>

Luzbert

19631

#
Stellt euch mal vor, wir hätten jetzt ein Stadion mit 70.000 Plätzen. Hertha BSC Vibes im Olympiastadion?

Wo sind denn die 160k Mitglieder?
Ich habe gegen Hoffenheim schon so viele Ausländer und Nichtmitglieder gesehen, die spontan Karten gekauft haben.
#
DerGeyer schrieb:

Ich habe gegen Hoffenheim schon so viele Ausländer und Nichtmitglieder gesehen, die spontan Karten gekauft haben.

Kannst Du erklären, was Du damit meinst?
#
Das wird ein merkwürdiger Abend. Es ist kalt, es ist nass, es ist grau. Die Ränge werden große Lücken aufweisen und die größte Hoffnung ist, dass wir ein Tor schießen und weniger als drei kassieren.
Wir spielen Championsleague und es fühlt sich an, wie ein Marsch zum Stadion im Winter '96.

Dann also ran an die alten Tugenden!
Let's go Eintracht let's go!
#
planscher08 schrieb:

Glaube wir sind gerade an einem Punkt wo man gesättigt ist. Wir haben in den letzten Jahren wie  auf Speed erlebt. Titel, Rekordtransfers, alles mögliche an Top-Mannschaft (Barca, Inter, Neapel, Arsenal, Liverpool, Benfica usw) gesehen. Merke das auch an mir. Die Luft ist irgendwie raus. Sehe das aber nicht negativ. Man kann im Leben nicht immer im Vollsprint laufen. Bin sogar ganz froh das es diese Saison mal nicht so läuft.


Das ich darüber froh bin kann ich nicht behaupten. Aber ich habe es eigentlich schon längere Zeit erwartet und akzeptiere es ein wenig. Die Eintracht hat sich schon immer in Wellen bewegt (erfolgreiche 70er bis Anfang 80er, dann wieder ne Delle in den 80ern, mit Ausnahme des DFB-Pokal-Erfolgs 1988, dann wieder Fußball 2000, dann für lange Zeit Jammertal, Rettung und Lichtblick unter Funkel, Abstieg 2011, fantastisches Comeback, dann wieder Zeit der Ratlosigkeit inkl. Beinahe-Abstieg)... auf und ab.
Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und. Das bietet doch ein FSV "Das Gras ist grüner"-Mainz seiner tollen Community nicht im ganzen Vereinsleben an.

Evtl. brauchen wir aber nun einen Knick, um dann irgendwann wieder mit voller Motivation die Kurve nach oben zu machen. Vielleicht meinst du das mit froh sein? Aber ich glaube, es wird einfach mal notwendig.
#
Steigflug_verpflichtet schrieb:

Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und

Auf den Punkt - der Steigflug kann nicht ewig andauern. Wir haben ein unfassbar erfolgreiches Jahrzehnt hinter uns. Daraus ist die Hoffnung erwachsen, dass es so weitergehen könne, wir uns oben festgebissen haben. Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
#
Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.

Und jetzt sind Leute schockiert und "ent-emotionalisiert".
Wir waren über Jahre das kleine gallische Dorf, das erst den DFB Pokal und dann Europa jagte.
Aufbruchstimmung, Zusammenhalt, gemeinsame Ziele.

Mit dem Erreichen der CL haben wir den Peak erreicht, der über die Liga realistisch möglich ist.
Da keiner an einen CL Sieg glaubt sind natürlich alle eher für EL, wobei es ja schwieriger ist genau den EL Platz zu treffen als CL oder ECL, wobei auch letzte Saison gegen Tottenham schon sah, dass ein Gegner der Marke "nix besonderes mehr" auch die Masse kalt lässt.

Dazu kommen eben Spieler, die selbst den Anspruch haben mal andere Titel zu gewinnen, anstatt dass ihnen klar ist, dass ein Titel mit uns die einzige oder letzte Chance in ihrem Leben sein wird.

Alles absolut erwartbar, genau wie die Veränderung des Vereins (die schon lange da ist, man aber durch Peter Fischer noch ein anderes Marketing aufbauen konnte als mit DFL-Vertreter Hellmann oder Sponsoren-Unterstützer Beck)

Wir sind eben jetzt wie ein BvB, wo trotz Platz 2 klar ist, dass man die Bayern nicht angreifen kann, also wird selbst über einen Trainer, der sie von Platz 11 in die CL geführt hat und mit einem 2+ Punkteschnitt durch die Liga marschiert, gemault, dass es nicht schön ist, dass einen der Fußball emotional nicht abholt, dass man kein Feuer auf dem Platz sieht, dass eine Identität fehlt... (kommt bekannt vor?)

Fußball hat sich in den letzten 10 Jahren taktisch und systemisch verändert.
Es hat seinen Grund, warum ein Mourinho in der Versenkung verschwindet und ein Pep mit City nicht mehr so rumdominiert.
Aber dann gibt es Fans, die Fußball von vor 8 Jahren fordern, oder Spieler, die so emotionalisieren wie die Generation Jakic & Co, die halt in Europa um ihr Leben gespielt haben, weil es ihr einziger großer Schuß war.

Nicht falsch verstehen, ich bin voll dabei, dass ich die SGE nicht mehr als etwas besonderes sehe, ja es ist mein Verein, aber wir sind eben nichts anderes mehr als all die anderen Vereine.
Wir sind nicht besser oder schlechter, wir sind jetzt einfach ein normales Teil des Systems.
Wir durften 10 Jahre erleben, die den meisten Fußballfans so nie vergönnt sein werden und jetzt kommt halt der Kater weil wir nichts mehr haben auf das wir hoffen können.

Nehmen wir doch alleine das Pokal-Finale gegen die Plörre, drittes Finale in wenigen Jahren, egal ob Bretscheidplatz, Weg zum Stadion, im Stadion oder danach, schon da war es "normal" für viele.
Nicht mehr dieses Gefühl etwas historisches zu erleben, sondern etwas, dass erwartet wurde.
Da gab es auch noch keinen Toppmöller, aber da war die Stimmung schon teilweise auf einem Niveau wie ich es von (halbwegs engagierten) Bazis oder BvBlern kenne, wenn die hier in Berlin sind.

Ich sehe die Entwicklung auch bei meinen Union-Freunden, da war man bei jedem Spiel. Wenn Union gespielt hat, wurde unsere D&D Runde abgesagt und die waren im Stadion oder in der Fußballkneipe.
Jetzt schauen die 3 der Runde zwischendurch mal in den Ticker, wenn Union gleichzeitig kickt.
Und weiß Gott, dass war niemals auch nur eine Sekunde Fußball, die einen emotional angezündet hat.
Aufstieg, Etablierung, CL-Platz, Real Madrid... und jetzt einfach Alltag.

Und das ist es wo wir sind, warum viele nicht mehr dieses Feuer haben, wir sind im Alltag.
Wir sind keine gescheiterte Diva mehr, wo wir besonders sind, weil wir mit durch die Scheiße gehen.
Wir sind kein Traditionsverein mehr, der um seine Existenz in der Liga kämpft und wir zusammenhalten müssen, denn wir haben ja nix.
Wir sind nicht der Traditionsverein, der aus Nichts viel macht und Titel holt und zeigt, dass man gegen Pillen, Plörre und Polo bestehen kann, einfach durch die Wucht der Anhänger und Spieler, die um ihr Leben laufen in besonderen Spielen.

Wir sind jetzt einfach ein Top 4-8 Verein der Liga. Wir sind jetzt einfach nur noch ein Verein.
Und das ist für viele eben nicht mehr genug.
In Dortmund suchen die dieses Feuer seit Klopp weg ist und deswegen wird über kurz oder lang auch Kovac scheitern.

Willkommen im Alltag.
#
SemperFi schrieb:

Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.

Ich unterschriebe alles was Du sagst und ergänze zwei Punkte:

In unserer Vergangenheit gab es mehrmals Punkte zu denen ich an meinem Fansein gezweifelt habe. Was bleibt, wenn man die Mannschaft wegnimmt (die verändert sich ohnehin ständig), wenn man den Vorstand scheiße findet (kam oft genug vor), wenn es zwischen Gremien und der Basis grummelt?
Streng genommen gibt es keinen Kern, auf den sich mein Fansein projizieren lässt. Letztlich geht es um die Emotion, die mit all dem einher geht, die mal groß mal klein, mal negativ mal positiv ist.  
Ich hatte in der Vergangenheit immer Phasen, in denen ich mich ent-emotionalisiert gefühlt habe. Aber egal wie sehr ich die Eintracht los ließ, irgendwann hat es mich wieder gepackt und ich war wieder einmal Feuer und Flamme.

Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist. Es hielt zum Glück nicht lange an und ich war wieder dabei. Aber mir war klar, dass der Kater irgendwann kommen wird.

Damit zum zweiten Punkt: Wir haben uns erstmalig über die Liga für die CL qualifiziert und jetzt fühlt sich alles schwer und zäh an. Erfolge bleiben aus, was letztes Jahr noch geklappt hat, funktioniert heute nicht mehr.

Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, habe ich den Eindruck, dass es ca alle zwei Jahre eine Mannschaft gibt, die eher überraschend in die CL einzieht. Seit 2015: Gladbach (2 x), Hoffenheim, Union, Stuttgart. Die Platzierungen der Folgesaison sprechen Bände: 4., 9., 9., 15. und nochmal 9.

Dass wir diese Saison einbrechen, ist vielleicht viel weniger überraschend, als es scheint. Auch wenn wir uns die letzten 9 Jahre sukzessive nach oben entwickelt haben, ist unsere CL-Quali letztlich doch ein Überraschungserfolg, dem der Kater in der Regel folgt.

In Summe gibt es für mich damit zum einen eine aktuell laufende frustrierende Saison, die aber meiner Einschätzung nach einer ungeschriebenen Regel folgt.
Zum anderen gibt es für mich immer wieder die Sinnfrage, die  sich aber auflöst, sobald ich die Magie wieder spüre. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer wieder.
#
Das Positive: im der ersten Hälfte haben wir konzentriert, abgeklärt und aufeinander abgestimmt gewirkt.
Hinten haben wir erwartbar etwas zu viel zugelassen, aber man darf auch mal Glück haben.

Zur Halbzeit hat Hoffenheim komplett den Zugriff gefunden.
Als das 1:1 fiel, wussten sie, dass wir ab jetzt komplett anfällig sind haben sofort den Ball aus dem Tor geholt.

Wir sind einfach viel zu leichte Beute für unsere Gegner.
Mit den Gegentoren hat das Fußballspielen wieder komplett aufgehört bei uns.

Ich bleibe dabei: es braucht jetzt Wochen, diese Mannschaft spieltaktiach zu stabilisieren.
#
Sibbenull schrieb:

Starodid vermutlich nicht gemeldet, also Staff? Ein Mittelstürmer halt.

Nichts für ungut, aber die paar Minuten haben schon eher gezeigt, dass Staff noch ein bisschen braucht.

Die Stürmer-Personaldecke war einfach brutal dünn für diese Partie.
#
mittelbucher schrieb:

Die Stürmer-Personaldecke war einfach brutal dünn für diese Partie.

Das ist richtig. Aber das liegt daran, dass die Neuen nicht spielberechtigt sind. Wir hätten sie erst zur Zwischenrunde bringen können.
#
wEdgE- schrieb:

Ich für meinen Teil kanns verstehen, wenn man nach Jahrzenten der Mittelmässig- bis Zweitklassigkeit Panik schiebt, weil das über Jahre Erarbeitete grad droht den Bach runter zu gehen und runter gehts ja bekanntlich meist schneller als hoch.



Ich nicht.

Meine Frage ist da eher ob es Ignorranz oder Arroganz ist zu glauben, dass Vereine wie Leverkusen, BvB, RB Kackjahre hatten und es uns nicht treffen wird.

Ich hätte nicht gedacht, dass es dieses Jahr passiert, Zumal ja wirklich niemand vor der Saison einen Einbruch in der Leistung unserer Stammabwehr prognostiziert hätte.

Es war immer nur die Frage wann und niemals ob.
Und ganz ehrlich, wenn man bedenkt, dass die Kackjahre beim BvB und Leverkusen teilweise Abstiegskampf waren, ist das aktuell nicht schön, aber auszuhalten.
#
SemperFi schrieb:

Meine Frage ist da eher ob es Ignorranz oder Arroganz ist zu glauben, dass Vereine wie Leverkusen, BvB, RB Kackjahre hatten und es uns nicht treffen wird.


Ich sehe da einen großen Unterschied.
Die Genannten sind meiner Meinung nach so aufgestellt, dass sie immer wieder nachlegen und zurückkommen können.
Es gibt gleichzeitig Vereine, die immer mal oben rein stechen, aber danach auch wieder zurückfallen.
Wir schweben irgendwo dazwischen. Meine konkrete Sorge ist, dass uns ein Jahr ohne Europa so zurückwirft, dass wir danach wieder im grauen Mittelfeld verschwinden.
#
derjens schrieb:

Daniel-San schrieb:

SemperFi schrieb:

Wenn er da das Gesicht ist


Ist er


Zumindest sehen ihn ja offenbar auch die Interimstrainer als Nr. 1.


Haben die eine Wahl ?
MK wird das schon so kommuniziert haben
#
Daniel-San schrieb:

MK wird das schon so kommuniziert haben

Na wenn das so ist...
#
Luzbert schrieb:

Bommer1974 schrieb:

Das werfe ich niemandem vor. In 3 Tagen kann kein Mensch irgendwelche Änderungen herbeiführen und plötzlich die Abläufe verbessern.

Das ist auch meine Sicht darauf.
Mir fällt aber eine gravierende Ausnahme ein: Kovac hat bei seinem Antritt die Mannschaft sofort sichtbar anders auftreten lassen. Das sah man nicht nur an der Körperhaltung, sondern vor allem auch an der taktischen Ausrichtung und der Positionierung auf dem Feld.
Egal wer jetzt Trainer wird: Er muss es schaffen, einfache Maßnahmen schnell wirksam aufs Feld zu bringen.


Also sofort hat man es weiß Gott nicht bei Kovacs gesehen. Er hatte in den ersten 5 Spielen 4 verloren. Natürlich waren da auch ein paar Kaliber dabei. Einen schnellen Anstieg der Formkurve erwarte ich nicht, aber eine Verbesserung sollte bzw muss mit dem neuen Trainer nach paar Spielen erkennbar sein.
#
planscher08 schrieb:

Also sofort hat man es weiß Gott nicht bei Kovacs gesehen. Er hatte in den ersten 5 Spielen 4 verloren.

Du hast recht, danke.
Das bestätigt meine Einschätzung, dass es einige Wochen dauern wird, bis wir mit Stabilität in der Defensive rechnen können. Vor Mitte Februar erhoffe ich mir wenig...
#
Komplett irrationalerweise hatte man nach dem Dino-Aus die Hoffnung, dass emotional eine andere Mannschaft auf dem Platz steht und plötzlich vermeintliche Automatismen greifen und Stabilität, Aggressivität und Teamgeist zum positiven führt.... Das war schon äußerst naiv in meinem verblendeten Kopf.

Die Jungs an der Linie machen das gut und versuchen alles. Es ist aber offenbar nicht möglich, hier einfach mit Plattituden "Geschlossenheit", "Bock umstoßen", "wir sind Eintracht Frankfurt" irgendetwas zu zünden, wenn die Spielanlage und die grunsätzliche Attitude zum Spiel nicht geändert werden kann.

Das werfe ich niemandem vor. In 3 Tagen kann kein Mensch irgendwelche Änderungen herbeiführen und plötzlich die Abläufe verbessern. Insofern war es logischerweise (anders als ich im Kopf gehofft habe) offenbar und irgendwie ein "weiter so"-light... Denn die Mannschaft musste ja irgendwas tun und kann aktuell eben nur das, was die letzen 2 Jahre geübt wurde.

Ich denke, wenn es am Samstag gegen Hoffenheim tatsächlich zu einem Sieg reichen sollte, dann mit oder trotz der alten Dino-Ansätze, denn bis dahin irgendwas besserres zu machen, wäre wiederum naiv... Oft waren die Ansätze ja auch gut und erfolgreich, zumindest nach vorne

Die Hoffnung stirbt zuletzt...
#
Bommer1974 schrieb:

Das werfe ich niemandem vor. In 3 Tagen kann kein Mensch irgendwelche Änderungen herbeiführen und plötzlich die Abläufe verbessern.

Das ist auch meine Sicht darauf.
Mir fällt aber eine gravierende Ausnahme ein: Kovac hat bei seinem Antritt die Mannschaft sofort sichtbar anders auftreten lassen. Das sah man nicht nur an der Körperhaltung, sondern vor allem auch an der taktischen Ausrichtung und der Positionierung auf dem Feld.
Egal wer jetzt Trainer wird: Er muss es schaffen, einfache Maßnahmen schnell wirksam aufs Feld zu bringen.
#
Wenn man das heute gesehen hat, kommt man wohl am ehesten zu dem Schluss, dass es nicht an Toppmöller oder zu verkopftem Spiel gelegen hat sondern es dem Gros schlicht zwischen den Ohren fehlt.

Es mag traurig sein, aber wenn man gewinnen muss und gegen eine völlig verausgabte, fast tote Mannschaft, in Führung liegend so einen Konter fängt (zumal erneut ohne jede Not wegen gewohnt erbärmlich schlechter Rückwärtsbewegung) dann scheint da ganz grundsätzlich jegliches Spielverständnis abzugehen.

Ich wüsste gar nicht, wo ich ansetzen sollte. Viel Vergnügen an den neuen Trainer, wer auch immer es werden wird!
#
Haliaeetus schrieb:

Wenn man das heute gesehen hat, kommt man wohl am ehesten zu dem Schluss, dass es nicht an Toppmöller oder zu verkopftem Spiel gelegen hat sondern es dem Gros schlicht zwischen den Ohren fehlt.

Es mag traurig sein, aber wenn man gewinnen muss und gegen eine völlig verausgabte, fast tote Mannschaft, in Führung liegend so einen Konter fängt (zumal erneut ohne jede Not wegen gewohnt erbärmlich schlechter Rückwärtsbewegung) dann scheint da ganz grundsätzlich jegliches Spielverständnis abzugehen.

Ich wüsste gar nicht, wo ich ansetzen sollte. Viel Vergnügen an den neuen Trainer, wer auch immer es werden wird!

Ein reines Kopfproblem, das sich mit dem Trainerwechsel löst, haben wir auf jeden Fall nicht.

Das Spielverständnis müssen die Spieler im Laufe ihrer Karriere grundsätzlich erlernt haben. Ich glaube nicht, dass sie es nicht können können. Wenn sie aber auf dem Platz nicht wissen, wie sie sich miteinander bewegen und orientieren und nicht wissen, wie sie in Abstimmung zueinander agieren sollen, dann kann das durchaus ein Versäumnis von Toppmöller sein, was noch einige Wochen nachhallen wird.

Ein neuer Trainer muss ganz grundsätzlich das Abwehrverhalten neu einstudieren. Das wird einige Wochen in Anspruch nehmen.
#
Da kann man sich mal mitfreuen. Das sind richtig schöne Bilder.
#
Das war Elfer auf beiden Seiten
#
Ich muss zugeben, dass ich zwar nicht vollends überzeugt bin, denke aber, dass die Trennung von Dino letztendlich die richtige Entscheidung ist. Der Eindruck der letzten Spiele war einfach zu verheerend und die Aussicht auf baldige Besserung zu gering. Und wenn das der Fall ist, muss man einfach reagieren. In der Champions League kann man mit zwei Siegen immer noch wahrscheinlich, mit vier Punkten vielleicht sogar ebenfalls noch weiterkommen. Und in der Liga stehen die eminent wichtigen Heimspiele gegen die direkte Konkurrenz an. Wenn auch gegen Hoffenheim und Leverkusen keine Siege gelingen, dann sind zumindest die sicheren Europapokalplätze schon ziemlich außer Reichweite – ganz abgesehen von dem möglicherweise andauernden Negativtrend.

Insofern erscheint es schon sinnvoll, genau jetzt einen neuen Impuls zu setzen. Zumal Dino zuletzt auch inhaltlich kaum noch Antworten geben konnte. Auch insgesamt sehe ich die Entwicklung über die vergangenen zweieinhalb Jahre nicht uneingeschränkt positiv. Die Ergebnisse haben unter dem Strich gestimmt und Dino hat einige Spieler individuell verbessert, allen voran natürlich Marmoush als Paradebeispiel. Gleichzeitig war man aber immer wieder von individuellen Einzelleistungen abhängig, weil es mannschaftstaktisch nicht unbedingt gestimmt und in vielen Spielen auch an der Intensität gemangelt hat. Hinzu kamen teils fragwürdige Personalentscheidungen.

Dafür, dass Dino explizit verpflichtet wurde, um die spielerische Entwicklung voranzutreiben, hat sich während seiner Amtszeit einfach zu wenig bewegt. Erfolgreich waren wir stattdessen vor allem im Umschaltspiel, besonders nach Führungen setzte häufig eine unglaubliche Lethargie ein, statt das Spiel zu kontrollieren. Vor allen Dingen das Aufbauspiel war oft viel zu statisch und im letzten Drittel fehlten die spielerischen Lösungen und auch die Überzeugung. Ich kann gar nicht zählen, wie oft wir den Ball teilweise vom gegnerischen Strafraum bis zum eigenen Torwart zurückgespielt haben, statt mal ins Risiko zu gehen. Das steht auch vollkommen diametral zu dem öffentlichen Credo „Frankfurt makes trouble“, das Dino bei seiner Antrittspressekonferenz ausgegeben hatte.

Hinzu kommt aktuell die eklatante Defensivschwäche, die sich bereits durch die ganze Saison zieht. Das hat im Grunde genommen schon in der Vorbereitung gegen den FSV angefangen, auch Engers im Pokal durfte ein-, zweimal komplett frei auf unser Tor zulaufen. Gegen Union kassiert man nahezu dreimal das gleiche Gegentor. Bei Atletico und gegen Liverpool meinte man, dass man mit der kompletten Abwehrkette auf Höhe der Mittellinie verteidigen kann. Tiefpunkt war dabei das erste Gegentor gegen Liverpool, als man bei eigener Führung in einen Konter läuft, bei dem Ekitiké noch in der eigenen Hälfte startet und trotzdem vollkommen allein aufs Tor zulaufen darf. Die Raumdeckung bei den beiden Eckballtoren, als man Van Dijk und Konaté jeweils einen meterweiten freien Anlauf für den Kopfball gewährt, war genauso hanebüchen.

Wirklich überzeugende Spiele, bei der wir über die gesamte Spieldauer auf der Höhe waren, gab es diese Saison eher selten. Selbst beim überzeugenden Saisonstart hatte Bremen viele Möglichkeiten, das Spiel knapper zu gestalten, Hoffenheim kam in der Schlussphase wie später auch Gladbach und Köln trotz hohen Führungen fast noch ran und gegen Galatasaray hatte man Glück, dass man nicht bereits früh 2:0 hinten liegt. Einzig das Pokalspiel gegen Dortmund war richtig stark, defensiv kann man sicher auch das Spiel in Neapel dazuzählen. In Barcelona hat man es sich wieder selbst kaputt gemacht, indem man wie so oft zwei Gegentore innerhalb weniger Minuten kassiert hat, wobei zumindest eines davon wieder einmal leicht zu verteidigen gewesen wäre.

Die Heimspiele gegen Mainz, Wolfsburg und Augsburg waren spielerische Armutszeugnisse, in denen man von zwei Einzelaktionen Doans und einer glücklichen Schiedsrichterentscheidung profitiert hat. Obwohl das genau die Spiele sein sollten, in denen man nach zweieinhalb Jahren Amtszeit die Handschrift des Trainers und die spielerische Weiterentwicklung der Mannschaft sehen sollte. Die Klatsche in Leipzig war bodenlos und auch in den letzten drei Spielen sind neun Gegentore absolut inakzeptabel, wenn man weiß wo die Probleme liegen, die Muster sich aber immer wiederholen. Nach jedem langen Ball ist der gegnerische Stürmer frei vor dem Tor und da konnte man noch glücklich sein, dass Undav oder Njinmah verschwenderisch mit ihren Chancen umgegangen sind.

Dino mag das ja dann im Nachgang gut analysieren können, aber wenn die Mannschaft das nicht versteht oder nicht umsetzen kann, hat er als Trainer einfach ein Problem. Der Tenor nach dem Spiel in Bremen lautete ja, dass wir mit den Außenverteidiger hoch ins Pressing gehen wollten – aber eben nicht in der Situation vor dem ersten und auch nicht in der Positionierung wie vor dem dritten Gegentor. Wenn ich zu viele explizite Ausnahmen für einen Pressingauslöser habe, verlieren die Spieler vielleicht einfach leicht den Überblick. Dann fehlen die Abstimmung und die Automatismen, die in solch einem System zwingend greifen müssen. Es gab ja schon während der ersten Saison die Stimmen, dass Dino die Spieler taktisch überfrachtet und viele den Anweisungen nicht ganz folgen können. Dann ist es eben Aufgabe des Trainers, ein System und eine Taktik zu spielen, welche die Fähigkeiten der Spieler hergeben.

Zuletzt musste man ja sogar den Eindruck gewinnen, dass der Glaube innerhalb der Kabine an das grundlegende Konzept teilweise verloren wurde beziehungsweise es innerhalb der Mannschaft nicht mehr richtig gestimmt hat. Krösche hat in der Pressekonferenz mit seinen Aussagen ja auch so etwas in der Art angedeutet. Während den Spielen gab es innerhalb der Mannschaft kaum noch Zuspruch und einen gegenseitigen Push, sondern vielmehr nur noch Meckern, Abwinken, Kopfschütteln. Die negative Körpersprache war teilweise wirklich erschreckend. Da stand einfach keine kompakte Einheit mehr auf dem Platz. Weder vom System noch von der Einstellung her.

Nicht zuletzt war Dino nun auch einfach öffentlich zu stark angezählt, um das Ruder glaubwürdig und dauerhaft wieder herumzureißen. Bei dem nächsten Rückfall wäre die Diskussion um seine Person umso heftiger weitergegangen, zumal die Bilanz mit nun einem Sieg aus den letzten neun Spielen sowie fünf Siegen aus den letzten 21 Spielen schlichtweg nicht gut genug ist. Deshalb kann ich schon verstehen, dass die Überzeugung für eine Trendwende in dieser Konstellation gefehlt hat. Schade, denn die Ausgangslage mit einem Trainer, der sich mit Eintracht Frankfurt identifiziert, langfristig etwas aufzubauen, war durchaus gegeben.
#
Überragend, danke!
#
Luzbert schrieb:

Wenn ja, frage ich mich, warum das il weiteren Verlauf vollständig abhanden gekommen ist.


Ich glaube, dass eben nie die notwendige Selbstsicherheit in dieser Saison sich entwickelt hat.
Formkrisen, Leichte Gegentore, Klatschen in der CL, dann versuchen Spieler zu überkompensieren, machen dadurch mehr Fehler, dadurch will Dino mehr schrauben usw. usf.

Ist schon größeren Namen passiert.
Ein Roger Schmidt ist auch mit Leverkusen abgeschmiert, ein Heynckes kam bei uns nicht klar, Slot letzte Saison Meister, diese Saison wackelts, Klopp am Ende beim BvB unten drin, Rose in Leipzig am Ende....

Dino kann in meinen Augen hoch erhobenen Hauptes durch die Tür gehen, die Mannschaft hat bis zum Schluss zumindest versucht für ihn zu spielen.
Aber manchmal entwickelt sich etwas so falsch, dass als einzige Lösung die Trennung bleibt.
2,5 Jahre ist jetzt auch kein Zeitraum, der In dem Geschäft überraschend kurz wäre.

Müssen wir halt auch anerkennen, dass uns das nach 10 Jahren auch mal wieder passiert ist.
#
SemperFi schrieb:

Dino kann in meinen Augen hoch erhobenen Hauptes durch die Tür gehen, die Mannschaft hat bis zum Schluss zumindest versucht für ihn zu spielen.
[...]
Müssen wir halt auch anerkennen, dass uns das nach 10 Jahren auch mal wieder passiert ist.

Da bin ich komplett bei Dir und es ist keine Schande, wenn wir uns nach zehn Jahren das erste Mal innerhalb einer Saison von einem Trainer trennen. Mir wird Dino definitiv als ein Guter in Erinnerung bleiben.

SemperFi schrieb:

Ich glaube, dass eben nie die notwendige Selbstsicherheit in dieser Saison sich entwickelt hat.
Formkrisen, Leichte Gegentore, Klatschen in der CL, dann versuchen Spieler zu überkompensieren, machen dadurch mehr Fehler, dadurch will Dino mehr schrauben usw. usf.

Ich fürchte, wir haben hier mehr, als Formkrisen. Das Abwehrverhalten ist im Kern nicht gut. Selbst wenn die Spieler in topform wären, würden das systematisch falsche Verhalten zu vielen Gegentoren führen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Topmöller das richtige Verhalten eintrichtert und sie es beim Gang aufs Feld vergessen. Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Toppmöller ihnen so grundlegend das Falsche vermittelt, dass sie keine Chance haben, es besser zu machen.

Ich hoffe, dass ein neues Trainergespann den Spielern ein taktisches Grundkorsett vermittelt bekommt, mit denen sie defensive Stabilität gewinnen und dabei einen guten Teil ihrer Offensivstärke behalten.
#
derexperte schrieb:

...ihn noch besser bzw. könnten aufgrund ihrer exorbirtanten individuellen Fähigkeiten die Aufträge zu 100% umsetzen

Das bedeutet, dass die Devensiven der Eintracht einfach zu blöd oder zu schlecht sind.
Der neue Coach wird den Gegenbeweis hoffentlich antreten.
Ein Weltklassecoach muss am Spielermaterial ausgerichtete Anweisungen geben und Abläufe mit ihnen einstudieren können. Konnte DT nicht.

Also ist er (noch) kein Meistertrainer. Wurden Stuttgart oder Wolfsburg wegen oder trotz ihrer Coaches Erster?
#
Abseitsfäller schrieb:

Ein Weltklassecoach muss am Spielermaterial ausgerichtete Anweisungen geben und Abläufe mit ihnen einstudieren können. Konnte DT

Ich bin nicht sicher, ob ich das richtig in Erinnerung habe. Hat Toppmöller nicht zu Beginn seiner Zeit bei uns als erstes die Defensive stabilisiert?
Wenn ja, frage ich mich, warum das il weiteren Verlauf vollständig abhanden gekommen ist.
#
Wenn man das Umfeld nicht mehr hinter sich hat, ist es sowieso immer die richtige Entscheidung. Und ich bin froh, dass sich das jetzt nicht ewig hingezogen hat. Alles in allem bin ich aber trotzdem ganz zufrieden mit DTs Arbeit und glaube er kann noch viele Erfolge als Trainer feiern, gerne eines Tages mit mehr Erfahrung wieder bei der Eintracht.
Ich finde eigentlich hat ganz gut zu uns gepasst, allerdings war der Fußball nicht immer emotional und dreckig genug für die Eintracht. Und dass jetzt die Abwehr gar nicht mehr funktioniert hat, war halt auch größtenteils seine Verantwortung und er hat keine Antworten darauf gefunden. Logische Konsequenz also.
#
yeboah1981 schrieb:

Wenn man das Umfeld nicht mehr hinter sich hat, ist es sowieso immer die richtige Entscheidung. Und ich bin froh, dass sich das jetzt nicht ewig hingezogen hat. Alles in allem bin ich aber trotzdem ganz zufrieden mit DTs Arbeit und glaube er kann noch viele Erfolge als Trainer feiern, gerne eines Tages mit mehr Erfahrung wieder bei der Eintracht.
Ich finde eigentlich hat ganz gut zu uns gepasst, allerdings war der Fußball nicht immer emotional und dreckig genug für die Eintracht. Und dass jetzt die Abwehr gar nicht mehr funktioniert hat, war halt auch größtenteils seine Verantwortung und er hat keine Antworten darauf gefunden. Logische Konsequenz also.


So sachlich und unemotional sich das liest, beschreibt es dennoch sehr gut meine Sichtweise.
Ich mag Dino wirklich sehr und ich hätte gerne noch mehr Erfolg mit ihm gehabt, als ohnehin schon.

Ich erinnere mich, dass es zu Beginn seiner Zeit bei uns so schien, als ob er die Abwehr stabilisieren würde, die unter Glasner schon derbe Mängel hatte.
Im Laufe der Zeit wurden wir vorne stärker und stärker, haben die Defensive aber völlig verloren. Zu Beginn dieser Saison haben wir losgelegt wie die Feuerwehr und es schien, als könnten wir richtig durchstarten. Als es 6:0 in Gladbach stand, dachte ich noch: "Scheiße man - das wird etwas ganz Großes!".
Danach brach eine Lawine des  Niedergangs los. Es ist nur konsequent, dass versucht wird, diesen zu stoppen.
#
Diegito schrieb:

Er hatte hier nie den Kredit wie es andere Trainer hatten, aus unerfindlichen Gründen.
Alles in allem hat er aber gute Arbeit abgeliefert.


Wir haben es leider nie geschafft in dieser Saison in einen Lauf zu kommen.
Das 3:3 gegen den BvB war bezeichnend. Da ein 3:2 nach Hause bringen wo man das Spiel gedreht hat....

Ich bin immer noch fest überzeugt, dass wenn wir gegen Gladbach den Elfer bekommen und es steht dann 7:0 gibt es keine Aufholjagd und diese Grundlage an Selbstverständlichkeit geht nicht flöten.

Für mich war Bremen relevant, weil es eben nicht ein Spitzenverein war (dass Bremen den BvB 45 Minuten hergespielt hat, nur ohne das Tor zu treffen, klammere ich mal aus, weil am Ende nicht relevant genug)

Was Dino verlangt ist definitiv nicht zu kompliziert, das ist Käse, das sind stinknormale Abläufe, die Fußballer, die auf europäischem Level spielen wollen und Nationalspieler sind hinbekommen müssen.
Ich erkenne auch nicht, dass die Spieler gegen den Trainer spielen. Persönlich wäre mir das inzwischen sogar lieber.

Fakt ist, wir haben Nationalspieler, die, wie korrekt von Krösche angemerkt, Fehler machen, die selbst im Jugendbereich nicht passieren dürfen.
Keine Ahnung, ob die Spieler übersteuern, es zu gut machen wollen, ihre eigenen Fähigkeiten zu oft überschätzen...

Am Ende bleibt halt nur eine Konsequenz, wenn grundlegende Fehler passieren.
Dino erkennt es ja, analysiert es ja korrekt und sagt ja ganz genau, wie es laufen müsste.
Bringt am Ende nur leider nichts, wenn die Spieler es Spiel für Spiel für Spiel nicht auf die Kette bekommen.

Persönlich kotzt es mich an, weil es eben für mich mehr Versagen der Spieler ist und dadurch auch ein Trainerwechsel ein absoluter Schuß ins Blaue wird...
Am Ende trägt der Trainer aber die Verantwortung und wir hatten gestern ein Spiel gegen eine Mittelklassemannschaft, wo wir ohne Torwartfehler teilweise hergespielt wurden und erfahrene Spieler zum xten Mal den selben Mist fabrizieren.

Den Kader können wir nicht wechseln...

Sehr schade, dass wir nie erfahren werden, wie eine Saison mit einem fitten Jonny gelaufen wäre, mit einem durchgehend fitten Uzun (der gestern auch  nur ein Schatten seiner selbst war) und mit dem einen oder anderen Quentchen Glück mehr.

Ich denke aber, dass wenn jetzt kein Wunder passiert, die Tage von Dino gezählt sind.
Nicht wegen der Punkte oder dem Tabellenplatz, sondern schlicht und einfach 20 Spielen, wo Nationalspieler wieder und wieder und wieder absolut horrende Böcke geschossen haben und trotz Identifikation der Fehler diese nicht abgestellt bekommen haben.
Und das ist am Ende des Tages eben Trainerverantwortung.

Mir wäre nur wohler, wenn ich mir sicher sein könnte, dass ein Trainerwechsel diese Böcke auch abstellt.
Nicht dass wir am Ende einen Wechsel wie beim BvB von Tersic zu Sahin vollziehen, wo ein großteil der Fans jubiliert und ein goldenes Zeitalter ausruft und der ganze Käse am Ende noch mehr gegen die Wand fährt.
Und eine weitere Erkenntnis muss sein, dass unsere "Leader" auf dem Feld ebenfalls in dieser Rolle absolut versagt haben und wir prüfen müssen, ob eben ein Theate, ein Koch oder auch ein Götze eine Zukunft bei uns haben.

Irgendwie surreal, dass die Abwesenheit von Jonny am Ende wohl zu 2 Trainerwechseln führen wird und 2 Vereine im Defensivkonstrukt komplett zusammengefallen sind, nachdem er nicht mehr auf dem Platz stand.
#
SemperFi schrieb:

Ich bin immer noch fest überzeugt, dass wenn wir gegen Gladbach den Elfer bekommen und es steht dann 7:0 gibt es keine Aufholjagd und diese Grundlage an Selbstverständlichkeit geht nicht flöten.

Wenn eine 6:0 Führung nicht verhindert, dass eine Mannschaft nachhaltig völlig in sich zusammenfällt, dann ist der Wurm im Apfel einfach zu groß.
#
Luzbert schrieb:

LaBoom schrieb:

Ich glaub das war grad die beste gegentor Analyse die ich jemals im Deutschen Fernsehen gesehen habe?!

Wen meinst Du?
Harnik?

ne, das Toppmöller Interview.
Fand das schon ziemlich gut Analysiert
#
LaBoom schrieb:

ne, das Toppmöller Interview.
Fand das schon ziemlich gut Analysiert

Ok, danke.
Das schaue ich mir morgen an
#
Ich glaub das war grad die beste gegentor Analyse die ich jemals im Deutschen Fernsehen gesehen habe?!
#
LaBoom schrieb:

Ich glaub das war grad die beste gegentor Analyse die ich jemals im Deutschen Fernsehen gesehen habe?!

Wen meinst Du?
Harnik?