die Nähe der 3:30 zu kommen, falls Vorbereitung und Knie mitspielen.
Erster Marathon seit sechs Jahren.
Wer läuft noch?
Das beste ist naturgemäß das Training.
Bei Km 34 braucht kein Mensch die Frankenallee mit Gegenwind und noch harten acht Kilometern.
Bin und werde weit weg sein von meiner Bestzeit.
The times they're changin'.
Bin im Moment optimistisch, in die Nähe der 3:30 zu kommen, falls Vorbereitung und Knie mitspielen.
Erster Marathon seit sechs Jahren.
Wer läuft noch?
DeMuerte schrieb:
Ich habe gerade das Spiel Bochum gegen St.Pauli gesehen, und dabei ist mir Marc Rzatkowski auf St.Pauli Seite besonders positiv aufgefallen.
Der Junge war der Dreh und Angelpunkt im Aufbauspiel der Paulianer, und über die gesamte Spielzeit sehr präsent in einem sehr guten 2. Liga Spiel.
Meiner Meinung nach sollte man den Jungen mal im Auge behalten.
Anbei der obligatorische TM Link: http://www.transfermarkt.de/de/marc-rzatkowski/profil/spieler_53681.html
Ich finde tm-links eher entbehrlich als obligatorisch.
Ohne Blick in irgendein Wahlprogramm:
Sehe ich genauso.
Nur eine km-abhängige Maut, keine Vignette, hat eine Steuerungsfunktion.