
brockman
10100
cgrudolf schrieb:
ich möchte den Thread ein wenig reanimieren, denn er wird vom Thema her immer wieder köcheln: wie in den letzten Tagen zu lesen war, haben unsere "Heulsuse" und sogar unser Präsident unisono die Transferpolitik des ach so "kleinen" MZ gelobt und damit die eigene Planlosigkeit hervorgehoben.
Passend dazu der heutige Bericht in hr-online,
TS:"Entweder haben Sie einen Plan und eine Idee, wie ihre Mannschaft spielen soll", so Schaaf: "Oder eben nicht." Wie genau diese Idee aussieht, ließ er allerdings offen.
Irgendwann müssen hier doch dem letzten Ignoranten die Augen aufgehen, warum wir jedes Jahr gegen den Abstieg spielen!
Welchen Plan hat Mainz? Erklär's doch mir Ignoranten. Wie schaffen die's so viel besser und toller und schöner zu sein als wir? Was ist ihr Plan?
RoW schrieb:
Nach Angaben von Bundesliga Aktuell gehört die Eintracht zu den drei Lauffaulsten Teams der Liga und man traue uns mit ach und Krach den Relegationsplatz zu, wenn man sich nicht zu Sicher sei!
Interessant. Vielleicht sollten die mal ihre eigene Statistik lesen lernen:
http://www.sport1.de/dynamic/datencenter/sport/teamstatistik-laufstrecke/fussball/bundesliga-2014-2015/
Doppeltinteressant: Der Vorletzte in dieser Statistik.
Lehre: Was sagt wohl ein einzelner, isoliert herausgegriffener, statistischer Wert für sich aus? Nix.
Aragorn schrieb:reggaetyp schrieb:
158.080 Anträge auf Asyl von Januar bis Oktober 2014 nennst du Flüchtlingsflut?
Bei 80 Mio Einwohnern in Deutschland.
Die Rhetorik haste ja ganz gut verinnerlicht.
Im Vergleich zu den letzten Jahren, kann man sehrwohl von einer gewissen "Flut" sprechen. Woher kommen denn die aktuellen Unterbringungsprobleme? Nenn es halt, wie Du es für richtig hältst.
http://www.bildblog.de/61100/asylstatistik-geschnitten-serviert/
Aragorn schrieb:Misanthrop schrieb:wach schrieb:Brodowin schrieb:
Kam gestern vor der Sportschau:
Willkommen in Hoyerswerda?
Wo Perspektiven fehlen bleibt offensichtlich viel Dummheit zurück. Umso mehr Respekt für die, die sich mutig dieser Dummheit entgegen stellen und dabei verdammt viel riskieren. Passend dazu vor einiger Zeit im SZ-Magazin:
Nur weg
Den Hoyerswerda-Bericht habe ich auch gesehen und muss zugeben, dass ich echt schockiert war!
In der Tat durfte man da schon erstaunt sein, mit welcher Unerschrockenheit da ausgestoßen wurde, dass neben den jüngst eingeweihten Mahnmal ja glücklicherweise noch Platz für ein zweites sei u.ä. Es hatte den Anschein, dass da nicht einige Versprengte ihre Meinung kundtun, sondern dass dort durchaus hoffähig ist, sowas in die Kamera zu blöken.
Allerdings frage ich mich auch, warum man dort Asylunterkünfte einrichten will, wo doch bekannt ist, auf was für einem "braunen Pulverfass" man sitzt? Kann man da überhaupt die Sicherheit der Asylbewerber gewährleisten? Ich denke eher nein!
Es ist sicherlich ein Dilemma. Man kann (auch als Staat) sein Handeln nicht an der Meinung rassistischer Idioten ausrichten. Es gibt zwei Möglichkeiten: solche Einrichtungen professionell (will sagen, nicht von der outgesourcten Subfirma der Subfirma) schützen zu lassen, was natürlich kostet. Oder die Einrichtungen woanders errichten, aber indem man diesen Schritt unter der Herstellung massiver Öffentlichkeit problematisiert. Was man nicht machen darf: diese Abgehängten in ihren ostdeutschen Käffern (oder wo auch immer) weiter geistig vor sich hin faulen zu lassen.
Bisschen Lesestoff noch: http://www.publikative.org/2014/10/21/als-fluechtling-in-mecklenburg-ebola-ebola/
Warrior4Success schrieb:Wuschelblubb schrieb:Maabootsche schrieb:JoeSkeleton schrieb:
....Bei Rode wäre ich mir da nicht so sicher.Die wollten den für lau,und das haben die auch geschafft.Was da hinter den Kulissen gelaufen ist,kann keiner sagen.Aber die werden untereinander schon was ausgemacht haben (Bayern+Rode).
Es war wohl abzusehen, daß er sich mit den Bayern prinzipiell einig war, als er vor der Winterpause vor 2 Jahren von den Verhandlungen zur Vertragsverlängerung zurückzog und meinte, daß er seinen Vertrag hier erfüllen wolle.
Für die Bayern der beste Deal - so bekam der immer noch recht junge Rode nicht nur noch ein Jahr mehr Bundesligaerfahrung, sondern die aus den internationalen Spielen noch obendrauf, dadurch ist er dann noch wertvoller gewesen.
Was mich aber mal interessieren würde:
Wie stellen es sich denn diejenigen vor, die hier einen Fehler des Managements sehen, was unsere Eintracht hätte machen sollen, als Rode sagte, er wolle hier nicht verlängern, sondern nur seinen Vertrag erfüllen.
Ihm kündigen? - Da gibt es dann auch keine Ablöse.
Ihm mit der Tribüne drohen? - Da bekommt er immer noch sein Geld, liefert dafür aber keine Gegenleistung.
Nee, nee, zu einem Wechsel gehören immer 2 (eigentlich ja 3), wenn der Spieler das partout nicht will, bleibt der auch - siehe bspw. Berthold bei den Bayern oder unseren Albi bei Schalke.
Ich glaube bzgl. Rode kann man eigentlich vor allem eines kritisieren:
Wieso hat man nicht bereits nach der Zweitligasaison versucht zu verlängern? Klar, er hatte noch 2 Jahre Vertrag, aber er hatte gerade eine richtig gute Zweitligasaison hinter sich und gehörte zu den Spielern mit den geringsten Grundgehältern. Und nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bayern zu dem Zeitpunkt schon über Rode nachgedacht haben.
Ich hoffe nur, dass man küntig bei jüngeren Spielern früher über längerfristige Verträge nachdenkt. Das bekommen finanziell deutlich schwächere Vereine als wir auch hin.
Du hast es als einziger verstanden. Timing ist im Fussball alles. HB musste man doch Rode schon aufdrängen - obwohl er ja mit der Tochter von Pröckl liiert war - da er ja schon anfangs nicht überzeugt war und er zugab dass ihn hunderte Leute angerufen haben und ihm die Verpflichtung nahegelegt haben. . Man hätte einfach nach dem ersten Jahr die Lage richtig einschätzen sollen und langfristig verlängern sollen , aber man hat halt das Potential dieses Spielers nicht richtig eingeschätzt. Klassische Fehleinschätzung des Managements. Am Schluss war es einfach zu spät zum verhandeln - Timing halt katastrophal oder auch kurzfristig zu denken, so in der Art - ha da habe ich einen der spielt für 200000 anstatt ihm das Gehalt leistungsgerecht und zeitig und fair nach oben anzupassen. . Billig einkaufen Teuer verkaufen so sollte das Management handeln. Bei uns wird teuer eingekauft und dann bis zum Totalverlust abgeschrieben. Caio , Fenin, Kadlec wahrscheinlich ähnlich. Vielleicht sollte man mal Heidel oder Eberl einladen um über erfolgreiches Geschäftsgebaren auf dem Transfermarkt zu referieren. medo für 1.8 mn ich lach mich kaputt.
Mach immer schön so weiter. Der Hasenfurz ist ja auch schon weg.
TonyStaark schrieb:brockman schrieb:Warrior4Success schrieb:
Aufstellung: ziemlich egal ob iggy , medo, inui , kittel chandler etc etc oh mann wer hst diesen kader zusammengestellt -
5:0 fuer die fohlen, 2x kruse, 1x hahn, 2x hermann
Schwimm rüber.
er hat doch leider recht
Wäre das erste Mal. Relativ unwahrscheinlich.
WuerzburgerAdler schrieb:reggaetyp schrieb:peter schrieb:
ganz im gegenteil, ich glaube dass die wenigsten die fußball sehen wollen das von der kurvenstimmung während des spiels abhängig machen. die ist zwar ein add on aber ausserhalb des VIP bereichs ziemlich sicher für die aller wenigsten der grund für einen stadionbesuch.
Mindestens 80% der Leute, mit denen ich zum Fußball gehe oder dort treffe, sehen das anders.
Und die sind weder Teenies noch Ultras.
Nur weil es früher so grau und trist war, muss das ja heute nicht verklärt werden.
Es war halt überwiegend scheiße, die Eintracht vor 8000 Zuschauern zu sehen.
Man sollte das differenziert sehen. Kurvenstimmung: ja, wenns neu ist. Dann ein paar Mal. Viele sind dann aber davon leicht genervt oder sehen es zumindest neutral. Die "Faszination Kurve" ist oft ziemlich schnell verflogen.
Allgemeine Stadionatmosphäre: die bleibt. Und ist auch, da gebe ich Peter recht, nicht unbedingt von der Zuschauerzahl abhängig. Es gibt volle Stadien (wie in München), da ist es gähnend langweilig gegen ein halbvolles Waldstadion.
Wenn die Kurve alles bestimmt, dabei aber abseits vom Spielgeschehen agiert und mehr oder weniger immer dasselbe bringt oder monoton wirkt, ist sie sogar kontraproduktiv.
Seh ich ähnlich. Es gibt in jede Richtung Extreme. Ich verstehe den Ultra, der irgendeine Auswärtsfahrt, trotz 4:0-Niederlage, wegen der Stimmung im Block für die geilste ever hält, genauso wenig wie die "Ich bin nur wegen Fußball da"-Fraktion. Ein Fußballspiel ist eine Verbindung zwischen Sport- und Fankultur, vielleicht mit leichtem Übergewicht zu ersterem. Immerhin gehe ich ins Stadion um ein Spiel der Eintracht zu sehen, die Kurve (und den Rest des Stadions) möchte ich dabei aber trotzdem nicht missen. Aus dieser Verbindung speist sich das Dasein als "Fan". "Zuschauer" gehen zu den Bayern, Hopp oder zu Markranstädt.
Sensemann schrieb:
Ich muss mir von Berufswegen, öfter Spiele oder Training der Bayern anschauen und er hat sich bei denen, wie auch bei den Medien ob seiner Einsätze dort ein relativ gutes Standing erworben.
Z.B das er sofort da ist wenn er reinkommt und gezeigt das das er mithalten kann.
Torgefährlich war auch Schwegler nicht und der durfte viele Freistöße aus guten Positionen schießen, ganz zu Schweigen von unseren derzeitigen Sechsern, von denen keiner auch nur annähernd Rode das Wasser reichen kann.
Machen wir uns nichts vor, er war der beste Spieler mit Trapp den wir seit vielen Jahren hatten.
Leider schafft es die Eintracht nicht ein Umfeld zu schaffen, das solche Spieler hier bleiben.
Jahr für Jahr werden fünf mittelmäßige bis schlechte Spieler geholt und dort das Geld mit der Gieskanne verjubelt, anstatt lieber mal für zwei richtige Verstärkungen in die Tasche zu greifen(Bsp. Torgarantie Pizarro vor ein paar Jahren).
Der hätte auch nicht mehr gekostet als die ganzen Geldvernichter ohne Gegenwert.
Mittelmaß muss aus den eigenen Jugend ersetzt werden.
Wir befinden uns seit etwa 15 Jahren im Aufbau, irgendwann sollte die Strategie mal überdacht werden, wenn nix vorangeht.
Die meisten Jugendmannschaften dümpeln auch unten rum, hier ist also auch nicht viel zu erwarten.
Ich glaube das Trapp und Zamprano aus diesem Grund einen ähnlichen Weg wie Rode gehen werden, beide wahrscheinlich wieder ohne Ablöse.
Schönes Phrasengewitter. Respekt.
EintrachtLenz schrieb:
Keine Zeit zum Zusammenfassen, bin uffe Arbeit:
http://www.westline.de/fussball/news/RueFaGeRB-Rueckwaertsgewandte-Fans-gegen-Red-Bull-Leipzig;art622,2060293
Lesenswert.
Sehr schön. Jedes Wort davon ist wahr.
Haliaeetus schrieb:emmkay schrieb:
Das Verwaltungsgericht Hannover hat die ursprünglich von der Polizei verbotene Demo am kommenden Samstag übrigens erlaubt
http://www.t-online.de/regionales/id_71776460/gericht-kippt-verbot-der-anti-islamismus-demo-in-hannover.html
was bleibt ihnen auch übrig? Das zwischenzeitlich zu untersagen ist ein reines Politikum. Solange nicht Ausschreitungen explizit angekündigt sind, hat die Öffentlichkeit keine Handhabe. Passau wurde jahrelang nicht müde die Naziaufmärsche zu verbieten und jedes Mal wurde die Entscheidung kassiert. Was sollte hier anders sein?
Vielleicht kann mir einer der juristisch versierten Herrschaften hier da mal weiterhelfen. Es scheint doch eine Rechtsgrundlage für das Verbot einer derartigen Veranstaltung zu geben. Also müsste es doch auch eine Rechtsgrundlage für die Gerichte geben, ein solches Verbot nicht aufzuheben, oder? Ich will hier keiner Einschränkung des Demonstrationsrechtes das Wort reden, aber bei Nazis und "Hooligans gegen Salafisten", die nur auf Krawall, Bedrohung, Sachbeschädigung aus sind, mal ehrlich...
weinessig schrieb:
Als Moderator würde ich versuchen nicht so einen Schrott zu posten! Wenn hier nur Eintrachtjubel gewünscht wird, dann dies bitte in den Regularien erwähnen.
Eintrachtjubel? In einem Forum, dass zu 70 Prozent aus Gejammer, Geheule, Gehetze, Gemecker und Qualitätspostings der Marke Koreaner, Hasenfuß, cgrudolf, Warrior4Success und Konsorten besteht? Wäre schön, wenn's den mal gäbe.
stefank schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:
Schon erstaunlich, wieviele am Rad drehen, wenn ein Streik, so wie es sein soll, mal wieder als gescheite Erpressung durchgeführt wird.
So wie er sein soll?
Wenn es darum gehen würde ein paar % mehr Gehalt für die Angestellten rauszuhandeln, ok. Aber hier geht es nur um einen Machtanspruch einer Gewerkschaft. Um nichts anderes mehr. Es ist eine Schande geworden wie kleine Splittergewerkschaften ihrer Macht fröhnen wollen und Können. Und am Ende geht das wieder zu Lasten der Mitarbeiter, da es schon Arbeitgeberverbände gibt, die sich das zu Nutze machen. Beisp. ist der Deutsche Genossenschaftsverband. Da gibt es eine Gewerkschaft de facto ohne Mitglieder die ihre Macht zur Schau stellen will und deutlich schlechtere Forderungen für die Angestellten stellt. Was ist passiert? Der AVR verhandelt nur noch mit dieser Gewerkschaft und schließt Tarifverträge zL der Angestellten ab und mit Verdi wird deswegen gar nicht mehr verhandelt. Und das ist mittlerweile Alltag in vielen Branchen. Die Masche funktioniert bei der GDL nur, weil sie die Lokführerer haben die das Land lahmlegen können. In anderen Branchen ist der Trend "GDL" tödlich für die Tarifvertragslandschaft.
Das Thema "Dumpinggewerkschaften" ist, entgegen deiner Annahme, nicht "Alltag in vielen Branchen", sondern diese sind mangels Tarriffähigkeit auf den ***** gefallen: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html
Bei der GdL geht es um ganz etwas anderes. Diese will für ihre Mitglieder Abschlüsse mache können. Und dies ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wie im Grundgesetz festgelegt. Dass allgemeine Heulen über einen angeblichen Machtanspruch ist albern und eben nur der Tatsache geschuldet, dass hier so gestreikt wird, dass es auch etwas bringt.
Da liegst Du leider sowas von falsch. Eine ist zerschlagen, aber gerade wurde wieder im Genossenschaftsverband ein Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft ohne Mitglieder für rd. 120.000 Beschäftigte abgeschlossen.
Und natürlich ist es ein Machtanspruch. Wäre es keiner würden die Gewerkschaften wie in allen anderen Branchen kooperieren und für ihre Mitglieder das Beste rausholen. Warum muss es unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufsgruppe in ein und dem selben unternehmen geben? Wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt schlicht darin, dass die GDL als kleine Gewerkschaft hier droht in diesem doch recht ansehnlichen Betrieb Deutsche Bahn die große DGB Gewerkschaft auszustechen.
Wie macht sie das? Sie macht eben das was eine Gewerkschaft tun sollte: Ordentlich für ihre Mitglieder einsetzen und diesen Einsatz mit dem ihr zur Verfügung stehenden Kampfmittel Streik untermauern.
Das bestehende Problem ist eben tatsächlich, wie stefank bereits deutlich gemacht hat, das unsere weichgespülten DGB Gewerkschaften lieber bis zu den Schultern im Anus der Arbeitgeber stecken und seit Schröder kaum mehr ordentliche Tarifarbeit macht.
Hier zeigt jetzt eine Gewerkschaft wie man seine Mitglieder vertritt - und sieht sich einer Mega-Koalition aus DGB, Politik und Presse gegenüber, die versucht dieses Grundrecht öffentlich zu diskreditieren und schließlich gesetzlich einzuschränken.
DAS ist IMHO der eigentliche Skandal. Nicht der völlig berechtigte Streik der GDL.
Und was es zum Thema Solidarität zu schreiben gäbe, naja ...
Das ist möglicherweise so, wie du sagst. Taktisch verhält sich die GdL aber höchst unklug. Denn wie viele Streiks wie diesen, untermalt von entsprechender Rhetorik, wird sie sich in der Zukunft noch leisten können? Das leistet doch alles nur dem Gesetzesvorhaben Vorschub.
Und? Was ist dann zu tun? Soll sie dann einknicken und gleich ihre Recht preisgeben, damit eine (einstmals als SPD-Linke bezeichnete) Nahles dieses Recht nicht abschafft?
Das dramatische ist doch, wie weit heruntergekommen die Sozialdemokratie (einschließlich des sozialdemokratisch dominierten DGB) ist.
Dann muckt einer auf und es werden die Rechte für die Herr Lassalle und Genossen einst kämpften und verfolgt wurden, von deren vermeintlichen Erben eingestampft.
Was für ein Drecksverein!
Vorausplanung nennt man sowas. Zukunftsperspektive. Wir haben nun mal nicht mehr 1864. Die GdL wird die aktuellen Verhältnisse, was die Beziehung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern angeht, nicht umstürzen können. Also muss sie wohl oder übel lernen, mit ihnen umzugehen, nicht nur 2014, sondern auch in den kommenden Jahren. Lassalle hin oder her.
Genau diese "Politik der Vernunft" betreiben die DBG-Gewerkschaften seit langem, und sind dabei völlig auf den Hund gekommen. Die GdL kämpft rigoros für ihre Sache und ihre Mitglieder. Und wenn die Bahn nach vier Tagen nicht nachgibt, müssen es bein nächtsten Mal fünf Tage sein. Es heißt Arbeitskampf, nicht Arbeitsgelaber.
Bestreitet niemand. Und sie dürfen sich dafür heute gerne auf die Schulter klopfen. Sie sägen aber trotzdem an dem Ast, auf dem sie sitzen.
sotirios005 schrieb:DM-SGE schrieb:
... daß sich immer mehr Leute darüber bewußt werden, wie extrem sie eigentlich verarscht werden, ...
Die Verarsche hat für mich in Deutschland angefangen, als die börsennotierten Konzerne Bayer AG und Volkswagen AG auf die Idee kamen, ihnen nahestehende Sportklubs in der Fussball-Bundesliga für längere Zeit mal ein bedeutende Rolle spielen zu lassen.
Und die Bayer AG hat dann bald ihrem zweiten Klub in Uerdingen den Geldhahn komplettg abgedreht, auch große Verarsche.
International war die Abschaffung des EC der Pokalsieger sowie die Entwertung des UEFA-Cups für mich ebenfalls Verarsche, da man den Kreis der üblichen Verdächtigen in der CL (also auch den FCB) finanziell so extrem dauerhaft und nachhaltig besser stellen wollte und damit anderen den Wettbewerb extrem erschwert hat.
Weitere nationale Verarschungen sind die Klubs aus Hoppenheim und der kleine SC Markranstädt bei Leipzig, der jetzt plötzlich RB Leipzig heißt und wundersamer Weise das Zentralstadion nutzt.
Die Verarschungen scheinen System zu haben und der FC Bayern ist der große Profiteur davon, weil clever wirtschaftlich und sportlich geführt. Wer mehr Wettbewerb möchte, muss für ein wenig mehr "Sozialismus" im nationalen und internationalen Fussball eintreten. Umverteilung der Gelder eben nach anderen Schlüsseln. Dann wird auch der Wettwerb auf dem grünen Rasen wieder interessanter.
Stimmt alles. Aber der Fußball, nicht nur hierzulande, ist von den Verbänden und auch von den Clubs selber bereits an die Konzerne verscherbelt worden. An Bayer, VW, SAP, Mercedes, Adidas, Red Bull, Gazprom, die Telekom, Emirates, Coca Cola, diverse Fernsehanstalten und weiß der Geier an wen sonst noch. Und die Stadien werden nicht leerer, sie werden voller. Man hat in England die normalen Fans verdrängt und hier wird das genauso kommen. Man kann und muss immer wieder mal Zeichen setzen (12:12, Nein zu RB, Pro 15:30, etc.). Aber eigentlich ist der Zug abgefahren. Weil man mit dem Fußball einfach zu viel Kohle verdienen kann und dabei noch Luft nach oben ist.
FrankenAdler schrieb:brockman schrieb:FrankenAdler schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:
Schon erstaunlich, wieviele am Rad drehen, wenn ein Streik, so wie es sein soll, mal wieder als gescheite Erpressung durchgeführt wird.
So wie er sein soll?
Wenn es darum gehen würde ein paar % mehr Gehalt für die Angestellten rauszuhandeln, ok. Aber hier geht es nur um einen Machtanspruch einer Gewerkschaft. Um nichts anderes mehr. Es ist eine Schande geworden wie kleine Splittergewerkschaften ihrer Macht fröhnen wollen und Können. Und am Ende geht das wieder zu Lasten der Mitarbeiter, da es schon Arbeitgeberverbände gibt, die sich das zu Nutze machen. Beisp. ist der Deutsche Genossenschaftsverband. Da gibt es eine Gewerkschaft de facto ohne Mitglieder die ihre Macht zur Schau stellen will und deutlich schlechtere Forderungen für die Angestellten stellt. Was ist passiert? Der AVR verhandelt nur noch mit dieser Gewerkschaft und schließt Tarifverträge zL der Angestellten ab und mit Verdi wird deswegen gar nicht mehr verhandelt. Und das ist mittlerweile Alltag in vielen Branchen. Die Masche funktioniert bei der GDL nur, weil sie die Lokführerer haben die das Land lahmlegen können. In anderen Branchen ist der Trend "GDL" tödlich für die Tarifvertragslandschaft.
Das Thema "Dumpinggewerkschaften" ist, entgegen deiner Annahme, nicht "Alltag in vielen Branchen", sondern diese sind mangels Tarriffähigkeit auf den ***** gefallen: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html
Bei der GdL geht es um ganz etwas anderes. Diese will für ihre Mitglieder Abschlüsse mache können. Und dies ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wie im Grundgesetz festgelegt. Dass allgemeine Heulen über einen angeblichen Machtanspruch ist albern und eben nur der Tatsache geschuldet, dass hier so gestreikt wird, dass es auch etwas bringt.
Da liegst Du leider sowas von falsch. Eine ist zerschlagen, aber gerade wurde wieder im Genossenschaftsverband ein Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft ohne Mitglieder für rd. 120.000 Beschäftigte abgeschlossen.
Und natürlich ist es ein Machtanspruch. Wäre es keiner würden die Gewerkschaften wie in allen anderen Branchen kooperieren und für ihre Mitglieder das Beste rausholen. Warum muss es unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufsgruppe in ein und dem selben unternehmen geben? Wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt schlicht darin, dass die GDL als kleine Gewerkschaft hier droht in diesem doch recht ansehnlichen Betrieb Deutsche Bahn die große DGB Gewerkschaft auszustechen.
Wie macht sie das? Sie macht eben das was eine Gewerkschaft tun sollte: Ordentlich für ihre Mitglieder einsetzen und diesen Einsatz mit dem ihr zur Verfügung stehenden Kampfmittel Streik untermauern.
Das bestehende Problem ist eben tatsächlich, wie stefank bereits deutlich gemacht hat, das unsere weichgespülten DGB Gewerkschaften lieber bis zu den Schultern im Anus der Arbeitgeber stecken und seit Schröder kaum mehr ordentliche Tarifarbeit macht.
Hier zeigt jetzt eine Gewerkschaft wie man seine Mitglieder vertritt - und sieht sich einer Mega-Koalition aus DGB, Politik und Presse gegenüber, die versucht dieses Grundrecht öffentlich zu diskreditieren und schließlich gesetzlich einzuschränken.
DAS ist IMHO der eigentliche Skandal. Nicht der völlig berechtigte Streik der GDL.
Und was es zum Thema Solidarität zu schreiben gäbe, naja ...
Das ist möglicherweise so, wie du sagst. Taktisch verhält sich die GdL aber höchst unklug. Denn wie viele Streiks wie diesen, untermalt von entsprechender Rhetorik, wird sie sich in der Zukunft noch leisten können? Das leistet doch alles nur dem Gesetzesvorhaben Vorschub.
Und? Was ist dann zu tun? Soll sie dann einknicken und gleich ihre Recht preisgeben, damit eine (einstmals als SPD-Linke bezeichnete) Nahles dieses Recht nicht abschafft?
Das dramatische ist doch, wie weit heruntergekommen die Sozialdemokratie (einschließlich des sozialdemokratisch dominierten DGB) ist.
Dann muckt einer auf und es werden die Rechte für die Herr Lassalle und Genossen einst kämpften und verfolgt wurden, von deren vermeintlichen Erben eingestampft.
Was für ein Drecksverein!
Vorausplanung nennt man sowas. Zukunftsperspektive. Wir haben nun mal nicht mehr 1864. Die GdL wird die aktuellen Verhältnisse, was die Beziehung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern angeht, nicht umstürzen können. Also muss sie wohl oder übel lernen, mit ihnen umzugehen, nicht nur 2014, sondern auch in den kommenden Jahren. Lassalle hin oder her.
FrankenAdler schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:Paramounti schrieb:stefank schrieb:
Schon erstaunlich, wieviele am Rad drehen, wenn ein Streik, so wie es sein soll, mal wieder als gescheite Erpressung durchgeführt wird.
So wie er sein soll?
Wenn es darum gehen würde ein paar % mehr Gehalt für die Angestellten rauszuhandeln, ok. Aber hier geht es nur um einen Machtanspruch einer Gewerkschaft. Um nichts anderes mehr. Es ist eine Schande geworden wie kleine Splittergewerkschaften ihrer Macht fröhnen wollen und Können. Und am Ende geht das wieder zu Lasten der Mitarbeiter, da es schon Arbeitgeberverbände gibt, die sich das zu Nutze machen. Beisp. ist der Deutsche Genossenschaftsverband. Da gibt es eine Gewerkschaft de facto ohne Mitglieder die ihre Macht zur Schau stellen will und deutlich schlechtere Forderungen für die Angestellten stellt. Was ist passiert? Der AVR verhandelt nur noch mit dieser Gewerkschaft und schließt Tarifverträge zL der Angestellten ab und mit Verdi wird deswegen gar nicht mehr verhandelt. Und das ist mittlerweile Alltag in vielen Branchen. Die Masche funktioniert bei der GDL nur, weil sie die Lokführerer haben die das Land lahmlegen können. In anderen Branchen ist der Trend "GDL" tödlich für die Tarifvertragslandschaft.
Das Thema "Dumpinggewerkschaften" ist, entgegen deiner Annahme, nicht "Alltag in vielen Branchen", sondern diese sind mangels Tarriffähigkeit auf den ***** gefallen: http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/zeitarbeit-bundesarbeitsgericht-zerschlaegt-christliche-gewerkschaft_aid_581667.html
Bei der GdL geht es um ganz etwas anderes. Diese will für ihre Mitglieder Abschlüsse mache können. Und dies ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit der Arbeitnehmer wie im Grundgesetz festgelegt. Dass allgemeine Heulen über einen angeblichen Machtanspruch ist albern und eben nur der Tatsache geschuldet, dass hier so gestreikt wird, dass es auch etwas bringt.
Da liegst Du leider sowas von falsch. Eine ist zerschlagen, aber gerade wurde wieder im Genossenschaftsverband ein Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft ohne Mitglieder für rd. 120.000 Beschäftigte abgeschlossen.
Und natürlich ist es ein Machtanspruch. Wäre es keiner würden die Gewerkschaften wie in allen anderen Branchen kooperieren und für ihre Mitglieder das Beste rausholen. Warum muss es unterschiedliche Tarifverträge für ein und die selbe Berufsgruppe in ein und dem selben unternehmen geben? Wo ist der Sinn?
Der Sinn liegt schlicht darin, dass die GDL als kleine Gewerkschaft hier droht in diesem doch recht ansehnlichen Betrieb Deutsche Bahn die große DGB Gewerkschaft auszustechen.
Wie macht sie das? Sie macht eben das was eine Gewerkschaft tun sollte: Ordentlich für ihre Mitglieder einsetzen und diesen Einsatz mit dem ihr zur Verfügung stehenden Kampfmittel Streik untermauern.
Das bestehende Problem ist eben tatsächlich, wie stefank bereits deutlich gemacht hat, das unsere weichgespülten DGB Gewerkschaften lieber bis zu den Schultern im Anus der Arbeitgeber stecken und seit Schröder kaum mehr ordentliche Tarifarbeit macht.
Hier zeigt jetzt eine Gewerkschaft wie man seine Mitglieder vertritt - und sieht sich einer Mega-Koalition aus DGB, Politik und Presse gegenüber, die versucht dieses Grundrecht öffentlich zu diskreditieren und schließlich gesetzlich einzuschränken.
DAS ist IMHO der eigentliche Skandal. Nicht der völlig berechtigte Streik der GDL.
Und was es zum Thema Solidarität zu schreiben gäbe, naja ...
Das ist möglicherweise so, wie du sagst. Taktisch verhält sich die GdL aber höchst unklug. Denn wie viele Streiks wie diesen, untermalt von entsprechender Rhetorik, wird sie sich in der Zukunft noch leisten können? Das leistet doch alles nur dem Gesetzesvorhaben Vorschub.
Immerhin mal eine Diskussionsgrundlage, anders bei dem phrasendreschenden Threaderöffner. Es ist natürlich bahnbrechend, dass man sagt "Wir wollen billig ein- und teuer verkaufen." Und Mainz hat das immer wieder hinbekommen, sicherlich auch besser als wir. Und es gab offensichtlich keine Ausstiegsklauseln für zweimarkfuffzich. Der Punkt ist aber das Risiko bei diesem System. Die Mannschaft wird permanent umgebaut. Das kann einige Jahre gut gehen, es kann aber auch passieren, dass Transfers nicht sitzen, dass es zu Verletzungen kommt, dass der Trainer nicht mehr leistet. Ich sehe kein überlegenes Konzept. Ich sehe durchaus kluge Transfers, ich sehe fähige Trainer, wie Klopp, wie auch Tuchel (obwohl Depp), aber da war auch jede Menge Glück dabei. Mainz ist vor einem Absturz keinesfalls gefeit. Und es ist völlig unangebracht, ständig Mainz als Beispiel für überlegenes Wirtschaften herzunehmen. In der Momentaufnahme sind sie gerade besser, ok. Aber über Jahre sehe ich nichts, wovor wir hier ins Zittern geraten müssten.