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skyeagle

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Ich sehe gewisse Parallelen zwischen der Eintracht unter Toppmöller 25/26 und dem Deutschen Team bei den Olympischen Spielen.
Es gibt 3-4 Highlights und den Rest will man sich nicht anschauen, weil man eh schon weiß, was passiert.

Unter dem Strich, ernüchterndes Abschneiden des Team Deutschland im großen und ganzen.
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fabisgeffm schrieb:

Unter dem Strich, ernüchterndes Abschneiden des Team Deutschland im großen und ganzen.


Im Vergleich zu den letzten Spielen sicherlich. Gemessen an den Vorleistungen der bisherigen Saison nicht unbedingt.

Wer bleib denn hinter den Erwartungen zurück? Die Männer bei den Alpinen waren keine Medaillenkandidaten, nicht mal Linus Straßer. Sein Setup-Wechsel zu Beginn der Saison hat sich am Ende nicht ausgezahlt. Bei den Damen haben wir 2 Medaillen geholt, allein Lena Dürr hatte die Möglichkeit zweimal. Gemessen an den Vorleistungen war sie aber nicht in Topform und ist wesentlich besser gefahren als erhofft.

Im Skispringen war eher mit den Damen zu rechnen als mit den Herren. Raimund hat die Überraschung geschafft. Dass nichts Weiteres dazu kam spiegelt eher die Leistungen der gesamten Saison wider.

Biathlon ähnlich. In den Einzelrennen braucht es das perfekte Rennen plus Patzer der Konkurrenz um etwas zu holen, das war die gesamte Saison schon so. Im Mixed hat man eine Medaille geholt. Es war etwas mehr drin, aber es ist auch kein Versagen, dass es nicht mehr wurde.

Im Langlauf war mE nichts zu erwarten, die besten Chancen konnte man Coletta Rydzek zuschreiben, sie hat im Team-Sprint Bronze geholt. Das ist aller Ehren wert.

Die NoKo könnte man da vielleicht nennen, dort hätte es zumindest heute eine Medaille sein dürfen, wenn man führend in den Lauf geht. Aber auch dort war man in der Saison nicht so souverän wie schon vor Jahren, das man hätte mit einer Einzelmedaille rechnen müssen. Zudem kam die Schwierigkeit mit der Schanze hinzu, auf die man sich nicht wirklich gut einstellen konnte.

Snowboard-Parallel hatten wir mir Ramona Hofmeister die Goldhoffnung in unseren Reihen neben Ester Ledecka. Hier schieden beide Top-Favoritinnen aus. Schade, aber jedes mal im 1:1 gegen eins kannst du dir halt keinen Fehler leisten.

Im Ski-Cross schießen sie sich selbst raus, sonst wäre da vielleicht auch was möglich gewesen. Aber auch da war keine Medaille Pflicht.

bei den ganzen Freestyle-Wettbewerben waren wir entweder nicht dabei oder nicht mal im Weiten Kreis. heute im Bergsteigen ist die deutsche Teilnehmerin Vierte geworden.

Am Ende sind viele Wettbewerbe blöd gelaufen, man war an einigen Medaillen mit der Hand schon dran und am Ende wurde es nichts. Natürlich hilft das nicht, es zählen nur die Top 3, aber, es wäre auch vermessen zu sagen, wir wären chancenlos gewesen.
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Da müssen die Frauen der Nord.Komb. zuhause bleiben weil es nicht attraktiv genug ist, dafür beginnt morgen der Publikumsmagnet "Skibergsteigen". Da bin ich mal gespannt.
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Mochid schrieb:

Da müssen die Frauen der Nord.Komb. zuhause bleiben weil es nicht attraktiv genug ist, dafür beginnt morgen der Publikumsmagnet "Skibergsteigen". Da bin ich mal gespannt.


Vor allem scheint man auch darüber nachzudenken, möglicherweise die NoKo generell rauszunehmen, anstatt die Frauen starten zu lassen. Eine Sportart, die seit 1924 olympisch ist. Da fällt mir persönlich nix mehr zu ein.
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skyeagle schrieb:

Aber am Ende wäre es ein Stück weit Lotterie gewesen und das wäre auch nicht richtig.


Ach wenn es doch nur Wettervorhersagen gegeben hätte, die gezeigt hätten, dass 15 Minuten später das Wetter absolut wieder ok gewesen wäre...
Oh, die gab es ja.

Na ja, dann hätte es natürlich noch so ein Konzept gebraucht, dass im Teamspringen Durchgänge gestoppt und dann wiederholt werden...
Oh, das hat man ja auch schon diverse Male gemacht.

Ganz ehrlich, in dem Moment war der Abbruch ok, mit den Infos, die zu dem Zeitpunkt vorlagen und wie man sowas handhaben kann in der Nachbetrachtung eher unglücklich.
Aber lieber so, als dass jemand stürzt.
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Wurde das kommuniziert mit dem Wetter? Normalerweise haben die das ja auf dem Schirm und warten dann im Zweifel. Die Absage kam ja verhältnismäßig schnell. Da ist man ja gewohnt, dass erst mal ne Viertelstunde Pause gemacht wird, eben weil man die Möglichkeit gehabt hätte, den letzten Sprungdurchgang neu zu starten. Von daher wundert mich das, dass diese Information der Jury nicht vorlag. Im Nachhinein wirkt das dann überstürzt.
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Schwierig. Ich denke auch grds. dass es genau dafür diese Wertungen um Windverhältnisse gibt. Früher wars einfach Freiluftsport und lebt damit. Erinnere mich noch an Angerer und Teichmann, die im Schneetreiben chancenlos waren gegen diejenigen, die noch in trockener Loipe laufen konnten. Andererseits ist die Gefahr beim Springen natürlich eine andere als in langsamer Loipe.
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Haliaeetus schrieb:

Schwierig. Ich denke auch grds. dass es genau dafür diese Wertungen um Windverhältnisse gibt. Früher wars einfach Freiluftsport und lebt damit. Erinnere mich noch an Angerer und Teichmann, die im Schneetreiben chancenlos waren gegen diejenigen, die noch in trockener Loipe laufen konnten. Andererseits ist die Gefahr beim Springen natürlich eine andere als in langsamer Loipe.


Ich konnte die Entscheidung nachvollziehen. Man hat das bei Tomasiak gesehen, der als Erster nach der Pause springen musste. Die Anlaufspur war unglaublich langsam, der konnte gar nichts machen. Freilich hätte man 5 Luken hochgehen können, das hätte ihm dann vielleicht die Anfahrtsgeschwindigkeit gegeben wie vorher, dafür aber 20 Punkte Abzug fürs Gate. Für Deutschland war das natürlich Mist, weil der Sprung von Hille unglaublich gut war bei den Bedingungen. Aber will man da am Ende noch Gold holen, weil die Spur komplett zu ist und Embacher als Letzter bei 98m runterfährt, weil gar nix geht? Ich weiß nicht... man weiß jetzt ja nicht wie sich die Spur entwickelt hätte und der Wind. Vielleicht hätten 3 Vorspringer vor jedem Athleten gut getan. Aber am Ende wäre es ein Stück weit Lotterie gewesen und das wäre auch nicht richtig.
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Bei allen Sportarten außerhalb des Eiskanals ist man - von einzelnen Ausreißern nach oben abgesehen -  eher Durchschnitt.
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Brodo schrieb:

Bei allen Sportarten außerhalb des Eiskanals ist man - von einzelnen Ausreißern nach oben abgesehen -  eher Durchschnitt.


Korrekt. Wobei sich das mE auch seit ein paar Jahren permanent abzeichnet. Was so gut wie in allen Sportarten fehlt ist der Nachwuchs grundsätzlich, oder eben Nachwuchs, der recht fix international leistungsfähig ist. Ob das daran liegt, dass die Sportförderung so schlecht ist, oder ob das Interesse schlicht nicht vorhanden ist, weiß ich nicht. Was aber klar ist, es braucht wahnsinnig viel Disziplin bei Sportlerin und Sportler, aber auch beim Umfeld. Je nach Region muss man umziehen, im Zweifel mit der gesamten Familie, oder es muss wahnsinnig viel gefahren werden, es ist teuer und am Ende verdienst du damit halt auch nicht wirklich etwas. Es sei denn, du bist wahnsinnig erfolgreich, aber komm' da erst mal hin. Dass man das am Ende nicht auf sich nimmt, kann ich gut nachvollziehen.

Natürlich gibt es Sportarten, wo Du im Alter auch noch erfolgreich sein kannst. Das Teilnehmerfeld der Skispringer ist beispielsweise relativ alt. Und da kann auch ein Pius Paschke noch mit 35 (?) seinen ersten Weltcupsieg einfahren. Und dennoch ist es wichtig, dass Druck von unten kommt, gleiches gilt für Ski Alpin. Aber da kommt einfach viel viel zu wenig nach. Allein die Biathletinnen und Biathletinnen haben eine recht große Durchlässigkeit an jungen Talenten aus dem IBU Cup in den Weltcup. Grotian, Tannheimer, Fichtner beispielsweise, aber da ist die Konkurrenz natürlich dennoch wahnsinnig groß.
Dazu kommt ja auch noch, dass sich diejenigen Sportlerinnen und Sportler, die aus dem Kader fliegen, auch keine Unterstützung mehr erhalten, und sich dann auf eigene Kosten durchschlagen müssen. Trainer finanzieren, Material, Reisekosten. Das ist ja Wahnsinn für das, was am Ende herumkommt. Das hältst du dann nicht lange durch.

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Der Junge macht mir Spaß. Ich hoffe nur dass er stabil bleibt und kein Barkok 2.0 wird, der ja auch sehr schnell hochgejubelt wurde und dann nicht mehr viel auf die Reihe gebracht hat. Wobei Jupp ja auch schon etwas älter ist als Barkok damals und schon vorher erste Schritte im Seniorenbereich gemacht hat, wenn auch unterklassig.

Also Jupp, mach weiter so und lass dich auch von möglichen Leistungsdellen nicht verunsichern, dann wird das hier mit der SGE und dir etwas Großartiges.
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DBecki schrieb:

Der Junge macht mir Spaß. Ich hoffe nur dass er stabil bleibt und kein Barkok 2.0 wird, der ja auch sehr schnell hochgejubelt wurde und dann nicht mehr viel auf die Reihe gebracht hat. Wobei Jupp ja auch schon etwas älter ist als Barkok damals und schon vorher erste Schritte im Seniorenbereich gemacht hat, wenn auch unterklassig.

Also Jupp, mach weiter so und lass dich auch von möglichen Leistungsdellen nicht verunsichern, dann wird das hier mit der SGE und dir etwas Großartiges.


Geh ich komplett mit!

Was der Junge gerade auch noch mitbringt ist diese Unbekümmertheit und Positivität, die den Anderen aufgrund der schweren Situation etwas abgeht. Der hat Spaß, der hat Erfolg und ich hoffe, dass er den gesamten Rest damit ein bisschen anstecken kann.

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Hm, da hatten heute Lena Dürr und eben Franziska Preuß wirklich die Hände an Medaillen, aber beiden haben kurz vor Schluss Nerven gezeigt - schade.
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Gerade von Lena Dürr war das ein überragender Wettkampf. Man hat ja gesehen wie schwierig die Übergänge waren und wie schwer sich die Spezialistinnen auf dem Kurs getan haben. Vor allem im ersten Durchgang. Persönlich hätte ich nie gedacht, dass sie da solche 2 Läufe abliefert. Zwar fährt sie die stärkste Riesenslalom Saison ihrer Karriere, wenn ich mich da richtig erinnere, aber doch noch weit weg von den Shiffrins, Brignone oder Hectors dieser Welt. Das war bärenstarkt, auch noch im zweiten Lauf bis zum letzten Übergang auf Medaillenkurs zu sein. Dann versucht sie es zu direkt und scheitert. Passiert. Sie hat Risiko gewählt und es ging sich nicht aus. Dennoch war das super von ihr und gibt ihr für den Slalom hoffentlich einen Push. Denn da liegen ja wirklich ihre Stärken.

Dass Brignone die zweite Medaille in Gold holt, ist für mich das Märchen dieser Olympischen Spiele. Da wird auch nichts mehr rankommen. Nach dieser Verletzung, gefühlt keine Tage auf Ski, ein Wettkampfwochenende vor den Spielen getestet und dann solch eine Leistung in diesem Alter. Das ist einfach nur überragend. Überragend und zurecht haben Hector und Stjernesund sich vor ihr verneigt.
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skyeagle schrieb:

Eishockey hingegen ist zwar weniger Wintersport, aber ich persönlich kann damit so gar nicht warm werden.

Kann ich nachvollziehen. Geht mir z.B. beim American Football so.
Für Leute, die sich für Eishockey interessieren ist halt diese Ansammlung an Weltstars spektakulär. Und diese Stars kriegt man in Europa ja so gut wie gar nicht zu sehen (außer nachts vorm TV oder halt am nächsten Tag beim Re-Live). Und natürlich ist das auch durchaus diskussionswürdig, ob ein Olympisches Turnier der richtige Ort für so ein "Schaulaufen" der NHL ist. Das kann man auch mit berechtigten Argumenten sehr kritisch sehen.

Aber wenn ich jetzt wieder sehe, wer da beim Team Kanada oder bei den Tschechen auf dem Eis steht, dann kann ich das einfach nicht nicht schauen.

Und wenn sich die Ticket-Preise für das Olympische Turnier nicht im absoluten Mond-Bereich bewegt hätten, wäre ich 100% für ein verlängertes Wochenende  nach Mailand gefahren.

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Brodo schrieb:

skyeagle schrieb:

Eishockey hingegen ist zwar weniger Wintersport, aber ich persönlich kann damit so gar nicht warm werden.

Kann ich nachvollziehen. Geht mir z.B. beim American Football so.
Für Leute, die sich für Eishockey interessieren ist halt diese Ansammlung an Weltstars spektakulär. Und diese Stars kriegt man in Europa ja so gut wie gar nicht zu sehen (außer nachts vorm TV oder halt am nächsten Tag beim Re-Live). Und natürlich ist das auch durchaus diskussionswürdig, ob ein Olympisches Turnier der richtige Ort für so ein "Schaulaufen" der NHL ist. Das kann man auch mit berechtigten Argumenten sehr kritisch sehen.

Aber wenn ich jetzt wieder sehe, wer da beim Team Kanada oder bei den Tschechen auf dem Eis steht, dann kann ich das einfach nicht nicht schauen.

Und wenn sich die Ticket-Preise für das Olympische Turnier nicht im absoluten Mond-Bereich bewegt hätten, wäre ich 100% für ein verlängertes Wochenende  nach Mailand gefahren.


Bei mir liegt das vor allem daran, dass ich die Regeln nicht kenne und der Puk mir zu schnell ist. Ich hab keine Ahnung was ein Bully (??), was der macht oder bringt und warum die sich so kappeln dürfen. Ich hatte halt auch noch keinen Anreiz, mir das zu Gemüte zu führen, gebe ich gern zu. Spannend finde ich, in deren Montur, sich noch so filigran auf dem Eis bewegen zu können, diese Koordination auf dem Eis plus eben die spielerischen Aspekte. Als Jugendlicher war ich mal bei den Lions, das war schon ein cooles Erlebnis, aber eher atmosphärisch für mich.
Ich würde mal behaupten, dass man auch in Deutschland von Eishockey nicht so viel mitbekommt, von der NFL noch weniger, oder? Mal Pay-tv ausgenommen. Und da finde ich das natürlich schon toll für alle Fans, dass sie in den Genuss kommen können. Man muss sich natürlich mehr drum kümmern, ne Bindung herzustellen, wenn das so selten läuft, anders als bei den Alpinen, die beispielsweise jedes Wochenende zu sehen sind im ÖR.

Um nochmal auf Olympia grundsätzlich zu kommen: egal ob Sommer- oder Winterspiele, ich mag es gern, mir dann auch mal Sportarten anzuschauen, die ich sonst nicht verfolge. Curling in diesem Fall, oder auch Freestyle beispielsweise. Die machen am Ende alle einen Wahnsinns Job auf ihrem Gebiet und haben die Reichweite allemal verdient.
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Ich bin ja so Team "nice to have" um es in brodos Worten auszudrücken. Genau diese Sportarten verkörpern für mich Wintersport. Eishockey hingegen ist zwar weniger Wintersport, aber ich persönlich kann damit so gar nicht warm werden. Aber Euch allen viel Freude am olympischen Eishockey-Turnier!

Die größte Überraschung für Deutschland war sicherlich die Goldmedaille für unseren Skipringer. Ein sensationeller Wettkampf und unfassbar eng, was zu erwarten war auf der kleinen Schanze. Ich persönlich dachte, man verkürzt nach dem Satz von Deschwanden, denn danach war es mitunter unmöglich die Spitze zu erreichen bei geforderten 108m oder 109m. Für das gesamte deutsche Skipringen war das wirklich eine Erlösung nach diesem bislang so harten Winter.

Auch die beiden Silbermedaillen für Aicher und Weidle-Winkelmann kamen vielleicht nicht komplett überraschend, aber waren auch nicht fest eingeplant. Aicher trumpft in dieser Saison super auf und es war so so knapp zu Gold in beiden Wettbewerben. Aber auch da bestehen ja noch Möglichkeiten. Absoluter Alpin-Star bei diesen Spielen natürlich Franjo von Allmen. Was für ein geiler Typ und was für geile Läufe. Bei der Konkurrenz. Chapeau und der Kerl ist sowas von sympathisch, ihm gönne ich das wirklich von Herzen! Aber das absolute Highlight kam vorhin, der Super-G der Damen mit Francesa Brignone. So schwer verletzt, hat es gerade noch zu Olympia geschafft, wusste nicht ob sie überhaupt antreten wird und holt heute, in einem wirklich schweren Super-G sensationell Gold! Das ist ein Märchen und genau für solche Momente liebe ich persönlich die olympischen Spiele. Ähnlich auch die Bronzemedaille der Bulgarin gestern im Einzel der Biathletinnen. Sie hatte niemand auf der Rechnung, Franzi Preuß kannte sie nicht mal und dann fährt sie da auf Rang 3.

Ich bin sehr gespannt, was noch passieren wird. Franzi Preuß wünsche ich zum Abschied noch eine Einzelmedaille, genauso wie Dorothea Wierer, die nach den Spielen ihre Karriere beendet.  Schafft Mikaela Shiffrin ihr Olympia-Trauma zu durchbrechen und holt Braaten für Brasilien die erste Wintersportmedaille?

Ach ich mag die Winterspiele...
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Ich nehme ab sofort nen Äppler für meine Beiträge hier im Voraus. "Sibbenull" bleibt davon freilich unberührt. PNs sind offen!
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Die Kritik an Schmitt, die hier nachzulesen ist, empfinde ich durchaus als recht hart. Dabei ertappe ich mich aber, überhaupt nicht wirklich zu wissen, welche Erwartungen ich an die Spiele unter ihm hatte. Es war ja vollkommen klar, dass das ne Übergangslösung wird.
Für jemanden, der Regionalliga und Hessenliga trainiert und noch jung ist, wirkte er extrem aufgeräumt auf den PKs. Das fand ich schon gut. Freilich kamen da auch Ansagen, die am Ende nicht umgesetzt wurden, aber ich hätte ihn nicht so selbstbewusst erwartet.

Wahrscheinlich hätte ich mir hier und da gewünscht, etwas mutiger bei Personalentscheidungen zu sein. Hier und da einen Spieler aus der Jugend einzusetzen, vielleicht auch mal als Zeichen an das vorhandene Personal. Zumal er seine Jungs auch besser kennt als die Spieler der A-Mannschaft. Wenn er das gemacht hätte und es wäre schief gelaufen, dann wäre das Geschrei auch groß gewesen. Dann hätte man im Zweifel auf die Jugendspieler eingedroschen, die nichts dafür können. Zudem könnten solche Personalentscheidungen das restliche Team noch weiter verunsichern bzw. auch zu Lustlosigkeit führen. Die wissen ja auch, dass wenig später ein neuer Trainer kommt.

Baut man dann auch in den 3-4 Spielen, die man bekommt, das komplette System um, bei einer Mannschaft, die wirklich sportliche Probleme hat? Mit dem Wissen, dass eben in 2 Wochen alles wieder ganz anders ist? Weiß ich auch nicht.

Für ihn war das sicherlich ne große Chance, keine Frage. Aber auch ein Risiko. Wenn er zu viel probiert, zu viel Neues will und das alles schiefgeht, dann ist es komplett vorbei für ihn. Jetzt war er vielleicht zu brav, aber die Welt neu erfinden, kann er auch nicht.

Am Ende kam natürlich nix bei rum, keine Frage. Aber habt ihr da ehrlich was großartig Anderes erwartet? Also ich nicht und das kreide ich defintiv nicht Schmitt an.

Was ich noch am meisten schade fand, dass Alex so ne zurückgezogene Rolle spielte. Da hätte ich mir mehr Präsenz gewünscht. Aber mei, das sind jetzt persönliche Befindlichkeiten meinerseits.
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Das ist immer schwierig nach solch einer PK den Trainer zu bewerten. Zumal es am Ende auch unerheblich ist, welches Gefühl ich habe, ob er mich anzündet oder nicht. Er muss die Spieler erreichen und er muss ihnen etwas an die Hand geben, auf dass sie sich verlassen können und das Erfolg hat. Das wird man sehen, ob das gelingt. Ganz unabhängig von der Personalie Riera, hätte es jeder neue Trainer schwer. Ob das Alonso, Pep oder sonstwer wäre. Wir haben in der PK ja erfahren können, dass es da wohl auch gewisse Differenzen in der Kabine gab, was mir bis dato so nicht bekannt war. Zudem sehen wir alle jede Woche aufs Neue, dass es auf dem Platz in fast allen Mannschaftsteilen hapert.
Das insgesamt in den Griff zu bekommen und auch noch möglichst schnell, wird nicht einfach sein. Für niemanden.

Ich kann Riera sportlich nicht großartig beurteilen. Das wird man ja sehen, wie das in den nächsten Wochen auf dem Platz aussieht, welche Ideen er hat, was er den Jungs mitgibt und wie sie das umsetzen. Dass da ab Tag 1 alles besser läuft glaube ich nicht und das wäre mE auch ein vermessener Anspruch. Wenn wir es schaffen irgendwie noch um Platz 7 realistisch mitzuspielen, wäre das ein Erfolg, Ich glaube indes nicht daran, weil ich die Probleme zu tiefgreifend einstufe und es Riera zu schwer haben wird, dass aufzudröseln mitten in der Saison. Das mache ich dann aber nicht an ihm fest. Die Fehler wurden zuvor gemacht.

Was ich aber positiv empfinde ist seine Art. Ich finde es sympathisch wie er auftritt, er hat charisma, eine klare Ansage und wenn er es schafft damit die Mannschaft zu erreichen, glaube ich schon, dass zumindest im Kopf sich recht kurzfristig etwas ins Positive drehen kann. Das halte ich für den momentanen Zeitpunkt auch für zunächst das Wichtigste. Freilich müssen Basics klappen, damit du positiv auf dem Platz stehst, weil du merkst, dass du doch nen Zweikampf gewinnen kannst, oder ein Pass ankommt, aber du brauchst auch den Glaube von Außen. Und da bin ich mir sicher, dass Riera ihnen das vermitteln kann, dass er auch ein bisschen an die Ehre der Spieler appelieren wird und die gewisse Bereitschaft herauskitzeln kann.

Ich freue mich auf ihn, da ist Leben und Feuer drin, richtig Energie. Etwas, das ich seit Langem vermisst habe. Wenn er das den Spielern vermittelt und die sich auf dem Platz zerreißen...alles gut. Mehr will man doch als Fan gar nicht.
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Das macht mich wahnsinnig traurig. Badesalz wird immer legendär bleiben. Ruhe in Frieden Gerd!
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Und schon wieder drei gefangen SGE…🎶🎵
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Spannender Thread und spannendes Thema.

Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.

Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß.
Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.

Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat.
Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.

Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.

Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
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FrankenAdler schrieb:

Ich fand seine größte Leistung war, dass er das Potential von Spielern wie Omar oder Eki gesehen hat und das Spiel dann hinreichend auf diese Sonderkönner ausgerichtet hat.

wenn man bedenkt, was er sonst so an am vorhandenen spielermaterial komplett vorbeigehenden ideen hatte - sei es der nutzlose ballbesitz um des ballbesitzes willen, wo sich die abwehrspieler dann im eigenen letzten drittel ohne raumgewinn die bälle zugepasst haben und die gegner zum pressing eingeladen haben aus seiner ersten saison oder das hohe aufrücken von weitgehend langsamen verteidigern ohne absicherung im dm, weil man ja mit zwei (box-to-box) 8ern spielen musste, abgerundet durch eine mannschaft, die nicht hinreichend passsicher für sowas war, zuletzt - war das obige wirklich positiv erwähnenswert. was quasi schon alles sagt...
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Lattenknaller__ schrieb:

FrankenAdler schrieb:

Ich fand seine größte Leistung war, dass er das Potential von Spielern wie Omar oder Eki gesehen hat und das Spiel dann hinreichend auf diese Sonderkönner ausgerichtet hat.

wenn man bedenkt, was er sonst so an am vorhandenen spielermaterial komplett vorbeigehenden ideen hatte - sei es der nutzlose ballbesitz um des ballbesitzes willen, wo sich die abwehrspieler dann im eigenen letzten drittel ohne raumgewinn die bälle zugepasst haben und die gegner zum pressing eingeladen haben aus seiner ersten saison oder das hohe aufrücken von weitgehend langsamen verteidigern ohne absicherung im dm, weil man ja mit zwei (box-to-box) 8ern spielen musste, abgerundet durch eine mannschaft, die nicht hinreichend passsicher für sowas war, zuletzt - war das obige wirklich positiv erwähnenswert. was quasi schon alles sagt...


Richtig, es gibt diverse zu brennenden Unzulänglichkeiten und Fehler, die er gemacht hat. Das steht außer Frage. Und doch bringt es mir persönlich jetzt nichts, da noch jeden Fehler rauszukramen und aufs Butterbrot zu schmieren, ich hab mich die letzten Wochen genug aufgeregt, wenn auch nicht unbedingt hier im Forum. Das Kapitel ist zu Ende und das ist mE auch richtig so. Für mich ist Dino aber ein feiner Kerl und ich hab keinen Grund, da jetzt noch drauf zu hauen. Davon hab ich nichts und er hat’s nicht verdient, er hat sich hier doch immer super verhalten, sportlich war jetzt nichts mehr drin, aber da finde ich, kann man sich fair die Hand geben und gut ist.
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Dino, mach’s gut! Du hast den Adler im Herzen und der wird auch immer bleiben. Danke Dir für die erste CL über die Liga und für Spieler wie Marmoush, Ekitike oder Brown. Viel Erfolg für das, was noch kommt!
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Dino ist ein feiner Kerl und dass er was drauf hat, hat er hier auch bewiesen. Er hat sich mit dem Verein identifiziert und gewisse kaderbaustellen ohne Murren hingenommen. Er hat Spieler besser gemacht, aber er hat eben auch gezeigt, dass er an seine Grenzen kommt. Und das ist überhaupt nicht schlimm, er wird daran wachsen, er ist ein guter Trainer, aber hier bei uns hat er in dieser Saison keine Antworten gefunden, er hat der Mannschaft kein defensivkonzept vermitteln können, keine Stabilität. Die Trennung ist alternativlos und doch muss man ihn nicht abkanzeln. Er hat gezeigt, dass er was kann.
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Ein Sibbenull werden wir in dieser Saison wohl wieder nicht erleben.

Ich hab zum Glück nix gesehen, hier nachzulesen genügt. Wieder drei gefangen. Jetzt muss Krösche reagieren, toppi ist nicht mehr zu halten. Guter Typ und sicher kein schlechter Trainer, hat er hier ja auch bewiesen, aber in dieser Saison bekommt überhaupt nix gebacken, also so wirklich gar nix. Dazu muss man Zimbo vielleicht auch entlassen, da auf der Torwartposition auch nur Chaos herrscht und das ja dessen Verantwortungsbereich ist. Und zu guter letzt erwarte ich auch von Krösche ne Menge Selbstkritik, denn seine Arbeit diesen Sommer und auch jetzt, eben nichts mehr in der Defensive zu tun, ist ne absolute Zumutung. Da pfeiffe ich auf die Millionen für Heki, wenn der Kader nur aus Baustellen besteht
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Guten Rutsch Euch allen! Bleibt gesund und heißt das neue Jahr Willkommen. Möge sich so manches zum Gutem wenden.