
Xaver08
13658
Das ist leider schon länger bekannt. Die Wälder am Amazonas haben durch Abholzung, Brandrodungen, Staudämme und Verdichtung der Böden sowie Viehzucht ihre Kühlungsfunktion verloren. Aber nicht nur das: inzwischen tragen sie sogar zur Erderwärmung bei.
Interessiert es noch jemanden? Ungebremst Richtung 8°C plus...
https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/03/der-amazonas-stoesst-nun-mehr-treibhausgase-aus-als-er-absorbiert
Interessiert es noch jemanden? Ungebremst Richtung 8°C plus...
https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2021/03/der-amazonas-stoesst-nun-mehr-treibhausgase-aus-als-er-absorbiert
LDKler_neu schrieb:vonNachtmahr1982 schrieb:Das solltest du dir nochmal überlegen!
Bei dem zweiten kann ich nichts zu sagen da ich es nicht in Erwägung ziehe die Linke, Grüne oder SPD zu wählen.
Laschet muss verhindert werden.
Der Typ ist nicht Merkel 2.0, der ist wirklich gefährlich, auch wenn er einen auf jovial macht.
Siehe z. B. seine Einschränkungen des Demorechts in NRW, die ja auch und vor allem Fußballfans und Klimaaktivisten treffen.
Also bei aller Liebe, aber mir den dümmlichen Erzählonkel Laschet als eine Gefahr für die Demokratie vorzustellen, fällt mir echt schwer. Das ist etwa so, als würdest du mir eine Ziege zeigen, und dann sagen "Pass auf, die wird dich fressen!"
Richtig ist aber, dass BaWü ab September für alle vollständig Geimpften nach der Neufassung der Corona-VO keine größeren Einschränkungen mehr einplanen will. Dafür gibt es jetzt ne Absichtserklärung, aber noch keinen endgültigen Beschluss. Von "gar keinen Einschränkungen" steht aber da nun auch wieder nichts, jedenfalls nichts davon, dass es nicht noch Hygienekonzepte und Schutzkonzepte wie zB Maskenpflicht usw. gibt. So gesehen sind nicht alle Einschränkungen weg, nur würde eben wieder GGG gelten bei höheren Inzidenzen.
Also etwa das, was Kanzleramtsminister Braun gesagt hat. So wie Du es aber formulierst Sledge, wird es nicht kommen, weil Du von allen Einschränkungen geredet hast. Da müsstest Du als alter Jurist das schon etwas präziser formulieren.
Dass deutschlandweit aber alle Maßnahmen für Geimpfte fallen bis Ende September, das wage ich zu bezweifeln, auch wenn ich es begrüßen würde, dass große Teile der Maßnahmen fallen, um die Impfquote zu stärken.
Übrigens: Ich traue Lucha nicht. Aus Erfahrung.
Also etwa das, was Kanzleramtsminister Braun gesagt hat. So wie Du es aber formulierst Sledge, wird es nicht kommen, weil Du von allen Einschränkungen geredet hast. Da müsstest Du als alter Jurist das schon etwas präziser formulieren.
Dass deutschlandweit aber alle Maßnahmen für Geimpfte fallen bis Ende September, das wage ich zu bezweifeln, auch wenn ich es begrüßen würde, dass große Teile der Maßnahmen fallen, um die Impfquote zu stärken.
Übrigens: Ich traue Lucha nicht. Aus Erfahrung.
Xaver08 schrieb:
Der sich aber in seiner Aussage auf das Verhalten von Alpha gestützt hat, als schon klar war, dass Delta kommen wird.
Das lese ich aus seinen Aussagen nicht raus, da sind auch die Vorbehalte dabei bzgl. Impfstoff-Wirkung...
https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/corona-helge-braun-kein-lockdown-geimpfte-100.html
Sledge_Hammer schrieb:
aber ab spätestens September werden Vollgeimpfte wieder alles ohne Einschränkung machen können, da alles andere verfassungsrechtlich nicht zulässig ist.
Ah, wieder etwas, was man auf Wiedervorlage legen kann (habs für den 1. Oktober aufgeschrieben). Sledge glaubt, dass ich als Vollgeimpfter ohne Maske rumlaufen kann Ende September bei Inzidenzen im dreistelligen Bereich.
in dem punkt mit der aufhebung von massnahmen für vollständig geimpfte hat er allerdings recht:
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/volle-grundrechte-fuer-geimpfte-und-genesene-100.html
lediglich beim thema maskenpflicht hält es sich bw noch offen.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/volle-grundrechte-fuer-geimpfte-und-genesene-100.html
lediglich beim thema maskenpflicht hält es sich bw noch offen.
Xaver08 schrieb:
nur wenn man es ueberspitzt ausdrueckt....
aber so ist das leben, werner, es gibt keine garantie dafuer, dass in einer pandemie die einschaetzung immer gleich bleibt, wissen entwickelt sich weiter, man lernt und zieht daraus schluesse.
man sollte sich halt erstmal fragen, was notwendig ist. und ich weiss ehrlich gesagt immer noch nicht (ich meine du hattest es schonmal behauptet), wer pauschal gesagt haben soll dass wer geimpft ist, sofort seine freiheiten zurueck bekommt.
wer immer das 2020 schon so gesagt haben soll, hat (wie so oft) einfach fahrlaessig kommuniziert. das ist ein zentrales problem und nicht die tatsache, dass evtl. waehrend der zeit, in der die impfung der bevoelkerung laeuft, noch einschraenkungen fuer die bevoelkerung notwendig sind, auch fuer die geimpfte.
wir haben (immer noch) eine weltweite pandemie, wir haben riesenglueck, dass so schnell ein impfstoff gefunden wurde, wir leben in einem priviligierten land, dass den impfstoff sehr frueh zur verfuegung gestellt bekommt.
ich schrieb es ja schoen oefter, dass ich nicht glaube, dass die menschen so stumpf sind, wie du immer unterstellst, aber waere das so, waere das natuerlich ein sehr hohes anspruchsdenken, dass leider durch mangelhafte kommunikation unserer politiker immer wieder eingetrichtert wurde.
wenn ich oft genug erzaehlt bekomme, dass ich massnahmen nicht mehr mitmache, obwohl ich es eigentlich tun wuerde, wenn ich sie sinnhaft erklaert bekomme, warum sie notwendig sind, glaube ich irgendwann auch., dass ich amok laufe oder afd waehle, wenn es immer noch massnahmen gibt um teile der bevoelkerung zu schuetzen.
ob eine quarantaene fuer geimpfte aus z.b. risikogebieten wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht einschaetzen, es scheint mir aber definitiv sinnvoll darueber nachzudenken und die option offenzuhalten, als zu kommunizieren, dass wir es gar nicht brauchen.
die tatsache, dass ein fall eine infektionskette mit 80 infizierten startet, in einem land, das meines wissens noch effektives contact tracing betreibt, laesst es mir zumindest mal sinnvoll erscheinen, sich wenigstens die option offen zu halten.
Gut dass deine Meinung weltfremd ist. Kannst es drehen und wenden wie du willst, aber ab spätestens September werden Vollgeimpfte wieder alles ohne Einschränkung machen können, da alles andere verfassungsrechtlich nicht zulässig ist. Und wenn es die Politik nicht kapiert, werden es die Gerichte aufdiktieren. Aber dazu wird es nicht kommen, da fähige Juristen auch in der Regierung sitzen bzw. diese beraten.
Und btw: Baden-Württemberg hat heute verlauten lassen, dass alle Corona-Schutzmaßnahmen für doppelt Geimpfte ab September komplett wegfallen. So einfach kann es gehen. Ich und die meisten anderen werden ab spätestens dann ein Leben führen wie vor März 2020. Schön.
lesenswerter bericht im riffreporter, der sich auch damit auseinandersetzt, warum ein durchlaufen lassen der infektoin aktuell keine gute idee ist.
https://www.riffreporter.de/de/wissen/corona-covid-impfung-gefahr-durch-delta-variante
sie nehmen auch bezug auf die aussage des leiters der long covid ambulanz in jena, der darauf hinweist, dass es jetzt bereits 10000 kinder gibt, die an den symptomen litten. mehr infektionen bei kindern bedeutet natuerlich auch mehr long covid faelle.
ich kann mir vorstellen, dass einer der gruende, warum das thema in d nicht so auffaellt, die tatsache ist, dass der zusammenhang zwischen symptomen und einer laenger zurueckliegenden mit milden oder teils gar keinen symptomen verlaufenden coviderkrankung nicht hergestellt wird.
fazit des artikels
das ist aus meiner sicht auch ein thema, warum die erstimpfungseuphorie nachgelassen hat. die krankheit wird als nicht mehr so schwerwiegend eingeschaetzt.
https://www.riffreporter.de/de/wissen/corona-covid-impfung-gefahr-durch-delta-variante
sie nehmen auch bezug auf die aussage des leiters der long covid ambulanz in jena, der darauf hinweist, dass es jetzt bereits 10000 kinder gibt, die an den symptomen litten. mehr infektionen bei kindern bedeutet natuerlich auch mehr long covid faelle.
ich kann mir vorstellen, dass einer der gruende, warum das thema in d nicht so auffaellt, die tatsache ist, dass der zusammenhang zwischen symptomen und einer laenger zurueckliegenden mit milden oder teils gar keinen symptomen verlaufenden coviderkrankung nicht hergestellt wird.
fazit des artikels
Was die derzeitige ausgelassene Stimmung am meisten bedroht, sind nicht fortgesetzte Schutzmaßnahmen. Es ist vielmehr der Verzicht darauf – und die trügerische Annahme, die Pandemie sei hierzulande schon so gut wie vorbei.
das ist aus meiner sicht auch ein thema, warum die erstimpfungseuphorie nachgelassen hat. die krankheit wird als nicht mehr so schwerwiegend eingeschaetzt.
in dem zusammenhang noch ein verweis auf ein interview mit der virologin in oektotest:
https://www.oekotest.de/kinder-familie/Delta-Variante-in-der-Schule-Warum-Kinder-geschuetzt-werden-muessen_11968_1.html
es bleibt ziemlich an der oberfläche, aber eine aussage springt ins auge:
https://www.oekotest.de/kinder-familie/Delta-Variante-in-der-Schule-Warum-Kinder-geschuetzt-werden-muessen_11968_1.html
es bleibt ziemlich an der oberfläche, aber eine aussage springt ins auge:
Die eigentliche Erkrankung ist bei Kindern tatsächlich meistens sehr mild und häufig ohne Symptome. Aber die Folgeerkrankungen sind auch für Kinder relevant. Eine Impfung mit solchen Nebenwirkungen wie dieses Virus sie für Kinder hat, würde niemals zugelassen.
Xaver08 schrieb:
aber so ist das leben, werner, es gibt keine garantie dafuer, dass in einer pandemie die einschaetzung immer gleich bleibt, wissen entwickelt sich weiter, man lernt und zieht daraus schluesse.
Das ist alles richtig, aber wenn die Bürger mehrfach zu einem Verhalten motiviert werden, um ein einigermaßen "bestimmtes" Ziel zu erreichen (Zurückerlanung der Normalität zB) und mehrfach dann zurückgerudert wird, weil es jetzt doch noch einen Haken an der Sache gibt, dann wirds halt schwierig. Klar, da sind wir beim Thema Kommunikation wieder. Und ich weiß, dass Du da immer vorsichtiger warst und gewarnt hast. Aber viele eben nicht und viele sind es halt nach anderthalb Jahren auch einfach satt und wollen dann die Johnson-Linie.
Xaver08 schrieb:
wer pauschal gesagt haben soll dass wer geimpft ist, sofort seine freiheiten zurueck bekommt.
Das hat kaum jemand gesagt. Aber wenn alle geimpft wurden, die geimpft werden können und diese trotzdem noch erhebliche Einschränkungen haben, dann werden sich viele Leute, die sich eher aus Solidarität heraus und um die Pandemie zu beenden haben impfen lassen, das nächste Mal überlegen, ob sie sich wieder impfen lassen. Es gibt genug Menschen, die sich nicht haben impfen lassen, weil sie Angst um ihre Gesundheit haben. Meine Frisörin zB will in den Urlaub und hat sich nur deswegen impfen lassen und meinte schon, dass wenn sie dann trotzdem in Quarantäne muss (egal wie lange), obwohl sie geimpft ist, sich nicht mehr impfen lässt beim nächsten Mal. Ich sehe hier eher ein langfristiges Problem bzgl. Verdruss.
Ja, auch wieder ne Frage der Kommunikation. I know.
Und wie gesagt... Der Impfstoff wird ja bald vermutlich für Kinder ab 6 freigegeben, wenn aber auch da nur 20-30 % der Eltern ihr Kind impfen lassen, was dann? Und was machen wir mit den Kindern unter 6? Und was machen wir, wenn keine Impfung dieser Welt jemals 100 % Schutz bietet und wir keine 85 % Impfquote erreichen? Es muss dann einfach mal klar kommuniziert werden, ab wann wir zurückkommen können in die Normalität, sonst finden wir noch im Jahr 2033 irgendwelche Gründe für Maßnahmen.
Ich bin mir sicher, dass die Johnson-Linie irgendwann auch hier gefahren wird, die Frage ist nur, bis zu welchem Punkt man sie rauszögert. Bis zu der Vollimpfung aller Ü16, die sich impfen lassen wollen, bis zur Vollimpfung aller Kinder, bis zur Vollimpfung der Weltbevölkerung?
Ist nicht böse gemeint, aber ich bleib dabei: Ich bin desillusioniert, weil für mich das Ende der Pandemie nicht in Aussicht ist, weder 2022 noch 2023 noch sonst wann.
SGE_Werner schrieb:
Ich bin mir sicher, dass die Johnson-Linie irgendwann auch hier gefahren wird, die Frage ist nur, bis zu welchem Punkt man sie rauszögert. Bis zu der Vollimpfung aller Ü16, die sich impfen lassen wollen, bis zur Vollimpfung aller Kinder, bis zur Vollimpfung der Weltbevölkerung?
Ist nicht böse gemeint, aber ich bleib dabei: Ich bin desillusioniert, weil für mich das Ende der Pandemie nicht in Aussicht ist, weder 2022 noch 2023 noch sonst wann.
da hast du nicht ganz unrecht, dass aktuell noch nicht klar ist, wann die pandemie vorbei ist.
aber wir haben die werkzeuge an der hand, wir tun was und ja es kann sein, dass es wieder rückschritte geben wird.
nochmal zur erinnerung: auch eine bewusste entscheidung die eigene bevölkerung zu durchseuchen, gibt keine garantie, dass das thema dann erledigt ist. denn auch eine immunität durch erkrankung wird nicht garantiert gegen alle varianten schützen.
LDKler_neu schrieb:
aber es wird keine Maßnahmen mehr geben, wenn jeder >6, der geimpft werden will, seinen vollen Impfschutz bekommen hat.
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht würde ja genau dann immer noch ein Maßnahmenpaket gefordert werden, weil auch 5 Jährige LongCovid bekommen können und bestimmte Menschen nicht geimpft werden können und die Pandemie mangels genügend Impfquote ja nicht beendet sei und es zu neuen Varianten kommen kann.
Ich sehe einfach keinen Weg mehr raus aus der Sache.
SGE_Werner schrieb:
Ich sehe einfach keinen Weg mehr raus aus der Sache.
das ist eine pessimistische sicht der dinge, die sich gluecklicherweise nicht mit der situation deckt.
SGE_Werner schrieb:
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Vielleicht würde ja genau dann immer noch ein Maßnahmenpaket gefordert werden, weil auch 5 Jährige LongCovid bekommen können und bestimmte Menschen nicht geimpft werden können und die Pandemie mangels genügend Impfquote ja nicht beendet sei und es zu neuen Varianten kommen kann.
oder vielleicht ist das virus bis dahin aber zu einem lauen lueftchen mutiert oder die sonne geht unter und nicht mehr auf. unvorhergesehene dinge koennen immer passieren.
ich sehe den grund nicht, auf der dem weg zur ziellinie aufzugeben, wir haben fuer fast alle menschen (in deutschland) aussichtsreiche kandidaten für impfstoff zur verfuegung, die in einem sinnvollen zeitrahmen zur verfügung stehen, bzw. wo in einem sinnvollen zeitrahmen die entscheidung getroffen werden wird, ob sie funktionieren.
klar, kann es sein, dass nur 20-30% der eltern ihre kinder impfen, auch wenn sich das nicht mit den aktuellen umfragen deckt. aber selbst dann wäre das ein bestandteil in der pandemiebekämpfung in deutschland, der die ausbreitung bremst.
ich schrieb es schon öfter, ich sehe da ein sinnvolles ziel, mit einem nicht unwahrscheinlichen pfad dahin.
wie das leben so ist, gibt es keine garantie, dass das auch so eintreffen wird. aber dieses ziel, die ganze bevölkerung zu schützen bzw. ein schutzangebot zu machen, jetzt aufzugeben, weil es ja sein könnte, dass es nicht klappt, ist schon ganz schön fatalistisch oder vielleicht auch zu einem nicht unerheblichen teil egoistisch.
jetzt die enscheidung zu treffen, diesen weg weiterzuverfolgen, bedeutet anders as du behauptest noch lange nicht den automatismus, dass dann massnahmen auf ewigkeit weitergehen, wenn sich beispielsweise nur 20% der 6jährigen impfen lassen würden.
Das Impfzentrum Miltenberg impft im uebrigen aktuell jeden, der moechte, mit jedem Impfstoff (JJ, Astra, Moderna, Biontech) ab 12 Jahren.
Einfach vorbeikommen, s. auch die Meldung:
https://www.landkreis-miltenberg.de/Landkreis/Aktuell/Pressearchiv.aspx?orgid={D1898374-430F-4929-8BD3-B739B1BE458F}
Einfach vorbeikommen, s. auch die Meldung:
https://www.landkreis-miltenberg.de/Landkreis/Aktuell/Pressearchiv.aspx?orgid={D1898374-430F-4929-8BD3-B739B1BE458F}
Xaver08 schrieb:
oder ueber nach moeglichkeit geringeren einschraenkungen als fuer ungeimpfte durch massnahmen zu minimieren.
Um es etwas überspitzt auszudrücken:
Anfang 2021: Nur Impfungen bringen uns aus der Scheisse raus. Wer geimpft ist, kriegt seine Freiheiten zurück.
Mitte 2021: Nur Impfungen bringen geringere Einschränkungen, aber weiterhin Einschränkungen. Vielleicht wirds was im Jahr 2022, aber vielleicht auch nicht.
Ich glaub, wenn wir so agieren wie Du es jetzt möchtest, haben wir zwar weniger Infektionen, bei der nächsten Pandemie aber noch mal 20 % weniger Impfbereitschaft.
nur wenn man es ueberspitzt ausdrueckt....
aber so ist das leben, werner, es gibt keine garantie dafuer, dass in einer pandemie die einschaetzung immer gleich bleibt, wissen entwickelt sich weiter, man lernt und zieht daraus schluesse.
man sollte sich halt erstmal fragen, was notwendig ist. und ich weiss ehrlich gesagt immer noch nicht (ich meine du hattest es schonmal behauptet), wer pauschal gesagt haben soll dass wer geimpft ist, sofort seine freiheiten zurueck bekommt.
wer immer das 2020 schon so gesagt haben soll, hat (wie so oft) einfach fahrlaessig kommuniziert. das ist ein zentrales problem und nicht die tatsache, dass evtl. waehrend der zeit, in der die impfung der bevoelkerung laeuft, noch einschraenkungen fuer die bevoelkerung notwendig sind, auch fuer die geimpfte.
wir haben (immer noch) eine weltweite pandemie, wir haben riesenglueck, dass so schnell ein impfstoff gefunden wurde, wir leben in einem priviligierten land, dass den impfstoff sehr frueh zur verfuegung gestellt bekommt.
ich schrieb es ja schoen oefter, dass ich nicht glaube, dass die menschen so stumpf sind, wie du immer unterstellst, aber waere das so, waere das natuerlich ein sehr hohes anspruchsdenken, dass leider durch mangelhafte kommunikation unserer politiker immer wieder eingetrichtert wurde.
wenn ich oft genug erzaehlt bekomme, dass ich massnahmen nicht mehr mitmache, obwohl ich es eigentlich tun wuerde, wenn ich sie sinnhaft erklaert bekomme, warum sie notwendig sind, glaube ich irgendwann auch., dass ich amok laufe oder afd waehle, wenn es immer noch massnahmen gibt um teile der bevoelkerung zu schuetzen.
ob eine quarantaene fuer geimpfte aus z.b. risikogebieten wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht einschaetzen, es scheint mir aber definitiv sinnvoll darueber nachzudenken und die option offenzuhalten, als zu kommunizieren, dass wir es gar nicht brauchen.
die tatsache, dass ein fall eine infektionskette mit 80 infizierten startet, in einem land, das meines wissens noch effektives contact tracing betreibt, laesst es mir zumindest mal sinnvoll erscheinen, sich wenigstens die option offen zu halten.
aber so ist das leben, werner, es gibt keine garantie dafuer, dass in einer pandemie die einschaetzung immer gleich bleibt, wissen entwickelt sich weiter, man lernt und zieht daraus schluesse.
man sollte sich halt erstmal fragen, was notwendig ist. und ich weiss ehrlich gesagt immer noch nicht (ich meine du hattest es schonmal behauptet), wer pauschal gesagt haben soll dass wer geimpft ist, sofort seine freiheiten zurueck bekommt.
wer immer das 2020 schon so gesagt haben soll, hat (wie so oft) einfach fahrlaessig kommuniziert. das ist ein zentrales problem und nicht die tatsache, dass evtl. waehrend der zeit, in der die impfung der bevoelkerung laeuft, noch einschraenkungen fuer die bevoelkerung notwendig sind, auch fuer die geimpfte.
wir haben (immer noch) eine weltweite pandemie, wir haben riesenglueck, dass so schnell ein impfstoff gefunden wurde, wir leben in einem priviligierten land, dass den impfstoff sehr frueh zur verfuegung gestellt bekommt.
ich schrieb es ja schoen oefter, dass ich nicht glaube, dass die menschen so stumpf sind, wie du immer unterstellst, aber waere das so, waere das natuerlich ein sehr hohes anspruchsdenken, dass leider durch mangelhafte kommunikation unserer politiker immer wieder eingetrichtert wurde.
wenn ich oft genug erzaehlt bekomme, dass ich massnahmen nicht mehr mitmache, obwohl ich es eigentlich tun wuerde, wenn ich sie sinnhaft erklaert bekomme, warum sie notwendig sind, glaube ich irgendwann auch., dass ich amok laufe oder afd waehle, wenn es immer noch massnahmen gibt um teile der bevoelkerung zu schuetzen.
ob eine quarantaene fuer geimpfte aus z.b. risikogebieten wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht einschaetzen, es scheint mir aber definitiv sinnvoll darueber nachzudenken und die option offenzuhalten, als zu kommunizieren, dass wir es gar nicht brauchen.
die tatsache, dass ein fall eine infektionskette mit 80 infizierten startet, in einem land, das meines wissens noch effektives contact tracing betreibt, laesst es mir zumindest mal sinnvoll erscheinen, sich wenigstens die option offen zu halten.
Xaver08 schrieb:
aber so ist das leben, werner, es gibt keine garantie dafuer, dass in einer pandemie die einschaetzung immer gleich bleibt, wissen entwickelt sich weiter, man lernt und zieht daraus schluesse.
Das ist alles richtig, aber wenn die Bürger mehrfach zu einem Verhalten motiviert werden, um ein einigermaßen "bestimmtes" Ziel zu erreichen (Zurückerlanung der Normalität zB) und mehrfach dann zurückgerudert wird, weil es jetzt doch noch einen Haken an der Sache gibt, dann wirds halt schwierig. Klar, da sind wir beim Thema Kommunikation wieder. Und ich weiß, dass Du da immer vorsichtiger warst und gewarnt hast. Aber viele eben nicht und viele sind es halt nach anderthalb Jahren auch einfach satt und wollen dann die Johnson-Linie.
Xaver08 schrieb:
wer pauschal gesagt haben soll dass wer geimpft ist, sofort seine freiheiten zurueck bekommt.
Das hat kaum jemand gesagt. Aber wenn alle geimpft wurden, die geimpft werden können und diese trotzdem noch erhebliche Einschränkungen haben, dann werden sich viele Leute, die sich eher aus Solidarität heraus und um die Pandemie zu beenden haben impfen lassen, das nächste Mal überlegen, ob sie sich wieder impfen lassen. Es gibt genug Menschen, die sich nicht haben impfen lassen, weil sie Angst um ihre Gesundheit haben. Meine Frisörin zB will in den Urlaub und hat sich nur deswegen impfen lassen und meinte schon, dass wenn sie dann trotzdem in Quarantäne muss (egal wie lange), obwohl sie geimpft ist, sich nicht mehr impfen lässt beim nächsten Mal. Ich sehe hier eher ein langfristiges Problem bzgl. Verdruss.
Ja, auch wieder ne Frage der Kommunikation. I know.
Und wie gesagt... Der Impfstoff wird ja bald vermutlich für Kinder ab 6 freigegeben, wenn aber auch da nur 20-30 % der Eltern ihr Kind impfen lassen, was dann? Und was machen wir mit den Kindern unter 6? Und was machen wir, wenn keine Impfung dieser Welt jemals 100 % Schutz bietet und wir keine 85 % Impfquote erreichen? Es muss dann einfach mal klar kommuniziert werden, ab wann wir zurückkommen können in die Normalität, sonst finden wir noch im Jahr 2033 irgendwelche Gründe für Maßnahmen.
Ich bin mir sicher, dass die Johnson-Linie irgendwann auch hier gefahren wird, die Frage ist nur, bis zu welchem Punkt man sie rauszögert. Bis zu der Vollimpfung aller Ü16, die sich impfen lassen wollen, bis zur Vollimpfung aller Kinder, bis zur Vollimpfung der Weltbevölkerung?
Ist nicht böse gemeint, aber ich bleib dabei: Ich bin desillusioniert, weil für mich das Ende der Pandemie nicht in Aussicht ist, weder 2022 noch 2023 noch sonst wann.
Danke, hier finde ich mich wieder.
Ich wollte das schon lange mal schreiben: einer der Fehler, den wir begehen, liegt in meinen Augen darin, dass wir zu viel prognostizieren, spekulieren, vermuten, hochrechnen. Nichts gegen Statistiken, wenn man daraus etwas ableiten kann, aber diese Pandemie hat doch wiederholt gezeigt, dass Prognosen eigentlich nicht gestellt werden können.
Aus den Daten, die uns vorliegen, können wir den Ist-Zustand sehr gut herauslesen, wir können mit früheren Daten vergleichen und Schlüsse daraus ziehen, wir können ein Frühwarnsystem installieren und rechtzeitig Maßnahmen einleiten. Alles super. Was wir nicht können, ist vorherzusagen, wie sich das Virus verhält, wie sich die Menschen verhalten und wohin sich die Pandemie entwickelt.
In einer Fragestunde des Bundestages hat sich die Kanzlerin diesbezüglich mal sehr diplomatisch ausgedrückt: auf eine AfD-Anfrage nach der Impfung antwortete sie, sie könne nur mit Sicherheit sagen, dass der Zeitraum von strengen Maßnahmen ohne eine Impfung länger dauern wird als mit. Viele legen ihr das als Schwäche oder Zögerlichkeit aus - vielleicht ist es aber die Erkenntnis einer promovierten Wissenschaftlerin, dass auf diesem Gebiet Prognosen schwierig sind.
Trotzdem steigt die Zahl der Prognosen unaufhörlich. Wie das Virus mutieren wird oder nicht, was man den Menschen alles zumuten kann oder nicht, wann wieder geöffnet oder wieder geschlossen wird. Aber selbst beim Impfen schauen wir jetzt dumm aus der Wäsche, weil unsere Prognosen nicht eingetroffen sind, da sich die Menschen doch wieder anders verhalten als gedacht.
Dass wir noch X Ministerpräsident/innen haben, die außer ihrem Senf auch noch eine Entscheidungshoheit haben, erschwert die Sache zusätzlich. Und der Wahlkampf tut sein Übriges. Dies alles trägt zu einem großen Teil zu Frust und Enttäuschung bei.
Wir sollten uns daher vielleicht eher mal mit Prognosen zurückhalten und uns auf die nüchternen Zahlen beschränken und versuchen, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, ohne irgendwelche Erwarten dabei auszudrücken.
Ich wollte das schon lange mal schreiben: einer der Fehler, den wir begehen, liegt in meinen Augen darin, dass wir zu viel prognostizieren, spekulieren, vermuten, hochrechnen. Nichts gegen Statistiken, wenn man daraus etwas ableiten kann, aber diese Pandemie hat doch wiederholt gezeigt, dass Prognosen eigentlich nicht gestellt werden können.
Aus den Daten, die uns vorliegen, können wir den Ist-Zustand sehr gut herauslesen, wir können mit früheren Daten vergleichen und Schlüsse daraus ziehen, wir können ein Frühwarnsystem installieren und rechtzeitig Maßnahmen einleiten. Alles super. Was wir nicht können, ist vorherzusagen, wie sich das Virus verhält, wie sich die Menschen verhalten und wohin sich die Pandemie entwickelt.
In einer Fragestunde des Bundestages hat sich die Kanzlerin diesbezüglich mal sehr diplomatisch ausgedrückt: auf eine AfD-Anfrage nach der Impfung antwortete sie, sie könne nur mit Sicherheit sagen, dass der Zeitraum von strengen Maßnahmen ohne eine Impfung länger dauern wird als mit. Viele legen ihr das als Schwäche oder Zögerlichkeit aus - vielleicht ist es aber die Erkenntnis einer promovierten Wissenschaftlerin, dass auf diesem Gebiet Prognosen schwierig sind.
Trotzdem steigt die Zahl der Prognosen unaufhörlich. Wie das Virus mutieren wird oder nicht, was man den Menschen alles zumuten kann oder nicht, wann wieder geöffnet oder wieder geschlossen wird. Aber selbst beim Impfen schauen wir jetzt dumm aus der Wäsche, weil unsere Prognosen nicht eingetroffen sind, da sich die Menschen doch wieder anders verhalten als gedacht.
Dass wir noch X Ministerpräsident/innen haben, die außer ihrem Senf auch noch eine Entscheidungshoheit haben, erschwert die Sache zusätzlich. Und der Wahlkampf tut sein Übriges. Dies alles trägt zu einem großen Teil zu Frust und Enttäuschung bei.
Wir sollten uns daher vielleicht eher mal mit Prognosen zurückhalten und uns auf die nüchternen Zahlen beschränken und versuchen, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, ohne irgendwelche Erwarten dabei auszudrücken.
Xaver08 schrieb:
nur wenn man es ueberspitzt ausdrueckt....
aber so ist das leben, werner, es gibt keine garantie dafuer, dass in einer pandemie die einschaetzung immer gleich bleibt, wissen entwickelt sich weiter, man lernt und zieht daraus schluesse.
man sollte sich halt erstmal fragen, was notwendig ist. und ich weiss ehrlich gesagt immer noch nicht (ich meine du hattest es schonmal behauptet), wer pauschal gesagt haben soll dass wer geimpft ist, sofort seine freiheiten zurueck bekommt.
wer immer das 2020 schon so gesagt haben soll, hat (wie so oft) einfach fahrlaessig kommuniziert. das ist ein zentrales problem und nicht die tatsache, dass evtl. waehrend der zeit, in der die impfung der bevoelkerung laeuft, noch einschraenkungen fuer die bevoelkerung notwendig sind, auch fuer die geimpfte.
wir haben (immer noch) eine weltweite pandemie, wir haben riesenglueck, dass so schnell ein impfstoff gefunden wurde, wir leben in einem priviligierten land, dass den impfstoff sehr frueh zur verfuegung gestellt bekommt.
ich schrieb es ja schoen oefter, dass ich nicht glaube, dass die menschen so stumpf sind, wie du immer unterstellst, aber waere das so, waere das natuerlich ein sehr hohes anspruchsdenken, dass leider durch mangelhafte kommunikation unserer politiker immer wieder eingetrichtert wurde.
wenn ich oft genug erzaehlt bekomme, dass ich massnahmen nicht mehr mitmache, obwohl ich es eigentlich tun wuerde, wenn ich sie sinnhaft erklaert bekomme, warum sie notwendig sind, glaube ich irgendwann auch., dass ich amok laufe oder afd waehle, wenn es immer noch massnahmen gibt um teile der bevoelkerung zu schuetzen.
ob eine quarantaene fuer geimpfte aus z.b. risikogebieten wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht einschaetzen, es scheint mir aber definitiv sinnvoll darueber nachzudenken und die option offenzuhalten, als zu kommunizieren, dass wir es gar nicht brauchen.
die tatsache, dass ein fall eine infektionskette mit 80 infizierten startet, in einem land, das meines wissens noch effektives contact tracing betreibt, laesst es mir zumindest mal sinnvoll erscheinen, sich wenigstens die option offen zu halten.
Gut dass deine Meinung weltfremd ist. Kannst es drehen und wenden wie du willst, aber ab spätestens September werden Vollgeimpfte wieder alles ohne Einschränkung machen können, da alles andere verfassungsrechtlich nicht zulässig ist. Und wenn es die Politik nicht kapiert, werden es die Gerichte aufdiktieren. Aber dazu wird es nicht kommen, da fähige Juristen auch in der Regierung sitzen bzw. diese beraten.
Und btw: Baden-Württemberg hat heute verlauten lassen, dass alle Corona-Schutzmaßnahmen für doppelt Geimpfte ab September komplett wegfallen. So einfach kann es gehen. Ich und die meisten anderen werden ab spätestens dann ein Leben führen wie vor März 2020. Schön.
Dass die Impfung, erst recht bei Delta, keinen 100 % Schutz vor einer Infektion bietet, ist doch jetzt nichts Neues. Wobei das ja nicht heißt, dass die Infektionen jetzt gleich gefährlich oder gleich stark sind (bzgl. Weitergabe), ein PCR-Test ist da ja schon sehr fein und entdeckt auch viele mit minimaler Viruslast. Also das wäre jetzt mein Kenntnisstand.
Kurzum: Die Impfungen wirken nicht 100 % , Genesen bedeutet auch nicht 100 % und Getestet erst recht nicht. Da bleibt uns nur eins. Türen zu und wegschließen. Spaß beiseite, aber es geht ja letztlich um Risikominimierung, nicht mehr und nicht weniger.
Kurzum: Die Impfungen wirken nicht 100 % , Genesen bedeutet auch nicht 100 % und Getestet erst recht nicht. Da bleibt uns nur eins. Türen zu und wegschließen. Spaß beiseite, aber es geht ja letztlich um Risikominimierung, nicht mehr und nicht weniger.
SGE_Werner schrieb:
Kurzum: Die Impfungen wirken nicht 100 % , Genesen bedeutet auch nicht 100 % und Getestet erst recht nicht. Da bleibt uns nur eins. Türen zu und wegschließen. Spaß beiseite, aber es geht ja letztlich um Risikominimierung, nicht mehr und nicht weniger.
das ist ja quatsch, aber man kann versuchen sinnvolle risikoeintschaetzungen zu treffen, die beruecksichtigen, dass es eben ein restrisko gibt und es entweder nach bewertung zu verwerfen oder ueber nach moeglichkeit geringeren einschraenkungen als fuer ungeimpfte durch massnahmen zu minimieren.
beispielsweise bei einreise mit einer quarantaene, die schneller verkuerzt werden kann, als bei ungeimpften.
auch da wird ein restrisiko bleiben, dass dann aber kleiner ist und man gibt geimpften einen vorteil gegenueber ungeimpften. das ganze kann man abhaengig vom gesamtimpfgrad und pot. varianten machen und zu einem bestimmten zeitpunkt aufheben.
beispiel israel, bei der ein gimpfter eingereister die infektion an einen geimpften schueler weitergegeben hat, der auf einer abschlussfeier fuer 80 infektionen gesorgt hat.
Xaver08 schrieb:
oder ueber nach moeglichkeit geringeren einschraenkungen als fuer ungeimpfte durch massnahmen zu minimieren.
Um es etwas überspitzt auszudrücken:
Anfang 2021: Nur Impfungen bringen uns aus der Scheisse raus. Wer geimpft ist, kriegt seine Freiheiten zurück.
Mitte 2021: Nur Impfungen bringen geringere Einschränkungen, aber weiterhin Einschränkungen. Vielleicht wirds was im Jahr 2022, aber vielleicht auch nicht.
Ich glaub, wenn wir so agieren wie Du es jetzt möchtest, haben wir zwar weniger Infektionen, bei der nächsten Pandemie aber noch mal 20 % weniger Impfbereitschaft.
planscher08 schrieb:Auf dem zweitägigen Verknipt-Festival haben sich am ersten Juliwochenende fast tausend Besucher mit dem Coronavirus angesteckt.
Das sind etwa fünf Prozent der Gesamtbesucherzahl – pro Tag zog das Event 10.000 Menschen an.
https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/utrecht-fast-1000-menschen-infizieren-sich-auf-einem-festival-in-utrecht-a-defca648-d86a-4fb1-a7ab-9a97cbb45e96
Krass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen so ein Ausbruch. Befürchte da kommt noch eine ordentliche Welle die man nicht aufhalten kann.
Da muss man ja fast hoffen, das weit verbreitet beschissen wurde. Andernfalls kann man die nächsten Monate sämtliche Hoffnung auf Stadionbesuche und ähnliches begraben.
im artikel stand, dass der test in der (einer) corona app eingelesen sein musste.
das koennte das risiko fuer einen betrug reduzieren, die frage ist dann noch was fuer ein test und wie alt er sein darf.
falls 48h bei einem schnelltest reichen, wundert es mich nicht, vor allem nicht bei den inzidenzen in den niederlanden, die werden dort vermutlich auch schnell bei den juengeren steigen, die man bevorzugt auf festivals trifft.
koennte auch ein hinweis sein, dass so ein konzept nicht bei jeder inzidenz in der bevoelkerung funktioniert.
das koennte das risiko fuer einen betrug reduzieren, die frage ist dann noch was fuer ein test und wie alt er sein darf.
falls 48h bei einem schnelltest reichen, wundert es mich nicht, vor allem nicht bei den inzidenzen in den niederlanden, die werden dort vermutlich auch schnell bei den juengeren steigen, die man bevorzugt auf festivals trifft.
koennte auch ein hinweis sein, dass so ein konzept nicht bei jeder inzidenz in der bevoelkerung funktioniert.
Die aufkeimende Diskussion über Impfpflichten in gewissen Bereichen, zeigt doch schon wieder das wir nicht unbedingt für eine sinkende Impfbereitschaft "vorbereitet" sind.
Es gibt doch mehr als genug Möglichkeiten, die man am besten schon gestern umgesetzt haben sollte:
- Impfangebote (vorzugsweise mit J&J) von mobilen Teams in Bezirken mit hohem Migrantenanteil (da scheint es ja schon alleine auf Grund von Sprach- & Verständnisproblemen Probleme zur Terminvereinbarung zu geben, zudem sind die Wohnsituation oftmals sehr beengt)
- Impfangebote für "jüngere" Altersklassen (18-30 Jahren), vorzugsweise an belebten Orten, meinetwegen sogar mit Wertgutscheinen für Freizeitaktivitäten
- Impfangebote an Stadien, Freizeitparks, Kulturbetrieben ... Überall da, wo Menschen zusammenkommen
- Konsequentes Umsetzen der 3 G Regel in Innenräumen (unglaublich dass das mittlerweile so aufgeweicht wurde) bis zum Herbst. Ab Oktober / November sind in Innenräumen nur noch Geimpfte / Genesene zugelassen
- Schnelltests sollen ab dem 01.09 für alle Nicht-Geimpften kostenpflichtig werden (Erstgeimpfte sind dann für vier Wochen freigestellt, Leute die nicht dürfen sowieso)
- Quarantäne für alle Nicht-Geimpften nach Rückkehr aus dem Ausland (egal ob mit Auto, Bahn oder Flugzeug) aus Hochinzidenz & Variantengebieten, ohne Möglichkeit der Freitestung
- Tanzveranstaltungen / Feste, ob Indoor oder Outdoor, können ausschließlich von Genesenen oder Geimpften besucht werden
- Sportveranstaltungen mit mehr als x Zuschauern, können ausschließlich von Genesenen oder Geimpften besucht werden
Das ganze kann man dann für jeglichen Bereich des Lebens ausweiten.
Es gibt doch mehr als genug Möglichkeiten, die man am besten schon gestern umgesetzt haben sollte:
- Impfangebote (vorzugsweise mit J&J) von mobilen Teams in Bezirken mit hohem Migrantenanteil (da scheint es ja schon alleine auf Grund von Sprach- & Verständnisproblemen Probleme zur Terminvereinbarung zu geben, zudem sind die Wohnsituation oftmals sehr beengt)
- Impfangebote für "jüngere" Altersklassen (18-30 Jahren), vorzugsweise an belebten Orten, meinetwegen sogar mit Wertgutscheinen für Freizeitaktivitäten
- Impfangebote an Stadien, Freizeitparks, Kulturbetrieben ... Überall da, wo Menschen zusammenkommen
- Konsequentes Umsetzen der 3 G Regel in Innenräumen (unglaublich dass das mittlerweile so aufgeweicht wurde) bis zum Herbst. Ab Oktober / November sind in Innenräumen nur noch Geimpfte / Genesene zugelassen
- Schnelltests sollen ab dem 01.09 für alle Nicht-Geimpften kostenpflichtig werden (Erstgeimpfte sind dann für vier Wochen freigestellt, Leute die nicht dürfen sowieso)
- Quarantäne für alle Nicht-Geimpften nach Rückkehr aus dem Ausland (egal ob mit Auto, Bahn oder Flugzeug) aus Hochinzidenz & Variantengebieten, ohne Möglichkeit der Freitestung
- Tanzveranstaltungen / Feste, ob Indoor oder Outdoor, können ausschließlich von Genesenen oder Geimpften besucht werden
- Sportveranstaltungen mit mehr als x Zuschauern, können ausschließlich von Genesenen oder Geimpften besucht werden
Das ganze kann man dann für jeglichen Bereich des Lebens ausweiten.
these zur diskussion (nicht nur) an die zwei datensammler:
haupttrebier der erstimpfungen ist "nur" noch biontech. kaum jemand waehlt noch astra oder macht die impfserie mit JJ.
Das deckt sich damit, dass Biontech immer noch fast komplett verimpft wird, und dadurch, dass biontech aktuell astrazweitimpfungen und intervallverkuerzungen wegstecken muss, sinkt damit natuerlich die anzahl der erstimpfungen.
haupttrebier der erstimpfungen ist "nur" noch biontech. kaum jemand waehlt noch astra oder macht die impfserie mit JJ.
Das deckt sich damit, dass Biontech immer noch fast komplett verimpft wird, und dadurch, dass biontech aktuell astrazweitimpfungen und intervallverkuerzungen wegstecken muss, sinkt damit natuerlich die anzahl der erstimpfungen.
Schon. Aber warum kommuniziert man nicht nachdrücklicher, dass 1) Astra und 2) Biontech/Moderna die ideale Kombi ist? Dies würde die Sache wesentlich entzerren.
Xaver08 schrieb:
these zur diskussion (nicht nur) an die zwei datensammler:
haupttrebier der erstimpfungen ist "nur" noch biontech. kaum jemand waehlt noch astra oder macht die impfserie mit JJ.
Das deckt sich damit, dass Biontech immer noch fast komplett verimpft wird, und dadurch, dass biontech aktuell astrazweitimpfungen und intervallverkuerzungen wegstecken muss, sinkt damit natuerlich die anzahl der erstimpfungen.
Dann diskutiere ich mal. Definitiv nein. Die Biontech-Lagerbestände sind ja noch angewachsen, obwohl für die nächsten Wochen gar nicht so extrem viel an Zweitimpfungen (auch inkl. Kreuzimpfungen) zurückgehalten werden müssen. Die ganzen Dinge, die Du aufzählst, würden definitiv dafür sorgen, dass die Erstimpfungen nicht im Vergleich zu den Vorwochen steigen könnten. Wir haben derzeit 4,6 - 4,7 Millionen mRNA-Impfdosen, die pro Woche geliefert werden und in den nächsten Wochen vermutlich konstant ca. 2,5 - 3,0 Millionen Zweitimpfungen (ohne die Intervallkürzungen wären wir eher bei 2,2 - 2,3 Mio) Zweitimpfungen mit mRNA.
Also rechnen wir mal 4,6 Millionen minus 2,9 Millionen Zweitimpfungen und wir kommen auf 1,7 Millionen mögliche Erstimpfungen plus ca. 100.000 J&J Erstimpfungen. Dabei würde das Lager gleich voll bleiben (6,9 Mio Impfdosen).
Irgendwas zwischen 1,6 Millionen und 2,2 Millionen Erstimpfungen dürfte derzeit jederzeit möglich sein, ohne auch nur die mRNA-Impfdosen "auf Halde" zu reduzieren und die, die da sind, reichen für über 2 Wochen.
Wir sind aber mittlerweile bei unter 1,5 Millionen Impfdosen. Die Erstimpfungen sinken, weil es nicht genug Nachfrage gibt. Dafür spricht auch, dass hier in Stuttgart die Leute ohne Termin ins Impfzentrum kommen dürfen und Biontech oder Moderna als Erstimpfung erhalten. Hätten wir nicht genug Impfdosen, wäre das nicht der Fall.
Ich befürchte, dass wir in der kommenden Woche schon nur noch bei 1 bis 1,2 Mio Erstimpfungen sein könnten.
Xaver08 schrieb:
ich kann den gedanken, dass nur weil irgendwas passieren koennte, was wir nicht vorhersehen koennen, wir jetzt einen sinnvollen plan nicht duerchfuehren sollen, nicht nachvollziehen.
Das habe ich auch wie gesagt nicht verlangt. Es kann nur sein, dass auch dieser sinnvolle Plan nicht funktioniert, weil trotzdem was dazwischen kommt und dann das Verständnis vieler Menschen, die eben nicht so in der Sache drin sind wie Du oder ich oder hier, langsam Richtung Null geht. Nützt ja nix, wenn wir sinnvolle Maßnahmen haben, sie aber von 50 % nicht befolgt werden. Darum ging es mir. Ich glaub, dass wir endlich mal klare Antworten brauchen und dann notfalls auch mal Opfer bringen, egal in welche Richtung und den Plan durchziehen. Egal ob es einer ist, den Du bevorzugen würdest oder der Boris-Johnson-Weg. Das ist auch ein Plan, wenn auch ein beschissener. Aber immerhin ein Plan.
es ist zwar nur ein fachmann, aber immerhin einer von rang, michael ryan war es, der es als epidemiological stupidity bezeichnet hat.
notfalls auch mal opfer zu bringen, finde ich eine eigenartige formulierung des verlaufs, der 90000 menschen das leben gekostet hat und nach mehreren monaten lockdowns, der nicht so lang sein musste.
ich glaube auch, dass die meisten menschen sich an massnahmen halten wuerden, so man sie denn vernuenftig kommuniziert, natuerlich gibt es immer menschen, die es nicht tun, gibt es immer gruppen, die geschlossen keine maske tragen, natuerlich sind die menschen pandemiemuede, aber ich finde es in der aktuellen kommunikationslage auch wenig verwunderlich.
alle horrorszenarien ueber nicht eingehaltene massnahmen und aufstaende und und und sind bisher nicht eingetreten, die vorgebliche stimmung gegen die massnahmen im februar war falsch, man muss es halt vernuenftig kommunizieren, was man allerdings aus meiner sicht aktuell wieder nicht macht.
notfalls auch mal opfer zu bringen, finde ich eine eigenartige formulierung des verlaufs, der 90000 menschen das leben gekostet hat und nach mehreren monaten lockdowns, der nicht so lang sein musste.
ich glaube auch, dass die meisten menschen sich an massnahmen halten wuerden, so man sie denn vernuenftig kommuniziert, natuerlich gibt es immer menschen, die es nicht tun, gibt es immer gruppen, die geschlossen keine maske tragen, natuerlich sind die menschen pandemiemuede, aber ich finde es in der aktuellen kommunikationslage auch wenig verwunderlich.
alle horrorszenarien ueber nicht eingehaltene massnahmen und aufstaende und und und sind bisher nicht eingetreten, die vorgebliche stimmung gegen die massnahmen im februar war falsch, man muss es halt vernuenftig kommunizieren, was man allerdings aus meiner sicht aktuell wieder nicht macht.
Xaver08 schrieb:
man muss es halt vernuenftig kommunizieren, was man allerdings aus meiner sicht aktuell wieder nicht macht.
Da stimme ich zu. Ich weiß zwar nicht, ob sich die Leute so dran halten, wie Du glaubst, dass sie sich dran halten würden, aber der Anteil wäre höher, wenn die Leute wissen, was sie tun sollen, wofür sie es tun sollen und bis wann... Also konkrete Wege raus. Aktuell lässt man sich mal wieder "treiben" (oder gewisse Politiker denken mal wieder nach). Genau deswegen befürchte ich ja, dass viele irgendwann nicht mehr zuhören, selbst wenn jemand was vernünftiges macht und sagt. Die Glaubwürdigkeit könnte halt schon für viele dahin sein.
Das Opfer-Bringen behandelte die nächsten Monate, nicht die Vergangenheit. Den meisten (außer den Palmers dieser Welt) war ja klar, warum wir im Winter "Opfer bringen mussten". Ich bin mir nur nicht mehr so sicher, ob das alle jetzt noch wissen. Oder ob ihnen das Opfer groß genug ist.
Das kann man schon so sehen. Man darf aber nicht übersehen, dass es letztlich keinen Weg geben wird, für den man nicht in irgendeiner Form einen Preis bezahlen bzw. Opfer bringen muss:
https://amp.theguardian.com/world/2021/jul/08/new-zealand-children-falling-ill-in-high-numbers-due-to-covid-immunity-debt?utm_term=Autofeed&CMP=twt_gu&utm_medium=&utm_source=Twitter&__twitter_impression=true
https://amp.theguardian.com/world/2021/jul/08/new-zealand-children-falling-ill-in-high-numbers-due-to-covid-immunity-debt?utm_term=Autofeed&CMP=twt_gu&utm_medium=&utm_source=Twitter&__twitter_impression=true
SGE_Werner schrieb:
Xaver, das Problem ist, dass der Zeitpunkt, wann wir denn "Mal durch sind" bei jeder Diskussion hier nach hinten verschoben wurde. Erst hieß es Sommer 21, wenn die Risikogruppen durch sind, dann bis alle Erwachsenen durch sind, dann bis alle Ü12 durch sind, dann bis alle Ü6 durch sind und dann haben wir neue Varianten und wir müssen wieder... Hat was von Salamitaktik, dann muss man das aber auch kommunizieren und zwar schon vor 6 Monaten und nicht immer wieder nachlegen und sagen "jetzt noch nicht, aber in 3 Monaten".
Ist das aber nicht auch den neuen Varianten geschuldet? Ich habe es so in Erinnerung: Hätten wir es ausschließlich mit dem Wildtyp zu tun gehabt, hätten wir die Pandemie ca. Ostern dieses Jahres im Griff gehabt. Aber dann kam im Winter b117. Hätten wir es nur mit b117 zu tun gehabt, dann hätten wir die Pandemie vermutlich Ende des Sommers weitgehend unter Kontrolle gehabt, aber dann kam im Sommer Delta. Und mit Delta ist ein Ende noch nicht abshebar. Bleibt zu hoffen, dass nach Delta nicht noch Lambada oder irgendein anderes Ding kommt, was den Zeitplan nach hinten verschiebt.
brodo schrieb:
Bleibt zu hoffen, dass nach Delta nicht noch Lambada oder irgendein anderes Ding kommt, was den Zeitplan nach hinten verschiebt.
das ist ja das problem, das suggeriert wird, dass mit einem durchlaufen lassen der infektoinen durch die bevoelkerung das Thema erledigt waere.
das ist mitnichten so. denn auch da kann es sein, dass die natuerliche immunitaet nicht gegen varianten schuetzt.
Xaver08 schrieb:
das ist ja das problem, das suggeriert wird, dass mit einem durchlaufen lassen der infektoinen durch die bevoelkerung das Thema erledigt waere.
das ist mitnichten so. denn auch da kann es sein, dass die natuerliche immunitaet nicht gegen varianten schuetzt.
Dann gibt es aber nur eine Alternative und das wäre eine sehr hohe Impfquote von 85 % + X und die erreichen wir ohne Impfpflicht nicht, auch nicht, wenn Kinder geimpft werden dürfen. Also wird es eine Herdenimmunität nie geben bzgl. evtl. neuer Varianten, die das zum Teil umgehen können.
Xaver, das Problem ist, dass der Zeitpunkt, wann wir denn "Mal durch sind" bei jeder Diskussion hier nach hinten verschoben wurde. Erst hieß es Sommer 21, wenn die Risikogruppen durch sind, dann bis alle Erwachsenen durch sind, dann bis alle Ü12 durch sind, dann bis alle Ü6 durch sind und dann haben wir neue Varianten und wir müssen wieder... Hat was von Salamitaktik, dann muss man das aber auch kommunizieren und zwar schon vor 6 Monaten und nicht immer wieder nachlegen und sagen "jetzt noch nicht, aber in 3 Monaten".
Sonst wird es einfach ne Neverending Story und Du verlierst die Unterstützung großer Teile der Bevölkerung. Da interessiert dann auch einem erheblichen Teil der restlichen 70 Mio + X irgendwann nicht mehr Long Covid bei Kindern.
Sonst wird es einfach ne Neverending Story und Du verlierst die Unterstützung großer Teile der Bevölkerung. Da interessiert dann auch einem erheblichen Teil der restlichen 70 Mio + X irgendwann nicht mehr Long Covid bei Kindern.
SGE_Werner schrieb:
Xaver, das Problem ist, dass der Zeitpunkt, wann wir denn "Mal durch sind" bei jeder Diskussion hier nach hinten verschoben wurde. Erst hieß es Sommer 21, wenn die Risikogruppen durch sind, dann bis alle Erwachsenen durch sind, dann bis alle Ü12 durch sind, dann bis alle Ü6 durch sind und dann haben wir neue Varianten und wir müssen wieder... Hat was von Salamitaktik, dann muss man das aber auch kommunizieren und zwar schon vor 6 Monaten und nicht immer wieder nachlegen und sagen "jetzt noch nicht, aber in 3 Monaten".
ich weiss nicht, wer behauptet hat, dass es diesen sommer vorbei ist.
und ich halte es auch nicht fuer vernuenftig, nachvollziehbare gruende zu igonieren, nur weil man glaubt, dass manche leute erwarten koennten, dass es diesen sommer vorbei sein muss.
ja, die kommunikatoin in der pandemie war unterirdisch. warum, weiss ich nicht. aber oft getrieben von der angst, irgendetwas den menschen nicht zumuten zu koennen.
ganz sicher, war das ein grund anfang diesen jahres zu oeffnen, was ein grosser fehler war und (nicht nur) im nachgang betrachtet nicht nachzuvollziehen ist.
aehnlich war es im letzten herbst.
fehler in der kommuniktion unserer regierung, die ich im uebrigen schon oft kritisiert habe, aendert nichts daran, was ich als sinnvoll erachte, bzw. ethisch und moralisch als den einzig sinnvollen weg.
SGE_Werner schrieb:
Sonst wird es einfach ne Neverending Story und Du verlierst die Unterstützung großer Teile der Bevölkerung. Da interessiert dann auch einem erheblichen Teil der restlichen 70 Mio + X irgendwann nicht mehr Long Covid bei Kindern.
nein, es gibt ein klares ziel und wenn sich nichts an den rahmenbedingungen aendert, ist die geschichte in deutschland weitestgehend mitte naechsten jahres durch.
wenn sich die rahmenbedingungen aendern, wird man was anpassen muessen.
ich kann den gedanken, dass nur weil irgendwas passieren koennte, was wir nicht vorhersehen koennen, wir jetzt einen sinnvollen plan nicht duerchfuehren sollen, nicht nachvollziehen.
Xaver08 schrieb:
ich kann den gedanken, dass nur weil irgendwas passieren koennte, was wir nicht vorhersehen koennen, wir jetzt einen sinnvollen plan nicht duerchfuehren sollen, nicht nachvollziehen.
Das habe ich auch wie gesagt nicht verlangt. Es kann nur sein, dass auch dieser sinnvolle Plan nicht funktioniert, weil trotzdem was dazwischen kommt und dann das Verständnis vieler Menschen, die eben nicht so in der Sache drin sind wie Du oder ich oder hier, langsam Richtung Null geht. Nützt ja nix, wenn wir sinnvolle Maßnahmen haben, sie aber von 50 % nicht befolgt werden. Darum ging es mir. Ich glaub, dass wir endlich mal klare Antworten brauchen und dann notfalls auch mal Opfer bringen, egal in welche Richtung und den Plan durchziehen. Egal ob es einer ist, den Du bevorzugen würdest oder der Boris-Johnson-Weg. Das ist auch ein Plan, wenn auch ein beschissener. Aber immerhin ein Plan.
SGE_Werner schrieb:
die meisten Covid-Todesopfer der nächsten Monate werden Impfgegner sein.
Da wäre ich mir gar nicht mal so sicher. Die jüngsten Erkenntnisse aus England und Israel zeigen eine relativ hohe Hospitalisierung von Geimpften
zb heute Zeit Newsticker 10:35 Uhr
https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-03/coronavirus-weltweit-entwicklung-pandemie-covid-19-live
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (//Israel) sind von 80 Covid-Patienten, die in Krankenhäusern behandelt werden, mehr als die Hälfte geimpft. Von den 45 schwer Erkrankten sind 56 Prozent geimpft.
In England waren es ca45% (aus dem Kopf)
Die meisten Coronatoten werden auch in den nächsten Monaten, und wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit, die Alten sein
das ist erstmal nicht so erstaunlich, da der bereits ein hoher Anteil an Geimpften existiert, die aber alle aus den aelteren Jahrgaengen stammen, bei denen das Risiko auch mit Impfung noch hoeher ist. D.h. die Zahlen, die wir da aktuell sehen sind durchaus im Rahmen des erwartbaren.
Es gibt zwar Hinweise auf eine hoehere Hospitalisierungsrate und auch Sterberate durch Delta, aber keine Hinweise auf eine deutliche Reduzierung des Impfschutzes.
Es gibt zwar Hinweise auf eine hoehere Hospitalisierungsrate und auch Sterberate durch Delta, aber keine Hinweise auf eine deutliche Reduzierung des Impfschutzes.
Xaver08 schrieb:
die aber alle aus den aelteren Jahrgaengen stammen, bei denen das Risiko auch mit Impfung noch hoeher ist.
Stimmt, hattest du hier nicht mal was verlinkt wo rauskam das Risiko eines 70 Jährigen doppelt geimpften ist etwa so hoch wie 50jährig ungeimpft, und das alle 6-7 Jahre das Sterberisiko sich verdoppelt?
Wedge schrieb:sonofanarchy schrieb:Tafelberg schrieb:
ich weiß zwar was Du meinst, dennoch würde ich Grippe und Corona nicht vergleichen wollen. Diese Diskussion habe ich leider privat auch immer wieder.
Er hat aber Recht, denn in diesem Zusammenhang ging es darum, wieviele Tote man akzeptiert inkl. dem Verweis auf andere Todesursachen.
Wir werden auch bei Corona wie bei Grippe, Suff, Rauchen, Verkehrstoten u.ä. eine gewisse Zahl akzeptieren (müssen), wenn diese ohne Schutzmaßnahmen wie z.B. AHA oder Lockdown regelmäßig auftreten.
Jetzt sind wir halt bei irgendwo 90.000 mit Schutzmaßnahmen über die letzten 18 Monate und wo wir ohne wären, kann man sich in Brasilien anschauen.
Natürlich wird man irgendwann alle Maßnahmen fallen lasse, aber eben erst wenn wir eine ausreichende Grundimunisierung durch Impfe und Infektionen in der Bevölkerung haben und es sich dann ohne Schutzmaßnahmen auf dem Grippeniveau von 10.000 - 25.000 im Jahr einpendelt.
Hier mal eine interessante Gegenüberstellung aus dem letzten Monat Grippe vs. Corona:
https://www.br.de/nachrichten/wissen/warum-covid-19-gefaehrlicher-ist-als-grippe-ein-faktenfuchs,SYWR1Ye
Sollte die Infektiösität von SARS-2 auf diesem Niveau bleiben wird es noch Jahre dauern, bis sich das auf Grippeniveau einpendelt. Und dann ist es eben die ethische Frage, wie lange dies unser Leben bestimmt.
sonofanarchy schrieb:
Sollte die Infektiösität von SARS-2 auf diesem Niveau bleiben wird es noch Jahre dauern, bis sich das auf Grippeniveau einpendelt. Und dann ist es eben die ethische Frage, wie lange dies unser Leben bestimmt.
es gibt ja die impfung, natuerlich gibt es das risiko von mutationen und es ist auch noch nicht 100% klar, wie hoch die Impfquote am Ende unter Erwachsenen werden wird (auch wenn Umfragen ein gutes Bild zeichnen) und es ist noch nicht klar, was mit einer IMpfung fuer Kinder wird.
Aber wenn sich die recht hohen Quoten bei den Erwachsenen erfuellen und bei Kindern die ca. 50% sind wir schon in einem Bereich, in dem die Pandemie weitestgehend gebremst sein wird.
Ein Infektionsgeschehen, wie wir es jetzt zb noch in GB sehen oder erst recht eins wie in D letzten Winter, wird es dann nicht mehr geben.
Sprich man kann jetzt abschaetzen, wann es einen Zeitpunkt gibt, an dem man nach meinem Verstaendnis das Leben weitestgehend normal laufen lassen kann.
Xaver08 schrieb:
Ein Infektionsgeschehen, wie wir es jetzt zb noch in GB sehen oder erst recht eins wie in D letzten Winter, wird es dann nicht mehr geben.
Sprich man kann jetzt abschaetzen, wann es einen Zeitpunkt gibt, an dem man nach meinem Verstaendnis das Leben weitestgehend normal laufen lassen kann.
Ja, es könnte so einfach sein. Wir müssen schneller und effektiver impfen bis September und dann könnte der Käse weitesgehend durch sein.
Die Lösung ist so einfach und das Ende liegt vor uns, wir müssen nur zugreifen...
Der Permafrostboden wäre ein ähnliches System
https://www.nytimes.com/2021/07/14/climate/amazon-rainforest-carbon.html
Es ist erstmal nur eine Studie und im NYT Artikel wird Hoffmung gemacht, dass es noch ein reversibler Zustand sein könnte, aber es ist wirklich die Frage wieviel Warnschüsse wir noch brauchen.