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Raggamuffin

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Aceton-Adler schrieb:

Aha, dann erkläre mal, an welchem Punkt es in der Argumentation/ Begründung Unterschiede gibt.

Bin sehr gespannt...

Du redest von Minderheiten in Gesellschaften etc. Das hat mit der Sache schlichtweg nichts zu tun und dient nur dazu, Dramatik zu erzeugen.  
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Sind denn Fußballfans keine Minderheit? Oder sind die eine Minderheit, die man nach Lust und Laune diskriminieren darf?
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Leg mir doch bitte nichts in den Mund, was ich nie gesagt habe! Ich habe immer nur gesagt, dass die VERURSACHER (!!!) schuld sind. Sonst niemand. Solltest Du also weder Fackeln geworfen, noch Leuchtkugeln abgeschossen oder Sitzschalen herausgerissen haben, habe ich zu keinem Zeitpunkt Dir oder jemand anderem Unbeteiligten auch nur einen µ Schuld an der Strafe gegeben!

Also noch mal anders formuliert. Wenn die Vorfälle, die zur Strafe geführt haben, nicht gewesen wären - wofür hätte die UEFA uns dann bestrafen wollen?
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Ich möchte mich nicht für die Taten anderer bestrafen lassen, du lässt es einfach über dich ergehen.
Das ist der Punkt.
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BK hat doch Kollektivstrafen ebenfalls kritisiert, oder übersehe ich da was in dieser endlosen Schleife?
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Hat er erwähnt, ja, aber gleichzeitig beharrt er auf dem Standpunkt, dass wir alle selbst schuld sind und uns deswegen nicht beschweren dürfen.
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Aceton-Adler schrieb:

Irgend einer mit irgend einer Religion macht was, pauschal werden alle mit gleicher Religion bestraft.

Dann ist die Strafe auch falsch bzw das Maß der Strafe, aber der Verursacher ist doch immer noch derjenige, der "was gemacht hat".
Völlig egal, welches Beispiel Du wählst. Schuld ist der, der angefangen hat.
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Ohne nun weitere Vergleiche bemühen zu wollen, finde ich dieses Rechtsverständnis fragwürdig, weil du damit jeder willkürlichen Bestrafung einen Freibrief erteilst.
Ich finde man darf die Art der Bestrafung kritisieren, völlig unabhängig von der Schuldfrage der Verursacher.
Aber weil wir uns dennoch nur im Kreis drehen, will ich das auch gerade nicht mehr weiter köcheln.
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Raggamuffin schrieb:

Kann sein. Ich glaube aber, dass die Vorkommnisse damals (mir hat sich sogar mehr die Hillsborough-Katastrophe ins Gedächtnis gebrannt) vor allem wichtige Veränderungen am Sicherheitskonzept in den Stadien herbeigeführt haben und das mehr dazu beigetragen hat, wie sicher Fussballspiele heue ablaufen, als irgendwelches Verständnis für Kollektivstrafen.
Menschen die sich ungerecht behandetlt fühlen, sind meiner Meinung nach die Hauptursache für die aufgeheizte Stimmung, in der man die Leute, die "am Ende des Tages" die Verursacher dieser Strafen sind, noch schlechter zu fassen kriegt.
Wut=Eskalation=Strafe=Wut=Eskalation=Strafe....*

* '=' eigentlich 'größer gleich' aber das Zeichen verwirrt die Software

Hm. Ich glaube, dass sowohl Hillsborough als auch Brüssel die Stadien "umgebaut" hat. In Brüssel hat vor allem die Orga versagt (englische Fans direkt neben italienischen), in Hillsborough war es keine Gewalt, sondern ein überfüllter Stehblock. Hinzu kam noch der Stadienbrand in Bradford. In England musste, nach so vielen Todesfällen, also etwas passieren.

Bei deiner zweiten Bemerkung muss man fragen, was zuerst da war: die Gewalt oder die Ungerechtigkeiten? Vermutlich war es eine Parallel-Eskalation beiderseits. Es wird jedenfalls schwer sein, Pyro aufs Spielfeld oder in Zuschauergruppen oder das Werfen mit Sitzen mit der Wut über Kollektivstrafen zu begründen.

Ein anderer Aspekt kommt beim Thema Kollektivstrafen noch erschwerend hinzu: nämlich der, dass diese Art von Strafen in den Medien kaum, an den Stammtischen eigentlich überhaupt nicht hinterfragt oder in Zweifel gezogen werden. Im Gegenteil: du wirst das sicher in Gesprächen mit nicht so Fußball-nahen Menschen selbst erlebt haben, dass die Fanausschlüsse nach irgendwelchen Aktionen durchaus auf Verständnis, meist sogar auf absolute Zustimmung stoßen.

Das Nachdenken setzt erst dann ein, wenn man diese Menschen fragt, was sie zu einem Fahrverbot für sie sagen würden, nur weil es in ihrer Ortschaft ein paar Raser gibt, die die Polizei nicht identifizieren kann. Dann kommt höchstens noch ein "das ist ja was anderes". Ist es eben nicht.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Es wird jedenfalls schwer sein, Pyro aufs Spielfeld oder in Zuschauergruppen oder das Werfen mit Sitzen mit der Wut über Kollektivstrafen zu begründen.

Das nicht. Aber Wut auf Bullen, auf die korrupten Verbände, auf die Ungerechtigkeit des Systems. In einer Stimmung, in der 90% Prozent der Leute überzeugt sind, dass die UEFA ein korrupter Sauhaufen ist, denken vielleicht 0.3 statt 0.2 Prozent der Leute, es wäre eine gute Idee, deshalb Pyro in andere Blöcke zu schmeißen, um es denen mal zu zeigen.
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Raggamuffin schrieb:

Aber will mich denn irgendjemand ernsthaft davon überzeugen, dass meine Schlussfolgerung, dass diese Herangehensweise in den letzten 10+ Jahren Nullkommagarnichts am eigentlichen Problem gelöst hat, auch nur annähernd falsch ist?


Ich denke, eine entscheidende Wendung im Umgang mit - keine Ahnung, nennen wir es Fan-Fehlverhalten - war die Geschichte in Brüssel. Die erste Kollektivstrafe, die verhängt wurde, nämlich der Ausschluss aller englischen Vereine vom Europacup.
Eine gewisse Wirkung wird man dieser Sanktion gegen die Engländer nicht absprechen können. Etwas wie in Brüssel ist seitdem in Europa auch nicht annähernd mehr passiert. Auch nicht, als die "Übeltäter" wieder mittun durften.

Ich glaube wirklich, dass aus diesem Beispiel und auch aus anderen "Maßnahmen" in England selbst, die das Fanvolk ins Mark getroffen, die Szene rund um die Ligaspiele aber weitgehend beruhigt haben, der Glaube erwachsen ist, Kollektivstrafen würden zu einer Besserung der Lage und der Beseitigung von Problemen dienen.
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Kann sein. Ich glaube aber, dass die Vorkommnisse damals (mir hat sich sogar mehr die Hillsborough-Katastrophe ins Gedächtnis gebrannt) vor allem wichtige Veränderungen am Sicherheitskonzept in den Stadien herbeigeführt haben und das mehr dazu beigetragen hat, wie sicher Fussballspiele heue ablaufen, als irgendwelches Verständnis für Kollektivstrafen.
Menschen die sich ungerecht behandetlt fühlen, sind meiner Meinung nach die Hauptursache für die aufgeheizte Stimmung, in der man die Leute, die "am Ende des Tages" die Verursacher dieser Strafen sind, noch schlechter zu fassen kriegt.
Wut=Eskalation=Strafe=Wut=Eskalation=Strafe....*

* '=' eigentlich 'größer gleich' aber das Zeichen verwirrt die Software
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Nochmal kurz - und ich möchte wirklich niemanden entmutigen, sich trotzdem auf einen aufregenden und hoffentlich wieder magischen Europapokalabend zu freuen - zu meinem Ausgangsbeitrag:

Ich würde sogar sagen, fein, dann versucht es halt mal damit, alle anderen Fans auszusperren und wenn dadurch eine Besserung zu beobachten ist, dann betrachten wir das als ein angemessenes Mittel, um zukünftig auf solche Probleme zu reagieren.

Aber will mich denn irgendjemand ernsthaft davon überzeugen, dass meine Schlussfolgerung, dass diese Herangehensweise in den letzten 10+ Jahren Nullkommagarnichts am eigentlichen Problem gelöst hat, auch nur annähernd falsch ist?

Mich fuckt diese Politik jedenfalls mittlerweile gehörig ab und es nimmt mir den Spaß an diesem, meinem größten Hobby. Und ich habe irgendwie keine Lust mich einfach damit abzufinden.
Es kann doch nicht sein, dass sich alle einfach damit arrangieren und sich lieber selbst geisseln, weil sie nicht alle Idioten der Kurve höchstpersönlich rausgefischt und ihrer verdienten Strafe zugeführt haben.
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Natürlich nicht. Dennoch wäre das Problem aus der Welt wenn wir das Pack los wären.

Dann würde sich nämlich die Frage nach der Art der Strafe gar nicht mehr stellen.

Daher bin ich in erster Linie sauer auf die Idioten und erst dann auf die Schikanen, unter der wir alle deshalb leiden müssen.
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Basaltkopp schrieb:

Natürlich nicht. Dennoch wäre das Problem aus der Welt wenn wir das Pack los wären.

Dann würde sich nämlich die Frage nach der Art der Strafe gar nicht mehr stellen.

Daher bin ich in erster Linie sauer auf die Idioten und erst dann auf die Schikanen, unter der wir alle deshalb leiden müssen.


Ich fände es auch schön, wenn alle Menschen friedlich miteinander singen und lachen und mit Einhörnern über den Regenbogen tanzen würden. Aber wir leben in der Realität und irgendeiner würde eh wieder mit dem Einhorn uneinvernehmlichen Geschlechtsverkehr betreiben und vom Regenbogen kotzen.

Man muss halt auch mal der Realität ins Auge sehen. Und die Realität ist, dass das alles es ein unaufhörlicher Teufelskreis ist, der zu nichts Gutem führt.
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Raggamuffin schrieb:

Und wenn du dich damit abfinden willst, dass dann eben alle Fussballfans bis ans Ende aller Tage mit solchen Schikanen leben müssen, dann sei dir das unbenommen.

Auch hier zäume ich das Pferd wieder von der anderen Seite auf. Ich will mich nicht mit den Schwachköpfen abfinden, die dazu beitragen, dass wir so schikaniert werden.

Ich mag mich genauso wenig mit Stadtverboten abfinden. Aber das rechtliche Fragen, die nicht so schnell geklärt sein werden.
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Basaltkopp schrieb:

Auch hier zäume ich das Pferd wieder von der anderen Seite auf. Ich will mich nicht mit den Schwachköpfen abfinden, die dazu beitragen, dass wir so schikaniert werden.

Das wäre ein anderes Thema. Aber wie in der öffentlichen Gesellschaft, so wirst du auch im Stadion die Schwachköpfe niemals loswerden. Die Frage ist aber, inwieweit du dich für diese Schwachköpfe in Haft nehmen lässt. Denkst du denn, wenn du und ich nur lange genug "Du Du Du!" sagen, werden sich die Schwachköpfe schon irgendwann einsichtig zeigen? Und falls nicht, siehst du dich dann wirklich selbst in der Verantwortung für deren Tun?

Bin ich - als Beispiel - als Frankfurter auch für die Kriminalität im Frankfurter Rotlichtviertel verantwortlich?
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Raggamuffin schrieb:

Eigentlich wünschte ich mir von der Eintracht ein klares Bekenntnis zu seinen Fans und wenn es sein muss, sollte auch mal die Mannschaft aus Solidarität nicht zu so einem Spiel antreten.

Ich würde mir wünsche, dass einige wenige Idioten in Zukunft einfach darauf verzichten mit Leuchtkugeln zu schießen, andere Menschen mit Pyrofackeln zu bewerfen oder mit Sitzschalen zu werfen. Dann hätten wir nämlich gar nicht das Problem, dass die Gunners uns aus dem Stadion raus halten wollen.

Und wenn ich lese, wie sich hier völlig zurecht darüber beschwert wird, wenn angebliche Eintracht Fans Karten für beispielsweise Spiele gegen die Knödeldeppen kaufen und dann Bauernfans im neutralen Block sitzen, während sich hier beschwert wird, hat das Ganze doch etwas von Doppelmoral, oder?

In erster Linie sind eins, zwei, drei, fünf, zehn Hände voll Ar5chlöcher und nicht Eintracht Fans dafür verantwortlich, dass übermorgen kein Eintracht Fan das Spiel live sehen kann! Aber ist ja immer geiler, die Schuld bei anderen zu suchen, weil es das so viel leichter macht!

Und dafür soll die Mannschaft dann das Spiel boykottieren. Hier wurde ja schon viel Bullshit geschrieben.....
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Basalti, ich bin voll auf deiner Seite, was die Verurteilung der Deppen, die angeblich Eintracht-Fans sein wollen, angeht.

Mir geht es aber um die zugrundeliegende Problematik, dass hier einfach unbescholtenen Bürgern ihr Recht genommen wird, am öffentlichen Leben teilzunehmen, weil andere Menschen, die zufällig mit dem selben Merkmal (hier mit nicht mehr als einer Sympathie für einen Fussballverein) in Zusammenhang gebracht werden, Ordnungswidrigkeiten/Straftaten/whatever begehen. Das ist für mich eine Verletzung der Unschuldsvermutung und Art. 3 des GG. Klingt Hoeness-like, ist es aber in meinen Augen in dem Fall wirklich nicht.

Ich möchte einfach nicht in einer Welt leben, in der alle Menschen die ein bestimmtes Merkmal teilen, diskriminiert werden. Hier geht es "nur" um Fussball aber der Grundgedanke missfällt mir im höchsten Maße.

Darüber, ob man die Deppen mit solchen Maßnahmen ein für alle Mal aus den Stadien verbannen wird, brauchen wir glaube ich nicht ernsthaft zu diskutieren. Und wenn du dich damit abfinden willst, dass dann eben alle Fussballfans bis ans Ende aller Tage mit solchen Schikanen leben müssen, dann sei dir das unbenommen.
Aber wenn ich mir, wie offenbar auch einige andere, darüber Gedanken mache, wie man diesem Irrsinn entgegentreten kann, dann komm mir bitte nicht mit einem selbstgerechten "Bullshit".
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Raggamuffin schrieb:

Beim Lesen des Faszination Fankurve-Artikel, stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Als Eintracht-Fan kommt man sich mittlerweile wie ein Aussätziger vor, der aus dem Stadion rausgehalten werden muss, wie Keime aus einer Wunde. Man fühlt sich jedenfalls nicht mehr wie ein vollwertiger Bürger der Europäischen Union.

Wie lange lassen wir das noch mit uns machen?

Was schlägst du vor was gemacht werden sollte?
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60revax schrieb:

Was schlägst du vor was gemacht werden sollte?

Bin ich ehrlich gesagt auch etwas ratlos. Wie schon jemand schrieb, müsste man diesem ganzen Theater "den Mittelfinger" zeigen, nur wie?
Eine Möglichkeit wäre es vielleicht, grundsätzlich alle EL-Spiele zu boykottieren. Wenn keiner mehr hingeht und denen die Kulisse für ihr Event bietet, würde vielleicht mal jemand überlegen, was das Event ohne Fans noch wert ist. Die Frage wäre, ob das dann tatsächlich zum Nachdenken anregt oder es denen am Ende egal ist.
Und dass man niemanden zum Boykott zwingen kann, ist auch klar.
Als andere Möglichkeit sehe ich nur, dass mal jemand bis zur höchsten richterlichen Instanz zieht, denn ich denke vor ordentlichen Gerichten würde solchen klaren Grundrechtsverletzungen umgehend ein Riegel vorgeschoben werden. Aber wer will sich das antun? Und würde die entrückten Funktionäre überhaupt noch interessieren, was Recht und Gesetz ist?

Eigentlich wünschte ich mir von der Eintracht ein klares Bekenntnis zu seinen Fans und wenn es sein muss, sollte auch mal die Mannschaft aus Solidarität nicht zu so einem Spiel antreten. Dass das einen Rieseneklat nach sich ziehen würde und sicherlich negative Konsequenzen für die Eintracht hätte, ist mir natürlich bewusst. Aber genau um den Anstoß einer Grundsatzdebatte geht es ja auch und wenn es eben sonst keine Lösung gibt, muss man diesen Schritt evtl doch mal tun, damit sich etwas ändert.
Aber wie gesagt, eine Lösung habe ich eben auch nicht in petto. Aber so wie es jetzt ist - und es bürgert sich ja immer mehr ein - widerspricht es all meinen Überzeugungen einer freiheitlich-demokratischen Ordnung.
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Beim Lesen des Faszination Fankurve-Artikel, stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Als Eintracht-Fan kommt man sich mittlerweile wie ein Aussätziger vor, der aus dem Stadion rausgehalten werden muss, wie Keime aus einer Wunde. Man fühlt sich jedenfalls nicht mehr wie ein vollwertiger Bürger der Europäischen Union.

Wie lange lassen wir das noch mit uns machen?
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Oh mein Gott! Wir haben schon wieder richtungsweisende Spiele.
Jetzt heißt es auch für uns: Sinne schärfen! Lauscher und andere Gliedmaßen aufstellen! Denn genau jetzt entscheidet es sich, wo es lang geht... links, rechts, obbe, unne, gerade aus, mitten durch, Rückwärtsgang oder Salto mortale. Alles ist möglich und es kann ganz irre Wendungen geben!
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Adler_Steigflug schrieb:

Oh mein Gott! Wir haben schon wieder richtungsweisende Spiele.
Jetzt heißt es auch für uns: Sinne schärfen! Lauscher und andere Gliedmaßen aufstellen! Denn genau jetzt entscheidet es sich, wo es lang geht... links, rechts, obbe, unne, gerade aus, mitten durch, Rückwärtsgang oder Salto mortale. Alles ist möglich und es kann ganz irre Wendungen geben!

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Ein gebrauchter Tag. Keiner hatte Bock, auch nicht auf den Rängen. Und wenn du dann in jeder Situation Pech hast oder das Falsche machst, kommt so ein Spiel bei rum.

Ich hatte mich schon gefragt, wo die Leute von der Gegentribüne heute alle so schnell hin mussten.
Anscheinend mussten die dann alle so schnell wie möglich ins Forum, um ihren unqualifizierten Dünnschiss niederzuschreiben.

Das war heute die schlechteste Stimmung seit Jahren und ich hoffe, das Spiel hat wenigstens etwas Gutes gebracht, nämlich dass die ganzen verwöhnten Erfolgseventies sich alle wieder dahin verpissen, wo sie hervorgekrochen sind.

Mund abbuzze. Auf Donnerstag konzentrieren. Forza SGE!
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reggaetyp schrieb:

Verena Weidenbach, Filmautorin, hält übrigens nichts von Appeasementpolitik gegenüber Nazis.
Und sie hat verdammt recht.

Wer eine rechtsextremistische, rassistische Bewegung zurückdrängen will, muss sie ausgrenzen. Die Reaktionen der AfD zeigen, dass ihr genau das Probleme bereitet.

https://www.zeit.de/kultur/2019-11/rechtsextremismus-afd-populismus-rassismus-propaganda-rechtsruck/komplettansicht

Interesssant und aufschlussreich, jedoch zu kurz gegriffen, ist auch die von ihr verlinkte Analyse von Floris Biskamp, der die These aufstellt, dass das Narrativ vom Rechtsruck, die Bedeutung der AfD überhöhe und damit stärke. Meines Erachtens war es ein wichtiger Prozess, um einer breiten Gesellschafft, die vorher nichts von den hunderten Morden wusste, die seit den 90ern gegen Migrant*innen verübt wurden, zu vergegenwärtigen, welcher Gefahr wir gegenüber stehen. Sogar im konservativen Lager haben viele den Kampf gegen die AfD endlich angenommen und führen ihn leidenschaftlich. Das wäre nicht erreicht worden, wenn die Erzählung suggeriert hätte, dass sich nichts geändert hat, weil Roland Koch und Alfred Dregger ja auch schon rassistische Arschlöcher gewesen seien. Biskamp schreibt selbst, dass die Abgrenzungstendenzen gegen rechte Weltanschauungen eher zu als abgenommen haben. Daher brauchen wir - wenn überhaupt - ein neues Narrativ. Ein Narrativ, dass all jene, die sich engagiert haben nicht aus ihrer Verantwortung entlässt, da der Rechtsruck nicht existiere.
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bla_blub schrieb:

Ein Narrativ, dass all jene, die sich engagiert haben nicht aus ihrer Verantwortung entlässt, da der Rechtsruck nicht existiere.

Den Satz verstehe ich nicht.
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Milan? Die haben ja noch nicht mal Rebic richtig ausgepackt.

Naja, wenn jemand wirklich so blöd wäre, aktuell dahin zu wechseln, dann kann man demjenigen auch nicht mehr helfen.
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Ich habe bereits festgestellt, dass in meiner Kneipe fundierter und sachlicher über Fussball ge"talked" wird, als zu Zeiten als sie im HR noch vorgaben, echten Sportjournalismus zu betreiben.
WuerzburgerAdler schrieb:

Außer von Fußballverbänden.

Und Stadtverwaltungen, zumindest in Marseille und Lüttich.
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Sammy1 schrieb:

Klar fehlt ein bisschen die Konstanz


Was ein Blödsinn.

Zuhause gut
Auswärts scheiße
Und das bisher konstant seit Saisonbeginn.
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Und genau so konstant wird nach einem Sieg immer alles in den Himmel gelobt und nach einer Niederlage alles in Frage gestellt.

Das Team spielt gut aber sie stellen sich halt manchmal auch echt dabbisch an und dann kommt auch mal ein bisschen Pech dazu.
Solange sie aber gut spielen, mach ich mir keinen großen Kopp. Das wird sich alles noch einrenken und dann kommen auch wieder ein paar Auswärtssiege- Und kein Schwein wird es interessieren, welchen Blödsinn sich ein FR-Clickbaitverkäufer einst herbeifantasiert hat.

Die Diva halt.
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salbe1959 schrieb:

Als erstes voran ein Kompliment an alle Mods hier!



richtig, Prothurk und Skyeagle haben souverän agiert
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Tafelberg schrieb:

salbe1959 schrieb:

Als erstes voran ein Kompliment an alle Mods hier!



richtig, Prothurk und Skyeagle haben souverän agiert

Aber war doch gerade so schön am eskalieren. Hatte mich prächtig amüsiert.
Wie waren wir denn am Ende verblieben, ist Abraham nun der Beelzebub in Person oder ist er bloß auf die höllische Verschwörung reingefallen, die Streich, der KGB und die Illuminaten gegen ihn ausgeheckt hatten?

Ach nein, ich ziehe die Frage zurück. Jetzt ist irgendwie die Luft raus.