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Tube

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Ja, wirkt nicht immer sonderlich sinnig, wie in Sachen Quarantäne entschieden wird.
Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass das in letzter Konsequenz die Gesundheitsämter entscheiden.
Seltsame Quarantäneregeln sind aber nun auch kein Alleinstellungsmerkmal des Fußballs.

Die Tochter eines Bekannten ist in Quarantäne, es gab einen Fall in ihrer Klasse. Sie wurde als Kontaktperson in Quarantäne geschickt. Allerdings ohne Test, mit der Begründung Inkubationszeit. 4 Tage später wollte sie sich testen lassen. Durfte sie aber nicht. Bei ihrem Hausarzt lag ein Brief des Gesundheitsamtes, dass sie nicht getestet werden darf, weil sie unter Quarantäne steht und das Haus nicht verlassen darf.
Der Rest der Familie darf übrigens machen und tun was sie wollen.
Anderer Fall, aber auch insgesamt keine ganz schlüssige Quarantäneregelung, finde ich.

In Krankenhausbetrieben werden teilweise "Kontaktpersonen" in eine "Arbeitsquarantäne" geschickt. Sie dürfen nur zum Arbeiten das Haus verlassen. Wenn sie Kinder unter 14 Jahren haben, werden diese in Quarantäne geschickt. Wer betreut die dann eigentlich, wenn sie zu Hause bleiben müssen, das Elternteil aber weiter arbeiten gehen muss?

Es ist doch so vieles inkonsequent, wenn man es sich genauer anschaut. Ist von euch mal jemand in der Coronazeit geflogen? Da wird mit Abstand geboarded, nur um dann in einem voll besetzenden Flieger zu sitzen. Eng gequetscht wie eh und je.

Alles in allem habe ich beim Fußball allerdings schon das Gefühl, dass die Gesundheitsämter in Deutschland da bisher einen guten Job gemacht haben. Scheint schon immer einigermaßen die Richtigen mit Quarantäne getroffen zu haben, wenn man sich die Testreihen der Kollegen in der Folgezeit so anschaut.

Interessant finde ich aktuell die Thematik rund um Kapazitätsengpässe in Test-Laboren. Das könnte noch Auswirkungen haben. Der DFB hat für die 3.Liga und die Frauenbundesliga die Testmodalitäten schon leicht abgeändert.
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Tube schrieb:

reggaetyp schrieb:

Mitarbeiter der TV-Produktionen dürfen gar nicht ins Stadion, wenn sie sich innerhalb der letzten Tage vor dem Spiel innerhalb eines Risikogebietes aufhielten (Inzidenz  35 und höher pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche).

Aus dem Hygienekonzept der DFL.

Das ist offenbar für das kommende Woche vielerorts außer Kraft gesetzt.

Das Konzept war in der bisherigen Form in Teilen ja auch irgendwie "zu arg".

"14 Tage vorher in keinem Risikogebiet". Dieser Passus würde aktuell kaum eine Produktion ermöglichen. Wobei in Einzelfällen mit einem "aktuellen" negativen Covid-Test gearbeitet werden durfte, auch wenn man sich in den 14 Tagen vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Selbst wenn ich selbst in keinem Risikogebiet wohne. Reicht ja, wenn ich zum Arbeiten nach Frankfurt, Stuttgart oder Mainz fahre. Theoretisch dürfte ich dann für 14 Tage nicht mehr beim Fußball arbeiten.

Nach dem alten Konzept dürfte aktuell ein Mainzer Kollege am Wochenende in Mainz beim Heimspiel nicht arbeiten. Und alle anderen, die dort arbeiten dürften, dürften ab dem Spiel für 14 Tage nirgendwo mehr arbeiten.

Das macht so ja auch wirklich keinen Sinn. Auf dem Sicherheitsniveau arbeitend, dürfte in keinem einzigen Laden, in keiner Firma in irgendeinem Risikogebiet noch gearbeitet werden.

Schnelltests halte ich ehrlich gesagt für übertrieben. Bisher sind Fußballproduktionen nicht für Infektionstreiber bekannt. Ein Teil der Crew bewegt sich beim Arbeiten sowieso nur an der frischen Luft. Gibt Orte, an denen solche Testkapazitäten vermutlich besser aufgehoben sind.

Ich kann deine Position ohne wenn und aber nachvollziehen.
Aber es bleiben halt einige Fragen offen:
Wer hat jetzt aufgrund welcher Erkenntnisse das Konzept so angepasst, dass die Berichterstattung weitergehen kann?
Wer genehmigt das, und hat sich die Lage dementsprechen geändert, dass das genehmigungsfähig ist?
Was heißt das im Umkehrschluss für Menschen, die z.B. eine Ferienwohnung in Meck-Pomm nicht beziehen dürfen, die im Zweifel noch viel weniger Kontakt zu anderen Menschen haben als z.B. ein Reporter bei einem Bundesligaspiel?

So lange das einfach so von der DFL bzw. ihrer TV-Tochter kommuniziert wird, frage ich mich, wie das einfach so gemacht werden darf.
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reggaetyp schrieb:

Ich kann deine Position ohne wenn und aber nachvollziehen.
Aber es bleiben halt einige Fragen offen:
Wer hat jetzt aufgrund welcher Erkenntnisse das Konzept so angepasst, dass die Berichterstattung weitergehen kann?
Wer genehmigt das, und hat sich die Lage dementsprechen geändert, dass das genehmigungsfähig ist?
Was heißt das im Umkehrschluss für Menschen, die z.B. eine Ferienwohnung in Meck-Pomm nicht beziehen dürfen, die im Zweifel noch viel weniger Kontakt zu anderen Menschen haben als z.B. ein Reporter bei einem Bundesligaspiel?

So lange das einfach so von der DFL bzw. ihrer TV-Tochter kommuniziert wird, frage ich mich, wie das einfach so gemacht werden darf.

Hi
Ich nehme an, es war mehr oder weniger so einfach: die DFL hat das ursprüngliche Konzept aufgestellt und nun verändert.
Die Erkenntnis dürfte wohl einfach die gewesen sein, dass sie so keine Übertragung ihrer Spiele realisieren können. Ich habe mich gewundert, dass das jetzt so kurzfristig gelöst wurde. Die Fragen stehen seit Wochen im Raum.

Vermutlich kann da nun auch kein Gesundheitsamt was gegen haben, da die grundsätzlichen Corona-Arbeitsschutzbestimmungen immer noch übererfüllt sein dürften. Das ist aber eine reine Spekulation meinerseits.

Kollegen aus Risikogebieten sollen wohl eine "Sonderbehandlung" erfahren und besonders viel Risikovermeidung betreiben. Aber ich weiß auch noch nix genaues.

Für Meck-Pomm Urlauber heißt das vermutlich garnix, da besteht aus meiner Sicht auch kein wirklicher Zusammenhang. Eher würde es z.B. um den LKW-Fahrer gehen, der Waren aus einer Risikozone in eine andere liefert. Also z.B. von Köln nach München fährt.
An eventuellen Beherbungsverboten dürfte auch die DFL nicht rütteln können.(?) Was durchaus ein Problem darstellt. Nicht für Kameraleute, aber vor allem für die Ü-Wagen Kollegen. Die übernachten normalerweise, reisen dann weiter und werden deutlich weiter entfernt von ihren Heimatorten eingesetzt als wir.
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Mitarbeiter der TV-Produktionen dürfen gar nicht ins Stadion, wenn sie sich innerhalb der letzten Tage vor dem Spiel innerhalb eines Risikogebietes aufhielten (Inzidenz  35 und höher pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche).

Aus dem Hygienekonzept der DFL.

Das ist offenbar für das kommende Woche vielerorts außer Kraft gesetzt.
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reggaetyp schrieb:

Mitarbeiter der TV-Produktionen dürfen gar nicht ins Stadion, wenn sie sich innerhalb der letzten Tage vor dem Spiel innerhalb eines Risikogebietes aufhielten (Inzidenz  35 und höher pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche).

Aus dem Hygienekonzept der DFL.

Das ist offenbar für das kommende Woche vielerorts außer Kraft gesetzt.

Das Konzept war in der bisherigen Form in Teilen ja auch irgendwie "zu arg".

"14 Tage vorher in keinem Risikogebiet". Dieser Passus würde aktuell kaum eine Produktion ermöglichen. Wobei in Einzelfällen mit einem "aktuellen" negativen Covid-Test gearbeitet werden durfte, auch wenn man sich in den 14 Tagen vorher in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Selbst wenn ich selbst in keinem Risikogebiet wohne. Reicht ja, wenn ich zum Arbeiten nach Frankfurt, Stuttgart oder Mainz fahre. Theoretisch dürfte ich dann für 14 Tage nicht mehr beim Fußball arbeiten.

Nach dem alten Konzept dürfte aktuell ein Mainzer Kollege am Wochenende in Mainz beim Heimspiel nicht arbeiten. Und alle anderen, die dort arbeiten dürften, dürften ab dem Spiel für 14 Tage nirgendwo mehr arbeiten.

Das macht so ja auch wirklich keinen Sinn. Auf dem Sicherheitsniveau arbeitend, dürfte in keinem einzigen Laden, in keiner Firma in irgendeinem Risikogebiet noch gearbeitet werden.

Schnelltests halte ich ehrlich gesagt für übertrieben. Bisher sind Fußballproduktionen nicht für Infektionstreiber bekannt. Ein Teil der Crew bewegt sich beim Arbeiten sowieso nur an der frischen Luft. Gibt Orte, an denen solche Testkapazitäten vermutlich besser aufgehoben sind.
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Ja, sorry. Es wird viel Unsinn verbreitet, deshalb hab ich etwas gereizt reagiert. Sorry nochmal.

Was du schreibst, stimmt natürlich. Es hält sich aber hartnäckig die Mär, dass die Soforthilfen von Bund und Ländern Kredite gewesen wären. Und das waren sie halt nicht. Genauso wie sich die Mär hält, die Beantragung sei zu kompliziert gewesen und die Auszahlung langwierig. Beides stimmt auch nicht.

Lediglich die 3. Hilfe, nämlich die "Überbrückungshilfe", ist etwas anspruchsvoller in Beantragung und Begründung.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Ja, sorry. Es wird viel Unsinn verbreitet, deshalb hab ich etwas gereizt reagiert. Sorry nochmal.

Was du schreibst, stimmt natürlich. Es hält sich aber hartnäckig die Mär, dass die Soforthilfen von Bund und Ländern Kredite gewesen wären. Und das waren sie halt nicht. Genauso wie sich die Mär hält, die Beantragung sei zu kompliziert gewesen und die Auszahlung langwierig. Beides stimmt auch nicht.

Lediglich die 3. Hilfe, nämlich die "Überbrückungshilfe", ist etwas anspruchsvoller in Beantragung und Begründung.

Hi WA

Beim Thema Soforthilfe bin ich kritisch. Die ging zumindest für die meisten Soloselbständigen wirklich komplett in die Hose, da mit der Soforthilfe nur geschäftliche Ausgaben beglichen werden durften.
Lediglich in Ba-Wü gibt es einen sog. fiktiven Unternehmerlohn von 1180 Euro pro Monat, der versteuert werden muss. Das ist auch bei der Überbrückungshilfe so.
Das Problem dabei ist, dass die meisten Soloselbständigen keine (großen) Kosten für Büro etc. haben, sondern oft arbeiten, um Brot auf dem Tisch (ihrer Familien) zu haben.
Diese wurden direkt an die Grundsicherung verwiesen und da war es dann für viele auch schon wieder vorbei mit "unbürokratisch".
Die Politik weiß das, nachgesteuert wurde nicht.

Anders waren teilweise die Landes-Soforthilfen aufgestellt, die dem Bundesprogramm teils ein paar Tage voraus waren. Dort durften, z.B. in Berlin und Bayern die Gelder für alles ausgegeben werden, was man fürs Leben so benötigt (Beispiel: Frischkäse ).

Man sieht ja durchaus an der "niedrigen" Summe Überbrückungshilfe, die bisher ausgezahlt wurde, dass viele da nicht von profitieren, obwohl sie eigentlich dringend Geld benötigen.

Den Weg über den Steuerberater verstehe ich sogar, damit eine Hürde bei möglichen Betrugsversuchen schon mal fällt. Die Kosten, die bei der Beantragung anfallen, dürfen ja ebenfalls angesetzt werden.

Die Zugangsberechtigungen sind für viele trotzdem kacke.
Als kleines Beispiel: Wenn ich letztes Jahr im Juni 4 Wochen im Urlaub war, dieses Jahr nicht und im Juni coronabedingt keinen einzigen Job hatte, kann ich keine Überbrückungshilfe für den Monat Juni beantragen, da kein Umsatzeinbruch statt fand. 0 = 0.
Wenn ich im letzten Jahr im Juni im Urlaub war, aber am 30.6.19 noch einen Job hatte, dieses Jahr im Juni entspannt 4 Wochen in Urlaub war, kann ich aufgrund des 100% Umsatzrückgangs volle Überbrückungshilfe beantragen.

Um mal den Bogen zum eigentlichen thread zu spannen. Alles kein Grund, sich mit Nazis gemein zu machen. Es gibt sicher geeignetere Kanäle für Kritik, wenn man denn tatsächlich Interesse daran haben sollte, Kritik zu üben. Was ich in vielen Fälle nicht glaube.
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Sledge_Hammer schrieb:

Danke DFL für den Einsatz zur Bundesligafortsetzung. Hat nahezu perfekt funktioniert, im Ergebnis alles richtig gemacht. ????

Schlage vor, man bleibt bei dem Konzept.

Also für immer.
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reggaetyp schrieb:

Sledge_Hammer schrieb:

Danke DFL für den Einsatz zur Bundesligafortsetzung. Hat nahezu perfekt funktioniert, im Ergebnis alles richtig gemacht. ????

Schlage vor, man bleibt bei dem Konzept.

Also für immer.

Endlich wird er vernünftig..

Guten Morgen in die Runde.
Vor dem Re-Start ging es hier mal kurz um die Bedingungen von all denjenigen, die daran beteiligt sind, das Fernsehsignal der Spiele zu erstellen. Also Regisseure, Kameraleute, Kabelhilfen, Slowmo-Kollegen, Techniker im Ü-Wagen etc.
Die Empörung, die durch 2-3 hier verlinkte Artikel entstand, war dann ja auch schnell wieder verflogen, weswegen ich das Thema nicht wieder aufmachen wollte. So dolle interessiert es dann ja doch auch niemanden.

Heute wird noch in der 2. Liga gekickt, die Relegationsspiele und das DFB-Pokalfinale stehen noch an und dann war es das mit dieser Saison.

Vielleicht interessiert es ja doch irgendwen, deswegen ein kurzes Fazit von meiner Seite aus.

Ich habe über die ganze Zeit das Gefühl gehabt, dass alle Produktions-Beteiligten die Vorgaben aus dem Konzept ernst genommen haben. Lag sicher auch daran, dass es den meisten wohl so ging wie mir: wenn u.a. das Tragen einer Maske an der Kamera mein Beitrag dazu sein soll, dass ich als Selbständiger in diesen schwierigen Zeiten Geld verdienen, Kredite abbezahlen, Familie ernähren usw. kann, dann mache ich das.

Ich war skeptisch, ob wir da insgesamt so sauber durchsegeln können, wie es allen Beteiligten gelungen ist. Das ist in meinen Augen schon ein Erfolg.

Bei der Produktion selber haben sich Abläufe geändert. Arbeitsplätze wurden verlagert, um in Ü-Wägen mehr Platz zu schaffen. Gerade im Ü-Wagen wurden die Anwesenheitszeiten wirklich auf das Nötigste begrenzt. In der Konsequenz ist, meines Wissens nach, alles gut gelaufen.

Der Umgang untereinander war ungewohnt. Das Arbeiten natürlich auch. Wobei man sagen muss, dass man sich an die Geisterspiele irgendwann natürlich auch ein stückweit gewöhnt. Beim 15. fühlt es sich natürlich anders an, als beim 3.
Die Arbeitsbedingungen waren in ein paar Aspekten sogar angenehmer als mit Zuschauern. Kürzere Arbeitszeiten, kein Stress bei An- unf Abfahrt, keine Bierduschen vor Fankurven.

Insgesamt sind, denke ich, die allermeisten Kollegen sehr happy damit, dass die Saison zu Ende gebracht werden konnte. Für viele Kollegen stehen jetzt die nächsten 2 Monate ohne Einnahmen vor der Tür. EM, Olympia usw. - es wird ja (fast) nix produziert. Zumindest für Kollegen, die viel im Sportbereich arbeiten, ist das natürlich ein Problem. Aber auch viele Shows haben jetzt "Sommerpause". Die Soforthilfen sind an vielen von uns vorbei gegangen, weil sie in der Regel nicht für private Ausgaben genutzt werden dürfen. Da kann es bei dem einen oder anderen schon mal enger werden.
Für einige Kollegen in NRW wird sich zumindest in Sachen Euroleagueturnier noch was tun. Immerhin.

Und trotzdem ist es natürlich so, dass allen klar ist, dass das Geschäftsmodell Fußball auf Dauer keins ist, wenn Fans daran nicht partizipieren können. Das ganze Ding lebt eben auch vom drumherum. Vom authentischen drumherum. Von der authentischen Hingabe, dem Zusammenhalt von Fangruppen. Dem Bierchen mit Freunden auf dem Weg zum Stadion. Dem "hallo" mit dem Sitzplatznachbar, den man eigentlich nur flüchtig kennt, aber mit Tränen in den Augen um den Hals fällt, wenn Schur das Ding zum 6:3 über die Linie schiebt. Dem kleinen Jungen, dem kleinen Mädchen, die schon morgens ganz aufgeregt sind, weils mittags mit Mama und Papa ins Stadion geht. Die Eintracht spielt!
Ihr wisst, was ich meine.

Das geht nicht nur mir so, der mit vielen Jahren Eintracht-DK, Auswärtsfahrten etc. eine vielleicht noch engere Beziehung zu dem Fußball mit Fandasein hat, als manch anderer Kollege.

Wir werden sehen ob und wie sich der Fußball mit Corona, nach Corona tatsächlich verändern wird.
Ich glaube alle wünschen sich, dass so schnell wie möglich Fans wieder ins Stadion dürfen. Ich kann wie alle anderen leider nicht abschätzen, ob wir das in diesem Jahr noch erleben werden. Schee wärs jedenfalls!

Grüße
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Erst mal: top Stimmung hier.

Ich finde es schon bemerkenswert, wie sehr der Versuch der Fortsetzung der Saison emotionalisiert und wie viel Raum die pro/contra Diskussionen darüber einnehmen. Gerade auch im TV.

Für mich ist das alles ein bisschen zu viel. Jeden Tag muss sich die Politik aufs Neue dazu erklären. Als gäbe es nichts Wichtigeres.

Gleichzeitig finde ich ebenso bemerkenswert, wie der geglaubte Stellenwert des Fußballs sich als Fehleinschätzung zu entpuppen scheint. Bin gespannt auf die Langzeitwirkung all dessen.

Ich hatte es ja schon geschrieben. Aus persönlicher Betroffenheit heraus würde ich eine Fortsetzung der Saison sehr begrüßen.

Ich hätte es nachvollziehen können, wenn die Politik den Daumen gesenkt hätte. Ich kann aber auch das grüne Licht für die DFL nachvollziehen. Das Konzept kann funktionieren. Genau so wie es scheitern kann.
Eine kurze Bemerkung zu den Absurditäten des Konzepts wie: keine Hand zur Begrüßung, aber mit Schmackes in den Zweikampf.
Die Erklärung ist doch einfach: Risikominimierung wo es nur geht. So wenig Kontakt wie möglich. Klar, fühlt sich das ein bisschen albern kann, weswegen ich sogar einen Funken Verständnis für Kalou habe, ist aber eben Teil des Gesundheitskonzepts.

Dresden machts für die 2. Liga natürlich schwieriger. Keine Ahnung, welche Lösung dort nun angestrebt wird. Kann die Quarantäne vorzeitig aufgehoben werden, wenn in 7 Tagen alle Tests negativ sind? Ich weiß es nicht.
Was an der Stelle aber durchaus positiv zu sehen ist, die Gesundheitsämter machen ihren Job. Und da arbeiten vermutlich keine medizinischen Volltrottel. Insofern wird das wohl alles schon vernünftig begleitet. Wirkt zumindest auf mich so nach der Dresdengeschichte.

Wir befinden uns in einer diffusen Situation. Ich kann verstehen, wie jemand lieber einen Saisonabbruch sehen würde. Und trotzdem komme ich selbst, wenn ich so überlege zu dem Schluss, dass ich den Versuch der Fortsetzung richtig finde. Auch wenn ich dabei natürlich nicht ganz ausblenden kann, dass meine berufliche Situation davon beeinflusst ist.

Auch wenn auch ich finde, dass viel wichtigere Fragen als Fußball ja/nein aktuell noch nicht beantwortet sind. Daran ist der Fußball aber nicht Schuld.

Wie das halt manchmal so ist, auch bei dem Thema finde ich mich nicht im schwarz - weiß-Denken wieder. Manchmal triffts eben auch ein grau.

Grüße
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Tube schrieb:

wegjubler schrieb:

reggaetyp schrieb:

Viel Spaß beim Übertragen.
Aus Erfahrung weiß ich, dass das "Konzept" für die TV-Mitarbeiter nicht mal ein Kartenhaus ist.
Das ist so absurd, absurder geht's nicht.
Insbesondere im Ü-Wagen.

Daran hatte ich bisher nicht gedacht. Und die DFL offenbar auch nicht.

https://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-fernsehen-mitarbeiter-kamera-corona-konzept-1.4901658

Wenn man das so liest vergeht einem auch noch die letzte Lust  diesen Zirkus nächste Woche mitzumachen. Wie soll das gutgehen? Und wenn sich dann einer dann ansteckt  wird er einfach ersetzt oder was?        

Nabend.

Das kann man durchaus differenzierter sehen. Ich habe den SZ-Beitrag von einem entsetzten Kollegen weiter geleitet bekommen, auch ich finde mich da nicht ganz wieder.

Der Ü-Wagen bleibt die sensible Zone, ohne Frage.
Es werden etwas weniger Menschen als sonst im Ü-Wagen sitzen. Die Arbeitsplätze sind so gut wie möglich voneinander getrennt. Das klappt je nach Ü-Wagen mal besser, mal schlechter. Das ist so und wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.
Es sei denn, Du stellst alles, wie z.B. bei einer Herren-WM auf Containertechnik um. Das wird nicht passieren.
Diese Plexiglaslösungen gibt es dereit auch in TV-Studios so. Also in den Regieräumen. Außerdem sieht man sie tagtäglich z.B. an Kassen von Supermärkten. Da ist allerdings der Luftaustausch vermutlich besser.

Für uns Kameraleute ist das alles unproblematisch. Auf Einzelheiten zum Gesundheitskonzept muss ich hier nicht eingehene.
Kurz gesagt: ich kann im Grunde ohne Kontakt zu Anderen von zu Hause an die Kamera und zurück nach Hause. Jeder Supermarktbesuch ist "gefährlicher".

Ihr redet hier übrigens in erster Linie über Freiberufler, von denen einige die letzten 8 Wochen keinen einzigen Job hatten, weil viele viele Produktionen abgesagt oder verschoben worden sind. Die Soforthilfen ziehen bei den Meisten nicht, da diese für geschäftliche Ausgaben gedacht sind. (Es gibt Ausnahmen)
Die Betroffenen sind heilfroh, dass es wieder los geht. Das betrifft auch die Jungs und Mädels, die während des Spiels im Ü-Wagen sitzen werden. Zumindest die, mit denen ich die letzten Tage so gesprochen habe.

Es stimmt jedenfalls nicht, dass sich die DFL, bzw. die produzierende Tochterfirma,keine Gedanken bezüglich der Produktion gemacht hätten. Die Tochterfirma macht seit 8 Woche nix anderes.

Klar ist das alles auch ein bisschen skuril. Ich war beim Spiel Eintracht-Basel auch im Stadion. Das war total seltsam.
Wenn ich nicht wirtschaftlich davon abhängig wäre, wäre es mir vielleicht auch egal. Ich bin es aber. Und die Arbeit wird trotzdem auch Spaß machen.
Nach dem kommenden Wochenende werden wir alle ein bisschen schlauer sein.

Grüße


Danke für die Antwort eines Betroffenen.Ich hoffe für dich und deine Kollegen, dass ihr gesund bleibt. Im Übrigen wurde bisher noch keine einzige Ansteckung in einem Supermarkt nachgewiesen.

Ich verstehe die Zwangslage ,in der ihr euch befindet und verstehe auch, dass ihr euren Job machen wollt . Natürlich gibt es immer ein Restrisiko , dass man nicht 100 % ausschließen kann. Es sollte nur nicht der Eindruck entstehen, dass es "Menschen 2 Klasse" gibt.
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wegjubler schrieb:

Ich verstehe die Zwangslage ,in der ihr euch befindet und verstehe auch, dass ihr euren Job machen wollt . Natürlich gibt es immer ein Restrisiko , dass man nicht 100 % ausschließen kann. Es sollte nur nicht der Eindruck entstehen, dass es "Menschen 2 Klasse" gibt.

Guten Morgen

Ja, so ist das wohl.
Ich schildere hier natürlich meine Sicht der Dinge. Habe aber in der letzten Zeit auch viel mit Kollegen gesprochen. Da würde ich eigentlich ausschließen, dass sich da jemand als Mensch 2. Klasse behandelt fühlt von dem Sicherheitskonzept. Wohl wissend, dass es sensible Bereiche gibt, die schwerer zu sichern sind als andere.

Kleiner Nachtrag noch zu möglichen Tests. Wie jeder Bürger haben auch wir Zugang zu Tests. Das mag regional unterschiedlich gehandhabt werden, keine Ahnung.
Ich hatte jedenfalls letztes Wochenende Grippesymptome. Ich wusste, dass ich diese Woche 2 Jobs habe, die ich nur ungern absagen wollte. Ich wollte da aber auch nicht mit einem kleinen Husten hin, wie man das sonst als Selbständiger immer gemacht hat.
Montag um 8:30 beim Gesundheitsamt angerufen. Meine Lage geschildert. 3 Telefonnummern von Ärzten erhalten. Abstrichtermin für 9:15 bekommen. Am nächsten Tag kurz vor 8 war der negative Bescheid da und ich konnte mit leichtem Kratzen im Hals mit gutem Gewissen (und Maske) arbeiten gehen.
Auf Nachfrage wurde mir bestätigt, dass mir bei Symptomen oder anderen guten Gründen, jedenfalls bei Bedarf, jederzeit wieder die Testmöglichkeit gegeben wird.
Ist ja nicht so, dass in Deutschland nur Fußballer getestet werden.
Das ist Erfahrung, die ich diese Woche gemacht habe.

Schönes Wochenende allen
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reggaetyp schrieb:

Viel Spaß beim Übertragen.
Aus Erfahrung weiß ich, dass das "Konzept" für die TV-Mitarbeiter nicht mal ein Kartenhaus ist.
Das ist so absurd, absurder geht's nicht.
Insbesondere im Ü-Wagen.

Daran hatte ich bisher nicht gedacht. Und die DFL offenbar auch nicht.

https://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-fernsehen-mitarbeiter-kamera-corona-konzept-1.4901658

Wenn man das so liest vergeht einem auch noch die letzte Lust  diesen Zirkus nächste Woche mitzumachen. Wie soll das gutgehen? Und wenn sich dann einer dann ansteckt  wird er einfach ersetzt oder was?
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wegjubler schrieb:

reggaetyp schrieb:

Viel Spaß beim Übertragen.
Aus Erfahrung weiß ich, dass das "Konzept" für die TV-Mitarbeiter nicht mal ein Kartenhaus ist.
Das ist so absurd, absurder geht's nicht.
Insbesondere im Ü-Wagen.

Daran hatte ich bisher nicht gedacht. Und die DFL offenbar auch nicht.

https://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-fernsehen-mitarbeiter-kamera-corona-konzept-1.4901658

Wenn man das so liest vergeht einem auch noch die letzte Lust  diesen Zirkus nächste Woche mitzumachen. Wie soll das gutgehen? Und wenn sich dann einer dann ansteckt  wird er einfach ersetzt oder was?        

Nabend.

Das kann man durchaus differenzierter sehen. Ich habe den SZ-Beitrag von einem entsetzten Kollegen weiter geleitet bekommen, auch ich finde mich da nicht ganz wieder.

Der Ü-Wagen bleibt die sensible Zone, ohne Frage.
Es werden etwas weniger Menschen als sonst im Ü-Wagen sitzen. Die Arbeitsplätze sind so gut wie möglich voneinander getrennt. Das klappt je nach Ü-Wagen mal besser, mal schlechter. Das ist so und wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern.
Es sei denn, Du stellst alles, wie z.B. bei einer Herren-WM auf Containertechnik um. Das wird nicht passieren.
Diese Plexiglaslösungen gibt es dereit auch in TV-Studios so. Also in den Regieräumen. Außerdem sieht man sie tagtäglich z.B. an Kassen von Supermärkten. Da ist allerdings der Luftaustausch vermutlich besser.

Für uns Kameraleute ist das alles unproblematisch. Auf Einzelheiten zum Gesundheitskonzept muss ich hier nicht eingehene.
Kurz gesagt: ich kann im Grunde ohne Kontakt zu Anderen von zu Hause an die Kamera und zurück nach Hause. Jeder Supermarktbesuch ist "gefährlicher".

Ihr redet hier übrigens in erster Linie über Freiberufler, von denen einige die letzten 8 Wochen keinen einzigen Job hatten, weil viele viele Produktionen abgesagt oder verschoben worden sind. Die Soforthilfen ziehen bei den Meisten nicht, da diese für geschäftliche Ausgaben gedacht sind. (Es gibt Ausnahmen)
Die Betroffenen sind heilfroh, dass es wieder los geht. Das betrifft auch die Jungs und Mädels, die während des Spiels im Ü-Wagen sitzen werden. Zumindest die, mit denen ich die letzten Tage so gesprochen habe.

Es stimmt jedenfalls nicht, dass sich die DFL, bzw. die produzierende Tochterfirma,keine Gedanken bezüglich der Produktion gemacht hätten. Die Tochterfirma macht seit 8 Woche nix anderes.

Klar ist das alles auch ein bisschen skuril. Ich war beim Spiel Eintracht-Basel auch im Stadion. Das war total seltsam.
Wenn ich nicht wirtschaftlich davon abhängig wäre, wäre es mir vielleicht auch egal. Ich bin es aber. Und die Arbeit wird trotzdem auch Spaß machen.
Nach dem kommenden Wochenende werden wir alle ein bisschen schlauer sein.

Grüße

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Tube schrieb:

Unser Spiel gegen Arsenal wird bei DAZN zu sehen sein.



Kann es nicht sein, das sich ein Sender Sonderrechte dafür holt ?
Immerhin wissen Nitro und RTL um die guten Einschaltquoten bei der Eintracht.
Das Heimspiel gegen Arsenal will sich doch kein Sender entgehen lassen oder dürfen die das aus rechtlichen Gründen nicht übertragen ?
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Hyundaii30 schrieb:

Das Heimspiel gegen Arsenal will sich doch kein Sender entgehen lassen oder dürfen die das aus rechtlichen Gründen nicht übertragen ?

Doch, RTL hat das Recht, sich die Partie auszusuchen, die sie übertragen möchten. Sie haben sich aufgrund der Uhrzeit für das Gladbachspiel entschieden.
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass die auf die Übertragung SGE - Arsenal am ersten Spieltag verzichten.

Das ist doch das beste Spiel des kompletten ersten EL Spieltag.
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joexxx schrieb:

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die auf die Übertragung SGE - Arsenal am ersten Spieltag verzichten.

Hart, aber ist so.
RTL produziert am 19.9 in Gladbach.
Unser Spiel gegen Arsenal wird bei DAZN zu sehen sein.
Das ist schon seit Freitagabend fix.
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Ruhet in Frieden ihr zwei. Ich bin gerade sehr traurig.
Ich wünsche allen Angehörigen und Freunden viel Kraft. Ihr werdet fehlen.

Tobi
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MrBoccia schrieb:
Feigling schrieb:
MrBoccia schrieb:
reggaetyp schrieb:
Ich kenne ein Blog, da werden Verantwortliche und Spieler der SGE u.a. wie folgt bezeichnnet:
Gurkentruppe, Trümmertruppe, Versager, GVVaZ, MT2, Stollentrainer, Stümper, Fischkopp, Nixkönner, Loser, Flaschen usw usf.

das passiert selbstverständlich in diesem Forum keinesfalls.

Nein. Denn hier wird auf AG-Linie diskutiert und kritische Pressepublikationen sind boykottiert.

na komm, das kannst besser.  

Er schon..
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Ok, steht schon im Hoffenheimthread.  
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Stoppdenbus schrieb:
MrBoccia schrieb:
Schobberobber72 schrieb:
MrBoccia schrieb:
für die Leseschwachen, langsam, zum mitschreiben

Russ sagt Es hätten bereits genügend Spieler dem Trainer den Rücken gestärkt. und Und wenn das die Spieler sind, die zum Stamm gehören

bedeutet, dass die Spieler, die sich pro Schaaf geäussert haben, zum Stamm gehören. Aber nicht, dass Spieler, die sich contra Schaaf geäussert haben, nicht zum Stamm gehören.

Ist eigentlich nicht schwierig.


Wenn die Spieler, die zum Stamm gehören positiv zu Schaaf stehen, bleibt aber außer Spielern die nicht zum Stamm gehören, nicht mehr all zu viel übrig  


ja, wenn ihn alle Stammspieler gelobt hätten. Haben aber nicht.


Gibs auf, Boccia, du überforderst hier so manche.


Achso. Daran liegts also.
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concordia-eagle schrieb:
Nur eine höfliche Anfrage, wo sollen die Asylanten eigentlich wohnen?

Containerdorfer klar, kann man einiges machen aber das kann ja nicht die endgültige Lösung für  die Ärmsten der Armen sein. Aber es gibt doch gar keinen bezahlbaren Wohnraum und bis ein neuer Bebauungsplan durch ist, dauert es 10-15 Jahre.

Ich  meine, wie bekommen wir es -fern von emotionalen Gesichtspunkten, die auch mich berühren- rein rechtlich hin, den Flüchlingen Wohnraum anbieten zu können?


Also in Heidelberg und Mannheim stehen seit Jahren zig ehemalige US-Kasernen leer.
Da könnte man, zumindest theoretisch, tausende von Asylanten unterbringen. Ich nehme an, solche Konversionsflächen gibt es nicht nur hier.

In dem kleine schwäbischen Ort, aus dem meine Frau kommt, hats ein altes Hotel erwischt, was vorher leer stand. Im Ort selbst (2000 Einwohner) gibts viele Leute, die mit anpacken, den Asylanten Deutschunterricht geben, Ihnen Hilfeleistungen, Fahrdienste etc. anbieten. So klappt das eigentlich ganz gut

Es ist halt wie fast immer. Kann helfen, wenn man sich mit den Leuten auseinandersetzt, statt schon im Vorfeld den Untergang von sonstwas heraufzubeschwören. Dieser Hinweis ist natürlich losgelöst von deinem Beitrag zu verstehen.  
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Alles Gute  
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Ja, mit dem Geländer müssen wir uns noch was überlegen, wenn der hässliche Teppich liegt.
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Ok, die Vermieter sind gerade mit einem Kunstrasen angekommen. Also naja, also naja.  

Mal sehen, wie es aussieht, wenns liegt.