

FrankenAdler
21467
#
FrankenAdler
An Stender geht das Spiel komplett vorbei
Stendera ist genau der Richtige für so ein giftiges Spiel!
Boateng dann jetzt zweite Spitze.
So ist das wenn man die Dinger nicht macht!
Unglaublich
Matzel schrieb:
Mascarell und Wolf bisher top - auch KPB sehr stark.
Man sollte Timmy nicht vergessen der auf links nen richtig guten Job macht!
Ein Treffer für den Timmy das große Lob gebührt!
Wie geil er da schaltet! Wie geil er da das Auge hat!
Wie geil er da schaltet! Wie geil er da das Auge hat!
Aber Hase die coole Sau entschärft das mal ganz locker!
Hrgota gefällt mir sehr gut heute. Der ist motiviert bis in die Haarspitzen!
Haller kriegt ganz schön auf die Socken heute!
Der Pass von Omar war schon Sahne
Supporter_since_85 schrieb:
Der Pass von Omar war schon Sahne
Oma ist
Alter Falter!
Respekt Schwolow!
Das mit Willems ist schon krass!
Freue mich wie die Sau Omar neben Boateng zu sehen!
Freue mich wie die Sau Omar neben Boateng zu sehen!
FrankenAdler schrieb:
Lieber rhoischnook
ich glaube für mich in Anspruch nehmen zu können, dass ich ausgesprochen gut über die Nöte und Anliegen der Menschen informiert bin, die du hier der AfD-Wählerschaft aus Angst vor Verelendung bezichtigst. Ich empfinde deine Argumentation als unschlüssig und unverschämt. Ich werde erklären warum.
Zum einen argumentierst du rein gefühlsmäßig. Du unterstellst. Du belegst aber (anders als Stefan im letzten Post) nichts. Dann geht deine Mutmaßung fehl, Menschen würden nicht realisieren, dass ihre Nöte instrumentalisiert werden um gegen noch Schwächere zu hetzen. Menschen die selbst ausgegrenzt sind, haben gewöhnlich ein sehr gutes Gefühl dafür, wer hier Täter ist und wer Opfer. Zwar ist kaum eine Solidarisierung zu erwarten mit Geflüchteten und anderen Opfern der Ausgrenzungskampagnen der neuen Braunen, gleichwohl erlebe ich in meinem alltäglichen Kontakt mit diesen Menschen dass viele extrem angewidert davon sind, wenn jemand Stärke über das dissen von Schwachen gewinnen will.
Natürlich gibt es das ein oder andere *********, das auf Grund eigener "schlechter Erfahrungen" nicht gut auf Ausländer zu sprechen ist und deshalb erfreut auf diesen Rassismus reagiert. Die meisten dieser Menschen sehen aber in erster Linie Schicksalsgenossen denen es genauso oder noch beschissener als ihnen selbst geht.
Die die tatsächlich völlig frustriert sind von diesem Staatswesen, Menschen aus Hartz IV Dynastien, Menschen die versuchen über Kriminalität zu partizipieren, interessieren sich oft kaum für Politik und stellen einen nicht unerheblichen Teil der Nichtwähler.
Deshalb empfinde ich es als Ehrabschneidend wie du die Menschen die aus welchem Grund auch immer wenig Bildung genossen haben oder in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen leben der kollektiven Dummheit bezichtigst. Ich bekomme Tag für Tag aufrechte, stolze Menschen mit, die sich von diesen Rattenfängern nicht fangen lassen. Weil sie trotz ihrer Situation Menschen geblieben sind, nicht Ratten! Du urteilst diese Menschen hier kollektiv ab und unterstellst ihnen völlig ohne Verantwortung für ihre Situation einfach nur irgendwelchen Parolen hinterher zu laufen. Das ist allerunterste Schublade was du hier veranstaltest.
Ich sehe mich in meinem beruflichen Alltag als Anwalt dieser Menschen! Das ist mein Job - und ich lasse es nicht stehen, wenn da einer herkommt und so eine billige Polemik über diese Menschen auskippt!
Werter FrankenAdler,
Du empfindest meine Posts und meine Meinung als unverschämt. - Gestehe ich Dir zu. Davon lebt ein Forum.
Deine Ausführungen habe ich mit Interesse gelesen, sie lieferten mir sogar neue Denkansätze. Dafür Danke ich Dir. Eben da Du Dich so ausführlich mit mir und meinen bisherigen Posts auseinander gesetzt hast. Danke.
Aber auch bei Deinen Ausführungen fehlt der Ansatz, wie man den Menschen helfen kann, die sich ausgegrenzt fühlen. Die für - wie im vorherigen Post von mir an Brodowin für 6,04 die Stunde netto arbeiten. Diese Leute muss man wieder "ins Boot holen". Dann verschwinden solche Parteien wie die AfD wie seinerzeit die REP und die DVU.
Es ist eine "Deutsche Krankheit" dass man sich für alles mögliche einsetzt und sich engagiert, nur für die Menschen im Land, denen es schlecht geht, nicht. Warum ist das bei uns so?
Konkrete Frage an Dich: Wie viele Menschen in Deinem Bekanntenkreis gehen für 6,04 Euro die Stunde netto arbeiten? Wie oft setzt Du Dich mit solchen Menschen auseinander? Siehst Du die Augenringe dieser Menschen, die an der Belastungsgrenze sind um zu Leben?
Laut Deinem Post schon. - Nur, was tust Du für diese Menschen?
rhoischnook schrieb:
Du empfindest meine Posts und meine Meinung als unverschämt. - Gestehe ich Dir zu. Davon lebt ein Forum.
Deine Ausführungen habe ich mit Interesse gelesen, sie lieferten mir sogar neue Denkansätze. Dafür Danke ich Dir. Eben da Du Dich so ausführlich mit mir und meinen bisherigen Posts auseinander gesetzt hast. Danke.
Danke dir, dass du in der Diskussion bleibst, wenn du kritisiert wirst. Ich bin da bei dir, davon lebt ein Forum!
rhoischnook schrieb:
Aber auch bei Deinen Ausführungen fehlt der Ansatz, wie man den Menschen helfen kann, die sich ausgegrenzt fühlen. Die für - wie im vorherigen Post von mir an Brodowin für 6,04 die Stunde netto arbeiten. Diese Leute muss man wieder "ins Boot holen". Dann verschwinden solche Parteien wie die AfD wie seinerzeit die REP und die DVU.
Das ist der Punkt, an dem du gewaltig verkürzt. Du unterstellst den Leuten, wenn es ihnen nur schlecht genug geht, würden sie zu Faschisten. Dagegen verwahre ich mich! Mit Sicherheit wird es den ein oder anderen geben, der tatsächlich auf Grund seines Frustes AfD wählt. Die die abgehängt wurden, wurden dies schon vor Jahren. Der Niedriglohnsektor wurde unter Schröder/Fischer etabliert. Das ist kein neues Problem das jetzt "plötzlich" der AfD die Lebensberechtigung verschafft. Diese lebt von Ausgrenzungsphantasien und davon Angst vor Überfremdung zu schüren. Man muss kein Spitzenverdiener sein um sich gegen Rassismus zu entscheiden!
rhoischnook schrieb:
Es ist eine "Deutsche Krankheit" dass man sich für alles mögliche einsetzt und sich engagiert, nur für die Menschen im Land, denen es schlecht geht, nicht. Warum ist das bei uns so?
Das ist völliger Quatsch. Es gibt etliche Länder in denen die soziale Sicherung weitaus schlechter aufgestellt ist. Bei uns wurde es, wie schon geschrieben, tatsächlich massiv schlechter. Aber in einer globalisierten Welt die Kapitalismus zur weltumspannenden Religion erhoben hat von einer "Deutschen Krankheit" zu sprechen ist ein weiter Rückgriff in das 20. Jahrhundert.
Deine Phantasie, wir täten nichts für "unsere Leute" ist ein Stück von der Klaviatur der Rechtspopulisten!
rhoischnook schrieb:
Konkrete Frage an Dich: Wie viele Menschen in Deinem Bekanntenkreis gehen für 6,04 Euro die Stunde netto arbeiten? Wie oft setzt Du Dich mit solchen Menschen auseinander? Siehst Du die Augenringe dieser Menschen, die an der Belastungsgrenze sind um zu Leben?
Ich arbeite als Bezirkssozialarbeiter in einem Brennpunktviertel in einer kleinen Großstadt. Ich spreche Tag für Tag mit Menschen die genau die Problemlagen haben die du beschreibst. Und ich sehe noch weit mehr als nur "ihre Augenringe".
rhoischnook schrieb:
Laut Deinem Post schon. - Nur, was tust Du für diese Menschen?
Deren Leben, deren Sorgen und Nöte - das ist mein Beruf!
FrankenAdler schrieb:
Das ist der Punkt, an dem du gewaltig verkürzt. Du unterstellst den Leuten, wenn es ihnen nur schlecht genug geht, würden sie zu Faschisten. Dagegen verwahre ich mich!
Dagegen wehrst Du Dich zu Recht und bringt berechtigt Deinen Einwand ein. Der durchaus stimmig ist und zutrifft. Aber ich sagte/schrieb nicht, dass Faschisten wegen ihrer Lebensumstände geboren wurden. - Ich schrieb, dass ich es verstehen kann, dass Leute die nur Mindestlohnverdienen ein besseres Leben wollen und jeden wählen, der ihnen dies verspricht. Egal von welchem Spektrum die versprechende Partei kommt. Gegen den Vorwurf, ich würde behaupten schlechte Lebensumstände machen Faschischten, wehre ich mich, dies habe ich nie so behauptet.
FrankenAdler schrieb:
Deine Phantasie, wir täten nichts für "unsere Leute" ist ein Stück von der Klaviatur der Rechtspopulisten!
Was die nackte Behauptung (Aussage) von mir angeht muss ich Dir zustimmen. Aber es geht doch nicht darum sich in mehr oder weniger glücklichen Formulierungen zu verlieren und ´über diese zu diskutieren. Auch wenn dies seit Jahren in der Politik gang und gäbe ist, sich dadurch immer mehr in die private Welt zieht. - Es geht doch um die Aussage die man treffen möchte. Anderes Beispiel: Mir tut ein Obdachloser am Bahnhof meines Ortes wesentlich mehr Leid als ein Hund in Rumänien oder Portugal. Ehe ich nach Rumänien oder Portugal spende, werfe ich lieber dem Obdachlosen am Bahnhof einen 5er in den Becher. - Jetzt bitte keine Diskussion über Hunde in Portugal etc. Sollte nur ein Beispiel sein.
FrankenAdler schrieb:
Ich arbeite als Bezirkssozialarbeiter in einem Brennpunktviertel in einer kleinen Großstadt.
Dann hast Du ähnlich wie ich diese Menschen oft genug um Dich. Menschen mit Augenringen dick wie Schuhsohlen, die so erschöpft und fertig sind, dass sie nicht mehr wissen wann und wie sie sich erholen sollen.
Dann verstehst Du mich und mein Anliegen. Dass es ein Sprachrohr für diese Menschen geben muss.
Diese Perversität der Arbeitsstunden hat übrigens der damalige Ministerpräsident Biedenkopf (Sachsen? Sachsen-Anhalt?) angestoßen. Er meinte Deutschland kann nur funktionieren, wenn ein Niedriglohnsektor eingeführt wird. Hat die SPD dann unter Schröder auch geschafft. - Und heute wundern sie sich, wenn sie gerade noch 20 Prozent wählen. - Aber das ist ein anderes Thema.
Letztlich sind wir auf einer Linie. In meinen Posts habe ich mich in der Kürze womöglich in der Tat diskussionswürdig ausgedrückt. Aber für solche Nachfragen/Auseinandersetzungen stehe ich zur Verfügung.
@ stefank
Also erstmal kannst du lediglich bestimmen wer DEINER Meinung nach ein "rechtsvölkischer Rassist" ist, was immer das auch genau sein soll.
stefank:
Also fangen wir an: Höcke, Gauland, Maier, Weidel, Storch, alles hochrangige AfD-Führungspersönlichkeiten, sind rechtsvölkische Rassisten. Dies kann für jede einzelne genannte Person durch allgemein bekannte Zitate belegt werden.
Wenn du begründet widersprechen möchtest, gerne.
Diese Aussage spiegelt lediglich DEINE Meinung wieder, weil die allgemein bekannten Zitate jener (jeder) Personen immer einer individuellen Interpretation unterliegen und keinesfalls einen objektiven Beweis oder Tatbestand darstellen. Für den einen kann Fc Bayern gut sein für den anderen ganz schlecht, ist halt einfach Ansichtssache! Nicht mehr und nicht weniger.
Und ich verstehe immer noch nicht den Zusammenhang zwischen meinem geliebten Fußball und Politik! Sport soll doch einen und nicht entzweien!
Also erstmal kannst du lediglich bestimmen wer DEINER Meinung nach ein "rechtsvölkischer Rassist" ist, was immer das auch genau sein soll.
stefank:
Also fangen wir an: Höcke, Gauland, Maier, Weidel, Storch, alles hochrangige AfD-Führungspersönlichkeiten, sind rechtsvölkische Rassisten. Dies kann für jede einzelne genannte Person durch allgemein bekannte Zitate belegt werden.
Wenn du begründet widersprechen möchtest, gerne.
Diese Aussage spiegelt lediglich DEINE Meinung wieder, weil die allgemein bekannten Zitate jener (jeder) Personen immer einer individuellen Interpretation unterliegen und keinesfalls einen objektiven Beweis oder Tatbestand darstellen. Für den einen kann Fc Bayern gut sein für den anderen ganz schlecht, ist halt einfach Ansichtssache! Nicht mehr und nicht weniger.
Und ich verstehe immer noch nicht den Zusammenhang zwischen meinem geliebten Fußball und Politik! Sport soll doch einen und nicht entzweien!
schmiddimann schrieb:
@ stefank
Also erstmal kannst du lediglich bestimmen wer DEINER Meinung nach ein "rechtsvölkischer Rassist" ist, was immer das auch genau sein soll.
stefank:
Also fangen wir an: Höcke, Gauland, Maier, Weidel, Storch, alles hochrangige AfD-Führungspersönlichkeiten, sind rechtsvölkische Rassisten. Dies kann für jede einzelne genannte Person durch allgemein bekannte Zitate belegt werden.
Wenn du begründet widersprechen möchtest, gerne.
Diese Aussage spiegelt lediglich DEINE Meinung wieder, weil die allgemein bekannten Zitate jener (jeder) Personen immer einer individuellen Interpretation unterliegen und keinesfalls einen objektiven Beweis oder Tatbestand darstellen. Für den einen kann Fc Bayern gut sein für den anderen ganz schlecht, ist halt einfach Ansichtssache! Nicht mehr und nicht weniger.
Und ich verstehe immer noch nicht den Zusammenhang zwischen meinem geliebten Fußball und Politik! Sport soll doch einen und nicht entzweien!
Wer auch immer du bist, du bist nicht der erste der hier mit dem Ziel aufgetaucht ist eine Runde Rassismus zu relativieren.
Ich werde, und dazu stehe ich, Rassismus in keiner Weise tolerieren. Und ich werde auch nicht tolerieren, wenn hier einer wie du meint, er müsse sich anmelden um hier eben diesen Rassismus in netten Worten zu relativieren.
Du hast dann ebensowenig mit Toleranz zu rechnen. Und du hast auch keine verdient!
Ach ja, das alte Spiel: Ich tippe nach der Diktion auf DM-SGE
stefank schrieb:rhoischnook schrieb:
Es geht mir nicht darum das Wählen der AfD zu rechtfertigen. Jedoch weigere ich mich jedem den Nazi- oder Deppstempel aufzudrücken der die Partei gewählt hat. Viele wählen aus reiner Verzweiflung die aktuell großtmögliche Protestpartei. Das waren schon die REP, die DVU und aktuell ist es eben die AfD.
Wenn jemand eine Partei wählt, die seinen objektiven Nöten und Wahlgründen völlig widerspricht, und dazu noch rassistisch ist, fällt dies eindeutig unter die "Depp"-Kategorie, oder?
Für Dich und mich Ja. - Für mindestens 13,6 Prozent der Wähler jedoch nicht. - Und ich bleibe dabei: Nicht jeder dieser 13,6 Prozent ist der braunen Brut zugehörig oder ein Depp. Viele wählen diese Partei aus reinem sozialen und lebensunwürdigem Protest.Wer glaubt solche Menschen gibt es nicht, der muss sehr verblendet sein oder in seinem Umfeld nur Gutverdiener haben. Wer von euch hat sich mal mit Mindestlohnempfängern unterhalten? Was deren Sorgen sind? Wie gut/schlecht sie mit der Kohle über die Runden kommen? Verdiene ich fette Kohle und umgebe mich nur mit ebensolchen Leuten, dann sind mir die Sorgen der "Niederen" auch unwichtig und alles ist "Pack" wenn es aufbegehrt. Ist schon seit dem Mittelalter so. - Jetzt bitte nicht auf die Mittelalteraussage konzentrieren, sondern auf die Frage mit wie vielen Mindesetlohnempfängern ihr euch unterhalten habt.
Diese Sichtweise ... Protestwähler aus Verzweiflung ... kommt mir hier zu kurz. Als ob es in unserem Land keine sozialen Nöte gebe bei Arbeitnehmern. Die Leute darauf aufmerksam zu machen ist schwer. Will keiner sehen. Warum? Keine Ahnung.
rhoischnook schrieb:stefank schrieb:rhoischnook schrieb:
Es geht mir nicht darum das Wählen der AfD zu rechtfertigen. Jedoch weigere ich mich jedem den Nazi- oder Deppstempel aufzudrücken der die Partei gewählt hat. Viele wählen aus reiner Verzweiflung die aktuell großtmögliche Protestpartei. Das waren schon die REP, die DVU und aktuell ist es eben die AfD.
Wenn jemand eine Partei wählt, die seinen objektiven Nöten und Wahlgründen völlig widerspricht, und dazu noch rassistisch ist, fällt dies eindeutig unter die "Depp"-Kategorie, oder?
Für Dich und mich Ja. - Für mindestens 13,6 Prozent der Wähler jedoch nicht. - Und ich bleibe dabei: Nicht jeder dieser 13,6 Prozent ist der braunen Brut zugehörig oder ein Depp. Viele wählen diese Partei aus reinem sozialen und lebensunwürdigem Protest.Wer glaubt solche Menschen gibt es nicht, der muss sehr verblendet sein oder in seinem Umfeld nur Gutverdiener haben. Wer von euch hat sich mal mit Mindestlohnempfängern unterhalten? Was deren Sorgen sind? Wie gut/schlecht sie mit der Kohle über die Runden kommen? Verdiene ich fette Kohle und umgebe mich nur mit ebensolchen Leuten, dann sind mir die Sorgen der "Niederen" auch unwichtig und alles ist "Pack" wenn es aufbegehrt. Ist schon seit dem Mittelalter so. - Jetzt bitte nicht auf die Mittelalteraussage konzentrieren, sondern auf die Frage mit wie vielen Mindesetlohnempfängern ihr euch unterhalten habt.
Diese Sichtweise ... Protestwähler aus Verzweiflung ... kommt mir hier zu kurz. Als ob es in unserem Land keine sozialen Nöte gebe bei Arbeitnehmern. Die Leute darauf aufmerksam zu machen ist schwer. Will keiner sehen. Warum? Keine Ahnung.
Lieber rhoischnook
ich glaube für mich in Anspruch nehmen zu können, dass ich ausgesprochen gut über die Nöte und Anliegen der Menschen informiert bin, die du hier der AfD-Wählerschaft aus Angst vor Verelendung bezichtigst. Ich empfinde deine Argumentation als unschlüssig und unverschämt. Ich werde erklären warum.
Zum einen argumentierst du rein gefühlsmäßig. Du unterstellst. Du belegst aber (anders als Stefan im letzten Post) nichts. Dann geht deine Mutmaßung fehl, Menschen würden nicht realisieren, dass ihre Nöte instrumentalisiert werden um gegen noch Schwächere zu hetzen. Menschen die selbst ausgegrenzt sind, haben gewöhnlich ein sehr gutes Gefühl dafür, wer hier Täter ist und wer Opfer. Zwar ist kaum eine Solidarisierung zu erwarten mit Geflüchteten und anderen Opfern der Ausgrenzungskampagnen der neuen Braunen, gleichwohl erlebe ich in meinem alltäglichen Kontakt mit diesen Menschen dass viele extrem angewidert davon sind, wenn jemand Stärke über das dissen von Schwachen gewinnen will.
Natürlich gibt es das ein oder andere *********, das auf Grund eigener "schlechter Erfahrungen" nicht gut auf Ausländer zu sprechen ist und deshalb erfreut auf diesen Rassismus reagiert. Die meisten dieser Menschen sehen aber in erster Linie Schicksalsgenossen denen es genauso oder noch beschissener als ihnen selbst geht.
Die die tatsächlich völlig frustriert sind von diesem Staatswesen, Menschen aus Hartz IV Dynastien, Menschen die versuchen über Kriminalität zu partizipieren, interessieren sich oft kaum für Politik und stellen einen nicht unerheblichen Teil der Nichtwähler.
Deshalb empfinde ich es als Ehrabschneidend wie du die Menschen die aus welchem Grund auch immer wenig Bildung genossen haben oder in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen leben der kollektiven Dummheit bezichtigst. Ich bekomme Tag für Tag aufrechte, stolze Menschen mit, die sich von diesen Rattenfängern nicht fangen lassen. Weil sie trotz ihrer Situation Menschen geblieben sind, nicht Ratten! Du urteilst diese Menschen hier kollektiv ab und unterstellst ihnen völlig ohne Verantwortung für ihre Situation einfach nur irgendwelchen Parolen hinterher zu laufen. Das ist allerunterste Schublade was du hier veranstaltest.
Ich sehe mich in meinem beruflichen Alltag als Anwalt dieser Menschen! Das ist mein Job - und ich lasse es nicht stehen, wenn da einer herkommt und so eine billige Polemik über diese Menschen auskippt!
FrankenAdler schrieb:
Lieber rhoischnook
ich glaube für mich in Anspruch nehmen zu können, dass ich ausgesprochen gut über die Nöte und Anliegen der Menschen informiert bin, die du hier der AfD-Wählerschaft aus Angst vor Verelendung bezichtigst. Ich empfinde deine Argumentation als unschlüssig und unverschämt. Ich werde erklären warum.
Zum einen argumentierst du rein gefühlsmäßig. Du unterstellst. Du belegst aber (anders als Stefan im letzten Post) nichts. Dann geht deine Mutmaßung fehl, Menschen würden nicht realisieren, dass ihre Nöte instrumentalisiert werden um gegen noch Schwächere zu hetzen. Menschen die selbst ausgegrenzt sind, haben gewöhnlich ein sehr gutes Gefühl dafür, wer hier Täter ist und wer Opfer. Zwar ist kaum eine Solidarisierung zu erwarten mit Geflüchteten und anderen Opfern der Ausgrenzungskampagnen der neuen Braunen, gleichwohl erlebe ich in meinem alltäglichen Kontakt mit diesen Menschen dass viele extrem angewidert davon sind, wenn jemand Stärke über das dissen von Schwachen gewinnen will.
Natürlich gibt es das ein oder andere *********, das auf Grund eigener "schlechter Erfahrungen" nicht gut auf Ausländer zu sprechen ist und deshalb erfreut auf diesen Rassismus reagiert. Die meisten dieser Menschen sehen aber in erster Linie Schicksalsgenossen denen es genauso oder noch beschissener als ihnen selbst geht.
Die die tatsächlich völlig frustriert sind von diesem Staatswesen, Menschen aus Hartz IV Dynastien, Menschen die versuchen über Kriminalität zu partizipieren, interessieren sich oft kaum für Politik und stellen einen nicht unerheblichen Teil der Nichtwähler.
Deshalb empfinde ich es als Ehrabschneidend wie du die Menschen die aus welchem Grund auch immer wenig Bildung genossen haben oder in prekären wirtschaftlichen Verhältnissen leben der kollektiven Dummheit bezichtigst. Ich bekomme Tag für Tag aufrechte, stolze Menschen mit, die sich von diesen Rattenfängern nicht fangen lassen. Weil sie trotz ihrer Situation Menschen geblieben sind, nicht Ratten! Du urteilst diese Menschen hier kollektiv ab und unterstellst ihnen völlig ohne Verantwortung für ihre Situation einfach nur irgendwelchen Parolen hinterher zu laufen. Das ist allerunterste Schublade was du hier veranstaltest.
Ich sehe mich in meinem beruflichen Alltag als Anwalt dieser Menschen! Das ist mein Job - und ich lasse es nicht stehen, wenn da einer herkommt und so eine billige Polemik über diese Menschen auskippt!
Werter FrankenAdler,
Du empfindest meine Posts und meine Meinung als unverschämt. - Gestehe ich Dir zu. Davon lebt ein Forum.
Deine Ausführungen habe ich mit Interesse gelesen, sie lieferten mir sogar neue Denkansätze. Dafür Danke ich Dir. Eben da Du Dich so ausführlich mit mir und meinen bisherigen Posts auseinander gesetzt hast. Danke.
Aber auch bei Deinen Ausführungen fehlt der Ansatz, wie man den Menschen helfen kann, die sich ausgegrenzt fühlen. Die für - wie im vorherigen Post von mir an Brodowin für 6,04 die Stunde netto arbeiten. Diese Leute muss man wieder "ins Boot holen". Dann verschwinden solche Parteien wie die AfD wie seinerzeit die REP und die DVU.
Es ist eine "Deutsche Krankheit" dass man sich für alles mögliche einsetzt und sich engagiert, nur für die Menschen im Land, denen es schlecht geht, nicht. Warum ist das bei uns so?
Konkrete Frage an Dich: Wie viele Menschen in Deinem Bekanntenkreis gehen für 6,04 Euro die Stunde netto arbeiten? Wie oft setzt Du Dich mit solchen Menschen auseinander? Siehst Du die Augenringe dieser Menschen, die an der Belastungsgrenze sind um zu Leben?
Laut Deinem Post schon. - Nur, was tust Du für diese Menschen?
Ich poste es mal hier rein. Ein Blogbeitrag des Journalisten Richard Gutjahr, der das Pech hatte, sowohl beim Anschlag in Nizza als auch beim Amoklauf in München vor Ort zu sein und dem daraus von gewissen "Menschen" im Internet, der Strick gedreht wurde, er hätte was damit zu tun. Seine Frau ist zudem Jüdin, da setzt es bei einigen natürlich endgültig aus. Er wurde mit Hassmails, Videos und ähnlichen Nettigkeiten überzogen, Angriffe gegen Frau und Tochter, Veröffentlichung der Adresse usw. Er hat seine Erfahrungen mit Polizei, Justiz und nicht zuletzt unseren geliebten (a)sozialen Netzwerken aufgeschrieben. Vorsicht: macht sehr sehr wütend.
http://www.gutjahr.biz/2018/01/hatespeech/
http://www.gutjahr.biz/2018/01/hatespeech/
Das ist genau der Grund, warum man all diesen Dreck niemals unkommentiert stehen lassen darf! Man muss sich, auf allen Kanälen, gegen diesen Wahnsinn stellen!
FrankenAdler schrieb:
Das ist genau der Grund, warum man all diesen Dreck niemals unkommentiert stehen lassen darf! Man muss sich, auf allen Kanälen, gegen diesen Wahnsinn stellen!
da sind wir wieder bei dem "einerseits/andererseits"-ding. in der kommentarspalte schrieb user daniel in einer antwort an einen kommentar recht treffend: Denn eine hanebüchene Behauptung aufstellen kann man in wenigen Sekunden, hingegen die Darlegung einer schlüssigen logischen Entkräftung kann schnell eine ganze Stunde beschäftigen. Beginnt man damit, können einen 10 Hasser mit täglich 5 Minuten Zeitaufwand pro Person beliebig lange vollständig auslasten.
ein konsequentes "don't feed the troll" hilft da mglw sogar mehr. der böse starke aufm schulhof hat ja auch keinen spaß an dem opfer, das einfach nur die backe hinhält. stärke demonstriert man nur, wenn der gegner sich wehrt. auch wenn klar ist, dass der kampf ungleich ist. aber kampf muss es schon sein. ohne gegenwehr wirds dem täter mglw schneller langweilig...
FrankenAdler schrieb:stefank schrieb:WuerzburgerAdler schrieb:
In diese Richtung würde ich auch gehen wollen und auch Brodowin in seinem Bemühen unterstützen, von der gegenseitigen Aufrechnerei der Einzelfälle - auch wenn sie alle ihre Bedeutung haben - wegzukommen.
Ich denke, dass sowohl Brodowin als auch du hier in dieser Frage falsch liegen, und will versuchen, es anhand meines obigen Links mit den Sachsenpolizisten zu belegen.
Jede Tötungshandlung hat ihre eigene Geschichte und ist nicht auf andere Fälle übertragbar Selbst Serienkiller sind in ihrer einzelnen Fallreihung einzigartig. Das gilt unabhängig von der Herkunft der Täter. Und so steigt z.B. durch die Tatsache einer Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft nicht etwa die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer solchen Tötungshandlung zu werden.
Völlig anders verhält es sich im Fall der sächsischen Polizisten, die gegen die Nazi-Sprayer nicht eingeschritten sind. Für jeden Menschen mit Migrationshintergund in Sachsen stellt sich berechtigt die Frage, ob die Polizei ihn im Notfall vor rechten Tätern schützen wird. Und mit jedem Einzelfall dieser Art sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich darauf verlassen kann. Man kann sich leicht vorstellen, was das für ein Lebensgefühl sein muss, nach Anruf unter 110 nicht sicher sein zu können, dass einem Hilfe zu Teil wird.
Anders ausgedrückt: Wenn die politische Neutralität der Exekutive nicht mehr funktioniert, wird Rassismus ein strukturelles Problem. Ich will nicht so weit gehen, dass dies in Sachsen bereits flächendeckend der Fall ist. Es gibt aber mittlerweile genug Einzelbeispiele die dazu angetan sind zumindest eine ungute Entwicklung zu sehen.
Und darüber hinaus muss man sich in manchen Regionen tatsächlich fragen, ob man nicht schon mitten in einer strukturellen Krise steckt.
Das ist eine andere Nummer, als Einzelfälle von Übergriffen aufzuzählen oder eine Analyse des Bedingungsgefüges vorzunehmen um sich zu erklären warum man im Osten evtl. anfälliger für solche Strömungen ist.
@Nischel: Wer hat hier eigentlich den Begriff Ossi eingeführt? Du! Oder habe ich da was überlesen?
Würzi # 457
Nischel schrieb:
Würzi # 457
Ah, Danke! Sorry dann.
Mal wieder typisch für den Würzburger, wie er hier mit Stereotypen um sich wirft!
WuerzburgerAdler schrieb:
In diese Richtung würde ich auch gehen wollen und auch Brodowin in seinem Bemühen unterstützen, von der gegenseitigen Aufrechnerei der Einzelfälle - auch wenn sie alle ihre Bedeutung haben - wegzukommen.
Ich denke, dass sowohl Brodowin als auch du hier in dieser Frage falsch liegen, und will versuchen, es anhand meines obigen Links mit den Sachsenpolizisten zu belegen.
Jede Tötungshandlung hat ihre eigene Geschichte und ist nicht auf andere Fälle übertragbar Selbst Serienkiller sind in ihrer einzelnen Fallreihung einzigartig. Das gilt unabhängig von der Herkunft der Täter. Und so steigt z.B. durch die Tatsache einer Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft nicht etwa die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer solchen Tötungshandlung zu werden.
Völlig anders verhält es sich im Fall der sächsischen Polizisten, die gegen die Nazi-Sprayer nicht eingeschritten sind. Für jeden Menschen mit Migrationshintergund in Sachsen stellt sich berechtigt die Frage, ob die Polizei ihn im Notfall vor rechten Tätern schützen wird. Und mit jedem Einzelfall dieser Art sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich darauf verlassen kann. Man kann sich leicht vorstellen, was das für ein Lebensgefühl sein muss, nach Anruf unter 110 nicht sicher sein zu können, dass einem Hilfe zu Teil wird.
stefank schrieb:WuerzburgerAdler schrieb:
In diese Richtung würde ich auch gehen wollen und auch Brodowin in seinem Bemühen unterstützen, von der gegenseitigen Aufrechnerei der Einzelfälle - auch wenn sie alle ihre Bedeutung haben - wegzukommen.
Ich denke, dass sowohl Brodowin als auch du hier in dieser Frage falsch liegen, und will versuchen, es anhand meines obigen Links mit den Sachsenpolizisten zu belegen.
Jede Tötungshandlung hat ihre eigene Geschichte und ist nicht auf andere Fälle übertragbar Selbst Serienkiller sind in ihrer einzelnen Fallreihung einzigartig. Das gilt unabhängig von der Herkunft der Täter. Und so steigt z.B. durch die Tatsache einer Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft nicht etwa die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer solchen Tötungshandlung zu werden.
Völlig anders verhält es sich im Fall der sächsischen Polizisten, die gegen die Nazi-Sprayer nicht eingeschritten sind. Für jeden Menschen mit Migrationshintergund in Sachsen stellt sich berechtigt die Frage, ob die Polizei ihn im Notfall vor rechten Tätern schützen wird. Und mit jedem Einzelfall dieser Art sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich darauf verlassen kann. Man kann sich leicht vorstellen, was das für ein Lebensgefühl sein muss, nach Anruf unter 110 nicht sicher sein zu können, dass einem Hilfe zu Teil wird.
Anders ausgedrückt: Wenn die politische Neutralität der Exekutive nicht mehr funktioniert, wird Rassismus ein strukturelles Problem. Ich will nicht so weit gehen, dass dies in Sachsen bereits flächendeckend der Fall ist. Es gibt aber mittlerweile genug Einzelbeispiele die dazu angetan sind zumindest eine ungute Entwicklung zu sehen.
Und darüber hinaus muss man sich in manchen Regionen tatsächlich fragen, ob man nicht schon mitten in einer strukturellen Krise steckt.
Das ist eine andere Nummer, als Einzelfälle von Übergriffen aufzuzählen oder eine Analyse des Bedingungsgefüges vorzunehmen um sich zu erklären warum man im Osten evtl. anfälliger für solche Strömungen ist.
@Nischel: Wer hat hier eigentlich den Begriff Ossi eingeführt? Du! Oder habe ich da was überlesen?
FrankenAdler schrieb:stefank schrieb:WuerzburgerAdler schrieb:
In diese Richtung würde ich auch gehen wollen und auch Brodowin in seinem Bemühen unterstützen, von der gegenseitigen Aufrechnerei der Einzelfälle - auch wenn sie alle ihre Bedeutung haben - wegzukommen.
Ich denke, dass sowohl Brodowin als auch du hier in dieser Frage falsch liegen, und will versuchen, es anhand meines obigen Links mit den Sachsenpolizisten zu belegen.
Jede Tötungshandlung hat ihre eigene Geschichte und ist nicht auf andere Fälle übertragbar Selbst Serienkiller sind in ihrer einzelnen Fallreihung einzigartig. Das gilt unabhängig von der Herkunft der Täter. Und so steigt z.B. durch die Tatsache einer Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarschaft nicht etwa die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer solchen Tötungshandlung zu werden.
Völlig anders verhält es sich im Fall der sächsischen Polizisten, die gegen die Nazi-Sprayer nicht eingeschritten sind. Für jeden Menschen mit Migrationshintergund in Sachsen stellt sich berechtigt die Frage, ob die Polizei ihn im Notfall vor rechten Tätern schützen wird. Und mit jedem Einzelfall dieser Art sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich darauf verlassen kann. Man kann sich leicht vorstellen, was das für ein Lebensgefühl sein muss, nach Anruf unter 110 nicht sicher sein zu können, dass einem Hilfe zu Teil wird.
Anders ausgedrückt: Wenn die politische Neutralität der Exekutive nicht mehr funktioniert, wird Rassismus ein strukturelles Problem. Ich will nicht so weit gehen, dass dies in Sachsen bereits flächendeckend der Fall ist. Es gibt aber mittlerweile genug Einzelbeispiele die dazu angetan sind zumindest eine ungute Entwicklung zu sehen.
Und darüber hinaus muss man sich in manchen Regionen tatsächlich fragen, ob man nicht schon mitten in einer strukturellen Krise steckt.
Das ist eine andere Nummer, als Einzelfälle von Übergriffen aufzuzählen oder eine Analyse des Bedingungsgefüges vorzunehmen um sich zu erklären warum man im Osten evtl. anfälliger für solche Strömungen ist.
@Nischel: Wer hat hier eigentlich den Begriff Ossi eingeführt? Du! Oder habe ich da was überlesen?
Würzi # 457
Gelöschter Benutzer
Ich könnte Dir jetzt wiederum zahlreiche selbst erlebte Einzelbeispiele erwidern. Nur führt dieses Spiel zu nix. Ich entstamme ja selber eher aus dem urbanen Umfeld westdeutscher Großstädte. Ich lehne mich aber glaube ich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, über die ostdeutsche Provinz ganz gut bescheid zu wissen. Ich lebe lange genung da. Ich kenne also beide Seiten. Und mit den gegenseitigen Vorurteilen verhält es sich auf beiden Seiten ganz ähnlich. So wie es Leute in der ostdeutschen Provinz gibt, die dir erzählen wollen wir der "gemeine" Flüchtling an sich so tickt und welche Gefahren von ihm ausgehen, selber aber noch nie mit einem Flüchtling Kontakt hatten, so gibt es in westdeutschen Großstädten auch linke bzw. bildungsbürgerliche Spießer, die den Osten vielleicht von einer Kanu-Tour auf der Seenplatte, einem Ostsee-Urlaub oder einem Dresden-Besuch kennen (oder eben aus dem SZ-Magazin und aus Spiegel-Reportagen) und dir dann erzählen, wie der "gemeine" Ostdeutsche so tickt.
Komischerweise werden halt auf beiden Seiten immer Einzelfälle herangezogen, um die jeweiligen Behauptungen zu untermauern, sei es Freital, Kandel, die persönlich angedrohte Gewalt von wahlweise Ausländer oder Nazi usw.
Nur ist es wie immer im Leben halt nicht so einfach.
Und irgendwo habe ich die Tage gelesen, dass sich zum Beispiel der Freistaat Bayern in den Statistiken mit rechtsextremer Gewalt auch nicht als Land der Glückseeligen hervortut. Finde ich nur gerade nicht und liefere es gerne nach, wenn ich es gefunden habe.
Komischerweise werden halt auf beiden Seiten immer Einzelfälle herangezogen, um die jeweiligen Behauptungen zu untermauern, sei es Freital, Kandel, die persönlich angedrohte Gewalt von wahlweise Ausländer oder Nazi usw.
Nur ist es wie immer im Leben halt nicht so einfach.
Und irgendwo habe ich die Tage gelesen, dass sich zum Beispiel der Freistaat Bayern in den Statistiken mit rechtsextremer Gewalt auch nicht als Land der Glückseeligen hervortut. Finde ich nur gerade nicht und liefere es gerne nach, wenn ich es gefunden habe.
Nun ich entstamme der fränkischen Provinz und bin von ostdeutscher Provinz genau so weit entfernt wie von großstädtischen Einflusssphären. Das SZ Magazin lese ich allerdings ganz gerne wenn es mir in die Hände fällt.
Bei uns gab und gibt es auch nicht so wenige Nazis, was ich aber noch nie erlebt habe hier und in der näheren Umgebung, ist eine breite Solidarisierung. Wir hatten Gräfenberg, das über Jahre von Nazis anmarschiert wurde, und da gab es einfach nur breiten Widerstand aber kein Anzeichen von Solidarisierung oder Jubel für die Braunen. Ich will das auch nicht über Einzelbeispielen auf dieses seltsame Hörensagen Niveau bringen. Auch glaube ich nicht, dass alles kacke ist im Osten. Wenn ich mir aber die Wahlergebnisse ansehe (vor allem in Sachsen), die diversen Umfragen in denen auch Werte und Haltungen gewichtet werden, dann kann man schon sehen, dass die Demokratie als, im Vergleich zum Westen, weniger gefestigt angesehen werden muss.
Eigentlich hat Werner erst vor ein paar Tagen begründet, warum er die Provinz anfälliger findet. Heute steh ich da und beginne zu begründen, warum ich den Osten anfälliger finde.
Bei uns gab und gibt es auch nicht so wenige Nazis, was ich aber noch nie erlebt habe hier und in der näheren Umgebung, ist eine breite Solidarisierung. Wir hatten Gräfenberg, das über Jahre von Nazis anmarschiert wurde, und da gab es einfach nur breiten Widerstand aber kein Anzeichen von Solidarisierung oder Jubel für die Braunen. Ich will das auch nicht über Einzelbeispielen auf dieses seltsame Hörensagen Niveau bringen. Auch glaube ich nicht, dass alles kacke ist im Osten. Wenn ich mir aber die Wahlergebnisse ansehe (vor allem in Sachsen), die diversen Umfragen in denen auch Werte und Haltungen gewichtet werden, dann kann man schon sehen, dass die Demokratie als, im Vergleich zum Westen, weniger gefestigt angesehen werden muss.
Eigentlich hat Werner erst vor ein paar Tagen begründet, warum er die Provinz anfälliger findet. Heute steh ich da und beginne zu begründen, warum ich den Osten anfälliger finde.
FrankenAdler schrieb:
Eigentlich hat Werner erst vor ein paar Tagen begründet, warum er die Provinz anfälliger findet. Heute steh ich da und beginne zu begründen, warum ich den Osten anfälliger finde.
Eigentlich sind beide anfällig. Also der Südosten (ich nehme da mal den Nordosten etwas heraus) und die Provinz. Wo beides zusammen kommt, wie z.B. in der sächsischen Schweiz , hat man dann AfD-Werte jenseits der 30 %.
Im Osten kommen halt noch Faktoren dazu, die in den Erlebnissen der letzten 2 Generationen dort liegen.