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DonGuillermo

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Wedge schrieb:

Die Lens Typen drehen jedenfalls ordentlich auf Vorfreude.

Dino hat genau das Profil, das wir gesucht haben. Er ist ein Trainer, der 45 Europapokalspiele geleitet hat, die Champions League kennt, mehrere Sprachen einschließlich Französisch spricht und den Ruf genießt, junge Spieler besser zu machen",

https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-news-ticker-eintracht-steigt-bei-den-loewen-frankfurt-ein,bundesliga-ticker-104.html#36980890-4f27-4673-bcd7-2971a61abc5c


Dann wünsche ich ihm, dass er die offenbar nicht allzu geringen Erwartungen dort erfüllen kann.
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Auf solche offiziellen Statements bei der Vorstellung darfst du nichts geben. Da ist man natürlich immer voll des Lobes und es wird ordentlich übertrieben. In meinem Umfeld ist es bis heute ein Running Gag, dass bei der Vorstellung von Simon Falette seitens der Verantwortlichen ausdrücklich die "sehr gute Spieleröffnung" angepriesen wurde. Falette war ein super Typ und hatte in der Euro League im Rückspiel gegen Benfica noch mal seine Sternstunde. Aber sportlich war Falette im Endeffekt ein reiner Holzhacker, der mit dem Ball nicht viel anfangen konnte.
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Noch mal ein Update zum aktuellen Stand. Der Sieg im Hessenpokal unter der Woche in Königstein war enorm wichtig. Das einzige sportliche Ziel für die Restsaison ist nämlich die Qualifikation für den DFB-Pokal. Dazu müssen die Jungs entweder zu den gesamt betrachtet Top 18 Mannschaften der Liga B gehören oder eben den Hessenpokal gewinnen. Die Quali über ersteren Weg steht aktuell auf wackligen Beinen, da ist man Stand jetzt einige Punkte hinterher. Im Hessenpokal geht es im Mai mit einem Auswärtsspiel beim Ligakonkurrenten Walldorf im Halbfinale weiter.

Für die restliche Ligasaison ist der Gruppensieg in der Liga B aber noch drin. Da ist man aktuell drei Punkte hinter Spitzenreiter 1860, aber die ersten fünf Plätze sind alle eng beisammen. Dafür müsste man in den kommenden Spielen aber auch gegen die besseren Mannschaften wie eben 1860 und Freiburg gewinnen, gegen die man in der Hinrunde beide verloren hat. Zuletzt gab es eine unglückliche Heimniederlage gegen den KSC. Eigentlich ein klassisches 0:0, aber Karlsruhe hat mit dem Nachschuss eines Elfmeters nach einem dummen Foul gewonnen.

Ansonsten hat man erwartungsgemäß schon einige Jungs aus der U17 vorzeitig hochgezogen. Igor Dola hat sich leider gleich beim ersten Einsatz schwer verletzt, aber Marcello Bouvier, Allen Adjei und zuletzt auch Bilal Daaou sind nun fester Bestandteil des Teams. Gerade Adjei macht bisher einen guten Eindruck. Bouvier profitiert davon, dass Staff in die zweite Mannschaft gewechselt ist und Oteng-Mensah verletzt ausfällt. Zudem durften sich auch Titus Prince Veith, Jamal Mekoma, Junior Nhampule und Flavio Sportelli schon in der U19 zeigen und erste Minuten sammeln.

Das hängt natürlich auch mit der Verletzungsmisere zusammen, wobei sich das Lazarett zumindest wieder etwas gelichtet hat. Mit Niklas Scheller ist zuletzt immerhin einer der beiden Stamminnenverteidiger zurückgekehrt, auch Akram Ayadi und Yannis Ahouannou sind wieder fit. Bei Philipp Eisele, Paul Bahoya und Oteng-Mensah scheinen es leider langfristige Verletzungen zu sein – fraglich, ob die diese Saison noch einmal spielen können. Lean Husterer, Johannes Vött und Luca Gebhardt standen die letzten Wochen auch nicht mehr im Kader und dürften damit aktuell ausfallen. Dafür kommt Liam Mehic jetzt zu Einsätzen, der die gesamte Vorrunde lang nicht gespielt hatte.

ATlien schrieb:
Und auch Scheller hat verlängert.


Bezüglich der Kaderplanung war das ein wichtiger Schritt. Scheller hat wie gesagt dieses Jahr wirklich eine riesige Entwicklung hingelegt und eine sehr gute U17-WM gespielt. Es wäre schön, wenn jetzt auch noch Tsiokos verlängern wurde. Da habe ich aber ein recht positives Gefühl. Hat in diesem Jahr bis auf ein Spiel, in dem er gefehlt hat, immer in der Startelf gestanden, während er in der Vorrunde oft nur eingewechselt wurde. Werte ich jetzt einfach mal als gutes Zeichen. Bei den restlichen Jungjahrgängen mit auslaufendem Vertrag (Franzen, Ahouannou, Ahmadi, Mehic) wird der Weg bei der Eintracht hingegen im Sommer vor allem leistungsmäßig wohl enden. Lediglich beim flexibel einsetzbaren Ahouannou könnte ich mir noch eine Verlängerung vorstellen.

Bei den Altjahrgängen habe ich weiterhin noch eine Resthoffnung, dass man Dzanovic für die zweite Mannschaft halten kann. Sonderlich zuversichtlich bin ich da aber nicht. Zum einen wird er mit seinen Scorerwerten sicher für viele andere Mannschaften interessant sein, zum anderen hat man ihn bisher auch noch nie in der Hessenliga eingesetzt. Im Thread zur zweiten Mannschaft hatte ich bereits ausgeführt, dass Ayadi von der Verletzung Neuendorffs profitieren könnte, falls dieser noch weit in die kommende Regionalligasaison ausfallen sollte. Für Barry und Husterer dürfte es keine Zukunft bei der Eintracht geben.

DonGuillermo schrieb:
Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.


Und auch hier hat sich etwas getan und man hat für den Raum Unterfranken die Würzburger Kickers als neuen Kooperationspartner hinzugewonnen. Ist für die Eintracht sicher sinnvoll, weil Würzburg im Vergleich zur Viktoria aus Aschaffenburg sowohl bei den Profis als auch in der Jugend professionellere Strukturen besitzt und die Spieler aus diesem Gebiet somit besser bedienen kann. Damit hat die Eintracht nun bis auf den Norden Hessens alle Bereiche des erweiterten Einzugsgebiet mit Kooperationspartnern abgedeckt, zum Teil auch mit großen Vereinen.
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Und auch hier noch ein Fazit nach der Saison. Tatsächlich hat man es sowohl über die Liga als auch im Hessenpokal verpasst, sich in der kommenden Saison für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Das ist schon eine herbe Enttäuschung und darf so eigentlich nicht passieren. Passend zu den Ergebnissen hat man in der Rückrunde einfach keine Konstanz in die Leistungen bekommen. Sicher gab es in dieser Saison sehr viele Verletzungen und auch der Verlauf des letzten Spiels gegen Freiburg, wo man mit einem Sieg noch mal einiges hätte retten können, war unglücklich, weil man nach einem schnellen 2:0 einen frühen Platzverweis kassiert und das Spiel in Unterzahl noch verloren hat.

Letztendlich ist aber der vorletzte Platz in der Gruppe in Liga B – so eng sie auch gewesen sein mag – nicht gut genug. Das ist angesichts des guten Abschneidens in der Youth League sowie im DFB-Pokal besonders bitter, weil der Fokus nach dem Ausscheiden in den Pokalwettbewerben und dem guten Start in die Gruppe eigentlich voll auf der Liga lag. Auch das mag eventuell ein Grund sein, warum man Meier zum Co-Trainer der Profis "wegbefördert" hat. Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass man für die kommende Saison einen ausgewiesenen Experten mit langjähriger Erfahrung als Cheftrainer im Nachwuchsbereich verpflichtet, der die Jungs in der U19 entsprechend entwickeln kann.

In Sachen Kaderplanung war es absehbar, dass der Weg für Jascha Barry, Lean Husterer und Liam Mehic bei der Eintracht im Sommer endet. Barrys Rückkehr von den Bayern war damals mit großen Hoffnungen verknüpft, die er in den vergangenen beiden Jahren in der U19 aber absolut nicht mehr erfüllen konnte. Ich weiß leider auch nicht, was da trotz seiner eigentlich guten Anlagen passiert ist. Zuletzt sah er in seinen Abläufen wirklich sehr hölzern aus und konnte kaum noch Impulse setzen. Ich wünsche ihm in Bremen aber alles Gute, über deren zweite Mannschaft haben zuletzt auch noch einige Jungs den Sprung geschafft. Bei Husterer und Mehic muss man mal sehen, wo die Reise hingeht. Husterer kann zumindest darauf setzen, dass sein Vater in Hessen sehr gut vernetzt ist.

Yannis Ahouannou und Shayan Ahmadi hatte ich zumindest noch geringe Chancen auf eine Verlängerung eingeräumt, aber auch da ist die Entscheidung nachvollziehbar. Die Aussicht auf Spielzeit wäre einfach überschaubar gewesen. Die beiden können sich jetzt noch einmal woanders in ihrem zweiten Jahr in der A-Jugend beweisen. Darüber hinaus wurde Akram Ayadi verabschiedet, dem ich wegen des Ausfalls von Nilo Neuendorff eine Chance auf ein Jahr in der zweiten Mannschaft ausgerechnet hatte. Ich werte das im Sinne der Eintracht mal als gutes Zeichen, dass Neuendorff bald wieder zur Verfügung steht. Ayadi dürfte auch anderweitig in der Regionalliga unterkommen.

Bei Benjamin Dzanovic hat sich die Resthoffnung auf einen Verbleib bekanntlich zerschlagen. Bei seiner Saison hat er sicher einige Vereine zur Auswahl, auch wenn er in der Rückrunde etwas abgebaut hat, weil sich viele Gegner auf sein Spiel eingestellt haben. Ich wünsche ihm jedenfalls ein besseres Händchen bei der Vereinswahl als damals Marko Mladenovic, der in Serbien nun auch im zweiten Jahr trotz guter Ansätze relativ wenig Spielzeit bekommen hat.

Überrascht hat mich hingegen die Verlängerung von Marlon Franzen. Der hat diese Saison hinter Emil Möhler und Meris Gradascevic, denen beiden ich auch deutlich mehr Potenzial zusprechen würde, kaum gespielt und aus der U17 rückt im Sommer auch noch Laurin Müller hoch, sodass bereits drei starke Torhüter im Kader stehen. Insofern ergibt das für mich aktuell noch keinen Sinn. Es kann aber durchaus sein, dass Möhler vorzeitig in die U21 hochgezogen wird. Einen Abgang von einem der anderen Keeper kann man natürlich auch nicht ausschließen.

Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass neben Philipp Eisele Yupanqui auch noch Christian Prenaj und Keziah Oteng-Mensah vorzeitig in die U21 aufsteigen werden. Prenaj war in der Rückrunde schon ein paar Mal in der Hessenliga dabei und schafft im Mittelfeld Platz für einige Jungs, die aus der U17 hochkommen. Oteng-Mensah ist eines unserer größten Talente, das man sicher frühzeitig in der Regionalliga fördern möchte. Leider ist er aber auch recht verletzungsanfällig und hat auch dieses Jahr wieder weite Teile der Saison verpasst.

Leonidas Tsiokos hat glücklicherweise auch noch verlängert und wird nächste Saison sicher ein Leistungsträger sein. Mit den starken Torhütern, der Innenverteidigung um Niklas Scheller, Igor Dola und Nicolas Peter sowie Tsiokos und Niko Ilicevic im Mittelfeld hat man schon mal einen starken Kern zusammen. Auch Allen Adjei, Bilal Daaou und Marcello Bouvier haben sich in der Rückrunde bereits in der U19 bewiesen. Mit Tarik Boujataoui, Philip Buchta, Luka Radic, Junior Nhampule oder Flavio Sportelli kommen zudem in jedem Fall einige talentierte Jungs aus der U17 hoch.
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DonGuillermo schrieb:

Angesichts von zehn Punkten Rückstand wird man die Gruppe zwar nicht mehr gewinnen können, aber zumindest Platz 2 und der Hessenpokal sollten das Ziel für die restliche Saison sein. Mit Düsseldorf, Bielefeld und Duisburg in der Liga sowie dem FSV im Pokalviertelfinale hat man in den kommenden Wochen ein paar Gegner auf ordentlichem Niveau. Mal sehen, ob noch einige Jungs aus der U16 Einsätze erhalten. Aus dem Kader der U17 hätte sich Flavio Sportelli in meinen Augen mehr Spielzeit verdient.

Zum Abschluss der Liga B hat man Bad Hennef diesmal mit 6:2 besiegt und damit alle Spiele der Rückrunde gewonnen. Und entgegen deiner Prognose noch die Gruppe als Erster abgeschlossen.
Im Hessenpokal steht morgen dann noch das Halbfinal gegen die S.K.G. Rodgau an.

Zu den Personalien kann Don sicherlich bessere Auskunft geben.
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Gerne gehe ich dann auch hier noch mal auf den Beitrag ein und ziehe ein Fazit. Tatsächlich hat die U17 am Ende noch ihre Gruppe in der Liga B gewonnen. Fairerweise hat man neben der perfekten Rückrunde mit sechs Siegen aus sechs Spielen bei einem Torverhältnis von 24:3 auch davon profitiert, dass der vorherige Tabellenführer Oberhausen in den letzten vier Spielen nur noch zwei Punkte geholt hat, nachdem sie zuvor ebenfalls alle Spiele gewonnen hatten.

Darüber hinaus war man auch im Hessenpokal erfolgreich und hat dort ebenfalls Darmstadt im Achtelfinale mit 6:0 sowie Wehen-Wiesbaden im Finale mit 5:1 souverän geschlagen. Lediglich beim Stadtduell gegen den FSV im Viertelfinale war es mit einem 1:1 und dem anschließenden Sieg im Elfmeterschießen eng.

Insofern kann man mit der sportlichen Entwicklung in der Rückrunde auf ganzer Linie zufrieden sein. Die Jungs haben sich wie schon in der Vorrunde zum Ende hin deutlich gesteigert. Das hängt wohl auch stark damit zusammen, dass die Mannschaft von vielen Jungjahrgängen geprägt ist, die im Laufe der Saison eine Entwicklung durchgemacht und sich mehr und mehr an das Niveau angepasst haben. Also genau das, was man mit dieser Philosophie, bei der die jüngeren Spieler natürlich individuell schon früher mehr gefordert sind, erreichen möchte.

Ich hatte es ja schon an anderer Stelle erwähnt: Die Mannschaften von anderen Teams hatten vielleicht einen oder zwei Jungjahrgänge in der Mannschaft. Bei uns standen auch in diesem Jahr mit Hannes Georg, Titus Veith, Finn Schröder, Noel Motta, Benjamin Freiberger, Alexandros Kadoglou und Said Brkic sieben Jungjahrgänge in der Stammelf. Damit lässt sich natürlich das Verpassen von Liga A in der Hinrunde, aber eben auch die enorme Steigerung im Verlauf der Rückrunde erklären.

Personell konnte man mit Tarik Boujataoui und Daaou glücklicherweise zwei absolute Leistungsträger halten, die in der kommenden Saison in die U19 aufrücken. Der Abgang von Josef Haßfeld schmerzt natürlich, aber das hatte sich ja wie schon geschrieben bereits abgezeichnet. Darüber hinaus werden Noah Clément, Atilla Bilmez und Nadir El Ouazzani die Eintracht erwartungsgemäß verlassen. Das war jetzt auch keine große Überraschung, weil es sportlich einfach nicht mehr gereicht hat und die Verträge ausgelaufen sind. Die drei Jungs können jetzt hoffentlich bei einer anderen Adresse noch regelmäßig Spielzeit in der A-Jugend sammeln.

Überrascht hat mich jedoch der Abgang von Jamal Mekoma. Hier bin ich eigentlich fest von einer Vertragsverlängerung und einem Verbleib ausgegangen. Er hat in dieser Saison eine gute Entwicklung gemacht und in der Rückrunde auch regelmäßig gespielt, wurde teilweise sogar schon in der U19 eingesetzt. Die reinen Scorerwerte waren angesichts der eher geringen Spielzeit ebenfalls sehr gut. Ich bin mal gespannt, zu welchem Verein er im Sommer wechselt. Das gibt vielleicht Aufschluss, von welcher Seite der Impuls zur Trennung eher ausging.

Bleibt noch die Frage, wer von den Jungjahrgängen kommende Saison vorzeitig in die U19 aufsteigt. Da hatte ich ja bereits geschrieben, dass ich mir das vor allem bei Freiberger und Kadoglou gut vorstellen könnte. Das würde sowohl vom individuellen Entwicklungsstand der Spieler als auch von der Mannschaftszusammenstellung in der U19 passen, sodass die beiden in der A-Jugend auch schon regelmäßig Spielzeit sammeln können.

Ansonsten hoffe ich doch eher, dass der Großteil der aktuellen Jungjahrgänge noch das zweite Jahr B-Jugend spielt, damit man einen hochwertigen Kern des Teams zusammenhält. Da sowohl die U15 in der Regionalliga als auch die U16 in der Hessenliga Meister wurden, dürften dann noch einige starke Jungs hinzukommen, sodass man kommende Saison sicherlich eine stärkere Truppe mit größeren Ambitionen ins Rennen schickt.

Ein letzter offener Punkt ist die Trainerfrage. Sebastian Haag muss ja leider seit März wegen einer Krebserkrankung pausieren. Ich hoffe natürlich, dass er sich auf dem Weg der Genesung befindet, aber selbst dann ist es fraglich, ob er in ein paar Wochen bereits wieder auf dem Trainingsplatz stehen kann. In diesem Fall würde ich davon ausgehen, dass der bisherige Co Sascha Rausch die Mannschaft weiterhin anleiten wird, der seitdem das Cheftraineramt übernommen und in den letzten Wochen ja auch von außen betrachtet einen guten Job gemacht hat.
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Angeblich würde Krösche bereits mit Milan verhandeln?
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Ich halte das eigentlich auch nicht für realistisch, aber in Italien überschlagen sich die Meldungen aktuell schon. Laut einigen italienischen Journalisten (darunter auch Fabrizio Romano) befindet sich Krösche bereits in "fortgeschrittenen Verhandlungen" mit Milan. Krösche soll durchaus Interesse haben, die ausgerufene "Revolution" Milans zu leiten, aber für sich auch die komplette Entscheidungsfreiheit beanspruchen.

Eine seiner Forderungen gegenüber der Investorenseite sei es beispielsweise, dass Timmo Hardung als Sportdirektor mitkommen darf. Die Berichte notieren auch, dass es bei einer Einigung mit Krösche einfach sei, zusätzlich Hardung loszueisen, weil der bei der Eintracht intern in der Kritik stehe. Darüber hinaus soll die Eintracht eine Ablöse zwischen 7,5 und 10 Millionen Euro fordern. Bei Milan überlege man deshalb aktuell, ob man versuchen solle, diese Summe in Verhandlungen noch zu drücken oder sich lieber um eine andere Alternative zu bemühen.

Wiederum andere Berichte schreiben, dass die Investorenseite den Verein künftig "wie ein NBA Team" führen wolle (was auch immer das bedeuten soll, aber ist halt typischer Sprech von US-Investoren) und deshalb eine Arbeitsgruppe zusammenstellen will, innerhalb der Trainer, Sportdirektor und Sportchef nicht unbedingt eine vorherige Verbindung zueinander haben sollen. Die zukünftigen Verantwortlichen sollen vielmehr individuell und unabhängig voneinander erfolgreich bei ihren vorherigen Vereinen gearbeitet haben.

Die Fans von Milan glauben deshalb in diversen Foren übrigens ohnehin, dass der Deal scheitern wird. Die Investoren würden wohl einem "Externen" neben ihrem Vertreter Zlatan (der schon einige Posten mit eigenen Vertrauten besetzt hat) eh nicht so viel Machtfülle geben wollen und seien bei solchen Angelegenheiten notorisch knausrig und würden deshalb auch keine hohe Ablöse für Krösche zahlen wollen. Daran sollen wohl auch die Bemühungen um Jaissle als Trainer gescheitert sein, weil man diesen neben seinem Gehalt per Ausstiegsklausel für 6 Millionen Euro aus seinem Vertrag in Saudi-Arabien herauskaufen müsste.

Tatsächlich sind bei Milan in den letzten Wochen ja auch schon zig Namen als Trainer und Manager gehandelt worden. Allein als Trainer waren Pochettino, Iraola, Slot, Glasner, Jaissle und jetzt Amorim im Gespräch. Ob da tatsächlich auch jeweils was dran war, kann ich nicht sagen. Möglicherweise werden nach der Absage von Rangnick deshalb jetzt auch auf auf der Managementebene Krösche und einige weitere Namen gehandelt. Rangnick hatte zuletzt ja auch mehr oder weniger öffentlich die Tage heruntergezählt, bis Milan eine Entscheidung treffen müsse und dann abgesagt, nachdem es keine klaren Zusagen gab. Da regiert aktuell eigentlich das Chaos.
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Da scheint es  RB machtinterne Probleme zu geben: Klopp auf der einen Seite,Sport GF Schäfer auf der anderen Seite, der sogar mit Werner verlängern wollte.
Mit Werner habe ich kein Mitleid, der würde ohnehin schnell wieder einen neuen Job finden
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Kommt jetzt nicht völlig überraschend. Entsprechende Gerüchte gibt es schon seit geraumer Zeit. Im Grunde war man in Leipzig wohl von Anfang an unzufrieden. Ich hatte es hier im Thread Anfang Mai auch schon angedeutet. Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich Mintzlaff in sportliche Belange einmischt. Das ist ja auch ein Grund, warum Krösche aus Leipzig weg ist. Weil er dort im sportlichen Bereich nie die Entscheidungsfreiheit gehabt hätte.

Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich jeden Trainer oder Manager, der jetzt zu Milan geht, für verrückt halte. Da hast du dann Zlatan als unantastbaren Vertreter der Investorenseite über dir hängen, die so inkompetent sind, dass sie nach der Übernahme erst mal die Erfolgsgaranten Maldini und Pioli rausgeschmissen haben, die Milan 2022 zur ersten Meisterschaft seit elf Jahren und 2023 ins erste Halbfinale in der Champions League seit 16 Jahren geführt haben.

Selbst 2024 ist Milan noch Vizemeister geworden und in einer schwierigen CL-Gruppe mit dem späteren Finalisten Dortmund nur unglücklich und punktgleich mit dem späteren Halbfinalisten PSG ausgeschieden. Letztes Jahr hat man in der Liga die europäischen Wettbewerbe dann komplett verpasst und in der Champions League erst am letzten Spieltag in Zagreb das direkte Achtelfinalticket verspielt und ist dann in der Zwischenrunde gegen Feyenoord raus.

Diese Saison hat man dank massiver Unruhe im Verein zum Saisonende mit einer beispiellosen Talfahrt in den letzten acht Spielen noch neun Punkte Vorsprung verspielt und erneut die CL verpasst. Beim vorletzten Heimspiel haben die Fans zu Tausenden nach knapp einer Stunde aus Protest gegen die Investoren das Stadion verlassen. Sowohl Glasner als auch Krösche halte ich eigentlich für schlauer, als sich dieses Drama anzutun. Rangnick hat Milan (zum zweiten Mal nach 2020) auch deshalb abgesagt, weil die wohl jetzt wochenlang ohne richtigen Plan rumgeeiert haben.
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Inanoglu steht mittlerweile übrigens bei 8 Toren und 4 Vorlagen in zehn Regionalligaspielen für Homburg. Hinzu kommen 3 Tore und 1 Vorlage in zwei Spielen im saarländischen Landespokal. Läuft also noch besser, als ich gedacht hatte. Aber wie gesagt, es gab ja letzten Sommer schon Interesse aus der dritten Liga. Mindestens dahin, eher in die zweite Liga, muss es für Inanoglu nächste Saison auch gehen. Eine weitere Saison in der Regionalliga wäre für seine Entwicklung sinnlos.

Sollte sein Ex-Verein Duisburg in die zweite Liga aufsteigen, wäre das sicher ein attraktives Leihziel. Aus einem kürzlich erschienenen Interview mit Kaan (https://www.op-online.de/sport/fussball/sprung-in-die-bundesliga-eintracht-frankfurt-talent-traeumt-von-zr-94232389.html) geht ja hervor, dass er hier durchaus noch mal für eine weitere Leihe verlängern würde. Sein Vertrag bei uns läuft noch bis 2027 plus ein Jahr Option.

Für uns ist der Aufstieg in die Regionalliga ja nur noch eine Frage der Zeit. Ich hoffe deshalb, dass man in den nächsten Wochen noch mal dem einen oder anderen jüngeren Spieler die Chance auf Spielzeit gibt. Das hat sich zuletzt ja schon angedeutet, indem man Prenaj aus der U19 hochgezogen hat und auch Spahn mal wieder von Anfang an spielen durfte. In diesem Sinne ist es sehr unglücklich, dass mit Staff, Gaul Souza und Oteng-Mensah aktuell unsere drei großen Sturmtalente allesamt verletzt ausfallen.

Gerade Spahn und Boakye Osei hätten sich in meinen Augen in dieser Saison auch mehr Spielzeit verdient. Spahn war beispielsweise in der Youth League beim Spiel in Barcelona überragend und Boakye Osei hat sich nach zwei eher durchwachsenen Jahren in der U19 zuletzt auch wieder gesteigert. Aber ich kann die Gründe schon verstehen. Spahn hat auf seiner Position mit Ochojski den absoluten Führungsspieler und Leistungsträger der Mannschaft vor sich und Boakye Osei ist als Defensivspezialist in der Hessenliga, wo sich 90 Prozent der Mannschaften gegen uns hinten reinstellen, nicht so gefragt. Da setzt Schmitt in der Innenverteidigung eher auf spielstarke Lösungen wie die gelernten Sechser Maluze und Owusu Etse sowie als Linksverteidiger auf offensive Alternativen wie Wünsch oder Hanashiro. Wobei Boakye Osei zuletzt als Einwechselspieler auf links mit beherzten Vorstößen auch zwei Elfer gezogen hat.

Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich der neuen Nachwuchsliga, die kommende Saison eingeführt wird, eine Chance einräume. Das wird jetzt sicher nicht der große Wurf, aber für einzelne Spieler kann das schon wertvoll sein. Diese Saison wären eben vor allem Spahn und Boakye Osei entsprechende Beispiele. Bei Spahn sehe ich jetzt zwar keine Perspektive für die Profis, aber er hätte sich wie gesagt trotzdem mehr Spielzeit verdient. Man braucht aber in einer Zweitvertretung natürlich erfahrene und starke Führungsspieler und da haben die jüngeren Konkurrenten dann eben das Nachsehen. Ochojski war in Verl drei Jahre lang Stammspieler und Leistungsträger in der dritten Liga. Der wird für uns auch in der Regionalliga eminent wichtig sein und Spahn damit einen schweren Stand haben.

Ansonsten will ich noch mal meine Kadereinschätzung aus dem vorherigen Post aktualisieren. Bei den kursierenden Abgangsgerüchten um Alex Staff wurde zuletzt berichtet, dass er tatsächlich einen Vertrag bis 2028 besitzt. Ergibt auch Sinn. Wenn der Vertrag tatsächlich diesen Sommer auslaufen würde, hätte es schon konkretere Gerüchte oder eine anderweitige Vertragsunterzeichnung gegeben. Ich gehe davon aus, dass sich der Vertrag zum 18. Geburtstag im Juni automatisch in einen Profivertrag umwandelt. Da man Spieler unter 18 Jahren maximal für drei Jahre an sich binden kann, war bisher nicht mehr möglich. Die Zukunft von Staff, Ebu und auch Dills wird vermutlich ein größeres Thema werden. Ich würde mir wünschen, dass man allen drei eine echte Perspektive aufzeigt und sie zumindest im Training fest bei den Profis integriert. Ob sie sich auf eine Leihe einlassen, ist nach den Erfahrungen von Baum eher fraglich.

In diese Richtung scheint es ja auch bei Doumbia zu gehen, nachdem sein Vertrag zuletzt langfristig verlängert wurde. Da kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen, dass er noch hauptsächlich für die zweite Mannschaft eingeplant ist. Da gab es wie gesagt im letzten Sommer wohl auch schon Interesse aus der zweiten Liga. In seinem Fall sollte also entweder eine höherklassige Leihe angestrebt werden oder man plant ihn fest als Backup bei den Profis ein. Das könnte ich mir durchaus auch vorstellen, denn wenn man sich in Zukunft weiterhin die Option Dreierkette offenhalten möchte, benötigt man eigentlich auch fünf Innenverteidiger im Kader, vor allem bei einer möglichen Dreifachbelastung.

Bei Kumashiro glaube ich nach der halbjährigen Eingewöhnung wie bereits gesagt auch an eine höherklassige Leihe. Das Niveau in der Regionalliga dürfte für ihn nicht ausreichend sein und ich sehe auch nicht, dass er kommende Saison schon eine Rolle bei den Profis spielen wird. Maluze ist für mich der einzige verbleibende Grenzfall. Auch er hätte wohl das Niveau, um höher als in der Regionalliga zu spielen. Bei ihm gehe ich aber davon aus, dass man ihn zusammen mit den Führungsspielern Kirchhoff, Ochojski und Sonnenwald als Leistungsträger für die Regionalliga hält.

Siljevic wird in der Regionalliga ziemlich sicher noch ein weiteres Jahr als Stammspieler absolvieren und gleichzeitig als vierter Torwart bei den Profis mittrainieren. Mit guten Leistungen in der Regionalliga eröffnen sich ihm anschließend ein paar Optionen. Bei den Profis wird 2027 wahrscheinlich Grahl als Nummer 3 seine Karriere beenden und auch davor kann es in den kommenden Transferperioden viel Fluktuation geben. Alternativ lässt sich für einen 20-jährigen Torhüter mit dann zwei Saisons als Stammspieler im Herrenbereich bestimmt auch ein passendes Leihziel finden.

Auf der Abgangsseite rechne ich damit, dass von den Vielspielern Yildirim gegen eine Ablöse sowie Starodid mit dem auslaufenden Vertrag zu einem ambitionierten Regionalligaverein oder in die dritte Liga wechseln. Die Verträge von Bauer und Awusi werden ebenfalls nicht verlängert. Bei Wünsch hoffe ich noch auf eine Vertragsverlängerung, er wäre mit seiner Erfahrung und Flexibilität eine wichtige Kaderoption in der Regionalliga. Da sehe ich auch nicht unbedingt, dass er anderweitig deutlich bessere Angebote erhält.

Obert oder Efthimiou könnte man noch ein weiteres Jahr halten, um das Torwarttrio hinter Siljevic und Speight zu komplettieren. Kim und Nana-Sarhene haben zwar noch Vertrag, dürften aber mit jeweils unter 100 Minuten Spielzeit in der Hessenliga Kandidaten für einen Wechsel sein. Nana-Sarhene hat mit zwei Toren in seinen Kurzeinsätzen zumindest auf sich aufmerksam gemacht. Bautista spielt bereits seit zwei Jahren keine Rolle mehr und hatte im Winter wohl ein Probetraining in Norwegen bei Viking Stavanger absolviert. Da sucht mal also bereits nach einer Lösung.

Aus der U19 rechne ich neben dem bereits bestätigen Eisele Yupanqui mit Prenaj als weiterem Aufsteiger. Die jüngsten Kadernominierungen waren da schon ein Fingerzeig. Auch wenn er diese Saison ziemlich durchgehangen ist, hat man wahrscheinlich grundsätzlich weiterhin großes Vertrauen in sein Talent. Von seinen Anlagen her ist er ein ziemlich kompletter Spieler (was zuletzt auch seine Aushilfseinsätze als Rechtsverteidiger gezeigt haben) und hat meiner Meinung nach auch definitiv das Potenzial für den Profibereich. Zudem kommen aus der U17 einige Spieler in die U19 hoch, für die man Platz schaffen muss.

Ansonsten ist bei Oteng-Mensah das Talent ebenfalls groß genug, dass man ihn vorzeitig in die U21 durchschieben kann, um sich an den Herrenbereich zu gewöhnen. Da wäre es nur wichtig, dass er mal ein komplettes Jahr fit bleibt. Ilicevic wird man zu seinem 16. Geburtstag im Oktober wahrscheinlich direkt zu den Profis hochziehen. Chancen sehe ich zusätzlich für Dzanovic, sofern man den Vertrag verlängert bekommt, und eventuell bei Ayadi, falls Neuendorff nach seiner Verletzung an der Kniescheibe auch in der kommenden Saison noch länger ausfallen sollte.

Neben den bereits bestätigten externen Zugängen Pedro Guimaraes, Henrik Peter, Sadiki Chemwor und Tobias Weigel wurde nun Elias Benkara von Borussia Dortmund gehandelt, den man als gebürtigen Frankfurter gerne verpflichten und einen ähnlichen Weg wie Collins aufzeigen möchte. Sprich, sich erst mal über die Regionalliga anbieten, aber mit Blick auf den Profikader. Würde denke ich sowohl vom Niveau als auch vom Bedarf Sinn ergeben. Zudem könnte ich mir gut vorstellen, dass man noch eine Offensivkraft holt, sollten Inanoglu, Kumashiro, Starodid und Yildirim nächste Saison wirklich allesamt kein Teil des Teams sein. Nur auf Sonnenwald und die Youngster zu setzen, könnte in dem Bereich etwas dünn sein. Da hat man sicher auch aus dem letztjährigen Abstieg gelernt.

Wobei man dann bedenken muss, dass wir für kommende Saison mit Kirchhoff, Ochojski und Sonnenwald bereits drei Ü23-Spieler unter Vertrag haben und zumindest Kirchhoff und Ochojski klare Stammspieler sein dürften. Sollte also tatsächlich ein weiterer Ü23-Spieler verpflichtet werden, müsste einer der vier immer auf der Bank bleiben, solange die drei anderen Spieler auf dem Feld sind. Das bekommt man denke ich aber noch ganz gut geregelt.

Das würde dann nach meinen Einschätzungen voraussichtlich folgenden Kader für die kommende Saison ergeben:

TW: [Siljevic], Speight, Obert/Efthimiou

RV: Ochojski, Spahn
IV: Kirchhoff, (Benkara), Boakye Osei, Eisele Yupanqui, [Doumbia]
LV: Guimaraes, Neuendorff/Ayadi

DM: Maluze, Owusu Etse, [Ebu]
ZM: Hanashiro, Prenaj
OM: Weigel, Peter, [Dills]

RA: Wünsch, Oteng-Mensah
LA: Dzanovic/(Mr. X), Chemwor
ST: Sonnenwald, (Mr. X), Gaul Souza, [Staff]

Bestätigte externe Neuzugänge
(Potenzielle externe Neuzugänge)
Interner Aufsteiger
[Teil des Profikaders]

Das wäre ein Kader, der stark und ausgeglichen genug ist, um in der Regionalliga eine gute Rolle zu spielen. So gut wie alle Spieler sind zudem flexibel genug, um auch auf anderen Positionen einzuspringen. Die Planung dürfte auch nicht unrealistisch sein, weil der Großteil schon so steht. Dass man Prenaj und Oteng-Mensah vorzeitig hochzieht, halte ich für sehr wahrscheinlich und von extern müssten nur noch der gehandelte Benkara und ein Stürmer geholt werden.  

Die einzigen Fragezeichen sehe ich darin, ob man Wünsch und Dzanovic verlängert bekommt sowie im Zustand von Neuendorff, dessen Ausfall man aber wie gesagt mit Ayadi auffangen könnte. Doumbia, Is, Dills und Staff würde ich gar nicht mehr fest für die zweite Mannschaft einplanen. In allen vier Fällen halte ich eine Perspektive bei den Profis, eine Leihe oder einen festen Wechsel für realistischere Optionen. Wobei sie als Teil des Profikaders natürlich weiterhin Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln könnten.
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Ich will an dieser Stelle noch mal ein Saisonfazit ziehen. Sportlich war die Saison mit dem Punkterekord, den 100 Toren in 34 Spielen und Siegen in sämtlichen Heimspielen natürlich überragend, sodass der Aufstieg eigentlich zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet war.

Gegen Saisonende hätte ich mir gewünscht, dass man vielleicht noch mal dem einen oder anderen jüngeren Spieler mehr Spielzeit gegeben hätte, aber da hatte man teilweise auch mit der Verletzungsmisere etwas Pech. Ich denke da vor allem an Staff, Gaul Souza, Oteng-Mensah oder Eisele, die in der Rückrunde leider alle lange ausgefallen sind. Dafür freut es mich, dass Spahn am Ende fest in die Startelf eingebaut wurde und Prenaj zu ersten Einsätzen kam.

Die Kaderplanung dürfte nach den verkündeten Verpflichtungen in den letzten Tagen zumindest in Sachen externer Neuzugänge jetzt wohl auch abgeschlossen sein. Wenn ich mal meinen Post aus dem April als Basis nehme, hat sich die gerüchtete Verpflichtung von Elias Benkara zerschlagen. Dafür hat man jetzt Julian Etse verpflichtet, der ebenfalls über Erfahrung in der Regionalliga verfügt. Interessant, dass man hier sogar bereit war, eine Ablöse zu zahlen, obwohl er im Gegensatz zu Benkara nicht als potenzielles Talent mit Profiperspektive gilt. Er fällt eher in die Kategorie da Silva Kiala, den man später für eine Ablöse in eine höhere Liga verkaufen kann.

Darüber hinaus hat man im Sturm entgegen meiner Vermutung keine weitere erfahrene Kraft geholt. Dafür ist Cherif Cisse trotz seiner geringen Erfahrung sicher ein Spieler, der über deutlich mehr Potenzial als die Regionalliga verfügt. Für Würzburg war er diese Saison als Joker schon ein Aufstiegsgarant und hätte dort auch dritte Liga spielen können. Dementsprechend haben wir auch für ihn Ablöse gezahlt und planen da wohl einen ähnlichen Weg wie bei Futkeu.

Dass man mit George Didoss und Davyd Ramaki noch zwei weitere Mittelfeldspieler verpflichtet hat, deutet für mich darauf hin, dass sich auf der Abgangsseite noch etwas tut. Bei Yildirim gehe ich ja schon seit Monaten von einem Wechsel zu einem höherklassigen Verein aus. Mittlerweile wurden ja auch einige externe Offensivspieler verpflichtet. Wobei auch Didoss bei seinen Werten sicher andere Angebote hatte. Ramaki hingegen könnte für Maluze kommen, bei dem ich einen Abgang im Bereich des Möglichen halte. Denn auch Ramaki war in der Rückrunde bereits Stammspieler in der Regionalliga und wird nicht ausschließlich für die Bank kommen.

Ansonsten wurden Doumbia und Inanoglu erwartungsgemäß in die zweite Liga verliehen oder mit Rückkaufoption verkauft. Auch bei Kumashiro gehe ich noch von einer höherklassigen Leihe aus. Wie bereits vermutet, wechselt auch Starodid höherklassig und bei Obert und Awusi wurden die Verträge nicht verlängert. Bei Awusi ist es echt schade, der hat am letzten Spieltag noch mal sein Potenzial aufblitzen lassen. Seit der U19 steht bei ihm aber bei allem Talent unter dem Strich viel zu oft kein Endprodukt in der Statistik. Auf dem Niveau ist er einfach individuell nicht mehr gut genug, um mehr oder weniger kopflos gegen mehrere Gegenspieler ins Dribbling zu gehen.

Dafür haben Efthymiou als dritter Torwart und Wünsch, der zuerst auch nicht verabschiedet wurde, verlängert. Gerade bei Wünsch, der in der Rückrunde noch mal richtig aufgedreht hat und uns sicher auch in der Regionalliga wieder helfen wird, freut mich das enorm. Bei Staff wurde zwar weiterhin nichts verkündet, aber auch da gehe ich wie schon öfter ausgeführt davon aus, dass der Vertrag noch bis 2028 läuft. Bleibt Bauer, dessen Vertrag wohl ausläuft und bei dem es noch keine Info gibt. Hier bin ich eigentlich von einem Abgang ausgegangen, aber er hat am Ende wieder mehr Spielzeit bekommen und auch einige Scorer gemacht. Möglicherweise bleibt er doch.

Wenn man dann noch davon ausgeht, dass neben dem bereits bestätigten Aufstieg von Eisele Yupanqui wohl auch Prenaj und Oteng-Mensah (sowie ab November möglicherweise Ilicevic) fester Bestandteil der U21 werden, müssen noch einige weitere Spieler abgegeben werden. Stand jetzt hätte man nämlich 34 Spieler im Kader. Klare Kandidaten dürften Kim und Nana-Sarhene sein, die beide keine oder nur sehr wenig Spielzeit erhielten, sowie Bautista, der in der Hessenliga keine Spielberechtigung besaß und im Winter schon in Norwegen beim Probetraining war.

Bei Ebu, Dills und Staff wird man sehen, inwieweit sie bei der zweiten Mannschaft eingeplant sind beziehungsweise ob sie bei den Profis ihre Chance bekommen oder verliehen werden.

Das würde dann folgenden Kader für die kommende Saison ergeben:

TW: [Siljevic], Speight, Efthymiou

RV: Ochojski, Spahn
IV: Kirchhoff, Etse, Boakye Osei, Eisele Yupanqui
LV: Guimaraes, Neuendorff

DM: Owusu Etse, Ramaki, [Ebu]
ZM: Hanashiro, Prenaj [+ Ilicevic ab November]
OM: Weigel, Peter, [Dills]

RA: Wünsch, Oteng-Mensah
LA: Didoss, Chemwor
ST: Sonnenwald, Cisse, Gaul Souza, [Staff]

Externer Neuzugang
Interner Aufsteiger
[Teil des Profikaders]

Weitere Abgänge:
Davis Bautista
Yun-Do Kim
Jeremiaha Maluze (Leihe oder Verkauf mit RKO)
Metehan Yildirim
Clement Nana-Sarhene
Jonas Bauer
Keito Kumashiro (Leihe)
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Naja, man muss schon realistisch bleiben. Eine Ablöse von über 70 Millionen Euro halte ich bei einem Außenverteidiger weiterhin für unrealistisch. Das gab es in der Historie des Fußballs bisher nur ein einziges Mal bei Lucas Hernandez und den würde ich generell auch eher als Innenverteidiger einstufen. Ich könnte es aber auch nicht nachvollziehen, wenn Krösche jetzt tatsächlich unter die Forderung von 65 Millionen Euro gehen sollte. Aber auch damit würde Brown bereits zu den 100 teuersten Fußballern insgesamt sowie zu den 15 teuersten Bundesligaspielern aller Zeiten gehören.

Wenn Krösche jetzt wirklich vorzeitig einknickt, müsste der finanzielle Druck bei uns – egal, ob man jetzt frisches Geld für Einkäufe generieren möchte oder die Bilanz des alten Geschäftsjahrs aufbessern will – schon ziemlich groß sein, was allen öffentlichen Äußerungen der Verantwortlichen widersprechen würde. Aber da werden wir wohl spätestens bei der Vorstellung der Bilanz im Herbst schlauer sein, gerade was den Personalaufwand betrifft.
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Sibbenull schrieb:

Wohl einer der langsamsten Spieler im Kader. Schnellrecherche irgendwas mit 31,x kmh. Nach all den News, dass Hütter auch in der Abwehr schnelle Spieler haben will, fehlt mIr die Fantasie, dass er bleibt.  RKO drückt den Verkaufspreis, also  wofür?

Schnellrecherche, in der Zweitliga-Saison kam er auf 33,9 km/h. Also kein top Speed aber auch nicht langsam.
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U.K. schrieb:

Sibbenull schrieb:

Wohl einer der langsamsten Spieler im Kader. Schnellrecherche irgendwas mit 31,x kmh. Nach all den News, dass Hütter auch in der Abwehr schnelle Spieler haben will, fehlt mIr die Fantasie, dass er bleibt.  RKO drückt den Verkaufspreis, also  wofür?

Schnellrecherche, in der Zweitliga-Saison kam er auf 33,9 km/h. Also kein top Speed aber auch nicht langsam.


Ist ja auch logisch, dass er tatsächlich nicht so langsam ist. Das Argument, dass Baum langsam sei, auf den Daten von dieser Saison aufzubauen, ist einfach unredlich. Der Junge hatte bei uns 71 Minuten Spielzeit. Da wird er nicht in so viele Situationen gekommen sein, wo er im vollen Tempo einen Sprint anziehen musste. Dementsprechend gering war die Stichprobe, weshalb da auch kein repräsentativer Wert herauskommt. Man muss Statistiken schon richtig einordnen.

Deshalb bin ich auch nicht der größte Fan dieses Wertes, auch wenn er bei Vielspielern über eine gesamte Saison sicher eine gewisse Aussagekraft besitzt. Für eine faire Bewertung müsste man aber eigentlich vor jeder Saison Messungen wie beim NFL Combine vornehmen, wo die Spieler einfach mal eine gerade Strecke über eine gewisse Distanz rennen, oder die Vereine dazu zwingen, die Ergebnisse der internen Leistungstests zu veröffentlichen.

Bahoya hat beispielsweise die Rekordmarke der Bundesliga bei einem unbedrängten Sprint ohne Ball vom Mittelkreis bis zum Strafraum aufgestellt (https://www.youtube.com/shorts/Dpcym57fMgM). Aber wie oft kommt denn so eine Situation im Spiel oder über die Saison überhaupt zustande? Viel wichtiger ist doch, wie schnell und effektiv der Spieler in "fußballtypischen" Situationen handelt, die eben zig Mal in jedem Spiel vorkommen.  

Dass die halbe Bundesliga an Baum interessiert ist, wundert mich nicht. Eher, warum er bei uns nicht gespielt hat und ihm sogar ein aussortiert Buta vorgezogen wurde, bei dem der Abgang schon feststand. Ich vertraue auch nicht blind auf die Einschätzungen der Trainer. Brown und Collins haben anfangs auch keine Rolle gespielt und sich dann, als sie die Chance bekommen haben, innerhalb von einem Jahr in die Nationalmannschaft gespielt.

Deswegen gehe ich mittlerweile aber auch davon aus, dass sich die Wege im Sommer trennen. Aus der Sicht von Baum ist das natürlich völlig verständlich. Bei zwei Jahren Vertragslaufzeit müsste man sich eigentlich auch jetzt über eine Verlängerung einigen. Sonst besteht bei einem Verbleib oder einer Leihe einfach das Risiko, dass man sich als Verein im nächsten Jahr gerade nach guten Leistungen in einer schlechten Verhandlungsposition ist. Woltemade ist da das beste Beispiel. Der hat bei seiner Leihe in Elversberg überzeugt und dann noch ein Jahr Spielzeit bei Werder mitgenommen, ist aber anschließend lieber ablösefrei gewechselt, weil er in Bremen viel zu lange nicht das Vertrauen erhalten hat.

Das ist aber auch der Punkt, den ich nicht verstehe. Ich versuche es doch lieber erst einmal mit den eigenen Jungs. Für andere Leistungsträger aus der zweiten Liga wie Lenz oder Futkeu wollten wir selbst zweistellige Millionenbeträge zahlen oder erhalten. Auf der linken Seite haben wir in den vergangenen Jahren rund 15 Millionen Euro in Nkounkou und Kosugi investiert, die uns sportlich nur bedingt oder bisher noch überhaupt nicht geholfen haben. Und ein Ersatz für Baum wäre sicher auch nicht viel günstiger auf dem heutigen Transfermarkt.
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DonGuillermo schrieb:

Auch hier: Man sollte es jetzt nicht übertrieben. Šiljević sehe ich noch weit weg von der Bundesliga und im Tor kannst du auch keinen über Teileinsätze heranführen. Mit Šiljević als Nummer Eins in die Saison zu gehen, wäre reinstes Harakiri. Im Übrigen waren in meinen Augen seine Vorgänger im Tor der zweiten Mannschaft, also Simoni, Santos und Ramming, alle durch die Bank weg besser und die haben in der Regionalliga auch schon eine Liga höher gespielt.



Bitte nicht falsch verstehen,  ich verlange nicht das man mit Siljevic als Nummer eins in die Saison geht. Aber dennoch ist er nicht untalentiert. Ob er besser als Simoni oder der verletzungsanfällige wacklige Santos ist, kann ich nicht beurteilen. Dafür ist er der jüngste der 3 Torhüter.
Ich erwarte hier nur, das man hier Nägel mit Köpfen macht. Entweder man zieht ihn als Nummer 3 für den Profikader ran und setzt Ihn ein Jahr in der U-21 als Nummer eins ein und wartet seine weitere Entwicklung ab oder man stattet Ihn mit einem Langfristigen Vertrag aus und verleiht Ihm ein bis zwei Jahre.
Simoni war angeblich ja auch so ein ausländisches Supertalent, setzte sich aber nichtmal in Kaiserslautern durch.
Verstehe nicht, warum in Stuttgart oder Bremen ein Nachwuchstorhüter nach dem anderen hervor schießt und bei uns ist da trotz guter Talente Stillstand.

Ein Teil des Problems vermute ich bei den Torhütertrainern, bei den aktuellen Problemen auf der Position. Alle 3 Torhütee haben großes Talent, aber wir schaffen es nicht sie richtig zu formen und fördern.
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Hyundaii30 schrieb:
Ich erwarte hier nur, das man hier Nägel mit Köpfen macht. Entweder man zieht ihn als Nummer 3 für den Profikader ran und setzt Ihn ein Jahr in der U-21 als Nummer eins ein und wartet seine weitere Entwicklung ab oder man stattet Ihn mit einem Langfristigen Vertrag aus und verleiht Ihm ein bis zwei Jahre.


Ich vermute mal, dass Šiljević ein weiteres Jahr als Nummer 1 der zweiten Mannschaft in der Regionalliga eingesetzt wird. Die kommende Saison ist ja nominell erst sein erstes Seniorenjahr. Darüber hinaus wird er weiterhin Teil des Torwarttrainings bei den Profis sein. Die Konstellation gab es ja schon dieses Jahr. Grahl fährt als Notfalltorwart zu den Profispielen mit, falls sich jemand kurzfristig verletzt, und Šiljević sammelt Spielpraxis in der Regionalliga.

Wenn man sich im Laufe der Saison auf die zukünftige Perspektive einigt, kann man den Vertrag von Šiljević langfristig verlängern und ihn im Sommer 2027 mit zwei Jahren Spielpraxis im Herrenfußball höherklassig verleihen. Mit Möhler und Gradaščević stünden intern schon zwei potenzielle Nachfolger bereit, die sich kommende Saison wohl weiterhin die Spielzeit in der U19 teilen. Das Niveau sollten beide mitbringen. Man könnte natürlich Šiljević bereits dieses Jahr verleihen, Möhler vorzeitig in die U21 hochziehen und Gradaščević als klare Nummer Eins in der U19 positionieren. Möhler saß gegen Saisonende tatsächlich schon ein paar Mal in der Hessenliga auf der Bank.

Hyundaii30 schrieb:
Simoni war angeblich ja auch so ein ausländisches Supertalent, setzte sich aber nichtmal in Kaiserslautern durch. Verstehe nicht, warum in Stuttgart oder Bremen ein Nachwuchstorhüter nach dem anderen hervor schießt und bei uns ist da trotz guter Talente Stillstand.


Nunja, beide Leihstationen waren bei Simoni nun einmal nicht glücklich gewählt. In Ingolstadt war es ein offenes Duell gegen den etablierten Stammtorwart Marius Funk, das Simoni knapp verloren hat. Funk gehört schon zu den besten Keepern in der dritten Liga. Das hat er vor allem dieses Jahr in Cottbus unter Beweis gestellt, wo er nach Notenschnitt vom Kicker sogar zweitbester Spieler der gesamten Liga war. Und in Kaiserslautern ging man davon aus, dass Julian Krahl im Sommer höherklassig wechselt und Simoni nach einem halben Jahr Eingewöhnung übernimmt. Krahl hat aber überraschend doch verlängert und somit blieb für Simoni wieder nur die Bank.

Aber bezüglich Bremen habe ich es ja schon gesagt: Wenn wir im Sommer nicht Zetterer auf den letzten Drücker holen, sitzt Backhaus wohl das zweite Jahr hintereinander ohne Einsatzzeiten nur auf der Bank. Und ob er dann mit 22 Jahren und zwei Jahren ohne Spielpraxis ein Angebot aus der Bundesliga bekommt oder noch mal eine attraktive Leihstation findet, ist zumindest mal fraglich. Vielleicht schafft er dann als ewiges Talent sogar nie den Sprung in die Bundesliga – obwohl er ja, wie wir jetzt alle wissen, nachweislich zu sehr guten Leistungen in der Bundesliga fähig ist.

Das ist ja das, was ich meine. Die Jungs benötigen auch eine Chance. Manchmal bekommen sie aber eben keine und eine einzige Entscheidung kann dann gravierende Auswirkungen für den Rest der Karriere haben. Marvin Schwäbe gehört seit Jahren zu den besseren Torhütern der Liga. Der musste aber erst die Ochsentour über Regionalliga, Dritte Liga, Zweite Liga und Dänische Liga gehen, bis er dann mit 26 Jahren die Chance als Nummer Eins in der Bundesliga bekommen hat. Möglicherweise hat er diese Zeit auch gebraucht, denn die zwei Jahre in Dresden waren sicher nicht optimal, aber meiner Meinung nach hätte er auch schon früher die Qualität gehabt, um Bundesliga zu spielen.
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DonGuillermo schrieb:

Schönesge schrieb:
Klingt aber ein bisschen so, als ob man als Eintracht Frankfurt nicht in der Lage ist, die besten Talente zu binden. Lennart Karl war wohl das größte Talent aus der jüngeren Vergangenheit, welches man nicht vom Eintracht Weg überzeugen konnte.


Was jetzt aber auch niemanden überraschen sollte. Die meisten Vereine verlieren jedes Jahr irgendein Talent, das sie gerne gehalten hätten. Und ein absoluter Überflieger, dem jeder das Talent zur Weltkarriere bescheinigt, wird bei uns vermutlich nie seine gesamte Jugendzeit absolvieren. Schau dir nur mal an, wo die meisten Nationalspieler den Sprung zu den Profis gemacht haben, vor allem jene, die früh als Riesentalente galten wie Moukoko, Musiala, Karl, Havertz oder Beier, früher auch Özil oder Kroos.

Die haben alle ursprünglich mal in anderen NLZs gespielt. Dann gibt es noch die Spieler wie Wirtz oder Kimmich, die am Übergang zum Profifußball gewechselt sind, bzw. Götze oder Lahm, die fast von Anfang an bei einem der ganz großen Player waren. Dann hattest du noch die Schalker, die in ihrer Glanzzeit sowohl ein großer und finanzstarker Verein waren als auch eine hervorragende Jugendarbeit mit Spielern wie Neuer, Draxler, Sané oder Ouédraogo besaßen. Stuttgart ist noch eine ähnliche Nummer. Geschichten wie ein El Mala, der in Gladbach aussortiert wurde und dann bei Viktoria Köln über die Jugend und die dritte Liga den Sprung geschafft hat, oder Goretzka, der bis zum ersten Profijahr in Bochum geblieben ist, gibt es natürlich auch, sind aber die Ausnahme.

Da können wir mit einigen anderen Vereinen einfach nicht mithalten. Sei es aus finanziellen, infrastrukturellen oder sportlichen Gründen. Ist ja bei den Profis nicht anders. Im Jugendbereich wird seit Jahren immer früher und intensiver abgeworben. Es gibt Spieler, die wechseln teilweise jedes Jahr und haben in bis zu vier verschiedenen NLZs gespielt. Und das nicht nur im dichtbesiedelten NRW, wo sich die Profivereine tummeln. Richard Makengo ist so ein – wenn auch eher unbekanntes – Beispiel. Ist als gebürtiger Frankfurter insgesamt dreimal zum FSV zurückgekehrt (stand dort diese Saison ein Mal im Regionalligakader), kam 2023 vom FSV zu uns, ist 2024 nach Schalke (wo er sogar Kapitän war), 2025 zum FSV zurück und wechselt jetzt im Sommer in die U19 von Lautern.

Karl ist bei uns ja nur das letzte prominente Beispiel. Emre Can ist mit 15 zu den Bayern, Niklas Süle mit 14 nach Hoffenheim, Jeff Chabot mit 16 nach Leipzig, Marvin Schwäbe mit 18 nach Hoffenheim gegangen. Auch wenn sie den Sprung nicht ganz geschafft haben, könnte man noch die Itters nennen, die mit 16 nach Wolfsburg sind.

Bei Karl wusste wirklich jeder in Deutschland früh genug Bescheid über das Talent. Der ist auch bei uns in der Jugend voll herausgestochen. Deshalb sind die Bayern auch schon an ihn und seine Familie herangetreten, als er 13 Jahre alt war. Deshalb wird er seit er 16 ist von Michael Ballack beraten. Aber was soll die Eintracht machen? In dem Alter kannst du einen Spieler noch weniger rechtlich an den Verein binden und ihn zwingen, hier zu spielen. Die Bayern haben die Eintracht dann vor vollendete Tatsachen gestellt, die Eintracht hat ihn daraufhin nicht mehr eingesetzt, weshalb er vor dem Wechsel zu den Bayern noch mal für ein halbes Jahr zum Heimatverein nach Aschaffenburg zurück ist.

Fairerweise muss man sagen, dass nach der Generation Kittel/Stendera/Kempf/Waldschmidt der Jugendbereich bei uns jahrelang mehr oder weniger brach lag, weil er schon zuvor viel zu lange stiefmütterlich behandelt wurde. Das hat sich in den letzten Jahren unter der Leitung von Alex Richter und seit der Ausgliederung des NLZs in die AG deutlich verbessert, auch wenn wir weiterhin gewisse Limitationen haben. Momentan stehen wir sowohl von den Ergebnissen als auch von den Talenten wohl so gut wie seit über zehn Jahren nicht mehr da. Unter anderem stellen wir von allen Bundesligisten mit die meisten deutschen U-Nationalspieler. Es geht also absolut in die richtige Richtung.

Aktuell sehe ich eher das Problem, dass es im Profibereich an der Bereitschaft mangelt, die Jungs auch mal spielen zu lassen. Aymen Barkok war jetzt auch nicht der überragende Jugendspieler und hat sich letztlich auch nicht vollständig in der Bundesliga etabliert, aber der hatte wenigstens mal eine Chance bekommen und sie zumindest so genutzt, dass er für ein paar Jahre doch ein wertvoller Kaderspieler war, der seine Impulse gesetzt hat. So stehen am Ende auch 113 Bundesligaspiele in seiner Vita. Ohne diese Chance wäre er vielleicht nie in die Bundesliga gekommen. Selbst Brown und Collins haben anfangs keine Chance bekommen, sich dann aber nach ihren Bundesligadebüts innerhalb von einem Jahr bis in die Nationalmannschaft gespielt. Man sollte immer mal ein paar Jungs reinwerfen, vor allem wenn es der Rest der Mannschaft ohnehin nicht besser macht.

Wenn Baum nach überragender Leihsaison als bester Zweitligaspieler auf seiner Position kaum eine Chance bekommt, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn Staff als vermeintlich größtes Sturmtalent trotz Verletzung sämtlicher Stürmer keine Chance erhält, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn einem İş als vermeintlichem Toptalent, das im Trainingslager bei den Profis überzeugt hat, ein bereits aussortierter Dahoud vorgezogen wird, der im Trainingslager nicht mal dabei war, ist das ein schlechtes Zeichen. Das sind Dinge, die uns in der Nachwuchsarbeit wieder über Jahre zurückwerfen können, weil das logischerweise auch alle talentierten Spieler und deren Umfelder registrieren.

Bei allen anderen Vereinen funktioniert es auch, nur bei uns findet man immer irgendwelche Ausreden. Es muss ja auch nicht immer ein Lennart Karl sein. Ein Marco Russ oder ein Timothy Chandler waren jetzt auch nicht die begnadeten Fußballer vor dem Herrn. Beide haben trotzdem jeweils rund 300 Bundesligaspiele absolviert und somit eine deutlich bessere Karriere hingelegt als die meisten großen Talente. Damit stehen beide sogar in den Top Ten der Spieler mit den meisten Bundesligaspielen, die jemals in unserer Jugendabteilung waren. Das ist jedenfalls sinnvoller und nachhaltiger sowie ein deutlich gangbarer Weg als 7,5 Millionen Euro Ablöse für Niels Nkounkou oder dicke Millionengehälter für Michy Batshuayi oder Mo Dahoud zu zahlen, die uns am Ende in Relation dazu sportlich maximal bedingt weiterhelfen.

In Freiburg oder Mainz laufen jetzt auch nicht nur Toptalente rum. Trotzdem ist dort die Durchlässigkeit enorm hoch und es schaffen vergleichsweise viele den Sprung in die Bundesliga, sodass nahezu der halbe Kader aus Eigengewächsen besteht. Weil das an diesen Standorten gelebte Praxis ist. Genau da müssen wir bestenfalls auch hinkommen. Weil es eben auch in der Jugend immer einen größeren Fisch gibt und das auch in Zukunft sicher nicht das Pfund ist, mit dem wir wuchern können. Aber in der Rhein-Main-Region laufen genug Talente rum, dass wir es schaffen sollten, den einen oder anderen selbst für unsere Profimannschaft auszubilden.

Zu diesen Themen gab es im entsprechenden Thread vor einigen Monaten auch schon eine Diskussion. Hierzu mal der Link zum Ausgangspost (https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/142711?page=2#5835785). Ich werde wahrscheinlich die Tage auch noch mal ein Saisonfazit zur U17, U19 und U21 posten sowie in einem Beitrag bezüglich der Kaderplanung noch mal auf das Thema Jugendspieler eingehen.


Don sehr toller Bericht.
Lese deine Berichte immer am Liebsten.

Ich bin auch enttäuscht, dass wir diese Durchlässigkeit seit 10 Jahren nicht mehr haben.
Es wird immer davon gesprochen und debattiert, aber letztlich passiert es nicht.

Ich würde mich freuen wenn Staff, Is, Wünsch oder Dills nicht nur in der Vorbereitung teilhaben dürfen oder mit ins Trainingslager reisen, danach aber keine Verwendung mehr bekommen.

Dazu würde ich den 15 jährigen Ilicevic, wird glaube ich diesen Sommer 16, umgehend in den Profikader hochziehen.
Q
Als klares Zeichen an die weiteren guten NLZ Spieler. mit den vielen Nationalspieler die wir stellen, muss doch eine bessere Durchlässigkeit möglich sein.

Das Konzept bzgl. junge Talente aus dem Ausland holen und  nach xy Jahren teuer verkaufen, kann man Art acta legen. Bilde die eigenen Talente der Akademie aus, die kosten keine Ablöse und können am Ende einen größeren Reingewinn bringen.

Wie du sagtest Don, das NLZ steht heute so gut da wie noch nie, also nutzt diesen Status aus Liebe Eintracht
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naggedei schrieb:
Dazu würde ich den 15 jährigen Ilicevic, wird glaube ich diesen Sommer 16, umgehend in den Profikader hochziehen.


Iličević wird Ende Oktober 16 Jahre alt. Bei den Signalen, die man bisher an ihn gesendet hat, gehe ich auch davon aus, dass er ab diesem Zeitpunkt zumindest mit den Profis trainieren und in der Regionalliga spielen darf. Ob er dann auch gleich die ersten Bundesligaminuten bekommt, wird man sehen. Man sollte es aber auch nicht übertreiben und den Jungen sofort verheizen.

Bis jetzt gab es in der Geschichte der Bundesliga lediglich 16 Spieler, die vor ihrem 17. Geburtstag zum Einsatz kamen. Und davon waren fast alle kurz vor ihrem 17. Geburtstag und bei den meisten ist es auch nur bei einem oder wenigen Kurzeinsätzen geblieben. Lediglich Youssoufa Moukoko, Linus Güther und Paul Wanner wurden direkt nach ihrem 16. Geburtstag eingesetzt. Auch da sollte man jetzt nicht die falsche Erwartungshaltung an den Tag legen.

naggedei schrieb:
Als klares Zeichen an die weiteren guten NLZ Spieler. mit den vielen Nationalspieler die wir stellen, muss doch eine bessere Durchlässigkeit möglich sein.


Das sollte sie, aber auch da: Nur weil wir viele U-Nationalspieler stellen, ist das noch keine Garantie. Die allermeisten Juniorennationalspieler schaffen den Sprung in den Profifußball nicht (dauerhaft). Es gab sogar U21-Jahrgänge, von denen es ein Großteil nicht in die Bundesliga geschafft haben.

naggedei schrieb:
Das Konzept bzgl. junge Talente aus dem Ausland holen und  nach xy Jahren teuer verkaufen, kann man Art acta legen.


Das würde ich so auch nicht sagen. Junge Talente im Ausland haben häufig den Vorteil, dass sie früher und auf höherem Niveau im Profibereich eingesetzt werden, als das in Deutschland der Fall. Das haben zuletzt auch wieder einige Vergleichswerte gezeigt. Klar kann man sagen, dass in Deutschland in der Ausbildung die letzten Jahre nicht alles perfekt gelaufen ist und dass in einzelnen Ländern wie Frankreich die jungen Spieler im Schnitt vielleicht noch mal talentierter sind. Aber es sollte hierzulande grundsätzlich der Fokus mehr auf die eigene Jugend gerichtet werden.

naggedei schrieb:
Wie du sagtest Don, das NLZ steht heute so gut da wie noch nie


Das habe ich so nicht gesagt und stimmt so auch nicht. Damals hieß es natürlich noch nicht NLZ, aber gerade in den 80er-Jahren war die Eintracht führend in Deutschland in der Jugendarbeit. Da hat man mit drei Meisterschaften in der A-Jugend und einer Meisterschaft in der B-Jugend Titel gewonnen sowie mit Spielern wie Falkenmayer, Berthold, Binz oder Möller sogar eine ganze Reihe an deutschen Nationalspielern ausgebildet. Mit Dietrich Weise, der zuvor lange Zeit als Nachwuchstrainer beim DFB tätig war, hatte man bei den Profis dann auch einen Trainer, der auf sie gesetzt hat. Wobei das damals aufgrund von finanziellen Problemen auch etwas notgedrungen so war.

Danach könnte man noch die Zeit um die Jahrtausendwende mit Streit, Gemiti, Preuß und Jones erwähnen. Oder als wir uns nach zehn Jahren als Fahrstuhlmannschaft wieder in der Bundesliga etablieren konnten und sich Spieler wie Ochs, Russ oder Jung durchsetzen konnten. Aber ja, aktuell dürften wir zumindest die besten Voraussetzungen seit über zehn Jahren und der Generation Kittel/Stendera/Kempf/Waldschmidt haben.

Hyundaii30 schrieb:
Siljevic als TW würde ich aktuell auch dazu nehmen. Er hat in der Jugend Championsleague überzeugt und ich sehe es aktuell sinnvoller auf so jemanden zu setzen und wenig Gehaltskosten zu haben. Santos könnte man dann verkaufen. Mehr Fehler wird der auch nicht machen und wir bekommen noch Ablösesumme für Santos und sparen Gehalt. Aber wird alles nicht passieren. Es wird wieder nur heiße Luft sein. Wie immer halt.


Auch hier: Man sollte es jetzt nicht übertrieben. Šiljević sehe ich noch weit weg von der Bundesliga und im Tor kannst du auch keinen über Teileinsätze heranführen. Mit Šiljević als Nummer Eins in die Saison zu gehen, wäre reinstes Harakiri. Im Übrigen waren in meinen Augen seine Vorgänger im Tor der zweiten Mannschaft, also Simoni, Santos und Ramming, alle durch die Bank weg besser und die haben in der Regionalliga auch schon eine Liga höher gespielt.

Schönesge schrieb:
Rein wirtschaftlich habe ich es ohnehin nie verstanden, was die Eintracht einige Jahrzehnte betreffend die Jugendarbeit betrieben hat. Das war teilweise schon hart mit anzusehen und mündete in der Abmeldung der U21.


Das lag zum einen daran, weil die Unterhaltung eines Nachwuchsleistungszentrums für einen Bundesligisten im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens der DFL Vorschrift ist. Du musst in der Jugendarbeit also gewisse Standards erfüllen. Mehr konnte oder wollte die Eintracht aber nicht investieren. Zum anderen hätte die AG wohl gerne schon viel früher das NLZ ausgegliedert und professionalisiert, wogegen sich der Verein aber lange gewehrt hat. Vom Verein wurde ja auch noch der Neubau am Riederwald vorangetrieben, der bei der Fertigstellung – vor allem was die Anzahl der Internatsplätze angeht – quasi schon wieder überholt war.

Der Betrieb einer zweiten Mannschaft war übrigens auch lange Zeit Vorschrift. Nachdem diese Regel geändert wurde, hat man bei uns unter Bruchhagen die Reserve aus finanziellen Gründen (damalige Berichte sprechen von einem Etat von knapp einer Million Euro pro Jahr) abgemeldet. Man war der Meinung, dass die meisten Talente heutzutage direkt den Sprung aus der U19 zu den Profis schaffen. Wenn ich mir die Resultate so anschaue, dann hat man allein in den wenigen Jahren seit der Wiedereinführung der zweiten Mannschaft auch durch die Spielpraxis in der Hessen- und Regionalliga deutlich mehr Spieler für professionelle Ligen entwickelt als in den zehn Jahren zuvor.

Schönesge schrieb:
Und dabei hat man europäisch gesehen wohl einen der größten Pools an Talenten überhaupt und ist selbst mitten in diesem Pool der mit Abstand größte Verein.


Genau das ist ja auch das Konzept, das Alex Richter verfolgt. Im Rhein-Main-Gebiet muss Eintracht Frankfurt wieder die unangefochtene Nummer Eins im Jugendfußball sein. Da haben wir in den letzten Jahren auch massiv Rückstand auf Mainz aufgeholt. Aber ich hatte es in der anderen Diskussion ja schon geschrieben: Es war teilweise so grotesk, dass selbst der 1. FC Köln mehr gebürtige Frankfurter und Offenbacher zu Bundesligaspielern gemacht hat als wir, weil die beim Scouting in der Region einfach viel früher dran waren.

franchise schrieb:
Ich frag mich aber auch warum man immer denkt dass man mit unbekannten und deren vermeintlichen hohen Ablösen so falsch liegt im Gegensatz zur Förderung von Talenten. Wie viele Jugendspieler aus den letzten 2 Jahren spielen denn aktuell in der Buli, wenn sie uns verlassen haben?! Selbst Fenyo, den man auch immer als sehr gutes Talent ansah spielt in Ungarn. Wir sollten mal aufhören, die eigenen Nachwuchskräfte höher zu loben als die Einkäufe von Talenten aus anderen Ländern. Uns werden die Talente ja auch nicht für 5 Mio abgekauft und das hat auch seinen Grund. Thema Qualität.


Alex Richter kam 2022 zur Eintracht. Man sagt immer, dass sich entsprechende Resultate in der Jugendarbeit nach fünf Jahren niederschlagen. Insofern ist es da also vielleicht noch einen Ticken zu früh, um das zu bewerten. Die aktuell als aussichtsreich gehandelten Talente stehen ja gerade erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich.

Aber um mal zwei Gegenbeispiele zu nennen: Eli Baum und Nacho Ferri hätten bei anderen Vereinen in der Bundesliga sicherlich schon regelmäßig spielen können. Die Freiburger baggern ja wohl auch schon seit geraumer Zeit an Baum. Da dürfte es an Interesse nicht mangeln. Und Ferri war dieses Jahr sechstbester Torschütze in der belgischen Liga, die in der UEFA-Wertung mittlerweile die Niederlande überholt haben. Warum wir den relativ günstig abgegeben und dann für teures Geld einen Batshuayi mit demselben Profil geholt haben, weiß ich bis heute nicht. Für beide ließen sich aktuell sicher auch jeweils rund 5 Millionen Euro erlösen.

Ramming hätte sicher auch schon irgendwo bei den Profis spielen können, wenn er nicht zu einem Verein aus der Premier League gewechselt wäre. Harangi war dieses Jahr in der MLS Stammspieler. An Fenyő war zuvor unter anderem Nürnberg dran, er hat sich dann aber für einen Wechsel nach Ungarn entschieden. Auch Doumbia hätte letztes Jahr schon in die zweite Liga verliehen werden können und geht jetzt den Schritt nach Cottbus. Abraha hat in der Rückrunde mit 17 Jahren gleich die ersten Spiele in der dritten Liga für Hoffenheim II gemacht.

Aktuell werden für den Sommer bei İş konkret Salzburg, Bremen und Schalke als Kaufinteressenten und Elversberg oder Fürth als mögliche Leihstationen gehandelt. An Staff sollen ebenfalls einige Bundesligisten und die meisten Zweitligisten interessiert sein. Es bewegt sich also schon was und es ist mitnichten so, dass unsere Jungs total uninteressant wären.

ltobias schrieb:
Ich denke die letzte Saison wäre kein guter Start für die jungen Spieler gewesen. Wenn selbst gestandene Spieler arge Probleme haben, da tust du einem jungen Spieler keinen Gefallen ihn reinzunehmen.


Wie gesagt, Ausreden kann man immer anbringen. Bremen war beispielsweise sogar im tiefen Abstiegskampf und musste (teilweise auch notgedrungen) mehrere Jungs aus dem eigenen Nachwuchs reinwerfen. Die haben mit am meisten überzeugt. Coulibaly (hat zuvor in der Jugend noch gegen unsere Jungs im Viertelfinale der Meisterschaft gespielt) wechselt jetzt nach einer Bundesligasaison vielleicht sogar für über 30 Millionen ins Ausland. Die sind uns auch sehr dankbar, dass wir Zetterer gekauft haben, sonst hätte Backhaus noch ein Jahr auf der Bank gehockt.

ltobias schrieb:
Aber gerade der immer geforderte Staff hatte doch noch Probleme bei den U Mannschaften. Jedenfalls meine ich das hier gelesen zu haben.


Ich weiß ehrlich nicht, wo diese Meinungen herkommen. Staff mag jetzt keine besonders herausragenden Fähigkeiten besitzen oder mega auffällig spielen. Aber er hat bisher immer geliefert. Und das, obwohl er immer deutlich jünger als seine Mit- und Gegenspieler war. Er hat mit 14 und 15 Jahren in der B-Jugend und mit 16 und 17 Jahren in der A-Jugend gespielt. Da sind die anderen Spieler im Schnitt alle ein bis zwei Jahre älter.

Dabei stehen folgende statistische Leistungsnachweise zu Buche:

17 Tore und 9 Vorlagen in 1.850 Minuten (alle 71 Minuten ein Scorer) in der U17
29 Tore und 11 Vorlagen in 3700 Minuten (alle 92 Minuten ein Scorer) in der U19

Auf Nationalmannschaftsebene:

6 Tore und 3 Vorlagen in 360 Minuten (alle 40 Minuten ein Scorer) in der U16
15 Tore und 5 Vorlagen in 1.450 Minuten (alle 72 Minuten ein Scorer) in der U17
2 Tore und 2 Vorlagen in 250 Minuten (alle 62 Minuten ein Scorer) in der U18

Damit ist er in seinem Jahrgang unbestritten das größte deutsche Sturmtalent. Sowohl letztes Jahr in der Regional- als auch dieses Jahr in der Hessenliga durfte er jeweils 250 Minuten für die zweite Mannschaft spielen, wo er in beiden Jahren jeweils einen Treffer erzielt hat. Daran entzündet sich wohl bei einigen die Kritik. Ich halte es für völlig normal, dass er mit 16 Jahren beim Tabellenletzten nicht die Regionalliga zerschießt. Und in dieser Saison hat er in der zweiten Mannschaft positionsfremd auf dem rechten Flügel gespielt. Leider hat er sich dann verletzt und ist für den Rest der Saison ausgefallen, nachdem er für die Rückrunde eigentlich fest in der zweiten Mannschaft eingeplant war.
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Naja, Primärquelle ist wohl mal wieder der selbsternannte Transferexperte Ekrem Konur, von dem ein übersetzter Beitrag auf der Webseite "fussballdaten.de" veröffentlicht wurde. Sieht man auch ganz deutlich, wenn man den Text liest. So würde nicht mal der größte Dramatiker auf Deutsch formulieren. Besagter  Ekrem Konur hat übrigens kürzlich noch berichtet, dass Tottenham im Sommer angeblich Larsson zum Rekordeinkauf machen möchte, also mindestens 65 Millionen für ihn zahlen will. Und dass die Eintracht das Geschäft eingehen könne, um Problemen bei den UEFA-Regeln zur finanziellen Nachhaltigkeit aus dem Weg zu gehen, was völliger Quatsch ist.  

Nur um das mal einzuordnen, wie glaubhaft dieser Bericht ist. Solange die Ausstiegsklausel von keiner seriösen Quelle bestätigt wird, halte ich das für sehr unrealistisch. Man kann natürlich nicht ausschließen, dass Uzuns Vertrag eine Ausstiegsklausel beinhaltet. In der Regel ist das unter Krösche aber die absolute Ausnahme. Bei Spielern, in denen man zukünftig ein hohes Ablösepotenzial sieht, war das bisher sogar nie der Fall. Seit André Silva, der noch unter Bobic kam, wurden lediglich bei Robin Koch und Ellyes Skhiri eine Ausstiegsklausel bestätigt und die kamen beide als ablösefreie Leistungsträger im höheren Alter.
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SemperFi schrieb:

Sollten die Zahlen stimmen, habe ich den Wert von Uzun wohl stark überschätzt.

Nö. Uzun ist gerade 20 Jahre alt und hat in 1146 Minuten Buli (das sind nicht mal 13 ganze Spiele  8 Tore und 5 Assists gemacht und das bei einer Mannschaft in der recht wenig stimmte.

Dazu gegen sehr starke Gegner in der CL in 240 Minuten (kaum mehr als 2,5 Spiele) 2 Tore.

Da ist schon eine gewaltige Menge Phantasie über sein Potential drin.

Sucht mal nach einem jungen OM mit vergleichbaren Scorern.

Da ist mir wurscht, was für Zahlen irgendwelche Medien in den Raum stellen.
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Eben. Das Problem bei Uzun (oder in diesem Fall unser Glück) ist eher, dass er diese Saison zweimal länger verletzt und das Jahr davor nur Joker war. Wenn er die zwei Jahre bereits auf dem Niveau und diesen Scorern als Stammspieler durchgespielt hätte, wäre ein Verbleib in diesem Sommer schon deutlich unwahrscheinlicher. Er hat bei der Eintracht in 2.500 Minuten 24 Scorer erzielt, also knapp ein Scorer pro volles Spiel. Das ist ein herausragender Wert.

Insofern sehe ich auch bei Uzun die intern veranschlagte Ablösesumme von 80 Millionen als realistisch an und bin da ganz entspannt. Erfahrungsgemäß wird Krösche ihn nicht für viel weniger verkaufen. Dass diesen Sommer bereits ein Angebot in dieser Höhe auf den Tisch kommt, halte ich auch für nahezu ausgeschlossen. Wenn er kommende Saison weiter abliefert, ist man bei Uzun aber ganz schnell bei den 80 Millionen, siehe auch Woltemade.

Insofern ist das für uns ja eigentlich eine günstige Ausgangslage. Er hilft uns sportlich sehr weiter, hat noch ein enormes Steigerungspotenzial, was Leistung und Marktwert angeht und dieses Jahr wird wohl kein Angebot reinkommen, bei dem beide Seiten unbedingt einen Wechsel forcieren möchten. Wir wollen ihn ja noch halten.
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Bommer1974 schrieb:

Matzel schrieb:

Schwaelmer_86 schrieb:

...und ich fürchte, dass insbesondere auch mit einem Abschied von Brown, die Chancen auf einen Verbleib von Uzun weiter sinken.


Das glaube ich nicht, da sich deren Wege jetzt sowieso trennen werden.

Woher kommt eigentlich die Mär, dass die beiden unbedingt zusammen kicken wollen? Ja, die haben mal in Nürnberg zusammen gespielt und verstehen sich sicher gut, aber die sind weder verheiratet noch siamesische Zwillinge, sondern Profifussballer

sie haben in nürnberg in einer WG zusammen gewohnt.
jetzt sind sie allerdings in einem alter, wo das alles nicht mehr relevant ist (falls es das je war).
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Henk schrieb:
sie haben in nürnberg in einer WG zusammen gewohnt.
jetzt sind sie allerdings in einem alter, wo das alles nicht mehr relevant ist (falls es das je war).


Das stimmt so nicht. Uzun hat die gesamte Zeit über, die er in Nürnberg gespielt hat, noch im Elternhaus in Regensburg gewohnt. Sein Vater hat ihn jeden Tag zum Training gefahren, auch noch, als Uzun mit 18 Jahren dann schon bei den Profis in der zweiten Liga gespielt hat. Dass Uzun zumindest zum Zeitpunkt des Wechsels nach Frankfurt noch keinen Führerschein hatte und Brown ihn deshalb immer zum Training mitgenommen hat, war ja ein relativ großes Thema.

Laut eigener Aussage hat Uzun aber oft bei Brown in Nürnberg gepennt, wenn sie spät von einem Auswärtsspiel zurückgekommen sind. Auf der anderen Seite war Brown wohl oft bei Uzuns Familie zu Gast (Brown bezeichnet sie sogar als eine Art zweite Familie), auch als beide schon in Frankfurt waren. Und dort wohnen sie ja bekanntlich im selben Haus, aber in getrennten Wohnungen.

Ich glaube aber auch, dass beide jetzt trotz enger Freundschaft nicht ewig im selben Verein spielen werden. Das mag ein netter softer Faktor, aber sicher nicht ausschlaggebend sein. Uzun ist ja auch mit Kenan Yildiz und Nnamdi Collins eng befreundet, aber dort kommt diese Thematik auch nicht auf. Übrigens hatten wir Brown ja auch zuerst und unabhängig von Uzun verpflichtet. Weil ja gerne das Gerücht umhergeht, dass Brown nur als Anhängsel von Uzun verpflichtet wurde. Auch wenn wir bereits zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig schon an Uzun dran waren.
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Vielen Dank, das war eine super Einordnung.

Klingt aber ein bisschen so, als ob man als Eintracht Frankfurt nicht in der Lage ist, die besten Talente zu binden. Lennart Karl war wohl das größte Talent aus der jüngeren Vergangenheit, welches man nicht vom Eintracht Weg überzeugen konnte.
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Schönesge schrieb:
Klingt aber ein bisschen so, als ob man als Eintracht Frankfurt nicht in der Lage ist, die besten Talente zu binden. Lennart Karl war wohl das größte Talent aus der jüngeren Vergangenheit, welches man nicht vom Eintracht Weg überzeugen konnte.


Was jetzt aber auch niemanden überraschen sollte. Die meisten Vereine verlieren jedes Jahr irgendein Talent, das sie gerne gehalten hätten. Und ein absoluter Überflieger, dem jeder das Talent zur Weltkarriere bescheinigt, wird bei uns vermutlich nie seine gesamte Jugendzeit absolvieren. Schau dir nur mal an, wo die meisten Nationalspieler den Sprung zu den Profis gemacht haben, vor allem jene, die früh als Riesentalente galten wie Moukoko, Musiala, Karl, Havertz oder Beier, früher auch Özil oder Kroos.

Die haben alle ursprünglich mal in anderen NLZs gespielt. Dann gibt es noch die Spieler wie Wirtz oder Kimmich, die am Übergang zum Profifußball gewechselt sind, bzw. Götze oder Lahm, die fast von Anfang an bei einem der ganz großen Player waren. Dann hattest du noch die Schalker, die in ihrer Glanzzeit sowohl ein großer und finanzstarker Verein waren als auch eine hervorragende Jugendarbeit mit Spielern wie Neuer, Draxler, Sané oder Ouédraogo besaßen. Stuttgart ist noch eine ähnliche Nummer. Geschichten wie ein El Mala, der in Gladbach aussortiert wurde und dann bei Viktoria Köln über die Jugend und die dritte Liga den Sprung geschafft hat, oder Goretzka, der bis zum ersten Profijahr in Bochum geblieben ist, gibt es natürlich auch, sind aber die Ausnahme.

Da können wir mit einigen anderen Vereinen einfach nicht mithalten. Sei es aus finanziellen, infrastrukturellen oder sportlichen Gründen. Ist ja bei den Profis nicht anders. Im Jugendbereich wird seit Jahren immer früher und intensiver abgeworben. Es gibt Spieler, die wechseln teilweise jedes Jahr und haben in bis zu vier verschiedenen NLZs gespielt. Und das nicht nur im dichtbesiedelten NRW, wo sich die Profivereine tummeln. Richard Makengo ist so ein – wenn auch eher unbekanntes – Beispiel. Ist als gebürtiger Frankfurter insgesamt dreimal zum FSV zurückgekehrt (stand dort diese Saison ein Mal im Regionalligakader), kam 2023 vom FSV zu uns, ist 2024 nach Schalke (wo er sogar Kapitän war), 2025 zum FSV zurück und wechselt jetzt im Sommer in die U19 von Lautern.

Karl ist bei uns ja nur das letzte prominente Beispiel. Emre Can ist mit 15 zu den Bayern, Niklas Süle mit 14 nach Hoffenheim, Jeff Chabot mit 16 nach Leipzig, Marvin Schwäbe mit 18 nach Hoffenheim gegangen. Auch wenn sie den Sprung nicht ganz geschafft haben, könnte man noch die Itters nennen, die mit 16 nach Wolfsburg sind.

Bei Karl wusste wirklich jeder in Deutschland früh genug Bescheid über das Talent. Der ist auch bei uns in der Jugend voll herausgestochen. Deshalb sind die Bayern auch schon an ihn und seine Familie herangetreten, als er 13 Jahre alt war. Deshalb wird er seit er 16 ist von Michael Ballack beraten. Aber was soll die Eintracht machen? In dem Alter kannst du einen Spieler noch weniger rechtlich an den Verein binden und ihn zwingen, hier zu spielen. Die Bayern haben die Eintracht dann vor vollendete Tatsachen gestellt, die Eintracht hat ihn daraufhin nicht mehr eingesetzt, weshalb er vor dem Wechsel zu den Bayern noch mal für ein halbes Jahr zum Heimatverein nach Aschaffenburg zurück ist.

Fairerweise muss man sagen, dass nach der Generation Kittel/Stendera/Kempf/Waldschmidt der Jugendbereich bei uns jahrelang mehr oder weniger brach lag, weil er schon zuvor viel zu lange stiefmütterlich behandelt wurde. Das hat sich in den letzten Jahren unter der Leitung von Alex Richter und seit der Ausgliederung des NLZs in die AG deutlich verbessert, auch wenn wir weiterhin gewisse Limitationen haben. Momentan stehen wir sowohl von den Ergebnissen als auch von den Talenten wohl so gut wie seit über zehn Jahren nicht mehr da. Unter anderem stellen wir von allen Bundesligisten mit die meisten deutschen U-Nationalspieler. Es geht also absolut in die richtige Richtung.

Aktuell sehe ich eher das Problem, dass es im Profibereich an der Bereitschaft mangelt, die Jungs auch mal spielen zu lassen. Aymen Barkok war jetzt auch nicht der überragende Jugendspieler und hat sich letztlich auch nicht vollständig in der Bundesliga etabliert, aber der hatte wenigstens mal eine Chance bekommen und sie zumindest so genutzt, dass er für ein paar Jahre doch ein wertvoller Kaderspieler war, der seine Impulse gesetzt hat. So stehen am Ende auch 113 Bundesligaspiele in seiner Vita. Ohne diese Chance wäre er vielleicht nie in die Bundesliga gekommen. Selbst Brown und Collins haben anfangs keine Chance bekommen, sich dann aber nach ihren Bundesligadebüts innerhalb von einem Jahr bis in die Nationalmannschaft gespielt. Man sollte immer mal ein paar Jungs reinwerfen, vor allem wenn es der Rest der Mannschaft ohnehin nicht besser macht.

Wenn Baum nach überragender Leihsaison als bester Zweitligaspieler auf seiner Position kaum eine Chance bekommt, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn Staff als vermeintlich größtes Sturmtalent trotz Verletzung sämtlicher Stürmer keine Chance erhält, ist das ein schlechtes Zeichen. Wenn einem İş als vermeintlichem Toptalent, das im Trainingslager bei den Profis überzeugt hat, ein bereits aussortierter Dahoud vorgezogen wird, der im Trainingslager nicht mal dabei war, ist das ein schlechtes Zeichen. Das sind Dinge, die uns in der Nachwuchsarbeit wieder über Jahre zurückwerfen können, weil das logischerweise auch alle talentierten Spieler und deren Umfelder registrieren.

Bei allen anderen Vereinen funktioniert es auch, nur bei uns findet man immer irgendwelche Ausreden. Es muss ja auch nicht immer ein Lennart Karl sein. Ein Marco Russ oder ein Timothy Chandler waren jetzt auch nicht die begnadeten Fußballer vor dem Herrn. Beide haben trotzdem jeweils rund 300 Bundesligaspiele absolviert und somit eine deutlich bessere Karriere hingelegt als die meisten großen Talente. Damit stehen beide sogar in den Top Ten der Spieler mit den meisten Bundesligaspielen, die jemals in unserer Jugendabteilung waren. Das ist jedenfalls sinnvoller und nachhaltiger sowie ein deutlich gangbarer Weg als 7,5 Millionen Euro Ablöse für Niels Nkounkou oder dicke Millionengehälter für Michy Batshuayi oder Mo Dahoud zu zahlen, die uns am Ende in Relation dazu sportlich maximal bedingt weiterhelfen.

In Freiburg oder Mainz laufen jetzt auch nicht nur Toptalente rum. Trotzdem ist dort die Durchlässigkeit enorm hoch und es schaffen vergleichsweise viele den Sprung in die Bundesliga, sodass nahezu der halbe Kader aus Eigengewächsen besteht. Weil das an diesen Standorten gelebte Praxis ist. Genau da müssen wir bestenfalls auch hinkommen. Weil es eben auch in der Jugend immer einen größeren Fisch gibt und das auch in Zukunft sicher nicht das Pfund ist, mit dem wir wuchern können. Aber in der Rhein-Main-Region laufen genug Talente rum, dass wir es schaffen sollten, den einen oder anderen selbst für unsere Profimannschaft auszubilden.

Zu diesen Themen gab es im entsprechenden Thread vor einigen Monaten auch schon eine Diskussion. Hierzu mal der Link zum Ausgangspost (https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/142711?page=2#5835785). Ich werde wahrscheinlich die Tage auch noch mal ein Saisonfazit zur U17, U19 und U21 posten sowie in einem Beitrag bezüglich der Kaderplanung noch mal auf das Thema Jugendspieler eingehen.
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Haben diese Saison immerhin eine ganze Zeit lang um den Aufstieg in die Regionalliga mitgespielt. Aber ein Oberligist in der ersten Runde ist natürlich ein dankbarer Gegner. Mal schauen, wo am Ende gespielt wird und wie viele mitfahren. Wenn am selben Tag das Spiel in Mannheim ist, treiben sich bestimmt eher dort einige "Erlebnisorientierte" rum.
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Habe heute morgen gelesen, dass uns Josef Haßfeld Richtung Hoffenheim verlässt.

Kann das ggf jemand einschätzen?
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Es hatte sich abgezeichnet, dass sich Josef Haßfeld einem anderen Verein anschließen wird. Ich zitiere mal aus meiner Einschätzung zur U17 vor rund eineinhalb Monaten:

DonGuillermo schrieb:
Die Vertragssituation – sofern die Angaben auf Transfermarkt alle so stimmen – macht mir in dem einen oder anderen Fall jedoch etwas Sorge. Mit Josef Haßfeld, Bilal Daaou und Tarik Boujataoui laufen angeblich bei drei Leistungsträgern die Verträge aus.

Bei Haßfeld macht es einen stutzig, dass er als bester Torschütze in der U17 verbleibt, während Marcello Bouvier vorzeitig in die U19 befördert wurde. Haßfeld ist immerhin aktueller U17-Nationalspieler für Deutschland und dort auch eher gesetzt. Von den Sturmtalenten ist er in seinem Jahrgang schon eines der größten. Das könnte dafür sprechen, dass sich die Eintracht bei ihm eher weniger Hoffnungen auf eine Verlängerung macht.


Mit Daaou und Boujataoui, die beide sicher auch umworben waren, konnte man die Verträge verlängern, Haßfeld hat sich hingegen nun für Hoffenheim entschieden. Davon konnte man aber wie gesagt ausgehen, nachdem Bouvier und nicht Haßfeld vorzeitig in die U19 befördert wurde. Das war ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Eintracht wohl selbst nicht mehr mit einer Vertragsverlängerung gerechnet hat.

Es ist natürlich für den Jugendbereich schon ein schmerzhafter Abgang, weil Haßfeld eben aktueller U-Nationalspieler und eines der größten Sturmtalente seines Jahrgangs ist. In der U19 wäre er sicher unumstrittener Leistungsträger gewesen. Zudem ist es mal wieder ein vielversprechendes Talent, das uns von Hoffenheim abgeworben wurde. Unter Alex Richter wurden die Abgänge von talentierten Spieler zwar deutlich verringert, aber Hoffenheim bedient sich trotzdem noch so gut wie jedes Jahr bei uns.

Persönlich bewerte ich den Verlust von Natnael Abraha im Vorjahr jedoch für schwerwiegender. Der konnte bei Hoffenheim in der Rückrunde aber eben schon mit 17/18 Jahren regelmäßig dritte Liga spielen. Man muss das schon richtig einordnen. Hoffenheim ist dieses Jahr mit der A-Jugend Deutscher Meister geworden, mit der B-Jugend hat man im Finale verloren. Vor zwei Jahren hat die Hoffenheimer U19 sogar das Double geholt. Dazu spielt die zweite Mannschaft aktuell noch in der Dritte Liga, wo viele junge Spieler bereits früh hochklassige Spielpraxis erhalten. Nimmt man noch hinzu, dass Hoffenheim mit am meisten Geld in den Jugendbereich steckt und im NLZ infrastrukturell auch top aufgestellt ist, braucht sich niemand wundern, dass mancher Spieler dorthin wechseln möchte.

Bedeutet aber eben auch nicht zwingend, dass in Hoffenheim alle den Sprung schaffen beziehungsweise der Spieler sich auch bei den Profis durchsetzen kann. Deren großes Stürmertalent Max Moerstedt, das noch mal zwei, drei Jahre weiter in der Entwicklung als Staff oder Haßfeld ist, kam diese Saison auch nur auf 400 Spielminuten. Mo Damar und Luka Hyryläinen, die wir vor vier Jahren für insgesamt 1,5 Millionen Euro an Hoffenheim abgegeben haben, konnten sich dort auch nicht durchsetzen. Und unseren Senkrechtstarter Amaimouni-Echghouyab hat man dort offensichtlich auch nicht in der Bundesliga gesehen, sodass er jetzt bei uns durchstarten konnte.

Der Eintracht kann man in dem Fall auch wenig vorwerfen. Haßfeld wurde vergangene Saison bereits als Jungjahrgang in der U17 eingesetzt, war in der Rückrunde sogar schon Stammspieler. Dieses Jahr hat er leistungsmäßig noch mal einen Sprung gemacht und sich auch in der U17-Nationalmannschaft etabliert. Das lief jetzt eben mit dem auslaufenden Vertrag zusammen. Wenn Hoffenheim entsprechend früh an ihn herangetreten ist – und darauf weist wie oben beschrieben einiges hin – dann kann die Eintracht da wenig machen, wenn sich der Spieler anders entscheidet.

Grundsätzlich würde ich Staff weiterhin als größeres Talent einschätzen. Er hat in der Jugend auch die weitaus bessere Quote, wobei beide natürlich unterschiedliche Spielertypen sind. Wenn ich Vergleichsspieler bei den Profis nennen müsste, dann sind das ironischerweise bei Haßfeld Fisnik Asllani und bei Staff Jonathan Burkardt. Haßfeld ist ein großgewachsener, aber technisch sehr versierter Stürmer, den man auch gut ins Kombinationsspiel einbinden kann. Teilweise hat er in der U17 sogar die Freistöße geschossen, obwohl dort mit Philip Buchta und Luka Radić zwei absolute Standardspezialisten im Kader stehen. Staff hingegen ist ein Arbeitstier, das viel unterwegs ist, aber gleichzeitig ein absoluter Strafraumstürmer, der dort fast immer richtig steht und seine Tore macht.

Die Kritik bei Staff lautet ja immer, dass er keine herausragenden Fähigkeiten besitzt sowie körperlich noch an sich arbeiten muss. Selbiges wurde stets über Burkardt gesagt, der aber trotzdem immer seine Tore macht. Und darauf kommt es als Stürmer letztlich an. Wenn man jetzt natürlich wie bei den Profis einen direkten Vergleich zwischen Hugo Ekitiké, der nun einmal Anlagen zur absoluten Weltklasse besitzt und vieles im Alleingang regeln kann, und Jonathan Burkardt zieht, dann kann man nur enttäuscht sein. Das wäre aber in meinen Augen die falsche Erwartungshaltung.

Darüber hinaus könnte man in diesem Thread noch Benjamin Džanović aus der U19 erwähnen, der uns ebenfalls verlassen wird. Der hat diese Saison ganze 29 Scorer in 24 Spielen erzielt, dazu fünf Scorer in acht Spielen in der Youth League. Das war für den aufmerksamen Beobachter aber auch schon seit Monaten mehr oder weniger klar. Die Gründe dafür habe ich bereits Anfang Februar im Thread der U19 aufgeführt und würde sie hier ebenfalls noch mal zitieren:

DonGuillermo schrieb:
Ich glaube, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.

Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.

Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.

Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.


Die Kurzfassung lautet, dass Džanović gerade nach dieser Saison sicher bessere Angebote vorliegen dürften, als nur in der Regionalliga zu spielen, während die Eintracht die Entwicklung anderer Spieler (in meinen Augen korrekterweise) priorisiert. Außerdem besitzt der im Winter verpflichtete Jupp ein sehr ähnliches Profil und ist voll eingeschlagen. Alles in allem ergibt sich somit für beide Seiten nicht die beste Perspektive für einen Sprung zu den Profis.
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Konnte Alexander Staff eigentlich inzwischen an den Verein gebunden werden?
Irgendwann kam ja mal das Gerücht auf, dass er die Eintracht verlassen will.
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Im Zuge der Gerüchte um einen Abgang wurde in mehreren Medien davon berichtet, dass Staff tatsächlich noch bis 2028 an die Eintracht gebunden ist. Offiziell bestätigt ist jedoch weiterhin lediglich ein Vertrag bis Saisonende. Aber dann hätte Staff sicher schon woanders einen Vertrag unterschrieben. Egal wie groß man jetzt persönlich sein Talent einschätzt, bei seiner Vita würde er nicht im letzten Vertragsmonat ohne Verein für die kommende Saison dastehen.

Meine Vermutung – und die habe ich bereits vor geraumer Zeit im Forum geteilt –  ist, dass der Vertrag bis 2028 zu seinem 18. Geburtstag am 12. Juni offiziell mitgeteilt wird beziehungsweise zu diesem Zeitpunkt sein Förder- in einen Profivertrag umgewandelt wird. Das ist eigentlich seit Jahren bei allen Vereinen gängige Praxis. Ich glaube, es ist auch rechtlich überhaupt nicht möglich, vor der Volljährigkeit einen Profivertrag zu unterschreiben. Die Spielberechtigung von minderjährigen Spielern im Profibereich wird ja noch mal gesondert geregelt.

Zudem dürfen Spieler unter 18 Jahren ohnehin nur für maximal drei Jahre vertraglich gebunden werden. In der Regel spielen die Spieler also bis dahin mit einem Fördervertrag, der dann zum 18. Geburtstag in einen vorverhandelten und oft längerfristigen Profivertrag umgewandelt wird. Das war selbst bei absoluten Toptalenten wie Jamal Musiala oder Florian Wirtz der Fall. Sprich, länger als bis 2028 hätte man Staff aktuell ohnehin nicht binden können.

Alles Weitere wird man dann im Sommer sehen. Nachdem Krösche öffentlich jetzt so in die Offensive gegangen ist, bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir tatsächlich ein paar Jungs nachhaltig einbauen. Ob die aktuelle Riege wie Baum, Staff oder İş hier nach der gelebten Praxis der letzten Jahre aber wirklich eine Perspektive sehen und sich längerfristig an die Eintracht binden, sei mal dahingestellt. Da sehe ich die Chancen bei Iličević doch höher, dem man ganz klare Signale gegeben hat – nicht zuletzt durch die persönliche Erwähnung von Hütter bei der Antritts-PK.
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Ich glaube schon, dass ein Alex Meier in eine Position gehört, wo er auch fachlich etwas dazu lernen kann und so lange eine etwaige Entlassung Hütters nicht dazu führt, dass Alex auch gehen muss, kann er das ruhig machen, aber vor die Wahl gestellt hätte ich sogar lieber Hasebe dort gesehen. Beide sind für mich so Wunschkandidaten fürs Traineramt für eine Zeit nach Adi Hütter.
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Bei Hasebe besteht die "Problematik", dass er parallel auch als Co-Trainer der japanischen Nationalmannschaft aktiv ist. Die Eintracht war da jetzt sogar so kulant, dass man ihn seit Ende Januar im Verein freigestellt hat, damit er sich voll auf die WM-Vorbereitung mit Japan konzentrieren kann. Das wäre in dieser Form bei den Profis sicher nicht möglich.

Zudem absolviert Hasebe aktuell noch den Lehrgang für die A-Lizenz beim DFB, die auch Meier Ende des vergangenen Jahres erhalten hat. Für eine Tätigkeit als Cheftrainer im Profibereich ist jedoch die UEFA Pro Lizenz notwendig. Da sind beide also mindestens noch ein paar Jahre von entfernt. Als Cheftrainer sehe ich Hasebe später auch eher in Japan, aber das ist meine persönliche Einschätzung. Genau wie ich die Position des Co-Trainers für Meier als ideal erachte.
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Interessant fand ich die Aussage von Hellmann auf der PK, dass die Eintracht starkes Interesse hat, als Betreiber für die neue Multifunktionshalle zu agieren. War mir neu, auch wenn es auf der Hand liegt. Abgefahren, dass fast dort, wo ich unter freiem Himmel, umschlungen von einer Radrennbahn als  kleiner Junge Schlittschuhlaufen gelernt habe und wo die Kleinstschüler der Eintracht Eishockey Mannschaft trainiert haben, bald wieder Eishockey gespielt wird.
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Brodo schrieb:
Interessant fand ich die Aussage von Hellmann auf der PK, dass die Eintracht starkes Interesse hat, als Betreiber für die neue Multifunktionshalle zu agieren. War mir neu, auch wenn es auf der Hand liegt.


Ist tatsächlich schon seit Langem ein offenes Geheimnis und geisterte auch hin und wieder in den Medien. Ich habe auf die Schnelle einen Artikel von der Rundschau (https://www.fr.de/frankfurt/betrieb-der-multifunktionsarena-bereit-eintracht-frankfurt-ist-zum-93203003.html) aus dem Jahr 2024 gefunden, in dem Hellmann sogar zum Thema eines möglichen Neubaus des Stadions zitiert wird, was ja ebenfalls bei der PK angerissen wurde. Wobei ich das noch einmal für deutlich unrealistischer halte.

Die Stadt hat sich zwar nach dem jahrzehntelangen Debakel der Suche eines Standorts sowie Investors für eine neue Multifunktionshalle dazu bereiterklärt, die Finanzierung selbst zu übernehmen und den Bau wie beim Stadion durch Vermietung oder Verpachtung zu refinanzieren, will jedoch nicht selbst als Betreiber agieren. Die Eintracht hat sich da deshalb aus offensichtlichen Gründen früh in Stellung gebracht. Nach meiner Kenntnis stößt das bei den Löwen sowie bei den Skyliners aber nicht nur auf Gegenliebe. Vermutlich befürchtet man eine noch größere Vormachtstellung der Eintracht in der Stadt sowie bisweilen auch einen Interessenskonflikt, wenn zeitgleich Veranstaltungen stattfinden.  
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Erklärt dann auch, warum man sich von Fießer getrennt hat. Nach meiner Einschätzung hätte man von Vereinsseite aus wohl auch gerne mit Fießer als "vereinsinternem und trainerübergreifendem" Co weitergemacht, aber Hütter hat wohl die Variante mit Alex Meier bevorzugt. Vielleicht auch mit dem Hintergedanken, dass mit Meier als Vereinslegende im Trainerstab die Stimmung unter den Fans besser ist und Hütters damaliger Abgang noch weniger ins Gewicht fällt.

Sollte aber auch aus sportlicher Sicht Sinn ergeben. Rein von seinem Naturell sehe ich Meier eher als den klassischen Co-Trainer, zumindest im Profibereich. Mit seinem Hintergrund als Nachwuchstrainer kann er nun aber auch eine noch stärkere Verbindung zum Nachwuchsleistungszentrum herstellen, zumal er zu den handelnden Personen einen guten Draht hat, die Gegebenheiten bestens kennt und die aktuellen Talente zuletzt selbst unter seiner Fittiche hatte.

Ich denke individuell kann er dem einen oder anderen Profi beispielsweise in Sachen Schusstechnik schon weiterhelfen und sich ansonsten im Stab eines erfahrenen Trainers auch weiterentwickeln. Zudem schätze ich Meier so ein, dass er genau wie Schur früher die Eintracht wohl nur sehr ungerne verlassen würde. Eine Entlassung in der U19 bei nachhaltig schlechten Ergebnissen hätte das Verhältnis beschädigen können. Insofern ist er in dieser Position vielleicht optimal eingesetzt, weil er eben auch unter künftigen Trainern und ohne großen Ergebnisdruck im Verein bleiben kann.