
Luzbert
18914
Vielen Dank Knueller für Deine Ergänzungen. Sie beschreiben vieles von dem, was bei mir noch unerwähnt blieb.
Einen Aspekt möchte ich aber aufgreifen:
...denn auch für mich war "We are the champions" ein absoluter Höhepunkt mit dem ein Trauma von mir geheilt wurde.
1992 war ich gegen Bremen im Stadion und das Lied wurde nach dem 2:2 gespielt. Die Blicke richteten sich bang auf die Tabelle auf der Anzeigetafel und es kam die Angst vor dem Scheitern auf. Wie es endete, wissen wir alle.
Seitdem ist dieses unfassbar starke Lied für mich mit Trauer, Verlust und Scheitern verbunden.
Nach dem Pokalsieg 2018 hatte ich gehofft, dass es im Stadion gespielt würde. Aber es blieb aus und das Trauma blieb bestehen.
Das Werk war für mich weiterhin mit dem bangen Blick auf die Tabelle verbunden.
Als nach der Pokalübergabe die ersten Töne des Stücks anklangen, fühlte es sich fpr mich an, als würde der Moment an die Szenen nach dem Bremenspiel anknüpfen.
Ich genoss jede Nuance des Werks, die Kurve stimmte ein und es war als würde sich Feenstaub auf die alte Wunde legen.
Das Rostocktrauma habe ich vor vier Jahren bereits überwunden.
Jetzt kann ich auch eines der größten Lieder mit anderen Augen und Emotionen genießen.
Und glaubt mir, das tue ich!
Ich bin so wahnsinnig glücklich, dass es nach dem Triumph gespielt wurde, das könnt ihr euch nicht vorstellen!
Was soll man dazu sagen? Das ist halt der Unterschied zwischen Freiburgern und Frankfurtern 😎
Einen Aspekt möchte ich aber aufgreifen:
Knueller schrieb:
We are the champions war der Hammer
...denn auch für mich war "We are the champions" ein absoluter Höhepunkt mit dem ein Trauma von mir geheilt wurde.
1992 war ich gegen Bremen im Stadion und das Lied wurde nach dem 2:2 gespielt. Die Blicke richteten sich bang auf die Tabelle auf der Anzeigetafel und es kam die Angst vor dem Scheitern auf. Wie es endete, wissen wir alle.
Seitdem ist dieses unfassbar starke Lied für mich mit Trauer, Verlust und Scheitern verbunden.
Nach dem Pokalsieg 2018 hatte ich gehofft, dass es im Stadion gespielt würde. Aber es blieb aus und das Trauma blieb bestehen.
Das Werk war für mich weiterhin mit dem bangen Blick auf die Tabelle verbunden.
Als nach der Pokalübergabe die ersten Töne des Stücks anklangen, fühlte es sich fpr mich an, als würde der Moment an die Szenen nach dem Bremenspiel anknüpfen.
Ich genoss jede Nuance des Werks, die Kurve stimmte ein und es war als würde sich Feenstaub auf die alte Wunde legen.
Das Rostocktrauma habe ich vor vier Jahren bereits überwunden.
Jetzt kann ich auch eines der größten Lieder mit anderen Augen und Emotionen genießen.
Und glaubt mir, das tue ich!
Ich bin so wahnsinnig glücklich, dass es nach dem Triumph gespielt wurde, das könnt ihr euch nicht vorstellen!
Knueller schrieb:Luzbert schrieb:
Nach einer [...] einer ausgiebigen Dusche
Lächerlich. Ich hab gestern Nachmittag das erste mal wieder Wasser gesehen.
Was soll man dazu sagen? Das ist halt der Unterschied zwischen Freiburgern und Frankfurtern 😎
Luzbert schrieb:Ich auch. An das Spiel erinnere ich mich noch, als obs gestern war. War ein furchtbares Gekicke gegen eine Mannschaft, für die es um nichts mehr ging. Und entsprechend hatte ich trotz Führung über lange Zeit immer das Gefühl, dass es am Ende noch schief geht. So wars dann ja auch, auch wenn Toni am Ende noch die Vollkatastrophe verhindern konnte. Einer der beschissensten Tage im Waldstadion überhaupt.
1992 war ich gegen Bremen im Stadion
Singen wir eigentlich jetzt statt wir holen den U Uefa Cup irgendwas mit Champions League.
Wir müssen uns ja an die neuen Gegebenheiten anpassen...
Wir müssen uns ja an die neuen Gegebenheiten anpassen...
adler_rodgau schrieb:
denke ich dann an eine Nacht in Sevilla zurück, denke Opas Asche im Block S46 und verdrückt eine Träne. Danke, heilige Diva, Danke für deine Gnade.
Vielen lieben Dank für diesen schönen Bericht und den emotionalen Einblick. Auch ich werde diese Stunden an Deiner Seite niemals vergessen. Papa!
Waldstadion67 schrieb:adler_rodgau schrieb:
denke ich dann an eine Nacht in Sevilla zurück, denke Opas Asche im Block S46 und verdrückt eine Träne. Danke, heilige Diva, Danke für deine Gnade.
Vielen lieben Dank für diesen schönen Bericht und den emotionalen Einblick. Auch ich werde diese Stunden an Deiner Seite niemals vergessen. Papa!
Der Bericht war ja schon echt bewegend. Aber das hier ist die Kirche auf der Torte!
Luzbert schrieb:Waldstadion67 schrieb:adler_rodgau schrieb:
denke ich dann an eine Nacht in Sevilla zurück, denke Opas Asche im Block S46 und verdrückt eine Träne. Danke, heilige Diva, Danke für deine Gnade.
Vielen lieben Dank für diesen schönen Bericht und den emotionalen Einblick. Auch ich werde diese Stunden an Deiner Seite niemals vergessen. Papa!
Der Bericht war ja schon echt bewegend. Aber das hier ist die Kirche auf der Torte!
Aber echt, das ist soooo schön!
propain schrieb:Exil-Adler-NRW schrieb:
Im Fernsehen sah es ohnehin so aus, als wären deutlich mehr Rangers, als Eintracht Fans im Stadion. Gibt es da hinsichtlich der Ticketvergabe ne Erklärung?
Welche Erklärung soll es denn geben? Jeder Verein bekam 10.000 Tickets, der Rest ist Losglück.
Losglück kann es nicht sein. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche Ungleichheit liegt faktisch bei 0.
Es ist eher anzunehmen, dass sich deutlich mehr Glasgower als Frankfurter über die UEFA beworben haben. Dazu sind wahrscheinlich einige der West Ham Tickets rüber gewandert. Das könnte auch die Menge der Schotten in unserer Kurve erklären. West Ham hatte ja wie wir auch unter anderem für diese Blöcke die UEFA-Tickets erhalten.
Dazu waren die Schotten deutlich bereiter Mondpreise über Ticketanbieter zu kaufen.
Luzbert schrieb:propain schrieb:Exil-Adler-NRW schrieb:
Im Fernsehen sah es ohnehin so aus, als wären deutlich mehr Rangers, als Eintracht Fans im Stadion. Gibt es da hinsichtlich der Ticketvergabe ne Erklärung?
Welche Erklärung soll es denn geben? Jeder Verein bekam 10.000 Tickets, der Rest ist Losglück.
Losglück kann es nicht sein. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche Ungleichheit liegt faktisch bei 0.
Es ist eher anzunehmen, dass sich deutlich mehr Glasgower als Frankfurter über die UEFA beworben haben. Dazu sind wahrscheinlich einige der West Ham Tickets rüber gewandert. Das könnte auch die Menge der Schotten in unserer Kurve erklären. West Ham hatte ja wie wir auch unter anderem für diese Blöcke die UEFA-Tickets erhalten.
Dazu waren die Schotten deutlich bereiter Mondpreise über Ticketanbieter zu kaufen.
Im Fernsehen sah es wirklich nach mehr Glasgow Anteil aus. Auf einem Foto, welches aus dem Eintracht Block geschossen wurde, sah man, dass es auf der anderen Gerade andersherum aussah und dort weiß in der Überzahl war. Da die Kamera diese Tribüne nicht einfangen konnte, hat das am Fernseher nicht wahrgenommen. Vermutlich war der Anteil am Ende fast gleich.
Bin seit Jahren stille Mitleserin, aber möchte es mir nicht nehmen lassen von unseren Erfahrungen zu berichten.
Im Vorfeld waren wir über die UEFA an Tickets gekommen. Damit ist wohl das (Los-)Glück für ein ganzes Leben aufgebraucht worden, aber das ist mir völlig egal.
Hinflug mit Condor am Mittwoch in der früh. Plötzlich die Durchsage: Peter Feldmann ist an Bord und möchte ein paar Worte sagen. Naja...ein bisschen Buhrufe gab es immerhin, ein Passagier hat es sich nicht nehmen lassen ihn ordentlich zu beschimpfen. Feldmann verspricht, alle Anwesenden in den Kaisersaal einzuladen...sagen wir mal so, das ist nicht der Peter, mit dem ich gerne abhängen würde. "Ohne AWO, wärst du gar nicht hier..."
Am Flughafen in Sevilla angekommen ging es problemlos zum Fanntreff am Prado. Celo & Abdi machen das, was Celo & Abdi so machen und kurz darauf kommt unser Präsident und sagt die nun schon legendären Worte, dass er den Pokal gerne als Trinkbehälter nutzen würde. Die Menge liebt es, natürlich. Tankard heizt noch mal richtig ein (wenn auch eigentlich gar nicht nötig bei den Temperaturen) und schon geht es ab auf den Fanmarsch. Dieser entpuppt sich dann als enorm anstrengend, die spanische Polizei hielt es für notwendig, mehrmals zu blockieren und Tausende in der prallen Sonne stehen zu lassen.
Drin am Stadion direkt mit ordentlich Flüssigkeit eingedeckt (im Nachhinein wohl die schlauste Idee des Abends) und ab zu den Sitzen im Block P16. Direkt an der Kurve, gefühlt fast auf dem Spielfeld. Unglaublich.
Kurz vor Anpfiff zeigt dich die spanische Polizei einmal mehr von ihrer schlechten Seite und ordnet an, die weißen Banner in der Kurve abzuhängen. Aber wir wären nicht die Eintracht, wenn wir dies einfach so zulassen würden. Unter extremen Jubel und Beifall reißen die Fans die UEFA-Banner ab und tauchen die Kurve erneut in strahlendes Weiß. Das steigerte die ohnehin schon fanastische Stimmung noch einmal. Die Rangersfans waren uns, trotz zahlenmäßig absoluter Überlegenheit, in Sachen Lautstärke nicht einmal ebenbürtig. Ich liebe diesen Verein einfach.
Zum Spiel: Ihr kennt es. Ausgleich machen, Elfer halten und selbst 5 Dinger unhaltbar reinknallen. Verdienter Sieger? Steht für mich außer Frage. Einzige Ergänzung hierzu. Die Polizei hat uns in HZ 1 mehrfach dazu aufgefordert, uns hinzusetzen, um den feinen Herren hinter uns nicht die Sicht zu versperren. Wir saßen kurz, dann sprangen wir wieder auf. Im zweiten Durchlauf traute sich keiner mehr, uns irgendwas zu sagen.
Rückweg für mich dann nur noch wie in Trance: Bis 1 im Stadion gefeiert, völlig fertig mit schmerzenden Beinen zum Fantreff zurück gelatscht, Glückwünsche von Rangersfans entgegen genommen, Taxi an den Flughafen, anderen Fans beim schlafen auf dem Gepäckband zugeschaut und schon saßen wir im Flieger zurück.
Ich schreibe diese Worte komplett ramponiert und ohne Stimme. Es war der beste Tag meines Lebens.
Im Vorfeld waren wir über die UEFA an Tickets gekommen. Damit ist wohl das (Los-)Glück für ein ganzes Leben aufgebraucht worden, aber das ist mir völlig egal.
Hinflug mit Condor am Mittwoch in der früh. Plötzlich die Durchsage: Peter Feldmann ist an Bord und möchte ein paar Worte sagen. Naja...ein bisschen Buhrufe gab es immerhin, ein Passagier hat es sich nicht nehmen lassen ihn ordentlich zu beschimpfen. Feldmann verspricht, alle Anwesenden in den Kaisersaal einzuladen...sagen wir mal so, das ist nicht der Peter, mit dem ich gerne abhängen würde. "Ohne AWO, wärst du gar nicht hier..."
Am Flughafen in Sevilla angekommen ging es problemlos zum Fanntreff am Prado. Celo & Abdi machen das, was Celo & Abdi so machen und kurz darauf kommt unser Präsident und sagt die nun schon legendären Worte, dass er den Pokal gerne als Trinkbehälter nutzen würde. Die Menge liebt es, natürlich. Tankard heizt noch mal richtig ein (wenn auch eigentlich gar nicht nötig bei den Temperaturen) und schon geht es ab auf den Fanmarsch. Dieser entpuppt sich dann als enorm anstrengend, die spanische Polizei hielt es für notwendig, mehrmals zu blockieren und Tausende in der prallen Sonne stehen zu lassen.
Drin am Stadion direkt mit ordentlich Flüssigkeit eingedeckt (im Nachhinein wohl die schlauste Idee des Abends) und ab zu den Sitzen im Block P16. Direkt an der Kurve, gefühlt fast auf dem Spielfeld. Unglaublich.
Kurz vor Anpfiff zeigt dich die spanische Polizei einmal mehr von ihrer schlechten Seite und ordnet an, die weißen Banner in der Kurve abzuhängen. Aber wir wären nicht die Eintracht, wenn wir dies einfach so zulassen würden. Unter extremen Jubel und Beifall reißen die Fans die UEFA-Banner ab und tauchen die Kurve erneut in strahlendes Weiß. Das steigerte die ohnehin schon fanastische Stimmung noch einmal. Die Rangersfans waren uns, trotz zahlenmäßig absoluter Überlegenheit, in Sachen Lautstärke nicht einmal ebenbürtig. Ich liebe diesen Verein einfach.
Zum Spiel: Ihr kennt es. Ausgleich machen, Elfer halten und selbst 5 Dinger unhaltbar reinknallen. Verdienter Sieger? Steht für mich außer Frage. Einzige Ergänzung hierzu. Die Polizei hat uns in HZ 1 mehrfach dazu aufgefordert, uns hinzusetzen, um den feinen Herren hinter uns nicht die Sicht zu versperren. Wir saßen kurz, dann sprangen wir wieder auf. Im zweiten Durchlauf traute sich keiner mehr, uns irgendwas zu sagen.
Rückweg für mich dann nur noch wie in Trance: Bis 1 im Stadion gefeiert, völlig fertig mit schmerzenden Beinen zum Fantreff zurück gelatscht, Glückwünsche von Rangersfans entgegen genommen, Taxi an den Flughafen, anderen Fans beim schlafen auf dem Gepäckband zugeschaut und schon saßen wir im Flieger zurück.
Ich schreibe diese Worte komplett ramponiert und ohne Stimme. Es war der beste Tag meines Lebens.
Dann fangen wir mal an.
Das Wichtigste vorab:
Der Pott ist in Frankfurt !!! 😊
Hier unser ( leider nicht so schönes ) Erlebnis, aus der Sicht meines Mannes geschildert :
Der Tag fing gut an. Gesunde Aufregung, viele Freunde getroffen, gute Stimmung, einfach genial bis es dann los ging zum Stadion. Völlig überhitzt, mit Schmerzen im Fuß, durch eine Entzündung am Mittelfußknochen, ging es bei gefühlter Gluthitze sehr beschwerlich zum Stadion.
Vor dem Einlass, durch die schlechte Organisation des Ablaufes,( wer konnte schon ahnen, das 40.000 Leute ins Stadion wollen ?! ) noch mal gefühlte Stunden in der Sonne gestanden.
Nach dieser Tortur kurz versucht im Innenraum auf der Treppe sich zu erholen, um dann auf unsere Plätze zu gelangen. Gleich kamen zwei sehr nette Ordner auf uns zu und fragten ( mehr spanisch, als englisch ), ob alles in Ordnung sei. Wir wollten nur einen kleinen Moment ausruhen. Sie fragten nach unseren Plätzen und boten uns an, uns mit dem Aufzug in die Nähe unserer Plätze zu bringen.
Und da begann das Drama.
Da sie aber das eigene Stadion wohl nicht kannten, irrten wir mehrfach in verschiedenen Stockwerken, vor verschiedenen Blöcken wild umher. Treppe hoch, Treppe runter. Aufzug hoch, Aufzug runter. In den halben Blockgelaufen, wieder zurück. Und dann wieder falsch. Die Ordner diskutierten untereinander, wo es nun hingehen soll, aber es war immer der falsche Weg.
Wären wir am Anfang restliche Treppe raufgelaufen, wäre alles gut gewesen.
Schmerzen wurden immer schlimmer. Jetzt spielte auch der Kreislauf verrückt und endlich vor unserem Block angekommen brach alles zusammen. Sanitäter kamen zur Hilfe und brachten mich letztlich quer durch das Stadion, hindurch durch eigene Fans, durch Glasgow Fans über einige Umwege zur Krankenstation.
Peinlich berührt, fühlte ich mich auf dem seltsamen Sani-Schubkarren-Gestell wie ein Sack Kartoffel auf dem Weg zur Kompostieranlage.
Meine Frau durfte nicht mit rein und mußte vor der Ambulanz zwischen den ganzen Ranger Fans auf mich warten, da die Ambulanz ja im Rangers Block war.
Auch auf in der Ambulanz war es recht kompliziert, sich zu verständigen, da eine Kommunikation auf englisch nahezu unmöglich war. Letztlich stellten die Sanitäter fest, dass der Blutdruck im Keller war, gaben mir eine Pille gegen die Schmerzen, natürlich ohne Wasser, und erklärten mir nun, dass ich entweder ins Krankenhaus muss oder auf eigene Gefahr zurück in den Block. Habe mich natürlich für den Block entschieden.
Also brachte uns ein Helfer raus aus der Krankenstation und erklärte uns, dass wir langsam außen herum wieder zu unserem Eingang gehen sollen. Das taten wir, mit dem Resultat, dass man uns nicht mehr hinein ließ, da wir ja schon drin waren weil der Sani uns nicht ausgecheckt hatte.
Wir versuchten nun erneut zu erklären, was passiert war und uns die Leute aus der Krankenstation außen herum geschickt haben. Auch haben sie uns am Eingang wiedererkannt, doch der „Oberpförtner“ entschied, das wir nicht mehr ins Stadion dürften.
Nun brachen alle Dämme! Quer durch Europa, nahezu bei allen Spielen dabei und nun den Höhepunkt verpassen obwohl man vor Ort ist.
Frust pur!
In unserer Verzweiflung Marc von der Fanbetreuung kontaktiert.
Marc und Julian kamen auch sofort vor den Eingang und kümmerten sich um uns.
Dann kamen noch Henning von der FuFa dazu und Moritz von der Rechtsabteilung und suchten nach einer Lösung. Obwohl wir ihnen sagten, dass sie nicht wegen uns das Spiel verpassen sollten, blieben sie bei uns, versorgten uns mit Getränken und versuchten eine Lösung zu finden.
Jedoch ließ mein Zustand es nicht mehr zu ( wildes umherirren mit den netten aber ahnungslosen und spanisch sprechenden Ordnern des Stadions, anstatt den Weg durch den Lift zu verkürzen ) , das Stadion zu betreten.
Vielleicht wären wir ja noch mal hinein gekommen, dann aber wahrscheinlich nicht mehr raus um rechtzeitig zum Flieger zu gelangen, wegen dem wir um 1:00 Uhr am Flughafen hätten sein sollten . Also entschieden wir uns, mit einem Taxi zurück zum Fantreff zu fahren um wenigstens den Rest beim public viewing mit erleben zu können und von dort aus mit dem Transferbus zu fahren.
Noch immer begleitet von Marc, der an einem nahe gelegenen Hotel das Taxi organisierte, da normal kein Auto wegen den Absperrungen, Zugang zum Gelände hatte. Letztlich kam das Taxi 15 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit, so das wir uns entschieden, direkt zum Flughafen zu fahren, da uns gesagt wurde, das da ein TV wäre.
Dort jedoch über Liveticker, da es keinen Fernseher gab, das Elfmeterschießen und den damit verbundenen, phänomenalen Sieg unserer SGE erlebt.
Zwei Schotten saßen neben uns, ebenfalls auf den Live Ticker starrend.
Ihr Ticker war wohl schneller als unserer, sie standen auf und gratulierten uns, bevor es bei uns angezeigt wurde.
Ein paar Glasgow Fans am Airport kamen auf uns zu, um uns ebenfalls zu gratulieren und Hände zu schütteln für ein gutes Spiel.
Gutes Spiel?
Können wir leider nicht beurteilen.
Geiler Sieg?
Ja!
Absolutes Highlight im Herzen ?
Na ja. Irgendetwas fehlt.
Aber letztlich wurde ein Traum erfüllt.
Doch dabei sein und es nicht erleben zu dürfen tut mächtig weh!
Aber hier nochmal herzlichen Dank an die Helfer !!!!
Julian,
Henning,
Moritz
und speziell an Marc
für eure Hilfe und Unterstützung vor Ort.
Danke !!!!!
Das Wichtigste vorab:
Der Pott ist in Frankfurt !!! 😊
Hier unser ( leider nicht so schönes ) Erlebnis, aus der Sicht meines Mannes geschildert :
Der Tag fing gut an. Gesunde Aufregung, viele Freunde getroffen, gute Stimmung, einfach genial bis es dann los ging zum Stadion. Völlig überhitzt, mit Schmerzen im Fuß, durch eine Entzündung am Mittelfußknochen, ging es bei gefühlter Gluthitze sehr beschwerlich zum Stadion.
Vor dem Einlass, durch die schlechte Organisation des Ablaufes,( wer konnte schon ahnen, das 40.000 Leute ins Stadion wollen ?! ) noch mal gefühlte Stunden in der Sonne gestanden.
Nach dieser Tortur kurz versucht im Innenraum auf der Treppe sich zu erholen, um dann auf unsere Plätze zu gelangen. Gleich kamen zwei sehr nette Ordner auf uns zu und fragten ( mehr spanisch, als englisch ), ob alles in Ordnung sei. Wir wollten nur einen kleinen Moment ausruhen. Sie fragten nach unseren Plätzen und boten uns an, uns mit dem Aufzug in die Nähe unserer Plätze zu bringen.
Und da begann das Drama.
Da sie aber das eigene Stadion wohl nicht kannten, irrten wir mehrfach in verschiedenen Stockwerken, vor verschiedenen Blöcken wild umher. Treppe hoch, Treppe runter. Aufzug hoch, Aufzug runter. In den halben Blockgelaufen, wieder zurück. Und dann wieder falsch. Die Ordner diskutierten untereinander, wo es nun hingehen soll, aber es war immer der falsche Weg.
Wären wir am Anfang restliche Treppe raufgelaufen, wäre alles gut gewesen.
Schmerzen wurden immer schlimmer. Jetzt spielte auch der Kreislauf verrückt und endlich vor unserem Block angekommen brach alles zusammen. Sanitäter kamen zur Hilfe und brachten mich letztlich quer durch das Stadion, hindurch durch eigene Fans, durch Glasgow Fans über einige Umwege zur Krankenstation.
Peinlich berührt, fühlte ich mich auf dem seltsamen Sani-Schubkarren-Gestell wie ein Sack Kartoffel auf dem Weg zur Kompostieranlage.
Meine Frau durfte nicht mit rein und mußte vor der Ambulanz zwischen den ganzen Ranger Fans auf mich warten, da die Ambulanz ja im Rangers Block war.
Auch auf in der Ambulanz war es recht kompliziert, sich zu verständigen, da eine Kommunikation auf englisch nahezu unmöglich war. Letztlich stellten die Sanitäter fest, dass der Blutdruck im Keller war, gaben mir eine Pille gegen die Schmerzen, natürlich ohne Wasser, und erklärten mir nun, dass ich entweder ins Krankenhaus muss oder auf eigene Gefahr zurück in den Block. Habe mich natürlich für den Block entschieden.
Also brachte uns ein Helfer raus aus der Krankenstation und erklärte uns, dass wir langsam außen herum wieder zu unserem Eingang gehen sollen. Das taten wir, mit dem Resultat, dass man uns nicht mehr hinein ließ, da wir ja schon drin waren weil der Sani uns nicht ausgecheckt hatte.
Wir versuchten nun erneut zu erklären, was passiert war und uns die Leute aus der Krankenstation außen herum geschickt haben. Auch haben sie uns am Eingang wiedererkannt, doch der „Oberpförtner“ entschied, das wir nicht mehr ins Stadion dürften.
Nun brachen alle Dämme! Quer durch Europa, nahezu bei allen Spielen dabei und nun den Höhepunkt verpassen obwohl man vor Ort ist.
Frust pur!
In unserer Verzweiflung Marc von der Fanbetreuung kontaktiert.
Marc und Julian kamen auch sofort vor den Eingang und kümmerten sich um uns.
Dann kamen noch Henning von der FuFa dazu und Moritz von der Rechtsabteilung und suchten nach einer Lösung. Obwohl wir ihnen sagten, dass sie nicht wegen uns das Spiel verpassen sollten, blieben sie bei uns, versorgten uns mit Getränken und versuchten eine Lösung zu finden.
Jedoch ließ mein Zustand es nicht mehr zu ( wildes umherirren mit den netten aber ahnungslosen und spanisch sprechenden Ordnern des Stadions, anstatt den Weg durch den Lift zu verkürzen ) , das Stadion zu betreten.
Vielleicht wären wir ja noch mal hinein gekommen, dann aber wahrscheinlich nicht mehr raus um rechtzeitig zum Flieger zu gelangen, wegen dem wir um 1:00 Uhr am Flughafen hätten sein sollten . Also entschieden wir uns, mit einem Taxi zurück zum Fantreff zu fahren um wenigstens den Rest beim public viewing mit erleben zu können und von dort aus mit dem Transferbus zu fahren.
Noch immer begleitet von Marc, der an einem nahe gelegenen Hotel das Taxi organisierte, da normal kein Auto wegen den Absperrungen, Zugang zum Gelände hatte. Letztlich kam das Taxi 15 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit, so das wir uns entschieden, direkt zum Flughafen zu fahren, da uns gesagt wurde, das da ein TV wäre.
Dort jedoch über Liveticker, da es keinen Fernseher gab, das Elfmeterschießen und den damit verbundenen, phänomenalen Sieg unserer SGE erlebt.
Zwei Schotten saßen neben uns, ebenfalls auf den Live Ticker starrend.
Ihr Ticker war wohl schneller als unserer, sie standen auf und gratulierten uns, bevor es bei uns angezeigt wurde.
Ein paar Glasgow Fans am Airport kamen auf uns zu, um uns ebenfalls zu gratulieren und Hände zu schütteln für ein gutes Spiel.
Gutes Spiel?
Können wir leider nicht beurteilen.
Geiler Sieg?
Ja!
Absolutes Highlight im Herzen ?
Na ja. Irgendetwas fehlt.
Aber letztlich wurde ein Traum erfüllt.
Doch dabei sein und es nicht erleben zu dürfen tut mächtig weh!
Aber hier nochmal herzlichen Dank an die Helfer !!!!
Julian,
Henning,
Moritz
und speziell an Marc
für eure Hilfe und Unterstützung vor Ort.
Danke !!!!!
Mein lieber Kallewirsch, ich hoffe es geht Dir gesundheitlich wieder besser!
Was für ein Drama und was für eine Tragik Du durchleben musstest - das tut mir sehr Leid.
Ich hoffe, Du kannst Dir mit der Zeit dennoch ein wenig Freude über den Triumph aufbauen.
Wenn es nach mir geht, darf es gerne auch einen weiteren Titel geben an dem Du Dich live und vor Ort erfreuen kannst!
Was für ein Drama und was für eine Tragik Du durchleben musstest - das tut mir sehr Leid.
Ich hoffe, Du kannst Dir mit der Zeit dennoch ein wenig Freude über den Triumph aufbauen.
Wenn es nach mir geht, darf es gerne auch einen weiteren Titel geben an dem Du Dich live und vor Ort erfreuen kannst!
Luzbert schrieb:
Mein lieber Kallewirsch, ich hoffe es geht Dir gesundheitlich wieder besser!
Was für ein Drama und was für eine Tragik Du durchleben musstest - das tut mir sehr Leid.
Ich hoffe, Du kannst Dir mit der Zeit dennoch ein wenig Freude über den Triumph aufbauen.
Wenn es nach mir geht, darf es gerne auch einen weiteren Titel geben an dem Du Dich live und vor Ort erfreuen kannst!
Ich danke dir, aber es müßte heißen Liebe Kallewirsch 😁
Ich ich war dehydriert und mein Angetrauter hatte den entzündeten Fuss.
Das mit dem nächsten Titel nach wieder 42 Jahren könnte eng werden, da ich Ü60 bin,
aber wir werden uns Mühe geben 😉
Und natürlich freuen wir uns wie Bolle,
wir waren ja auch so gut wie überall dabei
und am wichtigsten ja das ganze und nicht der einzelne.
Ist bei uns halt blöd gelaufen und wir waren ja auch kurz im Stadion,
aber ändert nix am Ergebnis !!!
Wir haben den Pott !!!
Schön, dass es diesen Thread gibt. Da hatte ich bei meinem Beitrag im Nachbetrachtungsthread gar nicht drüber nachgedacht.
Ich würde dann meinen Beitrag hier nochmal einstellen.
.... Was ein Ding!
Ich würde den gestrigen Abend gerne mehrmals in verschiedenen Varianten erleben.
Ich hätte es gerne im Waldstadion mit den 50.000 gesehen, weil das stimmungexplosionstechnisch zum Ende hin nochmal eine andere Nummer ist und weil es dort theoretisch mit Freunden und meinen Kindern (14&17) hätte stattfinden können.
Ich hätte es aber auch gerne einfach Zuhause mit meiner Familie erlebt.
Mit meinem Bruder hätte ich es gerne im Günthersburgpark auf einem Laptop geschaut.
So habe ich es quasi alleine im Stadion verfolgt, was irgendwie krass war.
Richtig schön und hilfreich war aber, dass ich das Spiel mit zwei Stehnachbarn verfolgt habe, mit denen es sich anfühlte, als wären wir seit 30 Jahren Freunde.
Schlimm war natürlich die Getränkesituation.
Bei uns war noch vor Anpfiff alles zu. Irgendwann nach der Halbzeit haben auch die Wasserhähne auf den Toiletten nichts mehr hergegeben. Im Anschluss an das Spiel hat es bis halb zwei gedauert, bis ich mit einem Kumpel, den ich nach dem Spiel wieder traf, eine offene Bar fand. "Two beer, two coke and two water please"
Das haben wir innerhalb von 10 Minuten eingeatmet.
Das Spiel selbst hat mich fix und fertig gemacht. Als Rode lag, dachte ich bereits, das sei es gewesen. Ohne ihn habe ich nicht direkt schwarz aber doch deutlich grau gesehen.
Spielerisch, fand ich, war gut erkennbar, dass beide Teams sich ihrer eigenen Achillessehnen bewusst waren und damit dem Matchplan des jeweiligen Gegners kaum Chancen zur Entfaltung ließen.
Dazu kam natürlich eine gewisse Nervosität und die brutale Hitze.
Krass fand ich die Unmengen an Schotten im Stadion. Das linke Drittel "unserer" Kurve war zu 90% mit Schotten besetzt. Als die anfangs Teile unserer Choreo entfernten, dachte ich, das knallt noch richtig. Zum Glück wurde es mit dem Anpfiff ruhiger. Zuvor empfand ich es da oben stehend für ein paar Momente sehr unangenehm.
Während des Spiels durchlebte ich ganz verschiedene Phasen. Es gab gleichfalls verzweifelte Anspannung wie lockeres auf die Toilette gehen. Ein sich durchziehendes Gefühl war, dass das erste Tor den Sieger bringt und dass wir eigentlich etwas besser waren, aber jederzeit ein dummes Tor durch die Rangers fallen könne.
Und so kam es. Und der Treffer der Rangers hat mich völlig gekillt. Ich hatte überhaupt keine Hoffnung mehr. Um so überraschender, dass wir plötzlich ein Großchancenfeuerwerk kreierten und rechtzeitig vor der Trinkpause den Ausgleich schossen. Dabei wirkte der Ball so einfach zu klären!
Im Anschluss dominierte die Angst vor dem Gegentreffer. Wir wussten ja jetzt, dass es passieren konnte...
Irgendwann dann Abpfiff und Verlängerung.
Für mich war es schier unbegreiflich, dass ich in diesem viel zu blau gefüllten Stadion stehe und eine Verlängerung in einem Europapokalfinale erleben würde.
Dafür sind doch meine Nerven nicht ausgelegt!
Die Spieler waren sichtbar am Ende und die Statik des Spiels durch ein paar frische Kräfte gefährlich unausgewogen.
Dazu haben wir mit Tuta, später noch N'Dicka und letztlich ja auch Hinteregger unsere komplette Abwehrreihe verloren. Da machst Du eigentlich nichts mehr!
Die Angst vor dem Todesstoß wuchs. Zurecht wie Trapps Heldenparade zeigte. Normalerweise zappelt da der Ball im Netz, die Schotten jubeln dröhnend und schreien ihr Team an unserer Eckfahne zum Abpfiff, der ihnen den Pokal bringt.
Aber es kam anders. Trapp rettete uns und die Schotten taten was sie während des gesamten Spiels taten. Sie schwiegen und überliesen uns die Dominanz auf den Rängen.
Erneuter Abpfiff.
Erlösung, weil kein Todesstoß mehr den Traum platzen lassen kann.
Horror, weil es ins Elfmeterschießen ging.
Ich meinte zu meinen neuen Stadionfreunden, dass ich zu dem Zeitpunkt eine erneute Europaleagueteilnahme nehmen würde, wenn dafür keiner den Pott bekommt und wir nicht ins Elfmeterschießen müssten. Mich interessiert, was ein Spieltheoretiker dazu sagen würde...
Es folgen Highlightfetzen eines viel zu großen Abends.
Zwei aus unserer Reihe sind gegangen.
Die konnten nicht mehr. Vielleicht sind sie auch nur runter.
Spielerkreis. Gutes Gefühl.
Seitenwahl zugunsten der Schotten.
"Das ist gut" habe ich gesagt. "Das setzt uns weniger unter Druck". Mehr Gefühl als Theorie und Evidenz (Werner?)
Und los ging es.
Schotte - Tor
Lenz. Lenz?? Pfeifkonzert, so laut wie ich es noch nie gehört habe. Wie soll Lenz das bitte packen? Der spielt doch nie!
Zack, drin! Krass!!
Schotte - Tor
Hrustic - oha. Auch unerfahren mit großem Ego.
Bämm. Sicher! Puh...
Schotte - "Der verschießt" sage ich meinem Stadionfreund.
Trapp!!! Jubel!
"Wer hat's gewusst?"
Kamada - immer diese latente Angst, dass da was schiefge....
Woah war der stark aber knapp verwandelt und scheiße war der Keeper da dennoch nah dran!
Schotte - Tor
Kostic - mach es
YES
Jetzt wird es real. Einmal verschießen oder einmal treffen und das Ding ist uns!
Schotte - Tor
Borré - wenn das Netz gleich zappelt haben wir den Pokal!!!!
Aber Borré hat bislang ausschließlich eher schwache Elfmeter geschossen, die der Torwart hält, wenn er die Ecke ahnt...
Und er hatte bei uns bislang jede(?) Ecke geahnt!
Momentaufnahme - Borré steht still - Alles steht still - Pfeifkonzert? Mein Bild ist still. Ich kann mich nicht erinnern.
Anlauf, Luft anhalten, Arme hoch, Ein Moment der Ewigkeit und die kugel knallt in die Maschen!!!
Unfassbarer Jubel und ich musste mich erst einmal setzen.
In dieser Sekunde haben wir zu viel gewonnen, um das mit Schreien, Umarmen oder Worten ausdrücken zu können.
Wie ging es weiter?
Nach einer sehr kurzen Nacht und einer ausgiebigen Dusche ging es mlt der Hoffnung auf ein geöffnetes Café Richtung Busbahnhof. Aber irgendwie waren die in Sevilla kaum (noch) an Gästen interessiert und wahrscheinlich nur noch genervt.
Der Heimweg über Faro war weitgehend ein Träumchen.
Mit dem Bus bin ich nach 30 Minuten Fußweg durch das wundervolle Sevilla nach Ayamonte gefahren. 3h für nominell 100km. Faktisch wesentlich mehr Kilometer, weil der Bus jeden Bauernhof anfuhr.
Durch einen Stau haben wir uns ein paar Minuten Verspätung eingefahren, so dass ich im Dauerlauf zur Fähre geeilt bin, die mich dann auch direkt nach Portugal gebracht hätte, wenn ich ein Ticket besäße. Sprint zur Ticketstation, Sprint auf die Fähre und Leinen los.
In Portugal mit dem Taxi zum Strand(restaurant) - kurzes Mittagessen, runter ans Meer, Badehose an, Handtuch ausgebreitet, im Meer waten, Wecker stellen und bei einem seichten Schläfchen 90 Minuten Sonne und Atlantik genossen. Das war eine krasse Zeit des Besinnens!
Von dort ging es mit dem Zug weiter nach Faro, wo mich Eurowings nach Düsseldorf bringen sollte. Durch die Unwetter haben sich aber sämtliche Flüge verzögert, so dass ich meinen Zug nach Frankfurt verpasst habe und auf einen Flixbus ausweichen musste. Damit war ich natürlich deutlich später Zuhause als erhofft und bin jetzt im Homeoffice einfach nur müde.
Die nächsten Tage werde ich mir das Spiel nochmal auf Eintracht TV anschauen und die Emotionen wirken lassen. Verarbeitet habe ich von all dem noch gar nichts.
Ich würde dann meinen Beitrag hier nochmal einstellen.
.... Was ein Ding!
Ich würde den gestrigen Abend gerne mehrmals in verschiedenen Varianten erleben.
Ich hätte es gerne im Waldstadion mit den 50.000 gesehen, weil das stimmungexplosionstechnisch zum Ende hin nochmal eine andere Nummer ist und weil es dort theoretisch mit Freunden und meinen Kindern (14&17) hätte stattfinden können.
Ich hätte es aber auch gerne einfach Zuhause mit meiner Familie erlebt.
Mit meinem Bruder hätte ich es gerne im Günthersburgpark auf einem Laptop geschaut.
So habe ich es quasi alleine im Stadion verfolgt, was irgendwie krass war.
Richtig schön und hilfreich war aber, dass ich das Spiel mit zwei Stehnachbarn verfolgt habe, mit denen es sich anfühlte, als wären wir seit 30 Jahren Freunde.
Schlimm war natürlich die Getränkesituation.
Bei uns war noch vor Anpfiff alles zu. Irgendwann nach der Halbzeit haben auch die Wasserhähne auf den Toiletten nichts mehr hergegeben. Im Anschluss an das Spiel hat es bis halb zwei gedauert, bis ich mit einem Kumpel, den ich nach dem Spiel wieder traf, eine offene Bar fand. "Two beer, two coke and two water please"
Das haben wir innerhalb von 10 Minuten eingeatmet.
Das Spiel selbst hat mich fix und fertig gemacht. Als Rode lag, dachte ich bereits, das sei es gewesen. Ohne ihn habe ich nicht direkt schwarz aber doch deutlich grau gesehen.
Spielerisch, fand ich, war gut erkennbar, dass beide Teams sich ihrer eigenen Achillessehnen bewusst waren und damit dem Matchplan des jeweiligen Gegners kaum Chancen zur Entfaltung ließen.
Dazu kam natürlich eine gewisse Nervosität und die brutale Hitze.
Krass fand ich die Unmengen an Schotten im Stadion. Das linke Drittel "unserer" Kurve war zu 90% mit Schotten besetzt. Als die anfangs Teile unserer Choreo entfernten, dachte ich, das knallt noch richtig. Zum Glück wurde es mit dem Anpfiff ruhiger. Zuvor empfand ich es da oben stehend für ein paar Momente sehr unangenehm.
Während des Spiels durchlebte ich ganz verschiedene Phasen. Es gab gleichfalls verzweifelte Anspannung wie lockeres auf die Toilette gehen. Ein sich durchziehendes Gefühl war, dass das erste Tor den Sieger bringt und dass wir eigentlich etwas besser waren, aber jederzeit ein dummes Tor durch die Rangers fallen könne.
Und so kam es. Und der Treffer der Rangers hat mich völlig gekillt. Ich hatte überhaupt keine Hoffnung mehr. Um so überraschender, dass wir plötzlich ein Großchancenfeuerwerk kreierten und rechtzeitig vor der Trinkpause den Ausgleich schossen. Dabei wirkte der Ball so einfach zu klären!
Im Anschluss dominierte die Angst vor dem Gegentreffer. Wir wussten ja jetzt, dass es passieren konnte...
Irgendwann dann Abpfiff und Verlängerung.
Für mich war es schier unbegreiflich, dass ich in diesem viel zu blau gefüllten Stadion stehe und eine Verlängerung in einem Europapokalfinale erleben würde.
Dafür sind doch meine Nerven nicht ausgelegt!
Die Spieler waren sichtbar am Ende und die Statik des Spiels durch ein paar frische Kräfte gefährlich unausgewogen.
Dazu haben wir mit Tuta, später noch N'Dicka und letztlich ja auch Hinteregger unsere komplette Abwehrreihe verloren. Da machst Du eigentlich nichts mehr!
Die Angst vor dem Todesstoß wuchs. Zurecht wie Trapps Heldenparade zeigte. Normalerweise zappelt da der Ball im Netz, die Schotten jubeln dröhnend und schreien ihr Team an unserer Eckfahne zum Abpfiff, der ihnen den Pokal bringt.
Aber es kam anders. Trapp rettete uns und die Schotten taten was sie während des gesamten Spiels taten. Sie schwiegen und überliesen uns die Dominanz auf den Rängen.
Erneuter Abpfiff.
Erlösung, weil kein Todesstoß mehr den Traum platzen lassen kann.
Horror, weil es ins Elfmeterschießen ging.
Ich meinte zu meinen neuen Stadionfreunden, dass ich zu dem Zeitpunkt eine erneute Europaleagueteilnahme nehmen würde, wenn dafür keiner den Pott bekommt und wir nicht ins Elfmeterschießen müssten. Mich interessiert, was ein Spieltheoretiker dazu sagen würde...
Es folgen Highlightfetzen eines viel zu großen Abends.
Zwei aus unserer Reihe sind gegangen.
Die konnten nicht mehr. Vielleicht sind sie auch nur runter.
Spielerkreis. Gutes Gefühl.
Seitenwahl zugunsten der Schotten.
"Das ist gut" habe ich gesagt. "Das setzt uns weniger unter Druck". Mehr Gefühl als Theorie und Evidenz (Werner?)
Und los ging es.
Schotte - Tor
Lenz. Lenz?? Pfeifkonzert, so laut wie ich es noch nie gehört habe. Wie soll Lenz das bitte packen? Der spielt doch nie!
Zack, drin! Krass!!
Schotte - Tor
Hrustic - oha. Auch unerfahren mit großem Ego.
Bämm. Sicher! Puh...
Schotte - "Der verschießt" sage ich meinem Stadionfreund.
Trapp!!! Jubel!
"Wer hat's gewusst?"
Kamada - immer diese latente Angst, dass da was schiefge....
Woah war der stark aber knapp verwandelt und scheiße war der Keeper da dennoch nah dran!
Schotte - Tor
Kostic - mach es
YES
Jetzt wird es real. Einmal verschießen oder einmal treffen und das Ding ist uns!
Schotte - Tor
Borré - wenn das Netz gleich zappelt haben wir den Pokal!!!!
Aber Borré hat bislang ausschließlich eher schwache Elfmeter geschossen, die der Torwart hält, wenn er die Ecke ahnt...
Und er hatte bei uns bislang jede(?) Ecke geahnt!
Momentaufnahme - Borré steht still - Alles steht still - Pfeifkonzert? Mein Bild ist still. Ich kann mich nicht erinnern.
Anlauf, Luft anhalten, Arme hoch, Ein Moment der Ewigkeit und die kugel knallt in die Maschen!!!
Unfassbarer Jubel und ich musste mich erst einmal setzen.
In dieser Sekunde haben wir zu viel gewonnen, um das mit Schreien, Umarmen oder Worten ausdrücken zu können.
Wie ging es weiter?
Nach einer sehr kurzen Nacht und einer ausgiebigen Dusche ging es mlt der Hoffnung auf ein geöffnetes Café Richtung Busbahnhof. Aber irgendwie waren die in Sevilla kaum (noch) an Gästen interessiert und wahrscheinlich nur noch genervt.
Der Heimweg über Faro war weitgehend ein Träumchen.
Mit dem Bus bin ich nach 30 Minuten Fußweg durch das wundervolle Sevilla nach Ayamonte gefahren. 3h für nominell 100km. Faktisch wesentlich mehr Kilometer, weil der Bus jeden Bauernhof anfuhr.
Durch einen Stau haben wir uns ein paar Minuten Verspätung eingefahren, so dass ich im Dauerlauf zur Fähre geeilt bin, die mich dann auch direkt nach Portugal gebracht hätte, wenn ich ein Ticket besäße. Sprint zur Ticketstation, Sprint auf die Fähre und Leinen los.
In Portugal mit dem Taxi zum Strand(restaurant) - kurzes Mittagessen, runter ans Meer, Badehose an, Handtuch ausgebreitet, im Meer waten, Wecker stellen und bei einem seichten Schläfchen 90 Minuten Sonne und Atlantik genossen. Das war eine krasse Zeit des Besinnens!
Von dort ging es mit dem Zug weiter nach Faro, wo mich Eurowings nach Düsseldorf bringen sollte. Durch die Unwetter haben sich aber sämtliche Flüge verzögert, so dass ich meinen Zug nach Frankfurt verpasst habe und auf einen Flixbus ausweichen musste. Damit war ich natürlich deutlich später Zuhause als erhofft und bin jetzt im Homeoffice einfach nur müde.
Die nächsten Tage werde ich mir das Spiel nochmal auf Eintracht TV anschauen und die Emotionen wirken lassen. Verarbeitet habe ich von all dem noch gar nichts.
Hier mal meine ganz persönliche Nachbetrachtung.
.... Was ein Ding!
Ich würde den gestrigen Abend gerne mehrmals in verschiedenen Varianten erleben.
Ich hätte es gerne im Waldstadion mit den 50.000 gesehen, weil das stimmungexplosionstechnisch zum Ende hin nochmal eine andere Nummer ist und weil es dort theoretisch mit Freunden und meinen Kindern (14&17) hätte stattfinden können.
Ich hätte es aber auch gerne einfach Zuhause mit meiner Familie erlebt.
Mit meinem Bruder hätte ich es gerne im Günthersburgpark auf einem Laptop geschaut.
So habe ich es quasi alleine im Stadion verfolgt, was irgendwie krass war.
Richtig schön und hilfreich war aber, dass ich das Spiel mit zwei Stehnachbarn verfolgt habe, mit denen es sich anfühlte, als wären wir seit 30 Jahren Freunde.
Schlimm war natürlich die Getränkesituation.
Bei uns war noch vor Anpfiff alles zu. Irgendwann nach der Halbzeit haben auch die Wasserhähne auf den Toiletten nichts mehr hergegeben. Im Anschluss an das Spiel hat es bis halb zwei gedauert, bis ich mit einem Kumpel, den ich nach dem Spiel wieder traf, eine offene Bar fand. "Two beer, two coke and two water please"
Das haben wir innerhalb von 10 Minuten eingeatmet.
Das Spiel selbst hat mich fix und fertig gemacht. Als Rode lag, dachte ich bereits, das sei es gewesen. Ohne ihn habe ich nicht direkt schwarz aber doch deutlich grau gesehen.
Spielerisch, fand ich, war gut erkennbar, dass beide Teams sich ihrer eigenen Achillessehnen bewusst waren und damit dem Matchplan des jeweiligen Gegners kaum Chancen zur Entfaltung ließen.
Dazu kam natürlich eine gewisse Nervosität und die brutale Hitze.
Krass fand ich die Unmengen an Schotten im Stadion. Das linke Drittel "unserer" Kurve war zu 90% mit Schotten besetzt. Als die anfangs Teile unserer Choreo entfernten, dachte ich, das knallt noch richtig. Zum Glück wurde es mit dem Anpfiff ruhiger. Zuvor empfand ich es da oben stehend für ein paar Momente sehr unangenehm.
Während des Spiels durchlebte ich ganz verschiedene Phasen. Es gab gleichfalls verzweifelte Anspannung wie lockeres auf die Toilette gehen. Ein sich durchziehendes Gefühl war, dass das erste Tor den Sieger bringt und dass wir eigentlich etwas besser waren, aber jederzeit ein dummes Tor durch die Rangers fallen könne.
Und so kam es. Und der Treffer der Rangers hat mich völlig gekillt. Ich hatte überhaupt keine Hoffnung mehr. Um so überraschender, dass wir plötzlich ein Großchancenfeuerwerk kreierten und rechtzeitig vor der Trinkpause den Ausgleich schossen. Dabei wirkte der Ball so einfach zu klären!
Im Anschluss dominierte die Angst vor dem Gegentreffer. Wir wussten ja jetzt, dass es passieren konnte...
Irgendwann dann Abpfiff und Verlängerung.
Für mich war es schier unbegreiflich, dass ich in diesem viel zu blau gefüllten Stadion stehe und eine Verlängerung in einem Europapokalfinale erleben würde.
Dafür sind doch meine Nerven nicht ausgelegt!
Die Spieler waren sichtbar am Ende und die Statik des Spiels durch ein paar frische Kräfte gefährlich unausgewogen.
Dazu haben wir mit Tuta, später noch N'Dicka und letztlich ja auch Hinteregger unsere komplette Abwehrreihe verloren. Da machst Du eigentlich nichts mehr!
Die Angst vor dem Todesstoß wuchs. Zurecht wie Trapps Heldenparade zeigte. Normalerweise zappelt da der Ball im Netz, die Schotten jubeln dröhnend und schreien ihr Team an unserer Eckfahne zum Abpfiff, der ihnen den Pokal bringt.
Aber es kam anders. Trapp rettete uns und die Schotten taten was sie während des gesamten Spiels taten. Sie schwiegen und überliesen uns die Dominanz auf den Rängen.
Erneuter Abpfiff.
Erlösung, weil kein Todesstoß mehr den Traum platzen lassen kann.
Horror, weil es ins Elfmeterschießen ging.
Ich meinte zu meinen neuen Stadionfreunden, dass ich zu dem Zeitpunkt eine erneute Europaleagueteilnahme nehmen würde, wenn dafür keiner den Pott bekommt und wir nicht ins Elfmeterschießen müssten. Mich interessiert, was ein Spieltheoretiker dazu sagen würde...
Es folgen Highlightfetzen eines viel zu großen Abends.
Zwei aus unserer Reihe sind gegangen.
Die konnten nicht mehr. Vielleicht sind sie auch nur runter.
Spielerkreis. Gutes Gefühl.
Seitenwahl zugunsten der Schotten.
"Das ist gut" habe ich gesagt. "Das setzt uns weniger unter Druck". Mehr Gefühl als Theorie und Evidenz (Werner?)
Und los ging es.
Schotte - Tor
Lenz. Lenz?? Pfeifkonzert, so laut wie ich es noch nie gehört habe. Wie soll Lenz das bitte packen? Der spielt doch nie!
Zack, drin! Krass!!
Schotte - Tor
Hrustic - oha. Auch unerfahren mit großem Ego.
Bämm. Sicher! Puh...
Schotte - "Der verschießt" sage ich meinem Stadionfreund.
Trapp!!! Jubel!
"Wer hat's gewusst?"
Kamada - immer diese latente Angst, dass da was schiefge....
Woah war der stark aber knapp verwandelt und scheiße war der Keeper da dennoch nah dran!
Schotte - Tor
Kostic - mach es
YES
Jetzt wird es real. Einmal verschießen oder einmal treffen und das Ding ist uns!
Schotte - Tor
Borré - wenn das Netz gleich zappelt haben wir den Pokal!!!!
Aber Borré hat bislang ausschließlich eher schwache Elfmeter geschossen, die der Torwart hält, wenn er die Ecke ahnt...
Und er hatte bei uns bislang jede(?) Ecke geahnt!
Momentaufnahme - Borré steht still - Alles steht still - Pfeifkonzert? Mein Bild ist still. Ich kann mich nicht erinnern.
Anlauf, Luft anhalten, Arme hoch, Ein Moment der Ewigkeit und die kugel knallt in die Maschen!!!
Unfassbarer Jubel und ich musste mich erst einmal setzen.
In dieser Sekunde haben wir zu viel gewonnen, um das mit Schreien, Umarmen oder Worten ausdrücken zu können.
Wie ging es weiter?
Nach einer sehr kurzen Nacht und einer ausgiebigen Dusche ging es mlt der Hoffnung auf ein geöffnetes Café Richtung Busbahnhof. Aber irgendwie waren die in Sevilla kaum (noch) an Gästen interessiert und wahrscheinlich nur noch genervt.
Der Heimweg über Faro war weitgehend ein Träumchen.
Mit dem Bus bin ich nach 30 Minuten Fußweg durch das wundervolle Sevilla nach Ayamonte gefahren. 3h für nominell 100km. Faktisch wesentlich mehr Kilometer, weil der Bus jeden Bauernhof anfuhr.
Durch einen Stau haben wir uns ein paar Minuten Verspätung eingefahren, so dass ich im Dauerlauf zur Fähre geeilt bin, die mich dann auch direkt nach Portugal gebracht hätte, wenn ich ein Ticket besäße. Sprint zur Ticketstation, Sprint auf die Fähre und Leinen los.
In Portugal mit dem Taxi zum Strand(restaurant) - kurzes Mittagessen, runter ans Meer, Badehose an, Handtuch ausgebreitet, im Meer waten, Wecker stellen und bei einem seichten Schläfchen 90 Minuten Sonne und Atlantik genossen. Das war eine krasse Zeit des Besinnens!
Von dort ging es mit dem Zug weiter nach Faro, wo mich Eurowings nach Düsseldorf bringen sollte. Durch die Unwetter haben sich aber sämtliche Flüge verzögert, so dass ich meinen Zug nach Frankfurt verpasst habe.
Ankunft daheim dann eher gegen 05:15 anstatt gegen 01 Uhr.
Mit Blick auf den drohenden Arbeitstag ein gewaltiger Unterschied aber irgendwie auch egal das alles jetzt 🏆
.... Was ein Ding!
Ich würde den gestrigen Abend gerne mehrmals in verschiedenen Varianten erleben.
Ich hätte es gerne im Waldstadion mit den 50.000 gesehen, weil das stimmungexplosionstechnisch zum Ende hin nochmal eine andere Nummer ist und weil es dort theoretisch mit Freunden und meinen Kindern (14&17) hätte stattfinden können.
Ich hätte es aber auch gerne einfach Zuhause mit meiner Familie erlebt.
Mit meinem Bruder hätte ich es gerne im Günthersburgpark auf einem Laptop geschaut.
So habe ich es quasi alleine im Stadion verfolgt, was irgendwie krass war.
Richtig schön und hilfreich war aber, dass ich das Spiel mit zwei Stehnachbarn verfolgt habe, mit denen es sich anfühlte, als wären wir seit 30 Jahren Freunde.
Schlimm war natürlich die Getränkesituation.
Bei uns war noch vor Anpfiff alles zu. Irgendwann nach der Halbzeit haben auch die Wasserhähne auf den Toiletten nichts mehr hergegeben. Im Anschluss an das Spiel hat es bis halb zwei gedauert, bis ich mit einem Kumpel, den ich nach dem Spiel wieder traf, eine offene Bar fand. "Two beer, two coke and two water please"
Das haben wir innerhalb von 10 Minuten eingeatmet.
Das Spiel selbst hat mich fix und fertig gemacht. Als Rode lag, dachte ich bereits, das sei es gewesen. Ohne ihn habe ich nicht direkt schwarz aber doch deutlich grau gesehen.
Spielerisch, fand ich, war gut erkennbar, dass beide Teams sich ihrer eigenen Achillessehnen bewusst waren und damit dem Matchplan des jeweiligen Gegners kaum Chancen zur Entfaltung ließen.
Dazu kam natürlich eine gewisse Nervosität und die brutale Hitze.
Krass fand ich die Unmengen an Schotten im Stadion. Das linke Drittel "unserer" Kurve war zu 90% mit Schotten besetzt. Als die anfangs Teile unserer Choreo entfernten, dachte ich, das knallt noch richtig. Zum Glück wurde es mit dem Anpfiff ruhiger. Zuvor empfand ich es da oben stehend für ein paar Momente sehr unangenehm.
Während des Spiels durchlebte ich ganz verschiedene Phasen. Es gab gleichfalls verzweifelte Anspannung wie lockeres auf die Toilette gehen. Ein sich durchziehendes Gefühl war, dass das erste Tor den Sieger bringt und dass wir eigentlich etwas besser waren, aber jederzeit ein dummes Tor durch die Rangers fallen könne.
Und so kam es. Und der Treffer der Rangers hat mich völlig gekillt. Ich hatte überhaupt keine Hoffnung mehr. Um so überraschender, dass wir plötzlich ein Großchancenfeuerwerk kreierten und rechtzeitig vor der Trinkpause den Ausgleich schossen. Dabei wirkte der Ball so einfach zu klären!
Im Anschluss dominierte die Angst vor dem Gegentreffer. Wir wussten ja jetzt, dass es passieren konnte...
Irgendwann dann Abpfiff und Verlängerung.
Für mich war es schier unbegreiflich, dass ich in diesem viel zu blau gefüllten Stadion stehe und eine Verlängerung in einem Europapokalfinale erleben würde.
Dafür sind doch meine Nerven nicht ausgelegt!
Die Spieler waren sichtbar am Ende und die Statik des Spiels durch ein paar frische Kräfte gefährlich unausgewogen.
Dazu haben wir mit Tuta, später noch N'Dicka und letztlich ja auch Hinteregger unsere komplette Abwehrreihe verloren. Da machst Du eigentlich nichts mehr!
Die Angst vor dem Todesstoß wuchs. Zurecht wie Trapps Heldenparade zeigte. Normalerweise zappelt da der Ball im Netz, die Schotten jubeln dröhnend und schreien ihr Team an unserer Eckfahne zum Abpfiff, der ihnen den Pokal bringt.
Aber es kam anders. Trapp rettete uns und die Schotten taten was sie während des gesamten Spiels taten. Sie schwiegen und überliesen uns die Dominanz auf den Rängen.
Erneuter Abpfiff.
Erlösung, weil kein Todesstoß mehr den Traum platzen lassen kann.
Horror, weil es ins Elfmeterschießen ging.
Ich meinte zu meinen neuen Stadionfreunden, dass ich zu dem Zeitpunkt eine erneute Europaleagueteilnahme nehmen würde, wenn dafür keiner den Pott bekommt und wir nicht ins Elfmeterschießen müssten. Mich interessiert, was ein Spieltheoretiker dazu sagen würde...
Es folgen Highlightfetzen eines viel zu großen Abends.
Zwei aus unserer Reihe sind gegangen.
Die konnten nicht mehr. Vielleicht sind sie auch nur runter.
Spielerkreis. Gutes Gefühl.
Seitenwahl zugunsten der Schotten.
"Das ist gut" habe ich gesagt. "Das setzt uns weniger unter Druck". Mehr Gefühl als Theorie und Evidenz (Werner?)
Und los ging es.
Schotte - Tor
Lenz. Lenz?? Pfeifkonzert, so laut wie ich es noch nie gehört habe. Wie soll Lenz das bitte packen? Der spielt doch nie!
Zack, drin! Krass!!
Schotte - Tor
Hrustic - oha. Auch unerfahren mit großem Ego.
Bämm. Sicher! Puh...
Schotte - "Der verschießt" sage ich meinem Stadionfreund.
Trapp!!! Jubel!
"Wer hat's gewusst?"
Kamada - immer diese latente Angst, dass da was schiefge....
Woah war der stark aber knapp verwandelt und scheiße war der Keeper da dennoch nah dran!
Schotte - Tor
Kostic - mach es
YES
Jetzt wird es real. Einmal verschießen oder einmal treffen und das Ding ist uns!
Schotte - Tor
Borré - wenn das Netz gleich zappelt haben wir den Pokal!!!!
Aber Borré hat bislang ausschließlich eher schwache Elfmeter geschossen, die der Torwart hält, wenn er die Ecke ahnt...
Und er hatte bei uns bislang jede(?) Ecke geahnt!
Momentaufnahme - Borré steht still - Alles steht still - Pfeifkonzert? Mein Bild ist still. Ich kann mich nicht erinnern.
Anlauf, Luft anhalten, Arme hoch, Ein Moment der Ewigkeit und die kugel knallt in die Maschen!!!
Unfassbarer Jubel und ich musste mich erst einmal setzen.
In dieser Sekunde haben wir zu viel gewonnen, um das mit Schreien, Umarmen oder Worten ausdrücken zu können.
Wie ging es weiter?
Nach einer sehr kurzen Nacht und einer ausgiebigen Dusche ging es mlt der Hoffnung auf ein geöffnetes Café Richtung Busbahnhof. Aber irgendwie waren die in Sevilla kaum (noch) an Gästen interessiert und wahrscheinlich nur noch genervt.
Der Heimweg über Faro war weitgehend ein Träumchen.
Mit dem Bus bin ich nach 30 Minuten Fußweg durch das wundervolle Sevilla nach Ayamonte gefahren. 3h für nominell 100km. Faktisch wesentlich mehr Kilometer, weil der Bus jeden Bauernhof anfuhr.
Durch einen Stau haben wir uns ein paar Minuten Verspätung eingefahren, so dass ich im Dauerlauf zur Fähre geeilt bin, die mich dann auch direkt nach Portugal gebracht hätte, wenn ich ein Ticket besäße. Sprint zur Ticketstation, Sprint auf die Fähre und Leinen los.
In Portugal mit dem Taxi zum Strand(restaurant) - kurzes Mittagessen, runter ans Meer, Badehose an, Handtuch ausgebreitet, im Meer waten, Wecker stellen und bei einem seichten Schläfchen 90 Minuten Sonne und Atlantik genossen. Das war eine krasse Zeit des Besinnens!
Von dort ging es mit dem Zug weiter nach Faro, wo mich Eurowings nach Düsseldorf bringen sollte. Durch die Unwetter haben sich aber sämtliche Flüge verzögert, so dass ich meinen Zug nach Frankfurt verpasst habe.
Ankunft daheim dann eher gegen 05:15 anstatt gegen 01 Uhr.
Mit Blick auf den drohenden Arbeitstag ein gewaltiger Unterschied aber irgendwie auch egal das alles jetzt 🏆
Luzbert schrieb:
Lenz. Lenz?? Pfeifkonzert, so laut wie ich es noch nie gehört habe. Wie soll Lenz das bitte packen? Der spielt doch nie!
Zack, drin! Krass!!
Ich fand Lenz in dem Spiel überragend. Trotz wenig Spielpraxis und auf ungewohnter Position sofort ein Fels in der Brandung. Und mit großem Selbstvertrauen beim Elfmeter. Ich hoffe er hat nicht wieder so eine Seuchensaison - für die ihn dieses Erlebnis wohl entschädigt hat - , dann werden wir noch Spaß an ihm haben.
😀👍
Danke für dem tollen Bericht, Luzbert! So ähnlich habe ich es auch erlebt. Ganz unstrukturiert ein paar höchst subjektive Ergänzungen:
Allmählich komme auch ich wieder zu mir - nach 36 Stunden ohne Schlaf, 40 ° in Sevilla und dem unfassbaren Triumphzug in FFM. Es waren unglaubliche Tage, nichts davon ist auch nur ansatzweise verarbeitet. Nur wenn ich auf mein Smartphone ( ) schaue und als Bildschirmhintergrund das Foto aus dem Block in das weite Stadion sehe, wo die beiden Mannschaften sich fürs Elfmeterschießen bereit machen, jagt es mir einen Schauer über den Rücken.
Irgendwie ist es so krass. Vor sechs Jahren Relegation gegen Nürnberg und heute ist die SGE-Bucketlist, die für ein Leben reichen sollte, zur Hälfte abgehakt.
Ich fahre jedenfalls noch nicht nach Hause, sondern zu Freunden nach Berlin. Der ICE ist voller SC-Fans und ich denke mir, wie süß, DFB-Pokal. Also alles noch ganz ungeordnet.
Vielem kann ich mich anschließen, auch ich glaube, dass die Party in FFM zehnmal krasser war, als in Sevilla, wo einfach alles zu hatte. Aber wir waren irgendwie alle auch so müde, die ganze Anspannung der letzten Wochen (sportlich und organisatorisch) fiel schlagartig ab und alle Akkus waren leer. Die armen Schotten, an die ich mein Herz verloren habe, weil sie so gutgelaunt, fair und leidenschaftlich waren, verstanden die Welt nicht mehr: "You crazy Germans, you wonn the fuckin trrrophy." Und wir standen da rum mit unsere Cola und waren fix und alle.
Aber eine Sache will ich noch aufgreifen:
Genauso war es bei mir im Block auch und alle, die ich gestern traf, haben es auch so erlebt. Ich weiß nicht, ob das Frankfurter Niveau war oder ob wir alle nur die Hosen gestrichen voll hatten.
Aber bei JEDEM Schützen ging einen Raunen durch den Block: "Oh Backe, DER????"
Lenz hat nie gespielt, Hrustic ist zu jung, Kamada zu introvertiert, Kostic wäre doch typisch, wenn der gerade heut verschießt, Borré (sprich: Borre) ohje gegen Sevilla hat der schonmal verschossen. usw. Eieiei, waren wir alle nervös. Ich stand hinterm Tor und um mich rum jede Menge "schwerer Jungs" mit riesen Tattoos aufm Rücken, irgendwas in Fraktur auf dem nackten Oberkörper usw. Die sind reihenweise da gesessen und haben sich die Haare gerauft oder die Augen zugehalten oder gejammert. Da dacht ich mir, Himmel, wenn sogar die schon kollabieren, dann ist es wirklich schlimm. Vor dem Borré-Schuss hab ich die mir ebenfalls unbekannten Stadionnachbarn wie bei Pipi Langstrumpf eingehakt und gesagt, in 5 Sekunden sind wir EL-Sieger. Da ist mir eigentlich erst klar geworden, wie surreal alles ist.
Der Rest ist Geschichte. We are the champions war der Hammer und jetzt lass ich mich vielleicht irgendwo tätowieren. Ich habe mein verpasstes Finale 2018-Trauma endlich überwunden und konnte heute morgen ohne Magenkrampf genüsslich aus einer "Pokalsieger 2018"-Tasse Kaffee trinken.
Lenz ist für mich der stille Held dieses Spiels. Alle reden (zu recht) über Trapp und Borré, aber man muss Lenz nochmal irgendwie extra danken für seinen unglaublichen Mut, sich den ersten Ball zu schnappen und vor diese verrückte Kurve zu laufen.
Ende.
Ach nee, eins noch:
Lächerlich. Ich hab gestern Nachmittag das erste mal wieder Wasser gesehen.
Allmählich komme auch ich wieder zu mir - nach 36 Stunden ohne Schlaf, 40 ° in Sevilla und dem unfassbaren Triumphzug in FFM. Es waren unglaubliche Tage, nichts davon ist auch nur ansatzweise verarbeitet. Nur wenn ich auf mein Smartphone ( ) schaue und als Bildschirmhintergrund das Foto aus dem Block in das weite Stadion sehe, wo die beiden Mannschaften sich fürs Elfmeterschießen bereit machen, jagt es mir einen Schauer über den Rücken.
Irgendwie ist es so krass. Vor sechs Jahren Relegation gegen Nürnberg und heute ist die SGE-Bucketlist, die für ein Leben reichen sollte, zur Hälfte abgehakt.
Ich fahre jedenfalls noch nicht nach Hause, sondern zu Freunden nach Berlin. Der ICE ist voller SC-Fans und ich denke mir, wie süß, DFB-Pokal. Also alles noch ganz ungeordnet.
Vielem kann ich mich anschließen, auch ich glaube, dass die Party in FFM zehnmal krasser war, als in Sevilla, wo einfach alles zu hatte. Aber wir waren irgendwie alle auch so müde, die ganze Anspannung der letzten Wochen (sportlich und organisatorisch) fiel schlagartig ab und alle Akkus waren leer. Die armen Schotten, an die ich mein Herz verloren habe, weil sie so gutgelaunt, fair und leidenschaftlich waren, verstanden die Welt nicht mehr: "You crazy Germans, you wonn the fuckin trrrophy." Und wir standen da rum mit unsere Cola und waren fix und alle.
Aber eine Sache will ich noch aufgreifen:
Luzbert schrieb:
Lenz. Lenz?? Pfeifkonzert, so laut wie ich es noch nie gehört habe. Wie soll Lenz das bitte packen? Der spielt doch nie!
Zack, drin! Krass!!
Hrustic - oha. Auch unerfahren mit großem Ego.
Bämm. Sicher! Puh...
Kamada - immer diese latente Angst, dass da was schiefge....
Woah war der stark aber knapp verwandelt und scheiße war der Keeper da dennoch nah dran!
Kostic - mach es
YES
Borré - wenn das Netz gleich zappelt haben wir den Pokal!!!!
Aber Borré hat bislang ausschließlich eher schwache Elfmeter geschossen, die der Torwart hält, wenn er die Ecke ahnt...
Und er hatte bei uns bislang jede(?) Ecke geahnt!
Genauso war es bei mir im Block auch und alle, die ich gestern traf, haben es auch so erlebt. Ich weiß nicht, ob das Frankfurter Niveau war oder ob wir alle nur die Hosen gestrichen voll hatten.
Aber bei JEDEM Schützen ging einen Raunen durch den Block: "Oh Backe, DER????"
Lenz hat nie gespielt, Hrustic ist zu jung, Kamada zu introvertiert, Kostic wäre doch typisch, wenn der gerade heut verschießt, Borré (sprich: Borre) ohje gegen Sevilla hat der schonmal verschossen. usw. Eieiei, waren wir alle nervös. Ich stand hinterm Tor und um mich rum jede Menge "schwerer Jungs" mit riesen Tattoos aufm Rücken, irgendwas in Fraktur auf dem nackten Oberkörper usw. Die sind reihenweise da gesessen und haben sich die Haare gerauft oder die Augen zugehalten oder gejammert. Da dacht ich mir, Himmel, wenn sogar die schon kollabieren, dann ist es wirklich schlimm. Vor dem Borré-Schuss hab ich die mir ebenfalls unbekannten Stadionnachbarn wie bei Pipi Langstrumpf eingehakt und gesagt, in 5 Sekunden sind wir EL-Sieger. Da ist mir eigentlich erst klar geworden, wie surreal alles ist.
Der Rest ist Geschichte. We are the champions war der Hammer und jetzt lass ich mich vielleicht irgendwo tätowieren. Ich habe mein verpasstes Finale 2018-Trauma endlich überwunden und konnte heute morgen ohne Magenkrampf genüsslich aus einer "Pokalsieger 2018"-Tasse Kaffee trinken.
Lenz ist für mich der stille Held dieses Spiels. Alle reden (zu recht) über Trapp und Borré, aber man muss Lenz nochmal irgendwie extra danken für seinen unglaublichen Mut, sich den ersten Ball zu schnappen und vor diese verrückte Kurve zu laufen.
Ende.
Ach nee, eins noch:
Luzbert schrieb:
Nach einer [...] einer ausgiebigen Dusche
Lächerlich. Ich hab gestern Nachmittag das erste mal wieder Wasser gesehen.
FrankenAdler schrieb:
Einen besonderen Dank noch dafür, liebe Mannschaft, wie ihr dem brodo in der Europaliga den Fußballverdruss aus den Knochen geballert habt!
Lange Geschichte, mit der ich hier niemanden nerven will.
Verdruss gegen den Fußball hatte ich aber nie. Sonst würde ich nicht jede Woche viele Stunden meiner Freizeit auf irgendwelchen hässlichen Kunstrasenplätzen verbringen.
brodo schrieb:FrankenAdler schrieb:
Einen besonderen Dank noch dafür, liebe Mannschaft, wie ihr dem brodo in der Europaliga den Fußballverdruss aus den Knochen geballert habt!
Lange Geschichte, mit der ich hier niemanden nerven will.
Verdruss gegen den Fußball hatte ich aber nie. Sonst würde ich nicht jede Woche viele Stunden meiner Freizeit auf irgendwelchen hässlichen Kunstrasenplätzen verbringen.
Trotzdem Daumen hoch für den FA!
Aus Jerez in München angekommen, wurde der Flug nach FFM plötzlich abgesagt, Maschine defekt. Vorschlag der Lufthansa war von München nach Genf und von da nach Frankfurt mit Ankunft 20 Uhr
Sind dann mit dem ICE nach FFM
40 Stunden auf den Beinen 😅 egal, das unbeschreibliche Erlebnis im Stadion hat entschädigt
Sind dann mit dem ICE nach FFM
40 Stunden auf den Beinen 😅 egal, das unbeschreibliche Erlebnis im Stadion hat entschädigt
sgevolker schrieb:
Die Dortmunder ereifern sich über die Qualität des Spiels und sind selber schon vor zig runden gegen den gleichen Gegner rausgeflogen. Bitte lass uns nie so werden wie diese Vereine.
Vor allem ist das ein bescheuerter Vorwurf.
Es ist doch offensichtlich, dass zum einen die Hitze ihren Tribut gefordert hat und zum anderen zwei kampfbetonte Mannschaften wenig Schönspielerei zuließen.
Darüber hinaus war mindestens die Spielanlage der Eintracht auf wenig triviale Pässe in die Nahtstellen ausgelegt. Dass das häufig schief geht, ist der Grund warum wir im EL-Finale standen und nicht im CL-Finale stehen.
Das krasse ist, dass man seine eigene Fan-Identität langsam umschreiben muss. Raus aus der Opfer-Rolle!
Wir sind nicht mehr die, die von Alfons Berg um die Meisterschaft betrogen wurden. Wir sind nicht mehr die, die wegen Heynckes in die 2. Liga gehen mussten. Wir sind nicht mehr die, die wegen Octagon fasst die Existenz verloren haben.
Nein! Wir sind Eintracht Frankfurt und wir gewinnen Titel! Und wir spielen fuckin' Champions League, ihr Pisser!!!
Wir sind nicht mehr die, die von Alfons Berg um die Meisterschaft betrogen wurden. Wir sind nicht mehr die, die wegen Heynckes in die 2. Liga gehen mussten. Wir sind nicht mehr die, die wegen Octagon fasst die Existenz verloren haben.
Nein! Wir sind Eintracht Frankfurt und wir gewinnen Titel! Und wir spielen fuckin' Champions League, ihr Pisser!!!
brodo schrieb:
Das krasse ist, dass man seine eigene Fan-Identität langsam umschreiben muss. Raus aus der Opfer-Rolle!
Wir sind nicht mehr die, die von Alfons Berg um die Meisterschaft betrogen wurden. Wir sind nicht mehr die, die wegen Heynckes in die 2. Liga gehen mussten. Wir sind nicht mehr die, die wegen Octagon fasst die Existenz verloren haben.
Nein! Wir sind Eintracht Frankfurt und wir gewinnen Titel! Und wir spielen fuckin' Champions League, ihr Pisser!!!
An Titeln bemessen sind wir nach den Bayern die erfolgreichste deutsche Mannschaft der letzten 10 Saisons!
67sge schrieb:
Möchte auch mal das Public Viewing im Waldstadion loben.
Total geile Stimmung. Keine nervige FFH-Event-Party, sondern alle konzentriert das Spiel verfolgt...
Kann ich nur bestätigen. Die Emotionen nach dem Elfer von Borre waren unglaublich, ich habe noch nie ein so lautes Stadion erlebt.
sgevolker schrieb:67sge schrieb:
Möchte auch mal das Public Viewing im Waldstadion loben.
Kann ich nur bestätigen. Die Emotionen nach dem Elfer von Borre waren unglaublich, ich habe noch nie ein so lautes Stadion erlebt.
Es ist wohl das Luxusproblem schlechthin, aber selbst als Sevillareisender beneide ich euch um das Erlebnis. Das muss der Wahnsinn gewesen sein.
Borre, Junge, ich sehe gerade noch mal Deinen Elfer, alter Schwede, wie geil ist der geschossen?
SGE_Werner schrieb:
Borre, Junge, ich sehe gerade noch mal Deinen Elfer, alter Schwede, wie geil ist der geschossen?
Das gesamte Spiel über hatte ich Angst, dass wir uns einen fangen und nicht nachlegen können.
Zum Ende der Verlängerung hatten wir unendlich Dusel und einen gottgleichen Trapp im Kasten. Da wäre der Traum beinahe zerplatzen.
Aber wie die Jungs ihre Elfmeter verwandelt haben! Das war absolute Weltklasse!
Lenz - der nie spielt, knallt das Ding als erster unter einem Pfeifkonzert, wie ich es noch nie erlebt habe, in die Maschen.
Hrustic - Bankspieler. Ebenso eiskalt und sicher.
Kamada - Hart und platziert an den Innepfosten und dennoch ist der Torwart fast dran. Brutal!
Kostic - quasi wie Kamada
Borré - schoss bislang immer schwache Elfmeter, die der Towart hält, wenn er in die richtige Ecke fliegt. Kanllt das Ding zum Titel in den Winkel.
Es ist Wahnsinn!
Und jetzt geht es ab nach Hause. Leider werde ich den Empfang verpassen:
🚌 -> Ayamonte
⛴️ -> Portugal
🚕 -> Strand
🚅 -> Faro
✈️ -> Düsseldorf
🚅 -> Frankfurt
SGE_WERNER schrieb:
Borre, Junge, ich sehe gerade noch mal Deinen Elfer, alter Schwede, wie geil ist der geschossen?
Wenn man diesen prachtvollen Elfmeter mit der kümmerlichen Rückgabe bei Betis vergleicht erkennt man schon welch großartige Entwicklung er auch mental in den letzten Wochen genommen hat. Selbstvertrauen pur.
Morsche. Kneif mich ma einer.
Luzbert schrieb:adlerkadabra schrieb:
Morsche. Kneif mich ma einer.
Kneifen Magen und Kopf nicht schon genug?
Magen leer. Kopf leer. Nichts von Kneifen. Alles wie gehabt
Herzlichen Glückwunsch
Helden, alles Helden, das Elfmeterschießen hab ich bei ner Zigarette aufm Klo verbracht, genau wie 2019 hab ich das einfach nicht mehr ausgehalten, mit Herzklopfen bis zum Kopf zu ende geraucht, TV Lautstärke wieder hoch und wusste erst garnicht wer gewonnen hat, es ist einfach unfassbar.
Ich begreif es einfach nicht, wie gern hätt ich das mit meiner 2019 verstorbenen Lebensgefährtin gefeiert, die ich durch die Euronächte mit der Büffelherde komplett von der Eintracht überzeugt hatte. Aber ich glaube sie hat irgendwie mitgeholfen, den Titel jetzt zu holen.
Seit ihrem Tod ist das der erste richtig schöne Abend. Ich bin so stolz auf diese Mannschaft, jetzt kann hier wirklich großes entstehen.
Seit 33 Jahren bin ich Eintracht Fan, aber erst seit 6 Monaten auch endlich Mitglied. Und morgen wird erstmal für 100 Euro aus dem Fanshop bestellt.
Eurrrrrrroooooobaboookkkallllll
Helden, alles Helden, das Elfmeterschießen hab ich bei ner Zigarette aufm Klo verbracht, genau wie 2019 hab ich das einfach nicht mehr ausgehalten, mit Herzklopfen bis zum Kopf zu ende geraucht, TV Lautstärke wieder hoch und wusste erst garnicht wer gewonnen hat, es ist einfach unfassbar.
Ich begreif es einfach nicht, wie gern hätt ich das mit meiner 2019 verstorbenen Lebensgefährtin gefeiert, die ich durch die Euronächte mit der Büffelherde komplett von der Eintracht überzeugt hatte. Aber ich glaube sie hat irgendwie mitgeholfen, den Titel jetzt zu holen.
Seit ihrem Tod ist das der erste richtig schöne Abend. Ich bin so stolz auf diese Mannschaft, jetzt kann hier wirklich großes entstehen.
Seit 33 Jahren bin ich Eintracht Fan, aber erst seit 6 Monaten auch endlich Mitglied. Und morgen wird erstmal für 100 Euro aus dem Fanshop bestellt.
Eurrrrrrroooooobaboookkkallllll
Adler1002 schrieb:
Ich begreif es einfach nicht, wie gern hätt ich das mit meiner 2019 verstorbenen Lebensgefährtin gefeiert, die ich durch die Euronächte mit der Büffelherde komplett von der Eintracht überzeugt hatte. Aber ich glaube sie hat irgendwie mitgeholfen, den Titel jetzt zu holen.
Seit ihrem Tod ist das der erste richtig schöne Abend. Ich bin so stolz auf diese Mannschaft, jetzt kann hier wirklich großes entstehen.
Sie wird Dir und uns allen gemeinsam mit Grabi von oben zugeschaut haben!
Ich wünsche Dir, dass weitere schöne Tage und Abende Dein Leben bereichern werden.
https://www.hessenschau.de/sport/verlaengerung-elfmeterschiessen-europa-pokal---die-highlights-des-eintracht-siegs-zum-nachhoeren,audio-67258~_story-eintracht-finale-100.html
Einfach zu geil. Da hat man Tränen in den Augen
Einfach zu geil. Da hat man Tränen in den Augen
SGERafael schrieb:
https://www.hessenschau.de/sport/verlaengerung-elfmeterschiessen-europa-pokal---die-highlights-des-eintracht-siegs-zum-nachhoeren,audio-67258~_story-eintracht-finale-100.html
Einfach zu geil. Da hat man Tränen in den Augen
Stark, danke!
Luzbert schrieb:SGERafael schrieb:
https://www.hessenschau.de/sport/verlaengerung-elfmeterschiessen-europa-pokal---die-highlights-des-eintracht-siegs-zum-nachhoeren,audio-67258~_story-eintracht-finale-100.html
Einfach zu geil. Da hat man Tränen in den Augen
Stark, danke!
Diese Radiosequenzen sind das schönste Nacherlebnis, das es gibt. Besser als jedes bewegte Bild.
War auch schon nach dem Pokalfinale in Berlin so.
Luzbert schrieb:SGERafael schrieb:
https://www.hessenschau.de/sport/verlaengerung-elfmeterschiessen-europa-pokal---die-highlights-des-eintracht-siegs-zum-nachhoeren,audio-67258~_story-eintracht-finale-100.html
Einfach zu geil. Da hat man Tränen in den Augen
Stark, danke!
Und wieder Tränen
Done.
Allmählich komme auch ich wieder zu mir - nach 36 Stunden ohne Schlaf, 40 ° in Sevilla und dem unfassbaren Triumphzug in FFM. Es waren unglaubliche Tage, nichts davon ist auch nur ansatzweise verarbeitet. Nur wenn ich auf mein Smartphone ( ) schaue und als Bildschirmhintergrund das Foto aus dem Block in das weite Stadion sehe, wo die beiden Mannschaften sich fürs Elfmeterschießen bereit machen, jagt es mir einen Schauer über den Rücken.
Irgendwie ist es so krass. Vor sechs Jahren Relegation gegen Nürnberg und heute ist die SGE-Bucketlist, die für ein Leben reichen sollte, zur Hälfte abgehakt.
Ich fahre jedenfalls noch nicht nach Hause, sondern zu Freunden nach Berlin. Der ICE ist voller SC-Fans und ich denke mir, wie süß, DFB-Pokal. Also alles noch ganz ungeordnet.
Vielem kann ich mich anschließen, auch ich glaube, dass die Party in FFM zehnmal krasser war, als in Sevilla, wo einfach alles zu hatte. Aber wir waren irgendwie alle auch so müde, die ganze Anspannung der letzten Wochen (sportlich und organisatorisch) fiel schlagartig ab und alle Akkus waren leer. Die armen Schotten, an die ich mein Herz verloren habe, weil sie so gutgelaunt, fair und leidenschaftlich waren, verstanden die Welt nicht mehr: "You crazy Germans, you wonn the fuckin trrrophy." Und wir standen da rum mit unsere Cola und waren fix und alle.
Aber eine Sache will ich noch aufgreifen:
Genauso war es bei mir im Block auch und alle, die ich gestern traf, haben es auch so erlebt. Ich weiß nicht, ob das Frankfurter Niveau war oder ob wir alle nur die Hosen gestrichen voll hatten.
Aber bei JEDEM Schützen ging einen Raunen durch den Block: "Oh Backe, DER????"
Lenz hat nie gespielt, Hrustic ist zu jung, Kamada zu introvertiert, Kostic wäre doch typisch, wenn der gerade heut verschießt, Borré (sprich: Borre) ohje gegen Sevilla hat der schonmal verschossen. usw. Eieiei, waren wir alle nervös. Ich stand hinterm Tor und um mich rum jede Menge "schwerer Jungs" mit riesen Tattoos aufm Rücken, irgendwas in Fraktur auf dem nackten Oberkörper usw. Die sind reihenweise da gesessen und haben sich die Haare gerauft oder die Augen zugehalten oder gejammert. Da dacht ich mir, Himmel, wenn sogar die schon kollabieren, dann ist es wirklich schlimm. Vor dem Borré-Schuss hab ich die mir ebenfalls unbekannten Stadionnachbarn wie bei Pipi Langstrumpf eingehakt und gesagt, in 5 Sekunden sind wir EL-Sieger. Da ist mir eigentlich erst klar geworden, wie surreal alles ist.
Der Rest ist Geschichte. We are the champions war der Hammer und jetzt lass ich mich vielleicht irgendwo tätowieren. Ich habe mein verpasstes Finale 2018-Trauma endlich überwunden und konnte heute morgen ohne Magenkrampf genüsslich aus einer "Pokalsieger 2018"-Tasse Kaffee trinken.
Lenz ist für mich der stille Held dieses Spiels. Alle reden (zu recht) über Trapp und Borré, aber man muss Lenz nochmal irgendwie extra danken für seinen unglaublichen Mut, sich den ersten Ball zu schnappen und vor diese verrückte Kurve zu laufen.
Ende.
Ach nee, eins noch:
Lächerlich. Ich hab gestern Nachmittag das erste mal wieder Wasser gesehen.