
HessiP
18751
An den NSU musste ich auch gleich denken. Die altbekannten Dönermorde im türkischen Clanmilieu, die von der Mordkommission Bosporus völlig ergebnisoffen untersucht wurden. 🙄🇩🇪
Abgesehen davon: Ist es in diesem Deutschland so völlig abwegig, ungeklärte antisemitische Straftaten der rechtsextremen Szene zuzuordnen? Das Markieren von Häusern mit Davidsternen* und Hakenkreuzen, das Schänden von Friedhöfen und Gedenkstätten, das Angreifen von Geschäften, Brandanschläge auf Synagogen… das sind doch originäre rechtsextreme Stilmittel, oder täusche ich mich da? Wenn man sich die Liste von antisemitischen Angriffen in D anschaut, handelt es sich bei Angriffen von Menschen mit „arabischer Abstammung“ eher um Angriffe im Affekt in der U-Bahn oder bei Protesten wie derzeit. Dies wird man entsprechend zugeordnet haben entsprechend der Zeugenaussagen (Abgesehen von Angriffen, die man mit den iranischen Revolutionsgarden im Verbindung bringt).
*passiert ja derzeit wieder - wie wird es in der aktuellen Lage zugeordnet? Ich finde den Gedanken an rechtsextreme Trittbrettfahrer oder Aufwiegler nicht so abwegig…
Abgesehen davon: Ist es in diesem Deutschland so völlig abwegig, ungeklärte antisemitische Straftaten der rechtsextremen Szene zuzuordnen? Das Markieren von Häusern mit Davidsternen* und Hakenkreuzen, das Schänden von Friedhöfen und Gedenkstätten, das Angreifen von Geschäften, Brandanschläge auf Synagogen… das sind doch originäre rechtsextreme Stilmittel, oder täusche ich mich da? Wenn man sich die Liste von antisemitischen Angriffen in D anschaut, handelt es sich bei Angriffen von Menschen mit „arabischer Abstammung“ eher um Angriffe im Affekt in der U-Bahn oder bei Protesten wie derzeit. Dies wird man entsprechend zugeordnet haben entsprechend der Zeugenaussagen (Abgesehen von Angriffen, die man mit den iranischen Revolutionsgarden im Verbindung bringt).
*passiert ja derzeit wieder - wie wird es in der aktuellen Lage zugeordnet? Ich finde den Gedanken an rechtsextreme Trittbrettfahrer oder Aufwiegler nicht so abwegig…
HessiP schrieb:
Abgesehen davon: Ist es in diesem Deutschland so völlig abwegig, ungeklärte antisemitische Straftaten der rechtsextremen Szene zuzuordnen?...
In der Wetterau oder im tiefen Osten? Wird nicht selten zutreffen, trotzdem ist es nur eine Annahme.
In Berlin, Duisburg oder Frankfurt? Mhm....lass mich mal nachdenken. Nein, da würde ich so eine Vorgehensmaßnahme garantiert für falsch halten.
Aber ehrlich gesagt kann es nicht Aufgabe einer Statistik und der Datenerfassung sein solche Rückschlüsse zu ziehen, egal wo! Dies kann ich später machen, auch weil mir die Datenlage zu schwammig ist. Wenn 2/3 nicht zugeordnet ist, dann muss ich da dann ran. Im Nachgang per Stichproben noch einmal genauer hinschauen, Maßnahmen definieren um es zukünftig besser zu machen.
Aber hingehen und sagen "Keine Ahnung er es war, wird schon rechts gewesen sein" damit macht man sich angreifbar, kommt zu einem falschen Bild und am Ende schwächt man den Kampf gegen Antisemitismus, respektive verpasst man Möglichkeiten die Situation richtig zu verstehen und richtige Gegenmaßnahmen zu treffen.
Es muss doch auch Dich nachdenklich machen, wenn insbesondere die Hauptbetroffenen von Antisemitismus schon seit Jahren ein genaueres Hinschauen und eine bessere Statistik einfordern. Ich fürchte die wissen wesentlich besser als Du und ich wieso sie mit der Einschätzung "Motiv unklar = rechts" ihre Probleme haben.
So, dann stehen endlich die wohlverdienten Ferien vor der Tür. Guzzi, Hessi und die Anderen: Ich hoffe, ihr müsst morgen nicht die vollen drei Stunden ran 🫡
Langsam tut sich etwas, bei den zahlen und deren richtigen Erfassung.
Die FAZ berichtet exklusiv:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nancy-faeser-will-antisemitische-straftaten-und-hintergruende-genauer-erfassen-19253607.html
Bisher galt zwischen dem BKA und den LKAs die Vereinbarung, „fremdenfeindliche sowie antisemitische Straftaten dem Phänomenbereich Rechts zuzuordnen, wenn sich aus den Umständen der Tat und/oder der Einstellung des Täters keine gegenteiligen Anhaltspunkte zur Tätermotivation ergeben“.
Also einfach alles rechts, wenn es nicht klar ist wer es gemacht hat. Da muss man nicht übermäßig penibel sein, um da eine nicht geringe Unschärfe zu sehen. Die letzte verfügbare Statistik für 2022 weist dann auch nur 105 antisemitische Straftaten auf, die nachweislich mit einer ausländischen oder religiösen Ideologie in Zusammenhang steht. 8 Straftaten aus dem linken Umfeld - aber 2185 Straftaten die "rechts" zugeordnet wurden.
Das Bundesinnenministerium sieht inzwischen selbst ein, dass diese Sonderregel „die Gefahr von Missverständnissen und Fehlinterpretationen“ birgt - schöne Formulierung. Gründe für diese bisherige Vereinbarung:
Warum bisher antisemitische Straftaten als rechts eingestuft werden, wenn keine klaren Hintergründe vorliegen, ist nicht ganz ersichtlich. Im Haus heißt es, viele Länder hätten es vermutlich als „nicht zufriedenstellend“ empfunden, wenn zu viele antisemitische Straftaten unter der – ebenfalls vorhandenen – Rubrik „nicht zuzuordnen“ aufgeführt worden wären.
Es war ja nicht so dass es keine Rubrik "sonstiges" gegeben hätte - man fand es nur doof wenn die Zahl da zu hoch ist. Statt die Ermittler anzuhalten dann halt mal etwas genauer zu schauen und wenn es wirklich nicht klar zu bestimmen ist, dann halt eben mit "nicht zuzuordnen" zu leben - alles auf rechts. Und dann wundern wenn die Leute immer mehr Vertrauen verlieren.
Die FAZ berichtet exklusiv:
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/nancy-faeser-will-antisemitische-straftaten-und-hintergruende-genauer-erfassen-19253607.html
Bisher galt zwischen dem BKA und den LKAs die Vereinbarung, „fremdenfeindliche sowie antisemitische Straftaten dem Phänomenbereich Rechts zuzuordnen, wenn sich aus den Umständen der Tat und/oder der Einstellung des Täters keine gegenteiligen Anhaltspunkte zur Tätermotivation ergeben“.
Also einfach alles rechts, wenn es nicht klar ist wer es gemacht hat. Da muss man nicht übermäßig penibel sein, um da eine nicht geringe Unschärfe zu sehen. Die letzte verfügbare Statistik für 2022 weist dann auch nur 105 antisemitische Straftaten auf, die nachweislich mit einer ausländischen oder religiösen Ideologie in Zusammenhang steht. 8 Straftaten aus dem linken Umfeld - aber 2185 Straftaten die "rechts" zugeordnet wurden.
Das Bundesinnenministerium sieht inzwischen selbst ein, dass diese Sonderregel „die Gefahr von Missverständnissen und Fehlinterpretationen“ birgt - schöne Formulierung. Gründe für diese bisherige Vereinbarung:
Warum bisher antisemitische Straftaten als rechts eingestuft werden, wenn keine klaren Hintergründe vorliegen, ist nicht ganz ersichtlich. Im Haus heißt es, viele Länder hätten es vermutlich als „nicht zufriedenstellend“ empfunden, wenn zu viele antisemitische Straftaten unter der – ebenfalls vorhandenen – Rubrik „nicht zuzuordnen“ aufgeführt worden wären.
Es war ja nicht so dass es keine Rubrik "sonstiges" gegeben hätte - man fand es nur doof wenn die Zahl da zu hoch ist. Statt die Ermittler anzuhalten dann halt mal etwas genauer zu schauen und wenn es wirklich nicht klar zu bestimmen ist, dann halt eben mit "nicht zuzuordnen" zu leben - alles auf rechts. Und dann wundern wenn die Leute immer mehr Vertrauen verlieren.
Eintracht-Laie schrieb:
Das Bundesinnenministerium sieht inzwischen selbst ein, dass diese Sonderregel „die Gefahr von Missverständnissen und Fehlinterpretationen“ birgt - schöne Formulierung.
Du suggerierst hier, das BMI würde die bisherige Regel nachträglich als Fehler einstufen. Das ist mitnichten so, es erfolgt nun eine Anpassung im Zuge der veränderten Lage im nahen Osten und der damit einhergehenden Straftaten. Die Regel sei „in der Vergangenheit angemessen gewesen, um sicherzustellen, dass antisemitische und fremdenfeindliche Straftaten als solche erfasst und richtig zugeordnet werden“, heißt es.
HessiP schrieb:Eintracht-Laie schrieb:
Das Bundesinnenministerium sieht inzwischen selbst ein, dass diese Sonderregel „die Gefahr von Missverständnissen und Fehlinterpretationen“ birgt - schöne Formulierung.
Du suggerierst hier, das BMI würde die bisherige Regel nachträglich als Fehler einstufen. Das ist mitnichten so, es erfolgt nun eine Anpassung im Zuge der veränderten Lage im nahen Osten und der damit einhergehenden Straftaten. Die Regel sei „in der Vergangenheit angemessen gewesen, um sicherzustellen, dass antisemitische und fremdenfeindliche Straftaten als solche erfasst und richtig zugeordnet werden“, heißt es.
Danke für den Hinweis. Dass man das aufgrund der derzeitigen Kriegssituation ändert, macht selbstverständlich Sinn.
OK, HessiP, dann zitieren wir doch einmal den gesamten Abschnitt
Im Innenministerium wird die angestrebte Streichung der „Sonderregel“ mit der veränderten Lage seit dem Terrorangriff der Hamas auf israelische Bürger begründet. Die Regel sei „in der Vergangenheit angemessen gewesen, um sicherzustellen, dass antisemitische und fremdenfeindliche Straftaten als solche erfasst und richtig zugeordnet werden“, heißt es. Gleichwohl vertrete das Ministerium die Auffassung, dass es „keinen Bedarf mehr für die Sonderregelung gibt“, da die Polizeibehörden inzwischen „umfassend für die Thematik sensibilisiert“ seien. Zudem bestehe bei einer Fortführung der Sonderregel „die Gefahr von Missverständnissen und Fehlinterpretationen“.
Wirklich bemerkenswert:
Man behauptet die Regelung wäre bisher angemessen gewesen, da man sichergestellt habe, dass antisemitische Straftaten nicht nur als solche erfasst, sondern auch richtig zugeordnet werden. Nur einmal zu Erinnerung:
Man hat Straftaten, bei denen nicht klar war mit welcher Motivation sie verübt wurden, nicht etwa in die vorhandene Rubrik „nicht zuzuordnen“ einsortiert, wie es logisch wäre.
Und dies bezeichnet man als richtig zugeordnet?
Du wirfst mir vor zu suggerieren "das BMI würde die bisherige Regel nachträglich als Fehler einstufen"
OK, Du hast recht - die sehen keinen Fehler bei sich - jetzt besser?
Im Innenministerium wird die angestrebte Streichung der „Sonderregel“ mit der veränderten Lage seit dem Terrorangriff der Hamas auf israelische Bürger begründet. Die Regel sei „in der Vergangenheit angemessen gewesen, um sicherzustellen, dass antisemitische und fremdenfeindliche Straftaten als solche erfasst und richtig zugeordnet werden“, heißt es. Gleichwohl vertrete das Ministerium die Auffassung, dass es „keinen Bedarf mehr für die Sonderregelung gibt“, da die Polizeibehörden inzwischen „umfassend für die Thematik sensibilisiert“ seien. Zudem bestehe bei einer Fortführung der Sonderregel „die Gefahr von Missverständnissen und Fehlinterpretationen“.
Wirklich bemerkenswert:
Man behauptet die Regelung wäre bisher angemessen gewesen, da man sichergestellt habe, dass antisemitische Straftaten nicht nur als solche erfasst, sondern auch richtig zugeordnet werden. Nur einmal zu Erinnerung:
Man hat Straftaten, bei denen nicht klar war mit welcher Motivation sie verübt wurden, nicht etwa in die vorhandene Rubrik „nicht zuzuordnen“ einsortiert, wie es logisch wäre.
Und dies bezeichnet man als richtig zugeordnet?
Du wirfst mir vor zu suggerieren "das BMI würde die bisherige Regel nachträglich als Fehler einstufen"
OK, Du hast recht - die sehen keinen Fehler bei sich - jetzt besser?
Also erstmal halte ich einen Vergleich im Sinne des Hufeisens für unangebracht. SW ist nicht koalitionsfähig und an Zusammenarbeit mit linken und mittigen Parteien nicht interessiert. Bei der AFD gibt es einen Haufen Rechtsextreme in Amt und Würden mit einer klaren staatsfeindlichen Agenda. Diese Leute hat SW aus dem linken Spektrum vorerst nicht vorzuweisen. Gleiches gilt für die hasserfüllte Gefolgschaft.
Im besten Falle bildet sich aus der Suppe aus AFD, die Basis, SW, die Linke usw. ein Haufen 4,7% Parteien. Im schlechten Falle werden noch mehr Wähler aus dem Spektrum der etablierten Parteien abgezogen, wie es FA vor einiger Zeit mal skizziert hat.
Im besten Falle bildet sich aus der Suppe aus AFD, die Basis, SW, die Linke usw. ein Haufen 4,7% Parteien. Im schlechten Falle werden noch mehr Wähler aus dem Spektrum der etablierten Parteien abgezogen, wie es FA vor einiger Zeit mal skizziert hat.
HessiP schrieb:
Lukas Podolski
Kölsch oder Alt?
Die Union will „eine Bekenntnis zu Israel“ zur Voraussetzung der Einbürgerung machen. Ein Akt des blanken, islamophoben Populismus, ein Bekenntnis zum GG sollte ja wohl reichen und nicht zu Drittstaaten.
Gegenvorschlag: Eine Bekenntnis zu Israel zur Voraussetzung der politischen Zusammenarbeit machen, z.B. demnächst in Thüringen.
Aber ich verstehe schon, dass die aktuelle Lage ein willkommenes Vehikel ist, um die deutsche Seele vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen - einfach nur ein „importiertes“ Problem.🤮
PS: Einer Aufnahme von geflüchteten Palestinensern wird von Dobrinht schonmal eine Absage erteilt, bevor überhaupt nur eine*r aus Gaza raus kann.
Gegenvorschlag: Eine Bekenntnis zu Israel zur Voraussetzung der politischen Zusammenarbeit machen, z.B. demnächst in Thüringen.
Aber ich verstehe schon, dass die aktuelle Lage ein willkommenes Vehikel ist, um die deutsche Seele vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen - einfach nur ein „importiertes“ Problem.🤮
PS: Einer Aufnahme von geflüchteten Palestinensern wird von Dobrinht schonmal eine Absage erteilt, bevor überhaupt nur eine*r aus Gaza raus kann.
HessiP schrieb:
Dieser Bericht sollte uns nachdenklich machen: gemäßigte Palästinenser finden in Deutschland keinen Platz, um ihrer Wut, Trauer und Angst um ihre Familien Luft zu machen. Demos werden verboten, radikale Palästinenser nehmen sich den Raum von ihnen, übertönen sie. Und, Anmerkung von mir, Politik handelt nicht nur im Sinne des Schutzes der jüdischen Bevölkerung, sondern auch im Schatten des Rechtsrucks unserer Gesellschaft (mein Gefühl dieser Tage). Wir müssen aufpassen, dass wir den vielen Gemäßigten nicht die Stimme nehmen und sie so ggf. verlieren.
Lest selbst, die Geschichte von Yasmina und Salem aus Berlin:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/palaestinenser-deutschland-demonstration-verbot-berlin/komplettansicht
Gemäßigte Palestinenser*innen die sich ein Ende des Krieges wünschen und von denen sofort eine "Palästina bis zum Sieg!" ruft ... naja, die beschriebene Einschätzung der Behörden zu der Veranstaltung war wohl ziemlich passend.
HessiP schrieb:
Naja du hast ja sicherlich gelesen, wie die anderen Teilnehmer reagiert haben.
Also bitte. Die haben ihr gesagt, dass sie das nicht sagen soll. Richtig wäre gewesen ihr klar zu machen, dass sie auf der Veranstaltung nicht zu suchen hat, wenn sie so denkt.
Denn auf das Denken kommt es an. Man kann Dinge denken und sie sagen und man kann Dinge denken und sie nicht sagen, aber Dinge sagen, die man nicht denkt ist eher selten.
Dieser Bericht sollte uns nachdenklich machen: gemäßigte Palästinenser finden in Deutschland keinen Platz, um ihrer Wut, Trauer und Angst um ihre Familien Luft zu machen. Demos werden verboten, radikale Palästinenser nehmen sich den Raum von ihnen, übertönen sie. Und, Anmerkung von mir, Politik handelt nicht nur im Sinne des Schutzes der jüdischen Bevölkerung, sondern auch im Schatten des Rechtsrucks unserer Gesellschaft (mein Gefühl dieser Tage). Wir müssen aufpassen, dass wir den vielen Gemäßigten nicht die Stimme nehmen und sie so ggf. verlieren.
Lest selbst, die Geschichte von Yasmina und Salem aus Berlin:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/palaestinenser-deutschland-demonstration-verbot-berlin/komplettansicht
Lest selbst, die Geschichte von Yasmina und Salem aus Berlin:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/palaestinenser-deutschland-demonstration-verbot-berlin/komplettansicht
HessiP schrieb:
Dieser Bericht sollte uns nachdenklich machen: gemäßigte Palästinenser finden in Deutschland keinen Platz, um ihrer Wut, Trauer und Angst um ihre Familien Luft zu machen. Demos werden verboten, radikale Palästinenser nehmen sich den Raum von ihnen, übertönen sie.
Aber das Hauptproblem scheint ja vor allem zu sein, dass jeder friedliche und ausgewogene Protest von Radikaleren in Beschlag genommen wird und diese dann die friedlichen Protestler nur noch als geschönte Außenfassade instrumentalisieren. So wie ja auch andere Proteste von Extremisten immer schon aufgefressen wurden.
Aber was ist denn dann die Lösung? Man müsste ja dann solche Demos erlauben, gleichzeitig aber verhindern, dass Radikale dort sich ausleben dürfen. Wie viele hunderte Verhaftungen, Angriffe auf Polizisten und umgekehrt usw. willst Du denn haben pro Tag? Wie soll die Polizei das denn hinbekommen an diversen Standorten mit abertausenden Demonstranten, die eben kein Interesse an einem gemäßigten Protest haben. Und produzieren wir dann nicht erst recht die Bilder, die Hamas plus Freunde haben wollen?
Deswegen hat man sich ja für die einfachste Variante entschieden, auch wenn sie den Grundprinzipien der Demokratie überhaupt nicht gerecht wird.
Vielleicht sollte man bzgl. Protestform einfach mal was wählen, was eben nicht in Beschlag genommen werden kann. Kerzen auf die Fensterbank stellen usw.
Gemäßigte ausgewogene Menschen stehen immer zwischen den Stühlen und werden zerrieben. Nix Neues leider.
HessiP schrieb:
Dieser Bericht sollte uns nachdenklich machen: gemäßigte Palästinenser finden in Deutschland keinen Platz, um ihrer Wut, Trauer und Angst um ihre Familien Luft zu machen. Demos werden verboten, radikale Palästinenser nehmen sich den Raum von ihnen, übertönen sie. Und, Anmerkung von mir, Politik handelt nicht nur im Sinne des Schutzes der jüdischen Bevölkerung, sondern auch im Schatten des Rechtsrucks unserer Gesellschaft (mein Gefühl dieser Tage). Wir müssen aufpassen, dass wir den vielen Gemäßigten nicht die Stimme nehmen und sie so ggf. verlieren.
Lest selbst, die Geschichte von Yasmina und Salem aus Berlin:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2023-10/palaestinenser-deutschland-demonstration-verbot-berlin/komplettansicht
Gemäßigte Palestinenser*innen die sich ein Ende des Krieges wünschen und von denen sofort eine "Palästina bis zum Sieg!" ruft ... naja, die beschriebene Einschätzung der Behörden zu der Veranstaltung war wohl ziemlich passend.
Wann soll ich denn dann noch Zeit haben, in den Frei-Thread zu posten?
https://www.fr.de/rhein-main/schluss-woerterzaehlen-11241682.html
https://www.fr.de/rhein-main/schluss-woerterzaehlen-11241682.html
Markus P. übrigens hat sein Abitur bestanden. „Die Noten,“ sagt Anwalt Hofferbert, „waren allerdings etwas schlechter, als zu erwarten gewesen wäre.“ Bei der Übergabe des Zeugnisses habe die Biologielehrerin allen Schülern die Hand gereicht. Nur Markus P. nicht. Der sei ziemlich kühl mit einem „Auf nimmer Wiedersehen!“ verabschiedet worden.
Boss-Move! Den schaue ich mir ab!
Meldung, geht noch raus
@all: ich finde, die "ein Link ist keine..." - Regel wird hier zu streng ausgelegt.
Auch als Informationspool, gerade bei einem so komplexen Thema, nutze ich das Forum, da sind mir Hinweise auf Videos, Podcasts, Dokumentationen lieb und diese werden in der Regel ja auch umfänglich annotiert und kommentiert.
Aber auch bloße News (Kanzler reist nach Israel) haben ihren Platz hier im Sinne von Informationen über das aktuelle Geschehen wie die angemahnten Links.
Auch als Informationspool, gerade bei einem so komplexen Thema, nutze ich das Forum, da sind mir Hinweise auf Videos, Podcasts, Dokumentationen lieb und diese werden in der Regel ja auch umfänglich annotiert und kommentiert.
Aber auch bloße News (Kanzler reist nach Israel) haben ihren Platz hier im Sinne von Informationen über das aktuelle Geschehen wie die angemahnten Links.
Nach vielen Jahren im Forum mit vielen zeitaktuellen Ereignissen weiß ich das Forum als Informationsquelle zu schätzen. Ich möchte jedenfalls etwa die Links von SemperFi nicht missen, da diese Beiträge wohl ausgewählt und oft lesenswert sind. Der kleine Apetizer wie in diesem Fall reicht mir für die Klickentscheidung aus. Es gab hier schon oft tickerähnliche Threads, die uns alle bereichert haben (z.B. während der US-Wahl).
Ich kann bei dem derzeitigen Traffic von schätzungsweise 50 Beiträgen am Tag im D&D die genervte Art der Moderation nicht nachvollziehen und fordere hiermit eine Nachmoderation der Coronathreads - die reingerotzten Links darin sind mir seit Jahren ein Dorn im Auge!
Ich kann bei dem derzeitigen Traffic von schätzungsweise 50 Beiträgen am Tag im D&D die genervte Art der Moderation nicht nachvollziehen und fordere hiermit eine Nachmoderation der Coronathreads - die reingerotzten Links darin sind mir seit Jahren ein Dorn im Auge!
HessiP schrieb:
Es gab hier schon oft tickerähnliche Threads, die uns alle bereichert haben (z.B. während der US-Wahl).
Hi.
Genau der Fred ist mir da auch in den Sinn gekommen. Da hatten SemperFi, ich und ein paar andere User in hoher Frequenz News aus allen möglichen Quellen rausgeballert, weil ja auch extrem viel in dieser Zeit passierte. Da fungierte der Fred wirklich wie ein Ticker, den der interessierte User nutzen konnte, anstatt sich quer durch das Inter-Netz zu wühlen. Das wurde in der Form nicht nur toleriert, sondern heimste (meiner Erinnerung nach sogar auch von Mods) Lob ein.
Von 2005 bis 2021 sah es niemand als notwendig an hier Korrekturen zu machen, ich kann mich nicht erinnern, dass es dich in der Zeit gestört hat.
Die NSU war dir ja (abgesehen von einer Aufzählung medialer Gerichtsbesucher wie kleiner Radiosender und Brigitte) lediglich einen Einwurf wert (inkl. Link für den Kontext, wobei ich betone, dass ich dieser Aussage weder zustimme, noch sie ablehne)
https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/122426/goto/4304690
Soll jeder für sich entscheiden, was es heißt, wenn jemand beim Thema NSU nix zum BMI sagt, zu Maaßen keine eigene Einschätzung im Forum abgibt, in dem Moment, wo man rechte Gewalt Moslems zuordnen kann, aber direkt einen Kommentar aus der FAZ postet.