
Schönesge
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Landroval schrieb:Schönesge schrieb:
Und das illegale Zuschneiden der Wahlbezirke muss wieder rückgängig gemacht werden.
Ist das illegal? Ich habe gedacht, dass das dort ganz normal ist. Nicht erst jetzt seit Trump.
Änderungen sind grundsätzlich erlaubt, aber man darf dabei nicht bestimmte Bevölkerungsgruppen mit ins Kalkül nehmen. Und Letzteres ist wohl passiert und wird und liegt auch schon bei den Gerichten. Die Republikaner hatten dafür extra jemanden engagiert, der aber nun gestorben ist. Seine Tochter hatte die Daten nach seinem Tod irgendwo versteckt gefunden (Emails, diverse Aussagen etc. ). Sie hat die Daten an eine Menschenrechtsbewegung weitergeleitet. Nach harten Kampf wurden diese Unterlagen nun doch als Beweise zugelassen.
Kriminell ist dafür nicht mehr das richtige Wort. Das ist mE ein Versuch die Demokratie faktisch abzuschaffen.
ZDF Zoom, einfach mal reinschauen, ist bestimmt noch in der Mediathek.
Schönesge schrieb:
Das ist mE ein Versuch die Demokratie faktisch abzuschaffen.
Ein Repunklikaner hat folgendes gesagt:
Ich bin überzeugt, dass die republikanische Partei besser ist für das Land, also habe ich die Karte entsprechend angepasst.
(finde leider die Quelle gerade nicht, aber es war ehrlich)
Schönesge schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Ich halte es für falsch die Religion hier außen vor zu lassen. Der Islam hat seine historischen Wurzeln in einer kriegerischen Expansion.
Joa, das hat wohl jede Ideologie/Religion. Ist gewiss kein Alleinstellungsmerkmal.
Und das ist falsch. Eine Radikalisierung wäre bei Verständnis eben der Wurzeln einer Religion teilweise grund verschieden.
Der Islam bisher bietet nicht die selbe Möglichkeit der Reformation und der wissenschaftlichen Dekonstruktion, die notwendig wäre, um einen bedeutenden Schritt voran zu kommen.
Frankfurter-Bob schrieb:Schönesge schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Ich halte es für falsch die Religion hier außen vor zu lassen. Der Islam hat seine historischen Wurzeln in einer kriegerischen Expansion.
Joa, das hat wohl jede Ideologie/Religion. Ist gewiss kein Alleinstellungsmerkmal.
Und das ist falsch. Eine Radikalisierung wäre bei Verständnis eben der Wurzeln einer Religion teilweise grund verschieden.
Der Islam bisher bietet nicht die selbe Möglichkeit der Reformation und der wissenschaftlichen Dekonstruktion, die notwendig wäre, um einen bedeutenden Schritt voran zu kommen.
Es ist doch vollkommen egal, welchen Stempel du draufdrückst, ob Christentum, Islam oder sonst was. Am Ende ist entscheidend, wie es die Menschen auslegen und leben. Und wie es von den "Führern" bestimmter Staaten ausgelegt wird, um die Kontrolle zu erhalten.
Ich kenne hier enorm viele Muslime, die ihren Glauben entweder so leben wie die meisten Christen hier, nämlich nur rudimentär. Genauso kenne ich aber auch eher Gläubige Muslime. Aber keiner von den nimmt es wörtlich, was im Koran steht. Inwiefern muss da jetzt noch etwas "reformiert" werden?
Fundamentalisten, die es gewiss auch gibt, kenne ich keine. Solche gibt es bei den Christen aber auch genügend. Da hilft auch eine Reformation mehr... In den USA glauben wieviel Prozent nicht an die Evolution?
Von daher, nicht die Religion ist die Ursache, sondern die Umstände. Und gerne nochmal: Es hilft Bildung, Wohlstand, Ausgrenzung hingegen schafft die Probleme erst.
Da werden wir nicht einer Meinung sein. Das ist eine, meiner Ansicht nach, viel zu vereinfachte Sichtweise. Wenn man einfach alle über einen Kamm schert und die Probleme immer außerhalb sucht, wird man nie eine Lösung finden.
Ich halte es für falsch die Religion hier außen vor zu lassen. Der Islam hat seine historischen Wurzeln in einer kriegerischen Expansion.
Schönesge schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Ich halte es für falsch die Religion hier außen vor zu lassen. Der Islam hat seine historischen Wurzeln in einer kriegerischen Expansion.
Joa, das hat wohl jede Ideologie/Religion. Ist gewiss kein Alleinstellungsmerkmal.
Und das ist falsch. Eine Radikalisierung wäre bei Verständnis eben der Wurzeln einer Religion teilweise grund verschieden.
Der Islam bisher bietet nicht die selbe Möglichkeit der Reformation und der wissenschaftlichen Dekonstruktion, die notwendig wäre, um einen bedeutenden Schritt voran zu kommen.
Schönesge schrieb:Xaver08 schrieb:
Was hätten die Demokraten denn tun sollen, was stand denn da in den deutschen Medien?
Zum einen gibt es auf ZDF Zoom gibt es einen Bericht über das wohl illegale Zuschneiden von Wahlbezirken (Operation Red map. Zum anderen liest man in verschiedenen Medien, dass Trump extrem viele neue Richter ausgetauscht bzw eingesetzt haben soll. Die Auswirkungen daraus merkt man jetzt wohl in Florida, da dort ca. 1,4 Millionen nicht wählen dürfen, da sie nicht wissen, was sie der Justiz noch schulden. Es handelt sich hier um Menschen, die mal irgendwann eine Haftstrafe verbüßt haben und die wohl zum größten Teil demokratisch wählen würden (insbesondere People of C.).
Ich kann dir das auch nicht sagen, was genau sie tun müssen. Aber die Republikaner halten systematisch Menschen von der Wahl fern, da sie genau wissen, dass sie sonst nicht gewinnen können. Und sie schaffen das auf unterschiedlichsten Wegen.
Und ich frage mich, wie gelingt Ihnen das scheinbar so einfach. Kann man denn dagegen tatsächlich gar nichts machen? Schauen die Demokraten einfach nur zu, wenn sie um die Wahlen betrogen werden? Was sind die Gegenstrategien? Geld sollte doch genügend da sein...
Solange die obersten Richter in Mehrheit republikanisch sind, der Senat republikanisch ist und auch noch der Präsident, solange können die Demokraten nix tun.
Jaroos schrieb:Schönesge schrieb:Xaver08 schrieb:
Was hätten die Demokraten denn tun sollen, was stand denn da in den deutschen Medien?
Zum einen gibt es auf ZDF Zoom gibt es einen Bericht über das wohl illegale Zuschneiden von Wahlbezirken (Operation Red map. Zum anderen liest man in verschiedenen Medien, dass Trump extrem viele neue Richter ausgetauscht bzw eingesetzt haben soll. Die Auswirkungen daraus merkt man jetzt wohl in Florida, da dort ca. 1,4 Millionen nicht wählen dürfen, da sie nicht wissen, was sie der Justiz noch schulden. Es handelt sich hier um Menschen, die mal irgendwann eine Haftstrafe verbüßt haben und die wohl zum größten Teil demokratisch wählen würden (insbesondere People of C.).
Ich kann dir das auch nicht sagen, was genau sie tun müssen. Aber die Republikaner halten systematisch Menschen von der Wahl fern, da sie genau wissen, dass sie sonst nicht gewinnen können. Und sie schaffen das auf unterschiedlichsten Wegen.
Und ich frage mich, wie gelingt Ihnen das scheinbar so einfach. Kann man denn dagegen tatsächlich gar nichts machen? Schauen die Demokraten einfach nur zu, wenn sie um die Wahlen betrogen werden? Was sind die Gegenstrategien? Geld sollte doch genügend da sein...
Solange die obersten Richter in Mehrheit republikanisch sind, der Senat republikanisch ist und auch noch der Präsident, solange können die Demokraten nix tun.
Im Grunde müßten die Demokraten ja genauso berechtigt sein, Richter nach ihrem belieben wieder auszutauschen. Klar, wohl nicht am Supreme Court, aber doch hoffentlich auf den anderen Ebenen. Auf Ebene des Supreme Courts hoffe ich, dass man eine andere Lösung finden wird, um auch in der Justiz die Mehrheit der Bevölkerung abbilden zu können. Selbstverständlich alles nur, wenn die Demokraten an die Macht kommen.
Und das illegale Zuschneiden der Wahlbezirke muss wieder rückgängig gemacht werden.
Schönesge schrieb:
Im Grunde müßten die Demokraten ja genauso berechtigt sein, Richter nach ihrem belieben wieder auszutauschen.
Die Republikaner haben durch ihre Senatsmehrheit geschafft unzählige Neubesetzungen zu verhindern.
Als Trump dann an der Macht war, wurden die Listen abgearbeitet.
Die Methoden mit denen Garland verhindert wurde, haben die Reps direkt abgeschafft.
Deswegen ist die Mehrheit im Senat ja so wichtig und deswegen ist es für die Demokraten ja so schwer.
Der Senat muss blau werden, dann können die Dems massiv drehen nächstes Jahr.
Was Mitch McConnell und Lindsay Graham abgezogen haben war absolut rücksichtslos, ohne Anstand aber zu 100% legal.
Man ordnet der Macht alles unter, egal um welchen Preis.
Und deswegen bekommen die Demokraten wieder und wieder auf die Fresse, weil Sanders wird nicht nominiert? Ja dann gegen Hillary stimmen!
Und auch diesmal werden wieder viele Sanderssupporter Trump wählen, weil Sanders eben nicht Kandidat wurde.
Das ist zum Haare raufen.
Hätten die Sanders-Wähler geschlossen Demokraten gewählt, hätte Hillary nicht verloren.
Hätte Comey sich an die internen Vorgaben gehalten, dass man nicht in den Wahlkampf eingreift, hätte Hillary gewonnen.
Und jetzt muss man gegen einen höheren Hügel anrennen und es kann passieren, dass der popular Vote 60:40 ausgeht und die 40% die Präsidentschaft holen.
Deswegen ist der aktuelle Census ja so wichtig, der muss bis zur Übernahme verlängert werden, dann können die Dems die Karte komplett umdesignen und bei Gott, sie sollen bitte genau solche Arschlöcher sein wie die Republikaner, weil diese Partei hat es verdient mit dem Respekt und Anstand behandelt zu werden, wie sie anderen menschen entgegenbringen.
Xaver08 schrieb:
Was hätten die Demokraten denn tun sollen, was stand denn da in den deutschen Medien?
Zum einen gibt es auf ZDF Zoom gibt es einen Bericht über das wohl illegale Zuschneiden von Wahlbezirken (Operation Red map. Zum anderen liest man in verschiedenen Medien, dass Trump extrem viele neue Richter ausgetauscht bzw eingesetzt haben soll. Die Auswirkungen daraus merkt man jetzt wohl in Florida, da dort ca. 1,4 Millionen nicht wählen dürfen, da sie nicht wissen, was sie der Justiz noch schulden. Es handelt sich hier um Menschen, die mal irgendwann eine Haftstrafe verbüßt haben und die wohl zum größten Teil demokratisch wählen würden (insbesondere People of C.).
Ich kann dir das auch nicht sagen, was genau sie tun müssen. Aber die Republikaner halten systematisch Menschen von der Wahl fern, da sie genau wissen, dass sie sonst nicht gewinnen können. Und sie schaffen das auf unterschiedlichsten Wegen.
Und ich frage mich, wie gelingt Ihnen das scheinbar so einfach. Kann man denn dagegen tatsächlich gar nichts machen? Schauen die Demokraten einfach nur zu, wenn sie um die Wahlen betrogen werden? Was sind die Gegenstrategien? Geld sollte doch genügend da sein...
Schönesge schrieb:Xaver08 schrieb:
Was hätten die Demokraten denn tun sollen, was stand denn da in den deutschen Medien?
Zum einen gibt es auf ZDF Zoom gibt es einen Bericht über das wohl illegale Zuschneiden von Wahlbezirken (Operation Red map. Zum anderen liest man in verschiedenen Medien, dass Trump extrem viele neue Richter ausgetauscht bzw eingesetzt haben soll. Die Auswirkungen daraus merkt man jetzt wohl in Florida, da dort ca. 1,4 Millionen nicht wählen dürfen, da sie nicht wissen, was sie der Justiz noch schulden. Es handelt sich hier um Menschen, die mal irgendwann eine Haftstrafe verbüßt haben und die wohl zum größten Teil demokratisch wählen würden (insbesondere People of C.).
Ich kann dir das auch nicht sagen, was genau sie tun müssen. Aber die Republikaner halten systematisch Menschen von der Wahl fern, da sie genau wissen, dass sie sonst nicht gewinnen können. Und sie schaffen das auf unterschiedlichsten Wegen.
Und ich frage mich, wie gelingt Ihnen das scheinbar so einfach. Kann man denn dagegen tatsächlich gar nichts machen? Schauen die Demokraten einfach nur zu, wenn sie um die Wahlen betrogen werden? Was sind die Gegenstrategien? Geld sollte doch genügend da sein...
Solange die obersten Richter in Mehrheit republikanisch sind, der Senat republikanisch ist und auch noch der Präsident, solange können die Demokraten nix tun.
Was ich in den USA überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist wie die Demokraten sich bei Themen wie Richterbesetzungen und Wahlbezirksveränderungen so haben über die Tisch ziehen lassen. Zumindest liest sich das in den deutschen Medien so. Als sei da keine Gegenwehr. Standen und stehen denen denn nicht die gleichen Mittel wie den Republikanern zu. Die müssten doch mittlerweile verstanden haben, um was es geht. Nämlich darum, dass die Richtung in den USA nicht mehr von der Bevölkerungsmehrheit bestimmt wird. Ist zwar heute schon der Fall, aber diese Problematik scheint ja erst so richtig loszugehen.
Man kann nur hoffen, dass Biden das, sollte er gewinnen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wieder gerade rückt. Zur Not den Supreme Court aufstocken und prüfen ob Wahlbezirksaufteilungen rechtswidrig waren. Ich befürchte, dass wenn die Republikaner damit durchkommen, dass es das dann war mit deren Demokratie.
Man kann nur hoffen, dass Biden das, sollte er gewinnen, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wieder gerade rückt. Zur Not den Supreme Court aufstocken und prüfen ob Wahlbezirksaufteilungen rechtswidrig waren. Ich befürchte, dass wenn die Republikaner damit durchkommen, dass es das dann war mit deren Demokratie.
Schönesge schrieb:SemperFi schrieb:Schönesge schrieb:
Wenn aus unserem Land Bilder von Faschoaufmärschen gezeigt werden, bilden diese Radikalen ja auch nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft ab.
Im türkischen Staatsfernsehen wird das bei Bedarf gerne so dargestellt als wäre ganz Deutschland so.
Es wird auch ein Narrativ bedient, dass viele Türken ununterbrochen Verfolgung und Diskriminierung in Deutschland erfahren.
Die Macht der Bilder eben. Und wahrscheinlich glauben es die meisten da drüben trotzdem nicht
Meine Frau ist liberale Türkin, trotzdem musste ich ihr klar machen, dass wir Deutschen nunmal dumm andere Leute angucken und das keinen rassistischen Hintergrund hat.
Ging meinem Schwager mit seiner Frau ganz genau so.
Oder meine Frau ist in Istanbuler Manier in eine Tram rein, ein älterer Herr beschwerte sich (zurecht...) und mich geht sie an, warum ich gegen den Rassisten nix gemacht habe.
Denen ist das echt eingeimpft worden.
Mein Schwager und ich müssen auch regelmäßig irgendwelche Horrorstories über den Umgang von deutschen Ämtern mit Türken entkräften, die über irgendwalche facebook Kanäle auch im türkischen TV landen, von denen in Deutschland aber keine Sau was weiß, weil es nie passiert ist.
Das ist echt anstrengend.
Obwohl meine Frau absolut Anti-Erdogan ist, ist es heftig wie die Propaganda aus dem Hintergrund in die Köpfe geimpft wird.
Und meine Frau ist die erste, die ausrastet, wenn sie sieht wie Menschen in der Türkei, die sich kaum noch das Essen leisten können immer noch Erdogan verehren als wäre er der Erlöser persönlich.
Und es sollte jedem klar sein, dass für Erdogan die Karikatur-Debatte nur Mittel zum Zweck ist um von der Innenpolitik abzulenken und als starker Verteidiger des islamischen Glaubens aufzutreten, damit die Imame dafür sorgen, dass er weiter unterstützt wird.
Echt üble Scheiße.
Ich meine auch, dass man eine Trennung zwischen ihr und wir, Moslems und Christen vermeiden sollte. Andererseits gebe ich Denis insofern recht, dass in den islamischen Gemeinschaften teilweise Strukturen existieren, die zumindest im europäischen Christentum nicht mehr denkbar sind.
In einer Umfrage mit Muslime im UK von 2016 befürworteten beispielsweise 25 % der Befragten es, wenn das britische Rechtssystem durch die Scharia ersetzt wird. 31 % würden einen Bekannten, der im syrischen Terror verstrickt ist, nicht anzeigen.
https://www.nytimes.com/2016/04/15/world/europe/poll-british-muslims.html?0p19G=0232
Auch wenn die Studie methodischer Kritik unterlag, ist eine derartige Akzeptanz bedenklich.
Vergleichbare Umfrageergebnisse wirst Du bei anderen Religionsgemeinschaften in Europa nicht finden. Es ist auch schlicht unvorstellbar, dass 31 % der befragten Christen angeben würden, sie würden Unterstützer von Breivik nicht bei der Polizei verraten.
In einer Umfrage mit Muslime im UK von 2016 befürworteten beispielsweise 25 % der Befragten es, wenn das britische Rechtssystem durch die Scharia ersetzt wird. 31 % würden einen Bekannten, der im syrischen Terror verstrickt ist, nicht anzeigen.
https://www.nytimes.com/2016/04/15/world/europe/poll-british-muslims.html?0p19G=0232
Auch wenn die Studie methodischer Kritik unterlag, ist eine derartige Akzeptanz bedenklich.
Vergleichbare Umfrageergebnisse wirst Du bei anderen Religionsgemeinschaften in Europa nicht finden. Es ist auch schlicht unvorstellbar, dass 31 % der befragten Christen angeben würden, sie würden Unterstützer von Breivik nicht bei der Polizei verraten.
amsterdam_stranded schrieb:
Ich meine auch, dass man eine Trennung zwischen ihr und wir, Moslems und Christen vermeiden sollte. Andererseits gebe ich Denis insofern recht, dass in den islamischen Gemeinschaften teilweise Strukturen existieren, die zumindest im europäischen Christentum nicht mehr denkbar sind.
In einer Umfrage mit Muslime im UK von 2016 befürworteten beispielsweise 25 % der Befragten es, wenn das britische Rechtssystem durch die Scharia ersetzt wird. 31 % würden einen Bekannten, der im syrischen Terror verstrickt ist, nicht anzeigen.
https://www.nytimes.com/2016/04/15/world/europe/poll-british-muslims.html?0p19G=0232
Auch wenn die Studie methodischer Kritik unterlag, ist eine derartige Akzeptanz bedenklich.
Vergleichbare Umfrageergebnisse wirst Du bei anderen Religionsgemeinschaften in Europa nicht finden. Es ist auch schlicht unvorstellbar, dass 31 % der befragten Christen angeben würden, sie würden Unterstützer von Breivik nicht bei der Polizei verraten.
Ja es gibt problematische muslimische Strukturen in Europa. Insofern sollte man sich die Frage stellen, warum es diese gibt, um die Ursachen von solchen Strömungen zu bekämpfen.
Aber immer diese dämlichen Vergleiche zu den hier ach so friedlichen Christen nerven einfach nur und lösen überhaupt kein Problem. In diesem Zusammenhang könnte man darauf verweisen, dass es in Deutschland eine Partei geben soll, die gewiss nicht für Demokratie steht, Gewalt und Hass schürt und ebenfalls Terror gegen Menschen mit Einwanderungsgeschichte relativiert bzw diesen fördert und dabei vom Untergang des Abendlandes faselt. Wie hoch waren hier teilweise die Zustimmungswerte? Wie hoch im Osten?
Man sollte lieber Ursachen identifizieren und Lösungen schaffen, als Vergleiche aufzustellen.
Alter Schwede, Religionen, Ideologien existieren doch nur in menschlichen Köpfen. Der Mensch erfindet sie, aus welchen Gründen auch immer. Wahrscheinlich geht's sehr oft um Ordnung und Macht.
Insofern ist nicht die Ideologie oder die Religion die Ursache der Probleme, sondern der Erfinder, der Mensch. Und sie gedeihen unter bestimmten Rahmenbedingungen unfassbar gut.
Und den ganzen Murks unterscheidet gar nichts voneinander. Alle diese Fiktionen können in ihrer Auswirkung auf Menschen unfassbar brutal sein, auch wenn die Ermordung von zig Millionen Juden hoffentlich unereicht bleiben wird. Es finden sich auf allen Seiten genügend Extremisten.
Bildung und Wohlstand fördern, Ausgrenzungen bekämpfen und man wird die Probleme verkleinern. Wenn man sie denn ernsthaft verkleinern will.
Insofern ist nicht die Ideologie oder die Religion die Ursache der Probleme, sondern der Erfinder, der Mensch. Und sie gedeihen unter bestimmten Rahmenbedingungen unfassbar gut.
Und den ganzen Murks unterscheidet gar nichts voneinander. Alle diese Fiktionen können in ihrer Auswirkung auf Menschen unfassbar brutal sein, auch wenn die Ermordung von zig Millionen Juden hoffentlich unereicht bleiben wird. Es finden sich auf allen Seiten genügend Extremisten.
Bildung und Wohlstand fördern, Ausgrenzungen bekämpfen und man wird die Probleme verkleinern. Wenn man sie denn ernsthaft verkleinern will.
Schönesge schrieb:
Wenn aus unserem Land Bilder von Faschoaufmärschen gezeigt werden, bilden diese Radikalen ja auch nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft ab.
Im türkischen Staatsfernsehen wird das bei Bedarf gerne so dargestellt als wäre ganz Deutschland so.
Es wird auch ein Narrativ bedient, dass viele Türken ununterbrochen Verfolgung und Diskriminierung in Deutschland erfahren.
SemperFi schrieb:Schönesge schrieb:
Wenn aus unserem Land Bilder von Faschoaufmärschen gezeigt werden, bilden diese Radikalen ja auch nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft ab.
Im türkischen Staatsfernsehen wird das bei Bedarf gerne so dargestellt als wäre ganz Deutschland so.
Es wird auch ein Narrativ bedient, dass viele Türken ununterbrochen Verfolgung und Diskriminierung in Deutschland erfahren.
Die Macht der Bilder eben. Und wahrscheinlich glauben es die meisten da drüben trotzdem nicht
Schönesge schrieb:SemperFi schrieb:Schönesge schrieb:
Wenn aus unserem Land Bilder von Faschoaufmärschen gezeigt werden, bilden diese Radikalen ja auch nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft ab.
Im türkischen Staatsfernsehen wird das bei Bedarf gerne so dargestellt als wäre ganz Deutschland so.
Es wird auch ein Narrativ bedient, dass viele Türken ununterbrochen Verfolgung und Diskriminierung in Deutschland erfahren.
Die Macht der Bilder eben. Und wahrscheinlich glauben es die meisten da drüben trotzdem nicht
Meine Frau ist liberale Türkin, trotzdem musste ich ihr klar machen, dass wir Deutschen nunmal dumm andere Leute angucken und das keinen rassistischen Hintergrund hat.
Ging meinem Schwager mit seiner Frau ganz genau so.
Oder meine Frau ist in Istanbuler Manier in eine Tram rein, ein älterer Herr beschwerte sich (zurecht...) und mich geht sie an, warum ich gegen den Rassisten nix gemacht habe.
Denen ist das echt eingeimpft worden.
Mein Schwager und ich müssen auch regelmäßig irgendwelche Horrorstories über den Umgang von deutschen Ämtern mit Türken entkräften, die über irgendwalche facebook Kanäle auch im türkischen TV landen, von denen in Deutschland aber keine Sau was weiß, weil es nie passiert ist.
Das ist echt anstrengend.
Obwohl meine Frau absolut Anti-Erdogan ist, ist es heftig wie die Propaganda aus dem Hintergrund in die Köpfe geimpft wird.
Und meine Frau ist die erste, die ausrastet, wenn sie sieht wie Menschen in der Türkei, die sich kaum noch das Essen leisten können immer noch Erdogan verehren als wäre er der Erlöser persönlich.
Und es sollte jedem klar sein, dass für Erdogan die Karikatur-Debatte nur Mittel zum Zweck ist um von der Innenpolitik abzulenken und als starker Verteidiger des islamischen Glaubens aufzutreten, damit die Imame dafür sorgen, dass er weiter unterstützt wird.
Echt üble Scheiße.
Schönesge schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Vieles was Muslime tun empfinde ich auch als moralisch verwerflich und es stört mich auch extrem. Deshalb bringe ich aber niemanden um.
Und mit Ehre hat das nichts zu tun.
Gibt es evtl noch etwas dazwischen, zwischen sich verletzt fühlen und jemanden umzubringen?
Sich verletzt fühlen oder irgendetwas nicht gut finden ist doch vollkommen legitim. Nur die wenigsten sind so radikal, dass sie Menschen umbringen oder solche Taten gutheißen.
Naja, dass es die wenigsten gutheißen, das Gefühl hab ich leider nicht, wenn ich mir die Reaktionen aus dem islamischen Teil der Welt so ansehe. Viel Aufregung wegen Charlie Hebdo, während man viel Bedauern aufgrund der Anschläge aus dieser Ecke leider nicht vernimmt.
Adlerdenis schrieb:Schönesge schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Vieles was Muslime tun empfinde ich auch als moralisch verwerflich und es stört mich auch extrem. Deshalb bringe ich aber niemanden um.
Und mit Ehre hat das nichts zu tun.
Gibt es evtl noch etwas dazwischen, zwischen sich verletzt fühlen und jemanden umzubringen?
Sich verletzt fühlen oder irgendetwas nicht gut finden ist doch vollkommen legitim. Nur die wenigsten sind so radikal, dass sie Menschen umbringen oder solche Taten gutheißen.
Naja, dass es die wenigsten gutheißen, das Gefühl hab ich leider nicht, wenn ich mir die Reaktionen aus dem islamischen Teil der Welt so ansehe. Viel Aufregung wegen Charlie Hebdo, während man viel Bedauern aufgrund der Anschläge aus dieser Ecke leider nicht vernimmt.
Da wäre ich vorsichtig, wenn Bilder oder Reaktionen aus Diktaturen gezeigt werden. Und auch dann, wenn Bilder von Menschen, die irgendwelche Flaggen verbrennen, gezeigt werden. Wenn aus unserem Land Bilder von Faschoaufmärschen gezeigt werden, bilden diese Radikalen ja auch nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft ab.
Und aus meinem Umfeld kenne ich niemanden, der das auch nur Ansatzweise toll findet, was da passiert, ganz im Gegenteil. Und ich kenne da doch so einige Menschen mit muslimischen Glauben.
Schönesge schrieb:
Wenn aus unserem Land Bilder von Faschoaufmärschen gezeigt werden, bilden diese Radikalen ja auch nur einen kleinen Teil unserer Gesellschaft ab.
Im türkischen Staatsfernsehen wird das bei Bedarf gerne so dargestellt als wäre ganz Deutschland so.
Es wird auch ein Narrativ bedient, dass viele Türken ununterbrochen Verfolgung und Diskriminierung in Deutschland erfahren.
Schönesge schrieb:
Und aus meinem Umfeld kenne ich niemanden, der das auch nur Ansatzweise toll findet, was da passiert, ganz im Gegenteil. Und ich kenne da doch so einige Menschen mit muslimischen Glauben.
Die kenne ich auch, es war auch nicht von Deutschland die Rede.
Vieles was Muslime tun empfinde ich auch als moralisch verwerflich und es stört mich auch extrem. Deshalb bringe ich aber niemanden um.
Und mit Ehre hat das nichts zu tun.
Und mit Ehre hat das nichts zu tun.
Frankfurter-Bob schrieb:
Vieles was Muslime tun empfinde ich auch als moralisch verwerflich und es stört mich auch extrem. Deshalb bringe ich aber niemanden um.
Und mit Ehre hat das nichts zu tun.
Gibt es evtl noch etwas dazwischen, zwischen sich verletzt fühlen und jemanden umzubringen?
Sich verletzt fühlen oder irgendetwas nicht gut finden ist doch vollkommen legitim. Nur die wenigsten sind so radikal, dass sie Menschen umbringen oder solche Taten gutheißen.
Allein die Reaktionen auf Mohammedkarikaturen sind zuweilen aber so übertrieben, dass es leichter zu manipulierende Menschen in solche Taten treibt. Wenn wir bei Terroristen und Faschisten sind: Erdohitler bietet sich ja derzeit jeden Tag aufs neue an.
Wenigstens gibt's ein Video, wo er von einem Esel in die Eier getreten bekommt.
Wenigstens gibt's ein Video, wo er von einem Esel in die Eier getreten bekommt.
Schönesge schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Vieles was Muslime tun empfinde ich auch als moralisch verwerflich und es stört mich auch extrem. Deshalb bringe ich aber niemanden um.
Und mit Ehre hat das nichts zu tun.
Gibt es evtl noch etwas dazwischen, zwischen sich verletzt fühlen und jemanden umzubringen?
Sich verletzt fühlen oder irgendetwas nicht gut finden ist doch vollkommen legitim. Nur die wenigsten sind so radikal, dass sie Menschen umbringen oder solche Taten gutheißen.
Naja, dass es die wenigsten gutheißen, das Gefühl hab ich leider nicht, wenn ich mir die Reaktionen aus dem islamischen Teil der Welt so ansehe. Viel Aufregung wegen Charlie Hebdo, während man viel Bedauern aufgrund der Anschläge aus dieser Ecke leider nicht vernimmt.
So wie es auch mit anderen Religionen getan wird. Und ja, ein "Prophet" mit solch einem moralischen Kompass und Liste an abstoßenden Taten, der darf auch mal durch den Kakao gedreht werden. Und wenn man einen gefestigten Glauben hat, kann man das auch aushalten.
Frankfurter-Bob schrieb:
So wie es auch mit anderen Religionen getan wird. Und ja, ein "Prophet" mit solch einem moralischen Kompass und Liste an abstoßenden Taten, der darf auch mal durch den Kakao gedreht werden. Und wenn man einen gefestigten Glauben hat, kann man das auch aushalten.
Das wird jeder klar denkende Mensch, egal welcher Religion, auch so sehen. Hält leider die Fanatiker auf dieser Erde nicht davon ab, solche Taten zu begehen.
Und dadurch werden dann Menschen aus dem Leben gerissen. Sowas macht unfassbar wütend und traurig zugleich.
cm47 schrieb:
Seine Mahnung ist richtig, wenn er sich auch selbst mit einbezieht...das Bremenspiel wird zeigen, ob es angekommen ist....
Alles eigentlich richtig, aber Hasebe ist 36 Jahre alt, das er noch spielen muss, zeigt wie schwach seine Konkurrenz aktuell ist. Ich finde nicht, das man ein schlechtes Spiel im Profisport vom einem 36 Jahre alten Spieler gegen die aktuell wohl beste Mannschaft der Welt abhängig machen sollte.
Er darf sich meiner Meinung nach schon rausnehmen aufgrund des Alters.
Wenn die jüngere Konkurrenz nur annähernd gleichwertig wäre, würde sie auch spielen.
Und ich finde es gut, das Hasebe jetzt mal den Mund aufmacht (was er ja sonst sehr selten macht !)
und Kritik äußert. Die Anfangsplatzierungen haben einige schon wieder zu sehr träumen lassen.
Jetzt wurde uns aber mal deutlich gezeigt, wie weit wir von der Spitze weg sind und wie viel sich einige Spieler verbessern müssen, wollen wir dauerhaft da oben bleiben.
Wir spielen diese Saison nicht international und müssen es nicht machen wie letzte Saison und versuchen auf den letzten Drücker in die Europaleague zu rutschen. Man kann auch ruhig mal die Konkurrenz frühzeitig in die Schranken verweisen und das Feld von oben dirigieren. Schwächephasen oder Probleme kommen von ganz alleine.
Gegen Bremen und Stuttgart sollte man 4 Punkte holen, wenn man zeigen möchte, das man oben bleiben möchte. Wenn hier nur 0-3 Punkte rausspringen, kann man damit rechnen, das das Team nicht stark genug
für eine sehr gute Vorrunde ist.
Gerade bei ZDF Zoom eine Reportage über "Operation Red Map" geschaut. Dabei geht es um das Zuschneiden von Wahlkreisen in Bundesstaaten durch die Republikaner und zwar so, dass immer die Republikaner gewinnen, egal wie die Mehrheiten im Bundesstaat sind. Minderheiten wird quasi das Recht auf faire Wahlen genommen, da ihre faktisch Stimme weniger zählt.
Man schüttelt einfach nur noch den Kopf, wenn man das sieht. Beweise liegen bei den Gerichten, aber bei den Verhältnissen im Supreme Court, kann da nichts gutes bei rumkommen.
Die republikanische Partei hat im Grunde nichts mehr mit einer demokratischen Partei zu tun. Ich hoffe sie kommen damit nicht durch und wären dann wohl für immer weg vom Fenster.
Man schüttelt einfach nur noch den Kopf, wenn man das sieht. Beweise liegen bei den Gerichten, aber bei den Verhältnissen im Supreme Court, kann da nichts gutes bei rumkommen.
Die republikanische Partei hat im Grunde nichts mehr mit einer demokratischen Partei zu tun. Ich hoffe sie kommen damit nicht durch und wären dann wohl für immer weg vom Fenster.
So, Hasebe mahnt und prangert in den vergangenen Spielen in Köln und auch in München "fehlende Mentalität“ an. Wenn man nächstes Jahr europäisch spielen wolle müsse man noch konstanter werden. Da hat er recht.
Und: Die nächsten Spiele gegen Bremen und Stuttgart würden (klingelingeling 😜) richtungsweisend....
Und: Die nächsten Spiele gegen Bremen und Stuttgart würden (klingelingeling 😜) richtungsweisend....
Adlersupporter schrieb:
So, Hasebe mahnt und prangert in den vergangenen Spielen in Köln und auch in München "fehlende Mentalität“ an. Wenn man nächstes Jahr europäisch spielen wolle müsse man noch konstanter werden. Da hat er recht.
Und: Die nächsten Spiele gegen Bremen und Stuttgart würden (klingelingeling 😜) richtungsweisend....
Vorne und hinten habe es nicht gestimmt. Hinten hat aber auch Hasebe einen Teil dazu beigetragen, dass man unnötige Tore gefangen hat.
Insgesamt zieht er die richtigen Schlüsse aus den Analysen.
Schönesge schrieb:Adlersupporter schrieb:
So, Hasebe mahnt und prangert in den vergangenen Spielen in Köln und auch in München "fehlende Mentalität“ an. Wenn man nächstes Jahr europäisch spielen wolle müsse man noch konstanter werden. Da hat er recht.
Und: Die nächsten Spiele gegen Bremen und Stuttgart würden (klingelingeling 😜) richtungsweisend....
Vorne und hinten habe es nicht gestimmt. Hinten hat aber auch Hasebe einen Teil dazu beigetragen, dass man unnötige Tore gefangen hat.
Insgesamt zieht er die richtigen Schlüsse aus den Analysen.
Naja das sahen etliche User im NTT anders. Die haben die Mentalitätsfrage abgelehnt und vehement auf die individuelle Klasse und somit der Unschlagbarkeit der der Bayern verwiesen, da konnte man gegenargumentieren wie man wollte.
Gott sei Dank hat der alte "rollatorfahrende" Sack Makoto mal ein Machtwort gesprochen und es richtig gestellt. Danke hierfür
Knueller schrieb:propain schrieb:PeterT. schrieb:
Und vor allem steht das auch in keiner Relation zum "Lockdown" in den Amateurligen - im Main-Taunus-Kreis sind keine Zuschauer mehr zugelassen!
Hier im Rhein-Main Gebiet pausieren teilweise die kleinen Ligen schon. Es wäre einfach nicht vermittelbar warum ausgerechnet im Profifussball, die Liga mit den geringsten Problemen unter allen Sportarten, da eine Ausnahme gemacht wird.
Ich weiß, gleich kommt jemand und spricht wieder vom ach so tollen Hygienekonzept, ein anderer von Neidgesellschaft, anstatt einfach von einer Art Solidarität, das wenn andere eingeschränkt werden das auch für mich gilt und ich nicht gleicher bin.
Die Sache mit der Solidarität ist ein wichtiger Punkt.
Ich hatte neulich mit einem Eintrachtkollegen ein erbittertes Streitgespräch. Vom Kölnspiel haben wir nichts mitbekommen, weil wir uns die erste Halbzeit nur angebrüllt haben und in der zweiten dann sauer waren.
Er hat auch stark mit Solidarität argumentiert. Er und seine Frau sind Risikogruppe und er ärgert sich sehr über die Tatsache, dass es in den Kitas drunter und drüber geht und sie beide ständig höllisch aufpassen müssen, während der Fußball als erste Instanz im Land sofort wieder hochfuhr und dann noch Zuschauer zugelassen wurden. Da störte ihn auch das 'falsche Signal'.
Ich verstehe seine Situation total, sehe es aber trotzdem anders: wir alle beschneiden uns im Moment sehr. Jeder muss Abstriche machen, manche mehr, manche glücklicher Weise weniger. Es belastet uns alle und ich behaupte, wir werden erst, wenn alles 'vorbei' ist, richtig merken, wie krass diese Zeit war. In einer solchen Situation ist es mAn enorm wichtig, alle Zugeständnisse, die möglich sind, zu machen. Heißt: wenn ein Hygienekonzept vorliegt und man evaluieren kann, dass dieses greift, dann gibt es für mich keine Gründe, dies nicht umzusetzen. Ich sehe das Signal eher positiv: auch in diesen Krisenzeiten ist ein Mindestmaß an 'Alltag' möglich, unter bestimmten Bedingungen und Auflagen. Ich verstehe den Zusammenhang nicht: weil der Jazzclubbesitzer Probleme hat, müssen auch Fußballfans zu Hause bleiben? Das ergibt für mich irgendwie keinen Sinn. Ich fühle mich nicht unsolidarisch gegenüber Risikogruppen, Jazzclubbesitzern usw. wenn ich zum Fußball gehe und dabei alle Regeln einhalte und vetantwortlich mit der Situation umgehe.
Man könnte jetzt einwenden, das sei leicht daher gesagt, schließlich interessieren wir uns für Fußball und nicht für Jazzclubs, da ist gut reden.
Ich zum Beispiel fahre sehr gern auf Filmfestivals, hasse aber Weihnachtsmärkte wie die Pest. Gerade letzte Woche musste ich meine Teilnahme an meinen geliebten Hofer Filmtagen absagen, weil es mir zu heikel war. Wenn man jetzt (hypothetisch!) es hinbekäme, Weihnachtsmärkte so zu gestalten, dass das Ansteckungsrisiko signifikant gesenkt und das Infektionsgeschehen nachvollziehbar wäre, dann würd ich doch nie im Leben Solidarität für die Kinobranche oder meine Ü70-Eltern fordern, sondern sagen, sofort und unbedingt machen!!! Es ist wichtig, dass die Leute rauskommen, dass die Glühweinverkäufer was verkaufen usw - vorausgesetzt, es funktioniert und die Regeln werden beachtet.
Wo man hinhört, haben Leute Angst vor dem kommenden Winter. Meiner Ansicht nach ist es genau das richtige Signal, wenn ein paar Möglichkeiten offen bleiben. Ich finde, man kann es sogar positiv sehen. Allerdings sehe ich schon auch, dass es schwer ist, dass jetzt so zu kommunizieren, nach dem ganzen DFL-Bohrei rund um den re-start.
Das sehe ich im Grunde exakt genauso. Danke für diesen Beitrag.
Ich würde bei den aktuellen Zahlen übrigens keine Zuschauer zulassen, weil man das Hygienekonzept eben bei An/Abfahrt und Einlass kaum gewährleisten kann.
Aber "wenn das geht, darf das auch nicht gehen" ist für mich ein rein emotionales Sinnlosargument.
Solidarisch heißt für mich in diesem Kontext eher, dass man seinen Mitmenschen nicht wünscht, dass sie unter irgendwas zu leiden haben, nur weil man es selbst muss. Das finde ich ganz schön unsolidarisch.
Da bin ich ebenfalls bei euch, alles was geht und keine Gefahr bedeutet, muss gehen.
Wohingegen ich schon glaube, dass der Lockdown light wahrscheinlich die richtige Maßnahme ist, um insgesamt wieder einen Überblick zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass danach dann wieder Zuschauer zugelassen werden, sollten die Zahlen wieder im Griff sein.
Wohingegen ich schon glaube, dass der Lockdown light wahrscheinlich die richtige Maßnahme ist, um insgesamt wieder einen Überblick zu bekommen. Ich gehe davon aus, dass danach dann wieder Zuschauer zugelassen werden, sollten die Zahlen wieder im Griff sein.
v
Von den von Dir genannten sind aber mal grad 6 in der Rangliste des Kickers gelistet und einige nicht mal "Stammspieler" bei EF.
Ein überdurchschnittlicher Spieler ist für mich einer, der bei einem Club mit einem Leistungsniveau wie EF halt immer spielt, sofern er nicht verletzt ist.
Schönesge schrieb:
Trapp, Hinti, Abraham, Ndicka, Hasebe, Kostic, Rode, Kamada, Toure, Silva und Dost halte ich für alle besser als den Durchschnitt, teilweise sogar wesentlich besser. Bei dem ein oder anderen muss man die Entwicklung noch abwarten.
Waren glaube mehr als 7, ist mir nicht schwer gefallen, die "zusammen zu kratzen".
Von den von Dir genannten sind aber mal grad 6 in der Rangliste des Kickers gelistet und einige nicht mal "Stammspieler" bei EF.
Ein überdurchschnittlicher Spieler ist für mich einer, der bei einem Club mit einem Leistungsniveau wie EF halt immer spielt, sofern er nicht verletzt ist.
Fireye schrieb:
vSchönesge schrieb:
Trapp, Hinti, Abraham, Ndicka, Hasebe, Kostic, Rode, Kamada, Toure, Silva und Dost halte ich für alle besser als den Durchschnitt, teilweise sogar wesentlich besser. Bei dem ein oder anderen muss man die Entwicklung noch abwarten.
Waren glaube mehr als 7, ist mir nicht schwer gefallen, die "zusammen zu kratzen".
Von den von Dir genannten sind aber mal grad 6 in der Rangliste des Kickers gelistet und einige nicht mal "Stammspieler" bei EF.
Ein überdurchschnittlicher Spieler ist für mich einer, der bei einem Club mit einem Leistungsniveau wie EF halt immer spielt, sofern er nicht verletzt ist.
Ja, da kommen dann ua Hasebe, Ndicka, Rode, Toure oder Dost nicht vor. Wahrscheinlich aufgrund der durchwachsenen Bundesligavorsaison, in der eben auch noch Mehrbelastungen gewuppt werden mussten. Ich halte diese Spieler aber trotzdem für überdurchschnittlich. Kannst du gerne anders sehen.
Schönesge schrieb:
Um so länger man zuhört, um so schneller merkt man, dass diese Menschen rassistisches Gedankengut pflegen.
Ne Bekannte von mir arbeitet in einem Flüchtlingsheim und ist bei den Grünen. Die erzählt dummerweise auch von genügend Problemen. Nur mal so.
Richtig ist aber Dein Schlusssatz. Das hat nicht unbedingt was mit den Flüchtlingen zu tun, sondern dass da junge Männer ohne Beschäftigung zusammen rumhängen und sich langweilen. Das hat schon 1990 zu Problemen bei Ostdeutschen geführt und heute halt bei Syrern, Irakern etc.
SGE_Werner schrieb:Schönesge schrieb:
Um so länger man zuhört, um so schneller merkt man, dass diese Menschen rassistisches Gedankengut pflegen.
Ne Bekannte von mir arbeitet in einem Flüchtlingsheim und ist bei den Grünen. Die erzählt dummerweise auch von genügend Problemen. Nur mal so.
Richtig ist aber Dein Schlusssatz. Das hat nicht unbedingt was mit den Flüchtlingen zu tun, sondern dass da junge Männer ohne Beschäftigung zusammen rumhängen und sich langweilen. Das hat schon 1990 zu Problemen bei Ostdeutschen geführt und heute halt bei Syrern, Irakern etc.
Da meine Eltern hier auch sehr engagiert unterwegs sind, bekomme ich da einiges aus erster Hand mit. Es gibt Probleme und die sollten mit Verstand gelöst werden.
Die unreflektierten Geschichten, die ein rassistisches Gedankengut offenbaren, kommen aber meistens von Menschen, die sich gerade nicht engagieren. So meine Erfahrung. Und die waren eben schon rechts.
Ist das illegal? Ich habe gedacht, dass das dort ganz normal ist. Nicht erst jetzt seit Trump.