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Xaver08

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https://www.merkur.de/politik/markus-lanz-zdf-karl-lauterbach-corona-delta-super-virus-pandemie-impfung-brinkmann-talk-90837463.html

Lauterbach warnt vor möglichem Szenario einer potentiellen Supermutante die resistent ist und geimpfte befällt und die Impfungen nutzlos macht.
In meinen Augen eine brandgefährliche Aussage.
Gerade jetzt in einer Phase wo massiv für das impfen geworben werden sollte.
Eine perfekte Vorlage für alle Skeptiker und Schwurbler. Warum denn impfen lassen wenn eh eine nächste Mutante kommt die alles zunichte macht?
Durch massenhafte Impfung entsteht Mutationsdruck, das ist klar. Selbst wenn die Möglichkeit einer solchen Supermutante besteht halte ich es für äußerst unglücklich das in dieser Form hier und jetzt zu äußern, inmitten der wichtigsten Impfkampagne aller Zeiten.
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Das ist kein Argument gegen impfen, sondern die Zahlen niedrig zu halten.

Ich halte die Strategie diese leicht nachvollziehbare Aussage zu verdrehen für viel gefährlicher
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Xaver08 schrieb:

Ich habe verstanden wovon Brodo geredet hat, die Bevölkerung endet halt nicht unterhalb von 12 Jahren

Da bisher noch kein Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren zugelassen wurde, macht es ja nicht unbedingt Sinn, dass für die Impfstoffe vorhanden sein müssen.
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Im September wird in den USA die Zulassung oder Entscheidung ab 2 erwartet, kurz später ab 6 Monate. Dann wird es 2-3 Monate dauern bis es auch hier soweit sein kann.

In uk fehlen gerade reihenweise Schüler wegen Infektionen, Daten weisen auf 10% Long covid hin, dieses Thema wird die Gemeinschaft noch viel Geld kosten

Was spricht dagegen weiter die Zahlen niedrig zu halten, man wird es etwas anders messen müssen, aber warum jetzt wieder (!) leichtsinnig werden, weil der Sommer grad so schön isr
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Xaver08 schrieb:

brodo schrieb:

Spätestens wenn alle sich hätten impfen lassen können, die das wollten. Und das wird ja jetzt irgendwann der Fall sein.        

Bis es soweit ist, wird es noch eine Zeitlang dauern, vor Ende des Jahres gibt es nicht für jeden einen Impfstoff


Ich glaub, dass Brodo von allen ab 12 redet.

Wie gesagt... GGG-Strategie, bis wenigstens die ab 12 alle durch sind.
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Ich habe verstanden wovon Brodo geredet hat, die Bevölkerung endet halt nicht unterhalb von 12 Jahren
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SGE_Werner schrieb:

Ich frage mich wirklich, wie man die Impfquote hoch halten will, wenn man die selben Rechte ohne Mehraufwand hat als Ungeimpfter wie ein Geimpfter. Da freue ich mich darauf, dass die zwei Wochen nach der Zweitimpfung vorbei sind und am Ende wird alles aufgehoben.

Zum Glück wird man jetzt wohl die Quarantäne für Geimpfte Portugal-Urlauber wieder zurücknehmen. Das war für mich trotz aller Delta-Gefahr ein richtig dummes Zeichen die genauso zu behandeln wie Ungeimpfte.

Bis auf den gesundheitlichen Punkt sind fast alle Anreize für eine Impfung weggefallen.        

Sehe ich genau so. Ich finde es im hohen Maß unsolidarisch, wenn sich Leute nicht impfen lassen, bei denen keine medizinischen Faktoren gegen eine Impfung sprechen. Und wer sich unsolidarisch verhält, sollte nicht im Gegenzug damit rechnen, dass das die Gesellschaft einfach hinnimmt. Wäre eigentlich ganz einfach:

Ihr wollt ins Waldstadion? Kein Problem: Zeigt uns den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes, dann viel Spaß, ansonsten halt Pech gehabt.

Ihr wollt in den Urlaub fliegen? Kein Problem: Zeigt uns den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes, dann viel Spaß, ansonsten halt Pgh.

Ihr wollt auf ein Konzert? Kein Problem: Zeigt uns den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes, dann viel Spaß, ansonsten Pgh.

Ihr wollt eine Hochzeit feiern? Kein Problem: Zeigt uns den Nachweis eines vollständigen Impfschutzes, dann viel Spaß, ansonsten Pgh.
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Funktioniert doch in anderen Bereichen auch so: Ohne Führerschein darf ich nicht Auto fahren. Ohne Ticket darf ich nicht mit der Bahn fahren. Ohne Masern-Impfung darf ich nicht in die Schule oder Kita.

Und ich persönlich werde diesen Sommer weiterhin auf Auslandsreisen verzichten, ich werde auf keine Großveranstaltungen gehen und strebe nicht an die Innengastro zu nutzen. Aber mit einer Impfung hat jeder/jede seinen/ihren Beitrag geleistet und sollte daher auch sukzessive die eigenen Freiheiten zurück erhalten und selbst entscheiden, was er/sie macht oder nicht macht. Spätestens wenn alle sich hätten impfen lassen können, die das wollten. Und das wird ja jetzt irgendwann der Fall sein.                                                                                              
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brodo schrieb:

Spätestens wenn alle sich hätten impfen lassen können, die das wollten. Und das wird ja jetzt irgendwann der Fall sein.        

Bis es soweit ist, wird es noch eine Zeitlang dauern, vor Ende des Jahres gibt es nicht für jeden einen Impfstoff
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Können Geimpfte nicht auch ansteckend sein? Dann würde eine Quarantäne doch auch für diese Personen Sinn machen.
Daher würde ich 2 Wochen Quarantäne für alle Portugal Rückkehrer befürworten. Schon alleine, weil man nicht sofort nach den ersten Lockerungen wieder sinnfrei durch die Gegend fliegen muss.
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Geimpfte können auch ansteckend sein, die Wahrscheinlichkeit ist niedriger und potentiell die Infektiösität niedriger.

Sicher haben beide Argumentationen ihre Berechtigung. Ein Konpromisd könnte aus meiner Sicht ein früheres Freitesten für geimpfte sein, was das Risiko im Vergleich zu keiner Quarantäne nochmal deutlich reduzieren würde
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SGE_Werner schrieb:

Ich entwickle wirklich langsam düstere Phantasien.


Komm zu uns, wir haben Kekse...
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Er ist schon auf der dunklen Seite, man nennt es auch mod Lounge 😎
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Okay, der Tagebau wandert.
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Ob die Autobahn die Dörfer schützt? Dörfer wären schon längst platt gemacht worden, inkl. Enteignung
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Das ist doch polemischer Unsinn. Wer mitten in der Stadt wohnt hat natürlich keine Probleme mit Windkraftanlagen. Da kann man leicht hetzen. Und niemand dürfte so nahe an Tagebau, Mülldeponie und Kohlekraftwerk wohnen. Dir ist auch echt gar nichts zu blöd.
Es macht schon Sinn, dass ein gewisser Abstand eingehalten werden muss, zumal die Anlagen ja auch immer größer und höher werden.
Außerdem braucht es da auch keine Gesetzgebung zu, um den Bau neuer Anlagen zu verhindern. Es gibt genug Bürgerinitiativen, die den Bau von Anlagen in ihrer Nähe verhindern wollen, weil sie einen Wertverlust ihrer Baugrundstücke oder eine schlechtere Lebensqualität befürchten.

Du beschwerst Dich bei jeder Kritik an Frau Baerbock über Hetze und Frauenfeindlichkeit. Dabei machst Du hier doch nichts anderes. Und da auf sehr überschaubarem Niveau! Und ich mag den Laschet auch nicht.
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Basaltkopp schrieb:

Da kann man leicht hetzen. Und niemand dürfte so nahe an Tagebau, Mülldeponie und Kohlekraftwerk wohnen. Dir ist auch echt gar nichts zu blöd.


Tagebau garzweiler, da liegen Minimum zwei Dörfer grob geschätzt in 100-200m Abstand, gut liegt noch eine Autobahn dazwischen


Jüchen
https://goo.gl/maps/78DPyuSrj8ongKhV6
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Xaver08 schrieb:

ich sehe da als groesseres problem sich das eigenheim leisten zu koennen...

Eben wollte ich meinen Vermieter fragen, ob ich eine PV aufs Dach bauen darf
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es mag vermieter geben, die damit einverstanden sind.
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marie antoinette, wo kaufst du deinen kuchen?

preise pv anlagen aktuell:
https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten#durchschnitt

Als übliche Größe für Privathaushalte hat sich eine Anlage mit 3 bis 10 kWp (Kilowattpeak) Leistung etabliert. Mit 1 kWp PV-Leistung erzeugen Sie pro Jahr zwischen 950 und 1.200 Kilowattstunden Strom. Hierfür benötigt die Photovoltaik Anlage ca. 8 Quadratmeter Dachfläche für die Solarmodule. Eine private Photovoltaik Anlage für den Heimgebrauch kostet je nach Größe von 5.400€ bis 13.300€ (netto zzgl. Steuer) im Durchschnitt. Die Kosten für die Installation und Inbetriebnahme der Anlage sind im Preis mit inbegriffen.


der vw id3 ist ab ca. 31000 zu haben.

mittlere ausstattung ca. 35000

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/vw/vw-id-3/
da kann man sicher auch mehr ausgeben, der adac schreibt noch von 9000 euro foerderung aktuell.

ich komme da nicht auf 100 000, marie, eher auf 50k.
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ich sehe da als groesseres problem sich das eigenheim leisten zu koennen...
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WuerzburgerAdler schrieb:


Und wenn mir nochmal jemand sagt: Du kannst es dir ja leisten!, antworte ich: Allein, was ich an Flugreisen oder Skipässen im Lauf der Jahre eingespart habe, reicht für 1 satte PV-Anlage plus E-Auto. Also erzählt mir nichts von Privilegiertsein.


Marie-Antoinette

…würde ich jetzt schreiben, wenn wir hier im Assoziationsspiel-Thread wären.

Sorry WA, aber man muss schon relativ privilegiert sein, um die Möglichkeit zu haben, rund 100.000 € durch Flugreisen und Skipässe einzusparen.  
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marie antoinette, wo kaufst du deinen kuchen?

preise pv anlagen aktuell:
https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten#durchschnitt

Als übliche Größe für Privathaushalte hat sich eine Anlage mit 3 bis 10 kWp (Kilowattpeak) Leistung etabliert. Mit 1 kWp PV-Leistung erzeugen Sie pro Jahr zwischen 950 und 1.200 Kilowattstunden Strom. Hierfür benötigt die Photovoltaik Anlage ca. 8 Quadratmeter Dachfläche für die Solarmodule. Eine private Photovoltaik Anlage für den Heimgebrauch kostet je nach Größe von 5.400€ bis 13.300€ (netto zzgl. Steuer) im Durchschnitt. Die Kosten für die Installation und Inbetriebnahme der Anlage sind im Preis mit inbegriffen.


der vw id3 ist ab ca. 31000 zu haben.

mittlere ausstattung ca. 35000

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/autokatalog/marken-modelle/vw/vw-id-3/
da kann man sicher auch mehr ausgeben, der adac schreibt noch von 9000 euro foerderung aktuell.

ich komme da nicht auf 100 000, marie, eher auf 50k.
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Vorgestern lief auch kein Fußball. Keine Ahnung, welche Sportart das war.
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ich lebe ausserhalb von raum und zeit.... echt, das war auch nicht vorgestern?
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auch da gibts grautoene, ich freue mich auf den eurooopacup...

ich kann mir aber bei den aktuellen entwicklung nicht vorstellen, dass es einen europacup im herbst mit normaler zuschauerbelegung gibt, bzw. ich wuerde das nicht gut finden.

aehnlich gehts mir mit der em, die ich in der aktuellen form im moment komplett ueberfluessig finde. ich habe lust auf die spiele, aber wenn ich volle stadien sehe, viele zuschauer ohne masken vergeht es mir wieder. ich habe gestern england gegen deutschland eingeschaltet und 5 minuten spaeter wieder aus. trotzdem hab ich ohne ende lust mal wieder ein fussballspiel zu sehen.... ich probiere es am freitag wieder

trotzallem schaffe ich es aber es fuer mich aufzuloesen mich darueber zu freuen, dass sich die eintracht fuer den europacup qualifiziert hat, ich freue mich auch wieder auf normalitaet beim fussballerlebnis, aber das was aktuell laeuft kommt nicht zum richtigen zeitpunkt.

ich habe nicht den eindruck, dass die leute, die die em kritisieren, jetzt oder im herbst kritiklos volle zuschauerraenge ohne masken abfeiern wuerden, aber sich wieder auf ein hoffentlich bald wieder moegliches "normales" fussballerlebnis zu freuen, finde ich nachvollziehbar.
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Xaver08 schrieb:

auch da gibts grautoene, ich freue mich auf den eurooopacup...

ich kann mir aber bei den aktuellen entwicklung nicht vorstellen, dass es einen europacup im herbst mit normaler zuschauerbelegung gibt, bzw. ich wuerde das nicht gut finden.

aehnlich gehts mir mit der em, die ich in der aktuellen form im moment komplett ueberfluessig finde. ich habe lust auf die spiele, aber wenn ich volle stadien sehe, viele zuschauer ohne masken vergeht es mir wieder. ich habe vorgestern england gegen deutschland eingeschaltet und 5 minuten spaeter wieder aus. trotzdem hab ich ohne ende lust mal wieder ein fussballspiel zu sehen.... ich probiere es am freitag wieder

trotzallem schaffe ich es aber es fuer mich aufzuloesen mich darueber zu freuen, dass sich die eintracht fuer den europacup qualifiziert hat, ich freue mich auch wieder auf normalitaet beim fussballerlebnis, aber das was aktuell laeuft kommt nicht zum richtigen zeitpunkt.

ich habe nicht den eindruck, dass die leute, die die em kritisieren, jetzt oder im herbst kritiklos volle zuschauerraenge ohne masken abfeiern wuerden, aber sich wieder auf ein hoffentlich bald wieder moegliches "normales" fussballerlebnis zu freuen, finde ich nachvollziehbar.


natuerlich habe ich das spiel vorgestern eingeschaltet, auch wenn es nicht verwunderlich gewesen waere, wenn ich gestern 5 minuten gebraucht haette um zu merken, dass kein fussball laeuft
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WuerzburgerAdler schrieb:

Als Mitglied des DFB, der DFL und vielmaliger Europapokalteilnehmer ist die Eintracht schon immer Teil des Systems gewesen. Du schreibst also nichts Neues.
Dass eine Europapokalteilnahme prinzipiell erstrebenswert ist, ist ebenfalls nicht neu.

Ganz wertfrei und ergebnisoffen gefragt: was willst du uns also mit deinem Post sagen?

Ich nehme es lediglich mit einer gewissen Verwunderung zur Kenntnis, dass in diesem Forum von einigen im Zusammenhang mit der Euro immer wieder auf die ganzen moralischen Abgründe der UEFA hingewiesen wird und damit bedeutungsschwanger der eigene Boykott dieses Turniers begründet wird.

In dem gleichen Forum, in dem über Monate einer eventuellen UEFA Champions League Teilnahme der Eintracht entgegengefiebert wurde. Also dem "Wettbewerb", der ausnahmslos alle moralischen Abgründe wie unter einem Brennglas vereint, die man der UEFA so anlasten kann.

Es soll ja jeder/jede machen, wie er/sie will. Aber ich persönlich würde für mich einen gewissen Widerspruch nicht auflösen können: Auf der einen Seite die Eintracht im (UEFA) -Europacup abfeiern, auf geile Auswärtsfahrten mit hoffentlich vielen Zuschauern hoffen und gleichzeitig die Euro total unmoralisch und blöd  finden. Ich finde entweder beides irgendwie Scheiße oder beides irgendwie okay.
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auch da gibts grautoene, ich freue mich auf den eurooopacup...

ich kann mir aber bei den aktuellen entwicklung nicht vorstellen, dass es einen europacup im herbst mit normaler zuschauerbelegung gibt, bzw. ich wuerde das nicht gut finden.

aehnlich gehts mir mit der em, die ich in der aktuellen form im moment komplett ueberfluessig finde. ich habe lust auf die spiele, aber wenn ich volle stadien sehe, viele zuschauer ohne masken vergeht es mir wieder. ich habe gestern england gegen deutschland eingeschaltet und 5 minuten spaeter wieder aus. trotzdem hab ich ohne ende lust mal wieder ein fussballspiel zu sehen.... ich probiere es am freitag wieder

trotzallem schaffe ich es aber es fuer mich aufzuloesen mich darueber zu freuen, dass sich die eintracht fuer den europacup qualifiziert hat, ich freue mich auch wieder auf normalitaet beim fussballerlebnis, aber das was aktuell laeuft kommt nicht zum richtigen zeitpunkt.

ich habe nicht den eindruck, dass die leute, die die em kritisieren, jetzt oder im herbst kritiklos volle zuschauerraenge ohne masken abfeiern wuerden, aber sich wieder auf ein hoffentlich bald wieder moegliches "normales" fussballerlebnis zu freuen, finde ich nachvollziehbar.
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LDKler_neu schrieb:

Es ist doch völlig egal, obs was hilft, entscheidet ist doch nur, ob das eigene Verhalten moralisch ok ist!


HAUPTMANN: Woyzeck, er ist ein guter Mensch, ein guter Mensch – aber Woyzeck, er hat keine Moral! Moral das ist wenn man moralisch ist, versteht er. Es ist ein gutes Wort. […]

WOYZECK: Wir arme Leut. Sehn sie, Herr Hauptmann, Geld, Geld. Wer kein Geld hat. Da setz einmal einer sein’sgleichen auf die Moral in die Welt. Man hat auch sein Fleisch und Blut. […]

HAUPTMANN: […] Ich hab auch Fleisch und Blut. Aber Woyzeck, die Tugend, die Tugend! […]

WOYZECK: Ja Herr Hauptmann, die Tugend! ich hab’s noch nicht so aus. Sehn Sie wir gemeinen Leut, das hat keine Tugend, es kommt einem nur so die Natur, aber wenn ich ein Herr wär und hätt ein Hut und eine Uhr und en Anglaise und könnt vornehm reden, ich wollt schon tugendhaft sein. Es muss was Schöns sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl.

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Sorry für den kleinen literarischen Exkurs Will heißen: Du musst es dir in gewissem Maße auch leisten können, Umwelt- bzw. Klimaschutz zu betreiben. Ich kann es mir leisten, mit dem Fahrrad zum Erdbeeracker zu fahren und dort selbst zu pflücken. Im Rewe sind die Erdbeeren aus Spanien in ihrer Plastikschale dennoch günstiger. Ich kann es mir auch leisten, einen Ökostromtarif auszuwählen.

Und da sind wir beim entscheidenden Punkt: Den Menschen muss eine Finanzierungsperspektive des ganzen Prozesses aufgezeigt werden.
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natuerlich ist es richtig Akzeptanz zu schaffen und ich weiss natuerlich nicht genau, wie du das mit der Finanzierungsperspektive meinst.

Zum einen gehoert natuerlich dazu, dass man umverteilt, untere Einkommensgruppen entlastet, die in der Regel aber auch weniger zum CO2 Ausstoss beitragen. Allerdings gehoert auch dazu, zu informieren, dass Nichtstun auch fuer uns teurer werden wird.

Extremwetter, das jetzt schon durch den Klimawandel hervorgerufen wird, wie z.b. dieses Jahr der partiell warme Maerz und die darauffolgende Kaelte, hat dem Wein in Frankreich zu schaffen gemacht.

Wein in Frankreich mag jetzt noch nicht jeden so stoeren, aber 2010 ist durch eine Hitzewelle der Weizenanbau in Russland fast komplett ausgefallen, was den Weltmarktpreis fuer Weizen empfindlich gestoert hat.

Solche Situationen werden immer haeufiger werden, mit mehr Einfluss auf die Landwirtschaft und dann reden wir noch nicht mal ueber Hitzetote.

Es geht mitnichten nur um die Kosten, die die Verhinderung des Klimawandels verursachen, sondern es muss ganz explizit ins Bewusstsein gerufen werden, dass Nichtstun teurer wird und arme Menschen staerker treffen wird als reiche.

Sicher ist es richtig und wichtig, dass jeder Mensch dazu beitraegt, etwas gegen den Klimawandel zu tun, aber wir muessen staatliches Handeln einfordern, die Industrie muss einbezogen werden.

Bisher hat sie gut davon gelebt, die Kosten des Klimawandels, die sie durch ihre GEwinne verursacht haben zu externalisieren.

Es gibt eine aktuelle Studie, die aufzeigt, wie Exxon ueber Jahre systematisch die Verantwortung fuer den Klimawandel alleinig auf den Konsumenten geschoben hat und damit den oeffentlichen Diskurs gepraegt hat.

Der Scientificamerican berichtet darueber:
https://www.scientificamerican.com/article/exxon-mobils-messaging-shifted-blame-for-warming-to-consumers/

Daran solltest man jedesmal wieder denken, wenn wieder jemand schreibt, dass es die Menschen ja selber in der Hand haetten.
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Xaver08 schrieb:


fuer flaechendeckende luftfilter in kindergaerten und schulen koennen wir schon nicht mehr schnell genug sein, da waren wir schon wieder nicht clever.


Luftfilter können auf Dauer nicht die Lösung sein. Unsere Schule ist in jedem Raum mit den Dingern ausgestattet - und es ist grauenhaft. Das Teil emittiert dauerhaft 55 bis 60 Dezibel. Die Kinder, die in der Nähe sitzen, klagen überdurchschnittlich oft über Kopfschmerzen. Im Zusammenspiel mit den Masken macht das - vor allem bei jüngeren Jahrgangsstufen - ein Unterrichtsgespräch in vielen Klassen unmöglich. Letztens mussten die 5er Kurzreferate halten und ich saß hinten neben dem Luftreiniger - verstanden habe ich so gut wie nix.

Da ist der (ebenfalls nicht optimale) Unterricht per Videokonferenz oftmals zielführender. Zumindest was das die rein fachlichen Inhalte angeht...
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zappzerrapp schrieb:

Xaver08 schrieb:


fuer flaechendeckende luftfilter in kindergaerten und schulen koennen wir schon nicht mehr schnell genug sein, da waren wir schon wieder nicht clever.


Luftfilter können auf Dauer nicht die Lösung sein. Unsere Schule ist in jedem Raum mit den Dingern ausgestattet - und es ist grauenhaft. Das Teil emittiert dauerhaft 55 bis 60 Dezibel. Die Kinder, die in der Nähe sitzen, klagen überdurchschnittlich oft über Kopfschmerzen. Im Zusammenspiel mit den Masken macht das - vor allem bei jüngeren Jahrgangsstufen - ein Unterrichtsgespräch in vielen Klassen unmöglich. Letztens mussten die 5er Kurzreferate halten und ich saß hinten neben dem Luftreiniger - verstanden habe ich so gut wie nix.

Da ist der (ebenfalls nicht optimale) Unterricht per Videokonferenz oftmals zielführender. Zumindest was das die rein fachlichen Inhalte angeht...



da gibt es unterschiedliche fabrikate ohne jetzt spezialist zu sein dafuer, die auch z.t. explizit fuer klaessenraeume oder kindergaerten konzipiert wurden, die leiser sind.

das findet sich z.b. auch hier in dem artikel:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/luftfilter-an-schulen-sicherer-schutz-vor-indirekten.1008.de.html?dram:article_id=494211

Und dann müssten die Geräte leise sein. „Wenn man darauf achtet, findet man ein sehr gutes Gerät, das absolut geeignet ist für Klassenräume“, sagt Kähler.


bei news4teacher gibt es einen artikel ueber einen hersteller mit einem geraet, das in der groessenordnung von 38db liegt (klingt ein bisschen nach einem werbeartikel)
https://www.news4teachers.de/2021/06/effizient-und-leise-luftfilter-von-burkhardt-fuer-das-klassenzimmer/

im landtag und bei den fraktionen der parteien in nrw stehen ueberall luftfilter, die wurden auf steuerzahlerkosten angeschafft, fuer schulraeume schliesst sie laschet aber aus.

Das ist ein Hersteller, der empfiehlt fuer Klassenraeume max. 35dB

https://www.essentials-clean.de/2020/12/03/wie-wir-die-lautstaerke-auch-von-luftfiltergeraeten-gemessen/

Die Lautstaerke Eurer Geraete finden nach deren Spec typsicherweise in Kontrollraeumen der Industrie ihre Anwendung

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Noch weiter voraus sind sie uns im Neubau von Kohlekraftwerken.
Windenergie will auch hier jeder, nur sehr viele aber bitte nicht zu nahe an der eigenen Haustür. Da wird in China sicher niemand nach gefragt.
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Basaltkopp schrieb:

Noch weiter voraus sind sie uns im Neubau von Kohlekraftwerken.


das ist nicht ganz unrichtig, allerdings ist die situation etwas komplexer als sie scheint.

ungeachtet des zubaus an kapazitaet von kohlekraftwerken stagniert der kohleverbrauch in china seit ca. 10 Jahren.

Grund dafuer ist, dass der Zubau an Kohlekraftwerkskapazitaeten in China die letzten Jahre hocheffiziente Kraftwerke ans Netz gebracht hat, mit drastischen Emissionsvorgaben, wodurch viele alte, deutlich weniger effiziente Kraftwerke stillgelegt wurden. Alle Neubauten sind effizienter und emitieren weniger als

Dazu sind ueber 100 Kraftwerksplaene gestoppt worden, weitere Stilllegungen werden folgen, da Chinas Bedarf nach Kohlestrom sinkt und es Vorgaben fuer eine Mindestauslastung gibt.

Natuerlich ist noch jedes Kohlekraftwerk zu viel, aber das Bild in China ist deutlich weniger duester als es oft gezeichnet wird.

Wer Interesse hat, kann sich diese zwei Artikel (bereits von 2017) zu Gemuete fuehren:
https://www.americanprogress.org/issues/green/reports/2017/05/15/432141/everything-think-know-coal-china-wrong/
https://www.vox.com/energy-and-environment/2017/5/15/15634538/china-coal-cleaner
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Sorry, aber dies ist mir zu weit hergeholt.
Klar sind die allermeisten Infektionen absolut gesehen "unnötig" und "vermeidbar", aber dann muss man halt auch jedwede Öffnung kritisch sehen. Und ich denke doch die Schotten werden jetzt nicht ohne Ende in z.B. afrikanische Länder reisen.
Ich fremdele etwas mit der Aufregung, und besonders wenn Politiker wie Lauterbach, Spahn und Seehofer dies tun. Gerade letzterer hatte es doch in der Hand z.B. harte Kontrollen am Flughafen anzustoßen, u.a. bei Fliegern aus Indien. Die Kritik an der UEFA klingt für mich doch sehr nach mit dem Finger auf andere zeigen um von eigenen Versäumnissen abzulenken. (Whataboutism, ich weiß - ist mir aber egal, sorry)
Und dabei bin ich durchgängig und immer für Kritik an UEFA/FIFA zu haben.
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warum sollte man denn jede oeffnung hinterfragen?
wenn man mit dieser praemisse an die fragestellung geht, muessten wir in dauerlockdown.

aber man kann doch mit sinn und verstand oeffnen, so ist eine lockerung der maskenpflicht, oeffnung von aussengastronomie etc. an vielen stellen aktuell sinnvoll, ohne zu einer vielzahl an neuinfektionen zu fuehren.

im bbc bericht wird davon geschrieben, dass in der zeit der em in schottland bisher 32000 neuinfektionen aufgetreten sind, da sind 2000 infektionen, die dem fussball direkt zuzuschreiben sind, ein nicht unerheblicher anteil. wenn man sich jetzt exponentielles wachstum vor augen fuehrt, nochmal mehr.

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https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/klimaschutz-gesetz-101.html

Es müsste sicherlich viel schneller gehen, aber es ist mehr als gar nichts. Und selbst wenn Deutschland morgen CO2 neutral wäre müssten alle anderen Nationen auch noch nachziehen.

Schade, dass Du es nicht wusstest.
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die aelteren unter uns werden sich noch daran erinnern, dass die grosse koalition das nicht so ganz von alleine gemacht hat.

der aktualisierung des klimaschutzgesetzes ging ein urteil des bundesverfassungsgerichtes voraus:

tagesschau schrieb:

Die Bundesregierung reagiert mit den Plänen auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts.


die plaene, die die grosse koalition davor hatte, waren z.t. verfassungswidrig, wie das bundesverfassungsgericht festgestellt hat.

Basaltkopp schrieb:

Und selbst wenn Deutschland morgen CO2 neutral wäre müssten alle anderen Nationen auch noch nachziehen.


das mag ja sein, aber deutschland kann ja erstmal nur seine emissionen beeinflussen.

dazu kommt, dass diese argumentation verdammt hackelig ist, wenn es alle so halten wuerden, wuerde (fast) nichts passieren. es gibt nur 5 laender, die einen hoeheren co2 ausstoss haben als deutschland, der Rest emittiert weniger, wer soll denn jetzt wann anfangen?

oder waere es nicht doch sinnvoll, dass alle gleichzeitig daran arbeiten, so wie es gerade passiert.

wenn man sich jetzt noch vor augen fuehrt, dass deutschland den weltweiten solar- und windkraftboom durch das eeg ausgeloest hat, sieht man erst recht, dass auch einzelaktionen einen weltweiten einfluss haben koennen.

Die IRENA hat gemeldet, dass letztes Jahr ueber 80% der neuinstallierten elektrischen Kraftwerkskapazitaeten Erneuerbare waren, zeigt, wieviel sich weltweit da getan hat.

dazu kommt, dass letztes jahr erstmalig mehr kohlekapazitaet vom netz ging, als neu gebaut wurde.
https://www.theguardian.com/environment/2020/aug/03/more-coal-power-generation-closed-than-opened-around-the-world-this-year-research-finds

aber es funktioniert nur, wenn alle was tun, worauf auch das pariser klimaabkommen abzielt, dass ein co2 budget festschreibt, dass nicht ueberschritten werden darf, um bestimmte temperaturziele zu erreichen.

dass alle was tun, heisst am ende natuerlich auch, dass deutschland was tun muss.

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propain schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Sofern man sich dran hält. Und was bringt das global gesehen? Am weltweiten CO2 Ausstoss? Wie viel soll das sein?

Der übliche Spruch um nur nichts machen zu müssen. Warum auch was machen, ich lebe ja eh nur noch 20 Jahre. Sollen doch meine Kinder was ändern wenn sie es besser haben wollen.

Ich sage doch gar nicht, dass man nichts machen soll. Im Gegenteil, von mir aus kann das Tempolimit kommen.
Ich habe nur den Eindruck, dass es Leute gibt, die glauben wenn wir alle nur noch 130 fahren ist alles wieder gut.
Natürlich ist es wichtig, dass jeder für sich so viel wie möglich macht.
Trotzdem bleibt das Tempolimit global gesehen nicht mehr als ein Staubkörnchen.
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Basaltkopp schrieb:

Ich habe nur den Eindruck, dass es Leute gibt, die glauben wenn wir alle nur noch 130 fahren ist alles wieder gut.


welche leute glauben das denn deiner meinung nach?

ich wuesste jetzt niemanden, der sich mit dem thema auseinandersetzt und das glaubt.