
Xaver08
13658
fromgg schrieb:
Ok , der Kinderimpstoff . Gibts da was Neueres ?
>12 wurde er millionenfach verimpft, < 12 ist der in den usa in der zulassung.
Ergebnisse erwartet zwischen Herbst und Ende des Jahres.
Ganz anderes Bild als das, dass der hessische Landesvater hat, der noch nicht wusste, dass es einen Impfstoff fuer Kinder gibt, der in der Zulassung ist.
Was hat Bouffier exakt gesagt, was seine Unwissenheit so schonungslos aufdeckt?
Und sorry, aber "Es gibt einen Impfstoff, der sich in den USA im Zulassungsverfahren befindet, man erwartet Ergebnisse zwischen Herbst und Ende des Jahres" ist jetzt auch nicht sooo konkret, zumal es nichts über die Situation in Europa aussagt.
Und sorry, aber "Es gibt einen Impfstoff, der sich in den USA im Zulassungsverfahren befindet, man erwartet Ergebnisse zwischen Herbst und Ende des Jahres" ist jetzt auch nicht sooo konkret, zumal es nichts über die Situation in Europa aussagt.
SGE_Werner schrieb:
Angaben zu Altersgruppen etc. gibt es wohl erst am Donnerstag, da hat das RKI anscheinend die Veröffentlichungstermine verlegt für die Zukunft
Schreibt das RKI so auch klar, alle Details sind jetzt im Donnerstagsreport konzentriert.
Finde ich OK, war etwas verstreut, gefällt mir so besser.
60% ist natürlich Mist, aber jetzt auch noch nicht die wöchentliche Verdopplung die teilweise in Zahlenreihen prognostiziert wurde.
Mal sehen wie es weitergeht.
Die krassen Unterschiede zwischen Deutschland und Ländern wie Spanien / UK sind schon bemerkenswert. (Innerhalb Deutschlands aber auch)
wir sind grob bei einer Verdoppelungszeit von 10 tagen (+/-), das ist in der Groessenordnung wie in UK.
Eine Verdoppelung von 10 auf 20 in 10 Tagen wirkt noch recht entspannt im Vergleich zu einer Verdoppelung von 100 auf 200 in 10 Tagen, auch wenn der gleiche exponentielle Verlauf dahintersteckt.
Eine Clusterung von Delta ist beim aktuellen Stand nicht ungewoehnlich, wo mehr Eintraege sind oder vielleicht auch lokale grosse Ausbrueche sind, schnellen die Zahlen durch ein oder zwei Ausbrueche lokal bei der niedrigen Basis schnell in die Hoehe.
In Darmstadt sind diverse Kindergaerten durch Corona geschlossen, das wird sicher auch keinen unerheblichen Anteil an der Inzidenz groesser 30 haben.
Eine Verdoppelung von 10 auf 20 in 10 Tagen wirkt noch recht entspannt im Vergleich zu einer Verdoppelung von 100 auf 200 in 10 Tagen, auch wenn der gleiche exponentielle Verlauf dahintersteckt.
Eine Clusterung von Delta ist beim aktuellen Stand nicht ungewoehnlich, wo mehr Eintraege sind oder vielleicht auch lokale grosse Ausbrueche sind, schnellen die Zahlen durch ein oder zwei Ausbrueche lokal bei der niedrigen Basis schnell in die Hoehe.
In Darmstadt sind diverse Kindergaerten durch Corona geschlossen, das wird sicher auch keinen unerheblichen Anteil an der Inzidenz groesser 30 haben.
Xaver08 schrieb:
In Darmstadt sind diverse Kindergaerten durch Corona geschlossen, das wird sicher auch keinen unerheblichen Anteil an der Inzidenz groesser 30 haben.
Die Impfung von Kindern ist zu erwägen. Oder es stellt sich Immunität ein , wenn alle infiziert waren. Will man das ? Ok , der Kinderimpstoff . Gibts da was Neueres ?
Ich weiß nicht. Ich will da niemanden in Schutz nehmen, aber ganz so einfach ist die Sache nicht.
Da ist zum einen die Tatsache, dass es Starkregenphänomene schon oft gegeben hat, aber noch nie in diesem Ausmaß und mit diesen Folgen. Heißt: hat denn der DWD vor einem Jahrhundertstarkregen gewarnt? Hat er davon gesprochen, dass gewässernahen Einwohnern Lebensgefahr drohe? So genau wusste es der DWD wohl auch nicht.
Da ist zum zweiten feststellen, dass in der Bevölkerung Warnungen dieser Art VOR den Ereignissen in der Eifel eher nicht sehr ernst genommen wurden, bisweilen hörte man auch etwas von Panikmache und Genervtsein. Anders als bei "normalen" Hochwasserwarnungen, wo der Pegel überschaubar steigt und man sich rüsten kann, kannte man ja Ereignisse dieser Art gar nicht. Und wenn, dann aus einem bayerischen Kaff, wo ein Bach mal zum Strom wurde und alles überschwemmte. Tja, Pech gehabt, so wie damals an der Mosel oder der Oder. Aber dass Häuser reihenweise einstürzen kannte man bislang in dieser Form nicht.
Also: Selbst wenn die Landesregierungen resp. die Kommunen mit Lautsprecherwagen durch die Dörfer gefahren wären (durch welche genau?) und die Leute zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert hätten, weil morgen die Welt untergeht - glaubt ihr, dem wären viele nachgekommen?
Natürlich muss man die Informationswege, Meldeketten und Kommunikationsformen jetzt neu überprüfen und ggf. installieren. Nur jetzt den Verantwortlichen die großen Vorwürfe zu machen, obwohl man selbst den Klimawandel und seine Folgen für ein weit in der Zukunft und auch ganz woanders liegendes Phänomen betrachtete, ist billig.
Und zum Schluss: es wäre verständlich und nachvollziehbar, wenn eine solche persönliche Katastrophe bei einigen Betroffenen in Wut und Zorn mündet und man dafür einen Schuldigen braucht. Gerecht wäre es nicht.
Dass eine der Schlussfolgerungen aus dieser fürchterlichen Katastrophe ein engmaschiges Alarmsystem nebst Informationssystem sein muss, ist logisch. Ich hoffe, es wird nicht die letzte Schlussfolgerung sein.
Da ist zum einen die Tatsache, dass es Starkregenphänomene schon oft gegeben hat, aber noch nie in diesem Ausmaß und mit diesen Folgen. Heißt: hat denn der DWD vor einem Jahrhundertstarkregen gewarnt? Hat er davon gesprochen, dass gewässernahen Einwohnern Lebensgefahr drohe? So genau wusste es der DWD wohl auch nicht.
Da ist zum zweiten feststellen, dass in der Bevölkerung Warnungen dieser Art VOR den Ereignissen in der Eifel eher nicht sehr ernst genommen wurden, bisweilen hörte man auch etwas von Panikmache und Genervtsein. Anders als bei "normalen" Hochwasserwarnungen, wo der Pegel überschaubar steigt und man sich rüsten kann, kannte man ja Ereignisse dieser Art gar nicht. Und wenn, dann aus einem bayerischen Kaff, wo ein Bach mal zum Strom wurde und alles überschwemmte. Tja, Pech gehabt, so wie damals an der Mosel oder der Oder. Aber dass Häuser reihenweise einstürzen kannte man bislang in dieser Form nicht.
Also: Selbst wenn die Landesregierungen resp. die Kommunen mit Lautsprecherwagen durch die Dörfer gefahren wären (durch welche genau?) und die Leute zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert hätten, weil morgen die Welt untergeht - glaubt ihr, dem wären viele nachgekommen?
Natürlich muss man die Informationswege, Meldeketten und Kommunikationsformen jetzt neu überprüfen und ggf. installieren. Nur jetzt den Verantwortlichen die großen Vorwürfe zu machen, obwohl man selbst den Klimawandel und seine Folgen für ein weit in der Zukunft und auch ganz woanders liegendes Phänomen betrachtete, ist billig.
Und zum Schluss: es wäre verständlich und nachvollziehbar, wenn eine solche persönliche Katastrophe bei einigen Betroffenen in Wut und Zorn mündet und man dafür einen Schuldigen braucht. Gerecht wäre es nicht.
Dass eine der Schlussfolgerungen aus dieser fürchterlichen Katastrophe ein engmaschiges Alarmsystem nebst Informationssystem sein muss, ist logisch. Ich hoffe, es wird nicht die letzte Schlussfolgerung sein.
Fuer eine abschliessende Bewertung ist es sicherlich noch zu frueh, ich finde es schwierig ueberhaupt ein Urteil zu faellen, man kennt die ganzen hintergruende und ablaeufe nicht.
es gibt allerdings schon jetzt einige Informationen, die mich zumindest mal erstaunen, wie gering der Vorbereitungsgrad zu sein schien, z.b. dass es wohl weder in NRW noch in RLP spaetestens ab Montag Krisenstaebe gegeben hat, denn das was man liest, hat zumindest mal darauf hingewiesen, dass wir nicht nur mit ein paar vollgelaufenen Kellern zu rechnen haben.
Der DWD hat mit der Groessenordnung 200l/qm2 gerechnet, das ist viel, selbst wenn man beruecksichtig, dass die Prognose fuer 24h galt. In der ebenen Flaeche sind das 22cm, nur haben wir da in diesen Taelern wenig ebene Flaechen.
Das ist natuerlich eine abstrakte Zahl und schwer zu uebersetzen, ich finde, dass man das nicht unbedingt der Bevoelkerung anlasten kann, so eine Warnung nicht ernst genommen zu haben. Das ist auch etwas, das Behoerden aufgreifen und uebersetzen muessen.
Das EFAS hat mit der hoechsten Warnstufe gewarnt, das erste mal mehrere Tage im voraus, die Warnung wurde jeden Tag praeziser. Hoechste Warnstufe heisst extremes Ereignis, Wiederkehrrythmus > 20 Jahre. Eine hoehere Warnstufe gibt es bei EFAS nicht.
Neben der Hochwasserwarnung gehoert zu dem System noch ein Niederschlagsabflussmodell (Lisflood), d.h. es liegen Informationen ueber das lokale Abflussverhalten vor.
Wie exakt diese Vorhersagen sind, weiss ich nicht, die britische Wissenschaftlerin schien den Zeitungsberichten nach nicht ueber das Ausmass der Flut ueberrascht gewesen zu sein, das ist allerdings auch nur ein Zeitungsbericht.
Zum System gehoert eine Feedbackschleife, d.h. zu einer Alarmmeldung gehoert auch eine Rueckmeldung was passiert ist, hat die Groessenordnung gepasst, war es eher ein Fehlalarm.
Mein Gesamteindruck von dem was ich gelesen habe ist, dass das komplette Ausmass dessen, was passieren wird, evtl. prognostiziert wurde, das ist aber aus Medienberichten schwer nachzuvollziehen.
Wenn es prognostiziert wurde, waere es aus meiner Sicht nachvollziehbar, den kompletten Umfang als Erstereignis nicht erfassen zu koennen.
Trotzdem bleibt die Frage, ob die Prognosen nicht zumindest mal erahnen lassen, dass was aussgewoehnliches passiert, bei dem eine gewisse Schwelle ueberschritten wird.
200l/m2 Regen und hoechste Hochwasserwarnstufe sind nicht alltaeglich.
Nehmen wir mal an, die Botschaft waere bei den Behoerden angekommen, das ganze Ausmass waere erfasst worden, ich weiss nicht, wie ich ein internes Argument "die Menschen hoeren sowieso nicht auf die Warnung, deshalb machen wir nix" auffassen sollte. Ein bisschen erinnert es mich an den ADAC und dessen Argumentation gegen Tempolimits (brauchen mer ned, die leute halten es eh ned ein).
Selbstverstaendlich ist eine Evakuierung eine harte Massnahme, bei der man nicht allzuhaeufig daneben liegen sollte, aber auch eine Evakuierung ist eine Massnahme, die irgendwo beschlossen werden muss und ich weiss weder ob es in RLP noch in NRW ein Gremium sprich einen Kristenstab gab, dass sich mit solchen Szenarien befasst hat und der sowas haette vorschlagen koennen.
es ist sicher zu frueh, um jetzt fundierte vorwuerfe zu machen.
aber man darf durchaus festhalten, dass einer fuer die politik verantwortlichen gesagt hat, wir muessen mit solchen ereignissen leben lernen, da gerhoert natuerlich auch der katastrophenschutz dazu.
dieses alarmsystem scheint es ja zu geben, es waere dann eher die uebersetzung inkl. der information.
es gibt allerdings schon jetzt einige Informationen, die mich zumindest mal erstaunen, wie gering der Vorbereitungsgrad zu sein schien, z.b. dass es wohl weder in NRW noch in RLP spaetestens ab Montag Krisenstaebe gegeben hat, denn das was man liest, hat zumindest mal darauf hingewiesen, dass wir nicht nur mit ein paar vollgelaufenen Kellern zu rechnen haben.
WuerzburgerAdler schrieb:
Da ist zum einen die Tatsache, dass es Starkregenphänomene schon oft gegeben hat, aber noch nie in diesem Ausmaß und mit diesen Folgen. Heißt: hat denn der DWD vor einem Jahrhundertstarkregen gewarnt? Hat er davon gesprochen, dass gewässernahen Einwohnern Lebensgefahr drohe? So genau wusste es der DWD wohl auch nicht.
Der DWD hat mit der Groessenordnung 200l/qm2 gerechnet, das ist viel, selbst wenn man beruecksichtig, dass die Prognose fuer 24h galt. In der ebenen Flaeche sind das 22cm, nur haben wir da in diesen Taelern wenig ebene Flaechen.
Das ist natuerlich eine abstrakte Zahl und schwer zu uebersetzen, ich finde, dass man das nicht unbedingt der Bevoelkerung anlasten kann, so eine Warnung nicht ernst genommen zu haben. Das ist auch etwas, das Behoerden aufgreifen und uebersetzen muessen.
Das EFAS hat mit der hoechsten Warnstufe gewarnt, das erste mal mehrere Tage im voraus, die Warnung wurde jeden Tag praeziser. Hoechste Warnstufe heisst extremes Ereignis, Wiederkehrrythmus > 20 Jahre. Eine hoehere Warnstufe gibt es bei EFAS nicht.
Neben der Hochwasserwarnung gehoert zu dem System noch ein Niederschlagsabflussmodell (Lisflood), d.h. es liegen Informationen ueber das lokale Abflussverhalten vor.
Wie exakt diese Vorhersagen sind, weiss ich nicht, die britische Wissenschaftlerin schien den Zeitungsberichten nach nicht ueber das Ausmass der Flut ueberrascht gewesen zu sein, das ist allerdings auch nur ein Zeitungsbericht.
Zum System gehoert eine Feedbackschleife, d.h. zu einer Alarmmeldung gehoert auch eine Rueckmeldung was passiert ist, hat die Groessenordnung gepasst, war es eher ein Fehlalarm.
Mein Gesamteindruck von dem was ich gelesen habe ist, dass das komplette Ausmass dessen, was passieren wird, evtl. prognostiziert wurde, das ist aber aus Medienberichten schwer nachzuvollziehen.
Wenn es prognostiziert wurde, waere es aus meiner Sicht nachvollziehbar, den kompletten Umfang als Erstereignis nicht erfassen zu koennen.
Trotzdem bleibt die Frage, ob die Prognosen nicht zumindest mal erahnen lassen, dass was aussgewoehnliches passiert, bei dem eine gewisse Schwelle ueberschritten wird.
200l/m2 Regen und hoechste Hochwasserwarnstufe sind nicht alltaeglich.
WuerzburgerAdler schrieb:
Da ist zum zweiten feststellen, dass in der Bevölkerung Warnungen dieser Art VOR den Ereignissen in der Eifel eher nicht sehr ernst genommen wurden, bisweilen hörte man auch etwas von Panikmache und Genervtsein. Anders als bei "normalen" Hochwasserwarnungen, wo der Pegel überschaubar steigt und man sich rüsten kann, kannte man ja Ereignisse dieser Art gar nicht. Und wenn, dann aus einem bayerischen Kaff, wo ein Bach mal zum Strom wurde und alles überschwemmte. Tja, Pech gehabt, so wie damals an der Mosel oder der Oder. Aber dass Häuser reihenweise einstürzen kannte man bislang in dieser Form nicht.
Also: Selbst wenn die Landesregierungen resp. die Kommunen mit Lautsprecherwagen durch die Dörfer gefahren wären (durch welche genau?) und die Leute zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert hätten, weil morgen die Welt untergeht - glaubt ihr, dem wären viele nachgekommen?
Nehmen wir mal an, die Botschaft waere bei den Behoerden angekommen, das ganze Ausmass waere erfasst worden, ich weiss nicht, wie ich ein internes Argument "die Menschen hoeren sowieso nicht auf die Warnung, deshalb machen wir nix" auffassen sollte. Ein bisschen erinnert es mich an den ADAC und dessen Argumentation gegen Tempolimits (brauchen mer ned, die leute halten es eh ned ein).
Selbstverstaendlich ist eine Evakuierung eine harte Massnahme, bei der man nicht allzuhaeufig daneben liegen sollte, aber auch eine Evakuierung ist eine Massnahme, die irgendwo beschlossen werden muss und ich weiss weder ob es in RLP noch in NRW ein Gremium sprich einen Kristenstab gab, dass sich mit solchen Szenarien befasst hat und der sowas haette vorschlagen koennen.
WuerzburgerAdler schrieb:
Natürlich muss man die Informationswege, Meldeketten und Kommunikationsformen jetzt neu überprüfen und ggf. installieren. Nur jetzt den Verantwortlichen die großen Vorwürfe zu machen, obwohl man selbst den Klimawandel und seine Folgen für ein weit in der Zukunft und auch ganz woanders liegendes Phänomen betrachtete, ist billig.
es ist sicher zu frueh, um jetzt fundierte vorwuerfe zu machen.
aber man darf durchaus festhalten, dass einer fuer die politik verantwortlichen gesagt hat, wir muessen mit solchen ereignissen leben lernen, da gerhoert natuerlich auch der katastrophenschutz dazu.
WuerzburgerAdler schrieb:
Dass eine der Schlussfolgerungen aus dieser fürchterlichen Katastrophe ein engmaschiges Alarmsystem nebst Informationssystem sein muss, ist logisch. Ich hoffe, es wird nicht die letzte Schlussfolgerung sein.
dieses alarmsystem scheint es ja zu geben, es waere dann eher die uebersetzung inkl. der information.
Zunächst mal möchte ich ein Missverständnis beseitigen: natürlich wäre es wünschenswert gewesen, wenn Information, Meldung und Maßnahmen korrekt abgelaufen wären. Das ist doch keine Frage.
Die Frage ist nur, inwieweit die politisch Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden sollen. Ich gebe zu, das Gestammel der Sprecherin aus dem Innenministerium, die ja noch nicht mal die Meldekette kannte, legt eine Verantwortung nahe. Doch wie sieht das im Detail aus? Wer weiß, welcher Fluss, welcher Bach wo genau sein Bett verlässt, wer weiß, wo die Gewitterzelle herunterkommt und wieviel Zeit hat man dann noch, wenn man es denn weiß?
Ich gehe persönlich sehr gerne kritisch mit Politiker*innen um, aber allwissend sind sie auch nicht. Sollen sie aber sein, wenn es nach dem Geschmack vieler Bürger*innen geht: sie sollen wissen, wann wie viele Menschen unter welchen Umständen vor den Grenzen stehen, sie sollen ein solche Ereignis Jahre im Voraus berechnen und entsprechend Personal für eine "korrekte Einreise" vorhalten, sie sollen eine Pandemie nicht nur vorhersagen können, sondern auch gleich den Impfstoff mit dazu, von Masken, Schutzkleidung etc. pp. für die gesamte Bevölkerung ganz zu schweigen. Und jetzt sollen sie eine solche Katastrophe, die es in diesem Land noch nicht gegeben hat, innerhalb von 2 Tagen nicht nur richtig einschätzen, sondern auch die entsprechenden Maßnahmen in der Schublade haben.
Umgekehrt könnte ich auch sagen: viele, viele Menschen, Privatmenschen als auch kompetente Koryphäen in aller Welt warnen seit Jahren eindringlichst vor solchen Naturgewalten, hervorgerufen durch die Erderwärmung. Interessiert hat das bislang nicht allzu viele Menschen. RT sprach von Erdrutschen und Ähnlichem in Italien oder der Türkei. Na und? Ist doch weit weg! Ich will aber am See, am Fluss, am Bach wohnen, mein Auto wie bisher benutzen, in den Urlaub fliegen und mein Schnitzel essen.
Ist ein bisschen überspitzt ausgedrückt und es liegt mir fern, "selber schuld" zu sagen. Aber die Schuld jetzt bei der Politik zu suchen ist mir zu einfach. Auch wenn, und das räume ich gerne ein, der Katastrophenschutz hierzulande eher eine Katastrophe zu sein scheint. Doch selbst wenn dieser funktioniert hätte: die Leute hätten ihre Häuser und ihr Hab und Gut trotzdem verloren. Denn das übergeordnete Problem ist der Klimawandel, der in vollem Gange ist. Allein die Menschen, die gestorben sind, hätten gerettet werden können. Wenn - und auch das ist ja Voraussetzung - alle folgsam und vernünftig gewesen wären. Was, wie wir beim Impfprozess ja sehen - nicht garantiert ist.
Die Frage ist nur, inwieweit die politisch Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden sollen. Ich gebe zu, das Gestammel der Sprecherin aus dem Innenministerium, die ja noch nicht mal die Meldekette kannte, legt eine Verantwortung nahe. Doch wie sieht das im Detail aus? Wer weiß, welcher Fluss, welcher Bach wo genau sein Bett verlässt, wer weiß, wo die Gewitterzelle herunterkommt und wieviel Zeit hat man dann noch, wenn man es denn weiß?
Ich gehe persönlich sehr gerne kritisch mit Politiker*innen um, aber allwissend sind sie auch nicht. Sollen sie aber sein, wenn es nach dem Geschmack vieler Bürger*innen geht: sie sollen wissen, wann wie viele Menschen unter welchen Umständen vor den Grenzen stehen, sie sollen ein solche Ereignis Jahre im Voraus berechnen und entsprechend Personal für eine "korrekte Einreise" vorhalten, sie sollen eine Pandemie nicht nur vorhersagen können, sondern auch gleich den Impfstoff mit dazu, von Masken, Schutzkleidung etc. pp. für die gesamte Bevölkerung ganz zu schweigen. Und jetzt sollen sie eine solche Katastrophe, die es in diesem Land noch nicht gegeben hat, innerhalb von 2 Tagen nicht nur richtig einschätzen, sondern auch die entsprechenden Maßnahmen in der Schublade haben.
Umgekehrt könnte ich auch sagen: viele, viele Menschen, Privatmenschen als auch kompetente Koryphäen in aller Welt warnen seit Jahren eindringlichst vor solchen Naturgewalten, hervorgerufen durch die Erderwärmung. Interessiert hat das bislang nicht allzu viele Menschen. RT sprach von Erdrutschen und Ähnlichem in Italien oder der Türkei. Na und? Ist doch weit weg! Ich will aber am See, am Fluss, am Bach wohnen, mein Auto wie bisher benutzen, in den Urlaub fliegen und mein Schnitzel essen.
Ist ein bisschen überspitzt ausgedrückt und es liegt mir fern, "selber schuld" zu sagen. Aber die Schuld jetzt bei der Politik zu suchen ist mir zu einfach. Auch wenn, und das räume ich gerne ein, der Katastrophenschutz hierzulande eher eine Katastrophe zu sein scheint. Doch selbst wenn dieser funktioniert hätte: die Leute hätten ihre Häuser und ihr Hab und Gut trotzdem verloren. Denn das übergeordnete Problem ist der Klimawandel, der in vollem Gange ist. Allein die Menschen, die gestorben sind, hätten gerettet werden können. Wenn - und auch das ist ja Voraussetzung - alle folgsam und vernünftig gewesen wären. Was, wie wir beim Impfprozess ja sehen - nicht garantiert ist.
Dass EFAS Warnungen rausgegangen sind, ist meines Wissens nach unstrittig, auch die DWD Warnungen an die Regierungen/Behörden sind unstrittig.
Wenn sollten beide Bundesländer Zugriff gehabt haben.
Reul hat gesagt es hätte am Montag um 10:30 Kenntnis bekommen und am Dienstag einen Arbeitskreis gegründet.
Über die Reaktion von RLP ist mir nichts bekannt.
Es ändert zwar primär nichts an der Bewertung der Situation, aber zu Bedenken gilt, dass es nicht Malu Dreyer ist, die aktuell Kanzlerin werden möchte, und das Land wie NRW regieren möchte
Wenn sollten beide Bundesländer Zugriff gehabt haben.
Reul hat gesagt es hätte am Montag um 10:30 Kenntnis bekommen und am Dienstag einen Arbeitskreis gegründet.
Über die Reaktion von RLP ist mir nichts bekannt.
Es ändert zwar primär nichts an der Bewertung der Situation, aber zu Bedenken gilt, dass es nicht Malu Dreyer ist, die aktuell Kanzlerin werden möchte, und das Land wie NRW regieren möchte
Beim Vorspiel könnte man dann schon mal die Partnerin impfen. Zwei Fliegen….
brodo schrieb:
xaver würde jetzt sagen: Bis auch ein Impfstoff für Kinder da ist.
Und zwar auch für die Kinder, die erst in Planung sind.
Exil-Adler-NRW schrieb:
Ab wann haben wir eigentlich ein „Impfangebot für alle“? Bei mir im Umkreis gibt es aktuell überall Impfaktionen für jeden, ohne Termin, so dass ich bei mir in der Region zumindest sagen würde, dass der der noch nicht geimpft ist auch nicht möchte.
xaver würde jetzt sagen: Bis auch ein Impfstoff für Kinder da ist.
Ich mache übrigens am Samstag ein Spanferkel schön lecker am Spieß. Mjamm, mjamm
Diese Entscheidung überlasse ich den Frauen.
Eine Frage zur Alltagsbeobachtung: Stellt ihr eigentlich auch fest, dass in eurem persönlichem Umfeld dieses Jahr die Sommergrippen, die Erkältungen und Rotznasen - allesamt bei negativem Corona-Test - erstaunlich hoch sind in diesen Sommermonaten? Und könnte das daran liegen, dass das Immunsystem nach den Monaten hinter der Maske und ohne Kontakte erst wieder hoch fahren muss und evtl. jetzt auch für leichte Infekte sehr anfällig ist?
Eine Beobachtung, die aus anderen Ländern bestätigt wird, es wird jetzt etwas geballter nachgeholt, was sonst im Winter passiert. Weil jetzt einfach mehr Kontakte sind, verbreiten die sich trotz Sommer.
Ich weiß aber nicht , ob geschwächtes Immunsystem der richtige Ausdruck ist, vielleicht eher untrainiertes
Ich weiß aber nicht , ob geschwächtes Immunsystem der richtige Ausdruck ist, vielleicht eher untrainiertes
Dann dürfte ja nach diesem Machtbeweis jetzt der Abschluss eines Friedensvertrages durch den verfassungsgebenden Souverän von der Siegessäule auch bald bevorstehen?
Xaver08 schrieb:
aber mich interessiert es wirklich brennend warum das dort gerade passiert
Spiele in Glasgow bei der EM
14. Juni
18. Juni
22. Juni
zudem 29. Juni (aber ohne schottische Beteiligung)
Nur mal als Ansatz?!
Xaver08 schrieb:
Meinst du dass die der alleinige Treiber waren und deshalb die Zahlen jetzt wieder fallen?
Nein, natürlich nicht, sonst hätten wir nicht jetzt drei Mal so viele Infektionen wie bei EM-Beginn. Aber vielleicht hat es sich in Schottland einfach als Einmaleffekt zusätzlich zum bestehenden Anstieg noch mal etwas mehr ausgewirkt hat?! Ist ja auch meinerseits nur Spekulation.
Nicht uninteressant ist, dass Schottland bzgl. steigenden Zahlen 2-3 Wochen England voraus war. Da stiegen die Zahlen ab Mitte Mai stark an, in England, wenn ich das richtig gesehen habe, ab ca. dem Monatswechsel.
Grundsätzlich ist halt die Frage, warum die Zahlen sinken, eine Stagnation wäre nachvollziehbarer gewesen in meinen Augen. Das Minus ist halt schon deutlich jetzt.
Xaver08 schrieb:
aber mich interessiert es wirklich brennend warum das dort gerade passiert
Spiele in Glasgow bei der EM
14. Juni
18. Juni
22. Juni
zudem 29. Juni (aber ohne schottische Beteiligung)
Nur mal als Ansatz?!
Es gab einen virtuellen Gipfel zum Kurs von GB, die Bevölkerung, die noch nicht geimpft ist, komplett zu infizieren.
Ausgangspunkt war ein offener Brief im Lancet an die britische Regierung, der von 1200 Wissenschaftlern unterschrieben wurde.
Teilnehmer beim Gipfel waren auch verschiedene Regierungsvertreter.
Kurz zusammengefasst: epidemiologischer Unsinn, unethisch und eine Gefahr für die Welt aufgrund des Risikos von Escapevarianten.
https://www.cnbc.com/2021/07/16/englands-lifting-of-covid-lockdowns-a-danger-to-whole-world-experts.html
https://www.theguardian.com/world/2021/jul/16/englands-covid-unlocking-a-threat-to-the-world-experts-say
Ausgangspunkt war ein offener Brief im Lancet an die britische Regierung, der von 1200 Wissenschaftlern unterschrieben wurde.
Teilnehmer beim Gipfel waren auch verschiedene Regierungsvertreter.
Kurz zusammengefasst: epidemiologischer Unsinn, unethisch und eine Gefahr für die Welt aufgrund des Risikos von Escapevarianten.
https://www.cnbc.com/2021/07/16/englands-lifting-of-covid-lockdowns-a-danger-to-whole-world-experts.html
https://www.theguardian.com/world/2021/jul/16/englands-covid-unlocking-a-threat-to-the-world-experts-say
SGE_Werner schrieb:
Die FDP ist zufrieden:
https://www.rnd.de/wirtschaft/7-billionen-euro-deutsche-sind-reicher-denn-je-doch-klug-angelegt-ist-das-meiste-geld-nicht-4GRSYV52VCD3VGGTUDPJM2NEFA.html
Wenn der Stammtisch über die FDP diskutiert, kommen halt solche Beiträge raus.
Einfach mal als Idee: Vielleicht gelingt es ja, sich zum Beispiel die nachfolgenden Redebeiträge ganz locker ohne Schaum vor dem Mund anzuschauen:
https://m.youtube.com/watch?v=JVRqxIITWPA&feature=youtu.be
https://m.youtube.com/watch?v=q_f2YglVRKo&feature=youtu.be
Man braucht die dort geäußerten Standpunkte weiß Gott nicht teilen, aber vielleicht kann man sich zu der Auffassung durchringen, dass es gar nicht so schlecht ist, dass zumindest eine (kleine) Partei diese Standpunkte in den politischen Diskurs einbringt.
Umgekehrt geht es mir beispielsweise mit der Linken auch nicht anders. Das ist garantiert nicht meine Partei. Trotzdem finde ich es gut, dass eine Partei diesen Ansatz verfolgt und u.a. die FDP dazu zwingt, sich mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit auseinanderzusetzen.
Es ist natürlich deutlich einfacher, das Narrativ zu bedienen, dass die FDP die geldgeile Bonzenpartei ist. Was in etwa genauso daneben wie das Narrativ der grünen Verbotspartei ist.
amsterdam_stranded schrieb:
Es ist natürlich deutlich einfacher, das Narrativ zu bedienen, dass die FDP die geldgeile Bonzenpartei ist. Was in etwa genauso daneben wie das Narrativ der grünen Verbotspartei ist.
auch die fdp zeigt in person von nicola beer, dass sie den stand der wissenschaft leugnet, daran gibt es nichts zu ruetteln.
ich vermisse eine echte liberale partei, die fdp ist davon leider meilenweit entfernt.
Xaver08 schrieb:
das Risiko in den naechsten Monaten von einer Deltainfektion getroffen zu werden, liegt fuer ungeimpfte bei oder nah bei 100%
Sicher?
Wenn es so kommt, dann hätte es bis Oktober/November eh jeden erwischt und wir können im Dezember alles öffnen, weil eh alle "durch" sind. So oder so.
Naja, mein lernt so eben auch pfiffige Abkürzungen, wie Beispielsweise wird aus Dietmar Hopp einfach Hopp (SeH).
Ansonsten sind alle Sozialen Medien mittlerweile zu rechtsfreien Pöbelplattformen gekommen, auf dem jedes Extrem gut vertreten ist und ungeniert gehetzt, gelogen, beleidigt und bedroht wird.
Ansonsten sind alle Sozialen Medien mittlerweile zu rechtsfreien Pöbelplattformen gekommen, auf dem jedes Extrem gut vertreten ist und ungeniert gehetzt, gelogen, beleidigt und bedroht wird.
Meine Timeline ist harmlos, bis auf emotionale Eintrachtfans. Die #s waren und sind meist gefährlich.
achso, die fdp noch 2017:
https://twitter.com/nicolabeerfdp/status/902996267160276994
ein ansteigen der extremwetterereignisse ist fakenews... das sind liberalnews...
https://twitter.com/nicolabeerfdp/status/902996267160276994
ein ansteigen der extremwetterereignisse ist fakenews... das sind liberalnews...
Xaver08 schrieb:
achso, die fdp noch 2017:
https://twitter.com/nicolabeerfdp/status/902996267160276994
ein ansteigen der extremwetterereignisse ist fakenews... das sind liberalnews...
Naja, Nicole Beer hat bei Lindner gelernt. Der sagte noch kurz vorher: "Es gibt keine Zunahme an Armut in Deutschland. Es gibt nur eine Zunahme an Armutsberichten."
Xaver08 schrieb:
achso, die fdp noch 2017:
https://twitter.com/nicolabeerfdp/status/902996267160276994
ein ansteigen der extremwetterereignisse ist fakenews... das sind liberalnews...
"Fakenews"... auch so ein Begriff, der vor ein paar Jahren hier im Trend lag. Kommt halt aus den USA, vom Meister der billigen Propaganda, Orangeboy himself. Von dem kann man so eine Redewendung auch mal abkupfern, wenn man sich zum Affen machen möchte. Da weiß ja fast jeder hier in Deutschland mittlerweile, dass Trump seine Propaganda- und Lügenkeule auspackt, wenn er mit so billigen Kampfbegriffen ankommt. Insbesondere die Radical Left, die eine Witch Hunt veranstaltet und so, ne.
Mit "Fake News" haben die über dem Teich halt um sich geschlagen, wenn man (und auch er selber) wusste, dass der Gegeüber halt gerade mit schlagkräftigen Argumenten ankommt, gegen die man nichts Substanzielles hat. Hmm.. wer hatte das denn noch so in Deutschland gemacht? Ahja: Axel Voss von der CDU ist damals seine Stur-/ und Unwissenheit in Sachen Urheberrechtsgesetz bei dem Artikel 13 Streit um die Ohren geflogen... auch eine gute Möglichkeit, von Fake News zu blöken:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Copyright-Filter-EU-Berichterstatter-Voss-wirft-Gegnern-Fake-News-vor-4096536.html
Frankfurter-Bob schrieb:
Das kommt aufs Netzwerk an. Facebook ist eher rechts und schwer ertragbar. Twitter ist eher "links" und grün und genauso schwer zu ertragen.
Ich kann Dir nach Durchsicht der gestrigen Kommentare zur Katastrophe sagen, dass Twitter alles ist, nur nicht "eher links und grün". Da hatten gestern auch diverse Klimawandel-relativierenden und -leugnenden Beiträge die meisten Likes. Twitter ist aber sicherlich "mittiger" als FB. Aber wenn es so wäre, wie Würzi es hofft, dann hätten Union/FDP/AfD schon lange keine 50 % mehr zuasmmen.
Die Impfung von Kindern ist zu erwägen. Oder es stellt sich Immunität ein , wenn alle infiziert waren. Will man das ? Ok , der Kinderimpstoff . Gibts da was Neueres ?