

FrankenAdler
21462
Ich schau mir jetzt Snatch an. Da geht wenigstens was
Oh mein Gott, was für ein klägliches Niveau hat diese WM!
Das kommt so wie Oldenburg gegen Burghausen
Mir vergeht echt langsam die Lust mir das noch anzuschaun.
Wobei das Spiel heute Nachmittag echt eine schöne Ausnahme war.
Hop Schwiz
Das kommt so wie Oldenburg gegen Burghausen
Mir vergeht echt langsam die Lust mir das noch anzuschaun.
Wobei das Spiel heute Nachmittag echt eine schöne Ausnahme war.
Hop Schwiz
Danke für deine Ergänzungen.
Der Zwang Kinder in die Krippe oder Ganztagsschule entsteht im Bereich der mittleren und niedrigen Einkommen dann, wenn du Elterngeld und Kindergeld massiv kürzt, bzw. wie du geschrieben hast, ganz abschaffst.
Natürlich bedeutet Kinderbetreuung Teilzeit zu arbeiten. Meine Frau und ich praktizieren das seit unsere Kinder geboren sind. Das ist aber eine bewusste Entscheidung. Wir gehen davon aus, dass unsere Kinder durchaus bis Ende der Grundschulzeit unserer Zuwendung bedurften und haben deshalb entsprechend gehandelt. Das wäre wohl ohne Kidnergeld nicht möglich gewesen. Einer von uns hätte dann wohl Vollzeit arbeiten müssen, allerdings hätte das bei den aktuellen Hortpreisen wohl bedeutet, dass es trotzdem sehr eng geworden wäre.
Man muss sich entscheiden, ob man das will.
Ganz davon abgesehen, welche Erziehungsideologie man so hat, bezweifele ich, dass aktuell auch für qualifizierte Arbeitnehmer genügend Jobs zur Verfügung stehen. Wäre das der Fall, würde im Ü50 Bereich nicht ein solcher Notstand herrschen.
Bezüglich der Sozialsysteme wäre IMHO die gerechteste Form eine steuerbasierte Finanzierung. Nettolöhne und damit die Kaufkraft würde steigen, alle Menschen würden über die Mehrwertsteuer, unabhängig vom Einkommen, zur Finanzierung beitragen, über Umsatzsteuer würde zusätzliches Geld in die Kassen kommen.
Bei der demographische Entwicklung die unsere Gesellschaft nimmt, wird man wohl früher oder später nicht an dieser Entscheidung vorbei kommen.
Dazu muss man halt dann die heilige Kuh Sozialversicherung schlachten, da sind die entsprechenden Lobbyisten in Politik und Gesellschaft vor.
Wäre übrigens auch die beste Möglichkeit Arbeit billiger zu machen.
Damit wären dann schon einige zentrale Forderungen von den Arbeitgebern erfüllt.
Außerdem würden "Reiche" dann auch automatisch durch ihren höheren Lebensstandard und dem damit einhergehenden Konsum, entsprechend mehr beitragen.
Der Zwang Kinder in die Krippe oder Ganztagsschule entsteht im Bereich der mittleren und niedrigen Einkommen dann, wenn du Elterngeld und Kindergeld massiv kürzt, bzw. wie du geschrieben hast, ganz abschaffst.
Natürlich bedeutet Kinderbetreuung Teilzeit zu arbeiten. Meine Frau und ich praktizieren das seit unsere Kinder geboren sind. Das ist aber eine bewusste Entscheidung. Wir gehen davon aus, dass unsere Kinder durchaus bis Ende der Grundschulzeit unserer Zuwendung bedurften und haben deshalb entsprechend gehandelt. Das wäre wohl ohne Kidnergeld nicht möglich gewesen. Einer von uns hätte dann wohl Vollzeit arbeiten müssen, allerdings hätte das bei den aktuellen Hortpreisen wohl bedeutet, dass es trotzdem sehr eng geworden wäre.
Man muss sich entscheiden, ob man das will.
Ganz davon abgesehen, welche Erziehungsideologie man so hat, bezweifele ich, dass aktuell auch für qualifizierte Arbeitnehmer genügend Jobs zur Verfügung stehen. Wäre das der Fall, würde im Ü50 Bereich nicht ein solcher Notstand herrschen.
Bezüglich der Sozialsysteme wäre IMHO die gerechteste Form eine steuerbasierte Finanzierung. Nettolöhne und damit die Kaufkraft würde steigen, alle Menschen würden über die Mehrwertsteuer, unabhängig vom Einkommen, zur Finanzierung beitragen, über Umsatzsteuer würde zusätzliches Geld in die Kassen kommen.
Bei der demographische Entwicklung die unsere Gesellschaft nimmt, wird man wohl früher oder später nicht an dieser Entscheidung vorbei kommen.
Dazu muss man halt dann die heilige Kuh Sozialversicherung schlachten, da sind die entsprechenden Lobbyisten in Politik und Gesellschaft vor.
Wäre übrigens auch die beste Möglichkeit Arbeit billiger zu machen.
Damit wären dann schon einige zentrale Forderungen von den Arbeitgebern erfüllt.
Außerdem würden "Reiche" dann auch automatisch durch ihren höheren Lebensstandard und dem damit einhergehenden Konsum, entsprechend mehr beitragen.
Da macht es doch Freude zu antworten, weil man endlich in eine sachliche Diskussion kommt!
Dieser Ansatz entspricht in etwa dem System das wir in der DDR hatten, eine vergesellschaftete Erziehung, Wegfall der Wahlfreiheit im Bereich Kindererziehung - nur ohne Garantie auf einen Arbeitsplatz.
Aus pädagogischer Sicht möchte ich den Wegfall des Elterngeldes absolut ablehnen, hier haben wir einfach die Bedürfnislagen Neugeborener im Blick zu behalten.
Ganz davon abgesehen: Was genau sollen die Leute dann arbeiten? Wir haben über 6 Mio Arbeitslose und von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist etwa die Hälfte in Teilzeit. Solange also keine Jobs da sind ist das eine Milchmädchenrechnung!
Der IMHO in Anbetracht der Einsparungen verkraftbar wäre. Man könnte die dann ja alle zu schlecht bezahlten Erziehern umschulen ,-)
Da bin ich ganz bei dir
Da bist du wohl noch auf Stand vor der SGB II Gesetzgebung. Einfach mal durchlesen den §121 SGB III
Das was noch an Unzumutbarkeit vorhanden ist könnte hauptsächlich durch gesetzliche Mindestlöhne beseitigt werden. Ansonsten muss man auch hier die Frage stellen: Wo nimmst du die 6 Mio Jobs her?
Auch hier bin ich ganz bei dir!
Nix hinzuzufügen.
Hier wiederum bin ich skeptisch. Nicht grundsätzlich aber doch im Detail. Wir müssen einen Basistarif haben, der für alle zugänglich ist und über den immer noch Grundsätzliches abgedeckt ist. Zusätzliche Wahltarife müssen dann auch gesetzlich zugesichert sein, damit chronisch Kranke aus Kostengründen nicht abgelehnt werden können. Auch müssen gerade chronisch Kranke, die ja Gefahr laufen in den Wirkungsbereich von SGB XII (Sozialhilfe) abzurutschen (wenn sie unter 3 Stunden täglich arbeitsfähig sind), bzw. wegen zu geringer Effizienz auf unserem Arbeitsmarkt eben keine Chance haben und dann auf SGB II angewiesen sind, grundsätzlich auch ohne eigene Mittel so abgesichert sein, dass ihnen wegen ihrer Krankheit kein Menschen unwürdiges Dasein droht.
Das müsstest du konkretisieren
Hier bitte ich um Zahlen! Ich meine auch schon gehört zu haben, dass die Quote vergleichsweise doch so gering ist, dass sich stärkere Kontrollen eben nicht auszahlen würden, sondern zu erzielende Einsparungen vom bürokratischem Kostenaufwand gefressen würden.
Hier muss man einfach Beifall spenden! Das ist ein Hauptkostenfaktor bei uns. Statt für Arbeit zu bezahlen, lassen sich Arbeitgeber ihre Arbeitskraft durch die Sozialsysteme subventionieren. IMHO der größte Skandal im Augenblick.
Danke für den super Beitrag
Ralf
EFCB schrieb:
1) Herabsetzung des Kindergeldes (gepaart mit komplettem Wegfall des steuerlichen Kinderfreibetrages) , Wegfall des Elterngeldes. Diese Gelder komplett umschichten in stark verbesserte Kinderbetreung und Ausbau von Ganztagesschulen/Kinderhorte mit Mittagessen.
Das hätte den Vorteil daß alle diejenigen, die aufgrund kleiner Kinder nicht arbeiten können, einen Ganztagsbetreuungsplatz fänden und einer Erwerbstätigkeit zur Verfügung stünden. Zudem würden Ganztagsschulen gerade Kindern aus bildungsfernen bzw. integrationsunwilligen Familien zu einer besseren Bildung und später besseren Berufsassichten führen. Da es keinen Zwang gibt, muß man sein Kind auch nicht in die Ganztagsschule bzw. den Kindergarten geben. Aber wenn es dort ein gescheites Schulessen gäbe würden Kinder aus bestimmten Schichten auch gesünder ernährt. Denn dort werden innerfamiliär eigentlich dafür gedachte Gelder eher für andere Sachen ausgegeben (Kippen, Alk u.a.). Das hääte dann auch durch bessere Ernährung in der Wacchtstumsphase Auswirkungen auf späteres gesünderes Leben und weniger Folgeschäden was dann auch Krankheitskosten einspart.
Dieser Ansatz entspricht in etwa dem System das wir in der DDR hatten, eine vergesellschaftete Erziehung, Wegfall der Wahlfreiheit im Bereich Kindererziehung - nur ohne Garantie auf einen Arbeitsplatz.
Aus pädagogischer Sicht möchte ich den Wegfall des Elterngeldes absolut ablehnen, hier haben wir einfach die Bedürfnislagen Neugeborener im Blick zu behalten.
Ganz davon abgesehen: Was genau sollen die Leute dann arbeiten? Wir haben über 6 Mio Arbeitslose und von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist etwa die Hälfte in Teilzeit. Solange also keine Jobs da sind ist das eine Milchmädchenrechnung!
EFCB schrieb:
2) Eindampfung der Sozialbürokratie. Zig Krankenkassen mit tollen Palästen mit entsprechendem teilweise extrem gut bezahlten Mitarbeitern. Das ist unnötig und würde erhebliche Kosten einsparen. Gegenargument wäre aber Arbeitsplatzwegfall
Der IMHO in Anbetracht der Einsparungen verkraftbar wäre. Man könnte die dann ja alle zu schlecht bezahlten Erziehern umschulen ,-)
EFCB schrieb:
3) Optimierung der Arbeitsabläufe in Arbeitsämtern und ALG II-Bearbeitungstellen. Durch Schludrigkeiten, überlange Bearbeitung, unnötigen Mehrfachterminen werden Kosten und Zeiten vergeudet. Da herrscht immer noch Behördengeist statt Effizienz vor. Würden Unternehmen derart vor sich hinwurschteln wären sie bald pleite.
Da bin ich ganz bei dir
EFCB schrieb:
4) Herabsetzung der Zumutbarkeiteregeln. Das hat sich zwar schon verbessert aber es gibt immer noch genügend Leute, die trotz langer Arbeitslosigkeit eine Alimentierung durch den Sozialstaat einfordern statt etwas einfacheres zu arbeiten. Wer es über Jahre nicht geschafft hat sich weiterzuqualifizieren und arbeitslos zu sein kann eben nicht mehr die nächsten 20 Jahre so weitermachen. Ist für die Betroffenen zwar unschön aber es ist nicht unmenschlich wenn sich z.B. ein seit 10 Jahren arbeitsloser ehemaliger Angestellter als Pförtner verdingen muß.
Da bist du wohl noch auf Stand vor der SGB II Gesetzgebung. Einfach mal durchlesen den §121 SGB III
Das was noch an Unzumutbarkeit vorhanden ist könnte hauptsächlich durch gesetzliche Mindestlöhne beseitigt werden. Ansonsten muss man auch hier die Frage stellen: Wo nimmst du die 6 Mio Jobs her?
EFCB schrieb:
5) Einbeziehung der Beamtenschaft in die gesetzliche Krankenkasse und Rentenversicherung. Das sind Arbeitnehmer wie andere auch. Dann soll der Staat sie auch genauso behandeln. Sprich den Arbeitgeberantel für die Sozialversicherungen (Ausnahme Arbeitslosenversicherung) zahlen. Das ersart dann später die hohen Pensionslasten, an denen wir in den nächsten Jahrzehnten noch erheblich knabbern werden. Da das ganze ein Systemwechsel wäre müßte der Statat für die bisherigen Beamten zeitanteilig für die bislang abgeleistete Zeit eben noch Pensionensansprüche befriedigen. Den gesetzlichen Krankenkassen würden somit erhebliche Mittel zufließen. Viele Staatsdiener sind angeblich nämlich nicht gerne in der Privatversicherung und freiwillig in der gesetzlichen ist niemand.
Auch hier bin ich ganz bei dir!
EFCB schrieb:
6) Überarbeitung des Kassenzulassungssystems für Ärzte. es kann nicht sein daß in Städeen eine Überversorgung da ist und auf dem Land ein Ärztemangel herrscht. Da müßte dann mit Quoten gearbeitet werden damit sich nicht alles in den Städten konzentriert. Denn dann konkurrieren die Ärzte untereinander stärker und müssen zur Praxiskostendeckung schauen, daß sie ggfs. durch unnötige Kostenhascherei (vermeidbare Mehrfachuntersuchungen u.a.) Gelder erwirtschaften. Phrase: Das Angebot schafft sich seine Nachfrage selbst
Nix hinzuzufügen.
EFCB schrieb:
7) Stärkere Einführung von Wahltarifen in der Krankenversicherung + günstigere Beiträge für Nichtraucher. Höhere Selbstbeteiligung und niedrigere Beiträge für den der es will. Das würde dazu führen daß die Anzahl eher unnötiger Arztbesuche wegfallen würde. Natürlich wird es dagegen Gemotze geben, denn chronisch Kranke kämen nicht in den Genuß diser verbilligten Prämien. Aber dafür wird für die Behandlung dieses Personenkreises (wenngleich ungewollt und eben krankheitsbedingt) ja jetzt schon der überwiegende Teil der gesamten Krankenversicherungsbeiträge ausgegeben. Eine wirklich ideale Beitragsfindung wird man nie haben, da immer Bevölkerungsgruppen etwas schlechter als andere davonkommen.
Hier wiederum bin ich skeptisch. Nicht grundsätzlich aber doch im Detail. Wir müssen einen Basistarif haben, der für alle zugänglich ist und über den immer noch Grundsätzliches abgedeckt ist. Zusätzliche Wahltarife müssen dann auch gesetzlich zugesichert sein, damit chronisch Kranke aus Kostengründen nicht abgelehnt werden können. Auch müssen gerade chronisch Kranke, die ja Gefahr laufen in den Wirkungsbereich von SGB XII (Sozialhilfe) abzurutschen (wenn sie unter 3 Stunden täglich arbeitsfähig sind), bzw. wegen zu geringer Effizienz auf unserem Arbeitsmarkt eben keine Chance haben und dann auf SGB II angewiesen sind, grundsätzlich auch ohne eigene Mittel so abgesichert sein, dass ihnen wegen ihrer Krankheit kein Menschen unwürdiges Dasein droht.
EFCB schrieb:
8) Ersetzen der kassenärztlichen Vereinigung durch ein kostengünstigeres Abrechnungssystem
Das müsstest du konkretisieren
EFCB schrieb:
9) Stärkere Kontrollen der Transferempfänger. Sind die Kontrollen mangelhaft steigen die Anreize für Abkassierer und Betrüger (Fachbegriff Moral Hazard) . Das fängt bei Betrügereien von Ärzten, Krankenhäusern und Apothekern an und endet beim Sozialhilfeschmarotzer. Das sind zwar nur Minderheiten aber hier gibt es leider doch immer noch zuviele davon. Muß ich damit rechnen daß meine Rezeptabrechnungen stärker kontrolliert werden und ich bei Verstößen harte Sanktionen erwarten darf dann läßt der betrügerische Arzt oder Apotheker das unrechtmäßige Tun eher. Gleiches gilt für die Minderheit der ALG II-Empfänger und Sozialhilfeempfänger, die das System nach Strich und Faden ausnutzen und keinen Finger krumm machen (ja, die gibt es wirklich, mir sind solche Leute persönlich bekannt)
Hier bitte ich um Zahlen! Ich meine auch schon gehört zu haben, dass die Quote vergleichsweise doch so gering ist, dass sich stärkere Kontrollen eben nicht auszahlen würden, sondern zu erzielende Einsparungen vom bürokratischem Kostenaufwand gefressen würden.
EFCB schrieb:
10) Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes. Jetzt nur mal auf den Sozialbereich fokussiert: Es kann nicht sein, daß Firmen ihre Mitarbeiter derart gering für eine Vollzeitarbeit bezahlen, daß der Steuerzahler durch erheblichen ALG II-Zuschuß diese Firmen letztendlich noch subventioniert. Denn diese Firmen können anders kalkulieren als Firmen, die "normale" Löhne zahlen. Und die dann durch ihre eigenen Steuergelder diese unseriösen Firmen noch subventionieren. Dies ist alleine ordnungspolitisch übel. Normalerweise bin ich kein Freund davon, daß sich der Staat überall reinhängt und reglementiert aber im Lohnbereich wurde in den letzten Jahren einfach zuviel Schindluder getrieben. Und letztendlich werde soviele neue Jobs im Billigsektor unter dem Strich gar nicht geschaffen. Vor allem dann nicht, wenn man die hierdurch wegfallenden Jobs dagegenrechnet. Durch die Sozialversicherungspflicht kommen dann auch noch ein paar Einnahmen zustande.
Hier muss man einfach Beifall spenden! Das ist ein Hauptkostenfaktor bei uns. Statt für Arbeit zu bezahlen, lassen sich Arbeitgeber ihre Arbeitskraft durch die Sozialsysteme subventionieren. IMHO der größte Skandal im Augenblick.
EFCB schrieb:
11) Lichtung des Dschungels der Pharmapreise. Es ist kaum zu glauben: Die Preise für Arzneimittel liegen hierzulande höher als in fast allen anderen (auch mit uns vergleichbaren) Ländern. Hier gibt es erhebliches Einsparpotential. Da muß dann aber auch vwirklich massiv vorgegangen werden weil die Pharmalobby die mit einflußreichste in Deutschland ist, welche seit Jahrzehnten ihre üppigen Pfründe verteidigt. Leider ist die Politik jedes mal eiongeknickt. sei es aus Unwissen, sei es aus persönlicher Verquickung oder man hat sich durch die Drohung des Arbeitsplatzabbaus einschüchtern lassen.
Danke für den super Beitrag
Ralf
Schranz76 schrieb:Ewigtreuer schrieb:
Lieber doch mal den Leuten in die Taschen langen, die mehr als genug haben, oder?
Das Problem ist, daß man viele von diesen Leuten dann ganz vergrault, heißt sie suchen sich logischerweise ein anderes nettes Land mit moderaten Steuersätzen, das ist für die extrem Wohlhabenden ( um die es euch ja angeblch geht ) kein Problem.
Folge sind weniger Steuereinnahmen, da das bisher gezahlte ja dann auch wegfällt. Am Ende zahlt dann die Zeche der normale Unternehmer, Arbeiter und Angestellte aus der Mittelschicht mit zusätzlichen Belastungen, hauptsache die Hartzer halten ihren Standard. Prost Mahlzeit.....
Genau, die gehen dann alle weg. Und dann zahlen sie im Ausland keine Steuern an Deutschland.
Mann oh Mann. So ein Schmarrrn.
Für jeden beschworenen Nachteil gibt es einen Vorteil.
Beispielsweise wird von den Neoliberalen Propheten seit Jahren das Ende des Wirtschaftsstandorts Deutschland an die Wand gemalt, sollten Mindestlöhne eingeführt werden.
Blöd nur, die von Leutchen wie dem hellbraunen Schranz verherrlichten Ziele der Reichen, haben solche Mindestlöhne.
Hier findet man eine Aufstellung dazu. Danach haben 21 von 27 europäischen Staaten einen Mindestlohn.
Dieser beträgt in Frankreich beispielsweise 1280 Euro; in Belgien 1308 Euro; oder in den Niederlanden 1335 Euro.
Da kann man dann wahrscheinlich überhaupt nicht mehr leben?
Nicht umsonst besteht in der EU die Angst, dass die deutsche Regierung mit ihrem "Sparpaket" die Konjunktur abwürgt.
Mindestens so wichtig wie die Anwesenheit dieser internationalen Finanzjongleure ist für dieses Land der Erhalt der Kaufkraft einer breiten Mittelschicht. Die wird aber gerade abgewürgt.
Und von dir Schranz würde ich mir wünschen, dass du nur einmal irgendwelche Fakten bringst, anstatt alles nachzubeten was dir in dein Pseudo-Konzept passt.
double_pi schrieb:
Hallo, es ist WM und die deutsche nationalmannschaft spielt tollen fussball. doch macht das die fussballnation zufrieden?
klare antwort: nein!
man sucht sich einfach etwas anderes über das man meckern kann. ob es vuvuzelas sind oder sich plötzlich unpolitische menschen über die politik aufregen... irgendwas wirds doch wohl geben, worüber man sich aufregen kann...
aber wieso ist das so? und wieso sind es immer die selben personen, die sich permanent über alles mögliche beschweren müssen? meckern deutsche generell häufiger als andere nationen? was könnte man tun um motzende menschen dazu zu bewegen weniger zu motzen? kennt ihr motzende extrembeispiele? kennt ihr beispiele, wie menschen weniger gemotzt haben, bzw. gar ihr leben umgestellt haben und glücklicher geworden sind?
Meckern? Deutschland?
Also ich?
Niemals!!!
Ich meine ich bin Deutschland, also bin ich Pabst und dann bin ich bald auch noch Weltmeister! Was soll es da noch zu meckern geben?
peter schrieb:
kam von dir nicht an anderer stelle ein koalitionsangebot? lass uns drüber reden.
wer die ISNM ist hatte ich auch gerade recherchiert. eine quelle die in ihrer objektivität meinem ganz besonderen freund hans-olaf henkel in nichts nachsteht.
irgendwie habe ich den anschein, dass ein noch ganz zartes pflänzlein der erkenntnis gerade in "diesem unserem lande" seinen weg ans licht findet. und dass immer mehr menschen erkennen, dass es so nicht weitergehen kann.
but i might be wrong.
You made my day
Das Pflänzchen kämpft ums Überleben, deshalb fängt es an sich zu regen.
Die Neoliberale Gehirnwäsche mit der man uns seit Beginn der Schröder Kanzlerschaft überzogen hat, verliert ihre Glaubwürdigkeit.
Seit Beginn der Agenda 2010 wird uns erzählt, dass "diese nächste Härte" noch sein müsste, dann wäre der Staat wieder auf dem Weg der Besserung.
Und was ist?
Dem Staat geht es trotz einer Serie von Einschnitten in die Sozialen Systeme immer schlechter, die Arbeitslosigkeit steigt bei jeder wirtschaftlichen Schwächephase wesentlich stärker an, als sie in Phasen wirtschaftlicher Boomzeiten wieder absinkt und der Staat ist mittlerweilen noch höher verschuldet, dafür ist das "Tafelsilber" sprich Staatseigentum mittlerweilen weitgehend verscherbelt worden. Auch so ein Herzensanliegen der kapitalistischen Lobbyisten.
Die einzigen Gewinner sind die Reichen und Superreichen der Gesellschaft, die immer mehr unter sich bleiben, es schafft kaum mehr jemand den Aufstieg, dafür aber immer reicher werden.
Die Probagandaträger des neoliberalen Verelendungskonzepts halt!
emjott schrieb:
Die Grafik der Sozialausgaben pro Einwohner verdeutlicht schonmal ganz klar, dass die Wiedervereinigung nicht das Problem war.
Außerdem steht dort "in Preisen von 2007", was für mich heißt, dass die Entwicklung der Lebenshaltungskosten und Inflation bereits rausgerechnet worden sind.
Die Kurve mit der deutschen Staatsverschuldung sieht übrigens ganz ähnlich aus: Stabiler Aufwärtstrend seit vielen Jahrzehnten.
Du möchtest gerne die Zahl der Leistungsbezieher berücksichtigt wissen. Genauso muss aber auch die Zahl der Leistungserbringer berücksichtigt werden. Die eine Gruppe wächst und wächst, die andere nicht. Unterm Strich müssen sich mittel- und langfristig Einnahmen und Ausgaben die Waage halten. Davon sind wir meilenweit entfernt.
Die Folge ist, dass der deutsche Staat auf Kredite angewiesen war, ist und bleiben wird. Deren Kosten steigen Stück für Stück an und zwingen dann in Zukunft zu Einsparungen an anderer Stelle. Sinnvoller wäre mMn die Einsparungen vorweg zu nehmen, sodass man in der Gegenwart ohne neue Schulden auskommt und der zukünftigen Generation die Kosten für Zins und Zinseszins erspart.
Es ist wie bei der Eintracht. Will man mehr Geld ausgeben als man einnimmt, geht das nur über Kredite. Irgendwann ist der positive Effekt der zusätzlichen Ausgaben verpufft während Schulden und regelmäßige Zinszahlungen noch da sind. Wenn man jetzt auf die Ausgaben verzichtet, die man sich nicht leisten kann, muss man sich vielleicht kurzfristig in Verzicht üben, ist aber langfristig besser dran.
Klasse emjott, dass du hier mit der Wohlstandsbilanz kritik- und kommentarlos eine isoliert dargestellte Grafik einbringst die damit in ihrer Wirkung absolut irreführend ist.
Fakt ist, dass wir 1960 nahezu Vollbeschäftigung hatten, Fakt ist auch, dass die von Arbeitslosigkeit betroffenen nicht dafür verantwortlich sind, dass in Deutschland ca. 6 Mio Arbeitsplätze fehlen.
Fakt ist deshalb auch, dass bei den Sozialleistungen bei gleichzeitigem Einnahmeverlust durch die Sozialversicherungen, die in Deutschland ja bekanntlich an das Arbeitsentgeld gekoppelt sind, ein Ausgabenplus entstanden ist.
Fakt ist auch, dass durch die grandiose Privatisierungswelle in der ehemaligen DDR Millionen von Arbeitsplätzen vernichtet wurden und dass das durchaus ein Effekt der Wiedervereinigung ist, der sich hier kostenmäßig niederschlägt.
Letztlich auch ein Fakt ist, dass du hier das Zentralorgan des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetal, das unter dem irreführenden Namen "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" für Neoliberale Positionen wirbt und in der deutschen Öffentlichkeit bereits mehrfach wegen versuchter Einflussnahme auf Presseorgane und verdeckter politischer Werbung angeprangert wurde zitierst!
Wirklich eine Klasse Quelle!
http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/zapp672.html
masenna schrieb:Mainhattan00 schrieb:
Mh, der Handwerker meinte, dass man erst herausfinden müsse, was die Ursache für die Feuchtigkeit ist. Im schlimmsten Fall müsse wohl die Mauer abgerissen werden...
Mal sehen, wie es weitergeht. Der Schimmel muss auf jeden Fall so schnell wie möglich weg...
ach ja....und gleich die mauer abreißen ist völliger unsinn!!!
Wenns an einer stelle ne kältebrücke gibt und der eigentümer aus kostengründen nicht nachträglich dämmen kann, gibt es möglichkeiten der innendämmung, diese sind nicht so teuer...
... dafür aber umso problematischer.
Mag zwar sein, dass du mit einer Innendämmung keinen Schimmelbefall mehr siehst, die Sporen hast du dann aber trotzdem in der Luft.
Gerade bei einer Innendämmung, am besten noch mit feuchtigkeitsdichtem Material (z.B. Styropor), bist du so zu sagen dabei eine Schimmelbrutstätte zu gründen.
Innenisolierung ist immer die schlechteste Möglichkeit und sollte eigentlich nur dann gemacht werden, wenn aus Platzgründen oder wegen Denkmalschutz nix anderes geht.
Ansonsten würde mich mal interessieren aus welchem Material die Wand ist, was für Fenster eingebaut sind, was für ne Himmelsrichtung die Wand hat, an der der Schimmelfleck zu sehen ist.
Und ganz nebenbei: Don`t panic!
Sooo schlimm ist das auch nicht, wenn du ein Schimmelfleckchen an der Wand hast.
Musst halt drauf schaun, dass du das behoben bekommst und dass sich das nicht verbreitet.
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/138495$.cfm
HeinzGründel schrieb:
@Frankenadler.
Ich schätze deine Beiträge. Aber so geht es nicht. Es gibt ein staatliches Gewaltmonopol. Und das hat auch einen guten Grund. Wenn wir uns auf diesen Comment nicht mehr einigen können, dann gilt hier bald das Recht des Stärkeren. Wahrlich keine schöne Vision.
. Die Situation in Frankreich ist eine ganz andere. Das hat nicht nur wirtsschaftliche Ursachen und das wißt ihr genau.
Ja klar ist in Frankreich die Situation eine andere und doch ist es wieder keine andere.
Der Unterschied dürfte IMHO der sein, dass das Eskalationspotential unter den französischen Bedingungen hefitger ist.
Die Ursachen dafür, dass Staaten, also Gesellschaften, es sich nicht mehr leisten alles zu tun, um Integration zu ermöglichen und sozialen Frieden zu sichern sind dann doch wieder sehr ähnlich.
Darüber hinaus stelle ich das staatliche Gewaltmonopol nicht in Frage.
Ich möchte nur zu bedenken geben, dass staatliche Gewalt immer auch dazu führen kann dass Menschen aufbegehren.
Und das passiert besonders leicht dann, wenn eine immer größere Gruppe von Menschen immer weniger Möglichkeiten hat am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Meine Diplomarbeitsmama, ihres Zeichens Kriminologin, hat mal sehr schön gesagt, dass ein Großteil der strafrechtlich relevanten Taten von Menschen, vom Versuch der gesellschaftlichen Partizipation herrührt. Außerdem hat sie die Schlussfolgerung gezogen, dass Menschen notfalls bereit sind mit illegalen Mitteln diese Partizipation zu erreichen, nämlich dann, wenn sie keine legalen Mittel:
1. zur Verfügung stehen haben oder
2. keinen Zugang zum erlernen solcher legalen Partizipationsmöglichkeiten haben
Das möchte ich erstmal Wertfrei verstanden wissen.
Menschen, die sich durch staatliche Gewalt, die man im Einzelnen dann gerne unterschiedlich bewerten mag, in ihren legalen Partizipationsmöglichkeiten behindert fühlen, können also durchaus auf die Idee der "Gegengewalt" verfallen.
Und an diesem Punkt nützt uns dann keine Debatte mehr darüber, wie wir das Gewaltmonopol wieder herstellen, dann brauchen wir in erster Linie eine Debatte darüber, wie das Gewaltmonopol sich ausprägt.
Da stehen wir mMn!
Grüßle aus Franken
Ralf
P.S.: Schönes Spiel zusammen!!!
Im Endeffekt kann man sich fast nur zügige Neuwalen nach der WM wünschen!
Das dürfte die FDP aus dem Landtag würfeln und auch die CDU müsste die Rechnung für ihre desaströse Regierungspolitik zahlen. Der WM Effekt wäre dann auch für`n *****.
Wenn die Sozis einmal einigermaßen schlau sind, arbeiten sie darauf hin!
Das dürfte die FDP aus dem Landtag würfeln und auch die CDU müsste die Rechnung für ihre desaströse Regierungspolitik zahlen. Der WM Effekt wäre dann auch für`n *****.
Wenn die Sozis einmal einigermaßen schlau sind, arbeiten sie darauf hin!
Dschalalabad schrieb:
Dann lies mal in den linken Blogs und auf den bekannten Seiten...
Ein antikapitalistischer black block ist links!
Und zwar so nah links, dass er schon rechts wieder ankommt!
Diese W**** kotzen mich an!
Ja und? Hier wurde geschrieben, dass Gewalt Gegengewalt erzeuge.
Da wird dann hier scheinheilig rumdiskutiert von so Gutmenschen und politisch korrekten.
Gewalt definiere ich nicht nur als direkten Übergriff eines Menschen gegenüber einem anderen. Ich mag mir da schon auch Gedanken über strukturelle Gewalt machen.
Ausgrenzung ist Gewalt!
Diskriminierung ist Gewalt!
Verhindern von Teilhabe - Gewalt!
Aber macht man sich dann lieber einfach, dann is alles gut.
Übrigens brennen in Frankreich Nacht für Nacht die Autos in den Banlieues. Und das ist schlicht Ausdruck nicht nur von sinnloser Gewalt sondern von einem Status Quo der nicht mehr akzeptiert wird. Das ist die Grenze von Staatlichkeit!
Im Thread zu den Sozialkürzungen habe ich genau dazu geschrieben, dass uns ein höheres Wesen gnädig sein mag, sollte man den Sozialstaat immer weiter schleifen.
Voilá
Schranz76 schrieb:
Und weiter? Freibadpreise festzusetzen ist wohl eher Sache der Kommune und nicht von Westerwelle persönlich.
Du bist wirklich von bestechender Schlichtheit schranz
Aber mal zum Thema. Bzw. eben zur Themaverfehlung.
Hier wird über private Solidarität diskutiert, nicht über Sozialleistungen.
Als Ende des 19. Jahrhunderts der Kapitalismus seine ganze Kraft entfaltete, waren die verschiedenen Nutznieser kaum dazu bereit in irgendeiner Weise ihren Gewinn für das Proletarierpack zu minimieren.
Bismarck dagene sah sich als Staatsmann mit der Gefahr eines Aufruhrs und letztlich gewaltsamen Umsturzes konfrontiert.
Als alter preußischer Landjunker was Bismarck wenig geneigt, dem Pack irgend welche Zugeständnisse zu machen.
Was er aber wohl erkannt hat, war, dass die verelendeten Massen eine Stimme bekommen hatte und bereit wurden, die fehlende gesellschaftliche Teilhabe mit Gewalt zu erzwingen.
Um also dieses System zu schützen musste Solidarität erzwungen werden.
Und das setzte Bismarck mit seiner Gesetzgebung dann auch durch.
Unser Sozialsystem basiert immer auf erzwungener Solidarität.
Es geht also bei dieser Debatte ausschließlich darum, ob der Staat bei seinen Zwangsmaßnahmen zur Erhaltung des sozialen Friedens beiträgt oder diesen aufkündigt.
Die BRD und ihre soziale Marktwirtschaft war bis zum Fall der DDR der Schlüssel zur Überlegenheit des eigenen Systems gegenüber dem der sozialistischen Länder.
Und nur weil dieser missratene Versuch von Sozialsimuss gescheitert ist, sollte niemand annehmen, dass deshalb der Kapitalismus auf alle Zeit alternativlos bleiben würde.
Diese Gesellschaft wird nur so lange funktionieren, solange alle Teile sich einigermaßen integriert fühlen.
Wenn das für einen immer größeren Teil der Menschen nicht mehr zutrifft, wird sie auf kurz oder lang daran zerbrechen.
Dann gnade uns ein höheres Wesen!
ajatollarockenrolla schrieb:
Bei der Graka kannst du dir überlegen ob du dir nicht eine DirectX11er Karte holst. Bislang gibts zwar kaum Spiele dafür(selbst DX10 wird kaum verwendet) aber es wird nicht mehr lange dauern.
Dem würde ich mich anschließen.
Ich möchte außerdem, wie auch bereits ein Vorschreiber, zu bedenken geben, dass du bei der CPU auf ein Auslaufmodell setzt. Allerdings auf ein ganz hervorragendes.
Auch in Punkto Arbeitsspeicher würde ich mir überlegen gleich auf DDR3 zu setzen und mir auch ein entsprechendes Mainbord zu suchen.
Davon abgesehen würde ich persönlich dazu neigen, mir für einen Midi-ATX Tower auch ein Midi-Board zu holen.
2 PCI Anschlüsse in Reserver können nie schaden.
Btw: Bei den Preisen die du da in Kauf nimmst täte ich mir an deiner Stelle überlegen, ob ich mir nicht Rat bei nem kompetenten Händler meiner Wahl holen würde. Grad weil du ja meinst, du hast nicht wirklich viel Ahnung ,,,
P.S.: Ach ja, wie viele Gehäuselüfter hat der Tower? Ich sah da in der Beschreibung nur den Front-Lüfter. Auch würde ich mir Gedanken über einen CPU Lüfter machen. Der Intel Standard dürfte dir bei deiner Konfiguration nicht wirklich gefallen.
Schranz76 schrieb:
Weiß nicht, was es da zu lachen gibt, außer daß du es mal wieder nicht raffst....
Ich hab schon oft genug geschrieben, daß mir dieser Sozialstaat viel zu aufgebläht ist und daß ich die Kürzungen, auch wenn noch eher zu gering, befürworte. Weshalb sollte ich das dann noch zusätzlich finanziell unterstützen?
Von daher erwarte ich nicht von allen, sondern insbesondere von euch Kritikern an den Einschneidungen im Sozialwesen, daß ihr direkt was unternehmt.
Falls es denn interessiert, wenn es generell um Engagement geht, hab ich schon Bereiche, wo ich unterstütze, nämlich die örtlichen Fußballvereine und ab und an den WWF.
Es gibt genau zwei Möglichkeiten:
Das System bietet Arbeit und Einkommen für alle, dann kann man gerne denen die keinen Bock haben die Kohle wegkürzen!
Oder das System bekennt sich dazu, dass es Profiinteressen über Einzelschicksale stellt und sich den Teufel darum schert ob der Einzelne hier teilhaben kann. Dann muss konsequenterweise auch ohne Arbeit ein menschenwürdiges Leben möglich sein.
Spenden oder Patenschaften wie du sie forderst sind im übrigen nichts neues.
Was du hier anbringst ist der Ursprung der professionellen Sozialen Arbeit wie sie heute existiert.
In der Zeit der Industrialisierung wurde überall in Europa versucht über privates Engagement von wohlhabenden Bürgern (damals vor allem die durchgehend beschäftigungslosen Frauen dieser Schicht), die schlimmsten Folgen der Entwicklung des kapitalistischen Systems entgegenzuwirken.
Man sprach von Wohlfahrt und Armenhilfe.
Daraus entwuchs in der Folge die Einsicht, dass man ohne Institutionalisierung keine Chance hat den sozialen Frieden zu wahren. Die Bismarkschen Sozialgesetze waren dann ein Versuch die aufstrebende Sozialdemokratie zu entradikalisieren. Mit beträchtlichem Erfolg.
Du forderst also eine Rückkehr zu Ansätzen des 19. Jhdt. Klasse Innovation! Du bist ein würdiger FDP-Wähler!
Wenn jetzt Leute wie du mit Ansätzen aus der Zeit des ungehemmten Raubtierkapitalismus daher kommen und dafür den modernen Sozialstaat abschaffen möchten, dann lässt das tief blicken.
Wie meistens sprichst du gedankenlos das aus, was andere aus Gründen der political correctness vermeiden.
Nein, das macht dich deshalb nicht sympathischer, keine Sorge
Basaltkopp schrieb:
Hier wären IMHO auch die Jugendämter gefordert. Gerade die müssten in sozial schwächer gestellten Familien auf das Wohl der Kinder achten und da wären häufig nicht übertragbare Gutscheine für Sachleistungen für die Kinder oft sinnvoll - wenn festgestellt wird, dass die Eltern nicht haushalten können und das Geld, was den Kindern zustehen würde, anders verschwenden.
Na da liegt ja grad das Problem. Es ist ja nicht so, dass diese Regierung nur die Sozialleistungen total zusammenstreicht, es ist ja auch so, dass die Steuerpläne die im Koalitonsvertrag festgeschrieben wurden, die Kommunen unverhältnismäßig belasten werden, die derzeit eh in Schulden ersticken, weil die Wirtschaftskrise über die Umsatzsteuer vor allem die Kommunen getroffen hat.
Und wer betreibt und bezahlt die Jugendämter? Richtig die Kommunen.
Das heißt in der Schlussfolgerung einfach nur, dass zum einen die Mittel für Bedürftige gekürzt werden, zum anderen aber auch die Mittel derer die Familien aus sozial schwachen Milieus unterstützen könnten.
Die Fallzahlen denen die Kollegen unserer Jugendämter ausgesetzt sind, sind absolut unbewältigbar.
Erst wenn da, wie in Bremen, mal ein Kevin im Kühlschrank liegt, werden wieder Gelder locker gemacht, dann blökt wieder die Masse, dann wird wieder auf die Kollegen eingedroschen die sich angeblich "nicht die Mühe gemacht haben" richtig hinzusehen.
Grüßle aus Franken
Ralf
Schranz76 schrieb:
Also gut, einmal noch:
Eine Geschichte vom Kumpel ist gut, die beiden haben seit jeweils ca. 15 Jahren mit den Leuten zu tun...
Zu den Statistiken, Links etc.: Alles schön und gut, aber zum eigentlichen Thema des Threads - Sozialhilfeempfänger - war jetzt keiner dabei ( außer der zu den Kosten von 27,3 Mrd. für HartzIVler).
Deshalb hab ich hier keinen Bock auf z.B. den Verteidigungshaushalt einzugehen, daß auch da zu viel ausgegeben wird hab ich bestimmt schon 5x hier im Thread gesagt, viel zu widerlegen gibts von daher da z.B. nicht.
Genauso gut, wie du auf meine Statistik der "schwarzen Schafe" wartest, könnte ich von dir eine verlangen, die das Gegenteil eindeutig belegt ( Wenn du jetzt die hier im Thread, glaube ich, schon gebrachte mit den 4% bringst.......das glaubt net mal jemand, der sich die Hose mit der Kneifzange anzieht) .
Google hilft!
Hier zwei Artikel mit Zahlenmaterial zu den ausgesprochenen Sanktionen nach Hatz4.
http://www.sozialleistungen.info/news/16.04.2007-sueddeutschland-fuehrt-bei-alg-ii-sanktionen/
http://www.sozialleistungen.info/news/20.02.2010-sanktionen-wegen-arbeitsverweigerung-sind-die-ausnahme/
Es geht übrigens nicht um Sozialhilfe wie du, Schranz, immer wieder fälschlicherweise sagst, sondern um ALG2. Sozialhilfe ist lediglich das Mittel zur Existenzsicherung für Menschen die dauerhaft unter 3 Stunden täglich erwerbsfähig sind.
Einen schönen Überblick bietet übrigens folgende Seite:
http://www.lpb-bw.de/hartz_iv.html
Die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Baden-Würtemberg dürfte selbst dir Schranz unverdächtig sein.
Zum Arbeitsmarkt im Januar 2010 steht hier zu lesen:
"Insgesamt bekamen damit 6.177.000 Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II, fünf Prozent mehr als vor einem Jahr."
Soviel zu der, natürlich der Unkenntnis geschuldeten Annahme des verehrten Vorredners Schranz, der Arbeitsmarkt entwickle sich positiv.
Dies belegt auch folgendes Zitat:
"Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im November 2009 nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 27,7 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 146.000. Davon entfällt die Hälfte auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen."
Um dann direkt auf die "offizielle Arbeitslosenstatistik" einzugehen noch dieses Zitat:
"Der konjunkturelle Abschwung hat im Januar 2010 den Arbeitsmarkt voll erreicht. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich von Dezember auf Januar um 342.000 erhöht. Die offizielle Anzahl der Arbeitslosen liegt im Januar bei 3,6 Millionen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind 130.000 Arbeitslose hinzugekommen. Mit 40 Millionen Erwerbstätigen arbeiteten 150.000 Menschen weniger als noch vor einem Jahr. Zusätzlich gingen im Dezember Anzeigen für 220.000 Kurzarbeiter ein. Im laufenden Jahr rechnet die Bundesagentur durch die Wirtschaftskrise mit mehr Arbeitslosen. "
Allerdings wird die Statistik jeden Monat bereinigt. Im Januar nahmen 1.540.000 Personen an Fördermaßnahmen teil, die kurzfristig allein durch die Teilnahme gesamtwirtschaftlich die Arbeitslosenzahl reduzieren. Wer an einer Maßnahme teilnimmt, wird nicht als arbeitslos gezählt. Im Dezember befanden sich 271.600 Personen in Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Absatz 3 SGB II, davon 84 Prozent in "Arbeitsgelegenheiten der Mehraufwandsvariante", dem sogenannten Ein-Euro-Job.
Einfach um eine wenig Realität in die Debatte zu bringen.
Grüßle aus Franken
Ralf
FredSchaub schrieb:
http://www.chip.de/downloads/VLC-media-player_13005928.html
das Prog ist super, slowmo müsste es haben (aber keine Gewähr )
Das Prog ist nicht nur super sondern kann selbstverständlich slowmo!
Einfach unter Wiedergabe gucken, da kannst du schneller oder langsamer machen!
Afrigaaner schrieb:
Ich muss Schranz76 ein wenig zustimmen.
Eine Verwandte von mir 1 Kind, alleinerziehend. Hat eine schoene Warme Wohnung. Die Eltern nehmen das Kind. 80% der Nahrung ist sie und das Kind bei den Eltern.
Meist kaufen die Eltern die Windel usw.
Die Gute zeigt keine Ambitionen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu bekommen. Die hat das schönste Leben.
Dem gegenüber stehen aber auch die, die z.B. mit 50 unverschuldet arbeitslosen werden, keine Anstellung mehr finden. Die Mitten aus dem Leben gerissen wurden.
Ich persönlich verstehe nicht warum ein 20 jähriger (ohne jemals etwas an Steuer oder Sozialversicherung bezahlt zu haben das gleiche erhält wie der Arbeiter der 40 Jahre malocht hat.
Aus meiner Sicht wäre es doch anständig und menschenwürdig, würde man hier einen Zuschuss von sagen wir 1% pro Arbeitsjahr einfließen lassen.
Gruß Afrigaaner
Und welche Rückschlüsse ziehst du daraus?
Ich ziehe daraus den Rückschluss, dass wenn Hartz4 am Existenzminimum ausgerichtet ist, der der mit 50 Jahren arbeitslos wird eben mehr als das Existenzminimum bekommen sollte, nicht der der jünger ist weniger als man in dieser Gesellschaft braucht um zu überleben.
Oder wie siehst du das?
Naja, das Spiel ist halt so, dass man echt lieber über was anderes diskutiert!