
sgevolker
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Matzel
Ngamkam - was genau macht der Mann eigentlich beruflich?
Matzel schrieb:
Ngamkam - was genau macht der Mann eigentlich beruflich?
Als Mittelstürmer, der sich beweisen muss, in der letzten Aktion so kläglich vorbei zu schiessen lässt eigentlich nur drauf schließen, dass es nicht langt für die Bundesliga. Klar kann das mal passieren, aber bei ihm reiht es sich ja in seine sonstigen Leistungen ein.
Sag mir, wie er ausgegangen ist.
sgevolker schrieb:
Die Performance des Forums passt sich der Leistung heute nahtlos an.
Wobei die zweite Halbzeit besser performt, also das Forum. Dachte eigentlich das die erste auf dem Platz unsere schlechte Halbzeit ist, aber die zweite ist bisher sogar noch schlechter.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht
ja, die negativen Vibes kann der Server nicht verarbeiten
propain schrieb:
Warum reist du nicht einfach mit dem Zug an? Bevor du anderen vorschreiben willst wie und wo sie zu fahren haben solltest du selbst mit gutem Beispiel voran gehen und das Auto stehen lassen.
Donnerstag Abend mit dem Zug wieder zurück ist wirklich ein Abenteuer. Al ganz abgesehen von dentition überfüllten Zügen. Die S9 fällt ja derzeit aus, dementsprechend voll ist die S8. Ich bin echt ein Fan der Öffis, aber die Zustände rund um ein Bundesligaspiel in Frankfurt sind eigentlich nicht tragbar. Sowohl was öffentliche als auch die Anreise mit einem PKW betrifft.
Genau das meine ich, mit der Deeskalation bevor der Notruf gesetzt werden musste.
Aber stattdessen scheint es für manche ok zu sein, dass man auf die Ordner draufkloppt, und die Polizei mit Kakao und Keksen die Situation gefälligst friedlich zu lösen hat.
Wie immer wieder betont, liegt es an beiden Seiten deeskalierend zu handeln.
Aber stattdessen scheint es für manche ok zu sein, dass man auf die Ordner draufkloppt, und die Polizei mit Kakao und Keksen die Situation gefälligst friedlich zu lösen hat.
Wie immer wieder betont, liegt es an beiden Seiten deeskalierend zu handeln.
bolze1 schrieb:
Genau das meine ich, mit der Deeskalation bevor der Notruf gesetzt werden musste.
Aber stattdessen scheint es für manche ok zu sein, dass man auf die Ordner draufkloppt, und die Polizei mit Kakao und Keksen die Situation gefälligst friedlich zu lösen hat.
Wie immer wieder betont, liegt es an beiden Seiten deeskalierend zu handeln.
Ich habe so ziemlich jeden Beitrag heute hier gelesen, aber das es Ok ist auf Ordner einzuschlagen konnte ich nicht lesen. Vielleicht habe ich es auch überlesen? Finde solche Behauptungen in der Diskussion auch nicht hilfreich, wenn es nicht da wirklich so steht.
Adler_Steigflug schrieb:WürzburgerAdler schrieb:
Vergleichbar vielleicht die Situation, als vor einigen Jahren das Banner im Block von der Polizei einkassiert wurde und der Eintrachtfan über die Bande gestoßen wurde. Nach wenigen Minuten war die Polizei wieder draußen.
Direkt vergleichbar mit der jetzigen Situation? Weiß nicht. Gerade diese Aktion 2019 war für mich eine reine Eskalation der Polizei, so dass es nicht verwunderlich war, dass die Fronten noch einmal verhärtet wurden.
Ja, natürlich. Es ging in diesem Zusammenhang aber nur darum, wann sich die Polizei am Samstag hätte zurückziehen sollen. Und es sieht ganz danach aus, als ob das kurz bevorgestanden hätte, wenn nicht der Sturm auf die Blocksperren gekommen wäre. Deshalb die Analogie zu dem Einsatz 2019.
Die Eintracht wird schauen müssen, dass sie das Problem mit den überfüllten Blöcken, der Pyro und den Böllern in den Griff bekommt. Wenn ich Reschke wäre, würde ich mich im Fall eine Massenpanik jedenfalls nicht fragen lassen wollen, warum der Block so dermaßen überfüllt war. Wie sowas entstehen kann, hat man damals in Duisburg sehen können. Man hat viel zu lange geduldet was eigentlich nicht hinnehmbar war. Das Problem ist, dass man jetzt schon an einem Punkt ist wo nur noch durchgreifen und bestrafen hilft. Ich bezweifle das man hier mit Kommunikation weiter kommt.
sgevolker schrieb:WürzburgerAdler schrieb:
Über Fehlverhalten der Polizei müssen wir nicht reden.
Das sehe ich komplett anders.
Missverständnis. Es war in dem Sinn gemeint, dass daran nicht zu zweifeln ist. Falsch ausgedrückt, sorry.
WürzburgerAdler schrieb:sgevolker schrieb:WürzburgerAdler schrieb:
Über Fehlverhalten der Polizei müssen wir nicht reden.
Das sehe ich komplett anders.
Missverständnis. Es war in dem Sinn gemeint, dass daran nicht zu zweifeln ist. Falsch ausgedrückt, sorry.
Oder dann von mir falsch verstanden. Alles gut
Euro-Babo-Karl schrieb:
Das driftet jetzt langsam in die philosophische Richtung ab, aber aus meiner Sicht hat ein Mensch erstmal gar keine Aufgabe. Er existiert. Er hat die Pflicht, sich an die Gesetze des Landes zu halten, dessen Staatsbürger er ist bzw. in dem er lebt (was schon erste Problematiken birgt). Würde er das stets tun, bräuchte es keine Polizei. Tut er aber (aus verschiedensten Gründen) nicht, Fehler im System. Behebung des Fehlers ist die Existenz der Polizei. Der Ball liegt, und da ist es völlig egal, wie die Situation entstanden ist, ganz klar bei der Polizei, eine solche Lage unter Kontrolle verbringen und die körperliche Unversehrtheit aller an der Situation Beteiligten als höchste Priorität zu betrachten (noch vor der Strafverfolgung).
Die am Samstag gewählte Taktik hat diesen Grundsatz eklatant missachtet. Darüber hinaus wurde in mehreren Fällen durch überzogene Polizeigewalt Recht gebrochen. Weil man's kann. Der nächste Fehler im System. Beheben will den leider niemand, der die Macht dazu hat.
Und das es keine Gelegenheit für einen Rückzug gab, ist ein absolutes Märchen. Es gab minutenlang Phasen, in denen man sich lediglich gegenüberstand und es neben aggressiver verbaler Äußerungen auf der einen Seite und demonstrativem Knüppelschwingen auf der anderen Seite keine physische Gewalt stattgefunden hat (vllt mal von vereinzelten Becherwürfen o.Ä. abgesehen - über die man als gepanzerter Cop müde lächeln könnte). Im Stadion hängen Kameras, die das festgehalten haben dürften...
Teilweise liest sich das ja hier so, als hätten die Cops 30 Minuten unter permanentem Kreuzfeuer gestanden. Dem war sicherlich nicht so.
"Die von der Polizei gewählte Taktik" wäre sehr wohl auch aufgegangen, wenn man nicht die Blocksperren gestürmt hätte. Darauf gehst du gar nicht ein. Wenn die Polizei sagt: "Hier geht jetzt erst mal keiner rein oder raus", dann ist das so. Widersetzt man sich dem, nimmt man billigend eine weitere Eskalation in Kauf. Ab diesem Zeitpunkt war die Polizei eindeutig in der Defensive. Und da möchte ich jetzt gerne wissen, bei wem hier jetzt der Ball liegt.
Irgendwie kannst oder willst du mein Anliegen nicht verstehen. das nämlich darauf beruht, so eine Scheiße wie am Samstag künftig zu verhindern. Und dazu ist zuvorderst einmal Selbstreflexion gefragt.
Über Fehlverhalten der Polizei müssen wir nicht reden. Aber anders als bei der Situation in der Unterführung (gegen Kaiserslautern) war dieses Mal die Polizei nicht der Verursacher des Chaos. Dass trotz Bedrängnis und Verletzungen zahlreicher Kollegen die Beamten kein Reizgas in die Menge zu schießen oder am Boden liegende Fans mit Stiefeln zu traktieren haben ist, soweit das geschehen ist, selbstverständlich zu kritisieren und anzuprangern.
Aber ohne Selbstreflexion werden sich die Fronten nur immer weiter verhärten. Und das Aufkündigen jedweden Dialogs mit der Polizei ist ja schon mal ein erster Schritt genau in die falsche Richtung.
sgevolker schrieb:WürzburgerAdler schrieb:
Über Fehlverhalten der Polizei müssen wir nicht reden.
Das sehe ich komplett anders.
Missverständnis. Es war in dem Sinn gemeint, dass daran nicht zu zweifeln ist. Falsch ausgedrückt, sorry.
Sorry, aber der Fehler im System war es, dass anscheinend 10-13 "Fans" auf 1-2 Ordner losgegangen sind, die versucht haben, Recht und Ordnung (Kartenkontrolle) durchzusetzen.
Keine Angriff auf die Ordner -> kein Polizeieinsatz......vielleicht ein bissl zu einfach gedacht, aber grundsätzlich nicht verkehrt....
Keine Angriff auf die Ordner -> kein Polizeieinsatz......vielleicht ein bissl zu einfach gedacht, aber grundsätzlich nicht verkehrt....
bolze1 schrieb:
Sorry, aber der Fehler im System war es, dass anscheinend 10-13 "Fans" auf 1-2 Ordner losgegangen sind, die versucht haben, Recht und Ordnung (Kartenkontrolle) durchzusetzen.
Keine Angriff auf die Ordner -> kein Polizeieinsatz......vielleicht ein bissl zu einfach gedacht, aber grundsätzlich nicht verkehrt....
Ich habe niemanden gelesen der daran zweifelt. Ich denke es herrscht auch Einigkeit, dass es so nicht weitergehen kann und so ein Verhalten nicht geduldet werden darf und die Eintracht jetzt gefordert ist mit ihren Mitteln (Stadionverbot, Dauerkartenentzug, Mitgliedschaft beenden usw.) dagegen zu halten. Stellt doch niemand in Frage. Trotzdem muss es doch erlaubt sein darüber zu diskutieren, ob eine 30 Minütige Auseinandersetzung direkt am Stadion sinnvoll ist und was man hätte tun können um das zu verhindern. Auch von Seiten der Polizei. Ich persönlich habe jedenfalls keinen Bock beim nächsten Mal aus Versehen mittendrin zu sein, nur weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war. Insofern sollte es schon erlaubt sein, alle Aspekte zu diskutieren.
Natürlich darf, soll und muss der Verlauf der Aktion und die Verhältnismässigkeit der Maßnahmen beider Seiten diskutiert werden. Geschieht hier doch auch, und wie ich finde, in überwiegend sachlicher und vernünftiger Weise.
Fakt ist aber auch, die Deeskalation hätte schon stattfinden können, bevor überhaupt ein Notruf an die Polizei hätte erfolgen müssen.
Fakt ist aber auch, die Deeskalation hätte schon stattfinden können, bevor überhaupt ein Notruf an die Polizei hätte erfolgen müssen.
sgevolker schrieb:
Es ist doch selbstverständlich, dass die Polizei eingreift wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Ich glaube das bestreitet niemand. Ob man sich aber eine 30 Minütigen Auseinandersetzung liefern muss oder sich lieber etwas zurückzieht ist eine ganz andere Frage.
So wie ich das recherchieren konnte wäre der einzige Moment zum Rückzug der gewesen, an dem die Polizei im Umlauf der NWK damit beschäftigt war, festgenommene Personen abzuführen. Damit dies geschehen konnte, ließ man keine Personen mehr aus dem Block heraus.
Dies wurde dann im Block zum Anlass genommen, die Polizeisperren an den Ausgängen zu stürmen und zu überrennen. Ab diesem Zeitpunkt kam es dann zu den Szenen, die auf Videos zu sehen sind und zum - erzwungenen - Rückzug der Polizei.
So jedenfalls meine Erkenntnisse. Können auch falsch sein, keine Ahnung, sie beruhen auf Augenzeugenberichten. Danach gehe ich in der Tat davon aus, dass sich die Polizei zurückgezogen hätte, wenn man die Ketten an den Ausgängen nur ein paar Minuten länger nicht angegriffen hätte.
Vergleichbar vielleicht die Situation, als vor einigen Jahren das Banner im Block von der Polizei einkassiert wurde und der Eintrachtfan über die Bande gestoßen wurde. Nach wenigen Minuten war die Polizei wieder draußen.
WürzburgerAdler schrieb:sgevolker schrieb:
Es ist doch selbstverständlich, dass die Polizei eingreift wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Ich glaube das bestreitet niemand. Ob man sich aber eine 30 Minütigen Auseinandersetzung liefern muss oder sich lieber etwas zurückzieht ist eine ganz andere Frage.
So wie ich das recherchieren konnte wäre der einzige Moment zum Rückzug der gewesen, an dem die Polizei im Umlauf der NWK damit beschäftigt war, festgenommene Personen abzuführen. Damit dies geschehen konnte, ließ man keine Personen mehr aus dem Block heraus.
Dies wurde dann im Block zum Anlass genommen, die Polizeisperren an den Ausgängen zu stürmen und zu überrennen. Ab diesem Zeitpunkt kam es dann zu den Szenen, die auf Videos zu sehen sind und zum - erzwungenen - Rückzug der Polizei.
So jedenfalls meine Erkenntnisse. Können auch falsch sein, keine Ahnung, sie beruhen auf Augenzeugenberichten. Danach gehe ich in der Tat davon aus, dass sich die Polizei zurückgezogen hätte, wenn man die Ketten an den Ausgängen nur ein paar Minuten länger nicht angegriffen hätte.
Vergleichbar vielleicht die Situation, als vor einigen Jahren das Banner im Block von der Polizei einkassiert wurde und der Eintrachtfan über die Bande gestoßen wurde. Nach wenigen Minuten war die Polizei wieder draußen.
Ich bin kein Experte und war auch nicht hautnah dabei. Wenn die Gewalt so groß war, dass man innerhalb einer 30 Minütigen Auseinandersetzung nicht deeskalierend wirken kann, dann sollte man wirklich dringend in unsere Fanszene aufräumen.
sgevolker schrieb:WürzburgerAdler schrieb:sgevolker schrieb:
Es ist doch selbstverständlich, dass die Polizei eingreift wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Ich glaube das bestreitet niemand. Ob man sich aber eine 30 Minütigen Auseinandersetzung liefern muss oder sich lieber etwas zurückzieht ist eine ganz andere Frage.
So wie ich das recherchieren konnte wäre der einzige Moment zum Rückzug der gewesen, an dem die Polizei im Umlauf der NWK damit beschäftigt war, festgenommene Personen abzuführen. Damit dies geschehen konnte, ließ man keine Personen mehr aus dem Block heraus.
Dies wurde dann im Block zum Anlass genommen, die Polizeisperren an den Ausgängen zu stürmen und zu überrennen. Ab diesem Zeitpunkt kam es dann zu den Szenen, die auf Videos zu sehen sind und zum - erzwungenen - Rückzug der Polizei.
So jedenfalls meine Erkenntnisse. Können auch falsch sein, keine Ahnung, sie beruhen auf Augenzeugenberichten. Danach gehe ich in der Tat davon aus, dass sich die Polizei zurückgezogen hätte, wenn man die Ketten an den Ausgängen nur ein paar Minuten länger nicht angegriffen hätte.
Vergleichbar vielleicht die Situation, als vor einigen Jahren das Banner im Block von der Polizei einkassiert wurde und der Eintrachtfan über die Bande gestoßen wurde. Nach wenigen Minuten war die Polizei wieder draußen.
Ich bin kein Experte und war auch nicht hautnah dabei. Wenn die Gewalt so groß war, dass man innerhalb einer 30 Minütigen Auseinandersetzung nicht deeskalierend wirken kann, dann sollte man wirklich dringend in unsere Fanszene aufräumen.
Nun ja, Volker, diese Erkenntnis ist ja nun wirklich nicht neu, oder?
Genau darum dreht es sich doch bei der gesamten Debatte am Ende. Hätte es keine Fehlverhalten von irgendwelchen vollkommen hirnamputierten Schlägern gegeben (und ich meine nicht, diejenigen, die sich hin und wieder mehr oder weniger als vermeintliches Kavaliersdelikt in einen Block schmuggeln), hätte die Polizei auch keinen Stress angefangen. Und dass nach wie vor zum Teil Gegenteiliges behauptet wird, ist für mich schier unerträglich...
Die Quelle waren garantiert "Zuschauer" (ich sage bewusst nicht Fans) und nicht irgendein Ordner oder die Polizei, darauf würde ich jede Wette eingehen, auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht vor Block 40 stand sondern vor meinem friedlichen Block
DerGeyer schrieb:
Was wäre ohne Polizei?
Muss man dann wie in Dortmund, oder auf St. Pauli permanent um sein Leben bangen, wenn man der Gastmannschaft, oder einfach nicht der Meinung anderer angehört?
Bzw. hier wenn man einfach Ordner ist und versucht dem Hausrecht etwas entgegenzukommen.
Es ist doch selbstverständlich, dass die Polizei eingreift wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Ich glaube das bestreitet niemand. Ob man sich aber eine 30 Minütigen Auseinandersetzung liefern muss oder sich lieber etwas zurückzieht ist eine ganz andere Frage.
sgevolker schrieb:
Es ist doch selbstverständlich, dass die Polizei eingreift wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Ich glaube das bestreitet niemand. Ob man sich aber eine 30 Minütigen Auseinandersetzung liefern muss oder sich lieber etwas zurückzieht ist eine ganz andere Frage.
So wie ich das recherchieren konnte wäre der einzige Moment zum Rückzug der gewesen, an dem die Polizei im Umlauf der NWK damit beschäftigt war, festgenommene Personen abzuführen. Damit dies geschehen konnte, ließ man keine Personen mehr aus dem Block heraus.
Dies wurde dann im Block zum Anlass genommen, die Polizeisperren an den Ausgängen zu stürmen und zu überrennen. Ab diesem Zeitpunkt kam es dann zu den Szenen, die auf Videos zu sehen sind und zum - erzwungenen - Rückzug der Polizei.
So jedenfalls meine Erkenntnisse. Können auch falsch sein, keine Ahnung, sie beruhen auf Augenzeugenberichten. Danach gehe ich in der Tat davon aus, dass sich die Polizei zurückgezogen hätte, wenn man die Ketten an den Ausgängen nur ein paar Minuten länger nicht angegriffen hätte.
Vergleichbar vielleicht die Situation, als vor einigen Jahren das Banner im Block von der Polizei einkassiert wurde und der Eintrachtfan über die Bande gestoßen wurde. Nach wenigen Minuten war die Polizei wieder draußen.
Euro-Babo-Karl schrieb:
Ein gutes Beispiel für deeskalatives Verhalten seitens der Polizei (bzw eines Polizisten) habe ich noch in Erinnerung. Nikosia 2013.
Im Grunde sehr ähnliche Szenen wie am Samstag, allerdings nach dem Spiel, und der Auslöser ging in diesem Fall klar von einem Polizisten aus, die einen völlig harmlosen "Normalo-Fan", der nicht schnell genug auf Kommando zurückgewichen ist, brutal mit dem Schild umgehauen hat, aber das ist an dieser Stelle nebensächlich. Jedenfalls wurde sich fünf bis zehn Minuten lang ein vergleichbares Scharmützel geliefert (allerdings ohne Pfeffersprayeinsatz) bis irgendwann in einem einigermaßen ruhigen Moment (und diese gab es am Samstag auch) ein komplett ungepanzerter Beamter, vermutlich der Einsatzleiter, zwischen die Fronten getreten ist und sowohl auf die Polizeibeamten, als auch auf die Fanseite deeskalierend eingewirkt hat. Mit Erfolg. Das war sicherlich mutig, aber hat zur sofortigen Beendigung der Auseinandersetzungen geführt und war somit zu diesem Zweck exakt das richtige Mittel. So geht es also auch. Ich habe Zweifel daran, dass man am Samstag seitens der Polizei an Deeskalation interessiert war.
Das war im Jahr 2013.
Seitdem hat eine Radikalisierung des harten Kerns stattgefunden. So ist zumindest meine Empfindung. "Polizei größter Feind"
Glaubst du ernsthaft das in der hitzigen Situation am Samstag es so einfach gewesen wäre das ganze zu beruhigen? Ich hab meine Zweifel.
Klar wäre ein sofortiger Rückzug der Polizei erstmal besser gewesen. Es hätte "vorerst" Ruhe gegeben. Aber das Problem hätte sich nur aufs nächste Spiel verschoben. Die gleiche Szenerie wäre da wieder entstanden.
Oder bist du der Meinung das die Polizei generell kapitulieren sollte? Also den rechtsfreien Raum zulassen und akzeptieren.
Dann haben wir irgendwann sowas wie in Marseille.
Ich glaube es würde jedem aus der Fan-Bubble gut tun mal selbst zu reflektieren. Wir sind an einem Punkt angelangt wo es so nicht weitergehen kann. Die Öffentlichkeit steht nicht hinter uns, im Gegenteil.
Und das haben WIR selbst zu verantworten.
Diegito schrieb:
Glaubst du ernsthaft das in der hitzigen Situation am Samstag es so einfach gewesen wäre das ganze zu beruhigen? Ich hab meine Zweifel.
Glaubst Du es ist eine gute Idee vor einem voll besetzten Stadion so etwas zu eskalieren? Schonmal was von Massenpanik gehört? Das kann sehr schnell, sehr unschön werden. In diesem Moment wäre es besser gewesen sich zurückzunehmen und deeskalierend zu wirken von Seiten der Polizei. Zumindest wenn keine Gefahr für Leib und Leben vorhanden ist. Das heißt für mich nicht, dass man das Stadion als rechtsfreien Raum zulässt. Im Gegenteil, Samstag war schon eine Zäsur und ich erwarte das man entsprechende Strategien sich überlegt, damit das so nicht wider vorkommt. Da gehört dann auch für mich dazu dem "harten Kern" die Privilegien wegzunehmen und ggfs. den Zutritt zu verweigern. Aber eben in Ruhe und im Nachgang. In der konkreten Situation wäre es eindeutig besser gewesen deeskalieren zu wirken.
Ich weiß nicht, wieso du mich nun wieder so angehen musst.
Natürlich setzt der Ordner den Notruf oder was auch immer ab. Aber der entscheidet es doch am Ende nicht, was zu tun ist.
Das ist Aufgabe der Polizei. Und was hat die Polizei bisher an Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht? Eher nicht so gute.
Und es ist einfach wichtig zu wissen wieso man so entschieden hat. Und dazu gehört dann die ganze Aktion.
Es gab Anfang des Jahres auch mal diese Allianz das man eigentlich abrüsten wollte, Deeskalation etc. Das Gegenteil ist der Fall.
Ach was schreibe ich überhaupt, auf viele Punkte geht eh keiner ein. Ultras doof, alles Deppen, raus mit denen. Nun zufrieden?
Natürlich setzt der Ordner den Notruf oder was auch immer ab. Aber der entscheidet es doch am Ende nicht, was zu tun ist.
Das ist Aufgabe der Polizei. Und was hat die Polizei bisher an Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht? Eher nicht so gute.
Und es ist einfach wichtig zu wissen wieso man so entschieden hat. Und dazu gehört dann die ganze Aktion.
Es gab Anfang des Jahres auch mal diese Allianz das man eigentlich abrüsten wollte, Deeskalation etc. Das Gegenteil ist der Fall.
Ach was schreibe ich überhaupt, auf viele Punkte geht eh keiner ein. Ultras doof, alles Deppen, raus mit denen. Nun zufrieden?
Was ist ein Angriff? Faust ins Gesicht oder auch schon ein beiseite schubsen?
franzzufuss schrieb:
Lesen sie bitte hier (auch wenn schon geschehen) mal!
Ja, genau der einseitige Bericht, auf den ich mich bezogen habe. Die Verlautbarungen von Fanseite wie auch von Polizei sind so einseitig, da sind ja sogar Verlautbarungen von Parteien in bewaffneten Konflikten durchaus differenzierter. Und jeder kritisiert die andere Seite und nie sich selbst.
Und genau das ist es, was ich meine @sgevolker. Natürlich ist die Polizei als Exekutive anders zu bewerten, was das angeht. Trotzdem ist ein Fanclubverband zB, der völlig einseitig die Sachen betrachtet, genauso wenig als glaubwürdiger Gesprächspartner geeignet. Und so geht das Ganze von vorne los. Dann hat man ja auch kein Problem, wenn unter den eigenen Seiten pauschale Beschimpfungen gegen die Polizei stehen bleiben...
Es ist sicherlich kein neues Phänomen, aber mittlerweile muss man schon darüber nachdenken, ob nicht wirklich einige Fans glauben, dass sie über dem Gesetz stehen.
sgevolker schrieb:ce, ehemals concordi-eagle schrieb:
"Eine mittlere zweistellige Zahl an verletzten Kolleginnen und Kollegen" (lt. Pressemitteilung") ist ja kein Spaßfaktor an sich.
Mittlere zweistellige Anzahl von verletzten Polizisten? Also ca. 50? Kann ich mir nicht vorstellen.
Generell sollte man mit irgendwelchen Zahlen zu Verletzungen vorsichtig sein. Die Fan-Seite hat ja auch gestern von 70 Verletzten, darunter 7 Schwerverletzten geredet. Was ist eine schwere Verletzung? Wer hat das bestimmt? Solche Zahlen, egal ob von Polizei-Seite (man erinnere sich gerne an Zahlen zu gewaltbereiten Fans, die dann immer auf mehrere hundert geschätzt wird ohne das jemals wirklich stichhaltig erhoben zu haben) oder auch von Fan-Seite... Die sind doch das Papier oft nicht wert, auf dem sie stehen.
sgevolker schrieb:
Das mag sein Werner. An eine offizielle Verlautbarung der Polizei habe ich aber einen anderen Anspruch was den Wahrheitsgehalt angeht.
Es wäre schade, wenn man sich darauf nicht verlassen könnte, weil dann würde das bedeuten, dass es dann doch um was anderes geht. Und das kann und darf nicht sein.
Im Übrigen konnte ich auf dem Weg zur Gegengerade sehen, wie genau eine Person abgeführt worden ist. Wir hatten echt Glück, denn es muss kurz nachdem wir an der Szenerie vorbei sind, "losgegangen" sein. Das ist nicht cool, wenn man mit Menschen unterwegs ist, die auf gar keinen Fall in so etwas reingeraten sollten, was bei mir gestern der Fall war.
PeterT. schrieb:
Beispiel:
Geh doch z.B. mal an den Parkplatz Gleisdreieck nach einem Spiel der Eintracht und nach einem Konzert (bei mir wars Iron Maiden) und schau dir das Verhalten der Besucher der jeweiligen Veranstaltungen an!
Lieber Peter,
sorry kann mit Musik nicht viel anfangen und bin daher auch nicht auf Konzerten aber selbstverständlich glaube ich dir, dass wieder einmal die Polizei völlig drüber reagiert hat. Das weiß ich ja selbst.
Meine Frage war eher, hätte die Polizei so übergriffig reagiert, wenn es nicht ein Fußballspiel in Frankfurt wäre.
Noch einmal, ohne jeden Zweifel geht es gar nicht, dass unschuldige Besucher malträtiert werden aber ich zweifle an, dass die Polizei ohne jeden Anlass und nur aus Spaß so reagiert hat. Dass diese sehr gerne unverhältnismäßig reagieren, steht fest, dass sie aber ohne jeden Anlass überhaupt reagieren würden, bezweifle ich.
"Eine mittlere zweistellige Zahl an verletzten Kolleginnen und Kollegen" (lt. Pressemitteilung") ist ja kein Spaßfaktor an sich.
sgevolker schrieb:ce, ehemals concordi-eagle schrieb:
"Eine mittlere zweistellige Zahl an verletzten Kolleginnen und Kollegen" (lt. Pressemitteilung") ist ja kein Spaßfaktor an sich.
Mittlere zweistellige Anzahl von verletzten Polizisten? Also ca. 50? Kann ich mir nicht vorstellen.
Generell sollte man mit irgendwelchen Zahlen zu Verletzungen vorsichtig sein. Die Fan-Seite hat ja auch gestern von 70 Verletzten, darunter 7 Schwerverletzten geredet. Was ist eine schwere Verletzung? Wer hat das bestimmt? Solche Zahlen, egal ob von Polizei-Seite (man erinnere sich gerne an Zahlen zu gewaltbereiten Fans, die dann immer auf mehrere hundert geschätzt wird ohne das jemals wirklich stichhaltig erhoben zu haben) oder auch von Fan-Seite... Die sind doch das Papier oft nicht wert, auf dem sie stehen.
eagle.one schrieb:SGE_Werner schrieb:
..wie einige "Fans" bewusst auf die Polizei losgehen..
Was wäre denn die Alternative?
Sorry, aber so eine Rückfrage ist so armselig, darauf habe ich keine Antwort mehr. Wenn Du keine Alternative außer Gewalt siehst, dann hast Du ein echtes Problem.
SGE_Werner schrieb:eagle.one schrieb:SGE_Werner schrieb:
..wie einige "Fans" bewusst auf die Polizei losgehen..
Was wäre denn die Alternative?
Sorry, aber so eine Rückfrage ist so armselig, darauf habe ich keine Antwort mehr. Wenn Du keine Alternative außer Gewalt siehst, dann hast Du ein echtes Problem.
Wobei das wohl für beide Seiten gilt Werner. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Polizei im Rahmen von Fußballspielen besonders deeskalierend wirkt.