>

smoKe89

13845

#
Dem schließt sich nun auch das Justizministerium an:

Laut Bundesjustizministerium habe das EU-Abkommen „praktisch keine Auswirkungen auf unsere Gesetzgebung“.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13875208/Aigner-attackiert-EU-Kommission-wegen-Acta.html

Ausgerechnet das demonstrationsfaulste Volk auf dem Planeten lässt sich durch einen solchen Papiertiger auf die Straße ziehen.
#
pipapo schrieb:
Was in meinen Augen primär ein Problem der (teilweise erpressten) Handelsabkommen ist.
Wäre es für Bauern in Afrika sinnvoll (wieder) eigenen Anbau zu betreiben und die Märkte dort nicht mit überflüssigen und billigen europäischen Nahrungsmittelprodukten überschwemmt, sähe die Welt gleich ein Stück gerechter und die Ernährungslage besser aus.


Das sehe ich jetzt erst, ist aber ein sehr guter Punkt. Jean Ziegler beschreibt dieses Problem sehr gut in seinem Buch "Imperium der Schande".
#
Xaver08 schrieb:
Eigentlich sprechen sie nur davon, dass das strategiepaper gefälscht wäre.


Unglückliche Wortwahl meinerseits. Das englische "altered" steht natürlich in diesem Fall für das Abändern der Dokumente.

Some of these documents were stolen from Heartland, at least one is a fake, and some may have been altered.
http://heartland.org/press-releases/2012/02/15/heartland-institute-responds-stolen-and-fake-documents

Xaver08 schrieb:
Interessant, dass das hearlandinstitut auf einmal so empfindlich auf die veroeffentlichung von vertraulichen papieren reagiert, waren doch die jungs ganz vorne mit dabei die gehackten emails zu veroeffentlichen


Naja, wenn hier tatsächlich mittels Fälschungen versucht wurde die öffentliche Meinung zu manipulieren, finde ich die Reaktion gerechtfertigt.
#
Das Heartland Institute hat sich nun zum besagten Vorfall zu Wort gemeldet. Vermutlich sind einige Dokumente gefälscht und eines sogar komplett erfunden.

Zum betreffenden Klima-Strategiepapier äußert man sich folgendermaßen:

One document, titled “Confidential Memo: 2012 Heartland Climate Strategy,” is a total fake apparently intended to defame and discredit The Heartland Institute. It was not written by anyone associated with The Heartland Institute.

[...]

The individuals who have commented so far on these documents did not wait for Heartland to confirm or deny the authenticity of the documents. We believe their actions constitute civil and possibly criminal offenses for which we plan to pursue charges and collect payment for damages, including damages to our reputation.

http://heartland.org/press-releases/2012/02/15/heartland-institute-responds-stolen-and-fake-documents
#
So liebe Leut, inzwischen ist es in der juristischen Fachliteratur angekommen, dass das deutsche Recht bereits ACTA-konform ist und teilweise sogar darüber hinausgeht.

Das ACTA begründet keine neuen geistigen oder gewerblichen Schutzrechte, sondern soll die Durchsetzung der bereits bestehenden Schutzrechte forcieren. Für das europäische und deutsche Recht wird das ACTA keine Auswirkungen haben, da die im ACTA aufgestellten Mindestanforderungen an das Schutzniveau für geistige und gewerbliche Schutzrechte im europäischen und deutschen Recht bereits gewährleistet sind.
http://www.kommunikationundrecht.de/detail/-/specific/ACTA-Anti-Counterfeiting-Trade-Agreement-ohne-Auswirkungen-2053239133
#
double_pi schrieb:
wenn man die banken hätte pleite gehen lassen, dann wären viele bürger (auch Du und ich), die nichts mit der krise zu tun haben auch pleite gegangen.


Ich sehe, du hältst nicht viel von der Selbstregulierung des Marktes. Das ist okay. Aber ich habe dir bereits erklärt, warum ich dir nicht zustimmen kann.

Du wirst noch sehen, dass wir alle pleite gehen werden, weil wir die Banken nicht pleite gehen lassen. Es verhält sich wie bei einer Geiselnahme. Der Staat muss hierbei stets die Möglichkeit haben, jede Summe an Geld herbeischaffen zu können, um die Verluste des Kartells auszugleichen. Warum wir das mit uns machen lassen, werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen.
#
Xaver08 schrieb:
und das wo sich jetzt sogar in den heartlanddokumenten (echtheitsbestätigung steht noch aus) findet, daß es ihnen darum geht, die verbreitung des standes der wissenschaft zu verhindern


Wie genau will das Institut die Verbreitung des Standes der Wissenschaft verhindern? Was findest du an dem Dokument so schockierend?

Our current budget includes funding for high-profile individuals who regularly and publicly
counter the alarmist AGW message.

http://www.desmogblog.com/sites/beta.desmogblog.com/files/2012%20Climate%20Strategy.pdf

Ich habe hier schon wildere Dinge gepostet. Hochrangige Protagonisten fordern teilweise Umerziehungslager, Knast oder gar die Exekution von Skeptikern. Aber wehe eine Lobbyorganisation bezahlt ein paar Schreiberlinge. Ogottogott.

Wusstest du, dass das Pentagon eine ganze Armee an Bloggern unterhält, die das Internet mit Propaganda fluten?
#
double_pi schrieb:
oh mann, wie kann sowas passieren?

gezielte desinformation ist die einzig nachvollziehbare antwort auf diese frage.

das wirft auch kein gutes licht auf die FTD.


Jedenfalls nicht durch die FTD. Das Blatt sprach ja umgehend von "kruden Thesen", bevor der Verfasser das Buch überhaupt durchgelesen haben konnte. Eigentlich reihten sich sämtliche Hauptstrommedien in die Hexenjagd ein, außer naja.. ausgerechnet die BLÖD.
#
Xaver08 schrieb:
ziel ist es den lehrplan so zu gestalten, daß das thema klimawandel als kontrovers und unsicher dargestellt wird


Es ist gar nicht mehr nötig, das Thema "kontrovers" anzugehen. Inzwischen stimmen sogar 70% der FTD-Leser Vahrenholts Thesen ganz oder teilweise zu.

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:die-klima-these-von-fritz-vahrenholt-ist/60165908.html
[EDIT by FMB: Bitte Urheberrechte beachten !]

Ansonsten: Ab auf den Beichtstuhl!
http://www.klimaretter.info/beichtstuhl
#
Klar, höhere Abgaben, was auch sonst? Das hilft uns jetzt. Ganz sicher.
#
Was ist das denn? Das breitet sich ja über den ganzen Platz aus.
#
double_pi schrieb:
gut, aber wo ist denn die regulation in soeiner blasenzeit? sowas kann ja auch manchmal mehrere jahre dauern. was sollen die hungrigen menschen machen? mehrere jahre nur die hälfte essen?

einigen wir uns hierauf: "der markt reguliert sich selbst, wenn die spekulanten nichts dagegen haben." oder wie können häuserpreise in südkaliforniern jahrezehntelang nur eine richtung kennen? oder nimm den goldpreis im 10-jahreschart.


Der Goldpreis ist ziemlich an den Wert unseres Papiergelds gebunden. Ich pflege zu sagen, dass nicht der Goldpreis steigt, vielmehr verliert unser Fiat-Money an Wert. Ähnlich ist es im übrigen bezüglich Nahrungsmittel.

double_pi schrieb:
"der markt reguliert sich selbst, ausser bei banken!?"  


Man stattet Banken mit der Sicherheit aus, die von Steuerzahlern genommen wird. Das hat beim besten Willen nichts mit einem freien Markt zu tun, in dem unvernünftiges Wirtschaften mit Insolvenz bestraft wird. Entsprechend unsinnig ist es hier den Markt für Probleme verantwortlich zu machen, die die Regierung verursacht hat.

double_pi schrieb:
ich verstehe nicht wieso jedes jahr soviele menschen an hunger sterben und die zahl weiter steigt, obwohl mehr nahrung produziert wird (siehe meine statistik im artikel davor). wieso gehen die bauern in deutschland auf die strassen und beschweren sich über zu billige milchpreise, die ihre kosten nicht mehr decken? wie geht das, wenn der markt sich selber zur zufriedenheit aller regelt?


Weil es genau in den problematischen Regionen gar keinen Markt gibt. Du kannst dir zum Beispiel eine Karte von "Free the World" anschauen, die den Namen "Econimic Freedom of the World" trägt.

Economic freedom means that people are free to trade with others, compete in markets, buy what they want, earn a living in a job they choose, keep what they earn, and own things privately. This index indicates the degree to which economic freedom can be found in various countries.
http://www.freetheworld.com/ef_map.html

Du kannst mal vergleichen, welche Staaten rot gekennzeichnet sind, und wo der größte Hunger herrscht.
#
Der_Maulwurf schrieb:
Die Dauerdemonstranten und insbesondere die Randalierer sind zu weiten Teilen entweder Anhänger der rechtsradikalen LAOS oder der Kommunisten, in der Masse aber kaum diejenigen, die man als die Mitte der Gesellschaft bezeichnen würde. Die maßlose Gewalt als "europäischen Frühling" hoch zu stilisieren ist an Zynismus und Menschenverachtung kaum noch zu überbieten und zeigt das demokratiefeindliche Menschenbild des Verfassers deutlich.  


Demokratiefeindlich? Hatte der arabische Frühling irgendwo Demokratie zur Folge? Bitte den Ball flach halten.
#
petko schrieb:
Ales in Allem bin ich nach wie vor verwirrt. Es wurde gesagt, dass man einfach nur rechnen können muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber genau deshalb frage ich mich, wie das auf Dauer so weiterlaufen kann, wenn immer ein Minus dasteht und dieses sich durch Zinsen ins Negative potenziert. Auch ist mit nicht verständlich, dass es wohl kaum ein Land gibt, ausser vllt. Saudi Arabien und Libyen vor dem Krieg evtl. noch Iran, welches nicht ebenfalls hoch verschuldet ist. Bei wem machen all diese Länder die Schulden?


Tja, bei wem ist der Staat bloß verschuldet? Andere Länder können es, wie du bereits erwähnt hast, nicht sein. Der Rest der Welt steckt nämlich ebenfalls tief in der Ka... Kreide.

Wer auch immer hier der Gläubiger ist, werden sich die Systemkonformen nach wie vor denken, der Staat müsse seine Schulden zurückzahlen, da ihm ansonsten niemand mehr Geld leihen würde. Aber ist das so? Wieso muss sich ein Staat überhaupt Geld bei einer Bank leihen, wenn er die Hoheit seiner Währung innehaben könnte? Wegen der Inflation? Die gibt's doch sowieso. Warum steigt unsere Steuerlast Jahr für Jahr? Es scheint, als würden niemals genügend Steuern eingetrieben werden. Tatsache ist, dass unsere reale Staatsquote bei ungefähr 70% liegt. Das bedeutet, dass von jedem Euro den du verdienst auf den einen oder anderen Weg 70 Cent wieder beim Staat landen. In der UdSSR übrigens lag die Staatsquote bei 85%.

Die wichtigste Frage ist doch, woher denn das ganze Geld kommt, das dem Staat geliehen wurde und wer dafür all die Zinsen kassiert?

Ich sag dir petko, das sind Fragen die einen nicht mehr so schnell loslassen und ich freue mich über jeden, der sich darüber informieren möchte. Ich erkläre das im folgenden aus meiner (hier sowieso sehr umstrittenen smile: Sicht:

Die Bankenrettungspakete haben die Mechanismen unseres Finanzsystems sehr schön offengelegt. Die Banken befanden sich in finanziellen Schwierigkeiten und brauchten Geld. Wie wir alle wissen, bekamen sie dieses vom Staat, der jedoch selbst kein Geld hat und es sich deswegen von den Banken leihen musste. Woher kam nun also plötzlich das Geld?

Verabschiede dich von dem Glauben, dass Banken Geld verleihen. (Nicht nur deswegen, weil eine Leihe rechtlich gesehen unentgeltlich stattzufinden hat, es handelt sich also um ein Darlehen.)
Du kennst es aus deinem Alltag. Du verleihst einem Freund einen Gegenstand, dieser gibt ihn dir nach einer gewissen Zeit wieder zurück. Alles ist im Gleichgewicht. Dir ist auch klar, dass du nur Dinge verleihen kannst, über die du auch verfügst. Du kannst nichts verleihen, was dir nicht zusteht. Ebensowenig kannst du einen Gegenstand aus der Luft zaubern und dessen Gebrauch entgeltlich überlassen. Denn wenn du es könntest, könnte es jeder und deine "Leistung" hätte keinen Wert. Macht Sinn, oder?

Doch genau das können Banken. Es ist folgendermaßen: Geld entsteht ausschließlich dadurch, dass Zentral- und Geschäftsbanken es "verleihen". Es wird durch diese erzeugt, wenn sie Kredit geben. Sie müssen sich lediglich an die Mindestreserve halten. Dieser beträgt im Eurosystem gerade mal 2%. Die Geschäftsbanken können also das 50fache des Zentralbankgelds an ihre Kunden vergeben. Das Geld in deiner Tasche und der Rest der gesamten Geldmenge wurde dir, allen anderen Bürgern, den Unternehmen und dem Staat geliehen. Daraus lässt sich erstens ableiten, dass die Rückzahlung aller Schulden zum Verschwinden jedes Euros führen würde (selbst dann wären die Schulden nicht ganz getilgt; Zinsen) und zweitens ist genau deswegen die Rückzahlung der Systemverschuldung völlig unmöglich und auch von Anfang an nie beabsichtigt gewesen!

Das alles wird ermöglicht durch ein gesetzliches Monopol, dass der (durch private Interessen gesteuerten) Zentralbank mithilfe des Leitzinses die Herrschaft über die Kaufkraft unseres Geldes und somit über einen großen Teil unseres Vermögens verleiht. Der Leitzins bestimmt die Geldmenge, die Geldmenge bestimmt den Wert der Währung.

Man käme ja nicht auf die Idee, Simbabwe für das reichste Land der Welt zu halten, nur weil man dort wohl das meiste Geld druckt. Wissen, Technologie, Waren und Dienstleistungen bestimmen den Wohlstand einer Gesellschaft, nicht die Menge an Geld. Es ist ein großer Irrtum, steigende Preise als Ursache von Inflation zu sehen. Es ist umgekehrt! Alleine 2006 hat sich die Geldmenge im Euroraum um 10% erhöht. Neuere Daten werden von der EZB leider verschleiert. Durch die Aufblähung (engl.: to inflate) der Geldmenge verliert jede Werteinheit an Wert. Darum müssen Anbieter von Produkten stets die Preise erhöhen, um die Rentabilität sicherzustellen.

Es handelt sich um eine unheilvolle Kooperation zwischen Banken und Regierungen. Solange sich diese Umstände nicht ändern, gerät die Gesellschaft immer tiefer in den Schuldensumpf.

"I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies. If the American people ever allow private banks to control the issue of their currency, first by inflation, then by deflation, the banks and corporations that will grow up around [the banks] will deprive the people of all property until their children wake-up homeless on the continent their fathers conquered. The issuing power should be taken from the banks and restored to the people, to whom it properly belongs."
- Thomas Jefferson
#
Die Athener Innenstadt steht gerade in Flammen. Beginnt der europäische Frühling in Griechenland?
#
Wieder ein guter Eintrag von Thomas Stadler in seinem Blog:

Die politischen Entscheider in Europa sind von dem Unmut, den ACTA ausgelöst hat, kalt erwischt worden. Noch in den 00'er Jahren hat man auf Ebene der EU die Enforcement-Richtlinie erlassen und in Deutschland – übrigens beginnend unter einer rot-grünen Koalition – alle Regelungen, die ACTA jetzt enthält, gesetzgeberisch längst vorweggenommen. Deutschland hat ACTA also schon in den letzten zehn Jahren umgesetzt. Dies alles wurde, von einer Fachöffentlichkeit abgesehen, kaum wahrgenommen.
http://www.internet-law.de/2012/02/warum-polarisiert-acta.html

Dieser Aspekt findet viel zu wenig Beachtung. So sehr dieses Abkommen auch abzulehnen ist, ACTA ist auf nationaler Ebene bereits weitgehend umgesetzt.
#
peter schrieb:
es gibt diejenigen die zahlen und diejenigen, die kassieren. und am oberen ende kassieren einige so richtig viel und die am unteren ende werden dafür verantwortlich gemacht, wenn irgendwelche defizite entstehen.


Das stimmt. Untermauert das aber nicht meine Aussage?
#
yeboah1981 schrieb:
smoKe89 schrieb:
yeboah1981 schrieb:
smoKe89 schrieb:
So ist das in der "Sozialdemokratie". Du bezahlst für einen Haufen Mist den du nie haben wolltest.
Stimmt, wer will schon Krankenhäuser, Straßen, Schulen und Kindergärten.
Keine Kinder? Nie krank gewesen? Willst nicht alt werden?


Ich rede von Staatsmedien, Subventionierung von atomwaffenfähigen U-Booten für andere Staaten, Bankenrettungen, Krieg, Überwachung, Bürokratie und den ganzen anderen Kram, den man (oder zumindest ich) tatsächlich nicht will.

Und das sind Merkmale der "Sozialdemokratie"? Naja, hast wohl eine etwas eigene Definition davon.



Sozialdemokratie ist die irre Vorstellung, Politiker (Politiker!!) könnten mit dem Geld des Bürgers besser umgehen als der Bürger selbst.

Es ist leider menschlich lediglich das zu sehen, was da ist und zu übersehen was hierdurch unmöglich wurde.
#
yeboah1981 schrieb:
smoKe89 schrieb:
So ist das in der "Sozialdemokratie". Du bezahlst für einen Haufen Mist den du nie haben wolltest.
Stimmt, wer will schon Krankenhäuser, Straßen, Schulen und Kindergärten.
Keine Kinder? Nie krank gewesen? Willst nicht alt werden?


Ich rede von Staatsmedien, Subventionierung von atomwaffenfähigen U-Booten für andere Staaten, Bankenrettungen, Krieg, Überwachung, Bürokratie und den ganzen anderen Kram, den man (oder zumindest ich) tatsächlich nicht will.
#
peter schrieb:
und das hat nichts mit der sozial-demokratisierung der länder zu tun, wie von dir weiter oben angemerkt, sondern lediglich damit, wie kapitalismus funktioniert.


Das ist ein Definitionsproblem. Wir meinen beide das selbe, nennen es aber anders.