>

AdlertraegerSGE

7420

#
Und so verliert der Besuch des Waldstadions seinen letzten Reiz. Das Sportliche hat zuletzt ja eh selten Freude gemacht.
Bleib ich halt daheim...
#
Ich hab ja an sich nichts gegen den Transfer. Ohne den Spieler jetzt detailliert zu kennen, liest sich das ja alles nicht schlecht, mit einer (für das Alter) ordentlichen Zahlen an Einsätzen in der Liga und Championsleague bei Schalke, noch jung unnd scheinbar technisch beschlagen, noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen, formbar. Wenn die Konditionen stimmen, warum nicht?

Aber: Was ich wirklich überhaupt nicht begreifen kann, ist, wie die Verantwortlichen, die doch eigentlich für diesen Sport leben, nicht erkennen, wo die Probleme am deutlichsten sind. So ziemlich jeder Beobachter sieht, dass die Eintracht ein Problem auf den Aussenverteidiger-Positionen hat.
Der Mangel eines offensiven (linken) MF hat man immerhin erkannt und mit dem Mexikaner soll da ja was im Anmarsch sein, vielleicht kommt da noch etwas.
Doch wie gesagt, anstatt einen IV, wo man mit Abraham, Zambrano, Russ (Anderson) eigentlich akzeptabel besetzt ist, brennt es doch auf den Aussenverteidiger-Positionen deutlich mehr.
Ausserdem könnte man einen etwas flinkeren 6er gebrauchen, da fehlt mit unter das Tempo.

Vielleicht baut man wirklich darauf, dass dieser Ayhan auch alternativ schon im DM und RV eingesetzt wurde und dort einsetzbar ist, ich bin ja mal gespannt.
#
Es ist schon komisch, dass die Truppe dann im letzten Spiel nochmal im letzten Spiel ihre leblose Lethargie ablegen konnte und tatsächlich eine gute Leistung zeigte und sogar zurecht gewann.
Bremen ist sicher spielerisch einer der schwächeren Gegner in der Liga, aber das war es nicht nur; man hat wirklich eine andere, bessere Körpersprache gesehen und mehr Einsatz und Galligkeit in den Zweikämpfen.
Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es Tage gibt, an denen einfach nichts läuft (das weiss wohl jeder, der schonmal widder den Ball getreten hat) ... Es waren ja nicht einzelne Spiele, in denen man mal nen schlechten Tag hatte, sondern über Wochen und Monate ließ man jeglichen Kampf und Leidenschaft vermissen. Und dann zeigen sie plötzlich, dass es auch anders geht..

Naja, man soll nach dem Spiel ja da Positive sehen. Vor der Winterpause wurde der freie Fall gebremst und Veh hat nun noch einmal die Chance, mit zumindest etwas Ruhe und Verstärkungen den Kurs zu korrigieren. Ich bin natürlich weiterhin nicht überzeugt von ihm, aber der Sieg und die Leistung hat vielleicht wider Erwarten nochmal eine Grundlage geschaffen, dass er mit der Truppe doch nochmal in die Spur kommen kann. Ich bin jetzt schon gespannt auf die ersten Spiele nach der Pause. Das dürfte Vehs letzte Chance sein.
#
Oh Gott. Inhaltlich wie von der Rechtschreibung her top Beitrag.
#

Was für ein Fred....

Forza SGE..
#
Scheiss de Hund druff. Ist doch eh nur noch ein Registrieren. Jedenfalls bei mir. Ich weiss, dass die Einstellung kacke ist, aber mittlerweile freu ich mich nur noch auf Spiele, die bissi Stimmung hergeben. Und da biste in Liga 2 mittlerweile fast besser aufgehoben.

Wenn die mit Steubing, Veh & Co weitermachen, dann knalln die den Laden eh voll vor die Wand...
#
... die Anzeigetafel im Stadion beim 10:1 auf 0:1 umspringt und dies als Endstand angezeigt wird.
#
rhoischnook schrieb:

... die Anzeigetafel im Stadion beim 10:1 auf 0:1 umspringt und dies als Endstand angezeigt wird.

Das hiesse aber, wir würden ein Tor machen. Die Anzeigetafel müsste schon von 12:0 auf 1:2 umspringen.
#
Na ihr habt Nerven diesen Fred zu eröffnen. Definiere Sieg mit "Niederlage knapper 5 Gegentore" und wir haben vielleicht ne Chance...
#
----------------Hradecky-------------
Iggy-Kinsombi-Abraham-Djakpa
---------Reinhartz--Hasebe----------
Gerezgiher---Meier-------Gacinovic
-----------------Sefe--------------------

Wobei, eigentlich sollte man Gerezgiher, Djakpa und Gacinovic auch draussen lassen und doch wieder die stellen, die es sonst auch verbocken. Wird wohl auch so kommen.

Tipp: 5:0 falls Dortmund irgendwann Kräfte schont, sonst 7 oder 8:0.
#
Dirty-Harry schrieb:

Wie ich es mitbekommen habe, soll es ja nicht unbedingt notwendig sein nach den Regelungen.

Ja, man beginnt erstmal ganz unschuldig mit Aufklärung, Betankung der Jets und Organisation. Eines Tages aber wird es eventuell ausgedehnt und schon schicken wir wieder Truppen.

Militärisch alleine ist der Konflikt nicht zu meistern, egal wer und wieviele Bodentruppen geschickt werden. Und Deutschland, Frankreich etc sind schon lange Ziel der Verstrahlten, am Ende ist es den in Europa aufgewachsenen Terroristen egal wann Jets über Syrien Bomben werfen, eher macht es sie noch aggressiver. Solange aber politisch jede Seite ihr Süppchen kocht und ein Obama, Putin, Erdogan oder Hollande sich nicht viel nehmen, wird man nur soviel machen wie nötig, ohne dabei seine Interessen zu schädigen.

Man muss Geld in die Hand nehmen und die Situation in den Lagern in Jordanien und der Türkei verbessern, bauen, helfen und mittels Technik unterstützen. Die Menschen müssen würdig leben können um nicht die Flucht nach Europa als letzten Strohhalm zu sehen. Es wird so viel Geld für Unnützes verblasen, in Waffentechnik investiert, die letztlich nur einen Zweck hat. Wenn es um Menschenleben geht, ist man da aber leider zurückhaltender. Mer habbe ja nix.

Ich bin dagegen die Bundeswehr zu schicken, um deine Frage zu beantworten. Und Frankreich wurde nicht von Syrien angegriffen, sondern von einer Terrororganisation. Die Luftschläge fordern hundertprozentig nicht nur Terroristen als Opfer. Und wenn man in Syrien am Ende nach denselben Regeln wie im Irak oder Afghanistan vorgeht, haben wir in 10 Jahren eher noch mehr als weniger Terror.
#
adlerjunge23FFM schrieb:  


Dirty-Harry schrieb:
Wie ich es mitbekommen habe, soll es ja nicht unbedingt notwendig sein nach den Regelungen.


Ja, man beginnt erstmal ganz unschuldig mit Aufklärung, Betankung der Jets und Organisation. Eines Tages aber wird es eventuell ausgedehnt und schon schicken wir wieder Truppen.


Militärisch alleine ist der Konflikt nicht zu meistern, egal wer und wieviele Bodentruppen geschickt werden. Und Deutschland, Frankreich etc sind schon lange Ziel der Verstrahlten, am Ende ist es den in Europa aufgewachsenen Terroristen egal wann Jets über Syrien Bomben werfen, eher macht es sie noch aggressiver. Solange aber politisch jede Seite ihr Süppchen kocht und ein Obama, Putin, Erdogan oder Hollande sich nicht viel nehmen, wird man nur soviel machen wie nötig, ohne dabei seine Interessen zu schädigen.


Man muss Geld in die Hand nehmen und die Situation in den Lagern in Jordanien und der Türkei verbessern, bauen, helfen und mittels Technik unterstützen. Die Menschen müssen würdig leben können um nicht die Flucht nach Europa als letzten Strohhalm zu sehen. Es wird so viel Geld für Unnützes verblasen, in Waffentechnik investiert, die letztlich nur einen Zweck hat. Wenn es um Menschenleben geht, ist man da aber leider zurückhaltender. Mer habbe ja nix.


Ich bin dagegen die Bundeswehr zu schicken, um deine Frage zu beantworten. Und Frankreich wurde nicht von Syrien angegriffen, sondern von einer Terrororganisation. Die Luftschläge fordern hundertprozentig nicht nur Terroristen als Opfer. Und wenn man in Syrien am Ende nach denselben Regeln wie im Irak oder Afghanistan vorgeht, haben wir in 10 Jahren eher noch mehr als weniger Terror.

Es geht nicht um die Situation in Flüchtlingslagern, auch wenn deine Ausführungen dafür stimmen. Es geht ja jetzt konkret um den Kampf gegen den IS. Dieser wird sicher nicht dadurch gestoppt, wenn man Flüchtlingslager ausbaut.
Frankreich wurde nicht von Syrien angegriffen, das stimmt. Aber wer hat das behauptet? Es geht doch in dem Fall darum, dass der IS eben nicht eine reine Untergrundorganisation ist, sondern eben ein greifbares Gebiet besetzt hält.
Zu dem Punkt mit den Luftschlägen und zivilen Opfern, ja das ist korrekt. Ich fürchte aber, dass die zivilen Opfer durch den Mord der IS langfristig höher sind als bei einem entschlossenen Militärschlag gegen den IS. Ausserdem sage ich deshalb ja, dass es Sinn macht, mit Bodentruppen vorzugehen. Ich denke, dass der IS damit schneller besiegt werden kann und ausserdem die zivile Opferzahl tendenziell geringer ausfällt, als wenn man mehr oder minder "blind" Bomben wirft.

Recht gebe ich dir, dass der Einsatz anders ausgelegt sein muss als im Irak oder Afghanistan, aber wie gesagt, ich denke dass der Fall ohnehin grundlegend anders liegt. Vielleicht ist es auch einen Grund dafür, warum die Amis sich so verhältnismäßig zurückhalten, weil es aus ihrer Sicht weniger (wirtschaftliches) zu gewinnen gibt? Nur eine Mutmaßung..

Ich höre immer, dass man nichts machen soll dort unten. Ist es also wirklich eure Lösung, den IS weitermachen zu lassen? Ein bisschen diplomatischer Druck, ein bisschen Infrastruktur, ein bisschen humanitäre Hilfe? Ich habe zweifel an der These, dass es reicht, wenn man lediglich westliche Waffenlieferungen in die Region unterlässt (wobei der Schritt unabhängig davon kommen muss), um ihnen die besetzten Gebiete zu entreissen.
#
Ich bin für einen Militäreinsatz, der in Kombination mit Schritten auf wirtschaftspolitischer Ebene durchgeführt werden soll. Die Waffenlieferungen in die Region und nach Saudi Arabien sollten ausgebremst werden, das ist ohnehin überfällig. Allerdings gilt es da eine internationale Lösung zu finden, denn wenn andere Industriestaaten liefern, dann bringt es herzlich wenig, wenn nur die Deutschen es unterlassen.
Ein Militäreinsatz (auch mit Bodentruppen) ist zwar an sich nichts Schönes und Wünschenswertes, aber in dieser Ausnahmesituation, in der eine, ja, eine Armee, ein Staat, ein Staatsähnliches Gebilde oder wie immer man dieses Konstrukt IS bezeichnen will, Massenmord der allerübelsten Sorte betreibt in durchaus greifbar besetzten Gebieten, da hilft kaum etwas anderes als Gegengewalt. Auch Hitler wurde damals nicht diplomatisch gestoppt, sondern mit Gegengewalt. Für mich ist es alternativlos, den IS zu bekämpfen. Der Eindruck mag sich durch den direkten Angriff auf Europa verstärkt haben, bestand bei mir aber auch vorher schon. Simpel gesagt, diese Bande MUSS vernichtet werden, wenn man irgendeine Form von Moral vertritt.
Dass es in der "Zeit danach" weiterhin eine Reihe Probleme gibt, ist mir auch klar und da erfordert es dann viel Geschick, aber in erster Linie gilt es erst mal diese Schweine auszuschalten bzw ihnen zumindest ihr Territorium zu nehmen; egal was danach käme, schlimmer als die geht für meine Begriffe nicht.
Die Situation mit den Kriegen in Afghanistan und im Irak eins zu eins zu vergleichen finde ich verkehrt. Ich habe diese Kriege damals abgelehnt und sie als wirtschaftsgesteuert wahrgenommen. Hier sehe ich es anders.

Zur Rolle Deutschlands: Auch hier sehe ich es so, dass wir ganz klar in der Pflicht sind. Wir reden immerzu von Moral und Werten, lassen aber diese Schlächter gewähren oder verstecken uns hinter Verbündeten. Deutschland als eine der führenden Nationen weltweit trägt da einfach auch Verantwortung, zumal unser engster Verbündeter attackiert wurde und sich zurecht auf den Bündnisfall beruft. Wie können wir uns da hinstellen und sagen "Naja, wir mögen den IS auch nicht und unterstützen euch ja wenn ihr gegen die kämpft, einen konkreten Beitrag leisten wir aber nicht". Das ist feige und verwerflich. Und den Grund, dass wir damit ins Ziel der Terroristen geraten, kann für mich auch nicht zählen, weil wir es a) ohnehin schon sind und b) dies schlicht feige wäre. Nicht feige im Sinn von Blut-und-Stahl-Mythologie, sondern feige im Sinne unserer Werte, die wir angeblich so sehr vertreten und unserer historisch gewachsenen und bedeutenden Verbindung mit Frankreich.

Anbei hätte ich auch nichts dagegen, wenn wir es nicht nur bei logistischer (für mich eher symbolischer) nichts-halbes-nichts-ganzes Unterstützung belassen, sondern aktiv mitwirken.
#
FrankenAdler schrieb:

... und trotzdem bleibt festzuhalten, dass sehr eklige aber funktionierende Staatsgeilde mit ekligen Führern und Machthabern beseitigt wurden. Diese Machthaber waren tatsächlich dazu in der Lage ihr jeweiliges Gebilde zu kontrollieren. Man hat das zerstört und ein Machtvakuum erzeugt, das jetzt gefüllt wird. So siehts leider aus. Gaddafi in Lybien, Hussein im Irak, Assad in Syrien. Keinem davon mag (bzw. würde) man eine Träne nachweinen. Keiner von denen war ein annehmbarer Verhandlungspartner. Aber was ist seit der Beseitigung dieser A.rschlöcher geschehen? Geht es den Menschen in den jeweiligen Ländern heute besser?
Wir haben stattdessen einen Bürgerkrieg, der sich anschickt den gesamten Nahen Osten und Nordafrika in Brand zu setzen. Völlige Destabilisierung und in der Folge anarchistische Verhältnisse. Dies hat man ANGESICHTS und wohlwissent, dass ein riesen Rudel radikalisierter Sunniten rumrennt getan, ohne irgend eine Antwort zu haben, wie dieser Brand auch nur annhähernd unter Kontrolle gebracht werden kann.


Sich jetzt hinzustellen und zu sagen, es wäre unerheblich für das Erstarken des islamistischen Terrors, was man da seit 09/11 fabriziert hat, ist bestenfalls naiv, schlechtestenfalls zynisch!

Tja, meine Rede.
Hab ich von BigBamboo um die Ohren gehauen bekommen.
Dabei ging es mir nicht um Verständnis, sondern um das angesprochene Macht- und Zivilisationsvakuum, in das die Terroristen stoßen konnten und für sich nutzten.
#
reggaetyp schrieb:  


FrankenAdler schrieb:
... und trotzdem bleibt festzuhalten, dass sehr eklige aber funktionierende Staatsgeilde mit ekligen Führern und Machthabern beseitigt wurden. Diese Machthaber waren tatsächlich dazu in der Lage ihr jeweiliges Gebilde zu kontrollieren. Man hat das zerstört und ein Machtvakuum erzeugt, das jetzt gefüllt wird. So siehts leider aus. Gaddafi in Lybien, Hussein im Irak, Assad in Syrien. Keinem davon mag (bzw. würde) man eine Träne nachweinen. Keiner von denen war ein annehmbarer Verhandlungspartner. Aber was ist seit der Beseitigung dieser A.rschlöcher geschehen? Geht es den Menschen in den jeweiligen Ländern heute besser?
Wir haben stattdessen einen Bürgerkrieg, der sich anschickt den gesamten Nahen Osten und Nordafrika in Brand zu setzen. Völlige Destabilisierung und in der Folge anarchistische Verhältnisse. Dies hat man ANGESICHTS und wohlwissent, dass ein riesen Rudel radikalisierter Sunniten rumrennt getan, ohne irgend eine Antwort zu haben, wie dieser Brand auch nur annhähernd unter Kontrolle gebracht werden kann.


Sich jetzt hinzustellen und zu sagen, es wäre unerheblich für das Erstarken des islamistischen Terrors, was man da seit 09/11 fabriziert hat, ist bestenfalls naiv, schlechtestenfalls zynisch!


Tja, meine Rede.
Hab ich von BigBamboo um die Ohren gehauen bekommen.
Dabei ging es mir nicht um Verständnis, sondern um das angesprochene Macht- und Zivilisationsvakuum, in das die Terroristen stoßen konnten und für sich nutzten.

Mich verwirrt diese einseitige Schluld-Argumentation, in der komischerweise immer "der Westen" für alles Übel in der Welt die Grundursache ist, ein wenig. Der Westen liefert Waffen an die Falschen, führt falsche Kriege, handelt mit den falschen, weist ein arrogantes Verhalten auf, beutet wirtschaftlich aus usw...
Ich weiss sehr wohl, dass dort ein Funken Wahrheit drinsteckt und dass tatsächlich ein Teil der Verantwortung bei "uns" liegt. Allerdings finde ich es manchmal schon komisch, dass man niemals auch nur annähernd die Ursachen in den betroffenen Gesellschaften selbst sucht, dass dort vielleicht einige Dinge verkehrt laufen, überfällige Debatten und Entwicklungen ausbleiben und sowohl in den Nationalstaaten als auch von Seiten religiöser Instanzen nichts oder zumindest zu wenig passiert, dass sich etwas ändert. Wäre ein großes und komplexes Fass, was aufgemacht wird, und passt dann vielleicht auch nur bedingt in den Fred hier, aber den Gedanken wollt ich trotzdem einfach mal loswerden, bei allem Verständnis und Kritik an westlicher Politik.

Bezüglich der Kriegs-Debatte, sehe ich die Bedenken, die Ausführungen von Würzburger und Frankenadler sind ja durchaus schlüssig. Natürlich müssen die Regional-Akteure da entscheidend einbezogen werden, aber von selbst lässt sich diese ganze Sch... nicht mehr in den Griff kriegen denke ich einfach. Dort muss eine Lösung gefunden werden, welche unter Mitwirkung vieler Akteure passiert. Und trotzdem bleibt für mich die Führung eines Krieges gegen den IS ein richtiger Schritt, ob dieser nun von den Regionalmächten geführt und vom "Westen" unterstützt, oder auch unter Beteiligung europäischer/amer. Bodentruppen läuft, sei mal dahingestellt. Dabei halte ich eine Abkehr von dieser Luftschlag-Doktrin für wichtig, weil da eben doch noch weniger Kontrolle über mögliche Kollateralschäden besteht, als bei einer Bodenoffensive.
Destabilisiert ist die Region derzeit so oder so in extremen Ausmaß, aber mit einem entsprechenden Vorgehen ließe sich zumindest diese IS-Schlachterei beenden und der Organisation eine Schwächung beibringen sowie Zeit gewinnen für eine langfristige Lösung (die zugegebenermaßen nicht einfach zu finden ist).
Kurzum, mir ist alles lieber, als dass dieser IS weiterhin auf der Landkarte ist. Schlimmer als die geht nimmer...
#
Die Ausarbeitung von einem Konzept ist natürlich wichtig, und dabei müssen die regionalen Akteure einbezogen werden. Die Sache mit Assad und dem Bürgerkriegs-Zuständen in Syrien machen es nicht einfacher. Eine Schutz-Zone halte ich wie gesagt dennoch für sinnvoll.

@Würzburger: Nur weil es Beispiele für unberechtigte oder mangelhaft durchgeführte Interventionen gibt, heisst es nicht, dass sie per se verkehrt sind. Wie gesagt, der 2.Weltkrieg kann als Beispiel für eine sinnvollen und wichtiges EIngrefen (auch nicht direkt attackierter) Staaten gegen Hitler gesehen werden, auch die Intervention in Jugoslawien ist nicht zwangsläufig als Misserfolg zu werten und es ist  durchaus möglich, dass der Konflikt bei einem Nicht-Eingreifen noch mehr Opfer gefordert hätte.
Du sagst ausserdem nur, was alles nicht hilft. Was ist dein Umkehrschluß? Dem Massenmord, den der IS auf seinem Gebiet durchführt, weiter mit ansehen?

Die ganze Sache ist sehr komplex und wird uns noch lange beschäftigen, das ist klar. Ich halte es jedoch für fahrlässig, militärische Maßnahmen (dabei unter anderem explizit Bodentruppen) auszuschließen.
Und ach ja, dass Deutschland militärisch probleme hat, so einen Einsatz logistisch zu stemmen, halte ich für ein Versäumnis unserer Politik.
#
crasher1985 schrieb:

Die Frage ist doch was man nun tut. Man kann ja wieder wochenlang darüber diskutiren wie man mit dem Thema umgeht.. am besten solange bis es neue Opfer gibt.
Das politische gesülze geht mir nurnoch auf den Kranz. Wenn man von Krieg spricht solte man auch so handeln. Ohne Gnade alle bekannten Stützpunkte der IS kaputt bomben und nicht erst 2 Wochen darüber reden. Danach mit Bodentruppen rein und das zerstören was übrig ist.


Es gibt in meinen Augen einfach keine andere Lösung.

Lösung?

Die USA in Korea. Frankreich in Algerien. Die USA in Vietnam. Die Russen in Afghanistan. Die USA in Somalia, Afghanistan, zweimal im Irak. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.

Lösung? Die Geschichte lehrt es uns immer wieder, aber wir lernen nie daraus. Krieg ist - außer als Mittel der unmittelbaren Verteidigung - nie eine Lösung. Schon gar nicht, neue Opfer zu verhindern.
#
WuerzburgerAdler schrieb:  


crasher1985 schrieb:
Die Frage ist doch was man nun tut. Man kann ja wieder wochenlang darüber diskutiren wie man mit dem Thema umgeht.. am besten solange bis es neue Opfer gibt.
Das politische gesülze geht mir nurnoch auf den Kranz. Wenn man von Krieg spricht solte man auch so handeln. Ohne Gnade alle bekannten Stützpunkte der IS kaputt bomben und nicht erst 2 Wochen darüber reden. Danach mit Bodentruppen rein und das zerstören was übrig ist.


Es gibt in meinen Augen einfach keine andere Lösung.


Lösung?


Die USA in Korea. Frankreich in Algerien. Die USA in Vietnam. Die Russen in Afghanistan. Die USA in Somalia, Afghanistan, zweimal im Irak. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.


Lösung? Die Geschichte lehrt es uns immer wieder, aber wir lernen nie daraus. Krieg ist - außer als Mittel der unmittelbaren Verteidigung - nie eine Lösung. Schon gar nicht, neue Opfer zu verhindern.

Wie steht es mit dem militärischen Widerstand gegen Hitler-Deutschland? Auch da waren Nationen im Kampf gegen den Aggressor beteiligt, die nicht unmittelbar direkt angegriffen wurden.

Ich verstehe ja die Einwände und weiss, dass es mit "alles kaputtbomben und dann reingehen und aufräumen" nicht getan ist, dass das, wenn es denn so plump umgesetzt wird, wie die Formulierung es ist, sogar nach hinten losgehen kann.
Genauso weiss ich selbst, dass "Krieg gegen Terror" fast schon ein Widerspruch in sich ist. Aber in diesem Fall eben liegen die Dinge etwas anders, da die IS-Kämpfer gegenwärtig eben durchaus als eine Art staatenähnliches, territorial einigermaßen greifbares Gebilde auftreten. Sie über eine barbarische Herrschaft mit Massenmorden aus, unterhalten in ihren besetzten Gebieten durchaus Infrastruktur, beziehen Ressourcen zur Finanzierung daraus usw. Mit einer erfolgreichen und geschickt durchgeführten Bodenoffensive wird das Problem nicht weggewischt sein, aber es wäre ein zählbarer Teilerfolg, der unterm Strich wahrscheinlich mehr Menschenleben rettet, als er kostet.
Deshalb bin ich der Meinung, dass  Lichterketten, friedlichen Worte, symbolische Gesten und Toleranz-Debatten hier einfach nicht reichen.
#
AdlertraegerSGE schrieb:

Link gelesen? Das ist wohl eher ein gutes Stürck davon entfernt, seriös in der Politik diskutiert
zu werden. Der Mann ist nichtmal richtig im Amt und tätigt außerdem weitere zweifelhafte Aussagen. Wie gesagt, wenn Flüchtlinge sich freiwillig an Kämpfen gegen den IS beteiligen wollen, dann hab ich da nichts gegen. Aber du willst es ja scheinbar zum Thema machen, sie dafür zu instrumentalisieren. Halte ich nichts von.


Eine militärische Offensive (nochmals: mit Bodentruppen!), gegen die von den Barbaren besetzten Gebiete ist nach meiner Ansicht aus mehreren Gründen überfällig. Und da sollte sich auch Deutschland beteiligen. Was aber wahrscheinlich (zumindest in Deutschland) passieren wird: Debatten, in denen ein paar Pegida-Spinner oder geistige Tiefflieger geladen werden, die exemplarisch argumentativ "entlarvt" werden, Reden von unseren Werten und wie wichtig sie sind und letztendlich inaktiv bleiben, den Massenmord dadurch weiter laufen lassen und den Islam. Staat weiter machen lassen. Traurig... Aber wir sind ja so ethisch...

Meinst Du mich????

Nö, den Link habe ich nicht gelesen, nur die Idee einer Exilarmee aus meiner Sicht bewertet.
Und natürlich besteht eine Exilarmee aus Freiwilligen, dass war bei den genannten Vorgängern auch nicht anders.
#
Wedge schrieb:  


AdlertraegerSGE schrieb:
Link gelesen? Das ist wohl eher ein gutes Stürck davon entfernt, seriös in der Politik diskutiert
zu werden. Der Mann ist nichtmal richtig im Amt und tätigt außerdem weitere zweifelhafte Aussagen. Wie gesagt, wenn Flüchtlinge sich freiwillig an Kämpfen gegen den IS beteiligen wollen, dann hab ich da nichts gegen. Aber du willst es ja scheinbar zum Thema machen, sie dafür zu instrumentalisieren. Halte ich nichts von.


Eine militärische Offensive (nochmals: mit Bodentruppen!), gegen die von den Barbaren besetzten Gebiete ist nach meiner Ansicht aus mehreren Gründen überfällig. Und da sollte sich auch Deutschland beteiligen. Was aber wahrscheinlich (zumindest in Deutschland) passieren wird: Debatten, in denen ein paar Pegida-Spinner oder geistige Tiefflieger geladen werden, die exemplarisch argumentativ "entlarvt" werden, Reden von unseren Werten und wie wichtig sie sind und letztendlich inaktiv bleiben, den Massenmord dadurch weiter laufen lassen und den Islam. Staat weiter machen lassen. Traurig... Aber wir sind ja so ethisch...


Meinst Du mich????


Nö, den Link habe ich nicht gelesen, nur die Idee einer Exilarmee aus meiner Sicht bewertet.
Und natürlich besteht eine Exilarmee aus Freiwilligen, dass war bei den genannten Vorgängern auch nicht anders.

Ich meinte eagle, der hatte den Link ja gepostet. Wie gesagt, wenn Flüchtlinge Freiwilligentruppen bilden wollen und dies in Kooperation mit europäischen Staaten wollen, so habe ich nichts dagegen. Der Artikel liest sich aber eher so, dass es ihnen mehr oder weniger auferlegt wird. Das halte ich eben für Unsinn. Kurzum, ich rechne nicht damit, dass es zu so etwas kommen wird.
Eine Bodenoffensive müsste von europäischen Staaten erfolgen, sie könnte lediglich durch andere Truppen aus der Region unterstützt werden.

Ffm60ziger schrieb:  


reggaetyp schrieb:
Markus Feldenkirchen


Danke für diese Worte sie sind richtig gewählt.


"Fakt ist auch, dass die Attentäter keine Flüchtlingskrise brauchten, um auf europäischen Boden zu gelangen - genau wie Mohammed Atta oder die "Charlie Hebdo"-Attentäter keine Flüchtlingskrise brauchten."

Die Worte sind ja schön und gut. Es ist richtig, dass wir uns nicht in Panik versetzen lassen sollen, dass wir nicht die Flüchtlingsströme mit Terroristen gleichsetzen (ich gehe nebenbei gesagt auch davon aus, dass die Terroristen keine Flüchtlingsströme brauchen, um den Terror hierher zu bringen, selbst wenn es logistisch gerade leichter fällt), dass wir nicht in übertriebene Angst verfallen und Toleranz zeigen. Aber ich fürchte, dass eben genau diese Debatte die nächsten Tage eine Debatte über eine echte Politik gegen den Islamischen Staat ersetzt. Wie versichern uns wieder wie wichtig doch Werte sind, dass man den Rattenfängern, die solche Anschläge für ihre Zwecke nutzen wollen, nicht in die Arme läuft usw. Das darf man gerne tun, aber man hat es doch seit Wochen in Dauerschleife in der Öffentlichkeit gehört. Das darf eine Diskussion über aktive Gegenmaßnahmen gegen den IS nicht ersetzten. Und es gibt meiner Meinung nach eben durchaus auch neben dem (richtigen) Beharren auf Werten und Toleranz Möglichkeiten, den IS zu bekämpfen, eingeschlossen Mittel der "hard power".
#
AdlertraegerSGE schrieb:

Weiter halte ich es an dieser Stelle für überflüssig, irgendwelche Freiwiligenbataillone zu diskutieren. Wenn jemand der Geflüchteten kämpfen will, dann bitte, aber das ist in erster Linie eine Sache, für die die europäische Politik und Militärs verantwortlich sind.

Warum ist das deiner Meinung nach nur eine Sache für die europäische Politik und Militärs verantwortlich sind? Der Vorschlag einer Armee aus Exil-Syrern kommt übrigens mittlerweile auch international auf den Tisch:

http://www.n-tv.de/politik/Syrer-sollen-Fluechtlingsarmee-bilden-article16360556.html

Syrer sollen Flüchtlingsarmee bilden

Polens designierter Außenminister Witold Waszczykowski hat die syrischen Flüchtlinge in Europa zum Kampfeinsatz in ihrer Heimat aufgefordert. "Hunderttausende Syrer sind in letzter Zeit nach Europa gekommen. Wir können ihnen helfen, eine Armee aufzubauen", sagte der Politiker der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) im polnischen TV-Sender TVP Info. "Mit unserer Hilfe könnten sie zurückgehen, um ihr Land zu befreien."
#
Link gelesen? Das ist wohl eher ein gutes Stürck davon entfernt, seriös in der Politik diskutiert
zu werden. Der Mann ist nichtmal richtig im Amt und tätigt außerdem weitere zweifelhafte Aussagen. Wie gesagt, wenn Flüchtlinge sich freiwillig an Kämpfen gegen den IS beteiligen wollen, dann hab ich da nichts gegen. Aber du willst es ja scheinbar zum Thema machen, sie dafür zu instrumentalisieren. Halte ich nichts von.

Eine militärische Offensive (nochmals: mit Bodentruppen!), gegen die von den Barbaren besetzten Gebiete ist nach meiner Ansicht aus mehreren Gründen überfällig. Und da sollte sich auch Deutschland beteiligen. Was aber wahrscheinlich (zumindest in Deutschland) passieren wird: Debatten, in denen ein paar Pegida-Spinner oder geistige Tiefflieger geladen werden, die exemplarisch argumentativ "entlarvt" werden, Reden von unseren Werten und wie wichtig sie sind und letztendlich inaktiv bleiben, den Massenmord dadurch weiter laufen lassen und den Islam. Staat weiter machen lassen. Traurig... Aber wir sind ja so ethisch...
#
eagle-1899 schrieb:  


AdlertraegerSGE schrieb:
Die Konsequenz ist natürlich, dass damit die militärischen Gefahren für (ich sag jetzt einfach mal "unsere&quot Truppen steigen. Darüber muss man sich bewusst sein, aber die Entscheidung, Soldat zu werden, bringt dieses Risiko leider mit sich. So unangenehm diese Entscheidung auch wäre, für mich wäre sie richtig.


Man könnte auch syrische und irakische Flüchtlinge einige Monate ausbilden, um dann zusammen mit europäischen Truppen in einer großen Bodenoffensive die besetzten Regionen ihrer Heimatländer zurückzuerobern.

Ich halte es die falsche Lösung die Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind als Soldaten in den Krieg zu  schicken. Und auch das simple "Zurückerobern" wird die Terroranschläge in diesen Regionen nicht verhindern.

Es ist nicht nur der IS. Er hat doch mittlerweile schon sympathisierende Gruppen, wie Boko Haram, hervorgerufen. Man hätte schneller militärisch intervenieren müssen, um die Massenhinrichtungen und die Gebietsnahme des IS zu verhindern. Jetzt steht man vor einem riesen Problem und mit Bombardements allein wird man dessen auch nicht Herr.
#
Mehrfach habe ich schon geschrieben, dass ich keine Bombenangriffe als militärische Antwort meine, sondern explizit Bodentruppen. Sicher würde bei einer Bodenoffensive auch die Luftwaffe eine Rolle spielen, aber allein Luftschläge sind wenig zielführend.
Ja es ist richtig, dass der Schritt schon früher hätte erfolgen müssen. Aber das schließt ja nicht, dass man (nach dem Motto "besser spät als nie&quot jetz aktiv wird und die Territorien, in denen die Barberei stattfindet, zurückerobert.

Weiter halte ich es an dieser Stelle für überflüssig, irgendwelche Freiwiligenbataillone zu diskutieren. Wenn jemand der Geflüchteten kämpfen will, dann bitte, aber das ist in erster Linie eine Sache, für die die europäische Politik und Militärs verantwortlich sind.
#
AdlertraegerSGE schrieb:

Aber inaktives Zuschauen bei dem, was der IS macht, ist für mich nicht begreiflich.

Der IS wird doch schon seit Monaten bombardiert. Wurde dadurch die Welt sicherer?
#
Raggamuffin schrieb:  


AdlertraegerSGE schrieb:
Aber inaktives Zuschauen bei dem, was der IS macht, ist für mich nicht begreiflich.


Der IS wird doch schon seit Monaten bombardiert. Wurde dadurch die Welt sicherer?

Ich spreche deshalb von Bodentruppen. Bombardements sind tendenziell weniger treffsicher, gehen oft ins Leere oder treffen die Zivilbevölkerung. Zudem lässt sich durch luftangriffe die Besatzung nicht aufheben.
#
Ich würde ein Einsatz von Bodentruppen befürworten. Nicht nachdem "alles kaputtgebombt ist". Ich denke auch, dass Großbombardements nicht der richtige Weg sind, eine Bodenoffensive würde gezielter die Truppen des IS treffen. Die Konsequenz ist natürlich, dass damit die militärischen Gefahren für (ich sag jetzt einfach mal "unsere&quot Truppen steigen. Darüber muss man sich bewusst sein, aber die Entscheidung, Soldat zu werden, bringt dieses Risiko leider mit sich. So unangenehm diese Entscheidung auch wäre, für mich wäre sie richtig.
#
crasher1985 schrieb:  


peter schrieb:  


crasher1985 schrieb:
Die Frage ist doch was man nun tut. Man kann ja wieder wochenlang darüber diskutiren wie man mit dem Thema umgeht.. am besten solange bis es neue Opfer gibt.
Das politische gesülze geht mir nurnoch auf den Kranz. Wenn man von Krieg spricht solte man auch so handeln. Ohne Gnade alle bekannten Stützpunkte der IS kaputt bomben und nicht erst 2 Wochen darüber reden. Danach mit Bodentruppen rein und das zerstören was übrig ist.


Es gibt in meinen Augen einfach keine andere Lösung.


und wenn der is das dann genauso handhabt fliegen uns hier die brocken um die ohren. wir bombadieren, die bombadieren. wir in syrien, die in paris und morgen vielleicht in wuppertal. wenn du das so willst  solltest du übrigens nicht am schreibtisch menschenleben fordern, sondern nach syrien gehen und dich beispielsweise den kurden anschließen.


Was genau wäre den deine Alternative dazu? Ich persölnlcih sehe keine.. oder sollen wir wieder warten bis zum nächsten Anschlag?
Die Brocken flegen uns doch jetzt auch schon um die Ohren.

Dass man Bodentruppen dorthin schickt, ist doch genau das was die IS will. Die IS ist keine Armee oder kein Staat im eigentlichen Sinne, auch wenn sie sich Islamischer Staat nennen. Es hat soweit ich weiß noch nie wirklich eine reguläre Armee gegen eine Guerilla-Armee gewonnen und ganz ehrlich, nach etlichen Jahren Krieg im Irak und in Afghanistan beispielsweise: Haben wir jetzt weniger Terror als vorher ?

Natürlich muss gehandelt werden und ich hoffe auch, dass die die dafür verantwortlich sind niemals Frieden finden werden, aber man sollte bei allem Schock nicht vergessen rational zu handeln. Es gibt Staaten, mit denen arbeiten wir zusammen, obwohl diese ein doppeltes Spiel treiben und direkt oder indirekt den IS unterstützen. Und man darf nicht vergessen wie der IS und die anderen Terrorgruppen entstanden.

In den letzten Jahren wurden viele Fehler gemacht und das muss man bei aller Freundschaft auch und nicht zuletzt den Amerikanern vorhalten. Außerdem sollte man auch eines nicht vergessen: Die Täter der letzten Amokläufe waren überwiegend junge Menschen, die in Frankreich bzw in Europa aufgewachsen sind. Da kannst du noch so viele ISIS-Stellungen in Syrien angreifen, gegen solche Täter wirst du auf diesem Weg keinen Erfolg haben.
#
Zwar gebe ich dir Recht in dem Sinne, dass ein Militäreinsatz das Terrorproblem nicht allein lösen würde, aber die Besonderheit in der Situation mit dem IS ist doch, dass es KEINE Untergrundorganisation ist, sondern ein recht beträchtliches zusammenhängendes Gebiet von diesem "Konstrukt" kontrolliert und besetzt gehalten wird. Dieses Gebiet und diese Besatzung, damit auch der Feind, ist (zumindest bedingt) greifbar. Eine Befreiuung der Gebiete wäre meines Erachtens das Mindeste, was man machen kann (wenngleich die Situation des Assad-Bürgerkriegs es nicht einfacher macht, eventuell ist wirklich eine Schutzzone denkbar). Damit würde man neben der symbolischen Wirkung auch die Infrastruktur schädigen können.
Nein, ein Pauschal-Rezept gibt es nicht. Aber inaktives Zuschauen bei dem, was der IS macht, ist für mich nicht begreiflich.