
skyeagle
30577
#
skyeagle
Seit wann ist Klammern und Umreißen im Strafraum eigentlich völlig in Ordnung?
skyeagle schrieb:
Seit wann ist Klammern und Umreißen im Strafraum eigentlich völlig in Ordnung?
Schon die ganze EM anscheinend. Wie gesagt, für mich der viel kritischere Punkt als zB der Handelfer-Kram, weil es hier eigentlich ne klare Regel gibt, die sehr gebeugt wird. Anscheinend aber von der UEFA so gewollt, genauso wie taktische Fouls weniger zu bestrafen.
So ein Vollhonk. Aber zum Glück (neben der Architektur des Wintersportzentrums La Mongie) der einzige Missklang dieser spannenden Pyrenäen-Etappe.
Gestern der Punkt ging klar an Pog. Mal sehen ob heute der Vingegaard-Konter kommt. Merke gerade, dass mich die heutige Etappe mehr interessiert als das EM-Finale.
Gestern der Punkt ging klar an Pog. Mal sehen ob heute der Vingegaard-Konter kommt. Merke gerade, dass mich die heutige Etappe mehr interessiert als das EM-Finale.
Ja, gestern ging das klar an Pogacar. Mir imponiert bei ihm sehr, dass er einfach Bock hat, Radrennen zu fahren. Der will nicht groß taktieren, der will angreifen und macht das auch. Dabei müsste er das nicht unbedingt durch sein starkes Team. Die könnte auch, wie früher US Postal, Sky, Ineos oder Jumbo das Feld kaputt fahren und am Ende die Attacken parieren. Natürlich macht UAE unglaublich viel und gute Arbeit, was beispielsweise Politt gefahren ist war schon mehr als bemerkenswert, aber dennoch fährt Pogacar viel viel offensiver. Ich finde das toll. Macht einfach Spaß ihm zuzusehen. Das soll nicht heißen, dass Vingegaard oder andere schlechtere Radfahrer wären oder unsympathischer.
Ich kann die Etappe heute schwer einschätzen. Vom Gefühl her würde ich sagen, UAE fährt heute eher ruhig. Gestern war es sehr anstregend. Vielleicht wartet man auf Attacken von Vingegaard. Andererseits, morgen ist Ruhetag, also nochmal volle Attacke um noch mehr Zeit herauszuholen? Da ist wirklich alles offen.
Ich wünschte, Geschke könnte auf seiner Abschiedstour nochmal etwas zeigen. Heute dürfte das aber zu schwer sein, gleiches gilt für Zimmermann.
Ich kann die Etappe heute schwer einschätzen. Vom Gefühl her würde ich sagen, UAE fährt heute eher ruhig. Gestern war es sehr anstregend. Vielleicht wartet man auf Attacken von Vingegaard. Andererseits, morgen ist Ruhetag, also nochmal volle Attacke um noch mehr Zeit herauszuholen? Da ist wirklich alles offen.
Ich wünschte, Geschke könnte auf seiner Abschiedstour nochmal etwas zeigen. Heute dürfte das aber zu schwer sein, gleiches gilt für Zimmermann.
Der große Vorteil jetzt ist, dass der Kader in der Spitze zusammenbleibt. Das ist das große Plus. Die Jungs kennen sich, kennen das Umfeld und vor allem, sie kennen das Trainerteam mit Ausnahme der kürzlichen Umbesetzungen. Jetzt muss die Vorbereitung genutzt werden um das, was in der gesamten letzten Saison und vor allem in der Rückrunde nicht klappte, zu verbessern. Da sind alle gefragt, Krösche in der Kaderzusammenstellung, die Spieler selbst und natürlich Dino mitsamt Team.
Das muss selbstverständlich relativ schnell Früchte tragen, sowohl fußballerisch auf dem Platz und natürlich Punktemässig. Man kann da schlicht nicht nochmal 40 Spiele abwarten und permanent von Geduld babbeln, vor allem weil die Vorzeichen dieses Jahr ganz andere sind. Dino hat ab Pokalrunde 1 mächtig Druck und Krösche auch. Gehen die ersten 7-8 Spieltage in die Hose, wird man direkt handeln müssen.
Das muss selbstverständlich relativ schnell Früchte tragen, sowohl fußballerisch auf dem Platz und natürlich Punktemässig. Man kann da schlicht nicht nochmal 40 Spiele abwarten und permanent von Geduld babbeln, vor allem weil die Vorzeichen dieses Jahr ganz andere sind. Dino hat ab Pokalrunde 1 mächtig Druck und Krösche auch. Gehen die ersten 7-8 Spieltage in die Hose, wird man direkt handeln müssen.
skyeagle schrieb:
Der große Vorteil jetzt ist, dass der Kader in der Spitze zusammenbleibt. Das ist das große Plus….
… Gehen die ersten 7-8 Spieltage in die Hose, wird man direkt handeln müssen.
Naja, warten wir lieber noch etwas ab, was „der Kader bleibt zusammen“ angeht.
Und das Problem ist weder das Szenario „Saisonauftakt geht in die Hose“ - schlimm, aber dann kann man handeln.
Noch „Trainer + Staff + Spieler haben begriffen wie es besser geht und zeigen dies“ - Halleluja und viel Freude + Erleichterung bei uns allen!
Nein, ganz übel wäre eine Fortsetzung der letzten Saison, ohne dass es richtig schlimm ist. So ein irgendwie weiter Siechtum.
So ein Vollhonk. Aber zum Glück (neben der Architektur des Wintersportzentrums La Mongie) der einzige Missklang dieser spannenden Pyrenäen-Etappe.
Gestern der Punkt ging klar an Pog. Mal sehen ob heute der Vingegaard-Konter kommt. Merke gerade, dass mich die heutige Etappe mehr interessiert als das EM-Finale.
Gestern der Punkt ging klar an Pog. Mal sehen ob heute der Vingegaard-Konter kommt. Merke gerade, dass mich die heutige Etappe mehr interessiert als das EM-Finale.
Hier ein kurzes Interview von Vingegaard nach seinem heutigen Sieg. Unfassbar emotional. Unglaublich sympathisch. Wer da nicht mitweint…
https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance/jonas-vingegaard-das-bedeutet-mir-so-viel,tour-etappe-11-interview-vingegaard-100.html
https://www.sportschau.de/radsport/tourdefrance/jonas-vingegaard-das-bedeutet-mir-so-viel,tour-etappe-11-interview-vingegaard-100.html
Vingegaard ist wieder da!
Fantastisch schrieb:
Vingegaard ist wieder da!
Aber wie! Eben mal die Zusammenfassung gesehen. Ich dachte, Pogacar holt sich das wirklich im Alleingang, aber Voingegaard hat das Loch richtig stark zugefahren. Und dann im Sprint von vorn noch zu gewinnen…der war sichtlich überrascht von sich selbst. Pogacar muss jetzt echt aufpassen und einiges probieren, denn fürs Hochgebirge kann Vingegaard mehr als nur gefährlich werden wie man sieht. Hätte ich so nicht erwartet.
Mal sehen wie das weitergeht, am Ende kann das Team entscheiden, denn da ist Vingegaard klar schlechter aufgestellt.
skyeagle schrieb:
Ich weiß, jetzt wird man wieder sagen, dass die Union alles schlechtgeredet hat und Populismus betreibt.
Die Ampel schafft es aber auch nicht ihre Politik gescheit zu verkaufen. Gerade ihren Wählen anscheinend nicht und die sollten sich ja mit ihren Parteien besonders befassen und nicht dem Geschwätz der Opposition hinterherlaufen.
Ich würde dir hier in allen beiden Punkten zustimmen, nämlich dass die Ampel es nicht schafft, ihre Politik gescheit zu verkaufen und dass gleichzeitig die Union in ihrer Oppositionsrolle alles unternimmt, um alles selektiv schlecht zu reden. Und es wird noch mehr Gründe geben, warum die Ampel an Zustimmung verloren hat, zB:
Der Krieg und seine Folgen. Denn durch den Krieg ist vieles zutage getreten, was vorher kaschiert werden konnte, insbesondere die Energieabhängigjeit zu Russland, was in der Folge des Kriegs zur Wirtschaftskrise geführt hat. Das hat die Menschen sehr verunsichert.
Und da ist es dann auch leicht vorstellbar, warum ein vormaliger Grünen Wähler plötzlich zur AfD möchte, weil er ggf das mit Russland gaz anders sieht, ein Blick in den Osten unseres Landes könnte hierfür ein Indiz sein. Und man muss da auch mal die Kirche im Dorf lassen, massenhaft ist das ja nicht passiert.
Und es wird sicherlich weitere Faktoren geben, warum die Ampel an Zustimmung verloren hat. Verbessern wird sich die Lage mE erst dann, wenn sich die Wirtschaft erholt, glücklicherweise ist das bei der Inflationsrate schonmal der Fall, die hat sich auf Normalmaß stabilisiert. Insofern werden die nächsten Monate zeigen, wie es weitergeht.
Aber dass die Union angeblich keine Stimmung macht, was vor allem auch der AfD hilft, und das war ja die Ausgangsfrage, nehme ich so nicht war. Vieles ist mE gleichzeitig richtig.
Schönesge schrieb:skyeagle schrieb:
Ich weiß, jetzt wird man wieder sagen, dass die Union alles schlechtgeredet hat und Populismus betreibt.
Die Ampel schafft es aber auch nicht ihre Politik gescheit zu verkaufen. Gerade ihren Wählen anscheinend nicht und die sollten sich ja mit ihren Parteien besonders befassen und nicht dem Geschwätz der Opposition hinterherlaufen.
Ich würde dir hier in allen beiden Punkten zustimmen, nämlich dass die Ampel es nicht schafft, ihre Politik gescheit zu verkaufen und dass gleichzeitig die Union in ihrer Oppositionsrolle alles unternimmt, um alles selektiv schlecht zu reden. Und es wird noch mehr Gründe geben, warum die Ampel an Zustimmung verloren hat, zB:
Der Krieg und seine Folgen. Denn durch den Krieg ist vieles zutage getreten, was vorher kaschiert werden konnte, insbesondere die Energieabhängigjeit zu Russland, was in der Folge des Kriegs zur Wirtschaftskrise geführt hat. Das hat die Menschen sehr verunsichert.
Und da ist es dann auch leicht vorstellbar, warum ein vormaliger Grünen Wähler plötzlich zur AfD möchte, weil er ggf das mit Russland gaz anders sieht, ein Blick in den Osten unseres Landes könnte hierfür ein Indiz sein. Und man muss da auch mal die Kirche im Dorf lassen, massenhaft ist das ja nicht passiert.
Und es wird sicherlich weitere Faktoren geben, warum die Ampel an Zustimmung verloren hat. Verbessern wird sich die Lage mE erst dann, wenn sich die Wirtschaft erholt, glücklicherweise ist das bei der Inflationsrate schonmal der Fall, die hat sich auf Normalmaß stabilisiert. Insofern werden die nächsten Monate zeigen, wie es weitergeht.
Aber dass die Union angeblich keine Stimmung macht, was vor allem auch der AfD hilft, und das war ja die Ausgangsfrage, nehme ich so nicht war. Vieles ist mE gleichzeitig richtig.
Unterschreibe ich so. Ich möchte auch gern nochmals unterstreichen, dass ich die Union durchaus für ihr Handeln kritisiere, aber sie für mich nur ein Teil der Begründung ist, weshalb die Ampel verliert. Nur wird ihr, gerade hier im Forum, eine Verantwortlichkeit zugeschrieben, die ich in dem Ausmaß einfach für arg übertrieben halte.
Ja, die Kommunikation. Ich hatte dir ja schon zuvor recht gegeben, dass da die Opposition besser ist. Viel besser. Auch wenn vieles an dieser Kommunikation Wahnsinn (Öl und Gas von Putin) oder Lügen (Heizungsterror) sind.
Andererseits: ich verstehe es ja auch. Bin ich jetzt ein verdammtes Genie oder versuche ich lediglich, mich zu informieren? Allein daran scheitert es ja schon. Es reicht doch, dass die Bild "Heizungsterror" schreibt und schon jubeln die Massen Monika Gruber und Hubert Aiwanger zu, wenn sie in das selbe Horn stoßen. Und das ist nur ein Beispiel für viele andere.
Ich kann ja nachvollziehen, wenn jemand gegen ein Tempolimit ist, weil es gerne alles so wie früher hätte (inkl. Autoindustrie). Dann soll man seine Argumente nennen und diskutieren. Mache ich ja auch. Das passiert aber, wenn überhaupt, nur im Kleingedruckten. Groß herausposaunt werden dagegen Worthülsen wie "schlechte Politik", "Verbotspartei", "Murks" oder "schlechte Umsetzung".
Schöne "Kommunikation". Ich nenne das Populismus.
Andererseits: ich verstehe es ja auch. Bin ich jetzt ein verdammtes Genie oder versuche ich lediglich, mich zu informieren? Allein daran scheitert es ja schon. Es reicht doch, dass die Bild "Heizungsterror" schreibt und schon jubeln die Massen Monika Gruber und Hubert Aiwanger zu, wenn sie in das selbe Horn stoßen. Und das ist nur ein Beispiel für viele andere.
Ich kann ja nachvollziehen, wenn jemand gegen ein Tempolimit ist, weil es gerne alles so wie früher hätte (inkl. Autoindustrie). Dann soll man seine Argumente nennen und diskutieren. Mache ich ja auch. Das passiert aber, wenn überhaupt, nur im Kleingedruckten. Groß herausposaunt werden dagegen Worthülsen wie "schlechte Politik", "Verbotspartei", "Murks" oder "schlechte Umsetzung".
Schöne "Kommunikation". Ich nenne das Populismus.
Natürlich ist da bei der Opposition viel Mist dabei, ändert aber nix am eigenen Versagen in dieser Thematik. Da hätte die Ampel schon lange besser werden müssen und auch können.
Ohne es zu wissen und reine Mutmaßung meinerseits: einigen interessieren sich nicht in dem Maße dafür als zb Du. Es gibt einen Haufen Menschen, die wollen ihr Leben leben und ihre Ruhe haben. Da langt es, wenn sie jetzt nach Corona noch mit dem Krieg in der Ukraine konfrontiert sind, da braucht es nicht "hausgemachte Probleme" wie ein neues Heizungsgesetz, Verkehrswende etc. Da ist dann im Zweifel die Bereitschaft auch nicht da Zeit aufzuwenden um sich damit auseinanderzusetzen. Die Leute lesen schon keine AGB bei der Verträgen, die sie ganz konkret betreffen, da werden sie noch weniger Gesetzesbegründungen oder Bundestagsdrucksachen lesen...
Ohne es zu wissen und reine Mutmaßung meinerseits: einigen interessieren sich nicht in dem Maße dafür als zb Du. Es gibt einen Haufen Menschen, die wollen ihr Leben leben und ihre Ruhe haben. Da langt es, wenn sie jetzt nach Corona noch mit dem Krieg in der Ukraine konfrontiert sind, da braucht es nicht "hausgemachte Probleme" wie ein neues Heizungsgesetz, Verkehrswende etc. Da ist dann im Zweifel die Bereitschaft auch nicht da Zeit aufzuwenden um sich damit auseinanderzusetzen. Die Leute lesen schon keine AGB bei der Verträgen, die sie ganz konkret betreffen, da werden sie noch weniger Gesetzesbegründungen oder Bundestagsdrucksachen lesen...
skyeagle schrieb:
Natürlich ist da bei der Opposition viel Mist dabei, ändert aber nix am eigenen Versagen in dieser Thematik. Da hätte die Ampel schon lange besser werden müssen und auch können.
Ohne es zu wissen und reine Mutmaßung meinerseits: einigen interessieren sich nicht in dem Maße dafür als zb Du. Es gibt einen Haufen Menschen, die wollen ihr Leben leben und ihre Ruhe haben. Da langt es, wenn sie jetzt nach Corona noch mit dem Krieg in der Ukraine konfrontiert sind, da braucht es nicht "hausgemachte Probleme" wie ein neues Heizungsgesetz, Verkehrswende etc. Da ist dann im Zweifel die Bereitschaft auch nicht da Zeit aufzuwenden um sich damit auseinanderzusetzen. Die Leute lesen schon keine AGB bei der Verträgen, die sie ganz konkret betreffen, da werden sie noch weniger Gesetzesbegründungen oder Bundestagsdrucksachen lesen...
Vollkommen d'accord.
Du vergisst, dass ja auch die AfD zur Opposition gehört. Und die "punktet" halt mit Ausländer-Ressentiments, Hetze auf Migranten und "einfachen" Lösungen. Du könntest ja auch mal die Frage stellen, wie ein Union-Wähler auf die Idee kommt, plötzlich AfD oder BSW zu wählen. Schon wird das Ganze erklärbarer.
Ich habe ja hier vor Kurzem schon einen zweiten Grund für die Abwanderung von Wählern aller Parteien an die Ränder genannt. Stichworte Überforderung, zu viele Probleme, Erkenntnis, dass viele Ziele nicht ohne eigenes Mittun erreichbar sind, Rückzug und Rückbesinnung auf sich selbst, Verlust des Gemeinschaftsgefühls, Sehnsucht nach früheren Zeiten mit einfachen Lösungen etc. etc.
Da hieß es dann: lenk nicht ab, die Ampel ist schuld.
Ich habe ja hier vor Kurzem schon einen zweiten Grund für die Abwanderung von Wählern aller Parteien an die Ränder genannt. Stichworte Überforderung, zu viele Probleme, Erkenntnis, dass viele Ziele nicht ohne eigenes Mittun erreichbar sind, Rückzug und Rückbesinnung auf sich selbst, Verlust des Gemeinschaftsgefühls, Sehnsucht nach früheren Zeiten mit einfachen Lösungen etc. etc.
Da hieß es dann: lenk nicht ab, die Ampel ist schuld.
Wo habe ich denn die AfD vergessen, ich hab sie mehrfach erwähnt?
Natürlich punktet die AfD mit ihren Themen, mit Umweltpolitik kann sie ja nicht punkten.
Es ging ja vorhin um den Grünenwähler, der unzufrieden ist, weil die Grünen zu wenig Umweltpolitik machen bzw. grüne Politik. Der wird doch jetzt nicht auf einmal empfänglich für rechte Hetze, oder? Das kann ja erst mal nur jemand, dem innere Sicherheit, Migrationspolitik etc. wichtig ist. Wenn das der Fall ist, dann kann man natürlich einfacher sagen, dass einem die Angebote der AfD eher entgegenkommen als die der Ampel oder der Union. Aber das ist ja nur dieser Bereich, den die AfD abdeckt. Das hieße doch dann um Umkehrschluss auch, dass sich Wählerinnen und Wähler in dieser Thematik ein Handeln wünschen oder? Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen, sich diesem Thema anzunehmen und den Menschen diesbezüglich etwas anbieten.
Ich gebe dir völlig recht, dass es an der Überforderung liegt, dass einem einfache Antworten auf komplexe Themen lieber sind und dass man selbst natürlich möglichst wenig mittun möchte und dennoch seinen Wohlstand beibehält. Aber wenn das so nicht mehr möglich ist, dann hat dennoch die jetzige Regierung die Aufgabe, das im Zweifelsfall pausenlos zu kommunizieren und gleichermaßen den Leuten klarzumachen, dass sie der Regierung vertrauen können und man es gemeinsam schaffen wird, selbst wenns schwer ist.
Natürlich punktet die AfD mit ihren Themen, mit Umweltpolitik kann sie ja nicht punkten.
Es ging ja vorhin um den Grünenwähler, der unzufrieden ist, weil die Grünen zu wenig Umweltpolitik machen bzw. grüne Politik. Der wird doch jetzt nicht auf einmal empfänglich für rechte Hetze, oder? Das kann ja erst mal nur jemand, dem innere Sicherheit, Migrationspolitik etc. wichtig ist. Wenn das der Fall ist, dann kann man natürlich einfacher sagen, dass einem die Angebote der AfD eher entgegenkommen als die der Ampel oder der Union. Aber das ist ja nur dieser Bereich, den die AfD abdeckt. Das hieße doch dann um Umkehrschluss auch, dass sich Wählerinnen und Wähler in dieser Thematik ein Handeln wünschen oder? Jetzt könnte man ja auf die Idee kommen, sich diesem Thema anzunehmen und den Menschen diesbezüglich etwas anbieten.
Ich gebe dir völlig recht, dass es an der Überforderung liegt, dass einem einfache Antworten auf komplexe Themen lieber sind und dass man selbst natürlich möglichst wenig mittun möchte und dennoch seinen Wohlstand beibehält. Aber wenn das so nicht mehr möglich ist, dann hat dennoch die jetzige Regierung die Aufgabe, das im Zweifelsfall pausenlos zu kommunizieren und gleichermaßen den Leuten klarzumachen, dass sie der Regierung vertrauen können und man es gemeinsam schaffen wird, selbst wenns schwer ist.
Ja, die Kommunikation. Ich hatte dir ja schon zuvor recht gegeben, dass da die Opposition besser ist. Viel besser. Auch wenn vieles an dieser Kommunikation Wahnsinn (Öl und Gas von Putin) oder Lügen (Heizungsterror) sind.
Andererseits: ich verstehe es ja auch. Bin ich jetzt ein verdammtes Genie oder versuche ich lediglich, mich zu informieren? Allein daran scheitert es ja schon. Es reicht doch, dass die Bild "Heizungsterror" schreibt und schon jubeln die Massen Monika Gruber und Hubert Aiwanger zu, wenn sie in das selbe Horn stoßen. Und das ist nur ein Beispiel für viele andere.
Ich kann ja nachvollziehen, wenn jemand gegen ein Tempolimit ist, weil es gerne alles so wie früher hätte (inkl. Autoindustrie). Dann soll man seine Argumente nennen und diskutieren. Mache ich ja auch. Das passiert aber, wenn überhaupt, nur im Kleingedruckten. Groß herausposaunt werden dagegen Worthülsen wie "schlechte Politik", "Verbotspartei", "Murks" oder "schlechte Umsetzung".
Schöne "Kommunikation". Ich nenne das Populismus.
Andererseits: ich verstehe es ja auch. Bin ich jetzt ein verdammtes Genie oder versuche ich lediglich, mich zu informieren? Allein daran scheitert es ja schon. Es reicht doch, dass die Bild "Heizungsterror" schreibt und schon jubeln die Massen Monika Gruber und Hubert Aiwanger zu, wenn sie in das selbe Horn stoßen. Und das ist nur ein Beispiel für viele andere.
Ich kann ja nachvollziehen, wenn jemand gegen ein Tempolimit ist, weil es gerne alles so wie früher hätte (inkl. Autoindustrie). Dann soll man seine Argumente nennen und diskutieren. Mache ich ja auch. Das passiert aber, wenn überhaupt, nur im Kleingedruckten. Groß herausposaunt werden dagegen Worthülsen wie "schlechte Politik", "Verbotspartei", "Murks" oder "schlechte Umsetzung".
Schöne "Kommunikation". Ich nenne das Populismus.
Schaut man beispielsweise auf die Wählerwanderung bei der Europawahl, wird man feststellen, dass die Diskussion über den Grünenwähler, der zur AfD wechselt, ein klassischer Strohmann ist
https://de.statista.com/infografik/32395/waehlerwanderung-der-afd-bei-der-europawahl-2024/
Das Gros des Zuwachses der AfD kommt von der Union und der SPD, der größte Zugewinn von der Union.
Der Zuwachs von den Grünen ist kleiner als 1% im Verhältnis zu dem der Union.
Das ist doch absurd.
Und dass sich Grünenwähler von den Grünen abwenden, weil die Grünen für ihren Geschmack zu viele Kompromisse in der Regierung eingehen, ist ja nun auch nicht wirklich eine überraschende Erkenntnis 🤷♂️
Dass das Agieren der Union ein Bestandteil der Situation ist, wurde oft genug aufgezeigt.
Es sind Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die mittlerweile auch in die Presse durchgesickert sind. Eine sachliche Auseinandersetzung damit findet allerdings eher nicht statt.
https://de.statista.com/infografik/32395/waehlerwanderung-der-afd-bei-der-europawahl-2024/
Das Gros des Zuwachses der AfD kommt von der Union und der SPD, der größte Zugewinn von der Union.
Der Zuwachs von den Grünen ist kleiner als 1% im Verhältnis zu dem der Union.
Das ist doch absurd.
Und dass sich Grünenwähler von den Grünen abwenden, weil die Grünen für ihren Geschmack zu viele Kompromisse in der Regierung eingehen, ist ja nun auch nicht wirklich eine überraschende Erkenntnis 🤷♂️
Dass das Agieren der Union ein Bestandteil der Situation ist, wurde oft genug aufgezeigt.
Es sind Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die mittlerweile auch in die Presse durchgesickert sind. Eine sachliche Auseinandersetzung damit findet allerdings eher nicht statt.
skyeagle schrieb:
Besonders schlau scheinen Ampewähler aber ja auch nicht zu ein, wenn sie erst diese Regierung wählen und dann von ihr weglaufen, bis hin zur AfD.
Eben deshalb gehe ich davon aus, dass die Dauerhetze gegen die Politik der Ampel aus Medien und Opposition einen großen Anteil an dieser Wählerabwanderung hat.
Wenn jemand beispielsweise die Grünen gewählt hat, hat er der Ampel lediglich vorzuwerfen, dass sie unter den grünen Zielen geblieben ist. Dafür sind die Grünen aber lediglich in zweiter Linie verantwortlich. Warum sollte er sie jetzt trotzdem abstrafen, wenn er nicht die Lügen vom Zwangsaustausch der Heizungen und dergleichen glauben sollte? Und vor allem: wer sollte die Ziele statt der Grünen eher erreichen?
skyeagle schrieb:
Entweder sehen diese Leute nicht, was die Ampel alles tolles für sie gemacht hat, oder aber sie bewerten es schlicht anders, nämlich als schlechte Politik und sind dementsprechend enttäuscht. Kein Grund die AfD zu wählen, keine Frage. Aber ausreichend Gründe, nicht mehr die Ampel zu wählen.
Was soll das sein, schlechte Politik? Was hätte ein SPD-, was ein Grünen- und was ein FDP-Wähler der Ampel vorzuwerfen? Werde doch mal konkret, was in deinen Augen "schlechte Politik" sein soll?
skyeagle schrieb:
Ich weiß, jetzt wird man wieder sagen, dass die Union alles schlechtgeredet hat und Populismus betreibt.
Die Ampel schafft es aber auch nicht ihre Politik gescheit zu verkaufen. Gerade ihren Wählen anscheinend nicht und die sollten sich ja mit ihren Parteien besonders befassen und nicht dem Geschwätz der Opposition hinterherlaufen.
Das ist natürlich richtig. In Kommunikations-, vor allem aber in Populismusfragen ist die Opposition der Ampel hoch überlegen. Und sie hat mächtige Verbündete.
skyeagle schrieb:
Ich würde mir schon wünschen, dass die Ampel und deren Wähler mal so langsam beginnen mit sich selbst ins Gericht zu gehen anstatt sich permanent auf die Opposition zu fokussieren, sonst wird das noch ein schlimmeres Debakel bei den Wahlen, als es sowieso schon werden wird.
Auch wieder so eine Formulierung, womit ich mir schwer tue. Was soll das heißen, mit sich selbst ins Gericht zu gehen? "Bessere Politik" wahrscheinlich. Aber was heißt das? Verbrenner-Aus beenden, Bürgergeld abschaffen, Kindergrundsicherung abschaffen, Bürokratie bei Solar wieder einführen, Ukraineunterstützung beenden, CO2-Bepreisung beenden, Atomkraftwerke bauen? Oder Streitereien beenden, was heißen würde, die FDP wird grün, die Grünen werden wirtschaftsliberal und die SPD senkt Unternehmenssteuern. Meinungsverschiedenheiten und ein Ringen um Gesetze gab es, so lange niemand mehr die absolute Mehrheit im Bundestag hatte. Und das ist lange her.
WürzburgerAdler schrieb:
Eben deshalb gehe ich davon aus, dass die Dauerhetze gegen die Politik der Ampel aus Medien und Opposition einen großen Anteil an dieser Wählerabwanderung hat.
Wenn jemand beispielsweise die Grünen gewählt hat, hat er der Ampel lediglich vorzuwerfen, dass sie unter den grünen Zielen geblieben ist. Dafür sind die Grünen aber lediglich in zweiter Linie verantwortlich. Warum sollte er sie jetzt trotzdem abstrafen, wenn er nicht die Lügen vom Zwangsaustausch der Heizungen und dergleichen glauben sollte? Und vor allem: wer sollte die Ziele statt der Grünen eher erreichen?
Gut, wenn der Grünenwähler unzufrieden ist, dass ihm zu wenig passiert, dann ist das ein nachvollziehbarer Punkt. Den kann man sicherlich auf SPD und FDP gleichermaßen übertragen. Weshalb wendet sich aber so jemand komplett von der Regierung ab, obwohl der grundsätzliche Kurs ja der ist, den man unterstützt? Union und vor allem AfD zu wählen ist ja der komplette Gegensatz. Das ergibt doch keinen Sinn. Wenn ich von Flensburg nach München will, drehe ich doch auch nicht um und fahre nach Kopenhagen, nur weils bei Kassel staut. Und nur weil die Opposition erzählt wie blöd die Ampel denn sei, muss ich als Wähler das ja nicht glauben, vor allem nicht als derjenige Wähler, dem es zu wenig ist. Der muss ja mit vielem einverstanden sein. Und selbst das Wenige bekommt er mit der AfD etc. ja überhaupt nicht. Finde ich in der Argumentation überhaupt nicht schlüssig.
WürzburgerAdler schrieb:
Was soll das sein, schlechte Politik? Was hätte ein SPD-, was ein Grünen- und was ein FDP-Wähler der Ampel vorzuwerfen? Werde doch mal konkret, was in deinen Augen "schlechte Politik" sein soll?
Wieso soll ich konkret werden? Ich hab die Ampel nicht gewählt. Ich habe keine Ahnung was diejenigen von der Ampel erwartet haben, jedenfalls scheinen sie sehr enttäuscht zu sein und wenn die Enttäuschung so weit geht, dass man den rechten Rand meint wählen zu müssen und damit meine ich nur die AfD, nicht die Union, dann geht es da nicht darum, dass zu wenig gemacht wird. Bzw. doch, aber in anderen Themen. Vielleicht müsste man mal konkret nachforschen, was eben Leute bewegt so von der Ampel wegzulaufen. Und da wird es im Zweifel eben nicht nur sein "de Söder hat gesacht die sin doof, also glaab ich dem des".
WürzburgerAdler schrieb:
Auch wieder so eine Formulierung, womit ich mir schwer tue. Was soll das heißen, mit sich selbst ins Gericht zu gehen? "Bessere Politik" wahrscheinlich. Aber was heißt das? Verbrenner-Aus beenden, Bürgergeld abschaffen, Kindergrundsicherung abschaffen, Bürokratie bei Solar wieder einführen, Ukraineunterstützung beenden, CO2-Bepreisung beenden, Atomkraftwerke bauen? Oder Streitereien beenden, was heißen würde, die FDP wird grün, die Grünen werden wirtschaftsliberal und die SPD senkt Unternehmenssteuern. Meinungsverschiedenheiten und ein Ringen um Gesetze gab es, so lange niemand mehr die absolute Mehrheit im Bundestag hatte. Und das ist lange her.
Mit sich selbst ins Gericht gehen heißt für mich zu reflektieren, was ich als Politik vorhabe, davon umgesetzt habe und was zumindest meine Wähler davon halten. Und das ist, nimmt man die Umfragen, nicht viel. Dass ein AfDler das nicht doll findet, geschenkt. Aber wenn mir meine Wählerinnen und Wähler weglaufen, dann muss ich mich einfach fragen warum das so ist. Und da merke ich aber mal gar nichts von. Liest man hier doch permanent. Schuld ist allein die Opposition. Das kann man ja so denken, aber dann braucht keiner maulen, wenn die Wahlergebnisse desaströs enden.
Du vergisst, dass ja auch die AfD zur Opposition gehört. Und die "punktet" halt mit Ausländer-Ressentiments, Hetze auf Migranten und "einfachen" Lösungen. Du könntest ja auch mal die Frage stellen, wie ein Union-Wähler auf die Idee kommt, plötzlich AfD oder BSW zu wählen. Schon wird das Ganze erklärbarer.
Ich habe ja hier vor Kurzem schon einen zweiten Grund für die Abwanderung von Wählern aller Parteien an die Ränder genannt. Stichworte Überforderung, zu viele Probleme, Erkenntnis, dass viele Ziele nicht ohne eigenes Mittun erreichbar sind, Rückzug und Rückbesinnung auf sich selbst, Verlust des Gemeinschaftsgefühls, Sehnsucht nach früheren Zeiten mit einfachen Lösungen etc. etc.
Da hieß es dann: lenk nicht ab, die Ampel ist schuld.
Ich habe ja hier vor Kurzem schon einen zweiten Grund für die Abwanderung von Wählern aller Parteien an die Ränder genannt. Stichworte Überforderung, zu viele Probleme, Erkenntnis, dass viele Ziele nicht ohne eigenes Mittun erreichbar sind, Rückzug und Rückbesinnung auf sich selbst, Verlust des Gemeinschaftsgefühls, Sehnsucht nach früheren Zeiten mit einfachen Lösungen etc. etc.
Da hieß es dann: lenk nicht ab, die Ampel ist schuld.
hawischer schrieb:
... die Anderen, na klar.
Ihren Niedergang haben die Ampel -Parteien schon alleine hinbekommen.
Indem sie endlich mal etwas gegen den Reform- und Investitionsstau der Vorgängerregierungen getan haben, sich beim Procedere angesichts extrem unterschiedlicher Prioritäten nicht immer und sofort einigen konnten?
Klar. "Die Anderen" soll man ja lt. Merz & Hawischer besser nicht wählen. Wegen der AfD.
Für wie dumm hältst du Grünen-, SPD- oder FDP-Wähler eigentlich? Dass sie diese bauernschlaue Strategie nicht durchschauen?
WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
... die Anderen, na klar.
Ihren Niedergang haben die Ampel -Parteien schon alleine hinbekommen.
Indem sie endlich mal etwas gegen den Reform- und Investitionsstau der Vorgängerregierungen getan haben, sich beim Procedere angesichts extrem unterschiedlicher Prioritäten nicht immer und sofort einigen konnten?
Klar. "Die Anderen" soll man ja lt. Merz & Hawischer besser nicht wählen. Wegen der AfD.
Für wie dumm hältst du Grünen-, SPD- oder FDP-Wähler eigentlich? Dass sie diese bauernschlaue Strategie nicht durchschauen?
Besonders schlau scheinen Ampewähler aber ja auch nicht zu ein, wenn sie erst diese Regierung wählen und dann von ihr weglaufen, bis hin zur AfD.
Entweder sehen diese Leute nicht, was die Ampel alles tolles für sie gemacht hat, oder aber sie bewerten es schlicht anders, nämlich als schlechte Politik und sind dementsprechend enttäuscht. Kein Grund die AfD zu wählen, keine Frage. Aber ausreichend Gründe, nicht mehr die Ampel zu wählen.
Ich weiß, jetzt wird man wieder sagen, dass die Union alles schlechtgeredet hat und Populismus betreibt.
Die Ampel schafft es aber auch nicht ihre Politik gescheit zu verkaufen. Gerade ihren Wählen anscheinend nicht und die sollten sich ja mit ihren Parteien besonders befassen und nicht dem Geschwätz der Opposition hinterherlaufen.
Ich würde mir schon wünschen, dass die Ampel und deren Wähler mal so langsam beginnen mit sich selbst ins Gericht zu gehen anstatt sich permanent auf die Opposition zu fokussieren, sonst wird das noch ein schlimmeres Debakel bei den Wahlen, als es sowieso schon werden wird.
skyeagle schrieb:
Besonders schlau scheinen Ampewähler aber ja auch nicht zu ein, wenn sie erst diese Regierung wählen und dann von ihr weglaufen, bis hin zur AfD.
Eben deshalb gehe ich davon aus, dass die Dauerhetze gegen die Politik der Ampel aus Medien und Opposition einen großen Anteil an dieser Wählerabwanderung hat.
Wenn jemand beispielsweise die Grünen gewählt hat, hat er der Ampel lediglich vorzuwerfen, dass sie unter den grünen Zielen geblieben ist. Dafür sind die Grünen aber lediglich in zweiter Linie verantwortlich. Warum sollte er sie jetzt trotzdem abstrafen, wenn er nicht die Lügen vom Zwangsaustausch der Heizungen und dergleichen glauben sollte? Und vor allem: wer sollte die Ziele statt der Grünen eher erreichen?
skyeagle schrieb:
Entweder sehen diese Leute nicht, was die Ampel alles tolles für sie gemacht hat, oder aber sie bewerten es schlicht anders, nämlich als schlechte Politik und sind dementsprechend enttäuscht. Kein Grund die AfD zu wählen, keine Frage. Aber ausreichend Gründe, nicht mehr die Ampel zu wählen.
Was soll das sein, schlechte Politik? Was hätte ein SPD-, was ein Grünen- und was ein FDP-Wähler der Ampel vorzuwerfen? Werde doch mal konkret, was in deinen Augen "schlechte Politik" sein soll?
skyeagle schrieb:
Ich weiß, jetzt wird man wieder sagen, dass die Union alles schlechtgeredet hat und Populismus betreibt.
Die Ampel schafft es aber auch nicht ihre Politik gescheit zu verkaufen. Gerade ihren Wählen anscheinend nicht und die sollten sich ja mit ihren Parteien besonders befassen und nicht dem Geschwätz der Opposition hinterherlaufen.
Das ist natürlich richtig. In Kommunikations-, vor allem aber in Populismusfragen ist die Opposition der Ampel hoch überlegen. Und sie hat mächtige Verbündete.
skyeagle schrieb:
Ich würde mir schon wünschen, dass die Ampel und deren Wähler mal so langsam beginnen mit sich selbst ins Gericht zu gehen anstatt sich permanent auf die Opposition zu fokussieren, sonst wird das noch ein schlimmeres Debakel bei den Wahlen, als es sowieso schon werden wird.
Auch wieder so eine Formulierung, womit ich mir schwer tue. Was soll das heißen, mit sich selbst ins Gericht zu gehen? "Bessere Politik" wahrscheinlich. Aber was heißt das? Verbrenner-Aus beenden, Bürgergeld abschaffen, Kindergrundsicherung abschaffen, Bürokratie bei Solar wieder einführen, Ukraineunterstützung beenden, CO2-Bepreisung beenden, Atomkraftwerke bauen? Oder Streitereien beenden, was heißen würde, die FDP wird grün, die Grünen werden wirtschaftsliberal und die SPD senkt Unternehmenssteuern. Meinungsverschiedenheiten und ein Ringen um Gesetze gab es, so lange niemand mehr die absolute Mehrheit im Bundestag hatte. Und das ist lange her.
skyeagle schrieb:
Ich weiß, jetzt wird man wieder sagen, dass die Union alles schlechtgeredet hat und Populismus betreibt.
Die Ampel schafft es aber auch nicht ihre Politik gescheit zu verkaufen. Gerade ihren Wählen anscheinend nicht und die sollten sich ja mit ihren Parteien besonders befassen und nicht dem Geschwätz der Opposition hinterherlaufen.
Ich würde dir hier in allen beiden Punkten zustimmen, nämlich dass die Ampel es nicht schafft, ihre Politik gescheit zu verkaufen und dass gleichzeitig die Union in ihrer Oppositionsrolle alles unternimmt, um alles selektiv schlecht zu reden. Und es wird noch mehr Gründe geben, warum die Ampel an Zustimmung verloren hat, zB:
Der Krieg und seine Folgen. Denn durch den Krieg ist vieles zutage getreten, was vorher kaschiert werden konnte, insbesondere die Energieabhängigjeit zu Russland, was in der Folge des Kriegs zur Wirtschaftskrise geführt hat. Das hat die Menschen sehr verunsichert.
Und da ist es dann auch leicht vorstellbar, warum ein vormaliger Grünen Wähler plötzlich zur AfD möchte, weil er ggf das mit Russland gaz anders sieht, ein Blick in den Osten unseres Landes könnte hierfür ein Indiz sein. Und man muss da auch mal die Kirche im Dorf lassen, massenhaft ist das ja nicht passiert.
Und es wird sicherlich weitere Faktoren geben, warum die Ampel an Zustimmung verloren hat. Verbessern wird sich die Lage mE erst dann, wenn sich die Wirtschaft erholt, glücklicherweise ist das bei der Inflationsrate schonmal der Fall, die hat sich auf Normalmaß stabilisiert. Insofern werden die nächsten Monate zeigen, wie es weitergeht.
Aber dass die Union angeblich keine Stimmung macht, was vor allem auch der AfD hilft, und das war ja die Ausgangsfrage, nehme ich so nicht war. Vieles ist mE gleichzeitig richtig.
Knueller schrieb:
Die halbfinals werden so derb langweilig 🙄
Naja, halt taktisch geprägt. Am Ende zählt das, mit dem man gewinnt. In Schönheit sterben bringt halt nix.
SGE_Werner schrieb:Knueller schrieb:
Die halbfinals werden so derb langweilig 🙄
Naja, halt taktisch geprägt. Am Ende zählt das, mit dem man gewinnt. In Schönheit sterben bringt halt nix.
Das ist aber doch mir als neutraler Zuschauer egal. Ich will doch geilen Fußball sehen und mitreißende Spiele. Und nicht so einen Mist, den England und Frankreich da auf den rasen zusammenstolpern
skyeagle schrieb:
Das ist aber doch mir als neutraler Zuschauer egal. Ich will doch geilen Fußball sehen und mitreißende Spiele. Und nicht so einen Mist, den England und Frankreich da auf den rasen zusammenstolpern
Ich glaub den Engländern und Franzosen ist es egal, wie sich neutrale Zuschauer fühlen.
Andere werden mit mäßigem Fußball 6. , während andere mit Hurra-Fußball abgestiegen sind.
skyeagle schrieb:SGE_Werner schrieb:Knueller schrieb:
Die halbfinals werden so derb langweilig 🙄
Naja, halt taktisch geprägt. Am Ende zählt das, mit dem man gewinnt. In Schönheit sterben bringt halt nix.
Das ist aber doch mir als neutraler Zuschauer egal. Ich will doch geilen Fußball sehen und mitreißende Spiele. Und nicht so einen Mist, den England und Frankreich da auf den rasen zusammenstolpern
Es wird doch keiner gezwungen, sich das anzuschauen, wenn man keinen Bock drauf hat.
Gelöschter Benutzer
Schönesge schrieb:
Von dem was man auf dem Platz sieht eine kuriose EM.
Es bleibt dabei, die eher kleinen Nationen haben überzeugt, weil sie unbedingt wollten und das hat man gesehen. Bei den großen Nationen waren es dann mit Abstrichen Spanien und Deutschland, die positiv aufgefallen sind spielerisch. Asonsten sehr viel Schonkost...
cyberboy schrieb:Schönesge schrieb:
Von dem was man auf dem Platz sieht eine kuriose EM.
Es bleibt dabei, die eher kleinen Nationen haben überzeugt, weil sie unbedingt wollten und das hat man gesehen. Bei den großen Nationen waren es dann mit Abstrichen Spanien und Deutschland, die positiv aufgefallen sind spielerisch. Asonsten sehr viel Schonkost...
Finde bei England ist das dieser gematschte Erbsenkleister, der nach nix schmeckt und wenn du Glück hast bekommste so ein ganz ganz kleines knuspriges und leckeres frittiertes fischstück
Der Radsport hat leider auch seine Schattenseiten und ich meine nicht das Doping.
Heute ist der 25-jährige Norweger André Drege bei der Tour de Austria auf der Abfahrt vom Großglockner gestürzt und seinen Verletzungen erlegen. Genaueres weiß man noch nicht.
https://www.focus.de/sport/radsport/bei-abfahrt-vom-grossglockner-radfahrer-25-stuerzt-bei-tour-of-austria-und-stirbt_id_260114686.html
Ein ganz ganz schlimmer Tag für den Radsport. Viel Kraft den Angehörigen…
Heute ist der 25-jährige Norweger André Drege bei der Tour de Austria auf der Abfahrt vom Großglockner gestürzt und seinen Verletzungen erlegen. Genaueres weiß man noch nicht.
https://www.focus.de/sport/radsport/bei-abfahrt-vom-grossglockner-radfahrer-25-stuerzt-bei-tour-of-austria-und-stirbt_id_260114686.html
Ein ganz ganz schlimmer Tag für den Radsport. Viel Kraft den Angehörigen…