
reggaetyp
42991
Tja, das ist der Weg des modernen Fußballs.
Müsst ihr ohne Fußball saufen, fressen und Musik hören im Backstage.
Manchmal eh besser.
Ich hab übrigens gelernt, dass Kneipen in Frankfurt mehr fürs Abo zahlen müssen, als in Käffern mit seelenlosen Plastikclubs wie Wolfsburg.
Und mehr im Nordend als in Griesheim.
Dazu natürlich noch der Faktor der Größe der Kneipe.
Müsst ihr ohne Fußball saufen, fressen und Musik hören im Backstage.
Manchmal eh besser.
Ich hab übrigens gelernt, dass Kneipen in Frankfurt mehr fürs Abo zahlen müssen, als in Käffern mit seelenlosen Plastikclubs wie Wolfsburg.
Und mehr im Nordend als in Griesheim.
Dazu natürlich noch der Faktor der Größe der Kneipe.
Das ist aber im kleinen doch auch schon so. Der Dorfsportverein mit seinem Sportlerheim wo Pi mal Daumen 40 Leute rein passen muss auch mehr bezahlen als die Minikneipe wo du gerade so mit 20 Mann rein passt.
In Berlin haben heute Warnstreiks bei Vivantes und der Charité (wieder) begonnen, nachdem das Berliner Arbeitsgericht nun doch die Rechtmäßigkeit der Warnstreiks anerkannte.
Die Streikenden treten ein für vollen Tariflohn des ÖD und personelle Mindestausstattung.
Der Notdienst ist davon natürlich nicht betroffen.
Man habe sich mit den Arbeitgebern auf eine akzeptable Notdienstvereinbarung geeinigt, hieß es von verdi.
Finde das völlig nachvollziehbar, dass Schokolade und Balkkonklatschen den Beschäftigten nicht reicht.
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/08/berlin-vivantes-charite-warnstreik-klinik-pflege-verdi-fortsetzung-arbeitsgericht.html
Die Streikenden treten ein für vollen Tariflohn des ÖD und personelle Mindestausstattung.
Der Notdienst ist davon natürlich nicht betroffen.
Man habe sich mit den Arbeitgebern auf eine akzeptable Notdienstvereinbarung geeinigt, hieß es von verdi.
Finde das völlig nachvollziehbar, dass Schokolade und Balkkonklatschen den Beschäftigten nicht reicht.
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/08/berlin-vivantes-charite-warnstreik-klinik-pflege-verdi-fortsetzung-arbeitsgericht.html
reggaetyp schrieb:
Finde das völlig nachvollziehbar, dass Schokolade und Balkkonklatschen den Beschäftigten nicht reicht.
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/08/berlin-vivantes-charite-warnstreik-klinik-pflege-verdi-fortsetzung-arbeitsgericht.html
Ich kann es btw. nicht nachvollziehen, warum das Thema im Wahlkampf kaum abgebildet wird. Mittlerweile weiß doch jeder, wie die Situation im Gesundheitswesen ist. Nicht mal die Linken, geschweige denn die SPD schaffen es hier, einen (hörbaren) Akzent zu setzen.
Tafelberg schrieb:
wenn die Zahlen aus RP halbwegs repräsentativ sind mit den Impfdurchbrüchen, sind es doch halbwegs beruhigende Nachrichten
https://www.n-tv.de/panorama/07-05-Nur-1-8-Prozent-Impfdurchbrueche-in-Rheinland-Pfalz--article21626512.html
Das ist ein klares Statement für die Impfung, selbst für den letzten Skeptiker.
Aber die Leute kriegt man wohl trotzdem nicht eingefangen, denn schließlich kann man ja trotz Impfung noch Covid bekommen und andere anstecken...und sogar daran sterben... bla bla
Kurzer Bericht aus der Türkei von der besten Freundin meiner Frau.
Sie selbst lebt in Istanbul, die restliche Familie aber noch auf dem Dorf.
Dort sind aktuell fast alle ihrer Familie infiziert, die Mutter liegt im künstlichen Koma und wird beatmet, die Schwester (Krankenschwester) liegt ebenfalls im Krankenhaus, jedoch nicht ganz so kritisch.
Delta geht da gerade durch wie eine Naturkatastrophe.
Es sieht da ganz ganz übel aus in einigen Bezirken auf dem Land.
Gepaart mit den wirtschaftlichen Sorgen (lokaler Döner kostet da umgerechnet auf die Kaufkraft zwischen 30 und 50 Euro) sind die Menschen absolut am Anschlag.
Wir alle haben ein unheimliches Glück in Deutschland zu leben.
Sie selbst lebt in Istanbul, die restliche Familie aber noch auf dem Dorf.
Dort sind aktuell fast alle ihrer Familie infiziert, die Mutter liegt im künstlichen Koma und wird beatmet, die Schwester (Krankenschwester) liegt ebenfalls im Krankenhaus, jedoch nicht ganz so kritisch.
Delta geht da gerade durch wie eine Naturkatastrophe.
Es sieht da ganz ganz übel aus in einigen Bezirken auf dem Land.
Gepaart mit den wirtschaftlichen Sorgen (lokaler Döner kostet da umgerechnet auf die Kaufkraft zwischen 30 und 50 Euro) sind die Menschen absolut am Anschlag.
Wir alle haben ein unheimliches Glück in Deutschland zu leben.
Ja, es muss tatsächlich nichts heißen.
Das Förderprogramm gibt es in Hessen seit Sommer 2020, bei den kommunalen Förderungsprogrammen könnte ich es nicht im Detail sagen. Und die Werbung ist zumindest mir aufgefallen.
Das Förderprogramm gibt es in Hessen seit Sommer 2020, bei den kommunalen Förderungsprogrammen könnte ich es nicht im Detail sagen. Und die Werbung ist zumindest mir aufgefallen.
Es ist medial Dank des Vorschlags der Grünen seit kurzem präsent.
Vorher waren die kommunalen und Länderförderungen vielen nicht bekannt.
Z.B. Ziemiak nicht. Der brutal wetterte, wie dumm das sei.
Obwohl es die Regierung Laschet in NRW ebenfalls im Programm hat.
Aber m.E. spielt das Thema hier eine absolut untergeordnete Rolle.
Vorher waren die kommunalen und Länderförderungen vielen nicht bekannt.
Z.B. Ziemiak nicht. Der brutal wetterte, wie dumm das sei.
Obwohl es die Regierung Laschet in NRW ebenfalls im Programm hat.
Aber m.E. spielt das Thema hier eine absolut untergeordnete Rolle.
reggaetyp schrieb:
Ich glaube, ich habe unmissverständlich darauf hingewiesen, dass das alles sehr individuell ist, abhängig vom Wohnort, persönlichen Vorlieben usw. usf.
Die Geschichten von Werner und FrankenAdler lese ich garantiert zum fünften bis 10. mal.
Inbesondere bei dir, FrankenAdler, hab ich hinlänglich verstanden, weshalb du nicht mit Öffentlichen fährst.
Danke für deine Rückmeldung und dein verstehen.
Übrigens schreibe ich, nur selten, auch Beiträge die sich nicht ausschließlich an dich wenden.
reggaetyp schrieb:FrankenAdler schrieb:
Übrigens schreibe ich, nur selten, auch Beiträge die sich nicht ausschließlich an dich wenden.
my fault. Hast recht.
Kein Stress!
Relax, reggaetyp.
Wie ich geschrieben habe, sollen sie machen, wir hauen für so viele Sachen so viel Geld raus, da ist diese Subvention wahrlich nicht herausragend. Mir geht es darum wie eifrig damit geworben und plakatiert wird und wie wenig es in meinen Augen zur Lösung beiträgt.
Was das lesen angeht....wenn ich 90 statt 35 Minuten brauche (einfache Strecke) dann ist das Argument mit der schönen Fahrt und dem Lesevergnügen halt, zumindest in meinen Augen, sinnlos. Klar, ich kann gut 9 Stunden / Woche mehr lesen...aber ich mache dies tatsächlich lieber zuhause aufm Balkon oder im Cafè als in der S-Bahn (Die übrigens bestrei... ach, egal). Klingt für Bahnliebhaber komisch, ist aber so.
Wie ich geschrieben habe, sollen sie machen, wir hauen für so viele Sachen so viel Geld raus, da ist diese Subvention wahrlich nicht herausragend. Mir geht es darum wie eifrig damit geworben und plakatiert wird und wie wenig es in meinen Augen zur Lösung beiträgt.
Was das lesen angeht....wenn ich 90 statt 35 Minuten brauche (einfache Strecke) dann ist das Argument mit der schönen Fahrt und dem Lesevergnügen halt, zumindest in meinen Augen, sinnlos. Klar, ich kann gut 9 Stunden / Woche mehr lesen...aber ich mache dies tatsächlich lieber zuhause aufm Balkon oder im Cafè als in der S-Bahn (Die übrigens bestrei... ach, egal). Klingt für Bahnliebhaber komisch, ist aber so.
Eintracht-Laie schrieb:
(Die übrigens bestrei... ach, egal)
Deshalb hab ich die angeführt.
Eintracht-Laie schrieb:
Mir geht es darum wie eifrig damit geworben und plakatiert wird und wie wenig es in meinen Augen zur Lösung beiträgt.
Das Thema Lastenrad ist seit gestern oder vorgestern präsent.
Plakate oder Werbung hab ich keine gesehen. (Wobei das natürlich nichts heißen muss).
Ja, es muss tatsächlich nichts heißen.
Das Förderprogramm gibt es in Hessen seit Sommer 2020, bei den kommunalen Förderungsprogrammen könnte ich es nicht im Detail sagen. Und die Werbung ist zumindest mir aufgefallen.
Das Förderprogramm gibt es in Hessen seit Sommer 2020, bei den kommunalen Förderungsprogrammen könnte ich es nicht im Detail sagen. Und die Werbung ist zumindest mir aufgefallen.
War bei mir absolut identisch.
Statt 35 Minuten im Auto waren es 90 Minuten Tür-zurTür mit der Bahn. Habe ich mal gemacht, wenn ich z.B. nach der Arbeit noch etwas mit Kollegen trinken wollte, aber niemals regelmäßig.
Weshalb ich immer bitter lachen muss, wenn es heißt "Aber in der Bahn kann ich so schön lesen etc."
Stimmt, funktioniert toll - aber nur auf weiten Strecken wie von Ffm nach München, da würde ich die Bahn immer vorziehen, schon allein wegen dem Stress des Autofahrens. Aber lokal/regional? Eher nicht.
Weshalb ich mich auch über Initiativen wie Subventionen für Lastenfahrräder ärgere.
Sollen sie machen, schadet nicht - aber es ist letztlich eine Nischenlösung für ein bestimmtes Klientel, keine generelle Lösung für die Vielzahl der Menschen. Dafür braucht es aber Lösungen auf breiter Front, um etwas zu erreichen.
Statt 35 Minuten im Auto waren es 90 Minuten Tür-zurTür mit der Bahn. Habe ich mal gemacht, wenn ich z.B. nach der Arbeit noch etwas mit Kollegen trinken wollte, aber niemals regelmäßig.
Weshalb ich immer bitter lachen muss, wenn es heißt "Aber in der Bahn kann ich so schön lesen etc."
Stimmt, funktioniert toll - aber nur auf weiten Strecken wie von Ffm nach München, da würde ich die Bahn immer vorziehen, schon allein wegen dem Stress des Autofahrens. Aber lokal/regional? Eher nicht.
Weshalb ich mich auch über Initiativen wie Subventionen für Lastenfahrräder ärgere.
Sollen sie machen, schadet nicht - aber es ist letztlich eine Nischenlösung für ein bestimmtes Klientel, keine generelle Lösung für die Vielzahl der Menschen. Dafür braucht es aber Lösungen auf breiter Front, um etwas zu erreichen.
Eintracht-Laie schrieb:
Weshalb ich immer bitter lachen muss, wenn es heißt "Aber in der Bahn kann ich so schön lesen etc."
Stimmt, funktioniert toll - aber nur auf weiten Strecken wie von Ffm nach München
Ich weiß nicht, weshalb man nicht in der S-Bahn von Frankfurt nach Bad Homburg lesen kann.
Aber bitte, es bleibt dein Geheimnis.
Mit Tram oder U-Bahn hat dieser Thread nebenbei nur wenig zu tun, denn die werden nicht bestreikt, jedenfalls nicht von der GdL.
Eintracht-Laie schrieb:
Weshalb ich mich auch über Initiativen wie Subventionen für Lastenfahrräder ärgere.
Sollen sie machen, schadet nicht - aber es ist letztlich eine Nischenlösung für ein bestimmtes Klientel, keine generelle Lösung für die Vielzahl der Menschen.
Ah, schön, dass diese Sau jetzt auch durch dieses Dorf getrieben wird.
Drei Anmerkungen: Ein Lastenrad ist nicht gedacht, damit du damit von hier bis Flensburg in den Urlaub fährst.
Vermutlich werden es auch recht wenig Pendler nutzen, anstatt die S-Bahn (um den Bogen zum Bahnstreik zu schlagen) von Kelkheim nach Offenbach zu nehmen.
Es sei denn, sie wollen noch zwei Kästen Bier auf dem Heimweg kaufen.
Und zu guter Letzt: Die Investitionen, Vergünstigungen und Subventionen, die mit kilometerweitem Abstand in Deutschland im Verkehrswesen dominieren, sind für den Autoverkehr.
Da sind 250 Mio pro Jahr fürs Lastenrad lächerlich im Vergleich. Peanuts.
Relax, reggaetyp.
Wie ich geschrieben habe, sollen sie machen, wir hauen für so viele Sachen so viel Geld raus, da ist diese Subvention wahrlich nicht herausragend. Mir geht es darum wie eifrig damit geworben und plakatiert wird und wie wenig es in meinen Augen zur Lösung beiträgt.
Was das lesen angeht....wenn ich 90 statt 35 Minuten brauche (einfache Strecke) dann ist das Argument mit der schönen Fahrt und dem Lesevergnügen halt, zumindest in meinen Augen, sinnlos. Klar, ich kann gut 9 Stunden / Woche mehr lesen...aber ich mache dies tatsächlich lieber zuhause aufm Balkon oder im Cafè als in der S-Bahn (Die übrigens bestrei... ach, egal). Klingt für Bahnliebhaber komisch, ist aber so.
Wie ich geschrieben habe, sollen sie machen, wir hauen für so viele Sachen so viel Geld raus, da ist diese Subvention wahrlich nicht herausragend. Mir geht es darum wie eifrig damit geworben und plakatiert wird und wie wenig es in meinen Augen zur Lösung beiträgt.
Was das lesen angeht....wenn ich 90 statt 35 Minuten brauche (einfache Strecke) dann ist das Argument mit der schönen Fahrt und dem Lesevergnügen halt, zumindest in meinen Augen, sinnlos. Klar, ich kann gut 9 Stunden / Woche mehr lesen...aber ich mache dies tatsächlich lieber zuhause aufm Balkon oder im Cafè als in der S-Bahn (Die übrigens bestrei... ach, egal). Klingt für Bahnliebhaber komisch, ist aber so.
Ich glaube, ich habe unmissverständlich darauf hingewiesen, dass das alles sehr individuell ist, abhängig vom Wohnort, persönlichen Vorlieben usw. usf.
Die Geschichten von Werner und FrankenAdler lese ich garantiert zum fünften bis 10. mal.
Inbesondere bei dir, FrankenAdler, hab ich hinlänglich verstanden, weshalb du nicht mit Öffentlichen fährst.
Die Geschichten von Werner und FrankenAdler lese ich garantiert zum fünften bis 10. mal.
Inbesondere bei dir, FrankenAdler, hab ich hinlänglich verstanden, weshalb du nicht mit Öffentlichen fährst.
reggaetyp schrieb:
Ich glaube, ich habe unmissverständlich darauf hingewiesen, dass das alles sehr individuell ist, abhängig vom Wohnort, persönlichen Vorlieben usw. usf.
Die Geschichten von Werner und FrankenAdler lese ich garantiert zum fünften bis 10. mal.
Inbesondere bei dir, FrankenAdler, hab ich hinlänglich verstanden, weshalb du nicht mit Öffentlichen fährst.
Danke für deine Rückmeldung und dein verstehen.
Übrigens schreibe ich, nur selten, auch Beiträge die sich nicht ausschließlich an dich wenden.
Hab heute den Weselsky im MoMa im Interview gesehen.
Die GdL hat abgelehnt, an den Verhandlungstisch zu kommen, weil sie keinen Schimmer hat, in welcher Größenordnung sich das Angebot, eine Coronaprämie zu erteilen.
Das hat der Verhandlungspartner nämlich nicht gesagt.
Überdies scheint wohl die Forderung, die Tarifdauer auf 28 Monate (im Gegensatz zum Angebot der Bahn von 40 Monaten) festzulegen, ein sehr wichtiger.
zum Thema, nur Nachteile vom Bahnfahren:
Das muss man natürlich von der aktuellen Streiksituation entkoppeln, das ist ja jedem klar.
Auch, wenn es insbesondere im ländlichen Raum auf vielen Strecken länger dauert, sehe ich nicht nur Nachteile.
Das mag jeder für sich selbst beurteilen.
Und das ist ja auch völlig verschieden.
Kosten für das Auto werden oft unterschätzt, aber teilweise sind die Preise natürlich viel zu hoch.
Es ist wirklich dringend erforderlich, den ÖPNV und auch den Fernverkehr günstiger zu machen.
Aber ich persönlich fahre lieber 90 Minuten zug (kann lesen, arbeiten, schlafen, esssen, trinken usw) als eine Stunde Auto.
Darüber hinaus sehe ich ja oft genug, wie genervt oft KollegInnen bei mir auf der Arbeit ankommen (oder in Coronazeiten wieder umdrehen und von zuhause arbeiten), weil sie im Stau standen.
Aber NIE, wirklich nie, stellen sie das infrage und fahren S-Bahn, Regio oder U-Bahn. Oder nutzen wenigstens park & ride.
Und wir haben Jobtickets.
Die kommen von Oberursel, Lich, aus dem Vordertaunus, aus Sachsenhausen, dem Nordend, aus Bockenheim...
Mein Arbeitsplatz ist durch fünf U-Bahnlinien und zwei Buslinien ziemlich gut angebunden....
Die GdL hat abgelehnt, an den Verhandlungstisch zu kommen, weil sie keinen Schimmer hat, in welcher Größenordnung sich das Angebot, eine Coronaprämie zu erteilen.
Das hat der Verhandlungspartner nämlich nicht gesagt.
Überdies scheint wohl die Forderung, die Tarifdauer auf 28 Monate (im Gegensatz zum Angebot der Bahn von 40 Monaten) festzulegen, ein sehr wichtiger.
zum Thema, nur Nachteile vom Bahnfahren:
Das muss man natürlich von der aktuellen Streiksituation entkoppeln, das ist ja jedem klar.
Auch, wenn es insbesondere im ländlichen Raum auf vielen Strecken länger dauert, sehe ich nicht nur Nachteile.
Das mag jeder für sich selbst beurteilen.
Und das ist ja auch völlig verschieden.
Kosten für das Auto werden oft unterschätzt, aber teilweise sind die Preise natürlich viel zu hoch.
Es ist wirklich dringend erforderlich, den ÖPNV und auch den Fernverkehr günstiger zu machen.
Aber ich persönlich fahre lieber 90 Minuten zug (kann lesen, arbeiten, schlafen, esssen, trinken usw) als eine Stunde Auto.
Darüber hinaus sehe ich ja oft genug, wie genervt oft KollegInnen bei mir auf der Arbeit ankommen (oder in Coronazeiten wieder umdrehen und von zuhause arbeiten), weil sie im Stau standen.
Aber NIE, wirklich nie, stellen sie das infrage und fahren S-Bahn, Regio oder U-Bahn. Oder nutzen wenigstens park & ride.
Und wir haben Jobtickets.
Die kommen von Oberursel, Lich, aus dem Vordertaunus, aus Sachsenhausen, dem Nordend, aus Bockenheim...
Mein Arbeitsplatz ist durch fünf U-Bahnlinien und zwei Buslinien ziemlich gut angebunden....
reggaetyp schrieb:
Aber ich persönlich fahre lieber 90 Minuten zug (kann lesen, arbeiten, schlafen, esssen, trinken usw) als eine Stunde Auto.
Sehe ich übrigens genauso. Wenn Du aber 90 Minuten Zug fährst statt 30 Minuten Auto, wird der Zeitvorteil dann irgendwann doch entscheidend.
Ich habe ja praktisch ganz breite Erfahrungen. Die ersten 1,5 Jahre meiner Ausbildung Mitfahrgelegenheit und teils dann Busse genutzt zum Zurückfahren, wo aber der letzte Bus um 17 Uhr fuhr !!!
Danach 1,5 Jahre mit Auto auf Arbeit (30 Minuten statt 75 Minuten).
Danach nach Wiesbaden gezogen und 4 Jahre mit Bus auf die Arbeit gefahren (Autofahrt hätte nur unwesentliche Vorteile gehabt zeitlich > Vllt. 10 statt 15 Minuten)
Dann zurück in den Taunus und wieder mit dem Auto (30 Minuten statt 75 Minuten).
Nach BaWü gezogen, dort Bus und Bahn (80 Minuten statt 40 Minuten). Hier fehlte halt noch der günstige Parkplatz, daher rentiert es sich finanziell durchaus. Hätte ich einen Parkplatz beantragt beim Arbeitgeber, hätte ich mittlerweile einen (Warteliste...). Manchmal kombiniere ich auch, wenn ich flexibler sein will, Auto mit Bahn. Also P+R.
Ich würde schon sagen, dass ich fast alles mitgemacht habe. Aus der Stadt in die Stadt. Aus ganz schlecht angebundenem Dorf mit Auto, aber auch zeitweise mit Bus. Aus mittelmäßig angebundenem Dorf mit Bus/Bahn, aber auch gelegentlich mit Auto.
Ich habe mich bewusst für Bus und Bahn entschieden, weil es klimafreundlicher ist und 15.000 km weniger Auto-Nutzung bedeutet.
Den Nachteil von Stau... Naja, im Stau sitze ich im eigenen Auto, theoretisch kann ich auch über Google Maps etc. vorher mir Alternativstrecken raussuchen. Bei der Bahn kann ich das halt meistens nicht, jedenfalls nicht, wenn nur eine Strecke Richtung Zuhause fährt und die dann wie jetzt aktuell gesperrt ist wegen Umbau...
Und im Stau ne halbe Stunde zu stehen ist auch was anderes, als 2 Stunden in Stuttgart-Vaihingen in der Kälte (minus 4) zu stehen, weil gar kein Zug mehr fährt wegen einer Störung und kein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden kann.
Naja, zum Beispiel Herzerkrankungen, COPD, Krebs in diversen Ausführungen...macht Covid-19 natürlich alles nicht weniger schlimm, aber dieses Warten auf die komplette Sicherheit oder den kompletten Schutz ist wie bei "Das Versprechen": Er wird nicht kommen.
Aber ey, ich will hier niemanden angreifen oder Endless oder sonst wem sagen, wie er zu leben hat. Man kann halt nur nicht erwarten, dass die Gesellschaft eine solche Haltung auf die Dauer mitträgt.
Aber ey, ich will hier niemanden angreifen oder Endless oder sonst wem sagen, wie er zu leben hat. Man kann halt nur nicht erwarten, dass die Gesellschaft eine solche Haltung auf die Dauer mitträgt.
reggaetyp schrieb:Adlerdenis schrieb:
Naja, zum Beispiel Herzerkrankungen, COPD, Krebs in diversen Ausführungen.
Das sind keine Infektionskrankheiten.
Das ist der entscheidende Unterschied.
So schauts, bei denen kann ich mich nicht wirklich anstecken. Im Gegensatz zu Covid. Ich will Abstand, fertig. Und wenn mir jemand zu sehr auf die Pelle rückt bekommt er oder sie auch gesagt. Die können von mir aus auf einander hocken aber ich will Abstand!
Meine Mutter ist nicht mehr die fitteste, mein Vaddern hatte drei mal Krebs und mein Onkel der zu Hause in Betreuung ist, hatte einen Schlaganfall. Wenn einer von denen das bekommt, ich wills mir nicht ausmalen. Ich schütz andere in denen ich mich selber Schütze!
reggaetyp schrieb:Adlerdenis schrieb:
Naja, zum Beispiel Herzerkrankungen, COPD, Krebs in diversen Ausführungen.
Das sind keine Infektionskrankheiten.
Das ist der entscheidende Unterschied.
Ja, da hast du natürlich vollkommen recht.
Und ja auch du Vael mit den Medikamenten.
Es liegt mir auch fern, Corona irgendwie medizinisch runterzuspielen.
Mir ging es da aber eher um eine allgemeine Geisteshaltung: Wenn man derart besorgt um seine Gesundheit ist, muss man es halt wirklich so machen wie Karl Lauterbach, der auch vor Corona schon kein Händeschüttler wär und aus Gesundheitsgründen kein Salz ist (das ist kein Diss, kann er ja machen.)
Wenn man aber bis Anfang 2020 "normal unvernünftig" gelebt hat, muss man sich aus meiner Sicht schon mal die Frage gefallen lassen, wie rational die jetzige Extremposition wirklich ist.
Du schreibst es doch sogar selbst: Wie bei vielen anderen Krankheiten auch. Viren mutieren und Impfungen wirken nicht zu 100%, das ist so und wird sich auch nicht ändern. Wenn du die absolute Sicherheit willst, wartest du den Rest deines Lebens. Aber es steht natürlich jedem frei das so zu halten, nur dann hättest du das eigentlich konsequenterweise vor 2020 auch so machen müssen, denn es gab und gibt Dinge da draußen, die für dich als Geimpften rein rational betrachtet eine größere Gefahr darstellen als Covid-19.
reggaetyp schrieb:Adlerdenis schrieb:
gibt Dinge da draußen, die für dich als Geimpften rein rational betrachtet eine größere Gefahr darstellen als Covid-19.
Welche sind das?
Naja, da fällt mir so einiges ein:
- Freeclimbing
- Motorrad fahren
- Downhill
- Leitungswasser im Amazonasgebiet trinken (nicht abgekocht)
- Samstag Nachmittag mit Eintracht Trikot auf den Bieberer Berg gehen
...
Naja, zum Beispiel Herzerkrankungen, COPD, Krebs in diversen Ausführungen...macht Covid-19 natürlich alles nicht weniger schlimm, aber dieses Warten auf die komplette Sicherheit oder den kompletten Schutz ist wie bei "Das Versprechen": Er wird nicht kommen.
Aber ey, ich will hier niemanden angreifen oder Endless oder sonst wem sagen, wie er zu leben hat. Man kann halt nur nicht erwarten, dass die Gesellschaft eine solche Haltung auf die Dauer mitträgt.
Aber ey, ich will hier niemanden angreifen oder Endless oder sonst wem sagen, wie er zu leben hat. Man kann halt nur nicht erwarten, dass die Gesellschaft eine solche Haltung auf die Dauer mitträgt.
Ja, so langsam schlägt mir diese Pamdemie auch auf die Birne, das will ich gar nicht leugnen.
Aber was ich auf den Bildern sehe, sind massenhaft feiernde Leute ohne Masken, dicht gedrängt.
Und ja, wenn es dann von der Polizei noch den Jubel-Tweet gibt, während man letzten Winter schon Knöllchen an alleinige Rodler ohne Maske verteilt hat, und ich mir gleichzeitig dass Fußball-Gebashe und Ungeimpften-Gehate in der deutschen Öffentlichkeit reinziehen darf, und man mir dann noch erzählen will, dass das ok ist, weil es ja nur Brot und Spiele sein - Ja, dann hast du Recht Werner, dann triggert das mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden, und zwar nicht knapp.
Und das hat auch nix mit konservativ oder sonst was zu tun. Aber bei manchen gehts halt in solchen Diskussionen einfach nicht ohne Klassenkampf und Klischees.
Aber was ich auf den Bildern sehe, sind massenhaft feiernde Leute ohne Masken, dicht gedrängt.
Und ja, wenn es dann von der Polizei noch den Jubel-Tweet gibt, während man letzten Winter schon Knöllchen an alleinige Rodler ohne Maske verteilt hat, und ich mir gleichzeitig dass Fußball-Gebashe und Ungeimpften-Gehate in der deutschen Öffentlichkeit reinziehen darf, und man mir dann noch erzählen will, dass das ok ist, weil es ja nur Brot und Spiele sein - Ja, dann hast du Recht Werner, dann triggert das mein persönliches Gerechtigkeitsempfinden, und zwar nicht knapp.
Und das hat auch nix mit konservativ oder sonst was zu tun. Aber bei manchen gehts halt in solchen Diskussionen einfach nicht ohne Klassenkampf und Klischees.
Möchtest du einfach den einen oder anderen Beitrag sachlich beantworten, in dem du in völlig normalem Tonfall korrigiert wurdest?
Nahezu alle seriösen Medien haben die Problematik beim CSD, dass viel zu oft die Coronaregeln nicht eingehalten wurden, kritisiert.
Du hattest ja geschrieben, dass sei nicht der Fall gewesen.
Ähnlich wurdest du von Werner darauf hingewiesen, dass bei den Fußballspielen eine Nachverfolgung wegen der Personalisierung deutlich einfacher ist als bei einer Veranstaltung auf der Straße ohne Personalisierung.
Auch im Thread zum Streik kommt wirklich nullkommanull sachlich oder inhaltliches von dir.
Nahezu alle seriösen Medien haben die Problematik beim CSD, dass viel zu oft die Coronaregeln nicht eingehalten wurden, kritisiert.
Du hattest ja geschrieben, dass sei nicht der Fall gewesen.
Ähnlich wurdest du von Werner darauf hingewiesen, dass bei den Fußballspielen eine Nachverfolgung wegen der Personalisierung deutlich einfacher ist als bei einer Veranstaltung auf der Straße ohne Personalisierung.
Auch im Thread zum Streik kommt wirklich nullkommanull sachlich oder inhaltliches von dir.
FrankenAdler schrieb:
Soll ich dir an dieser Stelle den Unterschied zwischen der Ausübung eines Grundrechts (Demostrationsrecht) und einem Event aus der Kategorie "Brot und Spiele" wie ein Stadionbesuch es nun einmal ist, nochmal erklären oder willst du eine der hundertfachen Erklärungen dazu im Forum nachlesen?
Wobei man sagen muss, dass der CSD leider sich immer mehr zu einem Eventie-Auflauf entwickelt. Das Problem ist seit Jahren bekannt und die eigentliche Botschaft (und der Grund für die Demonstration) geht da manchmal zu sehr unter. Hatte mal ne Kollegin, die seit 15 Jahren bei der Orga von einem CSD involviert ist und die das auch gestört hat.
Aber was als Demo angemeldet und bewilligt ist, ist eben anders zu bewerten als eine Veranstaltung, daher hast Du völlig recht.
Ist aber nicht auch ein Stadionbesuch eine Demonstration für die Eintracht?
Danke für den Hinweis auf Personalisierung (im Stadion) und eben nicht beim Stadionbesuch.
Danke auch für den Hinweis, dass der CSD im Gegensatz zum Fußballspiel eine Demo ist.
Tatsächlich war der CSD in Berlin wieder deutlich politischer als früher, wie Veranstalter, Medien und Beobachter feststellten, wenn auch z.T. coronabedingt.
Aber dazu trug u.a. auch Ungarn bei, siehe EM.
Danke auch für den Hinweis, dass der CSD im Gegensatz zum Fußballspiel eine Demo ist.
Tatsächlich war der CSD in Berlin wieder deutlich politischer als früher, wie Veranstalter, Medien und Beobachter feststellten, wenn auch z.T. coronabedingt.
Aber dazu trug u.a. auch Ungarn bei, siehe EM.
Wo sind denn eigentlich solche Auswertungen, wenn es z. B. um den weitgehend regellos abgehaltenen CSD geht?
Komischerweise lese ich sowas immer nur beim bösen Profi-Fußball oder beim bösen Brexit-Boris in unserer sehr ausgewogenen deutschen Medienlandschaft.
Komischerweise lese ich sowas immer nur beim bösen Profi-Fußball oder beim bösen Brexit-Boris in unserer sehr ausgewogenen deutschen Medienlandschaft.
Einfach googlen.
Dann findest du entsprechende Kritik im Tagesspiegel, in der Berliner Morgenpost, in der Welt, im Stern, in der Berliner Zeitung usw.
Da die EM mit den vollen Stadien um einiges früher stattfand, könnte ich mir vorstellen, dass es noch dauert, sollte es eine Auswertung geben.
Dann findest du entsprechende Kritik im Tagesspiegel, in der Berliner Morgenpost, in der Welt, im Stern, in der Berliner Zeitung usw.
Da die EM mit den vollen Stadien um einiges früher stattfand, könnte ich mir vorstellen, dass es noch dauert, sollte es eine Auswertung geben.
reggaetyp schrieb:SGE_Werner schrieb:
Und Frankreich hat ohnehin seit 1789 nen Knacks weg.
Hä?
Das war eine kleine humorvolle Beschreibung, dass seit der frz. Revolution dieser Protestgeist in der französischen Gesellschaft verankert zu sein scheint.
reggaetyp schrieb:
Ich hab mal gelernt, dass ein Streik u.a. die Wichtigkeit und Wertigkeit der Tätigkeiten sichtbar machen soll.
Das ist eine Seite.
reggaetyp schrieb:
Wenn man natürlich nur den eigenen Standpunkt und Vorteil im Sinn hat, dann funktioniert das nicht gut.
Das ist die andere Seite.
reggaetyp schrieb:
In Frankreich, Spanien, Italien oder Griechenland ist das anders.
Ja, diese Länder haben grundsätzlich protestaffinere Gesellschaften. Das ist bekannt. Das zeichnet sich aber nicht nur beim Thema Streiks aus, sondern auch in der Politik. Und ob das immer so gut ist, würde ich anzweifeln. Sind eben zwei Seiten einer Medaille.
reggaetyp schrieb:
Vielleicht so eine Art sozialpsychologische Wohlstandsverwahrlosung in Deutschland.
Ich denke eher, dass es um Prioritätensetzung geht. Es gibt ja diverse Faktoren für Arbeitnehmer. Arbeitsplatzsicherheit, Entlohnung, Arbeitsbedingungen usw. und da vermute ich stark, dass in Deutschland der erste Punkt deutlich mehr gewichtet wird und grundsätzlich habe ich auch das Gefühl, dass ein "Pflichtbewusstsein" gegenüber dem Arbeitgeber hier ausgeprägter ist. Ob das Sinn macht, steht natürlich auf nem anderen Blatt. Ich sehe in Deutschland einfach eher den Arbeitnehmer-Wunsch nach Partnerschaft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, während in anderen Gesellschaften doch das eher eine geschäftliche Beziehung ist.
Aber das ist nur ne Vermutung.
Und Frankreich hat ohnehin seit 1789 nen Knacks weg.
reggaetyp schrieb:SGE_Werner schrieb:
Und Frankreich hat ohnehin seit 1789 nen Knacks weg.
Hä?
Das war eine kleine humorvolle Beschreibung, dass seit der frz. Revolution dieser Protestgeist in der französischen Gesellschaft verankert zu sein scheint.
reggaetyp schrieb:
Verstehe ich das richtig, dass deiner Meinung nach Dienstleister nicht streiken sollten?
Zum Glück fragst Du ja mittlerweile, bevor Du wieder mal alles falsch interpretierst.
Nein. Das verstehst Du nicht richtig. Es ging nur darum, dass Dienstleisterjobs, vor allem dann, wenn sie öfftl. Infrastruktur usw. bedienen, anders beurteilt werden. Wenn die Müllabfuhr heute nicht mehr fährt, schadet es zunächst mal dem Bürger. Wenn die Bahn heute nicht mehr fährt, schadet es zunächst mal dem Bürger. Wenn die Kitas zu sind, schadet es zunächst mal dem Bürger. Kriege ich nen Rabatt auf die Abfallgebühren, Kitagebühren oder meine Bahn-Jahreskarte, wenn gestreikt wird? Nein. Letztlich hilft dann nur der öffentliche Druck, wenn die Bürger entnervt sind. Der Druck geht dann aber in Richtung beider Beteiligter (Arbeitgeber und Gewerkschaft) und medial ist es ja meistens eher nur gegen die Gewerkschaft.
Dieses Spannungsfeld ist einfach anders und die Herausforderung für einen Streik andere...
Wenn die Gewerkschaften Streiks in der Chemie-Industrie machen, schadet es den Firmen und den Abnehmern der Produkte. Gleiches gilt für die Autoindustrie usw. , die Effekte für den Bürger sind dort indirekt bzw. verspätet (höhere Preise, längere Lieferzeiten usw.).
SGE_Werner schrieb:
Wenn die Müllabfuhr heute nicht mehr fährt, schadet es zunächst mal dem Bürger. Wenn die Bahn heute nicht mehr fährt, schadet es zunächst mal dem Bürger. Wenn die Kitas zu sind, schadet es zunächst mal dem Bürger. Kriege ich nen Rabatt auf die Abfallgebühren, Kitagebühren oder meine Bahn-Jahreskarte, wenn gestreikt wird? Nein. Letztlich hilft dann nur der öffentliche Druck, wenn die Bürger entnervt sind.
Ich hab mal gelernt, dass ein Streik u.a. die Wichtigkeit und Wertigkeit der Tätigkeiten sichtbar machen soll.
Wenn man natürlich nur den eigenen Standpunkt und Vorteil im Sinn hat, dann funktioniert das nicht gut.
Schade.
In Frankreich, Spanien, Italien oder Griechenland ist das anders.
Warum auch immer.
Vielleicht so eine Art sozialpsychologische Wohlstandsverwahrlosung in Deutschland.
reggaetyp schrieb:
Ich hab mal gelernt, dass ein Streik u.a. die Wichtigkeit und Wertigkeit der Tätigkeiten sichtbar machen soll.
Das ist eine Seite.
reggaetyp schrieb:
Wenn man natürlich nur den eigenen Standpunkt und Vorteil im Sinn hat, dann funktioniert das nicht gut.
Das ist die andere Seite.
reggaetyp schrieb:
In Frankreich, Spanien, Italien oder Griechenland ist das anders.
Ja, diese Länder haben grundsätzlich protestaffinere Gesellschaften. Das ist bekannt. Das zeichnet sich aber nicht nur beim Thema Streiks aus, sondern auch in der Politik. Und ob das immer so gut ist, würde ich anzweifeln. Sind eben zwei Seiten einer Medaille.
reggaetyp schrieb:
Vielleicht so eine Art sozialpsychologische Wohlstandsverwahrlosung in Deutschland.
Ich denke eher, dass es um Prioritätensetzung geht. Es gibt ja diverse Faktoren für Arbeitnehmer. Arbeitsplatzsicherheit, Entlohnung, Arbeitsbedingungen usw. und da vermute ich stark, dass in Deutschland der erste Punkt deutlich mehr gewichtet wird und grundsätzlich habe ich auch das Gefühl, dass ein "Pflichtbewusstsein" gegenüber dem Arbeitgeber hier ausgeprägter ist. Ob das Sinn macht, steht natürlich auf nem anderen Blatt. Ich sehe in Deutschland einfach eher den Arbeitnehmer-Wunsch nach Partnerschaft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, während in anderen Gesellschaften doch das eher eine geschäftliche Beziehung ist.
Aber das ist nur ne Vermutung.
Und Frankreich hat ohnehin seit 1789 nen Knacks weg.
Xaver08 schrieb:
Aber wann ist er denn jetzt, der perfekte Zeitpunkt für einen Streik, an dem niemand gestört wird?
Die Frage würde Sinn machen, wenn jemand von einem perfekten Zeitpunkt geredet hätte oder das überhaupt für möglich erachtet hätte. Hat halt keiner getan, daher ist Deine Nachfrage völlig sinnfrei.
FrankenAdler schrieb:
Ein Streik soll stören und weh tun.
Selbstverständlich. Das Problem im Dienstleistungsgewerbe ist eben, dass es oftmals dem Kunden mehr weh tut als dem Dienstleister und der Kunde den Druck auf die Gewerkschaft aufbaut und nicht auf den Arbeitgeber.
Letztlich ist es beim Bahnstreik so, dass der Schaden für die Bahn relativ gering ist, wenn es um das Bestreiken des Personenverkehrs geht. Also rein monetär. Den Hauptschaden haben hier die Kunden.
Beim Güterverkehr finde ich das Ganze schon spannender, weil das der Bahn schadet, vielen Unternehmen und diese dann Druck auf die Bahn machen.
Der Schaden für die Deutsche Bahn liegt eher langfristig, nämlich, dass bei vermehrten Streiks die Menschen weniger Bahn nutzen, sondern aufs Auto etc. umsteigen bzw. beim Auto bleiben. Damit schneidet sich aber auch die GDL ins eigene Fleisch...
FrankenAdler schrieb:
Ansonsten gönne ich jedem, der nicht zum Perspektivwechsel und der damit einhergehenden Empathie fähig ist, die entsprechend beschwerliche Anreise zur Arbeit. Zu spüren, was man an Dienstleistung, erbracht durch schlecht bezahlte Arbeitnehmer*Innen, selbstverständlich täglich in Anspruch nimmt - das kann nicht schaden!
Oder man wechselt aufs Auto, hat am Ende kaum Mehrkosten, hat am Tag 80 Minuten mehr Zeit zuhause und entzieht der Bahn und den Angestellten die weiteren Einnahmen. Nicht bös gemeint, ich habe Verständnis für die Lohnforderungen der GDL, aber dieser Ansatz, den Du hier beschreibst, ist in meinen Augen für die Tonne, weil es für viele schon Alternativen gibt, die jetzt schon besser sind und die aus zB Umweltschutzgedanken diese Dienstleistung in Anspruch nehmen.
reggaetyp schrieb:
Verstehe ich das richtig, dass deiner Meinung nach Dienstleister nicht streiken sollten?
Zum Glück fragst Du ja mittlerweile, bevor Du wieder mal alles falsch interpretierst.
Nein. Das verstehst Du nicht richtig. Es ging nur darum, dass Dienstleisterjobs, vor allem dann, wenn sie öfftl. Infrastruktur usw. bedienen, anders beurteilt werden. Wenn die Müllabfuhr heute nicht mehr fährt, schadet es zunächst mal dem Bürger. Wenn die Bahn heute nicht mehr fährt, schadet es zunächst mal dem Bürger. Wenn die Kitas zu sind, schadet es zunächst mal dem Bürger. Kriege ich nen Rabatt auf die Abfallgebühren, Kitagebühren oder meine Bahn-Jahreskarte, wenn gestreikt wird? Nein. Letztlich hilft dann nur der öffentliche Druck, wenn die Bürger entnervt sind. Der Druck geht dann aber in Richtung beider Beteiligter (Arbeitgeber und Gewerkschaft) und medial ist es ja meistens eher nur gegen die Gewerkschaft.
Dieses Spannungsfeld ist einfach anders und die Herausforderung für einen Streik andere...
Wenn die Gewerkschaften Streiks in der Chemie-Industrie machen, schadet es den Firmen und den Abnehmern der Produkte. Gleiches gilt für die Autoindustrie usw. , die Effekte für den Bürger sind dort indirekt bzw. verspätet (höhere Preise, längere Lieferzeiten usw.).
Die Bahn bietet ihren Beschäftigten eine Coronaprämie an:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-streik-corona-praemie-1.5388714
Streik wirkt.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-streik-corona-praemie-1.5388714
Streik wirkt.
reggaetyp schrieb:
Die Bahn bietet ihren Beschäftigten eine Coronaprämie an:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bahn-streik-corona-praemie-1.5388714
Streik wirkt.
Dafür ist ein Streik auch da. Man hat sonst keine Möglichkeit sich was zu erkämpfen. Mal schaun ob sie morgen den Streik absagen, fände ich jetzt ein gutes Zeichen der GDL das man dann Verhandlungsbereit ist.
Die genaue Begründung mit den vielen Abos ist auch der Videobotschaft der Betreiberin zu entnehmen. (sieh Link)
Corona wird seinen Teil dazu beigetragen haben, deshalb hätte es auch in andere Threads gepasst.
Einfach nur schade, aber das Lokal mit dem interessanten Charme bleibt bestehen.
https://backstagefrankfurt.de/#news