
nicole1611983
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EintrachtFrankfurtAllez schrieb:booyaben schrieb:Fußballverrückter schrieb:
Und wenn der DFB irgendwann mal Stehplätze abschafft und auch das Stehen während des Spiels verbietet? Setzt ihr euch dann auch brav hin und schüttelt den Kopf über diese Unbelehrbaren, die doch wieder stehen?
Wenn Rauchen im Stadion verboten wird - hören dann alle leidenschaftlichen Raucher hier auch auf im Stadion zu rauchen?
Man sollte vllt. mal ein wenig hinterfragen, ob diese Maßnahmen seitens des DFB Sinn machen.
Jahrelang war (und ist in gewissen Ländern auch noch) der Einsatz von Pyrotechnik nicht das geringste Problem, wurde immer gerne gesehen und auch positiv hervorgetan (Stichwort Betzenberg).
Doch irgendwann dachte man sich: Das passt nicht mehr zum klinisch sauberen Image, was wir hier gerne hätten. Verbieten wir das halt.
Und dann meint hier jeder, spuren zu müssen? Zeigt doch mal wieder, wie manipulierbar und willenlos diese Gesellschaft ist.
Muss man sich jede noch so sinnlose Maßnahme gefallen lassen?
Zumal: Wenn die Eintracht Millionen von Euro für irgendwelche unbrauchbaren Spieler raushauen kann, kann mir keiner erzählen, dass diese im Verhältnis einem Witz gleichkommende Summe der Eintracht weh tut.
Und auch wenn vom DFB Sanktionen kommen, kann man sich sagen, dass man nicht wie die anderen eingeknickt ist, sondern seiner Überzeugung treu geblieben ist.
mann oh mann. in was für einer welt lebst du kleiner rebell denn? wenn dich das verbot von bengalos stört, dann schreib an die dfl und setz dich für ´ne änderung ein. oder noch besser, bleib aus dem stadion draussen und kauf dir ien paar karten für die pyronade in berlin (feuerwerksweltmeisterschaft). wie kommst du drauf, dass du das recht hast rebell zu spielen? während 50000 im stadion ohne bengalos gut klarkommen, muss der ganze verein unter so idioten wie dir leiden.
Immer schön "ja" sagen und mit dem Kopf nicken.
Ganz nachdem Motto was der Staat und der DFB macht muss ja gut sein
Wie kommst du darauf ihm verbieten zu können Rebell zu spielen und seine Meinung zu bekunden?
Ich könnt kotzen.
Geht es aber wirklich um Rebell spielen?
Zünden die Fans der Gastmannschaft in unserem Stadion Bengalos, dröhnt es im ganzen Stadion, auch aus den Stehblöcken "XYZ A***löcher". Und gerade der "harte Kern" geht doch da immer ab und pöbelt ohne Ende.
Wenn es darum gehen würde zu rebellieren, dann müsste man sich doch mit den Gästefans solidarisieren. Ist aber nicht so.
Ich denke auch, dass Lötzbeins Aussage nicht ohne Grund kommt. Als nächste Maßnahme des DFB könnte ich mir ein "Auswärtsfahrerverbot" am ehesten vorstellen.
@ Fußballverrückter
Du trennst zwischen Böllern und Pyro. Ist soweit ja auch ok. Aber in letzter Zeit gab es kaum eine Pyroeinlage ohne Böller.
Und auch Bengalos sind nicht so ungefährlich wie hier immer getan wird. Ich verweise hier nur mal auf den Erlebnisthread aus Leverkusen Hier
Ich denke, wirklich Nachdenken tun die meisten erst, wenn wirklich mal was passiert.
@ Fußballverrückter
Du trennst zwischen Böllern und Pyro. Ist soweit ja auch ok. Aber in letzter Zeit gab es kaum eine Pyroeinlage ohne Böller.
Und auch Bengalos sind nicht so ungefährlich wie hier immer getan wird. Ich verweise hier nur mal auf den Erlebnisthread aus Leverkusen Hier
Ich denke, wirklich Nachdenken tun die meisten erst, wenn wirklich mal was passiert.
TiNoSa schrieb:
Frage zum Dortmundspiel:
Heute haben die Majas 4 Gelbe bekommen (Sahin, Barrios, Schmelzer, Santana).
Ist da irgendeine Sperrre (5. Gelbe o.ä.) dabei??
Kann hierzu nix finden.
Dank an die Statistiker!
T.
Nö keine Sperre
SGEjobra27 schrieb:Wuschelblubb schrieb:SGEjobra27 schrieb:
schön, 2:1 stuttgart
Jo richtig schlecht für uns, da Stuttgart weiter ranrückt, aber trotzdem gut...
ob man nun 10. oder 11. wird ist doch im prinzip total egal. fakt ist, dass ich den drecks-dortmundern auf gar keinen fall nen europapokalplatz wünsche...
Aber die meiste hätten wohl dem VFB noch etwas länger den "Abstiegskampf" gegönnt. So ist der Abstand nach vorne zwar nicht größer geworden, aber von hinten rücken sie jetzt ran.
Klar hat der VFB einen Kader, der "oben" mitspielen kann (war ja auch teuer genug). Aber gerade deshalb hat es mich gefreut, dass die unten drin hängen. Ich mag den VFB irgendwie nicht.
Aber wenigstens kann sich Löw (der heute übrigens wieder in Stuttgart war) wenigstens behaupten, dass er zurecht auf die ganzen Stuttgarter setzt.
Ausgleich
Naja Basalti, aber das die Schiris diesem Spieltag nicht ihren besten Tag hatten ist eindeutig. Ich denke jedoch, und da stimme ich mit dir überein, dass wir noch einen der besseren Sorte hatten.
Wenn man sich die nicht gegebenen Elfmeter für Hoffenheim und den FCB sieht, die lediglich gelbe Karte für Bailly, die eigentlich ne rote war, jetzt das Tor für den VFB. Alles in allem waren die Schiris dieses Wochenende wirklich schlecht und Sippel einer der besseren Sorte, wobei mich die ganzen Freistöße für Chihi's Rumfallerei geärgert haben.
Wenn man sich die nicht gegebenen Elfmeter für Hoffenheim und den FCB sieht, die lediglich gelbe Karte für Bailly, die eigentlich ne rote war, jetzt das Tor für den VFB. Alles in allem waren die Schiris dieses Wochenende wirklich schlecht und Sippel einer der besseren Sorte, wobei mich die ganzen Freistöße für Chihi's Rumfallerei geärgert haben.
EGS1899 schrieb:Henk schrieb:
die spieler um ihn rum hatten alle so entsetzt geschaut und libe hatte sogar ümits auswechselung angezeigt. muss also was deutlich sichtbar gewesen sein. aber wenn es ein bruch gewesen wäre (jochbein, kiefer?) hätten sie ihn wohl kaum wieder aufs feld gelassen?!
Gut das das Alvarez war ....
??? Der kam doch erst viel später. Es war gefühlte 10 Sekunden nach Korkmaz Einwechslung, als er zu Boden ging und wohl auch benommen war.
Sag ich doch, Du und Laura. Ich wasche meine Hände in Unschuld, da ich ja beim Sieg gegen Bremen auch nicht am GD war.
Es geht halt doch nicht ohne euch beide *g*
Wenn ihr vor dem SPiel am GD nicht mit Abwesenheit geglänzt hättet, hätte Russ bestimmt nicht das eigene Tor getroffen. ,-)
Wenn ihr vor dem SPiel am GD nicht mit Abwesenheit geglänzt hättet, hätte Russ bestimmt nicht das eigene Tor getroffen. ,-)
Ich kann nicht. Aber meine bessere Hälfte kommt. Und gegen Freiburg komm ich dann auch wieder.
Ich wünsch euch viel Spaß, zieht euch warm an und packt die 3 Punkte in Richis Auto ein, damit die Kölner sie nicht klauen können.
Auch von uns alles Liebe und Gute.
Und Richi, du weißt ja, dass Geschirr für den Polterabend wartet nur noch darauf zum Einsatz zu kommen ,-)
Und Richi, du weißt ja, dass Geschirr für den Polterabend wartet nur noch darauf zum Einsatz zu kommen ,-)
SGE_Werner schrieb:
Wir sind bei den Arztbesuchen spitze in Europa. Das ist Fakt. Da braucht man nicht groß drum rumzureden, das liegt nicht an einzelnen Personen, ich glaube das ist dann doch eher etwas gesellschaftlich begründetes und ist zudem noch dem System geschuldet. Wie oft wird man bei manchen Sachen von einem Arzt zum anderen geschubst? Durfte das die letzten 5 Monate dankenswerterweise toll miterleben. Ich hab jetzt die letzten 5 Monate fast 20 Arztbesuche hinter mir. Und mir wärs auch mal lieber, wenn gewisse Ärzte z.B. unter einem Dach kooperieren würden oder der nächste MRT/CT sich nicht 20 km entfernt befindet. Dadurch ist die Arztbesuch-Zahl drastisch gestiegen.
Die Frage ist, warum schaffen es die Skandinavier z.B. mit 5-6 Besuchen im Jahr auszukommen? Haben die dawiede´s alle so Prachtkörper oder watt?
Liegt das aber nicht auch an den Neuerungen des Systems? Unser Hausarzt war z.B. bis vor ein paar Jahren Hausarzt und Internist. Dann musste er sich entscheiden: Entweder Hausarzt oder Internist. Resultat: Für die internistischen Diagnosen muss er jetzt an nen Kollegen überweisen.
Dann kommt die Sache mit den Überweisungsscheinen hinzu. Die meisten gehen doch am Anfang des Quartals zum Hausarzt und holen sich dann dort die Überweisungsscheine.
marcelninho85 schrieb:
erstens habe ich meinen BEitrag über die Alten zurückgenommen, da nicht korrekt, sehe ich ein.
Allerdings habe ich nirgendwo gefordert, dass Leute mehr selbst bezahlen sollen. Nur das ein Anreitz geschaffen werden sollte, nicht bei jedem Mist zum Artzt zu gehen. Oder mit dem Rauchen aufzuhören. Warum sollen Fussballer nicht für ihr erhöhtes Verletzungsrisiko höhere Beiträge zahlen als Jogger? Sind die Leute dadurch gesünder geworden, dass sie inzwischen 18 mal durchschnittlich im jahr zum Artzt gehen und sich bei jedem Scheiß unnütze Tablettencocktails reinziehen???
Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass ich Leuten die kein Geld haben die letzten Euronen wegnehmen will oder gar das Arbeitslose ihre Krebstherapie selber bezahlen. Keine Ahnung wo du das her hast.
Ich sage ja selber, dass das System durch Steuerfinanzierung so gestaltet werden muss, dass niemand über Gebühr beansprucht wird oder lebensnotwenig Versorgung vorenthalten bekommt. Ich will nicht, dass von den 170MIlliarden Gesundheitskosten mehr von armen bezahlt wird, sondern dass diese Summe in ihrer Gesamtheit kleiner wird. Durch Abschaffung der Apotheker und Anreize für Patienten nicht dauernd zum artzt zu rennen.
Naja wenn ich hier das neoliberale Feinbild abgeben soll, lasst euch doch von mir aus dran aus, aber vielleicht kann man ja mein Beitrag auch erst mal lesen.
Naja ein finanzieller Anreiz nicht zum Arzt zu gehen kann doch eingentlich nur sein, wenn man dafür mehr zahlen muss, oder wie der Anreiz sonst aussehen? Und wenn du schreibst, jeder Deutsche war im Durchschnitt 18 Mal bei Arzt, dann finde ich das gar nicht soviel.
Rechne doch mal hoch, wie oft der "Gesunde" allein nur zur Vorsorge zum Arzt geht:
2 x im Jahr zum Zahnarzt
2x im jahr zum Augenarzt, wenn man Brille trägt
2x im Jahr zum "Allgemeinchek" zum Hausarzt
als Frau noch 2x im Jahr zum Frauenarzt
da sind wir schon bei 8 Besuchen, ohne dass man Krank ist. Hat man dann noch ne Grippe bei der man krankgeschieben wird kommen min. noch 2 Besuche hinzu.
Ein chronisch Kranker muss hingegen 1 Mal im Monat allein zu dem Arzt der für seine Krankheit zuständig ist. Dann kommen die "normalen Besuche" noch hinzu.
Ne schwangere Frau rennt am Ende der Schwangerschaft auch 1 Mal die Woche zum Frauenarzt. Somit sind 18 besuche beim Arzt gar nicht soviel.
Ich denke wirklich den größten Teil an Kosten könnte man wirklich an Arzneimittel sparen. Es kann nicht sein, dass ein Reimport eines Arzneimittels günstiger ist als das für den deutschen Markt produzierte Arzneimittel.
marcelninho85 schrieb:
Grade bei älteren Leuten habe ich oft das Gefühl, dass sie eher zum Artzt gehen weil sie sich mit jemanden unterhalten wollen, anstatt das sie wirklich krank sind... Dumm nur, dass der Arzt die 15 Minuten Seelenpflege mit 100 Euro berechnet...
Also, dass finde ich jetzt schon ne Frechheit gegenüber den Leuten, die geschuftet haben um die den Wohlstand zu ermöglichen, in den du rein geboren wurdest. Natürlich mag es den ein oder anderen geben, der um sich zu Unterhalten zum Arzt geht. Ich glaube aber kaum, dass der Großteil der Großmütterchen und Großväterchen gerne Schmerzen in den Knoche, Probleme mit Altersdiabetes usw. hat.
Genau sowenig glaube ich, dass chronisch Kranke dir und allen die so denken wie du nicht gern auf der Tasche liegen. Aber was sollen sie denn machen? Sie brauchen eben regelmäßig Medikamente und ggf. weite Heilbehandlungen, damit wenigstens der Status Quo gehalten werden kann.
Die meisten Menschen werden nicht freiwillig krank und haben sich ihre Krankheit auch nicht ausgesucht.
Weißt du wohin es führt, wenn die Beteiligung an Medikamenten und sonstigen Behandlungen, wie von dir gefordert noch weiter verlagert auf den Patienten verlagert werden? Dann werden noch weniger Menschen zum Arzt gehen, weil sie es sich nicht leisten können. Nimm doch mal als Beispiel die Generation deiner Großeltern. Die meisten Frauen dieser Generation waren nicht arbeiten oder eben nur vor und nachdem die Kinder aus dem Haus waren. Zur damaligen Zeit war es eben so, dass man sich um Kinder und Haushalt zu kümmern hat. Denkst du mit der kleinen Rente die eine solche Frau bekommt ist es möglich sich an jeder Leistung des Arztes finanziell zu beteiligen? Insbesondere nachdem die Kosten für die Grundversorgung (Gas,Wasser,Strom) von Jahr zu Jahr ansteigen, die Renten aber nicht in dem Maß?
Wie soll ein Krebskranker auch nur 10% der Kosten die so eine Behandlung kostet selbst tragen? Er hat doch schon weniger, da er nur noch Krankengeld bekommt.
marcelninho85 schrieb:municadler schrieb:marcelninho85 schrieb:
Ich glaube immer noch, dass ein Privat finanziertes Krankenkassensystem funktionieren kann. Natürlich müsste sichergestellt werden, dass Versicherungspflicht besteht und die Kosten ein gewisses Maß nicht überschreiten dürfen und zB nach dem erreichen des 50ten Lebensjahrs sowieso nicht mehr angehoben werden dürften. Das ganze kann von mir aus stark Steuersubventioniert ablaufen und damit sozial gerechter gestaltet werden.
Immerhin würde es dann einen Sinn geben, nicht wegen jedem Scheiß zum Artzt zu rennen und auf seine Gesundheit acht zu geben. Ich gehe so gut wie nie zum artzt und meine Eltern pumpen für mich trotzdem jedes Jahr zigtausend Euro in ein system, dass ich nicht brauche. Wenn ich mal zum Artzt gehe, sehe ich viele Leute wegen kleinsten Wehwechen die Wartezimmer verstopfen.
Diese Reform ist allerdings zweitrangig gegenüber einem anderen Punkt: Die dringend benötigte Öffnung des marktes der Apotheker. Ich bin mir ganz sicher, dass in diesem Fall die Medikamentenkosten sehr schnell fallen würden, auf Grund erhöhter Konkurrenz (allerdings natürlich nur, wenn man die Pharmalobby mit allen Mitteln des Wettbewerbsrechts bekämpft!). Wenn man daran denkt, wieviele Millarden damit sicher eingespart werden könnten, tuts mir für die Apotheker eigentlich nicht besonders leid...
nochmal zur Verdeutlichung:
im Versicherungsprinzipo geht es darum, dass die Starken für die Schwachen , die Gesunden für die Kranken eintreten. Das und nichts anderes ist das versicherungsprinzip- bei einer staatlichen versicherung sollten noch zusätzlich die reicheren für die ärmeren eintreten. das ist Solidarität.
Es geht eben NICHT darum, aufzurechnen wieviel von seiner Beitragskohle man wieder reinholt - Weder durch Jammern dass man gesund war und trotzdem bezahlt noch durch unötige Arztbesuche..
Ebenfalls zur verdeutlichung: Mir geht es nicht darum, das Solidarprinzip in der Versicherung aufzuheben, aber unser derzeitiges system kostet 170 Milliarden Euro im Jahr,mit großem Wachstumspotential, ich glaube nicht, dass wir uns das auf Dauer leisten können.
Jedes Jahr gehen die Deutschen öfter zum Arzt, nehmen mehr Medikamente usw... Ich glaube nicht, dass die Menschen kränker werden, oder das diese Überversorgung zu besserer Lebensqualität führt. SOndern das diese Gesellschaft viele Hypochonder produziert die wegen jedem sch.... zum artzt rennen.
Daher bin ich dafür, einen Anreiz zu schaffen auf seine Gesundheit zu achten und bei nem SChnuppe vielleicht sich mal ohne zig MEdikamente für nen halben Tag ins BEtt zu legen. Und Anreize kann man nur durch finanziellen Druck schaffen...
Wie aber schon geschrieben ist die Aufhebung des Wettbewerbschutzes für Abpotheker weitaus nötiger...
Schon mal dran gedacht, dass unsere Gesellschaft einfach älter wird, ein Großteil unserer Gesellschaft eben schon im Rentenalter oder nahe dran ist und ältere Leute eben öfter krank sind?
Und wieso lassen sich die Leute bei Husten und Schnupfen eben Medikamente aufschreiben? Weil die Zahl der Krankschreibungen von Jahr zu Jahr sinkt und wieso? Weil man heute nicht mehr krank sein kann ohne Angst um seinen Job zu haben. Bevor man sich mit nem grippalen Infekt 3 Tage ins Bett legt schluckt man eben lieber etwas und geht arbeiten.
Hubert_Cumberdale schrieb:nicole1611983 schrieb:
Ich denke in diese Richtung müsste unser Gesundheitssystem geändert werden: Es müsste mehr Vorsorge gezahlt werden. Wie ist es denn heute?
Hautkrebsvorsorge: gibt es ab 35
Brustkrebstvorsorge: wer kein Risikopatient ist darf das bis 30 selbst zahlen.
Darmkrebsvorsorge: wird ab 50 gezahlt
OT:
Prävention ist wichtig und richtig. Allerdings haben auch die Altersbegrenzungen, die du aufgeführt hast, ihre Berechtigung und sind Ergebnis einer evidenzbasierten Lagebeurteilung.
Eine flächendeckendes Mammographie-Screening für jüngere Frauen beispielsweise ist schlichtweg nicht sinnvoll. Erstens ist Brustkrebs in der Regel ein Krebs der alten Frau. Bei jüngeren Frauen ist zweitens der Anteil falsch-positiver Befunde sehr hoch. Das heißt, dass der Test positive Ergebnisse anzeigt, obwohl keine Erkrankung vorliegt. Folgen sind einerseits psychische Belastung für die Patientin, andererseits Kostenexplosion.
Ein ähnliches Bild gibt sich bei der Darmkrebsvorsorge: Auch hier ist die Grenze 50a sinnvoll gewählt, da vorher das Kosten-Nutzen-Verhältnis, also die Anzahl der entdeckten Krebserkrankungen/-vorstufen mit der Anzahl/den Kosten der Untersuchungen. Das kann für den einzelnen, der durchs Raster fällt, natürlich fatal sein, hat aber nichts damit zu tun, dass der Nutzen einer effektiven Krankheitsprävention verkannt wird. Dennoch ist die moderne Medizin immer dazu verdammt, kosteneffizient zu arbeiten. Dazu kann man freilich stehen wie man will...
Ich rede hier nicht von teuren Untersuchungen.Bei der Brustkrebsvorsorge ist die eine Tastuntersuchung erst ab 30 Kassenleistung. Und gerade in einem Zeitalter in dem viele Frauen schon mit 16 oder früher die Pille nehmen, welche das Brustkrebsrisiko enorm erhöht, sollte doch zumindest sowas drin sein.
Das gleiche gilt meiner Meinung nach für die Hautkrebsfrüherkennung.
Ich bin der Auffassung Früherkennung ist günstiger, als wenn die Kasse später eine Krebsbehandlung mit OP, Chemo- und Strahlentherapie und ggf. z.B. bei Brustkrebs den Wiederaufbau der Brust zahlen muss.
In meinen Augen wird viel zu wenig auf Vorsorge und viel zu viel auf Behandlung der ausgebrochenen Krankheiten gesetzt.
Und um zurück zum Thema zu kommen: Bei einer totalen Privatisierung des Gesundheitssystems würde, meiner Meinung nach, noch weniger Wert auf Vorsorge gelegt werden. Zudem würden bestimmte Behandlungen, die eben "lediglich" die Lebensqualität steigern nur noch der "oberen" Schicht vorbehalten. Wir sehen doch im Bereich der Zahnmedizin jetzt schon wo es hinführt, wenn die Kasse nur noch das nötigste zahlt.
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marcelninho85 schrieb:
I
Immerhin würde es dann einen Sinn geben, nicht wegen jedem Scheiß zum Artzt zu rennen und auf seine Gesundheit acht zu geben. Ich gehe so gut wie nie zum artzt und meine Eltern pumpen für mich trotzdem jedes Jahr zigtausend Euro in ein system, dass ich nicht brauche. Wenn ich mal zum Artzt gehe, sehe ich viele Leute wegen kleinsten Wehwechen die Wartezimmer verstopfen.
Erstmal, schön, dass du selten krank bist, aber bedenke, du bist auch erst 25.
Die Frage ist, was ist für dich jedes kleine Wehwehchen? Und sind kleine WehWehchen nicht dann und wann auch Anzeichen für schwere Krankheiten?
Ich kenne jemanden, der hat im November 2006 mit Husten begonnen. Immer gesagt, wegen so einem kleinen Wehwehchen geh ich nicht zum Arzt. 2 Jahre später war er tot.
Und führt so etwas nicht dazu, dass auch Vorsorgeuntersuchungen nicht mehr wahrgenommen werden?
Ich denke in diese Richtung müsste unser Gesundheitssystem geändert werden: Es müsste mehr Vorsorge gezahlt werden. Wie ist es denn heute?
Hautkrebsvorsorge: gibt es ab 35
Brustkrebstvorsorge: wer kein Risikopatient ist darf das bis 30 selbst zahlen.
Darmkrebsvorsorge: wird ab 50 gezahlt
Und wohin führt ein privates Gesundheitssystem? Dahin, dass nur noch die Grundversorgung abgedeckt ist. Dinge die nicht "Lebensnotwendig" sind fallen dann raus. Es geht ja höchstens Lebensqualität flöten.
Dir ist aber schon klar, dass es nicht nur um die €10.000 geht, sondern auch hierum:
"Unser Konto an Vorbelastungen ist jetzt prall gefüllt und die Lage ist ernster als mancher denkt", so Klaus Lötzbeier.
Bei einem Geisterspiel reden wir nicht mehr nur von €10.000. Natürlich sind für die Eintracht € 10.000,-- nicht so viel wie für dich und mich, trotzdem könnte das Geld besser investiert werden. Ich meine Zolo hat mal erwähnt, dass das Geld für Strafen am Budget für die Fans abgezogen wird. Und mit weiteren Konsequenzen ist wohl laut Aussage Lötzbeier zu rechnen.
Viele finden es wohl einfach nicht ok, dass der Verein dafür zahlen muss, dass bestimmt Jungs und Mädels sich mit Jungs und Mädels von anderen Vereinen nen Wettstreit leisten müssen, wer mehr und lauter mit Pyro im Gästeblock umgehen kann.
Man hat doch mit dem Kauf der Dauerkarte nicht gleichzeitig ein bestimmtes Kontingent an Strafen die der Verein für einen Zahlen kann mitgekauft.
Ganz davon abgesehen, dass Repressalien, die alle Fans treffen, auch u.a. wegen solchen Aktionen bestehen.