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Bruno_P

6930

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Hab das Spiel nicht gesehen, nur Audio auf Eintracht FM.

Mit dem Punkt bin ich erstmal zufrieden, zumal die Mannschaft nicht auseinander gebrochen ist. Dass man keine Wunder erwarten kann nach wenigen Tagen Training unter Albert, ist doch klar. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Gladbach den Einfluss von AR und damit einen besseren Auftritt des Teams sehen werden. Der Dino hat dieses Team über viele Monate an den Punkt gebracht, an dem es aktuell steht. Geben wir Albert bitte die Zeit, die es braucht, eine nachhaltige Änderung herbeizuführen.

Doan auf die 10 ziehen macht m.E. Sinn. Denn dort kann er seine Qualität mehr einbringen. Jupp mal von Beginn an.

Ich mag den Mario. Er ist aber längst über seinen Zenit hinaus, quasi im Rentenalter. Ein Schaulaufen z.B. in der MSL sei ihm herzlich gegönnt. Uns bringt er nicht mehr weiter. Bei Skhiri ist es ähnlich. Hat super funktioniert in Köln, aber eben auch nur beim FC. Zu alt, vor allem zu langsam in allem. Sollten wir nach der Saison versuchen zu transferieren.

Sorry für Bahoya. Aber mit seinem Spiel kann ich gar nichts anfangen. Würde ich abgeben wollen.

Tor: Santos leider alles andere als konstant. Zetti ist ein durchschnittlicher TW. Wünschte mir einen TW mit der Qualität eines Frederik Rönnow zurück. Ist nur ein Beispiel.

Defensiv fehlt uns ein weiterer Mentalitätsspieler wie seinerzeit David Abraham, Carlos Salcedo, Sotirios Kyrgiakos. Sollte doch möglich sein, im Sommer solch einen Spieler zu bekommen, ohne xx Millionen zu bezahlen.

Kondition/Muskelverletzungen: kann es möglich sein, dass der Abgang eines Athletiktrainers/Physio zu den Bayern irgendeinen Einfluss darauf hat? Ich weiß es nicht. Auffällig ist aber, dass unser Team in vielen der letzten Spielen weniger Laufleistung als der Gegner hatte und die Häufung von muskulären Verletzungen unserer Spieler. Könnte ein Zusammenhang bestehen?

Vielleicht sollte diese überaus wichtige Position/Personalia im Staff genauso (neu) bewertet werden, wie die unseres TW-Trainers.

Ab jetzt sind wir auf dem Weg zu erfolgreichen, guten Fussball. Schritt für Schritt für Schritt. Wir werden wieder mitreissenden, begeisternden, geilen Fußball sehen


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"... Tor: Santos leider alles andere als konstant. Zetti ist ein durchschnittlicher TW. Wünschte mir einen TW mit der Qualität eines Frederik Rönnow zurück. Ist nur ein Beispiel.

Defensiv fehlt uns ein weiterer Mentalitätsspieler wie seinerzeit David Abraham, Carlos Salcedo, Sotirios Kyrgiakos. Sollte doch möglich sein, im Sommer solch einen Spieler zu bekommen, ohne xx Millionen zu bezahlen.

Kondition/Muskelverletzungen: kann es möglich sein, dass der Abgang eines Athletiktrainers/Physio zu den Bayern irgendeinen Einfluss darauf hat? Ich weiß es nicht. Auffällig ist aber, dass unser Team in vielen der letzten Spielen weniger Laufleistung als der Gegner hatte und die Häufung von muskulären Verletzungen unserer Spieler. Könnte ein Zusammenhang bestehen?

Vielleicht sollte diese überaus wichtige Position/Personalia im Staff genauso (neu) bewertet werden, wie die unseres TW-Trainers...."

Du hast vieles angesprochen, was zu recht auffällt und worüber nachzudenken wäre. Insbesondere der markierte Punkt beschäftigt mich auch schon seit einiger Zeit. Ist doch wirklich auffällig. Gegenüber der letzten Saison sind das negative Veränderungen, die in dieser Regelmäßigkeit nun auffallen und einen nachdenklich machen. Sind leider aber auch alles Punkte, die nicht von heute auf morgen umzustellen sind. Würde mich mal sehr interessieren, wie unsere Verantwortlichen das sehen. Wird man aber natürlich nicht hören, was ich auch verstehe.
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Diegito schrieb:

er hätte ja nach außen hin erstmal kleinere Brötchen backen können.


Was hat er denn für große Brötchen angekündigt?
Hat er die Meisterschaft versprochen und ich habe überhört?

Seine Aussage war, dass bis alles greift, kann es 3 Wochen dauern oder auch 1,5 Monate.

Da werden einzelne Sätze rausgepickt, der Kontext ignoriert und die Clickbaitmaschine angeworfen.
Und die Sparlampen der Gesellschaft springen darauf an.

Mich nervt das nur noch.
Alle schreien nach Typen, aber wehe es wird nicht die selbe Soße erzählt, aber wehe es wird die selbe Soße erzählt.

Na ja, wenigstens hat man Hartung nicht zum Morgenmagazin gelassen.
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SemperFi schrieb:

Diegito schrieb:

er hätte ja nach außen hin erstmal kleinere Brötchen backen können.


Was hat er denn für große Brötchen angekündigt?
Hat er die Meisterschaft versprochen und ich habe überhört?

Seine Aussage war, dass bis alles greift, kann es 3 Wochen dauern oder auch 1,5 Monate.

Da werden einzelne Sätze rausgepickt, der Kontext ignoriert und die Clickbaitmaschine angeworfen.
Und die Sparlampen der Gesellschaft springen darauf an.

Mich nervt das nur noch.
Alle schreien nach Typen, aber wehe es wird nicht die selbe Soße erzählt, aber wehe es wird die selbe Soße erzählt.

Na ja, wenigstens hat man Hartung nicht zum Morgenmagazin gelassen.

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Sehr interessante Entwicklung. Zuletzt sah es ja (medial) so aus, als wäre einer der beiden Skandinavier Kjetil Knutsen oder Jacob Neestrup der Favorit. Da beide mit ihren Vereinen diese Woche auch noch in der Champions League spielen und zumindest noch Außenseiterchancen auf ein Weiterkommen haben, hätte dann auch der Zeitplan mit einem Wechsel frühestens zum Ende der Woche Sinn ergeben. Offensichtlich gilt Knutsen ja noch als Alternative, während dänische Medien berichten, dass es zu Neestrup überhaupt keinen Kontakt gab.

Bewertung von Knutsen und Neestrup

Ich hatte die beiden Namen ja in meinem vorherigen Post in diesem Thread nicht genannt, weil ich sie für unrealistisch gehalten habe. Knutsen geht schon auf die 60 zu, hat nie außerhalb Norwegens trainiert und ist seit nun knapp zehn Jahren sehr erfolgreich bei Bodo Glimt, zuletzt auch international. Da konnte ich mir kaum vorstellen, dass der noch mal ins Ausland wechselt. Neestrup wäre sicher ein potenzieller Wechselkandidat für das Ausland, wird aber wie viele Skandinavier wohl eher auf den englischen Markt schielen. Er wäre zudem denke ich sehr teuer gewesen, da Kopenhagen erst vor eineinhalb Jahren mit Peter Christiansen den Manager in die Bundesliga ziehen lassen musste.

Albert Riera als neuer Topfavorit

Auch wenn ich sie äußerst ungerne als Quelle nenne, hatte passend dazu vor einigen Tagen die Bild berichtet, dass der neue Trainer bzw. der aktuelle Topkandidat jemand sei, dessen Name nur intern bei der Eintracht kursiere, der aber medial noch nicht genannt wurde. Offensichtlich konnte da selbst die Bild bis zu diesem Zeitpunkt keinen Namen herausbekommen und nur die anderen gehandelten Kandidaten dementieren.

Nach der Aussage von Hellmann auf der MV war aber klar, dass die Verhandlungen schon weit fortgeschritten sind. Mittlerweile soll ja der Berater von Albert Riera bereits in Frankfurt sein, um die letzten Details zu klären. Da ist es nicht verwunderlich, dass es jetzt auch die Medien herausbekommen haben. Auch die slowenischen Medien berichten mittlerweile, dass es am Mittwoch zu finalen Gesprächen kommen soll.

Werdegang von Riera und Verbindung zur Eintracht

Schaut man sich dann an, dass Riera von Andy Bara beraten wird, kommt Rieras Werdegang und die Verpflichtung vielleicht auch nicht ganz überraschend. Zum einen weil Bara als Berater vor allem in Spanien und auf dem Balkan sehr gut vernetzt ist. So war Rieras letzte Spielerstation der FC Koper in Slowenien, wo er gleichzeitig auch als assistierender Sportdirektor fungieren sollte. Führende Kraft im Verein damals? Andy Bara. Zum anderen weil Bara und seine Agentur Niagara Sports in der Vergangenheit schon oft Geschäfte mit Markus Krösche gemacht haben.

Die prominentesten Deals waren damals sicher die Wechsel von Dani Olmo und Joško Gvardiol von Zagreb nach Leipzig. Als Krösche dann zu uns gewechselt ist, wurden mit Kristijan Jakić und Hrvoje Smolčić zwei weitere von Bara betreute Kroaten verpflichtet. Dazu kam auch noch Jérôme Onguéné, der damals ebenfalls von Niagara vertreten wurde. Auch um Lovro Majer gab es vor seinen jeweiligen Wechseln nach Rennes und Wolfsburg entsprechende Gerüchte. Die Verbindung von Krösche/Hardung zu Niagara (und die teils fragwürdigen Geschäftspraktiken von Bara) waren auch schon einmal Thema im Forum: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/138198?

Charakter von Riera als Spieler

Finde ich auf jeden Fall spannend. Ich kenne Riera noch gut als Spieler, vor allem als er mit großen Erwartungen nach Liverpool gewechselt und dort gefloppt ist. War für Liverpooler Verhältnisse aber auch eine wilde Zeit damals, mit Andrea Dossena als Linksverteidiger und Albert Riera als Linksaußen. War ansonsten aber echt ein guter Kicker, nicht umsonst auch spanischer Nationalspieler. Hat schon für einige große Vereine und Trainer sowie mit einigen großen Spielern gespielt. Leider stand er sich mit seinem Charakter oft selbst im Weg und war ein ziemlicher Wandervogel.

Als Spieler hat er sich mehrfach mit Trainern überworfen und diese auch anschließend öffentlich kritisiert. Das war unter anderem auch bei Liverpool unter Rafa Benítez der Fall. Bei Galatasaray hat er sich mal eine Schlägerei mit Teamkollege Felipe Melo geleistet, bei Udine ist er geflogen, weil er lieber an einem Pokerturnier als an einem Spiel der Mannschaft teilgenommen hat (laut eigener Aussage sei das aber so abgesprochen und die Vertragsauflösung bereits beschlossene Sache gewesen). Bei Mallorca wurde er suspendiert, weil er sich geweigert hat, weiter unter dem aktuellen Trainer zu spielen. Dadurch ist er dann als aktiver Spieler in die "Niederungen" des slowenischen Fußballs gewechselt, was erklärt, warum er dort nun seit geraumer Zeit auch als Trainer aktiv ist.

Kontroversen von Riera als Trainer

Als Trainer war er für mich bisher eher ein unbeschriebenes Blatt, weshalb ich mich mal ein bisschen informiert habe. Auffällig ist, dass er offensichtlich auch als Trainer sein Temperament nicht abgelegt hat und ein extremer Hitzkopf zu sein scheint. Auf die Schnelle habe ich gleich vier Berichte gefunden, laut denen er mit gegnerischen Offiziellen oder Spielern aneinandergeraten ist. Vergangene Saison gab es nach dem Viertelfinale in der Conference League gegen Florenz Stress mit Trainerkollege Raffaele Palladino, weil sich Riera sowohl öffentlich im Vorfeld als auch während des Spiels respektlos gegenüber der gegnerischen Bank verhalten haben soll. Rund einen Monat später kam es nach dem slowenischen Pokalfinale (das Celje 4:0 gegen Koper gewann) an der Seitenlinie zu Handgreiflichkeiten zwischen Riera und dem gegnerischen Sportdirektor, nachdem Riera aggressiv auf die gegnerische Bank zugelaufen war.

Ebenfalls vergangene Saison hatte sich Stephen Bradley von den Shamrock Rovers öffentlich über die Arroganz und Respektlosigkeiten von Riera beschwert, nachdem die Rovers Celje in der Europa League Quali rausgeworfen haben. Riera hatte angekündigt, dass sein Team locker weiterkommen werde und wollte dem Gegner auch in der PK nach dem Sieg keinen Kredit geben. Diese Geschichte bekam vor einigen Monaten ein weiteres Kapitel, nachdem Celje und die Rovers in der Ligaphase der Conference League erneut aufeinandergetroffen sind. Dieses Mal gewann Celje, aber Riera verweigerte nach dem Spiel den Handschlag mit Bradley. Nach dem Spiel meinte er, dass der Sieg keine Überraschung und sein Team qualitativ weit überlegen sei. Anschließend griff er Bradley persönlich an und meinte, dass es wohl an dessen Qualität als Trainer liege, dass er nun seit rund zehn Jahren in Irland trainiere und kein Interesse aus größeren Ligen auf sich ziehen könne. Tatsächlich sollen wohl schon einige englische Vereine an Bradley interessiert gewesen sein, aber weil sein Sohn Leukämie hat, möchte er mit seiner Familie im gewohnten Umfeld in Irland bleiben.

Darüber hinaus kommt noch ein Bericht aus seiner Zeit als Trainer bei Bordeaux, wo er angeblich einen gegnerischen Spieler nach dem Spiel in den Katakomben geschlagen haben soll. Aber auch in der slowenischen Liga soll Riera wohl schon in seiner Zeit bei Olimpija mit Offiziellen von nahezu allen anderen Clubs aneinandergeraten sein. Damals hatte er auch öffentlich angekündigt, dass er in Slowenien keinen anderen Verein trainieren werde. Nach dem Double in seiner ersten Saison hatte er sich dann aber direkt  mit dem Management überworfen. Laut Riera wurde ihm kein neuer Vertrag angeboten, laut den Vereinsverantwortlichen wollte Riera unter den gegebenen Bedingungen nicht weitermachen. Also ist Riera zum größten sportlichen Konkurrenten nach Celje gegangen.

Sportliche Erfolge und spielerische Prinzipien

Insgesamt lässt sich schon festhalten, dass Riera sehr von sich selbst überzeugt ist, was als Führungsfigur ja auch erst mal nichts Schlechtes ist. Leistungsmäßig hat er bisher sowohl in Ljubljana als auch in Celje geliefert. 2022/23 mit Olimpija das Double geholt, in der nachfolgenden Saison war er mit Celje Tabellenführer, bevor er nach Bordeaux gewechselt ist. Nachdem Bordeaux zwangsabsteigen musste, ist er nach Celje zurückgekehrt und hat letzte Saison den nationalen Pokal gewonnen und das Viertelfinale der Conference League erreicht. Diese Saison ist Celje aktuell wieder Tabellenführer in Slowenien und hat sich erneut für das Sechzehntelfinale der Conference League qualifiziert.

Von dem was ich jetzt gelesen habe, zeigt sich seine Persönlichkeit auch in seiner Trainerphilosophie. So will er wohl das Spiel in jeder Phase dominieren und dem Gegner am besten keine Luft zum Atmen geben. Die Spielweise wird auch gegen jeden Gegner, ungeachtet der Qualität, durchgezogen. Hohes Angriffspressing gegen den Ball, offensives Ballbesitzspiel mit Ball. Das führt dann aber auch hin und wieder zu wilden Spielverläufen und nicht immer zu einer wirklichen Spielkontrolle. Am häufigsten habe ich als Vergleich den bedingungslosen Offensivfußball von Ange Postecoglou gelesen, der damit in einer stärkeren Liga wie der Premier League letztlich auch gescheitert ist.

Zum einen gilt er als herausragender Motivator, dem die Spieler bedingungslos folgen, zum anderen auch als taktisch versiert mit einem großen Fokus auf ein gutes Positionsspiel im Spielaufbau. Sein bevorzugtes System ist das klassische 4-3-3, das aber auch in ein 4-2-3-1 oder ein 4-1-4-1 abgewandelt werden kann. Vereinzelt hat er auch mit einer Dreierkette spielen lassen, dann in der Regel in einem 3-4-3. Mit den passenden Spielern kann man diese Systeme ja auch gut während des Spiels flexibel anpassen. Darüber hinaus unterstreicht das auch die Grundprinzipien des hohen Angriffspressings und einer starken Ballbesitzkontrolle durch die klassische Dreiecksbildung.

Ausbildung und Kontakte

Damit hat er sich wohl auch nicht nur wegen seiner guten Ergebnisse in Slowenien einen positiven Ruf als Trainer erarbeitet. Dank eines speziell eingerichteten Lehrgangs des spanischen Fußballverbands für verdiente Spieler hat Riera nach seiner Spielerkarriere schnell die UEFA Pro Lizenz als Trainer absolviert. Er bringt also durchaus die klassische spanische Philosophie des Fußballs mit, die ja von den taktischen und spielerischen Elementen auch bei uns implementiert werden soll. Zuletzt waren ja auch einige spanische Trainer international sehr erfolgreich.

Weitere Absolventen des Lehrgangs waren unter anderem Xavi, Xabi Alonso, Raúl, Marcos Senna und Joan Capdevila, mit denen er auch noch regelmäßig in Kontakt steht. Darüber hinaus ist Riera sehr gut mit Mikel Arteta befreundet (beide waren in Liverpool sogar Nachbarn) und tauscht sich oft mit ihm aus, ein Cousin Artetas ist auch Teil seines Trainerstabs. Mit Pep Guardiola pflegt er ebenfalls einen guten Kontakt und hat unter anderem ein halbes Jahr als Co-Trainer unter Domènec Torrent, selbst langjähriger Co von Guardiola, gearbeitet. Gut möglich also, dass sich Krösche in den entsprechenden Kreisen mal umgehört hat.

Zwischenmenschliche Führung

Gegenüber seinen Spielern geht er wohl sehr offen mit seinen eigenen Fehlern aus Spielerzeiten um und nutzt diese Erfahrungen aktiv in seinem Coaching. Er hat sich auch bereits mehrfach bei ehemaligen Trainern für sein damaliges Verhalten entschuldigt und gemeint, dass er nun als Trainer eine andere Sichtweise auf die Dinge hat. Dadurch bedingt will er in der Kabine auch alle mitnehmen, vor allem die Spieler, die gerade nicht so viel spielen. Zudem will er laut eigener Aussage die Spieler auch persönlich kennenlernen. Eine gute Kommunikation mit den Spielern scheint ihm also sehr wichtig zu sein.

Spanisch und Englisch spricht er auf jeden Fall, durch seine Zeit als Spieler sowie Trainer in Bordeaux sollte er eigentlich auch etwas Französisch sprechen. Da die deutsche Sprache in der Türkei und Slowenien auch durchaus verbreitet ist, kann er vielleicht sogar ein paar Brocken Deutsch. Ist für mich aber auch nicht entscheidend, schließlich hatte ich als meine Wunschlösung auch Stefano Pioli ausgemacht. Bei Toppmöller lautete die Kritik ja beispielsweise auch zu viele Details.

Fazit

Dennoch bezeichnen ihn selbst Befürworter als mindestens sehr selbstbewusst über arrogant bis hin zu egoistisch. Die genannten Kontroversen, die sich auch durch seine Trainerzeit ziehen, machen mir deshalb schon Sorgen. Vom Auftreten her dürfte er jedenfalls in allen Bereichen ein absolutes Kontrastprogramm zu Toppmöller sein – gegenüber dem Gegner, dem Schiedsrichter, den Medien, den Spielern und den eigenen Vorgesetzten.

Das kann natürlich im Erfolgsfall eine Sogwirkung haben, dass er als durchaus charismatische Gestalt vorneweg marschiert, aber nach Niederlagen kann es auch mal so richtig krachen. Ob er dann auch noch mit seinem sehr offensiven Ansatz die aktuelle Defensivschwäche behoben bekommt, dürfte interessant zu sehen sein.

Vorher weiß man das natürlich nie so genau, aber hier sehe ich die potenzielle Schere von "passt perfekt für unsere Entwicklung" bis "hohe Gefahr einer kompletten Implosion" wirklich sehr weit auseinandergehen. Mutig wäre die Entscheidung allemal, aber ich gehe davon aus, die Verantwortlichen haben ihre Hausaufgaben gemacht.
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Vielen Dank für den sehr guten, informativen Hintergrundbericht zu Riera. Eine sehr sachliche und abwägende Darstellung die Ihn aus vielen Blickwinkeln betrachtet. Danke für diese sehr sachliche Aufarbeitung.
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m4ce schrieb:

Das Problem an dieser unsäglichen 5er Kette ist doch, dass man, wenn ins Pressing geschoben wird, die Wege für den/die Spieler, die nach vorne durchschieben, sehr weit sind. Wir fressen dadurch immer wieder Tore nach dem gleichen Muster, weil unser durchschiebender Spieler null Zugriff auf den ballbesitzenden Gegenspieler bekommt, weil wie schon erwähnt, die Laufwege zu weit sind bzw. das Timing nicht stimmt. Dadurch fliegt uns unser eigenes Pressing um die Ohren und wir laufen nur noch hinterher.

Ich bin gegen die 5er Kette. Wir sind dadurch selbst im tiefen Block zu passiv, bekommen null Druck auf den gegnerischen ballbesitzenden Spieler und das Rausschieben ins 1vs1 funktioniert nicht!

Daher plädiere ich für das 4-2-3-1 mit Shkiri oder Hojlund als "holding 6". Hojlund oder Shkiri können sich auch mal im eigenen Spielaufbau variabel fallen lassen und wieder mit der 4er Kette eine 5er Kette bilden.
Die "holding 6" hätte erstmal nur die Aufgabe der möglichen Spielverlagerung und bei eigenen Angriffen wäre sie für die Konterabsicherung zuständig. Komplexitäten reduzieren durch simple Aufgaben-und Zuständigkeitsbereiche.

Und im 4-2-3-1 empfinde ich es als einfacher eine kollektive Kompaktheit gegen den Ball hinzubekommen und wesentlich intelligenter und effizienter ins Pressing zu schieben.

Aber ständig dieses löchrige System zu spielen in der Hoffnung, dass es besser wird, ist wahnsinnig und wird meiner Meinung weiterhin dazu führen, dass wir häufiger den Ball aus unserem Tornetz holen müssen als die gegnerischen Mannschaften.


Ich denke auch, dass wir in der Abwehr lieber Viererkette spielen sollten. Wir haben zuletzt viele Tore nach dem gleichen Muster gefangen, auch wenn die Tore jetzt gegen Hoffenheim eher über Flanken entstanden sind. Aber oft genug hatten wir Probleme, die Halbräume zuzubekommen. Wahlweise ist stattdessen die Außenbahn komplett offen. De facto verteidigen wir gerade im Umschaltspiel (siehe auch obige Argumente) maximal zu dritt. Wenn dann noch ein Spieler wie vor dem 1:1 versucht, mit 15 Meter Anlauf ins hohe Pressing zu gehen, stehen wir hinten erst recht blank. Ich glaube schon, dass eine andere Grundordnung hier helfen würde.

Erschwerend hinzu kommt, dass alle unsere Gegner bis hin nach Aserbaidschan unsere Schwächen komplett entschlüsselt haben. Und das ist ein zweiter Aspekt für eine Systemumstellung. Man braucht es dem Gegner ja nicht ständig so leicht zu machen, indem man immer so weiterspielt wie bisher.

Ob es dann ein 4-2-3-1. ein 4-1-4-1 oder ein 4-4-2 wird ist eigentlich egal. Das Hauptproblem liegt momentan in der letzten Linie.

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" ... Erschwerend hinzu kommt, dass alle unsere Gegner bis hin nach Aserbaidschan unsere Schwächen komplett entschlüsselt haben. Und das ist ein zweiter Aspekt für eine Systemumstellung. Man braucht es dem Gegner ja nicht ständig so leicht zu machen, indem man immer so weiterspielt wie bisher.

Ob es dann ein 4-2-3-1. ein 4-1-4-1 oder ein 4-4-2 wird ist eigentlich egal. Das Hauptproblem liegt momentan in der letzten Linie."
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m4ce schrieb:

Das Problem an dieser unsäglichen 5er Kette ist doch, dass man, wenn ins Pressing geschoben wird, die Wege für den/die Spieler, die nach vorne durchschieben, sehr weit sind. Wir fressen dadurch immer wieder Tore nach dem gleichen Muster, weil unser durchschiebender Spieler null Zugriff auf den ballbesitzenden Gegenspieler bekommt, weil wie schon erwähnt, die Laufwege zu weit sind bzw. das Timing nicht stimmt. Dadurch fliegt uns unser eigenes Pressing um die Ohren und wir laufen nur noch hinterher.

Ich bin gegen die 5er Kette. Wir sind dadurch selbst im tiefen Block zu passiv, bekommen null Druck auf den gegnerischen ballbesitzenden Spieler und das Rausschieben ins 1vs1 funktioniert nicht!

Daher plädiere ich für das 4-2-3-1 mit Shkiri oder Hojlund als "holding 6". Hojlund oder Shkiri können sich auch mal im eigenen Spielaufbau variabel fallen lassen und wieder mit der 4er Kette eine 5er Kette bilden.
Die "holding 6" hätte erstmal nur die Aufgabe der möglichen Spielverlagerung und bei eigenen Angriffen wäre sie für die Konterabsicherung zuständig. Komplexitäten reduzieren durch simple Aufgaben-und Zuständigkeitsbereiche.

Und im 4-2-3-1 empfinde ich es als einfacher eine kollektive Kompaktheit gegen den Ball hinzubekommen und wesentlich intelligenter und effizienter ins Pressing zu schieben.

Aber ständig dieses löchrige System zu spielen in der Hoffnung, dass es besser wird, ist wahnsinnig und wird meiner Meinung weiterhin dazu führen, dass wir häufiger den Ball aus unserem Tornetz holen müssen als die gegnerischen Mannschaften.


Ich denke auch, dass wir in der Abwehr lieber Viererkette spielen sollten. Wir haben zuletzt viele Tore nach dem gleichen Muster gefangen, auch wenn die Tore jetzt gegen Hoffenheim eher über Flanken entstanden sind. Aber oft genug hatten wir Probleme, die Halbräume zuzubekommen. Wahlweise ist stattdessen die Außenbahn komplett offen. De facto verteidigen wir gerade im Umschaltspiel (siehe auch obige Argumente) maximal zu dritt. Wenn dann noch ein Spieler wie vor dem 1:1 versucht, mit 15 Meter Anlauf ins hohe Pressing zu gehen, stehen wir hinten erst recht blank. Ich glaube schon, dass eine andere Grundordnung hier helfen würde.

Erschwerend hinzu kommt, dass alle unsere Gegner bis hin nach Aserbaidschan unsere Schwächen komplett entschlüsselt haben. Und das ist ein zweiter Aspekt für eine Systemumstellung. Man braucht es dem Gegner ja nicht ständig so leicht zu machen, indem man immer so weiterspielt wie bisher.

Ob es dann ein 4-2-3-1. ein 4-1-4-1 oder ein 4-4-2 wird ist eigentlich egal. Das Hauptproblem liegt momentan in der letzten Linie.

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Mo war nicht im Kader…
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da würde mich tatsächlich mal die Begründung interessieren
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Und es läuft weiter in die falsche Richtung...🙈
Dabei ist die Eintracht heute gut ins Spiel gekommen. Schönes Tor von Kalimuendo nach gutem Gegenpressing. Die erste Halbzeit war relativ ordentlich, auch wenn Hoffenheim trotzdem zu drei guten Chancen kam. Burger muss eigentlich mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz, kurz vor der Pause, das 1:1 machen.... Da hatten wir Glück.
Aber nach nur wenigen Minuten in Hälfte zwei ging nicht mehr viel bei der Eintracht. Es war wie abgeschnitten. Hoffenheim wurde immer galliger im Gegenpressing und das 1:1 war wieder mal richtig schwach verteidigt: Erst rückt Collins einfach blind raus und gibt unsere rechte Abwehrseite frei und in der Mitte pennt dann Koch und auch Santos sieht unglücklich aus. Danach war es wieder einmal nur eine Frage der Zeit wann Hoffenheim in Führung geht. Kopfball Kabak zum 1:2. Keiner eng genug (Chaibi) am Hoffenheimer-Abwehrspieler. Mit dem blöden abgefälschten 1:3 war dann der Deckel drauf....
Ich bin echt so langsam ratlos.... Diese Mannschaft braucht wohl dringend einen Psychologen! Keiner, bis auf Kristensen, der sich gegen Widerstände im Spiel aufbäumt! Man ergibt sich einfach in sein Schicksal und verfällt in die gleichen negativen Muster defensiv. Aber auch offensiv ging ja in Durchgang zwei gar nix mehr...
Puh, ich weiß nicht wie die Eintracht den Turnaround schaffen will. Die Saison scheint Richtung europäische Wettbewerbe schon jetzt so gut wie gelaufen zu sein. Eher sollten alle bei der Eintracht in den Rückspiegel schauen...😐
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Ist leider so. Läuft alles weiter, wie gehabt. 1. Hz war wirklich ok, obwohl ich mich schon da wunderte, dass einige Spieler spielten, die vorher laufend zeigen konnten, dass sie zumindest in einer veritablen Krise stecken. Andere wie Dahoud wiederum, die - wenn sie einmal spielten - eigentlich  durchaus auch spielerisch über dem Durchschnitt lagen, waren wieder draußen.
Und die 2. Hz dann ... Bin einfach sprachlos, wie leicht wir es dem Gegner wieder machten. Alles wie gehabt, auch die Art und Weise wie die Tore dann wieder zustande kamen. Einfach zuviele Ähnlichkeiten mit der Serie davor.
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Diegito schrieb:

Alle wollen Rose.

Ich bin für Bruno Labbadia. Da hätten dann auch die Spielerfrauen was von.
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Brodo schrieb:

Diegito schrieb:

Alle wollen Rose.

Ich bin für Bruno Labbadia. Da hätten dann auch die Spielerfrauen was von.

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Wenn man das Interview gehört hat kann man vermuten, dass die Spieler einfach nicht verstehen, was der Trainer von ihnen verlangt. Er hat ja gezeigt, welche Fehler bei den Gegentoren passieren, beteiligt sind immer mehrere Spieler, einer geht aus der Kette und presst und der Rest zieht zum Beispiel nicht mit bzw. kann nicht so schnell darauf reagieren und entstandene Lücken schließen.
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matzelinho88 schrieb:

Wenn man das Interview gehört hat kann man vermuten, dass die Spieler einfach nicht verstehen, was der Trainer von ihnen verlangt. Er hat ja gezeigt, welche Fehler bei den Gegentoren passieren, beteiligt sind immer mehrere Spieler, einer geht aus der Kette und presst und der Rest zieht zum Beispiel nicht mit bzw. kann nicht so schnell darauf reagieren und entstandene Lücken schließen.

Habe ich auch gehört und habe es genauso gesehen wie Du. Ich glaube aber nicht, dass die Spieler ihn nicht verstehen. Sein Ansatz ist einfach zu kompliziert und fehleranfällig. Da kann einfach immer zu leicht ein Bein dazwischen sein oder, oder ... und schon geht die Post ab und "Polen" ist offen. Und da ist er nicht lernfähig

Auch heute gab es ja durchaus noch mehrere gleichartige Situationen, in denen wir einfach noch Glück hatten. Und so war es doch in schöner Regelmäßigkeit die ganze Saison über. Das System ist der Fehler. Alle unsere Gegner wissen das doch schon und stellen sich entsprechend auf. In den Interviews heute hinterher musste man hier den Bremern und Harnik doch nur zuhören.

Ich weiss auch nicht was das soll, dass die ganze Abwehrkette regelmäßig und in jedem Spiel an der Mittellinie steht und auf die Konter geradezu wartet. Das ist kein Versagen eines Einzelnen wie Toppmüller heute mit Verweis auf Brown und Christensen andeutete. Das läuft doch so schon über viele Spiele. Und die Gegner wissen das (siehe wieder die Meinung der Bremer hinterher).
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ein Lichtblick ist für mich der neue Stürmer, auch wenn in HZ2 auch alleine auf weiter Flur.
Aber losgelöst von seinem Tor, habe ich ein gutes Gefühl, dass wir Freude an ihm haben werden
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denke ich auch. Hat heute eine gute Leistung gezeigt, auch prima wie er den Ball sichert, abschirmt und sich dabei gegen tw mehrere Gegner durchgesetzt hat.
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"Es nervt halt ungemein, dass sich nix bessert. Im Gegenteil, der Slapstik in der Abwehr wird immer schlimmer. Bin total angpisst von der neuerlich desolaten Leistung."

Das liegt aber vor allem daran wie wir auftreten, gerade wenn wir in der Vorwärtsbewegung sind und die Bälle verlieren. Dann ist "Polen" offen. Das ist doch die ganze Saison schon so. Ist wirklich wie bei der C-Jugend. Es wird nichts dazu gelernt und das hat wenig mit einem einzelnen Spieler zu tun.

Dazu die negative Entwicklung der Formkurven etlicher Spieler. Tw hängt es vielleicht auch damit zusammen,  dass sie auf eher ungewohnten Positionen zu Einsatz kommen.

Die Kommentare einiger Bremer Spieler und der Kommentatoren bei Sky waren da auch recht klar.
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Ein einziges Durcheinander.
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Doan auch erschreckend schwach.
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Macbap schrieb:

Doan auch erschreckend schwach.

ist leider so. Nach gutem Beginn Anfang der Saison baut auch er kontinuierlich ab. Wozu man allerdings auch sagen muss, dass er in vielen Spielen auf ungewohnten Positionen spielen musste.
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unglaublich  Was ist da nur los?
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Ich versteh es nicht mehr und gebe auf.
Wieso zumindest seit Beginn dieser Runde immer wieder dieselben negativen Abläufe in der Defensive oder bei Kontern der Gegner.
Wir greifen an und stehen dann defensiv immer alle rund um die Mittellinie möglichst in einer Linie. Dann bläst der Gegner den Ball einfach aus der Abwehr heraus über unsere in Linie stehende Abwehrkette und der vorne schon genau für diese Situationen positionierte schnelle Stürmer rennt mit Ball Richtung unseres Tores. Immer wieder das selbe. Auch in diesem Spiel mindestens schon 2x vorher passiert. Nur hatten wir da noch Glück.
Warum ist man nicht in der Lage für diese einfachen Abläufe eine Vorkehrung zu finden. Warum passiert das ständig? Warum lernt man nicht? Das kann 1x vor mir aus auch 2x passieren, aber nicht so wie bei uns. Das hat nichts mit einem einzelnen Spieler zu tun. Da stimmen die Abläufe nicht.
Dazu verstehe ich auch nicht die Engelsgeduld bei einzelnen Spielern.
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Ich bin während der ganzen Zeit, seit Toppmöller da ist, sicher nicht kritiklos in Bezug auf seine Arbeit, versuche es aber immer differenziert zu sehen und habe mich sowohl nach der durchwachsenen ersten Saison als auch nach den negativen Entwicklungen vor der Winterpause im Zweifel für DT ausgesprochen beziehungsweise vertrat/ vertrete den Standpunkt, dass er weiterhin eine Chance verdient, weil er durchaus auch Kredit gesammelt hab durch gute Entwicklung von Spielern in der Vergangenheit und nicht zuletzt auch die starke letzte Saison. Ich halte ihm auch diverse widrige Umstände wie z.B. bemerkenswertes Verletzungspech oder überdurchschnittliche Doppelbelastung aufgrund der heftigen Auslosung zu Gute. Allerdings muss auch ich zugeben, dass die Geduld langsam ausgeht.

Die Gründe sind weitgehend bekannt und offensichtlich.
1. Defensive Vollkatastrophe
Anders kann man es kaum nennen.
Natürlich hängt damit zusammen, dass die Entwicklungen auf der Torwartposition mit dem Übergang von Vereinslegende Trapp zu einem Nachfolger maximal unglücklich verläuft. Auch kann man Krösche da zu ein paar Prozent mit reinnehmen, dass weder eine defensiv hochwertige 6 noch ein Tuta-Ersatz geholt wurde. Trotzdem muss man einfach sagen, dass das Personal in weiten Teilen das selbe ist, mit dem wir in der Vergangenheit durchaus erfolgreich unterwegs und relativ gefestigt waren. Keiner der genannten Faktoren erklärt in Gänze 53 Pflichtspielgegentore zum Zeitpunkt des 17. Spieltags und die Tatsache, dass wir mit die meisten Gegentore der Liga haben. Die einzige Konstante in der Defensive ist, dass sich daran schlicht nix bessert. Natürlich ist das auch Sache des Trainerteams.
2. Wiederkehrende toxische Muster
Wir haben statistisch die meisten Gegentore durch leichte Fehler im Spielaufbau und haben eine erschreckend hohe Anzahl an Gegentreffern durch eklatante Blackouts. So ein Gegentreffer wie beispielsweise das 0-1 gegen den BVB kann fallen, kein Tor ist unvermeidbar aber das spielt der Gegner auch gut, ABER: Ein Großteil der Gegentreffer fällt eben nicht so, sondern im Anschluss an heftige Aussetzer, sei es durch Torhüter oder Defensivspieler. Wie gesagt, dass ist kein Gefühl sondern auch statistisch untermauert. Hinzu kommen weitere sich wiederholende Muster wie auffallend viele Gegentore zu Beginn oder zum Ende des Spiels hin und, besonders alarmierend, dieser völlige Verlust der Ordnung bis hin zu grotesken phasenweise Auflösungserscheinungen, wo minutenlang gar nix mehr geht. Meist im Anschluss an Gegentreffer, wonach der Gegner oft im Minutentakt zu Chancen oder gar weiteren Torerfolgen kommt. Und zwar nicht nur gegen Topteams, sondern auch gegen spielerisch limitierte, kriselnde verunsicherte Gegner. Diese Muster kriegen wir die ganze Saison über nicht abgestellt.
3. Formschwäche auffallend vieler Spieler
Genauso wie ein Trainer (zu Recht) gefeiert wird und gesagt wird "Der holt das Maximum aus der Truppe", wenn die Jungs performen, ist es halt auch andersherum, wenn viele der Form hinterherlaufen. Im Einzelfall kannn man immer Erklärungen finden, wenn ein Spieler durchhängt. Altersbedingt, private Probleme, ein Spieler kann körperlich angeschlagen sien usw... Kommen aber gleich mehrere Spieler nicht mehr an bereits gezeigte Leistungslevels heran, stimmt etwas nicht. Larsson, Koch, Collins, Bahoya, Götze, Skhiri... Sie alle hängen ihrer Topform hinterher, teils sind sie sogar nur ein Schatten ihrer selbst.
4. Verletzungen
Ganz grundsätzlich kannst du einem Trainer normalerweise keine Verletzungen anlasten, das ist oft natürlich auch einfach nur Pech. Natürlich kann DT beispielsweise nix für die Situation mit Ebnoutalib gestern. Auffällig finde ich aber schon, dass die Verletzungen sich massiv häufen und eigenartig oft Spieler kurzfristig mit irgendwelchen Kleinigkeiten ausfallen, da ein Zwicken, da ne Kleinigkeit, dort einer krank. Larsson hat das gefühlt in jedem zweiten Spiel. Dieser Punkt ist sicher nicht der Hauptkritikpunkt an Toppmöller und in Teilen schlicht Pech, aber zumindest habe ich da schon derweil ein Fragezeichen, ob in der Trainingssteuerung, medizinischen Abteilung oder sonstwo ein Problem liegt. Doppel- und Dreifachbelastung hatten wir die letzten Jahre auch regelmäßig, auch schonmal mit CL, aber so heftig war es nie.
5. Beobachtung Körpersprache / Zweikämpfe
Nicht immer, aber immer öfters fällt auf, dass es negative Schwingungen im Auftreten der Eintracht gibt. Dass bei Misserfolg, Gegentoren etc. Ärger und Frust aufkommt, liegt in der Natur der Sache, aber ich finde es hat schon eine andere Qualität, wie sich Spieler untereinander teilweise angehen und zumindest phasenweise ein Bild abgeben, das weniger dem einer intakten Mannschaft als eher eines verunsicherten Haufens an (teils hochtalentierten) Einzelspielern nahekommt. Auch in Interviews von Spielern kommt diese Ratlosigkeit und Genervtheit oft rüber. Ein positiver Vibe ist da seit einiger Zeit kaum greifbar und die Mannschaft wirkt im Auftreten nicht so, als wäre sie vom eigenen Weg restlos überzeugt. Ich will ihr auch nicht alles absprechen und ja, man zeigte gegen Dortmund Nehmerqualitäten oder konnte in Barcelona Widerstand leisten. Aber in Summe mehren sich die Phasen, wo man sich den Schneid abkaufen lässt. Beleg:  In den letzten 8 Pflichtspielen waren wir in der Zweikampfstatistik stets die unterlegene Mannschaft, gestern am Ende erbärmliche 35%, zwischenzeitlich waren es irgendwann um die 60. Minute gar nur 28% in den Live-Daten!

FRAGE: Wann war der letzte wirklich überzeugende Sieg, nach dem man gesagt hat, Jo- das hat Bock gemacht, das war geil, das war in beiden Halbzeiten gut und erfolgreich? Also im Sinne entweder eines Big-Point-Sieges gegen einen starken Gegner oder eines souveränen, klaren Siegs gegen einen kleineren?
Man muss in Prinzip bis in den Sommer zurückgehen, die ersten zwei Bundesligaspiele und das erste CL-Spiel gegen Gala. Das ist 4 Monate her. Mit ganz viel Wohlwollen kann man das trockene aber halbwegs ungefährdete 2:0 vs St.Pauli noch nennen. Es gab hier und da ein kämpferisch ordentlichen Auftritt wie gegen Neapel, BVB oder Barca, die waren aber letztlich auch nicht siegreich, und es gab ein paar gewonnene Spiele, aus denen du aber allesamt mit extrem faden Beigeschmack rausgegangen bist, wie diese Grusel-1:0-Kicks gegen Mainz und Augsburg inkl. Negativrekord der Bundesligageschichte bzgl. Torschüsse in einer Halbzeit oder diese Freakspiele in Gladbach und Köln, wo du nach wahnwitzigem Einbruch noch fast sichere Siege verzockst.
Auch hier gilt wie bei so vielem, im Einzelfall alles erklärbar, in Summe bedenklich.

Alles das zusammengefasst lässt bei mir kein gutes Gefühl zurück. Die von Krösche und Hellmann geäußerte Unzufriedenheit ist unübersehbar. Zwar gibt es punktuell positive Aspekte, wie dass wir stellenweise doch mal zumindest innerhalb eines Spiels ein paar passable Phasen einbauen oder weiterhin eine gewisse Torgefahr ausstrahlen, und sei es nur durch individuelle Qualitäten. Und sicher gibt es Dinge, für die DT nur bedingt etwas kann, vielleicht ist der gennante Punkt 4 (Verletzungen) auch wirklich etwas, was nix mit der Trainingssteuerung zu tun hat und wirklich einfach nur Pech ist. Aber viele Dinge fallen nunmal schon in den Verantwortungsbereich des Trainers und einiges klingt derweil nach Durchhalteparolen, die man nicht mehr hören kann, Stichwort Lernprozess, der "tolle Spirit" und so weiter.
Man kann für einiges Verständnis aufbringen, Teilaspekte der Misere hängen auch mit Fehlern in der Kaderplanung, Los- und Verletzungspech zusammen. Aber das reicht nicht, um das Ausmaß der Probleme zu erklären, nie und nimmer dürfen wir 53 Pflichtspielgegentore haben (mit einem Kader, der budgettechnisch im oberen Drittel der Liga steht) und wiederholt derart kopflos verteidigen. Wenn ich zB keine ausreichend schnellen IVs habe, muss ich einen taktischen Ansatz wählen, wo der Gegner nicht reihenweise frei auf den Kasten zuläuft wie gestern wieder.

Kurzum: Ich verstehe, wenn die Verantwortlichen dem Trainer noch eine Art letzte Chance geben, den Bock umzustossen, auch aufgrund seiner Leistung aus der Vergangenheit. Allerdings ist es kurz vor 12 -  zu viel Endlosschleife der immer selben Problem-Muster ist mittlerweile abgespult worden. Wir haben jetzt nach zwei durchaus anspruchsvollen Gegnern drei Duelle mit Teams, die vom Kadermarktwert unter uns angesiedelt sind, teilweise sogar mit weniger als die Hälfte des SGE-Kaders. Ich freue mich, wenn wir endlich eine Besserung sehen würden - bei mir geht es aber in der Tendenz schon in den Bereich wo ich sage, wenn nicht jetzt - wann dann?!
Mir ist auch klar, dass es nicht einfach ist, im Laufe einer Saison mal so eben einen Super-Kandidaten auszukramen, aber ein Verein wie die Eintracht sollte und wird einen Plan B in der Hinterhand haben und wenn absehbar ist, dass man die Saisonziele verfehlt (das würde bei negativem Ausgang der nächsten Spiele drohen) und der Eindruck entsteht, das Team zieht nicht mehr mit, sollte man nichts unversucht lassen.
Ich bin gespannt auf Freitag.
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guter Beitrag und sehr sachliche Analyse. Zwei Punkte, die mich beschäftigen
- bei zu vielen Gegentoren sind wir einfach zu offen, stehen in einer Reihe um die Mittellinie und können uns schnelle Stürmer leicht auskontern, davon laufen und haben dann freie Fahrt
- eine Häufung von Spielern, deren Form eher in die falsche Richtung zeigt und dazu noch Verletzungsprobleme
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Drücke Ihm so richtig die Daumen, dass es doch nicht so schlimm ist und er bald zurück auf den Platz kommen kann. Er ist für mich einfach ein richtig guter Typ.
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cm47 schrieb:

.ich bin immer noch sauer über den verdaddelten Sieg....mit dem Defensivverhalten werden die Gegentore nicht weniger werden und am Saisonende haben wir ein Torverhältnis von 70:70.....so kann das nicht weitergehen...
       


Das geht mir auch so. Allerdings stelle ich mir die Frage, warum unser Trainerteam das nicht hinbekommt. Warum hat Ryerson bei den Diagonalbällen auf ihn immer unfassbar viel Zeit, den Ball anzunehmen? Warum steht Brown dem Typen nicht auf dem Fuß? Sowas muss der Trainer doch sehen und aktiv coachen. Ich bin echt ratlos, warum wir auch am 16. Spieltag noch über solche Dinge reden müssen. An der indivuduellen Klasse unserer Defensive würde ich das nicht festmachen. Das sind alles Nationalspieler, die kicken können. Solche Voraussetzungen haben sicherlich 10 von 18 BuLi-Mannschaften nicht und dennoch steht deren Abwehr stabiler.

Ich bin immer noch der Meinung, dass es Dino irgendwie nicht schafft, die Mannschaft das spielen zu lassen, was sie kann. Die letzte Reihe bis zur Mittellinie aufrücken zu lassen, wird uns jedenfalls ganz sicher weitere Punkte kosten. Warum das nicht verändert wird? Keine Ahnung!
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"... Ich bin immer noch der Meinung, dass es Dino irgendwie nicht schafft, die Mannschaft das spielen zu lassen, was sie kann. Die letzte Reihe bis zur Mittellinie aufrücken zu lassen, wird uns jedenfalls ganz sicher weitere Punkte kosten. Warum das nicht verändert wird? Keine Ahnung!"

Das ist wirklich ein Punkt den ich auch überhaupt nicht verstehe. Zieht sich doch durch die ganze Saison hin. Dazu kommt, dass dann nicht unbedingt die Schnellsten dann nach hinten absichern. Da ist überhaupt keine Flexibilität oder Verarbeitung dieser wiederkehrenden Situationen zu erkennen. Als wolle man unbedingt mit dem Kopf durch die Wand.
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Tafelberg schrieb:

Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich über Younes Einstand freue.
Immer schön auf den Boden bleiben, weiter so und auch mal Durststrecken wegstecken

Warum wünschst Du ihm denn dann direkt ne Durststrecke an den Hals? 😅
Er soll genau so weitermachen und am besten in jedem Spiel treffen

Aber mal Scherz beiseite. Das sah ziemlich gut aus, wie Younes die Lücke zwischen zweiter und erster Liga geschlossen hat. Topfit, schnell und kräftig, durchgespielt und das gegen keine einfachen Gegner. Zwischendrin mal auf dem Weg zu einem Gacinovic-Gedächtnislauf, mit dem einzigen Unterschied, dass er von 5 Bienen umringt fast über den ganzen Platz gelaufen ist. (Respekt übrigens für die Rückwärtsbewegung der Gelben, die waren nach 10 Sekunden da hinten schon wieder zu 8. Kann man sich mal als Vorbild nehmen).

Ansonsten ist das alles wie schon hunderte Male erwähnt einfach ein wunderschöne Geschichte mit und für den Frankfurter Bub. Klasse, auch was fürs Herz.
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ich hatte mit einem neuen matanovic gerechnet.
und wer kommt?
der neue zlatan!
mega, junge! mach weiter so!
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