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SGE59forever

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Dass sich alles ändern kann, weißt du? Von heute auf morgen. Auch im normalen Leben. So auch im Fußball. Das ist die höchste Liga, da reicht Routine nicht aus. Alles andere ist mutmaßlich. Da wissen wir nichts, ob da ein Knall stattgefunden hat oder sonst da was.
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Hahaha, das hört sich an wie Forrest Gump: das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt.
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Es wurde alles gesagt. Knappe Niederlage, der Auftritt war besser als gedacht und meine Prognose stimmt insofern, dass wir in den letzten Spielen kaum noch Punkte holen, einen hab ich getippt. Allerdings hätte ich gedacht, dass wir den gegen den HSV und nicht in Augsburg holen. Die Aufstellung hatte mich etwas verwundert. Jetzt bleibt nur edie Frage, ob AR sofort, nach Stuttgart oder gar nicht geht. A, B oder C? Wer hat denn eigentlich das mit den Endspiel verkündet? Kam das aus dem Mund von MK oder von den Medien?
Dass man nicht die ganze Mannschaft austauschen kann, dürfte auch klar sein.  Weil einige hier von Runderneuerung sprechen . Die meisten Spieler haben gültige Verträge und werden nur bei einem passenden Angebot gehen und wenn sie das möchten. Vertragsauflösungen wird es nicht geben.
Es ist jetzt wirklich spannend, wie es weitergeht und ich habe keine Ahnung. Ich hatte gestern gern einen Punkt mitgenommen, weil ich Dortmund absolut nicht mag und der Punkt auch möglich war. Aber was nicht ist, das ist nicht.
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Ich frage mich, was passiert ist in der Sommerpause 25.
Christensen, Koch, Theate, Brown. Bis auf Trapp und Tuta die gleiche Abwehr. Mittelfeld skhiri und Larsson wie in der Vorsaison.
Saison 24 25 46 Gegentore
Saison 25 26 63 Gegentore.
Was ist also in der Sommerpause 25 passiert?
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Jeder ball wird angenommen, dann geschaut, wo der Mitspieler steht, dann noch Mal geschaut und wieder zurück gespielt. Ich weiß doch vorher, wo mein Mitspieler steht und kann den Ball direkt weiterleiten. Bringt vor allem Tempo ins Spiel. Es ist langweilig.
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sgevolker schrieb:

Auf sportliche Fragestellungen erfolgt so gut wie nie eine passende Antwort. Im Grunde kann man sich die ganze PK sparen.

Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass AR die Sportreporter gleich am Anfang seiner Zeit bei uns darauf hingewiesen hat, dass es drei Dinge gibt, über die er auf einer Spieltags-PK nicht sprechen möchte: mit welcher Aufstellung er spielen wird, mit welcher Taktik er ins Spiel geht und gezielte Fragen zu einzelnen Spielern. Begründung: Er will dem Gegner nichts verraten (verständlich) und er will nicht über einzelne Spieler sprechen, weil ihm das Kollektiv (also die Mannschaft als Ganzes) wichtiger ist.

Als Sportreporter habe ich dann zwei Möglichkeiten:
1) Ich stelle Fragen zur Aufstellung, zur Taktik und zu einzelnen Spielern, um dann jedes Mal eine Abfuhr zu kassieren, eingeschnappt zu sein und dann über die "Dünnhäutigkeit" des Trainers zu schreiben, der ja immer allen Fragen ausweichen würde, die Presse auflaufen lässt und sich nicht kooperativ verhält.
2) Ich lasse mir einfach Fragen einfallen, die anders sind und bei denen AR auch was erzählen könnte.

Leider beschränken sich die Kollegen vor Ort in den PKs zumeist auf Punkt 1. Dabei gäbe es viele Fragen, die uns sicherlich alle interessieren und die ich auch direkt stellen würde (wenn ich noch als Sportreporter arbeiten würde). Hier mal nur ein paar Beispiele (von denen sich die hier mitlesenden Ex-Kollegen auch gerne inspirieren lassen dürfen):

1) Sie sagen oft, jedes Spiel verlange andere Lösungen. Woran erkennen Sie in den ersten 15 oder 20 Minuten, ob Sie und Ihre Mannschaft die richtige Lösung für dieses Spiel gefunden haben?

2) Was ist Ihnen aktuell wichtiger: dass Ihre Mannschaft in der Offensive mutiger wird oder dass sie in der Defensive stabiler steht?

3) Wenn Sie auf die vergangenen Wochen schauen: In welchem Bereich hat sich die Mannschaft sportlich am sichtbarsten entwickelt, auch wenn man es vielleicht nicht direkt an den Ergebnissen ablesen kann?

4) Sie sprechen von drei Endspielen. Wie verhindern Sie, dass aus dieser großen Bedeutung für den ganzen Klub eine Verkrampfung bei den Spielern entsteht?

5) Was muss Ihre Mannschaft grundsätzlich auf dem Platz zeigen, damit Sie nach dem Spiel sagen: Das war unabhängig vom Ergebnis ein Schritt in die richtige Richtung?

6) Wie messen Sie intern die Fortschritte in der Mannschaft, wenn die Tabelle oder die Ergebnisse vielleicht gerade nicht die ganze Wahrheit erzählen?

7) Gibt es aktuell eine Eigenschaft Ihrer Mannschaft, die Sie stärker sehen als vielleicht viele Beobachter von außen?

8) Was ist für Sie in dieser finalen Saisonphase am schwierigsten zu trainieren? Und worauf legen Sie aktuell den größten Fokus?

9) Wenn Sie den Fußball, für den Albert Riera steht, in nur drei Worten beschreiben müssten: Welche wären das — und worauf dürfen sich die Fans von Eintracht Frankfurt unter Ihrer Leitung in Zukunft sportlich am meisten freuen?

10) Wie zufrieden sind Sie mit der Punkteausbeute der Mannschaft, seitdem Sie hier Trainer sind?

Ich habe selbst damals viele PKs als Reporter besucht und hatte verschiedenste Trainer vor mir sitzen, die entweder gesprächig, plaudernd, reserviert, mürrisch, kurz angebunden, ausschweifend, einsilbig oder sarkastisch waren. Und als Reporter stellt man sich dann darauf ein und bereitet sich entsprechend vor. Oder halt auch nicht. Aber ganz ehrlich: Dann darf man sich nicht wundern, wenn der Trainer einem die eigenen Fragen (die er von vornherein schon ausgeschlossen hat) nicht so beantwortet, wie man das gerne hätte.
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Bravo! Hervorragender Beitrag. Vielen Dank.
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SGE59forever schrieb:

Bezieht sich deine Antwort auf meinen Post? Wenn ja, dann lies ihn bitte noch einmal durch. Ich habe weder etwas von Marios Haaren geschrieben, noch davon, dass alles mit X besser wird. Ich hatte geschrieben, dass Mario ideal in die Spielidee "Ball-Besitz-Fussball" passt. Und von 3 Trainern habe ich auch nichts geschrieben.


Tut er eben nicht.
Götze passt in der jetzigen Form nirgends rein und das sieht auch der Trainer so (ebenso wie seine beiden Vorgänger).

Mir scheint aber auch du hast nicht verstanden was man dir sagen wollte...
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Man will mir sagen, dass ihr zwei Fußball Experten seid und ich nicht.  Nun, da steht Aussage gegen Aussage.
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SGE59forever schrieb:

Wenn er wirklich dieses System spielen will, warum spielt dann Mario nicht? Immer in Bewegung, immer Anspiel bereit, Ball sicher und Pass sicher. Vielleicht einer der wenigen in der Mannschaft.
Rieras aussagen und die Wirklichkeit auf dem Platz, passen nicht zusammen.


Du hast diese Saison nicht viele Spiele von Götze gesehen?

Sorry, seit den neuen Haaren wirkt er wie eine schlechte Kopie.

Die Behauptungen, dass ja nur Spieler X spielen muss und alles wäre besser hat jeder Spieler absolut widerlegt.
Unter 3 Trainern.
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Bezieht sich deine Antwort auf meinen Post? Wenn ja, dann lies ihn bitte noch einmal durch. Ich habe weder etwas von Marios Haaren geschrieben, noch davon, dass alles mit X besser wird. Ich hatte geschrieben, dass Mario ideal in die Spielidee "Ball-Besitz-Fussball" passt. Und von 3 Trainern habe ich auch nichts geschrieben.
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Santos
Christensen koch amenda theat
Doan Larsson Brown Knauf
Kalimuendo Burkhardt
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Tschock schrieb:

philadlerist schrieb:

Oder kann das System auch mit nicht so ganz ballsicheren Spielern funktionieren. Sprich: verzeiht es Streuung?
[\quote]

Ich hab mich mal ne zeitlang für das Tiki Taka von Barca interessiert, weil ich dachte: 'Mensch, den Ball 5 m zum nächsten Mann spielen dürfte doch auch für andere Mannschaften nicht so schwer sein'
Dabei ist mir aufgefallen, was für eine immens hohe Laufleistung ALLER das erfordert, vor allem ohne Ball, und es muss traumwandlerisch sicher sein, wo die nächsten 3 Anspielstationen stehen/laufen.
D.h. für mich: Die Spieler müssen gar nicht so technisch perfekt sein (gut, die bei Barca waren es), sondern sie brauchen eine hohe Laufbereitschaft in einem lang eingeübten System.

[quote=philadlerist]
Denn wenn das erst alle unsere sicher talentierten Spieler lernen müssen, ist niemand auf dem Feld, an dem sie sich orientieren können.
[\quote]

Du meinst so jemanden wie Andrea Pirlo bei der EM 2016.
Da habe ich eine Doku gesehen, dass alle anderen Spieler sich immer daran orientiert haben, wo er gerade steht oder hinläuft. Das war wie eine Art Spinnennetz mit ihm in der Mitte. Aus der Totalen von oben war das schon krass anzusehen ...

[quote=philadlerist]
Noch lieber wäre mir allerdings, wenn Riera ein wenig aus seinem und Peps Schatten springen könnte und eine innovativere Version des System anpeilen würde: eine die ihm Ballbesitz und Kontrolle verspricht, aber eben auch schnelles Umschalten und die typische Eintrachtenergie beinhaltet.


Also in etwa so etwas wie die deutsche Nationalmannschaft 2010.
Aus dem eigenen (tiefen) Ballbesitz zu kontern.
Das war schon geil, braucht aber tatsächlich auch wieder einige sehr ballsichere Protagonisten wie damals Lahm, Özil oder Schweinsteiger ...


Oh, da hat die Formatierung nicht geklappt.
Bitte auch meine beiden anderen Kommentare lesen, die jetzt im zitierten Teil sind ...
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Wenn er wirklich dieses System spielen will, warum spielt dann Mario nicht? Immer in Bewegung, immer Anspiel bereit, Ball sicher und Pass sicher. Vielleicht einer der wenigen in der Mannschaft.
Rieras aussagen und die Wirklichkeit auf dem Platz, passen nicht zusammen.
Seine Art der Pressekonferenz ist mir egal, sein Verhältnis zu den Spielern kann ich nicht beurteilen, bin nicht dabei.
Aber was ich auf dem Platz sehe, passt nicht zum Anspruch und aussagen.
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Aktuell gibt es für das Spiel gegen Häcken nur noch Stehplätze. Aber generell kann man natürlich auch Sitzplätze ordern, wenn noch verfügbar.
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Schade und danke für die Info.
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Gibt es für die Spiele am Brentanobad nur Stehplatz Tickets zu kaufen?
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Ich denke man kann insgesamt ganz zufrieden mit dem Auftritt sein. Insbesondere angesichts der diesjährigen Topform der Bayern und den aktuellen Verletzungssorgen bei unserer Eintracht. Vor allem aus dem Auftritt in der zweiten Halbzeit werden die Jungs sicher viel Positives ziehen können. Dass die Bayern am Ende sogar auf Zeit gespielt haben, ist ein gutes Zeichen. Die Mannschaft ist nach den Rückschlägen dieses Mal nicht auseinandergefallen, sondern hat Moral bewiesen und zum Ende hin auch noch mal guten Fußball gezeigt.

Ich finde auch, dass man es defensiv durchaus über die gesamte Spielzeit recht gut verteidigt und kompakt gehalten hat. Aus dem Spiel heraus hatten die Bayern jetzt nicht übermäßig viele Großchancen. Das zeigt letztendlich auch der xGoal-Wert, bei dem wir (natürlich auch dank des Elfmeters) auf einem ähnlichen Niveau wie die Bayern lagen. Da ist defensiv schon recht viel aufgegangen, auch wenn es wie zuletzt gegen Gladbach dann teilweise mit sechs Mann in der letzten Linie und vielen Mann-gegen-Mann Duellen verteidigt wurde. Die individuellen Fehler wurden ebenfalls weiter minimiert, lediglich Skhiri nahm in der ungewohnten Rolle einige Male zu viel Risiko.

Dafür hat dann aber beim dritten Gegentor wieder jemand vor der Abwehr gefehlt, der Druck auf den ballführenden Spieler des Gegners ausübt. Wobei du in dem Fall natürlich den Ball vorher kurz vor dem eigenen Strafraum selbst noch verlierst. Kane setzt dir mit seiner Schusstechnik einen freien Abschluss leider auch aus 25 Metern genau neben den Pfosten. Umso ärgerlicher dann, dass die ersten beiden Gegentore wieder einmal aus Standards resultieren. Beim ersten Gegentor kann ich auch als großer Befürworter Kaua nicht aus der Verantwortung nehmen. Vielleicht sieht er den Ball erst spät und der Rasen ist nass, aber wenn du beide Hände an so einen Ball bekommst, musst du ihn auch halten. Man darf aber auch kritiseren, dass der Rest der Mannschaft zu zögerlich auf den zweiten Ball rausrückt.

Wie man jedoch beim zweiten Gegentor eine Verantwortung bei Kaua sieht, ist mir rätselhaft. Klar läuft er um den blockenden Gegenspieler herum, aber aus der Distanz ist es fast egal wo er auf der Linie steht. Das war schlichtweg schlecht verteidigt. Wir haben den Raum vor dem Fünfer doppelt besetzt, aber keiner bewegt sich Richtung Ball, sodass Stanisic den mit zehn Metern Anlauf verlängern kann. Und Kane setzt sich inmitten von drei Gegenspielern auch so weit ab, dass er unbedrängt zum Kopfball kommen kann. Ich meine, dass Riera nach dem zweiten Gegentor auch einen bösen Blick in Richtung Bank geworfen hat. Das war viel zu einfach. Gerade weil wir jetzt bei Eckbällen weniger im Raum verteidigen und eigentlich den Gegnerkontakt durch die gesamte Situation hinweg halten wollen.

In der ersten Halbzeit ging offensiv natürlich nicht viel, auch wenn Bahoya zumindest in Ansätzen gefährlich wurde. Die Situationen scheiterten aber auch daran, dass er vorne allein auf weiter Flur stand und überhaupt keine Anspielstation gehabt hätte. Da war nach den Einwechslungen von Burkardt und Kalimuendo sofort ein anderer Zug und eine andere Präsenz drin. Burkardt ist als Anläufer wirklich unglaublich wertvoll, während sich Kalimuendo trotz seiner Statur auch im Zweikampf behaupten und mit seinen Dribblings einen Gegenspieler aussteigen lassen kann. Dass beide sofort im Spiel waren, gibt Hoffnung für die nächste Zeit. Da kommen die machbaren Spiele, wo wir diese Durchschlagskraft vorne benötigen. Vielleicht sind bis nächste Woche auch Uzun und Ebnoutalib schon wieder zurück.
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Danke, da habe ich das gleiche Spiel wie du gesehen. Nur Skhiris Aktion habe gefeiert. Gut, nicht als Trainer, aber als Zuschauer sah es schon geil aus, als die beiden Bayern Spieler ins Leere liefen.
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Fünf bis sieben Jahrhunderte nach unserer Zeitrechnung wurde im fernen Indien die Null als vollwertige Zahl mit mathematischen Eigenschaften entwickelt. Ihr Einfluss war bahnbrechend und fand schnell breite Verwendung in den Naturwissenschaften, Kultur und Sport. Doch für den Frankfurter von Welt galt sie seit geraumer Zeit als verschollen.

Im Herzen von Europa war finsteres Mittelalter.

Am heutigen Tage geschah die lang ersehnte Sensation: Einem jungen Team von Ballforschern rund um den spanischen Teamleiter Albert Riera gelang die Wiederentdeckung. Im Frankfurter Stadtwald konnte die Null wieder ausgegraben werden. Sie hatte zwar ein paar Kratzer abbekommen, doch ist sie noch voll funktionsfähig. Schnell war man sich einig: Sie soll nicht ins Museum verbracht werden, sondern sowohl bei Expeditionsreisen wie auch bei heimischen Studien wieder ein steter Begleiter sein.
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Egal wie oder warum - ich gönne es ihm einfach!
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👍👏
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SGE59forever schrieb:

Hier wird viel von der Abwehr geredet, die sicherlich unzuverlässig ist, aber bitte nicht schlecht.



Deine positive Worte in Ehren.
Aber bei aller Liebe, wir haben mit 33 Gegentoren mittlerweile mit Abstand die 2 meisten Gegentore bekommen in der Liga. Da soll man ruhig bleiben und es nicht schlecht sehen.
Wir verschenken wieder 2 Punkte, weil wir es nichtmal schaffen beschissene 4 Minute eine Führung über die Zeit zu retten. Das ist in meinem Augen amateurhaft.
Wir haben uns gestern ein gutes Spiel in  4 Minuten mit perfekten  Ausgang für uns versaut. Zumal uns der BVB auch so mies aus dem Pokal geworfen hat, wäre das die perfekte Revanche gewesen.
Das kann mal vorkommen, aber eben nicht so oft wie bei uns in dieser Saison, wenn man in Zukunft auch international spielen möchte. Ich bin weiterhin stinksauer und möchte sowas nicht schön reden.
Es gab positive Dinge am gestrigen Abend, aber nicht die Abwehrleistung.
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Lieber Hyundai i30,
dein Beitrag macht auf mich den Eindruck, dass dir deine Lieblingsmannschaft (insbesondere die Abwehr) in deinen Augen "amateurhaft" DEINE Rache an den Dortmundern genommen hat.
Es ist (und für das, was jetzt kommt, zahle ich gerne €5,00 ins Phrasenschwein) nur ein Spiel, kein persönlicher Rachefeldzug.
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Es war einfach ein klasse Spiel.
Für mich Mann des Spiels Arthur. Wie der den Dortmundern auf den Sack gegangen ist bzw. ihnen die Bälle weggegrätscht hat. Super. Und sich dann sofort mit Süle anlegt, als der Knauf umnockt. Großartig.
Gestern nur im Fernsehen gesehen und die Stimmung nicht so richtig mitbekommen, weil ich den Ton wegdrehen musste. Gegen Mainz war ich mal wieder im Stadion und es hat viel Spaß gemacht, die Atmosphäre zu erleben.
Hier wird viel von der Abwehr geredet, die sicherlich unzuverlässig ist, aber bitte nicht schlecht.
Manche Entscheidungen ärgern mich auch, aber ich mache auch nicht alles richtig und habe bei meinen Entscheidungen viel mehr Zeit.
Es sind nicht immer die Spieler, es ist das System und da liegt das Toppmöller Problem. Er ist immer noch am Experimentieren. Das kann man bemängeln, aber ändert nichts am Kader. Die Eintracht und Toppmöller hatten ein Sturmproblem, weil außer Burkhardt und Knauf kein weiterer Stürmer für das System Eintracht da war.
Also mussten auch 8er und 6er offensiver agieren, das führte dazu, dass gegen Union drei Tore fielen und gegen Mainz null. (Nun gut beim Spiel gegen Mainz habe ich zwei Mannschaften gesehen, die die Hosen gestrichen voll hatten). Gegen Mainz wurde nach der Devise gespielt, hinten null und vorne hilft uns der liebe Gott (Gott hatte keine Zeit, da hat Doan ausgeholfen). Entweder wir spielten auf null, dann passierte vorne nichts oder wir spielen auf Tore, dann kann (und leider ist) hinten viel passieren. Weil die Abwehr permanent überlastet war, sicherlich auch, weil für dieses System entweder mehr Druck in der Offensive notwendig ist oder ein geiler 6er fehlt.
Aber geiler 6er. Das sind Jungs, die überall auf der Welt neben den kaltblütigen Knipsern gesucht werden wie seltene Erden. Und das bedeutet, dass sie genauso teuer sind. Nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Unterhaltung. Wie soll die Eintracht solche Spieler bekommen, wenn sie anderswo das Vier- bis Fünffache verdienen?
Ich schweife ab.
Santos war am Anfang noch ein wenig nervös, aber wurde im Laufe des Spiels immer entspannter und hat zum Schluss sogar mal gelächelt. In jedem Fall eine Klasse besser als Zetterer, weil er bei hohen Bällen auch mal die Grundlinie verlässt und einen Ball fängt.
Die Abwehr sehr solide und jetzt die Überraschung bis auf Überflieger Real Madrid Brown. Der Bub ist aber erst 22 (aber wird schon als nächster Verkaufskandidat gehandelt. Aber für einen Verein wie Real braucht es schon eine überragende Saison oder zwei). Klar hat er Olise und Jamal abgekocht, aber Ryerson ist kein Trickser. Und dieser Schlotterbeck mit seinen präzisen Diagonalbällen (Eintracht Herz abschalten) ist schon ein Wahnsinnskicker, na ja, deshalb spielt er auch in der Nationalmannschaft. Ist Bayern an ihm interessiert. Aber er kann auch eine richtige Drecksxx sein. Fand ich gut, wie Kali im gleich gezeigt hat, dass er mitspielt und Schlotterbeck den sterbenden Schwan gegeben hat.
Brown kam mit Antritt und Power von Ryerson (Nationalspieler) nicht zurecht, aber wen sollte Toppmöller sonst dahinstellen? Und das erste Tor von Dortmund war schon ein Klasse Move von Beier. Ist der nicht auch Nationalspieler?
Was hier nicht so erwähnt wird ist die Leistung von den beiden Buben im zentralen Mittelfeld, Larsson (21) und Hojlund (21). Die beiden haben unauffällig, aber mit riesigem Einsatz das zentrale Mittelfeld gegen Nmecha und Sabitzer (ich glaube, auch beides Nationalspieler) verteidigt. Nach der Auswechslung von Hojlund konnte Dahoud diese Lücke nicht so gut schließen. Aber sein Tor war wunderschön.
Doan ackerte und hielt mit Kristensen die Seite gut zu. Knauf schaffte es auf links, immer wieder für ein wenig Entlastung zusammen mit Brown zu sorgen.
Younes!!! Der ist von der ersten Minute an die Dortmunder Kanten angerannt und hat sie genervt. So genervt, dass zwei von ihnen jeder eine Gelbe mit nach Dortmund nimmt. Aber das hat der Junge auch in der zweiten Halbzeit gemacht. Toppmöller meinte, der Junge sei fit. Der war fit wie zwei Turnschuhe.
Den zusammen mit Burkhardt vorne drin, dazu Knauf und Doan, die permanent die gegnerische Abwehr anlaufen, darauf bin ich sehr gespannt.
Das erste Dortmunder Tor war schon gut gespielt. Das zweite war ein Klickertor, von diesem Kaliber gehen von 10 Schüssen 8 vorbei, einer gegen den Pfosten und einer gegen den Innenpfosten.
Das dritte Dortmunder Tor sieht Koch ein wenig unglücklich aus, aber 8 von 10 fallen nicht dem Stürmer überrascht vor die Füße.
Aber der Kopfball von Schlotterbeck an die Latte, da würde ich schon sagen, dass 8 von 10 reingehen.
Apropos Kopfball. Ebnoutalib ist kein Filigrantechniker, war Horst Hrubesch auch nicht. Aber sein Kopfball knapp neben den Pfosten war schon seine erste Duftmarke. Beim Tor haben sich die Kanten nichts mehr getraut, hatten ja schon gelb. Dann aber einfach mal draufgehalten vom Bub, war schon klasse.
Seid nicht so streng mit der Mannschaft und dem Trainer (obwohl ich mich auch oft ärgere, wen er auswechselt und wann er einwechselt). Alle noch jung (auch der Trainer), aber sie sind fleißig und geben sich Mühe.
An dem Spiel gestern werden sie sich messen lassen müssen, da haben sie gezeigt, was sie können. War ein geiler Kick.
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Ganz vergessen. Ich sehe Mario sehr gerne spielen, aber nicht als Einwechselspieler. Er muss von Anfang an spielen oder gar nicht. Denn Uzun macht das schon sehr, sehr gut. Hatte aber am Anfang auch Probleme mit der Dortmunder Härte.
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Es war einfach ein klasse Spiel.
Für mich Mann des Spiels Arthur. Wie der den Dortmundern auf den Sack gegangen ist bzw. ihnen die Bälle weggegrätscht hat. Super. Und sich dann sofort mit Süle anlegt, als der Knauf umnockt. Großartig.
Gestern nur im Fernsehen gesehen und die Stimmung nicht so richtig mitbekommen, weil ich den Ton wegdrehen musste. Gegen Mainz war ich mal wieder im Stadion und es hat viel Spaß gemacht, die Atmosphäre zu erleben.
Hier wird viel von der Abwehr geredet, die sicherlich unzuverlässig ist, aber bitte nicht schlecht.
Manche Entscheidungen ärgern mich auch, aber ich mache auch nicht alles richtig und habe bei meinen Entscheidungen viel mehr Zeit.
Es sind nicht immer die Spieler, es ist das System und da liegt das Toppmöller Problem. Er ist immer noch am Experimentieren. Das kann man bemängeln, aber ändert nichts am Kader. Die Eintracht und Toppmöller hatten ein Sturmproblem, weil außer Burkhardt und Knauf kein weiterer Stürmer für das System Eintracht da war.
Also mussten auch 8er und 6er offensiver agieren, das führte dazu, dass gegen Union drei Tore fielen und gegen Mainz null. (Nun gut beim Spiel gegen Mainz habe ich zwei Mannschaften gesehen, die die Hosen gestrichen voll hatten). Gegen Mainz wurde nach der Devise gespielt, hinten null und vorne hilft uns der liebe Gott (Gott hatte keine Zeit, da hat Doan ausgeholfen). Entweder wir spielten auf null, dann passierte vorne nichts oder wir spielen auf Tore, dann kann (und leider ist) hinten viel passieren. Weil die Abwehr permanent überlastet war, sicherlich auch, weil für dieses System entweder mehr Druck in der Offensive notwendig ist oder ein geiler 6er fehlt.
Aber geiler 6er. Das sind Jungs, die überall auf der Welt neben den kaltblütigen Knipsern gesucht werden wie seltene Erden. Und das bedeutet, dass sie genauso teuer sind. Nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Unterhaltung. Wie soll die Eintracht solche Spieler bekommen, wenn sie anderswo das Vier- bis Fünffache verdienen?
Ich schweife ab.
Santos war am Anfang noch ein wenig nervös, aber wurde im Laufe des Spiels immer entspannter und hat zum Schluss sogar mal gelächelt. In jedem Fall eine Klasse besser als Zetterer, weil er bei hohen Bällen auch mal die Grundlinie verlässt und einen Ball fängt.
Die Abwehr sehr solide und jetzt die Überraschung bis auf Überflieger Real Madrid Brown. Der Bub ist aber erst 22 (aber wird schon als nächster Verkaufskandidat gehandelt. Aber für einen Verein wie Real braucht es schon eine überragende Saison oder zwei). Klar hat er Olise und Jamal abgekocht, aber Ryerson ist kein Trickser. Und dieser Schlotterbeck mit seinen präzisen Diagonalbällen (Eintracht Herz abschalten) ist schon ein Wahnsinnskicker, na ja, deshalb spielt er auch in der Nationalmannschaft. Ist Bayern an ihm interessiert. Aber er kann auch eine richtige Drecksxx sein. Fand ich gut, wie Kali im gleich gezeigt hat, dass er mitspielt und Schlotterbeck den sterbenden Schwan gegeben hat.
Brown kam mit Antritt und Power von Ryerson (Nationalspieler) nicht zurecht, aber wen sollte Toppmöller sonst dahinstellen? Und das erste Tor von Dortmund war schon ein Klasse Move von Beier. Ist der nicht auch Nationalspieler?
Was hier nicht so erwähnt wird ist die Leistung von den beiden Buben im zentralen Mittelfeld, Larsson (21) und Hojlund (21). Die beiden haben unauffällig, aber mit riesigem Einsatz das zentrale Mittelfeld gegen Nmecha und Sabitzer (ich glaube, auch beides Nationalspieler) verteidigt. Nach der Auswechslung von Hojlund konnte Dahoud diese Lücke nicht so gut schließen. Aber sein Tor war wunderschön.
Doan ackerte und hielt mit Kristensen die Seite gut zu. Knauf schaffte es auf links, immer wieder für ein wenig Entlastung zusammen mit Brown zu sorgen.
Younes!!! Der ist von der ersten Minute an die Dortmunder Kanten angerannt und hat sie genervt. So genervt, dass zwei von ihnen jeder eine Gelbe mit nach Dortmund nimmt. Aber das hat der Junge auch in der zweiten Halbzeit gemacht. Toppmöller meinte, der Junge sei fit. Der war fit wie zwei Turnschuhe.
Den zusammen mit Burkhardt vorne drin, dazu Knauf und Doan, die permanent die gegnerische Abwehr anlaufen, darauf bin ich sehr gespannt.
Das erste Dortmunder Tor war schon gut gespielt. Das zweite war ein Klickertor, von diesem Kaliber gehen von 10 Schüssen 8 vorbei, einer gegen den Pfosten und einer gegen den Innenpfosten.
Das dritte Dortmunder Tor sieht Koch ein wenig unglücklich aus, aber 8 von 10 fallen nicht dem Stürmer überrascht vor die Füße.
Aber der Kopfball von Schlotterbeck an die Latte, da würde ich schon sagen, dass 8 von 10 reingehen.
Apropos Kopfball. Ebnoutalib ist kein Filigrantechniker, war Horst Hrubesch auch nicht. Aber sein Kopfball knapp neben den Pfosten war schon seine erste Duftmarke. Beim Tor haben sich die Kanten nichts mehr getraut, hatten ja schon gelb. Dann aber einfach mal draufgehalten vom Bub, war schon klasse.
Seid nicht so streng mit der Mannschaft und dem Trainer (obwohl ich mich auch oft ärgere, wen er auswechselt und wann er einwechselt). Alle noch jung (auch der Trainer), aber sie sind fleißig und geben sich Mühe.
An dem Spiel gestern werden sie sich messen lassen müssen, da haben sie gezeigt, was sie können. War ein geiler Kick.
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Ich glaube, für mich die traurigste Realisierung war, dass ich nach diesem Ergebnis nicht mal wütend oder enttäuscht bin. Man nimmt’s halt einfach hin.

Ich weiß nicht, wieso; es ist schwierig, da irgendeinen spezifischen oder konkreten Grund herauszukristallisieren. Aber seit Dino die Mannschaft trainiert, befindet sich mein “Hunger” auf Fußball in einem stetigen Sinkflug. Das müssen ja nicht mal unbedingt die Leistungen sein - wir haben uns immer noch für die CL qualifiziert - aber mir wird ein bisschen klar gerade, wie glücklich wir uns schätzen können, dass wir jüngst Trainer wie Kovac, Hütter und Glasner hatten; und das auch noch hintereinander.

Was für eine Aura die ausgestrahlt haben, wie viel Feuer die gezeigt haben, wie sehr die sich mit dem Verein identifiziert und ihn doch - oder vielleicht deswegen - tiefst mit ihrem eigenen Fingerabdruck geprägt haben. Auch mit denen hatten wir Höhen und Flauten, wie jetzt mit Dino; und auch auf die war man durchaus mal wütend; aber es war trotzdem viel einfacher, am nächsten Tag einfach den Mund abzubudze und sich direkt auf das nächste Spiel zu freuen.

Ich habe an Dino zwischenmenschlich echt nichts auszusetzen. Er wirkt auf mich immer wie ein total korrekter Typ, ich bin mir sicher, dass er sich mit den Spielern gut versteht, und ich habe auch nicht das Gefühl, dass er keinen Bock auf seinen Job hat. Aber irgendwie liegt darin vielleicht die Wurzel der Wahrheit: es fühlt sich so an, als wär’s für ihn halt ein “Job.” Und es geht jetzt auch nicht darum, dass hier jeder Trainer auch umsonst arbeiten wollen muss, damit er akzeptabel ist - bei aller Fußballromantik ist das am Ende des Tages auch ein Job. Aber für obengenannte Ex-Trainer fühlte es sich trotzdem immer so an, als wäre es für sie nicht nur ein Job; als wäre da noch mehr.

Kovac, der aus der Asche wieder einen Phönix - nein, Adler - großzieht und uns zum Abschied gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber den Pokal und den Startschuss für unsere sagenhafte jahrelange Europaodyssee holt. Hütter, der eine so willensstarke, leidenschaftliche und zutiefst brennende Mannschaft auf den Platz bringt, dass sie sich wiederholt und entgegen aller Wahrscheinlichkeit bis ins Halbfinale der EL kämpft, auf dem Platz schwitzt, blutet und weint, und in tragischster Manier und nach bitterem Kampf bis zur letzten Sekunde aus dem Wettbewerb ausscheidet. Glasner, der mit uns den größten Triumph seit 40 Jahren feiert, der diesen Verein lebt und liebt, der sich immer schützend und gegen die Presse beißend vor die Mannschaft stellt, bis zu dem Punkt, wo er über das Ziel hinausschießt. Und das alles ungefähr jeweils in der selben Zeit, die Dino jetzt bei uns hatte.

Ich weiß nicht. Vielleicht sind da auch rosafarbene Brillengläser im Spiel und ich bausch die letzten Jahre zu sehr auf. Am Ende ist es auch mein eigenes Problem. Aber die Zahl der Spiele, deren Ergebnisse ich nur nach Google-Suche erfahre und kurz abnicke, steigt diese Saison erneut stetig an. Und was auch immer die Gründe sein mögen, ist das meine Realität.
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Vielen Dank.
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Lattenknaller__ schrieb:

brockman schrieb:

Und man sollte schon anerkennen, dass der Lauf durch die Europa League 2021/22 für unsere Kragenweite ein absolutes "Once in a lifetime"-Ereignis war, das so oder ähnlich vermutlich nicht mehr wiederkommen wird.

dem 2018/19er-ritt durch die el mit der büffelherde hat halt der ultimative erfolg in form des titels gefehlt, aber ansonsten schätze ich persönlich selbigen sehr hoch ein, weil wir auf dem weg ins halbfinale lauter eigentlichen cl-clubs  furios paroli geboten bzw. sogar mal den po versohlt haben...



Ja, klar. Weil wir eben davor jahrelang nicht europäisch gespielt hatten. Und jeder danach gelechzt hatte. Gerade WEIL das so etwas besonderes war, hatten auch Trainer und Team den Fokus auf den europäischen Wettbewerb gelegt. Und damit ist man in der EL weitergekommen als gedacht, was ja auch Euphorie auslöst.
War das klug? War das nachhaltig? Nuja... es war primär erst einmal was für die Fan-Seele. 13/14 waren magische europäische Spiele, mit 12.000 Mann in Orange in Bordeaux.... und die 36 Punkte in der Liga hätten in manch anderen Saisons auch für einen Abstieg gelangt. 18/19 war der von dir angesprochene Ritt mit der Büffelherde durch die EL... der hatte dermaßen viel Kraft gekostet, dass wir eine weitere europäische Teilnahme für die nächste Saison fast verbockt hatten. Wir hatten es eigentlich schon verbockt und wurden einzig und allein noch von Mainz gerettet, die dann noch Hoffenheim zerlegt hatten. Fucking "Das Gras ist grüner"-Mainz! Und 21/22 hatten wir das große Glück des EL-Siegs... denn mit 42 Punkten und Platz 11 in der BuLi hatten wir eine Ausbeute, die eher zur Pre-2016-Phase gepasst hätte.

Was wir nun halt treiben, ist der Fokus auf alle Hochzeiten, auf denen wir nun tanzen. So kommt dann halt auch einmal ein Platz 3 und eine CL-Teilnahme zustande, um überhaupt Partien gegen Barca, Liverpool und Neapel spielen zu können, über die wir uns dann im Nachhinein beklagen und sagen dürfen: "Früher hat mich das noch mehr begeistert."
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Um den Gedanken fertig zu führen: Unsere Duelle gegen den BVB fühlen sich oft an, wie eine Metapher für das (Arbeits)Leben - unabhängig von Kampf, Grind und Hustle, am Ende siegt die Aktiengesellschaft und sei es durch die unsichtbare Hand.
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😃👍
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Ich denke nicht, dass Krösche innerhalb der Bundesliga wechselt. wenn er denn wechselt, dann sicher in die PL.