
Wahrer Bembel
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Wahrer Bembel
Heute Montag 26.11. könnt ihr um 18.50 im Hessischen Fernesehen eine Sendung sehen, in dem u.a. über das Eintracht Museum bereichtet wird.
plus 4 im Block G = 336
sauerlandbube schrieb:
bin mit kumpel und freundin in block g. müsste neben unsere steher sein! karten gabs noch reichlich. sonst noch wer dort? stimmung wird bestimmt wieder super,hoffe aber auf besseres ergebniss wie letztes jahr!!!
SPITZENREITER!!!
wir sind auch im Block G. Trotz der Niederlage war die Stimmung in der lletzten Saison in Bochum super. Noch 2 Tage ...
Bei der Tabellenkonstellation nutzt ein Punkt definitiv nix. Es ist egal, ob wir 1:1 oder 0:1 spielen. Nur eine richtig hohe Niederlage täte weh.
Also auf 3 Punkte in Bremen mit der gleichen Aufstellung wie gegen Aachen, obwohl ich mir den Preuß auch gut im Team vorstellen kann, aber ich weiß nicht , wen ich für ihn herausnehmen sollte.
Also auf 3 Punkte in Bremen mit der gleichen Aufstellung wie gegen Aachen, obwohl ich mir den Preuß auch gut im Team vorstellen kann, aber ich weiß nicht , wen ich für ihn herausnehmen sollte.
die Tore beim Spiel würde ich gerne beitragen - ich glaube aber das Spiel ging
0:0 aus. Die größte Chance vergab Thurk, der aber sonst einen guten Eindruck machte. Streit schien mit sich und der Welt nicht zufrieden zu sein, hat aber auch ordentlich trainiert.
Das mit der Nervosität und der Angespanntheit ist mir auch aufgefallen - besser als wenn sie zu locker gewesen wären.
Das für mich positivste: Russ durfte Flanken von rechts üben - ich bete, dass wir morgen Rehmer nicht als RV sehen müssen.
Friendly Fire, schön dich kennengelernt zu haben - heute abend ist mir an der Pommesbude noch weiterer Eintrachtfan in der Duisburger Diaspora über den Weg gelaufen - auf 3 Punkte in Dortmund!!!!
0:0 aus. Die größte Chance vergab Thurk, der aber sonst einen guten Eindruck machte. Streit schien mit sich und der Welt nicht zufrieden zu sein, hat aber auch ordentlich trainiert.
Das mit der Nervosität und der Angespanntheit ist mir auch aufgefallen - besser als wenn sie zu locker gewesen wären.
Das für mich positivste: Russ durfte Flanken von rechts üben - ich bete, dass wir morgen Rehmer nicht als RV sehen müssen.
Friendly Fire, schön dich kennengelernt zu haben - heute abend ist mir an der Pommesbude noch weiterer Eintrachtfan in der Duisburger Diaspora über den Weg gelaufen - auf 3 Punkte in Dortmund!!!!
wenn du eine Antwort hast, setze sie bitte ins Forum oder schreibe mir eine PN.
nrwadler1975 schrieb:
Hi Ihr Adler. Bin aus Moers (bei Duisburg) um hab erfahren, dass sich unsere Eintracht für ein Kurztrainingslager hier ab morgen niederlässt. Hat jemand ne Ahnung wo und wann die trainieren? Würde mir das Schauspiel gerne ansehen.
Ich vermute mal, entweder in der Sportschule Wedau ( am wahrscheinlichsten - man kommt auch ohne Probleme auf die Trainingsplätze) oder in Meiderich beim MSV
auch wenn es zu spät scheint, ich würde auch Funkel rausschmeißen. Es muss was passieren.
[quote=KronbergerAdler]streit und soto,werden die eintracht so oder so verlassen,imho.
Das ist vielleicht das Hauptproblem: wenn wir absteigen, geht Streit ablösefrei und kassiert erheblich mehr als wenn ein Verein ihn teuer aus seinem noch 2 Jahre dauernden Vertrag rauskaufen müsste.
Das ist vielleicht das Hauptproblem: wenn wir absteigen, geht Streit ablösefrei und kassiert erheblich mehr als wenn ein Verein ihn teuer aus seinem noch 2 Jahre dauernden Vertrag rauskaufen müsste.
Was solll der Thread??
Anscheinend weiss niemand, wer der Bildzeitung Infos steckt. Vor Jahren geriet Falkenhahn in den Verdacht.
Wer dem Becker mal begegnet ist, der weiss, der ist 100%er Eintrachtler. Das der sich auch öffentlich mal aufregt, gestehe ich ihm zu. Wir alle haben uns nach dem Kottbusspiel aufgeregt.
Aber, wer ihn als Bildinformant bezeichnet, soll Fakten nennen.
Anscheinend weiss niemand, wer der Bildzeitung Infos steckt. Vor Jahren geriet Falkenhahn in den Verdacht.
Wer dem Becker mal begegnet ist, der weiss, der ist 100%er Eintrachtler. Das der sich auch öffentlich mal aufregt, gestehe ich ihm zu. Wir alle haben uns nach dem Kottbusspiel aufgeregt.
Aber, wer ihn als Bildinformant bezeichnet, soll Fakten nennen.
mir ist es mittlerweile egal, ob streit spielt. Aber bitte, bitte:
Lass den Rehmer nicht mitspielen - Russ oder Chris als RV!!!
Lass den Rehmer nicht mitspielen - Russ oder Chris als RV!!!
ich sehe 2 Möglichkeiten:
entweder sehen wir morgen eine Mannschaft, die sich den A. aufreißt, befreit aufspielt und mit 1 oder 3 Punkten nach Hause fährt und Funkel hat alles richtig gemacht oder...
wir sehen eine defensive, z.B. Rehmer als RV und Ochs auf der Streitposition, pomadige Vorstellung, bei der wir verdient 1:0 oder 2:0 verlieren. Funkel wird sagen, mehr war nicht drin und hoffentlich am gleichen Abend von unserem U23 Trainer oder T.v.H. (angeblich Freund von H.B.) ersetzt werden.
Hoffen wir auf einen Sieg in Bielefeld. Dann fahren wir auch mit breiter Brust nach Franken und fahren im Mai nach Berlin..
entweder sehen wir morgen eine Mannschaft, die sich den A. aufreißt, befreit aufspielt und mit 1 oder 3 Punkten nach Hause fährt und Funkel hat alles richtig gemacht oder...
wir sehen eine defensive, z.B. Rehmer als RV und Ochs auf der Streitposition, pomadige Vorstellung, bei der wir verdient 1:0 oder 2:0 verlieren. Funkel wird sagen, mehr war nicht drin und hoffentlich am gleichen Abend von unserem U23 Trainer oder T.v.H. (angeblich Freund von H.B.) ersetzt werden.
Hoffen wir auf einen Sieg in Bielefeld. Dann fahren wir auch mit breiter Brust nach Franken und fahren im Mai nach Berlin..
tja mit der Trainingsintensität ist das schon seltsam.
Wie schon von anderen berichtet, wurde gestern nachmittag "trainiert", indem 60 Minuten Fußballtennis gespielt wurde. Alle Zuscher dachten, dananch gehts richtig los; nein die Spieler fuhren ungeduscht (warum auch?) nach Hause.
Warum fährt FF nicht ab Donnerstag in ein Kurztrainimgslager, um Standards etc. zu trainieren und die Jungs auf Samstag richtig einzustellen???
Abstiegskampf sieht m.A. anders aus - die stoische Ruhe geht mir auf den Keks.
Aber die sportliche Führung reagiert zur Zeit so lethargisch wie die Fans bei der Niederlage gegen Cottbus.
Wie schon von anderen berichtet, wurde gestern nachmittag "trainiert", indem 60 Minuten Fußballtennis gespielt wurde. Alle Zuscher dachten, dananch gehts richtig los; nein die Spieler fuhren ungeduscht (warum auch?) nach Hause.
Warum fährt FF nicht ab Donnerstag in ein Kurztrainimgslager, um Standards etc. zu trainieren und die Jungs auf Samstag richtig einzustellen???
Abstiegskampf sieht m.A. anders aus - die stoische Ruhe geht mir auf den Keks.
Aber die sportliche Führung reagiert zur Zeit so lethargisch wie die Fans bei der Niederlage gegen Cottbus.
KidKlappergass schrieb:
@Wahrer Bembel
Wunderbar, für mich eine der schönsten Fanhistorien der letzten Tage.Wahrer Bembel schrieb:
....Eine dritte Geschichte bezieht sich auf ein Freundschaftsspiel gegen den FC Santos mit Pele im Waldstadion. ..
..Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein 3:3 in Köln..
Neugierig wie ich bin, habe ich noch zwei Fragen:
Weisst du noch, ob es das Freundschaftsspiel gegen den FC Santos im Juni ´60 oder `63 war?
http://www.eintracht-archiv.de/1959/1960-06-14st.html
http://www.eintracht-archiv.de/1962/1963-06-05st.html
Und: War es dieses 3:3?
http://www.eintracht-archiv.de/1975/1975-11-15st.html
Das wäre dann die "Einweihung" des Müngersdorfer Stadions gewesen.
Ich habe mich damals am Radio so sehr über den verschenkten Sieg geärgert...
Einträchtliche Grüße,
Kid
Also das Santos Spiel muss 1963 gewesen sein, da mein Vater erzählte, er habe das erste Tor von Pelé verpasst.
Ich wundere mich, dass das 3:3 die Einweihung des neuen Stadions gewesen sein soll. Wir haben nämlich noch regulär Karten am Kassenhäuschen bekommen, leider für den Kölner Block. Aber damals kamen ja eh weniger Zuschauer als heute.
KidKlappergass schrieb:
@Wahrer Bembel
Wunderbar, für mich eine der schönsten Fanhistorien der letzten Tage.Wahrer Bembel schrieb:
....Eine dritte Geschichte bezieht sich auf ein Freundschaftsspiel gegen den FC Santos mit Pele im Waldstadion. ..
..Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein 3:3 in Köln..
Neugierig wie ich bin, habe ich noch zwei Fragen:
Weisst du noch, ob es das Freundschaftsspiel gegen den FC Santos im Juni ´60 oder `63 war?
http://www.eintracht-archiv.de/1959/1960-06-14st.html
http://www.eintracht-archiv.de/1962/1963-06-05st.html
Und: War es dieses 3:3?
http://www.eintracht-archiv.de/1975/1975-11-15st.html
Das wäre dann die "Einweihung" des Müngersdorfer Stadions gewesen.
Ich habe mich damals am Radio so sehr über den verschenkten Sieg geärgert...
Einträchtliche Grüße,
Kid
Also das Santos Spiel muss 1963 gewesen sein, da mein Vater erzählte, er habe das erste Tor von Pelé verpasst.
Ich wundere mich, dass das 3:3 die Einweihung des neuen Stadions gewesen sein soll. Wir haben nämlich noch regulär Karten am Kassenhäuschen bekommen, leider für den Kölner Block. Aber damals kamen ja eh weniger Zuschauer als heute.
Wir sind fast ein Jahrgang . Enkel habe ich noch keine , mein 21 Jähriger Sohn hat mir zumindest noch nichts entsprechendes berichtet.
Ne Enkel habe ich auch nicht - wird wohl hoffentlich auch noch einige Jahre Dauer, meine älteste ist erst 14!!
Habe ich mich wohl unklar ausgedrückt - ich meinte meine Kinder und die Kinder meiner Schwester, sprich die Enkel meines Vaters.
Ne Enkel habe ich auch nicht - wird wohl hoffentlich auch noch einige Jahre Dauer, meine älteste ist erst 14!!
Habe ich mich wohl unklar ausgedrückt - ich meinte meine Kinder und die Kinder meiner Schwester, sprich die Enkel meines Vaters.
ne, ich habe weder bei der Concordia noch beim BSC gespielt - in der Jugend mal 3 Jahre bei Victoria Preußen.
Da ich auf der Wöhlerschule war, hatten wir dort in der Oberstufe Sportunterricht.
Da ich auf der Wöhlerschule war, hatten wir dort in der Oberstufe Sportunterricht.
Meine Fankarriere begann sozusagen mit meiner Zeugung.
1963 wird die Bundesliga geboren und ich werde 6 Jahre alt. Seit dieser Zeit gehe ich mit meinem Vater ins Waldstadion.
Von Kindesbeinen an höre ich die Geschichten von den Oberligazeiten der Eintracht. Mein Vater kam 1947 nach Frankfurt kam und wurde sofort Eintrachtfan. In der Kriegsgefangenschaft hatte er einen späteren Eintrachtstürmer kennegelernt, der allerdings bei den Fans wegen seines mangelnden Kampfgeistes äußerst unbeliebt war. Mein Vater erzählte, wie er manchmal nach den Spielen ohne Essensmarken in einer Kneipe in Niederrad zusammen mit der Mannschaft essen konnte - vor der Währungsreform für einen armen Studenten eine Supersache.
Er erzählte vom alten Rossegerplatz, auf dem ich später selber häufig gekickt habe - übrigens auch Andys M. und Manny B. unter einem schwarzen Abt, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich habe unendlich oft die Geschichten von 1959 und 1960 gehört, von den Derbys gegen den FSV, vom Flutlichtmeier, vom Torwart, der noch seine Mütze holen wollte und mit dem Ball unterm Arm ins Tor lief und besonders meine Mutter schwärmte von Istvan Sztany.
Einige Anekdoten wurden besonders häufig erzählt: einmal fuhren meine Eltern mit einem befreundeten Ehepaar, er natürlich auch Eintracht Fan auf einen Sonntagsausflug in den Odenwald. Wie üblich die Frauen quatschend auf dem Rücksitz der Isabella. Als sie vor lauter Quatschen mal wieder dazu kamen, aus dem Fenster zu schauen, befand man sich nicht auf dem erwarteten Waldparkplatz im Odenwald, sondern auf dem Parkplatz des Wildparkstadions.
Eine andere Geschichte dreht sich um die kirchliche Hochzeit meines Patenonkels, der 1959 ausgerechnet während des Endspiels heiraten musste. Es gab wohl zwischen meinen Eltern gewaltigen Krach über die Frage, ob man im Vorraum der Kirche eine Radio deponieren könnte.
Eine dritte Geschichte bezieht sich auf ein Freundschaftsspiel gegen den FC Santos mit Pele im Waldstadion. Das Spiel hatte schon angefangen und in seiner Aufregung rannte mein gehbehinderter Vater verkehrt herum einmal ums Stadion, um am Ausgangspunkt den richtigen Block zu finden. - meine lachende Mutter hinterher.
Meine ersten prägenden Eintracht-Erinnerungen sind ein Freundschaftsspiel gegen Kaiserslautern irgendwo in der Walachei, wo ich auf dem Boden direkt neben der Eckfahne das Spiel sah und das verlorene Pokalendspiel gegen München 60 bei einer unglaublich Hitze in Stuttgart 1964.
Samstags fuhren wir immer mit der Straßenbahn zum Stadion. Das war jahr(zehnte)lang das Gemeinschaftserlebnis zwischen dem viel beschäftigtem Vater und seinem Sohn. Wir saßen immer unter den Lederhüten auf der Vortribüne und ich habe bis zum Alter von ca. 12 Jahren nie Eintritt zahlen müssen und mich irgendwie auf die Bank gequetscht. Ein Trikot hatte ich nicht, aber immer eine Fahne dabei. Zu trinken gab es im Winter eine Zeitlang Florida heiß und gegessen habe ich meistens einen Hardekuche vom Brezelbub. Vor dem Spiel gingen wir manches Mal in die Drogerie vom Richard Kreß in den Oederweg und diskutierten über das Spiel am Nachmittag. Nach dem Spiel zum Ärger meiner Mutter natürlich die Sportschau und danach der Lokalsport. Samstag war ein Fußballritual. Bei Auswärtsspielen haben wir immer gemeinsam vor dem Radio gesessen. Damals begannen die Übertragungen aber erst in der 2. Halbzeit und zwischen den Liveeinblendungen gab es unsägliche Unterhaltungsmusik. Fast so eine Folter wie heute am Ticker zu sitzen.
Nur ein einziges Mal wäre ich meinem Vater und der Eintracht beinahe untreu geworden und überlegte noch an der Trambahnhaltestelle, ob ich lieber bei einem Freund Monopoly spielen wollte. Obwohl das 40 Jahre her ist, sehe ich heute noch das enttäuschte Gesicht meines Vaters vor mir.
Als Jugendlicher bin ich zwar immer noch mit meinem Vater zu Stadion gefahren, aber dort haben uns die Wege getrennt - er auf der Vortribüne ich im G Block und später auf der anderen Seite im F-Block. Sitzplatz war für mich völlig uncool, obwohl mein Vater mir den natürlich bezahlt hätte. Die Eintrittskarten holten wir uns immer erst im Stadion, gegen Bayern im Vorverkauf auf der Geschäftsstelle der Turnabteilung in der Leimenrode. Meistens verkaufte sie ein sehr autoritärer Kriegsversehrter. Ich glaube, der Mann hieß Heilig.
Ca. zweimal im Jahr sind wir auch auswärts mitgefahren - meist nach Kaiserslautern, Köln, Mönchengladbach und nach Nürnberg. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein 3:3 in Köln: mein Vater auf der Tribüne und ich stand zusammen mit einem Freund still im Kölner Block. Die Kölner sangen dabei:. "Schwarzweiß und schwarzweißrot, das sind die Fans, die schlagen wir tot." Nachher wurde bekannt, dass ein Eintrachtfan bei einer Auseinandesetzung ein Auge verloren hatte. Seitdem fahre ich nicht mehr gerne nach Köln.
Natürlich waren wir auch zusammen auf den Pokalendspielen in Düsseldorf, Hannover und Stuttgart. Nur nach Offenbach brachten meinen Vater keine 10 Pferde.
Wie in anderen Threads schon beschrieben war mein Vater wie die ganze Kriegsgeneration ein eher stiller Genießer und Leider im Stadion.
Auch als ich erwachsen war, bin ich, immer wenn es zeitlich möglich war, mit meinem Vater zur Eintracht, haben aber seit ca. 1980 auf mein Drängen auf der Gegengerade gesessen. Da gab es nicht so viele Meckerer wie auf der Vortribüne.
Seit einigen Jahren schaut mein Vater die Eintracht bei Premiere, da er nicht mehr ins Stadion kann. Alleine die Drängelei beim Eingang ist für ältere Menschen unerträglich. Bei Auswärtsspielen in Duisburg und Bochum waren wir noch gemeinsam - dort ist das Parken und das Hineinkommen sehr viel relaxter.
Das Bayernspiel haben wir gemeinsam auf Arena geschaut - leider ist mein Vater schwer erkrankt und kriegt vom Spiel fast nichts mehr mit. Aber über den Sieg hat er sich doch gefreut: davon gehe ich mal aus.
Das schöne an der Geschichte: das Eintrachtgen hat sich auch auf 4 Enkel übertragen, die fernab der Heimat die Eintrachtfahne hochhalten.
1963 wird die Bundesliga geboren und ich werde 6 Jahre alt. Seit dieser Zeit gehe ich mit meinem Vater ins Waldstadion.
Von Kindesbeinen an höre ich die Geschichten von den Oberligazeiten der Eintracht. Mein Vater kam 1947 nach Frankfurt kam und wurde sofort Eintrachtfan. In der Kriegsgefangenschaft hatte er einen späteren Eintrachtstürmer kennegelernt, der allerdings bei den Fans wegen seines mangelnden Kampfgeistes äußerst unbeliebt war. Mein Vater erzählte, wie er manchmal nach den Spielen ohne Essensmarken in einer Kneipe in Niederrad zusammen mit der Mannschaft essen konnte - vor der Währungsreform für einen armen Studenten eine Supersache.
Er erzählte vom alten Rossegerplatz, auf dem ich später selber häufig gekickt habe - übrigens auch Andys M. und Manny B. unter einem schwarzen Abt, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich habe unendlich oft die Geschichten von 1959 und 1960 gehört, von den Derbys gegen den FSV, vom Flutlichtmeier, vom Torwart, der noch seine Mütze holen wollte und mit dem Ball unterm Arm ins Tor lief und besonders meine Mutter schwärmte von Istvan Sztany.
Einige Anekdoten wurden besonders häufig erzählt: einmal fuhren meine Eltern mit einem befreundeten Ehepaar, er natürlich auch Eintracht Fan auf einen Sonntagsausflug in den Odenwald. Wie üblich die Frauen quatschend auf dem Rücksitz der Isabella. Als sie vor lauter Quatschen mal wieder dazu kamen, aus dem Fenster zu schauen, befand man sich nicht auf dem erwarteten Waldparkplatz im Odenwald, sondern auf dem Parkplatz des Wildparkstadions.
Eine andere Geschichte dreht sich um die kirchliche Hochzeit meines Patenonkels, der 1959 ausgerechnet während des Endspiels heiraten musste. Es gab wohl zwischen meinen Eltern gewaltigen Krach über die Frage, ob man im Vorraum der Kirche eine Radio deponieren könnte.
Eine dritte Geschichte bezieht sich auf ein Freundschaftsspiel gegen den FC Santos mit Pele im Waldstadion. Das Spiel hatte schon angefangen und in seiner Aufregung rannte mein gehbehinderter Vater verkehrt herum einmal ums Stadion, um am Ausgangspunkt den richtigen Block zu finden. - meine lachende Mutter hinterher.
Meine ersten prägenden Eintracht-Erinnerungen sind ein Freundschaftsspiel gegen Kaiserslautern irgendwo in der Walachei, wo ich auf dem Boden direkt neben der Eckfahne das Spiel sah und das verlorene Pokalendspiel gegen München 60 bei einer unglaublich Hitze in Stuttgart 1964.
Samstags fuhren wir immer mit der Straßenbahn zum Stadion. Das war jahr(zehnte)lang das Gemeinschaftserlebnis zwischen dem viel beschäftigtem Vater und seinem Sohn. Wir saßen immer unter den Lederhüten auf der Vortribüne und ich habe bis zum Alter von ca. 12 Jahren nie Eintritt zahlen müssen und mich irgendwie auf die Bank gequetscht. Ein Trikot hatte ich nicht, aber immer eine Fahne dabei. Zu trinken gab es im Winter eine Zeitlang Florida heiß und gegessen habe ich meistens einen Hardekuche vom Brezelbub. Vor dem Spiel gingen wir manches Mal in die Drogerie vom Richard Kreß in den Oederweg und diskutierten über das Spiel am Nachmittag. Nach dem Spiel zum Ärger meiner Mutter natürlich die Sportschau und danach der Lokalsport. Samstag war ein Fußballritual. Bei Auswärtsspielen haben wir immer gemeinsam vor dem Radio gesessen. Damals begannen die Übertragungen aber erst in der 2. Halbzeit und zwischen den Liveeinblendungen gab es unsägliche Unterhaltungsmusik. Fast so eine Folter wie heute am Ticker zu sitzen.
Nur ein einziges Mal wäre ich meinem Vater und der Eintracht beinahe untreu geworden und überlegte noch an der Trambahnhaltestelle, ob ich lieber bei einem Freund Monopoly spielen wollte. Obwohl das 40 Jahre her ist, sehe ich heute noch das enttäuschte Gesicht meines Vaters vor mir.
Als Jugendlicher bin ich zwar immer noch mit meinem Vater zu Stadion gefahren, aber dort haben uns die Wege getrennt - er auf der Vortribüne ich im G Block und später auf der anderen Seite im F-Block. Sitzplatz war für mich völlig uncool, obwohl mein Vater mir den natürlich bezahlt hätte. Die Eintrittskarten holten wir uns immer erst im Stadion, gegen Bayern im Vorverkauf auf der Geschäftsstelle der Turnabteilung in der Leimenrode. Meistens verkaufte sie ein sehr autoritärer Kriegsversehrter. Ich glaube, der Mann hieß Heilig.
Ca. zweimal im Jahr sind wir auch auswärts mitgefahren - meist nach Kaiserslautern, Köln, Mönchengladbach und nach Nürnberg. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein 3:3 in Köln: mein Vater auf der Tribüne und ich stand zusammen mit einem Freund still im Kölner Block. Die Kölner sangen dabei:. "Schwarzweiß und schwarzweißrot, das sind die Fans, die schlagen wir tot." Nachher wurde bekannt, dass ein Eintrachtfan bei einer Auseinandesetzung ein Auge verloren hatte. Seitdem fahre ich nicht mehr gerne nach Köln.
Natürlich waren wir auch zusammen auf den Pokalendspielen in Düsseldorf, Hannover und Stuttgart. Nur nach Offenbach brachten meinen Vater keine 10 Pferde.
Wie in anderen Threads schon beschrieben war mein Vater wie die ganze Kriegsgeneration ein eher stiller Genießer und Leider im Stadion.
Auch als ich erwachsen war, bin ich, immer wenn es zeitlich möglich war, mit meinem Vater zur Eintracht, haben aber seit ca. 1980 auf mein Drängen auf der Gegengerade gesessen. Da gab es nicht so viele Meckerer wie auf der Vortribüne.
Seit einigen Jahren schaut mein Vater die Eintracht bei Premiere, da er nicht mehr ins Stadion kann. Alleine die Drängelei beim Eingang ist für ältere Menschen unerträglich. Bei Auswärtsspielen in Duisburg und Bochum waren wir noch gemeinsam - dort ist das Parken und das Hineinkommen sehr viel relaxter.
Das Bayernspiel haben wir gemeinsam auf Arena geschaut - leider ist mein Vater schwer erkrankt und kriegt vom Spiel fast nichts mehr mit. Aber über den Sieg hat er sich doch gefreut: davon gehe ich mal aus.
Das schöne an der Geschichte: das Eintrachtgen hat sich auch auf 4 Enkel übertragen, die fernab der Heimat die Eintrachtfahne hochhalten.
Lieber Miep,
auf Leute wie dich hatte ich damals einen Hals.
Ich stand auch bei dem legendären Spiel gegen den VFB im G-Block und habe mich furchtbar über diejenigen aufgeregt, die nach dem 0:3 rausgingen. Ich sehe heute noch mein damaliges Ido Uwe Kliemann im Strafraum stehen. er war für mich das Symbol, auch bei einem 0:3 nie aufzugeben. Leute, das war ein geiles Spiel.
auf Leute wie dich hatte ich damals einen Hals.
Ich stand auch bei dem legendären Spiel gegen den VFB im G-Block und habe mich furchtbar über diejenigen aufgeregt, die nach dem 0:3 rausgingen. Ich sehe heute noch mein damaliges Ido Uwe Kliemann im Strafraum stehen. er war für mich das Symbol, auch bei einem 0:3 nie aufzugeben. Leute, das war ein geiles Spiel.
Libri?
habe ich in den 70ern ein paar mal als Schüler im Hochregallager ausgeholfen, wenn die Anlage still stand. Hab ich eigentlich als ganz cool in Erinnerung , die ganze Kletterei.
habe ich in den 70ern ein paar mal als Schüler im Hochregallager ausgeholfen, wenn die Anlage still stand. Hab ich eigentlich als ganz cool in Erinnerung , die ganze Kletterei.