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YZ

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Im Print-"Spiegel" gibt es diese Woche einen interessanten Artikel: "Profitstreben und Punk-Attitüde - wie sich St. Pauli in der Ersten Liga etablieren will." Leider noch nicht online verfügbar.

Ähnlich wie andernorts    beklagt ein Teil der Anhänger die zunehmende Kommerzialisierung, die "Corny-Porny" vorantreibt, der den Verein mittlerweile auf wirtschaftlich gesunde Füße gestellt hat.

Das Freibeuter-Image, einst von einem Hardcore-Anhänger, der als erster eine Piratenflagge mit ins Stadion nahm, lässt sich offenbar prima vermarkten. Pauli soll 19 Millionen Sympathisanten in Deutschland haben. Aber wie gesagt: Es gibt auch kritische Stimmen. Der Jolly-Roger-Vorreiter besuche seit Jahren kein Spiel mehr, heißt es. Erst zum Saisonfinale wolle er  sich mal wieder blicken lassen.
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Ist zwar schon über 20 Jahre her, dass ich dort war, und der Laden ist mittlerweile umgezogen. War aber legendär, dieser Chelsea-Club im 8.Bezirk.
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Pedrogranata schrieb:

*sing*  Mod-Gott ZoLo

Unser Mod ZoLo er mag Meier
Meier, alle lieben Meier
Meier (Meier), Meier (Meier)

ZoLo erzähle uns von ihm.


Schöne Grüße und die allerbesten Glückwünsche in die Frankfurter Straße!  
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Interessante Diskussion. Meine Wenigkeit wuchs in den 70er Jahren in einem Haushalt (Provinz) auf, in dem die Tageszeitung d a s Informationsmedium Nummer eins war – vor allem für lokale Nachrichten. Mit großer Spannung erwartete ich die Dienstagsausgabe der Lokalzeitung, weil dort Spielergebnisse und Tabelle der Fußball-Jugendmannschaften vom Wochenende veröffentlicht wurden – ein echtes Highlight..

Für viele Menschen war die Tageszeitung die Informationsquelle (neben der Tagesschau) schlechthin: Was passiert in meiner Gemeinde, wer ist gestorben (Todesanzeigen), wo gibt es die billigsten Schnäppchen (Anzeigen des örtlichen Supermarktes), welche Straftaten sind vorgefallen (Polizeibericht) und wie urteilte das Amtsgericht („Aus dem Gericht“)?

Alles schön sortiert. Wer an der Berichterstattung etwas auszusetzen hatte, schrieb einen Leserbrief, was man heute „user generated content“ nennt. Diskussion und Berichterstattung über das Geschehen in unmittelbarer Nähe liefen ausschließlich über das lokale Blättchen. Heile Welt. Wer auf Sex & Crime stand, las in der Frühstückspause die „Blöd“-Zeitung. Damals wie heute stand das Springer-Blatt aber unter dem Generalverdacht, es mit der Wahrheit nicht so ernst zu nehmen..

Seinerzeit existierten nur drei TV-Sender (ARD, ZDF, SDR), mit viel Mühe konnten wir den vierten (HR) auch noch empfangen – das HR-Männchen war aber arg verschwommen. Programmvielfalt? Dieses Wort wurde Jahre später erst geboren.

In den 70er Jahren gab es auf dem Tageszeitungsmarkt eine Konzentrationswelle. Das ein oder andere Lokalblättchen verschwand. Die Zahl der Titel halbierte sich. Einer kaufte den anderen auf. In vielen Regionen erschien fortan nur noch eine Tageszeitung: Eigentlich ein Fall für das Kartellamt, aber wirtschaftlich waren die kleinen Verlage nicht überlebensfähig

Für die Verlegerfamilien brach ein goldenes Zeitalter an. Die Erben der Pioniere, die den Alliierten Besatzungsmächten nach 1945 eine Lizenz abtrotzten, kamen in den Genuss von Traumgewinnen. Mehr als 20 Prozent Umsatzrendite waren keine Seltenheit: Goldesel! Gewinne, die heute nur Heuschrecken erwirtschaften, waren in der Branche Normalität.

Zu Beginn des Jahrtausends tauchte das Internet auf. Dieses neue Medium digitalisierte Information und machte sie auf einer anderen Ebene verfügbar. Die gut verdienenden (bequemen) Verleger wurden von der technologischen Entwicklung kalt erwischt. Jetzt gab es ein Medium, das auf den ertragsreichsten Informationsmärkten entscheidende Vorteile hatte: Angebot und Nachfrage treffen ohne hohe Kosten schneller aufeinander. Beispiel: Stellenmarkt. Die FAZ-Wochenendausgabe (sehr dick) war bis dahin d a s Medium für Jobsuchende. Heute? Wer Arbeit sucht, gibt sein Profil bei einem der Web-Angebote ein und wird per Alert informiert, obs was gibt.  Gleiches gilt für Kfz- oder Immobilienanzeigen.

Angesichts der sinkenden Umsatzerlöse wird es demnächst zu einer weiteren Konzentrationsbewegung kommen. Zwar werden noch verschiedene Titel erscheinen, der Inhalt allerdings wird aus Rationalisierungsgründen zunehmend zentral produziert. Kleines Beispiel: Die Lokalseiten der FR in Darmstadt kommen vom Darmstädter Echo. Großes Beispiel: Politikteil und andere überregionale Themen in der FR kommen aus einer gemeinsamen Redaktion der Verlagsgruppe DuMont..

RedZone hat Recht, wenn er schreibt, dass die „(gedruckte) Zeitung ein aussterbendes Medium“ ist, „vergleichbar mit dem Festnetzanschluß zu Hause. Neben der BILD werden wohl nur ein paar überregionale Zeitungen überleben.“ Ein hartes Urteil. Möglicherweise aber erlebt die Tageszeitung durch neue Technologien/Endgeräte wie das iPad eine Renaissance. Ma waas es net.

Für mich, um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, bleibt die Tageszeitung ein wichtiges Medium. Den Laptop nehm ich nicht mit aufs Klo oder in die Badewanne!  

Sehr, sehr albern, auch etwas arrogant, erscheint mir die These von stefank, „dass sich die Zwei-Klassen-Verblödungsgesellschaft … perpetuiert. Die einen sind bereit, für Journalismus zu bezahlen, und bekommen dafür ein Mindestmaß an Qualität. Die Masse wird ohne Zuzahlung, weil werbefinanziert, manipuliert.“ Selbst ohne Latein-Kenntnisse (sic!) sagt mir der gesunde Menschenverstand, dass jeder für sich autonom entscheiden kann, was für ihn Qualität bedeutet. In werbefinanzierten Online-Medien gibt es genügend Beispiele für hervorragenden Journalismus. Schwarz und weiß sind sehr schöne Farben. Es gibt allerdings Schattierungen. Das macht es nicht einfacher, aber interessanter.

YZ
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complice schrieb:
Redfox schrieb:
für was haben die den armen ansgar eingeladen?


jetzt weißt du's . Der wird unser Trainer mal...


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Maabootsche schrieb:
Jan Furtok- Tscheche!  


Ja, Volker heute mal wieder in Hochform...
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Schön, mal wieder ein Tor von Yeb zu sehen!
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Tackleberry schrieb:
In Ghana gang und gebe -
na toll, jetzt muss ich mir immer vorstellen wir Yeboah abends auf eine Osram-Puppe einsticht  :neutral-face  


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"Wie machens die Afrikaner?"
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rofl. vodoo. afrikanische gene...
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M ist Gegentribüne, Höhe Mittellinie. klick
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Hier exklusiv die offiziell berechnte Flubahn:

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caioooooooooooooo _________
caiooooooooooooooooooooooooo ____            
                                                                                                   
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Sein Talent beweist er auf vielen Positionen. Alex Meier ist mit seiner körperlichen Präsenz und seinen Passideen vorne wie hinten eine Bereicherung, immer für eine Überraschung gut.  

Armin Reutershahn hatte seinerzeit den Offensiven NadW für die defensive Position entdeckt/vorgeschlagen, was gut funzionierte. Ein ähnlicher Coup scheint jetzt Skibbe zu gelingen. Sehr schön.

Ohne Chris und Schwegler das heutige Spiel zu gewinnen, schien mir fast unmöglich. Dazkenswerterweise getäuscht!  
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Grabi65 schrieb:
peter schrieb:
"nach einem sieg ist der zorn meines widersachers eine zusätzliche süsse belohnung".

klingt nach konfuzius, ist aber von mir.    


   

Petel gloßel Meistel ist    


Schappoo!
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Wann schreitet hier endlich die Anti-Diskriminierungsbeauftragte ein. Unglaublich, wie man hier mit der blonden Minderheit umgeht. Mal wieder die üblichen Verdächtigen, die sich einen Spaß auf Kosten eine bestimmten Gruppe machen. Wie heißt es doch im GG, Artikel 3, Absatz 3:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Haarfarbe, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

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"...doch anstatt den Schwanz einzuklemmen wie früher...". Mal wieder ein echtes Highlight. Danke HR.
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Rolf Töpperwien. Einer der besseren Mainzelmännchen. Ich mag ihn. Er ist hinterher, bleibt dabei und stellt gute Fragen.  
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3zu7 schrieb:
Pedro als SDB im Hertha-Forum - ein Traum!