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FräuleinAdler

15640

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Miso schrieb:
kreuzbuerger schrieb:
deswegen werden die kinder hier auch schon mit 5 jahren eingeschult...


Was auch extrem bescheuert ist. Die armen Moppel, die noch nicht mal eine halbe Stunde still sitzen können und besser spielen sollten, müssen in die Schule.




Und bescheren dann der Pharmaindustrie ein gutes Geschäft, wenn nur noch Ritalin hilft, um die armen kleinen Moppel wieder ruhig zu kriegen.
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Pedrogranata schrieb:
So eine Kita wird es in Berlin auch nicht umsonst geben und die Euronen, die das kostet, sind für einen Hausmeister eben kein Pappenstiel..

Kita-Pflicht und -Recht und zwar (incl Deutschlernen) umsonst !


Bis vor wenigen Jahren, vielleicht sogar jetzt noch, war es ja schick, wenn die Kinder schon im Kindergarten Englisch lernten, das war im Interesse der "deutschen" Eltern und dafür wurden in den Kitas  Kurse eingerichtet, zumindest in Hanau, einer Stadt mit sehr hohem Anteil von Migranten mit türkischem Hintergrund (ungefähr 10 bis 15 Prozent).   Kinder aus Migrantenfamilien beim Deutschlernen zu fördern und dafür Extra-Mittel zur Verfügung zu stellen, stand nicht auf der Tagesordnung. Meiner Ansicht nach ein Riesenversäumnis und völlig unverständlich.
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jack the ripper
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pelo schrieb:
069er schrieb:
Was ist nur aus dem Schwergewichtsboxen geworden?! Traurig...


Mann du hast so recht....
Nur noch Flaschen.
Wenn ich da an Ali ,Foreman, Frazier,Tyson denke.
Nur noch Show ,Werbung u. beginnt immer später.
demnächst wahrscheinlich um 1.30.
Echt langweilig nur noch...  


Was heißt hier: beginnt immer später. Ali gegen Frazier fand in den frühen Morgenstunden statt. Kann mich noch erinnern, wie ich als Kind von meinem Vater gegen 3 oder 4 Uhr morgens geweckt wurde, damit ich diesen legendären Boxkampf nicht verpasse.  Am nächsten Tag gab es schulfrei.  
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adlerkadabra schrieb:
Nochmal zum Nachgenießen:

http://www.youtube.com/watch?v=P8kVGq1Brcw



                              ,-)    
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So ein Tag, so wunderschön ..... unglaublich.

Die letzten Minuten, nein Sekunden dieses Spiels waren an Spannung nicht zu überbieten.

Morgen abend fällt Tatort aus.  
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Sorry, da hat sich ein kleiner Zahlenfehler eingeschlichen: gemeint ist natürlich yeboah1981.
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tutzt schrieb:
Mir ging es im übrigen auch nicht sosehr um das "die armen Christen" oder "Aber die bösen Muslime" sondern nur um die völlig verzerrte Wahrnehmung die noch mit ungeheurer Arroganz gegenüber den bösen und ständig fehlgehenden Deutschen vorgetragen wird, von der werten Frl.Adler aufzuzeigen, die so sehend auf dem einen Auge ist, dass sie auf dem anderen leider erblindete...
Sarrazin in Grün halt.


Es ist nicht das erste Mal, dass du  mich beleidigend angehst. Du unterstellst mir eine völlig verzerrte Wahrnehmung, ungeheure Arroganz und Einäugigkeit. Außerdem stellst du mich zum wiederholten Mal  auf eine Stufe mit Sarrazin, was ich als äußerst  unverschämt und verletzend empfinde. Zum Glück bin ich nach dem fulminanten Auswärtssieg unserer Eintracht  und dem  Einzug der Türkei ins Endspiel der Basketball-WM   zu gut gelaunt, sonst würde ich wahrscheinlich um einiges wütender  auf diese Angriffe gegen mich reagieren.  

Ich sehe mich weder als Gegnerin der Deutschen, zu denen ich mich auch zähle, noch als Verteidigerin oder Anwältin der Muslime, zu denen ich nicht gehöre. Mir ging es um das Recht auf freie Religionsausübung,  das nicht nur zu den Grundrechten in diesem Land, sondern zu den Menschenrechten zählt. Und selbstverständlich sollte sich die Ausübung jeder  Religion  im Rahmen des Grundgesetzes bewegen, d.h. keine anderen Grundrechte verletzen.  
Meine Aussagen über die Abneigung in der (Mehrheits-)Gesellschaft gegenüber dem Islam und den Muslimen bezog sich auf folgenden Beitrag von yeboah1983:

[/quote]Deine Einschätzungen werden auch von einer Studie bestätigt, die demnächst veröffentlicht wird.
http://www.fr-online.de/politik/der-extremismus-der-mitte/-/1472596/4625246/-/index.html

"Aber eines verrät Brähler schon: Der Aussage, Muslimen sollte in Deutschland die Religionsausübung verboten werden, stimme eine überwältigende Mehrheit zu. "


Ich habe lediglich versucht, eine Erklärung für diese  von einer überwältigenden Mehrheit gemachten Forderung nach Einschränkung der freien Religionsausübung zu finden, die möglicherweise  etwas einseitig wirkte, aber aus einer langjährigen Beobachtung und Beschäftigung mit diesem Thema resultiert. Es war auch  nicht mein Anliegen, eine allumfassende Erklärung für den "Rassismus in der Mitte der Gesellschaft" zu finden. Ich wollte damit auf  einen Aspekt, auf eine mögliche Ursache neben sicherlich sehr viel anderen für dieses Phänomen hinweisen.  

Ich würde mir wünschen, über Inhalte zu diskutieren, nicht jedoch über Eigenschaften der jeweiligen Personen, die hier ihre Meinungen zum Besten geben.
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yeboah1981 schrieb:
FräuleinAdler schrieb:
yeboah1981 schrieb:
Wedge schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Nein tut es nicht. Die Steinbach ist nicht dumm.
Es zeugt
1. davon was heute mittlerweilen wieder möglich ist,
2. davon wes Geistes Kind die Steinbach ist und
3. davon wo es grad hingeht auf breiter Front, weil nichts isoliert passiert


Das macht mir schon seit einiger Zeit Sorgen.

Irgendwie ist Nationalismus mit Fascho-Einschlag wieder in, nicht nur bei Flitzpiepen wie Steinbach und Sarrazin.

Was Ich so im Laufe des letzten Jahres in Gesprächen mit ganz normalen Menschen zum Teil gehört habe, die Ich grundsätzlich durchaus als demokratisch, liberal und offen kennen gelernt habe, da kann einem Angst und Bange werden.

Natürlich gedeiht in wirtschaftlich schlechten Zeiten der Extremismus und die Mechanismen, wie man Unzufriedenheit in der Bevölkerung kanalisiert, indem man ihr einen vermeintlichen Feind zum fressen vorwirft sind ja nun auch schon seit den Römern bekannt.

Erschreckend ist dabei für mich, dass man bei diesen "Naturgesetzen" menschlichen Verhaltens seit einiger Zeit live zusehen kann.  :neutral-face

Deine Einschätzungen werden auch von einer Studie bestätigt, die demnächst veröffentlicht wird.
http://www.fr-online.de/politik/der-extremismus-der-mitte/-/1472596/4625246/-/index.html

"Aber eines verrät Brähler schon: Der Aussage, Muslimen sollte in Deutschland die Religionsausübung verboten werden, stimme eine überwältigende Mehrheit zu. "

Das ist doch unfassbar!  



Nach meiner Einschätzung und Erfahrung gibt es Antipathie und Ressentiments gegenüber dem Islam und muslimischen Glaubensangehörigen in Deutschland schon seit Jahrzehnten. Öffentlich wurde das nur selten thematisiert, da der Islam- mit allem was dazugehört - sich eher in den Hinterhöfen versteckte.   Mittlerweile (aus vielen Gründen) treten jedoch immer mehr Menschen, die sich zum Islam bekennen, deutlich selbstbewußter auf. Viele von ihnen sehen sich als Teil dieser Gesellschaft, sind sehr wohl integriert und kennen ihr demokratisches Recht auf Glaubens- und Meinungsfreiheit sehr genau. Es werden  Moscheen mit Minarett gebaut, junge Frauen passen ihre Kopftücher, die sie aus Überzeugung tragen, der neuesten Mode oder ihrem jeweiligen Lieblingsverein an (gesehen in Dortmund: eine junge Muslima , bedeckt mit gelb-schwarzem Kopftuch beim Spiel gegen die Eintracht).
Diese Art und Weise, demokratische Rechte zu interpretieren und sie auszuleben,  scheint  für viele Menschen in diesem Land  bedrohlich zu sein, nur so kann ich mir die  Forderung nach autoritärem Durchgreifen - Verbot der Religionsausübung - erklären.

Also manchmal machst du es dir doch etwas einfach. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Nach 9/11 und den ganzen Nachwehen wurde ein Feindbild aufgebaut, zusammen mit der von Koch und Konsorten ins Spiel gebrachten "Ausländerkriminalität" und der Wirtschaftssituation ergibt das diesen ekeligen Brei. Du malst dir da die Situation m.E. doch etwas zu rosarot.



Mag sein, dass das jetzt rosarot daherkommt. Deswegen habe ich ja geschrieben: aus vielen Gründen...Dazu zählen natürlich auch die von dir genannten.
Ereignisse wie 9/11 oder auch insbesondere Abu-Ghuraib haben zu eine Standortbestimmung ,insbesondere junger Muslime geführt, die sich auch hier in Deutschland bemerkbar macht. Viele versuchen einen Weg zu finden, um ihren Glauben  hier in dieser Gesellschaft zu leben, sich dabei aber vom Terror, der mit dem Islam begründet wird, abzugrenzen.

Dass selbstbewußt auftretende Muslime eine bedrohliche Wirkung haben, ist, wie ich finde, nun wirklich keine rosarote Weltsicht. Siehe Schweiz und Minarettverbot.
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Pedrogranata schrieb:
Misanthrop schrieb:


Etwas OT, aber: Pedro, bitte, das ist doch etwas einseitig:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kruzifix-Beschluss

Eine Trennung von Kirche und Staat bedeutet doch nicht, dass es keine Koexistenz geben darf, die der Staat verfassungsrechtlich bestimmten Rahmenbedingungen unterstellt.
Ich wurde in über vier Jahrzehnten aufgrund einer Religionszugehörigkeit weder vor etwas bewahrt noch in irgeneiner Hinsicht protegiert.


Die Kruzifix-Entscheidung hat mit Beschäftigungsverhältnissen nichts zu tun.
Du weißt aber im übrigen auch, daß die Kruzifix-Entscheidung nicht wirklich praktische Auswirkungen hatte, d.h. die Kruzifixe weiterhin in Bayern hängen.

Trennung von Kirche und Staat ist für mich zB nicht gegeben, wenn das sonst allgemein geltende Recht bei Beschäftigungsverhältnissen der Kirchen, die aber, wie im Fall von Frankenadler die Erledigung öffentlicher Aufgaben betreffen, keine Geltung besitzt und stattdessen die religiösen Grundsätze dieses Beschäftigungsverhältnis bis tief in die Privatsphäre des Mitarbeiters hinein bestimmen.


Ich kann das nur bestätigen. Obwohl ich zum damaligen Zeitpunkt noch Angehörige der evangelischen Kirche war, wurde mir eine bereits zugesagte Stelle  bei einem evangelischen Träger kurz vor der Vertragsunterzeichnung verweigert, da ich einen nicht-deutschen Nachnamen hatte, der darauf hinwies, dass mein Partner ein Muslim sein könnte. Vom religiösen Leiter wurde ich einem regelrechten Kreuzverhör unterzogen, in dem ich nicht nur meine religiöse Einstellung, sondern auch die des damaligen Partners offenlegen sollte.
Danach war klar, ich komme für die Stelle nicht in Frage. Meine Qualifikation spielte dabei keinerlei Rolle.




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dem Rotkäpple sei Oma
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yeboah1981 schrieb:
Wedge schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Nein tut es nicht. Die Steinbach ist nicht dumm.
Es zeugt
1. davon was heute mittlerweilen wieder möglich ist,
2. davon wes Geistes Kind die Steinbach ist und
3. davon wo es grad hingeht auf breiter Front, weil nichts isoliert passiert


Das macht mir schon seit einiger Zeit Sorgen.

Irgendwie ist Nationalismus mit Fascho-Einschlag wieder in, nicht nur bei Flitzpiepen wie Steinbach und Sarrazin.

Was Ich so im Laufe des letzten Jahres in Gesprächen mit ganz normalen Menschen zum Teil gehört habe, die Ich grundsätzlich durchaus als demokratisch, liberal und offen kennen gelernt habe, da kann einem Angst und Bange werden.

Natürlich gedeiht in wirtschaftlich schlechten Zeiten der Extremismus und die Mechanismen, wie man Unzufriedenheit in der Bevölkerung kanalisiert, indem man ihr einen vermeintlichen Feind zum fressen vorwirft sind ja nun auch schon seit den Römern bekannt.

Erschreckend ist dabei für mich, dass man bei diesen "Naturgesetzen" menschlichen Verhaltens seit einiger Zeit live zusehen kann.  :neutral-face

Deine Einschätzungen werden auch von einer Studie bestätigt, die demnächst veröffentlicht wird.
http://www.fr-online.de/politik/der-extremismus-der-mitte/-/1472596/4625246/-/index.html

"Aber eines verrät Brähler schon: Der Aussage, Muslimen sollte in Deutschland die Religionsausübung verboten werden, stimme eine überwältigende Mehrheit zu. "

Das ist doch unfassbar!  



Nach meiner Einschätzung und Erfahrung gibt es Antipathie und Ressentiments gegenüber dem Islam und muslimischen Glaubensangehörigen in Deutschland schon seit Jahrzehnten. Öffentlich wurde das nur selten thematisiert, da der Islam- mit allem was dazugehört - sich eher in den Hinterhöfen versteckte.   Mittlerweile (aus vielen Gründen) treten jedoch immer mehr Menschen, die sich zum Islam bekennen, deutlich selbstbewußter auf. Viele von ihnen sehen sich als Teil dieser Gesellschaft, sind sehr wohl integriert und kennen ihr demokratisches Recht auf Glaubens- und Meinungsfreiheit sehr genau. Es werden  Moscheen mit Minarett gebaut, junge Frauen passen ihre Kopftücher, die sie aus Überzeugung tragen, der neuesten Mode oder ihrem jeweiligen Lieblingsverein an (gesehen in Dortmund: eine junge Muslima , bedeckt mit gelb-schwarzem Kopftuch beim Spiel gegen die Eintracht).
Diese Art und Weise, demokratische Rechte zu interpretieren und sie auszuleben,  scheint  für viele Menschen in diesem Land  bedrohlich zu sein, nur so kann ich mir die  Forderung nach autoritärem Durchgreifen - Verbot der Religionsausübung - erklären.  
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Träumerchen  
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FrankenAdler schrieb:
Aber egal, das ist nicht halb so prickelnd wie dieses geile Gefühl von Angst, das einem das vermeintlich Fremde und Abgewandte dieser Leute einjagt.
Sarrazin sei Dank können sich da dann ja jetzt einige wieder genüsslich gruseln.


Frankenadler hat es auf den Punkt gebracht.
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marco-sge schrieb:
Das Buch trägt den falschen Titel. Es sollte " Nichts als die Wahrheit" heissen und nein,ich bin kein NAZI. Nur gehe ich mit offenen Augen durch unser Land und das was ich da sehe, macht mir langsam Angst. Gute Nacht.....kann euer Bullshit hier nicht mehr lesen.  


Nichts als die Wahrheit?   Kommt mir irgendwie bekannt vor.

Für Ängste aller Art gibt es übrigens mittlerweile gute
Behandlungsmöglichkeiten. Dir kann geholfen werden.  
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Nostradamus schrieb:
Morphium schrieb:
Da man nichts anderes gefunden hat um gegen die "Ausländer" zu hetzen als die deutsche Sprache, würde ich gerne von den weltoffenen und ausdemLandderDichterundDenker-Stammenden Mitmenschen wissen, ob sie jemals mehr als eine Handvoll "Ausländer" kennenlernen dürften die kein Wort deutsch konnten?!?


Mir ist bisher nur ein anatolischer Opa begegnet, der seit 36 Jahren hier lebt/lebte und nur brüchig deutsch kann/konnte, aber ansonsten konnten die meisten "Ausländer" die ich begegnete gut deutsch, teilweise sogar besser als Achim aus Dumpflinghausen oder Kevin aus Berlin.


Aber man braucht ja etwas um sich aufzugeilen...


Also, ich weiß nicht in welchem Kuhkaff Du lebst, aber ich sehe jeden Tag welche. Halte Dich mal für einen Tag in Frankfurt auf.

Oder besser noch - mach endlich überhaupt mal die Augen auf.


Du scheinst ja ein Multitalent zu sein. Allein vom Sehen mitzukriegen, wie gut jemand Deutsch sprechen kann. Alle Achtung.  
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gereizt schrieb:
Bei notwendigen Amtsgängen ist hier finde ich ein Dolmetscher angemessen, der vom Amt gestellt wird, aber doch nicht die Umstellung der Amtssprache oder eine Vielzahl von Amtssprachen. Wir verstehen uns doch schon oft genug nicht, wenn wir Deutsch sprechen. Hilfe beim Erlernen der Sprache sowie Toleranz und angemessene Hilfestellung gegenüber dem der sie noch nicht beherrscht.

Die Forderung, unentgeltliche Dolmetscherdienste für Gesundheitswesen und Ämter einzurichten, ist nicht neu.
In England ist es seit Jahrzehnten selbstverständlich, dass Einwanderer, die der englischen Sprache  nicht ausreichend mächtig sind, bei Arztbesuchen oder im Krankenhaus, Unterstützung durch speziell ausgebildete Dolmetscher erhalten.

Nun wird das auch in Deutschland von Seiten des Ethikrats gefordert. Bin mal gespannt, ob die Krankenkassen sich bereit zeigen werden, die Kosten zu übernehmen. Dringend notwendig wäre es auf jeden Fall.
http://www.ethikrat.org/presse/pressemitteilungen/2010/pressemitteilung-2010-04
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Eine "zwangs"-muslimifizierte Frankfurterin hat sich zu Wort gemeldet.

http://www.zeit.de/2010/36/Muslimifizierung?page=2

Nach klassischem Verständnis heißt Religionsfreiheit, dass erstens jeder das Recht hat, seinen jeweiligen Glauben zu praktizieren. Zweitens, dass er das Recht hat, an die Inhalte gar keiner Religion zu glauben. Vielleicht ist es an der Zeit, ein drittes Recht zu verteidigen: das, über die eigene Religion zu schweigen. Nicht ständig als Mitglied einer bestimmten Religion adressiert zu werden. Das Recht, selbst zu bestimmen, in welchen Kontexten die eigene Religionszugehörigkeit von Bedeutung ist und wann nicht. Der Mehrheit kommt dieses Recht natürlich so selbstverständlich zu, dass sie es nicht erst in Anspruch nehmen muss; niemand würde auf die Idee kommen, eine deutsch-deutsche Sachbearbeiterin als »evangelisch« oder »katholisch« zu etikettieren, wenn sie nicht gerade bei einer Kirche angestellt ist. Doch für Minderheiten gelten eigene Regeln, hier wie in anderen Kontexten. Nur sie sind es, die sich erklären müssen oder über die man entsprechend aufklärt. »Unser schwuler Freund Ole.« – »Meltem Dikkaya. Sie ist Sachbearbeiterin und Muslimin.«


In der ganzen Debatte um Sarrazin stört mich am meisten stört, dass jetzt plötzlich ständig von Muslimen gesprochen und Menschen zu Muslimen gemacht und dazu noch mit bestimmten,  abwertenden Eigenschaften (mindere Intelligenz, Gewaltbereitschaft etc.) versehen werden, obwohl sie  möglicherweise das Muslim-Sein für sich gar nicht als ihre Identität oder wenn überhaupt nur als eine ihrer Identitäten betrachten.

Vorhin habe ich auf Teletxt RTL folgende erste Nachricht gelesen:
  Muslim-Gewalt kein Tabu . 120

Wie bitte? Was ist Muslim-Gewalt?  Ist das eine besondere Art der Gewalt?

Stelle mir gerade folgende Nachricht vor:

Christen-Gewalt kein Tabu oder
Juden-Gewalt kein Tabu

Anscheinend wird jetzt auch Gewalt in religiöse Kategorien eingeteilt.
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sgeheilbronn1899 schrieb:
Wir brauchen mehr Deutsche, die so gut aussehen wie sie...oh man...



Wo er recht hat, hat er recht.  

Wir wollen ja mal bei einem älteren, in die Jahre gekommenen Mann nícht ganz so streng sein.  
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complice schrieb:
Worum geht's hier eigentlich??????



Um irgendeinen Notstand. Habs auch nicht so ganz verstanden.