hawischer
6813
ich verstehe das was kronenberg meint, finde es aber extrem kopflastig und nicht realitätstauglich. ich glaube kaum dass die afd, die sich ja den begriff patriotisch gekapert hat, eine "offene Gemeinschaft von Staatsbürgern"... anstrebt.
und das schon mal gar nicht.
der amerikanische patriotismus kulminiert in "amerika first" und auch den deutschen patrioten geht es um "deutschland den deutschen".
begrifflichkeiten kann man kapern, aber inhalte stimmen häufig nicht mit deren allgemeiner definition überein. war die ddr eine demokratische republik, entspricht nord-korea den ideen des kommunismus? beides natürlich nicht.
der begriff patriotismus fungiert als trojanisches pferd um nicht "nationalistisch" sagen zu müssen. da bleibt es auch egal wie ein theoretiker den definiert. deshalb ja auch meine frage: was macht für dich persönlich den unterschied aus? für mich ist der bestenfalls verschwommen so lange sich die neuen rechtsaußen auf ihn stützen. und wie du den unterschied ziehst weiß ich auch nicht, teilst du die auffassung von kronenberg?
den klassenstaat, arm und reich, gibt es zwar immer noch, mittlerweile definiert der sich aber nicht mehr durch feudalismus und das bürgertum das sich gegen ihn auflehnt. habermas hat diesen begriff zwar noch einmal benutzt, seine rückkehr formuliert, dennoch bleibt der feudalismus für mich ein relikt ferner tage. und das bürgertum, als ständebegriff, zieht sich vom grün/linke-wähler bis zum cdu/csu-wähler. da sehe ich keine "klasse" im politischen oder soziologischen sinn.
davon abgesehen unterstelle ich bei mehr als 90% der personen die den begriff patriotismus verwenden, dass sie gar nicht in der lage sind einen unterschied zwischen nationalismus und patriotismus, in der definition von kronenberg, zu erklären. ihr patriotismus zielt nämlich nicht auf eine klassengesellschaftliche kritik sondern auf eine aufwertung des eigenen landes im sinne von nationalismus. spätestens bei "deutschland den deutschen, ausländer raus" und dem lauten ruf nach nationalen symbolen wie hymne und flagge, im zusammenhang mit begriffen wie "völkisch" und der definition was deutsche leitkultur ist, wird das für mich völlig offensichtlich.
hawischer schrieb:
In einem zusammenwachsenden Europa (hoffentlich) sollte einmal so etwas wie ein europäischer Patriotismus entstehen.
und das schon mal gar nicht.
hawischer schrieb:
Im Gegensatz zum Patriotismus glorifiziert der Nationalismus die eigene Nation und setzt andere Nationen herab.
der amerikanische patriotismus kulminiert in "amerika first" und auch den deutschen patrioten geht es um "deutschland den deutschen".
begrifflichkeiten kann man kapern, aber inhalte stimmen häufig nicht mit deren allgemeiner definition überein. war die ddr eine demokratische republik, entspricht nord-korea den ideen des kommunismus? beides natürlich nicht.
der begriff patriotismus fungiert als trojanisches pferd um nicht "nationalistisch" sagen zu müssen. da bleibt es auch egal wie ein theoretiker den definiert. deshalb ja auch meine frage: was macht für dich persönlich den unterschied aus? für mich ist der bestenfalls verschwommen so lange sich die neuen rechtsaußen auf ihn stützen. und wie du den unterschied ziehst weiß ich auch nicht, teilst du die auffassung von kronenberg?
den klassenstaat, arm und reich, gibt es zwar immer noch, mittlerweile definiert der sich aber nicht mehr durch feudalismus und das bürgertum das sich gegen ihn auflehnt. habermas hat diesen begriff zwar noch einmal benutzt, seine rückkehr formuliert, dennoch bleibt der feudalismus für mich ein relikt ferner tage. und das bürgertum, als ständebegriff, zieht sich vom grün/linke-wähler bis zum cdu/csu-wähler. da sehe ich keine "klasse" im politischen oder soziologischen sinn.
davon abgesehen unterstelle ich bei mehr als 90% der personen die den begriff patriotismus verwenden, dass sie gar nicht in der lage sind einen unterschied zwischen nationalismus und patriotismus, in der definition von kronenberg, zu erklären. ihr patriotismus zielt nämlich nicht auf eine klassengesellschaftliche kritik sondern auf eine aufwertung des eigenen landes im sinne von nationalismus. spätestens bei "deutschland den deutschen, ausländer raus" und dem lauten ruf nach nationalen symbolen wie hymne und flagge, im zusammenhang mit begriffen wie "völkisch" und der definition was deutsche leitkultur ist, wird das für mich völlig offensichtlich.
In Deinem Beitrag 1440 hast Du gefragt: "wo liegt denn für dich da der unterschied?"
Auf diese Frage habe ich geantwortet und nochmal, ja ich teile die Auffassung von Kronenberg.
Wenn Du sagst "der begriff patriotismus fungiert als trojanisches pferd um nicht "nationalistisch" sagen zu müssen.", dann ist das nicht meine Meinung.
Ich stimme Dir aber zu, dass der Begriff Patriotismus mißbraucht werden kann, um damit einen Nationalismus "schön" zu umschreiben. Damit muss sich aber nicht abfinden und die Begrifflichkeit anderen überlassen. Daher wehre ich mich dagegen, dass der Patriotismus mit Nationalismus gleichgesetzt wird.
Ein kleiner Schlenker am Rande, wer so alles sich mit diesem Thema befasst. Erstaunlich, lustig?
https://rotesmarburg.wordpress.com/2013/01/18/patriotismus-und-nationalismus-der-kleine-aber-feine-unterschied/
Auf diese Frage habe ich geantwortet und nochmal, ja ich teile die Auffassung von Kronenberg.
Wenn Du sagst "der begriff patriotismus fungiert als trojanisches pferd um nicht "nationalistisch" sagen zu müssen.", dann ist das nicht meine Meinung.
Ich stimme Dir aber zu, dass der Begriff Patriotismus mißbraucht werden kann, um damit einen Nationalismus "schön" zu umschreiben. Damit muss sich aber nicht abfinden und die Begrifflichkeit anderen überlassen. Daher wehre ich mich dagegen, dass der Patriotismus mit Nationalismus gleichgesetzt wird.
Ein kleiner Schlenker am Rande, wer so alles sich mit diesem Thema befasst. Erstaunlich, lustig?
https://rotesmarburg.wordpress.com/2013/01/18/patriotismus-und-nationalismus-der-kleine-aber-feine-unterschied/
hawischer schrieb:
Auf diese Frage habe ich geantwortet und nochmal, ja ich teile die Auffassung von Kronenberg.
deine antwort habe ich erst gelesen nachdem ich meinen text abgeschickt hatte, das war also eine überschneidung.
hawischer schrieb:
Ein kleiner Schlenker am Rande, wer so alles sich mit diesem Thema befasst. Erstaunlich, lustig?
der von dir verlinkte beitrag beginnt so:
Egal ob es sich um erklärte Antideutsche, antinationale Antifaschisten oder einfach nur den 0-8-15 möchtegern-intellektuellen Linken handelt: Kaum, dass man nicht ausnahmslos auf Deutschland herum hackt, wird man unter Linken für gewöhnlich von allen Seiten misstrauisch angeguckt. Äußert man dann noch etwas wie beispielsweise „Ich bin stolz Deutscher zu sein“, da werden im linken Spektrum die schlimmsten Nazi-Alpträume wahr und jegliche sachliche Diskussion ist völlig dahin.
nach 0-8-15 möchtegern-linken habe ich dann noch nicht aufgehört weiter zu lesen. erst da fand ich es dann genug:
Deutschland zu lieben, sich mit dem Land seiner Ahnen zu identifizieren, seine Errungenschaften in Kultur und Künsten (Goethe, Schiller, Beethoven, Gutenberg, Luther) zu würdigen, den positiven Aspekten seiner Geschichte (Bauernkriege, Befreiungskriege, Märzrevolution, Widerstand gegen den Faschismus) zu gedenken, das grenzt für viele an Frevel. Viel lieber wäre es der antipatriotischen Linken, wenn Deutschland einfach „die Fresse halten würde“.
mal davon abgesehen, dass mal wieder pauschal alle die nicht "ich bin stolz ein deutscher zu sein" gröhlen mögen, latenter hass aufs eigene land unterstellt wird, da werden dann auch noch geschichtliche ereignisse und personen die vor hunderten von jahren gelebt haben als identifikationsmerkmale heraus gestellt.
ich habe jetzt noch niemanden gehört der, über die geschacksfrage bezüglich schriftstellerei hinausgehend, goethe, schiller oder gutenberg an den pranger gestellt hätte (über luther ließe sich lange diskutieren, der war nun alles andere als ein menschenfreund). aber alle aufgeführten sind keine linken feindbilder. wie kann man selbst stolz auf jemanden sein der hunderte von jahren tot ist und zu dessen leistung man nichts beigetragen hat. so wenig ich für hitler kann, so wenig kann ich für goethe.
und wo sind in der abfolge von namen und ereignissen die letzten 200 jahre geblieben? auf wen ist man denn so stolz nach 1848, als man erstmals tatsächlich so etwas wie ein deutschland zustande gebracht hat? widerstand gegen den faschismus ist mir da ein bisschen zu allgemein wenn man ansonsten namedropping betreibt.
und warum ausgerechnet stolz? ist der nicht, laut luthers übersetzung der bibel, eine todsünde?
aber es ist schon witzig welchen obskuren grüppchen du im netz aufmerksamkeit zuwendest. marburger marxisten, mit ddr-fahne auf der startseite, die sich über die zersplitterte linke auslassen. das ist eine echt geile referenz, da stecken bestimmt lustige gesellen dahinter.
Der ganze Text ist meine Meinung.
Bestimmte Formulierungen habe ich mir "ausgliehen". Zum Thema Populismus ist dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht und stammen von Herrn Kronenberg. Formuierungsteile zum Thema Nationalismus stammmen aus einer Definition des bpb.
Verstehe aber Deine Aggressivität nicht ( "und am ende soll man dann doch wieder nur beim bpb nachfragen"). Wenn Du Probleme mit mir oder meinem Diskussionsbeiträgen hast, dann schreibe mir doch eine PN.
Bestimmte Formulierungen habe ich mir "ausgliehen". Zum Thema Populismus ist dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht und stammen von Herrn Kronenberg. Formuierungsteile zum Thema Nationalismus stammmen aus einer Definition des bpb.
Verstehe aber Deine Aggressivität nicht ( "und am ende soll man dann doch wieder nur beim bpb nachfragen"). Wenn Du Probleme mit mir oder meinem Diskussionsbeiträgen hast, dann schreibe mir doch eine PN.
Der ganze Text ist meine Meinung.
Bestimmte Formulierungen habe ich mir "ausgliehen". Zum Thema Populismus ist dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht und stammen von Herrn Kronenberg. Formuierungsteile zum Thema Nationalismus stammmen aus einer Definition des bpb.
Verstehe aber Deine Aggressivität nicht ( "und am ende soll man dann doch wieder nur beim bpb nachfragen"). Wenn Du Probleme mit mir oder meinem Diskussionsbeiträgen hast, dann schreibe mir doch eine PN.
Bestimmte Formulierungen habe ich mir "ausgliehen". Zum Thema Populismus ist dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht und stammen von Herrn Kronenberg. Formuierungsteile zum Thema Nationalismus stammmen aus einer Definition des bpb.
Verstehe aber Deine Aggressivität nicht ( "und am ende soll man dann doch wieder nur beim bpb nachfragen"). Wenn Du Probleme mit mir oder meinem Diskussionsbeiträgen hast, dann schreibe mir doch eine PN.
hawischer schrieb:
Der ganze Text ist meine Meinung.
Bestimmte Formulierungen habe ich mir "ausgliehen". Zum Thema Populismus ist dies durch Anführungszeichen kenntlich gemacht und stammen von Herrn Kronenberg. Formuierungsteile zum Thema Nationalismus stammmen aus einer Definition des bpb.
Verstehe aber Deine Aggressivität nicht ( "und am ende soll man dann doch wieder nur beim bpb nachfragen"). Wenn Du Probleme mit mir oder meinem Diskussionsbeiträgen hast, dann schreibe mir doch eine PN.
ich sehe das maximal als etwas sticheln und nicht als aggressivität, aber am ende kannst du das wahrscheinlich besser einordnen, die formulierung (zwar mit anderem namen) ist ja von dir
zu kronenberg und dem versuch einer differenzierung zwischen nationalismus und patriotismus sieht man doch im moment wie es zum großteil gelebt wird. afd, pegida und viele andere machen vor, daß zwischen "gutem patriotismus" und "schlechtem nationalismus" nicht unterschieden wird.
es ist ja nicht so, daß wissenschaftlich gesehen kronenberg mit seiner these unwidersprochen dastehen würde. im gegenteil, es gibt studien, die den engen zusammenhang zwischen patriotismus und nationalismus zeigen, so hat heitmeyer mit seinen arbeiten zu "deutschen zuständen" untersucht udn gefunden, daß es keine empirische basis für diesen angeblichen unterschied gibt.
wichtig ist daß man sich als demokrat versteht, das sind auch werte mit denen ich mich identifzieren kann, patriotismus und nationalismus braucht es dafür nicht, geschweige denn das singen der nationalhymne
hawischer schrieb:
Ich setze mich kritisch mit Deinem Versuch auseinander die Begriffe Patriotismus und Nationalismus in einer unzulässigen Weise zu verbinden...
wo liegt denn für dich da der unterschied? die neue extreme rechte beansprucht für sich den begriff patriotismus, nationalismus ist ja reichlich unmodern geworden. von anderer seite habe ich patriotismus in deutschland noch selten gehört.
um es für mich verständlicher zu machen: wie unterscheiden sich patriotismus und nationalismus rein inhaltlich?
peter schrieb:
um es für mich verständlicher zu machen: wie unterscheiden sich patriotismus und nationalismus rein inhaltlich?
ich übernehme zum Teil Formulierungen von Professor Volker Kronenberg, Direktor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Uni Bonn bzw. des bpb:
"Der Patriotismus ist ja ein Begriff der Aufklärung, der Bürgergesellschaft gegen den Obrigkeitsstaat - Emanzipation, die Bürger gegen den Feudalismus, und er gehört weder nach rechts noch nach links, sondern in die Mitte, in die Bürgerschaft, und das verbindet sich dann sukzessive damit, dass die Patrioten auch so etwas schaffen wollen wie einen gemeinsamen Raum, den es ja damals so in dem Sinne nicht gab, einen Nationalstaat, einen modernen."
Patriotismus will demnach den Nationalstaat als eine "offene Gemeinschaft von Staatsbürgern", wo jeder dazu gehören kann - unabhängig von seiner Herkunft - jeder, der die Grundwerte akzeptiert und sich mit der Kultur identifizieren kann. Es ist nicht nur die altrömische "amor patriae", die Liebe zum Vaterland, nicht bloß ein Gefühl, sondern eine sozialpolitische Haltung.
"Denn beim Patriotismus kommt das freiwillige solidarische Eintreten für das Gemeinwesen hinzu, für die Republik, ob man den Begriff nun will oder nicht, man muss es ja nicht Patriotismus nennen, aber ohne das, für das er steht, kann ein freiheitliches Gemeinwesen nicht funktionieren"
In einem zusammenwachsenden Europa (hoffentlich) sollte einmal so etwas wie ein europäischer Patriotismus entstehen.
Nationalismus ist ein übersteigertes Bewusstsein vom Wert und der Bedeutung der eigenen Nation. Im Gegensatz zum Patriotismus glorifiziert der Nationalismus die eigene Nation und setzt andere Nationen herab. Zugleich wird ein Sendungsbewusstsein entwickelt, möglichst die ganze Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen.
Nationalisten sind insofern aggressiv, als sie die (sogenannten) Rechte des eigenen Volkes für gewöhnlich weit über die Rechte anderer Völker stellen. Rassismus ist eine zwangsläufige Folge des Nationalismus.
ich verstehe das was kronenberg meint, finde es aber extrem kopflastig und nicht realitätstauglich. ich glaube kaum dass die afd, die sich ja den begriff patriotisch gekapert hat, eine "offene Gemeinschaft von Staatsbürgern"... anstrebt.
und das schon mal gar nicht.
der amerikanische patriotismus kulminiert in "amerika first" und auch den deutschen patrioten geht es um "deutschland den deutschen".
begrifflichkeiten kann man kapern, aber inhalte stimmen häufig nicht mit deren allgemeiner definition überein. war die ddr eine demokratische republik, entspricht nord-korea den ideen des kommunismus? beides natürlich nicht.
der begriff patriotismus fungiert als trojanisches pferd um nicht "nationalistisch" sagen zu müssen. da bleibt es auch egal wie ein theoretiker den definiert. deshalb ja auch meine frage: was macht für dich persönlich den unterschied aus? für mich ist der bestenfalls verschwommen so lange sich die neuen rechtsaußen auf ihn stützen. und wie du den unterschied ziehst weiß ich auch nicht, teilst du die auffassung von kronenberg?
den klassenstaat, arm und reich, gibt es zwar immer noch, mittlerweile definiert der sich aber nicht mehr durch feudalismus und das bürgertum das sich gegen ihn auflehnt. habermas hat diesen begriff zwar noch einmal benutzt, seine rückkehr formuliert, dennoch bleibt der feudalismus für mich ein relikt ferner tage. und das bürgertum, als ständebegriff, zieht sich vom grün/linke-wähler bis zum cdu/csu-wähler. da sehe ich keine "klasse" im politischen oder soziologischen sinn.
davon abgesehen unterstelle ich bei mehr als 90% der personen die den begriff patriotismus verwenden, dass sie gar nicht in der lage sind einen unterschied zwischen nationalismus und patriotismus, in der definition von kronenberg, zu erklären. ihr patriotismus zielt nämlich nicht auf eine klassengesellschaftliche kritik sondern auf eine aufwertung des eigenen landes im sinne von nationalismus. spätestens bei "deutschland den deutschen, ausländer raus" und dem lauten ruf nach nationalen symbolen wie hymne und flagge, im zusammenhang mit begriffen wie "völkisch" und der definition was deutsche leitkultur ist, wird das für mich völlig offensichtlich.
hawischer schrieb:
In einem zusammenwachsenden Europa (hoffentlich) sollte einmal so etwas wie ein europäischer Patriotismus entstehen.
und das schon mal gar nicht.
hawischer schrieb:
Im Gegensatz zum Patriotismus glorifiziert der Nationalismus die eigene Nation und setzt andere Nationen herab.
der amerikanische patriotismus kulminiert in "amerika first" und auch den deutschen patrioten geht es um "deutschland den deutschen".
begrifflichkeiten kann man kapern, aber inhalte stimmen häufig nicht mit deren allgemeiner definition überein. war die ddr eine demokratische republik, entspricht nord-korea den ideen des kommunismus? beides natürlich nicht.
der begriff patriotismus fungiert als trojanisches pferd um nicht "nationalistisch" sagen zu müssen. da bleibt es auch egal wie ein theoretiker den definiert. deshalb ja auch meine frage: was macht für dich persönlich den unterschied aus? für mich ist der bestenfalls verschwommen so lange sich die neuen rechtsaußen auf ihn stützen. und wie du den unterschied ziehst weiß ich auch nicht, teilst du die auffassung von kronenberg?
den klassenstaat, arm und reich, gibt es zwar immer noch, mittlerweile definiert der sich aber nicht mehr durch feudalismus und das bürgertum das sich gegen ihn auflehnt. habermas hat diesen begriff zwar noch einmal benutzt, seine rückkehr formuliert, dennoch bleibt der feudalismus für mich ein relikt ferner tage. und das bürgertum, als ständebegriff, zieht sich vom grün/linke-wähler bis zum cdu/csu-wähler. da sehe ich keine "klasse" im politischen oder soziologischen sinn.
davon abgesehen unterstelle ich bei mehr als 90% der personen die den begriff patriotismus verwenden, dass sie gar nicht in der lage sind einen unterschied zwischen nationalismus und patriotismus, in der definition von kronenberg, zu erklären. ihr patriotismus zielt nämlich nicht auf eine klassengesellschaftliche kritik sondern auf eine aufwertung des eigenen landes im sinne von nationalismus. spätestens bei "deutschland den deutschen, ausländer raus" und dem lauten ruf nach nationalen symbolen wie hymne und flagge, im zusammenhang mit begriffen wie "völkisch" und der definition was deutsche leitkultur ist, wird das für mich völlig offensichtlich.
hawischer schrieb:peter schrieb:
um es für mich verständlicher zu machen: wie unterscheiden sich patriotismus und nationalismus rein inhaltlich?
ich übernehme zum Teil Formulierungen von Professor Volker Kronenberg, Direktor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Uni Bonn bzw. des bpb:
"Der Patriotismus ist ja ein Begriff der Aufklärung, der Bürgergesellschaft gegen den Obrigkeitsstaat - Emanzipation, die Bürger gegen den Feudalismus, und er gehört weder nach rechts noch nach links, sondern in die Mitte, in die Bürgerschaft, und das verbindet sich dann sukzessive damit, dass die Patrioten auch so etwas schaffen wollen wie einen gemeinsamen Raum, den es ja damals so in dem Sinne nicht gab, einen Nationalstaat, einen modernen."
Patriotismus will demnach den Nationalstaat als eine "offene Gemeinschaft von Staatsbürgern", wo jeder dazu gehören kann - unabhängig von seiner Herkunft - jeder, der die Grundwerte akzeptiert und sich mit der Kultur identifizieren kann. Es ist nicht nur die altrömische "amor patriae", die Liebe zum Vaterland, nicht bloß ein Gefühl, sondern eine sozialpolitische Haltung.
"Denn beim Patriotismus kommt das freiwillige solidarische Eintreten für das Gemeinwesen hinzu, für die Republik, ob man den Begriff nun will oder nicht, man muss es ja nicht Patriotismus nennen, aber ohne das, für das er steht, kann ein freiheitliches Gemeinwesen nicht funktionieren"
In einem zusammenwachsenden Europa (hoffentlich) sollte einmal so etwas wie ein europäischer Patriotismus entstehen.
Nationalismus ist ein übersteigertes Bewusstsein vom Wert und der Bedeutung der eigenen Nation. Im Gegensatz zum Patriotismus glorifiziert der Nationalismus die eigene Nation und setzt andere Nationen herab. Zugleich wird ein Sendungsbewusstsein entwickelt, möglichst die ganze Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen.
Nationalisten sind insofern aggressiv, als sie die (sogenannten) Rechte des eigenen Volkes für gewöhnlich weit über die Rechte anderer Völker stellen. Rassismus ist eine zwangsläufige Folge des Nationalismus.
Die Abgrenzung trifft es in meinen Augen ziemlich gut.
Vielleicht ist Patriotismus auch einfach eine positive Emotionalität zum eigenen Land, man fühlt sich mit diesem sehr verbunden, im Endeffekt ein ganz natürliches Gefühl, dass viele Menschen "einfach" haben.
Ich für meinen Teil kann das auf jeden Fall so sagen, dieses Gefühl ist einfach da und Gefühle sollte man nicht unterdrücken... Ich würde aber wegen diesem Gefühl nie auf die Idee kommen, mich für etwas "Besseres" zu halten oder andere Menschen abzuwerten bzw mich von diesen abzugrenzen. Es ist ein riesen Glück in Deutschland geboren zu werden, es gibt wenige Länder die so vielfältig und offen sind.
Nationalismus hingegen ist ausgrenzend und überhöhend des eigenen Seins. Also im Grunde alles was ich perönlich zu tiefst ablehne. Ich möchte eine bunte, offene Gesellschaft, in der jeder das Gefühl hat, dass er dazu gehört. Mag sein, dass die AFD etwas von "Patriotismus" schwafelt, sie grenzt aber aus und ist damit in meinen Augen nationalistisch.
Lieber hawischer,
mich über kommt ein gewisses Murmeltiertagsgefühl.
So ähnlich hatten wir das schon mal: Ich zitiere Dich scheibchenweise, nehme detailliert Stellung, werfe Fragen auf.
Ich hatte bewusst Deine Zitate weder verkürzt, noch entfremdet. Ist ja leichthin oben nachzulesen.
Du antwortest pauschal, streust verkürzte Zitate meines Beitrags ein und beschwerst Dich über meinen Stil.
Und das in diesem Fall, obwohl Du es warst, der sich aufgeschwungen hatte, mir die Welt außerhalb meiner kleinen solchen zu erklären.
Und zu guter Letzt die wiederholte Entschuldigung Richtung Mods, dass Du Dich damit der weiteren Diskussion entziehen wirst. Weshalb auch immer Du solches wiederholt für nötig hälst. Die melden sich erfahrungsgemäß schon selbst, wenn sie es für angezeigt halten.
Zu meinem Beitrag kommt nichts. Halt, die Highlands. Pardon.
Schade. Aber natürlich ein jeder, wie er mag.
mich über kommt ein gewisses Murmeltiertagsgefühl.
So ähnlich hatten wir das schon mal: Ich zitiere Dich scheibchenweise, nehme detailliert Stellung, werfe Fragen auf.
Ich hatte bewusst Deine Zitate weder verkürzt, noch entfremdet. Ist ja leichthin oben nachzulesen.
Du antwortest pauschal, streust verkürzte Zitate meines Beitrags ein und beschwerst Dich über meinen Stil.
Und das in diesem Fall, obwohl Du es warst, der sich aufgeschwungen hatte, mir die Welt außerhalb meiner kleinen solchen zu erklären.
Und zu guter Letzt die wiederholte Entschuldigung Richtung Mods, dass Du Dich damit der weiteren Diskussion entziehen wirst. Weshalb auch immer Du solches wiederholt für nötig hälst. Die melden sich erfahrungsgemäß schon selbst, wenn sie es für angezeigt halten.
Zu meinem Beitrag kommt nichts. Halt, die Highlands. Pardon.
Schade. Aber natürlich ein jeder, wie er mag.
Geht mir genauso, mit dem Gefühl.
Ich setze mich kritisch mit Deinem Versuch auseinander die Begriffe Patriotismus und Nationalismus in einer unzulässigen Weise zu verbinden und Du behauptest, ich würde mich der Diskussion entziehen. Du nimmst auch nicht detailiiert Stellung, sondern Du verdrehst, verfremdest und provozierst. Kann jeder nachlesen.
Und Deine "kleine" Welt.... . Du hast Deine Erfahrungen, ich meine. Die sind offensichtlich unterschiedlich. Was soll's. Und ja, es macht mir keinen Spaß die Diskussion weiter zu führen. Die Positionen sind doch klar.
Ich setze mich kritisch mit Deinem Versuch auseinander die Begriffe Patriotismus und Nationalismus in einer unzulässigen Weise zu verbinden und Du behauptest, ich würde mich der Diskussion entziehen. Du nimmst auch nicht detailiiert Stellung, sondern Du verdrehst, verfremdest und provozierst. Kann jeder nachlesen.
Und Deine "kleine" Welt.... . Du hast Deine Erfahrungen, ich meine. Die sind offensichtlich unterschiedlich. Was soll's. Und ja, es macht mir keinen Spaß die Diskussion weiter zu führen. Die Positionen sind doch klar.
hawischer schrieb:
Ich setze mich kritisch mit Deinem Versuch auseinander die Begriffe Patriotismus und Nationalismus in einer unzulässigen Weise zu verbinden...
wo liegt denn für dich da der unterschied? die neue extreme rechte beansprucht für sich den begriff patriotismus, nationalismus ist ja reichlich unmodern geworden. von anderer seite habe ich patriotismus in deutschland noch selten gehört.
um es für mich verständlicher zu machen: wie unterscheiden sich patriotismus und nationalismus rein inhaltlich?
hawischer schrieb:Misanthrop schrieb:hawischer schrieb:
Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren.
Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert oder die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Deine Antwort auf diese Frage würde mich anhaltend interessieren.
Die müsste Dich m.E. konsequnterweise zu einer Art "Passivintegration", also einem guten Willen Dritter führen, welche den zu integrierenden akzeptieren, sobald er sich genehm verhält.hawischer schrieb:
Glaube mir, ein Franzose, Engländer oder Ire würde diese Diskussion nicht verstehen.
Ich weiß nicht recht, womit ich in Dir das Gefühl ausgelöst haben könnte, ich hätte mit 20 Jahren den Odenwaldbauernhof vom Papa übernommen und wäre von diesem seither nicht mehr weiter als bis zum nächsten Feuerwehrfest gekommen.
Sei versichert, dass ich durchaus schon dem ein oder anderen Nichtdeutschen begegnet bin. Und den von Dir kolportierten hymnenschmetternden Patriotismus, der angeblich unhinterfragt jenseits aller deutschen Grenzen herrschen soll, habe ich nur selten vorgefunden.
Ich wäre mir übrigens recht sicher, dass ich einen Großteil der Nichtdeutschen, mit denen ich im Laufe meines Lebens etwas engeren Kontakt gehabt habe, zumindest nicht Aug' in Aug' im Schützengraben wiedersehen würde. Das haben jene und ich unseren Ur- und Großvätern voraus. Die fanden Patriotismus noch recht einhellig prima. War vielleicht nicht die allerbeste idee. Jedenfalls rückblickend.
hawischer schrieb:
Ein unverkrampftes Verhältnis zu ihrem Land und Patriotismus ohne Überheblichkeit ist den meisten eine schlichte Selbstverständlichkeit.
Du wirst erstaunt sein, aber ich finde meine persönliche Einstellung zu Patriotismus dermaßen unverkrampft, dass es eine Art hat.
Für mich krampft erheblich mehr, wer sich über nicht singende Sportler echauffiert. Oder über vermeintliche Überfremdung, um den Bogen zum Threadthema mal langsam wieder zu bekommen.
Mir ist nämlich sowas von wurscht, ob mein Nachbar während der WM alles in Oranje schmückt, vor 10 Jahren aus dem Iran gekommen ist oder am liebsten togolesisch kocht wie zuhause bei Muttern. Wurschtiger geht gar nicht.
Putziges Holländisch-Deutsch finde ich 10 mal niedlicher als Sächsisch und Schwäbisch. Die schottischen Highlands gefallen mir besser als das bayrische Alpenvorland. Außerdem denke ich, dass Newton mindestens so pfiffig wie Goethe war.
Wo soll denn da noch Platz für vernünftig begründbaren Patriotismus sein?
Und wofür könnte ich den brauchen?
Ich jedenfalls finde diese häufig zu vernehmende Bezugnahmen auf "die anderen", die das alles ganz locker und unverkrampft sehen, reichlich unangemessen.
Dergleichen dient m.E. allein dazu, den eigenen Patriotismus nicht zu hinterfragen, etwaigen eigenen Nationalismus als gesunden Patriotismus zu verkaufen, und jene, die das mit Landesgrenzen und durchmischten "Volkskörpern" ganz geschmeidg sehen, quasi als geschichts- und kultuvergessene Exoten, oder heutzutage auch gerne mal gar als "Detschlandhasser", abzustempeln.
Ist Dir mal in den Sinn gekommen, dass wir vielleicht in Deutschland keinen Trump, keinen Orban, keine Mehrheit für einen "Dexit" haben, weil es hierzulande eine ganze Menge Menschen gibt, die Patriotismus durchaus kritisch hinterfragen?
Ich fand in diesem Zusammenhang eine Passage des von ASAP oben verlinkten Blogs recht treffend:
Müssen alle Menschen gleich reagieren, sich gleich verhalten im Angesicht von Nationalfahnen und der zugehörigen Musik? Und wer legt letztendlich fest, wie sich bei Hymnen und Fahnenhissung zu verhalten ist? All diese Punkte sind verhandelbar. Sie sind nicht natürlich, wie ein Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Sie sind von Menschen geschaffene Rituale und wie damit umzugehen ist müssen die Gesellschaften selbst bestimmen und sollten einem ständigen Wandel unterzogen sein. Doch diese Diskussionen werden nicht geführt. So werden die Sportler zu prominenten Opfern und sind sich selbst und ihren Beratern überlassen, dem nationalistischen öffentlichen Druck zu begegnen.
Erstmal zu Deinem Stil, den ich beschissen finde:
Ich schreibe:
"Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert,...."
daraus machst Du die Frage:
"Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert....?"
Ich schreibe weiter:
"....es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren."
Du setzt Deine Frage mit Unterstellung/Wertung (nationalgeneigt, der Schwarzhaarige) fort:
...der die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Du bekommst trotz der versuchten Verdrehung die Antwort.
Ja, gerade hinsichtlich der Erfahrungen hierzulande in der letzten Wochen rund um das türkische Verfassungsreferendum würde ich es gut finden, wenn Özil "Einigkeit und Recht und Freiheit" singen würde. Von mir aus mit dem Zusatz, für mein deutsches und türkisches Vaterland.
Wir können jetzt uns auch unsere internationalen Erfahrungen gegenseitig erzählen, ist aber wohl langweilig, recht gebe ich Dir, die Highlands haben mir auch gefallen.
Du brauchst eine Weile bis Du zum eigentlichen Zweck des Beitrags kommst. Die diffamierende Überleitung des Begriffes Patriotismus hin zum Nationalismus. Selbstverständlich darf man dabei nicht auf die Begriffe wie "gesunden" Patriotismus in Verbindung mit "durchmischten Volkskörper" verzichten und logischerweise müssen das dann "geschichts- und kulturvergessene Exoten" sein.
Und zum Abschluß noch eine Antwort.
Wir haben und hatten in den letzten 70 Jahren eine ganze Menge Menschen in diesem Lande, die den Nationalismus kritisch hinterfrag(t)en. Ein Grund für unsere wehrhafte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gegen jede Form von Extremismus.
PS:
Hiermit beende ich für mich den Exkurs in dieses o.t. Thema und bitte die Mods um Nachsicht.
Ich schreibe:
"Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert,...."
daraus machst Du die Frage:
"Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert....?"
Ich schreibe weiter:
"....es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren."
Du setzt Deine Frage mit Unterstellung/Wertung (nationalgeneigt, der Schwarzhaarige) fort:
...der die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Du bekommst trotz der versuchten Verdrehung die Antwort.
Ja, gerade hinsichtlich der Erfahrungen hierzulande in der letzten Wochen rund um das türkische Verfassungsreferendum würde ich es gut finden, wenn Özil "Einigkeit und Recht und Freiheit" singen würde. Von mir aus mit dem Zusatz, für mein deutsches und türkisches Vaterland.
Wir können jetzt uns auch unsere internationalen Erfahrungen gegenseitig erzählen, ist aber wohl langweilig, recht gebe ich Dir, die Highlands haben mir auch gefallen.
Du brauchst eine Weile bis Du zum eigentlichen Zweck des Beitrags kommst. Die diffamierende Überleitung des Begriffes Patriotismus hin zum Nationalismus. Selbstverständlich darf man dabei nicht auf die Begriffe wie "gesunden" Patriotismus in Verbindung mit "durchmischten Volkskörper" verzichten und logischerweise müssen das dann "geschichts- und kulturvergessene Exoten" sein.
Und zum Abschluß noch eine Antwort.
Wir haben und hatten in den letzten 70 Jahren eine ganze Menge Menschen in diesem Lande, die den Nationalismus kritisch hinterfrag(t)en. Ein Grund für unsere wehrhafte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gegen jede Form von Extremismus.
PS:
Hiermit beende ich für mich den Exkurs in dieses o.t. Thema und bitte die Mods um Nachsicht.
Lieber hawischer,
mich über kommt ein gewisses Murmeltiertagsgefühl.
So ähnlich hatten wir das schon mal: Ich zitiere Dich scheibchenweise, nehme detailliert Stellung, werfe Fragen auf.
Ich hatte bewusst Deine Zitate weder verkürzt, noch entfremdet. Ist ja leichthin oben nachzulesen.
Du antwortest pauschal, streust verkürzte Zitate meines Beitrags ein und beschwerst Dich über meinen Stil.
Und das in diesem Fall, obwohl Du es warst, der sich aufgeschwungen hatte, mir die Welt außerhalb meiner kleinen solchen zu erklären.
Und zu guter Letzt die wiederholte Entschuldigung Richtung Mods, dass Du Dich damit der weiteren Diskussion entziehen wirst. Weshalb auch immer Du solches wiederholt für nötig hälst. Die melden sich erfahrungsgemäß schon selbst, wenn sie es für angezeigt halten.
Zu meinem Beitrag kommt nichts. Halt, die Highlands. Pardon.
Schade. Aber natürlich ein jeder, wie er mag.
mich über kommt ein gewisses Murmeltiertagsgefühl.
So ähnlich hatten wir das schon mal: Ich zitiere Dich scheibchenweise, nehme detailliert Stellung, werfe Fragen auf.
Ich hatte bewusst Deine Zitate weder verkürzt, noch entfremdet. Ist ja leichthin oben nachzulesen.
Du antwortest pauschal, streust verkürzte Zitate meines Beitrags ein und beschwerst Dich über meinen Stil.
Und das in diesem Fall, obwohl Du es warst, der sich aufgeschwungen hatte, mir die Welt außerhalb meiner kleinen solchen zu erklären.
Und zu guter Letzt die wiederholte Entschuldigung Richtung Mods, dass Du Dich damit der weiteren Diskussion entziehen wirst. Weshalb auch immer Du solches wiederholt für nötig hälst. Die melden sich erfahrungsgemäß schon selbst, wenn sie es für angezeigt halten.
Zu meinem Beitrag kommt nichts. Halt, die Highlands. Pardon.
Schade. Aber natürlich ein jeder, wie er mag.
hawischer schrieb:
oder nur eine wenig Stimmung machen?
hmm, das von dem mit dem einzeiler zum linken beissreflex... nun denn.
hawischer schrieb:
Was willste noch,
was hältst du denn von dem ansatz, den ich in meinem beitrag davor erwähnt habe, daß es egal ist, ob meier, schmidt oder özil singen odern nicht, daß es schlicht und einfach ihre freie entscheidung ist, weil es egal ist ob ein mensch einen migrationshintergrund hat oder nicht?
Xaver08 schrieb:hawischer schrieb:
oder nur eine wenig Stimmung machen?
hmm, das von dem mit dem einzeiler zum linken beissreflex... nun denn.hawischer schrieb:
Was willste noch,
was hältst du denn von dem ansatz, den ich in meinem beitrag davor erwähnt habe, daß es egal ist, ob meier, schmidt oder özil singen odern nicht, daß es schlicht und einfach ihre freie entscheidung ist, weil es egal ist ob ein mensch einen migrationshintergrund hat oder nicht?
Ich bleibe bei meinem Ansatz. Ich habe dem User Misanthrop schon geantwortet, dass jeder singen kann, wann und was und wo er will.
hawischer schrieb:
So hat jeder seine Ansichten und das ist auch gut so.
das sehe ich im übrigen auch so.
welche ich zu diesem thema habe, wissen wir jetzt. wir wissen auch, in welchen gewässern der lindner fischen möchte, welche ansichten er hat, wissen wir indes nicht.
was du dazu denkst, wissen wir auch nicht, denn mit dem was du gepostet hast, hast du nichts zu tun, du möchtest nur den lindner nicht so in die rechte ecke gerückt wissen...
scnön und einer liberalen partei würdig gefunden hätte ich die aussage, daß egal ob jemand meier, schmidt oder özil heisst, es egal ist ob er mitsingt, aber das spricht halt am ende das falsche klientel an.
Xaver08 schrieb:
was du dazu denkst, wissen wir auch nicht, denn mit dem was du gepostet hast, hast du nichts zu tun, du möchtest nur den lindner nicht so in die rechte ecke gerückt wissen...
Im Beitrag 1419 habe ich geschrieben:
"Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren."
Ist das eine Meinungsäußerung von mir oder nicht? Was willste noch, oder nur eine wenig Stimmung machen?
hawischer schrieb:
oder nur eine wenig Stimmung machen?
hmm, das von dem mit dem einzeiler zum linken beissreflex... nun denn.
hawischer schrieb:
Was willste noch,
was hältst du denn von dem ansatz, den ich in meinem beitrag davor erwähnt habe, daß es egal ist, ob meier, schmidt oder özil singen odern nicht, daß es schlicht und einfach ihre freie entscheidung ist, weil es egal ist ob ein mensch einen migrationshintergrund hat oder nicht?
hawischer schrieb:
Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren.
Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert oder die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Welch Diskussion.
In den 80ern hat sich in meiner Erinnerung keine Socke dafür interessiert, ob Dremmler singt und Briegel nicht. Das wurde wohl irgendwann in den 90ern erstmal intern gewünscht. Ein Schelm...
Ich finde aber auch Deinen Ausgangsgedanken wackelig, dass dergleichen eine besondere Identifikation mit diesem Land bedeuten würde.
Ich stehe z.B. nie bei einem Länderspiel auf, fasse mir womöglich auf die Brust und singe unsere Hymne.
Andererseits habe ich durchaus schon mal im Freundeskreis bei einer WM die irische Hymne inbrünstig angestimmt. Dabei bin ich kein bisschen stolz, Ire zu sein.
Und ich war sogar auch schon mal für 90 Spielmminuten Bekenntnisjamaikaner.
Kann man den ganzen Nationalhumbug nicht ein wenig mehr mit Distanz und Augenzwinkern sehen?
Misanthrop schrieb:hawischer schrieb:
Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren.
Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert oder die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Welch Diskussion.
In den 80ern hat sich in meiner Erinnerung keine Socke dafür interessiert, ob Dremmler singt und Briegel nicht. Das wurde wohl irgendwann in den 90ern erstmal intern gewünscht. Ein Schelm...
Ich finde aber auch Deinen Ausgangsgedanken wackelig, dass dergleichen eine besondere Identifikation mit diesem Land bedeuten würde.
Ich stehe z.B. nie bei einem Länderspiel auf, fasse mir womöglich auf die Brust und singe unsere Hymne.
Andererseits habe ich durchaus schon mal im Freundeskreis bei einer WM die irische Hymne inbrünstig angestimmt. Dabei bin ich kein bisschen stolz, Ire zu sein.
Und ich war sogar auch schon mal für 90 Spielmminuten Bekenntnisjamaikaner.
Kann man den ganzen Nationalhumbug nicht ein wenig mehr mit Distanz und Augenzwinkern sehen?
Na klar, ist doch Dein gutes Recht, es so zu sehen wie Du willst. Und ja, wenn ich im Stadion bin, stehe ich bei der Nationalhymne auf, egal ob es die irische oder deutsche Nationalhymne ist. Glaube mir, ein Franzose, Engländer oder Ire würde diese Diskussion nicht verstehen. Ein unverkrampftes Verhältnis zu ihrem Land und Patriotismus ohne Überheblichkeit ist den meisten eine schlichte Selbstverständlichkeit. Kann ich nichts schlechtes an diesem "ganzen Nationalhumbug" finden. Und stolz, hat meine Oma immer gesagt, ist nur der Esel. Es geht auch ohne Stolz. Sogar wenn ich aufstehe, sobald der Frankfurter Polizeichor die Eintrachthymne anstimmt.
Hier im politischen D&D bin ich sicher mit meiner Meinung recht alleine, im Stadion aber nicht und das ist mir wichtiger.
hawischer schrieb:
Glaube mir, ein Franzose, Engländer oder Ire würde diese Diskussion nicht verstehen. Ein unverkrampftes Verhältnis zu ihrem Land und Patriotismus ohne Überheblichkeit ist den meisten eine schlichte Selbstverständlichkeit. Kann ich nichts schlechtes an diesem "ganzen Nationalhumbug" finden.
Und glaube du mir, ich kenne Franzosen, Engländer oder Iren, denen ebenso wie mir der ganze Nationalhumbug schwer am ***** vorbei geht. Dieser nationale Quatsch taugt lediglich dazu, den Menschen den Blick auf ihre wirklichen Interessen zu verstellen. Man sollte darauf nicht hereinfallen.
hawischer schrieb:Misanthrop schrieb:hawischer schrieb:
Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren.
Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert oder die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Deine Antwort auf diese Frage würde mich anhaltend interessieren.
Die müsste Dich m.E. konsequnterweise zu einer Art "Passivintegration", also einem guten Willen Dritter führen, welche den zu integrierenden akzeptieren, sobald er sich genehm verhält.hawischer schrieb:
Glaube mir, ein Franzose, Engländer oder Ire würde diese Diskussion nicht verstehen.
Ich weiß nicht recht, womit ich in Dir das Gefühl ausgelöst haben könnte, ich hätte mit 20 Jahren den Odenwaldbauernhof vom Papa übernommen und wäre von diesem seither nicht mehr weiter als bis zum nächsten Feuerwehrfest gekommen.
Sei versichert, dass ich durchaus schon dem ein oder anderen Nichtdeutschen begegnet bin. Und den von Dir kolportierten hymnenschmetternden Patriotismus, der angeblich unhinterfragt jenseits aller deutschen Grenzen herrschen soll, habe ich nur selten vorgefunden.
Ich wäre mir übrigens recht sicher, dass ich einen Großteil der Nichtdeutschen, mit denen ich im Laufe meines Lebens etwas engeren Kontakt gehabt habe, zumindest nicht Aug' in Aug' im Schützengraben wiedersehen würde. Das haben jene und ich unseren Ur- und Großvätern voraus. Die fanden Patriotismus noch recht einhellig prima. War vielleicht nicht die allerbeste idee. Jedenfalls rückblickend.
hawischer schrieb:
Ein unverkrampftes Verhältnis zu ihrem Land und Patriotismus ohne Überheblichkeit ist den meisten eine schlichte Selbstverständlichkeit.
Du wirst erstaunt sein, aber ich finde meine persönliche Einstellung zu Patriotismus dermaßen unverkrampft, dass es eine Art hat.
Für mich krampft erheblich mehr, wer sich über nicht singende Sportler echauffiert. Oder über vermeintliche Überfremdung, um den Bogen zum Threadthema mal langsam wieder zu bekommen.
Mir ist nämlich sowas von wurscht, ob mein Nachbar während der WM alles in Oranje schmückt, vor 10 Jahren aus dem Iran gekommen ist oder am liebsten togolesisch kocht wie zuhause bei Muttern. Wurschtiger geht gar nicht.
Putziges Holländisch-Deutsch finde ich 10 mal niedlicher als Sächsisch und Schwäbisch. Die schottischen Highlands gefallen mir besser als das bayrische Alpenvorland. Außerdem denke ich, dass Newton mindestens so pfiffig wie Goethe war.
Wo soll denn da noch Platz für vernünftig begründbaren Patriotismus sein?
Und wofür könnte ich den brauchen?
Ich jedenfalls finde diese häufig zu vernehmende Bezugnahmen auf "die anderen", die das alles ganz locker und unverkrampft sehen, reichlich unangemessen.
Dergleichen dient m.E. allein dazu, den eigenen Patriotismus nicht zu hinterfragen, etwaigen eigenen Nationalismus als gesunden Patriotismus zu verkaufen, und jene, die das mit Landesgrenzen und durchmischten "Volkskörpern" ganz geschmeidg sehen, quasi als geschichts- und kultuvergessene Exoten, oder heutzutage auch gerne mal gar als "Detschlandhasser", abzustempeln.
Ist Dir mal in den Sinn gekommen, dass wir vielleicht in Deutschland keinen Trump, keinen Orban, keine Mehrheit für einen "Dexit" haben, weil es hierzulande eine ganze Menge Menschen gibt, die Patriotismus durchaus kritisch hinterfragen?
Ich fand in diesem Zusammenhang eine Passage des von ASAP oben verlinkten Blogs recht treffend:
Müssen alle Menschen gleich reagieren, sich gleich verhalten im Angesicht von Nationalfahnen und der zugehörigen Musik? Und wer legt letztendlich fest, wie sich bei Hymnen und Fahnenhissung zu verhalten ist? All diese Punkte sind verhandelbar. Sie sind nicht natürlich, wie ein Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Sie sind von Menschen geschaffene Rituale und wie damit umzugehen ist müssen die Gesellschaften selbst bestimmen und sollten einem ständigen Wandel unterzogen sein. Doch diese Diskussionen werden nicht geführt. So werden die Sportler zu prominenten Opfern und sind sich selbst und ihren Beratern überlassen, dem nationalistischen öffentlichen Druck zu begegnen.
du hast die meinung vertreten, daß die vervollständigung der aussagen lindners ihn besser da stehen lassen würde, das ist aus meiner sicht eine klare wertung der aussagen.
auch wenn ich zugebe, daß der verweis auf alle strophen sicher nicht rein sachlich motiviert war, finde ich schon, daß die unterstellung eines linken beißreflexes und der darauffolgende rückzug mit dem verweis auf lindner nun auch nicht gerade der inbegriff eines sachlichen diskussionsstils ist.
özil ist deutscher, es steht ihm frei, ob er die hymne singen möchte oder nicht und das ohne wenn und aber. das singen der nationalhymne als zeichen oder symbol von/für integetration zu werten, bewertet indirekt auch die integration von özil, dazu führt es die aussage lindners darüber, daß es özil freigestellt wäre zu singen ad absurdum. wenn ein maier oder hr. schmidt nicht mitsingen würde, würde sich diese frage selbstverständlich nicht stellen.
mal abgesehen davon, daß ich es persönlich absurd finde, das als zeichen von integration zu werten, ich identifiziere mich nicht über die hymne mit disem land, sind aussagen dieser art wasser auf den mühlen von fremdenfeinden, damit bin ich nachwievor der meinung, daß das differenziertere bild der aussagen von lindner ihn sogar schlechter dastehen lässt also davor.
auch wenn ich zugebe, daß der verweis auf alle strophen sicher nicht rein sachlich motiviert war, finde ich schon, daß die unterstellung eines linken beißreflexes und der darauffolgende rückzug mit dem verweis auf lindner nun auch nicht gerade der inbegriff eines sachlichen diskussionsstils ist.
özil ist deutscher, es steht ihm frei, ob er die hymne singen möchte oder nicht und das ohne wenn und aber. das singen der nationalhymne als zeichen oder symbol von/für integetration zu werten, bewertet indirekt auch die integration von özil, dazu führt es die aussage lindners darüber, daß es özil freigestellt wäre zu singen ad absurdum. wenn ein maier oder hr. schmidt nicht mitsingen würde, würde sich diese frage selbstverständlich nicht stellen.
mal abgesehen davon, daß ich es persönlich absurd finde, das als zeichen von integration zu werten, ich identifiziere mich nicht über die hymne mit disem land, sind aussagen dieser art wasser auf den mühlen von fremdenfeinden, damit bin ich nachwievor der meinung, daß das differenziertere bild der aussagen von lindner ihn sogar schlechter dastehen lässt also davor.
hawischer schrieb:
So hat jeder seine Ansichten und das ist auch gut so.
das sehe ich im übrigen auch so.
welche ich zu diesem thema habe, wissen wir jetzt. wir wissen auch, in welchen gewässern der lindner fischen möchte, welche ansichten er hat, wissen wir indes nicht.
was du dazu denkst, wissen wir auch nicht, denn mit dem was du gepostet hast, hast du nichts zu tun, du möchtest nur den lindner nicht so in die rechte ecke gerückt wissen...
scnön und einer liberalen partei würdig gefunden hätte ich die aussage, daß egal ob jemand meier, schmidt oder özil heisst, es egal ist ob er mitsingt, aber das spricht halt am ende das falsche klientel an.
hawischer schrieb:
Typisch linker deutscher Beißreflex. Die dritte Strophe reicht.
linker beissreflex, schon recht. wenn du meinst, das in eine schublade stecken zu müssen
aber dann wenden wir uns doch der sache zu:
da du ja der meinung warst, daß es das bild verbesserst, magst du mir vielleicht erklären, was aus deiner sicht das singen der hymne für das thema integration in einem modernen einwanderungsland bedeutet.
für mich persönlich gehört das singen der nationalhymne garantiert nicht zu den zentralen werten, die integration bedeuten. es ist nichts als ein symbol, das (entschuldige bitte für die schublade) in der regel die beissreflexe von fremdenfeinden bedient, aber nichts mit integration zu tun hat.
und was hat denn der verweis auf die türkische todesstrafe mit dem thema integration und singen der hymne zu tun?
Xaver08 schrieb:hawischer schrieb:
Typisch linker deutscher Beißreflex. Die dritte Strophe reicht.
linker beissreflex, schon recht. wenn du meinst, das in eine schublade stecken zu müssen
aber dann wenden wir uns doch der sache zu:
da du ja der meinung warst, daß es das bild verbesserst, magst du mir vielleicht erklären, was aus deiner sicht das singen der hymne für das thema integration in einem modernen einwanderungsland bedeutet.
für mich persönlich gehört das singen der nationalhymne garantiert nicht zu den zentralen werten, die integration bedeuten. es ist nichts als ein symbol, das (entschuldige bitte für die schublade) in der regel die beissreflexe von fremdenfeinden bedient, aber nichts mit integration zu tun hat.
und was hat denn der verweis auf die türkische todesstrafe mit dem thema integration und singen der hymne zu tun?
Stellen wir doch mal die Sache wieder auf die Füße.
Ich habe die Verkürzung des Lindner-Intervies durch den 60ziger kritisiert und durch weitere Ausagen Lindners im Stern und fachebook ergänzt. Durch diese Ergänzung habe ich mitnichten die Meinung des Herrn Lindner übernommen, sondern bin bestenfalls dem Versuch des 60ziger entgegen getreten, den Lindner in die rechtsaußen Ecke zu stellen.
Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren.
Die anderen Fragen musst Du dem Autor des Artikels oder direkt Herrn Lindner stellen.
http://www.stern.de/politik/deutschland/fdp-chef-christian-lindner--oezil-sollte-die-hymne-mitsingen-7427158.html
Nochmal, mir ging es ausschließlich um den Zitierstil des 60ziger. Und die "Schublade" hast Du mit dem Hinweis auf weitere Strophen provoziert, obwohl Dir sicher bekannt ist, dass nur die 3. Strophe die Nationalhymne ist.
du hast die meinung vertreten, daß die vervollständigung der aussagen lindners ihn besser da stehen lassen würde, das ist aus meiner sicht eine klare wertung der aussagen.
auch wenn ich zugebe, daß der verweis auf alle strophen sicher nicht rein sachlich motiviert war, finde ich schon, daß die unterstellung eines linken beißreflexes und der darauffolgende rückzug mit dem verweis auf lindner nun auch nicht gerade der inbegriff eines sachlichen diskussionsstils ist.
özil ist deutscher, es steht ihm frei, ob er die hymne singen möchte oder nicht und das ohne wenn und aber. das singen der nationalhymne als zeichen oder symbol von/für integetration zu werten, bewertet indirekt auch die integration von özil, dazu führt es die aussage lindners darüber, daß es özil freigestellt wäre zu singen ad absurdum. wenn ein maier oder hr. schmidt nicht mitsingen würde, würde sich diese frage selbstverständlich nicht stellen.
mal abgesehen davon, daß ich es persönlich absurd finde, das als zeichen von integration zu werten, ich identifiziere mich nicht über die hymne mit disem land, sind aussagen dieser art wasser auf den mühlen von fremdenfeinden, damit bin ich nachwievor der meinung, daß das differenziertere bild der aussagen von lindner ihn sogar schlechter dastehen lässt also davor.
auch wenn ich zugebe, daß der verweis auf alle strophen sicher nicht rein sachlich motiviert war, finde ich schon, daß die unterstellung eines linken beißreflexes und der darauffolgende rückzug mit dem verweis auf lindner nun auch nicht gerade der inbegriff eines sachlichen diskussionsstils ist.
özil ist deutscher, es steht ihm frei, ob er die hymne singen möchte oder nicht und das ohne wenn und aber. das singen der nationalhymne als zeichen oder symbol von/für integetration zu werten, bewertet indirekt auch die integration von özil, dazu führt es die aussage lindners darüber, daß es özil freigestellt wäre zu singen ad absurdum. wenn ein maier oder hr. schmidt nicht mitsingen würde, würde sich diese frage selbstverständlich nicht stellen.
mal abgesehen davon, daß ich es persönlich absurd finde, das als zeichen von integration zu werten, ich identifiziere mich nicht über die hymne mit disem land, sind aussagen dieser art wasser auf den mühlen von fremdenfeinden, damit bin ich nachwievor der meinung, daß das differenziertere bild der aussagen von lindner ihn sogar schlechter dastehen lässt also davor.
hawischer schrieb:
Ich kann nicht bestätigen, dass das Singen der Nationalhymne die Integration verbessert, es kann ihr aber auch nicht schaden, wenn im Fernsehen von Millionen gesehen werden kann, dass sich auch Deutsche mit Mikrationshintergrund mit diesem Staat dadurch identifizieren.
Ist dann der Sänger singend tatsächlich besser integriert oder die nationalgeneigten Zuschauer beruhigter, weil der Schwarzhaarige ja die Hymne kennt?
Welch Diskussion.
In den 80ern hat sich in meiner Erinnerung keine Socke dafür interessiert, ob Dremmler singt und Briegel nicht. Das wurde wohl irgendwann in den 90ern erstmal intern gewünscht. Ein Schelm...
Ich finde aber auch Deinen Ausgangsgedanken wackelig, dass dergleichen eine besondere Identifikation mit diesem Land bedeuten würde.
Ich stehe z.B. nie bei einem Länderspiel auf, fasse mir womöglich auf die Brust und singe unsere Hymne.
Andererseits habe ich durchaus schon mal im Freundeskreis bei einer WM die irische Hymne inbrünstig angestimmt. Dabei bin ich kein bisschen stolz, Ire zu sein.
Und ich war sogar auch schon mal für 90 Spielmminuten Bekenntnisjamaikaner.
Kann man den ganzen Nationalhumbug nicht ein wenig mehr mit Distanz und Augenzwinkern sehen?
was soll denn am kompletten bild besser sein?
das mitsingen der nationalhymne als zeichen der integration, jesses.....
wieviele strophen muß er denn können, damit er vollumfänglich integriert ist?
aber immerhin ist er so gnädig, daß er ihn nicht zwingen möchte. das sind wohl die letzten reste der freien liberalen.
aber was mich mal interessieren würde, ist, ob er auch urlaub in den usa machen würde.
das mitsingen der nationalhymne als zeichen der integration, jesses.....
wieviele strophen muß er denn können, damit er vollumfänglich integriert ist?
aber immerhin ist er so gnädig, daß er ihn nicht zwingen möchte. das sind wohl die letzten reste der freien liberalen.
aber was mich mal interessieren würde, ist, ob er auch urlaub in den usa machen würde.
Gelöschter Benutzer
hawischer schrieb:
Die dritte Strophe reicht.
das reicht natürlich nicht. Aber die Welt dreht sich...
hawischer schrieb:
Typisch linker deutscher Beißreflex. Die dritte Strophe reicht.
linker beissreflex, schon recht. wenn du meinst, das in eine schublade stecken zu müssen
aber dann wenden wir uns doch der sache zu:
da du ja der meinung warst, daß es das bild verbesserst, magst du mir vielleicht erklären, was aus deiner sicht das singen der hymne für das thema integration in einem modernen einwanderungsland bedeutet.
für mich persönlich gehört das singen der nationalhymne garantiert nicht zu den zentralen werten, die integration bedeuten. es ist nichts als ein symbol, das (entschuldige bitte für die schublade) in der regel die beissreflexe von fremdenfeinden bedient, aber nichts mit integration zu tun hat.
und was hat denn der verweis auf die türkische todesstrafe mit dem thema integration und singen der hymne zu tun?
Es ist ja recht ruhig geworden um den Kandidaten Schulz. Auch hier im Forum.
Zur aktuellen Diskussion um seine Aktivitäten als EU-Parlamentspräsident gibt es jetzt ein Votum des Parlaments:
"Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag mehrheitlich dafür, Beförderungsbeschlüsse und Prämienzahlungen ihres früheren Präsidenten in einem Entlastungsbericht infrage zu stellen. Zudem wird die "Dauerdienstreise" eines engen Schulz-Vertrauten nach Berlin als kritikwürdiger Umgang mit Steuergeldern bezeichnet."
http://www.rp-online.de/politik/eu/eu-parlament-ruegt-martin-schulz-personalentscheidungen-aid-1.6782592
Wie sagte er doch: "Wenn hart arbeitende Menschen, die sich an die Regeln der Demokratie halten, das Gefühl haben, sie würden nicht respektiert, weil es nicht gerecht zugeht - dann kann ich deren Gefühl verstehen."
Ob er auch die Mehrheit seines Ex-Parlaments versteht?
Zur aktuellen Diskussion um seine Aktivitäten als EU-Parlamentspräsident gibt es jetzt ein Votum des Parlaments:
"Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag mehrheitlich dafür, Beförderungsbeschlüsse und Prämienzahlungen ihres früheren Präsidenten in einem Entlastungsbericht infrage zu stellen. Zudem wird die "Dauerdienstreise" eines engen Schulz-Vertrauten nach Berlin als kritikwürdiger Umgang mit Steuergeldern bezeichnet."
http://www.rp-online.de/politik/eu/eu-parlament-ruegt-martin-schulz-personalentscheidungen-aid-1.6782592
Wie sagte er doch: "Wenn hart arbeitende Menschen, die sich an die Regeln der Demokratie halten, das Gefühl haben, sie würden nicht respektiert, weil es nicht gerecht zugeht - dann kann ich deren Gefühl verstehen."
Ob er auch die Mehrheit seines Ex-Parlaments versteht?
Gelöschter Benutzer
Groko wird kommen, macht euch keine Sorgen!
hawischer schrieb:
Es ist ja recht ruhig geworden um den Kandidaten Schulz. Auch hier im Forum.
Zur aktuellen Diskussion um seine Aktivitäten als EU-Parlamentspräsident gibt es jetzt ein Votum des Parlaments:
"Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag mehrheitlich dafür, Beförderungsbeschlüsse und Prämienzahlungen ihres früheren Präsidenten in einem Entlastungsbericht infrage zu stellen. Zudem wird die "Dauerdienstreise" eines engen Schulz-Vertrauten nach Berlin als kritikwürdiger Umgang mit Steuergeldern bezeichnet."
http://www.rp-online.de/politik/eu/eu-parlament-ruegt-martin-schulz-personalentscheidungen-aid-1.6782592
Wie sagte er doch: "Wenn hart arbeitende Menschen, die sich an die Regeln der Demokratie halten, das Gefühl haben, sie würden nicht respektiert, weil es nicht gerecht zugeht - dann kann ich deren Gefühl verstehen."
Ob er auch die Mehrheit seines Ex-Parlaments versteht?
Der Chulz ist also gar kein zweiter Lenin, sondern vielmehr ein sozialdemokratischer Funktionär, der sich in die allgemeine Korruption der herrschenden Klasse assimiliert und seine Klientel nach Krâften protegiert hat? Ich bin ob dieser Enthüllungen entsetzt.
Ein Grinsen treibt mir allerdings weiterhin ins Gesicht, dass sein Sozi-Populismus manchen Verblendeten dazu bewegt, sich von den Faschopopulisten abzuwenden.
Gelöschter Benutzer
Eintracht-Er schrieb:
Durchgrünt ist von Lindner (FDP)
der so durch gegrünte Lindner von der angeblich
Freien Demokratischen Partei, in der Kurzform FDP genannt, macht den Gauland Alternative für Deutschland. Ich prangere das an.
Ch.Lindner fischt mit der Ausage "Özil sollte die Hymne mitsingen" eindeutig beim rechtsaußen Klientel.
Ffm60ziger schrieb:Eintracht-Er schrieb:
Durchgrünt ist von Lindner (FDP)
der so durch gegrünte Lindner von der angeblich
Freien Demokratischen Partei, in der Kurzform FDP genannt, macht den Gauland Alternative für Deutschland. Ich prangere das an.
Ch.Lindner fischt mit der Ausage "Özil sollte die Hymne mitsingen" eindeutig beim rechtsaußen Klientel.
Um dem Lindner gerecht zu werden hättest Du die ganze Geschichte erzählen können;
"Auf die Frage des Stern, ob der türkischstämmige Fußballer Mesut Özil vor Spielen der Nationalmannschaft die deutsche Hymne mitsingen solle, antwortete Lindner: "Ja." Er würde auch nicht mehr Urlaub in der Türkei machen, sollte dort die Todesstrafe eingeführt werden." Und auf facebook hat Lindner geschrieben:
"Ich will keine Hymnen-Polizei. Ob ein Fußballer mitsingt, ist seine Sache. Aber wenn der 'Stern' mich schon fragt, dann halte ich meine Meinung nicht taktisch zurück: Ja, man sollte sie singen." Es wäre ein großartiges Signal, "wenn wir als modernes Einwanderungsland schon so weit wären, dass auch Idole wie Mesut Özil das tun".
was soll denn am kompletten bild besser sein?
das mitsingen der nationalhymne als zeichen der integration, jesses.....
wieviele strophen muß er denn können, damit er vollumfänglich integriert ist?
aber immerhin ist er so gnädig, daß er ihn nicht zwingen möchte. das sind wohl die letzten reste der freien liberalen.
aber was mich mal interessieren würde, ist, ob er auch urlaub in den usa machen würde.
das mitsingen der nationalhymne als zeichen der integration, jesses.....
wieviele strophen muß er denn können, damit er vollumfänglich integriert ist?
aber immerhin ist er so gnädig, daß er ihn nicht zwingen möchte. das sind wohl die letzten reste der freien liberalen.
aber was mich mal interessieren würde, ist, ob er auch urlaub in den usa machen würde.
Die Jungs haben völlig die Linie verloren!
Ich versteh es net
Ich versteh es net
hawischer schrieb:FrankenAdler schrieb:
Er hat klar gesagt, dass sich die "Linksextremisten" im Bündnis "Köln gegen Rechts" versammelt hätten in zitiertem Beitrag. Und da hat er entsprechend auch den Sinnzusammenhang verändert. Bei Xaver und entsprechend deiner Antwort ging es noch um das andere Bündnis.
Also gibt es wenig Spielraum, das falsch zu verstehen!
Im Bündnis "Köln gegen Rechts" sind folgende Gruppen aktiv.
Beleg: Mitgliederliste
http://gegenrechts.koeln/gruppen/
Im Verfassungsschutzbericht NRW 2015 sind auch Gruppen als linksextrem aufgeführt, die auf der Mitgliederliste stehen (z.B. Linksjugend, SDAJ). Beleg Seite 111 - 128
https://www.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Verfassungsschutz/Dokumente/VS-Berichte/Verfassungsschutzbericht_2015.pdf
Ein Beispiel, wie die interventionistische Linke Köln sich selbst sieht:
http://il-koeln.org/ueber-uns/
Mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.
Ein Bündnis stellt ein breites Spektrum dar. Natürlich kannst du dir einzelne Beispiele rauspicken und den Rest vernachlässigen. Das ist zwar unlauter und wird der Sache nicht gerecht, aber wenn du so diskutieren musst ...
Ich habe ja gesagt, jeder mag seine eigenen Schlüsse ziehen. Für Dich ist es halt ein breites Spektrum, für mich nicht, ein breites Sprektrum findet sich im Bündnis "Köln stellt sich quer"
https://www.facebook.com/606158276180923/photos/a.607209716075779.1073741828.606158276180923/1042535085876571/?type=3&theater
Die haben auch meine Unterstützung.
https://www.facebook.com/606158276180923/photos/a.607209716075779.1073741828.606158276180923/1042535085876571/?type=3&theater
Die haben auch meine Unterstützung.
hawischer schrieb:
Ich habe ja gesagt, jeder mag seine eigenen Schlüsse ziehen. Für Dich ist es halt ein breites Spektrum, für mich nicht, ein breites Sprektrum findet sich im Bündnis "Köln stellt sich quer"
https://www.facebook.com/606158276180923/photos/a.607209716075779.1073741828.606158276180923/1042535085876571/?type=3&theater
Die haben auch meine Unterstützung.
Ein breites linkes Spektrum. Das hatte ich aber einige Beiträge vorher schon geschrieben. Das andere Bündnis repräsentiert hier eher das bürgerliche Lager. Mit gutem Grund kann man deren Haltungen zu AfD und gesellschaftspolitischen Themen in Frage stellen! Es ist gut, dass es ein linkes Bündnis gibt das, neben isolierter Protestkultur gegen einen Parteitag in Köln, grundsätzliche Fragen zu gesellschaftlichen Themen im Kontext von Nationalismus, Militarismus und (auch wenn der Urna kotzt) Kapitatlismus stellt.
Man kann sich hinstellen und ein bisschen gegen die übelsten Auswüchse protestieren, man kann aber auch grundsätzlicher versuchen Ursachen für das Wiedererstarken von Nationalismus und Faschismus anzusprechen um letztlich nachhaltig zu verändern.
Aber dafür waren sich die Bürgerlichen ja bekanntlich immer schon zu schade. So lange das Geld fließt ist ja alles ok!
deine antwort habe ich erst gelesen nachdem ich meinen text abgeschickt hatte, das war also eine überschneidung.
der von dir verlinkte beitrag beginnt so:
Egal ob es sich um erklärte Antideutsche, antinationale Antifaschisten oder einfach nur den 0-8-15 möchtegern-intellektuellen Linken handelt: Kaum, dass man nicht ausnahmslos auf Deutschland herum hackt, wird man unter Linken für gewöhnlich von allen Seiten misstrauisch angeguckt. Äußert man dann noch etwas wie beispielsweise „Ich bin stolz Deutscher zu sein“, da werden im linken Spektrum die schlimmsten Nazi-Alpträume wahr und jegliche sachliche Diskussion ist völlig dahin.
nach 0-8-15 möchtegern-linken habe ich dann noch nicht aufgehört weiter zu lesen. erst da fand ich es dann genug:
Deutschland zu lieben, sich mit dem Land seiner Ahnen zu identifizieren, seine Errungenschaften in Kultur und Künsten (Goethe, Schiller, Beethoven, Gutenberg, Luther) zu würdigen, den positiven Aspekten seiner Geschichte (Bauernkriege, Befreiungskriege, Märzrevolution, Widerstand gegen den Faschismus) zu gedenken, das grenzt für viele an Frevel. Viel lieber wäre es der antipatriotischen Linken, wenn Deutschland einfach „die Fresse halten würde“.
mal davon abgesehen, dass mal wieder pauschal alle die nicht "ich bin stolz ein deutscher zu sein" gröhlen mögen, latenter hass aufs eigene land unterstellt wird, da werden dann auch noch geschichtliche ereignisse und personen die vor hunderten von jahren gelebt haben als identifikationsmerkmale heraus gestellt.
ich habe jetzt noch niemanden gehört der, über die geschacksfrage bezüglich schriftstellerei hinausgehend, goethe, schiller oder gutenberg an den pranger gestellt hätte (über luther ließe sich lange diskutieren, der war nun alles andere als ein menschenfreund). aber alle aufgeführten sind keine linken feindbilder. wie kann man selbst stolz auf jemanden sein der hunderte von jahren tot ist und zu dessen leistung man nichts beigetragen hat. so wenig ich für hitler kann, so wenig kann ich für goethe.
und wo sind in der abfolge von namen und ereignissen die letzten 200 jahre geblieben? auf wen ist man denn so stolz nach 1848, als man erstmals tatsächlich so etwas wie ein deutschland zustande gebracht hat? widerstand gegen den faschismus ist mir da ein bisschen zu allgemein wenn man ansonsten namedropping betreibt.
und warum ausgerechnet stolz? ist der nicht, laut luthers übersetzung der bibel, eine todsünde?
aber es ist schon witzig welchen obskuren grüppchen du im netz aufmerksamkeit zuwendest. marburger marxisten, mit ddr-fahne auf der startseite, die sich über die zersplitterte linke auslassen. das ist eine echt geile referenz, da stecken bestimmt lustige gesellen dahinter.