>

hawischer

6813

#
hawischer schrieb:

ARD-Report München setzt sich kritisch mit den Forderungen von Herrn Schulz zur sozialen Gerechtigkeit auseinander, im Hinblick auf sene Äußerungen in der Vergangenheit als EU-Politker zur Tarifautonomie und seinen Aktivitäten zur Steuergerichtigkeit. Man kann es sich heute um 21:45 anschauen.

http://www.br.de/nachrichten/report-schulz-gerechtigkeit-100.html


Wie auch schon dem Haopei muss ich dir mitteilen, dass ich hier im Forum keinen sehe, der Schulz für die Hoffnung des Arbeiterklasse hält. Aber mal dich ganz direkt gefragt: Bedeutet deine Kritik an Schulz, dass du gemeinsam mit dem bekannt proletarischen Kampfmagazin "Report München" die Massen zur sozialen Revolution aufstacheln willst, oder möchtest du einfach nur den derzeitigen Kandidaten der Sozialdemokratie anpinkeln, weil er die Faschopopulisten um Stimmen bringt?
#
Die Mods empfehlen, dass man auf dümmliche Provokationen nicht reagieren soll. Daran halte ich mich.
#
Wenn ein Unternehmer über einen Dienstvertrag "Werkvertrag" schreibt, dann ist das ein Mißbrauch und hebelt Mitbestimmungsrechte aus.  
Das ändert aber nun wirklich nichts grundsätzliches am Wesen des Werkvertrages. Noch mal zum Verstehen: Das Werkvertragsrecht ist in den §§ 631 ff BGB geregelt. Der Werkvertrag ist ein gegenseitiges Vertragsverhältnis, in welchem sich der Hersteller des Werks (Unternehmer) zur Herstellung eines vom Auftraggeber (Besteller) gewünschten Werks und der Besteller zur Entrichtung der dafür vereinbarten Vergütung verpflichtet.
Wenn man diese unternehmerische Möglichkeit per Gesetz einschränken will, dann kommt das den Gewerkschaftsinteressen sehr stark entgegen. So ist das nunmal. Da helfen auch keine Kraftausdrücke.
#
ARD-Report München setzt sich kritisch mit den Forderungen von Herrn Schulz zur sozialen Gerechtigkeit auseinander, im Hinblick auf sene Äußerungen in der Vergangenheit als EU-Politker zur Tarifautonomie und seinen Aktivitäten zur Steuergerichtigkeit. Man kann es sich heute um 21:45 anschauen.

http://www.br.de/nachrichten/report-schulz-gerechtigkeit-100.html
#
Ich mach mal den zweiten Teil von Finanzen etc.

Haushaltspolitik

Also Einhalten der Schuldenbremse, ausgeglichener Haushalt

"Zur Vermeidung von Erblasten für spätere Generationen ist die Tilgung bestehender Schulden verbindlich gesetzgeberisch zu regeln. "

"Die Alternative für Deutschland fordert zudem die verpflichtende Einführung der kaufmännischen Buchführung für alle Staatshaushalte. "

Klingt wieder nach FDP.

Soziale Arbeitswelt

Die AfD plädiert für einen Mindestlohn.
"Mindestlöhne verhindern somit auch die Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Sozialisierung der Armutskosten."

"Prekäre Arbeitsverhältnisse ersetzen zunehmend sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Dies wirkt sich negativ auf den Wohlstand aus, da das Fehlen einer materiellen Grundlage durch eigene Arbeit z.B. Familiengründungen erschwert. "

Deutschland schafft sich ab, da muss man doch was tun. Ansonsten Zustimmung...

"Die AfD fordert deshalb auch eine gesetzliche Obergrenze von 15 Prozent Beschäftigte mit Leih- oder Werkverträgen in Unternehmen. "

Obergrenzen wow
Das ist dann doch eher nicht mehr FDP.

Arbeitslosigkeit und Qualifikation für Langzeitarbeitslose

"Die AfD fordert eine realistische Datenerhebung."

Gerne.

Ansonsten halt die Forderung nach besseren Maßnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit und mehr Zusammenarbeit mit dem Mittelstand.

Wirtschaftspolitik durch Abbau bürokratischer Hindernisse

Spricht für sich.

Gesicherte Einlagen bei Bankinsolvenzen

"Die AfD fordert, dass die Kunden das Recht auf Konten haben, die die Geldinstitute im Sondervermögen halten
müssen. Diese Vermögen sind im Fall einer Bankinsolvenz geschützt. Bereits jetzt werden Aktien als Sondervermögen (Treuhandvermögen) bei Geldinstituten gehalten."

Lass ich mal so stehen.

Fazit: Viel FDP, deutlich sozialer/linker aber als im Grundsatzprogramm. Man merkt, dass man auf die Klientel der "Schwächeren" langsam auch eingeht. Insgesamt sicherlich einige Dinge, denen ich widersprechen würde, aber es gibt wahrlich schlimmere Abschnitte im Programm.
#
SGE_Werner schrieb:

"Die AfD fordert deshalb auch eine gesetzliche Obergrenze von 15 Prozent Beschäftigte mit Leih- oder Werkverträgen in Unternehmen. "

Obergrenzen wow
Das ist dann doch eher nicht mehr FDP.


Da hast Du völlig recht, das ist wirklich nicht FDP.
Die Forderung nach Begrenzung der Leiharbeit und Werkverträgen dürfte vielen Gewerkschaftlern gefallen und den Wirtschaftsverbänden missfallen. So manchen ist der Unterschied zwischen Leiharbeit und Werkverträgen nicht geläufig. Greift doch eine Begrenzung der Werkverträge direkt in die unternehmerische Freiheit ein, Aufträge an externe Unternehmen zu vergeben. Beim Werkvertrag ist ein bestimmter Erfolg geschuldet und keine bloße Erbringung von erfolgsunabhängigen Dienst- oder Arbeitsleistungen. Es kommt dabei nicht darauf an wieviel Beschäftigte der Auftragnehmer bei der Erfüllung des Werkvertrages einsetzt.
Interessant wäre die Ausgestaltung eines solchen Gesetzes, wie sich die 15% denn ermitteln lassen.
#
Wie immer liegt jeder Fall anders. Ich kenne Inklusion ausschließlich mit Schulbegleitung resp. Spezialkräfte innerhalb der Klasse. Nur so macht es auch wirklich Sinn. Inklusion ist auch etwas, das man nicht vorschreiben kann - sie muss gewollt sein. Dann profitieren auch beide - Behinderte und Nichtbehinderte.

Die Kosten für die Schulbegleitung halten sich in Grenzen. Sie werden teilweise ausgeglichen durch die Einsparung in den Behinderteneinrichtungen, gesamtgesellschaftlich mehr als wieder eingespart, wenn die Kinder erwachsen sind und die Inklusion gelungen ist.

Was fremdsprachige und Flüchtlingskinder betrifft so rächt sich jetzt nicht nur im Fall "Schulklassen" die mehr als zögerliche Bemühung um Integration, deren Auswirkungen bis hin zur Wahl Erdogans reicht. Dabei sind wir hier in D noch vergleichsweise gut aufgestellt. Was nicht heißen soll, dass es gut ist.

Was immer es kostet: es wird immer nur ein Bruchteil der Folgekosten sein, wenn man das Geld in Bildung und Kinder investiert.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Wie immer liegt jeder Fall anders. Ich kenne Inklusion ausschließlich mit Schulbegleitung resp. Spezialkräfte innerhalb der Klasse. Nur so macht es auch wirklich Sinn. Inklusion ist auch etwas, das man nicht vorschreiben kann - sie muss gewollt sein. Dann profitieren auch beide - Behinderte und Nichtbehinderte.

Die Kosten für die Schulbegleitung halten sich in Grenzen. Sie werden teilweise ausgeglichen durch die Einsparung in den Behinderteneinrichtungen, gesamtgesellschaftlich mehr als wieder eingespart, wenn die Kinder erwachsen sind und die Inklusion gelungen ist.

Was fremdsprachige und Flüchtlingskinder betrifft so rächt sich jetzt nicht nur im Fall "Schulklassen" die mehr als zögerliche Bemühung um Integration, deren Auswirkungen bis hin zur Wahl Erdogans reicht. Dabei sind wir hier in D noch vergleichsweise gut aufgestellt. Was nicht heißen soll, dass es gut ist.

Was immer es kostet: es wird immer nur ein Bruchteil der Folgekosten sein, wenn man das Geld in Bildung und Kinder investiert.


Ich gebe Dir recht, es muß gewollt sein, beginnend mit der Ausstattung mit Finanzmitteln mit der Bereitstellung von Fachpersonal mit Überzeugungsarbeit vor Beginn bei Lehrern, Schulleitung, Eltern, Schülern.
Meine Erfahrung sind auch positiv:
In Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst der AWO und Förderung duch die BA konnte ich über etliche Jahre bei einem Integrationsprojekt für behinderte Jugendliche bei meinem Arbeitgeber sehr gute Erfahrungen sammeln. Hier ging es um ein Pilotprojekt für ca. 12 Jugendliche (jeweils über 2 Jahre), die aufgrund Ihrer Behinderung für eine "normale" Berufsausbildung nicht in Betracht kamen. Der Integrationsfachdienst hat 2 Sozialarbeiter in Vollzeit gestellt, die Firma die Logistik, Gruppenraum, Büros, einen Betreuer für die interne Organisation der Aufgaben und Kontakte zu den Abteilungen etc. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten, war das Projekt ein Erfolg und dem IFD ist es gelungen nach dem Praktikum etliche Jugendliche in geeignete Arbeitsverhältnisse zu vermitteln und nicht in Behindertenwerkstätten zu überweisen. Eines Tages kam der Leiter des IFD und sagte, dass die BA die Förderung einstellt und die Betroffenen wieder wie früher in Behindertenwerkstätten zentral zu betreuen wären. Leider scheiterten alle Versuche diese Entscheidung rückgängig zu machen. Ein erfolgreiches Inklusionsprojekt in der realen Arbeitswelt wurde leider kaputt gemacht.    
#

Anbei ein Praxisbericht einer Lehrerin einer Grundschulklasse in Frankfurt.
Die Ausgangssituation:
"Eine durchschnittliche Klasse sieht heute so aus: Von 25 Kindern können ein Drittel nicht richtig Deutsch sprechen, etwa acht Kinder sind verhaltensauffällig, dazu kommen hochbegabte Kinder, traumatisierte Flüchtlingskinder und noch ein Inklusionskind, das besonderer Förderung bedarf."

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/misstaende-an-deutschen-schulen-eine-lehrerin-berichtet-14871446-p3.html

Die Erfahrungen dieser Lehrerin lassen einen doch eher ratlos zurück. Entscheidend sind die Bedingungen unter denen ein Unterricht durchgeführt wird.  
#

Anbei ein Praxisbericht einer Lehrerin einer Grundschulklasse in Frankfurt.
Die Ausgangssituation:
"Eine durchschnittliche Klasse sieht heute so aus: Von 25 Kindern können ein Drittel nicht richtig Deutsch sprechen, etwa acht Kinder sind verhaltensauffällig, dazu kommen hochbegabte Kinder, traumatisierte Flüchtlingskinder und noch ein Inklusionskind, das besonderer Förderung bedarf."

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/misstaende-an-deutschen-schulen-eine-lehrerin-berichtet-14871446-p3.html

Die Erfahrungen dieser Lehrerin lassen einen doch eher ratlos zurück. Entscheidend sind die Bedingungen unter denen ein Unterricht durchgeführt wird.  
#
Achsenflugplätze Egelsbach, Kassel, Wolfsburg ...
#
Ffm60ziger schrieb:

Achsenflugplätze Egelsbach, Kassel, Wolfsburg ...


Was ist bitte ein Achsenflugplatz?
#
reggaetyp schrieb:

Das reicht in deinen Augen, um massiv Zustimmung im Wahlvolk zu verlieren?


In der Stimmung, die im Volk vorherrscht, könnte Basalti nicht so falsch liegen. Das kostet eher Stimmen, als dass es welche bringt.
#
SGE_Werner schrieb:

reggaetyp schrieb:

Das reicht in deinen Augen, um massiv Zustimmung im Wahlvolk zu verlieren?


In der Stimmung, die im Volk vorherrscht, könnte Basalti nicht so falsch liegen. Das kostet eher Stimmen, als dass es welche bringt.


Glaube eher, Schulz wildert weiter bei den Grünen- und Linkenwählern. Wird r2g nicht wirklich helfen. Lt. Den ZDF-Umfragen hat die SPD seit Mitte November 10%-Punkte gewonnen, die Grünen 5% verloren und die Linke 2%. Im Saldo also plus 3%-Punkte. Das wird nicht reichen.
Vielleicht blinkt er aber nur links, will aber weiter geradeaus (sprich Groko) fahren, möglicherweise stärker als die Union, um so Kanzler zu werden. Die Strategie wäre so dumm nicht.
Union und FDP unverändert bei 34% bzw. 5%.
Interessant bleibt die weitere Entwicklung der AFD (8%, minus 3).
#
Zwei ziemlich beste Freunde!
#
Wir gewähren Dir die Bitte, zu sein in unserem Bunde der Dritte.

#
Ganz schwach hawischer! Ich glaube fast man überschätzt dich zuweilen!
#
FrankenAdler schrieb:

Ganz schwach hawischer! Ich glaube fast man überschätzt dich zuweilen!


Auch das haben wir gemeinsam. Toll!
#
Hast du schon mal was vom Atom-Button gehört?
Oder ging es dir nur um öffentlichkeitswirksames Moralisieren?
#
FrankenAdler schrieb:

Hast du schon mal was vom Atom-Button gehört?
Oder ging es dir nur um öffentlichkeitswirksames Moralisieren?


Klar, habe ich von Dir gelernt.
#
Nicht nur Trump, auch seine Minister drücken sich -nennen wir es mal- suboptimal aus

http://www.spiegel.de/panorama/leute/ben-carson-einwanderer-im-bauch-von-sklavenschiffen-a-1137614.html


Trump und all seine Regierungsmitglieder (inkl.Berater) sind für mich ausnahmslos  geistig minderbemittelt. Da gibt es nicht   eine/n ! der auch nur ansatzweise durchschnittliche Intelligenz besitzt.  

Das ist mein voller ernst!  

Ist schon erschütternd das solche Menschen die Weltmacht anführen.

Wie [EDIT 1 (littlecrow) muss nicht sein]  muss ein Mensch wie Carson sein um so verlogen und asozial über seine Vorfahren zu sprechen.


Was mich aber am meisten aufregt ist der nicht geführte Kampf der gewählten oder wirklich einflussreichen Repräsentanten der freien demokratischen Gesellschaft.

Man muss diese [EDIT 2 (littlecrow) muss nicht sein] bekämpfen und viel offensiver angreifen.Einen demokratischen Krieg beginnen, der mit allen mitteln die der Rechtsstaat bereitstellt, geführt wird.

Öffentliche Empörung über alle verfügbaren Medien, sachliche Erklärungen,Dementis oder Klarstellungen helfen da nicht weiter.
Die Anhängerschaft von Trump interessiert das nicht. Ist eh alles Fake!


Als Beispiel nehme ich mal die Angriffe von Trump gegen Obama.


Obama sollte einfach mal den Trump verklagen!


Im nachfolgendem Artikel wird dieses Szenario gut beschrieben.

Obama könnte Trump verklagen und würde garantiert gewinnen

http://www.huffingtonpost.de/geoffrey-r-stone/politik-usa-trump-obama-rechtsstreit_b_15258976.html


Der Artikel endet aber mit der richtigen Einschätzung über den politisch korrekten Obama.

Natürlich würde das niemals passieren. Barack Obama ist nicht so ein Mensch. Er ist viel zu anständig, ruhig und selbstbeherrscht.


Alles tolle und bemerkenswerte Eigenschaften.

Bringt aber leider gar nichts.

[EDIT 3 (littlecrow) muss nicht sein]


[Anmerkung: Ich habe diesen Beitrag eben erst gesehen (12.03. / 17:00Uhr) sonst hätte ich den schon früher editiert. Bei allem Verständnis, die Wortwahl war teilweise daneben. Gruß, littlecrow]





#
Finsterling schrieb:

[...EDIT Quote (littlecrow)


Ich habe jetzt den Tag gewartet, ob irgendein Forist oder Mod sich an dem Beitrag des Finsterlings stört. Offensichtlich nicht, dann bin ich halt der einzige.

Trump mag ein Lügner sein, ein Narzisst, ein Populist, aber was er bestimmt nicht ist und seine Mitstreiter auch nicht, sie sind nicht "[XXX] ", sie sind keine "[XXX] ", die man "[XXX] "...
Und was bitte ist ein "demokratischer Krieg" ?

Ich vermute Du wirst es nicht begreifen, aber
mit Deiner Wortwahl bist Du auf Pegida-Niveau. Fehlt nur noch das Galgen-Plakat.


[EDIT (littlecrow) Beleidigungen entfernt. Bitte sowas nicht zitieren, Danke.]
#
@werner
hast Dir ja wieder viel Mühe gemacht mit der Auswertung des Wahlprogrammes.
Für eine Diskussion wäre es m.E. hilfreicher gewesen, die einzelnen Kapitel wäre mit mehr zeitlicher Streckung veröffentlich worden.
Zurückkommen möchte ich auf das Thema "Innere Sicherheit" und dem Vorschlag § 16 GG zu ändern
"Ausbürgern von Deutschen mit Migrationshintergrund bei bestimmten Straffälligkeiten (z.B. Mitglied Terrorgruppe) und dafür die notwendige GG-Änderung"

Art 16 GG:
(1) Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.
(2) Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind.


Aus den Erfahrungen der NS-Zeit wurde 1949 dieser Artikel in das GG aufgenommen.
Damals wurden Juden und anderen die Staatsbürgerschaft entzogen und somit "entdeutscht".
Den Entzug der Staatsbürgerschaft kann man als geschichtsrevisionistisch bezeichnen.
Absatz 2 reicht völlig aus. Eine weitere Aufweichung sollte unterbleiben.
#
hawischer schrieb:

Friedrich Schlegel [...] Philosoph gilt als ein Gründer der deutschen Romantik und der modernen Geisteswissenschaften.

... und war nebenbei genauso besoffen wie Wittgenstein
#
Haliaeetus schrieb:

hawischer schrieb:

Friedrich Schlegel [...] Philosoph gilt als ein Gründer der deutschen Romantik und der modernen Geisteswissenschaften.

... und war nebenbei genauso besoffen wie Wittgenstein


... und er hatte nebenbei die Erkenntnis, dass es das Postfaktische schon zu den Zeiten der alten Griechen gab.

"Unser Wissen ist nichts, wir horchen allein dem Gerüchte."
"Denn die Menschen, sagt Thukydides, der unter allen hellenischen Geschichtskünstlern am schärfsten zweifelt und urtheilt, nehmen die Sagen der Vorfahren, auch einheimische, ohne Prüfung an. Die Meisten scheuen die Mühe des Untersuchens so sehr, daß sie lieber zu dem Nächsten greifen. Was die Dichter besangen, haben sie verschönert; und die Redekünstler stellten mehr auf den Beyfall, als nach der Wahrheit dar. Vieles gilt, was mit der Zeit unglaublich ins Wunderbare angewachsen ist."
(Aus der Einleitung seiner "Geschichte der Poesie der Griechen und Römer")

Aber ich will hier nicht in den AfD oder Trump-thread abdriften, dass soll ein seriöser thread bleiben. Deswegen ist er ja auch nicht so überlaufen.
#
Heute vor 90 Jahren wurde Jupp Derwall in Würselen (!) geboren, war 6 Jahre Nationaltrainer und gewann 1980 die Europameisterschaft in Italien. Max Merkel erfand für ihn den Spitznamen Häuptling ondolierte Silberlocke.

Heute vor 245 Jahren wurde Friedrich Schlegel geboren, Schriftsteller, Philosoph gilt als ein Gründer der deutschen Romantik und der modernen Geisteswissenschaften.

#
Taunusabbel schrieb:

4 Tages-CE, Respekt





Nacht un Licht aus...
#
#
Ich denke nicht, dass es darum geht, dass diese Menschen hier nichts zu befürchten haben.

Es geht darum, dass Türken in Deutschland, selbst wenn sie inzwischen einen deutschen Pass haben, sich immer als Bürger 2. Klasse gefühlt haben. Zum einen wegen mangelnder Integration, wegen Vorurteilen und Ausländer-Ressentiments - zum anderen, weil man in Deutschland auch politisch die Türkei eher als nicht vollwertig angesehen hat. Siehe die Beitrittsdiskussionen schon vor Erdogan ("die Türkei gehört nicht zu Europa" u.Ä.).

Ich möchte das alles vollkommen neutral, wertfrei und ohne Schuldzuweisungen verstanden wissen.

Und jetzt kommt einer daher, der den Türken hier ihr Selbstwertgefühl wieder zurückgibt. Der nicht kuscht, der fordert, Bedingungen stellt, sich weigert, der selbstbewusst auftritt, der nicht mal vor Beschimpfungen zurückschreckt. Der sagt: wir waren mal groß, wir werden es wieder sein.
Und auch wenn der einfache türkische Mensch gar nichts davon hat, dass die Türkei "wieder groß" wird - es fühlt sich gut an. Man muss wieder ernst genommen werden als Türke. Man ist nicht mehr der Putzlumpen Europas. Man kann sogar Bedingungen stellen und hat die Wahl der Waffen.

Ungefähr vergleichbar mit uns nach dem Gewinn der Fußball-WM 1954.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Ich denke nicht, dass es darum geht, dass diese Menschen hier nichts zu befürchten haben.

Es geht darum, dass Türken in Deutschland, selbst wenn sie inzwischen einen deutschen Pass haben, sich immer als Bürger 2. Klasse gefühlt haben. Zum einen wegen mangelnder Integration, wegen Vorurteilen und Ausländer-Ressentiments - zum anderen, weil man in Deutschland auch politisch die Türkei eher als nicht vollwertig angesehen hat. Siehe die Beitrittsdiskussionen schon vor Erdogan ("die Türkei gehört nicht zu Europa" u.Ä.).

Ich möchte das alles vollkommen neutral, wertfrei und ohne Schuldzuweisungen verstanden wissen.

Und jetzt kommt einer daher, der den Türken hier ihr Selbstwertgefühl wieder zurückgibt. Der nicht kuscht, der fordert, Bedingungen stellt, sich weigert, der selbstbewusst auftritt, der nicht mal vor Beschimpfungen zurückschreckt. Der sagt: wir waren mal groß, wir werden es wieder sein.
Und auch wenn der einfache türkische Mensch gar nichts davon hat, dass die Türkei "wieder groß" wird - es fühlt sich gut an. Man muss wieder ernst genommen werden als Türke. Man ist nicht mehr der Putzlumpen Europas. Man kann sogar Bedingungen stellen und hat die Wahl der Waffen.

Ungefähr vergleichbar mit uns nach dem Gewinn der Fußball-WM 1954.


Frage mich allerdings auch, wo dieser Beitrag neutral und wertfrei sein soll. Er strotzt nur so von Wertungen und verdeckten und offenen Schuldzuweisungen. Und der Vergleich mit 1954 ist völliger Unsinn.
#
Engelbert Lütke Daldrup robbt nun ganz ran und wird Cheffe!

Anfang 2016 meinte er, ich sage es mal ganz direkt: Nicht so viel spekulieren! Nicht so viel quatschen, sondern in die Hände spucken und das Ding fertig bauen!
#
Ffm60ziger schrieb:

Engelbert Lütke Daldrup robbt nun ganz ran und wird Cheffe!

Anfang 2016 meinte er, ich sage es mal ganz direkt: Nicht so viel spekulieren! Nicht so viel quatschen, sondern in die Hände spucken und das Ding fertig bauen!


Einen schönen Hut, den er dann auch bald nehmen kann, den hat er schon mal.
Der Regierende Bürgermeister und je ein Senator von den Grünen und den Linken verabschieden sich aus dem Aufsichtsrat. Kann ich gut verstehen, ist ja auch schlau. Verantwortlich ist am Ende niemand. Ständige Führungswechsel lassen eine direkte Schuldzuweisung dann kaum zu.

#
Gauland ist selbst Jurist.
Der weiß auch, dass er Unsinn redet.

Natürlich hat er auch ganz bewusst nicht ausgeführt, ob er Flüchtlinge oder alle Einreisenden meint.
Erst Aufschrei, dann missverstanden sein und lamentieren. Originell ist das langsam nicht mehr.

Außerdem gibt er nun noch den Vize-Höcke, indem nun auch er die Holocaust-Erinnerungs"kultur" kritisiert (Anführungszeichen habe ich mir erlaubt, da ich diese inflationäre Verwendung des Kulturbegriffs in jedem noch so unpassenden Kontext zum Kreischen finde. Danke @Henscheid).
#
Misanthrop schrieb:

Natürlich hat er auch ganz bewusst nicht ausgeführt, ob er Flüchtlinge oder alle Einreisenden meint.
Erst Aufschrei, dann missverstanden sein und lamentieren. Originell ist das langsam nicht mehr.


Populisten leben davon, dass sie ungenau reden. Ziel ist nicht die inhaltliche Auseinandersetzung sondern Aufmerksamkeit erregen und Themen besetzen und wenn man nicht ausreichend wahrgenommen wird, dann wird es eben noch ein bisschen schriller. Trump hat es in den USA im Wahlkampf vorgemacht. Immer irgendwelche Behauptungen rausgehauen, right or wrong, völlig wurscht Hauptsache es dient dem Slogan Make America great again. Die AfD reitet auf der gleichen Welle.Durch den Schulz-Hype war es einige Zeit etwas ruhiger, die Umfragen wurden schlechter. Also haut man einige Sprüche raus und siehe da, man ist wieder ein Thema. Ziel erreicht.
Je mehr man auf den Unsinn eingeht, um so mehr spielt man den Populisten in die Karten. Einfach mal still sein, dann zünden die Populisten die nächste Stufe, bis sie sich in ihrer Steigerung irgendwann der Lächerlichkeit hingeben. Nichts ist schlimmer für Populisten, als wenn man über sie lacht. Die Anhänger werden  sich abwenden, wer läuft schon gerne einer Lachnummer hinterher.
Klare Kante zeigen und deutlich dagegen argumentieren ist zwar ehrenwert, bringt aber nichts, zumindest nichts in den Köpfen derjenigen, die man erreichen will, in den Köpfen der Anhänger. (Beispiel  u.a. Brexit-Wahlkampf in UK)
Hinzukommen sollte allerdings auch eine sachgerechte und lösungsorientierte Politik der Regierung. Was die Außenpolitik angeht, habe ich zumindest den Eindruck, das Merkel und Gabriel sich redlich bemühen. Insbesondere in Nordafrika. Daher ist das Thema Einreise von Muslimen von Gauland auch nicht zufällig gewählt.