Bruno_P
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Matzel schrieb:Abseitsfäller schrieb:
Wir haben heute immer noch keinen Riera-Fußball gesehen. Hier wird gern so getan, als hätte unsere Mannschaft nur die Vorgaben umgesetzt und dabei kam dieser Angsthasenfussball raus.
Nein, das ist denen nach 2,5 Jahren wie in die DNA-geschrieben.
Wie oft ich geplärrt habe: "Larsson, du mußt einfach mal 5m weiter vorn stehen!" oder "Koch, wenn kein Gegner kommt, dann geh halt selbst." Generell war Larsson schon sehr bemüht, braucht aber sooo lang, den Ball zu kontrollieren und dann doch wieder nach hinten oder quer zu spielen. Das ist aber unsere entscheidende Position. Wie soll da Tempo aufkommen?
Chaibi hat auch noch den Götze gegeben und premanent die Seitenauslinie in Höhe der Mittellinie geprüft, ob sie auch schön gerade ist.
Daß Zetterer die Defensive positiver prägt, naja, ich habe da wenig Straufraumbeherrschung gesehen.
Dieses Spiel ist Ergebnis mangelhafter Umsetzung der Vorgabe.
Kritisieren möchte ich den Trainer dennoch, wenn dem wirklich so ist, darf er auch gern mal früher reagieren. In der HZ-Pause kam wohl ein Ansage, dann wurde es zeitweise etwas besser.
Dem schließe ich mich weitgehend an. Und was Larsson da treibt, weiß ich auch nicht. Oft "versteckt" er sich hinter seinem Gegenspieler, und wenn er sich dann mal löst und den Ball bekommt, nimmt er das Tempo heraus. Chaibi - da wiederhole ich mich - ist einfach kein Spielmacher, sondern ein Umschaltspieler - keine Ahnung, was Riera da in ihm sieht.
Aber es gibt auch eine Personalie, die für mich der Inbegriff der neuen Defensiv-Stabilität ist: Amenda. Kopfballstark, gutes Stellungsspiel und nicht dieses elende Gefuddel.
Wir waren im Sommer 2017 bei einem Testspiel der Eintracht gegen eine Regionalauswahl. Kovac nahm sich nach dem Spiel viel Zeit um Autogramme oder einfach Gespräche mit Fans zu führen. Irgendwann kam die Frage, ob er sich und dem Team zutraut, wieder ins DFB-Pokalfinale einzuziehen. Seine Antwort war "Ja und wenn wir es wieder schaffen, holen wir auch den Pokal".
Am Ende hat er Recht behalten, seinen Abgang habe ich ihm lange verziehen. Immer ein willkommener Gast in Frankfurt. Ich habe auch viele schöne Erinnerungen und Emotionen an ihn, die Spieler und wie sie spielten. Das war an der Grenze der Legalität, immer voller Einsatz. Nicht immer schön, keinesfalls perfekt, aber es hat einfach Spaß gemacht zuzuschauen und man hat es auch im Stadion gemerkt, dass es die Zuschauer mitgenommen hat.
Zudem immer offen Missstände angesprochen, mit Rückendeckung von Bobic, so dass jeder wusste, wo und was es etwas zu verbessern galt.
Am Ende hat er Recht behalten, seinen Abgang habe ich ihm lange verziehen. Immer ein willkommener Gast in Frankfurt. Ich habe auch viele schöne Erinnerungen und Emotionen an ihn, die Spieler und wie sie spielten. Das war an der Grenze der Legalität, immer voller Einsatz. Nicht immer schön, keinesfalls perfekt, aber es hat einfach Spaß gemacht zuzuschauen und man hat es auch im Stadion gemerkt, dass es die Zuschauer mitgenommen hat.
Zudem immer offen Missstände angesprochen, mit Rückendeckung von Bobic, so dass jeder wusste, wo und was es etwas zu verbessern galt.
Frankfurter-Bob schrieb:
"... Am Ende hat er Recht behalten, seinen Abgang habe ich ihm lange verziehen. Immer ein willkommener Gast in Frankfurt. Ich habe auch viele schöne Erinnerungen und Emotionen an ihn, die Spieler und wie sie spielten. Das war an der Grenze der Legalität, immer voller Einsatz. Nicht immer schön, keinesfalls perfekt, aber es hat einfach Spaß gemacht zuzuschauen und man hat es auch im Stadion gemerkt, dass es die Zuschauer mitgenommen hat.
Zudem immer offen Missstände angesprochen, mit Rückendeckung von Bobic, so dass jeder wusste, wo und was es etwas zu verbessern galt."
Das sehe ich genauso. Kovac hat der Eintracht damals enorm gut getan. Die Eintracht hat Ihm viel zu verdanken. Und als Typ ist er mir sowieso sympathisch.
Bin mir sicher ohne Kovac und auch Bobic damals, wäre die Eintracht heute nicht da, wo sie jetzt steht. Das waren zu diesem Zeitpunkt genau die Richtigen.
Hyundaii30 schrieb:franchise schrieb:
frage mich halt auch, wie er sich da sportlich Verbessern möchte.
Finanziell ja, eine Veränderung würde ich auch verstehen können, aber eine sportliche Verbesserung klingt
sehr weit her geholt.
Collins ist 22. Das menschliche Gehirn befindet sich bis zu einem Alter von ca. 25 Jahren in einer Wachstumsphase, es kann neue Informationen noch wesentlich leichter physisch in die Struktur einbauen als in späteren Lebensphasen. (die Neuroplastizität).
Also hat er noch drei Jahre Zeit, sich deutlich zu verbessern. Die Premier League stellt neue Anforderungen, das Niveau ist höher, die Leistungsdichte, das physische Spiel, die besten Trainer etc.
Er hat eine tolle Entwicklung gemacht, ist immerhin Nationalspieler. Jetzt ist er aber ins Stocken geraten.
Vielleicht will er nach seinem schrecklichen Länderspieldebüt etwas Neues versuchen, um wieder in die Gänge zu kommen. Am Sonntag habe ich ihn in der ersten Halbzeit aus der Nähe beobachten können. Typische Szene, mehrfach: Bahoya steht frei, winkt, Collins spielt einen Rückpass (Bahoya winkt ab).
Ich meine, ein Wechsel ist sinnvoll. Ihm könnte es helfen. Für seinen Marktwert (15 Mio.) bekommen wir einen adäquaten Ersatz.
für Menschen wie mich, die über etwas weniger Informationen verfügen, aber doch die tw gravierenden Leistungsschwankungen mitbekommen haben, eine überzeugende Einschätzung seiner Situation. Danke.
Bin auch der Ansicht, dass - gerade nach den scheinbar schon von seiner Seite angestoßenen, öffentlichen Veränderungswünschen - eine Trennung zum Saisonende mit für die Eintracht in der Höhe sinnvoller Ablösesumme für alle Seiten das beste ist. Das bietet dann auch wieder Raum für andere sich zu entwickeln. Sollten wir verschmerzen können.
Bin auch der Ansicht, dass - gerade nach den scheinbar schon von seiner Seite angestoßenen, öffentlichen Veränderungswünschen - eine Trennung zum Saisonende mit für die Eintracht in der Höhe sinnvoller Ablösesumme für alle Seiten das beste ist. Das bietet dann auch wieder Raum für andere sich zu entwickeln. Sollten wir verschmerzen können.
Freue mich einfach sehr gutes Spiel, die Abwehr stand gut und fast alle unsere Spieler haben gezeigt was sie können. Insbesondere für Amenda hat es mich gefreut. Er hatte wirklich bisher keine einfache Zeit.
Sehr schön, wie heute die Rädchen ineinander griffen. Für mich ist über die letzten Spiele bisher eindeutig eine Aufwärtsentwicklung zu erkennen. Man sieht einfach, wie auch jeder wieder an die Mannschaft glaubt und auch für den anderen rennt. Die Mannschaft hat heute auch als Team Freude bereitet und es war das erwartet schwere Spiel gegen einen sehr guten Gegner. Möchte weiter keinen herausheben. Santos wünsche ich alles Gute und hoffe, dass er die Verletzung bald hinter sich lassen kann. Zetterer hatte es mit der Einwechslung nicht einfach, aber er hat das richtig gut gemacht.
Sehr schön, wie heute die Rädchen ineinander griffen. Für mich ist über die letzten Spiele bisher eindeutig eine Aufwärtsentwicklung zu erkennen. Man sieht einfach, wie auch jeder wieder an die Mannschaft glaubt und auch für den anderen rennt. Die Mannschaft hat heute auch als Team Freude bereitet und es war das erwartet schwere Spiel gegen einen sehr guten Gegner. Möchte weiter keinen herausheben. Santos wünsche ich alles Gute und hoffe, dass er die Verletzung bald hinter sich lassen kann. Zetterer hatte es mit der Einwechslung nicht einfach, aber er hat das richtig gut gemacht.
🙏
Homophober Schmutz, den ich nicht zitieren will. Und leider von der halben Auswärtskurve!
Das „Wenn wir wollen, schlagen wir euch ….“ ist mittlerweile auch voll etabliert und wir munter mitgegrölt.
Ich jedenfalls gehe deswegen auswärts nicht mehr in den Auswärtsbereich und kenne viele, die es genauso handhaben.
Vielleicht die Strafen mal von den Gehältern der tatenlosen Vorstände abziehen? Wobei bei 3 Mio. EUR p.a. juckt das da auch keinen …
Das „Wenn wir wollen, schlagen wir euch ….“ ist mittlerweile auch voll etabliert und wir munter mitgegrölt.
Ich jedenfalls gehe deswegen auswärts nicht mehr in den Auswärtsbereich und kenne viele, die es genauso handhaben.
Vielleicht die Strafen mal von den Gehältern der tatenlosen Vorstände abziehen? Wobei bei 3 Mio. EUR p.a. juckt das da auch keinen …
Was soll man da noch sagen? Ich find´s ganz schlimm, was diese Typen machen und wie sie dem Verein, der Eintracht, der Mannschaft und dem Fußball schaden. Einfach auch widerlich und hat mit dem Sportgedanken und der Freude am Sport, am Fußball aber auch überhaupt nix zu tun. Denen gehts aber auch überhaupt nicht um die Eintracht und den Sport, da zählt nur das eigene, aufgeblasene Ego, das anders und durch eigene Leistungen scheinbar nicht befriedigt werden kann.
Wenn das nur 12 Jährige wären, würde ich es auch nicht verstehen, die Schuld aber eher bei den Eltern suchen. Aber das sind ja normalerweise "Erwachsene" und Jugendliche, also alle in einem Alter, wo man zurechnungsfähig sein sollte. Sind sie aber nicht und terrorisieren damit noch alle Anderen, denen es wirklich um den Fußball, den Sport und die Eintracht geht. Das ist nicht zu akzeptieren und ich befürworte strenge Strafen, die diesen Leuten auch wirklich weh tun.
Warum die Eintracht und deren Offizielle bisher so wenig dagegen unternommen haben und die Augen davor immer wieder schließen, ist für mich auch nicht zu verstehen. Das schadet der Eintracht massiv.
Wenn das nur 12 Jährige wären, würde ich es auch nicht verstehen, die Schuld aber eher bei den Eltern suchen. Aber das sind ja normalerweise "Erwachsene" und Jugendliche, also alle in einem Alter, wo man zurechnungsfähig sein sollte. Sind sie aber nicht und terrorisieren damit noch alle Anderen, denen es wirklich um den Fußball, den Sport und die Eintracht geht. Das ist nicht zu akzeptieren und ich befürworte strenge Strafen, die diesen Leuten auch wirklich weh tun.
Warum die Eintracht und deren Offizielle bisher so wenig dagegen unternommen haben und die Augen davor immer wieder schließen, ist für mich auch nicht zu verstehen. Das schadet der Eintracht massiv.
Apropos Spaß?
Was Kruse und Harnik da so in ihrem Podcast Flatterball über unseren Trainer sagen, ist ziemlich frech.
Dass Harnik auf Raumtemperatur läuft, war mir schon bekannt, aber den Kruse hab ich bisher für schlauer gehalten. Also für schlau genug sich von solchen populistischen Effekthaschereien fernzuhalten.
Aber gut, so sind halt Medien ohne Redaktion …
Was Kruse und Harnik da so in ihrem Podcast Flatterball über unseren Trainer sagen, ist ziemlich frech.
Dass Harnik auf Raumtemperatur läuft, war mir schon bekannt, aber den Kruse hab ich bisher für schlauer gehalten. Also für schlau genug sich von solchen populistischen Effekthaschereien fernzuhalten.
Aber gut, so sind halt Medien ohne Redaktion …
Bruno_P schrieb:
Warum Amenda unter Dino nie eine richtige Chance erhielt, habe ich mich auch oft gefragt
Sehr viele User haben sich das bei seinen früheren Einsätzen nicht gefragt und das hier im Forum sehr ausführlich auch kund getan.
Es gab ja auch nicht wenige, die hätten den im letzten Sommer verschenkt, nur um den los zu werden.
Amenda war der Kaua vor Santos wenn Wahi nicht gespielt hat, aber er auf Minuten kam.
Und genau so, wie das damals BS war, sollte man auch jetzt mal die Kirche im Dorf lassen.
In der letzten Saison hatte es seine Gründe, warum eben ein Theate, Koch und auch Collins vor Amenda in der Hierarchie standen.
Das ist ja nix schlimmes.
Keine Ahnung warum man sich nicht einfach freuen kann, dass er aktuell ordentlich liefert, seine Stärken besser ausspielt und einfach mal den Ex-Trainer, den Ex-Trainer sein lassen kann.
Bahoya hätten viele im Winter ja auch mit der Schubkarre nach Offenbach gefahren, nur damit er weg ist.
Neuer Trainer, neue Chance und mich freuts für jeden der Buben, die das nutzen können.
Sobald alle gesund sind (irgendwann mal) sitzen dann trotzdem welche auf der Tribüne, obwohl sie vielleicht aktuell gar nicht schlecht spielen.
Anthrax schrieb:SemperFi schrieb:Korn schrieb:
Entbehrt keinesfalls einer gewissen Ironie, dass sowas gerade von Kruse kommt...
Kruse über Sandro Wagner:„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe jetzt nicht erwartet, dass Sandro Wagner mit Augsburg jedes Spiel gewinnt. Ich glaube schon, dass er eine Qualität hat, eine Mannschaft zu führen.“
Wie gut, dass Wagner gegenüber Presse und bei PKs so zurückhaltend war...
Wer fragt eigentlich den fetten Kruse und Harnik den Lutscherstürmer von Tus Dassendorf nach deren Meinung und wen juckt die?
Das passt doch zum aktuellen Zeitgeist, je geringer der IQ desto gefragter sind solche Menschen als Meinungsbildner etc.... Schau Dir doch mal die ganzen TV "Highlights" wie z.B. Shopping Queen, Love Island, Bachelor, Dschungelcamp... an (ne, lass es besser): die haben dort doch nur deshalb mindestens 6 - 15 Teilnehmer damit der Gesamt-IQ wenigstens gerade so zweistellig wird.
Wer dachte, dass z.B. Andy Möller oder ein Podolski das Ende von gehaltvollen Interviews war, sieht sich heute doch "bitter enttäuscht".
Und wenn ich erwachsene Menschen sehe, die mit leeren Hundeleinen oder Steckenpferden in der Öffentlichkeit herumspazieren, dann bin ich froh, dass ich schon zur älteren Generation zähle.
Kruse & ähnliche Typen repräsentieren doch nur wie oben gesagt den aktuellen Zeitgeist a la "Dummheit nützt - Dummheit schützt".
Diegito schrieb:
Ich erwarte Seitens der Verantwortlichen eine eingehende und knallharte Untersuchung und Analyse nach der Saison. Das kann alles kein Zufall mehr sein. Selbst die verliehenen Spieler verletzen sich nach kurzer Zeit.
Genau davon ist Heute im einem Bild-Artikel hinter der Bezahlschranke die Rede:
Auszug:
"...Der Sportvorstand und die restliche Führungsetage analysieren die Verletztenflut intensiv."
desweiteren werden verschiedene Gründe angeführt, wie zum Beispiel die fehlende aber notwendige Rotation unter Toppmöller .
Außerdem soll in der Hinrunde die Trainingsintensität wegen der zahlreichen Spiele zu niedrig gewesen sein.
Aber nach BILD-Infos sind auch die Trainingsplätze Teil der Analyse. Eintracht spielt mittlerweile nicht nur im Stadion auf einem Hybridrasenplatz (Mischung aus Natur- und Kunstrasen), sondern stattete – zur besseren Vorbereitung – auch einen Trainingsplatz damit aus. Durch den Kunstrasen-Anteil strapaziert dieser Untergrund die Gelenke und Muskeln mehr.
...
Deswegen trainiert die Mannschaft mittlerweile auch wieder öfter auf einem reinen Rasenplatz.
...
Auch die medizinische Abteilung steht kritisch auf dem Prüfstand: Zu groß und zu teuer heisst es.
Also scheinbar steht alles auf dem Prüfstand.
Das Thema hatte ich vor 2-3 Wochen schonmal angesprochen. Für mich spricht diese Häufung auch dafür, dass irgend etwas nicht richtig passte. Hatten wir doch früher in dieser Form auch nie. Diese seltsame und auffallende Häufung in den letzten Monaten spricht kaum für einen Zufall und etliche Argumente wurden ja auch schon genannt (mangelnde Trainingsintensität und -Steuerung, zu wenig Rotation, nachlassen der Trainingsdisziplin, medizinische Arbeit und Vorsorge, Rasen und Untergrund, ...). Es ist gut und notwendig, dass das untersucht wird. Die jetzigen Verantwortlichen können da nicht in die Verantwortung genommen werden. Sie sind die Leidtragenden.
Bruno_P schrieb:
Das Thema hatte ich vor 2-3 Wochen schonmal angesprochen. Für mich spricht diese Häufung auch dafür, dass irgend etwas nicht richtig passte. Hatten wir doch früher in dieser Form auch nie. Diese seltsame und auffallende Häufung in den letzten Monaten spricht kaum für einen Zufall und etliche Argumente wurden ja auch schon genannt (mangelnde Trainingsintensität und -Steuerung, zu wenig Rotation, nachlassen der Trainingsdisziplin, medizinische Arbeit und Vorsorge, Rasen und Untergrund, ...). Es ist gut und notwendig, dass das untersucht wird. Die jetzigen Verantwortlichen können da nicht in die Verantwortung genommen werden. Sie sind die Leidtragenden.
Wobei die letzten drei Ausfälle nicht vermeidbar waren. Da passen keine der Argumente.
Brodo schrieb:
Er hat innerhalb kurzer Zeit ist seine Handschrift erkennbar gemacht. Danke für die Stabilisierung. Ich glaube an den Turnaround.
So she ich das auch. Wenn man mal überlegt, mit welchen Handycaps er beginnen musste: nicht nur ein total verunsichertes Team, sondern Verletzte ohne Ende....
Riera spricht davon, dass die Spieler die Fans emotional abholen müssen. Das würde ich mir wünschen: Kampf und Einsatz auf dem Feld und Emotionen statt Singsang auf den Rängen.
Und ich gebe Riera recht. Es liegt auch an der Mannschaft, dass gute Stimmung herrscht. Wenn man der Mannschaft ansieht, dass sie alles versucht, bin ich zuversichtlich, dass mehr als Sound of Silence und 20 Minuten "hadahadi SGE" geht.
Und ich gebe Riera recht. Es liegt auch an der Mannschaft, dass gute Stimmung herrscht. Wenn man der Mannschaft ansieht, dass sie alles versucht, bin ich zuversichtlich, dass mehr als Sound of Silence und 20 Minuten "hadahadi SGE" geht.
Ich denke, dass die Erwartungen, die ans NLZ geknüpft werden, mal einer realistischeren Grundlage bedürfen.
Don Guillermos Insiderwissen in allen Ehren, aber was er alles anführt, ist schlicht obsolet.
Da geht es von den schlafmützigen Versäumnissen der Herren Kraaz, Möller/Pezzaiuoli und Ochs direkt zu Alex Richter, dem besten Leiter, der dem NLZ passieren konnte. Es folgen ein Haufen Ergebnisse, Tabellenstände, Quervergleiche, Regionalmeisterschaften, ein name-dropping von Talenten ohne Zahl, allesamt in irgendeiner Art erfolgversprechend, die Erwartungen und Aussichten sind rosigst. Das missfällt mir, weil es weit an den wirklichen Realitäten vorbeigeht.
Die Realität unseres NLZ im Vergleich zu unseren Wettbewerbern lautet: Mittelmaß, eher noch unteres Mittelmaß. Unser NLZ ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Es leidet an drei gravierenden strukturbedingten Mängeln: Verkehrslage, Internatsplätze, Trainingsflächen.
Die Verkehrslage ist katastrophal im chronisch verstopften Riederwald, gerade zu den Trainingszeiten aller Mannschaften von nachmittags bis abends (Feierabendverkehr). Wer wie ich einen Jugendlichen fünf Jahre lang vier mal die Woche aus der Friedberger Ecke zum Training gefahren hat, kann ein Lied davon singen.
Das NLZ hat viel zu wenig Internatsplätze. Diese sind natürlich immer belegt, weitere Plätze, die auch mal ein etwas weiter gestecktes Einzugsgebiet bedienen würden, gibt es nicht.
Das absolut größte Manko ist der Mangel an Trainingsplätzen. Es gibt einen Kunstrasenplatz, auf dem sich oft zwei, manchmal sogar drei Mannschaften einteilen müssen. Außerhalb des Geländes befinden sich zwei Rasenplätze, leidlich liniert und als Fußballplatz erkennbar. Eingerahmt von Schrebergärten.
Die geschilderten Mängel sind an diesem Standort nicht zu verbessern. Gerade jetzt wird geplant, an das bestehende Gebäude, also hinten quer an die Steubinghalle einen zweistöckigen Anbau zu kleben. Es heißt, dies würde die Raumnot entlasten, der dadurch frei werdende Raum käme allen Jugendmannschaften zugute. Hmm.
Kurzum: wer schon einmal das Vergnügen hatte, als Angehöriger eines Spielers eingeladen zu sein zwecks Vereinswechsels die NLZ von Hoffenheim oder Leipzig zu besichtigen, dem sei dies empfohlen. Allerdings besteht die unbedingte Gefahr eines Riesenminderwertigkeitkomplexes. Es ist einfach eine andere Fußballwelt. Anderer Stern. Jeder Junior mit Ambitionen hat spätestens auf der Rückfahrt seine Entscheidung schon getroffen.
Diese misslichen Umstände sind es -und in erster Linie eben nicht die leitenden Personen, ob Alex Richter oder dahinter Krösche- welche die Eintracht mächtig ins Hintertreffen bringen. Und etwa um die U17 herum werden diese Dinge hochakut. Bis dahin waren die Kinder und Jugendlichen noch halbwegs regionalstolz, dem NLZ anzugehören. Ab dann spätestens, die Jungs sind einigermaßen entwickelt, die Scouts hatten lange Zeit, Entwicklungen und Fortschritte zu beobachten, die Jungs stehen auf den Zetteln, sie werden gelockt. Wofür werden sie und ihre Eltern und Berater sich entscheiden? Ganz sicher für das professionellste, was man geboten bekommen kann, fußballerisch, schulisch, Unterbringung, Vertrag, Vergütung, kurzum, für das beste Umfeld.
Hoffenheim und Leipzig waren nur mir bekannte Beispiele, Bayern und Dortmund sind noch prominenter, unter den Eltern am Riederwald wurden auch Mainz und Freiburg hoch gehandelt, diese besonders wegen ihrer Durchlässigkeit.
Ich sage etwas überspitzt, am Riederwald bleiben nur diejenigen bis zur U19, die keine Begehrlichkeiten bei Konkurrenten wecken konnten -ich räume ein, selbstverständlich aber auch die, welche aus sozialen, schulischen und sonstwelchen Gründen ihr Elternhaus (noch) nicht verlassen wollen.
Allerdings: diejenigen, die die früheste Möglichkeit ergreifen, haben da schon die professionellere Einstellung. Profifußballer sein heißt, mobil und selbsständig sein zu müssen.
Noch eine Bemerkung zur weiteren Karriere nach der U19 bei der Eintracht. Auch die U21 ist nicht das Gelbe vom Ei. Schon garnicht, wenn die in der Hessenliga spielt. Das ist keine adäquate Weiterbildung im Männerfußball, aus einem NLZ kommend. Selbst die Regionalliga sollte für einen sehr guten oder guten U19er zu gering sein. Natürlich gibt es gute Umwege, schönes Beispiel ist Elias Baum. Dem NLZ treu geblieben (Schule/Abitur, familiäre Bande), da stellte sich schon die Frage, ob das zu zögerlich sein könnte. Dann aber ein Jahr U21 Stammspieler -und danach die Riesenchance Zweite Liga Elversberg. Dort undisputed Stammspieler -toll aufgegangen, diese Rechnung.
Nebenbei: Baum ist 2005er Jahrgang. Diesen Jahrgang habe ich intensiv beobachtet von der U12 (damals jüngster Einstiegsjahrgang) bis zur U19. Diese Mannschaft hat alles in Grund und Boden gespielt, sie war gespickt mit Landesauswahl- und DFB-Spielern. Bis zur U17 hat diese Mannschaft in unveränderter Besetzung gespielt, dann begann es leicht zu bröckeln. Bis zur U19 war die Mannschaft dann noch oberes Mittelmaß. Wer von dieser Mannschaft ist übriggeblieben? Genau, Elias Baum. Alle anderen, zum Teil deutlich begabter, sind weit unterklassig gelandet oder gänzlich vom Radar verschwunden. Das ist bittere Realität, das ist quasi das Normalergebnis. Alles andere ist die große Ausnahme. Und um diese seltene große Ausnahme geht der Kampf der NLZ. Und somit in der Spitze ohne unser NLZ.
Andere, Tom Bischof aus dem Odenwald, frühzeitig ins NLZ Hoffenheim gegangen, ist auf Anhieb Faststamm bei Bayern, Kollege Max Moerstedt, ebenfalls NLZ Hoffenheim, Faststamm ebendort. Auch eine schöne Möglichkeit: Ayoube Amaimouni-E., U19 Bielefeld, Rotweiß-Essen, Erkenschwick, Hoffenheim II 3. Liga -und dann der Sprung in die Bundesliga.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ein ambitionierter Spieler sollte, aus einer U19 kommend, möglichst hochklassig Männerfußball spielen. Also keinesfalls Oberliga, bestenfalls nicht mal Regionalliga.
Die künftige Planung (oder ist es schon beschlossen?), die U21 in einer eigenen Liga spielen zu lassen, halte ich für fragwürdig. Was sollen solche Jahrgangswettbewerbe, die die Jungs schon immer gegeneinander gespielt haben?
Ich wundere mich, warum das auch unser Krösche mit aus der Taufe gehoben hat? Wo bleibt die ewige Erkenntnis, dass der Übergang vom Jugendfußball zum Männerfußball der schwerste Schritt sei? Sollte man den dann nicht mal endlich gehen, statt ihm weiter auszuweichen?
Mein Fazit zum NLZ: die Eintracht ist leider ziemlich abgehängt worden. Das hat ganz ursächlich zu tun mit den Steinen (Steine und Beine). Böten die Steine ein besseres, ein gutes Fundament, könnte man über die personelle Besetzung sprechen.
Sorry für die Länge.
Don Guillermos Insiderwissen in allen Ehren, aber was er alles anführt, ist schlicht obsolet.
Da geht es von den schlafmützigen Versäumnissen der Herren Kraaz, Möller/Pezzaiuoli und Ochs direkt zu Alex Richter, dem besten Leiter, der dem NLZ passieren konnte. Es folgen ein Haufen Ergebnisse, Tabellenstände, Quervergleiche, Regionalmeisterschaften, ein name-dropping von Talenten ohne Zahl, allesamt in irgendeiner Art erfolgversprechend, die Erwartungen und Aussichten sind rosigst. Das missfällt mir, weil es weit an den wirklichen Realitäten vorbeigeht.
Die Realität unseres NLZ im Vergleich zu unseren Wettbewerbern lautet: Mittelmaß, eher noch unteres Mittelmaß. Unser NLZ ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Es leidet an drei gravierenden strukturbedingten Mängeln: Verkehrslage, Internatsplätze, Trainingsflächen.
Die Verkehrslage ist katastrophal im chronisch verstopften Riederwald, gerade zu den Trainingszeiten aller Mannschaften von nachmittags bis abends (Feierabendverkehr). Wer wie ich einen Jugendlichen fünf Jahre lang vier mal die Woche aus der Friedberger Ecke zum Training gefahren hat, kann ein Lied davon singen.
Das NLZ hat viel zu wenig Internatsplätze. Diese sind natürlich immer belegt, weitere Plätze, die auch mal ein etwas weiter gestecktes Einzugsgebiet bedienen würden, gibt es nicht.
Das absolut größte Manko ist der Mangel an Trainingsplätzen. Es gibt einen Kunstrasenplatz, auf dem sich oft zwei, manchmal sogar drei Mannschaften einteilen müssen. Außerhalb des Geländes befinden sich zwei Rasenplätze, leidlich liniert und als Fußballplatz erkennbar. Eingerahmt von Schrebergärten.
Die geschilderten Mängel sind an diesem Standort nicht zu verbessern. Gerade jetzt wird geplant, an das bestehende Gebäude, also hinten quer an die Steubinghalle einen zweistöckigen Anbau zu kleben. Es heißt, dies würde die Raumnot entlasten, der dadurch frei werdende Raum käme allen Jugendmannschaften zugute. Hmm.
Kurzum: wer schon einmal das Vergnügen hatte, als Angehöriger eines Spielers eingeladen zu sein zwecks Vereinswechsels die NLZ von Hoffenheim oder Leipzig zu besichtigen, dem sei dies empfohlen. Allerdings besteht die unbedingte Gefahr eines Riesenminderwertigkeitkomplexes. Es ist einfach eine andere Fußballwelt. Anderer Stern. Jeder Junior mit Ambitionen hat spätestens auf der Rückfahrt seine Entscheidung schon getroffen.
Diese misslichen Umstände sind es -und in erster Linie eben nicht die leitenden Personen, ob Alex Richter oder dahinter Krösche- welche die Eintracht mächtig ins Hintertreffen bringen. Und etwa um die U17 herum werden diese Dinge hochakut. Bis dahin waren die Kinder und Jugendlichen noch halbwegs regionalstolz, dem NLZ anzugehören. Ab dann spätestens, die Jungs sind einigermaßen entwickelt, die Scouts hatten lange Zeit, Entwicklungen und Fortschritte zu beobachten, die Jungs stehen auf den Zetteln, sie werden gelockt. Wofür werden sie und ihre Eltern und Berater sich entscheiden? Ganz sicher für das professionellste, was man geboten bekommen kann, fußballerisch, schulisch, Unterbringung, Vertrag, Vergütung, kurzum, für das beste Umfeld.
Hoffenheim und Leipzig waren nur mir bekannte Beispiele, Bayern und Dortmund sind noch prominenter, unter den Eltern am Riederwald wurden auch Mainz und Freiburg hoch gehandelt, diese besonders wegen ihrer Durchlässigkeit.
Ich sage etwas überspitzt, am Riederwald bleiben nur diejenigen bis zur U19, die keine Begehrlichkeiten bei Konkurrenten wecken konnten -ich räume ein, selbstverständlich aber auch die, welche aus sozialen, schulischen und sonstwelchen Gründen ihr Elternhaus (noch) nicht verlassen wollen.
Allerdings: diejenigen, die die früheste Möglichkeit ergreifen, haben da schon die professionellere Einstellung. Profifußballer sein heißt, mobil und selbsständig sein zu müssen.
Noch eine Bemerkung zur weiteren Karriere nach der U19 bei der Eintracht. Auch die U21 ist nicht das Gelbe vom Ei. Schon garnicht, wenn die in der Hessenliga spielt. Das ist keine adäquate Weiterbildung im Männerfußball, aus einem NLZ kommend. Selbst die Regionalliga sollte für einen sehr guten oder guten U19er zu gering sein. Natürlich gibt es gute Umwege, schönes Beispiel ist Elias Baum. Dem NLZ treu geblieben (Schule/Abitur, familiäre Bande), da stellte sich schon die Frage, ob das zu zögerlich sein könnte. Dann aber ein Jahr U21 Stammspieler -und danach die Riesenchance Zweite Liga Elversberg. Dort undisputed Stammspieler -toll aufgegangen, diese Rechnung.
Nebenbei: Baum ist 2005er Jahrgang. Diesen Jahrgang habe ich intensiv beobachtet von der U12 (damals jüngster Einstiegsjahrgang) bis zur U19. Diese Mannschaft hat alles in Grund und Boden gespielt, sie war gespickt mit Landesauswahl- und DFB-Spielern. Bis zur U17 hat diese Mannschaft in unveränderter Besetzung gespielt, dann begann es leicht zu bröckeln. Bis zur U19 war die Mannschaft dann noch oberes Mittelmaß. Wer von dieser Mannschaft ist übriggeblieben? Genau, Elias Baum. Alle anderen, zum Teil deutlich begabter, sind weit unterklassig gelandet oder gänzlich vom Radar verschwunden. Das ist bittere Realität, das ist quasi das Normalergebnis. Alles andere ist die große Ausnahme. Und um diese seltene große Ausnahme geht der Kampf der NLZ. Und somit in der Spitze ohne unser NLZ.
Andere, Tom Bischof aus dem Odenwald, frühzeitig ins NLZ Hoffenheim gegangen, ist auf Anhieb Faststamm bei Bayern, Kollege Max Moerstedt, ebenfalls NLZ Hoffenheim, Faststamm ebendort. Auch eine schöne Möglichkeit: Ayoube Amaimouni-E., U19 Bielefeld, Rotweiß-Essen, Erkenschwick, Hoffenheim II 3. Liga -und dann der Sprung in die Bundesliga.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ein ambitionierter Spieler sollte, aus einer U19 kommend, möglichst hochklassig Männerfußball spielen. Also keinesfalls Oberliga, bestenfalls nicht mal Regionalliga.
Die künftige Planung (oder ist es schon beschlossen?), die U21 in einer eigenen Liga spielen zu lassen, halte ich für fragwürdig. Was sollen solche Jahrgangswettbewerbe, die die Jungs schon immer gegeneinander gespielt haben?
Ich wundere mich, warum das auch unser Krösche mit aus der Taufe gehoben hat? Wo bleibt die ewige Erkenntnis, dass der Übergang vom Jugendfußball zum Männerfußball der schwerste Schritt sei? Sollte man den dann nicht mal endlich gehen, statt ihm weiter auszuweichen?
Mein Fazit zum NLZ: die Eintracht ist leider ziemlich abgehängt worden. Das hat ganz ursächlich zu tun mit den Steinen (Steine und Beine). Böten die Steine ein besseres, ein gutes Fundament, könnte man über die personelle Besetzung sprechen.
Sorry für die Länge.
DonGuillermo schrieb:
Sowohl bei [Benjamin Dzanovic] als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sind. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Und schon hat man den Vertrag mit Eisele verlängert
Für mich ein ganz wichtiges Zeichen. Neben Noah Fenyö wahrscheinlich der größte Anführer, der die letzten Jahre unser NLZ durchlaufen hat. Eisele ist wirklich ein echter Leader, der in all seinen Mannschaften Kapitän war, und gleichzeitig ein absoluter Kämpfer, der schon einige Rückschläge wegstecken musste. Hat die damalige U17 vor zwei Jahren grandios zum Staffelsieg (wenn er auf dem Platz stand, wurden alle Spiele gewonnen) und ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft geführt und ist auch dieses Jahr stark zurückgekommen, nachdem er das komplette letzte Jahr verletzungsbedingt gefehlt hat. Ich hoffe, er bekommt in der zweiten Mannschaft auch genug Spielzeit.
Dadurch, dass er auch oft im defensiven Mittelfeld spielt, bringt er für mich alles mit, was ein moderner Innenverteidiger können muss. Vorne ist er auch immer mal für einen wichtigen Treffer gut wie damals im Halbfinale gegen Leverkusen oder zuletzt in der Youth League in Bilbao. Durch seine peruanische Staatsbürgerschaft und die Spiele für die dortigen U-Nationalmannschaften besitzt er darüber hinaus internationale Erfahrung. Er hat im U-Bereich bereits eine Kontinentalmeisterschaft gespielt und war zuletzt auf dem Radar der A-Nationalmannschaft.
Es besteht also auch bei Dzanovic noch Hoffnung. Allgemein wird die Kaderplanung für die zweite Mannschaft der kommenden Saison sehr interessant. Da gilt es viele Faktoren abzuwiegen. Welche Spieler will ich mit Spielzeit auf dem Niveau (hoffentlich Regionalliga) fördern? Wen will ich schon vorzeitig durchschieben? Wer ist vielleicht auch schon für das Profiteam interessant? Wer wird möglicherweise höherklassig verliehen oder sogar ganz abgegeben?
Von den Spielern im letzten Jugendjahr würde ich ansonsten nur noch möglicherweise bei Akram Ayadi mit einer Vertragsverlängerung rechnen. Aber auch da kommt es auf die Personalplanung an. Eigentlich ist man auf der Position im kommenden Jahr mit Pedro Guimaraes und Nilo Neuendorff schon gut besetzt. Guimaraes kommt jedoch neu aus dem Ausland und Neuendorff wird mit einer schweren Knieverletzung noch monatelang ausfallen. Aber auch Doumbia und Boakye Osei können links verteidigen, Wünsch und Bauer bei einer Dreierkette auf der Schiene spielen. Wobei auch hier bei allen vier Spielern noch überhaupt nicht sicher ist, ob sie kommende Saison dabei sind.
Harangi wird vermutlich jetzt noch mal (gibt Gerüchte aus Ungarn), spätestens aber im Sommer höherklassig verliehen. Das könnte für Ayadi vielleicht zum Vorteil werden. Denn wenn Harangi noch verliehen wird, Neuendorff verletzt ausfällt und Doumbia wegen Theates Verletzung bei den Profis aushelfen muss, wird es auch in der zweiten Mannschaft eng. Da könnte er diese Saison also vielleicht schon reinschnuppern.
Bei Jasha Barry und Lean Husterer sehe ich keine Perspektive auf einen Verbleib. Bei Barry lief in der U19 leider nicht mehr viel zusammen, sodass die Rückkehr ins NLZ ähnlich wie bei Abolfazl Masjedizadah eher ein Reinfall war. Laut Transfermarkt laufen bei der U19 ansonsten noch die Verträge von Alex Staff, Leonidas Tsiokos, Shayan Ahmadi, Yannis Ahouannou, Marlon Franzen, Niklas Scheller, Liam Mehic und Meris Gradascevic aus. Staff wird zum 18. Geburtstag im Juni sicher einen Profivertrag erhalten und so wie Gradascevic gefördert wird, mache ich mir da wegen eines Abgangs ebenfalls keine Sorgen. Entweder stimmt da die Angabe nicht oder es gibt schon eine entsprechende Absprache.
Tsiokos und Scheller bleiben hoffentlich auch über den Sommer hinaus. Das wären zwei bittere Abgänge, weil beide im kommenden Jahr zumindest Leistungsträger der U19 sein dürften. Gerade Scheller hat zuletzt eine riesige Entwicklung hingelegt, die in seinem Auftritt bei der U17-WM gipfelte. Franzen hingegen hat im Tor hinter Möhler und Gradascevic wenig Perspektive und Mehic hat diese Saison (aus mir unbekannten Gründen) noch überhaupt nicht gespielt. Da kann man in beiden Fällen von einem Abgang ausgehen.
Bei Ahouannou und Ahmadi ist die Entscheidung wahrscheinlich offener. Ahouannou war diese Saison in der Innenverteidigung zwar überwiegend gesetzt, da sehe ich nächstes Jahr aber Nicolas Peter, Igor Dola und Scheller (sofern er bleibt) vorne. Da hat er dieses Jahr auch von den Verletzungen von Peter und Scheller profitiert. Rechts müsste er sich mit Paul Bahoya, Sahin Balta und Johannes Vött messen. Meier scheint aber auf Ahouannou zu setzen, er hat auch in der Youth League viel gespielt. Das sieht bei Ahmadi schon anders aus und im Mittelfeld kommt im Sommer auch jede Menge Konkurrenz aus der U17 hoch.
Da ich früher viel unterwegs war, blieb mir manchmal nur die FAZ am Sonntag mittag, um mich mal auf Stand zu bringen. Nachdem sich das Internet verbreitet hat, hab ich dann die Zeitungen öfter da gelesen, gerne auch mal über dasselbe Spiel in FAZ, FR, FNP, Kicker und Süddeutsche. Da sind die interessanteren Artikel dann irgendwann hinter den paywalls verschwunden. Gleichzeitig werden uns die Nachrichten (meist Fakten, öfter auch mal herbeigeschwurbeltes) durch endlos viele SoMe-Kanäle stets hochaktuell um die Ohren gehauen, während die Länge und vor allem die Tiefe der Artikel abgenommen haben. So zumindest mein Gefühl.
Bei vielen Zeitungsartikeln komm ich mir vor wie bei Tagesschau in einfacher Sprache. Und auch das Analytische, das ich früher sehr an Artikeln in der FAZ oder der FR geschätzt habe, ist irgendwie dem Sprachgeist der Eskalation geopfert worden. Ja, ich ertrage auch nicht jede gestelzte Formulierung bei spielverlagerung.de, aber den dort zelebrierten Fußballsachverstand bei der Betrachtung von Taktik und Trainerarbeit finde ich nicht mehr oder nur noch sehr selten in Zeitungsartikeln. Was sehr schade ist. Und zumindest bei mir zu einem reduzierten Respekt gegenüber den Journalisten geführt hat.
Ja, mir schon klar, dass die ihren Job mittlerweile auch für clicks machen und das in dieser ganzen Erregungsmaschinerie zwischen SoMe, Webseiten, Messangerdiensten und dem Output der Vereine selbst mit extremeren Aussagen und Lautstärke arbeiten müssen, um Geld für ihren Arbeitgeber zu verdienen. Da sind sie Opfer unserer Zeit. Aber für mich, der ich mich noch als Leser und nicht als Konsument sehe, sinkt die journalistische Qualität von Jahr zu Jahr. Oder mein Anspruch steigt unfair mit zunehmender Vergeistigung. 🤷🏼♂️
Bei vielen Zeitungsartikeln komm ich mir vor wie bei Tagesschau in einfacher Sprache. Und auch das Analytische, das ich früher sehr an Artikeln in der FAZ oder der FR geschätzt habe, ist irgendwie dem Sprachgeist der Eskalation geopfert worden. Ja, ich ertrage auch nicht jede gestelzte Formulierung bei spielverlagerung.de, aber den dort zelebrierten Fußballsachverstand bei der Betrachtung von Taktik und Trainerarbeit finde ich nicht mehr oder nur noch sehr selten in Zeitungsartikeln. Was sehr schade ist. Und zumindest bei mir zu einem reduzierten Respekt gegenüber den Journalisten geführt hat.
Ja, mir schon klar, dass die ihren Job mittlerweile auch für clicks machen und das in dieser ganzen Erregungsmaschinerie zwischen SoMe, Webseiten, Messangerdiensten und dem Output der Vereine selbst mit extremeren Aussagen und Lautstärke arbeiten müssen, um Geld für ihren Arbeitgeber zu verdienen. Da sind sie Opfer unserer Zeit. Aber für mich, der ich mich noch als Leser und nicht als Konsument sehe, sinkt die journalistische Qualität von Jahr zu Jahr. Oder mein Anspruch steigt unfair mit zunehmender Vergeistigung. 🤷🏼♂️
Du sagst genau das, was auch mir durch den Kopf ging, ich aber nicht so gut herüber bringen konnte. Kann das, was Du hier geäussert hast, nur dick unterstreichen.
Das geht bei mir mittlerweile so weit, dass ich bestimmte Medien von vorne herein ablehne, weil ich von Ihnen keine seriöse Berichterstattung mehr erwarte. Das betrifft den Sport, die Eintracht aber auch alles andere.
Das geht bei mir mittlerweile so weit, dass ich bestimmte Medien von vorne herein ablehne, weil ich von Ihnen keine seriöse Berichterstattung mehr erwarte. Das betrifft den Sport, die Eintracht aber auch alles andere.
Es sollte denke ich klar sein, dass das gequirlter Mist ist, aber ich kann das nicht einfach ohne Antwort stehen lassen. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Jugendfußball beschäftigt, wird wissen, dass die Verpflichtung von Alex Richter so ziemlich das Beste ist, was der Eintracht passieren konnte. Endlich geht es im Jugendbereich mit einer klaren Strategie voran, nachdem man da viele, viele Jahre lang schlichtweg geschlafen hat.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum
U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff
U18: Marvin Dills, Emil Möhler
U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola
U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic
U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum
U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff
U18: Marvin Dills, Emil Möhler
U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola
U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic
U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
ATlien schrieb:
Weiß jemand von euch was zu Dzanovics Zukunft?
Keine ganz neue Frage, vielleicht gibts ja neue Antworten...
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Tafelberg schrieb:
Ich habe ein gutes Gefühl, ich sehe aber weder für Euphorie, noch für Genörgel derzeit einen Grund
So ist das bei mir auch.
Richtige Euphorie wird erst noch wachsen müssen.
Bin jedoch 100% sicher, dass die bald voll durchschlagen wird.
ist so doch auch richtig und fair.
Abwarten und schauen wie sich alles entwickelt. Und von einem muss man sich sowieso frei machen: Eine negative Entwicklung über zumindest die letzten Monate lässt sich natürlich nicht von heute auf Morgen mit Handauflegen korrigieren. Das benötigt natürlich Zeit und die sollte man auch diesem Trainer und der Mannschaft geben.
Was mich aber richtig aufregt sind Großteile der insbesondere unseriösen Medien, die jetzt schon wieder anfangen Blödsinn hochzustilisieren, sich an totalen Nebensächlichkeiten aufhängen und uns für dumm verkaufen wollen und nur die Klickzahlen im Kopf haben.
Da verstehe ich wirklich viele Menschen nicht, auch hier, die sich weiter diese Billigproduktionen zu Gemüte führen und sie sogar noch kaufen. Da hilft nur eines: Boykott dieser Schmierfinken
Abwarten und schauen wie sich alles entwickelt. Und von einem muss man sich sowieso frei machen: Eine negative Entwicklung über zumindest die letzten Monate lässt sich natürlich nicht von heute auf Morgen mit Handauflegen korrigieren. Das benötigt natürlich Zeit und die sollte man auch diesem Trainer und der Mannschaft geben.
Was mich aber richtig aufregt sind Großteile der insbesondere unseriösen Medien, die jetzt schon wieder anfangen Blödsinn hochzustilisieren, sich an totalen Nebensächlichkeiten aufhängen und uns für dumm verkaufen wollen und nur die Klickzahlen im Kopf haben.
Da verstehe ich wirklich viele Menschen nicht, auch hier, die sich weiter diese Billigproduktionen zu Gemüte führen und sie sogar noch kaufen. Da hilft nur eines: Boykott dieser Schmierfinken
Bruno_P schrieb:
Was mich aber richtig aufregt sind Großteile der insbesondere unseriösen Medien, die jetzt schon wieder anfangen Blödsinn hochzustilisieren, sich an totalen Nebensächlichkeiten aufhängen und uns für dumm verkaufen wollen und nur die Klickzahlen im Kopf haben.
Darf man gar nicht ernst nehmen.
Die wollen nur Aufmerksamkeit.
Dafür würden die auch durch Gülle schwimmen, wenn sie damit Geld verdienen können.
Ganz normale Mediennxxxxx.
Dem schließe ich mich weitgehend an. Und was Larsson da treibt, weiß ich auch nicht. Oft "versteckt" er sich hinter seinem Gegenspieler, und wenn er sich dann mal löst und den Ball bekommt, nimmt er das Tempo heraus. Chaibi - da wiederhole ich mich - ist einfach kein Spielmacher, sondern ein Umschaltspieler - keine Ahnung, was Riera da in ihm sieht.
Aber es gibt auch eine Personalie, die für mich der Inbegriff der neuen Defensiv-Stabilität ist: Amenda. Kopfballstark, gutes Stellungsspiel und nicht dieses elende Gefuddel.