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Freiburger Adler

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Kartoffelbauern
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Auch die Süddeutsche Zeitung beschäftigte sich mit dem Thema ("Ich bin nicht der Eiffelturm", bisher nur als zahlungspflichtiger E-paper-Artikel erhältlich).
Neben Bekanntem fand ich folgende Passage besonders interessant :

Die Stellungnahme von Rost thematisiert aber nicht nur das Verhältnis zwischen Fußballprofis und ihren Fans, dem Torhüter geht es um Veränderung des Fußballs insgesamt. "Es gehört zu den Nachteilen der Arena, dass dort die echten Fans inzwischen in der Minderheit sind", sagt Rost, der unter seinem Torwarttrikot stets ein T-Shirt der "Ultras Gelsenkirchen" trägt. Offensichtlich teilt der Keeper einige Ideen der Ultras, von denen es inzwischen einige Gruppierungen in Deutschland gibt. Unter dem Slogan "Gegen den modernen Fußball" wenden sie sich gegen die Kommerzialisierung des Spiels und ein Publikum, das nur gerade deshalb ins Stadion kommt, weil das gerade schick ist. "Manchmal höre ich sogar, dass sich Fans den Abstieg von Schalke wünschen, weil dann nur noch die wahren Fans ins Stadion kommen", erzählt Rost. Diese wahren Fans, so glaubt er, würden den Spielern auch den Respekt entgegenbringen, der sonst mitunter fehlt.

Ein Profi in der leidigen Besserfandiskussion ? Oder jemand, der den wahren Kern erkannt hat ?

Adler aus Freiburg  
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propain schrieb:

shingloun schrieb:
Naja, vl die Dixi-Klos in Cottbus *gg*

Wer kann mir sagen was bei Dixi-Klos so richtig blöd ist?


Anscheinend keiner, also raus mit der Sprache, propain !


Grüße
Adler aus Freiburg
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ZoLo schrieb:
Geht man mal die 19 - 22 jährigen Spieler durch und nimmt nur die Namhafteren, dann findet man auf jeden Fall Rensing, Lahm, Schweinsteiger, Ottl, René Adler, Callsen-Bracker, Langkamp, Hanke (welcher gegen Östereich zwei Tore schoss), Lell, Helmes, Marcell Jansen, Mertesacker, Ochs, Reinhard, Meier, Huth, ....

Sucht man dann noch ein paar Jahre höher, dann kommt man auch noch auf Spieler wie Deisler, Hildebrand, Wiese, Hitzlsperger, Feulner, Streit, Rahn, Wessels,...


In diesem Sinne....

Ist doch gar nicht so schlecht, oder?



Schon richtig, wobei ich den Bollingstädter Callsen-Bracker (anscheindend fälschlich) immer für einen Norweger hielt *g*, und Streit kommt ja aus Rumänien (?). Davon abgesehen, geh' mal die Aufstellung des U-21-Spiels gegen Wales durch :

Deutschland: Adler (Bayer Leverkusen) - Hilbert (SpVgg Greuther Fürth), Brzenska (Borussia Dortmund), Matip (1. FC Köln), Fathi (Hertha BSC)- Lehmann (TSV 1860 München/76. Baier/TSV 1860 München), Schulz (Werder Bremen) - Trochowski (Hmburger SV) - (Odonkor Borussia Dortmund/57. Polanski/Mönchengladbach), Rafael (Hertha BSC), Hunt (Werder Bremen/66. Masmanidis/Karlsruher SC).


Beverungen schrieb :
ein aspekt ist sicherlich, dass es seit öffnung des ostens (incl des ehemaligen jugoslawiens) immer mehr weltreisende gibt. dies erklärt aber nicht die tatsache, dass sich die meiers und schulzes scheinbar weniger durchsetzen. ich würde mal die these aufstellen, dass sich bspw kiddies aus deutschland eher perspektivisch an der arbeitswelt orientieren - während emigranten-kids aus unterschiedlichsten gründen dort weniger "chancen" haben. so ist fußball auch eine möglichkeit, sich sozial-hierachisch zu etablieren. die eltern sind stolz auf ihre kids - und erleben kontakte zu anderen, die ihnen sonst im berufsleben eher verwehrt bleiben. von daher könnte ich mir vorstellen, dass migranten-kids mehr unterstützung bekommen, während den deutschdeutschen gesagt wird: "kicken?" zu unsicher - lern was gescheites. und das machen sie dann auch. naja, wenn man das dann so sagen darf ...


Das ist doch mal ein Ansatz !

Grüße
Adler aus Freiburg  

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Hallo carolus,

carolus schrieb:
gerade in dem forum eines vereins, der den namen von frankfurt trägt, eine stadt, die den höchsten ausländeranteil (30 %) in deutschland hat, erscheint mir eine solche debatte leicht absurd.
heute gibt es überdies rund 600.000 türkischstämmige deutsche - was macht es da für einen sinn über unterschiedliche fußballbegeisterung zu diskutieren? Deutsch ist deutsch, wo auch immer die vorfahren herkommen mögen, alles andere hat einen leicht faden beigeschmack.


Ich glaube, da hast Du micht, trotz all meiner Bemühungen, keinen falschen Zungenschlag aufkommen zu lassen, mißverstanden. Ich habe hier nur die Frage gestellt, warum sich so wenige Spieler, deren Familien seit Generationen in Deutschland leben, im Vergleich zur ausländischstämmigen Bevölkerung (überhaupt nicht abwertend gemeint !!!) noch für das Bolzen interessieren, eine Tendenz, die sich in den Vertretern der DFB-Auswahlmannschaften forsetzt und niederschlägt. In diesem Sinne finde ich es durchaus auffällig und mal einer (emotionslosen) Diskussion würdig, daß Podolski, Sinkiewicz, Klose und Freier eigentlich aus Polen stammen und sich ausgerechnet JJ den ***** wie kaum ein Zweiter für die Eintracht aufreißt.

Grüße
Adler aus Freiburg

P.S. : Mein Schwager ist Deutscher mit türkischen Eltern, welche Nationalität seine Geschwister haben, weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht. Ich verstehe mich mit ihnen sehr gut, und wir alle gemeinsam haben, absolut harmonisch, das Länderspiel Türkei-Deutschland verfolgt. Aber bei welcher Mannschaft die Interessen der türkischstämmigen Verwandtschaft lagen, darfst Du mal raten. (Deutschland war es nicht, was auch nicht verwunderlich ist. Aber die These "deutsch ist deutsch" läßt sich so nicht stützen.)
Aber wie gesagt, wollte ich ja auf ganz was anderes heraus...
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adlerDA schrieb:

Multi-Kulti ist in unserer Gesellschaft gescheitert, aber im Fußball hat es funktioniert...
Diese Spieler werden hier von Kindesbein an in Deutschen Auswahlmannschaften und Talentschmieden gefördert, dann dürfen (sollten) diese auch für Deutschland spielen.


Klar, ist überhaupt keine Frage, daß die angesprochenen, in Deutschland aufgewachsenen Fußballer auch für Deutschland spielen können sollen. Ich halte den Sport, speziell den Fußball, auch für ein gutes und eminent wichtiges Mittel, Vorurteile gegenüber aus dem Ausland stammenden Mitbürgern ab- und eine gegenseitige Wertschätzung aufzubauen. Das ist prima so. Aber mittlerweile ist es so, daß da (s.o.) immer weniger Deutsche mitspielen. Insofern kann ich Deiner Aussage

Viel mehr regt es mich auf, wenn junge ausländische Spieler 15 Jahre lang Deutschen Talenten die Plätze in den Talentkadern wegnehmen und dann für einen anderen Fußballverband spielen zu können. Da sollte "Vorfahrt für Deutschland" gelten, um mal bei der Union zu klauen

nicht zustimmen. Diese "Vorfahrt" müssen sich die deutschen Nachwuchsspieler erarbeiten. Und dazu scheint mir der Wille/das Interesse (s.ebenfalls o.) zu fehlen. Wegnehmen tun die Jungs mit aus dem Ausland stammenden Eltern nämlich gar nichts.

Grüße
Adler aus Freiburg

P.S. : Übrigens finde ich es interessant, wie viele Spieler und Trainer aus den Kaderschmieden der ehemaligen DDR den aktuellen deutschen Fußball bereichern.
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Hallo,
hatte eigentlich eine regere Diskussion zu diesem Thema erwartet. Denn es scheint mir eine generelle, unabstreitbare Tendenz zu sein, daß vor allem Spieler ausländischen Ursprungs in den Nachwuchsmannschaften bis hinunter zu den Amateuren auflaufen. Dazu kommt, daß Spieler auf wichtigen Positionen der Bundesligisten (s. die angesprochene Innenverteidigung) oder auch im Sturm (wieviel deutsche Stürmer hat das "Aushängeschild" des deutschen Fußballs ?) von Ausländern besetzt sind.
Natürlich sind Spieler wie Owomoyela oder Toski (habe ich noch nicht spielen sehen, kenne ich nicht, kannst ja vielleicht noch ein bißchen mehr übre ihn sagen, @Beve) Deutsche, aber nicht viel mehr oder weniger als Nuri Sahin, bei dem anscheinend die Verwandtschaft dafür gesorgt hat, daß er für die Türkei und nicht für Deutschland spielt. Welches war denn das letzte herausragende Talent/Spieler mit zwei deutschen Elternteilen ? Also mir fällt da spontan Patrick Ochs ein, und der spielt (leider) nur beim Tabellenletzten der Ersten Fußballbundesliga.
Woran liegt das ? Da fällt mir als einziges nur ein abnehmendes Interesse deutscher Jungen am Fußballspiel ein (für das der "gameboy" nur exemplarisch steht). Vielleicht paßt diese Diskussion ja auch zu "Was stimmt nicht..." im "Fans&Fanclubs" ?

Grüße
Adler aus Freiburg
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EFC Münchner Bembl (*in Anlehnung an Kindl*)

EFC Äppler-Moaß

EFC Handkäs mit Blasmusik

EFC Schwarz-rote Diaspora

(E)FC Hessen München


???
Adler aus Freiburg
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Hallo,
es ist mir klar, daß ich hier ein heikles und im Übrigen schon vieldiskutiertes Thema aufgreife, aber es fiel mir bei der Lektüre des FNP-Arikels zu den Spielen der Eintracht-Nachwuchsmannschaften (http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=2542700) einfach stark ins Auge : fast alle erwähnten Spieler tragen einen fremdländisch klingenden Namen.
Nimmt man die Torschützen des U-21-Länderspiels Deutschland-Wales hinzu, drängt sich die Frage auf : wie deutsch ist der deutsche Nachwuchs noch ?

Um es, falls es nötig ist, klarzustellen : Das soll keine Herabwürdigung von aus anderen Ländern stammenden Spielern sein, keine (An-)Klage und schon gar keine absurde Forderung nach einem "deutschen Reinheitsgebot". Aber gerade vor dem Hintergrund der Leistungen der deutschen Nationalmannschaft (die ja auch damit erklärt wird, daß praktisch alle Innenverteidiger der herausragenden Budnelsigavereine Ausländer sind)  sei doch die Diskussion erlaubt : spielen deutsche Kinder nur noch mit dem "gameboy" ?

Grüße
Adler aus Freiburg
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Guten Abend allerseits,
ich finde es gut, daß Engländer und Polen dabei sind.
In einigen Gruppen geht's ja noch sehr eng zu. Wer Wem würdet Ihr es in der Frankreich-Gruppe gönnen ? Und wer schafft es ? Ich hoffe auf Irland, würde es daneben der Schweiz oder Israel gönnen, machen werden es wohl auf jeden Fall die Franzosen, die (leider) nur noch ein Schatten ihrer selbst sind.

Grüße
Adler aus Freiburg
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Hallo,
zu dem Thema paßt auch ein Artikel aus der heutigen FR : "Gepsenst eines neuen Bosman-Urteils" (http://www.fr-aktuell.de/ressorts/sport/fussball/?cnt=736468).

Danach verlangt der SC Charleroi von der FIFA Schadenerstatz, nachdem sich ihr marokkanischer Star Abdelmajid Oulmers im Länderspiel gegen Burkina Faso einen Bänderriß im Knöchel zuzog und Charleroi die Teilnahme an der Champions League verpaßte.
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Krank.
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Hallo Dortwelweil-Adler, hallo alle,

Dortelweil-Adler schrieb:
Heute wars ja ganz besonders toll.

Da kommst Du stinkesauer aus dem Stadion weil die eine sehr gut kämpfende und keineswegs schwächere Mannschaft nach dem Spiel auspfeifen...und sich die Fans fast noch untereinander kloppen deswegen...und dann musst Du hier nur Dreck lesen...und kein Mod ist anwesend bis 90 Minuten nach dem Spiel...und dann wird als erstes der dies betreffende Fred gelöscht...kommentarlos...ich bin immer noch erschüttert


Entweder wir machen's so wie von YZ vorgeschlagen und schließen das Forum für Neuzugänge für 24 h nach einem Spiel oder wir machen's so, wie von Petermann und robertz vorgeschlagen.
Ich bin für letzteres. Das wär' mal wirksam.

Irgendwelchen Idioten à la Dr.Dr.Ball hinterzujagen, dafür ist mir meine Zeit zu schade

Adler aus Freiburg
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Auf eine Initiative der großen europäischen Vereine, die in den G14 zusammengeschlossen sind, sollen die nationalen Verbände eine Prämie für die Abstellung ihrer Nationalspieler zahlen, die sich nach den Gehältern der Spieler richtet : solange der Spieler bei der Nationalmannschaft weilt, übernimmt der Verband das Gehalt. Für ein großes Turnier inclusive Vorbereitung 120 Millionen Euro für die G14-Mitglieder bei einem veranschlagten Tagesgehalt von 5000 Euro.

Quelle : Süddeutsche Zeitung vom 28.9. .

Grüße
Adler aus Freiburg

P.S. : Angeblich soll die bisherige Abstellungsgebühr 6000 Euro pro Kicker und Länderspiel betragen.
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schusch schrieb:
Hearts sollen ja der Schnöselverein von Edinburgh sein. Hibs mehr der Arbeiterklub. Klar, subba, natürlich Arbeiterverein, echt proletarisch und so.

Und wenn wir uns in Frankfurt und Umgebung umschaun, wer der Schnöselklub ist und wer die Arbeitervereine waren/sind...

Ich bin Fan eines Schnöselklubs!

Und stolz darauf!



Als Irland-Fan (und Katholik) halte ich's eher mit den Hibs. (Eine der schönsten Beschreibungen vom Edinburgh Darba gibt's in "Trainspotting", Kapitel "Victory on New Year's Day").
Jedenfalls kann ein bißchen Bewegung dem schottischen Fußball nur gut tun, auch wenn ich ja immer noch alter Celtic-Man bin.

Grüße
Adler aus Freiburg
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kasi1981 schrieb:
genau, die beiden alten böcke daheim lassen


Von Lehmann halte ich nun ja mal wenig, von Kahn, wie erwähnt, wesentlich mehr. Aber wenn keine "Alten Böcke", wen dann ?

Fang' mal an : Enke, Hildebrandt,..., Weidenfeller  

?
Adler aus Freiburg
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Was haltet Ihr eigentlich von der nicht klar beantworteten Frage nach der Nr.1 ? Ich finde, indem sich Klinsmann nicht eindeutig auf einen Stammtorwart festlegt, geht er reichlich moderne Wege. Wozu die gut sein sollen, weiß wohl nur er allein. Jedenfalls hat es nach meiner Beobachtung noch keinem (!) Team genutzt, wenn der Stammtorwart nicht klar benannt war. *Ich erinnere mich mit Grausen an das "Frankfurter Torwart-Theater" mit den Protagonisten Pahl, Funk und Jüriens*.
Ich halte Kahn nach wie vor für den bestgeeigneten, nicht zuletzt wegen seines "standing" im Mannschaftskreis. Ich glaube, Ballacks Wunsch nach klaren Verhältnissen war nicht nur davon gelenkt, daß Kahn auch beim FC Bayern spielt.
Wenn Ihr die Personalie anders seht : wen würdet Ihr als Nr.1 berufen ?

Grüße
Adler aus Freiburg
(EFC Zimmermann)
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Fahr' ich doch heute mit der Linie 14 durch Freiburg und seh' in der Haltebucht, so daß der Bus halb auf der Straße halten muß, ein Auto mit Baden-Badener Kennzeichen und elgantem Eintracht-Aufkleber (roter Tradi-Adler auf weiß) stehen. Und als ich genauer hingucke, sitzt, ich bin mir ziemlich sicher, der Knüller drin.

Welcome to B-Town, Jo
Adler aus Freiburg
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Hallo propain und Kid,
sehe das genauso wie Ihr : Nürnberg wird trotz Schickhardt keine Chance haben- und das ist i.S. des Fußballs gut so.

Grüße
Adler aus Freiburg
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Laut einer dpa-Meldung will der 1.FC Nürnberg Einspruch gegen die Wertung des mit 0:1 verlorenen Spiels beim MSV Duisburg einlegen und ein Wiederholungsspiel anstrengen. Grund ist das nicht gegebene Tor durch Daun beim Stand von 0:0. Die Nürnberger berufen sich auf das "Phantomtor" von Helmer und einen als Tor gewerteten durch das Außennetz ins Tor gerutschten Ball im Zweitligaspiel Neunkirchen- Stuttgarter Kickers von 1978, die auch zu Wiederholungsspielen geführt hatten. Club-Manager Bader :"Das Gleiche, nur andersrum." Vertreten werden die Nürnberger übrigens von Christoph Schickhardt.

Grüße
Adler aus Freiburg