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FrankenAdler

21463

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Dirty-Harry schrieb:
Beverungen schrieb:
Bigbamboo schrieb:

Zum Thema: Natürlich schreibt der Mist, aber dann nimm' diesen Mist doch inhaltlich auseinander. Dieses Ausgrenzen, nieder- und lächerlich machen führt doch eher zu einer Solidarisierung einiger Leute, die eine ähnliche Meinung haben. Mit Fakten käme man diesen vielleicht noch bei; mit Polemik betreibt man das Geschäft der Rechten und führt ihnen neue Anhänger zu.

Aber macht ihr mal.  


hier stehen 85 seiten voller argumente, fakten oder so. in den anderen offenen und geschlossenen threads zum thema desgleichen. dann kommt dieser vogel daher und kotzt hier rum. bin ich jesus, buddha, ghandi oder peter?

nein ich diskutiere nicht mit einem, der nicht diskutieren will und lege nichts dar, was in hundertausend worten schon überall steht. und der beitrag incl. abschied vom da in @homepage ist völlig überzogen, hier wird über alles mögliche debattiert, bestes beispiel ist der thread über atomenergie. wäre dies ein forum der spd, wäre ich draußen.

der inflationäre gebrauch des begriffs gutmensch, der ein kampfbegriff der neuen rechten geworden ist geht mir mittlerweile auf den senkel oder belustigt mich, das weiß ich grad nicht. in jedem pi-comment muss dieses wort scheinbar benutzt werden - auf dass die brüder der gastfreundschaft und des gepflegten geistes sich schulterklopfend erkennen. möge sich die gruppe der schlechtmenschen zusammen schließen, die, die nichts aber auch gar nichts sagen dürfen. dann sieht man wenigstens die gesichter aus der anonymität, das netz ist doch nichts anderes als deren burka.





Mich "stört" an Deinem Beitrag nur ,daß "Gutmensch" der Begriff der neuen rechte ist.

Aber evtl. hab ich was nicht mitbekommen und Du liegst ja richtig. Mir kommt es dagegen manchmal wie vornehme Zurückhaltung vor.

Ich haltes auch vollkommen unsinnig hier vom "Gutmensch" zu sprechen.  
Würde ich  auch nie machen:" verkrampfte einseitige Ideologien" oder wie auch schon gerne mal sage;"Dunkelgrün links überholend"
Gutmenschen sind das nicht. Deswegen sollten wir uns -und da stimmen wir letztendlich wieder überein-wirklich von dieser Begrifflichkeit lösen.    


Und was sagt uns dann "dunkelgrün links überholend"?
Das ist dann keine Abwertung? Das bereichert dann die Diskussion?
Hm.
Von den sog. "Linken" wird gefordert die demokratische Grundhaltung von Konservativen und gemäßigt Rechten an zu erkennen, zeitgleich wird aber alles was links von der Mitte steht in`s lächerliche gezogen.
Das sind Reflexe, die greifen seit jetzt 40 Jahren und zeugen IMHO auch von einer gehörigen Portion Ignoranz und Wirklichkeitsferne.
Vielleicht aber auch einfach nur davon, dass manch einer Pluralismus schlicht nicht ertragen kann.  
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Bigbamboo schrieb:
kreuzbuerger schrieb:
was willste über den psychopathendreck vom merkel diskutieren? über den erstklassigen gen-pool der arischen rasse?


Uh - Du hast einen Vorgänger-Nick genannt. Das ist der Knueller und eigentlich müsstest Du dafür verwarnt werden.

Zum Thema: Natürlich schreibt der Mist, aber dann nimm' diesen Mist doch inhaltlich auseinander. Dieses Ausgrenzen, nieder- und lächerlich machen führt doch eher zu einer Solidarisierung einiger Leute, die eine ähnliche Meinung haben. Mit Fakten käme man diesen vielleicht noch bei; mit Polemik betreibt man das Geschäft der Rechten und führt ihnen neue Anhänger zu.

Aber macht ihr mal.  


Wie soll man sich inhaltlich mit Polemik und Stammtischparolen auseinandersetzen?
Nostradamus demonstriert hier bei jedem X-beliebigen Thema seine -ich will mal höflich sein- oberflächlich wertkonservative Grundhaltung mit wenig fundiertem Halbwissen und reagiert auf konstruktive Kritik, Zahlen und Fakten mit dem nächsten polemischen Ausbruch.

Was soll man da tun?
Dann muss man da halt auch so fair sein als BBB und nicht bei jeder Gelgenheit die "Nazikeule" mit der "Gutmenschenkeule" vergelten, wenn man derart an einer konstruktiven Diskussion interessiert ist.

In diesem Thread haben sich eine Menge Leute zu Anfang abgearbeitet, Sarrazins Thesen mit Zahlen und Fakten zu wiederlegen, eine Menge anderer Leute haben dann entgegestehende Argumente und Quellen gebracht.
Zum Teil wurde sehr schön dargestellt, welche Diskrepanzen zwischen Bild und Wirklichkeit bestehen, zum Teil wurde klar, wo Sarrazin den Finger in eine offene Wunde legt, zum Teil wurde auch klar, dass er nicht sauber argumentiert und wissenschaftlich unzulässige Schlüsse aus seinem Zahlenmaterial zieht.
All das ist hier erreicht worden in einer über weite Strecken guten Diskussion.
Natürlich gehört auch Häme und Spott dazu, natürlich muss man sich auch mal anpöbeln, aber offener und rein polemisch Vorgetragener Hass, wie hier von Nostradamus vorgetragen, kann unwiedersprochen nicht stehen bleiben.
Und auch nicht wegargumentiert werden.
Hass ist weder konstruktiv noch rational.

Er ist das Ende jeder Diskussion!
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Elektrobembel schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Nostradamus Beitrag könnte man vermutlich auch in einem Artikel der NPD-Zeitung so lesen.



Die Nazikeule lebt ....


Keule? Ich dachte Nostradamus wäre männlich!  
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Nostradamus schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Na ja. Neu war für mich, wie vehement und eindeutig Henkel T.S. verteidigt und offensichtlich beim Thema Islam die gleiche Linie fährt.

Ansonsten wurde die gehobene Qualität unseres Forums nicht übertroffen.  ,-)

Und Al Wazir würde ich -auch wenn ich die Grünen nicht wähle -gerne öfter im TV sehen.Mein Lieblingspolitiker. Auch wenn er heute gegen T.S. und Henkel nicht so Punkten konnte, wie ich dies sonst von ihm gerne erlebe.


Das war eine schlechte Sendung. Völlig parteiisch. Ein Gutmensch getarnt im Mantel eines Professors, der uns weißmachen wollte, dass es wir pösen Teutschen sind, weshalb die Integration nicht funktioniert. Dann ein Grüner Politiker, der sich besser in der Heimat seiner Großeltern
für Demokratie und mehr Rechte für Frauen einsetzen sollte, statt sich ständig hier aufzuplustern und sich quasi über den Makel von Sarrazin lustig zu machen. Dann noch die Quotentürkin, die allen zeigen soll, dass die Integration doch prima funktioniert. Alleine Ihr Satz "Ich bin eine moderne Türkin, fühle mich aber zu 100% Deutsch" läßt Ihren wahren geistigen Horizont erahnen. Ich schlage vor, Nazan Eckes umsonst einen Urlaub in Saudi-Arabien zu sponsoren. Da darf sie nämlich in einem Müllsack rumlaufen, statt in High Heels und einem Mini.

Alleine Sarrazin, der leider durch einen Schlaganfall in der Vergangenheit angeschlagen wird, aber erst recht Olaf Henkel haben mal wieder der illustren Runde im lustigen Migranten-Stadl die Würze verliehen.

Komisch nur, dass keiner über die volle Mitversicherung in der Krankenkasse (AOK) für die in der Türkei lebenden Angehörigen hier lebender türkischer Mitbürger berichtete, die den Staat jährlich Millionen kostet. Es gibt sogar Merkblätter, in denen in der Heimatsprachein haargenau erläutert wird, wie er seine ganze Sippschaft mit in der Krankenversicherung versichern kann. Klasse Service, oder ?

Komisch auch, dass keiner über die organisierte Geldverbrennung der Migrationsindustrie berichtete, die den Staat jährlich sogar Milliarden von Euro kosten.

Komisch nur, dass ich immer was von Potenziale und Bereicherung lesen und hören muss, wenn es um Migranten geht. Die einzige Berreicherung hier findet für die Migrationsindustrie statt, die sich hier seit Jahren auf Kosten der Steuerzahler ausbreiten darf, und die irgendwie noch nicht so wirklich die Potenziale der Migranten entdecken konnten. Mich persönlich hat leider noch keiner bereichert, und der einzige Migrant der mir seine Potenziale zeigte, war ein kleinkarierter Möchtergern, der von mir mit vorgehaltenem Messer meine Jacke haben wollte.

Aber wir haben es ja - wir, dass bekennende Sozialamt der Welt. Wir zahlen für jeden und alles. Wir zahlen sogar für illegale Einwanderer den vollen Hartz 4 Satz - und - während ein deutscher Mitbürger sein Hartz 4 gestrichen bekommt, wenn er einer zumutbaren Arbeit nicht nachgeht, bekommt der illegale auch noch dann sein Geld, denn als illegaler hat er keine Arbeitserlaubnis !!!

Ja, ja, die Ausländer - oder - halt, stopp. Das darf man ja jetzt nicht mehr sagen. Ausländer heißt jetzt Mitbürger mit Migrationshintergrund. In Holland darf man die neuerdings nur noch bi-linguale bzw. bi-kulturelle Mitbürger nennen. Sinti und Roma, oder Zigeuner darf man jetzt auch nicht mehr sagen - das sind jetzt die Rotationsmigranten. Das alles und noch viel mehr haben wir den tollen Gutmenschen im eigenen Land zu verdanken, die das Leben statt zu erleichtern nur noch weiter komplizieren. Und unsere Grünen spielen da ganz vorne mit. Während man bei den Grünen im Rest Europas langsam aufwacht und die Integration schon öffentlich in Frage stellt, haben wir hier Claudia "Hulk" Roth, die mit Ihresgleichen immer noch nach Potenzialen sucht.  


Alles klar. Scheiße nur, dass das mit dem Führer der mal ordentlich aufräumt irgendwie nicht geklappt hat hier.  

Sorry mods, ich muss sonst kotzen!
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Morphium schrieb:
pelo schrieb:
Morphium schrieb:
pelo schrieb:
Morphium schrieb:
Was ist Integration?

Wenn mit Integration gemeint ist, dass man die deutsche Sprache beherrschen muss und man das Land respektieren sollte, dann ja, ich bin dafür.

Aber wenn man meint, dass der "Migrant" sich assimilieren müsse, seine Religion aufgeben muss, vollkommen "deutsch" sein muss, dann bin ich strikt dagegen!

Und warum ich hier einzelne User angehe, hat einfach damit zu tun dass es diesen Usern gar nicht um die Sache geht, sondern lediglich um Hetze gegenüber Türken und dem Islam. Sowas find ich widerlich.


Habe alle 440 Threads aufmerksam gelesen.
Dass jemand hier verlangt hat, Migranten müssten sich assimilieren ,ihre Religion aufgeben usw..habe ich nirgends gelesen.
Auch nicht,dass hier jemand gegen Türken u.den Islam hetzt.

Aber sollte ich dies doch irgendwo überlesen habe,könntest du bestimmt die betreffende Stelle zitieren oder?  


Dann lebst du in einer anderen Welt. Schau dir doch die Welt draußen an, was seit Sarrazin los ist.

Und übrigens könntest du mal auf meine Frage bezüglich Trinität Stellung nehmen.


Lieber Morphium !

Dass du ungläubig bist ist dein Problem u.für die Allgemeinheit nicht weiter von Bedeutung-aber dass du so vergesslich bist,finde ich schon ziemlich bedenklich!
Oder ist das Absicht von dir hier Antworten von mir über die Trinität einzufordern,die bereits einen Tag nach deiner Frage hierzu beantwortet wurden?
Auch wenn es schwerfällt-ein bisschen bei der Wahrheit bleiben solltest du schon,sonst kann ich dich zumindest nicht mehr ernst nehmen,was mir zugegebenermaßen sowieso
bei manchen deiner Beiträge verdammt schwer fällt.

Deine Frage zur Trinität stelltest du im Rahmen des Freds "Die Weltgemeinschaft schaut genau hin" am am 6.11.2020 um 2.15 morgens.

Am 6.11. 19.36 hat Frankenadler- ein bekennder Atheist-aber Experte,da christlich erzogen diese Frage stellvertretend für mich-da ich selbst nicht Online war hervorragend beantwortet.(Post 120)

Am 8.11.2010 habe ich diese, Frankenadlers Aussage in Post 160 bestätigt!Kannst du gerne noch mal nachlesen.

Dein Aussage heute,ich sollte einmal zur Trinität sozusagen endlich Stellung nehmen-ist daher ganz schön dreist.
Du solltest lieber mal vorher nachlesen o.noch besser nachdenken, bevor du hier versuchst Leute für Dumm zu verkaufen !



Jetzt werden wir also auch noch arrogant.

Wenn DU besser gelesen hättest, dann wäre es dir nicht entgangen dass ich im selben Thread, #154, eine Frage gestellt habe und immer noch darauf warte sie beantwortet zu bekommen.

Von dir habe ich dazu nichts gelesen, außer dass du dem FrankenAdler nur zustimmst.


Sorry, diese frage habe ich tatsächlich überlesen. Die Quelle ist nicht per se falsch, allerdings sollte man nicht vergessen, dass Jesus betont hat, den neuen Bund geknüpft zu haben.
Er wird als die Erfüllung dessen gesehen, was im Alten Testament prophezeit wurde.
Deshalb ist die Quelle nicht durchgängig zulässig, wenn es um Jesus von Nazareth geht.
Nimm als Beispiel nur das Prinzip "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
Jesus hat dem gegenüber das Prinzip der Nächstenliebe und der Demut gestellt: "Wenn dich einer auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch die linke Backe hin".

Sorry für die späte Antwort!
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Ich finde den Ansatz "jüdisch-christliche Kultur" einfach daneben. Vielleicht sollte man sich einfach Gedanken darüber machen, wie Monotheistische Religionen sich auf das Zusammenleben von Menschen auswirken.
Ich hatte ja, dummerweise nach einem Zitat von d-h die Frage gestellt, ob denn ein christlich fundamental geprägtes Menschenbild mit der Demokratie vereinbar wäre.
Nun stelle ich diese Frage hier nochmal.

Leise beschleicht mich der Verdacht, dass dem nicht so ist. Und dass das nicht am jeweilig verehrten Gott, sondern viel mehr am Monotheismus an sich liegt.
Da verwischen sich dann die Unterschiede.
Sowohl im Judentum, als auch im Islam und im Christentum gibt es einen Gott, der alleiniger Herrscher ist und nach dessen Moralgesetzen Mensch sich zu richten habe.

Klar ist das schön wenn Menschen, wie ffm-Kroate eine derart liberale Einstellung bezüglich ihrer Glaubenssätze haben, dass sie Härtefälle tolerieren.
Man muss sich aber fragen, wie es überhaupt dazu kommen kann, von Härtefällen zu reden, wenn man grundsätzlich vom Postulat persönlicher Freiheit in einem demokratischen Gesellschaftssystem aus geht.

Im Übrigen ist es typisch und es wird davon auch die kulturelle Hoheit über unsere Gesellschaft abgeleitet, dass positive Ansätze der jeweiligen Religionen wie Nächstenliebe oder Schutz des Lebens als christliche Errungenschaften bezeichnet werden.
Gleichzeitig wird gerne verdrängt, dass Aufklärung und Humanismus uns heute davor bewahren auf dem Scheiterhaufen zu landen, wenn wir gegen einen geistlichen Führer argumentieren, der die Allmacht seines Gottes nutzt um sein Wort zum Gesetz zu machen.
Erst die Errungenschaften des Humanismus haben uns vor dieser Art der Nächstenliebe befreit. Denn eindeutig wurden wir ja aus Angst vor Verdammnis unserer unsterblichen Seele von den Pfaffen verbrannt.
Lange ist das nicht her, der Islam ist da noch dabei.

Das liegt aber IMHO nicht daran, dass denen die christliche Nächstenliebe abgeht, sondern viel mehr, dass Humanismus und Aufklärung noch nicht in deren Kultur gedrungen sind.

Wir sollten uns also wünschen, dass wir in Diskussionen auf unser humanistisches Erbe verweisen um uns daran zu erinnern, woher unsere Freiheit im jetzt und heute kommt.

Hier bin ich auch absolut kompromisslos der Meinung, dass Integration bedeutet muss, dass Mensch sich dieser Errungenschaften annähert.
Nur dann kann diese Gesellschaft demokratisch bleiben!

Grüßle aus dem verschneiten Franken

Ralf
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Dirty-Harry schrieb:
Morphium schrieb:
Was ist Integration?

Wenn mit Integration gemeint ist, dass man die deutsche Sprache beherrschen muss und man das Land respektieren sollte, dann ja, ich bin dafür.

Aber wenn man meint, dass der "Migrant" sich assimilieren müsse, seine Religion aufgeben muss, vollkommen "deutsch" sein muss, dann bin ich strikt dagegen!

Und warum ich hier einzelne User angehe, hat einfach damit zu tun dass es diesen Usern gar nicht um die Sache geht, sondern lediglich um Hetze gegenüber Türken und dem Islam. Sowas find ich widerlich.


Dein Integrationsbegriff unterscheidet sich so  global ausgedrückt eigentlich nicht mal von meinem eigenen.

Aber "Religion aufgeben"-Du kennst ja mich als Gegner aller engen Religionsauslegungen- ist sehr weit ausgeholt.

Paßt der konservative(im Sinne einer engen Auslegung) Islam in eine moderne Welt ?

Das meinte ich eigentlich mit meiner Frage.


Meine Meinung kennst Du ja: Nein.

Ebensowenig wie z.B.der Pabst, der allerdings mit seinen" Lehren" kaum 1:1. Abnehmer findet. Was aus meiner Sicht natürlich gut ist. Weil wir im 21. Jahrhundert leben.


Also wenn in der führenden Weltmacht USA Kreationisten in höchsten Regierungsämtern sitzen und der Präsident drüber nachdenkt, ob nicht vielleicht die Schöpfungsgeschichte der Evolutionstheorie gleichgesetzt werden soll im Schulunterricht, dann sind wir hier im "christlichen Abendland" mal gut beraten dieses "wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" zu befolgen.

Nur weil unsere (Staats-)Kirchen hier in Deutschland schön den Bach runter gehen, heißt das nicht, dass fundamentales Christentum nicht weite Teile der christlichen Welt mit dominiert.

Und da stellt sich für mich dann auch die Frage: Ist Christentum, fundamental ausgelegt, eigentlich mit der Demokratie vereinbar?
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Bigbamboo schrieb:
@Frankenadler: Mit ging's um die zweiten Anführungsstriche, erstere habe ich ja selbst schon verwendet.

Wäre sonst ja auch zuviel der Harmonie.  ,-)  


Ach so.
Naja, mir geht diese Wortwahl halt tierisch auf den Sack!
Erstmal dieses Konstrukt "islamistisch", dann dieser permanente Einsatz des Wortes Terror.

Was soll das sein, islamistisch? Soll ich jetzt erzkonservative Katholiken die Abtreibungsärzte anonym bedrohen als katholizistische Gewalttäter bezeichnen?
Das ist eines dieser Wortkonstrukte, das klar machen soll, dass es hier um eine extremistische Gefahr handelt und nebenbei eine ganze Religion mit in den Dreck zieht.

Terror: Wo bitte ist denn hier eine systematische und willkürliche Gewaltanwendung in diesem unseren Lande?

Deshalb die Anführungszeichen.
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Bigbamboo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
... "westliche Welt" ...

Na wunderbar. Wenn Du mir jetzt noch erklärst, warum Du die Anführungszeichen verwendet hast, dann sind wir doch schon fast bei einem Konsens.


peter schrieb:
und, klingt vielleicht erst einmal merkwürdig, ist aber vielleicht dennoch einen gedanken wert, was ist eigentlich genau die schnittmenge dessen, was wir (ich) als westen begreifen und als definition in die diskussion werfen, zu dem was andere "westliche" länder darunter verstehen?

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Bigbamboo schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Das hast du schön gesagt!
Aber klar, wir debattieren einfach weiter über die bösen Islamisten (wo kamen die nur plötzlich alle her 2001? und warum hat vorher niemand davon geredet?) und sind schön eingeschüchtert, anstatt unsere Interessen zu formulieren.  ...

Anzuerkennen, dass es islamistischen Terror gibt, bedeutet nicht zwangsläufig sich jeglicher absurden Politikerforderung zu beugen. Ich bin mit unserer Justizministerin im Moment sehr zufrieden.

Übrigens: Die Qiada hat bereits 93 das WTC angegriffen, in den Jahren drauf 'einige' Menschen getötet, Flugzeuge gesprengt, Botschaften attakiert und vor beinahe 10 Jahren hätte es ein Blutbad auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt gegeben.

Wer steckte denn da da dahinter? Clinton, der gute Kumpel von Schröder?
FrankenAdler schrieb:
... Wo kommen wir denn da hin, wenn unter diesen großen Gefahren noch über Kinkerlitzchen wie S21 oder Atommüll debattiert wird. Jetzt im Angesicht der islamistischen Gefahr!
...

Siehe mein erster Satz.
FrankenAdler schrieb:
... Wie hat die Sozialdemokratie damals, zu Beginn empfunden, als der deutsche Kaiser nur noch Deutsche kannte? Stolz und voller Vaterlandsliebe waren sie da, die vaterlandslosen Gesellen von einst. ...

Das soll uns jetzt was genau sagen?
FrankenAdler schrieb:
... und akzeptiert, was eigentlich inakzeptabel sein sollte in einer Demokratie ...

Und das wäre was?  


Man kann natürlich anerkennen, dass von islamischen Fundamentalisten Gewalt ausgeht, auch dass diese Gewalt sich gegen die sog. "westliche Welt" richtet.

Ebenso muss man davon ausgehen, dass es linksextremistisch motivierte Gewalttaten in den 70iger Jahren gab.
Das habe ich in keiner Weise bezweifelt. Ich behaupte auch nicht, dass alles was da an "terroristischem" Potential vorhanden wäre auf den BND zurück geht.

Ich wage aber zu behaupten, dass seit mittlerweile gut 9 Jahren immer wieder dieser sog. "islamistische Terror" herangezogen und medienwirksam gepusht wird, wenn sichz innerhalb dieses Landes Protestpotetial formiert und zu realistischem Widerstand auf die Straße begibt.

Dann wird die "Einheit vor der Gefahr" beschworen, was mich -vielleicht etwas zusammenhanglos - einfach mal ein wenig an das beschwören des Deutschen Geistes zu Beginn des 1. Weltkriegs erinnert hat. Naja, nicht unbedingt der beste Vergleich. Zugegeben.

Was aber für mich der Kern ist, ist dass solche vermeintlich drohenden Terrorszenarien dazu gedient haben in den letzten zehn Jahren Stück für Stück Bürgerrechte auszuhöhlen und Grundrechte zu beschneiden.
DAS geht IMHO in einer Demokratie gar nicht.

Und bitte, wenn ich die Bilder sehe, wie Polizisten mit Maschienenpistolen im Anschlag durch Bahnhöfe patroullieren, dann fühle ich mich an Mexiko oder Argentinien kurz vor dem nächsten Putschversuch erinnert.
Diese Bilder kurz nach der größten Anti-AKW Demo der jüngeren Zeit in Verbindung mit Aufklärungsdrohnen die den Generalverdacht gegen Bürger unterstreichen, das macht mir persönlich tausend Mal mehr Angst als die vielzitierte vermeintliche Bedrohung durch radikale Moslems!
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smoKe89 schrieb:
Brady schrieb:
Jetzt mal eine Frage...welches ernsthafte (wirtschaftliche???) Interesse steckt dahinter einen Militär- und/oder Polizei und Überwachungsstaat aus Deutschland zu machen? Wieso sollte das die Politik machen?


Nun gut...
Um das Volk (wirtschaftlich) auszunutzen, muss man es kontrollieren. Eine eingeschüchterte Gesellschaft ist stets im Interesse dieser Leute (und hier rede ich nichtmal von den Marionetten im Bundestag), da wir in diesem Zustand Dinge akzeptieren, die wir sonst bei normalem Bewusstsein niemals tolerieren würden.

Und dies geschieht nicht WEGEN dem Terror, sondern MIT dem Terror. Es ist ein einfaches Mittel, eben diesen Polizeistaat einzurichten.

Definition von Terror laut Wikipedia:
Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen.

Nicht Al-Kaida verbreitet Angst und Schrecken, sondern Politik und Presse Hand in Hand.


Das hast du schön gesagt!
Aber klar, wir debattieren einfach weiter über die bösen Islamisten (wo kamen die nur plötzlich alle her 2001? und warum hat vorher niemand davon geredet?) und sind schön eingeschüchtert, anstatt unsere Interessen zu formulieren.

Wo kommen wir denn da hin, wenn unter diesen großen Gefahren noch über Kinkerlitzchen wie S21 oder Atommüll debattiert wird. Jetzt im Angesicht der islamistischen Gefahr!

Wie hat die Sozialdemokratie damals, zu Beginn empfunden, als der deutsche Kaiser nur noch Deutsche kannte? Stolz und voller Vaterlandsliebe waren sie da, die vaterlandslosen Gesellen von einst. Nun gut, wir führen unsere Kriege heute nicht mehr IM Land (oder bei unseren Nachbarn), wir fahren an den Hindukusch um unsere Freiheit zu verteidigen, aber immer noch funktioniert die Volksseele im Zusammen stehen gegen die große Gefahr von Außen.

... und vergißt, was eigentlich ansteht ...

.. und akzeptiert, was eigentlich inakzeptabel sein sollte in einer Demokratie ...
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Also wenn die bösen Islamisten in Deutschland nur halb so unterwandert sind durch BND und Verfassungsschutz wie die NPD, dann mach ich mir persönlich tausend mal mehr Sorgen um den Bestand der Demokratie, als wenn das hier wirklich ausschließlich von Islamisten verzapft wird.

Man denke an den "heißen Herbst", an die ganzen Ungereimtheiten in Verbindung mit dem letzten nützlichen Terror in der BRD, daran, was damals alles unter dem Deckmantel des Schutzes der Bürger an Bürgerrechten eingeschränkt wurde und dann bleibe man ein wenig nüchtern und lasse sich die Bilder von schwerbewaffneten Polizisten im öffentlichen Raum nochmal auf die Netzhaut und die dahinter liegenden Gehirnzellen wirken.

Leute, diese schwerbewaffneten Polizisten zusammen mit den Forderungen nach mehr BND/Verfassungsschutz und der immer aktuellen Forderung nach Bundeswehr im Inneren unter der Prämisse dass sich in diesem Lande Widerstand gegen die Willkür der Politischen Klasse formiert (S21, Atom, Olympia 2016) betrachtet, macht mir persönlich unglaubliche Angst.
Ich werde mich sau unwohl fühlen mit meinem elektronischen Personalausweis und deshalb aktiv gegen die gewollte und deshalb gezielt gestreute Angst vor "dem fremden" anschreiben.
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KroateAusFfm schrieb:
dawiede schrieb:
Bigbamboo schrieb:
SemperFi schrieb:

Jedem mit nem IQ von 25+ sollte meine Ironie doch stark erkennbar sein. ...


Hey, ich hab' 25+!    


Haste aber Glueck gehabt. Hier mal en IQ von unter 25

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/uploads/RTEmagicC_dscn4998.JPG.JPG


Das kann nicht Dein ernst sein! Bin ich hier der einzige, der sich an dem geposteten Link, insbesondere im Zusammenhang mit der Aussage, stört??


Nein, bist du nicht. Das ist widerlich und völlig daneben!
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Als 2001 in Genua zehntausende demonstrierten, als sich in der gesamten westlichen Welt der Widerstand formierte, Castoren Tage brauchten um ihr Ziel zu erreichen und Berlusconi die evangelische Landjugend in diesem Schulhaus in Genua ins Krankenhaus prügeln lies, da flogen dann zwei Flugzeuge in die Twin Towers.
Danach konnten Gesetze "angepasst" werden, die innere Sicherheit zum wichtigsten Gut erhoben werden.
Die Freiheit der westlichen Welt musste durch Einschränkung der Bürgerrechte gesichert werden. Die Amis mussten sogar foltern für die Freiheit.

Als dann vor zwei Wochen auch noch die Castoren rollten und mehr Menschen als jemals zuvor auf den Straßen waren, da hab ich zu meiner Frau gesagt, jetzt wo überall in Europa wieder die Menschen auf die Straße gehen um sich zu wehren, da muss dringend wieder eine Terrormeldung raus.
Da muss jetzt ein Thema her. Da muss man die nächste Stufe erklimmen, um das Volk im Griff halten zu können.
Seit zwei Tagen wird jetzt der deutsche Polizist mit Maschinenpistole im Bahnhof oder am Flughafen in das kollektive Bewusstsein eingeführt.

Das eigentlich harte ist aber, dass keine Sau mehr an diesen Mist glaubt. Mein Nachbar hat dann gestern nur gemeint: "War ja klar, dass da jetzt wieder Terrorgefahr ist. Musste ja was gemacht werden gegen die ganze Unzufriedenheit"

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Hab letztens was ähnliches im HSV-Forum gesehen, gute Idee!
Aber schade, dass es nur um die 1. Liga geht!

1. Eintracht Frankfurt
.
.
.
.
2. 1.FC Nürnberg
3. Werder Bremen
4. SC Freiburg
5. Bayern München
6. Bayer Leverkusen
7. HSV
8. Borussia Mönchengladbach
9. Hannover
10. VFB Stuttgart
11. 1. FC Kaiserslautern
12. St. Pauli
13. Borussia Dortmund
.
.
.
.
14. 1. FC Köln
15. Mainz 05 (die ohne Tuchel nicht da wären)
16. VFL Wolfsburg
.
.
.
17. Schalke 06
.
.
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.
.
.
18. Hoffenheim (wo ist der Kotz-Smiley?)

Würde man das nicht nur auf die 1. Liga beschränken, stünde vor Nürnberg auf jeden Fall noch 1860 München, MSV Duisburg und vor allem die Spvgg Bayreuth!

Grüßle aus Franken

Ralf
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Hab grad Million Dollar Baby gesehen.
Wie auch Gran Torino ein Highlight von und mit dem guten alten Clint.

Sehr geil!
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Ich glaub ich wär in Fürth!

Aber ein Spaß wär das nicht  

Sollte ich heute Nacht schlecht träumen würds mich nicht wundern.

Was für eine Sch... Idee
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KroateAusFfm schrieb:
FrankenAdler schrieb:
KroateAusFfm schrieb:

Sorry, da hast Du mich missverstanden, ich dachte es wäre konsens, dass christliche Feiertage christlich sind. Hätte nicht gedacht, dass das zur Debatte steht. Wenn Du da anderer Meinung bist, dann feier meinetwegen die "Rückkehr der Sonne" oder "den ersten Frühlingsvollmond", ist mir relativ Schnuppe.

Warum Du wiederholt Deinen Unmut über die öffentlichen Träger in Antworten auf meine Beiträge packen musst, bleibt wohl Dein Geheimnis. Ich habe nichts gegen konfessionslose Kindergärten oder soziale Träger. Ich bin auch nicht verantwortlich für den wohl vorherrschenden Mangel solcher Institutionen auf dem Land. Also, was willst Du mir sagen? Schreibst Du das, weil ich mich als einer der wenigen als Christ "geoutet" habe und deshalb quasi Repräsentant der Kirche bin? Aber selbst wenn ich das wäre, beschwer Dich dann doch lieber bei deiner Gemeindevertretung vor Ort, die haben es nämlich versäumt Alternativen zu schaffen und nicht die Kirche. Oder soll diese jetzt auch konfessionslose Kindergärten betreiben?


Nein, das ist kein Konsens, das ist lediglich Gewohnheit. Mir geht es auch nicht darum, diese Feiertage um zu benennen oder noch ältere Traditionen hervorzuholen. Ich finde es lediglich befremdlich, wenn man eine Diskussion über den Ursprung dieser Tage ablehnt, dann aber das dezidiert christliche betont.


Der Ursprung ist m.E. zweitrangig, da Weihnachten, Ostern, etc. faktisch christliche Feiertage sind, oder bestreitest Du das? Hier mag es auf Grund der starken atheistischen/agnostischen Fraktion ein Gegengewicht geben. Da von dieser Seite der Grund des Festes negiert wird, aber das Fest an sich nicht aufgegeben werden will, kommt es nach meiner Meinung zu sinnentleerten Feierlichkeiten. Das kann jeder handhaben wie er möchte, für mich ist es keine Alternative. Wovon ich gar nichts halte, ist, denjenigen die an dem Religiösen festhalten, Intoleranz und Ausgrenzung vorzuwerfen (damit bist Du aber nicht gemeint).

FrankenAdler schrieb:

Ansonsten geht es mir einfach darum, dass hier das GG zitiert wird wenn es um freie Religionsausübung geht - von dir.

Ich habe das GG nicht auf Grund der Religionsfreiheit bemüht, ich habe lediglich versucht deutlich zu machen, dass der Schutz des Sonntags die Entscheidung des Verfassungsgebers war und nicht die der Kirche

FrankenAdler schrieb:

Die allgegenwärtige Bevorzugung und Förderung durch staatliche Stellen aber darf nicht erwähnt werden.


Natürlich darf sie das, soweit vorhanden. Meine Verwunderung bezog sich darauf, dass Du diese Thematik wiederholt in Posts an mich reinpackst, obwohl ich mich dazu nie geäußert habe.

FrankenAdler schrieb:

Frag mal Leute die versuchen/versucht haben einen freien Kindergarten oder -noch schlimmer- eine freie Schule zu gründen, frag sie welche Widerstände da geschalten wurden und dann schau dir an, wer davon profitiert. Gerade im ländlichen Bereich, in dem die Trennung von Staat und Kirche de facto ein Witz ist.
Das ist Leitkultur in Reinform.



Aber ist da nicht der Staat gefragt die Trennung aufrecht zu erhalten und nicht die Kirche? Diese ist von ihren Ansichten und Vorgehensweisen überzeugt, sodass ein "raushalten", einfach deshalb weil sie ihr Tun für richtig hält, schwerlich zu erwarten ist.

FrankenAdler schrieb:

Würde ich halb so missionarisch und selbstverständlich mit meinem Atheismus umgehen, ich träfe all Gegenwärtig auf Ausgrenzung und offene Ablehnung.


Ich weiß nicht, wie Du das sonst handhabst, aber im Forum hast Du dich bzgl. deines Atheismus des Öfteren sehr offensiv gezeigt.

FrankenAdler schrieb:


Und da sind wir auch schon wieder beim Thema.
Mehrheit grenzt Minderheit aus. Sobald eine Minderheit dann gleiche Rechte einfordert, wird von der Mehrheit auf scheinbar selbstverständliche Traditionen und althergebrachte Rechte verwiesen und damit ist die Diskussion dann auch beendet.


Sorry, aber das ist nicht meine Realität. Gläubige deutsche Christen sind, in meinem Umfeld zumindest, höchst selten geworden. Da sind eher Migranten aus Polen, Kroatien oder auch anderer christlich geprägter Länder religiös. Die Mehrheit der Deutschen sind nach meiner Erfahrung eher Atheisten oder Agnostiker, das höchste der Gefühle ist häufig eine Mitgliedschaft in der Kirche, die jedoch zumeist auf Gewohneit beruht. Welche Rechte der angeblichen Mehrheitsgesellschaft forderst Du denn, also abgesehen von mehr konfessionslosen Kindergärten und sozialen Trägern? Und dafür, dass die Diskussion alsbald beendet wird, diskutieren wir doch schon ziemlich lang, oder?
FrankenAdler schrieb:

Genauso reagierst du mit deinem selbstverständlich christlichen Feiertagen, deshalb spreche ich das an.


Siehe oben

FrankenAdler schrieb:


Ansonsten ist schon klar, dass ich dein christliches Empfinden in einem anderen Thread mal verletzt habe.
Das schließt aber ja wohl nicht aus, dass man auf sachlicher Ebene weiter diskutiert hoffe ich mal,
oder bist du nachtragend?    


Mir als Christ ist es fremd nachtragend zu sein    


Gut gebrüllt Löwe  

Natürlich ist es staatliches Versagen, es ist aber natürlich auch Lobbyarbeit und mangelnde Trennung von Staat und Kirche. Das ist der Kirche natürlich nicht vor zu werfen, das nimmt man natürlich mit!
Mein Unverständnis ist aber IMHO völlig berechtig.  

Realität ist natürlich unterschiedlich! Ich wohne hier im Erzkatholischen Franken und bin hier durchaus in einem christlich geprägtem Umfeld.
Und hier wird auch offensiv angefeindet und hier werden auch offen Ansagen gemacht, auch gegenüber unseren Kindern.

Dafür gibt es hier am Land kaum Migranten, also kaum Moslems.
Auch die Lutheraner sind relativ selten.
Der Ethikunterricht an unserer Grundschule (in einem 5000 Einwohner Ort) musste aus zwei Jahrgangsstufen a drei Klassen gebildet werden um überhaupt zu Stande zu kommen.

Das ist meine Realität, die es in Deutschland eben auch gibt. Hier dominiert die sozialen Dienste der Bamberger Dom und seine Caritas.
Hier kann man umziehen, wenn man verlangt, dass die Kreuze aus dem Klassenzimmer entfernt werden.

Und das wirkt auch in weiten Teilen noch in den Städten, auch wenn das nicht mehr so offensiv gelebt wird.
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KroateAusFfm schrieb:

Sorry, da hast Du mich missverstanden, ich dachte es wäre konsens, dass christliche Feiertage christlich sind. Hätte nicht gedacht, dass das zur Debatte steht. Wenn Du da anderer Meinung bist, dann feier meinetwegen die "Rückkehr der Sonne" oder "den ersten Frühlingsvollmond", ist mir relativ Schnuppe.

Warum Du wiederholt Deinen Unmut über die öffentlichen Träger in Antworten auf meine Beiträge packen musst, bleibt wohl Dein Geheimnis. Ich habe nichts gegen konfessionslose Kindergärten oder soziale Träger. Ich bin auch nicht verantwortlich für den wohl vorherrschenden Mangel solcher Institutionen auf dem Land. Also, was willst Du mir sagen? Schreibst Du das, weil ich mich als einer der wenigen als Christ "geoutet" habe und deshalb quasi Repräsentant der Kirche bin? Aber selbst wenn ich das wäre, beschwer Dich dann doch lieber bei deiner Gemeindevertretung vor Ort, die haben es nämlich versäumt Alternativen zu schaffen und nicht die Kirche. Oder soll diese jetzt auch konfessionslose Kindergärten betreiben?


Nein, das ist kein Konsens, das ist lediglich Gewohnheit. Mir geht es auch nicht darum, diese Feiertage um zu benennen oder noch ältere Traditionen hervorzuholen. Ich finde es lediglich befremdlich, wenn man eine Diskussion über den Ursprung dieser Tage ablehnt, dann aber das dezidiert christliche betont.

Ansonsten geht es mir einfach darum, dass hier das GG zitiert wird wenn es um freie Religionsausübung geht - von dir.
Die allgegenwärtige Bevorzugung und Förderung durch staatliche Stellen aber darf nicht erwähnt werden.

Frag mal Leute die versuchen/versucht haben einen freien Kindergarten oder -noch schlimmer- eine freie Schule zu gründen, frag sie welche Widerstände da geschalten wurden und dann schau dir an, wer davon profitiert. Gerade im ländlichen Bereich, in dem die Trennung von Staat und Kirche de facto ein Witz ist.
Das ist Leitkultur in Reinform.

Würde ich halb so missionarisch und selbstverständlich mit meinem Atheismus umgehen, ich träfe all Gegenwärtig auf Ausgrenzung und offene Ablehnung.
Und da sind wir auch schon wieder beim Thema.
Mehrheit grenzt Minderheit aus. Sobald eine Minderheit dann gleiche Rechte einfordert, wird von der Mehrheit auf scheinbar selbstverständliche Traditionen und althergebrachte Rechte verwiesen und damit ist die Diskussion dann auch beendet.
Genauso reagierst du mit deinem selbstverständlich christlichen Feiertagen, deshalb spreche ich das an.

Ansonsten ist schon klar, dass ich dein christliches Empfinden in einem anderen Thread mal verletzt habe.
Das schließt aber ja wohl nicht aus, dass man auf sachlicher Ebene weiter diskutiert hoffe ich mal,
oder bist du nachtragend?  
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KroateAusFfm schrieb:
Pedrogranata schrieb:
KroateAusFfm schrieb:
@ Pedro

Ich fasse zusammen: Du bist generell gegen öffentliche religiöse Feste. Denn diese sind "fundamentalistisch", "intolerant" und eine Form von "Hasspredigt". Jeder der daran festhält ist ein "Fundi erster Ordnung" und als "Integrations-Kreuzfahrer", der selbst nicht mal mehr an seine Heiligen glaubt, abzustempeln.

Liest sich irgendwie wie eine fundamentalistische und intolerante Hasspredigt. Aber das ist nur meine Meinung.


Jetzt stellst du die Dinge auf den Kopf:

Ich habe nirgendwo geschrieben, daß es Christen - hierzulande, oder in welchem Teil der Welt auch immer - nicht mehr getsttet sein soll, ob öffentlich oder privat, religiöse Feste nach ihrer wie auch immer gearteten Tradition durchzuführen.


Nein, das schreibst Du tatsächlich nicht, habe ich aber auch nicht behauptet.
Du schreibst nur, dass der Martinsumzug "christlich-fundamentalistisch ausschließend und ignorant" ist, wenn man ihm nicht den "spezifisch christlichen Bezug nimmt".
Man muss etwas nicht verbieten wollen um dagegen zu sein. Man kann die Akteure, welche nicht das gewünschte Verhalten zeigen, auch einfach "nur" diffamieren. Das Du für Dich beanspruchst tolerant zu sein ist noch kein hinreichender Beweis für eine solche Charaktereigenschaft.

Pedrogranata schrieb:

Aber hier geht es um den eigenen Ansatz einer christlichen Gemeinde, die es bei ihrem Laternen-Umzug angemessen fand, diesen mit örtlichen Moslem-Kindern gemeinsam durchzuführen. Und wenn man diesen Ansatz als absurd oder den Ausverkauf des christlichen Abendlandes ansieht, dann ist das für mich in der Tat eine Hasspredigt.


Tatsache, ich finde es absurd christliche Feste ohne christlichen Bezug zu feiern. Feierst Du etwa Geburtstage ohne Geburtstagskind? Oder Hochzeiten ohne Brautpaar?

Vom "Ausverkauf des christlichen Abendlandes" hast Du bisher exklusiv geschrieben.  


Jetzt mal ganz ohne Zynismus: Du willst die Diskussion nicht, ob diese Feiertage tatsächlich christlichen Ursprungs sind, das leitet fehl, bringst jetzt aber zum 2. Mal genau dieses Argument.

Das ist ein wenig daneben. Menschen in allen Kulturen finden sich aus verschiedenen Anlässen zusammen um zu feiern. Irgendwann wurde die Rückkehr der Sonne gefeiert, ich kann nix dafür, dass die Christen ihr Hochfest Weihnachten darauf gelegt haben.
Ebenso wenig, dass der erste Frühlingsvollmond auf Ostern fällt ist von mir so gewollt, das haben sich auch die Christen ausgesucht.

Außerdem hinkt diese Geschichte mit der freien Religionsausübung und dem institutionellen Rahmen, vor allem dann, wenn man betont, dass ein konfessioneller Kindergarten ja schließlich das Recht haben müsste, diese konfessionelle Gebundenheit auch auszuleben.
Wäre grundsätzlich eine Alternative vorhanden, dann würde ich hier zustimmen, aber gerade im ländlichen Raum, ist es nahezu unmöglich einen konfessionsfreien Kindergarten zu finden.

Das Subsidiaritätsprinzip will staatliche Aufgaben an öffentliche Träger delegieren. Das ist soweit ok. Wenn dann aber in manchen Bereichen keine Alternativen zu christlichen Angeboten mehr da sind, weil der Staat alles auf die omnipräsenten Kirchen übertragen hat, was da im Bereich Sozialwesen und Erziehung da ist, dann muss die Frage schon erlaubt sein, ob hier Gleichberechtigung gegeben ist.

Das gilt, ich wiederhole mich da, genauso dafür, dass ich als Sozialarbeiter von 80-90% der Stellen im ländlichen Raum ausgeschlossen bleibe, weil ich konfessionslos bin.

Als zynisch empfinde ich es, wenn mir dann empfohlen wird, gegen meine Überzeugung -die ja angeblich ein Grundrecht ist- halt in eine christliche Kirche einzutreten.

Freiheit?