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Luzbert

19432

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Die Ausgangslage:

30 Punkte (aus neun Siegen und drei Remis) - so lautet die Bilanz beider Kontrahenten nach dem 16. Spieltag. Es gab schon Zeiten, und diese liegen noch nicht allzu lange zurück, da wäre das die Summe gewesen. Diese Saison bedeutet das das Aufeinandertreffen des Tabellenvierten aus Freiburg (mit einer Tordifferenz von +2) gegen den Tabellenzweiten - unsere SGE (Tordifferenz +11). Zwischen den beiden steht tabellarisch noch Union Berlin mit einer Tordifferenz von +6 Treffern. Doch nicht nur zwischen Platz zwei und vier geht es sehr eng zu, sondern auch dahinter. So beträgt der Abstand dieser drei "Dreißiger" auf Rang fünf (RBL) lediglich einen, auf Rang sechs (BVB) ganze zwei Zähler. Die Bayern auf Position eins sind dagegen bereits fünf Punkte voraus.

Während beide Teams vor der Winterpause überdurchschnittlich stark unterwegs waren, die Freiburger holten aus fünf Spielen 12 Punkte, die Eintracht in gleicher Zeit deren zehn, hätte der Restart am vergangenen Samstag kaum unterschiedlicher sein können, wenngleich natürlich auch die Gegner nicht vergleichbar waren. So kamen die Breisgauer bei VW mit 0:6 unter die dort derzeit ziemlich rund laufenden Räder, während die SGE über die doch ziemlich abschlussschwachen Schalker die Oberhand behielt.

Auch in der Betrachtung der Heim- bzw. Auswärtstabelle liegen beide Teams rein punktemäßig gleichauf: jeweils 16 Punkte daheim und 14 Punkte auswärts stehen auf der Habenseite. Jedoch benötigten die Freiburger daheim und wir auswärts für diese Ausbeute lediglich sieben Spiele, während andersherum jeweils neun Spiele notwendig waren. Freiburg verlor also bis heute in dieser Saison nur ein Heimspiel, die Eintracht nur ein Auswärtsspiel. Vom Papier her ist damit alles für ein absolutes Topspiel, bei dem mindestens der Sieger des Abends zum Abschluss der Vorrunde unter den Top drei stehen wird, angerichtet.


Die Historie der Begegnung:

Immerhin 41mal trafen beide Teams bereits in Pflichtspielen aufeinander, 17mal ging die Eintracht als Sieger vom platz, 15mal die Freiburger (neun Remis). Zieht man die vier Zweitligabegegnungen (zwei Siege für die SGE und zwei Remis) sowie das eine Pokalspiel (Freiburg siegte in der Verlängerung) ab, verbleiben 36 Bundesligaspiele, von denen die Eintracht 15 gewann und Freiburg 14 (sieben Remis). Von den 18 Erstliga-Auswärtsspielen konnte die SGE immerhin fünf gewinnen und weitere fünfmal einen Punkt mitnehmen, achtmal blieben die Zähler im Süden.

Von den jüngsten zehn Spielen gegen die Breisgauer gewann die Eintracht sechs, jeweils zweimal gab es Remis und Niederlagen. Interessant ist dabei die Reihenfolge der Spielausgänge: S-S-U-U-N-S-S-U-U-N... diese Reihe sollte zumindest in den kommenden beiden Spielen fortgesetzt werden. In der vergangenen Saison gab es zwei Auswärtssiege, zunächst gewannen wir in Freiburg mit 2.0, dann hatten wir daheim das Nachsehen mit 1:2. Die jüngsten sechs Spiele auswärts folgten ebenfalls einem Muster: N (0:1) - U - S (2:0) - N (0:1) - U - S (2:0). Dieses gilt es aber heute zugunsten eines neuerlichen Erfolges zu durchbrechen.


Die Verantwortlichen für den geregelten Spielablauf heißen:

Deniz Aytekin (SR)
Christian Dietz (SR-A. 1) - Eduard Beitinger (SR-A. 2)
Martin Petersen (4. Offizieller)
Pascal Müller (VA) - Mark Borsch (VA-A)


Und so könnte die Startelf unserer Eintracht aussehen:

Ramaj
Jakic - Smolcic - NDicka
Knauff - Götze - Sow - Kamada - Lenz
Kolo Muani - Lindström



EintrachtFM:

Unsere EintrachtFM Moderatoren werden das Spiel ab ca. 20.20 Uhr LIVE aus Freiburg für euch kommentieren. Die Sicht durch die Eintracht-Brille ist garantiert!
Hört euch rein!


Um den Stream mit einer anderen Anwendung oder einem anderen Player als unserem wiederzugeben, bitte diese URL verwenden: https://eintrachtfm.ice.infomaniak.ch/eintrachtfm-128.aac

Disclaimer:

Dieser STT ist eine Gemeinschaftsproduktion des Moderatorenteams.

Wie immer, so gelten selbstverständlich auch in diesem Thread die grundlegenden Regeln des Anstands und des Respekts. Bitte unterlasst daher unsachliche Kommentare, Beleidigungen, Flüche und Verwünschungen.

Entgegen der sonstigen Gepflogenheit lässt es der Eifer des Gefechts im STT regelmäßig nicht zu, die User über Löschungen oder Entschärfungen zu informieren. Und wer allzu sehr oder wiederholt über die Stränge schlägt, wird für diesen Thread gesperrt - auch das wird nicht unbedingt mitgeteilt.

Verboten sind ferner Fragen nach Links oder Streams und Antworten auf selbige.

Danke.
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propain schrieb:

Auf das Tripple musst du jetzt wetten, bei 5 Euro Einsatz ist der mögliche Gewinn 25.000 Euro.

Kraß.
Zu Saisonbeginn gab es für den Tripple Tipp bei 0,5 Euro Einsatz knapp 160.000,00 Euro.
Auf die hoffe ich aktuell auch immer noch...
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oldie66 schrieb:

Zu Saisonbeginn gab es für den Tripple Tipp bei 0,5 Euro Einsatz knapp 160.000,00 Euro.
Auf die hoffe ich aktuell auch immer noch...

Und da hast Du nur 50 Cent gesetzt? Hätte ich das gewusst, wäre ich mit 1€ all in gegangen!
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Wir lassen die Negativserie eines Tabellenletzten nicht reißen, wir spielen richtig schwach und gewinnen dennoch 3:0, wir stehen nach 16 Spieltagen auf Rang 2...
Sorry, aber ich habe gar keine Emotion für so eine Situation.
Meine Freude ist eher verhalten und ungläubig. Dafür schwingt die Angst vor dem möglichen Absturz mit.
Das ist doch echt verrückt mit diesem Verein!

Dass wir zum Ende einer Hinrunde noch einmal auf Rang 2 stehen könnten, ist für mich die letzten bald 27 Jahre völlig undenkbar gewesen. Und 27 Jahre sind eine brutal lange Zeit, die sich irgendwie immer wie ein Einheitsbrei aus Hoffen, Bangen und Abstürzen angefühlt hat.
Ich habe immer wieder Momente, in denen mir wie aus dem Nichts die herausragende Bedeutung des Pokaltriumphs und des UEFA-Pokals bewusst wird. Es ist einfach unglaublich, was hier passiert ist und irgendwie immer noch zu passieren scheint.

Zurück zum Spiel und zu den Schalkern.
Diese haben bis zum 16er richtig gut gespielt. Dann sind sie allerdings völlig ideenlos und auf Fehler der Abwehr angewiesen. Wenn sie sich von der Niederlage nicht entmutigen lassen, werden sie noch einigen Gegnern Schwierigkeiten bereiten. Dass sie dabei eklatant mehr Tore schießen als die bisherigen 13, sehe ich allerdings nicht kommen.
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Liebe Diskutanten,
Ich habe heute morgen beim Löschen und Sperren von Beiträgen unsauber agiert und das nun korrigiert, indem ich die persönlichen Angriffe und die Antworten darauf entfernt habe.
Entschuldigt bitte, dass das zuvor etwas wirr wirkte.

VG - Luzbert
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Das ist ein hocherfreulicher Trend gerade. Die Zeit "zwischen den Jahren" hatte dieses Jahr wohl sehr positive Effekte bzgl. Infektionsgeschehen. Nicht nur die Inzidenz sinkt deutlich (erstmals zweistellig seit 21. Oktober 2021), sondern auch die Todeszahlen (jetzt deutlich nachmeldungsbereinigter bei ca. 1.000 / Woche, wie schon mal letztens eingeschätzt und die werden jetzt auch spürbar sinken) , die Hospitalisierung und vor allem die sicherste Größe bzgl. Datensicherheit: Die Intensivpatienten. Dort haben wir 26 % Wochenminus, so einen Wert hatten wir zuletzt im Juni 2021. Jetzt gilt es hier die Gesamtzahl in Richtung der Tiefststände im Spätsommer 2022 zu treiben (ca. 650 damals), das wäre für die Jahreszeit schon sehr sehr gut.

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SGE_Werner schrieb:

Das ist ein hocherfreulicher Trend gerade.

In der Tat!
Danke an der Stelle wieder einmal für Deine Übersicht und Einodnung. Das ist für mich auch nach bald drei Jahren immer noch die beste Quelle!
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Sledge_Hammer schrieb:

Ach wie süß, du glaubst wirklich dass davon keine Ahnung habe? Könnt dir jetzt aufzählen, inwiefern allein Grundrechts-Sachverhalte mich monetär bereichert haben, aber das würde dich in den Dimensionen, in denen du unterwegs bist, überfordern. Blubber weiter in deinem Beruf.


Dann müsstest Du wissen, das fast alle Grundrechtsartikel Einschränkungen kennen, die häufig auf die Bekämpfung von Seuchengefahr abstellen.

Alles, was an Corona Regeln angesagt war, war Grundgesetz konform, bis auf die ersten 4 Wochen.
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Wedge schrieb:

...bis auf die ersten 4 Wochen

...und die waren in der breiten Masse vermutlich noch am besten nachzuvollziehen.
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Von der Sportschützenanlage neben dem „Stadion“ kommt regelmäßiges Geböller
Ist aber leiser als in Marseille

Ansonsten ist da herrliche Landschaft drumherum
Eine sehr grafisch angelegte Sanddüne, in der Ferne ein Containerhafen, ein weiterer Fußballplatz mit Flutlicht, dann überraschenderweise ein paar Laubbäume zwischen den Palmen, dann ein Arbeiterwohnblock im spanischen Stil, eine Autobahn und dazwischen „sand, a lot of sand and fucking sand everywhere“, wie es mal in einer englischen Radiocomedy über Arabien hieß.
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philadlerist schrieb:

Von der Sportschützenanlage neben dem „Stadion“ kommt regelmäßiges Geböller
Ist aber leiser als in Marseille

Ansonsten ist da herrliche Landschaft drumherum
Eine sehr grafisch angelegte Sanddüne, in der Ferne ein Containerhafen, ein weiterer Fußballplatz mit Flutlicht, dann überraschenderweise ein paar Laubbäume zwischen den Palmen, dann ein Arbeiterwohnblock im spanischen Stil, eine Autobahn und dazwischen „sand, a lot of sand and fucking sand everywhere“, wie es mal in einer englischen Radiocomedy über Arabien hieß.

Dann wähle ich dieses poetische Glanzlicht, um Dir für den Liveticker zu danken!
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Luzbert schrieb:

So kann man im Club unbeschwert tanzen, und wenn man dann zwei Tage später im Bus neben einer Person sitzt, die eine höhere Schutzbedürftigkeit hat, ist das Risiko für diese Person überschaubar gehalten.
       


Das mag stimmen. Aber diese schutzbedürftige Person hat halt auch noch andere Alltagsbedürfnisse zu bestreiten. Und genau dort besteht keine Maskenpflicht mehr. Und damit sollte man es dann schon vergleichen können. Warum im ÖPNV, aber nicht in Supermärkten, beim Frisör und und und...

Da ist der Widerspruch halt da.

Unabhängig davon wurde der Punkt "wir wollen speziell Gefährdete in Bereichen, in denen Sie evtl. Infizierten zwangsläufig nicht aus dem Weg gehen können, schützen" eher ganz am Ende genannt, warum die Maskenpflicht noch besteht. Da war die Rede von Überlastung von Kliniken, Infektionsgeschehen und so weiter und da dürfte jede offene Disco weit mehr für das Infektionsgeschehen beitragen als viele Züge zusammen.

Noch ne Anmerkung: Gestern mal wieder typisches Bild in der Bahn. Während die Erwachsenen im Erwerbstätigkeitsalter wieder eine stattliche Maskenquote ausweisen konnten, gab es in dem durchaus nur halbvollen Zug eine Gruppe von 14 Rentnern (so etwa 70-80 Jahre) , die zusammen gequetscht saßen (auf 4 Viererplätzen halt). Wie viele hatten eine Maske an? Zwei. Genau zwei.
Ich kenne bis auf die Gruppe 15-20 Jährige kaum eine Gruppe, die im Zug so konsequent das Maskentragen vernachlässigt wie die Gruppe der "rüstigen Rentner". Immer und immer wieder. Bin da mittlerweile absolut desillusioniert und trage die Maske eigentlich auch nur noch, um mich selbst zu schützen, nicht wegen irgendwelcher anderer Personen.
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SGE_Werner schrieb:

Das mag stimmen. Aber diese schutzbedürftige Person hat halt auch noch andere Alltagsbedürfnisse zu bestreiten. Und genau dort besteht keine Maskenpflicht mehr. Und damit sollte man es dann schon vergleichen können. Warum im ÖPNV, aber nicht in Supermärkten, beim Frisör und und und...

Man könnte argumentieren, dass im Supermarkt die Menschen nicht lange nahe beinander stehen und die Räume insgesamt recht groß sind. Die Situation im ÖPNV oder FV ist eine andere. Dort sitzt man mitunter eine ganze Weile auf relativ engen Raum mit vielen Menschen zusammen.
Ähnlich ist es beim Frisör. Das ist sicherlich keine absolut sichere Umgebung, aber es sind dennoch nur wenige Menschen beisammen.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Wie schon mal geschrieben finde ich das Thema seltsam hochgehangen. Liegt zugegebenermaßen wohl auch daran, dass ich nur selten im ÖPNV unterwegs bin.


Das Thema wird halt hochgehangen, weil es ja mehr oder weniger noch der einzige Bereich des alltäglichen Lebens ist, in dem die Maskenpflicht gilt - wie Werner schon schrieb. Dazu kommt das Thema „Masken im ICE“. Wenn du jeden Tag den ÖPNV nutzt und auch regelmäßig den Fernverkehr der Bahn nutzt, wirkte die Maskenpflicht in den beiden Bereichen einfach nur noch willkürlich.

Du bist in engen Räumen mit vielen Menschen? Kein Problem! Du willst anschließend mit der S- oder U-Bahn heim? Dann ziehe bitte eine Maske auf.

Du fährst mit dem ICE in Amsterdam los? Verzichte gerne auf die Maske! Du fährst mit den gleichen Leuten im Wagon über die deutsche Grenze? Jetzt ziehst du die Maske bitte auf. Während du die gleiche Strecke ohne Maske fliegst. Gleiches für Innerdeutsche Verbindungen mit ICE/Flugzeug.

Ich habe kein Problem die Maske im ÖPNV zu nutzen, finde es jedoch etwas seltsam, dass sie nur noch dort getragen werden muss. Zur gleichen Zeit laufen die Clubs und Bars dieses Landes auf Hochtouren inkl. Tanzen - ohne Abstand und Maske.
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JayJayFan schrieb:

Ich habe kein Problem die Maske im ÖPNV zu nutzen, finde es jedoch etwas seltsam, dass sie nur noch dort getragen werden muss. Zur gleichen Zeit laufen die Clubs und Bars dieses Landes auf Hochtouren inkl. Tanzen - ohne Abstand und Maske.

Das ist ein Punkt, den ich nie als Widerspruch gesehen habe.
So kann man im Club unbeschwert tanzen, und wenn man dann zwei Tage später im Bus neben einer Person sitzt, die eine höhere Schutzbedürftigkeit hat, ist das Risiko für diese Person überschaubar gehalten.
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Luzbert schrieb:

Ich ebenso. Und dann lese ich in einem Artikel, dass sie durch Fotos von Peter Lindbergh berühmt wurde und am Ende des Beitrag steht ein Link, dass dieser gestern verstorben ist.

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/tatjana-patitz-tod-101.html

https://www.tagesschau.de/inland/peter-lindbergh-tod-101.html

Nuja, Lindbergh ist bereits im September 2019 verstorben.
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DBecki schrieb:

Nuja, Lindbergh ist bereits im September 2019 verstorben.

Shame on me - danke!
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Wir hätten dieses Jahr tatsächlich eine Chance auf die Meisterschaft gehabt. Mein Vorredner hat es gut gesagt: wenn alles zusammenkommt. Das heißt für mich: pro Schiedsrichterentscgeidungen, Bayern schwächelt, keine Verletzungen und wir steigern uns über die Saison noch weiter.
Es kann noch viel gehen für uns, wenn diese Parameter stimmen.
ABER: der Meisterzug ist schon abgefahren mMn. Leider haben wir am Anfang zu viele Punkte liegen lassen und die Punkte gegen Dortmund fehlen einfach. Es sind 7 Punkte!! auf Bayern. Das ist zu diesem Zeitpunkt viel zu viel.
Sollte Bayern eine Schwächephase bekommen (was sehr unrealistisch ist) müssen o. g. Parameter pro und laufen. Dann könnte doch noch was gehen.

Aber allein das man darüber spricht ist schon echt unwirklich und völlig irre.
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LaAguila1985 schrieb:

Aber allein das man darüber spricht ist schon echt unwirklich und völlig irre.

Es wurde auch letztes Jahr mal kurz darüber gesprochen und von dem Augenblick an ging es abwärts.
Hochmut und Diva war schon immer eine schöne Kombination
Aber gut - wo, wenn nicht hier!
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Brady74 schrieb:

Ok das schockt mich richtig.

Tatjana Patitz ist tot.

Krass. Ich nehme den Namen das erstemal wahr.
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Ich ebenso. Und dann lese ich in einem Artikel, dass sie durch Fotos von Peter Lindbergh berühmt wurde und am Ende des Beitrag steht ein Link, dass dieser gestern verstorben ist.

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/tatjana-patitz-tod-101.html

https://www.tagesschau.de/inland/peter-lindbergh-tod-101.html
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Tafelberg schrieb:

Wieler wird beim RKI aufhören und sich anderen Aufgaben in der Forschung und Lehre widmen

https://www.spiegel.de/wissenschaft/lothar-wieler-verlaesst-das-robert-koch-institut-a-46128d5f-35a3-4db8-ab11-f14938fa5bc5


Das ist schade.

Ich fand den Mann immer sehr unaufgeregt und strukturiert in seinem Vorgehen während der ersten Corona Jahre.
Die Situation hätte wahrscheinlich nicht jeder so professionell betreut.
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Wedge schrieb:

Ich fand den Mann immer sehr unaufgeregt und strukturiert in seinem Vorgehen während der ersten Corona Jahre.
Die Situation hätte wahrscheinlich nicht jeder so professionell betreut.

Gerade die ersten Wochen habe ich da noch sehr gut in Erinnerung. Wie er da täglich den Sachstand auf der PK präsentiert hat, war richtig gut.
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Bei uns heute im Zug genau 2/3 mit Maske (32 zu 16)



Derweil immer noch keine allzu aussagekräftigen Zahlen, aber die Intensivpatientenzahlen sinken
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SGE_Werner schrieb:

Bei uns heute im Zug genau 2/3 mit Maske

In Frankfurt war zumindest letzte Woche die Quote weiter hoch.
Ich kenne auch jemanden, der am Wochenende früh morgens ohne Maske in einer fast leeren Straßenbahn saß und ein Bußgeld zahlen musste.
Wobei ich nicht ganz einschätzen kann, inwiefern eine mögliche Diskussion die Situation befeuert hat...
Brady74 schrieb:

Einig sind wir uns aber, dass das absolute Vollassis sind


       


Vollassis, absolut?

Ein Kriminologe hat gestern Abend in den ARD Tagesthemen die Tätergruppe anders beschrieben. Jugendliche aus sozialen Randgruppen, sowieso schon benachteiligt und durch die Pandemie in den letzten drei Jahren noch zusätzlich, sehen die Gesellschaft nicht mehr als ihre an. Und das äußert sich dann in Gewalt.
Mehr Gesetze, härtere Strafen helfen nichts. Böllerverbote vielleicht. Man müsse auf die Tätergruppen zugehen mit ihnen reden und mehr Sozialarbeit leisten.
Sagt der Kriminologe.
Und als Teil dieser Gesellschaft fühle ich mich jetzt mitschuldig? Muss ich noch einmal darüber nachdenken.

https://m.youtube.com/watch?v=k97z1AOLSb0
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hawischer schrieb:

Und als Teil dieser Gesellschaft fühle ich mich jetzt mitschuldig? Muss ich noch einmal darüber nachdenken.

Würde sich denn etwas verbessern, wenn Du Dich schuldig fühlst? Wohl eher nicht. Darum finde ich die Frage nach einer Schuld oder einem Schuldempfinden nicht hilfreich.

Aber zu erkennen und zu verstehen, dass es Gründe für das Verhalten gibt, ist hilfreich. Damit kommt man nämlich weg von einer Betrachtung, die letztlich zu einer Einteilung in gute und schlechte Menschen führt.
Man kann auch viel eher Verständnis für notwendige Sozialprogramme aufbringen.
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So, Jahresabschluss.

Erwartungsgemäß sind die aktuellen Zahlen nur bedingt brauchbar. Die Inzidenz ist 27 % niedriger als in der Vorwoche, realistischer wäre wohl eher +-0 gewesen bei der Entwicklung. Es fehlen also vermutlich 50.000 - 60.000 Infektionen durch noch nicht erfolgte Meldungen oder nicht erfolgte Tests (Verzicht mangels offener Praxen usw.).

Ähnliches gilt für die Todesfälle bzgl. Meldeverzug. Zuverlässig bleibt nur die Zahl der Intensivpatienten, die bei ca. 1.400 am Jahresende steht. Ein Anstieg von 10 % zur Vorwoche.

Die Impfzahlen aktualisiere ich irgendwann im Januar wieder, wenn sie belastbarer sind.



Da morgen vermutlich keine Daten mehr hinzukommen bei Inzidenz, Todesfällen, mache ich schon mal ein Jahresfazit.

Deutschland:

2020: 1,75 Mio bestätigte Infektionen / ca. 33.000 Todesfälle
2021: 5,43 Mio bestätigte Infektionen / ca. 79.000 Todesfälle
2022: 30,17 Mio bestätigte Infektionen / ca. 49.400 Todesfälle

Die Zahl der Infektionen ist durch die Omikron-Wellen dieses Jahr dramatisch höher gewesen, die Zahl der Todesfälle war immer noch sehr hoch, gemessen am Infektionsgeschehen aber eher "gering", also auf 1000 Infektionen kamen noch 1,6 Todesfälle. Damit sind wir jetzt nach fast 200 Mio Impfdosen, unzähligen Millionen Infektionen usw. bei den Todesraten, die wir von den Corona-Verharmlosern 2020 gehört haben. Finde den Fehler.

Verteilt auf dieses Jahr waren zwar die Infektionszahlen sehr unterschiedlich, die Zahl der Todesfälle aber relativ stabil...

Jan 5.863
Feb 5.023
Mrz 6.678
Apr 6.053
Mai 3.557
Jun 2.008
Jul 2.867
Aug 3.432
Sep 2.544
Okt 3.596
Nov 4.247
Dez 3.530

Ich rechne nächstes Jahr noch mal mit gut 25.000 Corona-Toten.

Kommen wir nun zum Blick weltweit...

Nicht mehr alle Länder melden effektiv Zahlen oder in unregelmäßigen Abständen. China zB meldet praktisch gar nix, dort müssten wir angeblich ja jetzt viele Millionen Infektionen haben, die stehen aber noch im sechsstelligen Bereich, weil die keinen Bock mehr haben was zu veröffentlichen. Also habe ich auch keinen Bock mehr hier so oft über Zahlen weltweit zu reden... Bringt ja wenig "Wissen"

Offiziell haben wir nun 664 Mio Infektionen, 376 Mio davon dieses Jahr, aber nur noch 41 Mio davon im letzten Quartal, die Omikron-Wellen im Frühjahr haben den größten Anteil an den Zahlen. Die Zahl der Todesfälle (bestätigt) liegt nun bei knapp 6,7 Mio , davon 1,25 Mio dieses Jahr.

Trotz aller Zahlenproblematik noch mal zum Abschluss:

Todesfälle je 1.000.000 Einwohner

1345,1 … Griechenland
1251,9 … Chile
1230,5 … Kroatien
1149,6 … Finnland
1041,0 … Bulgarien
1023,6 … Trinidad & Tobago
964,7 … Ungarn
851,7 … Bosnien&H.
851,2 … Österreich
817,4 … USA
795,2 … Nordmazedonien
778,0 … Baltikum
776,2 … Georgien
772,4 … Dänemark
770,5 … Malta
770,0 … Italien
766,7 … Slowakei
739,7 … Großbritannien
692,4 … Neuseeland
681,3 … Slowenien
676,5 … San Marino
663,3 … Portugal
640,8 … Schweden
618,6 … Norwegen
603,2 … Montenegro
602,8 … Taiwan
594,0 … Deutschland
588,0 … Spanien
583,3 … Frankreich
580,9 … Russland
577,4 … Australien
567,2 … Polen
561,4 … Island
558,5 … Tschechien
556,6 … Moldawien
549,1 … Serbien
517,4 … Südkorea
509,9 … Zypern
492,7 … Kanada
480,0 … Irland
468,5 … Peru
449,3 … Rumänien
427,8 … Paraguay
423,8 … Belgien
417,5 … Luxemburg
411,6 … Israel
400,3 … Uruguay
349,5 … Brasilien
340,7 … Ukraine
336,4 … Costa Rica
332,7 … Jamaika
313,7 … Tunesien
305,4 … Japan
296,2 … Guyana
286,2 … Argentinien
262,7 … Panama
250,5 … Armenien
245,8 … Mexiko
241,4 … Libanon
240,4 … Kolumbien
239,3 … Schweiz
225,9 … Türkei
225,1 … Bolivien
215,7 … Guatemala
191,7 … Südafrika
170,3 … Thailand
164,9 … Malaysia
163,0 … Weißrussland
162,2 … Aserbaidschan
154,9 … Iran
150,4 … Singapur
143,5 … Jordanien
131,3 … Albanien
127,8 … Ecuador
125,8 … Philippinen
119,3 … Niederlande
110,5 … Vietnam
105,8 … Kosovo
84,3 … Bahrain
64,0 … Honduras
62,5 … El Salvador
60,1 … Indonesien
55,8 … Kasachstan
39,0 … Marokko
37,6 … Sudan
35,8 … Indien
30,0 … Irak
29,8 … Ägypten
23,8 … Katar
23,8 … Kuwait
18,5 … VAE
18,4 … Kuba
18,2 … Saudi-Arabien
17,8 … Venezuela
14,5 … Nepal
13,7 … Algerien
13,3 … Restliches Afrika
12,6 … Dom. Republik
12,5 … Afghanistan
8,3 … Bangladesch
8,2 … Haiti
7,7 … Pakistan
5,7 … Kenia
5,6 … Äthiopien
5,3 … Ghana
5,0 … Angola
4,7 … Nicaragua
4,5 … Elfenbeinküste
4,3 … Kamerun
3,6 … Burkina Faso
2,8 … DR Kongo
1,8 … Tansania
0,6 … Nigeria
0,4 … China

In Europa haben nach 3 Jahren Corona vor allem Bulgarien und Ungarn sehr hohe Todeszahlen offiziell vermeldet, dort sind mittlerweile über 5 Todesfälle je 1000 Einwohner verzeichnet worden. Also eine von 200 Personen an Corona gestorben. Auf dem Balkan grundsätzlich meistens so 3-4 Todesfälle je 1000 Einwohner. Osteuropa meistens 2,5 - 3,5.
Mitteleuropa / Westeuropa großteils etwas unter 2 (Deutschland zB) bis 3 (GB). Nordeuropa , teils aber auch Länder wie die Niederlande dann eher in Richtung 1 (außer Schweden halt, die noch etwas vor uns liegen). Norwegen und Island noch unter 1.

Die USA bei 3,4 Toten je 1000 Einwohner , Südamerika fast durchweg um die 3, außer Peru als Spitzenreiter mit 6,6. Afrika bis auf wenige Länder wohl wenig belastbare Zahlen (Südafrika und Tunesien in unserem Bereich). Israel mittlerweile bei 1,3.
In Asien immer noch weit unter unseren Werten. Malaysia über 1, der Rest eher im Bereich 0,5 bis 1,0.

Bis auf Kroatien, Taiwan und Finnland hatte in den letzten 3 Monaten keiner mehr höhere Todeszahlen als Deutschland (gemessen an der Bevölkerung). Nur 10 % der Todesfälle in diesem Jahr waren im letzten Quartal. Größere Wellen (mal abgesehen von China aus bekannten Gründen) gibt es derzeit gar nicht mehr.
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SGE_Werner schrieb:

Offiziell haben wir nun 664 Mio Infektionen, 376 Mio davon dieses Jahr, aber nur noch 41 Mio davon im letzten Quartal, die Omikron-Wellen im Frühjahr haben den größten Anteil an den Zahlen. Die Zahl der Todesfälle (bestätigt) liegt nun bei knapp 6,7 Mio , davon 1,25 Mio dieses Jahr.


Danke Werner für die Übersicht.
Wir hatten also in diesem Jahr 56,7% aller bestätigten Coronafälle aber nur 18,7% der Todesfälle.
Damit ist nicht zum ersten Mal jegliche "an oder mit Corona verstorben"-Diskussion obsolet. Es ist schon verrückt, dass dieser Unfug immer noch verbreitet wird.
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Im Spiegel gibt es einen starken und sehr hintergründigen Beitrag über die dunkleren Seiten des Internets und was diese mit Q-Anon, Verschwörungsmythen und dem Durchsickern in die Gesellschaft zu tun haben.
Das Ganze ist wirklich lesenswert und mit einer Menge Quellen hinterlegt.

Der für mich lesenswerteste verlinkte Beitrag ist ein Interview mit dem 8Chan Gründer Frederick Brennan, der heute bereut, die Plattform gegründet zu haben.

Es lohnt sich, da mal eine halbe Stunde zu investieren.
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Christian Drosten gab im Tagesspiegel ein ausführliches Interview.
Eine vielzitierte Kernaussage daraus ist, dass die Pandemie aus seiner Sicht vorbei sei und wir uns in der endemischen Phase befänden.

Er verweist aber auch darauf, dass z.B. die Charité aktuell im Notfallmodus laufe und dass es Hinweise darauf gibt, dass das Immunsystem erkrankter Kinder möglicherweise nachhaltig geschädigt wird.

Zusammenfassung 1

Zusammenfassung 2