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FrankenAdler

21459

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KroateAusFfm schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Morphium schrieb:
KroateAusFfm schrieb:
FrankenAdler schrieb:

Im übrigen: Ich bin Atheist und finde diesen Zombikult der sich "Christentum" nennt absolut zum kotzen.
Das Kopfschütteln mach ich aber im allgemeinen privat bei mir zu Haus!


Dann belass es doch bitte dabei. Welchen Mehrwert dein diffarmierender Kommentar zum Christentum, als dessen Angehöriger ich mich von solch billiger Polemik beleidigt fühle, haben soll, erschließt sich mir nicht.  :neutral-face



Ich glaube FrankenAdler meint nicht das Christentum an sich, sondern die verschiedenen Institutionen, die sich dazu berufen fühlen, Gottes Stellvertreter zu sein, die dann irgenwelche Dinge im Nachhinein auf Konzilen beschliessen.

Ich denke ihm geht es darum, so wie übrigens den meisten Menschen, die sich von der Kirche angeekelt fühlen und dabei "Glaube" mit "Institution" verwechseln.


Das war jetzt aber OT.


Danke dir aber: Nein, er meint tatsächlich was er sagt, und er verwechselt auch nicht Glaube mit Institution.

@KroateAusFfm: Ich werd das nicht wiederholen, weil es mein Privatvergnügen ist, wie ich schon angedeutet habe, eine Meinung zur hier Herrschenden Religion zu haben.
Daran ändert weder die Diskussion hier, die vermeintliche Liberalität im Umgang mit Religion zum Thema hat, noch die Tatsache, dass ich von Menschen deines Glaubens permanent angefeindet und ausgegrenzt werde etwas.

Beispielhaft ist es aber schon, denn die große Liberalität hört immer dann auf, wenn man selbst betroffen ist, egal ob es um Religion, politische Einstellung oder sonst irgendwelche ideellen Werte geht.
Den Moslems nimmt man z.B. oft krumm, dass sie soviel Wind um die sogenannte "Ehre" machen und da direkt übel in Aktion zu treten vermögen, sobald diese vermeintlich verletzt wurde.

Konsens kann es hier locker sein, dass Kopftücher für Frauen verboten werden, wenn aber die Kruzifixe in Schulen abgehängt werden sollen, weil unser eins auf staatlicher Neutralität besteht hinsichtlich Glaubensfragen (ganz zu schweigen davon, dass die Darstellung von an Foltergeräten versterbenden Menschen IMHO kein erbaulicher Anblick für Kinder ist), dann schreit euer eins Zeter und Mordio!

Ansonsten sorry, wenn du dich heute wegen mir in deinem religiösen Empfinden verletzt fühlen solltest!


Du wirst von Menschen meines Glaubens angefeindet und ausgegrenzt? Ich weiß nur, dass Du schreibst, ich sei ein Anhänger eines unliberalen und von Doppelmoral geprägten Zombikults. Und das, obwohl Dich niemand nach Deiner Meinung über das Christentum gefragt hat und es auch nicht Thema dieses Threads ist/war. Denk mal drüber nach.



Dieser Staat deligiert in den sozialen Diensten einen Großteil seiner Aufgaben an "freie" Träger. Das nennt man Subsidiaritätsprinzip.
Wiederrum ein Großteil dieser "freien" Träger sind der Diakonie oder der Caritas unterstellt und damit einer christlichen Kirche.
Als keiner Kirche angehörig werde ich in meinem Beruf als Sozialpädagoge von gut 50 Prozent aller vorhanden Jobs ausgegrenzt oder gezwungen gegen meine innere Überzeugung einer dieser Kirchen beizutreten.
Wie nennt man das denn sonst?

Dann möchte ich hier absolut klar benennen, dass ich in meinem privaten Umfeld nicht selten offen dafür angefeindet werde, weil ich des Sonntags nicht die Kirche besuche.
Man meint da durchaus, mir sagen zu können, dass ich nicht ok bin, wenn ich diesen Glauben nicht teile.

Meine Kinder werden gezwungen religiöse Symbole die ich, wie gesagt, nicht sehr Kindgerecht finde im Klassenzimmer zu betrachten, des Morgens vor dem Unterricht wird erst mal gebetet.

Das alles nehme ich größtenteils stillschweigend hin!

Nun, in diesem Thread hab ich dann böses gewirkt, ich habe mich zu dieser Religion geäußert und gesagt was ich davon halte.
Niemanden direkt angesprochen und niemanden als Person für seinen Glauben verurteilt.

Soll ich jetzt vielleicht zu Kreuze kriechen?

Warum heißt das eigentlich so?
#
FredSchaub schrieb:
FrankenAdler schrieb:
FredSchaub schrieb:
tutzt schrieb:
FredSchaub schrieb:
schlimmer ist die Aussage dieser Steinbach    


Allerdings.  


ausgerechnet adolfs argumentation für den einmarsch in polen zu verwenden zeugt von richtiger dummheit


Nein tut es nicht. Die Steinbach ist nicht dumm.
Es zeugt
1. davon was heute mittlerweilen wieder möglich ist,
2. davon wes Geistes Kind die Steinbach ist und
3. davon wo es grad hingeht auf breiter Front, weil nichts isoliert passiert


ok zwischen grenzenlosem Mut und grenzenloser Dummheit ist meist nur ein Augenzwinkern


Wer redet hier von Mut? Ist es mutig den Holocaust zu verleugnen? Oder die Mähr des "ab heute wird zurück geschossen" raus zu blöken?
#
FredSchaub schrieb:
tutzt schrieb:
FredSchaub schrieb:
schlimmer ist die Aussage dieser Steinbach    


Allerdings.  


ausgerechnet adolfs argumentation für den einmarsch in polen zu verwenden zeugt von richtiger dummheit


Nein tut es nicht. Die Steinbach ist nicht dumm.
Es zeugt
1. davon was heute mittlerweilen wieder möglich ist,
2. davon wes Geistes Kind die Steinbach ist und
3. davon wo es grad hingeht auf breiter Front, weil nichts isoliert passiert
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Morphium schrieb:
KroateAusFfm schrieb:
FrankenAdler schrieb:

Im übrigen: Ich bin Atheist und finde diesen Zombikult der sich "Christentum" nennt absolut zum kotzen.
Das Kopfschütteln mach ich aber im allgemeinen privat bei mir zu Haus!


Dann belass es doch bitte dabei. Welchen Mehrwert dein diffarmierender Kommentar zum Christentum, als dessen Angehöriger ich mich von solch billiger Polemik beleidigt fühle, haben soll, erschließt sich mir nicht.  :neutral-face



Ich glaube FrankenAdler meint nicht das Christentum an sich, sondern die verschiedenen Institutionen, die sich dazu berufen fühlen, Gottes Stellvertreter zu sein, die dann irgenwelche Dinge im Nachhinein auf Konzilen beschliessen.

Ich denke ihm geht es darum, so wie übrigens den meisten Menschen, die sich von der Kirche angeekelt fühlen und dabei "Glaube" mit "Institution" verwechseln.


Das war jetzt aber OT.


Danke dir aber: Nein, er meint tatsächlich was er sagt, und er verwechselt auch nicht Glaube mit Institution.

@KroateAusFfm: Ich werd das nicht wiederholen, weil es mein Privatvergnügen ist, wie ich schon angedeutet habe, eine Meinung zur hier Herrschenden Religion zu haben.
Daran ändert weder die Diskussion hier, die vermeintliche Liberalität im Umgang mit Religion zum Thema hat, noch die Tatsache, dass ich von Menschen deines Glaubens permanent angefeindet und ausgegrenzt werde etwas.

Beispielhaft ist es aber schon, denn die große Liberalität hört immer dann auf, wenn man selbst betroffen ist, egal ob es um Religion, politische Einstellung oder sonst irgendwelche ideellen Werte geht.
Den Moslems nimmt man z.B. oft krumm, dass sie soviel Wind um die sogenannte "Ehre" machen und da direkt übel in Aktion zu treten vermögen, sobald diese vermeintlich verletzt wurde.

Konsens kann es hier locker sein, dass Kopftücher für Frauen verboten werden, wenn aber die Kruzifixe in Schulen abgehängt werden sollen, weil unser eins auf staatlicher Neutralität besteht hinsichtlich Glaubensfragen (ganz zu schweigen davon, dass die Darstellung von an Foltergeräten versterbenden Menschen IMHO kein erbaulicher Anblick für Kinder ist), dann schreit euer eins Zeter und Mordio!

Ansonsten sorry, wenn du dich heute wegen mir in deinem religiösen Empfinden verletzt fühlen solltest!
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Afrigaaner schrieb:
FrankenAdler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
yeboah1981 schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Frau Merkel ist diesbezüglich ein Ausbund an Verlogenheit.
Ungeachtet dessen ist die Ehrung des Zeichners zum jetzigen Zeitpunkt  eine Farce. Nicht einer der Herren Chefredakteure  die sich nun im Lichte der ehemaligen Parteisekretärin für Agitation und Propaganda sonnen, hatte damals den Mumm die Zeichnungen zu veröffentlichen. Nicht einer.
Ausnahme Herr  Köppel bei der Welt. Und der ist nunmehr bei der Weltwoche. Sinnigerweise einer Schweizer Zeitung.
Du wirst dich wundern, ich bin bei diesem Thema ganz klar auf der Seite der Karikaturisten. Keine Religion der Welt hat einer Zeitung vorzuschreiben, welche Form der Satire sie pflegt. Aber was hat das denn mit Sarrazin zu tun? Dem geht es doch nicht um liberale Werte, sondern um etwas ganz anderes. Ich finde diese Vermischung von Themen, nur weil sie im weitesten Sinne mit dem Islam zu tun haben, nicht sehr zielführend.
Verzeihung!


Ich hab nur Pedro geantwortet. Auch Verzeihung.


Ich hab hier noch eine Kiste mit Bibeln rumliegen.
Wer macht mit?

Vor dem nächsten Heimspiel am Gleisdreieck:
Große Bibelverbrennung

Ich will damit an den 358. Jahrestag der Hexenverbrennung von Kleinostheim erinnern!  


Für die ganz Blöden: Vorsicht - Ironie!  



Meine Frau die ca 10 Jahre in Kleinostheim gelebt hat, sagt in KO gab und gibt es keine Hexen, also ist auch nicht daran zu erinnern.

Gruß Afrigaaner  


Ist deine Frau katholisch?  
#
yeboah1981 schrieb:
Frankenadler, du spielst wohl auf die Koranverbrennung an. Das ist was anderes, keine Satire, sondern Ausdruck von Hass.


Ja klar spiel ich darauf an. Die Freiheit auf noch so krasse Art und Weise mit einer Religion umzugehen kann Erfahrungsgemäß eine Explosion von Hass und Repression bedeuten.
Das ist IMHO das eigentlich gefährliche an der augenblicklichen Situation.
Die Religionskarte ausspielen um das "Fremde", "Andersartige" zu identifizieren hat ein unglaubliches Sprengpotential.
Und machen wir uns nichts vor. Wir haben hier seit Jahrzehnten Millionen von Moslems in unserer Mitte und das hat bis 09/11 keine Sau interessiert.
Seit dem wird der Islam kriminalisiert auf der Einen und radikalisiert auf der anderen Seite.
Dabei wird gerne außer Acht gelassen, dass die Mehrzahl der Gläubigen absolut friedlich und gelassen mit ihrer Umgebung umgehen.
Aber wie schon geschrieben wurde: Wen interessiert schon der der keine Probleme macht.
Und wenn keiner Probleme macht, dann dissen wir halt so lange rum, bis einer Probleme macht.

Grenzen wir aus, provozieren wir, lassen wir so richtig die Sau raus!
Schaffen wir uns unser Feindbild des Jahrhunderts.

Kann mir einer hier auch nur eine konkrete durchgeführte islamistische Aktion auf deutschem Boden nennen?
Und damit meine ich keine vermeintlich geplante. Ich meine Handlungen die diese Angst rechtfertigen die allenthalben zu herrschen scheint.

Im übrigen: Ich bin Atheist und finde diesen Zombikult der sich "Christentum" nennt absolut zum kotzen.
Das Kopfschütteln mach ich aber im allgemeinen privat bei mir zu Haus!
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Einen schönen Nachmittag wünsche ich allen!
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HeinzGründel schrieb:
yeboah1981 schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Frau Merkel ist diesbezüglich ein Ausbund an Verlogenheit.
Ungeachtet dessen ist die Ehrung des Zeichners zum jetzigen Zeitpunkt  eine Farce. Nicht einer der Herren Chefredakteure  die sich nun im Lichte der ehemaligen Parteisekretärin für Agitation und Propaganda sonnen, hatte damals den Mumm die Zeichnungen zu veröffentlichen. Nicht einer.
Ausnahme Herr  Köppel bei der Welt. Und der ist nunmehr bei der Weltwoche. Sinnigerweise einer Schweizer Zeitung.
Du wirst dich wundern, ich bin bei diesem Thema ganz klar auf der Seite der Karikaturisten. Keine Religion der Welt hat einer Zeitung vorzuschreiben, welche Form der Satire sie pflegt. Aber was hat das denn mit Sarrazin zu tun? Dem geht es doch nicht um liberale Werte, sondern um etwas ganz anderes. Ich finde diese Vermischung von Themen, nur weil sie im weitesten Sinne mit dem Islam zu tun haben, nicht sehr zielführend.
Verzeihung!


Ich hab nur Pedro geantwortet. Auch Verzeihung.


Ich hab hier noch eine Kiste mit Bibeln rumliegen.
Wer macht mit?

Vor dem nächsten Heimspiel am Gleisdreieck:
Große Bibelverbrennung

Ich will damit an den 358. Jahrestag der Hexenverbrennung von Kleinostheim erinnern!  


Für die ganz Blöden: Vorsicht - Ironie!  
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Heute in der Süddeutschen, Printausgabe:

Einer von acht Zuwanderern will sich nicht integrieren!

Auch möglich gewesen wäre:
Sieben von acht Zuwanderern wollen sich integrieren.

Gleicher Fakt, andere Botschaft. Und genau darum geht es in Debatten wie diesen immer wieder.

Welche Emotionen werden geweckt und wo führt das hin.
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Danke, wenn das so weiter geht, werde ich mir das lesen hier als Arbeitszeit aufschreiben!  
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KroateAusFfm schrieb:
FrankenAdler schrieb:
peter schrieb:
@FrankenAdler

Nach dem was ich von den Jungs so gehört hatte hätte ich mir für den Haupttäter tatsächlich eine Haftstrafe deutlich über fünf Jahren gewünscht.
Für den Kleineren wäre IMHO irgendwas um die zwei bis drei Jahren ausreichend gewesen.
Lang genug für einen Schulabschluss, kurz genug um danach noch ne Chance zu haben hier wieder rein zu kommen.
Das ist jetzt mein ganz subjektiver Film. Allerdings wird da denke ich auch klar, dass mich dieses ganz Rache Ding nicht wirklich interessiert.
Ich finde klar, dass es für so ein Ding auf jeden Fall nicht komplett ohne ein Zeichen abgehen darf, aber das alles bitte ohne "gesundem Volksempfinden" Rechnung zu tragen.


könnte von mir sein.

ohne jetzt genau zu wissen, welche juristischen details in einer wertung wie zum tragen kommen.

jemand, der einem anderen mehrfach gegen den kopf tritt, nimmt schwere verletzungen und den tod des opfers in kauf.

nicht so ganz schlau werde ich mit dem urteil bei dem jüngeren. körperverletzung scheint ja fest zu stehen, aber ich hätte erwartet, dass die tatsache, dass er versucht hat den anderen ab zu halten deutlich größeren einfluß auf das urteil nehmen würde. ich finde das urteil in seinem fall ziemlich hart.

aber wahrscheinlich hat stefank recht, er ist da im sog des haupttäters mit untergegangen. und man weiß nie ob ein anderer richter nicht anders geurteilt hätte, aber der hat im rahmen seiner juristischen möglichkeiten entschieden, sollte eine revision abgewiesen werden.

meine meinung, als mitbürger.


Wenn du bei einem Diebstahl anwesend bist, davon weißt und, obwohl du darauf hingewiesen hast, dass das keine gute Idee ist, bei der Durchführung dabei bleibst, dann hast du zwar nicht selbst geklaut, aber du hast es zumindest billigend in Kauf genommen, dass geklaut wird, schließlich hast du es nicht verhindert.
Dein Strafmaß wird wohl geringer ausfallen als das des/der Diebe, aber auf den Sack bekommst du trotzdem einen.
Es reicht nicht ab einem gewissen Punkt irgendwas nicht mehr gut zu finden.


Sorry, aber das ist Unsinn. Wenn du keinerlei Tatbeitrag geleistet hast, hast du dich, sofern keine Garantenstellung (bspw. bei einem Ladendetektiv denkbar, dann wäre die Red von einem sog. "unechten Unterlassungsdelikt") vorliegt, nicht strafbar gemacht. Man kann nicht per se von einer Handlungspflicht ausgehen.


Hm, ok. Ich hab hier permanent einen Sack voll Jugendlicher, die einfach nur in einer Gruppe dabei waren, in der geklaut wurde. Aber die werden alle zu Arbeitsstunden verdonnert, zum Großteil ohne Einstellung, also mit Urteil.
Wo steht das genau beschrieben, wie das mit dem "unechten Unterlassungsdelikt" aussieht?

Danke für die Info

Ralf
#
peter schrieb:
@FrankenAdler

Nach dem was ich von den Jungs so gehört hatte hätte ich mir für den Haupttäter tatsächlich eine Haftstrafe deutlich über fünf Jahren gewünscht.
Für den Kleineren wäre IMHO irgendwas um die zwei bis drei Jahren ausreichend gewesen.
Lang genug für einen Schulabschluss, kurz genug um danach noch ne Chance zu haben hier wieder rein zu kommen.
Das ist jetzt mein ganz subjektiver Film. Allerdings wird da denke ich auch klar, dass mich dieses ganz Rache Ding nicht wirklich interessiert.
Ich finde klar, dass es für so ein Ding auf jeden Fall nicht komplett ohne ein Zeichen abgehen darf, aber das alles bitte ohne "gesundem Volksempfinden" Rechnung zu tragen.


könnte von mir sein.

ohne jetzt genau zu wissen, welche juristischen details in einer wertung wie zum tragen kommen.

jemand, der einem anderen mehrfach gegen den kopf tritt, nimmt schwere verletzungen und den tod des opfers in kauf.

nicht so ganz schlau werde ich mit dem urteil bei dem jüngeren. körperverletzung scheint ja fest zu stehen, aber ich hätte erwartet, dass die tatsache, dass er versucht hat den anderen ab zu halten deutlich größeren einfluß auf das urteil nehmen würde. ich finde das urteil in seinem fall ziemlich hart.

aber wahrscheinlich hat stefank recht, er ist da im sog des haupttäters mit untergegangen. und man weiß nie ob ein anderer richter nicht anders geurteilt hätte, aber der hat im rahmen seiner juristischen möglichkeiten entschieden, sollte eine revision abgewiesen werden.

meine meinung, als mitbürger.


Wenn du bei einem Diebstahl anwesend bist, davon weißt und, obwohl du darauf hingewiesen hast, dass das keine gute Idee ist, bei der Durchführung dabei bleibst, dann hast du zwar nicht selbst geklaut, aber du hast es zumindest billigend in Kauf genommen, dass geklaut wird, schließlich hast du es nicht verhindert.
Dein Strafmaß wird wohl geringer ausfallen als das des/der Diebe, aber auf den Sack bekommst du trotzdem einen.
Es reicht nicht ab einem gewissen Punkt irgendwas nicht mehr gut zu finden.
#
pelo schrieb:
stefank schrieb:
pelo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
pelo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
propain schrieb:
Frankfurter-Bub schrieb:
endlich eine angemessene und abschreckende bestrafung. es gibt doch noch richter mit zivilcourage.



Was soll denn da abschrecken? Selbst als es die Todesstrafe gab schreckte es die Leute nicht ab.


Es geht nicht nur um Abschreckung. Es gibt auch die negative Spezialprävention.  Sie zäilt auf den Täter ab. Damit möchte man die Allgemeinheit vor dem Täter schützen und den Täter durch Strafe davon abbringen, nochmals eine Tat zu begehen.
 Darum gehts hier.
In den nächsten paar Jahren schlagen die niemand mehr zu Brei.
 


Zu Brei geschlagen haben sie ja erwiesenermaßen niemanden! Es war wohl eher so, dass des Helden Herz versagt hat.
Das Argument mit der Spezialprävention ist in der Theorie ein gutes, in der Praxis muss man leider sagen, dass die die erst mal eingesessen sind, in der Zukunft überproportional oft zu Wiederholungstätern werden.

Wie der Johnny Cash so schön gesungen hat:
Johnny schrieb:
San Quentin, what good do you think you do?
Do you think that I'll be different when you're through?
You bend my heart and mind and you warp my soul,
Your stone walls turn my blood a little cold.


Letztlich bleibt das ein Urteil, das der öffentlichen Meinung geschuldet ist und in der nächsten Instanz kassiert werden wird.
Hoffentlich.

Außerdem muss mir mal einer erklären, welcher Spielraum da noch bleibt, wenn einer einen vorsätzlichen Mord begeht.
Wenn so eine Sache zu 2 Monaten unter Höchststrafe führt, was passiert dann, wenn jemand sich eine Knarre besorgt und dann gezielt irgendwo hingeht um jemanden eiskalt ins Nirvana zu befördern?

 


Ich hoffe nicht dass das Urteil in der nächsten Instanz kassiert wird-wie du schreibst.
Ein in der Höhe der Strafzumessung gutes Urteil,nach meinem
Empfinden.
Grüßle Pelo


Ich finde halt, dass da nicht so wirklich klar war, ob der Hr. Brunner nicht doch einen recht guten Anteil an der Eskalation gehabt hat. Scheinbar hat das Gericht den Zeugen, die derartiges beobachtet haben keinen Glauben geschenkt und ist weiterhin davon ausgegangen, dass die Jungs Brunner auf dem Bahnsteig ohne Not weiter angegangen wären.
Nun, ich war nicht dabei und ich war auch bei dem Prozess nicht dabei, ich könnte mir aber trotzdem vorstellen, dass ein "Körperverletzung mit Todesfolge" da angebrachter gewesen wäre als "Mord".
Denn wenn Brunner auf dem Bahnsteig von sich aus nochmal die Konfrontation gesucht hat, und da deutet einiges drauf hin, dann ist dieses Urteil einfach daneben.


Danke für deine Antwort-obwohl du nicht meine Frage beantwortest hast,was denn deiner Meinung nach die richtige Höhe für die Strafzumessung wäre

Nochmals Grüßle  


Das liegt daran, dass Frankenadler, obschon kein Jurist, diesbezüglich genügend juristische Kenntnisse hat um zu wissen, dass eine solche Frage ohne Kenntnis der Urteilsgründe, eigentlich sogar ohne komplette Akteneinsicht, und letztendlich ohne persönlicher Anwesenheit bei der Beweiserhebung nicht zu beantworten ist.


Aber die genauen Urteilsgründe kennen wir doch alle nicht.
Meine Frage betraf ja auch nicht die juristische Seite seiner Meinung,sondern die menschliche.
Und Frankenadler ist doch ein Mensch oder??


Ok, es muss jetzt raus. Ich bin eine virtuelle Lebensform! Ich wurde von bekennenden Linksradikalen programmiert um in Fußballforen linksradikales Halbwissen zu streuen.  

Nein Spaß bei Seite.
Nach dem was ich von den Jungs so gehört hatte hätte ich mir für den Haupttäter tatsächlich eine Haftstrafe deutlich über fünf Jahren gewünscht.
Für den Kleineren wäre IMHO irgendwas um die zwei bis drei Jahren ausreichend gewesen.
Lang genug für einen Schulabschluss, kurz genug um danach noch ne Chance zu haben hier wieder rein zu kommen.
Das ist jetzt mein ganz subjektiver Film. Allerdings wird da denke ich auch klar, dass mich dieses ganz Rache Ding nicht wirklich interessiert.
Ich finde klar, dass es für so ein Ding auf jeden Fall nicht komplett ohne ein Zeichen abgehen darf, aber das alles bitte ohne "gesundem Volksempfinden" Rechnung zu tragen.
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stefank schrieb:
pelo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
pelo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
propain schrieb:
Frankfurter-Bub schrieb:
endlich eine angemessene und abschreckende bestrafung. es gibt doch noch richter mit zivilcourage.



Was soll denn da abschrecken? Selbst als es die Todesstrafe gab schreckte es die Leute nicht ab.


Es geht nicht nur um Abschreckung. Es gibt auch die negative Spezialprävention.  Sie zäilt auf den Täter ab. Damit möchte man die Allgemeinheit vor dem Täter schützen und den Täter durch Strafe davon abbringen, nochmals eine Tat zu begehen.
 Darum gehts hier.
In den nächsten paar Jahren schlagen die niemand mehr zu Brei.
 


Zu Brei geschlagen haben sie ja erwiesenermaßen niemanden! Es war wohl eher so, dass des Helden Herz versagt hat.
Das Argument mit der Spezialprävention ist in der Theorie ein gutes, in der Praxis muss man leider sagen, dass die die erst mal eingesessen sind, in der Zukunft überproportional oft zu Wiederholungstätern werden.

Wie der Johnny Cash so schön gesungen hat:
Johnny schrieb:
San Quentin, what good do you think you do?
Do you think that I'll be different when you're through?
You bend my heart and mind and you warp my soul,
Your stone walls turn my blood a little cold.


Letztlich bleibt das ein Urteil, das der öffentlichen Meinung geschuldet ist und in der nächsten Instanz kassiert werden wird.
Hoffentlich.

Außerdem muss mir mal einer erklären, welcher Spielraum da noch bleibt, wenn einer einen vorsätzlichen Mord begeht.
Wenn so eine Sache zu 2 Monaten unter Höchststrafe führt, was passiert dann, wenn jemand sich eine Knarre besorgt und dann gezielt irgendwo hingeht um jemanden eiskalt ins Nirvana zu befördern?

 


Ich hoffe nicht dass das Urteil in der nächsten Instanz kassiert wird-wie du schreibst.
Ein in der Höhe der Strafzumessung gutes Urteil,nach meinem
Empfinden.
Grüßle Pelo


Ich finde halt, dass da nicht so wirklich klar war, ob der Hr. Brunner nicht doch einen recht guten Anteil an der Eskalation gehabt hat. Scheinbar hat das Gericht den Zeugen, die derartiges beobachtet haben keinen Glauben geschenkt und ist weiterhin davon ausgegangen, dass die Jungs Brunner auf dem Bahnsteig ohne Not weiter angegangen wären.
Nun, ich war nicht dabei und ich war auch bei dem Prozess nicht dabei, ich könnte mir aber trotzdem vorstellen, dass ein "Körperverletzung mit Todesfolge" da angebrachter gewesen wäre als "Mord".
Denn wenn Brunner auf dem Bahnsteig von sich aus nochmal die Konfrontation gesucht hat, und da deutet einiges drauf hin, dann ist dieses Urteil einfach daneben.


Danke für deine Antwort-obwohl du nicht meine Frage beantwortest hast,was denn deiner Meinung nach die richtige Höhe für die Strafzumessung wäre

Nochmals Grüßle  


Das liegt daran, dass Frankenadler, obschon kein Jurist, diesbezüglich genügend juristische Kenntnisse hat um zu wissen, dass eine solche Frage ohne Kenntnis der Urteilsgründe, eigentlich sogar ohne komplette Akteneinsicht, und letztendlich ohne persönlicher Anwesenheit bei der Beweiserhebung nicht zu beantworten ist.


Ja. Und vor allem war für mich die Frage der Strafzumessung im Endeffekt nie im Vordergrund gestanden.
Für mich ist es wichtig, dass die Justiz bei solchen Geschichten einigermaßen emotionslos bleibt.
Und das dürfte bei so einer Geschichte und dem entsprechenden öffentlichen Druck nicht wirklich leicht sein.
Die unverhohlenen Ausgedrückten Erwartungen der Politik will ich gar nicht weiter erwähnen.  

Wenn mich in Deutschland eines einigermaßen ruhig schlafen lässt, dann ist es das Wissen darum, dass hier eine unabhängige Justiz existiert, die sich viel Mühe gibt diese Unabhängigkeit auch zu leben.
#
pelo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
propain schrieb:
Frankfurter-Bub schrieb:
endlich eine angemessene und abschreckende bestrafung. es gibt doch noch richter mit zivilcourage.



Was soll denn da abschrecken? Selbst als es die Todesstrafe gab schreckte es die Leute nicht ab.


Es geht nicht nur um Abschreckung. Es gibt auch die negative Spezialprävention.  Sie zäilt auf den Täter ab. Damit möchte man die Allgemeinheit vor dem Täter schützen und den Täter durch Strafe davon abbringen, nochmals eine Tat zu begehen.
 Darum gehts hier.
In den nächsten paar Jahren schlagen die niemand mehr zu Brei.
 


Zu Brei geschlagen haben sie ja erwiesenermaßen niemanden! Es war wohl eher so, dass des Helden Herz versagt hat.
Das Argument mit der Spezialprävention ist in der Theorie ein gutes, in der Praxis muss man leider sagen, dass die die erst mal eingesessen sind, in der Zukunft überproportional oft zu Wiederholungstätern werden.

Wie der Johnny Cash so schön gesungen hat:
Johnny schrieb:
San Quentin, what good do you think you do?
Do you think that I'll be different when you're through?
You bend my heart and mind and you warp my soul,
Your stone walls turn my blood a little cold.


Letztlich bleibt das ein Urteil, das der öffentlichen Meinung geschuldet ist und in der nächsten Instanz kassiert werden wird.
Hoffentlich.

Außerdem muss mir mal einer erklären, welcher Spielraum da noch bleibt, wenn einer einen vorsätzlichen Mord begeht.
Wenn so eine Sache zu 2 Monaten unter Höchststrafe führt, was passiert dann, wenn jemand sich eine Knarre besorgt und dann gezielt irgendwo hingeht um jemanden eiskalt ins Nirvana zu befördern?

 


Ich hoffe nicht dass das Urteil in der nächsten Instanz kassiert wird-wie du schreibst.
Ein in der Höhe der Strafzumessung gutes Urteil,nach meinem
Empfinden.
Grüßle Pelo


Ich finde halt, dass da nicht so wirklich klar war, ob der Hr. Brunner nicht doch einen recht guten Anteil an der Eskalation gehabt hat. Scheinbar hat das Gericht den Zeugen, die derartiges beobachtet haben keinen Glauben geschenkt und ist weiterhin davon ausgegangen, dass die Jungs Brunner auf dem Bahnsteig ohne Not weiter angegangen wären.
Nun, ich war nicht dabei und ich war auch bei dem Prozess nicht dabei, ich könnte mir aber trotzdem vorstellen, dass ein "Körperverletzung mit Todesfolge" da angebrachter gewesen wäre als "Mord".
Denn wenn Brunner auf dem Bahnsteig von sich aus nochmal die Konfrontation gesucht hat, und da deutet einiges drauf hin, dann ist dieses Urteil einfach daneben.
#
stefank schrieb:
FrankenAdler schrieb:
stefank schrieb:
Interessant ist es vielleicht zu wissen, dass die Anwendung des JGG nicht immer zum Vorteil des Jugendlichen ist. Während z.B. nach Erwachsenenstrafrecht der Besitz einer geringen Menge eines Cannabisproduktes zum Eigenbedarf mit Einstellung endet, kann dasselbe Delikt bei einem Jugendlichen unter dem Gesichtspunkt des Erziehunggedankens durchaus zu einer Verurteilung führen.


... die dann in der Regel aber auch eine erzieherische Maßnahme zur Folge hat. Was daran ist der Nachteil?
Gut man kann davon ausgehen, dass der Besitz und Konsum von Cannabisprodukten ok ist. Ich gehe eher davon aus, dass Umgang mit Drogen egal welcher Art für die Entwicklung von Jugendlichen eher nicht förderlich ist.  


Ganz deiner Meinung, und die Wissenschaft bestätigt das. Während THC für Erwachsene eine weitgehend ungefährliche Substanz ist, hat es bei Jugendlichen nachweisbar schädliche physiologische Folgen, insbesondere beim Gehirnaufbau.
Ich wollte auch nur klarmachen, dass die Anwendung des JGG nicht unbedingt die Papa-Gnädig-Nummer ist, sondern durchaus auch intensiver zugreift, als es das Erwachsenenstrafrecht tun würde. Ob allerdings die jeweilig abgestuften Reaktionen, von der Ermahnung bis zur Jugendstrafe, gerade im BtMG-Bereich bei Jugendlichen sinnvoll sind, ist auch zu diskutieren.  


Da gebe ich dir Recht. Allerdings wirkt sich eine Jugendstrafe zur Bewährung bei Extremkiffern mit manifesten Abhängigkeitserscheinungen und der Auflage regelmäßige Urintests zu absolvieren meiner Erfahrung nach überwiegend positiv aus.
Zum Einen erlebe ich die Jugendrichter da so, dass sie sehr geduldig und umsichtig reagieren, wenn ein Jugendlicher seine erzwungenen Auseinandersetzungen mit seiner Abhängigkeit erleidet, zum Anderen sehe ich viele junge Menschen, die nachdem sie - einmal vor die Wahl gestellt: Therapie oder Knast - sich für Therapie entschieden haben anschließend deutlich erleichtert und froh, dass das Elend ein Ende hat.

Die meisten Verläufe von Jugendstrafe zur Bewährung mit Drogenscreening als Auflage sind positiv.
Vor der ersten Bewährung passiert allerdings, da muss man dir Recht geben, bei den meisten Konsumenten gar nix.
Nur die Verschwörungstheorien manifestieren und vertiefen sich.  
#
stefank schrieb:
Interessant ist es vielleicht zu wissen, dass die Anwendung des JGG nicht immer zum Vorteil des Jugendlichen ist. Während z.B. nach Erwachsenenstrafrecht der Besitz einer geringen Menge eines Cannabisproduktes zum Eigenbedarf mit Einstellung endet, kann dasselbe Delikt bei einem Jugendlichen unter dem Gesichtspunkt des Erziehunggedankens durchaus zu einer Verurteilung führen.


... die dann in der Regel aber auch eine erzieherische Maßnahme zur Folge hat. Was daran ist der Nachteil?
Gut man kann davon ausgehen, dass der Besitz und Konsum von Cannabisprodukten ok ist. Ich gehe eher davon aus, dass Umgang mit Drogen egal welcher Art für die Entwicklung von Jugendlichen eher nicht förderlich ist.
#
tutzt schrieb:
FrankenAdler schrieb:

Liege ich da falsch, dass die grundsätzliche Intention immer die der erzieherischen Einwirkung auf den Täter ist?
Klar ist mir der Begriff der Jugendstrafe so wie er im JGG verwendet wird geläufig, aber ist das auch im gleichen Sinne wie jetzt im Erwachsenen Strafrecht zu verstehen, oder geht es auch hier vordergründig immer noch um Erziehung/Ausgleichung von Reiferückständen?


Nein, da liegst du völlig richtig.
Deshalb darf die Jugendstrafe auch nur, noch viel mehr als die "normale" FS, ultima ratio sein. Nur, wenn der Täter schädliche Neigungen erkennen lässt und erkennbar die Mittel der Erziehungsmaßregeln, sowie auch sämtliche andere möglichen Sanktionen keinen Erfolg zu versprechen scheinen, darf die JS verhängt werden.
Reiferückstände spielen bei der Strafbemessung eine Rolle, wirken aber vorrangig anders, nämlich bei der Beurteilung, ob ein Heranwachsender (18-21jähriger) noch nach dem JGG oder nur nach den normalen Strafgesetzen beurteilt wird.



Dankeschön. Reiferückstände erwähnte ich, weil ich davon ausging, dass bei Heranwachsenden, die ja de facto als Erwachsene zu sehen sind, ein Erziehungsauftrag grundsätzlich nicht gegeben ist und nur durch die Feststellung von Reiferückständen ein Rückgriff auf das JGG durch das Gericht möglich wird.
Natürlich ist es in der Realität so, dass es die Regel darstellt, dass JGG zur Anwendung kommt bei Heranwachsenden.
Und das ist auch gut so!
#
tutzt schrieb:
FrankenAdler schrieb:
tutzt schrieb:


Belege für diese Behauptung? Welche Grupopen sind von dem Vergeleich betroffen?


Bitte schön:

www.bmj.de/media/archive/443.pdf

Seite 8


Aus der kurzen Zusammenfassung lese ich diese Interpretation nicht heraus. Jedenfalls nicht in dem von dir geäußerten Zusammenhang. Weiter müsste man für eine derartige Aussage auch die zur FS-Sanktion führende Strafe berücksichtigen. Es macht für die Rückfallquote sicher einen Unterschied, ob die Verurteilung aufgrund gehäufter "kleinerer" Delikte (Vergehen) erfolgte, oder aufgrund weniger/nur eines Verbrechens. Psychologische Hemmschwelle, etc.
Denn: Wenn die von dir gemachte Aussage tatsächlich derart klar wäre, so wäre das BVerfG gezwungen, diese Strafbegründung zu verwerfen. Ist bisher aber nicht erfolgt.  


Da muss man nicht lamentieren, du hast da grundsätzlich natürlich recht. Ich hatte vorhin auch nicht all zu viel Zeit zu stöbern.
Ich hätte jetzt aber, grad an euch werte Juristen nochmal eine Frage:
Wie ist denn jetzt die Intention "Strafe" bezüglich des JGG zu sehen.
Liege ich da falsch, dass die grundsätzliche Intention immer die der erzieherischen Einwirkung auf den Täter ist?
Klar ist mir der Begriff der Jugendstrafe so wie er im JGG verwendet wird geläufig, aber ist das auch im gleichen Sinne wie jetzt im Erwachsenen Strafrecht zu verstehen, oder geht es auch hier vordergründig immer noch um Erziehung/Ausgleichung von Reiferückständen?

@Heinz: Dass er deshalb nur 10 statt Lebenslang bekommen hat ist mir schon klar. Allerdings hast du in deinem Beitrag eben diese andere Intention ins Spiel gebracht. Deshalb diese Frage!

Grüßle

Ralf
Dem sich noch für den Link ins Juraforum bedanken möchte
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HeinzGründel schrieb:

Es geht nicht nur um Abschreckung. Es gibt auch die negative Spezialprävention.  Sie zäilt auf den Täter ab. Damit möchte man die Allgemeinheit vor dem Täter schützen und den Täter durch Strafe davon abbringen, nochmals eine Tat zu begehen.
 Darum gehts hier.
In den nächsten paar Jahren schlagen die niemand mehr zu Brei.
 


Zur Abschreckung durch Strafe möchte ich, da es ja wohl um das JGG geht, folgendes anführen:
http://www.gesetze-im-internet.de/jgg/__2.html

JGG, §2 schrieb:
(1) Die Anwendung des Jugendstrafrechts soll vor allem erneuten Straftaten eines Jugendlichen oder Heranwachsenden entgegenwirken. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Rechtsfolgen und unter Beachtung des elterlichen Erziehungsrechts auch das Verfahren vorrangig am Erziehungsgedanken auszurichten.
(2) Die allgemeinen Vorschriften gelten nur, soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist.