DonGuillermo
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DonGuillermo schrieb:
Ich möchte noch einmal auf die Kritik an Riera eingehen, die in den letzten Tagen geäußert wurde. Ich mache das noch vor den anstehenden Spielen, damit nachher keiner sagt, dass ich das nur poste, falls wir jetzt wieder Spiele gewinnen sollten. Ich bin von den Dingen, die ich schreibe, vollkommen überzeugt.
Klar ist für mich aber auch, dass angesichts des schwierigen Restprogramms in den letzten Saisonspielen gegen Köln und in Wolfsburg mindestens vier, eher sechs Punkte Pflicht sind, falls wir uns für das internationale Geschäft qualifizieren möchten. Sollten wir beide Spiele nicht gewinnen, dann könnte es tatsächlich eng werden für Riera. Dennoch kann ich die negative Stimmung um unseren Trainer gleich in mehrerer Hinsicht nicht ganz nachvollziehen.
Kritik an der Rhetorik des Trainers
Was mich am meisten stört, aber gleichzeitig auch die lächerlichste Kritik ist, ist das Aufblasen der Sprüche von Riera. Ich dachte, da wären wir nach den ersten Wochen schon drüber hinweg. Es gibt viele Trainer, die bildlich sprechen, aber ich habe es wirklich noch nie erlebt, dass das so zum Thema gemacht und darauf herumgeritten wird. Wenn ein deutscher Trainer die geläufige Floskel „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“ äußert, gehe ich doch auch nicht davon aus, dass die Mannschaft das nächste Strandresort aufsucht, um sich als verkappte Sträuße zu betätigen.
Als Niko Kovač einzelne Spieler als „Krieger“ bezeichnet hat, gab es zwar ebenfalls Kritik für die Wortwahl, aber auch damals ist niemand ernsthaft davon ausgegangen, dass sich die Spieler bei ihrem jeweiligen Militär melden oder als Gladiatoren ins Stadion einmarschieren. Gut, Christoph Daum hat seine Spieler tatsächlich mal durchs Feuer oder zumindest auf Kohlen laufen lassen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls geht mir das gehörig auf die Nerven und zeugt auch nicht von einer seriösen Berichterstattung.
Berichte über interne Zweifel
Gleichzeitig würde es mich doch sehr verwundern, falls die Berichte über interne Zweifel an Riera stimmen sollten. Das könnte ich wirklich null nachvollziehen und da hätten in meinen Augen auch die Verantwortlichen versagt, die im Vorfeld der Verpflichtung den Deal moderiert und eingetütet hätten. Wenn man die Geschichten aus Slowenien und Frankreich gehört hat, dann tritt Riera hier doch sehr moderat auf und zeigt sich in der Außendarstellung vor allem dem Gegner gegenüber bisher sehr respektvoll, wenn ich beispielsweise an die Worte für Dino oder Frank Schmidt denke.
Wenn man da intern wirklich schon nervös werden sollte, ob das mit Riera in dieser Hinsicht gut geht, wäre das für mich nach gerade einmal zwei Monaten ein fatales Signal. Wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Personalie Riera beschäftigt, wusste man vorher ganz genau, wer hier aufschlagen würde. Da hat auch Riera selbst nie ein Geheimnis drum gemacht. Insofern sollten das dann auch alle wichtigen Personen im Verein mittragen, wenn die Entscheidung für eine Verpflichtung von Riera getroffen wurde.
Kritik an der trainingsfreien Woche
Kommen wir zu der vielseitig kritisierten trainingsfreien Woche. Da kann ich die Kritik teilweise nachvollziehen. Hauptsächlich aber aus dem Grund, weil mir klar war, dass das ein schlechtes Zeichen nach außen senden und für öffentliche Kritik sorgen würde. Rein inhaltlich kann ich die Entscheidung hingegen sogar verstehen. Ich bin jetzt kein professionell lizenzierter Trainer, aber bei der Menge an Nationalspielern, die wir abstellen, ist das Training in der Länderspielpause für Mannschaften wie uns meiner Meinung nach nur eine bessere Bewegungstherapie.
Klar, mit Uzun, Knauff, Amaimouni, Ebnoutalib, Kalimuendo und Burkardt mögen wir jetzt mal einen Großteil der Offensive beisammen gehabt haben. Aber wer stand denn noch zur Verfügung? Zwei Mittelfeldspieler und vier Verteidiger. Wie viele Spielformen kann man mit diesem Personal sinnvoll absolvieren? Sollen unsere Offensivspieler im Sechs vs. Sechs gegen eine zusammengewürfelte Viererkette aus Baum, Chandler, Koch und Kosugi sowie einer Doppelsechs mit Dahoud und Götze die Spielzüge einstudieren?
Zumal man nicht vergessen sollte, dass Uzun, Knauff und Ebnoutalib alle erst nach längerfristigen Ausfällen wenige Tage zurück im Mannschaftstraining waren und auch Burkardt noch ein ganzes Stück von 100 Prozent entfernt ist. Da ist es in meinen Augen nicht weniger nachvollziehbar, dass diese Spieler individuell noch mal eine Woche den Fokus verstärkt auf die Athletik setzen.
Kritik an der spielerischen Weiterentwicklung
Kommen wir zur sportlichen Bewertung. Bin ich mit den vergangenen Spielen zufrieden? Nein. Hätte ich mir gewünscht, dass man gegen St. Pauli und Mainz gewinnt? Ja. Finde ich einzelne Entscheidungen auch schwer nachvollziehbar? Ja. Kann ich die diesbezügliche sportliche Kritik an Riera also nachvollziehen? Nicht wirklich. Zumindest nicht in dieser Form. Tut mir leid, aber wer wirklich geglaubt hat, dass Riera nach wenigen Wochen eine vollkommen verunsicherte Mannschaft nicht nur erheblich stabilisiert, sondern dass wir in der Kürze der Zeit dann auch noch tiefstehende Mannschaft dominieren und vom Platz fegen, der hat eindeutig eine zu hohe Erwartungshaltung.
Das ist für die allermeisten Mannschaften ein Problem und auch bei uns seit vielen Jahren die Krux in der Entwicklung, deren Schritt schon die letzten drei Trainer nicht geschafft haben. Dazu kamen für Riera erschwerte Bedingungen. Ja, jetzt mögen fast alle Offensivkräfte wieder fit sein. Aber das war in den vergangenen Wochen bei Weitem nicht immer so, zumal selbst die Spieler, die gespielt haben, mehrheitlich noch angeschlagen und nicht vollständig fit waren.
Ich will noch einmal daran erinnern, dass wir vor der Ankunft Rieras einen Sieg aus den letzten 13 Spielen geholt haben. In diesen 13 Spielen haben wir ganze achtmal mindestens drei Gegentore gefangen. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatten wir die schlechteste Defensive der gesamten Liga. Da ist es in meinen Augen schon eine erhebliche Leistung, wie schnell Riera die Defensive stabilisiert hat. Noch einmal zur Verdeutlichung: Die drei Zu-Null-Spiele gegen Freiburg, St. Pauli und Heidenheim waren ein eingestellter Vereinsrekord. Sollten wir gegen Köln zu Null gewinnen, wären vier Heimsiege dieser Art in Folge ebenfalls ein eingestellter Vereinsrekord. Bis zum Spiel in Mainz hatten wir in der Zeit unter Riera die beste Defensive der Liga und einen Schnitt von rund zwei Punkten. Das alles wegen eines schlechten Resultates bereits infrage zu stellen, ist geradezu absurd.
Ja, das Spiel in Mainz war schlecht. Aber deswegen bin ich nicht bereit, jetzt schon alles einzureißen. Zumal wir unter Riera nicht nur Spielglück hatten. Gegen Union und Mainz fangen wir sehr spät unglückliche Gegentore, ohne die wir auch gut und gerne drei Punkte mehr haben könnten. Der Führungstreffer von Mainz wird so krumm abgefälscht, dass der vielleicht in einem von Hundert Fällen reingeht. Gegen St. Pauli müssten wir eigentlich eine halbe Stunde in Überzahl spielen und bekommen stattdessen eine Woche später gegen Heidenheim selbst eine gelb-rote Karte.
Kritik an den Standards
Es gibt zwei Punkte, die mich tatsächlich stören. Das sind leider aber auch schon seit vielen Jahren leidige Punkte in unserem Spiel. Da wären zum einen die Standards. Da kann ich wirklich schon nach kurzer Zeit eine signifikante Verbesserung erwarten, zumal laut Riera ja pro Woche eine ganze Trainingseinheit dafür aufgewendet wird. Defensiv haben wir uns bei gegnerischen Freistößen und Ecken schon verbessert, was auch damit einhergeht, dass wir insgesamt deutlich mannorientierter und nicht mehr so viel im Raum verteidigen.
Das erste Gegentor gegen Mainz sowie der Pfostenschuss von Becker kurz vor Schluss, die beide aus gegnerischen Einwürfen entstanden, waren hingegen hanebüchen verteidigt. Da hat Mainz jeweils einfach schnell auf die ballferne Seite verlagert und dort riesige Räume vorgefunden. Das war eindeutig einstudiert, sodass sie das im Vorfeld als veritable Schwachstelle ausgemacht haben. Tatsächlich hatten wir diese Saison schon öfters mit schnellen Seitenverlagerungen auf die ballferne Seite unsere Probleme, das war in der Regel aber aus dem Spiel heraus. Ich erinnere da vor allem an die Gegentore im Heimspiel gegen Dortmund oder in Aserbaidschan. Das sind letztlich viel zu einfache Gegentore, auf die Mainz nachweislich auch gezielt spekuliert hat.
Gleichzeitig sind die offensiven Standards auch unter Riera weiterhin von einer beeindruckenden Ideenlosigkeit gekennzeichnet. Da kommt wirklich überhaupt keine Gefahr auf, während es in der Liga Mannschaften gibt, die sich auf Standards spezialisiert haben und wo es jedes Mal im Strafraum brennt. Mainz hat das im letzten Spiel gut vorgemacht, auch wenn der Schiedsrichter dann zum Glück einiges zu unseren Gunsten weggepfiffen hat.
Wir kriegen es hingegen noch nicht mal hin, die neue Meta umzusetzen und den Torwart im Fünfer zu blocken. Stattdessen werden die Bälle so geschlagen, dass der sie unbedrängt abfangen kann. Und in den Situationen, in denen wir tatsächlich mal eine etwas ausgefeiltere Variante spielen wollten, waren die im Vorfeld so vorhersehbar und grotesk schlecht ausgespielt, dass wir im Nachhinein noch in einen Konter laufen.
Kritik an der Zielstrebigkeit in Richtung Tor
Der zweite Punkt ist, dass wir einfach viel zu oft den Ball ins Tor tragen wollen. In den letzten Spielen nahmen auch die Rückpässe wieder zu. Ich würde mir wünschen, dass man stattdessen zielstrebiger in Richtung Tor spielen würde. Im Zweifelsfall einfach mal flanken oder von außerhalb des Strafraums schießen. Ich sehe Woche für Woche in fast jedem Spiel wie dadurch Tore fallen. Und wenn es eben nur ein krummes und abgefälschtes Ding oder ein zweiter Ball ist, der im Strafraum vor die Füße fällt.
Wenn ich den Ball nicht dorthin bringe, wo es für den Gegner gefährlich wird – also in den Strafraum – kann ich ihn auch nicht unter Druck setzen. Und wenn ich nicht aufs Tor schieße, kann ich auch keine Tore erzielen und damit auch kein Spiel gewinnen (außer in dem einen Fall, als Bielefeld mal ohne Torschuss gegen Leverkusen gewonnen hat, weil Hradecky über einen Rückpass gesäbelt hatte). Leider haben wir auch in diesem Bereich ein großes Defizit und mit Ausnahme von Uzun keinen einzigen Spieler im Kader, der mal aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgen kann.
Fazit
Klar, ich bin angesichts des Saisonverlaufes auch enttäuscht. Ich würde mir angesichts des Europapokalfinals in Frankfurt auch wünschen, dass wir uns noch für die Europa League qualifizieren. Unter dem Strich muss man aber sehen, dass in dieser Saison in so ziemlich jedem Bereich zu viele Fehler gemacht wurden und das aufgrund des Punktevorsprungs der Konkurrenz kein realistisches Ziel mehr ist. Daran haben viele Variablen ihren Anteil, von der Kaderplanung über die vielen Verletzten bis hin zu den Trainern und den individuellen Leistungen der Spieler. Diesen Frust jetzt aber hauptsächlich bei Riera abzuladen, bevor dieser überhaupt eine Transferperiode oder ein Trainingslager Zeit hatte, um die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.
Wow!
Vielen Dank für ausführliche Analyse! 🙏
Bei den ersten zwei Punkten kann ich zu 100% mitgehen und bin froh, dass das jemand mal so gut analysiert. Bei den weiteren Punkten kann ich auch zustimmen!
Mich hat nicht nur die Art und Weise der Form, sondern vor allem der Inhalt sehr beeindruckt.
Vielen Dank für diesen (mehrfach) lesenswerten Beitrag!
Kleine Anmerkungen, damit nicht nur Applaus vorherrscht für den zumeist starken Beitrag.
Da muss ich Dir schon widersprechen. Aufblasen ist natürlich nicht sinnvoll, aber die Art und Weise, wie Riera Sprüche klopft, gepaart mit seiner Ausstrahlung und Mimik, das fliegt ihm bei schlechten Leistungen um die Ohren. Das können Du und andere ja anders sehen, die Medien und die breite Öffentlichkeit sehen das eher auch so.
Da kommt es ja drauf an, wo intern Zweifel aufkommen. Bei Krösche? Da wäre es verwunderlich. Bei anderen Mitarbeitern, die in die Riera-Auswahl nicht wirklich eingebunden waren? Bei Spielern? Wäre es da auch verwunderlich?
Bei letzterem Teil gebe ich Dir recht. Das mit der Stabilisierung... Naja, zum Teil ist sie ja gegeben. Zum Teil schaffen es aber andere Trainer durchaus verunsicherte Teams schneller zu stabilisieren. Da komme ich ja wieder zu dem Punkt, dass es völliger Quatsch war Riera zu dem Zeitpunkt zu holen, wenn man weiß, dass es nach oben schwierig wird und Conference League oder Platz 8 die Spieler wohl kaum noch juckt, ganz zu schweigen von den anderen Problemen. Damit verbrennt man den Trainer komplett.
Das ist völlig richtig.
Hauptsächlich macht auch kein Sinn. Riera ist ein Rad im Getriebe und er hat noch eben keine Vorbereitung gemacht, eben der Grund, warum ich die Einstellung mitten in der Saison für falsch halte für so eine Art Trainer.
Aber ich muss auch sagen, dass viele einfach dachten, dass das "Dino weg, die Probleme werden gelöst" Denken mancher einfach halt Quatsch war. Es gibt strukturelle Probleme, die kein Trainer sofort lösen kann und für die auch nicht einer alleine verantwortlich war. Man hat hier z.B. einen Trainer hauptsächlich dafür verantwortlich gemacht, dass es scheisse läuft und jetzt wundern sich vor allem die Leute, die das getan haben, darüber, dass man bei Riera strenger hinschaut? Das ist doch schon eine reine Trotzreaktion jetzt auch (auch von mir) angesichts der absurden Verantwortungsfragen.
Und nochmal: Ich befürchte, dass Riera verbrannt ist nach der Saison, weil einfach der Zeitpunkt für diese Art Trainer quatschiger nicht sein kann. Die Erwartungshaltung ist hier einfach eine andere und Riera würde, wenn wir jetzt noch paar solcher Leistungen wie zuletzt sehen, mit einer enormen Hypothek in die nächste Saison gehen, ähnlich wie Dino nach seiner 1. Saison übrigens (den dann eine Platz 3 Saison mit Highperformern im Team gerettet hat).
DonGuillermo schrieb:
Was mich am meisten stört, aber gleichzeitig auch die lächerlichste Kritik ist, ist das Aufblasen der Sprüche von Riera.
Da muss ich Dir schon widersprechen. Aufblasen ist natürlich nicht sinnvoll, aber die Art und Weise, wie Riera Sprüche klopft, gepaart mit seiner Ausstrahlung und Mimik, das fliegt ihm bei schlechten Leistungen um die Ohren. Das können Du und andere ja anders sehen, die Medien und die breite Öffentlichkeit sehen das eher auch so.
DonGuillermo schrieb:
Gleichzeitig würde es mich doch sehr verwundern, falls die Berichte über interne Zweifel an Riera stimmen sollten.
Da kommt es ja drauf an, wo intern Zweifel aufkommen. Bei Krösche? Da wäre es verwunderlich. Bei anderen Mitarbeitern, die in die Riera-Auswahl nicht wirklich eingebunden waren? Bei Spielern? Wäre es da auch verwunderlich?
DonGuillermo schrieb:
Kann ich die diesbezügliche sportliche Kritik an Riera also nachvollziehen? Nicht wirklich. Zumindest nicht in dieser Form. Tut mir leid, aber wer wirklich geglaubt hat, dass Riera nach wenigen Wochen eine vollkommen verunsicherte Mannschaft nicht nur erheblich stabilisiert, sondern dass wir in der Kürze der Zeit dann auch noch tiefstehende Mannschaft dominieren und vom Platz fegen, der hat eindeutig eine zu hohe Erwartungshaltung.
Bei letzterem Teil gebe ich Dir recht. Das mit der Stabilisierung... Naja, zum Teil ist sie ja gegeben. Zum Teil schaffen es aber andere Trainer durchaus verunsicherte Teams schneller zu stabilisieren. Da komme ich ja wieder zu dem Punkt, dass es völliger Quatsch war Riera zu dem Zeitpunkt zu holen, wenn man weiß, dass es nach oben schwierig wird und Conference League oder Platz 8 die Spieler wohl kaum noch juckt, ganz zu schweigen von den anderen Problemen. Damit verbrennt man den Trainer komplett.
DonGuillermo schrieb:
Unter dem Strich muss man aber sehen, dass in dieser Saison in so ziemlich jedem Bereich zu viele Fehler gemacht wurden und das aufgrund des Punktevorsprungs der Konkurrenz kein realistisches Ziel mehr ist
Das ist völlig richtig.
DonGuillermo schrieb:
Diesen Frust jetzt aber hauptsächlich bei Riera abzuladen, bevor dieser überhaupt eine Transferperiode oder ein Trainingslager Zeit hatte, um die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.
Hauptsächlich macht auch kein Sinn. Riera ist ein Rad im Getriebe und er hat noch eben keine Vorbereitung gemacht, eben der Grund, warum ich die Einstellung mitten in der Saison für falsch halte für so eine Art Trainer.
Aber ich muss auch sagen, dass viele einfach dachten, dass das "Dino weg, die Probleme werden gelöst" Denken mancher einfach halt Quatsch war. Es gibt strukturelle Probleme, die kein Trainer sofort lösen kann und für die auch nicht einer alleine verantwortlich war. Man hat hier z.B. einen Trainer hauptsächlich dafür verantwortlich gemacht, dass es scheisse läuft und jetzt wundern sich vor allem die Leute, die das getan haben, darüber, dass man bei Riera strenger hinschaut? Das ist doch schon eine reine Trotzreaktion jetzt auch (auch von mir) angesichts der absurden Verantwortungsfragen.
Und nochmal: Ich befürchte, dass Riera verbrannt ist nach der Saison, weil einfach der Zeitpunkt für diese Art Trainer quatschiger nicht sein kann. Die Erwartungshaltung ist hier einfach eine andere und Riera würde, wenn wir jetzt noch paar solcher Leistungen wie zuletzt sehen, mit einer enormen Hypothek in die nächste Saison gehen, ähnlich wie Dino nach seiner 1. Saison übrigens (den dann eine Platz 3 Saison mit Highperformern im Team gerettet hat).
Danke Guillermo für die fundierte und sachliche Analyse zu Riera.
Ich bin auch der Meinung, dass seine bisherige inhaltliche (!) Arbeit von vielen zu kritisch gesehen wird. Er hat eine total verunsicherte Mannschaft stabilisiert und auch mehere Siege aus der Kategorie "Ergebnisfußball" erzielt. Das ist doch grundsätzlich aller Ehren wert.
Natürlich sollte sich im Laufe der nächsten Wochen auch spielerisch eine Weiterentwicklung erkennen lassen, damit Riera nicht einfach nur ein Feuerwehrmann bleibt. Ich bin aber zu 100% sicher, dass Krösche deutlich mehr Geduld haben wird, als die Schreiberlinge ihm von außen andichten. Für mich ist es fast ausgeschlossen, dass man Riera im Sommer schon wieder vor die Tür setzt, das wäre eine peinliche Niederlage für Krösche.
Was mich bei Riera aber tatsächlich stört, ist sein unnötiges und teilweise unverschämtes Abkanzeln der eigenen Spieler in der Öffentlichkeit. Natürlich soll der Trainer seinen Spielern intern hinter verschlossenen Türen (!) klare Ansagen machen, woran sie zu arbeiten haben. Aber warum muss das in Pressekonferenzen passieren? Das Anzählen von Uzun gestern, Aussagen im Stile von "ich habe halt nur die Spieler, die hier sind, bessere brauchen wir dann im Sommer" sind absolut dämlich und helfen absolut niemandem weiter. Aus meiner Sicht braucht Riera mal dringend ein Medien-Coaching, um solche unnötigen Aussagen zu unterlassen.
Ich bin auch der Meinung, dass seine bisherige inhaltliche (!) Arbeit von vielen zu kritisch gesehen wird. Er hat eine total verunsicherte Mannschaft stabilisiert und auch mehere Siege aus der Kategorie "Ergebnisfußball" erzielt. Das ist doch grundsätzlich aller Ehren wert.
Natürlich sollte sich im Laufe der nächsten Wochen auch spielerisch eine Weiterentwicklung erkennen lassen, damit Riera nicht einfach nur ein Feuerwehrmann bleibt. Ich bin aber zu 100% sicher, dass Krösche deutlich mehr Geduld haben wird, als die Schreiberlinge ihm von außen andichten. Für mich ist es fast ausgeschlossen, dass man Riera im Sommer schon wieder vor die Tür setzt, das wäre eine peinliche Niederlage für Krösche.
Was mich bei Riera aber tatsächlich stört, ist sein unnötiges und teilweise unverschämtes Abkanzeln der eigenen Spieler in der Öffentlichkeit. Natürlich soll der Trainer seinen Spielern intern hinter verschlossenen Türen (!) klare Ansagen machen, woran sie zu arbeiten haben. Aber warum muss das in Pressekonferenzen passieren? Das Anzählen von Uzun gestern, Aussagen im Stile von "ich habe halt nur die Spieler, die hier sind, bessere brauchen wir dann im Sommer" sind absolut dämlich und helfen absolut niemandem weiter. Aus meiner Sicht braucht Riera mal dringend ein Medien-Coaching, um solche unnötigen Aussagen zu unterlassen.
Im Endeffekt ein Abziehbild der letzten Jahre. Immer wenn es wichtig wird und in die entscheidenden Spiele geht, versagen die Nerven und man findet schon zuverlässig einen Weg, um das Spiel zu verlieren. Seien es die Spiele in der Champions League gegen Ajax, Benfica oder Sporting (lediglich gegen Juventus hatte man sich damals durchsetzen können), die unnötigen Pokalniederlagen 2022 in Leipzig oder 2025 in München, wo man jeweils kurz vor Schluss das Spiel herschenkt (auch das diesjährige Ausscheiden in Wolfsburg, dass man bei aller Dominanz verloren hat, oder 2024 in München, als drei Spielerinnen im Elfmeterschießen die Nerven versagen, könnte man hier nennen) oder zahlreiche Spiele in der Bundesliga mit der Krönung des Einbruchs nach der letztjährigen Herbstmeisterschaft.
Ich hatte vor dem Spiel schon ein eher schlechtes Gefühl. Denn ähnlich wie den Dortmunder Männern seit vielen Jahren ein Mentalitätsproblem nachgesagt wird, bekommen unsere Frauen bei solchen wichtigen Spielen einfach immer wieder das große Nervenflattern. Das hat sich schon in den ersten Minuten mit zahlreichen leichten Ballverlusten gezeigt. Im Laufe des Spiels dann vorne wieder mit dem üblichen Chancenwucher und hinten mit krassen Aussetzern und der gewohnten Konteranfälligkeit. Selbst die obligatorischen Traumtore des Gegners mit der Volleyabnahme beim Führungstreffer und dem Heber von der Mittellinie sind zu allem Überfluss mal wieder gefallen. Es ziehen sich einfach immer wieder dieselben Muster durch das Spiel.
Natürlich mangelt es dem Team im Vergleich zu den Vorjahren auch an Qualität. So wie Schröder heute gespielt hat, sind wir in der Abwehr schlicht nicht gut genug, um das zu verteidigen. Und Häcken ist sicher auch allgemein keine Laufkundschaft. Zudem war diese Saison nach dem großen Kaderumbruch insgesamt sehr ruckelig mit einigen unerklärlichen Totalausfällen und Niederlagen. Aber das Spiel darfst du zuhause einfach nicht mit 0:3 verlieren. So habe ich jedenfalls keinerlei Hoffnung auf ein Weiterkommen im Rückspiel.
Im Endeffekt muss man sich im Sommer mal ernsthaft Gedanken machen, wie man bei den Frauen weitermachen möchte. Der Invest ist sicher zu hoch, um dann regelmäßig so klar in den wirklich wichtigen Spielen zu scheitern. Es ist nach dem Umbruch im Sommer vielleicht auch etwas unfair, aber dieses Team hat einfach keine Identität. Was war denn heute die Idee, wie man dem Gegner in diesem wichtigen Spiel wehtun wollte? Bei Häcken habe ich das, wenn auch begünstigt durch eine überragende Einzelleistung, gesehen. Und damit sind wir dann unweigerlich beim Trainer. Schafft es Arnautis noch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln?
Aber wie von mir zuletzt schon angedeutet, muss man auch an anderer Stelle nachfragen. Setzen die Verantwortlichen auf die richtigen Spielerinnen, wenn man sieht, dass einige Abgänge aus der zweiten Reihe oder sogar der zweiten Mannschaft besser performen als die eigenen Neuzugänge, die man relativ teuer verpflichtet hat? Hat man vielleicht sogar bezogen auf den Trainerposten geschlafen und hier mit Fritzy Kromp die bessere Trainerin ziehen lassen, wenn man sieht, was sie die letzten Jahren mit der zweiten Mannschaft und diese Saison mit Werder leistet?
Das werden die zwei zentralen Fragen sein, die man im Sommer beantworten muss, um sich für die Zukunft zu rüsten. Sonst reicht es bald nicht mehr für den dritten Rang in der Bundesliga, von großen Erfolgen ganz zu schweigen. Die Konkurrenz wird die nächsten Jahre deutlich größer und wird bisweilen auch bereit sein, finanziell mehr zu investieren. Einfach nur mitspielen in der Bundesliga geht auch günstiger. Und das wird dann irgendwann wie beim FFC die Realität sein, wenn man entweder nicht mehr investiert oder die Performance mit dem bestehenden Budget nicht steigert.
Ich hatte vor dem Spiel schon ein eher schlechtes Gefühl. Denn ähnlich wie den Dortmunder Männern seit vielen Jahren ein Mentalitätsproblem nachgesagt wird, bekommen unsere Frauen bei solchen wichtigen Spielen einfach immer wieder das große Nervenflattern. Das hat sich schon in den ersten Minuten mit zahlreichen leichten Ballverlusten gezeigt. Im Laufe des Spiels dann vorne wieder mit dem üblichen Chancenwucher und hinten mit krassen Aussetzern und der gewohnten Konteranfälligkeit. Selbst die obligatorischen Traumtore des Gegners mit der Volleyabnahme beim Führungstreffer und dem Heber von der Mittellinie sind zu allem Überfluss mal wieder gefallen. Es ziehen sich einfach immer wieder dieselben Muster durch das Spiel.
Natürlich mangelt es dem Team im Vergleich zu den Vorjahren auch an Qualität. So wie Schröder heute gespielt hat, sind wir in der Abwehr schlicht nicht gut genug, um das zu verteidigen. Und Häcken ist sicher auch allgemein keine Laufkundschaft. Zudem war diese Saison nach dem großen Kaderumbruch insgesamt sehr ruckelig mit einigen unerklärlichen Totalausfällen und Niederlagen. Aber das Spiel darfst du zuhause einfach nicht mit 0:3 verlieren. So habe ich jedenfalls keinerlei Hoffnung auf ein Weiterkommen im Rückspiel.
Im Endeffekt muss man sich im Sommer mal ernsthaft Gedanken machen, wie man bei den Frauen weitermachen möchte. Der Invest ist sicher zu hoch, um dann regelmäßig so klar in den wirklich wichtigen Spielen zu scheitern. Es ist nach dem Umbruch im Sommer vielleicht auch etwas unfair, aber dieses Team hat einfach keine Identität. Was war denn heute die Idee, wie man dem Gegner in diesem wichtigen Spiel wehtun wollte? Bei Häcken habe ich das, wenn auch begünstigt durch eine überragende Einzelleistung, gesehen. Und damit sind wir dann unweigerlich beim Trainer. Schafft es Arnautis noch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln?
Aber wie von mir zuletzt schon angedeutet, muss man auch an anderer Stelle nachfragen. Setzen die Verantwortlichen auf die richtigen Spielerinnen, wenn man sieht, dass einige Abgänge aus der zweiten Reihe oder sogar der zweiten Mannschaft besser performen als die eigenen Neuzugänge, die man relativ teuer verpflichtet hat? Hat man vielleicht sogar bezogen auf den Trainerposten geschlafen und hier mit Fritzy Kromp die bessere Trainerin ziehen lassen, wenn man sieht, was sie die letzten Jahren mit der zweiten Mannschaft und diese Saison mit Werder leistet?
Das werden die zwei zentralen Fragen sein, die man im Sommer beantworten muss, um sich für die Zukunft zu rüsten. Sonst reicht es bald nicht mehr für den dritten Rang in der Bundesliga, von großen Erfolgen ganz zu schweigen. Die Konkurrenz wird die nächsten Jahre deutlich größer und wird bisweilen auch bereit sein, finanziell mehr zu investieren. Einfach nur mitspielen in der Bundesliga geht auch günstiger. Und das wird dann irgendwann wie beim FFC die Realität sein, wenn man entweder nicht mehr investiert oder die Performance mit dem bestehenden Budget nicht steigert.
DonGuillermo schrieb:
Immer wenn es wichtig wird und in die entscheidenden Spiele geht, versagen die Nerven und man findet schon zuverlässig einen Weg, um das Spiel zu verlieren.
Das ist doch mal ein Tor des Monats.
Ich bin maximal pissed. Da wird 90min das Bällchen hin und her geschoben, und im Grunde muss man bei jedem Pass dankbar sein, wenn der nicht den nächsten Konter einleitet. Und nach vorne geht exakt null-komma-null, nicht aus dem Spiel, und "natürlich" auch nicht aus den Standards - man fragt sich, was da trainiert wird.
Und wie - bitteschön - kann man das Elend fast 80min anschauen, und.... NICHTS tun???
Und dann bringe ich Gräwe, einen neuen Spielanker für wie lang? 10min?
Geht es denn wirklich nicht kreativer? Laura in die Spitze, Senß/Gräwe/Geri auf die 10? Markou als Zielspielerin für nen Kopfball. Mensch - IRGENDWAS!!!
Es drängt sich mir der Eindruck auf, als ob man uns recht simpel per Videoanalyse ausgucken kann. Wieso können wir das nicht andersrum? War das Schröder-Mädel jetzt echt so die große Überraschung? Und das reicht, um uns daheim 0-3 vorzuführen?
Gute Nacht zusammen.
? Hat man vielleicht sogar bezogen auf den Trainerposten geschlafen und hier mit Fritzy Kromp die bessere Trainerin ziehen lassen, wenn man sieht, was sie die letzten Jahren mit der zweiten Mannschaft und diese Saison mit Werder leistet?
Mit Sicherheit war dies der größte Fehler , Fritzi Kromp nicht in die erste Mannschaft einzubeziehen, oder ihr den Chefposten zu geben. An den Spielerinnen möchte ich das nicht so sehr festmachen. Auch wenn Geri Reuteler und auch Laura Freigang fast garnicht performen. Man kann nur abwarten. Es wir wieder ein großes Gehen und Kommen.
Mit Sicherheit war dies der größte Fehler , Fritzi Kromp nicht in die erste Mannschaft einzubeziehen, oder ihr den Chefposten zu geben. An den Spielerinnen möchte ich das nicht so sehr festmachen. Auch wenn Geri Reuteler und auch Laura Freigang fast garnicht performen. Man kann nur abwarten. Es wir wieder ein großes Gehen und Kommen.
Cyrillar schrieb:
Wenn man sich die aktuelle Aufstellung bzw den Kader der Nationalmannschaft anschaut ist es schon erstaunlich wie viel (ehemaliges) Frankfurt da drin steckt.
So erstaunlich finde ich das gar nicht. Klar stellen Bayern und Wolfsburg ebenfalls einen Großteil der deutschen Nationalmannschaft, aber da spielen eben auch einige internationale Topspielerinnen. Da man sich diese in Frankfurt finanziell nicht leisten kann, ging ja schon der FFC Frankfurt in den letzten Jahren verstärkt den Weg über junge deutsche Spielerinnen. Und mit drei Mannschaften in den ersten drei Ligen hat man da bei der Eintracht eben gute Voraussetzungen, um die Spielerinnen früh zu fördern und durchzuschieben.
Bis zu dieser Saison hatte man ja sogar fast ausschließlich auf Spielerinnen aus dem deutschsprachigen Raum gesetzt. Du hattest noch die Gruppe an Österreicherinnen und Schweizerinnen, aber ansonsten zuletzt nur Prasnikar und Chiba als ausländische Spielerinnen, wobei auch Prasnikar schon seit vielen Jahren in Deutschland gespielt hat. Umso ärgerlicher natürlich, dass du gerade im vergangenen Sommer so viel sportliche Substanz verloren hast und einen kompletten Neuaufbau starten musstest.
Ohne Frage waren für mich die schmerzhaftesten Abgänge in den vergangenen Jahren aber Sophia Kleinherne, Sjoeke Nüsken und Camilla Küver. Die werden in den kommenden Jahren – sofern sie fit bleiben – sicher auch in der Nationalelf zu den absoluten Leistungsträgerinnen gehören. Im Idealfall hätte das auch in Frankfurt zusammen mit Laura Freigang die Achse sein können.
Am meisten erstaunt mich das derzeitige Comeback von Camilla, auch in der Nationalmannschaft, ich hatte sie eine ganze Weile nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Für sie persönlich freut es mich natürlich, für ihren derzeitigen Verein weniger.
So will ich nicht viel über das Spiel sagen. Die grundsätzlichen Trends haben sich fortgesetzt. Wir stehen wieder deutlich kompakter, das Passspiel ist verbessert, das Positionsspiel dynamischer, individuell haben die Spieler wieder mehr Selbstbewusstsein und wir können ein Spiel wieder kontrolliert über die Bühne bekommen.
Im Grunde hatten wir das Spiel über die komplette Spieldauer im Griff. Das gilt besonders für die zweite Hälfte, aber auch schon die erste Halbzeit war mit drei guten Chancen nicht so schlecht, bei denen Burkardt zweimal etwas Pech hatte. Freiburg hatte aus dem Spiel eigentlich nur die Kopfballchance von Igor, den einen Konter nach einer unserer Ecken und die Situation kurz vor Schluss, als der Ball dreimal abgefälscht vor die Füße des Freiburgers flippert.
Individuell Zetterer nach Einwechslung mit einer guten Leistung. Amenda weiter auf dem Vormarsch und defensiv unser bester Spieler. Koch wieder mit wichtigen Blocks. Brown am Ende auch auf rechts mit vielen gewonnenen Duellen. Collins in der zweiten Halbzeit stabilisiert und mit einer Vorlage belohnt. Larsson, Götze und Højlund im Zentrum wieder viel geackert. Bahoya endlich wieder mit Spielfreude und Mut. Kalimuendo auch ohne Scorer der größte Aktivposten in unserem Spiel. Burkardt arbeitet sich weiter rein. Chaïbi ebenfalls im Aufwind und nach langer Zeit auch abseits der Scorer mal wieder mit Einfluss auf das Spiel. Lediglich bei Doan hakt es weiterhin noch.
Ist für mich ehrlich gesagt nur bedingt aufgegangen. Hat mich auch eher an eine komplizierte taktische Spielerei erinnert, die man sonst von Toppmöller oder Nagelsmann (siehe Collins als verkappter Rechtsaußen in der Nationalelf) erwartet. Die eine Idee dahinter konnte ich schon verstehen. So konnte man dem eingerückten Brown natürlich einen direkteren Weg zum Torabschluss bereiten. Das hat in beiden Halbzeiten auch jeweils einmal funktioniert.
Die zweite Idee dahinter hat Riera ja dann in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Da Jonny sich auch immer wieder in den Zehnerraum fallen ließ und dort zusammen mit Götze und Højlund gegen die beiden Freiburger Sechser für Überzahl sorgen sollte, hatten Brown und Collins auf der "verkehrten" Seite dann jeweils im Aufbau den starken Fuß frei, um den direkten Ball in die Mitte zu spielen. Da hat Riera aber auch klar gesagt, dass er das nach der Gegneranalyse explizit für dieses Spiel als taktisches Mittel gewählt hat. Er will sich ja auch immer flexibel auf den Gegner einstellen, sodass das jetzt nicht für jedes Spiel das Mittel der Wahl sein wird.
Die Nachteile haben für mich dennoch überwogen. Wobei ich auch klar sage, dass ich auf der Außenbahn Spieler mit einem starken äußeren Fuß bevorzuge – selbst auf den offensiven Flügeln bin ich kein Fan des inversen Spiels. Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen. Da haben wir fairerweise aber auch noch viel mehr mit Umschaltspiel und Flanken operiert und weniger auf Ballbesitz gesetzt.
Bei uns ist es halt so, dass Knauff oder Collins schon mit dem starken Fuß technisch limitiert sind und auf der falschen Seite dann schlecht ihre Geschwindigkeit und Geradlinigkeit ausspielen können. Brown, Amaimouni-Echghouyab, Doan und Bahoya sind hingegen technisch gut genug, um das zu kompensieren. Aber auch da hat Bahoya ja in der ersten Hälfte die eine Flanke, als er auf links frei durch war, mit dem schwachen linken Fuß völlig verrissen. Ich finde auch nicht, dass Brown auf links weichen muss, um Bahoya den nötigen Platz zu verschaffen. In der Vergangenheit haben beide auf der linken Seite schon sehr gut harmoniert, so auch zuletzt beim Heimspiel in Gladbach.
Collins, der sich gerade erst wieder nach seinem Tief gefangen hat, nach zwei soliden Spielen von rechts auf links zu stellen, war deshalb in meinen Augen ein Fehler. Wenn er sich im Aufbau nicht mit einem Antritt aus dem Gegnerdruck befreien konnte, blieb ihm eigentlich nur der Quer- oder Rückpass. Mit links konnte er quasi nie die Linie lang spielen. So war es für die Gegner bisweilen zu einfach, durch gezielte Laufwege das Pressing aufzuziehen. Daraus resultierte die schwächere Phase von Collins kurz vor der Halbzeit, als er den Ball lieber mit rechts ins Aus gespielt hat, statt den linken Fuß zu verwenden. Auch wenn am Ende die Vorlage in der Statistik steht – die musste er ebenfalls notgedrungen mit dem rechten Außenrist spielen.
Genau das finde ich bei Riera aber unheimlich spannend, gerade wenn wir auch über den Kontext des Seitenwechsels von Brown und Collins sprechen. Auf der einen Seite haben wir die klaren Prinzipien von Riera in der Spielweise, auf der anderen Seite soll die taktische Auslegung für den jeweiligen Gegner flexibel bleiben. Deshalb sollen die Spieler ja auch wie zuletzt gefordert mehrere Positionen beherrschen. Brown hat gegen Freiburg im Grunde dieselbe Rolle gespielt wie in den vorangegangenen Spielen – nur eben auf der anderen Seite.
Grundsätzlich bin ich bei dir und würde Spieler am liebsten immer auf ihrer angestammten Position spielen lassen. Offensichtlich schafft es Riera aber bisher, die Spieler so mitzunehmen und seine Konzepte zu vermitteln, dass die Spieler es bereits großteils verstehen und mitziehen. Das konnte man sowohl in den Spielen sehen als auch aus den Aussagen der Spieler selbst heraushören. Das sorgt insgesamt für Sicherheit. Besonders im Abwehrverhalten und im Passspiel finde ich das auffällig. Und genau diesen Eindruck hatte ich bei Dino am Ende eben nicht mehr.
Bestes Beispiel war die Analyse nach dem Spiel in Bremen, als Dino zwei Situationen aufzählte, in denen die Spieler eben explizit nicht das Pressing auslösen sollten und die dann in Gegentoren resultierten. Obwohl Riera die Spieler also taktisch ähnlich wie Dino fordert und ja dem Vernehmen nach auch deutlich längere Videoanalysen abhält, bekommt die Mannschaft das durchaus komplexe System mit vielen Positionswechseln umgesetzt. Dieses Positionsspiel ist aber auch ein elementarer Bestandteil seines Spiels im Besonderen und des spanischen Fußballs im Allgemeinen.
Das ist beispielsweise ein Punkt, der meiner Meinung nach auch noch nicht so gut läuft. Allgemein die Standards. Gegen Freiburg haben wir die Standards zwar defensiv gut verteidigt, offensiv war es aber wieder sehr dürftig. Die neue Taktik bei den Einwürfen, den Raum vor dem Einwerfer komplett freizulassen, um dann mit einem oder mehreren Spielern im Tempo einzulaufen, funktioniert auch noch nicht wirklich, verhindert aber immerhin den Ball nach hinten. Auch die kurzen Varianten bei den Ecken und dem einen Freistoß in aussichtsreicher Position waren grausig.
Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.
Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
Im Grunde hatten wir das Spiel über die komplette Spieldauer im Griff. Das gilt besonders für die zweite Hälfte, aber auch schon die erste Halbzeit war mit drei guten Chancen nicht so schlecht, bei denen Burkardt zweimal etwas Pech hatte. Freiburg hatte aus dem Spiel eigentlich nur die Kopfballchance von Igor, den einen Konter nach einer unserer Ecken und die Situation kurz vor Schluss, als der Ball dreimal abgefälscht vor die Füße des Freiburgers flippert.
Individuell Zetterer nach Einwechslung mit einer guten Leistung. Amenda weiter auf dem Vormarsch und defensiv unser bester Spieler. Koch wieder mit wichtigen Blocks. Brown am Ende auch auf rechts mit vielen gewonnenen Duellen. Collins in der zweiten Halbzeit stabilisiert und mit einer Vorlage belohnt. Larsson, Götze und Højlund im Zentrum wieder viel geackert. Bahoya endlich wieder mit Spielfreude und Mut. Kalimuendo auch ohne Scorer der größte Aktivposten in unserem Spiel. Burkardt arbeitet sich weiter rein. Chaïbi ebenfalls im Aufwind und nach langer Zeit auch abseits der Scorer mal wieder mit Einfluss auf das Spiel. Lediglich bei Doan hakt es weiterhin noch.
philadlerist schrieb:
Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown? Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?
Ist für mich ehrlich gesagt nur bedingt aufgegangen. Hat mich auch eher an eine komplizierte taktische Spielerei erinnert, die man sonst von Toppmöller oder Nagelsmann (siehe Collins als verkappter Rechtsaußen in der Nationalelf) erwartet. Die eine Idee dahinter konnte ich schon verstehen. So konnte man dem eingerückten Brown natürlich einen direkteren Weg zum Torabschluss bereiten. Das hat in beiden Halbzeiten auch jeweils einmal funktioniert.
Die zweite Idee dahinter hat Riera ja dann in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Da Jonny sich auch immer wieder in den Zehnerraum fallen ließ und dort zusammen mit Götze und Højlund gegen die beiden Freiburger Sechser für Überzahl sorgen sollte, hatten Brown und Collins auf der "verkehrten" Seite dann jeweils im Aufbau den starken Fuß frei, um den direkten Ball in die Mitte zu spielen. Da hat Riera aber auch klar gesagt, dass er das nach der Gegneranalyse explizit für dieses Spiel als taktisches Mittel gewählt hat. Er will sich ja auch immer flexibel auf den Gegner einstellen, sodass das jetzt nicht für jedes Spiel das Mittel der Wahl sein wird.
Die Nachteile haben für mich dennoch überwogen. Wobei ich auch klar sage, dass ich auf der Außenbahn Spieler mit einem starken äußeren Fuß bevorzuge – selbst auf den offensiven Flügeln bin ich kein Fan des inversen Spiels. Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen. Da haben wir fairerweise aber auch noch viel mehr mit Umschaltspiel und Flanken operiert und weniger auf Ballbesitz gesetzt.
Bei uns ist es halt so, dass Knauff oder Collins schon mit dem starken Fuß technisch limitiert sind und auf der falschen Seite dann schlecht ihre Geschwindigkeit und Geradlinigkeit ausspielen können. Brown, Amaimouni-Echghouyab, Doan und Bahoya sind hingegen technisch gut genug, um das zu kompensieren. Aber auch da hat Bahoya ja in der ersten Hälfte die eine Flanke, als er auf links frei durch war, mit dem schwachen linken Fuß völlig verrissen. Ich finde auch nicht, dass Brown auf links weichen muss, um Bahoya den nötigen Platz zu verschaffen. In der Vergangenheit haben beide auf der linken Seite schon sehr gut harmoniert, so auch zuletzt beim Heimspiel in Gladbach.
Collins, der sich gerade erst wieder nach seinem Tief gefangen hat, nach zwei soliden Spielen von rechts auf links zu stellen, war deshalb in meinen Augen ein Fehler. Wenn er sich im Aufbau nicht mit einem Antritt aus dem Gegnerdruck befreien konnte, blieb ihm eigentlich nur der Quer- oder Rückpass. Mit links konnte er quasi nie die Linie lang spielen. So war es für die Gegner bisweilen zu einfach, durch gezielte Laufwege das Pressing aufzuziehen. Daraus resultierte die schwächere Phase von Collins kurz vor der Halbzeit, als er den Ball lieber mit rechts ins Aus gespielt hat, statt den linken Fuß zu verwenden. Auch wenn am Ende die Vorlage in der Statistik steht – die musste er ebenfalls notgedrungen mit dem rechten Außenrist spielen.
Diegito schrieb:
Riera hat aber auch gesagt das er klare Rollenverteilung möchte und jeder Spieler quasi im Schlaf weiß was er auf dem Platz zu tun hat. Die aktuelle, etwas wirre, Marschroute mit vielen Positionswechseln widerspricht dem eigentlich... ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund von sowas. Die Spieler bekommen mehr Sicherheit wenn sie auf ihrer angestammten Position bleiben.
Genau das finde ich bei Riera aber unheimlich spannend, gerade wenn wir auch über den Kontext des Seitenwechsels von Brown und Collins sprechen. Auf der einen Seite haben wir die klaren Prinzipien von Riera in der Spielweise, auf der anderen Seite soll die taktische Auslegung für den jeweiligen Gegner flexibel bleiben. Deshalb sollen die Spieler ja auch wie zuletzt gefordert mehrere Positionen beherrschen. Brown hat gegen Freiburg im Grunde dieselbe Rolle gespielt wie in den vorangegangenen Spielen – nur eben auf der anderen Seite.
Grundsätzlich bin ich bei dir und würde Spieler am liebsten immer auf ihrer angestammten Position spielen lassen. Offensichtlich schafft es Riera aber bisher, die Spieler so mitzunehmen und seine Konzepte zu vermitteln, dass die Spieler es bereits großteils verstehen und mitziehen. Das konnte man sowohl in den Spielen sehen als auch aus den Aussagen der Spieler selbst heraushören. Das sorgt insgesamt für Sicherheit. Besonders im Abwehrverhalten und im Passspiel finde ich das auffällig. Und genau diesen Eindruck hatte ich bei Dino am Ende eben nicht mehr.
Bestes Beispiel war die Analyse nach dem Spiel in Bremen, als Dino zwei Situationen aufzählte, in denen die Spieler eben explizit nicht das Pressing auslösen sollten und die dann in Gegentoren resultierten. Obwohl Riera die Spieler also taktisch ähnlich wie Dino fordert und ja dem Vernehmen nach auch deutlich längere Videoanalysen abhält, bekommt die Mannschaft das durchaus komplexe System mit vielen Positionswechseln umgesetzt. Dieses Positionsspiel ist aber auch ein elementarer Bestandteil seines Spiels im Besonderen und des spanischen Fußballs im Allgemeinen.
Henk schrieb:
Generell war die aktion (dass wir nach ballverlust hinten so offen standen), der neuen "anstoß-taktik" geschuldet, bei der die abwehrspieler beim anstoß nach vorne sprinten und der ball hoch und lang in deren richtung geschlagen wird. bin ich nur so mäßig fan von...
Das ist beispielsweise ein Punkt, der meiner Meinung nach auch noch nicht so gut läuft. Allgemein die Standards. Gegen Freiburg haben wir die Standards zwar defensiv gut verteidigt, offensiv war es aber wieder sehr dürftig. Die neue Taktik bei den Einwürfen, den Raum vor dem Einwerfer komplett freizulassen, um dann mit einem oder mehreren Spielern im Tempo einzulaufen, funktioniert auch noch nicht wirklich, verhindert aber immerhin den Ball nach hinten. Auch die kurzen Varianten bei den Ecken und dem einen Freistoß in aussichtsreicher Position waren grausig.
Bommer1974 schrieb:
Was aber m. E. sehr auffällig ist, ist dass der Rückpass zum Keeper definitiv nicht erste Wahl ist, wie es unter Toppi sehr oft war. Erst Option ist eigentlich IMMER der vertikale pass oder maximal der Querpass.. Raumgewinn um jeden Preis.
Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.
Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
DonGuillermo schrieb:
Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.
Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
Für mich gabe es noch immer viel zu viele Abbrüche im Spielaufbau und zu wenig Konterspiel, obwohl wir mit Kali, Brown und Bahoya doch explizit solche Spieler haben. Aber vor allem Götze spielt fast jeden Ball nach hinten und dadurch konnten die Freiburger sich wieder formieren, was sie sehr gut gemacht haben (das war aber auch das einzige). Ich hoffe sehr auf die Rückkehr von Uzun,bis dahin würde ich Chaibi auf die 10 stellen.
DonGuillermo schrieb:
Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen.
In der Regel schießen die invers eingesetzten Spieler ja trotzdem ins lange Eck. Und ob man das Tor jetzt von lonks oder von rechts macht, spielt auch keine Rolle. Deshalb halte ich diese Seitenwechsel meist für überbewertet. Den einzigen Vorteil, den ich hier sehe, wenn man das ganze nicht inflationär betreibt, ist, dass ein Linksfuß im Dribbling nun mal einen anderen Bewegungsablauf hat, was dann für den Verteidiger auf der für ihn gewohnten Seite schon schwerer, weil ungewohnt, zu verteidigen sein kann.
Ob er bei den Profis wirklich eine Perspektive hat, kann man denke ich noch nicht abschätzen. Da wird er aktuell noch ein ganzes Stück von entfernt sein. Aber für mich ist völlig klar, dass das kein reiner Transfer für die zweite Mannschaft war. Davon zeugen nicht nur sein Profivertrag mit der langen Laufzeit bis 2030 und die vergleichsweise hohe Ablöse von 700.000 Euro. Auch in der Vorbereitung hat er schon mit die meisten Tore erzielt.
Er fällt für mich in dieselbe Kategorie wie in den letzten Jahren schon Kamada, Tuta oder Santos. Alle hat man in jungen Jahren von außerhalb Europas für eine Summe zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro verpflichtet und erst mal ein halbes oder ganzes Jahr zur Eingewöhnung gegeben, bevor man sie wie Kamada und Tuta verliehen oder wie Santos nach Spielpraxis in der zweiten Mannschaft zu den Profis hochgezogen hat. Akman und Simoni könnte man noch als europäische Beispiele nennen, bei denen es jedoch nicht so gut funktioniert hat.
Ich denke, dass man bei Kumashiro einen ähnlichen Fahrplan aufgestellt hat. Er trainiert ja zumindest teilweise mit der ersten Mannschaft und bekommt bis Sommer in der zweiten Mannschaft Spielpraxis. Anschließend wird man ihn denke ich in ein Nachbarland mit ordentlicher Spielstärke oder vielleicht auch in die zweite Liga verleihen. Ich kann die Stärke der J2 League schlecht einschätzen, aber er hat da ja schon in sehr jungen Jahren bei einem Abstiegskandidaten im Herrenbereich gut performt. In seiner ersten Saison mit 16 Jahren noch als Joker (5 Tore in 300 Minuten), im zweiten Jahr mit 17 Jahren bereits als Stammspieler (10 Scorer in 1.300 Minuten).
Er fällt für mich in dieselbe Kategorie wie in den letzten Jahren schon Kamada, Tuta oder Santos. Alle hat man in jungen Jahren von außerhalb Europas für eine Summe zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro verpflichtet und erst mal ein halbes oder ganzes Jahr zur Eingewöhnung gegeben, bevor man sie wie Kamada und Tuta verliehen oder wie Santos nach Spielpraxis in der zweiten Mannschaft zu den Profis hochgezogen hat. Akman und Simoni könnte man noch als europäische Beispiele nennen, bei denen es jedoch nicht so gut funktioniert hat.
Ich denke, dass man bei Kumashiro einen ähnlichen Fahrplan aufgestellt hat. Er trainiert ja zumindest teilweise mit der ersten Mannschaft und bekommt bis Sommer in der zweiten Mannschaft Spielpraxis. Anschließend wird man ihn denke ich in ein Nachbarland mit ordentlicher Spielstärke oder vielleicht auch in die zweite Liga verleihen. Ich kann die Stärke der J2 League schlecht einschätzen, aber er hat da ja schon in sehr jungen Jahren bei einem Abstiegskandidaten im Herrenbereich gut performt. In seiner ersten Saison mit 16 Jahren noch als Joker (5 Tore in 300 Minuten), im zweiten Jahr mit 17 Jahren bereits als Stammspieler (10 Scorer in 1.300 Minuten).
Wäre ich jetzt nicht traurig drum, wenn Hoffmann nicht bei uns landen würde. Hätte da auch – ganz unabhängig ihrer Kreuzbandverletzung – kein gutes Gefühl. Würde uns zwar als Brecherin mit ihrer Körperlichkeit eine andere Note im Sturm geben, aber das passt auch nicht so wirklich zu unserer Spielanlage. Da ist sie von ihrer Spielweise her schon so etwas wie die prädestinierte Nachfolgerin von Popp bei einem etwaigen Abgang aus Wolfsburg.
DonGuillermo schrieb:
...
Würde uns zwar als Brecherin mit ihrer Körperlichkeit eine andere Note im Sturm geben,
...
Naja, Anyomi bringt auch eine gewisse Körperlichkeit mit und kann sich auf ihre unnachahmliche Art gegen Verteidigerinnen durchsetzen. Wenn Nicci ginge, würde uns da schon etwas fehlen bzw. müsste ersetzt werden.
Wie in der Quelle vermerkt, haben die Salzburger Nachrichten aber damals auch schon über ein halbes Jahr vor seinem Amtsantritt exklusiv von den Verhandlungen zwischen Klopp und Mintzlaff berichtet. In dem Fall wurde sogar eine offizielle Pressemitteilung von Red Bull herausgegeben, die den Berichten "vehement" widersprochen hat. Die werden also durchaus ihre Quellen in dem Konzern haben. Da könnte sich die Geschichte im Sommer wiederholen.
Bei Reuteler ist denke ich allen Verantwortlichen schon seit den Wechselgerüchten im vergangenen Sommer klar, dass sie dieses Jahr mit auslaufendem Vertrag wechseln wird. Da ging es es letztes Jahr vor allem darum, in diesem großen Umbruch keine weitere Stammspielerin zu verlieren. Auf der Position mache ich mir aber nicht die ganz großen Sorgen. Zum einen haben wir für die übliche Mittelfeldraute mit Senß, Gräwe, Memeti und Freigang noch einen sehr guten Stamm, zum anderen hat man hier mit Memeti als Ersatz von Dunst schon einmal gut nachgelegt.
Anyomi wird wahrscheinlich ebenfalls den nächsten Schritt machen. Sie wäre für die Eintracht sicherlich die Priorität für eine frühe Verlängerung gewesen. Die wäre aber in meinen Augen nur erfolgt, wenn wir das Niveau vom Vorjahr gehalten hätten. So schreit bei ihrem Profil und der Ausgangslage eigentlich alles für einen Wechsel nach England. Setzt sie sich dort durch, würde das auch endlich ihren Status in der Nationalmannschaft verbessern.
Chiba und Veit wären deshalb wichtige Verlängerungen. Gemessen am Output bekommt Chiba eigentlich seit zwei Jahren viel zu wenig Spielzeit. Ich würde sie tatsächlich gerne mal als Stammspielerin sehen und da hätte sie bei Abgängen von Reuteler und Anyomi sicher auch eine bessere Perspektive. Und Veit ausgerechnet jetzt nach ihrer großartigen Entwicklung inklusive Nationalmannschaftsnominierung zu verlieren, wäre ähnlich bitter wie bei Wamser. Zumal der vermeintliche Stamm in der Innenverteidigung mit Doorsoun und Ilestedt schon jenseits der 30 ist.
Bei Riesen würde ich eine Verlängerung ebenfalls begrüßen. Sie wird ihren diesjährigen Stammplatz vielleicht nicht längerfristig halten, aber allein dadurch, dass sie auf beiden Seiten verteidigen kann, ist sie eigentlich immer eine wichtige Kaderspielerin. Markou hingegen wird den Verein sicherlich wieder verlassen, das war im Sommer ja auch mehr oder weniger eine kurzfristige Verpflichtung als Notnagel.
Ansonsten rechne ich erst mal mit keinen weiteren Abgängen von Leistungsträgerinnen. Bei Freigang stehen die Chancen wohl nicht nur durch ihre besondere Beziehung zu Frankfurt mittlerweile gut, dass sie hier vielleicht den Rest ihrer Karriere absolviert. Mittlerweile ist sie eben auch schon 28 Jahre und seit geraumer Zeit nicht mehr in der starken Verfassung der Vorjahre. Bei Senß bin ich zumindest vorsichtig optimistisch, dass sie uns auch noch erhalten bleibt.
Deshalb wäre es gut, wenn man den Kader stattdessen im Sommer sogar verstärken könnte. Die Transferbilanz dieses Jahres würde ich als durchwachsen beschreiben. Blomqvist und Memeti waren Volltreffer, haben aber eben nominell auch nur die bisherigen Leistungsträgerinnen Prasnikar und Dunst ersetzt. Ilestedt und Ostenstad waren ordentliche Transfers, hatten aber beide mit Verletzungen zu kämpfen und konnten den Verlust von Kleinherne (erwartungsgemäß) nicht auffangen. Teulings und Ivelj hatten schon gute Ansätze, aber auch da haben wir uns in der Breite durch die Abgänge von Pawollek und Wamser eher verschlechtert. Zudem haben Alguacil und Raso aus verschiedenen Gründen bisher noch überhaupt nicht funktioniert.
Positiv war hingegen die Entwicklung von Altenburg und Veit. Da Winkler nach ihrer Verletzung wahrscheinlich die klare Nummer Eins sein wird und auch Doorsoun aus den USA zurückgekehrt ist, werden es beide kommende Saison sicher wieder schwerer haben. Aber das muss einfach auch ein Weg von Eintracht Frankfurt bleiben. Vor allem, wenn jetzt sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft jeweils den Klassenerhalt schaffen sollten. Das ist eine absolute Luxussituation. Wir werden voraussichtlich auch in Zukunft nicht die absoluten Topspielerinnen verpflichten können und in den kommenden Jahren wird aus den unteren Ligen noch einige starke Konkurrenz weiter nach oben kommen.
Deshalb muss die Förderung von jungen Spielerinnen ein Fokus in der Planung des Kaders sein. Leider hat man daraus in den letzten Jahren noch viel zu wenig Profit geschlagen, auch aus dem leidigen Fakt der oftmals fehlenden Rotation unter Niko Arnautis. Mit Carlotta Wamser und Shekiera Martinez haben uns zwei aktuelle Nationalspielerinnen aufgrund von mangelnder Spielzeit verlassen. Mit Tomke Schneider und Paulina Platner haben uns zwei potenzielle Nationalspielerinnen verlassen, weil sie in der ersten Mannschaft überhaupt keine Chance erhalten haben.
Die frühen Abgänge von absoluten Toptalenten wie Loreen Bender und Rosa Rückert tun ebenfalls sehr weh, auch Sophie Nachtigall würde ich noch hinzunehmen. Bei den Acikgöz-Schwestern hatte man natürlich Pech mit den Verletzungen. Aus der aktuellen zweiten Mannschaft setze ich vor allem in Emily Wallrabenstein und Tessa Zimmermann große Hoffnungen, auch die Verpflichtung von Mira Arouna scheint sich jetzt zu bewähren.
Anyomi wird wahrscheinlich ebenfalls den nächsten Schritt machen. Sie wäre für die Eintracht sicherlich die Priorität für eine frühe Verlängerung gewesen. Die wäre aber in meinen Augen nur erfolgt, wenn wir das Niveau vom Vorjahr gehalten hätten. So schreit bei ihrem Profil und der Ausgangslage eigentlich alles für einen Wechsel nach England. Setzt sie sich dort durch, würde das auch endlich ihren Status in der Nationalmannschaft verbessern.
Chiba und Veit wären deshalb wichtige Verlängerungen. Gemessen am Output bekommt Chiba eigentlich seit zwei Jahren viel zu wenig Spielzeit. Ich würde sie tatsächlich gerne mal als Stammspielerin sehen und da hätte sie bei Abgängen von Reuteler und Anyomi sicher auch eine bessere Perspektive. Und Veit ausgerechnet jetzt nach ihrer großartigen Entwicklung inklusive Nationalmannschaftsnominierung zu verlieren, wäre ähnlich bitter wie bei Wamser. Zumal der vermeintliche Stamm in der Innenverteidigung mit Doorsoun und Ilestedt schon jenseits der 30 ist.
Bei Riesen würde ich eine Verlängerung ebenfalls begrüßen. Sie wird ihren diesjährigen Stammplatz vielleicht nicht längerfristig halten, aber allein dadurch, dass sie auf beiden Seiten verteidigen kann, ist sie eigentlich immer eine wichtige Kaderspielerin. Markou hingegen wird den Verein sicherlich wieder verlassen, das war im Sommer ja auch mehr oder weniger eine kurzfristige Verpflichtung als Notnagel.
Ansonsten rechne ich erst mal mit keinen weiteren Abgängen von Leistungsträgerinnen. Bei Freigang stehen die Chancen wohl nicht nur durch ihre besondere Beziehung zu Frankfurt mittlerweile gut, dass sie hier vielleicht den Rest ihrer Karriere absolviert. Mittlerweile ist sie eben auch schon 28 Jahre und seit geraumer Zeit nicht mehr in der starken Verfassung der Vorjahre. Bei Senß bin ich zumindest vorsichtig optimistisch, dass sie uns auch noch erhalten bleibt.
Deshalb wäre es gut, wenn man den Kader stattdessen im Sommer sogar verstärken könnte. Die Transferbilanz dieses Jahres würde ich als durchwachsen beschreiben. Blomqvist und Memeti waren Volltreffer, haben aber eben nominell auch nur die bisherigen Leistungsträgerinnen Prasnikar und Dunst ersetzt. Ilestedt und Ostenstad waren ordentliche Transfers, hatten aber beide mit Verletzungen zu kämpfen und konnten den Verlust von Kleinherne (erwartungsgemäß) nicht auffangen. Teulings und Ivelj hatten schon gute Ansätze, aber auch da haben wir uns in der Breite durch die Abgänge von Pawollek und Wamser eher verschlechtert. Zudem haben Alguacil und Raso aus verschiedenen Gründen bisher noch überhaupt nicht funktioniert.
Positiv war hingegen die Entwicklung von Altenburg und Veit. Da Winkler nach ihrer Verletzung wahrscheinlich die klare Nummer Eins sein wird und auch Doorsoun aus den USA zurückgekehrt ist, werden es beide kommende Saison sicher wieder schwerer haben. Aber das muss einfach auch ein Weg von Eintracht Frankfurt bleiben. Vor allem, wenn jetzt sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft jeweils den Klassenerhalt schaffen sollten. Das ist eine absolute Luxussituation. Wir werden voraussichtlich auch in Zukunft nicht die absoluten Topspielerinnen verpflichten können und in den kommenden Jahren wird aus den unteren Ligen noch einige starke Konkurrenz weiter nach oben kommen.
Deshalb muss die Förderung von jungen Spielerinnen ein Fokus in der Planung des Kaders sein. Leider hat man daraus in den letzten Jahren noch viel zu wenig Profit geschlagen, auch aus dem leidigen Fakt der oftmals fehlenden Rotation unter Niko Arnautis. Mit Carlotta Wamser und Shekiera Martinez haben uns zwei aktuelle Nationalspielerinnen aufgrund von mangelnder Spielzeit verlassen. Mit Tomke Schneider und Paulina Platner haben uns zwei potenzielle Nationalspielerinnen verlassen, weil sie in der ersten Mannschaft überhaupt keine Chance erhalten haben.
Die frühen Abgänge von absoluten Toptalenten wie Loreen Bender und Rosa Rückert tun ebenfalls sehr weh, auch Sophie Nachtigall würde ich noch hinzunehmen. Bei den Acikgöz-Schwestern hatte man natürlich Pech mit den Verletzungen. Aus der aktuellen zweiten Mannschaft setze ich vor allem in Emily Wallrabenstein und Tessa Zimmermann große Hoffnungen, auch die Verpflichtung von Mira Arouna scheint sich jetzt zu bewähren.
Danke für deine ausführliche Analyse, auch hier im Bereich Adlerträgerinnen immer gerne gelesen.
Ich denke, auch diesen Sommer wird es wieder schmerzliche Abschiede geben (Nicci und Gery würden mir wirklich sehr fehlen), aber wir werden uns auch über neue Spielerinnen freuen und ihre Tore bejubeln dürfen.
Ich denke, auch diesen Sommer wird es wieder schmerzliche Abschiede geben (Nicci und Gery würden mir wirklich sehr fehlen), aber wir werden uns auch über neue Spielerinnen freuen und ihre Tore bejubeln dürfen.
Vielen Dank für deinen ausführlichen und fundierten Beitrag, dem ich im Großen und Ganzen vom ersten bis zum letzten Wort zustimme.
Bei Remina Chiba bin ich etwas zwiegespalten, ja ich wünsche mir auch mehr Einsatzzeit für sie, sprich mehr Einsätze in der Startelf, muss aber sagen, dass ich sie am stärksten und auffälligsten immer genau dann fand, wenn sie zu fortgeschrittener Spielzeit als Jokerin ins Rennen geschickt wurde, wohingegen sie die paar Mal, in denen sie von Beginn an starten durfte in meinen Augen eher blass blieb.
Ich hoffe, du hast recht mit deinem vorsichtigen Optimismus, dass uns Elisa Senß noch zumindest bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit erhalten bleibt. Ich bin da nicht ganz so optimistisch, insbesondere sollte es tatsächlich eine Ausstiegsklausel zum Ende der Saison geben, was natürlich aber niemand (von uns) weiß.
Die guten Ansätze bei Jarne Teulings und Noemi Ivelj sehe ich auch und ich bin wirklich überzeugt, dass uns gerade diese beiden noch viel Freude machen werden. Ein Grund, warum sie noch nicht so sehr über gute Ansätze rausgekommen sind, sehe ich auch z.T. darin begründet, was du zwei Absätze weiter unter ansprichst, ich zitiere:
Ich für meinen Teil würde mir spätestens zum Ende seiner Vertragslaufzeit (6/2027) eine Neuausrichtung auf der Trainerposition wünschen.
Hoffnung habe ich auch noch bei Ainhoa Alguacil. Als 19-jährige Spielerin erstmals nicht nur die Heimatregion Valencia, in der sie von Geburt an lebte, verlassen, sondern dazu gleich auch noch in einem fremden Land angeheuert, dann gleich eine langwierige Muskelverletzung, die zur Pause gezwungen hat, da gestehe ich durchaus einiges an Eingewöhnungszeit zu und bin noch guter Dinge, dass sie eine positive Entwicklung nimmt.
Hayley Raso hingegen hat mich in Summe mit ihren Auftritten allerdings auch eher enttäuscht.
Komplett bei dir bin ich in der Einschätzung von Jella Veit und Lina Altenburg. Beide haben einen Riesensprung gemacht, aber dennoch sehe auch ich nächste Saison eine wiedergenesene Sophia Winkler in alter Leistungsfähigkeit, wie wir sie aus der letzten Saison bei der SGS Essen kennen, als klare Nummer eins!
Du sprichst die guten Chancen an, dass Laura Freigang uns auf Dauer erhalten bleibt. Das unterschreibe ich ebenso. Ich habe es schon mehrfach in früheren Posts geschrieben, ich halte Laura für ungemein wichtig in unserem Team, insbesondere auch neben dem Platz. Sie ist ein Lautsprecher, für die Fans eine Identifikationsfigur, sorgt für die Integration neuer Spielerinnen in die Gemeinschaft und hat alleine deshalb eine immens wichtige Funktion. Ich weiß, dass ich mir jetzt hier sicher keine Freunde mache, aber gleichwohl glaube ich, dass ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit auf dem Platz in Frankfurt aufgrund der Vereinsbrille in stetiger Regelmäßigkeit überschätzt wird. Aber bitte nicht falsch verstehen, deshalb nochmal, sie ist ein wichtiger Bestandteil des Teams und ich wünsche mir, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.
Abschließend möchte ich beim Ausblick auf die Spielerinnen unserer U20 zusätzlich noch den Namen Keira Bednorz in den Ring werfen. Bei den (zahlenmäßig allerdings eher begrenzten Anzah) an Spielen, die ich gesehen habe ist sie mir in der der Abwehrkette doch immer sehr präsent und positiv aufgefallen, so dass ich ihr durchaus auch ihren Weg in der Bundesliga zutraue.
Allen voran sehe ich da aber auch Emily Wallrabenstein, die hoffentlich bei uns den Sprung zu Höherem schaffen wird!
Du hast es erwähnt und auch ich möchte nochmal herausstellen in welcher Luxussituation sich unsere Eintracht in Sachen Nachwuchsteams befindet. Neben unserem Bundesligateam die U20 in der 2. Liga, dazu usnere U19 in der Regionalliga, also in den ersten drei Ligen stellen wir jeweils ein Team, das kann schon seit Jahren kein anderer Verein bieten. Und inzwischen stehen die Chancen sogar recht gut, dass dies auch in der nächsten Saison weiterhin so sein wird.
Bei Remina Chiba bin ich etwas zwiegespalten, ja ich wünsche mir auch mehr Einsatzzeit für sie, sprich mehr Einsätze in der Startelf, muss aber sagen, dass ich sie am stärksten und auffälligsten immer genau dann fand, wenn sie zu fortgeschrittener Spielzeit als Jokerin ins Rennen geschickt wurde, wohingegen sie die paar Mal, in denen sie von Beginn an starten durfte in meinen Augen eher blass blieb.
Ich hoffe, du hast recht mit deinem vorsichtigen Optimismus, dass uns Elisa Senß noch zumindest bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit erhalten bleibt. Ich bin da nicht ganz so optimistisch, insbesondere sollte es tatsächlich eine Ausstiegsklausel zum Ende der Saison geben, was natürlich aber niemand (von uns) weiß.
Die guten Ansätze bei Jarne Teulings und Noemi Ivelj sehe ich auch und ich bin wirklich überzeugt, dass uns gerade diese beiden noch viel Freude machen werden. Ein Grund, warum sie noch nicht so sehr über gute Ansätze rausgekommen sind, sehe ich auch z.T. darin begründet, was du zwei Absätze weiter unter ansprichst, ich zitiere:
DonGuillermo schrieb:
Leider hat man daraus in den letzten Jahren noch viel zu wenig Profit geschlagen, auch aus dem leidigen Fakt der oftmals fehlenden Rotation unter Niko Arnautis.
Ich für meinen Teil würde mir spätestens zum Ende seiner Vertragslaufzeit (6/2027) eine Neuausrichtung auf der Trainerposition wünschen.
Hoffnung habe ich auch noch bei Ainhoa Alguacil. Als 19-jährige Spielerin erstmals nicht nur die Heimatregion Valencia, in der sie von Geburt an lebte, verlassen, sondern dazu gleich auch noch in einem fremden Land angeheuert, dann gleich eine langwierige Muskelverletzung, die zur Pause gezwungen hat, da gestehe ich durchaus einiges an Eingewöhnungszeit zu und bin noch guter Dinge, dass sie eine positive Entwicklung nimmt.
Hayley Raso hingegen hat mich in Summe mit ihren Auftritten allerdings auch eher enttäuscht.
Komplett bei dir bin ich in der Einschätzung von Jella Veit und Lina Altenburg. Beide haben einen Riesensprung gemacht, aber dennoch sehe auch ich nächste Saison eine wiedergenesene Sophia Winkler in alter Leistungsfähigkeit, wie wir sie aus der letzten Saison bei der SGS Essen kennen, als klare Nummer eins!
Du sprichst die guten Chancen an, dass Laura Freigang uns auf Dauer erhalten bleibt. Das unterschreibe ich ebenso. Ich habe es schon mehrfach in früheren Posts geschrieben, ich halte Laura für ungemein wichtig in unserem Team, insbesondere auch neben dem Platz. Sie ist ein Lautsprecher, für die Fans eine Identifikationsfigur, sorgt für die Integration neuer Spielerinnen in die Gemeinschaft und hat alleine deshalb eine immens wichtige Funktion. Ich weiß, dass ich mir jetzt hier sicher keine Freunde mache, aber gleichwohl glaube ich, dass ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit auf dem Platz in Frankfurt aufgrund der Vereinsbrille in stetiger Regelmäßigkeit überschätzt wird. Aber bitte nicht falsch verstehen, deshalb nochmal, sie ist ein wichtiger Bestandteil des Teams und ich wünsche mir, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.
Abschließend möchte ich beim Ausblick auf die Spielerinnen unserer U20 zusätzlich noch den Namen Keira Bednorz in den Ring werfen. Bei den (zahlenmäßig allerdings eher begrenzten Anzah) an Spielen, die ich gesehen habe ist sie mir in der der Abwehrkette doch immer sehr präsent und positiv aufgefallen, so dass ich ihr durchaus auch ihren Weg in der Bundesliga zutraue.
Allen voran sehe ich da aber auch Emily Wallrabenstein, die hoffentlich bei uns den Sprung zu Höherem schaffen wird!
Du hast es erwähnt und auch ich möchte nochmal herausstellen in welcher Luxussituation sich unsere Eintracht in Sachen Nachwuchsteams befindet. Neben unserem Bundesligateam die U20 in der 2. Liga, dazu usnere U19 in der Regionalliga, also in den ersten drei Ligen stellen wir jeweils ein Team, das kann schon seit Jahren kein anderer Verein bieten. Und inzwischen stehen die Chancen sogar recht gut, dass dies auch in der nächsten Saison weiterhin so sein wird.
Ist das bitter, dass du am Ende durch solch ein blödes Tor ausscheidest. Ich habe es schon nach dem Spiel in Bilbao gesagt: So gut Siljevic auch auf der Linie ist, bei Hereingaben hat er leider manchmal diese komplett wilden Aktionen dabei, wo er vollkommen unkonventionell zum Ball geht. Danach hat er die Mannschaft aber mit zwei überragenden Aktionen im Spiel gehalten. Schade, dass wir nicht selbst früh in Führung gegangen sind, aber Staff hat den Kopfball zu Beginn des Spiels leider zu zentral gesetzt. In der Schlussphase waren durchaus noch mal einige Möglichkeiten für den Ausgleich da, aber da waren die Jungs oft auch zu zögerlich im Abschluss.
Sporting hatte durch die Umschaltsituationen zwar die gefährlicheren Chancen, aber insgesamt waren wir in dem Spiel mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen. Das ist angesichts der Verletzungsmisere aller Ehren wert. Da kann man den Jungs wirklich keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben, aber am Ende hat dann vielleicht auch dieser Tick Qualität gefehlt, um das Spiel für sich zu entscheiden. In Bestbesetzung hätten wir Sporting denke ich geschlagen, da war Bilbao für mich qualitativ noch mal ein ganz anderes Kaliber.
So haben halt mit Eisele, Scheller und Ahouannou (der auch rechts spielen kann) drei Innenverteidiger, mit Neuendorff und Ayadi zwei Linksverteidiger und mit Bahoya ein Rechtsverteidiger defensiv sowie offensiv mit Gaul Souza und Oteng-Mensah zwei absolute Unterschiedsspieler verletzt gefehlt. Zudem konnte Dills durch seine heute defensivere Rolle nicht die übliche Wirkung entfalten. Dadurch hat vorne so ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt und auf den Außenverteidigerpositionen waren das mit Spahn auf der anderen Seite und dem aktuell zum Rechtsverteidiger umfunktionierten Prenaj ohnehin zwei absolute Notlösungen.
Spielerisch und auch kämpferisch sah es über weite Strecken trotz körperlicher Nachteile sehr gut aus. Ebu hat wirklich ein klasse Spiel gemacht. Dills und Ilicevic waren sehr spielfreudig, auch wenn es Ilicevic in der einen oder anderen Situation etwas übertrieben hat und lieber früher abspielen sollte. Dzanovic ist wie schon gegen Köln leider überhaupt nicht ins Spiel gekommen, Awusi mit zu vielen leichten Fehlern in aussichtsreicher Position. Defensiv hat mir vor allem Boakye Osei trotz der späten gelb-roten Karte sehr gut gefallen. So kurz vor Schluss war es wahrscheinlich auch sinnvoller, lieber den Platzverweis als das zweite Gegentor zu riskieren. Auch Peter hat sich in jeden Ball geworfen, Spahn und Prenaj hatten auf ungewohnter Position jeweils einen schweren Stand.
Lobend muss ich an dieser Stelle auch den englischen Schiedsrichter Samuel Barrott erwähnen. Für mich der beste Mann auf dem Platz. Er hatte eine sehr klare Kommunikation mit den Spielern und eine einheitliche Linie auf beiden Seiten. Die Karten waren alle vollkommen berechtigt, ansonsten ließ er in den Duellen viel laufen und ist auch nicht auf Spielchen eingegangen, wenn jemand leicht zu Boden gegangen ist oder provozieren wollte. Das tat dem Spielfluss sehr gut, nachdem sich die Spieler darauf eingestellt hatten. Wirklich eine sehr angenehme Spielleitung.
Sporting hatte durch die Umschaltsituationen zwar die gefährlicheren Chancen, aber insgesamt waren wir in dem Spiel mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen. Das ist angesichts der Verletzungsmisere aller Ehren wert. Da kann man den Jungs wirklich keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben, aber am Ende hat dann vielleicht auch dieser Tick Qualität gefehlt, um das Spiel für sich zu entscheiden. In Bestbesetzung hätten wir Sporting denke ich geschlagen, da war Bilbao für mich qualitativ noch mal ein ganz anderes Kaliber.
So haben halt mit Eisele, Scheller und Ahouannou (der auch rechts spielen kann) drei Innenverteidiger, mit Neuendorff und Ayadi zwei Linksverteidiger und mit Bahoya ein Rechtsverteidiger defensiv sowie offensiv mit Gaul Souza und Oteng-Mensah zwei absolute Unterschiedsspieler verletzt gefehlt. Zudem konnte Dills durch seine heute defensivere Rolle nicht die übliche Wirkung entfalten. Dadurch hat vorne so ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt und auf den Außenverteidigerpositionen waren das mit Spahn auf der anderen Seite und dem aktuell zum Rechtsverteidiger umfunktionierten Prenaj ohnehin zwei absolute Notlösungen.
Spielerisch und auch kämpferisch sah es über weite Strecken trotz körperlicher Nachteile sehr gut aus. Ebu hat wirklich ein klasse Spiel gemacht. Dills und Ilicevic waren sehr spielfreudig, auch wenn es Ilicevic in der einen oder anderen Situation etwas übertrieben hat und lieber früher abspielen sollte. Dzanovic ist wie schon gegen Köln leider überhaupt nicht ins Spiel gekommen, Awusi mit zu vielen leichten Fehlern in aussichtsreicher Position. Defensiv hat mir vor allem Boakye Osei trotz der späten gelb-roten Karte sehr gut gefallen. So kurz vor Schluss war es wahrscheinlich auch sinnvoller, lieber den Platzverweis als das zweite Gegentor zu riskieren. Auch Peter hat sich in jeden Ball geworfen, Spahn und Prenaj hatten auf ungewohnter Position jeweils einen schweren Stand.
Lobend muss ich an dieser Stelle auch den englischen Schiedsrichter Samuel Barrott erwähnen. Für mich der beste Mann auf dem Platz. Er hatte eine sehr klare Kommunikation mit den Spielern und eine einheitliche Linie auf beiden Seiten. Die Karten waren alle vollkommen berechtigt, ansonsten ließ er in den Duellen viel laufen und ist auch nicht auf Spielchen eingegangen, wenn jemand leicht zu Boden gegangen ist oder provozieren wollte. Das tat dem Spielfluss sehr gut, nachdem sich die Spieler darauf eingestellt hatten. Wirklich eine sehr angenehme Spielleitung.
DonGuillermo schrieb:
Damit rennst du bei mir als ehemaliger Torwart offene Türen ein. Ich hatte nach dem Spiel gegen Gladbach auch schon im Thread über Kaua Santos festgehalten, dass mittlerweile viele Mannschaften dieses Blocken des Torwarts bei Standardsituationen als probates Mittel für sich entdeckt haben, weil es von den Schiedsrichtern schlichtweg nicht mehr geahndet wird. Gegen Gladbach war es mit den bis zu drei Gegenspielern wirklich extrem.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei Ausführung der Ecke niemand außer dem Torwart im Fünfer sein darf.
Und von jeder Mannschaft nur je 6 Spieler im 16er
Die Ecken bekämen dann wie beim Hockey eine gewisse Standardaufstellung am Fünfer und am 16er und diese wilden 10 gegen 11 Rangeleien und Raufereien auf engstem Raum wären deutlich eingeschränkt. Schon weil einfach mehr Platz durch weniger Spieler da wäre.
Es wird zwar in diesem Thread jetzt etwas Off-Topic, aber wenn wir gerade die Diskussion haben: Das Montagspiel in der Premier League zwischen Manchester United und Everton hat dem vorhin die Krone aufgesetzt. Einfach mal im Spielbericht von Sky (https://youtu.be/y1PCy3n6Wgg?t=367) die entsprechende Stelle ansehen.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
DonGuillermo schrieb:
Es wird zwar in diesem Thread jetzt etwas Off-Topic, aber wenn wir gerade die Diskussion haben: Das Montagspiel in der Premier League zwischen Manchester United und Everton hat dem vorhin die Krone aufgesetzt. Einfach mal im Spielbericht von Sky (https://youtu.be/y1PCy3n6Wgg?t=367) die entsprechende Stelle ansehen.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
Dann Stellen wir in Zukunft einfach einen Sumoringer ins Tor. Den schiebt keiner weg.
DonGuillermo schrieb:
Es wird zwar in diesem Thread jetzt etwas Off-Topic, aber wenn wir gerade die Diskussion haben: Das Montagspiel in der Premier League zwischen Manchester United und Everton hat dem vorhin die Krone aufgesetzt. Einfach mal im Spielbericht von Sky (https://youtu.be/y1PCy3n6Wgg?t=367) die entsprechende Stelle ansehen.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
Völlig absurd. Ich hatte es vorhin schon in einem Beitrag geschrieben. Da würde ich es drauf anlegen und den Torwart alleine gegen die fünf stellen. Dann kann er den Ball entweder alleine pflücken oder fällt über einen Gegenspieler. Das müsste die sicherste Variante sein.
Was der blockende bayernspieler da mit Kaua macht, ist aber auch genau das: ein Block!
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Damit rennst du bei mir als ehemaliger Torwart offene Türen ein. Ich hatte nach dem Spiel gegen Gladbach auch schon im Thread über Kaua Santos festgehalten, dass mittlerweile viele Mannschaften dieses Blocken des Torwarts bei Standardsituationen als probates Mittel für sich entdeckt haben, weil es von den Schiedsrichtern schlichtweg nicht mehr geahndet wird. Gegen Gladbach war es mit den bis zu drei Gegenspielern wirklich extrem.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
DonGuillermo schrieb:
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
diesbezüglich bin ich bei riera ganz zuversichtlich, der meinte in einer der letzten pks, es würden unter ihm ca. 30% der trainingszeit auf das training von standardsituationen, offensiv wie defensiv, verwendet (, bzw. ein kompletter trainingstag), denn dies sei in etwa der prozentsatz, zu dem dies auch in einem spiel vorkäme und das müsse das training entsprechend abbilden...
DonGuillermo schrieb:
Damit rennst du bei mir als ehemaliger Torwart offene Türen ein. Ich hatte nach dem Spiel gegen Gladbach auch schon im Thread über Kaua Santos festgehalten, dass mittlerweile viele Mannschaften dieses Blocken des Torwarts bei Standardsituationen als probates Mittel für sich entdeckt haben, weil es von den Schiedsrichtern schlichtweg nicht mehr geahndet wird. Gegen Gladbach war es mit den bis zu drei Gegenspielern wirklich extrem.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei Ausführung der Ecke niemand außer dem Torwart im Fünfer sein darf.
Und von jeder Mannschaft nur je 6 Spieler im 16er
Die Ecken bekämen dann wie beim Hockey eine gewisse Standardaufstellung am Fünfer und am 16er und diese wilden 10 gegen 11 Rangeleien und Raufereien auf engstem Raum wären deutlich eingeschränkt. Schon weil einfach mehr Platz durch weniger Spieler da wäre.
DonGuillermo schrieb:
Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Im Falle des Torhüters wäre es dann aber wichtig, dass diese Zeit absolut konsequent nachgespielt wird. Denn das sieht man - auch bei uns - ja auch immer öfter, dass die Torhüter mit der Behandlung fragwürdiger Verletzungen Zeit von der Uhr nehmen.
Unser Torjäger Kaan İnanoğlu wird für den Rest der Saison an den FC Homburg verliehen und geht für diesen bis zum Sommer im der Regionalliga Südwest auf Torejagd.
https://nachwuchs.eintracht.de/news/leihe-kaan-i%CC%87nanoglu-175467/
https://nachwuchs.eintracht.de/news/leihe-kaan-i%CC%87nanoglu-175467/
Hat in seinem ersten Pflichtspiel für Homburg übrigens gleich mal zwei Tore erzielt und zwei weitere Tore vorbereitet, nachdem er in deren Vorbereitung bereits in allen drei Spielen getroffen hatte. Hätte laut Spielbericht sogar noch zwei weitere Treffer gegen Balingen machen können.
Kommt für mich jetzt auch nicht so überraschend. Die Qualität für die Regionalliga hat Inanoglu allemal, das hat er schon vergangene Saison bei uns in einer über weite Strecken offensivschwachen Mannschaft nachgewiesen. Und wenn er jetzt in einem stärkeren Team zu noch mehr Chancen kommt, läuft es erst recht. Trotz seiner vielen Treffer ist sein größtes Manko nämlich weiterhin die Chancenverwertung, da lässt er regelmäßig zu viel liegen. Er kommt aber eben immer wieder in die Situationen und ist auch spielerisch stark genug, um in einem besseren Team mitzuhalten.
Sein Berater hatte schon im Sommer verlauten lassen, dass es einige Leihanfragen aus der dritten Liga gegeben habe. Gut möglich, dass da beispielsweise auch sein Ex-Verein Duisburg dabei war. Die Eintracht wollte ihn aber wohl nicht ziehen lassen, weil er vergangene Saison der einzige offensive Leistungsträger war. Diese Konstante wollte man im Sommer wohl noch halten, um die Chance auf einen sofortigen Wiederaufstieg zu erhöhen. Trotz Verletzung und verpasster Vorbereitung hat er ja auch in dieser Saison eine gute Bilanz.
Da es bezüglich des Aufstiegs aktuell sehr gut aussieht und im Sturm auch Starodid und Sonnenwald funktionieren, hat man wahrscheinlich jetzt im Winter die Tür für eine höherklassige Leihe aufgemacht. Zumal ja mit Kumashiro noch ein vermeintlich adäquater Ersatz verpflichtet wurde, der zumindest das kommende Halbjahr in der zweiten Mannschaft spielen wird. Wenn Inanoglu die Form hält, wird es nächste Saison sicher über die Regionalliga hinausgehen, entweder als weitere Leihe oder als fester Abgang. Ein drittes Jahr Regionalliga ergibt dann in meinen Augen keinen Sinn. Zumal ich ihm vom Niveau her auch die zweite Liga zutraue.
Das Thema dürfte im Sommer ohnehin spannend werden. Für Fenyö hat man ja schon eine Lösung gefunden, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an einer Leihe interessiert war. Bei Doumbia gab es im Sommer wohl ebenfalls Interesse aus der zweiten Liga, da war angeblich Bochum an einer Leihe dran. Hier bleibt abzuwarten, ob er wegen der Verletzungssorgen bei den Profis nicht sogar dort den Fuß in die Tür bekommt. Auch unser Neuzugang Maluze hätte im Sommer wohl in die dritte Liga wechseln können, ist aber zu uns gekommen, weil man eine mögliche Perspektive bei den Profis zugesagt hatte. In beiden Fällen rechne ich für den Sommer also entweder mit einer stärkeren Einbindung bei den Profis oder ebenfalls mit einem höherklassigen Wechsel.
Auch bei Metehan Yildirim könnte ich mir im Sommer einen Abgang zu einem ambitionierten Regionalligisten oder sogar in die dritte Liga vorstellen. Er war schon als Winterzugang gegen Ende der Abstiegssaison und auch jetzt in der Hessenliga zu Saisonbeginn der überragende Spieler der Mannschaft. Er leidet aber darunter, dass man im Mittelfeld natürlich die eigenen Talente Ebu Bekir Is und Marvin Dills mit möglichst viel Spielzeit fördern möchte.
Blickt man auf die Spieler mit auslaufenden Verträgen dürfte auch Daniel Starodid die Gelegenheit nutzen und nach seiner starken Saison einen entsprechenden Wechsel anstreben. Diesen Abgang sollte die Eintracht aber verkraften können. Er hat zwar bisher immer zuverlässig getroffen, aufgrund von mangelnder Technik sehe ich bei ihm aber nur Potenzial für maximal die dritte Liga. Auch im Sturm werden nächste Saison sicher die eigenen Talente Alex Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah im Fokus stehen. Zusammen mit dem bulligen Sonnenwald und wahrscheinlich einem weiteren externen Neuzugang wird man dort auch für die Regionalliga gut genug besetzt sein.
Ansonsten werden sicherlich auch Junior Awusi und Clement Nana-Sarhene den Verein verlassen, die sich schon in der Hessenliga nicht durchsetzen konnten und auf geringe Spielanteile kommen. Bei Awusi etwas enttäuschend, da hatte ich mir genau wie bei Anas Alaoui mehr erhofft, nachdem beide als große Talente galten. Auch Jonas Bauer dürfte gehen, der als höherklassiger Neuzugang zuletzt seinen Stammplatz verloren hat. Bei Yurij Obert und Sissis Efthymiou sollte es letztlich darum gehen, wer das Torwarttrio neben Siljevic und Speight komplettiert. Paul Wünsch bleibt uns hoffentlich erhalten. Er gehörte schon letzte Saison in der Regionalliga zu den besseren Spielern und ist auf beiden Flügen offensiv wie defensiv flexibel einsetzbar. Ist somit immer eine gute Option für den Kader.
Diese Saison wird jetzt in den kommenden Wochen spannend zu sehen sein, wie man mit dem Engpass auf der Position des Linksverteidigers umgeht, nachdem sich Nilo Neuendorff langfristig verletzt hat und Aiden Harangi fest abgegeben wurde. Zumal Doumbia, der auch links verteidigen kann, wie gesagt bei Bedarf zu den Profis hochgezogen werden könnte. Dann steht mit Derek Boakye Osei eigentlich nur noch ein weiterer gelernter Innenverteidiger oder im Falle einer Dreierkette die beiden Flügelspieler Wünsch und Bauer als Wingbacks zur Verfügung.
Ansonsten werden mit fortschreitender Saisondauer sicher auch noch einige aktuelle U19-Spieler die Gelegenheit bekommen, erste Einsätze im Herrenbereich zu sammeln. Vor allem, wenn man den Aufstieg vorzeitig eintüten sollte. Bis auf Eddersheim gibt es ja eh keinen Konkurrenten mehr und bei denen muss man mal abwarten, wie die den Abgang von Toptorjäger Yilmaz verkraften. Fest hochgezogen wurde jetzt im Winter wohl erst mal nur Alex Staff, der ja vergangene Saison in der Regionalliga schon zeitweise Teil der zweiten Mannschaft war.
Kommt für mich jetzt auch nicht so überraschend. Die Qualität für die Regionalliga hat Inanoglu allemal, das hat er schon vergangene Saison bei uns in einer über weite Strecken offensivschwachen Mannschaft nachgewiesen. Und wenn er jetzt in einem stärkeren Team zu noch mehr Chancen kommt, läuft es erst recht. Trotz seiner vielen Treffer ist sein größtes Manko nämlich weiterhin die Chancenverwertung, da lässt er regelmäßig zu viel liegen. Er kommt aber eben immer wieder in die Situationen und ist auch spielerisch stark genug, um in einem besseren Team mitzuhalten.
Sein Berater hatte schon im Sommer verlauten lassen, dass es einige Leihanfragen aus der dritten Liga gegeben habe. Gut möglich, dass da beispielsweise auch sein Ex-Verein Duisburg dabei war. Die Eintracht wollte ihn aber wohl nicht ziehen lassen, weil er vergangene Saison der einzige offensive Leistungsträger war. Diese Konstante wollte man im Sommer wohl noch halten, um die Chance auf einen sofortigen Wiederaufstieg zu erhöhen. Trotz Verletzung und verpasster Vorbereitung hat er ja auch in dieser Saison eine gute Bilanz.
Da es bezüglich des Aufstiegs aktuell sehr gut aussieht und im Sturm auch Starodid und Sonnenwald funktionieren, hat man wahrscheinlich jetzt im Winter die Tür für eine höherklassige Leihe aufgemacht. Zumal ja mit Kumashiro noch ein vermeintlich adäquater Ersatz verpflichtet wurde, der zumindest das kommende Halbjahr in der zweiten Mannschaft spielen wird. Wenn Inanoglu die Form hält, wird es nächste Saison sicher über die Regionalliga hinausgehen, entweder als weitere Leihe oder als fester Abgang. Ein drittes Jahr Regionalliga ergibt dann in meinen Augen keinen Sinn. Zumal ich ihm vom Niveau her auch die zweite Liga zutraue.
Das Thema dürfte im Sommer ohnehin spannend werden. Für Fenyö hat man ja schon eine Lösung gefunden, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an einer Leihe interessiert war. Bei Doumbia gab es im Sommer wohl ebenfalls Interesse aus der zweiten Liga, da war angeblich Bochum an einer Leihe dran. Hier bleibt abzuwarten, ob er wegen der Verletzungssorgen bei den Profis nicht sogar dort den Fuß in die Tür bekommt. Auch unser Neuzugang Maluze hätte im Sommer wohl in die dritte Liga wechseln können, ist aber zu uns gekommen, weil man eine mögliche Perspektive bei den Profis zugesagt hatte. In beiden Fällen rechne ich für den Sommer also entweder mit einer stärkeren Einbindung bei den Profis oder ebenfalls mit einem höherklassigen Wechsel.
Auch bei Metehan Yildirim könnte ich mir im Sommer einen Abgang zu einem ambitionierten Regionalligisten oder sogar in die dritte Liga vorstellen. Er war schon als Winterzugang gegen Ende der Abstiegssaison und auch jetzt in der Hessenliga zu Saisonbeginn der überragende Spieler der Mannschaft. Er leidet aber darunter, dass man im Mittelfeld natürlich die eigenen Talente Ebu Bekir Is und Marvin Dills mit möglichst viel Spielzeit fördern möchte.
Blickt man auf die Spieler mit auslaufenden Verträgen dürfte auch Daniel Starodid die Gelegenheit nutzen und nach seiner starken Saison einen entsprechenden Wechsel anstreben. Diesen Abgang sollte die Eintracht aber verkraften können. Er hat zwar bisher immer zuverlässig getroffen, aufgrund von mangelnder Technik sehe ich bei ihm aber nur Potenzial für maximal die dritte Liga. Auch im Sturm werden nächste Saison sicher die eigenen Talente Alex Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah im Fokus stehen. Zusammen mit dem bulligen Sonnenwald und wahrscheinlich einem weiteren externen Neuzugang wird man dort auch für die Regionalliga gut genug besetzt sein.
Ansonsten werden sicherlich auch Junior Awusi und Clement Nana-Sarhene den Verein verlassen, die sich schon in der Hessenliga nicht durchsetzen konnten und auf geringe Spielanteile kommen. Bei Awusi etwas enttäuschend, da hatte ich mir genau wie bei Anas Alaoui mehr erhofft, nachdem beide als große Talente galten. Auch Jonas Bauer dürfte gehen, der als höherklassiger Neuzugang zuletzt seinen Stammplatz verloren hat. Bei Yurij Obert und Sissis Efthymiou sollte es letztlich darum gehen, wer das Torwarttrio neben Siljevic und Speight komplettiert. Paul Wünsch bleibt uns hoffentlich erhalten. Er gehörte schon letzte Saison in der Regionalliga zu den besseren Spielern und ist auf beiden Flügen offensiv wie defensiv flexibel einsetzbar. Ist somit immer eine gute Option für den Kader.
Diese Saison wird jetzt in den kommenden Wochen spannend zu sehen sein, wie man mit dem Engpass auf der Position des Linksverteidigers umgeht, nachdem sich Nilo Neuendorff langfristig verletzt hat und Aiden Harangi fest abgegeben wurde. Zumal Doumbia, der auch links verteidigen kann, wie gesagt bei Bedarf zu den Profis hochgezogen werden könnte. Dann steht mit Derek Boakye Osei eigentlich nur noch ein weiterer gelernter Innenverteidiger oder im Falle einer Dreierkette die beiden Flügelspieler Wünsch und Bauer als Wingbacks zur Verfügung.
Ansonsten werden mit fortschreitender Saisondauer sicher auch noch einige aktuelle U19-Spieler die Gelegenheit bekommen, erste Einsätze im Herrenbereich zu sammeln. Vor allem, wenn man den Aufstieg vorzeitig eintüten sollte. Bis auf Eddersheim gibt es ja eh keinen Konkurrenten mehr und bei denen muss man mal abwarten, wie die den Abgang von Toptorjäger Yilmaz verkraften. Fest hochgezogen wurde jetzt im Winter wohl erst mal nur Alex Staff, der ja vergangene Saison in der Regionalliga schon zeitweise Teil der zweiten Mannschaft war.
Kalimuendo hat mir gegen die Bayern auch in der veränderten Rolle als verkappter Rechtsaußen erneut sehr gut gefallen. Den Pfostentreffer von Burkardt leitet er quasi im Alleingang über den halben Platz ein. Meiner Meinung nach hat er jetzt schon genug gezeigt, um im Sommer die Kaufoption zu ziehen. Bisher hatte er in jedem Spiel einen positiven Impact, wenn man bedenkt, dass er gegen Leverkusen eigentlich noch einen klaren Elfmeter zieht und bei Union die einzige Großchance von Højlund vorbereitet.
Er bringt eine ganz eigene Note in unser Spiel ein und wird hoffentlich auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Ich sehe da auch vom Profil her eine gute Ergänzung zu Burkardt und Ebnoutalib. Kalimuendo kann eben auch aus einer hängenden oder dezentraleren Position kommen. Und wenn du mal mit zwei Stürmern spielen willst, ist so ein flexibler Spieler für eine Doppelspitze um einen zentraleren Angreifer herum geradezu prädestiniert. Sollten wir uns für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, benötigst du ohnehin mindestens drei Stürmer auf diesem Niveau.
Im besten Fall bekommt man für Wahi im Sommer nach seinen Leistungen in Frankreich ein gutes Angebot und kann das dann mehr oder weniger eins zu eins, wahrscheinlich eher mit einem kleinen Minus verrechnen. Schade, dass es damals nicht sofort mit Kalimuendo geklappt hat, dann hätten wir uns einigen Ärger ersparen können. Vielleicht ergibt sich auch eine Konstellation, dass man Kalimuendo wegen eines potenziellen Abstiegs von Nottingham günstiger verpflichten oder ein weiteres Jahr leihen kann. Koch und Kristensen hatten bei Leeds ja ähnliche Vertragsklauseln.
Er bringt eine ganz eigene Note in unser Spiel ein und wird hoffentlich auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Ich sehe da auch vom Profil her eine gute Ergänzung zu Burkardt und Ebnoutalib. Kalimuendo kann eben auch aus einer hängenden oder dezentraleren Position kommen. Und wenn du mal mit zwei Stürmern spielen willst, ist so ein flexibler Spieler für eine Doppelspitze um einen zentraleren Angreifer herum geradezu prädestiniert. Sollten wir uns für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, benötigst du ohnehin mindestens drei Stürmer auf diesem Niveau.
Im besten Fall bekommt man für Wahi im Sommer nach seinen Leistungen in Frankreich ein gutes Angebot und kann das dann mehr oder weniger eins zu eins, wahrscheinlich eher mit einem kleinen Minus verrechnen. Schade, dass es damals nicht sofort mit Kalimuendo geklappt hat, dann hätten wir uns einigen Ärger ersparen können. Vielleicht ergibt sich auch eine Konstellation, dass man Kalimuendo wegen eines potenziellen Abstiegs von Nottingham günstiger verpflichten oder ein weiteres Jahr leihen kann. Koch und Kristensen hatten bei Leeds ja ähnliche Vertragsklauseln.
Seh das so wie du. Kali ist echt durchsetzungsstark mit seiner Muskelmasse und seinem tieferen Schwerpunkt. Gleichzeitig ist er schnell und recht spielintelligent. Vieles, was er macht, zeigt auch Wirkung. Hinzu kommt seine positive Ausstrahlung. Er scheint Bock zu haben und strahlt das so auch auf seine Mitspieler aus.
Ja, so einen Spieler möchte man gerne über den Sommer hinaus behalten.
Ja, so einen Spieler möchte man gerne über den Sommer hinaus behalten.
DonGuillermo schrieb:
Kalimuendo hat mir gegen die Bayern auch in der veränderten Rolle als verkappter Rechtsaußen erneut sehr gut gefallen. Den Pfostentreffer von Burkardt leitet er quasi im Alleingang über den halben Platz ein. Meiner Meinung nach hat er jetzt schon genug gezeigt, um im Sommer die Kaufoption zu ziehen. Bisher hatte er in jedem Spiel einen positiven Impact, wenn man bedenkt, dass er gegen Leverkusen eigentlich noch einen klaren Elfmeter zieht und bei Union die einzige Großchance von Højlund vorbereitet.
Er bringt eine ganz eigene Note in unser Spiel ein und wird hoffentlich auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Ich sehe da auch vom Profil her eine gute Ergänzung zu Burkardt und Ebnoutalib. Kalimuendo kann eben auch aus einer hängenden oder dezentraleren Position kommen. Und wenn du mal mit zwei Stürmern spielen willst, ist so ein flexibler Spieler für eine Doppelspitze um einen zentraleren Angreifer herum geradezu prädestiniert. Sollten wir uns für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, benötigst du ohnehin mindestens drei Stürmer auf diesem Niveau.
Im besten Fall bekommt man für Wahi im Sommer nach seinen Leistungen in Frankreich ein gutes Angebot und kann das dann mehr oder weniger eins zu eins, wahrscheinlich eher mit einem kleinen Minus verrechnen. Schade, dass es damals nicht sofort mit Kalimuendo geklappt hat, dann hätten wir uns einigen Ärger ersparen können. Vielleicht ergibt sich auch eine Konstellation, dass man Kalimuendo wegen eines potenziellen Abstiegs von Nottingham günstiger verpflichten oder ein weiteres Jahr leihen kann. Koch und Kristensen hatten bei Leeds ja ähnliche Vertragsklauseln.
Das würde ich zu 100% so unterschreiben. Ich hoffe, man kriegt das je nach Ausgang der Saison finanziert. Da werden wohl ein paar Faktoren reinspielen, beispielsweise europäische Qualifikation ja oder nein (mit gaaanz viel Glück könnte ja scheinbar Rang 7 sogar noch für die Europaleague reichen, wenn die deutschen Klubs erfolgreich abschneiden) und ein Punkt ist natürlich auch, ob es wieder einen hochkarätigen Verkauf gibt, beispielsweise Brown. Wenn Wahi in Frankreich weiter trifft kann man dort vielleicht auch noch einen größeren Teil des investierten Geldes zurückbekommen, als zunächst zu befürchten war.
Man sieht auf jeden Fall, dass Kalimuendo unserem Spiel wirklich gut tut und auch vom Typ und der Mentalität her tadellos zu sein scheint. Man versteht, warum man ihn seit längerer Zeit auf dem Zettel hatte.
derexperte schrieb:
Wir brauchen ihn. Koste es was es wolle.
Unsere Erfolgsserie ab August 2026 wird das millionenfach wieder einspielen.
Ich hab überhaupt nichts gegen Optimismus, auch situativer Überschwang ist in einem Forum eines (zudem noch sehr emotionalen) Fussballvereins sicher völlig okay. Aber meinst du nicht, dass die permanenten Beiträge nach dem Motto "Wir werden mit absoluter Sicherheit alles überrollen" manchmal ein bisschen "too much" sind? Anstrengend..
Ich denke man kann insgesamt ganz zufrieden mit dem Auftritt sein. Insbesondere angesichts der diesjährigen Topform der Bayern und den aktuellen Verletzungssorgen bei unserer Eintracht. Vor allem aus dem Auftritt in der zweiten Halbzeit werden die Jungs sicher viel Positives ziehen können. Dass die Bayern am Ende sogar auf Zeit gespielt haben, ist ein gutes Zeichen. Die Mannschaft ist nach den Rückschlägen dieses Mal nicht auseinandergefallen, sondern hat Moral bewiesen und zum Ende hin auch noch mal guten Fußball gezeigt.
Ich finde auch, dass man es defensiv durchaus über die gesamte Spielzeit recht gut verteidigt und kompakt gehalten hat. Aus dem Spiel heraus hatten die Bayern jetzt nicht übermäßig viele Großchancen. Das zeigt letztendlich auch der xGoal-Wert, bei dem wir (natürlich auch dank des Elfmeters) auf einem ähnlichen Niveau wie die Bayern lagen. Da ist defensiv schon recht viel aufgegangen, auch wenn es wie zuletzt gegen Gladbach dann teilweise mit sechs Mann in der letzten Linie und vielen Mann-gegen-Mann Duellen verteidigt wurde. Die individuellen Fehler wurden ebenfalls weiter minimiert, lediglich Skhiri nahm in der ungewohnten Rolle einige Male zu viel Risiko.
Dafür hat dann aber beim dritten Gegentor wieder jemand vor der Abwehr gefehlt, der Druck auf den ballführenden Spieler des Gegners ausübt. Wobei du in dem Fall natürlich den Ball vorher kurz vor dem eigenen Strafraum selbst noch verlierst. Kane setzt dir mit seiner Schusstechnik einen freien Abschluss leider auch aus 25 Metern genau neben den Pfosten. Umso ärgerlicher dann, dass die ersten beiden Gegentore wieder einmal aus Standards resultieren. Beim ersten Gegentor kann ich auch als großer Befürworter Kaua nicht aus der Verantwortung nehmen. Vielleicht sieht er den Ball erst spät und der Rasen ist nass, aber wenn du beide Hände an so einen Ball bekommst, musst du ihn auch halten. Man darf aber auch kritiseren, dass der Rest der Mannschaft zu zögerlich auf den zweiten Ball rausrückt.
Wie man jedoch beim zweiten Gegentor eine Verantwortung bei Kaua sieht, ist mir rätselhaft. Klar läuft er um den blockenden Gegenspieler herum, aber aus der Distanz ist es fast egal wo er auf der Linie steht. Das war schlichtweg schlecht verteidigt. Wir haben den Raum vor dem Fünfer doppelt besetzt, aber keiner bewegt sich Richtung Ball, sodass Stanisic den mit zehn Metern Anlauf verlängern kann. Und Kane setzt sich inmitten von drei Gegenspielern auch so weit ab, dass er unbedrängt zum Kopfball kommen kann. Ich meine, dass Riera nach dem zweiten Gegentor auch einen bösen Blick in Richtung Bank geworfen hat. Das war viel zu einfach. Gerade weil wir jetzt bei Eckbällen weniger im Raum verteidigen und eigentlich den Gegnerkontakt durch die gesamte Situation hinweg halten wollen.
In der ersten Halbzeit ging offensiv natürlich nicht viel, auch wenn Bahoya zumindest in Ansätzen gefährlich wurde. Die Situationen scheiterten aber auch daran, dass er vorne allein auf weiter Flur stand und überhaupt keine Anspielstation gehabt hätte. Da war nach den Einwechslungen von Burkardt und Kalimuendo sofort ein anderer Zug und eine andere Präsenz drin. Burkardt ist als Anläufer wirklich unglaublich wertvoll, während sich Kalimuendo trotz seiner Statur auch im Zweikampf behaupten und mit seinen Dribblings einen Gegenspieler aussteigen lassen kann. Dass beide sofort im Spiel waren, gibt Hoffnung für die nächste Zeit. Da kommen die machbaren Spiele, wo wir diese Durchschlagskraft vorne benötigen. Vielleicht sind bis nächste Woche auch Uzun und Ebnoutalib schon wieder zurück.
Ich finde auch, dass man es defensiv durchaus über die gesamte Spielzeit recht gut verteidigt und kompakt gehalten hat. Aus dem Spiel heraus hatten die Bayern jetzt nicht übermäßig viele Großchancen. Das zeigt letztendlich auch der xGoal-Wert, bei dem wir (natürlich auch dank des Elfmeters) auf einem ähnlichen Niveau wie die Bayern lagen. Da ist defensiv schon recht viel aufgegangen, auch wenn es wie zuletzt gegen Gladbach dann teilweise mit sechs Mann in der letzten Linie und vielen Mann-gegen-Mann Duellen verteidigt wurde. Die individuellen Fehler wurden ebenfalls weiter minimiert, lediglich Skhiri nahm in der ungewohnten Rolle einige Male zu viel Risiko.
Dafür hat dann aber beim dritten Gegentor wieder jemand vor der Abwehr gefehlt, der Druck auf den ballführenden Spieler des Gegners ausübt. Wobei du in dem Fall natürlich den Ball vorher kurz vor dem eigenen Strafraum selbst noch verlierst. Kane setzt dir mit seiner Schusstechnik einen freien Abschluss leider auch aus 25 Metern genau neben den Pfosten. Umso ärgerlicher dann, dass die ersten beiden Gegentore wieder einmal aus Standards resultieren. Beim ersten Gegentor kann ich auch als großer Befürworter Kaua nicht aus der Verantwortung nehmen. Vielleicht sieht er den Ball erst spät und der Rasen ist nass, aber wenn du beide Hände an so einen Ball bekommst, musst du ihn auch halten. Man darf aber auch kritiseren, dass der Rest der Mannschaft zu zögerlich auf den zweiten Ball rausrückt.
Wie man jedoch beim zweiten Gegentor eine Verantwortung bei Kaua sieht, ist mir rätselhaft. Klar läuft er um den blockenden Gegenspieler herum, aber aus der Distanz ist es fast egal wo er auf der Linie steht. Das war schlichtweg schlecht verteidigt. Wir haben den Raum vor dem Fünfer doppelt besetzt, aber keiner bewegt sich Richtung Ball, sodass Stanisic den mit zehn Metern Anlauf verlängern kann. Und Kane setzt sich inmitten von drei Gegenspielern auch so weit ab, dass er unbedrängt zum Kopfball kommen kann. Ich meine, dass Riera nach dem zweiten Gegentor auch einen bösen Blick in Richtung Bank geworfen hat. Das war viel zu einfach. Gerade weil wir jetzt bei Eckbällen weniger im Raum verteidigen und eigentlich den Gegnerkontakt durch die gesamte Situation hinweg halten wollen.
In der ersten Halbzeit ging offensiv natürlich nicht viel, auch wenn Bahoya zumindest in Ansätzen gefährlich wurde. Die Situationen scheiterten aber auch daran, dass er vorne allein auf weiter Flur stand und überhaupt keine Anspielstation gehabt hätte. Da war nach den Einwechslungen von Burkardt und Kalimuendo sofort ein anderer Zug und eine andere Präsenz drin. Burkardt ist als Anläufer wirklich unglaublich wertvoll, während sich Kalimuendo trotz seiner Statur auch im Zweikampf behaupten und mit seinen Dribblings einen Gegenspieler aussteigen lassen kann. Dass beide sofort im Spiel waren, gibt Hoffnung für die nächste Zeit. Da kommen die machbaren Spiele, wo wir diese Durchschlagskraft vorne benötigen. Vielleicht sind bis nächste Woche auch Uzun und Ebnoutalib schon wieder zurück.
Was der blockende bayernspieler da mit Kaua macht, ist aber auch genau das: ein Block!
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Danke, da habe ich das gleiche Spiel wie du gesehen. Nur Skhiris Aktion habe gefeiert. Gut, nicht als Trainer, aber als Zuschauer sah es schon geil aus, als die beiden Bayern Spieler ins Leere liefen.
Letzten Endes natürlich souverän weitergekommen, aber auch in diesem Spiel hat man wieder mal das grundlegende Problem des Teams gesehen. Sobald keine 100 Prozent Invest im Spiel sind, wird es gegen jeden Gegner eng. Das war nach dem Ergebnis im Hinspiel natürlich nicht mehr nötig und es wurde ja auch fleißig rotiert, aber für den Rest der Saison wäre es wichtig, wenn man jetzt komplett durchziehen und sich keine großen Schwächen mehr erlauben würde. Die Qualität der Spielerinnen gibt das eigentlich her, auch wenn das Niveau im Europa Cup jetzt noch mal anziehen wird.
Schade, schade. Am Ende knapp mit 1:2 gegen Köln verloren. Auch wenn Köln die bessere Mannschaft war, wäre mehr drin gewesen. Der Spielverlauf war eigentlich günstig für uns, nachdem wir in der ersten Halbzeit in Führung gehen und Emil Möhler noch einen (unberechtigten) Elfmeter genau vor dem Halbzeitpfiff entschärft. Köln hatte zwar vor allem durch Starstürmer Fynn Schenten mehrere gute Möglichkeiten aus dem Spiel, umso bitterer, dass man dann durch ein Standardgegentor nach Ecke, bei dem Möhler am Ball vorbeifliegt, und einen gut platzierten Distanzschuss verliert.
Man kann den Jungs aber keinen großen Vorwurf machen. Selbst in Bestbesetzung wäre Köln als amtierender Meister in der A-Jugend und mit der in dieser Saison gruppenübergreifend besten Abwehr der Liga der Favorit gewesen. Tatsächlich haben wir aber vor allem defensiv so ziemlich mit dem letzten Aufgebot gespielt, da Philipp Eisele und Yannis Ahouannou aktuell wohl auch ausfallen. Damit haben allein in der Innenverteidigung mit Eisele, Niklas Scheller (verletzt), Nicolas Peter (gesperrt) und Ahouannou die ersten vier Optionen gefehlt.
Somit mussten Lean Husterer (der in der Hinrunde nur einmal in der Startelf stand) und Luca Gebhardt (der eigentlich Sechser spielt) in der Innenverteidigung ran. Teilweise hat Gebhardt auch mit Ebu Bekir Is die Position getauscht, damit dieser das Spiel von hinten aufbauen konnte. Darüber hinaus haben auf den Außenverteidigerpositionen rechts mit dem ebenfalls verletzten Paul Bahoya sowie Ahouannou die ersten beiden Optionen und links mit Nilo Neuendorff (verletzt und gesperrt) drei weitere Spieler gefehlt. Während des Spiels musste auch noch Akram Ayadi mit einer Zerrung raus, sodass mit Maximilian Arlinghaus als Linksverteidiger ebenfalls die letzte Option auf dem Feld stand.
Hinten rechts hat überraschenderweise Christian Prenaj angefangen, der eigentlich zentraler Mittelfeldspieler ist. Da hätte es mit Johannes Vött und Sahin Balta zwei andere Optionen gegeben, die diese Position schon öfter ausgefüllt haben. Balta wurde nach seiner Einwechslung dann auch als Rechtsverteidiger gestellt. Prenaj auf dem Feld zu haben, hatte aber den Vorteil, dass mit Prenaj, Tsiokos, Is, Dills, Ilicevic und Dzanovic viele gute Zocker unterwegs waren, wobei Dzanovic so überhaupt nicht im Spiel war. Die anderen haben aber gerade in der ersten Halbzeit für einige gute Kombinationen gesorgt, so auch Ilicevic und Tsiokos im Zusammenspiel mit Alex Staff beim Führungstor.
Dennoch hat man gemerkt, dass die Kräfte zum Ende des Spiels schwinden. In den letzten beiden Ligaspielen hat man ja schon nicht mal mehr den Spieltagskader vollbekommen. Offensiv sind wie gesagt mit Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah ja auch noch zwei absolute Unterschiedsspieler ausgefallen. Das sind insgesamt acht Ausfälle von Spielern, die in diesem Spiel sicherlich zum Kader gehört hätten, plus eine weitere Verletzung im laufenden Spiel. Dazu kommt, dass man in den meisten Spielen eh schon körperlich unterlegen ist. Heute standen mit Staff und Husterer auch wieder lediglich zwei Spieler auf dem Platz, die knapp über 1,80 Meter groß sind.
Man kann den Jungs aber keinen großen Vorwurf machen. Selbst in Bestbesetzung wäre Köln als amtierender Meister in der A-Jugend und mit der in dieser Saison gruppenübergreifend besten Abwehr der Liga der Favorit gewesen. Tatsächlich haben wir aber vor allem defensiv so ziemlich mit dem letzten Aufgebot gespielt, da Philipp Eisele und Yannis Ahouannou aktuell wohl auch ausfallen. Damit haben allein in der Innenverteidigung mit Eisele, Niklas Scheller (verletzt), Nicolas Peter (gesperrt) und Ahouannou die ersten vier Optionen gefehlt.
Somit mussten Lean Husterer (der in der Hinrunde nur einmal in der Startelf stand) und Luca Gebhardt (der eigentlich Sechser spielt) in der Innenverteidigung ran. Teilweise hat Gebhardt auch mit Ebu Bekir Is die Position getauscht, damit dieser das Spiel von hinten aufbauen konnte. Darüber hinaus haben auf den Außenverteidigerpositionen rechts mit dem ebenfalls verletzten Paul Bahoya sowie Ahouannou die ersten beiden Optionen und links mit Nilo Neuendorff (verletzt und gesperrt) drei weitere Spieler gefehlt. Während des Spiels musste auch noch Akram Ayadi mit einer Zerrung raus, sodass mit Maximilian Arlinghaus als Linksverteidiger ebenfalls die letzte Option auf dem Feld stand.
Hinten rechts hat überraschenderweise Christian Prenaj angefangen, der eigentlich zentraler Mittelfeldspieler ist. Da hätte es mit Johannes Vött und Sahin Balta zwei andere Optionen gegeben, die diese Position schon öfter ausgefüllt haben. Balta wurde nach seiner Einwechslung dann auch als Rechtsverteidiger gestellt. Prenaj auf dem Feld zu haben, hatte aber den Vorteil, dass mit Prenaj, Tsiokos, Is, Dills, Ilicevic und Dzanovic viele gute Zocker unterwegs waren, wobei Dzanovic so überhaupt nicht im Spiel war. Die anderen haben aber gerade in der ersten Halbzeit für einige gute Kombinationen gesorgt, so auch Ilicevic und Tsiokos im Zusammenspiel mit Alex Staff beim Führungstor.
Dennoch hat man gemerkt, dass die Kräfte zum Ende des Spiels schwinden. In den letzten beiden Ligaspielen hat man ja schon nicht mal mehr den Spieltagskader vollbekommen. Offensiv sind wie gesagt mit Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah ja auch noch zwei absolute Unterschiedsspieler ausgefallen. Das sind insgesamt acht Ausfälle von Spielern, die in diesem Spiel sicherlich zum Kader gehört hätten, plus eine weitere Verletzung im laufenden Spiel. Dazu kommt, dass man in den meisten Spielen eh schon körperlich unterlegen ist. Heute standen mit Staff und Husterer auch wieder lediglich zwei Spieler auf dem Platz, die knapp über 1,80 Meter groß sind.
Leider hat es nach allen Stürmern bei den Profis sowie den Leihspielern Wahi und Ngankam nun auch in der Jugend Gaul Souza und Oteng-Mensah verletzungsbedingt erwischt, die beide längerfristig ausfallen. Genaueres lässt sich dank des üblichen Jargons "bis auf Weiteres" nicht sagen. Bei Gaul Souza steht aber sogar eine OP am Knie an. Ziemlich beschissen alles. Gerade jetzt, wo diese Woche das Pokalviertelfinale gegen Köln und nächste Woche das Achtelfinale in der Youth League gegen Sporting ansteht.
Gauli wird damit leider weiterhin nicht in Tritt kommen. Da hatte ich nach den starken U19-Länderspielen im Herbst schon Hoffnung, aber leider hat Schmitt in der zweiten Mannschaft zuletzt überhaupt nicht mehr auf ihn gesetzt. Wenn er jetzt noch den Großteil der Rückrunde ausfällt, war das leider ein verlorenes Jahr.
Und Oteng-Mensah kam Anfang dieser Saison eigentlich super zurück, nachdem er die beiden Jahre davor aufgrund von Verletzungen fast komplett ausgefallen ist. Aber seit Mitte Oktober ist er jetzt schon wieder fast dauerhaft mit diversen Verletzungen ausgefallen. Lediglich die beiden Youth League Spiele in Barcelona und Bilbao hat er seitdem absolviert, beim Restart in der Liga musste er gegen Freiberg nach einem Zusammenprall mit dem Torwart auch schon verletzt raus. Jetzt also eine Fußverletzung im Training. Scheint zumindest nicht allzu schlimm zu sein und zum Glück nichts am Knie, wo er ja auch schon einen Kreuzbandriss hatte.
Gauli wird damit leider weiterhin nicht in Tritt kommen. Da hatte ich nach den starken U19-Länderspielen im Herbst schon Hoffnung, aber leider hat Schmitt in der zweiten Mannschaft zuletzt überhaupt nicht mehr auf ihn gesetzt. Wenn er jetzt noch den Großteil der Rückrunde ausfällt, war das leider ein verlorenes Jahr.
Und Oteng-Mensah kam Anfang dieser Saison eigentlich super zurück, nachdem er die beiden Jahre davor aufgrund von Verletzungen fast komplett ausgefallen ist. Aber seit Mitte Oktober ist er jetzt schon wieder fast dauerhaft mit diversen Verletzungen ausgefallen. Lediglich die beiden Youth League Spiele in Barcelona und Bilbao hat er seitdem absolviert, beim Restart in der Liga musste er gegen Freiberg nach einem Zusammenprall mit dem Torwart auch schon verletzt raus. Jetzt also eine Fußverletzung im Training. Scheint zumindest nicht allzu schlimm zu sein und zum Glück nichts am Knie, wo er ja auch schon einen Kreuzbandriss hatte.
Ich habe auch den Eindruck, dass wir in den letzten Jahren mit die wenigsten Verletzungen in der Bundesliga hatten. Es gab mit http://www.fussballverletzungen.com mal eine Webseite, die das Jahr für Jahr analysiert und aufgelistet hatte. Die wurde jedoch leider nach der Winterpause 22/23 nicht mehr fortgeführt. Außerdem lassen sich von den alten Beiträgen nur noch die Tabellen bis zur Saison 16/17 aufrufen.
Damals waren wir mit insgesamt 2380 Ausfalltagen sowie durchschnittlich 77 Ausfalltagen pro Spieler noch mit weitem Abstand das verletzungsanfälligste Team der Bundesliga. Ein weiterer Beitrag mit einer 7-Jahresbilanz bis zum Jahr 2017 legt nahe, dass es die Jahre davor auch nicht viel besser gelaufen ist. Und über die berühmten Funkeljahre, als regelmäßig der halbe Kader gefehlt hat, wurde hier im Thread ja schon gesprochen. Wobei wir damals auch viele vorbelastete Spieler hatten, die zum Ende ihrer Karriere schon mehr oder weniger Sportinvaliden waren.
Ich erinnere mich da vor allem an die Extrembeispiele Christoph Preuß (13 Spiele in den letzten drei Jahren), Aleksandar Vasoski (23 Spiele in den letzten drei Jahren) und Zlatan Bajramovic (21 Spiele in den letzten drei Jahren), die fast keine Spiele mehr machen konnten. Dazu hatten wir mit Chris, Ioannis Amanatidis oder später auch Sonny Kittel, Marc Stendera, Sebastian Rode und bisweilen auch Alex Meier weitere Spieler, die relativ oft und längerfristig ausgefallen sind. Auch Bamba Anderson, der nach seinem Knorpelschaden überhaupt nicht mehr auf die Beine gekommen ist, muss man da nennen. Und da zähle ich Spieler, die mal ein Seuchenjahr hatten wie Omar Mascarell im Pokalsiegerjahr oder eine große schwere Verletzung wie Johannes Flum damals mit dem Kniescheibenbruch nicht mal mit.
Schaut man sich die Tabellen auf der Webseite an, sieht man dann eine klare Entwicklung. In der Saison 17/18 standen wir mit 1970/57 Tagen schon nur noch auf Rang 13. 2018/19 zählten wir mit 1472/45 Tagen schon zu den Top 5 Vereinen mit den wenigsten Verletzungen. 2019/20 gab es mit 1693/53 Tagen noch mal einen kleinen Rückfall auf Platz 10. In den beiden Saisons 2020/21 (798/29) und 2021/22 (993/31) sowie in der Hinrunde 22/23 (475/16) waren wir dann konstant unter den Top 3 aus der Bundesliga mit den wenigsten Verletzungsausfällen.
Das wird zu einem großen Teil auch der Verdienst der damals leitenden Angestellten in der medizinischen Abteilung sein. Bekanntlich haben uns dort in den vergangenen zwei Jahren aber mit Florian Pfab unser Medizinchef und leitender Vereinsarzt nach Brighton sowie mit Markus Murrer und Benjamin Sommer unser führender Athletik- bzw. Rehatrainer jeweils zu den Bayern verlassen. Da wird schon massig Qualität und Fachwissen in allen Bereichen gegangen sein. Brighton hat nicht umsonst sogar eine Ablöse für Florian Pfab gezahlt und die Bayern werden auch nur die Besten ihres Fachs holen.
Dementsprechend kann es natürlich schon daran liegen, dass man diese Abgänge nicht adäquat aufgefangen hat und im Sommer in der Personalbesetzung noch einmal nachjustieren muss. Wobei man sagen muss, dass es in der Hinrunde ja noch ganz gut aussah. Kristensen und Baum sind jeweils ein paar Spiele ausgefallen, Larsson, Højlund sowie Uzun hatten ihre muskulären Probleme und Burkardt ist eben länger ausgefallen. Dass man in der Rückrunde jetzt mit Theate, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und weiterhin Burkardt gleich sechs wichtige Spieler langfristig ersetzen muss, ist schon eine ungewöhnliche Häufung. Und da zähle ich Batshuayi und den erneuten Ausfall von Baum nicht mal mit. Immerhin scheint es bei bei Chaïbi und Kalimuendo nicht allzu lange zu dauern.
Damals waren wir mit insgesamt 2380 Ausfalltagen sowie durchschnittlich 77 Ausfalltagen pro Spieler noch mit weitem Abstand das verletzungsanfälligste Team der Bundesliga. Ein weiterer Beitrag mit einer 7-Jahresbilanz bis zum Jahr 2017 legt nahe, dass es die Jahre davor auch nicht viel besser gelaufen ist. Und über die berühmten Funkeljahre, als regelmäßig der halbe Kader gefehlt hat, wurde hier im Thread ja schon gesprochen. Wobei wir damals auch viele vorbelastete Spieler hatten, die zum Ende ihrer Karriere schon mehr oder weniger Sportinvaliden waren.
Ich erinnere mich da vor allem an die Extrembeispiele Christoph Preuß (13 Spiele in den letzten drei Jahren), Aleksandar Vasoski (23 Spiele in den letzten drei Jahren) und Zlatan Bajramovic (21 Spiele in den letzten drei Jahren), die fast keine Spiele mehr machen konnten. Dazu hatten wir mit Chris, Ioannis Amanatidis oder später auch Sonny Kittel, Marc Stendera, Sebastian Rode und bisweilen auch Alex Meier weitere Spieler, die relativ oft und längerfristig ausgefallen sind. Auch Bamba Anderson, der nach seinem Knorpelschaden überhaupt nicht mehr auf die Beine gekommen ist, muss man da nennen. Und da zähle ich Spieler, die mal ein Seuchenjahr hatten wie Omar Mascarell im Pokalsiegerjahr oder eine große schwere Verletzung wie Johannes Flum damals mit dem Kniescheibenbruch nicht mal mit.
Schaut man sich die Tabellen auf der Webseite an, sieht man dann eine klare Entwicklung. In der Saison 17/18 standen wir mit 1970/57 Tagen schon nur noch auf Rang 13. 2018/19 zählten wir mit 1472/45 Tagen schon zu den Top 5 Vereinen mit den wenigsten Verletzungen. 2019/20 gab es mit 1693/53 Tagen noch mal einen kleinen Rückfall auf Platz 10. In den beiden Saisons 2020/21 (798/29) und 2021/22 (993/31) sowie in der Hinrunde 22/23 (475/16) waren wir dann konstant unter den Top 3 aus der Bundesliga mit den wenigsten Verletzungsausfällen.
Das wird zu einem großen Teil auch der Verdienst der damals leitenden Angestellten in der medizinischen Abteilung sein. Bekanntlich haben uns dort in den vergangenen zwei Jahren aber mit Florian Pfab unser Medizinchef und leitender Vereinsarzt nach Brighton sowie mit Markus Murrer und Benjamin Sommer unser führender Athletik- bzw. Rehatrainer jeweils zu den Bayern verlassen. Da wird schon massig Qualität und Fachwissen in allen Bereichen gegangen sein. Brighton hat nicht umsonst sogar eine Ablöse für Florian Pfab gezahlt und die Bayern werden auch nur die Besten ihres Fachs holen.
Dementsprechend kann es natürlich schon daran liegen, dass man diese Abgänge nicht adäquat aufgefangen hat und im Sommer in der Personalbesetzung noch einmal nachjustieren muss. Wobei man sagen muss, dass es in der Hinrunde ja noch ganz gut aussah. Kristensen und Baum sind jeweils ein paar Spiele ausgefallen, Larsson, Højlund sowie Uzun hatten ihre muskulären Probleme und Burkardt ist eben länger ausgefallen. Dass man in der Rückrunde jetzt mit Theate, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und weiterhin Burkardt gleich sechs wichtige Spieler langfristig ersetzen muss, ist schon eine ungewöhnliche Häufung. Und da zähle ich Batshuayi und den erneuten Ausfall von Baum nicht mal mit. Immerhin scheint es bei bei Chaïbi und Kalimuendo nicht allzu lange zu dauern.
DonGuillermo schrieb:
Dass man in der Rückrunde jetzt mit Theate, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und weiterhin Burkardt gleich sechs wichtige Spieler langfristig ersetzen muss, ist schon eine ungewöhnliche Häufung. Und da zähle ich Batshuayi und den erneuten Ausfall von Baum nicht mal mit. Immerhin scheint es bei bei Chaïbi und Kalimuendo nicht allzu lange zu dauern.
Wobei man schon sagen kann, dass sich diese Langzeitverletzten zum Teil aus der Kategorie "mögliche Fehlsteuerung der medizinischen Abteilung" und zum Teil aus der Kategorie "einfach Pech" zusammensetzen.
Gehen wir sie durch:
- Uzun: Chronische Muskelprobleme, deutet auf Fehlsteuerung der Belastung hin
- Burkardt: Tendenziell chronische Muskelprobleme, deutet auf Fehlsteuerung der Belastung hin
- Larsson: Chronische Gesundheitsprobleme, deutet auf mangelhafte medizinische Betreuung hin
- Theate: Verletzung im Training, könnte an Überlastung / Fehlsteuerung liegen, wird man nicht rausfinden
- Kristensen: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Ebnoutalib: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Basthuayi: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Kalimuendo: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Knauff: Pech, eine OP im Bauchraum (Blinddarm?) lässt sich ja nicht "wegsteuern"
DonGuillermo schrieb:
Das wird zu einem großen Teil auch der Verdienst der damals leitenden Angestellten in der medizinischen Abteilung sein. Bekanntlich haben uns dort in den vergangenen zwei Jahren aber mit Florian Pfab unser Medizinchef und leitender Vereinsarzt nach Brighton sowie mit Markus Murrer und Benjamin Sommer unser führender Athletik- bzw. Rehatrainer jeweils zu den Bayern verlassen. Da wird schon massig Qualität und Fachwissen in allen Bereichen gegangen sein. Brighton hat nicht umsonst sogar eine Ablöse für Florian Pfab gezahlt und die Bayern werden auch nur die Besten ihres Fachs holen.
Interessanterweise sind Brighton und Pfab bereits nach 18 Monaten wieder getrennte Wege gegangen:
https://www.nytimes.com/athletic/6872890/2025/12/08/brighton-florian-pfab-head-of-medical-departure/
Man weiß ja nie mit zweimal Im Leben und so...
Tafelberg schrieb:
Passend zur Vertragsverlängeeung von Klose hat der Club gestern 5-1 gegen Karlsruhe gewonnen. Letztere spielen auch eine eher durchwachsene Saison
Da hat in Karlsruhe aber in meinen Augen auch die Vereinsführung viel dafür getan, um die Situation zu destabilisieren. Erst hat man letzte Saison monatelang rumgeeiert, bis man den Vertrag mit Eichner verlängert, dann wirft man diese Saison plötzlich und vollkommen stillos den langjährigen Co-Trainer und Eichner-Intimus Bajramovic raus, weil er wohl intern Kritik an der Transferstrategie geäußert hat und man dessen Doppelrolle als Co-Trainer der bosnischen Nationalmannschaft nicht weiter akzeptieren wollte. Dagegen hat offensichtlich selbst die komplette Mannschaft mit einer geschlossenen Aktion bei der anschließenden Weihnachtsfeier protestiert. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs an Possen, die in den letzten Jahren nach außen gedrungen sind.
Zunächst einmal bin ich ob des Sieges erleichtert. Ansonsten war es sehr wichtig, dass man endlich mal wieder ohne Gegentor geblieben ist. Gladbach hatte zugegebenermaßen zwar viele Abschlüsse, aber kaum aus aussichtsreicher Position. Das spiegelt ja auch der xG-Wert wider. Deshalb sind die meisten Schüsse neben das Tor gegangen oder wurden geblockt, was die verbesserte Verteidigungsmentalität unterstreicht, die Riera in kürzester Zeit bereits etabliert hat. Da muss ich vor allem Koch loben, der sich nach schwächerer erster Halbzeit während der zweiten Hälfte in jeden Ball geworfen hat.
Taktisch finde ich die Ideen vom neuen Trainer echt spannend. In Ballbesitz haben wir zumeist ein relativ klares 3-4-3 gespielt, indem Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld aufgerückt ist. Dabei ist ziemlich oft eine breite Raute mit Brown und Doan auf den Halbpositionen entstanden, während Larsson im Spielaufbau die tiefe Anspielstation angeboten und Götze die Verbindung zur Offensivreihe hergestellt hat. Gegen den Ball war es dann in letzter Linie oft eine Fünferkette, die auf rechts von Amaimouni oder Doan aufgefüllt wurde, während Götze den zentralen Stürmer in vorderster Linie beim Anlaufen unterstützt hat.
Vieles davon ist meiner Meinung nach auch tatsächlich aufgegangen und hatte einen positiven Effekt auf das Spiel. Brown kam in der offensiveren Rolle oft in die Dynamik und hat nicht zufällig sein zweites Tor hintereinander erzielt. Doan wurde durch seine zentralere Position endlich wieder mehr ins Spiel eingebunden. Auch der Schachzug mit Dahoud als falscher Neun nach der Verletzung von Kalimuendo hatte bisweilen die gewünschte Wirkung, einzelne Abwehrspieler aus der Kette zu ziehen, um dahinter Raum für die Flügel Bahoya und Amaimouni zu kreieren.
Einzig die defensive Positionierung von Amaimouni als Wingback war nicht wirklich gelungen und sollte überdacht werden. Der wurde in der ersten Halbzeit im Defensivzweikampf auf der Seite gleich dreimal böse überlaufen und hat gezeigt, dass er aktuell wohl ein reiner Offensivspieler ist. Zudem war durch die Staffelung als breite Raute im zentralen Mittelfeld wirklich oft ein großer Freiraum, den beide Teams für Umschaltsituationen nutzen konnten. Da hätte ich mir defensiv in einigen Situationen gewünscht, dass jemand früher aus dem Abwehrverbund herausrückt, um den Lauf des gegnerischen Spielers zu stören.
Bemerkenswert finde ich auch, dass Riera den Spielern wohl tatsächlich schon wie versprochen das Selbstvertrauen zurückgeben konnte. Der Matchplan war in Teilen mit der frühen Verletzung von Kalimuendo ja schon über den Haufen geworfen. Allein das hätte schon wieder ein mentaler Tiefschlag sein können, an dem die Mannschaft zerbricht. Zumal man zuvor mit Kalimuendo ja richtig gut ins Spiel gekommen war und er nach zehn Minuten bereits zwei Abschlüsse im Strafraum verbuchen konnte.
Gerade Bahoya ist mir in der Hinsicht sehr positiv aufgefallen. Der war ja monatelang komplett von der Rolle, sodass du ihn zuletzt eigentlich gar nicht mehr bringen konntest. Gegen Gladbach hat er sich endlich mal wieder etwas zugetraut und ist ins Offensivdribbling gegangen, statt einfach jeden Ball zurückzuspielen. Mit Collins hat sich auch das zweite Sorgenkind nach seiner Einwechslung deutlich stabiler als zuletzt präsentiert. Er hatte zwar noch einige unnötige und gefährliche Rückpässe dabei, aber das hat Riera wohl noch nicht jedem Spieler ausgetrieben.
Nicht zuletzt hat Riera bei den Personalentscheidungen ein glückliches Händchen bewiesen. Amaimouni konnte sich bei seinem Startelfdebüt gleich mit einer weiteren Torbeteiligung belohnen. Amenda hat das Vertrauen mit zwei richtig starken Rettungsaktionen zurückgezahlt und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Und Knauff hat in der zweiten Halbzeit als Joker mit dem entscheidenden dritten Treffer das Spiel gekillt.
Sicher ist noch nicht alles aufgegangen. Mehr Kontrolle über das Spiel wäre wünschenswert gewesen. Die Standards kamen dieses Mal zwar offensiv ordentlich, defensiv haben wir aber mehrmals bei schneller Ausführung des Gegners etwas gepennt. Angesichts der Verletzungsmisere und des desolaten Zustands des Teams vor Rieras Ankunft kann man die Entwicklung in der Kürze der Zeit aber nicht positiv genug bewerten. Obwohl er auch taktisch viel von den Spielern einfordert, scheinen die Jungs wirklich in fast jeder Situation zu wissen, was sie zu tun haben.
Das macht Hoffnung für die restliche Saison, wo wir nach dem Spiel in München erst im Saisonendspurt an den letzten fünf Spieltagen wieder auf die Topmannschaften der Liga treffen. Bis dahin hat Riera mit vollen Trainingswochen genug Zeit, um weitere Abläufe einzuüben. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl, dass es mit ihm auch langfristig in die richtige Richtung geht, sobald er dann auch die Mannschaft in ihrer Zusammenstellung nach seinen Vorstellungen formen kann.
Taktisch finde ich die Ideen vom neuen Trainer echt spannend. In Ballbesitz haben wir zumeist ein relativ klares 3-4-3 gespielt, indem Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld aufgerückt ist. Dabei ist ziemlich oft eine breite Raute mit Brown und Doan auf den Halbpositionen entstanden, während Larsson im Spielaufbau die tiefe Anspielstation angeboten und Götze die Verbindung zur Offensivreihe hergestellt hat. Gegen den Ball war es dann in letzter Linie oft eine Fünferkette, die auf rechts von Amaimouni oder Doan aufgefüllt wurde, während Götze den zentralen Stürmer in vorderster Linie beim Anlaufen unterstützt hat.
Vieles davon ist meiner Meinung nach auch tatsächlich aufgegangen und hatte einen positiven Effekt auf das Spiel. Brown kam in der offensiveren Rolle oft in die Dynamik und hat nicht zufällig sein zweites Tor hintereinander erzielt. Doan wurde durch seine zentralere Position endlich wieder mehr ins Spiel eingebunden. Auch der Schachzug mit Dahoud als falscher Neun nach der Verletzung von Kalimuendo hatte bisweilen die gewünschte Wirkung, einzelne Abwehrspieler aus der Kette zu ziehen, um dahinter Raum für die Flügel Bahoya und Amaimouni zu kreieren.
Einzig die defensive Positionierung von Amaimouni als Wingback war nicht wirklich gelungen und sollte überdacht werden. Der wurde in der ersten Halbzeit im Defensivzweikampf auf der Seite gleich dreimal böse überlaufen und hat gezeigt, dass er aktuell wohl ein reiner Offensivspieler ist. Zudem war durch die Staffelung als breite Raute im zentralen Mittelfeld wirklich oft ein großer Freiraum, den beide Teams für Umschaltsituationen nutzen konnten. Da hätte ich mir defensiv in einigen Situationen gewünscht, dass jemand früher aus dem Abwehrverbund herausrückt, um den Lauf des gegnerischen Spielers zu stören.
Bemerkenswert finde ich auch, dass Riera den Spielern wohl tatsächlich schon wie versprochen das Selbstvertrauen zurückgeben konnte. Der Matchplan war in Teilen mit der frühen Verletzung von Kalimuendo ja schon über den Haufen geworfen. Allein das hätte schon wieder ein mentaler Tiefschlag sein können, an dem die Mannschaft zerbricht. Zumal man zuvor mit Kalimuendo ja richtig gut ins Spiel gekommen war und er nach zehn Minuten bereits zwei Abschlüsse im Strafraum verbuchen konnte.
Gerade Bahoya ist mir in der Hinsicht sehr positiv aufgefallen. Der war ja monatelang komplett von der Rolle, sodass du ihn zuletzt eigentlich gar nicht mehr bringen konntest. Gegen Gladbach hat er sich endlich mal wieder etwas zugetraut und ist ins Offensivdribbling gegangen, statt einfach jeden Ball zurückzuspielen. Mit Collins hat sich auch das zweite Sorgenkind nach seiner Einwechslung deutlich stabiler als zuletzt präsentiert. Er hatte zwar noch einige unnötige und gefährliche Rückpässe dabei, aber das hat Riera wohl noch nicht jedem Spieler ausgetrieben.
Nicht zuletzt hat Riera bei den Personalentscheidungen ein glückliches Händchen bewiesen. Amaimouni konnte sich bei seinem Startelfdebüt gleich mit einer weiteren Torbeteiligung belohnen. Amenda hat das Vertrauen mit zwei richtig starken Rettungsaktionen zurückgezahlt und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Und Knauff hat in der zweiten Halbzeit als Joker mit dem entscheidenden dritten Treffer das Spiel gekillt.
Sicher ist noch nicht alles aufgegangen. Mehr Kontrolle über das Spiel wäre wünschenswert gewesen. Die Standards kamen dieses Mal zwar offensiv ordentlich, defensiv haben wir aber mehrmals bei schneller Ausführung des Gegners etwas gepennt. Angesichts der Verletzungsmisere und des desolaten Zustands des Teams vor Rieras Ankunft kann man die Entwicklung in der Kürze der Zeit aber nicht positiv genug bewerten. Obwohl er auch taktisch viel von den Spielern einfordert, scheinen die Jungs wirklich in fast jeder Situation zu wissen, was sie zu tun haben.
Das macht Hoffnung für die restliche Saison, wo wir nach dem Spiel in München erst im Saisonendspurt an den letzten fünf Spieltagen wieder auf die Topmannschaften der Liga treffen. Bis dahin hat Riera mit vollen Trainingswochen genug Zeit, um weitere Abläufe einzuüben. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl, dass es mit ihm auch langfristig in die richtige Richtung geht, sobald er dann auch die Mannschaft in ihrer Zusammenstellung nach seinen Vorstellungen formen kann.
Danke für den ausführlichen Beitrag.
Ja, so ein bissi gutes Gefühl hat sich schon eingestellt, das steht aber noch auf wackeligen Beinen, auch wegen der neuen Verletzten Theate und Kristiansen. Und wegen des bevorstehenden Zahnarztbesuchs in München, der jetzt wirklich zur Unzeit ansteht.
Noch ist ja die ganze Sache mit dem Selbstbewusstsein nur ein zartes Pflänzchen, dass von der Millionentruppe im Schlauchboot auch wieder ordentlich niedergetrampelt werden kann. Auf der anderen Seite hat Augsburg ja gezeigt, dass man mit absolut durchschnittlichem Kader und der richtigen Einstellung selbst da was holen kann.
Könnte aber zu früh kommen, dass Riera dort schon ein Meisterstück abliefert.
Ja, so ein bissi gutes Gefühl hat sich schon eingestellt, das steht aber noch auf wackeligen Beinen, auch wegen der neuen Verletzten Theate und Kristiansen. Und wegen des bevorstehenden Zahnarztbesuchs in München, der jetzt wirklich zur Unzeit ansteht.
Noch ist ja die ganze Sache mit dem Selbstbewusstsein nur ein zartes Pflänzchen, dass von der Millionentruppe im Schlauchboot auch wieder ordentlich niedergetrampelt werden kann. Auf der anderen Seite hat Augsburg ja gezeigt, dass man mit absolut durchschnittlichem Kader und der richtigen Einstellung selbst da was holen kann.
Könnte aber zu früh kommen, dass Riera dort schon ein Meisterstück abliefert.
Klar ist für mich aber auch, dass angesichts des schwierigen Restprogramms in den letzten Saisonspielen gegen Köln und in Wolfsburg mindestens vier, eher sechs Punkte Pflicht sind, falls wir uns für das internationale Geschäft qualifizieren möchten. Sollten wir beide Spiele nicht gewinnen, dann könnte es tatsächlich eng werden für Riera. Dennoch kann ich die negative Stimmung um unseren Trainer gleich in mehrerer Hinsicht nicht ganz nachvollziehen.
Kritik an der Rhetorik des Trainers
Was mich am meisten stört, aber gleichzeitig auch die lächerlichste Kritik ist, ist das Aufblasen der Sprüche von Riera. Ich dachte, da wären wir nach den ersten Wochen schon drüber hinweg. Es gibt viele Trainer, die bildlich sprechen, aber ich habe es wirklich noch nie erlebt, dass das so zum Thema gemacht und darauf herumgeritten wird. Wenn ein deutscher Trainer die geläufige Floskel „Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken“ äußert, gehe ich doch auch nicht davon aus, dass die Mannschaft das nächste Strandresort aufsucht, um sich als verkappte Sträuße zu betätigen.
Als Niko Kovač einzelne Spieler als „Krieger“ bezeichnet hat, gab es zwar ebenfalls Kritik für die Wortwahl, aber auch damals ist niemand ernsthaft davon ausgegangen, dass sich die Spieler bei ihrem jeweiligen Militär melden oder als Gladiatoren ins Stadion einmarschieren. Gut, Christoph Daum hat seine Spieler tatsächlich mal durchs Feuer oder zumindest auf Kohlen laufen lassen, aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls geht mir das gehörig auf die Nerven und zeugt auch nicht von einer seriösen Berichterstattung.
Berichte über interne Zweifel
Gleichzeitig würde es mich doch sehr verwundern, falls die Berichte über interne Zweifel an Riera stimmen sollten. Das könnte ich wirklich null nachvollziehen und da hätten in meinen Augen auch die Verantwortlichen versagt, die im Vorfeld der Verpflichtung den Deal moderiert und eingetütet hätten. Wenn man die Geschichten aus Slowenien und Frankreich gehört hat, dann tritt Riera hier doch sehr moderat auf und zeigt sich in der Außendarstellung vor allem dem Gegner gegenüber bisher sehr respektvoll, wenn ich beispielsweise an die Worte für Dino oder Frank Schmidt denke.
Wenn man da intern wirklich schon nervös werden sollte, ob das mit Riera in dieser Hinsicht gut geht, wäre das für mich nach gerade einmal zwei Monaten ein fatales Signal. Wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Personalie Riera beschäftigt, wusste man vorher ganz genau, wer hier aufschlagen würde. Da hat auch Riera selbst nie ein Geheimnis drum gemacht. Insofern sollten das dann auch alle wichtigen Personen im Verein mittragen, wenn die Entscheidung für eine Verpflichtung von Riera getroffen wurde.
Kritik an der trainingsfreien Woche
Kommen wir zu der vielseitig kritisierten trainingsfreien Woche. Da kann ich die Kritik teilweise nachvollziehen. Hauptsächlich aber aus dem Grund, weil mir klar war, dass das ein schlechtes Zeichen nach außen senden und für öffentliche Kritik sorgen würde. Rein inhaltlich kann ich die Entscheidung hingegen sogar verstehen. Ich bin jetzt kein professionell lizenzierter Trainer, aber bei der Menge an Nationalspielern, die wir abstellen, ist das Training in der Länderspielpause für Mannschaften wie uns meiner Meinung nach nur eine bessere Bewegungstherapie.
Klar, mit Uzun, Knauff, Amaimouni, Ebnoutalib, Kalimuendo und Burkardt mögen wir jetzt mal einen Großteil der Offensive beisammen gehabt haben. Aber wer stand denn noch zur Verfügung? Zwei Mittelfeldspieler und vier Verteidiger. Wie viele Spielformen kann man mit diesem Personal sinnvoll absolvieren? Sollen unsere Offensivspieler im Sechs vs. Sechs gegen eine zusammengewürfelte Viererkette aus Baum, Chandler, Koch und Kosugi sowie einer Doppelsechs mit Dahoud und Götze die Spielzüge einstudieren?
Zumal man nicht vergessen sollte, dass Uzun, Knauff und Ebnoutalib alle erst nach längerfristigen Ausfällen wenige Tage zurück im Mannschaftstraining waren und auch Burkardt noch ein ganzes Stück von 100 Prozent entfernt ist. Da ist es in meinen Augen nicht weniger nachvollziehbar, dass diese Spieler individuell noch mal eine Woche den Fokus verstärkt auf die Athletik setzen.
Kritik an der spielerischen Weiterentwicklung
Kommen wir zur sportlichen Bewertung. Bin ich mit den vergangenen Spielen zufrieden? Nein. Hätte ich mir gewünscht, dass man gegen St. Pauli und Mainz gewinnt? Ja. Finde ich einzelne Entscheidungen auch schwer nachvollziehbar? Ja. Kann ich die diesbezügliche sportliche Kritik an Riera also nachvollziehen? Nicht wirklich. Zumindest nicht in dieser Form. Tut mir leid, aber wer wirklich geglaubt hat, dass Riera nach wenigen Wochen eine vollkommen verunsicherte Mannschaft nicht nur erheblich stabilisiert, sondern dass wir in der Kürze der Zeit dann auch noch tiefstehende Mannschaft dominieren und vom Platz fegen, der hat eindeutig eine zu hohe Erwartungshaltung.
Das ist für die allermeisten Mannschaften ein Problem und auch bei uns seit vielen Jahren die Krux in der Entwicklung, deren Schritt schon die letzten drei Trainer nicht geschafft haben. Dazu kamen für Riera erschwerte Bedingungen. Ja, jetzt mögen fast alle Offensivkräfte wieder fit sein. Aber das war in den vergangenen Wochen bei Weitem nicht immer so, zumal selbst die Spieler, die gespielt haben, mehrheitlich noch angeschlagen und nicht vollständig fit waren.
Ich will noch einmal daran erinnern, dass wir vor der Ankunft Rieras einen Sieg aus den letzten 13 Spielen geholt haben. In diesen 13 Spielen haben wir ganze achtmal mindestens drei Gegentore gefangen. Zum Zeitpunkt der Übernahme hatten wir die schlechteste Defensive der gesamten Liga. Da ist es in meinen Augen schon eine erhebliche Leistung, wie schnell Riera die Defensive stabilisiert hat. Noch einmal zur Verdeutlichung: Die drei Zu-Null-Spiele gegen Freiburg, St. Pauli und Heidenheim waren ein eingestellter Vereinsrekord. Sollten wir gegen Köln zu Null gewinnen, wären vier Heimsiege dieser Art in Folge ebenfalls ein eingestellter Vereinsrekord. Bis zum Spiel in Mainz hatten wir in der Zeit unter Riera die beste Defensive der Liga und einen Schnitt von rund zwei Punkten. Das alles wegen eines schlechten Resultates bereits infrage zu stellen, ist geradezu absurd.
Ja, das Spiel in Mainz war schlecht. Aber deswegen bin ich nicht bereit, jetzt schon alles einzureißen. Zumal wir unter Riera nicht nur Spielglück hatten. Gegen Union und Mainz fangen wir sehr spät unglückliche Gegentore, ohne die wir auch gut und gerne drei Punkte mehr haben könnten. Der Führungstreffer von Mainz wird so krumm abgefälscht, dass der vielleicht in einem von Hundert Fällen reingeht. Gegen St. Pauli müssten wir eigentlich eine halbe Stunde in Überzahl spielen und bekommen stattdessen eine Woche später gegen Heidenheim selbst eine gelb-rote Karte.
Kritik an den Standards
Es gibt zwei Punkte, die mich tatsächlich stören. Das sind leider aber auch schon seit vielen Jahren leidige Punkte in unserem Spiel. Da wären zum einen die Standards. Da kann ich wirklich schon nach kurzer Zeit eine signifikante Verbesserung erwarten, zumal laut Riera ja pro Woche eine ganze Trainingseinheit dafür aufgewendet wird. Defensiv haben wir uns bei gegnerischen Freistößen und Ecken schon verbessert, was auch damit einhergeht, dass wir insgesamt deutlich mannorientierter und nicht mehr so viel im Raum verteidigen.
Das erste Gegentor gegen Mainz sowie der Pfostenschuss von Becker kurz vor Schluss, die beide aus gegnerischen Einwürfen entstanden, waren hingegen hanebüchen verteidigt. Da hat Mainz jeweils einfach schnell auf die ballferne Seite verlagert und dort riesige Räume vorgefunden. Das war eindeutig einstudiert, sodass sie das im Vorfeld als veritable Schwachstelle ausgemacht haben. Tatsächlich hatten wir diese Saison schon öfters mit schnellen Seitenverlagerungen auf die ballferne Seite unsere Probleme, das war in der Regel aber aus dem Spiel heraus. Ich erinnere da vor allem an die Gegentore im Heimspiel gegen Dortmund oder in Aserbaidschan. Das sind letztlich viel zu einfache Gegentore, auf die Mainz nachweislich auch gezielt spekuliert hat.
Gleichzeitig sind die offensiven Standards auch unter Riera weiterhin von einer beeindruckenden Ideenlosigkeit gekennzeichnet. Da kommt wirklich überhaupt keine Gefahr auf, während es in der Liga Mannschaften gibt, die sich auf Standards spezialisiert haben und wo es jedes Mal im Strafraum brennt. Mainz hat das im letzten Spiel gut vorgemacht, auch wenn der Schiedsrichter dann zum Glück einiges zu unseren Gunsten weggepfiffen hat.
Wir kriegen es hingegen noch nicht mal hin, die neue Meta umzusetzen und den Torwart im Fünfer zu blocken. Stattdessen werden die Bälle so geschlagen, dass der sie unbedrängt abfangen kann. Und in den Situationen, in denen wir tatsächlich mal eine etwas ausgefeiltere Variante spielen wollten, waren die im Vorfeld so vorhersehbar und grotesk schlecht ausgespielt, dass wir im Nachhinein noch in einen Konter laufen.
Kritik an der Zielstrebigkeit in Richtung Tor
Der zweite Punkt ist, dass wir einfach viel zu oft den Ball ins Tor tragen wollen. In den letzten Spielen nahmen auch die Rückpässe wieder zu. Ich würde mir wünschen, dass man stattdessen zielstrebiger in Richtung Tor spielen würde. Im Zweifelsfall einfach mal flanken oder von außerhalb des Strafraums schießen. Ich sehe Woche für Woche in fast jedem Spiel wie dadurch Tore fallen. Und wenn es eben nur ein krummes und abgefälschtes Ding oder ein zweiter Ball ist, der im Strafraum vor die Füße fällt.
Wenn ich den Ball nicht dorthin bringe, wo es für den Gegner gefährlich wird – also in den Strafraum – kann ich ihn auch nicht unter Druck setzen. Und wenn ich nicht aufs Tor schieße, kann ich auch keine Tore erzielen und damit auch kein Spiel gewinnen (außer in dem einen Fall, als Bielefeld mal ohne Torschuss gegen Leverkusen gewonnen hat, weil Hradecky über einen Rückpass gesäbelt hatte). Leider haben wir auch in diesem Bereich ein großes Defizit und mit Ausnahme von Uzun keinen einzigen Spieler im Kader, der mal aus der zweiten Reihe für Torgefahr sorgen kann.
Fazit
Klar, ich bin angesichts des Saisonverlaufes auch enttäuscht. Ich würde mir angesichts des Europapokalfinals in Frankfurt auch wünschen, dass wir uns noch für die Europa League qualifizieren. Unter dem Strich muss man aber sehen, dass in dieser Saison in so ziemlich jedem Bereich zu viele Fehler gemacht wurden und das aufgrund des Punktevorsprungs der Konkurrenz kein realistisches Ziel mehr ist. Daran haben viele Variablen ihren Anteil, von der Kaderplanung über die vielen Verletzten bis hin zu den Trainern und den individuellen Leistungen der Spieler. Diesen Frust jetzt aber hauptsächlich bei Riera abzuladen, bevor dieser überhaupt eine Transferperiode oder ein Trainingslager Zeit hatte, um die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.