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floren

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Basaltkopp schrieb:
Aber dass Ama einen gültigen Vertrag hatte zählt gar nicht?


Das ist der Punkt!

Mich stört der m.E. unglaubliche Dilettantismus, mit der seitens der Verantwortlichen der Eintracht mit der Causa Amanatidis umgegangen wurde.

1. Wenn es in der Person oder in der Sache juristisch relevante Gründe geben hätte, den Vertrag mit dem Spieler vorzeitig zu beenden, ist es unverantwortlich gewesen, den Vertrag nicht auf diesem Weg aufzulösen.
2. Gab es solche Gründe nicht, verbot es sich, öffentlich zu machen, dass man den Spieler nicht mehr einsetzen und sich von ihm trennen wolle.

Völlig unverständlicher Weise ging man jedoch in die Öffentlichkeit und machte zur Freude der Medien deutlich, dass man den Vertrag mit I. Amanatidis über eine Abfindungsregelung auflösen werde. Zu diesem Zeitpunkt hatte am allerdings offensichtlich beim Spieler nicht einmal eine grundsätzliche Bereitschaft erkundet.

Mit dieser öffentlichen Diskussion wurde nicht nur das Image der Eintracht beschädigt sondern auch der Marktwert des Spielers erheblich gemindert.

Da ja Gründe zu 1. nicht vorlagen, konnten es ja nur Gründe in der Person oder der sportlichen Qualität des Spielers sein, die ihn nicht einmal für die 2. BL tauglich erscheinen liessen.

Vor diesem Hintergrund kann man I. Amanatidis nur dankbar sein, dass er nicht zusätzlich Schadensersatzansprüche formuliert hat.

Aber welchen Grund sollte er unter diesen Umständen gehabt haben, der Eintracht auch nur 1 Euro zu schenken?

Wenn er nun eine Abfindung, selbst bis zur vollen Höhe des vertraglich vereinbarten Einkommens, für das Spieljahr bis 2012 erhält, ist das aus meiner Sicht völlig ok!

Wir leisten uns einen VV, der mit seinen Vorstellungen von der Bundesliga und mit seiner Führungspolitik krachend gescheitert ist.

Auch heute noch berühren ihn scheinbar Diskussionen über „Kleiderständer“ mehr, als die Abgabe von Spielern aus schon jetzt kritischen Mannschaftsbereichen. Abgaben, die selbst verursachten finanziellen Zwängen geschuldet sind.

Um finanzielle Nöte zu beseitigen, sind von der Führung andere Massnahmen gefordert, als Ioannis Amanatidis in seinen berechtigten Ansprüchen zu beschneiden.
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tobago schrieb:

.......Ich hoffe inständig, dass er in Wolfsburg soviel Konkurrenz bekommt wie er sich wünscht und die komplett vor ihm bleibt. Gruß,
tobago


Sind Dir da nicht vielleicht Deine Gefühle durchgegangen?
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ScHrAnZDiNgEnS schrieb:


Eben, das ist kein Wink mit dem Zaunpfahl sondern einer mit dem ganzen Zaun. Komisch nur das solche Aussagen erst jetzt kommen, vor einem Jahr oder spätestens in der Vorbereitung im Winter wäre ein guter Zeitpunkt dazu gewesen. Dies Spieler konnten doch gar keine 100% mehr bringen, denn 1. waren sie eh immer getzt (kein Leistungsprinzip?) und 2. waren sie auch nicht annähernd in der körperlichen Verfassung um 100% zu geben........
 


So lange Spieler Angestellte des Vereins sind, werden sie sich lange überlegen, ob und wie sie Missstände ansprechen.

Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einige Äusserungen von Schwegler und die folgenden Reaktionen. Er hat seine Einschätzung mit der Ablehnung der Vertragsverlängerung dann allerdings erst recht deutlich gemacht.

Die Konsequenzen für Amanatidis kennen wir ja. Seine persönliche Interessenlage macht ja seine Feststellungen zum Training und zum Leistungsprinzip nicht unrichtig.

Ich kann am Interview von Marco Russ nichts Schlechtes finden. Im Gegenteil, es macht deutlich, dass bei der Eintracht noch viel aufzuarbeiten ist und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Verantwortung von HB für die miserable Entwicklung gerichtet sein sollte.
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Exil-Adler-NRW schrieb:
Mit den Argumenten die hier fallen, sollte ja dann niemals irgendein Spieler verkauft werden. Denn einen bessere zu dem Preis bekommt man ja nie, weil sonst würden sich die anderen den ja holen...

Natürlich werden wir hier keine Sicherheit haben. Aber da muss man halt mal ne gute Nase beweisen. Würden wir einen Spieler wie beim letzten Aufstieg Vasoski finden, hätte man alles richtig gemacht. Nur ist dieses natürlich nicht so einfach.


Es geht nicht darum, dass man keinen Spieler abgeben kann.
Wenn gleichwertige Backups da sind, warum nicht! Dabei kann man sogar finanziell profitieren. Ein Blick nach z.B. Mainz verdeutlicht das gut.

Allerdings halte ich es nicht für verantwortbar, die unübersehbare Problemzone. nämlich unsere Abwehr, zusätzlich zu schwächen. Von Backup ist nichts zu sehen und der Sportdirektor spricht lediglich sybillinisch von Kontakten und "im Auge haben".

Eine bedenkliche Handlungsweise, wenn der Wiederaufstieg "unverzichtbar" sein soll. Von Strategie kann hier keine Rede sein, eher von einer "von der Hand in den Mund"-Politik. Hoffen wir, dass es uns davon nicht allzubald schlecht wird!
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beagel schrieb:
floren schrieb:
Basaltkopp schrieb:
Die Eintracht musste nach Abgabe der Lizenzunterlagen für die 2. Liga um 1,2 Mio nachbessern. Das stand mal in der Presse. Ich gehe davon aus, dass die 3 Mio für Erdbeere schon mit eingeplant waren und der Rest auch irgendwie beschafft wurde.

Es kann sich also IMHO nur um selbst auferlegte Auflagen handeln. 3 Mio für Russ sind verdammt viel Geld, er hat nur noch ein Jahr Vertrag und ist bei allen Qualitäten, die er zweifellos hat, einfach zu wackelig!


Mir wird zuviel über die Ablösesumme gesprochen, statt über den imho dramatischen Verlust eines guten Innenverteidigers.

Das umso mehr, als unsere gefährlichen Abwehrschwächen bereits in Fürth nur durch Glück nicht zum Verlust der 3 Punkte geführt haben.

" Wir bedauern es sehr, Marco Russ ziehen lassen zu müssen. Er war ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft“, sagte Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner. ", so entnehme ich es der Presse.

Armin Veh hat schon an anderer Stelle gesagt, dass ein Verpassen des sofortigen Wiederaufstiegs ungleich mehr Geld kosten würde, als eine Summe dieser Grössenordnung.
Dieses Ziel zu verfehlen, würde wohl auch auf lange Zeit der Eintracht die Zukunft kosten.

Ich fürchte, wenn ich mir diese Entwicklung anschaue, weder Trainer noch Sportdirektor können uns vor falschen Entscheidungen an der Spitze der Führung schützen.

Schon in der letzten Saison hat die Entscheidung HBs, die Probleme in der Innenverteidung nicht zu beseitigen, zu einem wesentlichen Teil zur Katastrophe beigetragen.

Die Lernfähigkeit scheint nicht sehr ausgeprägt sein, wenn man diesen Fehler sogar jetzt wiederholt und diesen Weg in´s sportliche Risiko weitergeht.

Zudem bewerte ich es zusätzlich als schweren Imageverlust, wenn man mit vollmundigen Erklärungen über eine gesicherten Etat ohne Spielerverkäüfe schwadroniert, von einem erstklassig besetzten Kader erzählt, Medien und der Öffentlichkeit die "Alternativlosigkeit" der Notwendigkeit des sofortigen Wiederaufstiegs erklärt und dann wegen eines eher lächerlichen Ablösebetrages alle Glaubwürdigkeit über den Haufen wirft.

Die Wirkung auf denkbare Sponsoren kann ich mir gut vorstellen.



Mein Eindruck ist umgekehrt. Es wird viel zu viel über einen vermeintlich dramatischen Verlust gesprochen.
An die im Vorfeld dauernd kolportierten 4 Mio habe ich persönlich nie geglaubt. Dafür kriegt man garantiert bessere IVs als Russ, dem ich selbstverständlich und gerne viel Glück wünsche.

Jetzt gilt es aber nicht nur die Lücke zu schließen, sondern v.a. einen besseren Mann zu holen: schneller, intelligenter, offensiver und konstanter!!
Schildenfeld ist vielleicht ein erfahrener Spieler, besonders schnell und flink ist er nicht; er wird viele Situationen durch Antizipation lösen müssen. Mit Jung u. Cakpa habe wir zwei superschnelle AVs, jetzt fehlt noch so einer im Zentrum.


Das ist m. E. das Problem.

Wenn es so einfach wäre, sogar mit geringerem finanziellen Aufwand "einen besseren Mann zu holen: schneller, intelligenter, offensiver und konstanter", warum hat sich dann Wolfsburg dieses Schnäppchen entgehen lassen und Marco Russ verpflichtet?
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Basaltkopp schrieb:
Die Eintracht musste nach Abgabe der Lizenzunterlagen für die 2. Liga um 1,2 Mio nachbessern. Das stand mal in der Presse. Ich gehe davon aus, dass die 3 Mio für Erdbeere schon mit eingeplant waren und der Rest auch irgendwie beschafft wurde.

Es kann sich also IMHO nur um selbst auferlegte Auflagen handeln. 3 Mio für Russ sind verdammt viel Geld, er hat nur noch ein Jahr Vertrag und ist bei allen Qualitäten, die er zweifellos hat, einfach zu wackelig!


Mir wird zuviel über die Ablösesumme gesprochen, statt über den imho dramatischen Verlust eines guten Innenverteidigers.

Das umso mehr, als unsere gefährlichen Abwehrschwächen bereits in Fürth nur durch Glück nicht zum Verlust der 3 Punkte geführt haben.

" Wir bedauern es sehr, Marco Russ ziehen lassen zu müssen. Er war ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft“, sagte Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner. ", so entnehme ich es der Presse.

Armin Veh hat schon an anderer Stelle gesagt, dass ein Verpassen des sofortigen Wiederaufstiegs ungleich mehr Geld kosten würde, als eine Summe dieser Grössenordnung.
Dieses Ziel zu verfehlen, würde wohl auch auf lange Zeit der Eintracht die Zukunft kosten.

Ich fürchte, wenn ich mir diese Entwicklung anschaue, weder Trainer noch Sportdirektor können uns vor falschen Entscheidungen an der Spitze der Führung schützen.

Schon in der letzten Saison hat die Entscheidung HBs, die Probleme in der Innenverteidung nicht zu beseitigen, zu einem wesentlichen Teil zur Katastrophe beigetragen.

Die Lernfähigkeit scheint nicht sehr ausgeprägt sein, wenn man diesen Fehler sogar jetzt wiederholt und diesen Weg in´s sportliche Risiko weitergeht.

Zudem bewerte ich es zusätzlich als schweren Imageverlust, wenn man mit vollmundigen Erklärungen über eine gesicherten Etat ohne Spielerverkäüfe schwadroniert, von einem erstklassig besetzten Kader erzählt, Medien und der Öffentlichkeit die "Alternativlosigkeit" der Notwendigkeit des sofortigen Wiederaufstiegs erklärt und dann wegen eines eher lächerlichen Ablösebetrages alle Glaubwürdigkeit über den Haufen wirft.

Die Wirkung auf denkbare Sponsoren kann ich mir gut vorstellen.
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werreaa schrieb:
Im letzten Jahr hatten wir noch 16 Millionen Eigenkapital auf der hohen Kante, selbst keine Spieler mehr verkauft werden und ein Minus von fünf Millionen einfahren, sollten also noch mindestens 10 Millionen übrig bleiben - Zahlungsunfähigkeit sieht anders aus  
Mann mann mann, die sollten sich mal schämen beim Tagesspiegel - fünf Minuten googlen und man hat bessere Informationen.


Wenn es so wäre!

Ich habe allerdings jedes Vertrauen in die öffentlichen Aussagen unserer Führungsleute, im besonderen von HB, verloren.

Eine "Meisterleistung", wie die zumindest spielerische Qualität von Amanatidis öffentlich herabzusetzen, um damit seine künftige Nichtberücksichtigung zu rechtfertigen und sich dann zu wundern, dass die Gegenseite ihre vollen und unbestreitbaren Vertragsrechte durchzusetzen versucht und sich aus womöglich Selbstachtungsgründen nicht mit einer Abfindung abspeisen lässt, lassen mich an der Qualifikation der Verantwortlichen erheblich zweifeln.

Wenn man dann - nachvollziehbarer Weise - so die gewünschte finanzielle Entlastung nicht hinbekommt, darf das nicht dazu führen, dass man einen - m.E. sportlich unverantwortlichen Transfer von M. Russ - zum Tagesgespräch werden lääst, statt ein solche Diskussion durch eine eindeutige Erklärung zu unterbinden
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21Uhr14 schrieb:
Beitrag bezieht sich auf das Interview in der FR ("Felix, ruf' den Bruno an"):

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Ein sehr trauriges Interview.

Wenn ihr mich fragt, wirkt der Mann innerlich extrem verzweifelt und er erkennt (das ist zwar schon mal etwas, aber naja ...), dass er Fehler gemacht hat, Fehler, die irreversibel sind und jahrelange Aufbauarbeit zunichte gemacht haben. Wenn ich das so lese, wird mir schwarz vor Augen.

Speziell dieser Satz "[...]Und Christoph Daum war fleißig und akribisch, aber wenn ich dann neben ihm gesessen habe und er gesagt hat, er wolle Gekas aus dem Gedankengefängnis befreien, dann bin ich auch zusammengezuckt.[...]" zeigt mir, dass er Daum gar nicht kannte, als er ihn eingestellt hat und das auch dies eine fatale Fehleinschätzung war.

Ich ertappe mich immer wieder dabei, wenn ich nachdenke, ob Christoph Daum jemals Eintracht-Trainer war, dass ich dann innerlich mit "nein, natürlich nicht" antworte, obwohl es erst so kurz her ist. Dann fällt es mir ein und es tut weh.

Auch, dass er Caio keinen Sprung mehr zutraut und dies öffentlich zugibt, wundert mich. Für mich ist dieser Mann alles in allem ein gebrochener Mann, der einsieht, dass alles, was er lange verfolgt hat, falsch war und nun versucht, durch eine geschickt gewählte Maxime ("ich tue alles für Eintracht Frankfurt") sein Handeln, dass ein komplettes Ad-Acta-Legen seiner bisherigen Prinzipien beinhaltet, zu rechtfertigen. Dazu passt auch der eine Schuss, den er Eintracht Frankfurt gibt, um direkt wieder aufzusteigen.

Für mich hat der Mann leider noch nicht erkannt, wo die Schwachstellen wirklich liegen. Er verpasst es auch weiterhin, die Basis zu reinigen und zu verbessern und versucht stattdessen, den bereits schiefen Turm ab der Hälfte in die andere Richtung zu bauen, sodass er steht.

Hoffen wir, dass Hübner und Veh gute Handwerker sind und dass der Zement des Teams nicht anfängt zu bröckeln. Denn der Kompetenz des Architekten bin ich mir nur in Finanzierungsfragen sicher.

Grüße.


So traurig es ist, ich bewerte die Situation ähnlich und sehe einen Mann ohne klares Konzept an der Spitze, der zum Stolperstein auf dem Weg zum schnellen Wiederaufstieg werden kann.
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liam_gallagher schrieb:
BigMacke schrieb:
IIch gehe davon aus, dass de finanzielle Situation besteht, weil ein paar Rechnungem (z. B. Ama) noch nicht aufgegangen sind.


Nur das würde Sinn ergeben. Was sollten sonst die Äußerungen von Bruchhagen und Bender, man sei nicht auf Transfererlöse angewiesen (HB) und habe 4,5 Mios zur Verfügung (Bender).

Die Frage ist doch auch: Sollte Wolfsburg wirklich 4 Mios für Russ bieten ist das doch ein Riesen-Glücksfall zur Schuldentilgung. Ansonsten hätte man nur Schwegler, Jung oder Rode für so viel Geld verkaufen können. Aber die wurden unlängst von allen (!) Beteiligten für unverkäuflich erklärt.

Ich verstehe das alles nicht und glaube auch irgendwie nicht daran, dass man wirklich so viel Geld einstreichen MUSS.


Mich interessiert ein dergearteter "Riesen-Glücksfall zur Schuldentilgung" überhaupt nicht. Ich lehne es einfach ab,in unserer Situation einen guten Innenverteidiger abzugeben

Interessieren können mich nur Entscheidungen, die den sofortigen Wiederaufstieg fördern.
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3zu7 schrieb:
Russ verkaufen, um drei mind. gleichstarke Innenverteidiger verpflichten zu können und auch noch Dr. Pröckl zufrieden machen. Kein Thema.


Einen Menschen zu "verkaufen" ist eine Begriffswahl, die ich ablehne. Habe ich an anderer Stelle schon gesagt.

Zur Sache an sich habe ich folgende Anmerkungen: Wenn tatsächlich von Bundesligavereinen Interesse an der Verpflichtung von M. Russ besteht, dann doch wohl nur deswegen, weil man ihn für einen auch in der 1. Bundesliga starken Innenverteidiger hält.

Drei "mindestens gleichstarke" Verteidiger würden dann auch das Niveau der 1. Bundesliga haben müssen.

Wenn es davon so viele gäbe, müssten sich andere Vereine nicht um M. Russ bemühen.

Wie es zudem gehen soll, mit einer einzigen Ablöse für M. Russ die Ablöse und die Gehälter von drei "mindestens gleichstarken" neuen Spielern zu finanzieren, bleibt für mich schleierhaft.
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Rombine schrieb:
.... Allerdings wäre ich als Verantwortlicher von Eintracht Frankfurt in diesem Fall stur. Ich würde ihn auf die Tribüne setzen und seinen Vertrag aussitzen lassen, denn dann könnte er sich seine Perspektiven abschminken und seine Nati-Karriere wäre auch vorbei.....


Ich kann Pirmin Schwegler gut verstehen, Dich kaum.

Dass PS "hin- und hergerissen ist", wie berichtet, ist doch verständlich. Es geht um seine berufliche Zukunft!

Die Entscheidung, ob er er eine Vertragsangebot eines Erstligisten annehmen kann, liegt aber nach Vertragslage bei der Eintracht, nicht beim Spieler.

Denn die Eintracht muss sich fragen, ob ihr ein bestimmter Ablösebetrag für das Projekt Wiederaufstieg sinnvoller erscheint, als die spielerische Qualität von PS.

Wenn die Eintracht sich aus dieser Sicht für den Verbleib Pirmin Schweglers entscheidet, bin ich sicher, dieser wird alles tun, um gut und erfolgreich zu spielen. Denn er tut das nicht nur - eher weniger - für die Eintracht, sondern für seine eigene berufliche Zukunft.
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Schobberobber72 schrieb:

.............Im Gegenteil, hier bewegt sich was. Hier wird versucht, eine qualitativ hochwertige Truppe zusammenzustellen und dabei sprechen wir von spielern, die uns vermutlich sogar eine Liga höher sehr gut zu Gesicht gestanden hätten und dies vermutlich auch noch tun werden. Ich bin überzeugt davon, dass wir zu Saisonbeginn nicht nur eine 1a 2.Liga Mannschaft haben werden, sondern nach dem erfolgreichen Aufstieg auch deutlich gestärkt aus der ganzen Geschichte rausgehen werden..........

.......Aber das ist numal meine feste Überzeugung. Jedenfalls so lange, bis sich wieder einmal die Horde der Veränderungswütigen durchsetzt. Dann sehe ich ebenfalls schwarz....



"Hätte uns früher schon gut zu Gesicht gestanden"..."erfolgreicher Aufstieg"..."deutlich gestärkt"

"Veränderungswütig"??

Sprichst Du da nicht selbst von Veränderungen?
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concordia-eagle schrieb:

...........Was bleibt, ist also die sportliche Bilanz und da sieht es so aus, dass Herr Bruchhagen uns 2003 in der ersten Liga übernahm und wir 2011 nach der 2. schlechtesten Rückrunde ever in der 2. Liga sind. Und das mt einer Mannschaft, die genau ein Monat vor Spielbeginn aus 13 Profis besteht...............



Wenn auch verkürzt, ein zulässiger Blick auf die Dinge!
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Fireye schrieb:
floren schrieb:
concordia-eagle schrieb:
Fireye schrieb:

Hätte man in im Winter nicht abgegeben und er wäre jetzt ablösefrei gegangen würden alle, die damalige Entscheidung kritisieren heute meckern, wieso man im Winter auf 500.000 € verzichtet hat.
Man macht halt HB für alles verantwortlich was zuletzt schief gelaufen ist.



Du weißt aber schon, dass die Ablöse nur ca. 120.000 betrug?

380.000 Ausbildungsentschädigung wäre in jedem Fall geflossen.


Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wäre Cenk Tosun - hätte er in der Saison 10 Einsätze bekommen - vertraglich weiterhin gebunden gewesen. Alle Rechte wären demnach bei der Eintracht verblieben.



Du glaubst also allen Ernstes HB hätte MS vorschreiben können, wie oft er Tosun einzusetzen hat ???
   


Wäre jedenfalls ein gescheiteres Eingreifen gewesen, als Ama in die Mannschaft zurück zu  reden.

Ich rede übrigens nicht von "Vorschreiben", sondern von  der Erarbeitung einer sachgerechten Lösung im Vereinsinteresse mit und innerhalb der Führungsmannschaft.
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concordia-eagle schrieb:
Fireye schrieb:

Hätte man in im Winter nicht abgegeben und er wäre jetzt ablösefrei gegangen würden alle, die damalige Entscheidung kritisieren heute meckern, wieso man im Winter auf 500.000 € verzichtet hat.
Man macht halt HB für alles verantwortlich was zuletzt schief gelaufen ist.



Du weißt aber schon, dass die Ablöse nur ca. 120.000 betrug?

380.000 Ausbildungsentschädigung wäre in jedem Fall geflossen.


Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wäre Cenk Tosun - hätte er in der Saison 10 Einsätze bekommen - vertraglich weiterhin gebunden gewesen. Alle Rechte wären demnach bei der Eintracht verblieben.
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Fireye schrieb:
floren schrieb:
AllaisBack schrieb:
Och WIB, langsam nervt es etwas!
Wir alle hätten gern den tosun zurück und sich nicht wirklich glücklich das er weg ist. Aber niemand (soweit ich weiß) hier noch von offizieller Seite der Eintracht, hat jemals gesagt das er zu schlecht für uns ist oder es niemals in die 1.Mannschaft geschafft hätte!

Als Cenk sich zu Wort meldete, war eben von der Tabelle her alles noch in bester Ordnung und Gekas mit 14 Toren der führende in der Torjägerliste. Die Eintracht versuchte ihn ja zu halten, bot ihm eine Vertragsverlängerung zu besseren Konditionen und ein Ausleihen an. Aber er entschied sich zu gehen. Wäre er geblieben hätte er mit Sicherheit seine Einsätze in der Chaos-Rückrunde erhalten, aber ob die ihm soviel genützt hätten in einem nicht funktionierenden Team???
Dann wäre ja auch noch das Problem Amanatidis gewesen, wie hätte der, nach eigener selbsteinschätzung fitte Ama erst reagiert, wenn man ihm ein 19jähriges Talent vorgezogen hätte?
Rückwirkend betrachtet kann man sagen für Tosun ist es glücklich gelaufen und er hat alles richtig gemacht. Das es auch ganz anders hätte laufen können, sieht man ja bei Alvarez.
Also niemand hat den Jungen davon gejagt!




Natürlich hat ihn niemand "davon gejagt"!

Aber man hat einen für alle Fachleute erkennbar sehr begabten Spieler, der in der Regionalliga und in den Nationalteams sehr erfolgreich war, nicht gehalten.

Und das wäre unter den gegebenen vertraglichen Bedingungen sogar mit nur Kurzeinsätzen problemlos möglich gewesen. Wahrscheinlich hat die, wenn auch kleine, Ablösesumme bereits sofort den Blick für die sportlichen Möglichkeiten verstellt.

Das würde aus meiner Sicht zumindest zu HB passen. Seine oft gelobte geschäftliche Tüchtigkeit wird für mich allemal durch unsere Erfolgslosigkeit im "Transfergeschäft" deutlich widerlegt. Ich habe es an anderer Stelle schon einmal gesagt, HB hätte Harald Strutz ´mal fragen sollen, wie so etwas geht.


Das mit den Kurzeinsätzen ist doch "Schwachsinn hoch 3".
Wie soll das denn funktioniern. Etwa so, dass der Trainer eine Liste erhält auf der steht, welcher Spieler wie oft mindestens zu spielen hat.      

Ausserdem:
Was soll das bringen, wenn man einen Spieler der weg will mit einer solchen "Verarsche" zum Bleiben zwingen will.
Ich denke dass HB aus heutiger Sicht auch erkennt, dass die ganze Sache ein Fehler war, aber hinterher ist man immer schlauer.


Mit der Bemerkung "Schwachsinn hoch 3" willst Du sicher ausdrücken, dass Du anderer Meinung bist.

Das ist ganz ok!

Ich sehe es nun einmal anders. Ein Unternehmensführer hat mit seinen "assets" verantwortlicher umzugehen.
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AllaisBack schrieb:
Och WIB, langsam nervt es etwas!
Wir alle hätten gern den tosun zurück und sich nicht wirklich glücklich das er weg ist. Aber niemand (soweit ich weiß) hier noch von offizieller Seite der Eintracht, hat jemals gesagt das er zu schlecht für uns ist oder es niemals in die 1.Mannschaft geschafft hätte!

Als Cenk sich zu Wort meldete, war eben von der Tabelle her alles noch in bester Ordnung und Gekas mit 14 Toren der führende in der Torjägerliste. Die Eintracht versuchte ihn ja zu halten, bot ihm eine Vertragsverlängerung zu besseren Konditionen und ein Ausleihen an. Aber er entschied sich zu gehen. Wäre er geblieben hätte er mit Sicherheit seine Einsätze in der Chaos-Rückrunde erhalten, aber ob die ihm soviel genützt hätten in einem nicht funktionierenden Team???
Dann wäre ja auch noch das Problem Amanatidis gewesen, wie hätte der, nach eigener selbsteinschätzung fitte Ama erst reagiert, wenn man ihm ein 19jähriges Talent vorgezogen hätte?
Rückwirkend betrachtet kann man sagen für Tosun ist es glücklich gelaufen und er hat alles richtig gemacht. Das es auch ganz anders hätte laufen können, sieht man ja bei Alvarez.
Also niemand hat den Jungen davon gejagt!




Natürlich hat ihn niemand "davon gejagt"!

Aber man hat einen für alle Fachleute erkennbar sehr begabten Spieler, der in der Regionalliga und in den Nationalteams sehr erfolgreich war, nicht gehalten.

Und das wäre unter den gegebenen vertraglichen Bedingungen sogar mit nur Kurzeinsätzen problemlos möglich gewesen. Wahrscheinlich hat die, wenn auch kleine, Ablösesumme bereits sofort den Blick für die sportlichen Möglichkeiten verstellt.

Das würde aus meiner Sicht zumindest zu HB passen. Seine oft gelobte geschäftliche Tüchtigkeit wird für mich allemal durch unsere Erfolgslosigkeit im "Transfergeschäft" deutlich widerlegt. Ich habe es an anderer Stelle schon einmal gesagt, HB hätte Harald Strutz ´mal fragen sollen, wie so etwas geht.
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MaintalSGE schrieb:
Gude,

ich verstehe es einfach nicht, dass sich mittelmäßige Spieler stets zu höheren Aufgaben berufen fühlen. Ralf Fährmann hat in seinen Spielen nie souverän und gefestigt gewirkt. Mir ist die Szene mit dem Spanier noch sehr präsent  
Schade, dass dieser Typ von Spielern nicht bereit ist, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, um dem Verein etwas zurückzugeben (vor allem, wenn man noch etwa 10 Jahre auf hohem Niveau spielen kann). Ich bin mir sicher, dass er über die Ersatzbank auf Schalke nicht hinauskommt.


Da hast Du schon recht, bei Ralf Fährmann lagen m.E. Anspruch und Realität noch weit auseinander.

Allerdings beschäftigt mich eine andere Frage:

Wie kann man einen jungen, erst einmal noch entwicklungsfähigen und nicht "fertigen" Torwart mit - zugegeben - gutem Potential verpflichten, ohne ihn auch für die zweite Liga zu binden? Wäre das geschehen, hätte man entweder einen ordentlichen Torwart für die 2. Liga oder aber - bei entsprechender Entwicklung - einen Spieler mit Ablösepotential.

Schreibe ich ´mal auf mein Enttäuschungskonto HB!  
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Sepp_Herberger schrieb:

Sein Konzept war der Aufbau des Vereins mit ganz ganz kleinen Schritten, weil alles andere ja wegen der zementierten Liga nicht funktioniert. Dies ist gescheitert und wie man an Mainz Hannover und sogar Lautern sieht, kann man ganz schnell mit dem richtigen Personal auch in die erste Tabellenhälfte oder sogar ins internationale Geschäft kommen.

Das Problem der kleinen Schritte der Eintracht ist folgendes: Der Fußball entwickelt sich immer schneller und mit größeren Schritten voran. Wer selbst kleine Schritte macht fällt gegenüber den anderen Vereinen immer weiter zurück. Das ist bei der Eintracht gerade passiert. Und nach einem Abstieg muss man einfach das bisher betriebene Konzept als gescheitert ansehen.
HBs Art einen Verein zu führen wäre vor 30 Jahren vermutlich recht erfolgreich gewesen. Aber zum Leidwesen der Eintracht hat sich das Fußballgeschäft seitdem extrem verändert.

HB hat außerdem seit 7 Jahren an bestimmten limitierten Spielern als Gerüst der Mannschaft festgehalten und diese "Konstanz" in diversen Interviews als positiv hervorgehoben. Das hat eine wirkliche Weiterentwicklung/Verbesserung der Mannschaft verhindert.

Was ebenfalls kontraproduktiv war, ist dieses beinahe schon naive "Wir haben uns alle lieb“ im Verein. Mit diesem extremen Harmoniebedürfnis verkleistert man leider auch die Sicht auf Probleme und Dinge die im Verein nicht gut laufen. Ruhe im Verein ist gut. Aber es ist zu ruhig bei der Eintracht. Es ist die Ruhe der Stagnation, der Resignation und des Verfalls.

Und ja, ich habe HBs Konzept von Anfang an kritisiert.


Ich könnte nicht sagen, dass ich Heribert Bruchhagens Konzept kritisiert hätte, ich habe ein solches in den letzten Jahren nämlich nie feststellen können. Es sei denn, Abwarten und Aussitzen wäre eines.

Kritisiert – und das seit langem, wie man im Forum verfolgen könnte, – habe ich seine Arbeit als praktisch alleinverantwortlicher Unternehmensführer.

Mir fehlte seit langem eine vorwärtsgerichtete Strategie, die der veränderten Situation im Bundesligafussball Rechnung getragen hätte.

Meines Erachtens stand sich HB für die Entwicklung einer solchen Strategie und für die dazu gehörigen organisatorischen und personellen Entscheidungen selbst im Weg.

Seine immer öffentlich wiederholte persönliche Sicht auf Möglichkeiten und Chancen der Eintracht in der Bundesliga ist von der Realität in fast allen Punkten widerlegt worden. Zementierung und Mittelmass sind für dies „Denke“ wohl bezeichnende Begriffe.

Bei einer solchen Sicht auf die Dinge mussten die strategischen Entscheidungen einfach falsch werden.

Ein Unternehmensfüher jedoch, der die Bedingungen seines Marktes völlig falsch einschätzt und damit sein Unternehmen in eine Katastrophe führt, hat in seiner Aufgabe versagt.

Sein Austausch an der Führungsspitze wäre zwingend notwendig.

Ich traue der Eintracht unter der Führung von Heribert Bruchhagen den Weg zurück in die 1. Bundesliga einfach nicht zu. Es sei denn vielleicht, seine Verantwortlichkeit in sportlichen Dingen würde auf´s Engste beschnitten.
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Sepp_Herberger schrieb:


Es geht doch hier nicht um Hass oder Feindbilder.

Es geht lediglich darum, dass viele Fans inzwischen zu der persönlichen Einschätzung gelangt sind, dass Bruchhagen dem Verein aktuell mehr schadet als nutzt. In der Wirtschaft (und dazu zählt nun auch mal der Profifußball) sind die Erfolge der Vergangenheit nicht viel Wert. Es zählt nur die aktuelle Situation und die zukünftige Entwicklung.
Wenn man nun unter diesem Gesichtspunkt zur Einschätzung gelangt, dass es für die Zukunft der Eintracht besser wäre HB würde gehen, dann ist das nun mal so.

Andere werden vielleicht zu der selben Einschätzung gelangen, wenn der Wiederaufstieg nächste Saison nicht gelingt oder wir möglicherweise sogar in Liga 2 in der unteren Tabellenhälfte spielen.
Manche werden vielleicht auch bei einem Wiederaufstieg ihre ablehnende Haltung gegenüber Bruchhagen revidieren.
Aber all das hat nichts mit Hass oder Feindbildern zu tun.

Bei vielen (und ich gehöre dazu) gibt es einfach die Sorge, dass Bruchhagen, obwohl er mit seinem Konzept gescheitert ist, nicht die nötige Einsicht aufbringt das Konzept zu ändern und damit der Eintracht Schaden zufügt.

Und zum Thema Trainer und Sportdirektor:
da offenbar HB beide aussucht, kann er sich damit natürlich nicht der Verantwortung für den sportlichen Erfolg/Misserfolg entziehen. Etwas anderes wäre es gewesen, wenn der AR den Sportdirektor auswählt, oder zumindest deutlich stärker eingebunden wird (was die von mir bevorzugte Variante gewesen wäre).

Es fällt mir unter den gegebenen Umständen einfach schwer daran zu glauben, dass sich bei der Eintracht etwas zum Besseren ändern wird, solange HB weiterhin das Sagen im Verein hat.


Mir geht es leider genau so!