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Morphium

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Lieber 5 Mio. Nehmen statt ablösefrei zu wechseln! Rode, jung, Kittel, Waldschmidt haben uns natürlich seiner Zeit soviel mehr eingebracht
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Jo, früher war alles Shice deswegen sollen wir froh sein, dass es heute weniger Shice ist. So kann sich natürlich auch durchs Leben mogeln.
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Freidenker schrieb:

Nein, sonst wäre es sehr einfach gewesen, die Schmach abzuwenden.      

Welche Schmach jetzt?
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5 Mio für einen der heißesten deutschen Talente. Diese Schmach.
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Marius Wolf...mein Lieblingsthema.

Bleiben wir bei den Fakten.
  • Wolf hatte einen Vertrag bis 2019 bei Hannover 96, ohne Ausstiegsklausel.
  • Nachdem er sich dort nicht durchgesetzt hat, hat Hübner hat einen guten Leihvertrag mit Kaufoption für die SGE verhandelt
  • Wolf hatte einen Vertrag
  • bis 2019 bei Hannover 96, den wir entsprechend übernommen haben.
  • Anfang dieses Jahres hat die SGE, also Hübner, dann mit Wolf einen neuen Vertrag verhandelt, der bis 2020 läuft. Wolf bekommt mehr Gehalt, ist dafür 1 Jahr länger bei der SGE - aber hat eine Ausstiegsklausel von nur €5 Mio., obwohl er laut Kicker der 6.beste Mittelfeldspieler der Hinrunde war.
  • Und das ist das Problem: Wenn wir einfach nur den 96-Vertrag bis 2019 übernommen hätten, was durch Kaufoption ja scheinbar möglich gewesen wäre, hätte es keine Klausel gegeben und der BVB hätte ihn in diesem Sommer für den Marktwert von >€10 Mio. rauskaufen müssen. Durch den Vertrag bis 2020 hatten wir scheinbare Sicherheit. Der hätte nur dann Sinn gemacht, wenn wir wirklich erwartet hätten, dass Wolf in der Rückrunde einbricht und dann erst 2019 für Käufer interessant wird. Aber so kann man ja nicht denken. Sollte man nicht. Zumindest nicht als professioneller Verein, der seit 18 Monaten behauptet, dass wir nur doch teure Verkäufe wieder an Gladbach, Hoffenheim etc. rankommen



Was aber viel krasser ist, ist Steubings Aussage zu den Verträgen:
Wenn wir da gesagt hätten, wir geben ihm eine 15-Mio-Ausstiegsklausel, hätten uns doch alle für Plemplem erklärt.

Das zeugt nur davon, dass er für diese Position nicht genug vom Fussballgeschäft versteht. In Spanien und Portugal sind extrem hohe vertraglich vereinbarte Klauseln gang und gäbe. Verrückt ist es, einem Spieler eine taktisch falsche Vertragsverlängerung mit Ausstiegsklausel zu geben, die die SGE im Fall eines Wechsels 2018 in eine schlechtere Position versetzt als ohne den "Adlerträger bis 2020"-Vertrag.

Aber wir wissen ja:
Der Berater von Wolf ist ein Branchenführer, der ist nicht auf den Kopf gefallen und versteht sein Geschäft.

Ja, ROGON ist die zweitgrößte Agentur in Deutschland. Die wissen, was sie machen. Aber so eine Aussage zeigt doch auch, dass wir uns offensichtlich nicht auf Augenhöhe mit erfahrenen Beratern sehen.

Keiner wird mich davon überzeugen können, dass Wolf nicht für €1 Mio. p.a. mehr Gehalt auf die Klausel verzichtet oder diese auf €15 Mio. hätte setzen lassen. Aber Hübner und Steubing erzählen dann wieder vom Gehaltsgefüge usw...Quatsch! Das Risiko wäre über die Vertragslaufzeit gerade mal €2 Mio. mehr Ausgaben, das Potential der Mehreinnahme dagegen €10 Mio., und das war nach der Hinrunde, die Wolf gespielt hat, auch wahrscheinlich zu realisieren.

Wenn wir nicht so gute Verhandler wie ROGON haben, dann sollten wir sie vielleicht anstelle oder zusammen mit Hübner einstellen. Sonst verlieren wir noch oft viel Geld.


Genauso ist es im Fall Kovac: Der ist ein erwachsener, ausgeschlafener Mann, der mal bei Bayern gespielt hat. Der bestimmt selbst die Konditionen. Sonst kriegst du ihn nicht.


Der Unsinn geht weiter. Ein Kovac hat damals mit Keller und vielen anderen als möglicher Retter konkurriert, er wollte in die Bundesliga. Der hätte den Job auch so gemacht, der war 9 Monate arbeitslos. Klar, der Vertrag lief nur bis 2017 - dann wurde neu verhandelt, Kovac hatte Erfolge zu verbuchen, er kam von einer Position der Stärke. Aber genau deshalb baut man in so einer Situation, wo man am längeren Hebel sitzt, Optionen ein, die für den Verein günstig sind.

Aber das tut die Eintracht nicht und verzichtet dadurch, wie auch durch die generell kurzen Verträge, auf viel Geld.
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Danke.
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Der Steubing

Dann soll der 4.Liga-Spieler halt nicht kommen, wenn er unbedingt eine Klausel will.

Die Vereine scheinen vor den Beratern schon kapituliert zu haben. Fehlt nur noch, dass die Berater auch noch die Position bestimmen, in der sie die Vereine durchnudeln. Diese Hilflosigkeit, diese weinerliche Haltung ist soooo traurig anzusehen.
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Mein Sohn wird überhaupt gar keine andere Möglichkeit haben, er wird und muss Eintracht-Fan werden. Als ob ich ihn großartig nach seiner Meinung fragen werde, soweit kommts noch.

Bei der Tochter wäre es mir egal, die soll sich für andere normalere Dinge begeistern. Mit Fussball werde ich sie nicht in Berührung bringen. Soll doch mit der Mutter samstags Kleider kaufen gehen, während ich im Stadion rumschreie.
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Morphium schrieb:


Die haben durch kluge Verkäufe sich oben in den Top 8 eingenistet



Äh nein. Haben sie nicht. Gladbach hat sich in den Jahren 2011-2014, als sie sich wie Du sagst, durch "kluge Verkäufe" in die Top8 eingenistet haben, kaum Transfererlöse erwirtschaftet, einzige Ausnahme hierbei Reus.

Danach haben sie Kruse, Dahoud und vor allem Xhaka teuer verkauft und haben auch teuer reinvestiert. Ergebnis des Ganzen war nicht eine Stabilisierung der Plätze 4-6 , sondern ein Abrutschen zweifach auf Platz 9. Jetzt hat man einen überteuerten Kader (durch teils sehr teure Verträge in der CL/EL-Zeit) bei gleichzeitig ausbleibendem Erfolg.

Klar könnte man sagen, dass Gladbach immerhin noch 9. geworden und nichts mit dem Abstieg zu tun hat, das ist völlig richtig.
Das hat aber mit den von Dir vorgehobenen Spielerverkäufen fast gar nix zu tun. Durch die Spielerverkäufe haben sie sich nicht verbessert und die Transfergewinne der letzten 2 Jahre haben sie dermaßen schlecht reinvestiert, dass sie jetzt 4-5 Plätze schlechter stehen als zuvor. Gladbach wird, wenn sie dieses Jahr wieder den Sprung in die CL/EL nicht packen, Probleme bekommen. So wie Bremen, Hamburg, Stuttgart in ähnlichen Situationen auch.

Dass Gladbach uns finanziell voraus ist, stimmt übrigens natürlich. Aber wie gesagt, das liegt eben nicht an den Spielerverkäufen (ganz zu schweigen davon, dass ihr Transfersaldo schlechter ist als unseres). Das liegt einfach daran, dass sie zu Zeiten, als sie noch gar nicht viel eingenommen und ausgegeben haben, ein super Team mit einem guten Trainer und einem guten SpoDi zusammen hatten. Hoffenheim war noch nicht so stark, Bremen und Hamburg auf dem absteigenden Ast, Schalke unkonstant. In diese Lücke hat Gladbach mit guter Arbeit rein gefunden.

Hohe Spielererlöse hatten übrigens vor allem Wolfsburg und auch gemessen an den eigenen Möglichkeiten Mainz und Freiburg. Und was hat es denen gebracht? Das einzige Team, was nicht nur viel eingenommen, sondern auch ein klares Transferplus hat, ist Hoffenheim. Und nur die haben wirklich Erfolg bisher. Und auch das nur, weil sie Nagelsmann haben.

Kurzum: In meinen Augen sind ein guter Trainer und ein gutes Näschen beim Spielerscouting viel wichtiger als mehr Transfererlöse.
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Die hatten damals u.a. Glück, dass mehrere Faktoren zusammenkamen. Ein Faktor war Glücksgriff Favre und ein anderer Faktor war die Dämlichkeit eines gewissen Vereins am Main, der ihnen noch die Erstklassigkeit schenkte. Aber ich sehe schon durchaus, dass Gladbach sich durch Spielerverkäufe rangepirscht hat. Nehmen wir mal den Reus-verkauf: Er wurde für 17 Mio, was nach heutigem Maßstab um die 35 Mio wären, verkauft. Dazu noch Dante dank Klausel für 5 Mio. Mit diesen 22 Mio. (und bisschen noch draufgepackt) holte man Xhaka, Dominguez und de Jong. De Jong erwies sich trotz paar Toren als Flop, wurde aber dennoch später für 5 Mio weiterverkauft. Die anderen beiden haben eingeschlagen, Dominguez war knapp 2,5 Jahre ein Fels in der Brandung hinten und Xhaka wurde 4 Jahre später für 45 Mio verkauft. Beide haben das Niveau angehoben und brachten (Xhaka) später auch ne Menge Kohle ein. Dominguez hätte denen auch was eingebracht, wenn er nicht seine Karriere wegen Rückenproblemen beendet hätte.

Und du hast Recht, am Anfang war es gar nicht soviel. Aber aus meiner Sicht hat allein dieser Transfer von Reus für einen Domino-Effekt gesorgt. Das Gleiche kann für uns ein Rebic-Verkauf werden.
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Meine Güte, kann man hier endlich mal die Kölner vergessen. Als ob es nur Köln als Beispiel gibt. Es gibt zig positive Beispiele wo teure Spielerverkäufe für nachhaltiges Wachstum gesorgt haben, siehe z.B. Gladbach. Jetzt kommen direkt paar Schlaumeier mit "wir haben den Pokal und sind vor Gladbach gelandet blabla" - Ja, Gladbach ist uns dennoch finanziell immer noch voraus.

Die haben durch kluge Verkäufe sich oben in den Top 8 eingenistet und u.a. die CL erreicht, wodurch sie dann wiederum noch reicher wurden. Klar haben die mal eine Saison dabei, wo es nicht so rund läuft. Aber dann werden sie schlimmstenfalls 10. oder so und steigen nicht ab. Bringt also nicht immer Köln ins Spiel, wenn es ums Generieren von Ablösesummen geht.

Wenn Rebic 40 Mio. einbringen könnte, dann sofort verkaufen! Wir sind nicht Real Madrid, können solch eine Summe nicht einfach so ablehnen. Für den nächsten Schritt a la Gladbach sind solche Einnahmen nötig.
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Ganz ehrlich: Diese Eröffnungsfeierlichkeiten sind doch nur hauptsächlich interessant für Autogrammjäger, ansonsten langweilig wie sonstwas. Und wer unbedingt mit seinen Kindern einen Ausflug erleben will, kann auch gerne ins Taunus Wunderland.
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Adler_Steigflug schrieb:

Köln hat für Modeste auch 29 Millionen bekommen. Nächste Saison dürfen die sich auf Spiele gegen Paderborn, Heidenheim und Sandhausen freuen.


Ich gehe mal davon aus, dass unser Scouting mit den 40 Mios mehr anzufangen wüsste, als die Kölner seinerzeit mit ihren 35
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Ja, immer diese krassen Negativbeispiele. Nur weil Köln seine Einnahmen verka**t hat, heißt das natürlich automatisch, dass wir es auch genau so tun werden...

Werden wir nicht. Wir werden zwar nicht eine 100%ige Trefferquote haben, aber man kann davon ausgehen, dass 3/4 der geholten Spieler von dem Geld mehr oder weniger einschlagen werden.

Die Kölner hatten im Übrigen auch sehr viel Spielpech gehabt, ich erinnere nur mal an unser Spiel in Köln. Dieses Spiel hätten wir eigentlich nicht gewinnen dürfen. Es gab noch zig andere Spiele die so gegen Köln gelaufen sind, da kommst du dann halt irgendwann in diese berühmte Spirale rein. Nur allein von Modeste würde ich das nicht abhängig machen.
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grossaadla schrieb:

Freidenker schrieb:

Rebic gerade ausgewechselt nach einem starken Spiel gegen Brasilien und speziell gegen Madrids Marcelo. Falls da keine Mega-Angebote von Top-Clubs reinkommen, haben andere Scouts Tomaten auf den Augen.

Von mir aus bleiben die Angebote zumindest für kommende Saison noch aus.


Rebic werden wir wohl nie wieder so teuer verkaufen können wie nach seinem Spiel im Finale und wenn er jetzt bei der WM auftrumpfen sollte. Aber bitte bei Angeboten unter 40 Mio € gleich lachend auflegen. Und bei allen anderen Angeboten einfach noch mal 15 Mio € mehr fordern und sich dann in der Mitte treffen.

Mittelklasse-Spieler aus der Bundesliga werden heute für 20 Mio € verkauft. Da muss ein Unterschiedsspieler in wichtigen Spielen und gegen große Klubs einfach etwas kosten. Ansonsten bleibt er halt hier und holt mir uns den U-U-EFA-Cup aka EL.
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So sieht es aus. Rebic ist ein Top-Mann und macht in einem Spiel den Unterschied aus. Erst ab 30 Mio den Hörer aufnehmen und ab 35+ Mio anfangen zu reden, ansonsten lachend den Hörer auflegen.

Wenn Leute wie Diallo, Pavard oder Delaney um die 25 Mio oder mehr kosten sollen, dann ist Rebic mindestens 15 Mio mehr wert. Den Jungen sollten wir uns vergolden lassen, auch wenn es wehtun würde. Ich sehe ihn natürlich lieber bei uns spielen, aber die Mechanismen sind halt leider so.
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Wäre ein Coup. Aber ziemlich unrealistisch für uns.
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Misanthrop schrieb:

JohanCruyff schrieb:

Daher ist 5 Mio nie und für niemanden eine Fantasie-AK. Entweder will den Spieler für die AK niemand - nämlich dann wenn er weniger bringt als ein Waldschmidt (ohne etwas über sein Talent sagen zu wollen). Oder aber die 5 Mio sind viel zu wenig. Diese 5 Mio-AK kann niemals und in keiner mir erdenklichen Situation für den Verein von Vorteil sein.

Dir fehlt hier m.E. nicht etwa reichtlich, sondern die wenige Phantasie, die es benötigt, um sich das mögliche Vertragsszenario zu vergegenwärtigen.

Ich versuche es mal ganz allgemein:
Wenn ein Spieler mit einer AK verpflichtet wird, gehen zwei Parteien des Vertrages quasi eine Wette auf die Zukunft ein.

Der Verein lässt sich eine AK in den Vertrag schwatzen, wird aber im Gegenzug sein Gehaltsangebot verringern oder etwa eine längere Laufzeit fordern. Er geht somit das Risko ein, später einmal eine geringere, vielleicht auch - sofern der Spieler einschlagen sollte - nicht marktangemessene Ablöse zu erzielen, hat aber mindestens zwei Vorteile: Erstens unterschreibt der Spieler und man zieht daraus den erwünschten sportlichen Nutzen. Zweitens spielt der Spieler - das darf man sicherlich unterstellen - für ein Salär, das nicht dem entspricht, was der Verein ohne eine AK zu zahlen bereit gewesen wäre.

Der Spieler wiederum setzt darauf, dass sich ein gewisser Gehaltsverzicht für den Zeitraum X letztlich im Wechselfall für ihn auszahlen wird. Solte der Spieler nicht durchstarten, hat er folglich ein wenig vorteilhaftes Geschäft gemacht, denn sein Wetteinsatz hat sich nicht gelohnt.

Ich würde dieses Vorgehen von Vereinsseite als eher konservativ, i.S. von weniger spekulativ, bezeichnen wollen. Für den Speiler gilt logischerweise das Gegenteil.

Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt.
Wenn hier bisweilen davon ausgegangen wird, (fast) jeder unserer Spieler hätte mutmaßlich eine AK, dann unterstellen wir doch mal die wirtschaftlichen Konsequenzen, was natürlich nur anhand rein spekulativer Zahlen erfolgen kann:
Wenn der Verein in 20 Fällen Spieler seines Kaders mit einer von diesen gewünschten AK beglückt, dann wäre dies bei einer hypothetischen Gehaltsersparnis p.a. von sagen wir einmal 20 x 500.000,- im Jahr 10 Millionen Euro Gehaltsersparnis.
Auch dies einmal als denkbar unterstellt, ließe sich so natürlich auch mal die ein oder andere Transfermindereinnahme auffangen oder im schönsten Fall mehr als das.

Ich halte es daher nicht für seriös, sich zum Vergleich in der Causa Wolf z.B. einen bestimmten Spieler aus Bremen oder Pusemuckel heranzuziehen, um so vermeintlich zu belegen, was bei der Eintracht falsch läuft. Richtigerweise müsste man wohl als Diskussionsgrundlage einen längeren Zeitraum vergleichen und innerhalb dessen Transfererlöse, fiktive Transferverluste und Gehälter, und letztlich natürlich auch die sportlichen Erfolge, da diese sich wiederum in Fernsehgelder, Sponsorenverträgen etc. wirtschaftlich niederschlagen, miteinbeziehen. Leider ist das nicht möglich, weil uns hierfür bereits die Zahlen fehlen. Außerdem würde das Erstellen eines dafür erforderlichen vereinsübergreifenden Vergleichsschlüssels wohl selbst gewiefte Statistiker und BWLler in Suizidnähe bringen.

So sehr man im Detail über solche Szenarien streiten und verschiedener Meinung sein kann, so kommt mir jedenfalls die tatsächliche Vielschichtigkeit dieser ganzen Vertrags- und AK-Geschichten hier erheblich zu kurz. Mit einem simplen, "den haben wir ja verschenkt, der ist mindestens das x-fache wert" ist es m.E. jedenfalls nicht einmal ansatzweise getan.

Dass meine obigen Beispiele allesamt nicht einmal ansatzweise den Tatsachen entsprechen werden, bedarf hoffentlich keiner Erwähnung. Ebensowenig, dass ich mir im Fall Wolf auch eine Ablöse von 20 Millionen für meine Eintracht gewünscht hätte. Aber ich ziehe in Erwägung und hoffe sehr, dass in dieser jüngsten Angelegenheit vielleicht nicht alles ganz trottelhaft vonstatten gegangen ist.



Dein sehr gut argumentierender Beitrag zeigt leider auf, wie verfahren die Diskussion ist. Denn mir kommt es so vor als bekommst du eher Zustimmung, weil du die sportliche Leistung entlastest als dafür, dass du über mögliche Kalkulationen aufklärst.

Ich kann ja nicht für jeden AK-Kritiker sprechen, aber mir muss niemand erklären, dass die Eintracht gut geführt ist. Aus meiner Sicht sind wir sogar der dynamischste Verein in der Bundesliga. Wir geben an allen Stellen ein gutes, stimmiges und einheitliches Bild ab. Vorstand, Mannschaft, Fans - eine Eintracht. Nicht alles ist schon gut, aber überall wird daran gearbeitet. Und dabei wird weder sportlich noch wirtschaftlich nur aufs hier und jetzt geschaut. Zumindest mittelfristige Perspektiven werden auch immer angedacht und angepackt.

Bloß: muss man all das immer dazu sagen, wenn man über diese AK und AKs allgemein diskutiert? Ist es nicht mehr möglich über eine Sache zu diskutieren und die nicht als absolutes Lob oder vernichtende Kritik des Vorstandes, sondern einfach nur als Diskussion über diese eine Sache zu verstehen?

Kommen wir also zur AK: Wenn ich eine 5Mio AK für einen Fehler halte, dann sage ich damit nicht: Der Vorstand hat ohne sich etwas zu überlegen und ohne Druck von anderen Interessen die AK da hereingeschrieben. Natürlich haben sie sich etwas überlegt, haben verhandelt und haben sich dann nach Abwägen von Vor- und Nachteilen darauf eingelassen. Aber muss man solche Banalitäten wirklich dazu sagen? Meine Kritik geht ja gerade auf diese Kalkulationen. Und mir leuchtet keine, auch die von dir genannte, ein im Sinne von: jetzt verstehe ich, warum das gut für Eintracht Frankfurt war.  Hier im Forum werden unsere Mini-Ablösesümmchen immer schön geredet. Das ist eine Nachwirkung von der Bruchhagen-Zeit und ich befürchte dieses Denken ist in der AG auch noch nicht ganz raus. Dabei ist es so: einen Wolf zu heute marktüblichen Konditionen verkauft: das entspricht finanziell einer CL-Teilnahme. Da entgeht der AG Geld, das sie sich durch ihre tolle Arbeit eigentlich erarbeitet hätte, da wird der Lohn nicht eingefahren. Das ist das Problem. DIE Lösung gibt es nicht, aber viele Alternativen. a) Mehr Risiko eingehen. Von 5 Wolfs jedes Jahr einen teuer verkaufen, schafft durchaus Spielraum bei den Gehältern. b) Hohe, realisierte Forderungen von uns machen alle unsere Spieler teurer. c) Spieler, die auf AKs unter 50 Mio (meinetwegen 30 Mio) bestehen, verpflichten wir nicht. Warum? Wir subventionieren keine Topvereine. d) Spielern klar machen: Holt euch ein Spitzenverein für eine geringe Summe, seid ihr dort nicht viel wert. ...

Wir hätten die Saison ohne den Unterschiedsspieler Wolf genauso gut gespielt. Vielleicht wäre Barkok explodiert, vielleicht hätte Fabián mehr Spiele gemacht, ...

Wir sind nicht abhängig von einzelnen Spielern und ich würde meine Hand für den Wolf bei einem anderen Verein auch nicht ins Feuer legen. Wer schon solche Homestorys macht, der erinnert mich an Anicic. Aber ist auch egal. Wir hätten finanziell mehr davon profitieren müssen, wie er sich diese Saison bei uns präsentiert hat. Aber sollten nach der WM Rebic für 40 Mio, Fabian für 25 und Gacinović auch für 20-30 Mio gehen, dann werde ich mit Sicherheit Wolf als Ausnahme ansehen und alles ist gut. Aber blickt man auf die letzten Jahre zurück, ist Wolf leider die Regel und nicht die Ausnahme.


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Danke für diesen tollen Beitrag. Sehe ich Punkt für Punkt genauso. Besonders mit dieser Passage "Hier im Forum werden unsere Mini-Ablösesümmchen immer schön geredet. Das ist eine Nachwirkung von der Bruchhagen-Zeit und ich befürchte dieses Denken ist in der AG auch noch nicht ganz raus" hast du vollkommen Recht. Dieser Mief aus der Bruchhagen-Ära ist leider immer noch in den Kleidern, er war der Grund weshalb wir 1 1/2 Dekaden nur rumgeirrt sind und Platz 14 vor der Saison als Ziel ausgegeben haben und diesen Platz am Ende dann auch noch gefeiert haben. - "Du, was ist dein Tipp für diese Saison?" - "Hauptsache nicht absteigen, alles andere wäre Zubrot. Aber ich denke wir sollten nicht so groß denken, sind ja schließlich nur die Eintracht blabla..." - Kein Wunder, dass wir hier eine Wohlfühloase waren. Trainer und Spieler wussten, hier kannst du es auch mal ruhiger angehen lassen und wirst dafür sogar fürstlich bezahlt.

Jetzt gerade lese ich, dass der Mainzer Diallo Dortmund mindestens 25 Mio kosten soll. Gladbach bietet 10 Mio für den komischen Füllkrug und Delaney geht wohl für 24 Mio über die Theke. Komischerweise haben da die Berater anscheinend nicht sooooviel zu sagen wie bei uns, nur bei uns heißt es "Ja,ohne AK oder zu hohe Ablöse, kommt der Spieler halt net" - Schon klar.
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Das wäre der Hammer!
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Was ist denn eine vernünftige Summe? Wenn du einen Spieler für Betrag X holst und ihm das Zehnfache als AK reinschreibst, ist das jetzt vernünftig oder unvernünftig?
Ganz davon abgesehen, dass der Spieler resp. sein Berater bei der Höhe der AK ja auch ein Wörtchen mitreden.
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Vereinfacht gesagt: Ja, es ist vernünftig und wirtschaftlich klug einem Spieler das zehnfache der Summe, für die man ihn geholt hat, in den Vertrag als Ablöse reinzuschreiben. Jetzt kommt das ABER: Hole ich jemanden für 5Mio, dann wäre das zehnfache hier ein wenig unrealistisch. Hole ich aber jemanden für 500.000 (Wolf), dann ist das zehnfache einfach nur dämlich in heutigen Zeiten. Und dass der Berater was zu sagen hat, ist klar. Aber komischerweise dürfen die bei uns viel mehr sagen als sonstwo.

Ich hoffe, dass Adis Klausel eine wesentlich realistischere Summe beinhaltet als die von Kovac. Ich erinnere: Der Co-Trainer von Düsseldorf hat fast soviel gekostet wie Kovac.
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Morphium schrieb:

Laut BLÖD hat er ebenfalls eine Klausel im Vertrag. Das kotzt mich wieder derbe an, falls es stimmen sollte. Fussball ist mittlerweile nur noch ein Shice-Geschäft.

Haben wir ihn nicht erst auf Grund seiner AK bei YB überhaupt bekommen?
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Müssen wir deshalb ihm auch eine geben?

Mir geht es vor allem um die Summe. Klausel (wenn es sein muss) ja, aber bitte mit einer vernünftigen Summe verdammt nochmal!
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Laut BLÖD hat er ebenfalls eine Klausel im Vertrag. Das kotzt mich wieder derbe an, falls es stimmen sollte. Fussball ist mittlerweile nur noch ein Shice-Geschäft.
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Wer oder was war der eine durchgedrehte der irgendwas über Worms in der PK erzählte?
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Naja bei Deinem Nickname wäre ich auch arg gelassen
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Du, ich habe hier früher Diskussionen erlebt, vor allem im Dies&Das, da musste ich zwangsläufig Gelassenheit entwickeln. Nick hin oder her.
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Jetzt sind die Brandstifter die das Forum meist in Unruhe setzen wieder weg oder es kommt gleich ein Entschuldigung (wovon dann von allen Seiten Respekt gezollt wird)das es etwas zu scharf war.....und morgen gehts dann wieder genauso weiter.
Da brauchts nicht mal mittag werden.
Da werden die ersten die irgendwas blöd finden gleich wieder weggeflext.
Dann wird wieder unterstellt das man alles blöd findet u.s.w.
Ich bin meist noch nicht mal einer derjenigen die angegriffen werden,aber es kotzt einen langsam an.
Wird derjenige dann kritisiert springen seine 2-3 Jünger zur Seite u.s.w.
Eigentlich ist das ein cooles Forum,aber letzte Zeit ists arg.
Hab aber trotzdem keine Lust wie viele andere mich davon/dadurch hier verscheuchen zu lassen.
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grossaadla schrieb:

Eigentlich ist das ein cooles Forum,aber letzte Zeit ists arg.


Sorry, aber was hast du in den Jahren 2008, 2009 oder 2011 getan? Warst du damals noch nicht im Forum?

Wer diese Zeit erlebt hat, für den ist es aktuell wie Urlaub hier.

Ernsthaft: Wenn dir die Lust an diese Plattform aufgrund von dezenter Kritik an den Klauseln vergeht, dann bist du nicht grad resistent.
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Morphium schrieb:

municadler schrieb:

darüberhinaus denke ich mal, dass die meisten das sehr viel lockerer sehen würden, wenn wir wüssten dass Wolf ein Ausnahme Fall ist.


Und genau darum geht es. Wenn es ein Ausnahmefall gewesen wäre, dann hätte man gesagt "War unglücklich, passiert halt, aber es bleibt ein Ausnahmefall usw" und es wäre dann Ruhe gewesen.

Auch geht es darum das man vor den Vertragsabschlüssen mit Kovac und Wolf laut verkündet hat man mache keine AK mehr in die Verträge. Jetzt ist innerhalb kürzester Zeit zweimal die AK gewendet worden und das bei Verträgen wo es sie angeblich nicht mehr hätte geben dürfen.
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Das macht die Sache noch schlimmer. In Zukunft darf man überhaupt nichts an Aussagen wie "Rebic hat keine Klausel" geben.