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HessiP

18752

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Frankfurter-Bub schrieb:
Eintracht-Laie schrieb:
HessiP schrieb:
....
Das Studentenwerk beklagt massive Kosteneinbußen und versteht die Welt nicht mehr. ....


Sch.... Streikgewinnler, sch... Kapitalismus!
 


 


Ich verstehe nicht so ganz, was daran so witzig sein soll und führe das erstmal darauf zurück, dass ihr nicht wisst was das Studentenwerk ist.
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Graefle schrieb:
Für ein Jubiläum ziemlich mickriges Lineup....
Also einen "Kracher" hätte ich mir schon noch gewünscht.
 


angeblich kommt noch Metallica, ist allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

aber du hast recht, eine lokale Größe à la Ärzte, Hosen, Beatstakes oder so könnte es schon noch sein.
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kasi1981 schrieb:
Rock am Ring 2010

Bestätigt sind:
Airbourne
As I Lay Dying
Bullet For My Valentine
Editors
Gogol Bordello
Gossip
Jan Delay & Disko No. 1
Kasabian
Kiss
Motörhead
Muse
Rammstein
Rise Against
Sportfreunde Stiller (unplugged)
Volbeat  


Geil Mann, Jan Delay hat dieses Jahr soooo gerockt, war das allergeilste. Schön dass er wieder kommt!
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Die Mainzer zeigten sich sehr humorlos. Wir hatten uns vorm Spiel extra mit Bonbons eingedeckt und haben rund ums Stadion Mainzer damit beschmissen. Fand irgendwie keiner von denen lustig.
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womeninblack schrieb:
Wieso assig????
Ich finde das im Gegenteil ganz großes Kino.
Der Markus Babbel ist nun mal Stuttgarter durch und durch.


Ich fand seinen Auftritt mit seiner Fanschelte im Robert Enke Kontexst höchst peinlich. Der Möchtegernbeckenbauer ist ein Depp.
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tutzt schrieb:
HessiP schrieb:
ToBi84 schrieb:

Zudem mussten viele Leute, die sonst immer in der Mensa gegessen haben, sich nach anderen Alternativen umschauen, da durch Vandalismus und Diebstahl!!! die Mensa geschlossen werden musste.


Du weisst schon wie krass die Mensa vernichtet wurde, oder?!

Es wurde eine Tür beschädigt, und ein paar Schokoriegel und Getränke im Wert von 100€ geklaut - und das ist dann die zerstörte Mensa.
Diese Information stammt vom Studentenwerk selbst! Die haben am Donnerstag uns gegenüber selbst nur den Kopf geschüttelt, als von den "zerstörten" Mensa die Rede war.


Und musste die Mensa nun wegen der Aktionen geschglossen werden, oder nicht? Das ist doch entscheidend.

Und die bewegten Bilder aus anderen(?) geräumten Gebäuden sprachen eine deutliche Sprache: Vollständig besprühte Wände, zerrisene Tapeten, kaputte Bilder, herumgeworfenes/zerstörtes Mobiliar und überall Müll. :neutral-face  


Das Studentenwerk versteht die Schließung selbst nicht. Ein reibungsloser Ablauf des Mensabetriebs ist absolut zu gewährleisten. Das Studentenwerk beklagt massive Kosteneinbußen und versteht die Welt nicht mehr. Die andauernde Schließung ist absolut unsinnig! Was damit bewirkt werden soll - kA, aber ich kann mir meinen Teil denken.
Die Bilder sind nicht kaputt, es sind "nur" die Rahmen und die Glasscheiben, die beschädigt sind.
Ich habe einen kaputten Stuhl gesehen, die restlichen sind einfach nur übereinander gestapelt.
Der "Müll" ist die provisorische Küche und Getränkeversorgung. Innerhalb von 10 Minuten war natürlich keine Zeit mehr den Kram abzubauen und weg zu schaffen.

Natürlich gibt es BESCHÄDIGUNGEN (keine Zerstörungen), diese sind auch nicht gut zu heißen... aber die Summen die dafür aufgerufen werden sind einfach nur utopisch!
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Ich war im Casino wenig zu gegen, aber bei den Polizeiübergriffen in den Straßen des Westends am Mittwoch Abend, bei der Demo am Donnerstag und bei den Protestplenen habe ich von linksradikalen oder autonomen nichts (mehr) gesehen.
Es sind dann doch größtenteils Studenten, und zwar jeglicher "politischer" (kotz!) Klientel. Hoher Frauenanteil, "Normalos".
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ToBi84 schrieb:

Zudem mussten viele Leute, die sonst immer in der Mensa gegessen haben, sich nach anderen Alternativen umschauen, da durch Vandalismus und Diebstahl!!! die Mensa geschlossen werden musste.


Du weisst schon wie krass die Mensa vernichtet wurde, oder?!

Es wurde eine Tür beschädigt, und ein paar Schokoriegel und Getränke im Wert von 100€ geklaut - und das ist dann die zerstörte Mensa.
Diese Information stammt vom Studentenwerk selbst! Die haben am Donnerstag uns gegenüber selbst nur den Kopf geschüttelt, als von den "zerstörten" Mensa die Rede war.

Ich sage dir, wenn 2 Busse mit bestimmten Eintrachtklientel an einer Raststätte halten, kommt durch Schmierereien, Aufkleber und Diebstahl mehr "finanzieller Schaden" zusammen als an den 3 Tagen der Besetzung in der besagten Mensa (exclusive Schäden im restlichen Gebäude).
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manu666 schrieb:
es wird immer besser  



http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_bundesliga/newspage_181072.html


Punktabzug?!

Damit das unabwendbare schneller passiert?!

1. Hoppenheim 81 Punkte
2. WOB 70 Punkte
...
16. Köln -10 Punkte
17. Dortmund -20 Punkte
18. SGE -32 Punkte
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propain schrieb:
Thriceguy schrieb:
propain schrieb:
HessiP schrieb:
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/campus/?em_cnt=2119826&

Ich weiss garnet was die Studenten wollen, wer randaliert muss damit rechnen das er eine vor den Kopp bekommt.


Das von jemandem zu lesen, der sich sonst immer über verzerrende Darstellung von Polizei und Presse sowie Repressionen von dieser Seite, Sippenhaft und ähnliches beschwert...naja.

Leute wie du sollten mal überlegen wann ich das mache. Ich mache das nämlich nur bei sinnlosen Polizeieinsätzen denen vorher nix voraus ging, wie z.B. Ahlen, Wolfsburg, Bremen und ähnliches. Wenn Ausschreitungen waren und die Polizei gegen diese Leute einschreitet, habe ich nix gegen die Polizei gesagt. Aber ich weiss, einige hier sind damit überfordert mal über bestimmte Polizeieinsätze nachzudenken und das auseinander zu halten.


Hallo Propain,

in der Öffentlichkeit wird er Polizeieinsatz nur auf das Räumen des Gebäudes reduziert. Dass es danach aber zu massiven Übergriffen, größtenteils als die Presse nicht mehr dabei war, kam, wird nirgends erwähnt. Und hier haben es nicht nur Besetzer abbekommen, sondern auch Leute die die Szenerie von der Gebäudeaussenseite beobachteten.
Prügelattacken, Schildattacken, Autos preschen in Menschenmengen - war alles dabei. In meinem Unmittelbaren Umfeld hat es alleine 2 Kommilitonen erwischt. Ein Trümmerbruch in der Hand, eine Gehirnerschütterung, mein Oberkörper ist blau vom Schlagstock.


Um auf deine Logik Vandalismus - Polizeieinsatz knorke einzugehen:

Im Block wird Pyro abgebrannt, danach wird der komplette Mob gekesselt und es kommt zu Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz. Ja? Hier müssen alle für ein paar wenige büßen. Und zwar danach, davor, wie auch immer, zumindest nicht unmittelbar während dem eigentlichen Geschehen. (will keine Pyrodiskussion, finde Pyro scheesmile:
Die Fanszene steht mit ihrer Meinung wieder mal alleine da, die Öffentlichkeit lässt sich ihre Meinung "Bild"en.

Merke: Auch bei Polizeieinsätzen die nix mit Fussball zu tun haben, sollte man den Einsatz reflektiert betrachten und nicht zu solch einer einfachen Logik kommen!
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Pedro, du immer mit deinen Clowns...

Das sind 3 Stück im Clownskostüm, mehr nicht^^
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Valinad schrieb:
Pedrogranata schrieb:
Valinad schrieb:
Der_Maulwurf schrieb:
Ich finde, man kann dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Das im deutschen Bildungssystem einiges falsch läuft, kann eigentlich niemand, der sich intensiver damit beschäftigt hat, abstreiten. Ich studiere selbst (in Darmstadt) und kann nur sagen, dass die Umstellung auf das Bechelor/Mastersystem im besten Fall keinerlei Vorteile gebracht hat.

Auf der anderen Seite halte ich den sog. Bildungsstreik aber ebenfalls für mehr oder weniger gescheitert. In Darmstadt waren zwischen 1200 und 2000 Leuten auf der Straße (je nach Quelle). Bei 30.000 Studenten sind das zwischen 4 und 7%, allerdings auch nur dann, wenn man die teilnehmenden Schüler und Aktivisten außen vor lässt.

Was mich prinzipiell stört ist, dass aus meiner Sicht eine kleine Minderheit versucht, die Masse für ihre politischen Interessen zu instrumentalisieren. Wenn man mal ehrlich ist, würden weit weniger Schüler studieren gehen, wenn man nicht zu Gunsten der Demo relativ ungestraft die Schule schänzen könnte. Ich finde schon, dass man festhalten kann, dass in keinem Fall eine Massenbewegung gegen das aktuelle Bildungssystem gibt. Warum sollte es die auch geben, immerhin sind alle für die Bildung zuständigen Politiker durch Wahlen legitimiert worden. Ist aber nur meine bescheidene Meinung.    

genauso sehe ich es auch.
Und ich bin ein Freund der Studiengebühren. Warum sollte man nicht auch selber einen Beitrag zu seinem Studium leisten? Sofern diese Gebühren auch in den Hochschulen verwendet werden und nicht genommen werden um irgendwelche anderen Haushaltslöcher zu decken.


Ich bin jetzt auch für Studiengebühren, Bachelor- und Master-Trichter.

Solange es solche zahlungswilligen Studenten gibt, die ihren Geldsack, oder den ihrer Eltern und auch ihr Hirn (oder das, was sie dafür halten) für solche Nürnberger-Trichter-Ausbildungsgänge zur Verfügung stellen, gibt es keinen Grund, warum man das abschaffen soll.

Diese Studenten "studieren" eben so und zahlen auch dafür. Und zwar kräftig.
Das haben sie sich verdient !

Die anderen lernen was gescheites und streiken weiter.

lol als ob die paar hansele auf den straßen was bewegen, wo eh die mehr als 80% nur da mitlaufen damit sie ne ausrede haben nicht auf die uni/schule etc gehen zu müssen. Wer was will muss auch was dafür leisten.


Glaubst du das?

Gestern wurde von 18.00 bis 22.00 demonstriert. Die Unileitung hat vorher alle Gebäude räumen lassen und abgesperrt.
Alle die demonstriert haben, hätten gar keine Möglichkeit gehabt, zu "schwänzen"
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Partystimmung schrieb:
Es war eine gute Demo, ca 4h lang alle wichtigen Plätze in Ffm passiert. Überraschend viele Menschen da für die kurze Mobilisierungs-Zeit. Mehrere Tausend auf jeden Fall. Weitestgehend friedlich, Polizei sehr zurückhaltend.
Bin jetzt platt... Ab ins Bett


Naja ich fand die Polizei schon ätzend. Aber man freut sich ja mittlerweile über Kleinigkeiten, glaube nicht das wer verletzt wurde.


Studentin: "Warum haben Sie ihren Schlagstock in der Hand, wir sind doch friedlich?!" (o.Ä.)

Älterer Polizist, wohl Gruppenleiter, denn die drum herum stehenden, jüngeren Polizisten haben sehr gelacht: "Wo kommstn du her? Aus der Altkleidersammlung, oder was?!"

Nur eine kleine Anekdote am Rande.

Ich fand die Demo auch sehr gelungen und ich hoffe, dass die Polizei weiterhin der Party im KOZ fern bleibt.
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Hi Pedro,

der Protest bestand ja nicht nur aus Clownereien und Vandalismus. Es geht leider weitgehend unter, dass es ein freies Bildungsangebot gab (und im Moment auch weiterhin gibt); angeboten von Studenten und vielen Profs und Dozenten.

Es sind circa 70 Workshops zu verschiedenen bildungspolitischen und universitären Themen, ne Liste gibts leider nicht im Internet udn ich habe keine Zeit diese jetzt abzutippen.

Ich zumindest finde das ANgebot sehr überzeugend. Interessante Themen, gute Dozenten. Ortmeyer, Busch, Martin, Sablowksi...und viele mehr.
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Erklärung der Besetzer_innen aus dem Casino

Am Mittwoch Abend wurde auf Anordnung des Unipräsidenten Müller-Esterl das von Studierenden und Interessierten besetzte Casino-Gebäude des I.G.-Farben-Campus geräumt.
Dabei kam es zu einem brutalen Polizeieinsatz – die Universität löst den Konflikt um
Sachbeschädigung mit Gewalt gegen Menschen. Allerdings ist nicht bloß der Polizeiansatz
skandalös, sondern auch und vor allem das Verhalten des Präsidiums. Mit dem Argument der
“Sachbeschädigung” soll die Legitimität und Notwendigkeit studentischer Initiative, Kritik
und Praxis aus der Welt geschafft werden. Müller-Esterl und das Präsidium stehen für eine
Politik, die ihre Legitimität allein aus Sachzwangargumenten bezieht. Hinter diesen versteckt sich jedoch strukturelle Gewalt, Ausgrenzung, Ökonomisierung und stummer Zwang. Sie ist die Politik für eine Universität der Gegenaufklärung. Wenn Studierende dem den längst
überfälligen Protest entgegenhalten und sich um eine kollektive Theorie und Praxis kümmern, werden sie mit dem Verweis auf Sachschaden geräumt. Dies unterschlägt den Skandal des herrschenden Bildungssystems. Wir fordern den Rücktritt von Müller-Esterl, der in seiner Funktion eines moderierenden Sachzwangverwalters diese Politik seit dem ersten Tag betreibt.

Die Besetzer_Innen erklären:
· Unser Protest richtet sich gegen die stummen Zwänge, durch die unsere Möglichkeiten zu Selbstbestimmung, Protest und Kritik systematisch beschnitten werden. Die Universitäten waren und sind eine Veranstaltung, die auf die Erfordernisse der
Ökonomie zugeschnitten ist und nur am Rande Räume für andere Zwecke lässt. Diese Räume gilt es auszubauen, anstatt sie abzuschaffen.
· Die hochschulpolitische Landschaft allgemein und das Frankfurter Präsidium im Besonderen bemühen sich um ein Saubermannimage der Universitäten, die unter dem Deckmantel der geistigen Freiheit Sachzwangpolitik betreiben. Die ständige
Aufforderung zum konstruktiven Dialog täuscht darüber hinweg, dass für Kritik und Emanzipation immer gilt: Sie müssen erkämpft und nicht erbettelt werden.
Gesellschaftliche Konflikte und Probleme gehören auf die Tagesordnung von Seminaren und Diskussionen; stattdessen werden sie jedoch systematisch
unterschlagen und ihre Protagonist_Innen zu gemeinwohluntauglichen Verbrechern stilisiert.
· Aus dieser Perspektive sind die entstandenen Sachschäden und die Parolen an den Wänden der „sauberen“ – und vor allen Dingen gesäuberten – Uni ein Ausdruck unserer Gegnerschaft zu Selektion, Stiftungsuni, Karrierezwang und Konkurrenzdruck.
Sie sind kein konstruktiver Beitrag, sondern Ungehorsam. Die Unileitung hat zur Kenntnis zu nehmen, dass ihre Selbstinszenierung als Hüter des universitären Gemeinwohls als Lüge verstanden wurde; dies hat sich am Mittwoch Abend bewarheitet.
· Wir haben das Casino besetzt, um unsere Vorstellungen von gemeinsamer Reflexion und Kritik praktisch werden zu lassen. Ebenso versuchten wir ein hierarchiefreies Zusammenleben ohne Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und jede
Form von Diskriminierung zu praktizieren. Wir sind keine motivlosen Vandalen, sondern finden den gesellschaftlichen Alltag zuweilen unerträglich und suchen nach Alternativen. Wir wollen dabei nicht verträglich und brav sein, sondern einen
wahrnehmbaren Kontrapunkt setzen, der dem Gegenstand unserer Kritik angemessen ist.
· Das haushaltspolitische Argument, wir würden der Gemeinschaftskasse der Universität und damit uns selbst schaden, ist eine Unverschämtheit, die auf die Verklärung des universitären Betriebs hofft und setzt. Sie tut so, als kämen die Ressourcen der Institution tatsächlich gemeinschaftlichen Zwecken zu Gute. Darüber hinaus ist unklar, ob die astronomischen Summen nicht vor Allem auf durch die Besetzung ausgefallene Mieteinahmen von der Commerzbank zurück zu führen sind. Im Übrigen möchten wir darauf aufmerksam machen, dass unser einwöchiges Workshopprogramm umsonst organisiert und frei zugänglich war. Die Gelder, die eine Hochschule für solch ein Programm eigentlich bereitzustellen hätte, dürften den entstandenen Sachschaden um einiges übersteigen.
· Die Bemalung der Wände im Casino ist kein Ergebnis eines gemeinsamen Beschlusses.
Sie hätte sinnvoller aussehen und mehr als nur Kosten provozieren können; auch ein Teil der Besetzer_Innen steht ihnen ablehnend gegenüber, auch wenn sie mit etwas weißer Farbe zu beheben sind. Die Bemalung der Bilderrahmen im ersten Stock bedauern wir. Ausdrücklich betonen wir aber, dass lediglich die Rahmen der Kunstwerke etwas Farbe abbekommen haben.
· Insgesamt hat sich bedauerlicherweise einmal mehr gezeigt, dass Unileitung und Medien sich nicht für Inhalte, sondern für Skandale interessieren. In diesem Sinne war die Aktion ein provokativer Erfolg: Seit der Rede von „Sachbeschädigungen“ klingeln die Telefone bei uns und die Presse berichtet. Ein paar lächerliche Sachschäden allerdings zum Mittelpunkt der Auseinandersetzung um gesellschaftliche Missstände zu machen, gibt Auskunft über das Niveau der Diskussion und unterschlägt die „Personenschäden“ die das Bildungssystem systematisch produziert.
· Wir sind solidarisch mit den internationalen Protesten und Besetzungen. Sie sind die Reaktion auf ein katastrophales Bildungssystem und eine ungerechte Gesellschaft.
· Die Universität wurde erst am Mittwochmittag in einer Transparent-Aktion der Besetzer_Innen in Norbert Wollheim Universität umbenannt. Diese Erinnerung an einen der engagiertesten Fechter für eine Entschädigung der Zwangsarbeiter_Innen ist
unser konstruktiver Beitrag zum Umgang mit den Gebäuden des I.G.-Farben Campus und seiner Geschichte. Den durchsichtigen Versuch von Müller-Esterl die Räumung des Casinos als einen Akt des Respekts gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus auszugeben, weisen wir als ekelhafte Instrumentalisierung der Nazi-Verbrechen zurück.
Die Erinnerung an den Nationalsozialismus kam und kommt am IG-Farben Campus stets nur auf Druck kritischer Studierender zustande. Wenn dem Präsidium eine kritische Erinnerungspolitik tatsächlich ein Anliegen wäre, würde es z.B. unseren
Namensvorschlag (Nobert Wohlheim Universität) annehmen, anstatt einen geschichtslosen und im schlechtesten Sinne sauberen „Campus Westend“ zu bewerben.
· Öffentliche Aufmerksamkeit verdient vielmehr der bisherige Erfolg, sich Zeit und Raum für unsere Vorhaben zu nehmen. Wenn morgens um acht schon hundert Leute gemeinsam über bildungs- und gesellschaftspolitische Intervention diskutieren und jeden Tag insgesamt fast tausend Menschen in unseren Räumen diskutieren, arbeiten und miteinander leben, dann ist das ein guter Hinweis auf einen Bedarf an einer Auseinandersetzung wie dieser und einem Raum wie diesem. Gleichzeitig verweist dies auch auf die Notwendigkeit, solche Räume zu schaffen und zu erkämpfen. Im Casino haben wir bestimmt nicht den letzten Versuch hierzu unternommen.
· Öffentliche Aufmerksamkeit verdient zudem das brutale Vorgehen der Frankfurter Polizei. Schon während der martialischen Räumung kam es zu sexistischen und gewaltsamen Übergriffen. Eine Spontandemonstration nach der Rämung wurde brutal
verhindert, Student_Innen wurden geschlagen und in mindestens zwei Fällen sogar von Polizeifahrzeugen angefahren. Die Verletzungen waren teilweise so gravierend, dass 6 Demonstrant_Innen mit Platzwunden und sogar Knochenbrüchen im Krankenhaus behandelt werden mußten.
· Nebenbei bemerkt verweist die Besetzung auf das Fehlen selbstverwalteter studentischer Räume am I.G.-Farben-Campus. Selbstverwaltete Räume sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellen. Außerdem haben wir an diesem Campus vielleicht zum ersten Mal einen öffentlichen Raum geschaffen, der von vielen sonst ausgeschlossenen “Universitätsexternen” genutzt wurde, anstatt ihn an Unternehmen zu vermieten.
· Die große Solidarität von Lehrenden, Studierenden und vielen anderen Menschen ist uns ein ausreichendes Indiz für die Legitimität unserer Position. Und eins sei gesagt:
Wir bleiben solidarisch und lassen uns nicht spalten.
· Wir rufen zu weiteren Solidaritätsaktionen auf. Nur als eine solidarische Internationale Bewegungen haben die aktuellen Proteste eine Chance auf Erfolg.
· Wir fordern den Rücktritt von Müller-Esterl, die sofortige Zurücknahme der Anzeigen und ein Studierendenhaus am I.G-Farben-Campus – sofort!

Das Workshopprogramm findet nach wie vor auf dem I.G-Farben Campus statt. Treffpunkt ist ab 8:00 im Foyer des I.G.-Farben Hochhauses.
Am Donnerstag um 18h gibt es vom Cafe KoZ auf dem Bockenheim Campus ausgehend eine Demonstration gegen die Räumung.
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grinch schrieb:
http://bildungsstreik-ffm.de/cms/


übel... genau so habe ich es auch erlebt.

weitere bewegte Bilder:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?key=standard_document_38395763&jmpage=1&type=v&rubrik=36082&jm=3&mediakey=fs/allgemein/20091202_raemung


Infos aus Studisicht:

http://www.unsereunis.de/

Mein Eindruck: Da hat der Müller-Ersterl sich ein Eigentor geschossen, das war erst der Anfang.
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bewegte Bilder von der Räumung:

zdf heute schrieb:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/915828/ZDF-heute-journal-vom-02.-Dezember-2009?setTime=5#/beitrag/video/915828/ZDF-heute-journal-vom-02.-Dezember-2009


ab Minute 13:00.
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Das Casino wurde geräumt. Innen drinnen wurden friedlich Seminare abgehalten, Studenten und Dozenten wurden einzeln rausgetragen. Insofern muss ich meine Aussagen aus dem anderen Thread etwas revidieren, seit Montag sind einige wirklich schöne "Schmierereien", eher Kunst, dazu gekommen. Etwa 300 Studenten, mehr Heroturtels.

Danach Demo durchs Westend mit Ziel Bockenheim. Brutales Vorgehen unserer Freunde+Helfer, "null Toleranz" gegenüber 1,60 großen Erstsemesterstudentinnen.
Riskante Fahrmanöver mit Sixpacks. Schlagstockeinsatz. Mädchen wird von Bullen auf ein Auto getreten (!!!), und knallt mit dem Kopf auf die Motorhaube -> Krankenwageneinsatz.

Westend-Bewohner beschimpfen vom Balkon die Polizei. "Das sind doch ganz normale junge Leute".

Ich persönlich stand nach einem Beinfeger und einem Schlagstocktreffer mit 25 anderen, vornehmlich Mädels in einem Polizeikessel. Wir wurden von 100 Paramilitärs bewacht. Ich habe mich richtig sicher gefühlt, danke Staatsmacht.
Dann haben wir alle einen Stadtverweis (Juristen: Gibts das?!) erteilt bekommen.

"Was heißt das?"
"Dass ihr alle die Stadt verlassen müsst!"
"Aber ich wohne hier"
"Dumme Fragen kannst du morgen stellen"


Danach gab es eine einzelne Personalienaufnahme.

"Was wird mir vorgeworfen?"
Schulterzucken... "Nichts erstmal"
"Und warum muss ich das hier über mich ergehen lassen?"
"Weil du hier bist"

"Wie lange gilt der Platzverweis?"
"Bis zum Ende der Veranstaltung"
(Es gab nie eine angemeldete Veranstaltung, die Demo war "spontan")

Kommt mir alles sehr bekannt vor, naja sind ja auch die gleichen halbkriminellen Grünen wie beim Fussball.


Danke Staatsmacht, ihr habt mein Vertrauen in euch wieder mal gestärkt.
Acht Cola Acht Bier!
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Traut sich ja keiner...

"Wir wollen keine Polizei spielen, war der Tenor"