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Bruno_P

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Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.

Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.

Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.

Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.

Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.

Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.

Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.

Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.

Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
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sehr sachlicher und auch toller Beitrag. Du hast die derzeitige Situation sehr gut und auch fair aufgearbeitet. Danke. Hoffe, das läuft so.
Dein Beitrag hebt sich auch sehr deutlich und positiv von den teilweise persönlich denunzierenden und unsachlichen Geschreibseln mancher Schreiberlinge ab, die auch den Anstand gegenüber anderen Menschen vermissen lassen. Auch dafür Danke.
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Durstewitz dreht vollständig frei; wochen- und monatelang tritt er bis auf sein räudiges Klassenbuch die meiste Berichtsarbeit an den Staff aus der zweiten Reihe ab, wahrscheinlich echt primär aus persönlicher Befindlichkeit, aber jetzt isser da: Drei Artikel aufn Montag, Rieira nennen sie den Trump, haben ihm seine Grabesquellen zugeflüstert. Und direkt mit Hütter (lieber Gott 🙄) noch nen persönlichen Wunschkandidaten auf die Bank schmieren. Der Mann is so dermaßen lost.

Rieira ist die falsche Besetzung für uns, zumindest ist er zum falschen Zeitpunkt bei uns aufgeschlagen und inzwischen nur noch belastend.
Über ihn persönlich will ich nicht den Stab brechen (über Ingo schon), aber seine Personalpolitik empfinde ich als konfus und seine Kommunikation (ungeachtet der Sprachbarriere) als unkonstruktiv.

Er ist/war ein Gamble, der nicht aufgegangen ist aber in seinem Scheitern halt auch sinnbildlich für die Machtlosigkeit eines Trainers bei einer charakterschwachen Mannschaft und einer zunehmend irrlichternden Vereinsführung.
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ich wundere mich da schon lange über den Langmut der Verlage und Zeitungen, wenn man sieht, wie negativ sich dort die Nachfrage nach den Blättern entwickelt hat, was sicherlich auch mit diesem Geschmiere in den Sportteilen zu tun hatte.
Sachliche Kritik im entsprechenden Rahmen ist natürlich OK, aber dieses endlose, ehrabschneidende und persönlich verunglimpfende Geschreibsel in der Endlosschleife an Personen, die sich kaum wehren können, ist doch das letzte und das von Leuten, die wenn es um ihre eigene Person geht, extrem empfindlich sind.
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Ja, für mich wäre der Arbeitsauftrag der Presse u. a. wahrheitsgemäß über Geschehnisse zu berichten.
Einer Zeitung glaube ich noch nicht einmal das aufgedruckte Datum.

Dass sich ein anderer Journalist aus den Öffentlich Rechtlichen Medien dazu verstiegen hat Riera mit dem Verhalten von Trump zu vergleichen, na ja..., für mich ist das schon suboptimal.
Widerlich fand ich dann wie sich der Journalist aus dem Vorwurf herauswinden wollte, ihn verniedlicht hat ohne darauf einzugehen, dass er da selber weit über das Ziel hinausgeschossen hat.

Ich will diesen Journalisten nicht persönlich damit treffen sondern denke einfach ganz allgemein, dass diese sehr dossiert vorgenommenen Vorwürfe oder Vergleiche eine große Wucht haben.
Das Zündeln mit irgendwelchen Vergleichen kommt gelegentlich von denen, die gegen das Mobbing im Internet sehr dezidiert auftreten.

Mein Eindruck, dass der Trainer weggeschrieben werden könnte (!!!!) (oder jetzt sogar weggewählt werden könnte, glaubt man der Zeitung mit den 4 Buchstaben), der wird für mich immer offensichtlicher.

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guter Beitrag
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Ich finde es erstaunlich, wie viele hier auf Krösche eindreschen, und wie schnell sich im Fußball dann doch der Wind drehen kann. Ich versuche mal eine faire Bewertung von Krösches Bilanz, aufgeteilt in zwei Phasen (2021-2024, 2024-2026). Zu den Haupt-Erfolgskriterien eines Sport-Vorstands zähle ich 1) sportlichen Erfolg, 2) wirtschaftlichen Erfolg durch Transfergeschäfte und 3) Optimierung der sportlichen Rahmenbedigungen (Trainerteam, Trainingsgelände, Staff, Medizin und Ernährung, Scouting, ...). Die Transfers bewerte ich nach "Wie viel hat man für die Transfer-Ausgabe an Leistung bekommen?"

2021-2024:
- Sportlicher Erfolg: 21/22 Europa League Sieg, 22/23 Pokal-Finale, 23/24 Platz 6 = Quali zur Europa Leauge
- Transferbilanz: Deutlich mehr Tops (Lindström, Borré, Kolo Muani, Pacho, Larsson, Ekitiké, Marmoush, Brown, ...) als Flops (Lammers, Hauge, Alario, van de Beek, Kalajdzic, Ngankam)
- Trainer & Co.: Glasner (wohl schon vor Krösche verpflichtet), Toppmöller

--> Zumindest im Sommer 2024 galt Krösche als einer der heißesten Fußball-Manager auf dem Markt weltweit. Alle Bundesligisten beneideten die Eintracht um den Erfolg und den Architekten dahinter.

2024-2026:
- Sportlicher Erfolg: 24/25 Platz 3 und Quali zur Champions League, 24/25 wahrscheinlich Platz 8 und nix
- Transferbilanz: Bisherige Tops (Uzun, Kristensen, Theate, Kalimuendo, Amaimouni) und Flops (Wahi, Lisztes, Batshuayi, Dahoud, Doan) halten sich die Waage
- Trainer & Co.: Toppmöller, Schmidt+AMFG (interim), Riera

--> In den letzten zwei Jahren hat der gute Ruf von Krösche ein paar Kratzer abbekommen. Aber man muss trotzdem sehen, dass der sportliche Erfolg mit Platz 3 und Platz 8 sehr gut bzw. okay ist, und auch die Transfers zumindest über den ganzen Kader betrachtet okay sind. Einzig mit seinen Trainer-Wahlen hat sich Krösche mehrmals vergriffen: Zu lange an Toppmöller festgehalten, dann sind Schmidt+AMFG als Interimslösung leider total gefloppt, und Riera ist bislang jetzt auch noch kein voller Erfolg gewesen.

Dennoch finde ich es vermessen, jetzt offen über einen Rauswurf von Krösche zu diskutieren. Vier der fünf Jahre mit Krösche waren sehr erfolgreich, nur die aktuelle Saison fällt leider ab. Man würde Krösche wünschen, im Sommer mit einer neuen Trainer-Lösung ein besseres Händchen zu beweisen - denn mit einem guten Trainer, der aus den Spielern wirklich alles herausholt, kann dieser Kader sicher um Platz 4-6 mitspielen.
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QuitoTodo schrieb:

Diese Mannschaft hat schon in der Hinrunde gezeigt, wo das Problem liegt. Fast ein 6:0 gegen Gladbach aus der Hand gegeben, danach ein ähnlich peinlicher Sieg in Köln, dazu mehrere richtige Klatschen – das war kein Zufall, sondern ein klares Muster.

Die Behauptung, dass diese Truppe am Ende Richtung Champions League marschiert wäre, ist schlicht Unsinn. Letzte Saison hattest du mit Omar Marmoush und Hugo Ekitike zwei absolute Unterschiedsspieler auf Topniveau. Der Rest? Größtenteils Mitläufer – und genau das sieht man jetzt umso deutlicher.

Dieser Mannschaft fehlt es an Qualität, aber auch an Charakter und Einstellung. Und das war schon früh in der Saison erkennbar.

Jetzt sitzt der dritte Trainer auf der Bank – und es läuft zum dritten Mal schlecht. Irgendwann muss man sich ehrlich machen: Das ist kein Trainerproblem. Die Fakten sprechen eine klare Sprache.

Wir reden hier über teils völlig überbezahlte und von ihren Beratern überhypte Spieler, die den Ansprüchen nicht gerecht werden. Der einzige sinnvolle Schritt ist ein großer Umbruch.

Klar, es ist einfacher, den Trainer zu wechseln. Das geht schnell. Eine Mannschaft umzubauen ist deutlich schwieriger. Aber genau da liegt das eigentliche Problem: nicht auf der Bank, sondern auf dem Platz.

Und die Presse? Die begleitet das Ganze seit Monaten mit erstaunlicher Beliebigkeit. Statt die strukturellen Probleme klar zu benennen, wird von Woche zu Woche der nächste Trainer zum Hauptschuldigen erklärt – garniert mit Nebenschauplätzen, persönlichen Fehden und durchschaubaren Agenden. So lenkt man vom eigentlichen Kern nur ab.


Bis jetzt der beste Beitrag heute!

Finde ich auch.
Es gab keine Reaktion der Mannschaft. Also für den Trainer hat sie sicher nicht gespielt. Zu sehen waren sie vielleicht die letzte 15 Minuten.

Durch die Bank ein Totalausfall. Selbst Kali heute ohne Bindung und erfolgreiche Aktion. Einzig Uzun fand ich bis die Kräfte schwanden engagiert und umtriebig. So lange es nach vorne ging, zeigte zumindest noch Knauff irgendeinen Willen. Kommt halt meist nix dabei raus bzw. Goal getter JB macht den Scherenschnitt statt einzulochen. Nach hinten arbeitet Ansgar eh nur einmal pro Spiel. Ihm verdanken wir die Flanke zum 1:2. Das war doch nicht Koch's Fehler. Mann was sehen einige hier. Gut, dafür verweigert Koch mal wieder den Logikpass in die freie Mitte (29 min) und Amenda macht es ihm außen dauernd nach, obwohl gerade er das viel besser kann.
Erinnerungen werden wach, wo viele immer wieder gerne der Zetti gefordert haben und Santos unbedingt in die Wüste geschickt werden sollte. Kann der auch mal einen halten, wenn es die Mannschaft braucht?

Zurück zum Thema. Der Trainer hat die erwartbare Formation auf den Rasen geschickt. Diese fand schon die ersten 5 Minuten überhaupt nicht statt. So überfrachten kann der Trainer sie nicht haben, daß sie nicht wissen, was los ist und was sie machen sollen. Es ging für den Verein um vieles.
Das spricht leider dafür , daß der Trainer die Mannschaft nicht erreicht oder das es eben keine Mannschaft gibt. Genauso wie du es geschrieben hast.
Haben sie vielleicht doch Druck gespürt, den der Trainer ihnen zu nehmen trachtet? Zu sehen, daß es kein Abklatschen bei Auswechselrunde 1 gab, ist mir auch negativ aufgefallen. Wie sauer muß AR da gewesen sein und die Spieler hatten auch keine Lust, auf ihn zuzugehen.

Die Reaktionen mit AR raus und MK raus sind hier klar in der Mehrzahl und auch nach den Äußerungen der letzten Zeit erwartbar. Hier wurde gute Arbeit geleistet, daß der Buhmann auf der Bank sitzt. Ist ja auch so schön einfach.  Ich kann mir schwer vorstellen, daß das so kommt und beide gehen. Es sei denn, die Herren quitieren selbst den Dienst.
Wenn die Mannschaft in so einem Spiel keine 80% vom Leistungsniveau abrufen kann, will sie nicht oder kann nicht. Hellmann und MK werden das schleunigst beantworten müssen. Ich würde mich nicht wundern, wenn MK dafür eben nicht den Trainer und seine Art verantwortlich macht, imdem er ankündigt an AR festzuhalten und die Spieler damit klarkommen müssen oder sich bei ihm mit einer Wunsch-Destination melden sollen. Ich schätze ihn nicht so ein, daß er AR nur opfert, um selbst zu überleben.
Entweder steht er zu diesen Fehlleistungen und den Umständen, die zu ihnen führten, weil er dafür die Ursache anders als die meisten hier anders einschätzt und geht dann agressiv an deren Beseitigung, oder er geht von allein.
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ich fand das heute auch erschreckend. Von den vielen anderen Dingen abgesehen, regte mich vor allem die häufige Passivität und das Zweikampfverhalten mächtig auf. Es war schlimm, wie wir häufig auftraten, als müssten wir den gegnerischen Spielern Begleitschutz geben. Bloß ja nicht eingreifen oder mal richtig in den Zweikampf gehen. Wahnsinn. So tw auch bei den zwei Toren. Und das war ja nicht nur im heutigen Spiel so. Erschreckend wie etliche unserer Spieler den Zweikämpfen aus dem Weg gingen und den gegnerischen Spieler gerne an den Nächsten weiter gaben. So kann man auch keine Spiele gewinnen.
Und dieser Punkt hat - so denke ich - weniger mit diesem Trainer zu tun. Das liegt an den Spielern. Da mangelt es bei Einigen an der richtigen Einstellung.
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sgevolker schrieb:

Auf sportliche Fragestellungen erfolgt so gut wie nie eine passende Antwort. Im Grunde kann man sich die ganze PK sparen.

Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass AR die Sportreporter gleich am Anfang seiner Zeit bei uns darauf hingewiesen hat, dass es drei Dinge gibt, über die er auf einer Spieltags-PK nicht sprechen möchte: mit welcher Aufstellung er spielen wird, mit welcher Taktik er ins Spiel geht und gezielte Fragen zu einzelnen Spielern. Begründung: Er will dem Gegner nichts verraten (verständlich) und er will nicht über einzelne Spieler sprechen, weil ihm das Kollektiv (also die Mannschaft als Ganzes) wichtiger ist.

Als Sportreporter habe ich dann zwei Möglichkeiten:
1) Ich stelle Fragen zur Aufstellung, zur Taktik und zu einzelnen Spielern, um dann jedes Mal eine Abfuhr zu kassieren, eingeschnappt zu sein und dann über die "Dünnhäutigkeit" des Trainers zu schreiben, der ja immer allen Fragen ausweichen würde, die Presse auflaufen lässt und sich nicht kooperativ verhält.
2) Ich lasse mir einfach Fragen einfallen, die anders sind und bei denen AR auch was erzählen könnte.

Leider beschränken sich die Kollegen vor Ort in den PKs zumeist auf Punkt 1. Dabei gäbe es viele Fragen, die uns sicherlich alle interessieren und die ich auch direkt stellen würde (wenn ich noch als Sportreporter arbeiten würde). Hier mal nur ein paar Beispiele (von denen sich die hier mitlesenden Ex-Kollegen auch gerne inspirieren lassen dürfen):

1) Sie sagen oft, jedes Spiel verlange andere Lösungen. Woran erkennen Sie in den ersten 15 oder 20 Minuten, ob Sie und Ihre Mannschaft die richtige Lösung für dieses Spiel gefunden haben?

2) Was ist Ihnen aktuell wichtiger: dass Ihre Mannschaft in der Offensive mutiger wird oder dass sie in der Defensive stabiler steht?

3) Wenn Sie auf die vergangenen Wochen schauen: In welchem Bereich hat sich die Mannschaft sportlich am sichtbarsten entwickelt, auch wenn man es vielleicht nicht direkt an den Ergebnissen ablesen kann?

4) Sie sprechen von drei Endspielen. Wie verhindern Sie, dass aus dieser großen Bedeutung für den ganzen Klub eine Verkrampfung bei den Spielern entsteht?

5) Was muss Ihre Mannschaft grundsätzlich auf dem Platz zeigen, damit Sie nach dem Spiel sagen: Das war unabhängig vom Ergebnis ein Schritt in die richtige Richtung?

6) Wie messen Sie intern die Fortschritte in der Mannschaft, wenn die Tabelle oder die Ergebnisse vielleicht gerade nicht die ganze Wahrheit erzählen?

7) Gibt es aktuell eine Eigenschaft Ihrer Mannschaft, die Sie stärker sehen als vielleicht viele Beobachter von außen?

8) Was ist für Sie in dieser finalen Saisonphase am schwierigsten zu trainieren? Und worauf legen Sie aktuell den größten Fokus?

9) Wenn Sie den Fußball, für den Albert Riera steht, in nur drei Worten beschreiben müssten: Welche wären das — und worauf dürfen sich die Fans von Eintracht Frankfurt unter Ihrer Leitung in Zukunft sportlich am meisten freuen?

10) Wie zufrieden sind Sie mit der Punkteausbeute der Mannschaft, seitdem Sie hier Trainer sind?

Ich habe selbst damals viele PKs als Reporter besucht und hatte verschiedenste Trainer vor mir sitzen, die entweder gesprächig, plaudernd, reserviert, mürrisch, kurz angebunden, ausschweifend, einsilbig oder sarkastisch waren. Und als Reporter stellt man sich dann darauf ein und bereitet sich entsprechend vor. Oder halt auch nicht. Aber ganz ehrlich: Dann darf man sich nicht wundern, wenn der Trainer einem die eigenen Fragen (die er von vornherein schon ausgeschlossen hat) nicht so beantwortet, wie man das gerne hätte.
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Dass einige Journalisten auf Riera losgehen, hat zwei gewichtige Gründe:

- sie sind zum Teil zu ungebildet für die heutige Welt und können kein Englisch - das allein ist Grund genug, um auf AR loszugehen.

- beim Vorgänger, dem legitimen Skibbe-Nachfolger, fanden sie das Paradies vor. Wie schön es war, dass der Dino sie direkt geduzt hat und immer so toll erklärte, wie sein ach so toller Plan von “Frankfurt makes trouble” nie auch nur im Ansatz aufging und der in Relation zur Teamqualität schlechteste Fußball der Vereinsgeschichte gespielt wurde. Dennoch hatte man ihn ganz toll lieb, wahrscheinlich gerade weil er immer so kindlich nervös war in der PK.

Und jetzt ist halt alles anders, geht ja gar nicht. Am besten im Sommer den nächsten Kuschelbären.
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Sehe Deine Einschätzung dieser Schreiberlinge (die diese billigen Schmierartikel verfassen) ähnlich, auch wenn natürlich Riera viel zu leicht Angriffspunkte liefert.
Über diese Medien und Typen habe ich mich aber schon lange geärgert, so auch dieses Mal wieder, wenn ich dieses billige Treiben und diese Treibjagd verfolge. Es sind immer wieder die gleichen Muster und oft auch Schreiberlinge, die sich selbst viel zu wichtig nehmen. Sie leben in Ihrer Blase und statt sich auf eine wirklich sachkundige sportliche Berichterstattung zu fokussieren, leben sie von billigem und teilweise persönlich niedermachendem Geschreibsel. Fühlen sich aber selbst in Ihrer "Ehre" getroffen, wenn Ihnen nicht genug Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird. Und es sind immer wieder dieselben Namen. Mich wundert daher nicht, dass die Verkaufszahlen bestimmter "Blätter" (die früher tw keinen schlechten Ruf hatten) drastisch zurück gegangen sind und noch gehen.
Das ändert natürlich nichts daran, dass Riera viel zu leicht und auch unnötig Angriffspunkte liefert. Da muss er professioneller werden und reagieren. Und ich befürchte auch, dass Ihm das und nicht unbedingt die sportliche Entwicklung den Hals brechen könnte.
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An ihm lag es nicht 😱
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Das sehe ich genauso. Hat alles in allem danach auch für mich ok gepfiffen.
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Der Frankfurter Eskortservice hat mal wieder zugeschaut...
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m4ce schrieb:

Der Frankfurter Eskortservice hat mal wieder zugeschaut...

Kann man wirklich so sagen, laufen alle nur nebenher und schauen zu (Theate, Koch). Da darf man ruhig auch mal in den Zweikampf gehen bzw einfach mal reingrätschen. Der Torschütze läuft erst am Strafraum nach links, dann die Linie wieder zurück bis er sich endlich die Ecke ausgekuckt hat. Das war krass.
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Dankert pfeift schon wieder so, wie man es fast erwarten konnte.
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Heute feiert der UEFA-Cup- und DFB-Pokalsieger Willi Neuberger seinen 80. Geburtstag. Unvergessen seine Läufe, begleitet von Williiiiiiii-Rufen. Außerdem war er der erste Bundesliga-Spieler der die magische Marke von 500 Bundesliga-Spielen erreichte.
Alles Gute zum 80. Geburtstag, Willi Neuberger, weiterhin viel Gesundheit und Glück.
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auch von mir alles Gute!
Für mich unvergessen als Spieler aber auch als Persönlichkeit. Er prägte mit eine äußerst erfolgreiche Eintrachtzeit in einer tollen Mannschaft. Danke
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Bruno_P schrieb:
M.E. hat der Wolfburger Verteidiger auf der anderen Seite das vermeintliche Abseits aufgehoben. Für mich stand er etwa einen halben Meter näher zum Wolfburger Tor
Es gab zwei Spieler die auf ähnlicher Höhe waren, aber einen halben Meter habe ich da nicht gesehen.
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Juno267 schrieb:

Bruno_P schrieb:
M.E. hat der Wolfburger Verteidiger auf der anderen Seite das vermeintliche Abseits aufgehoben. Für mich stand er etwa einen halben Meter näher zum Wolfburger Tor
Es gab zwei Spieler die auf ähnlicher Höhe waren, aber einen halben Meter habe ich da nicht gesehen.

kann sein, aber gerade weil es auf keinen Fall ein klares Abseits und auf jeden Fall knapp war, hätte man die Szene nochmal zeigen müssen. Ging mir auch alles viel zu schnell.  Glaube immer noch, dass es kein Abseits war. Aber wir werden es ja sicher heute noch sehen.
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Ich hab heute eigentlich auch nix zu meckern. Also außer dass ich das "Abseits-Tor" von Jupp gegeben hätte.
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sehe ich auch so. M.E. hat der Wolfburger Verteidiger auf der anderen Seite das vermeintliche Abseits aufgehoben. Für mich stand er etwa einen halben Meter näher zum Wolfburger Tor,
Die Szene konnte man aber nur kurz sehen. Hätte da gerne eine Wiederholung gesehen. Hat mich gewundert, dass das nicht geschehen ist.
Aber unabhängig hiervon hat das Schiri-Team eine gute Leistung gezeigt.
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Es fällt schwer zu glauben, daß Riera für den m.E. ziemlich krassen Einbruch in der 2. Hälfte verantwortlich sein kann. Er hat die Mannschaft in der ersten 45 Minuten ja gut eingestellt. Und mit einem Hauch Glück steht es dann schon 4:0 oder meinetwegen 4:1.
Die Mannschaft hat plötzlich keinen Zweikampf mehr gewonnen, keiner stand am Mann, alle haben zugeschaut. Das waren dieselben Spieler, aber nicht dieselbe Mannschaft, wie in der ersten Hälfte.
Und, auch wenn viele das anders sehen: ich mag Uzun total. Er ist ein absolut besonderer Spieler und wir sollten alles dafür tun, daß er a) bleibt und b) sich so wohlfühlt, daß er wieder zu top Leistungen findet.
Mit wem ich mich die ganze Saison über schwer tue, ist Larsson.
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1. Hz war für mich insgesamt sehr ok, gerade im Spiel nach vorne und weitere Chancen hatten wir genug. Abwehrleistung für mich insgesamt nicht ok, viele individuelle Fehler und Unsicherheiten. Der stabilste und überzeugendste war hier Amenda. Er nimmt eine gute Entwicklung. Einige hier mit nicht wenigen Unsicherheiten (unnötige Ballverluste, Stellungsspiel), was gegen einen stärkeren Gegner vermutlich bestraft worden wäre.
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Ergänzung (hatte ich vergessen): Höjlund hat mir sehr gut gefallen, m.E. ein richtig gutes Spiel (Laufleistung, Einsatz, Zweikampfverhalten und auch sein Spiel). Hat mich für Ihn richtig gefreut. Er ist ein Kämpfer.
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1. Hz war für mich insgesamt sehr ok, gerade im Spiel nach vorne und weitere Chancen hatten wir genug. Abwehrleistung für mich insgesamt nicht ok, viele individuelle Fehler und Unsicherheiten. Der stabilste und überzeugendste war hier Amenda. Er nimmt eine gute Entwicklung. Einige hier mit nicht wenigen Unsicherheiten (unnötige Ballverluste, Stellungsspiel), was gegen einen stärkeren Gegner vermutlich bestraft worden wäre.
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Soso, herablassend … So wie Angestellte der Eintracht als Grüßonkel zu bezeichnen?
Und Riesenfresse, das ist ja mal ein Konter wie aus dem Sprachkindergarten. Respekt!

Ich weiß ja, dass das nicht allen gefällt, aber die großen Vereine - also die, die stabil jedes Jahr CL spielen - sind uns immer noch weit voraus. FCB - jetzt mal egal wie sich das unter Hoeness entwickelt hat - steht bei etwa 1 Milliarde Umsatz. Auch  die andern nächsten 20 Vereine in Europa, also die Konkurrenz um die talentiersten Jungspieler und vor allem um die erfahrenen, alles weghauenden 6er mit Torgefahr, sind uns vom Umsatz her weit voraus.
Was das in einem kapitalistischen System bedeutet? Ich bin sicher, das ist hier (fast) jedem klar.  Marmoush geht ja nicht nach Manchester, weil er sich hier nicht wohlfühlt und hier gerne seine Karriere zuende gespielt hätte, er verdient halt 15 Millionen statt 3 Millionen. Ähnlich Pacho, Heki, Kolo usw. Wisst Ihr auch.
Und zu unserem Vorteil waren die Verträge von diesen Jungs so gut angelegt, dass die Eintracht davon mittelfristig profitiert.

Die Alternative? Klar, gibt es. Cleverle UH hat es erst kürzlich empfohlen: einfach die besten Spieler nicht verkaufen und schon klappt‘s mit der Meisterschaft. Kleines Problem: dafür reichen 400 Mios Umsatz halt nicht, wenn man solchen Spielern wie Kane, Musiala oder Olise 15 Mios Jahresgehalt überweisen muss. Bei den Bayern ist unser Gesamtumsatz das Budget für den Spielerkader.

Nächste Alternative: kleinere Brötchen backen. Weltstars aus dem Hut des NLZ zaubern, die dann für fast immer bei uns bleiben, aus Liebe zum Verein. Klappt doch bei den Bayern auch. So Typen wie dieser Karl. Noch keine 20 und schon Nationalspieler. Sein kleiner Bruder kickt übrigens immer noch bei uns im NLZ, aber nicht mehr lange. Auch der wird dem Ruf nach München folgen wie sein großer Bruder. Emre Can, Süle und andere lassen grüßen. Worum geht es in den NLZs? Tja, leider auch um Gelt, Etat, Budget, Knete, PinkePinke und hie und da auch mal nen Job für Papi oder Mami (sehr beliebt bei RedBull). Am Ende also auch hier darum, dass man sich die guten Trainer und Spieler für den Nachwuchs leisten kann.
Und ja, auch um größere Professionalität und Kontinuität in Nachwuchsarbeit. Ich glaube, Stuttgart, Schalke und Hertha sind durchaus Vorbilder, die man irgendwann erreichen möchte. Aber das dauert noch.

Letztlich ist das aber doch eher eine große romantische Idee. Selbst die baskischen Klubs, die wirklich ein leuchtendes Beispiel für diese Strategie sind - lokale Talente, intensive Bindung zwischen Spieler, Fans, Verein und Umfeld - schauen ja auch nur alle paar Jahre mal im UEFA-Cup vorbei. Ich gestehe denen aber zu, dass sie als eine der wenigen Beispiele für diese gelungene Strategie durchaus zu bewundern sind. Aber ich würde mal behaupten, dass Hessen als Identifikationsrahmen das einfach nicht hergibt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer des modernen Frankfurters liegt bei knapp unter zwei Jahren. Wir sind kein gallisches Dorf im Widerstand wie Blbao, wir sind ein Flughafen mit Bembelromantik - um es mal sehr überspitzt zu sagen. Das Identifikationspotential Hessen ist da längst nicht so groß wie bei den Basken.

Nächste Strategie: Einfach underdog bleiben und in jedes Spiel mit dem Kovacschen fighting spirit gehen: wir haben keine Chance, aber die nutzen wir.  Keine Schönspieler holen, sondern Fußballarbeiter. Blutgrätschenkerle.  Die Kyriakos und Zambranos dieser Welt. Und dann wieder von Saison zu Saison hoffen, dass für die 40 Punkte reicht.
Ist auch ok. Ich war auch in der Zeit glühender Eintrachtfan.

Seit einigen Jahren - also mit der Amtsübernahme von Hellmann und der Relegation 2016 - weht hier aber ein anderer Wind. Da haben sich einige vorgenommen aus diesem Underdog-Gefängnis auszubrechen und zu versuchen, die Lücke nach oben, oder zumindest zu den europäischen Plätzen, zu schließen.
Was ehrlich gesagt über die zehn Jahre ganz gut gelungen ist. Jetzt erleben wir halt mal eine Delle, Dinge laufen diese Saison nicht rund. Ja, Kaderzusammenstellung, fehlender 6er, Verletzungsseuche, Trainerwechsel - wir alle sehen ja, dass es knirscht. Und denke, dass auch Vorstand und sportliche Leitung sehen, wo es hakt. Und Lösungen finden werden.

Was aber keinen Sinn macht, und das behaupte ich mal nach über 40 Jahren als Unternehmer, ist alle paar Jahre je nach Tabellenstand die Strategie zu verändern. Was ja normalerweise in D gemacht wird, in dem man Vorstände, Geschäftsführer und Strategen entlässt. Ich glaub, wir haben es da mit Hellmann, Bobic und Krösche gut getroffen. Auch die Trainerwahl hat lange gepasst.  
Und ja, mir gefällt auch nicht, was ich da zurzeit auf dem Platz sehe, aber deswegen bricht doch nicht gleich die ganze Welt mitsamt einer Dekade Entwicklung zusammen und sämtliche Teufel müssen an Wände gemalt, Menschen als Grüßauguste diffamiert und sämtliche Talente als verwunschene Fehleinkäufe abgestempelt werden.
Seh ich halt so nicht.
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philadlerist schrieb:

Soso, herablassend … So wie Angestellte der Eintracht als Grüßonkel zu bezeichnen?
Und Riesenfresse, das ist ja mal ein Konter wie aus dem Sprachkindergarten. Respekt!

Ich weiß ja, dass das nicht allen gefällt, aber die großen Vereine - also die, die stabil jedes Jahr CL spielen - sind uns immer noch weit voraus. FCB - jetzt mal egal wie sich das unter Hoeness entwickelt hat - steht bei etwa 1 Milliarde Umsatz. Auch  die andern nächsten 20 Vereine in Europa, also die Konkurrenz um die talentiersten Jungspieler und vor allem um die erfahrenen, alles weghauenden 6er mit Torgefahr, sind uns vom Umsatz her weit voraus.
Was das in einem kapitalistischen System bedeutet? Ich bin sicher, das ist hier (fast) jedem klar.  Marmoush geht ja nicht nach Manchester, weil er sich hier nicht wohlfühlt und hier gerne seine Karriere zuende gespielt hätte, er verdient halt 15 Millionen statt 3 Millionen. Ähnlich Pacho, Heki, Kolo usw. Wisst Ihr auch.
Und zu unserem Vorteil waren die Verträge von diesen Jungs so gut angelegt, dass die Eintracht davon mittelfristig profitiert.

Die Alternative? Klar, gibt es. Cleverle UH hat es erst kürzlich empfohlen: einfach die besten Spieler nicht verkaufen und schon klappt‘s mit der Meisterschaft. Kleines Problem: dafür reichen 400 Mios Umsatz halt nicht, wenn man solchen Spielern wie Kane, Musiala oder Olise 15 Mios Jahresgehalt überweisen muss. Bei den Bayern ist unser Gesamtumsatz das Budget für den Spielerkader.

Nächste Alternative: kleinere Brötchen backen. Weltstars aus dem Hut des NLZ zaubern, die dann für fast immer bei uns bleiben, aus Liebe zum Verein. Klappt doch bei den Bayern auch. So Typen wie dieser Karl. Noch keine 20 und schon Nationalspieler. Sein kleiner Bruder kickt übrigens immer noch bei uns im NLZ, aber nicht mehr lange. Auch der wird dem Ruf nach München folgen wie sein großer Bruder. Emre Can, Süle und andere lassen grüßen. Worum geht es in den NLZs? Tja, leider auch um Gelt, Etat, Budget, Knete, PinkePinke und hie und da auch mal nen Job für Papi oder Mami (sehr beliebt bei RedBull). Am Ende also auch hier darum, dass man sich die guten Trainer und Spieler für den Nachwuchs leisten kann.
Und ja, auch um größere Professionalität und Kontinuität in Nachwuchsarbeit. Ich glaube, Stuttgart, Schalke und Hertha sind durchaus Vorbilder, die man irgendwann erreichen möchte. Aber das dauert noch.

Letztlich ist das aber doch eher eine große romantische Idee. Selbst die baskischen Klubs, die wirklich ein leuchtendes Beispiel für diese Strategie sind - lokale Talente, intensive Bindung zwischen Spieler, Fans, Verein und Umfeld - schauen ja auch nur alle paar Jahre mal im UEFA-Cup vorbei. Ich gestehe denen aber zu, dass sie als eine der wenigen Beispiele für diese gelungene Strategie durchaus zu bewundern sind. Aber ich würde mal behaupten, dass Hessen als Identifikationsrahmen das einfach nicht hergibt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer des modernen Frankfurters liegt bei knapp unter zwei Jahren. Wir sind kein gallisches Dorf im Widerstand wie Blbao, wir sind ein Flughafen mit Bembelromantik - um es mal sehr überspitzt zu sagen. Das Identifikationspotential Hessen ist da längst nicht so groß wie bei den Basken.

Nächste Strategie: Einfach underdog bleiben und in jedes Spiel mit dem Kovacschen fighting spirit gehen: wir haben keine Chance, aber die nutzen wir.  Keine Schönspieler holen, sondern Fußballarbeiter. Blutgrätschenkerle.  Die Kyriakos und Zambranos dieser Welt. Und dann wieder von Saison zu Saison hoffen, dass für die 40 Punkte reicht.
Ist auch ok. Ich war auch in der Zeit glühender Eintrachtfan.

Seit einigen Jahren - also mit der Amtsübernahme von Hellmann und der Relegation 2016 - weht hier aber ein anderer Wind. Da haben sich einige vorgenommen aus diesem Underdog-Gefängnis auszubrechen und zu versuchen, die Lücke nach oben, oder zumindest zu den europäischen Plätzen, zu schließen.
Was ehrlich gesagt über die zehn Jahre ganz gut gelungen ist. Jetzt erleben wir halt mal eine Delle, Dinge laufen diese Saison nicht rund. Ja, Kaderzusammenstellung, fehlender 6er, Verletzungsseuche, Trainerwechsel - wir alle sehen ja, dass es knirscht. Und denke, dass auch Vorstand und sportliche Leitung sehen, wo es hakt. Und Lösungen finden werden.

Was aber keinen Sinn macht, und das behaupte ich mal nach über 40 Jahren als Unternehmer, ist alle paar Jahre je nach Tabellenstand die Strategie zu verändern. Was ja normalerweise in D gemacht wird, in dem man Vorstände, Geschäftsführer und Strategen entlässt. Ich glaub, wir haben es da mit Hellmann, Bobic und Krösche gut getroffen. Auch die Trainerwahl hat lange gepasst.  
Und ja, mir gefällt auch nicht, was ich da zurzeit auf dem Platz sehe, aber deswegen bricht doch nicht gleich die ganze Welt mitsamt einer Dekade Entwicklung zusammen und sämtliche Teufel müssen an Wände gemalt, Menschen als Grüßauguste diffamiert und sämtliche Talente als verwunschene Fehleinkäufe abgestempelt werden.
Seh ich halt so nicht.


ein toller, sachlicher und unsere Situation sehr gut beschreibender Beitrag
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SemperFi schrieb:

Adlersupporter schrieb:

Wie kann es sein, das man in einer Saison mit CL, kompletter Stadionauslastung, Sponsoring etc pp. am Ende des Geschäftsjahtes evtl. einen Verlust von 15 - 20 Millionen Euro einfährt.?!


Weil man im Winter Transfers getätigt und später den Trainer gewechselt hat.

Die Info ist aber zu Beginn der Diskussion bekannt gewesen.

Man hat grob 0 geplant, dann kamen Kali und Younes und Dino musste gehen.

Unabhängig von jeder Diskussion, sollte man zumindest die einfach verfügbaren Infos zumindest auf dem Schirm haben.


Lieber SemperFi:
Ich habe sehr wohl die Kosten aus der Winterpause (Dino-Entlassung, Einkäufe/Leihegebühr bei Younes und Kalimuendo) auf dem Schirm. Mag sein, das die Verluste auch damit zusammenhängen. Das will ich gar nicht in Abrede stellen. Die kolportierten Verlustzahlen, die nach Ende des Geschäftsjahres 25/26 stehen werden (15 - 20 Millionen Euro) kommen mir trotzdem  (in einer Saison mit CL-Einnahmen etc. pp) zu hoch vor. Ich würde ja gerne mal ne detaillierte Analyse von Julien Zamberk hören. Welcher Posten bei uns gerade nicht im Gleichgewicht ist und ob im nächsten Geschäftsjahr wieder mit einem kleinen Gewinn gerechnet werden kann…
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" ... Ich habe sehr wohl die Kosten aus der Winterpause (Dino-Entlassung, Einkäufe/Leihegebühr bei Younes und Kalimuendo) auf dem Schirm. Mag sein, das die Verluste auch damit zusammenhängen. Das will ich gar nicht in Abrede stellen. Die kolportierten Verlustzahlen, die nach Ende des Geschäftsjahres 25/26 stehen werden (15 - 20 Millionen Euro) kommen mir trotzdem  (in einer Saison mit CL-Einnahmen etc. pp) zu hoch vor. Ich würde ja gerne mal ne detaillierte Analyse von Julien Zamberk hören. Welcher Posten bei uns gerade nicht im Gleichgewicht ist und ob im nächsten Geschäftsjahr wieder mit einem kleinen Gewinn gerechnet werden kann…"

Das wäre wirklich interessant und erst danach können Außenstehende doch vielleicht beurteilen, wo wir tatsächlich stehen. War auch überrascht von den letzten Endes doch eher negativen Rückmeldungen auch Verantwortlicher zur derzeitigen finanziellen Lage der Eintracht. Könnte mir aber auch vorstellen, dass hier bei den Darstellungen vielleicht auch eher steuerliche und andere Gründe eine Rolle spielten. Wäre aber sehr schön, wenn hier Klarheit geschaffen werden könnte.
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Tafelberg schrieb:

FR bzw konsequent Durstewitz nicht lesen, mit dieser Methode komme ich seit Jahren gut klar

Tafelberg, auch ich lerne noch von Dir! Ich werde es jetzt auch so machen.
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Da bin ich schon lange dabei.
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Die FR bekommt keinen Artikel mehr hin ohne gegen Riera zu hetzen. Selbst Freundschaftsspiele auf der Insel dienen ihr jetzt als Hass- und Hetzvorlage. Selten habe ich mich fuer eine Zeitung so fremdgeschaemt wie fuer die FR in diesen Tagen.
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Das ist aber nix neues. Das ist doch schon so, seit den Zeiten des sich selbst viel zu wichtig nehmenden Vorgängers vom jetzigen "Sport-Fachmann". Da hilft doch nur eines ... Nicht mehr lesen