DonGuillermo
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Cyrillar
Wenn man sich die aktuelle Aufstellung bzw den Kader der Nationalmannschaft anschaut ist es schon erstaunlich wie viel (ehemaliges) Frankfurt da drin steckt.
Cyrillar schrieb:
Wenn man sich die aktuelle Aufstellung bzw den Kader der Nationalmannschaft anschaut ist es schon erstaunlich wie viel (ehemaliges) Frankfurt da drin steckt.
So erstaunlich finde ich das gar nicht. Klar stellen Bayern und Wolfsburg ebenfalls einen Großteil der deutschen Nationalmannschaft, aber da spielen eben auch einige internationale Topspielerinnen. Da man sich diese in Frankfurt finanziell nicht leisten kann, ging ja schon der FFC Frankfurt in den letzten Jahren verstärkt den Weg über junge deutsche Spielerinnen. Und mit drei Mannschaften in den ersten drei Ligen hat man da bei der Eintracht eben gute Voraussetzungen, um die Spielerinnen früh zu fördern und durchzuschieben.
Bis zu dieser Saison hatte man ja sogar fast ausschließlich auf Spielerinnen aus dem deutschsprachigen Raum gesetzt. Du hattest noch die Gruppe an Österreicherinnen und Schweizerinnen, aber ansonsten zuletzt nur Prasnikar und Chiba als ausländische Spielerinnen, wobei auch Prasnikar schon seit vielen Jahren in Deutschland gespielt hat. Umso ärgerlicher natürlich, dass du gerade im vergangenen Sommer so viel sportliche Substanz verloren hast und einen kompletten Neuaufbau starten musstest.
Ohne Frage waren für mich die schmerzhaftesten Abgänge in den vergangenen Jahren aber Sophia Kleinherne, Sjoeke Nüsken und Camilla Küver. Die werden in den kommenden Jahren – sofern sie fit bleiben – sicher auch in der Nationalelf zu den absoluten Leistungsträgerinnen gehören. Im Idealfall hätte das auch in Frankfurt zusammen mit Laura Freigang die Achse sein können.
Am meisten erstaunt mich das derzeitige Comeback von Camilla, auch in der Nationalmannschaft, ich hatte sie eine ganze Weile nicht mehr so richtig auf dem Schirm. Für sie persönlich freut es mich natürlich, für ihren derzeitigen Verein weniger.
So will ich nicht viel über das Spiel sagen. Die grundsätzlichen Trends haben sich fortgesetzt. Wir stehen wieder deutlich kompakter, das Passspiel ist verbessert, das Positionsspiel dynamischer, individuell haben die Spieler wieder mehr Selbstbewusstsein und wir können ein Spiel wieder kontrolliert über die Bühne bekommen.
Im Grunde hatten wir das Spiel über die komplette Spieldauer im Griff. Das gilt besonders für die zweite Hälfte, aber auch schon die erste Halbzeit war mit drei guten Chancen nicht so schlecht, bei denen Burkardt zweimal etwas Pech hatte. Freiburg hatte aus dem Spiel eigentlich nur die Kopfballchance von Igor, den einen Konter nach einer unserer Ecken und die Situation kurz vor Schluss, als der Ball dreimal abgefälscht vor die Füße des Freiburgers flippert.
Individuell Zetterer nach Einwechslung mit einer guten Leistung. Amenda weiter auf dem Vormarsch und defensiv unser bester Spieler. Koch wieder mit wichtigen Blocks. Brown am Ende auch auf rechts mit vielen gewonnenen Duellen. Collins in der zweiten Halbzeit stabilisiert und mit einer Vorlage belohnt. Larsson, Götze und Højlund im Zentrum wieder viel geackert. Bahoya endlich wieder mit Spielfreude und Mut. Kalimuendo auch ohne Scorer der größte Aktivposten in unserem Spiel. Burkardt arbeitet sich weiter rein. Chaïbi ebenfalls im Aufwind und nach langer Zeit auch abseits der Scorer mal wieder mit Einfluss auf das Spiel. Lediglich bei Doan hakt es weiterhin noch.
Ist für mich ehrlich gesagt nur bedingt aufgegangen. Hat mich auch eher an eine komplizierte taktische Spielerei erinnert, die man sonst von Toppmöller oder Nagelsmann (siehe Collins als verkappter Rechtsaußen in der Nationalelf) erwartet. Die eine Idee dahinter konnte ich schon verstehen. So konnte man dem eingerückten Brown natürlich einen direkteren Weg zum Torabschluss bereiten. Das hat in beiden Halbzeiten auch jeweils einmal funktioniert.
Die zweite Idee dahinter hat Riera ja dann in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Da Jonny sich auch immer wieder in den Zehnerraum fallen ließ und dort zusammen mit Götze und Højlund gegen die beiden Freiburger Sechser für Überzahl sorgen sollte, hatten Brown und Collins auf der "verkehrten" Seite dann jeweils im Aufbau den starken Fuß frei, um den direkten Ball in die Mitte zu spielen. Da hat Riera aber auch klar gesagt, dass er das nach der Gegneranalyse explizit für dieses Spiel als taktisches Mittel gewählt hat. Er will sich ja auch immer flexibel auf den Gegner einstellen, sodass das jetzt nicht für jedes Spiel das Mittel der Wahl sein wird.
Die Nachteile haben für mich dennoch überwogen. Wobei ich auch klar sage, dass ich auf der Außenbahn Spieler mit einem starken äußeren Fuß bevorzuge – selbst auf den offensiven Flügeln bin ich kein Fan des inversen Spiels. Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen. Da haben wir fairerweise aber auch noch viel mehr mit Umschaltspiel und Flanken operiert und weniger auf Ballbesitz gesetzt.
Bei uns ist es halt so, dass Knauff oder Collins schon mit dem starken Fuß technisch limitiert sind und auf der falschen Seite dann schlecht ihre Geschwindigkeit und Geradlinigkeit ausspielen können. Brown, Amaimouni-Echghouyab, Doan und Bahoya sind hingegen technisch gut genug, um das zu kompensieren. Aber auch da hat Bahoya ja in der ersten Hälfte die eine Flanke, als er auf links frei durch war, mit dem schwachen linken Fuß völlig verrissen. Ich finde auch nicht, dass Brown auf links weichen muss, um Bahoya den nötigen Platz zu verschaffen. In der Vergangenheit haben beide auf der linken Seite schon sehr gut harmoniert, so auch zuletzt beim Heimspiel in Gladbach.
Collins, der sich gerade erst wieder nach seinem Tief gefangen hat, nach zwei soliden Spielen von rechts auf links zu stellen, war deshalb in meinen Augen ein Fehler. Wenn er sich im Aufbau nicht mit einem Antritt aus dem Gegnerdruck befreien konnte, blieb ihm eigentlich nur der Quer- oder Rückpass. Mit links konnte er quasi nie die Linie lang spielen. So war es für die Gegner bisweilen zu einfach, durch gezielte Laufwege das Pressing aufzuziehen. Daraus resultierte die schwächere Phase von Collins kurz vor der Halbzeit, als er den Ball lieber mit rechts ins Aus gespielt hat, statt den linken Fuß zu verwenden. Auch wenn am Ende die Vorlage in der Statistik steht – die musste er ebenfalls notgedrungen mit dem rechten Außenrist spielen.
Genau das finde ich bei Riera aber unheimlich spannend, gerade wenn wir auch über den Kontext des Seitenwechsels von Brown und Collins sprechen. Auf der einen Seite haben wir die klaren Prinzipien von Riera in der Spielweise, auf der anderen Seite soll die taktische Auslegung für den jeweiligen Gegner flexibel bleiben. Deshalb sollen die Spieler ja auch wie zuletzt gefordert mehrere Positionen beherrschen. Brown hat gegen Freiburg im Grunde dieselbe Rolle gespielt wie in den vorangegangenen Spielen – nur eben auf der anderen Seite.
Grundsätzlich bin ich bei dir und würde Spieler am liebsten immer auf ihrer angestammten Position spielen lassen. Offensichtlich schafft es Riera aber bisher, die Spieler so mitzunehmen und seine Konzepte zu vermitteln, dass die Spieler es bereits großteils verstehen und mitziehen. Das konnte man sowohl in den Spielen sehen als auch aus den Aussagen der Spieler selbst heraushören. Das sorgt insgesamt für Sicherheit. Besonders im Abwehrverhalten und im Passspiel finde ich das auffällig. Und genau diesen Eindruck hatte ich bei Dino am Ende eben nicht mehr.
Bestes Beispiel war die Analyse nach dem Spiel in Bremen, als Dino zwei Situationen aufzählte, in denen die Spieler eben explizit nicht das Pressing auslösen sollten und die dann in Gegentoren resultierten. Obwohl Riera die Spieler also taktisch ähnlich wie Dino fordert und ja dem Vernehmen nach auch deutlich längere Videoanalysen abhält, bekommt die Mannschaft das durchaus komplexe System mit vielen Positionswechseln umgesetzt. Dieses Positionsspiel ist aber auch ein elementarer Bestandteil seines Spiels im Besonderen und des spanischen Fußballs im Allgemeinen.
Das ist beispielsweise ein Punkt, der meiner Meinung nach auch noch nicht so gut läuft. Allgemein die Standards. Gegen Freiburg haben wir die Standards zwar defensiv gut verteidigt, offensiv war es aber wieder sehr dürftig. Die neue Taktik bei den Einwürfen, den Raum vor dem Einwerfer komplett freizulassen, um dann mit einem oder mehreren Spielern im Tempo einzulaufen, funktioniert auch noch nicht wirklich, verhindert aber immerhin den Ball nach hinten. Auch die kurzen Varianten bei den Ecken und dem einen Freistoß in aussichtsreicher Position waren grausig.
Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.
Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
Im Grunde hatten wir das Spiel über die komplette Spieldauer im Griff. Das gilt besonders für die zweite Hälfte, aber auch schon die erste Halbzeit war mit drei guten Chancen nicht so schlecht, bei denen Burkardt zweimal etwas Pech hatte. Freiburg hatte aus dem Spiel eigentlich nur die Kopfballchance von Igor, den einen Konter nach einer unserer Ecken und die Situation kurz vor Schluss, als der Ball dreimal abgefälscht vor die Füße des Freiburgers flippert.
Individuell Zetterer nach Einwechslung mit einer guten Leistung. Amenda weiter auf dem Vormarsch und defensiv unser bester Spieler. Koch wieder mit wichtigen Blocks. Brown am Ende auch auf rechts mit vielen gewonnenen Duellen. Collins in der zweiten Halbzeit stabilisiert und mit einer Vorlage belohnt. Larsson, Götze und Højlund im Zentrum wieder viel geackert. Bahoya endlich wieder mit Spielfreude und Mut. Kalimuendo auch ohne Scorer der größte Aktivposten in unserem Spiel. Burkardt arbeitet sich weiter rein. Chaïbi ebenfalls im Aufwind und nach langer Zeit auch abseits der Scorer mal wieder mit Einfluss auf das Spiel. Lediglich bei Doan hakt es weiterhin noch.
philadlerist schrieb:
Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown? Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?
Ist für mich ehrlich gesagt nur bedingt aufgegangen. Hat mich auch eher an eine komplizierte taktische Spielerei erinnert, die man sonst von Toppmöller oder Nagelsmann (siehe Collins als verkappter Rechtsaußen in der Nationalelf) erwartet. Die eine Idee dahinter konnte ich schon verstehen. So konnte man dem eingerückten Brown natürlich einen direkteren Weg zum Torabschluss bereiten. Das hat in beiden Halbzeiten auch jeweils einmal funktioniert.
Die zweite Idee dahinter hat Riera ja dann in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Da Jonny sich auch immer wieder in den Zehnerraum fallen ließ und dort zusammen mit Götze und Højlund gegen die beiden Freiburger Sechser für Überzahl sorgen sollte, hatten Brown und Collins auf der "verkehrten" Seite dann jeweils im Aufbau den starken Fuß frei, um den direkten Ball in die Mitte zu spielen. Da hat Riera aber auch klar gesagt, dass er das nach der Gegneranalyse explizit für dieses Spiel als taktisches Mittel gewählt hat. Er will sich ja auch immer flexibel auf den Gegner einstellen, sodass das jetzt nicht für jedes Spiel das Mittel der Wahl sein wird.
Die Nachteile haben für mich dennoch überwogen. Wobei ich auch klar sage, dass ich auf der Außenbahn Spieler mit einem starken äußeren Fuß bevorzuge – selbst auf den offensiven Flügeln bin ich kein Fan des inversen Spiels. Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen. Da haben wir fairerweise aber auch noch viel mehr mit Umschaltspiel und Flanken operiert und weniger auf Ballbesitz gesetzt.
Bei uns ist es halt so, dass Knauff oder Collins schon mit dem starken Fuß technisch limitiert sind und auf der falschen Seite dann schlecht ihre Geschwindigkeit und Geradlinigkeit ausspielen können. Brown, Amaimouni-Echghouyab, Doan und Bahoya sind hingegen technisch gut genug, um das zu kompensieren. Aber auch da hat Bahoya ja in der ersten Hälfte die eine Flanke, als er auf links frei durch war, mit dem schwachen linken Fuß völlig verrissen. Ich finde auch nicht, dass Brown auf links weichen muss, um Bahoya den nötigen Platz zu verschaffen. In der Vergangenheit haben beide auf der linken Seite schon sehr gut harmoniert, so auch zuletzt beim Heimspiel in Gladbach.
Collins, der sich gerade erst wieder nach seinem Tief gefangen hat, nach zwei soliden Spielen von rechts auf links zu stellen, war deshalb in meinen Augen ein Fehler. Wenn er sich im Aufbau nicht mit einem Antritt aus dem Gegnerdruck befreien konnte, blieb ihm eigentlich nur der Quer- oder Rückpass. Mit links konnte er quasi nie die Linie lang spielen. So war es für die Gegner bisweilen zu einfach, durch gezielte Laufwege das Pressing aufzuziehen. Daraus resultierte die schwächere Phase von Collins kurz vor der Halbzeit, als er den Ball lieber mit rechts ins Aus gespielt hat, statt den linken Fuß zu verwenden. Auch wenn am Ende die Vorlage in der Statistik steht – die musste er ebenfalls notgedrungen mit dem rechten Außenrist spielen.
Diegito schrieb:
Riera hat aber auch gesagt das er klare Rollenverteilung möchte und jeder Spieler quasi im Schlaf weiß was er auf dem Platz zu tun hat. Die aktuelle, etwas wirre, Marschroute mit vielen Positionswechseln widerspricht dem eigentlich... ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund von sowas. Die Spieler bekommen mehr Sicherheit wenn sie auf ihrer angestammten Position bleiben.
Genau das finde ich bei Riera aber unheimlich spannend, gerade wenn wir auch über den Kontext des Seitenwechsels von Brown und Collins sprechen. Auf der einen Seite haben wir die klaren Prinzipien von Riera in der Spielweise, auf der anderen Seite soll die taktische Auslegung für den jeweiligen Gegner flexibel bleiben. Deshalb sollen die Spieler ja auch wie zuletzt gefordert mehrere Positionen beherrschen. Brown hat gegen Freiburg im Grunde dieselbe Rolle gespielt wie in den vorangegangenen Spielen – nur eben auf der anderen Seite.
Grundsätzlich bin ich bei dir und würde Spieler am liebsten immer auf ihrer angestammten Position spielen lassen. Offensichtlich schafft es Riera aber bisher, die Spieler so mitzunehmen und seine Konzepte zu vermitteln, dass die Spieler es bereits großteils verstehen und mitziehen. Das konnte man sowohl in den Spielen sehen als auch aus den Aussagen der Spieler selbst heraushören. Das sorgt insgesamt für Sicherheit. Besonders im Abwehrverhalten und im Passspiel finde ich das auffällig. Und genau diesen Eindruck hatte ich bei Dino am Ende eben nicht mehr.
Bestes Beispiel war die Analyse nach dem Spiel in Bremen, als Dino zwei Situationen aufzählte, in denen die Spieler eben explizit nicht das Pressing auslösen sollten und die dann in Gegentoren resultierten. Obwohl Riera die Spieler also taktisch ähnlich wie Dino fordert und ja dem Vernehmen nach auch deutlich längere Videoanalysen abhält, bekommt die Mannschaft das durchaus komplexe System mit vielen Positionswechseln umgesetzt. Dieses Positionsspiel ist aber auch ein elementarer Bestandteil seines Spiels im Besonderen und des spanischen Fußballs im Allgemeinen.
Henk schrieb:
Generell war die aktion (dass wir nach ballverlust hinten so offen standen), der neuen "anstoß-taktik" geschuldet, bei der die abwehrspieler beim anstoß nach vorne sprinten und der ball hoch und lang in deren richtung geschlagen wird. bin ich nur so mäßig fan von...
Das ist beispielsweise ein Punkt, der meiner Meinung nach auch noch nicht so gut läuft. Allgemein die Standards. Gegen Freiburg haben wir die Standards zwar defensiv gut verteidigt, offensiv war es aber wieder sehr dürftig. Die neue Taktik bei den Einwürfen, den Raum vor dem Einwerfer komplett freizulassen, um dann mit einem oder mehreren Spielern im Tempo einzulaufen, funktioniert auch noch nicht wirklich, verhindert aber immerhin den Ball nach hinten. Auch die kurzen Varianten bei den Ecken und dem einen Freistoß in aussichtsreicher Position waren grausig.
Bommer1974 schrieb:
Was aber m. E. sehr auffällig ist, ist dass der Rückpass zum Keeper definitiv nicht erste Wahl ist, wie es unter Toppi sehr oft war. Erst Option ist eigentlich IMMER der vertikale pass oder maximal der Querpass.. Raumgewinn um jeden Preis.
Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.
Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
DonGuillermo schrieb:
Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.
Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
Für mich gabe es noch immer viel zu viele Abbrüche im Spielaufbau und zu wenig Konterspiel, obwohl wir mit Kali, Brown und Bahoya doch explizit solche Spieler haben. Aber vor allem Götze spielt fast jeden Ball nach hinten und dadurch konnten die Freiburger sich wieder formieren, was sie sehr gut gemacht haben (das war aber auch das einzige). Ich hoffe sehr auf die Rückkehr von Uzun,bis dahin würde ich Chaibi auf die 10 stellen.
DonGuillermo schrieb:
Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen.
In der Regel schießen die invers eingesetzten Spieler ja trotzdem ins lange Eck. Und ob man das Tor jetzt von lonks oder von rechts macht, spielt auch keine Rolle. Deshalb halte ich diese Seitenwechsel meist für überbewertet. Den einzigen Vorteil, den ich hier sehe, wenn man das ganze nicht inflationär betreibt, ist, dass ein Linksfuß im Dribbling nun mal einen anderen Bewegungsablauf hat, was dann für den Verteidiger auf der für ihn gewohnten Seite schon schwerer, weil ungewohnt, zu verteidigen sein kann.
Ob er bei den Profis wirklich eine Perspektive hat, kann man denke ich noch nicht abschätzen. Da wird er aktuell noch ein ganzes Stück von entfernt sein. Aber für mich ist völlig klar, dass das kein reiner Transfer für die zweite Mannschaft war. Davon zeugen nicht nur sein Profivertrag mit der langen Laufzeit bis 2030 und die vergleichsweise hohe Ablöse von 700.000 Euro. Auch in der Vorbereitung hat er schon mit die meisten Tore erzielt.
Er fällt für mich in dieselbe Kategorie wie in den letzten Jahren schon Kamada, Tuta oder Santos. Alle hat man in jungen Jahren von außerhalb Europas für eine Summe zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro verpflichtet und erst mal ein halbes oder ganzes Jahr zur Eingewöhnung gegeben, bevor man sie wie Kamada und Tuta verliehen oder wie Santos nach Spielpraxis in der zweiten Mannschaft zu den Profis hochgezogen hat. Akman und Simoni könnte man noch als europäische Beispiele nennen, bei denen es jedoch nicht so gut funktioniert hat.
Ich denke, dass man bei Kumashiro einen ähnlichen Fahrplan aufgestellt hat. Er trainiert ja zumindest teilweise mit der ersten Mannschaft und bekommt bis Sommer in der zweiten Mannschaft Spielpraxis. Anschließend wird man ihn denke ich in ein Nachbarland mit ordentlicher Spielstärke oder vielleicht auch in die zweite Liga verleihen. Ich kann die Stärke der J2 League schlecht einschätzen, aber er hat da ja schon in sehr jungen Jahren bei einem Abstiegskandidaten im Herrenbereich gut performt. In seiner ersten Saison mit 16 Jahren noch als Joker (5 Tore in 300 Minuten), im zweiten Jahr mit 17 Jahren bereits als Stammspieler (10 Scorer in 1.300 Minuten).
Er fällt für mich in dieselbe Kategorie wie in den letzten Jahren schon Kamada, Tuta oder Santos. Alle hat man in jungen Jahren von außerhalb Europas für eine Summe zwischen 500.000 und 2 Millionen Euro verpflichtet und erst mal ein halbes oder ganzes Jahr zur Eingewöhnung gegeben, bevor man sie wie Kamada und Tuta verliehen oder wie Santos nach Spielpraxis in der zweiten Mannschaft zu den Profis hochgezogen hat. Akman und Simoni könnte man noch als europäische Beispiele nennen, bei denen es jedoch nicht so gut funktioniert hat.
Ich denke, dass man bei Kumashiro einen ähnlichen Fahrplan aufgestellt hat. Er trainiert ja zumindest teilweise mit der ersten Mannschaft und bekommt bis Sommer in der zweiten Mannschaft Spielpraxis. Anschließend wird man ihn denke ich in ein Nachbarland mit ordentlicher Spielstärke oder vielleicht auch in die zweite Liga verleihen. Ich kann die Stärke der J2 League schlecht einschätzen, aber er hat da ja schon in sehr jungen Jahren bei einem Abstiegskandidaten im Herrenbereich gut performt. In seiner ersten Saison mit 16 Jahren noch als Joker (5 Tore in 300 Minuten), im zweiten Jahr mit 17 Jahren bereits als Stammspieler (10 Scorer in 1.300 Minuten).
Wäre ich jetzt nicht traurig drum, wenn Hoffmann nicht bei uns landen würde. Hätte da auch – ganz unabhängig ihrer Kreuzbandverletzung – kein gutes Gefühl. Würde uns zwar als Brecherin mit ihrer Körperlichkeit eine andere Note im Sturm geben, aber das passt auch nicht so wirklich zu unserer Spielanlage. Da ist sie von ihrer Spielweise her schon so etwas wie die prädestinierte Nachfolgerin von Popp bei einem etwaigen Abgang aus Wolfsburg.
DonGuillermo schrieb:
...
Würde uns zwar als Brecherin mit ihrer Körperlichkeit eine andere Note im Sturm geben,
...
Naja, Anyomi bringt auch eine gewisse Körperlichkeit mit und kann sich auf ihre unnachahmliche Art gegen Verteidigerinnen durchsetzen. Wenn Nicci ginge, würde uns da schon etwas fehlen bzw. müsste ersetzt werden.
Wie in der Quelle vermerkt, haben die Salzburger Nachrichten aber damals auch schon über ein halbes Jahr vor seinem Amtsantritt exklusiv von den Verhandlungen zwischen Klopp und Mintzlaff berichtet. In dem Fall wurde sogar eine offizielle Pressemitteilung von Red Bull herausgegeben, die den Berichten "vehement" widersprochen hat. Die werden also durchaus ihre Quellen in dem Konzern haben. Da könnte sich die Geschichte im Sommer wiederholen.
Bei Reuteler ist denke ich allen Verantwortlichen schon seit den Wechselgerüchten im vergangenen Sommer klar, dass sie dieses Jahr mit auslaufendem Vertrag wechseln wird. Da ging es es letztes Jahr vor allem darum, in diesem großen Umbruch keine weitere Stammspielerin zu verlieren. Auf der Position mache ich mir aber nicht die ganz großen Sorgen. Zum einen haben wir für die übliche Mittelfeldraute mit Senß, Gräwe, Memeti und Freigang noch einen sehr guten Stamm, zum anderen hat man hier mit Memeti als Ersatz von Dunst schon einmal gut nachgelegt.
Anyomi wird wahrscheinlich ebenfalls den nächsten Schritt machen. Sie wäre für die Eintracht sicherlich die Priorität für eine frühe Verlängerung gewesen. Die wäre aber in meinen Augen nur erfolgt, wenn wir das Niveau vom Vorjahr gehalten hätten. So schreit bei ihrem Profil und der Ausgangslage eigentlich alles für einen Wechsel nach England. Setzt sie sich dort durch, würde das auch endlich ihren Status in der Nationalmannschaft verbessern.
Chiba und Veit wären deshalb wichtige Verlängerungen. Gemessen am Output bekommt Chiba eigentlich seit zwei Jahren viel zu wenig Spielzeit. Ich würde sie tatsächlich gerne mal als Stammspielerin sehen und da hätte sie bei Abgängen von Reuteler und Anyomi sicher auch eine bessere Perspektive. Und Veit ausgerechnet jetzt nach ihrer großartigen Entwicklung inklusive Nationalmannschaftsnominierung zu verlieren, wäre ähnlich bitter wie bei Wamser. Zumal der vermeintliche Stamm in der Innenverteidigung mit Doorsoun und Ilestedt schon jenseits der 30 ist.
Bei Riesen würde ich eine Verlängerung ebenfalls begrüßen. Sie wird ihren diesjährigen Stammplatz vielleicht nicht längerfristig halten, aber allein dadurch, dass sie auf beiden Seiten verteidigen kann, ist sie eigentlich immer eine wichtige Kaderspielerin. Markou hingegen wird den Verein sicherlich wieder verlassen, das war im Sommer ja auch mehr oder weniger eine kurzfristige Verpflichtung als Notnagel.
Ansonsten rechne ich erst mal mit keinen weiteren Abgängen von Leistungsträgerinnen. Bei Freigang stehen die Chancen wohl nicht nur durch ihre besondere Beziehung zu Frankfurt mittlerweile gut, dass sie hier vielleicht den Rest ihrer Karriere absolviert. Mittlerweile ist sie eben auch schon 28 Jahre und seit geraumer Zeit nicht mehr in der starken Verfassung der Vorjahre. Bei Senß bin ich zumindest vorsichtig optimistisch, dass sie uns auch noch erhalten bleibt.
Deshalb wäre es gut, wenn man den Kader stattdessen im Sommer sogar verstärken könnte. Die Transferbilanz dieses Jahres würde ich als durchwachsen beschreiben. Blomqvist und Memeti waren Volltreffer, haben aber eben nominell auch nur die bisherigen Leistungsträgerinnen Prasnikar und Dunst ersetzt. Ilestedt und Ostenstad waren ordentliche Transfers, hatten aber beide mit Verletzungen zu kämpfen und konnten den Verlust von Kleinherne (erwartungsgemäß) nicht auffangen. Teulings und Ivelj hatten schon gute Ansätze, aber auch da haben wir uns in der Breite durch die Abgänge von Pawollek und Wamser eher verschlechtert. Zudem haben Alguacil und Raso aus verschiedenen Gründen bisher noch überhaupt nicht funktioniert.
Positiv war hingegen die Entwicklung von Altenburg und Veit. Da Winkler nach ihrer Verletzung wahrscheinlich die klare Nummer Eins sein wird und auch Doorsoun aus den USA zurückgekehrt ist, werden es beide kommende Saison sicher wieder schwerer haben. Aber das muss einfach auch ein Weg von Eintracht Frankfurt bleiben. Vor allem, wenn jetzt sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft jeweils den Klassenerhalt schaffen sollten. Das ist eine absolute Luxussituation. Wir werden voraussichtlich auch in Zukunft nicht die absoluten Topspielerinnen verpflichten können und in den kommenden Jahren wird aus den unteren Ligen noch einige starke Konkurrenz weiter nach oben kommen.
Deshalb muss die Förderung von jungen Spielerinnen ein Fokus in der Planung des Kaders sein. Leider hat man daraus in den letzten Jahren noch viel zu wenig Profit geschlagen, auch aus dem leidigen Fakt der oftmals fehlenden Rotation unter Niko Arnautis. Mit Carlotta Wamser und Shekiera Martinez haben uns zwei aktuelle Nationalspielerinnen aufgrund von mangelnder Spielzeit verlassen. Mit Tomke Schneider und Paulina Platner haben uns zwei potenzielle Nationalspielerinnen verlassen, weil sie in der ersten Mannschaft überhaupt keine Chance erhalten haben.
Die frühen Abgänge von absoluten Toptalenten wie Loreen Bender und Rosa Rückert tun ebenfalls sehr weh, auch Sophie Nachtigall würde ich noch hinzunehmen. Bei den Acikgöz-Schwestern hatte man natürlich Pech mit den Verletzungen. Aus der aktuellen zweiten Mannschaft setze ich vor allem in Emily Wallrabenstein und Tessa Zimmermann große Hoffnungen, auch die Verpflichtung von Mira Arouna scheint sich jetzt zu bewähren.
Anyomi wird wahrscheinlich ebenfalls den nächsten Schritt machen. Sie wäre für die Eintracht sicherlich die Priorität für eine frühe Verlängerung gewesen. Die wäre aber in meinen Augen nur erfolgt, wenn wir das Niveau vom Vorjahr gehalten hätten. So schreit bei ihrem Profil und der Ausgangslage eigentlich alles für einen Wechsel nach England. Setzt sie sich dort durch, würde das auch endlich ihren Status in der Nationalmannschaft verbessern.
Chiba und Veit wären deshalb wichtige Verlängerungen. Gemessen am Output bekommt Chiba eigentlich seit zwei Jahren viel zu wenig Spielzeit. Ich würde sie tatsächlich gerne mal als Stammspielerin sehen und da hätte sie bei Abgängen von Reuteler und Anyomi sicher auch eine bessere Perspektive. Und Veit ausgerechnet jetzt nach ihrer großartigen Entwicklung inklusive Nationalmannschaftsnominierung zu verlieren, wäre ähnlich bitter wie bei Wamser. Zumal der vermeintliche Stamm in der Innenverteidigung mit Doorsoun und Ilestedt schon jenseits der 30 ist.
Bei Riesen würde ich eine Verlängerung ebenfalls begrüßen. Sie wird ihren diesjährigen Stammplatz vielleicht nicht längerfristig halten, aber allein dadurch, dass sie auf beiden Seiten verteidigen kann, ist sie eigentlich immer eine wichtige Kaderspielerin. Markou hingegen wird den Verein sicherlich wieder verlassen, das war im Sommer ja auch mehr oder weniger eine kurzfristige Verpflichtung als Notnagel.
Ansonsten rechne ich erst mal mit keinen weiteren Abgängen von Leistungsträgerinnen. Bei Freigang stehen die Chancen wohl nicht nur durch ihre besondere Beziehung zu Frankfurt mittlerweile gut, dass sie hier vielleicht den Rest ihrer Karriere absolviert. Mittlerweile ist sie eben auch schon 28 Jahre und seit geraumer Zeit nicht mehr in der starken Verfassung der Vorjahre. Bei Senß bin ich zumindest vorsichtig optimistisch, dass sie uns auch noch erhalten bleibt.
Deshalb wäre es gut, wenn man den Kader stattdessen im Sommer sogar verstärken könnte. Die Transferbilanz dieses Jahres würde ich als durchwachsen beschreiben. Blomqvist und Memeti waren Volltreffer, haben aber eben nominell auch nur die bisherigen Leistungsträgerinnen Prasnikar und Dunst ersetzt. Ilestedt und Ostenstad waren ordentliche Transfers, hatten aber beide mit Verletzungen zu kämpfen und konnten den Verlust von Kleinherne (erwartungsgemäß) nicht auffangen. Teulings und Ivelj hatten schon gute Ansätze, aber auch da haben wir uns in der Breite durch die Abgänge von Pawollek und Wamser eher verschlechtert. Zudem haben Alguacil und Raso aus verschiedenen Gründen bisher noch überhaupt nicht funktioniert.
Positiv war hingegen die Entwicklung von Altenburg und Veit. Da Winkler nach ihrer Verletzung wahrscheinlich die klare Nummer Eins sein wird und auch Doorsoun aus den USA zurückgekehrt ist, werden es beide kommende Saison sicher wieder schwerer haben. Aber das muss einfach auch ein Weg von Eintracht Frankfurt bleiben. Vor allem, wenn jetzt sowohl die zweite als auch die dritte Mannschaft jeweils den Klassenerhalt schaffen sollten. Das ist eine absolute Luxussituation. Wir werden voraussichtlich auch in Zukunft nicht die absoluten Topspielerinnen verpflichten können und in den kommenden Jahren wird aus den unteren Ligen noch einige starke Konkurrenz weiter nach oben kommen.
Deshalb muss die Förderung von jungen Spielerinnen ein Fokus in der Planung des Kaders sein. Leider hat man daraus in den letzten Jahren noch viel zu wenig Profit geschlagen, auch aus dem leidigen Fakt der oftmals fehlenden Rotation unter Niko Arnautis. Mit Carlotta Wamser und Shekiera Martinez haben uns zwei aktuelle Nationalspielerinnen aufgrund von mangelnder Spielzeit verlassen. Mit Tomke Schneider und Paulina Platner haben uns zwei potenzielle Nationalspielerinnen verlassen, weil sie in der ersten Mannschaft überhaupt keine Chance erhalten haben.
Die frühen Abgänge von absoluten Toptalenten wie Loreen Bender und Rosa Rückert tun ebenfalls sehr weh, auch Sophie Nachtigall würde ich noch hinzunehmen. Bei den Acikgöz-Schwestern hatte man natürlich Pech mit den Verletzungen. Aus der aktuellen zweiten Mannschaft setze ich vor allem in Emily Wallrabenstein und Tessa Zimmermann große Hoffnungen, auch die Verpflichtung von Mira Arouna scheint sich jetzt zu bewähren.
Danke für deine ausführliche Analyse, auch hier im Bereich Adlerträgerinnen immer gerne gelesen.
Ich denke, auch diesen Sommer wird es wieder schmerzliche Abschiede geben (Nicci und Gery würden mir wirklich sehr fehlen), aber wir werden uns auch über neue Spielerinnen freuen und ihre Tore bejubeln dürfen.
Ich denke, auch diesen Sommer wird es wieder schmerzliche Abschiede geben (Nicci und Gery würden mir wirklich sehr fehlen), aber wir werden uns auch über neue Spielerinnen freuen und ihre Tore bejubeln dürfen.
Vielen Dank für deinen ausführlichen und fundierten Beitrag, dem ich im Großen und Ganzen vom ersten bis zum letzten Wort zustimme.
Bei Remina Chiba bin ich etwas zwiegespalten, ja ich wünsche mir auch mehr Einsatzzeit für sie, sprich mehr Einsätze in der Startelf, muss aber sagen, dass ich sie am stärksten und auffälligsten immer genau dann fand, wenn sie zu fortgeschrittener Spielzeit als Jokerin ins Rennen geschickt wurde, wohingegen sie die paar Mal, in denen sie von Beginn an starten durfte in meinen Augen eher blass blieb.
Ich hoffe, du hast recht mit deinem vorsichtigen Optimismus, dass uns Elisa Senß noch zumindest bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit erhalten bleibt. Ich bin da nicht ganz so optimistisch, insbesondere sollte es tatsächlich eine Ausstiegsklausel zum Ende der Saison geben, was natürlich aber niemand (von uns) weiß.
Die guten Ansätze bei Jarne Teulings und Noemi Ivelj sehe ich auch und ich bin wirklich überzeugt, dass uns gerade diese beiden noch viel Freude machen werden. Ein Grund, warum sie noch nicht so sehr über gute Ansätze rausgekommen sind, sehe ich auch z.T. darin begründet, was du zwei Absätze weiter unter ansprichst, ich zitiere:
Ich für meinen Teil würde mir spätestens zum Ende seiner Vertragslaufzeit (6/2027) eine Neuausrichtung auf der Trainerposition wünschen.
Hoffnung habe ich auch noch bei Ainhoa Alguacil. Als 19-jährige Spielerin erstmals nicht nur die Heimatregion Valencia, in der sie von Geburt an lebte, verlassen, sondern dazu gleich auch noch in einem fremden Land angeheuert, dann gleich eine langwierige Muskelverletzung, die zur Pause gezwungen hat, da gestehe ich durchaus einiges an Eingewöhnungszeit zu und bin noch guter Dinge, dass sie eine positive Entwicklung nimmt.
Hayley Raso hingegen hat mich in Summe mit ihren Auftritten allerdings auch eher enttäuscht.
Komplett bei dir bin ich in der Einschätzung von Jella Veit und Lina Altenburg. Beide haben einen Riesensprung gemacht, aber dennoch sehe auch ich nächste Saison eine wiedergenesene Sophia Winkler in alter Leistungsfähigkeit, wie wir sie aus der letzten Saison bei der SGS Essen kennen, als klare Nummer eins!
Du sprichst die guten Chancen an, dass Laura Freigang uns auf Dauer erhalten bleibt. Das unterschreibe ich ebenso. Ich habe es schon mehrfach in früheren Posts geschrieben, ich halte Laura für ungemein wichtig in unserem Team, insbesondere auch neben dem Platz. Sie ist ein Lautsprecher, für die Fans eine Identifikationsfigur, sorgt für die Integration neuer Spielerinnen in die Gemeinschaft und hat alleine deshalb eine immens wichtige Funktion. Ich weiß, dass ich mir jetzt hier sicher keine Freunde mache, aber gleichwohl glaube ich, dass ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit auf dem Platz in Frankfurt aufgrund der Vereinsbrille in stetiger Regelmäßigkeit überschätzt wird. Aber bitte nicht falsch verstehen, deshalb nochmal, sie ist ein wichtiger Bestandteil des Teams und ich wünsche mir, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.
Abschließend möchte ich beim Ausblick auf die Spielerinnen unserer U20 zusätzlich noch den Namen Keira Bednorz in den Ring werfen. Bei den (zahlenmäßig allerdings eher begrenzten Anzah) an Spielen, die ich gesehen habe ist sie mir in der der Abwehrkette doch immer sehr präsent und positiv aufgefallen, so dass ich ihr durchaus auch ihren Weg in der Bundesliga zutraue.
Allen voran sehe ich da aber auch Emily Wallrabenstein, die hoffentlich bei uns den Sprung zu Höherem schaffen wird!
Du hast es erwähnt und auch ich möchte nochmal herausstellen in welcher Luxussituation sich unsere Eintracht in Sachen Nachwuchsteams befindet. Neben unserem Bundesligateam die U20 in der 2. Liga, dazu usnere U19 in der Regionalliga, also in den ersten drei Ligen stellen wir jeweils ein Team, das kann schon seit Jahren kein anderer Verein bieten. Und inzwischen stehen die Chancen sogar recht gut, dass dies auch in der nächsten Saison weiterhin so sein wird.
Bei Remina Chiba bin ich etwas zwiegespalten, ja ich wünsche mir auch mehr Einsatzzeit für sie, sprich mehr Einsätze in der Startelf, muss aber sagen, dass ich sie am stärksten und auffälligsten immer genau dann fand, wenn sie zu fortgeschrittener Spielzeit als Jokerin ins Rennen geschickt wurde, wohingegen sie die paar Mal, in denen sie von Beginn an starten durfte in meinen Augen eher blass blieb.
Ich hoffe, du hast recht mit deinem vorsichtigen Optimismus, dass uns Elisa Senß noch zumindest bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit erhalten bleibt. Ich bin da nicht ganz so optimistisch, insbesondere sollte es tatsächlich eine Ausstiegsklausel zum Ende der Saison geben, was natürlich aber niemand (von uns) weiß.
Die guten Ansätze bei Jarne Teulings und Noemi Ivelj sehe ich auch und ich bin wirklich überzeugt, dass uns gerade diese beiden noch viel Freude machen werden. Ein Grund, warum sie noch nicht so sehr über gute Ansätze rausgekommen sind, sehe ich auch z.T. darin begründet, was du zwei Absätze weiter unter ansprichst, ich zitiere:
DonGuillermo schrieb:
Leider hat man daraus in den letzten Jahren noch viel zu wenig Profit geschlagen, auch aus dem leidigen Fakt der oftmals fehlenden Rotation unter Niko Arnautis.
Ich für meinen Teil würde mir spätestens zum Ende seiner Vertragslaufzeit (6/2027) eine Neuausrichtung auf der Trainerposition wünschen.
Hoffnung habe ich auch noch bei Ainhoa Alguacil. Als 19-jährige Spielerin erstmals nicht nur die Heimatregion Valencia, in der sie von Geburt an lebte, verlassen, sondern dazu gleich auch noch in einem fremden Land angeheuert, dann gleich eine langwierige Muskelverletzung, die zur Pause gezwungen hat, da gestehe ich durchaus einiges an Eingewöhnungszeit zu und bin noch guter Dinge, dass sie eine positive Entwicklung nimmt.
Hayley Raso hingegen hat mich in Summe mit ihren Auftritten allerdings auch eher enttäuscht.
Komplett bei dir bin ich in der Einschätzung von Jella Veit und Lina Altenburg. Beide haben einen Riesensprung gemacht, aber dennoch sehe auch ich nächste Saison eine wiedergenesene Sophia Winkler in alter Leistungsfähigkeit, wie wir sie aus der letzten Saison bei der SGS Essen kennen, als klare Nummer eins!
Du sprichst die guten Chancen an, dass Laura Freigang uns auf Dauer erhalten bleibt. Das unterschreibe ich ebenso. Ich habe es schon mehrfach in früheren Posts geschrieben, ich halte Laura für ungemein wichtig in unserem Team, insbesondere auch neben dem Platz. Sie ist ein Lautsprecher, für die Fans eine Identifikationsfigur, sorgt für die Integration neuer Spielerinnen in die Gemeinschaft und hat alleine deshalb eine immens wichtige Funktion. Ich weiß, dass ich mir jetzt hier sicher keine Freunde mache, aber gleichwohl glaube ich, dass ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit auf dem Platz in Frankfurt aufgrund der Vereinsbrille in stetiger Regelmäßigkeit überschätzt wird. Aber bitte nicht falsch verstehen, deshalb nochmal, sie ist ein wichtiger Bestandteil des Teams und ich wünsche mir, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.
Abschließend möchte ich beim Ausblick auf die Spielerinnen unserer U20 zusätzlich noch den Namen Keira Bednorz in den Ring werfen. Bei den (zahlenmäßig allerdings eher begrenzten Anzah) an Spielen, die ich gesehen habe ist sie mir in der der Abwehrkette doch immer sehr präsent und positiv aufgefallen, so dass ich ihr durchaus auch ihren Weg in der Bundesliga zutraue.
Allen voran sehe ich da aber auch Emily Wallrabenstein, die hoffentlich bei uns den Sprung zu Höherem schaffen wird!
Du hast es erwähnt und auch ich möchte nochmal herausstellen in welcher Luxussituation sich unsere Eintracht in Sachen Nachwuchsteams befindet. Neben unserem Bundesligateam die U20 in der 2. Liga, dazu usnere U19 in der Regionalliga, also in den ersten drei Ligen stellen wir jeweils ein Team, das kann schon seit Jahren kein anderer Verein bieten. Und inzwischen stehen die Chancen sogar recht gut, dass dies auch in der nächsten Saison weiterhin so sein wird.
Ist das bitter, dass du am Ende durch solch ein blödes Tor ausscheidest. Ich habe es schon nach dem Spiel in Bilbao gesagt: So gut Siljevic auch auf der Linie ist, bei Hereingaben hat er leider manchmal diese komplett wilden Aktionen dabei, wo er vollkommen unkonventionell zum Ball geht. Danach hat er die Mannschaft aber mit zwei überragenden Aktionen im Spiel gehalten. Schade, dass wir nicht selbst früh in Führung gegangen sind, aber Staff hat den Kopfball zu Beginn des Spiels leider zu zentral gesetzt. In der Schlussphase waren durchaus noch mal einige Möglichkeiten für den Ausgleich da, aber da waren die Jungs oft auch zu zögerlich im Abschluss.
Sporting hatte durch die Umschaltsituationen zwar die gefährlicheren Chancen, aber insgesamt waren wir in dem Spiel mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen. Das ist angesichts der Verletzungsmisere aller Ehren wert. Da kann man den Jungs wirklich keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben, aber am Ende hat dann vielleicht auch dieser Tick Qualität gefehlt, um das Spiel für sich zu entscheiden. In Bestbesetzung hätten wir Sporting denke ich geschlagen, da war Bilbao für mich qualitativ noch mal ein ganz anderes Kaliber.
So haben halt mit Eisele, Scheller und Ahouannou (der auch rechts spielen kann) drei Innenverteidiger, mit Neuendorff und Ayadi zwei Linksverteidiger und mit Bahoya ein Rechtsverteidiger defensiv sowie offensiv mit Gaul Souza und Oteng-Mensah zwei absolute Unterschiedsspieler verletzt gefehlt. Zudem konnte Dills durch seine heute defensivere Rolle nicht die übliche Wirkung entfalten. Dadurch hat vorne so ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt und auf den Außenverteidigerpositionen waren das mit Spahn auf der anderen Seite und dem aktuell zum Rechtsverteidiger umfunktionierten Prenaj ohnehin zwei absolute Notlösungen.
Spielerisch und auch kämpferisch sah es über weite Strecken trotz körperlicher Nachteile sehr gut aus. Ebu hat wirklich ein klasse Spiel gemacht. Dills und Ilicevic waren sehr spielfreudig, auch wenn es Ilicevic in der einen oder anderen Situation etwas übertrieben hat und lieber früher abspielen sollte. Dzanovic ist wie schon gegen Köln leider überhaupt nicht ins Spiel gekommen, Awusi mit zu vielen leichten Fehlern in aussichtsreicher Position. Defensiv hat mir vor allem Boakye Osei trotz der späten gelb-roten Karte sehr gut gefallen. So kurz vor Schluss war es wahrscheinlich auch sinnvoller, lieber den Platzverweis als das zweite Gegentor zu riskieren. Auch Peter hat sich in jeden Ball geworfen, Spahn und Prenaj hatten auf ungewohnter Position jeweils einen schweren Stand.
Lobend muss ich an dieser Stelle auch den englischen Schiedsrichter Samuel Barrott erwähnen. Für mich der beste Mann auf dem Platz. Er hatte eine sehr klare Kommunikation mit den Spielern und eine einheitliche Linie auf beiden Seiten. Die Karten waren alle vollkommen berechtigt, ansonsten ließ er in den Duellen viel laufen und ist auch nicht auf Spielchen eingegangen, wenn jemand leicht zu Boden gegangen ist oder provozieren wollte. Das tat dem Spielfluss sehr gut, nachdem sich die Spieler darauf eingestellt hatten. Wirklich eine sehr angenehme Spielleitung.
Sporting hatte durch die Umschaltsituationen zwar die gefährlicheren Chancen, aber insgesamt waren wir in dem Spiel mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen. Das ist angesichts der Verletzungsmisere aller Ehren wert. Da kann man den Jungs wirklich keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben, aber am Ende hat dann vielleicht auch dieser Tick Qualität gefehlt, um das Spiel für sich zu entscheiden. In Bestbesetzung hätten wir Sporting denke ich geschlagen, da war Bilbao für mich qualitativ noch mal ein ganz anderes Kaliber.
So haben halt mit Eisele, Scheller und Ahouannou (der auch rechts spielen kann) drei Innenverteidiger, mit Neuendorff und Ayadi zwei Linksverteidiger und mit Bahoya ein Rechtsverteidiger defensiv sowie offensiv mit Gaul Souza und Oteng-Mensah zwei absolute Unterschiedsspieler verletzt gefehlt. Zudem konnte Dills durch seine heute defensivere Rolle nicht die übliche Wirkung entfalten. Dadurch hat vorne so ein bisschen die Durchschlagskraft gefehlt und auf den Außenverteidigerpositionen waren das mit Spahn auf der anderen Seite und dem aktuell zum Rechtsverteidiger umfunktionierten Prenaj ohnehin zwei absolute Notlösungen.
Spielerisch und auch kämpferisch sah es über weite Strecken trotz körperlicher Nachteile sehr gut aus. Ebu hat wirklich ein klasse Spiel gemacht. Dills und Ilicevic waren sehr spielfreudig, auch wenn es Ilicevic in der einen oder anderen Situation etwas übertrieben hat und lieber früher abspielen sollte. Dzanovic ist wie schon gegen Köln leider überhaupt nicht ins Spiel gekommen, Awusi mit zu vielen leichten Fehlern in aussichtsreicher Position. Defensiv hat mir vor allem Boakye Osei trotz der späten gelb-roten Karte sehr gut gefallen. So kurz vor Schluss war es wahrscheinlich auch sinnvoller, lieber den Platzverweis als das zweite Gegentor zu riskieren. Auch Peter hat sich in jeden Ball geworfen, Spahn und Prenaj hatten auf ungewohnter Position jeweils einen schweren Stand.
Lobend muss ich an dieser Stelle auch den englischen Schiedsrichter Samuel Barrott erwähnen. Für mich der beste Mann auf dem Platz. Er hatte eine sehr klare Kommunikation mit den Spielern und eine einheitliche Linie auf beiden Seiten. Die Karten waren alle vollkommen berechtigt, ansonsten ließ er in den Duellen viel laufen und ist auch nicht auf Spielchen eingegangen, wenn jemand leicht zu Boden gegangen ist oder provozieren wollte. Das tat dem Spielfluss sehr gut, nachdem sich die Spieler darauf eingestellt hatten. Wirklich eine sehr angenehme Spielleitung.
DonGuillermo schrieb:
Damit rennst du bei mir als ehemaliger Torwart offene Türen ein. Ich hatte nach dem Spiel gegen Gladbach auch schon im Thread über Kaua Santos festgehalten, dass mittlerweile viele Mannschaften dieses Blocken des Torwarts bei Standardsituationen als probates Mittel für sich entdeckt haben, weil es von den Schiedsrichtern schlichtweg nicht mehr geahndet wird. Gegen Gladbach war es mit den bis zu drei Gegenspielern wirklich extrem.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei Ausführung der Ecke niemand außer dem Torwart im Fünfer sein darf.
Und von jeder Mannschaft nur je 6 Spieler im 16er
Die Ecken bekämen dann wie beim Hockey eine gewisse Standardaufstellung am Fünfer und am 16er und diese wilden 10 gegen 11 Rangeleien und Raufereien auf engstem Raum wären deutlich eingeschränkt. Schon weil einfach mehr Platz durch weniger Spieler da wäre.
Es wird zwar in diesem Thread jetzt etwas Off-Topic, aber wenn wir gerade die Diskussion haben: Das Montagspiel in der Premier League zwischen Manchester United und Everton hat dem vorhin die Krone aufgesetzt. Einfach mal im Spielbericht von Sky (https://youtu.be/y1PCy3n6Wgg?t=367) die entsprechende Stelle ansehen.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
DonGuillermo schrieb:
Es wird zwar in diesem Thread jetzt etwas Off-Topic, aber wenn wir gerade die Diskussion haben: Das Montagspiel in der Premier League zwischen Manchester United und Everton hat dem vorhin die Krone aufgesetzt. Einfach mal im Spielbericht von Sky (https://youtu.be/y1PCy3n6Wgg?t=367) die entsprechende Stelle ansehen.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
Dann Stellen wir in Zukunft einfach einen Sumoringer ins Tor. Den schiebt keiner weg.
DonGuillermo schrieb:
Es wird zwar in diesem Thread jetzt etwas Off-Topic, aber wenn wir gerade die Diskussion haben: Das Montagspiel in der Premier League zwischen Manchester United und Everton hat dem vorhin die Krone aufgesetzt. Einfach mal im Spielbericht von Sky (https://youtu.be/y1PCy3n6Wgg?t=367) die entsprechende Stelle ansehen.
Und das war noch nicht mal das schlimmste Beispiel innerhalb des Spiels, Everton hat bei seinen zehn eigenen Ecken das Zustellen des Fünfers und Behindern des gegnerischen Torwarts mit fünf Spielern konsequent durchgezogen. Und dann stehen auf dem engen Raum natürlich noch mal mindestens ebenso viele Gegenspieler. Das ist einfach nur noch absurd. Das darf so keine Schule machen. Der Schiedsrichter hat auch erst in der 83. Minute mit gelben Karten reagiert, als beim wilden Gerangel mehrere Spieler umgeschubst wurden. Ging aber auch danach munter so weiter.
Völlig absurd. Ich hatte es vorhin schon in einem Beitrag geschrieben. Da würde ich es drauf anlegen und den Torwart alleine gegen die fünf stellen. Dann kann er den Ball entweder alleine pflücken oder fällt über einen Gegenspieler. Das müsste die sicherste Variante sein.
Was der blockende bayernspieler da mit Kaua macht, ist aber auch genau das: ein Block!
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Damit rennst du bei mir als ehemaliger Torwart offene Türen ein. Ich hatte nach dem Spiel gegen Gladbach auch schon im Thread über Kaua Santos festgehalten, dass mittlerweile viele Mannschaften dieses Blocken des Torwarts bei Standardsituationen als probates Mittel für sich entdeckt haben, weil es von den Schiedsrichtern schlichtweg nicht mehr geahndet wird. Gegen Gladbach war es mit den bis zu drei Gegenspielern wirklich extrem.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
DonGuillermo schrieb:
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
diesbezüglich bin ich bei riera ganz zuversichtlich, der meinte in einer der letzten pks, es würden unter ihm ca. 30% der trainingszeit auf das training von standardsituationen, offensiv wie defensiv, verwendet (, bzw. ein kompletter trainingstag), denn dies sei in etwa der prozentsatz, zu dem dies auch in einem spiel vorkäme und das müsse das training entsprechend abbilden...
DonGuillermo schrieb:
Damit rennst du bei mir als ehemaliger Torwart offene Türen ein. Ich hatte nach dem Spiel gegen Gladbach auch schon im Thread über Kaua Santos festgehalten, dass mittlerweile viele Mannschaften dieses Blocken des Torwarts bei Standardsituationen als probates Mittel für sich entdeckt haben, weil es von den Schiedsrichtern schlichtweg nicht mehr geahndet wird. Gegen Gladbach war es mit den bis zu drei Gegenspielern wirklich extrem.
Arsenal unter Arteta ist da beispielsweise seit längerer Zeit ein Vorreiter und geradezu berüchtigt für diese Sperren. Die haben aber seit einigen Jahren mit Nicolas Jover auch einen dezidierten Standardtrainer und seitdem mehrere Rekorde bezüglich Toren nach Eckbällen aufgestellt. Es lohnt sich also durchaus, in diesen Bereich zu investieren.
Im Kicker wurde Anfang des Jahres schon halbwegs ernsthaft darüber diskutiert, ob man unter diesen Umständen die Ecken nicht komplett abschaffen oder zumindest wieder zu einer strengeren Regelauslegung zurückkehren sollte. Es wird ja auch unter den Feldspielern gehalten, geklammert und gezerrt ohne Ende, sodass es bei gefühlt jeder zweiten Ecke noch die fast schon obligatorische wie wirkungslose Ermahnung vom Schiedsrichter im Vorfeld gibt. Die kann man sich erst recht sparen, wenn ohnehin nichts mehr abgepfiffen wird.
Immerhin scheint man jetzt analog zur Regel beim Abschlag das Zeitspiel auch in anderen Bereichen einschränken zu wollen. Abstöße und Einwürfe, eventuell auch Freistöße und Eckbälle, sollen ebenfalls ein Zeitlimit bekommen, nach dessen Überschreitung automatisch der Ballbesitz wechselt. Das hatte zuletzt auch Manuel Neuer angeregt. Mein Wunsch wäre noch, dass man für die Nachspielzeit die Nettospielzeit einführt. In München hat die Ausführung des Freistoßes in der Nachspielzeit inklusive der Wechsel schon wieder zwei Minuten von der Uhr genommen. Außerdem kann sich dann niemand mehr über beliebige Verlängerungen der Nachspielzeit beschweren.
Spieler, die sich behandeln lassen oder zu lange auf dem Platz liegen bleiben und damit für eine Spielunterbrechung sorgen, sollen künftig eine Minute außerhalb des Feldes warten müssen, bevor sie zurück auf den Platz können. Lediglich die bisherige Ausnahme, wenn der Behandlung ein kartenwürdiges Foul voranging, greift weiterhin. Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Zusätzlich sollen auch ausgewechselte Spieler künftig innerhalb von zehn Sekunden das Feld verlassen müssen, sonst muss der eingewechselte Spieler ebenfalls mindestens eine Minute außerhalb des Platzes warten und das Team bis dahin in Unterzahl spielen. Laut der BBC (https://www.bbc.com/sport/football/articles/c98ql5ml885o) sollen diese und einige weitere Regeländerungen (unter anderem soll der VAR künftig auch gelb-rote Karten überprüfen können) bei der IFAB-Sitzung am Samstag offiziell beschlossen werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei Ausführung der Ecke niemand außer dem Torwart im Fünfer sein darf.
Und von jeder Mannschaft nur je 6 Spieler im 16er
Die Ecken bekämen dann wie beim Hockey eine gewisse Standardaufstellung am Fünfer und am 16er und diese wilden 10 gegen 11 Rangeleien und Raufereien auf engstem Raum wären deutlich eingeschränkt. Schon weil einfach mehr Platz durch weniger Spieler da wäre.
DonGuillermo schrieb:
Auch Torhüter und Elfmeterschützen, die im Vorfeld eines Elfmeters gefoult wurden, dürfen auf dem Platz bleiben.
Im Falle des Torhüters wäre es dann aber wichtig, dass diese Zeit absolut konsequent nachgespielt wird. Denn das sieht man - auch bei uns - ja auch immer öfter, dass die Torhüter mit der Behandlung fragwürdiger Verletzungen Zeit von der Uhr nehmen.
Unser Torjäger Kaan İnanoğlu wird für den Rest der Saison an den FC Homburg verliehen und geht für diesen bis zum Sommer im der Regionalliga Südwest auf Torejagd.
https://nachwuchs.eintracht.de/news/leihe-kaan-i%CC%87nanoglu-175467/
https://nachwuchs.eintracht.de/news/leihe-kaan-i%CC%87nanoglu-175467/
Hat in seinem ersten Pflichtspiel für Homburg übrigens gleich mal zwei Tore erzielt und zwei weitere Tore vorbereitet, nachdem er in deren Vorbereitung bereits in allen drei Spielen getroffen hatte. Hätte laut Spielbericht sogar noch zwei weitere Treffer gegen Balingen machen können.
Kommt für mich jetzt auch nicht so überraschend. Die Qualität für die Regionalliga hat Inanoglu allemal, das hat er schon vergangene Saison bei uns in einer über weite Strecken offensivschwachen Mannschaft nachgewiesen. Und wenn er jetzt in einem stärkeren Team zu noch mehr Chancen kommt, läuft es erst recht. Trotz seiner vielen Treffer ist sein größtes Manko nämlich weiterhin die Chancenverwertung, da lässt er regelmäßig zu viel liegen. Er kommt aber eben immer wieder in die Situationen und ist auch spielerisch stark genug, um in einem besseren Team mitzuhalten.
Sein Berater hatte schon im Sommer verlauten lassen, dass es einige Leihanfragen aus der dritten Liga gegeben habe. Gut möglich, dass da beispielsweise auch sein Ex-Verein Duisburg dabei war. Die Eintracht wollte ihn aber wohl nicht ziehen lassen, weil er vergangene Saison der einzige offensive Leistungsträger war. Diese Konstante wollte man im Sommer wohl noch halten, um die Chance auf einen sofortigen Wiederaufstieg zu erhöhen. Trotz Verletzung und verpasster Vorbereitung hat er ja auch in dieser Saison eine gute Bilanz.
Da es bezüglich des Aufstiegs aktuell sehr gut aussieht und im Sturm auch Starodid und Sonnenwald funktionieren, hat man wahrscheinlich jetzt im Winter die Tür für eine höherklassige Leihe aufgemacht. Zumal ja mit Kumashiro noch ein vermeintlich adäquater Ersatz verpflichtet wurde, der zumindest das kommende Halbjahr in der zweiten Mannschaft spielen wird. Wenn Inanoglu die Form hält, wird es nächste Saison sicher über die Regionalliga hinausgehen, entweder als weitere Leihe oder als fester Abgang. Ein drittes Jahr Regionalliga ergibt dann in meinen Augen keinen Sinn. Zumal ich ihm vom Niveau her auch die zweite Liga zutraue.
Das Thema dürfte im Sommer ohnehin spannend werden. Für Fenyö hat man ja schon eine Lösung gefunden, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an einer Leihe interessiert war. Bei Doumbia gab es im Sommer wohl ebenfalls Interesse aus der zweiten Liga, da war angeblich Bochum an einer Leihe dran. Hier bleibt abzuwarten, ob er wegen der Verletzungssorgen bei den Profis nicht sogar dort den Fuß in die Tür bekommt. Auch unser Neuzugang Maluze hätte im Sommer wohl in die dritte Liga wechseln können, ist aber zu uns gekommen, weil man eine mögliche Perspektive bei den Profis zugesagt hatte. In beiden Fällen rechne ich für den Sommer also entweder mit einer stärkeren Einbindung bei den Profis oder ebenfalls mit einem höherklassigen Wechsel.
Auch bei Metehan Yildirim könnte ich mir im Sommer einen Abgang zu einem ambitionierten Regionalligisten oder sogar in die dritte Liga vorstellen. Er war schon als Winterzugang gegen Ende der Abstiegssaison und auch jetzt in der Hessenliga zu Saisonbeginn der überragende Spieler der Mannschaft. Er leidet aber darunter, dass man im Mittelfeld natürlich die eigenen Talente Ebu Bekir Is und Marvin Dills mit möglichst viel Spielzeit fördern möchte.
Blickt man auf die Spieler mit auslaufenden Verträgen dürfte auch Daniel Starodid die Gelegenheit nutzen und nach seiner starken Saison einen entsprechenden Wechsel anstreben. Diesen Abgang sollte die Eintracht aber verkraften können. Er hat zwar bisher immer zuverlässig getroffen, aufgrund von mangelnder Technik sehe ich bei ihm aber nur Potenzial für maximal die dritte Liga. Auch im Sturm werden nächste Saison sicher die eigenen Talente Alex Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah im Fokus stehen. Zusammen mit dem bulligen Sonnenwald und wahrscheinlich einem weiteren externen Neuzugang wird man dort auch für die Regionalliga gut genug besetzt sein.
Ansonsten werden sicherlich auch Junior Awusi und Clement Nana-Sarhene den Verein verlassen, die sich schon in der Hessenliga nicht durchsetzen konnten und auf geringe Spielanteile kommen. Bei Awusi etwas enttäuschend, da hatte ich mir genau wie bei Anas Alaoui mehr erhofft, nachdem beide als große Talente galten. Auch Jonas Bauer dürfte gehen, der als höherklassiger Neuzugang zuletzt seinen Stammplatz verloren hat. Bei Yurij Obert und Sissis Efthymiou sollte es letztlich darum gehen, wer das Torwarttrio neben Siljevic und Speight komplettiert. Paul Wünsch bleibt uns hoffentlich erhalten. Er gehörte schon letzte Saison in der Regionalliga zu den besseren Spielern und ist auf beiden Flügen offensiv wie defensiv flexibel einsetzbar. Ist somit immer eine gute Option für den Kader.
Diese Saison wird jetzt in den kommenden Wochen spannend zu sehen sein, wie man mit dem Engpass auf der Position des Linksverteidigers umgeht, nachdem sich Nilo Neuendorff langfristig verletzt hat und Aiden Harangi fest abgegeben wurde. Zumal Doumbia, der auch links verteidigen kann, wie gesagt bei Bedarf zu den Profis hochgezogen werden könnte. Dann steht mit Derek Boakye Osei eigentlich nur noch ein weiterer gelernter Innenverteidiger oder im Falle einer Dreierkette die beiden Flügelspieler Wünsch und Bauer als Wingbacks zur Verfügung.
Ansonsten werden mit fortschreitender Saisondauer sicher auch noch einige aktuelle U19-Spieler die Gelegenheit bekommen, erste Einsätze im Herrenbereich zu sammeln. Vor allem, wenn man den Aufstieg vorzeitig eintüten sollte. Bis auf Eddersheim gibt es ja eh keinen Konkurrenten mehr und bei denen muss man mal abwarten, wie die den Abgang von Toptorjäger Yilmaz verkraften. Fest hochgezogen wurde jetzt im Winter wohl erst mal nur Alex Staff, der ja vergangene Saison in der Regionalliga schon zeitweise Teil der zweiten Mannschaft war.
Kommt für mich jetzt auch nicht so überraschend. Die Qualität für die Regionalliga hat Inanoglu allemal, das hat er schon vergangene Saison bei uns in einer über weite Strecken offensivschwachen Mannschaft nachgewiesen. Und wenn er jetzt in einem stärkeren Team zu noch mehr Chancen kommt, läuft es erst recht. Trotz seiner vielen Treffer ist sein größtes Manko nämlich weiterhin die Chancenverwertung, da lässt er regelmäßig zu viel liegen. Er kommt aber eben immer wieder in die Situationen und ist auch spielerisch stark genug, um in einem besseren Team mitzuhalten.
Sein Berater hatte schon im Sommer verlauten lassen, dass es einige Leihanfragen aus der dritten Liga gegeben habe. Gut möglich, dass da beispielsweise auch sein Ex-Verein Duisburg dabei war. Die Eintracht wollte ihn aber wohl nicht ziehen lassen, weil er vergangene Saison der einzige offensive Leistungsträger war. Diese Konstante wollte man im Sommer wohl noch halten, um die Chance auf einen sofortigen Wiederaufstieg zu erhöhen. Trotz Verletzung und verpasster Vorbereitung hat er ja auch in dieser Saison eine gute Bilanz.
Da es bezüglich des Aufstiegs aktuell sehr gut aussieht und im Sturm auch Starodid und Sonnenwald funktionieren, hat man wahrscheinlich jetzt im Winter die Tür für eine höherklassige Leihe aufgemacht. Zumal ja mit Kumashiro noch ein vermeintlich adäquater Ersatz verpflichtet wurde, der zumindest das kommende Halbjahr in der zweiten Mannschaft spielen wird. Wenn Inanoglu die Form hält, wird es nächste Saison sicher über die Regionalliga hinausgehen, entweder als weitere Leihe oder als fester Abgang. Ein drittes Jahr Regionalliga ergibt dann in meinen Augen keinen Sinn. Zumal ich ihm vom Niveau her auch die zweite Liga zutraue.
Das Thema dürfte im Sommer ohnehin spannend werden. Für Fenyö hat man ja schon eine Lösung gefunden, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an einer Leihe interessiert war. Bei Doumbia gab es im Sommer wohl ebenfalls Interesse aus der zweiten Liga, da war angeblich Bochum an einer Leihe dran. Hier bleibt abzuwarten, ob er wegen der Verletzungssorgen bei den Profis nicht sogar dort den Fuß in die Tür bekommt. Auch unser Neuzugang Maluze hätte im Sommer wohl in die dritte Liga wechseln können, ist aber zu uns gekommen, weil man eine mögliche Perspektive bei den Profis zugesagt hatte. In beiden Fällen rechne ich für den Sommer also entweder mit einer stärkeren Einbindung bei den Profis oder ebenfalls mit einem höherklassigen Wechsel.
Auch bei Metehan Yildirim könnte ich mir im Sommer einen Abgang zu einem ambitionierten Regionalligisten oder sogar in die dritte Liga vorstellen. Er war schon als Winterzugang gegen Ende der Abstiegssaison und auch jetzt in der Hessenliga zu Saisonbeginn der überragende Spieler der Mannschaft. Er leidet aber darunter, dass man im Mittelfeld natürlich die eigenen Talente Ebu Bekir Is und Marvin Dills mit möglichst viel Spielzeit fördern möchte.
Blickt man auf die Spieler mit auslaufenden Verträgen dürfte auch Daniel Starodid die Gelegenheit nutzen und nach seiner starken Saison einen entsprechenden Wechsel anstreben. Diesen Abgang sollte die Eintracht aber verkraften können. Er hat zwar bisher immer zuverlässig getroffen, aufgrund von mangelnder Technik sehe ich bei ihm aber nur Potenzial für maximal die dritte Liga. Auch im Sturm werden nächste Saison sicher die eigenen Talente Alex Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah im Fokus stehen. Zusammen mit dem bulligen Sonnenwald und wahrscheinlich einem weiteren externen Neuzugang wird man dort auch für die Regionalliga gut genug besetzt sein.
Ansonsten werden sicherlich auch Junior Awusi und Clement Nana-Sarhene den Verein verlassen, die sich schon in der Hessenliga nicht durchsetzen konnten und auf geringe Spielanteile kommen. Bei Awusi etwas enttäuschend, da hatte ich mir genau wie bei Anas Alaoui mehr erhofft, nachdem beide als große Talente galten. Auch Jonas Bauer dürfte gehen, der als höherklassiger Neuzugang zuletzt seinen Stammplatz verloren hat. Bei Yurij Obert und Sissis Efthymiou sollte es letztlich darum gehen, wer das Torwarttrio neben Siljevic und Speight komplettiert. Paul Wünsch bleibt uns hoffentlich erhalten. Er gehörte schon letzte Saison in der Regionalliga zu den besseren Spielern und ist auf beiden Flügen offensiv wie defensiv flexibel einsetzbar. Ist somit immer eine gute Option für den Kader.
Diese Saison wird jetzt in den kommenden Wochen spannend zu sehen sein, wie man mit dem Engpass auf der Position des Linksverteidigers umgeht, nachdem sich Nilo Neuendorff langfristig verletzt hat und Aiden Harangi fest abgegeben wurde. Zumal Doumbia, der auch links verteidigen kann, wie gesagt bei Bedarf zu den Profis hochgezogen werden könnte. Dann steht mit Derek Boakye Osei eigentlich nur noch ein weiterer gelernter Innenverteidiger oder im Falle einer Dreierkette die beiden Flügelspieler Wünsch und Bauer als Wingbacks zur Verfügung.
Ansonsten werden mit fortschreitender Saisondauer sicher auch noch einige aktuelle U19-Spieler die Gelegenheit bekommen, erste Einsätze im Herrenbereich zu sammeln. Vor allem, wenn man den Aufstieg vorzeitig eintüten sollte. Bis auf Eddersheim gibt es ja eh keinen Konkurrenten mehr und bei denen muss man mal abwarten, wie die den Abgang von Toptorjäger Yilmaz verkraften. Fest hochgezogen wurde jetzt im Winter wohl erst mal nur Alex Staff, der ja vergangene Saison in der Regionalliga schon zeitweise Teil der zweiten Mannschaft war.
Kalimuendo hat mir gegen die Bayern auch in der veränderten Rolle als verkappter Rechtsaußen erneut sehr gut gefallen. Den Pfostentreffer von Burkardt leitet er quasi im Alleingang über den halben Platz ein. Meiner Meinung nach hat er jetzt schon genug gezeigt, um im Sommer die Kaufoption zu ziehen. Bisher hatte er in jedem Spiel einen positiven Impact, wenn man bedenkt, dass er gegen Leverkusen eigentlich noch einen klaren Elfmeter zieht und bei Union die einzige Großchance von Højlund vorbereitet.
Er bringt eine ganz eigene Note in unser Spiel ein und wird hoffentlich auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Ich sehe da auch vom Profil her eine gute Ergänzung zu Burkardt und Ebnoutalib. Kalimuendo kann eben auch aus einer hängenden oder dezentraleren Position kommen. Und wenn du mal mit zwei Stürmern spielen willst, ist so ein flexibler Spieler für eine Doppelspitze um einen zentraleren Angreifer herum geradezu prädestiniert. Sollten wir uns für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, benötigst du ohnehin mindestens drei Stürmer auf diesem Niveau.
Im besten Fall bekommt man für Wahi im Sommer nach seinen Leistungen in Frankreich ein gutes Angebot und kann das dann mehr oder weniger eins zu eins, wahrscheinlich eher mit einem kleinen Minus verrechnen. Schade, dass es damals nicht sofort mit Kalimuendo geklappt hat, dann hätten wir uns einigen Ärger ersparen können. Vielleicht ergibt sich auch eine Konstellation, dass man Kalimuendo wegen eines potenziellen Abstiegs von Nottingham günstiger verpflichten oder ein weiteres Jahr leihen kann. Koch und Kristensen hatten bei Leeds ja ähnliche Vertragsklauseln.
Er bringt eine ganz eigene Note in unser Spiel ein und wird hoffentlich auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Ich sehe da auch vom Profil her eine gute Ergänzung zu Burkardt und Ebnoutalib. Kalimuendo kann eben auch aus einer hängenden oder dezentraleren Position kommen. Und wenn du mal mit zwei Stürmern spielen willst, ist so ein flexibler Spieler für eine Doppelspitze um einen zentraleren Angreifer herum geradezu prädestiniert. Sollten wir uns für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, benötigst du ohnehin mindestens drei Stürmer auf diesem Niveau.
Im besten Fall bekommt man für Wahi im Sommer nach seinen Leistungen in Frankreich ein gutes Angebot und kann das dann mehr oder weniger eins zu eins, wahrscheinlich eher mit einem kleinen Minus verrechnen. Schade, dass es damals nicht sofort mit Kalimuendo geklappt hat, dann hätten wir uns einigen Ärger ersparen können. Vielleicht ergibt sich auch eine Konstellation, dass man Kalimuendo wegen eines potenziellen Abstiegs von Nottingham günstiger verpflichten oder ein weiteres Jahr leihen kann. Koch und Kristensen hatten bei Leeds ja ähnliche Vertragsklauseln.
Seh das so wie du. Kali ist echt durchsetzungsstark mit seiner Muskelmasse und seinem tieferen Schwerpunkt. Gleichzeitig ist er schnell und recht spielintelligent. Vieles, was er macht, zeigt auch Wirkung. Hinzu kommt seine positive Ausstrahlung. Er scheint Bock zu haben und strahlt das so auch auf seine Mitspieler aus.
Ja, so einen Spieler möchte man gerne über den Sommer hinaus behalten.
Ja, so einen Spieler möchte man gerne über den Sommer hinaus behalten.
DonGuillermo schrieb:
Kalimuendo hat mir gegen die Bayern auch in der veränderten Rolle als verkappter Rechtsaußen erneut sehr gut gefallen. Den Pfostentreffer von Burkardt leitet er quasi im Alleingang über den halben Platz ein. Meiner Meinung nach hat er jetzt schon genug gezeigt, um im Sommer die Kaufoption zu ziehen. Bisher hatte er in jedem Spiel einen positiven Impact, wenn man bedenkt, dass er gegen Leverkusen eigentlich noch einen klaren Elfmeter zieht und bei Union die einzige Großchance von Højlund vorbereitet.
Er bringt eine ganz eigene Note in unser Spiel ein und wird hoffentlich auch in Zukunft ein wichtiger Baustein sein. Ich sehe da auch vom Profil her eine gute Ergänzung zu Burkardt und Ebnoutalib. Kalimuendo kann eben auch aus einer hängenden oder dezentraleren Position kommen. Und wenn du mal mit zwei Stürmern spielen willst, ist so ein flexibler Spieler für eine Doppelspitze um einen zentraleren Angreifer herum geradezu prädestiniert. Sollten wir uns für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren, benötigst du ohnehin mindestens drei Stürmer auf diesem Niveau.
Im besten Fall bekommt man für Wahi im Sommer nach seinen Leistungen in Frankreich ein gutes Angebot und kann das dann mehr oder weniger eins zu eins, wahrscheinlich eher mit einem kleinen Minus verrechnen. Schade, dass es damals nicht sofort mit Kalimuendo geklappt hat, dann hätten wir uns einigen Ärger ersparen können. Vielleicht ergibt sich auch eine Konstellation, dass man Kalimuendo wegen eines potenziellen Abstiegs von Nottingham günstiger verpflichten oder ein weiteres Jahr leihen kann. Koch und Kristensen hatten bei Leeds ja ähnliche Vertragsklauseln.
Das würde ich zu 100% so unterschreiben. Ich hoffe, man kriegt das je nach Ausgang der Saison finanziert. Da werden wohl ein paar Faktoren reinspielen, beispielsweise europäische Qualifikation ja oder nein (mit gaaanz viel Glück könnte ja scheinbar Rang 7 sogar noch für die Europaleague reichen, wenn die deutschen Klubs erfolgreich abschneiden) und ein Punkt ist natürlich auch, ob es wieder einen hochkarätigen Verkauf gibt, beispielsweise Brown. Wenn Wahi in Frankreich weiter trifft kann man dort vielleicht auch noch einen größeren Teil des investierten Geldes zurückbekommen, als zunächst zu befürchten war.
Man sieht auf jeden Fall, dass Kalimuendo unserem Spiel wirklich gut tut und auch vom Typ und der Mentalität her tadellos zu sein scheint. Man versteht, warum man ihn seit längerer Zeit auf dem Zettel hatte.
derexperte schrieb:
Wir brauchen ihn. Koste es was es wolle.
Unsere Erfolgsserie ab August 2026 wird das millionenfach wieder einspielen.
Ich hab überhaupt nichts gegen Optimismus, auch situativer Überschwang ist in einem Forum eines (zudem noch sehr emotionalen) Fussballvereins sicher völlig okay. Aber meinst du nicht, dass die permanenten Beiträge nach dem Motto "Wir werden mit absoluter Sicherheit alles überrollen" manchmal ein bisschen "too much" sind? Anstrengend..
Ich denke man kann insgesamt ganz zufrieden mit dem Auftritt sein. Insbesondere angesichts der diesjährigen Topform der Bayern und den aktuellen Verletzungssorgen bei unserer Eintracht. Vor allem aus dem Auftritt in der zweiten Halbzeit werden die Jungs sicher viel Positives ziehen können. Dass die Bayern am Ende sogar auf Zeit gespielt haben, ist ein gutes Zeichen. Die Mannschaft ist nach den Rückschlägen dieses Mal nicht auseinandergefallen, sondern hat Moral bewiesen und zum Ende hin auch noch mal guten Fußball gezeigt.
Ich finde auch, dass man es defensiv durchaus über die gesamte Spielzeit recht gut verteidigt und kompakt gehalten hat. Aus dem Spiel heraus hatten die Bayern jetzt nicht übermäßig viele Großchancen. Das zeigt letztendlich auch der xGoal-Wert, bei dem wir (natürlich auch dank des Elfmeters) auf einem ähnlichen Niveau wie die Bayern lagen. Da ist defensiv schon recht viel aufgegangen, auch wenn es wie zuletzt gegen Gladbach dann teilweise mit sechs Mann in der letzten Linie und vielen Mann-gegen-Mann Duellen verteidigt wurde. Die individuellen Fehler wurden ebenfalls weiter minimiert, lediglich Skhiri nahm in der ungewohnten Rolle einige Male zu viel Risiko.
Dafür hat dann aber beim dritten Gegentor wieder jemand vor der Abwehr gefehlt, der Druck auf den ballführenden Spieler des Gegners ausübt. Wobei du in dem Fall natürlich den Ball vorher kurz vor dem eigenen Strafraum selbst noch verlierst. Kane setzt dir mit seiner Schusstechnik einen freien Abschluss leider auch aus 25 Metern genau neben den Pfosten. Umso ärgerlicher dann, dass die ersten beiden Gegentore wieder einmal aus Standards resultieren. Beim ersten Gegentor kann ich auch als großer Befürworter Kaua nicht aus der Verantwortung nehmen. Vielleicht sieht er den Ball erst spät und der Rasen ist nass, aber wenn du beide Hände an so einen Ball bekommst, musst du ihn auch halten. Man darf aber auch kritiseren, dass der Rest der Mannschaft zu zögerlich auf den zweiten Ball rausrückt.
Wie man jedoch beim zweiten Gegentor eine Verantwortung bei Kaua sieht, ist mir rätselhaft. Klar läuft er um den blockenden Gegenspieler herum, aber aus der Distanz ist es fast egal wo er auf der Linie steht. Das war schlichtweg schlecht verteidigt. Wir haben den Raum vor dem Fünfer doppelt besetzt, aber keiner bewegt sich Richtung Ball, sodass Stanisic den mit zehn Metern Anlauf verlängern kann. Und Kane setzt sich inmitten von drei Gegenspielern auch so weit ab, dass er unbedrängt zum Kopfball kommen kann. Ich meine, dass Riera nach dem zweiten Gegentor auch einen bösen Blick in Richtung Bank geworfen hat. Das war viel zu einfach. Gerade weil wir jetzt bei Eckbällen weniger im Raum verteidigen und eigentlich den Gegnerkontakt durch die gesamte Situation hinweg halten wollen.
In der ersten Halbzeit ging offensiv natürlich nicht viel, auch wenn Bahoya zumindest in Ansätzen gefährlich wurde. Die Situationen scheiterten aber auch daran, dass er vorne allein auf weiter Flur stand und überhaupt keine Anspielstation gehabt hätte. Da war nach den Einwechslungen von Burkardt und Kalimuendo sofort ein anderer Zug und eine andere Präsenz drin. Burkardt ist als Anläufer wirklich unglaublich wertvoll, während sich Kalimuendo trotz seiner Statur auch im Zweikampf behaupten und mit seinen Dribblings einen Gegenspieler aussteigen lassen kann. Dass beide sofort im Spiel waren, gibt Hoffnung für die nächste Zeit. Da kommen die machbaren Spiele, wo wir diese Durchschlagskraft vorne benötigen. Vielleicht sind bis nächste Woche auch Uzun und Ebnoutalib schon wieder zurück.
Ich finde auch, dass man es defensiv durchaus über die gesamte Spielzeit recht gut verteidigt und kompakt gehalten hat. Aus dem Spiel heraus hatten die Bayern jetzt nicht übermäßig viele Großchancen. Das zeigt letztendlich auch der xGoal-Wert, bei dem wir (natürlich auch dank des Elfmeters) auf einem ähnlichen Niveau wie die Bayern lagen. Da ist defensiv schon recht viel aufgegangen, auch wenn es wie zuletzt gegen Gladbach dann teilweise mit sechs Mann in der letzten Linie und vielen Mann-gegen-Mann Duellen verteidigt wurde. Die individuellen Fehler wurden ebenfalls weiter minimiert, lediglich Skhiri nahm in der ungewohnten Rolle einige Male zu viel Risiko.
Dafür hat dann aber beim dritten Gegentor wieder jemand vor der Abwehr gefehlt, der Druck auf den ballführenden Spieler des Gegners ausübt. Wobei du in dem Fall natürlich den Ball vorher kurz vor dem eigenen Strafraum selbst noch verlierst. Kane setzt dir mit seiner Schusstechnik einen freien Abschluss leider auch aus 25 Metern genau neben den Pfosten. Umso ärgerlicher dann, dass die ersten beiden Gegentore wieder einmal aus Standards resultieren. Beim ersten Gegentor kann ich auch als großer Befürworter Kaua nicht aus der Verantwortung nehmen. Vielleicht sieht er den Ball erst spät und der Rasen ist nass, aber wenn du beide Hände an so einen Ball bekommst, musst du ihn auch halten. Man darf aber auch kritiseren, dass der Rest der Mannschaft zu zögerlich auf den zweiten Ball rausrückt.
Wie man jedoch beim zweiten Gegentor eine Verantwortung bei Kaua sieht, ist mir rätselhaft. Klar läuft er um den blockenden Gegenspieler herum, aber aus der Distanz ist es fast egal wo er auf der Linie steht. Das war schlichtweg schlecht verteidigt. Wir haben den Raum vor dem Fünfer doppelt besetzt, aber keiner bewegt sich Richtung Ball, sodass Stanisic den mit zehn Metern Anlauf verlängern kann. Und Kane setzt sich inmitten von drei Gegenspielern auch so weit ab, dass er unbedrängt zum Kopfball kommen kann. Ich meine, dass Riera nach dem zweiten Gegentor auch einen bösen Blick in Richtung Bank geworfen hat. Das war viel zu einfach. Gerade weil wir jetzt bei Eckbällen weniger im Raum verteidigen und eigentlich den Gegnerkontakt durch die gesamte Situation hinweg halten wollen.
In der ersten Halbzeit ging offensiv natürlich nicht viel, auch wenn Bahoya zumindest in Ansätzen gefährlich wurde. Die Situationen scheiterten aber auch daran, dass er vorne allein auf weiter Flur stand und überhaupt keine Anspielstation gehabt hätte. Da war nach den Einwechslungen von Burkardt und Kalimuendo sofort ein anderer Zug und eine andere Präsenz drin. Burkardt ist als Anläufer wirklich unglaublich wertvoll, während sich Kalimuendo trotz seiner Statur auch im Zweikampf behaupten und mit seinen Dribblings einen Gegenspieler aussteigen lassen kann. Dass beide sofort im Spiel waren, gibt Hoffnung für die nächste Zeit. Da kommen die machbaren Spiele, wo wir diese Durchschlagskraft vorne benötigen. Vielleicht sind bis nächste Woche auch Uzun und Ebnoutalib schon wieder zurück.
Was der blockende bayernspieler da mit Kaua macht, ist aber auch genau das: ein Block!
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Hieß früher Sperren ohne Ball. Und wird wohl nicht mehr gepfiffen, auch nicht im 5er, wenn‘s gegen den Torwart geht.
Die Gladbacher haben das ja noch extremer gemacht und Kaua bei den Ecken teils mit drei Leuten umstellt.
Für mich ist das halt Foulspiel.
Wenn die Schiris das so nicht mehr sehen können oder wollen, dann muss das Regelkomitee da noch mal ran. denn so wird der Torwart einfach davon abgehalten, seiner Arbeit nachzugehen. Das ist ja sogar Tor, wenn er den Kopfball von Kane noch hält, weil ihn der andere Bayer längst komplett hinter die Torlinie geschoben hat.
Danke, da habe ich das gleiche Spiel wie du gesehen. Nur Skhiris Aktion habe gefeiert. Gut, nicht als Trainer, aber als Zuschauer sah es schon geil aus, als die beiden Bayern Spieler ins Leere liefen.
Letzten Endes natürlich souverän weitergekommen, aber auch in diesem Spiel hat man wieder mal das grundlegende Problem des Teams gesehen. Sobald keine 100 Prozent Invest im Spiel sind, wird es gegen jeden Gegner eng. Das war nach dem Ergebnis im Hinspiel natürlich nicht mehr nötig und es wurde ja auch fleißig rotiert, aber für den Rest der Saison wäre es wichtig, wenn man jetzt komplett durchziehen und sich keine großen Schwächen mehr erlauben würde. Die Qualität der Spielerinnen gibt das eigentlich her, auch wenn das Niveau im Europa Cup jetzt noch mal anziehen wird.
Schade, schade. Am Ende knapp mit 1:2 gegen Köln verloren. Auch wenn Köln die bessere Mannschaft war, wäre mehr drin gewesen. Der Spielverlauf war eigentlich günstig für uns, nachdem wir in der ersten Halbzeit in Führung gehen und Emil Möhler noch einen (unberechtigten) Elfmeter genau vor dem Halbzeitpfiff entschärft. Köln hatte zwar vor allem durch Starstürmer Fynn Schenten mehrere gute Möglichkeiten aus dem Spiel, umso bitterer, dass man dann durch ein Standardgegentor nach Ecke, bei dem Möhler am Ball vorbeifliegt, und einen gut platzierten Distanzschuss verliert.
Man kann den Jungs aber keinen großen Vorwurf machen. Selbst in Bestbesetzung wäre Köln als amtierender Meister in der A-Jugend und mit der in dieser Saison gruppenübergreifend besten Abwehr der Liga der Favorit gewesen. Tatsächlich haben wir aber vor allem defensiv so ziemlich mit dem letzten Aufgebot gespielt, da Philipp Eisele und Yannis Ahouannou aktuell wohl auch ausfallen. Damit haben allein in der Innenverteidigung mit Eisele, Niklas Scheller (verletzt), Nicolas Peter (gesperrt) und Ahouannou die ersten vier Optionen gefehlt.
Somit mussten Lean Husterer (der in der Hinrunde nur einmal in der Startelf stand) und Luca Gebhardt (der eigentlich Sechser spielt) in der Innenverteidigung ran. Teilweise hat Gebhardt auch mit Ebu Bekir Is die Position getauscht, damit dieser das Spiel von hinten aufbauen konnte. Darüber hinaus haben auf den Außenverteidigerpositionen rechts mit dem ebenfalls verletzten Paul Bahoya sowie Ahouannou die ersten beiden Optionen und links mit Nilo Neuendorff (verletzt und gesperrt) drei weitere Spieler gefehlt. Während des Spiels musste auch noch Akram Ayadi mit einer Zerrung raus, sodass mit Maximilian Arlinghaus als Linksverteidiger ebenfalls die letzte Option auf dem Feld stand.
Hinten rechts hat überraschenderweise Christian Prenaj angefangen, der eigentlich zentraler Mittelfeldspieler ist. Da hätte es mit Johannes Vött und Sahin Balta zwei andere Optionen gegeben, die diese Position schon öfter ausgefüllt haben. Balta wurde nach seiner Einwechslung dann auch als Rechtsverteidiger gestellt. Prenaj auf dem Feld zu haben, hatte aber den Vorteil, dass mit Prenaj, Tsiokos, Is, Dills, Ilicevic und Dzanovic viele gute Zocker unterwegs waren, wobei Dzanovic so überhaupt nicht im Spiel war. Die anderen haben aber gerade in der ersten Halbzeit für einige gute Kombinationen gesorgt, so auch Ilicevic und Tsiokos im Zusammenspiel mit Alex Staff beim Führungstor.
Dennoch hat man gemerkt, dass die Kräfte zum Ende des Spiels schwinden. In den letzten beiden Ligaspielen hat man ja schon nicht mal mehr den Spieltagskader vollbekommen. Offensiv sind wie gesagt mit Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah ja auch noch zwei absolute Unterschiedsspieler ausgefallen. Das sind insgesamt acht Ausfälle von Spielern, die in diesem Spiel sicherlich zum Kader gehört hätten, plus eine weitere Verletzung im laufenden Spiel. Dazu kommt, dass man in den meisten Spielen eh schon körperlich unterlegen ist. Heute standen mit Staff und Husterer auch wieder lediglich zwei Spieler auf dem Platz, die knapp über 1,80 Meter groß sind.
Man kann den Jungs aber keinen großen Vorwurf machen. Selbst in Bestbesetzung wäre Köln als amtierender Meister in der A-Jugend und mit der in dieser Saison gruppenübergreifend besten Abwehr der Liga der Favorit gewesen. Tatsächlich haben wir aber vor allem defensiv so ziemlich mit dem letzten Aufgebot gespielt, da Philipp Eisele und Yannis Ahouannou aktuell wohl auch ausfallen. Damit haben allein in der Innenverteidigung mit Eisele, Niklas Scheller (verletzt), Nicolas Peter (gesperrt) und Ahouannou die ersten vier Optionen gefehlt.
Somit mussten Lean Husterer (der in der Hinrunde nur einmal in der Startelf stand) und Luca Gebhardt (der eigentlich Sechser spielt) in der Innenverteidigung ran. Teilweise hat Gebhardt auch mit Ebu Bekir Is die Position getauscht, damit dieser das Spiel von hinten aufbauen konnte. Darüber hinaus haben auf den Außenverteidigerpositionen rechts mit dem ebenfalls verletzten Paul Bahoya sowie Ahouannou die ersten beiden Optionen und links mit Nilo Neuendorff (verletzt und gesperrt) drei weitere Spieler gefehlt. Während des Spiels musste auch noch Akram Ayadi mit einer Zerrung raus, sodass mit Maximilian Arlinghaus als Linksverteidiger ebenfalls die letzte Option auf dem Feld stand.
Hinten rechts hat überraschenderweise Christian Prenaj angefangen, der eigentlich zentraler Mittelfeldspieler ist. Da hätte es mit Johannes Vött und Sahin Balta zwei andere Optionen gegeben, die diese Position schon öfter ausgefüllt haben. Balta wurde nach seiner Einwechslung dann auch als Rechtsverteidiger gestellt. Prenaj auf dem Feld zu haben, hatte aber den Vorteil, dass mit Prenaj, Tsiokos, Is, Dills, Ilicevic und Dzanovic viele gute Zocker unterwegs waren, wobei Dzanovic so überhaupt nicht im Spiel war. Die anderen haben aber gerade in der ersten Halbzeit für einige gute Kombinationen gesorgt, so auch Ilicevic und Tsiokos im Zusammenspiel mit Alex Staff beim Führungstor.
Dennoch hat man gemerkt, dass die Kräfte zum Ende des Spiels schwinden. In den letzten beiden Ligaspielen hat man ja schon nicht mal mehr den Spieltagskader vollbekommen. Offensiv sind wie gesagt mit Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah ja auch noch zwei absolute Unterschiedsspieler ausgefallen. Das sind insgesamt acht Ausfälle von Spielern, die in diesem Spiel sicherlich zum Kader gehört hätten, plus eine weitere Verletzung im laufenden Spiel. Dazu kommt, dass man in den meisten Spielen eh schon körperlich unterlegen ist. Heute standen mit Staff und Husterer auch wieder lediglich zwei Spieler auf dem Platz, die knapp über 1,80 Meter groß sind.
Leider hat es nach allen Stürmern bei den Profis sowie den Leihspielern Wahi und Ngankam nun auch in der Jugend Gaul Souza und Oteng-Mensah verletzungsbedingt erwischt, die beide längerfristig ausfallen. Genaueres lässt sich dank des üblichen Jargons "bis auf Weiteres" nicht sagen. Bei Gaul Souza steht aber sogar eine OP am Knie an. Ziemlich beschissen alles. Gerade jetzt, wo diese Woche das Pokalviertelfinale gegen Köln und nächste Woche das Achtelfinale in der Youth League gegen Sporting ansteht.
Gauli wird damit leider weiterhin nicht in Tritt kommen. Da hatte ich nach den starken U19-Länderspielen im Herbst schon Hoffnung, aber leider hat Schmitt in der zweiten Mannschaft zuletzt überhaupt nicht mehr auf ihn gesetzt. Wenn er jetzt noch den Großteil der Rückrunde ausfällt, war das leider ein verlorenes Jahr.
Und Oteng-Mensah kam Anfang dieser Saison eigentlich super zurück, nachdem er die beiden Jahre davor aufgrund von Verletzungen fast komplett ausgefallen ist. Aber seit Mitte Oktober ist er jetzt schon wieder fast dauerhaft mit diversen Verletzungen ausgefallen. Lediglich die beiden Youth League Spiele in Barcelona und Bilbao hat er seitdem absolviert, beim Restart in der Liga musste er gegen Freiberg nach einem Zusammenprall mit dem Torwart auch schon verletzt raus. Jetzt also eine Fußverletzung im Training. Scheint zumindest nicht allzu schlimm zu sein und zum Glück nichts am Knie, wo er ja auch schon einen Kreuzbandriss hatte.
Gauli wird damit leider weiterhin nicht in Tritt kommen. Da hatte ich nach den starken U19-Länderspielen im Herbst schon Hoffnung, aber leider hat Schmitt in der zweiten Mannschaft zuletzt überhaupt nicht mehr auf ihn gesetzt. Wenn er jetzt noch den Großteil der Rückrunde ausfällt, war das leider ein verlorenes Jahr.
Und Oteng-Mensah kam Anfang dieser Saison eigentlich super zurück, nachdem er die beiden Jahre davor aufgrund von Verletzungen fast komplett ausgefallen ist. Aber seit Mitte Oktober ist er jetzt schon wieder fast dauerhaft mit diversen Verletzungen ausgefallen. Lediglich die beiden Youth League Spiele in Barcelona und Bilbao hat er seitdem absolviert, beim Restart in der Liga musste er gegen Freiberg nach einem Zusammenprall mit dem Torwart auch schon verletzt raus. Jetzt also eine Fußverletzung im Training. Scheint zumindest nicht allzu schlimm zu sein und zum Glück nichts am Knie, wo er ja auch schon einen Kreuzbandriss hatte.
Ich habe auch den Eindruck, dass wir in den letzten Jahren mit die wenigsten Verletzungen in der Bundesliga hatten. Es gab mit http://www.fussballverletzungen.com mal eine Webseite, die das Jahr für Jahr analysiert und aufgelistet hatte. Die wurde jedoch leider nach der Winterpause 22/23 nicht mehr fortgeführt. Außerdem lassen sich von den alten Beiträgen nur noch die Tabellen bis zur Saison 16/17 aufrufen.
Damals waren wir mit insgesamt 2380 Ausfalltagen sowie durchschnittlich 77 Ausfalltagen pro Spieler noch mit weitem Abstand das verletzungsanfälligste Team der Bundesliga. Ein weiterer Beitrag mit einer 7-Jahresbilanz bis zum Jahr 2017 legt nahe, dass es die Jahre davor auch nicht viel besser gelaufen ist. Und über die berühmten Funkeljahre, als regelmäßig der halbe Kader gefehlt hat, wurde hier im Thread ja schon gesprochen. Wobei wir damals auch viele vorbelastete Spieler hatten, die zum Ende ihrer Karriere schon mehr oder weniger Sportinvaliden waren.
Ich erinnere mich da vor allem an die Extrembeispiele Christoph Preuß (13 Spiele in den letzten drei Jahren), Aleksandar Vasoski (23 Spiele in den letzten drei Jahren) und Zlatan Bajramovic (21 Spiele in den letzten drei Jahren), die fast keine Spiele mehr machen konnten. Dazu hatten wir mit Chris, Ioannis Amanatidis oder später auch Sonny Kittel, Marc Stendera, Sebastian Rode und bisweilen auch Alex Meier weitere Spieler, die relativ oft und längerfristig ausgefallen sind. Auch Bamba Anderson, der nach seinem Knorpelschaden überhaupt nicht mehr auf die Beine gekommen ist, muss man da nennen. Und da zähle ich Spieler, die mal ein Seuchenjahr hatten wie Omar Mascarell im Pokalsiegerjahr oder eine große schwere Verletzung wie Johannes Flum damals mit dem Kniescheibenbruch nicht mal mit.
Schaut man sich die Tabellen auf der Webseite an, sieht man dann eine klare Entwicklung. In der Saison 17/18 standen wir mit 1970/57 Tagen schon nur noch auf Rang 13. 2018/19 zählten wir mit 1472/45 Tagen schon zu den Top 5 Vereinen mit den wenigsten Verletzungen. 2019/20 gab es mit 1693/53 Tagen noch mal einen kleinen Rückfall auf Platz 10. In den beiden Saisons 2020/21 (798/29) und 2021/22 (993/31) sowie in der Hinrunde 22/23 (475/16) waren wir dann konstant unter den Top 3 aus der Bundesliga mit den wenigsten Verletzungsausfällen.
Das wird zu einem großen Teil auch der Verdienst der damals leitenden Angestellten in der medizinischen Abteilung sein. Bekanntlich haben uns dort in den vergangenen zwei Jahren aber mit Florian Pfab unser Medizinchef und leitender Vereinsarzt nach Brighton sowie mit Markus Murrer und Benjamin Sommer unser führender Athletik- bzw. Rehatrainer jeweils zu den Bayern verlassen. Da wird schon massig Qualität und Fachwissen in allen Bereichen gegangen sein. Brighton hat nicht umsonst sogar eine Ablöse für Florian Pfab gezahlt und die Bayern werden auch nur die Besten ihres Fachs holen.
Dementsprechend kann es natürlich schon daran liegen, dass man diese Abgänge nicht adäquat aufgefangen hat und im Sommer in der Personalbesetzung noch einmal nachjustieren muss. Wobei man sagen muss, dass es in der Hinrunde ja noch ganz gut aussah. Kristensen und Baum sind jeweils ein paar Spiele ausgefallen, Larsson, Højlund sowie Uzun hatten ihre muskulären Probleme und Burkardt ist eben länger ausgefallen. Dass man in der Rückrunde jetzt mit Theate, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und weiterhin Burkardt gleich sechs wichtige Spieler langfristig ersetzen muss, ist schon eine ungewöhnliche Häufung. Und da zähle ich Batshuayi und den erneuten Ausfall von Baum nicht mal mit. Immerhin scheint es bei bei Chaïbi und Kalimuendo nicht allzu lange zu dauern.
Damals waren wir mit insgesamt 2380 Ausfalltagen sowie durchschnittlich 77 Ausfalltagen pro Spieler noch mit weitem Abstand das verletzungsanfälligste Team der Bundesliga. Ein weiterer Beitrag mit einer 7-Jahresbilanz bis zum Jahr 2017 legt nahe, dass es die Jahre davor auch nicht viel besser gelaufen ist. Und über die berühmten Funkeljahre, als regelmäßig der halbe Kader gefehlt hat, wurde hier im Thread ja schon gesprochen. Wobei wir damals auch viele vorbelastete Spieler hatten, die zum Ende ihrer Karriere schon mehr oder weniger Sportinvaliden waren.
Ich erinnere mich da vor allem an die Extrembeispiele Christoph Preuß (13 Spiele in den letzten drei Jahren), Aleksandar Vasoski (23 Spiele in den letzten drei Jahren) und Zlatan Bajramovic (21 Spiele in den letzten drei Jahren), die fast keine Spiele mehr machen konnten. Dazu hatten wir mit Chris, Ioannis Amanatidis oder später auch Sonny Kittel, Marc Stendera, Sebastian Rode und bisweilen auch Alex Meier weitere Spieler, die relativ oft und längerfristig ausgefallen sind. Auch Bamba Anderson, der nach seinem Knorpelschaden überhaupt nicht mehr auf die Beine gekommen ist, muss man da nennen. Und da zähle ich Spieler, die mal ein Seuchenjahr hatten wie Omar Mascarell im Pokalsiegerjahr oder eine große schwere Verletzung wie Johannes Flum damals mit dem Kniescheibenbruch nicht mal mit.
Schaut man sich die Tabellen auf der Webseite an, sieht man dann eine klare Entwicklung. In der Saison 17/18 standen wir mit 1970/57 Tagen schon nur noch auf Rang 13. 2018/19 zählten wir mit 1472/45 Tagen schon zu den Top 5 Vereinen mit den wenigsten Verletzungen. 2019/20 gab es mit 1693/53 Tagen noch mal einen kleinen Rückfall auf Platz 10. In den beiden Saisons 2020/21 (798/29) und 2021/22 (993/31) sowie in der Hinrunde 22/23 (475/16) waren wir dann konstant unter den Top 3 aus der Bundesliga mit den wenigsten Verletzungsausfällen.
Das wird zu einem großen Teil auch der Verdienst der damals leitenden Angestellten in der medizinischen Abteilung sein. Bekanntlich haben uns dort in den vergangenen zwei Jahren aber mit Florian Pfab unser Medizinchef und leitender Vereinsarzt nach Brighton sowie mit Markus Murrer und Benjamin Sommer unser führender Athletik- bzw. Rehatrainer jeweils zu den Bayern verlassen. Da wird schon massig Qualität und Fachwissen in allen Bereichen gegangen sein. Brighton hat nicht umsonst sogar eine Ablöse für Florian Pfab gezahlt und die Bayern werden auch nur die Besten ihres Fachs holen.
Dementsprechend kann es natürlich schon daran liegen, dass man diese Abgänge nicht adäquat aufgefangen hat und im Sommer in der Personalbesetzung noch einmal nachjustieren muss. Wobei man sagen muss, dass es in der Hinrunde ja noch ganz gut aussah. Kristensen und Baum sind jeweils ein paar Spiele ausgefallen, Larsson, Højlund sowie Uzun hatten ihre muskulären Probleme und Burkardt ist eben länger ausgefallen. Dass man in der Rückrunde jetzt mit Theate, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und weiterhin Burkardt gleich sechs wichtige Spieler langfristig ersetzen muss, ist schon eine ungewöhnliche Häufung. Und da zähle ich Batshuayi und den erneuten Ausfall von Baum nicht mal mit. Immerhin scheint es bei bei Chaïbi und Kalimuendo nicht allzu lange zu dauern.
DonGuillermo schrieb:
Dass man in der Rückrunde jetzt mit Theate, Kristensen, Uzun, Knauff, Ebnoutalib und weiterhin Burkardt gleich sechs wichtige Spieler langfristig ersetzen muss, ist schon eine ungewöhnliche Häufung. Und da zähle ich Batshuayi und den erneuten Ausfall von Baum nicht mal mit. Immerhin scheint es bei bei Chaïbi und Kalimuendo nicht allzu lange zu dauern.
Wobei man schon sagen kann, dass sich diese Langzeitverletzten zum Teil aus der Kategorie "mögliche Fehlsteuerung der medizinischen Abteilung" und zum Teil aus der Kategorie "einfach Pech" zusammensetzen.
Gehen wir sie durch:
- Uzun: Chronische Muskelprobleme, deutet auf Fehlsteuerung der Belastung hin
- Burkardt: Tendenziell chronische Muskelprobleme, deutet auf Fehlsteuerung der Belastung hin
- Larsson: Chronische Gesundheitsprobleme, deutet auf mangelhafte medizinische Betreuung hin
- Theate: Verletzung im Training, könnte an Überlastung / Fehlsteuerung liegen, wird man nicht rausfinden
- Kristensen: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Ebnoutalib: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Basthuayi: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Kalimuendo: Pech, Verletzung im Zweikampf mit dem Gegner passiert
- Knauff: Pech, eine OP im Bauchraum (Blinddarm?) lässt sich ja nicht "wegsteuern"
DonGuillermo schrieb:
Das wird zu einem großen Teil auch der Verdienst der damals leitenden Angestellten in der medizinischen Abteilung sein. Bekanntlich haben uns dort in den vergangenen zwei Jahren aber mit Florian Pfab unser Medizinchef und leitender Vereinsarzt nach Brighton sowie mit Markus Murrer und Benjamin Sommer unser führender Athletik- bzw. Rehatrainer jeweils zu den Bayern verlassen. Da wird schon massig Qualität und Fachwissen in allen Bereichen gegangen sein. Brighton hat nicht umsonst sogar eine Ablöse für Florian Pfab gezahlt und die Bayern werden auch nur die Besten ihres Fachs holen.
Interessanterweise sind Brighton und Pfab bereits nach 18 Monaten wieder getrennte Wege gegangen:
https://www.nytimes.com/athletic/6872890/2025/12/08/brighton-florian-pfab-head-of-medical-departure/
Man weiß ja nie mit zweimal Im Leben und so...
Tafelberg schrieb:
Passend zur Vertragsverlängeeung von Klose hat der Club gestern 5-1 gegen Karlsruhe gewonnen. Letztere spielen auch eine eher durchwachsene Saison
Da hat in Karlsruhe aber in meinen Augen auch die Vereinsführung viel dafür getan, um die Situation zu destabilisieren. Erst hat man letzte Saison monatelang rumgeeiert, bis man den Vertrag mit Eichner verlängert, dann wirft man diese Saison plötzlich und vollkommen stillos den langjährigen Co-Trainer und Eichner-Intimus Bajramovic raus, weil er wohl intern Kritik an der Transferstrategie geäußert hat und man dessen Doppelrolle als Co-Trainer der bosnischen Nationalmannschaft nicht weiter akzeptieren wollte. Dagegen hat offensichtlich selbst die komplette Mannschaft mit einer geschlossenen Aktion bei der anschließenden Weihnachtsfeier protestiert. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs an Possen, die in den letzten Jahren nach außen gedrungen sind.
Zunächst einmal bin ich ob des Sieges erleichtert. Ansonsten war es sehr wichtig, dass man endlich mal wieder ohne Gegentor geblieben ist. Gladbach hatte zugegebenermaßen zwar viele Abschlüsse, aber kaum aus aussichtsreicher Position. Das spiegelt ja auch der xG-Wert wider. Deshalb sind die meisten Schüsse neben das Tor gegangen oder wurden geblockt, was die verbesserte Verteidigungsmentalität unterstreicht, die Riera in kürzester Zeit bereits etabliert hat. Da muss ich vor allem Koch loben, der sich nach schwächerer erster Halbzeit während der zweiten Hälfte in jeden Ball geworfen hat.
Taktisch finde ich die Ideen vom neuen Trainer echt spannend. In Ballbesitz haben wir zumeist ein relativ klares 3-4-3 gespielt, indem Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld aufgerückt ist. Dabei ist ziemlich oft eine breite Raute mit Brown und Doan auf den Halbpositionen entstanden, während Larsson im Spielaufbau die tiefe Anspielstation angeboten und Götze die Verbindung zur Offensivreihe hergestellt hat. Gegen den Ball war es dann in letzter Linie oft eine Fünferkette, die auf rechts von Amaimouni oder Doan aufgefüllt wurde, während Götze den zentralen Stürmer in vorderster Linie beim Anlaufen unterstützt hat.
Vieles davon ist meiner Meinung nach auch tatsächlich aufgegangen und hatte einen positiven Effekt auf das Spiel. Brown kam in der offensiveren Rolle oft in die Dynamik und hat nicht zufällig sein zweites Tor hintereinander erzielt. Doan wurde durch seine zentralere Position endlich wieder mehr ins Spiel eingebunden. Auch der Schachzug mit Dahoud als falscher Neun nach der Verletzung von Kalimuendo hatte bisweilen die gewünschte Wirkung, einzelne Abwehrspieler aus der Kette zu ziehen, um dahinter Raum für die Flügel Bahoya und Amaimouni zu kreieren.
Einzig die defensive Positionierung von Amaimouni als Wingback war nicht wirklich gelungen und sollte überdacht werden. Der wurde in der ersten Halbzeit im Defensivzweikampf auf der Seite gleich dreimal böse überlaufen und hat gezeigt, dass er aktuell wohl ein reiner Offensivspieler ist. Zudem war durch die Staffelung als breite Raute im zentralen Mittelfeld wirklich oft ein großer Freiraum, den beide Teams für Umschaltsituationen nutzen konnten. Da hätte ich mir defensiv in einigen Situationen gewünscht, dass jemand früher aus dem Abwehrverbund herausrückt, um den Lauf des gegnerischen Spielers zu stören.
Bemerkenswert finde ich auch, dass Riera den Spielern wohl tatsächlich schon wie versprochen das Selbstvertrauen zurückgeben konnte. Der Matchplan war in Teilen mit der frühen Verletzung von Kalimuendo ja schon über den Haufen geworfen. Allein das hätte schon wieder ein mentaler Tiefschlag sein können, an dem die Mannschaft zerbricht. Zumal man zuvor mit Kalimuendo ja richtig gut ins Spiel gekommen war und er nach zehn Minuten bereits zwei Abschlüsse im Strafraum verbuchen konnte.
Gerade Bahoya ist mir in der Hinsicht sehr positiv aufgefallen. Der war ja monatelang komplett von der Rolle, sodass du ihn zuletzt eigentlich gar nicht mehr bringen konntest. Gegen Gladbach hat er sich endlich mal wieder etwas zugetraut und ist ins Offensivdribbling gegangen, statt einfach jeden Ball zurückzuspielen. Mit Collins hat sich auch das zweite Sorgenkind nach seiner Einwechslung deutlich stabiler als zuletzt präsentiert. Er hatte zwar noch einige unnötige und gefährliche Rückpässe dabei, aber das hat Riera wohl noch nicht jedem Spieler ausgetrieben.
Nicht zuletzt hat Riera bei den Personalentscheidungen ein glückliches Händchen bewiesen. Amaimouni konnte sich bei seinem Startelfdebüt gleich mit einer weiteren Torbeteiligung belohnen. Amenda hat das Vertrauen mit zwei richtig starken Rettungsaktionen zurückgezahlt und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Und Knauff hat in der zweiten Halbzeit als Joker mit dem entscheidenden dritten Treffer das Spiel gekillt.
Sicher ist noch nicht alles aufgegangen. Mehr Kontrolle über das Spiel wäre wünschenswert gewesen. Die Standards kamen dieses Mal zwar offensiv ordentlich, defensiv haben wir aber mehrmals bei schneller Ausführung des Gegners etwas gepennt. Angesichts der Verletzungsmisere und des desolaten Zustands des Teams vor Rieras Ankunft kann man die Entwicklung in der Kürze der Zeit aber nicht positiv genug bewerten. Obwohl er auch taktisch viel von den Spielern einfordert, scheinen die Jungs wirklich in fast jeder Situation zu wissen, was sie zu tun haben.
Das macht Hoffnung für die restliche Saison, wo wir nach dem Spiel in München erst im Saisonendspurt an den letzten fünf Spieltagen wieder auf die Topmannschaften der Liga treffen. Bis dahin hat Riera mit vollen Trainingswochen genug Zeit, um weitere Abläufe einzuüben. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl, dass es mit ihm auch langfristig in die richtige Richtung geht, sobald er dann auch die Mannschaft in ihrer Zusammenstellung nach seinen Vorstellungen formen kann.
Taktisch finde ich die Ideen vom neuen Trainer echt spannend. In Ballbesitz haben wir zumeist ein relativ klares 3-4-3 gespielt, indem Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld aufgerückt ist. Dabei ist ziemlich oft eine breite Raute mit Brown und Doan auf den Halbpositionen entstanden, während Larsson im Spielaufbau die tiefe Anspielstation angeboten und Götze die Verbindung zur Offensivreihe hergestellt hat. Gegen den Ball war es dann in letzter Linie oft eine Fünferkette, die auf rechts von Amaimouni oder Doan aufgefüllt wurde, während Götze den zentralen Stürmer in vorderster Linie beim Anlaufen unterstützt hat.
Vieles davon ist meiner Meinung nach auch tatsächlich aufgegangen und hatte einen positiven Effekt auf das Spiel. Brown kam in der offensiveren Rolle oft in die Dynamik und hat nicht zufällig sein zweites Tor hintereinander erzielt. Doan wurde durch seine zentralere Position endlich wieder mehr ins Spiel eingebunden. Auch der Schachzug mit Dahoud als falscher Neun nach der Verletzung von Kalimuendo hatte bisweilen die gewünschte Wirkung, einzelne Abwehrspieler aus der Kette zu ziehen, um dahinter Raum für die Flügel Bahoya und Amaimouni zu kreieren.
Einzig die defensive Positionierung von Amaimouni als Wingback war nicht wirklich gelungen und sollte überdacht werden. Der wurde in der ersten Halbzeit im Defensivzweikampf auf der Seite gleich dreimal böse überlaufen und hat gezeigt, dass er aktuell wohl ein reiner Offensivspieler ist. Zudem war durch die Staffelung als breite Raute im zentralen Mittelfeld wirklich oft ein großer Freiraum, den beide Teams für Umschaltsituationen nutzen konnten. Da hätte ich mir defensiv in einigen Situationen gewünscht, dass jemand früher aus dem Abwehrverbund herausrückt, um den Lauf des gegnerischen Spielers zu stören.
Bemerkenswert finde ich auch, dass Riera den Spielern wohl tatsächlich schon wie versprochen das Selbstvertrauen zurückgeben konnte. Der Matchplan war in Teilen mit der frühen Verletzung von Kalimuendo ja schon über den Haufen geworfen. Allein das hätte schon wieder ein mentaler Tiefschlag sein können, an dem die Mannschaft zerbricht. Zumal man zuvor mit Kalimuendo ja richtig gut ins Spiel gekommen war und er nach zehn Minuten bereits zwei Abschlüsse im Strafraum verbuchen konnte.
Gerade Bahoya ist mir in der Hinsicht sehr positiv aufgefallen. Der war ja monatelang komplett von der Rolle, sodass du ihn zuletzt eigentlich gar nicht mehr bringen konntest. Gegen Gladbach hat er sich endlich mal wieder etwas zugetraut und ist ins Offensivdribbling gegangen, statt einfach jeden Ball zurückzuspielen. Mit Collins hat sich auch das zweite Sorgenkind nach seiner Einwechslung deutlich stabiler als zuletzt präsentiert. Er hatte zwar noch einige unnötige und gefährliche Rückpässe dabei, aber das hat Riera wohl noch nicht jedem Spieler ausgetrieben.
Nicht zuletzt hat Riera bei den Personalentscheidungen ein glückliches Händchen bewiesen. Amaimouni konnte sich bei seinem Startelfdebüt gleich mit einer weiteren Torbeteiligung belohnen. Amenda hat das Vertrauen mit zwei richtig starken Rettungsaktionen zurückgezahlt und setzt seinen Aufwärtstrend fort. Und Knauff hat in der zweiten Halbzeit als Joker mit dem entscheidenden dritten Treffer das Spiel gekillt.
Sicher ist noch nicht alles aufgegangen. Mehr Kontrolle über das Spiel wäre wünschenswert gewesen. Die Standards kamen dieses Mal zwar offensiv ordentlich, defensiv haben wir aber mehrmals bei schneller Ausführung des Gegners etwas gepennt. Angesichts der Verletzungsmisere und des desolaten Zustands des Teams vor Rieras Ankunft kann man die Entwicklung in der Kürze der Zeit aber nicht positiv genug bewerten. Obwohl er auch taktisch viel von den Spielern einfordert, scheinen die Jungs wirklich in fast jeder Situation zu wissen, was sie zu tun haben.
Das macht Hoffnung für die restliche Saison, wo wir nach dem Spiel in München erst im Saisonendspurt an den letzten fünf Spieltagen wieder auf die Topmannschaften der Liga treffen. Bis dahin hat Riera mit vollen Trainingswochen genug Zeit, um weitere Abläufe einzuüben. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl, dass es mit ihm auch langfristig in die richtige Richtung geht, sobald er dann auch die Mannschaft in ihrer Zusammenstellung nach seinen Vorstellungen formen kann.
Danke für den ausführlichen Beitrag.
Ja, so ein bissi gutes Gefühl hat sich schon eingestellt, das steht aber noch auf wackeligen Beinen, auch wegen der neuen Verletzten Theate und Kristiansen. Und wegen des bevorstehenden Zahnarztbesuchs in München, der jetzt wirklich zur Unzeit ansteht.
Noch ist ja die ganze Sache mit dem Selbstbewusstsein nur ein zartes Pflänzchen, dass von der Millionentruppe im Schlauchboot auch wieder ordentlich niedergetrampelt werden kann. Auf der anderen Seite hat Augsburg ja gezeigt, dass man mit absolut durchschnittlichem Kader und der richtigen Einstellung selbst da was holen kann.
Könnte aber zu früh kommen, dass Riera dort schon ein Meisterstück abliefert.
Ja, so ein bissi gutes Gefühl hat sich schon eingestellt, das steht aber noch auf wackeligen Beinen, auch wegen der neuen Verletzten Theate und Kristiansen. Und wegen des bevorstehenden Zahnarztbesuchs in München, der jetzt wirklich zur Unzeit ansteht.
Noch ist ja die ganze Sache mit dem Selbstbewusstsein nur ein zartes Pflänzchen, dass von der Millionentruppe im Schlauchboot auch wieder ordentlich niedergetrampelt werden kann. Auf der anderen Seite hat Augsburg ja gezeigt, dass man mit absolut durchschnittlichem Kader und der richtigen Einstellung selbst da was holen kann.
Könnte aber zu früh kommen, dass Riera dort schon ein Meisterstück abliefert.
Ich freue mich auch extrem für Kaua Santos. Die Art und Menge der Kritik, die in den vergangenen Wochen in diversen Foren und auch in meinem Umfeld von Leuten (die hauptsächlich wirklich überhaupt keine Ahnung vom Torwartspiel haben) im Stadion über ihn ausgeschüttet wurde, war echt nicht mehr normal. Da wurde geradezu nur darauf gewartet, um ihn bei der nächsten Situation wieder zu zerreißen. Wir brauchen sicher nicht darüber reden, dass er Fehler gemacht hat. Aber solche Fehler sind zum einen vollkommen normal für junge Torhüter und zum anderen war die komplette Mannschaft vor allem in der Defensivarbeit total verunsichert.
Mit bald 23 Jahren mag Santos aus dem reinen Talentalter raus sein, aber man darf nicht vergessen, dass er vor dieser Saison gerade mal 14 Spiele auf diesem Niveau bestritten hat. Wenn ich mir andere Spiele anschaue, sehen auch viele weitere Torhüter in vergleichbaren Szenen, die Kritik erregt haben, schlecht aus. Hier wurde ja beispielsweise die Strafraumbeherrschung bei Eckbällen angesprochen. Da wurde er gegen Gladbach teilweise von drei gegnerischen Spielern im Fünfmeterraum geblockt. Das ist mittlerweile zu einer veritablen Taktik geworden, um den Torwart bei Standardsituationen zu behindern, weil es die Schiedsrichter nicht mehr so streng ahnden.
Ich hoffe, dass ihm das Spiel jetzt nachhaltig Auftrieb gibt. In der ersten Halbzeit hatte er noch kleinere Wackler dabei, die zweite Halbzeit war dann richtig stark. Besonders schön war es, dass die Mitspieler ihn nach der einen Parade auch mal ein bisschen gefeiert haben. Ich war immer ein Befürworter, dass man Santos nun die vollständige Rückrunde lang Spielpraxis und komplette Rückendeckung geben sollte. Danach kann man eine grundsätzliche Entscheidung bezüglich der zukünftigen Planung auf der Torwartposition treffen. Ich bin jedenfalls voll und ganz davon überzeugt, dass sich Santos im Laufe der Rückrunde weiter stabilisieren und zurück zu seiner Form finden wird.
Die Aussage von Riera in der Pressekonferenz nach dem Spiel hilft da sicher auch, um die ständigen Diskussionen endlich zu beenden. Und er passt wohl auch deutlich besser als Zetterer ins Konzept von Riera, weil dieser fußballerisch so wenig wie möglich über den Torwart spielen will, was die ausgesprochene Stärke von Zetterer ist, dafür aber beim Abfangen von Flanken einen sehr mutigen Torwart sehen möchte, wo Zetterer zum Ende der Hinrunde geradezu auf der Linie geklebt hat. Bei Santos hat sich die Kritik in diesem Punkt ja eher an seiner Ungestümtheit entzündet. So hat er sich letztes Jahr ja auch die Verletzung zugezogen.
Ich sehe es ähnlich wie Riera, dass Santos alles mitbringt, um absolutes Topniveau auf der Position des Torwarts zu repräsentieren. Er hat in seiner bisher kurzen Karriere bereits Leistungen abgeliefert und Paraden gezeigt, die manche Profitorhüter in ihrem ganzen Leben nicht erreichen. Deshalb habe ich mich am meisten über die Kommentare geärgert, die Santos als talentlosen Fliegenfänger und den schlechtesten Torwart in der Vereinsgeschichte dargestellt haben. An den körperlichen Voraussetzungen und dem ausreichenden Talent mangelt es Santos ganz sicher nicht. Vielmehr muss er an der Konzentrationsfähigkeit, der Entscheidungsfindung und der Konstanz arbeiten.
Mit bald 23 Jahren mag Santos aus dem reinen Talentalter raus sein, aber man darf nicht vergessen, dass er vor dieser Saison gerade mal 14 Spiele auf diesem Niveau bestritten hat. Wenn ich mir andere Spiele anschaue, sehen auch viele weitere Torhüter in vergleichbaren Szenen, die Kritik erregt haben, schlecht aus. Hier wurde ja beispielsweise die Strafraumbeherrschung bei Eckbällen angesprochen. Da wurde er gegen Gladbach teilweise von drei gegnerischen Spielern im Fünfmeterraum geblockt. Das ist mittlerweile zu einer veritablen Taktik geworden, um den Torwart bei Standardsituationen zu behindern, weil es die Schiedsrichter nicht mehr so streng ahnden.
Ich hoffe, dass ihm das Spiel jetzt nachhaltig Auftrieb gibt. In der ersten Halbzeit hatte er noch kleinere Wackler dabei, die zweite Halbzeit war dann richtig stark. Besonders schön war es, dass die Mitspieler ihn nach der einen Parade auch mal ein bisschen gefeiert haben. Ich war immer ein Befürworter, dass man Santos nun die vollständige Rückrunde lang Spielpraxis und komplette Rückendeckung geben sollte. Danach kann man eine grundsätzliche Entscheidung bezüglich der zukünftigen Planung auf der Torwartposition treffen. Ich bin jedenfalls voll und ganz davon überzeugt, dass sich Santos im Laufe der Rückrunde weiter stabilisieren und zurück zu seiner Form finden wird.
Die Aussage von Riera in der Pressekonferenz nach dem Spiel hilft da sicher auch, um die ständigen Diskussionen endlich zu beenden. Und er passt wohl auch deutlich besser als Zetterer ins Konzept von Riera, weil dieser fußballerisch so wenig wie möglich über den Torwart spielen will, was die ausgesprochene Stärke von Zetterer ist, dafür aber beim Abfangen von Flanken einen sehr mutigen Torwart sehen möchte, wo Zetterer zum Ende der Hinrunde geradezu auf der Linie geklebt hat. Bei Santos hat sich die Kritik in diesem Punkt ja eher an seiner Ungestümtheit entzündet. So hat er sich letztes Jahr ja auch die Verletzung zugezogen.
Ich sehe es ähnlich wie Riera, dass Santos alles mitbringt, um absolutes Topniveau auf der Position des Torwarts zu repräsentieren. Er hat in seiner bisher kurzen Karriere bereits Leistungen abgeliefert und Paraden gezeigt, die manche Profitorhüter in ihrem ganzen Leben nicht erreichen. Deshalb habe ich mich am meisten über die Kommentare geärgert, die Santos als talentlosen Fliegenfänger und den schlechtesten Torwart in der Vereinsgeschichte dargestellt haben. An den körperlichen Voraussetzungen und dem ausreichenden Talent mangelt es Santos ganz sicher nicht. Vielmehr muss er an der Konzentrationsfähigkeit, der Entscheidungsfindung und der Konstanz arbeiten.
Du hast es auf den Punkt gebracht.
DonGuillermo schrieb:
Staff wird zum 18. Geburtstag im Juni sicher einen Profivertrag erhalten und so wie Gradascevic gefördert wird, mache ich mir da wegen eines Abgangs ebenfalls keine Sorgen. Entweder stimmt da die Angabe nicht oder es gibt schon eine entsprechende Absprache.
Und auch bei Gradascevic wurde die Vertragsverlängerung nun offiziell verkündet.
U.K. schrieb:DonGuillermo schrieb:
Harangi wird vermutlich jetzt noch mal (gibt Gerüchte aus Ungarn), spätestens aber im Sommer höherklassig verliehen.
https://www.fussballtransfers.com/a642851596579683735-eintracht-vermeldet-spaeten-abgang
Ist wohl fix.
Ist nun aber wohl leider ein fester Wechsel ohne Rückkaufoption geworden. Zumindest wurde nirgendwo eine erwähnt, auch nicht in den Medien. Dass die Eintracht selbst so etwas nicht bekannt gibt, gab es in der Vergangenheit schon öfter. Finde ich tatsächlich etwas schade. Harangi hat mir in der Regionalliga und bei den Testspielen für die Profis echt gut gefallen. Dass er sich sofort bei einem Spitzenteam der MLS durchsetzen konnte und jetzt auch in Europa in eine erste Liga wechselt, zeigt, dass er auf jeden Fall eine gewisse Qualität mitbringt.
Nachdem Buta gewechselt ist und auch Chandler im Sommer seine Karriere wohl beenden wird sowie auf der anderen Seite ein Abgang von Brown im Raum steht und auch Nkounkou im Sommer wahrscheinlich abgegeben werden soll, hätte ich bei Harangi schon die Perspektive zum Kaderspieler gesehen. Zumal er auf beiden Seiten Außenverteidiger und zusätzlich im defensiven Mittelfeld spielen kann, also eine große Flexibilität mitbringt.
Genau für diese Rollen im Kader muss es das Ziel sein, mehr Eigengewächse bei den Profis zu etablieren. Da haben wir auch in den vergangenen Jahren für zu viele Spieler relativ teure Ablösen oder Gehälter bezahlt, die dann im Endeffekt die Erwartungen nicht erfüllt haben. Es müssen ja nicht immer Stammspieler sein, aber wenn man diese Posten mit Spielern aus dem eigenen NLZ besetzen kann, wäre das schon ein großer Gewinn für den Verein. Auch im Hinblick auf weitere Faktoren wie die Kaderlisten für die Europapokalwettbewerbe, wo vier Eigengewächse für die A-Liste Pflicht sind oder man dann (wie wir in den letzten Jahren) nicht die vorgesehenen 25 Spieler nominieren darf.
Letztendlich muss man einen Fall wie Harangi aber auch als Erfolg des NLZ verbuchen. Man hat dem Spieler den Sprung in eine Profiliga ermöglicht und vermutlich eine entsprechende Ablöse erzielt. Auch das sind Erfolge, mit denen man zukünftige Talente davon überzeugen kann, in Frankfurt zu bleiben. Warum es jetzt am Ende Ungarn geworden ist und nicht zurück in die MLS ging? Darüber kann ich auch nur spekulieren. Harangi hat ja auch ungarische Wurzeln und könnte künftig auch auf Nationalmannschaftsebene wieder für Ungarn spielen. Dann ergibt ein Wechsel nach Ungarn sicher mehr Sinn.
Bechtheim85 schrieb:
Ja, vielen Dank, tolle und sehr detaillierte Informationen, die nahelegen, dass Du eine enge Verbindung zum NLZ hast.Das bekommt man sonst nirgends, allenfalls bruchstückhaft zu lesen.
Habe ich tatsächlich nicht. Jedenfalls nicht mehr als zur Profimannschaft oder den Frauen. Ich interessiere mich als Fan einfach für Eintracht Frankfurt und verfolge jede Mannschaft so gut wie möglich.
Bechtheim85 schrieb:
Was es für den Profikader wirklich bedeuten wird, ist allerdings noch völlig ungewiss. Bis jetzt jedenfalls hat noch kein Spieler aus dem NLZ den Sprung in den Stammkader der Profis geschafft, auch Baum nicht. da war Barkok ja näher dran... Warten wir also ab, wie es in zwei oder drei Jahren hoffentlich aussieht.Ob einzelne Spieler in der 2. oder 3. Liga oder in Ungarn erfolgreich, ist für mich nachrangig, es geht alleine um den Nachwuchs in der Profimannschaft.
Das ist sicher richtig, aber der Verein ist in den letzten acht Jahren auch enorm gewachsen. Barkok ist in eine Mannschaft gekommen, die ein paar Monate vorher fast abgestiegen wäre und für 2,5 Millionen Euro externe Spieler gekauft hat. Baum ist im Sommer in eine Mannschaft gekommen, die sich für die Champions League qualifiziert hat und Transferausgaben in Höhe von 67 Millionen Euro verzeichnet hat. Diesen Kontext sollte man bei dem Vergleich nicht außer Acht lassen.
Wir sind uns sicher einig darüber, dass die Entwicklung von Profispielern für den eigenen Verein das höchste Ziel der Ausbildung sein sollte. Für mich kann das aber nicht der einzige Parameter bei der Bewertung der Verantwortlichen sein. Warum ich im Gegenzug zu dir Alex Richter für einen Glücksgriff und die aktuelle Situation und Entwicklung des NLZ nicht für erbärmlich halte, habe ich denke ich bereits lang und breit ausgeführt.
Bechtheim85 schrieb:
Aber vermutlich ist es sonneklar, dass meine Bedenken nur gequirlter Mist sind.
Ein paar andere User haben dich ja auch schon darauf hingewiesen, dass Teile deiner Kritik absolut substanzlos sind, weil du offensichtlich nicht das aktuelle System im Jugendfußball verstehst. Bis auf die U21 im vergangenen Jahr gab es keinen Abstieg, weil man als zertifiziertes NLZ in der U19 sowie der U17 überhaupt nicht mehr absteigen kann. Man spielt jetzt lediglich ein halbes Jahr in einer Liga mit anderen NLZs, die in der Vorrunde ebenfalls nicht so gut abgeschnitten haben, sowie mit den Meistern aus den Regionalligen.
Das ist übrigens auch einer der Hauptgründe, warum dieses System überhaupt eingeführt wurde. Weil die Mannschaften durch die fehlende Abstiegsmöglichkeit nicht mehr den großen Ergebnisdruck haben und der Fokus stattdessen verstärkt auf der individuellen Entwicklung liegt. Und wie bereits von mir ausgeführt, war das gerade in der U17 mit den zahlreichen Jungjahrgängen der Hauptgrund, warum man den Sprung in die A-Liga verpasst hat.
Bechtheim85 schrieb:
Es wäre interessant zu erfahren, wie die Leiter anderer NLZs die Qualität unseres NLZ unter Alex Richter so beurteilen. Das gäbe eine besseres Bild als die Ausführungen eines SGE-Insiders.
Alex Richter hat zuletzt öffentlich in Interviews zumindest verlauten lassen, dass er mit seinem Kollegen Volker Kersting vom hochgelobten Konkurrenten Mainz 05 ein sehr gutes Verhältnis pflegt und sich der Abstand zwischen den beiden NLZs sichtbar verringert hat. Mittlerweile hat man wohl auch ein Agreement, dass man sich gegenseitig keine Spieler mehr abwirbt. Noch zu Beginn seiner Amtszeit soll Richter "überrascht davon gewesen sein, dass täglich mehrere Mainzer Kleinbusse durch Frankfurt gefahren sind und Spieler abgeholt haben". (https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/league-die-eintracht-setzt-auf-den-eigenen-nachwuchs-und-spielt-youth-94151835.html)
Ich kann dir gerne auch noch eine weitere Quelle dafür geben, wie die Leiter der anderen NLZs Alex Richter und seine Arbeit so beurteilen: Zusammen mit Kersting, Finn Holsing (Bielefeld), Dominic Peitz (Kiel), Jochen Sauer (Bayern), Paul Schaffran (Dortmund), Andreas Steiert (Freiburg), Michael Wiesinger (Nürnberg) und Manfred Paula (1860) ist er Teil der DFL-Kommission "Leistungszentren", die direkt von den Vertretern der 56 deutschen NLZs gewählt wird. Du kannst also getrost davon ausgehen, dass die anderen NLZ-Leiter ihn nicht für einen Vollblinden halten, wenn er in solch ein Gremium gewählt wird. (https://www.dfl.de/de/ueber-uns/dfl-deutsche-fussball-liga-ev/dfl-kommissionen/)
SemperFi schrieb:upandaway schrieb:
Don Guillermos Insiderwissen in allen Ehren, aber was er alles anführt, ist schlicht obsolet.
Ich glaube ihr seid gar nicht so weit voneinander weg, denn ich bin mir sicher, dass er Dir in vielen Punkten zustimmt. Sein Fokus in der Betrachtung lag halt auf Personen und Änderungen durch die Personen (da ja Personen angegriffen wurden)
Das kann ich so nur unterstreichen. UAA hat in seinen Ausführungen zu den infrastrukturellen Gegebenheiten in so ziemlich jedem Punkt recht. Das ist ja auch nicht zu übersehen, wenn man selbst vor Ort ist oder wie von UAA angegeben sogar mehrmals die Woche selbst an den Riederwald fahren musste. Im Grunde genommen war ja direkt nach dem Neubau der Geschäftsstelle am Riederwald vor 15 Jahren schon klar, dass die Kapazitäten des NLZs dort viel zu knapp für die Ansprüche des modernen Fußballs sind. Leider haben Verein und AG damals noch mehr gegen- statt miteinander gearbeitet.
Ich würde aber zum einen insgesamt nicht zu so einem niederschmetternden Fazit kommen und zum anderen war es eben nicht mein Punkt. Der Ausgangspunkt der Diskussion war die Kritik an der Arbeit von Richter. Und die war eben in meinen Augen in weiten Teilen völlig unberechtigt und wie es UAA auch schon angemerkt hat, ist Richter bezüglich der Infrastruktur weder verantwortlich noch wird er sie großartig ändern können.
In einem vereinseigenen Interview (https://nachwuchs.eintracht.de/news/den-einzelnen-spieler-im-fokus-160882) hat er vor eineinhalb Jahren auch genau diese Problematik beschrieben und ausgesagt, dass es sein größter Wunsch wäre, diese Situation zu ändern. Dass der Verein da nur bedingt eine Handhabe hat, sollte allerdings klar sein. Innerhalb von Frankfurt wird man wohl kaum ein ausreichend großes Gelände für einen kompletten Neubau eines modernen NLZs zugesprochen geschweige denn finanziert bekommen. Die selbsternannte Sportstadt Frankfurt hat es schließlich auch über 25 Jahre lang versäumt überhaupt mal eine moderne Sporthalle auf den Weg zu bringen.
Im Rahmen der Möglichkeiten hat man meiner Meinung nach aber zuletzt die richtigen Maßnahmen getroffen. Das NLZ wurde endlich vom Verein in die AG ausgegliedert, womit man die Strukturen unter anderem durch eine bessere Finanzierung professionalisieren konnte. Für die zweite Mannschaft hat man in Dreieich eine adäquate Heimat gefunden, ohne den Standort am Riederwald weiter zu belasten. Ich sehe auch den beschlossenen Anbau für das NLZ am Riederwald als wichtigen Schritt an, der zudem in der Geschäftsstelle Platz für die restlichen Abteilungen schafft. Denn auch bei den anderen Sportarten ist das Vereinspräsidium ja sehr bemüht, weitere Kapazitäten in Frankfurt zu schaffen und hatte damit in den vergangenen Jahren auch erste Erfolge, siehe die Anschubbahn für den Bobsport.
Leider hat man durch die zusätzliche Eingliederung des FFC Frankfurt wohl weder im Stadtwald noch in Dreieich die Kapazitäten gehabt, um auch der U19 und der U17 ein besseres Umfeld zu bieten. Vor Baubeginn des Proficamps war es ja durchaus angedacht, dass auch die U19 und die U17 in den Stadtwald ziehen. Da war auch noch von zusätzlichen Trainingsplätzen die Rede, die ja nicht entstanden sind. Die fünf Trainingsplätze (wobei der eine ja mittlerweile wegen des Businesszelts nicht mehr genutzt wird) wären vielleicht noch ausreichend geworden, aber selbst die Frauen sind ja was die Räumlichkeiten angeht nur relativ zweckmäßig in der Wintersporthalle untergekommen. Das war für die Frauen sicher erst mal ein großer Fortschritt, dürfte aber in einigen Jahren auch nicht mehr dem Standard gerecht werden.
Ich würde dennoch auf einige Punkte gerne noch einmal konkret eingehen.
upandaway schrieb:
Das NLZ hat viel zu wenig Internatsplätze. Diese sind natürlich immer belegt, weitere Plätze, die auch mal ein etwas weiter gestecktes Einzugsgebiet bedienen würden, gibt es nicht.
Das ist sicher ein Problem, aber dafür kann man Lösungen finden. Dass das dann kein optimaler Zustand ist, weiß ich auch. Die Mainzer besitzen aber beispielsweise auch kein vereinseigenes Internat (das allerdings in den kommenden Jahren durch ein neues Gebäude am Bruchweg entstehen soll), sondern kooperieren mit dem Kolpinghaus, das Plätze für Nachwuchsspieler zur Verfügung stellt. Für volljährige Spieler im Nachwuchsbereich hat die Eintracht soweit ich weiß auch einige Wohnungen in Frankfurt angemietet, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
Grundsätzlich halte ich es aber auch für richtig, dass sich die Eintracht auf das direkte Einzugsgebiet fokussiert. Zum einen, weil Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet groß genug sind, um genügend talentierte Spieler zu finden. Zum anderen weil ich es für falsch halte, Jugendliche (im Zweifelsfall für viel Geld) aus dem gewohnten Umfeld zu reißen.
upandaway schrieb:
Hoffenheim und Leipzig waren nur mir bekannte Beispiele, Bayern und Dortmund sind noch prominenter, unter den Eltern am Riederwald wurden auch Mainz und Freiburg hoch gehandelt, diese besonders wegen ihrer Durchlässigkeit.
Und genau deshalb muss man sich mit möglichst guter Arbeit einen Ruf wie Mainz oder Freiburg erarbeiten, damit man die Spieler mit sportlichen Argumenten überzeugen kann. So wie wir bei den Profis mit den absoluten Topteams oder extern finanzierten Vereinen infrastrukturell oder finanziell nicht mithalten können, ist es eben auch in der Jugend. Wobei ich mal anmerken will, dass die oft hochgelobte Jugend von Leipzig zwar regelmäßig gute Ergebnisse erzielt, allerdings auch kaum Spieler für den Profibereich entwickelt. Und da werden ganz andere Summen investiert.
upandaway schrieb:
Ich sage etwas überspitzt, am Riederwald bleiben nur diejenigen bis zur U19, die keine Begehrlichkeiten bei Konkurrenten wecken konnten.
Das mag sicher lange Zeit so gewesen sein. Das hat sich meiner Meinung nach aber auch schon verändert. An Ebu Bekir Is und Alexander Staff waren sicher auch andere Bundesligisten in den letzten Jahren interessiert. Bei Is gilt beispielsweise ein Interesse aus Stuttgart als verbrieft. Und bei Niko Ilicevic war zuletzt sogar vom Interesse absoluter internationaler Spitzenteams wie Real Madrid, Chelsea oder Milan die Rede. Dem hat man aber letzten Sommer mit seinem Testspieleinsatz im Alter von 14 Jahren schon überdeutlich gemacht, dass er so schnell wie möglich zu den Profis durchgeschoben wird.
Es kann und wird aber natürlich trotzdem auch weiterhin vorkommen, dass uns große Talente abgeworben werden. Lennart Karl vor einigen Jahren ist da das aktuellste Beispiel, ein Emre Can, Niklas Süle, Jeff Chabot oder Marvin Schwäbe wurden ja auch schon genannt. Das lässt sich dann aber eben auch nicht immer verhindern. Seit Richter im Amt ist, hat sich das schon deutlich verringert. Lediglich Hoffenheim hat uns in den letzten Jahren noch den einen oder anderen vielversprechenden Spieler abgeworben wie zuletzt Natnael Abraha.
Manolo Merx und Kelvin Kunstmann, die man beide nach Darmstadt abgegeben hat, sind für mich Grenzfälle, bei denen es möglicherweise aber auch an der individuellen Talenteinschätzung lag. In beiden Fällen hat man wohl zumindest eine Ablöse erhalten und die Spieler kommen auch aus Darmstadt bzw. Pfungstadt, was für einen Wechsel gesprochen haben könnte. Ansonsten fällt mir spontan nur noch Luka Vulin ein, den man wohl gerne gehalten hätte, der aber letzten Sommer zu Union Berlin gewechselt ist.
upandaway schrieb:
Wer von dieser Mannschaft ist übriggeblieben? Genau, Elias Baum. Alle anderen, zum Teil deutlich begabter, sind weit unterklassig gelandet oder gänzlich vom Radar verschwunden. Das ist bittere Realität, das ist quasi das Normalergebnis. Alles andere ist die große Ausnahme.
Auch das ist mir selbstverständlich klar. Deshalb spreche ich auch immer von Perspektive und Potenzial zum Profispieler. Die Realität ist letztendlich, dass es im Durchschnitt pro Verein vielleicht einer, maximal zwei Spieler pro Jahrgang auf das höchste Niveau schafft. Und auch da ist der Weg nicht immer vorgezeichnet. Aymen Barkok war in seinen Teams jetzt auch nicht der Überflieger.
Aber auch da hat sich die Situation finde ich schon deutlich gebessert. Wenn ich mir meine Posts vor einigen Jahren über den Jugendbereich anschaue, dann habe ich damals über Spieler wie Fynn Otto, Felix Irorere, Mason Judge, Ali Loune, Hüseyin Bakirsu und Jong Min Seo gesprochen, bei denen ich mir eine Profikarriere vorstellen konnte. Das umfasst für mich in Deutschland dann aber auch die ersten drei Ligen und vielleicht noch Topteams der Regionalliga.
Otto ist mittlerweile Stammspieler bei einem Spitzenteam der dritten Liga, Irorere stand in der zweiten Liga bei Karlsruhe unter Vertrag, hat den Sprung in den Herrenbereich aufgrund von vielen schweren Verletzungen aber nie geschafft. Judge hat es tatsächlich nur bis in die fünfte Liga geschafft, Bakirsu immerhin in die vierte Liga, bevor er nach zwei Kreuzbandrissen seine Profikarriere wohl beenden musste. Loune und Seo haben es zu Einsätzen in der zweiten Liga gebracht und spielen aktuell in der zweiten belgischen bzw. der zweiten österreichischen Liga. So verkehrt habe ich damals also nicht gelegen.
Mit den angebrachten Beispielen Elias Baum, Nacho Ferri oder jetzt auch Aiden Harangi und Noah Fenyö bewegen wir uns da zuletzt aber schon auf einem höheren Niveau. Fairerweise kann man auch da jetzt dagegen argumentieren, dass noch niemand den Durchbruch auf dem allerhöchsten Niveau geschafft hat, aber es ist schon eine positive Entwicklung zu sehen.
upandaway schrieb:
Lange Rede, kurzer Sinn. Ein ambitionierter Spieler sollte, aus einer U19 kommend, möglichst hochklassig Männerfußball spielen. Also keinesfalls Oberliga, bestenfalls nicht mal Regionalliga.
Auch das ist sicher richtig, aber nicht universell zutreffend. Zum einen bietet eine zweite Mannschaft in der Regionalliga den Vorteil, dass man Jugendspieler schon frühzeitig an den Herrenfußball heranführen kann. So haben Ebu Bekir Is und Alexander Staff beispielsweise schon mit 16 Jahren, also noch im U17-Bereich, erste Erfahrungen in der zweiten Mannschaft sammeln können. Bei Niko Ilicevic würde es mich nicht wundern, wenn der mit dem 16. Geburtstag sogar schon direkt zu den Profis gezogen wird, was bei den absoluten Toptalenten sicher der Idealfall ist.
Zum anderen gibt es eben Spieler, für die der Sprung mit 18 Jahren aus verschiedenen Gründen noch zu früh kommt. Mit Younes Ebnoutalib haben wir da das beste Beispiel im eigenen Kader. Der hat vor zwei Jahren im Alter von 20 Jahren noch in der Regionalliga auf einer Stufe mit unserer zweiten Mannschaft gespielt. Im Idealfall hat man durch eine zweite Mannschaft bei solchen Spielern noch etwas länger die Hand drauf und kann die Entwicklung (auch durch höherklassige Leihen) steuern. In solch einem Fall hätten wir uns jedenfalls die 8 Millionen Euro Ablöse sparen können.
upandaway schrieb:
Die künftige Planung (oder ist es schon beschlossen?), die U21 in einer eigenen Liga spielen zu lassen, halte ich für fragwürdig. Was sollen solche Jahrgangswettbewerbe, die die Jungs schon immer gegeneinander gespielt haben? Ich wundere mich, warum das auch unser Krösche mit aus der Taufe gehoben hat?
Hierzu kurz zur Erklärung: Ja, dieser Wettbewerb ist schon mehr oder weniger beschlossene Sache (die offizielle Abstimmung findet bei der DFL-Mitgliederversammlung am 3. März statt) und soll bereits zur kommenden Saison eingeführt werden. Die Teilnahme an dieser reinen U21-Spielrunde ist aber zum einen freiwillig und wird zum anderen die zweiten Mannschaften im regulären Ligabetrieb nicht ersetzen. Das würde ich sonst auch genau wie du als vollkommen falsches Signal werten.
Die Spiele finden parallel zum regulären Ligabetrieb statt und dienen einzig und allein der zusätzlichen Spielpraxis. Wenn also ein Spieler in der zweiten Mannschaft noch nicht so zum Zug kommt, weil beispielsweise auf seiner Position einer der älteren Führungsspieler Stammkraft ist, bekommt er über die U21-Spielrunde eine weitere Möglichkeit, um Spielpraxis zu erhalten. Die Ansetzungen sollen auch relativ kurzfristig und in verschiedenen Varianten, beispielsweise auch 3 x 45 Minuten, möglich sein (https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/Nachwuchsproblem,u21-spielrunde-einfuehrung-102.html).
Bechtheim85 schrieb:
Für mich stellt sich nun mal als zugegebenermaßen Nicht-Insider einfach die nackte Realität dar: und da ist es so, dass am Ende nichts Gescheites rauskommt, und das seit Jahren.
Das liegt aber auch daran, dass der Jugendbereich bei der Eintracht über viele Jahre vernachlässigt wurde bzw. es keinerlei umfassende Ausrichtung gab. Das lässt sich eben nicht alles einfach so aufholen. Weil du einen Vergleich zwischen Krösche und Richter gebracht hast: Bei einer Profimannschaft kannst du die Probleme im Idealfall in einer Transferperiode beheben. Bei einer ganzen Jugendabteilung eben nicht.
In der Regel sagt man, dass es im Jugendbereich fünf Jahre lang dauert, bis sich Veränderungen richtig durchschlagen und in Resultaten bemerkbar machen. Demnach hätte Richter also noch ein Jahr Zeit, bis man die Arbeit konkret bewerten kann. Aber ich habe ja bereits sehr ausführlich geschildert, warum sich die Situation meiner Meinung nach schon in der bisherigen Amtszeit deutlich verbessert hat.
Da hilft mir jetzt auch kein Vergleich, der bis in die 70er-, 80er- und 90er-Jahre zurückgeht. Es stimmt natürlich, dass die Eintracht von den späten 70ern bis zu den frühen 90ern noch zu den führenden Jugendabteilungen Deutschlands gehört und bis vor circa 15 Jahren noch halbwegs regelmäßig Profispieler produziert hat. Das waren aber noch ganz andere Zeiten, als die Spieler grundsätzlich heimatverbundener waren (auch, weil sie neben der Fußballkarriere teilweise noch einen zweiten Job hatten) und jahrelang beim selben Verein geblieben sind.
Der heutige Fußball hat sich grundlegend verändert, Stichwort Bosman-Urteil. Das ist im Jugendfußball nicht anders, wo früher sicher nicht so aggressiv Spieler abgeworben wurden. Zudem gab es bis in die 90er hinein noch eine strenge Auslegung der Ausländerregel, nach der nur drei ausländische Spieler pro Verein zum Einsatz kommen durften, bevor man das zuerst für EU-Bürger und seit 2006 komplett aufgehoben hat. Da die Kader also ohnehin zu 95 Prozent aus deutschen Spielern bestehen mussten, gab es zu dieser Zeit logischerweise auch deutlich mehr Spieler in der Bundesliga, die aus den eigenen Nachwuchsabteilungen der Vereine stammten.
Vielen lieben Dank, DonGuillermo, dass Du Dir zu Zeit genommen hast, auf UUA und mich so ausführlich, kenntnisreich und vor allem auch sachlich zu antworten. Ich habe alle Deine Antworten mit großem Interesse gelesen und bin deutlich schlauer geworden. Tut mir leid, wenn ich in meinen Schlussfolgerungen zu naiv und oberflächlich gewesen bin.
In den 70er und 80er, auch in den ersten 90er Jahren kannte ich mich auch gut aus im Jugendfußbball, auch die Spieler anderer Vereine. Jetzt ist das seit langem nicht mehr der Fall, und klar, die Zeiten haben sich gewaltig geändert, die Gegebenheiten heute sind nicht mehr mit den einfacheren von damals zu vergleichen. Ich hoffe, noch öfter Beiträge von Dir hier zu lesen.
Beste Grüße
In den 70er und 80er, auch in den ersten 90er Jahren kannte ich mich auch gut aus im Jugendfußbball, auch die Spieler anderer Vereine. Jetzt ist das seit langem nicht mehr der Fall, und klar, die Zeiten haben sich gewaltig geändert, die Gegebenheiten heute sind nicht mehr mit den einfacheren von damals zu vergleichen. Ich hoffe, noch öfter Beiträge von Dir hier zu lesen.
Beste Grüße