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WürzburgerAdler

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Ich hatte es schon mehrmals geschrieben. Als Koch gegen Tottenham am Boden lag, hatte er Amenda SOFORT zum Warmmachen geschickt und nicht den voll spielfitten Collins.
In so einem wichtigen Spiel einen Spieler, der monatelang verletzt war, mit so einer wichtigen Aufgabe und Rolle anvertrauen? Obwohl eine voll fitte Alternative auf der Bank sitzt? Das macht man als Trainer nur, wenn man dem Spieler voll vertraut.

Amenda hatte bei seinen bisherigen Einsätzen nicht spektakulär gespielt. Das tut Koch aber auch nicht und spektakulär in einen Zweikampf zu müssen wäre sogar eher negativ. Weil es idR bedeutet, dass der Spieler im Stellungsspiel gepatzt und oder die Situation falsch antizipiert hat.
Während seiner Kurzeinsätze hatte er etwas Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen. Als Abwehrspieler und bei idR nur 10 Minuten Spielzeit allerdings auch nicht so einfach. Bei seinen Startelfeinsätzen war er aber immer gut und fast fehlerlos.

Das mit den Verletzungen könnte allerdings nochmal Thema werden. Beim heutigen Freundschaftskick ist ihm ein Gegner ins Knie gefallen und Amenda musste unter Schmerzen ausgewechselt werden. Hoffen wir mal, dass es keine schlimmer Verletzung ist und er nicht wieder für ein halbes Jahr ausfällt.

Wir hatten in den vergangenen Jahren Spieler wie Vallejo, N'Dicka, Pacho und Tuta als Stammspieler in der Innenverteidigung. Wo ist da der Unterschied zu Amenda? Außer dass der gerade viel Verletzungspech hatte. Davor war er unumstrittener Stammspieler bei den Young Boys sowie der schweizer U-Nationalmannschaft. Nur durch Training wird Amenda kein Bundesliga-Topspieler.
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Maddux schrieb:

Amenda hatte bei seinen bisherigen Einsätzen nicht spektakulär gespielt. Das tut Koch aber auch nicht

Nuja. Ich finde, ein Abwehrchef, der gefühlt 100 % seiner Kopfballduelle gewinnt, ist schon etwas Spektakuläres. Amenda hat in Freiburg gleich ein wichtiges Kopfballduell verloren.

Nicht falsch verstehen: ich fand Amenda in seinen bisherigen Einsätzen gar nicht schlecht, vor allem, wenn man die Umstände berücksichtigt (wenig Spielpraxis, Verletzungen, Kurzeinsätze). Er könnte nach meiner Meinung gut Tuta ersetzen. Zu Kochs Qualitäten ist es aber noch ein gutes Stück.
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Schade. Da war ne richtig schöne Fußballdiskussion am Entstehen.
Ist auch selten geworden hier.
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WürzburgerAdler schrieb:

Ich bin da schon ein Stück weit bei Frankfurter-Bob. Sein Hauptkritikpunkt, das Quergeschiebe, müsste man aber noch ein bisschen genauer definieren.
In dem Moment, in dem uns nichts einfällt, findet tatsächlich ein unsägliches Quergeschiebe statt. Und zwar zwischen Tuta, Koch, Theate, im besten Fall noch mit Brown und Kristensen. Sprich: in der letzten Linie.
Wir tun uns regelmäßig schwer, die Spieler "zwischen den gegnerischen Linien" zu finden und anzuspielen. Gelingt es hin und wieder doch mal, wird viel zu oft der Ball wieder zurückgespielt. So kommt natürlich eine Passquote zustande, die auf den ersten Blick nicht so schlecht aussieht.

Was wir in meinen Augen verbessern müssen, sind zwei Dinge: erstens das Spiel in die Räume, in denen Tore eingeleitet werden. Das sind die Räume nach der ersten gegnerischen Pressinglinie und die nach der ersten Abwehrlinie. Hier befindet man sich in Schlagdistanz und hier sind wir extrem inaktiv. Chancen und Tore ergeben sich in der Tat in erster Linie durch lange, präzise Bälle oder durch Konter. Wozu ich z.B. auch das 2:1 in Freiburg zähle: Ball erobert, sofort Richtung Tor.

Hasebe war jemand, der die Spieler zwischen den Linien fand und anspielte. Koch wäre als erster prädestiniert, die Spieleröffnung vertikaler zu gestalten, tut das aber noch viel zu wenig. Hasebe gelang es auch oft, durch einen energischen Antritt die erste Pressinglinie des Gegners ganz alleine zu überwinden. Das kann derzeit keiner unserer IVs.

Was das bewirken kann, sah man gegen Freiburg am Beispiel Brown. Sein energischer Antritt mit enger Ballführung bescherte uns die erste (Doppel)chance des Spiels. Auch Kristensen spielt gerne mal vertikal, oft die Linie entlang.

Das zweite ist das Verhalten der Spieler, die sich in den besagten Räumen befinden und auch angespielt werden. Viel zu oft wandert der Ball wieder zurück. Larsson, Skhiri, Götze - kaum einer, der mal Richtung Tor aufdreht und Panik beim Gegner verursacht. Wenn, dann geht das bei uns über die Flügel, oft ist aber dann Ekitiké in der Mitte allein auf weiter Flur.

Larsson hatte dieses Aufdrehen in der vergangenen Saison schon drauf, in dieser Saison nur noch selten. Marmoush konnte das wie kein Zweiter, wenn er sich ins MF fallen ließ. Auch Eki kann das sehr gut, ist aber viel zu beschäftigt mit dem Festmachen und Weiterleiten langer Bälle. Wird er einmal im letzten Drittel angespielt, geht es auch sofort Richtung Tor und es wird gefährlich.

So lange wir dieses Spiel in die wichtigen Räume nicht verbessern, wird es immer wieder ein länger andauerndes Quergeschiebe (wie in Hz 1 gegen Pauli) geben. Hier hoffe ich auch auf einen spielerisch besseren Ersatz für Tuta, falls der uns wirklich verlassen sollte.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es gab schon Spiele, in denen diese Räume gefunden und bespielt wurden, es gab hin und wieder auch Larsson und Skhiri, die mal nicht zurückspielten, sondern den Raum nutzten oder Götze, der eine Idee für eine konstruktive Weiterleitung hatte. Die Regel war es in dieser Saison aber nicht und so konnten wir viele Spiele vor allem durch Einzelleistungen für uns entscheiden.

Gude
WürzburgerAdler schrieb:

Ich bin da schon ein Stück weit bei Frankfurter-Bob. Sein Hauptkritikpunkt, das Quergeschiebe, müsste man aber noch ein bisschen genauer definieren.
In dem Moment, in dem uns nichts einfällt, findet tatsächlich ein unsägliches Quergeschiebe statt. Und zwar zwischen Tuta, Koch, Theate, im besten Fall noch mit Brown und Kristensen. Sprich: in der letzten Linie.
Wir tun uns regelmäßig schwer, die Spieler "zwischen den gegnerischen Linien" zu finden und anzuspielen. Gelingt es hin und wieder doch mal, wird viel zu oft der Ball wieder zurückgespielt. So kommt natürlich eine Passquote zustande, die auf den ersten Blick nicht so schlecht aussieht.

Was wir in meinen Augen verbessern müssen, sind zwei Dinge: erstens das Spiel in die Räume, in denen Tore eingeleitet werden. Das sind die Räume nach der ersten gegnerischen Pressinglinie und die nach der ersten Abwehrlinie. Hier befindet man sich in Schlagdistanz und hier sind wir extrem inaktiv. Chancen und Tore ergeben sich in der Tat in erster Linie durch lange, präzise Bälle oder durch Konter. Wozu ich z.B. auch das 2:1 in Freiburg zähle: Ball erobert, sofort Richtung Tor.

Hasebe war jemand, der die Spieler zwischen den Linien fand und anspielte. Koch wäre als erster prädestiniert, die Spieleröffnung vertikaler zu gestalten, tut das aber noch viel zu wenig. Hasebe gelang es auch oft, durch einen energischen Antritt die erste Pressinglinie des Gegners ganz alleine zu überwinden. Das kann derzeit keiner unserer IVs.

Was das bewirken kann, sah man gegen Freiburg am Beispiel Brown. Sein energischer Antritt mit enger Ballführung bescherte uns die erste (Doppel)chance des Spiels. Auch Kristensen spielt gerne mal vertikal, oft die Linie entlang.

Das zweite ist das Verhalten der Spieler, die sich in den besagten Räumen befinden und auch angespielt werden. Viel zu oft wandert der Ball wieder zurück. Larsson, Skhiri, Götze - kaum einer, der mal Richtung Tor aufdreht und Panik beim Gegner verursacht. Wenn, dann geht das bei uns über die Flügel, oft ist aber dann Ekitiké in der Mitte allein auf weiter Flur.

Larsson hatte dieses Aufdrehen in der vergangenen Saison schon drauf, in dieser Saison nur noch selten. Marmoush konnte das wie kein Zweiter, wenn er sich ins MF fallen ließ. Auch Eki kann das sehr gut, ist aber viel zu beschäftigt mit dem Festmachen und Weiterleiten langer Bälle. Wird er einmal im letzten Drittel angespielt, geht es auch sofort Richtung Tor und es wird gefährlich.

So lange wir dieses Spiel in die wichtigen Räume nicht verbessern, wird es immer wieder ein länger andauerndes Quergeschiebe (wie in Hz 1 gegen Pauli) geben. Hier hoffe ich auch auf einen spielerisch besseren Ersatz für Tuta, falls der uns wirklich verlassen sollte.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es gab schon Spiele, in denen diese Räume gefunden und bespielt wurden, es gab hin und wieder auch Larsson und Skhiri, die mal nicht zurückspielten, sondern den Raum nutzten oder Götze, der eine Idee für eine konstruktive Weiterleitung hatte. Die Regel war es in dieser Saison aber nicht und so konnten wir viele Spiele vor allem durch Einzelleistungen für uns entscheiden.

Gude Würze, Bob & Co,

ja grundsätzlich habt ihr absolut recht, aber genau diese Räume, in denen wir unsere schnellen Spieler anspielen müssen, werden von einer guten Defensive (Pauli hatte die z.B.) natürlich entsprechend auch zugestellt!
Vor allem wenn der Gegner über schnelle Defensivspieler verfügt (Bayern hatte die beim 3:3 eben nicht) !
Die Trainer unserer Gegner wissen natürlich um unsere Stärken und stellen ihre Mannschaft entsprechend ein.
Und somit komm es deshalb zu dem angesprochenen "Quergeschiebe" was aber dazu dient um auf eventuell auftretende Lücken zu warten und sie dann versuchen zu nutzen - was aber oft auch zu  Fehlpässen führt!
Um eine solche Abwehr ´zu überwinden braucht es dann Spieler, ala Wirtz, Sane, Musiala!
Und da haben wir eben noch keinen.
Eki versucht es, komm aber eher von seiner Geswchwindi´gkeit, Can Uzun hat die Voraussetzungen, braucht aber noch die notwendige Abgeklärtheit, ala z.B. Wirtz.

Wie gesagt, die blöden Gegner geben uns diese Räume immer weniger.
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Stimmt, Peter. Gemeint sind aber eigentlich nicht unsere schnellen Spieler, die brauchen wir ja in erster Linie beim Umschaltspiel, was ja nach wie vor gut funktioniert (siehe 2:1 gegen Freiburg), sondern unsere Mittelfeldspieler (Larsson, Skhiri, Götze, Chaibi etc.), die von der Abwehrkette ins Spiel gebracht werden sollen, um dann in Schlagdistanz zum vorletzten oder letzten Pass zu kommen.

Natürlich sind diese Räume eng, wenn sich der Gegner zurückzieht, sie lassen sich aber auch finden. Zum Beispiel, wenn die Abwehrkette ihre Querpassorgie nicht mit Kullerbällen, sondern mit scharfen, schnellen präzisen Pässen spielt, sodass der Gegner mit dem Verschieben nicht mehr hinterher kommt. Oder mit überraschenden Seitenverlagerungen. Russ konnte das, und natürlich auch Hasebe. Wenn natürlich Tuta, wie er es halt oft macht, erstmal im Stand auf dem Ball herumtritt und in der Gegend herumdeutet, wohin seiner Meinung nach die Mittelfeldspieler laufen sollen, wird das natürlich nichts.

Ich wollte auch nur erklären, wo es in meinen Augen klaren Verbesserungsbedarf gibt und woran es liegt, dass unser Spiel den Zuschauer sehr oft "nicht abholt".
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Ich bin da schon ein Stück weit bei Frankfurter-Bob. Sein Hauptkritikpunkt, das Quergeschiebe, müsste man aber noch ein bisschen genauer definieren.
In dem Moment, in dem uns nichts einfällt, findet tatsächlich ein unsägliches Quergeschiebe statt. Und zwar zwischen Tuta, Koch, Theate, im besten Fall noch mit Brown und Kristensen. Sprich: in der letzten Linie.
Wir tun uns regelmäßig schwer, die Spieler "zwischen den gegnerischen Linien" zu finden und anzuspielen. Gelingt es hin und wieder doch mal, wird viel zu oft der Ball wieder zurückgespielt. So kommt natürlich eine Passquote zustande, die auf den ersten Blick nicht so schlecht aussieht.

Was wir in meinen Augen verbessern müssen, sind zwei Dinge: erstens das Spiel in die Räume, in denen Tore eingeleitet werden. Das sind die Räume nach der ersten gegnerischen Pressinglinie und die nach der ersten Abwehrlinie. Hier befindet man sich in Schlagdistanz und hier sind wir extrem inaktiv. Chancen und Tore ergeben sich in der Tat in erster Linie durch lange, präzise Bälle oder durch Konter. Wozu ich z.B. auch das 2:1 in Freiburg zähle: Ball erobert, sofort Richtung Tor.

Hasebe war jemand, der die Spieler zwischen den Linien fand und anspielte. Koch wäre als erster prädestiniert, die Spieleröffnung vertikaler zu gestalten, tut das aber noch viel zu wenig. Hasebe gelang es auch oft, durch einen energischen Antritt die erste Pressinglinie des Gegners ganz alleine zu überwinden. Das kann derzeit keiner unserer IVs.

Was das bewirken kann, sah man gegen Freiburg am Beispiel Brown. Sein energischer Antritt mit enger Ballführung bescherte uns die erste (Doppel)chance des Spiels. Auch Kristensen spielt gerne mal vertikal, oft die Linie entlang.

Das zweite ist das Verhalten der Spieler, die sich in den besagten Räumen befinden und auch angespielt werden. Viel zu oft wandert der Ball wieder zurück. Larsson, Skhiri, Götze - kaum einer, der mal Richtung Tor aufdreht und Panik beim Gegner verursacht. Wenn, dann geht das bei uns über die Flügel, oft ist aber dann Ekitiké in der Mitte allein auf weiter Flur.

Larsson hatte dieses Aufdrehen in der vergangenen Saison schon drauf, in dieser Saison nur noch selten. Marmoush konnte das wie kein Zweiter, wenn er sich ins MF fallen ließ. Auch Eki kann das sehr gut, ist aber viel zu beschäftigt mit dem Festmachen und Weiterleiten langer Bälle. Wird er einmal im letzten Drittel angespielt, geht es auch sofort Richtung Tor und es wird gefährlich.

So lange wir dieses Spiel in die wichtigen Räume nicht verbessern, wird es immer wieder ein länger andauerndes Quergeschiebe (wie in Hz 1 gegen Pauli) geben. Hier hoffe ich auch auf einen spielerisch besseren Ersatz für Tuta, falls der uns wirklich verlassen sollte.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Es gab schon Spiele, in denen diese Räume gefunden und bespielt wurden, es gab hin und wieder auch Larsson und Skhiri, die mal nicht zurückspielten, sondern den Raum nutzten oder Götze, der eine Idee für eine konstruktive Weiterleitung hatte. Die Regel war es in dieser Saison aber nicht und so konnten wir viele Spiele vor allem durch Einzelleistungen für uns entscheiden.
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Elfer im Finale zwar vergeigt, aber Marmoush gerade mit absolutem Traumtor.
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JimmyPage schrieb:

Elfer im Finale zwar vergeigt, aber Marmoush gerade mit absolutem Traumtor.

Wer's nicht gesehen hat: Caio gegen Leverkusen. Genau. So. Wahnsinnstor.
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WürzburgerAdler schrieb:

Dino hatte genug Chancen. Irgendwann ist auch mal gut.

Ich finde das echt hart von Dir. Aber so kennt man Dich, das machst Du bei Spielern und Schiris ja nicht anders...
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Matzel schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Dino hatte genug Chancen. Irgendwann ist auch mal gut.

Ich finde das echt hart von Dir. Aber so kennt man Dich, das machst Du bei Spielern und Schiris ja nicht anders...

Das mach ich sogar bei Mods!
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Leute, das ist ein Neuntligist, und Ihr habt für diese schwere Aufgabe schon wieder eine Erwartungshaltung, als würden wir um die Champions League spielen! Lasst unseren Talenten und auch Dino doch mal ein wenig Zeit mit einer ruhigen Vorbereitung auf die nächste Saison. Wenn es dann bis Weihnachten nicht läuft, kann man immer noch (berechtigte) Kritik üben. Danke.
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Dino hatte genug Chancen. Irgendwann ist auch mal gut.
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Mir mich immer noch unverständlich, dass man mit Dino schon vor diesem richtungsweisenden Spiel verlängert hat.
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Wie auch immer. Wenn dieses Spiel ein Reinfall wird, war es das.
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Wie hier oft erklärt wurde, ist Wahi der Potentialspieler und Batshuayi die Soforthilfe bzw. waren sie so gemeint.
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J_Boettcher schrieb:

Wie hier oft erklärt wurde, ist Wahi der Potentialspieler und Batshuayi die Soforthilfe bzw. waren sie so gemeint.

Stimmt. Wahis Verpflichtung galt als perspektivisch, Batshuhay wurde als Sofort-Backup für Eikitiké resp. Matanovic verpflichtet.
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Dünnes Eis.
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EFAG.
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Übrigens hatte das 2:1 schon Pokalfinale-Vibes. Damals Rebic press den Ball geholt - pass Prince- Tor Rebic. Diesmal erobert Rasmus den Ball (geht instinktiv auf Grifo, als der sich verläuft) - Hugo nimmt auf und spiel wieder auf Rasmus - Schuss und Tor
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Stimmt, schon die Balleroberung war Rebic-like.
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Ich find Heidenheim hat seine Zeit gehabt und kann wieder runter. Das ist ja immerhin ne Stadt mit 50.000 Einwohnern. Elversberg ist ein richtiges Dorf, 7415 Einwohner. Lass die doch mal ein Jahr Spaß haben im modernen Städtewettkampf. Die Liga wird schon attraktiver durch Hamburg und Köln und an den fake Vereinen wie Leipzig und Hoffenheim ändert sich so schnell nichts.
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Wie Mikulle schon schrieb: wenn Elversberg die Rele schafft, dann haben sie es auch verdient. Und wenn man gesehen hat, wie die Schalke in deren Stadion hergespielt haben, muss man nicht zweimal überlegen, wer von den beiden in die 1. Liga gehört.
Man darf nicht vergessen, dass Elversberg gerade mal einen Steinwurf von Saarbrücken entfernt ist. Das Einzugsgebiet umfasst nahezu das gesamte Saarland.
Und: sie haben uns mit Elias Baum einen großen Dienst erwiesen.

Das Stadion wurde auch Zug um Zug ausgebaut und wird weiter erneuert. Hier mal ein aktuelles Bild:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elversberg#/media/Datei:UrsapharmArena.jpg
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Basaltkopp schrieb:

Wo war denn der Plan von Freiburg?


Finde auch immer interessant, wie scheinbar immer nur auf unserer Seite ein Trainer steht, der was richtig oder falsch macht, wenn es läuft oder nicht läuft.

Was wäre hier los gewesen, wenn wir in der Rolle von Freiburg gewesen wären? Die hatten auch ein Endspiel und wahrscheinlich eines der 5 wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte. Zu hause. Die hatten druckvolle erste 10 Minuten, ohne richtige Torchance, machen dann mit Ihrer ersten Chance in der 27 Minute das Tor und bringen nichts, aber auch gar nichts gefährliches mehr auf die Kette. Irgendein dagegenstemmen habe ich nach unserer Führung dann auch nicht gesehen.

Glaube dennoch nicht, dass jetzt Julian Schuster mega kritisiert wird.

Am Ende stehen wir diese Saison auf Platz 3, weil wir, ganz langweilig, die drittbeste Mannschaft der Liga waren. Klar kann man immer sagen "ja, die anderen waren so schwach".
Bei den anderen gibt es auch Trainer. Bei Leipzig zum Beispiel einen Marco Rose, Double Sieger in Salzburg, führte Gladbach in die CL, wurde in Dortmund Vizemeister und holte mit Leipzig den Pokal. Aber scheinbar hat dieses Jahr Toppmöller bei uns einen besseren Job abgeliefert, als Rose in Leipzig.
Oder als Hasenhüttl in Wolfsburg. Über Hoeneß in Stuttgart kann man diskutieren. Und wenn man am Ende 15 Punkte vor Gladbach und 28 Punkte vor Hoffenheim landet, hat er wohl auch einen besseren Job gemacht, als Seoane, Ilzer und Matarazzo bei ihren Vereinen.

Klar, vielleicht hätte der hypothetische alles richtig machende Wundertrainer noch mehr rausgeholt, mit besserem Fußball. Aber der scheint nicht unbedingt auf dem Markt zu sein.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Wo war denn der Plan von Freiburg?


Finde auch immer interessant, wie scheinbar immer nur auf unserer Seite ein Trainer steht, der was richtig oder falsch macht, wenn es läuft oder nicht läuft.

Der Plan von Freiburg war offensichtlich: von Anfang an möglichst viel Druck aufbauen, den Gegner zu Fehlern zwingen und nicht ins Spiel kommen lassen. Das war schon deutlich zu sehen.

Dass nach dem 1:0 der Plan ins Wanken geriet, lag zum einen daran, dass die Freiburger wohl Angst vor der eigenen Courage bekamen, anfingen, auf Zeit zu spielen und den Vorsprung irgendwie "einfrieren" wollten. Zum anderen aber an der Eintracht, die vom Rückstand wachgerüttelt sich von Minute zu Minute steigerte. So veränderte sich zB das Eckenverhältnis von 0:2 binnen Minuten zu 3:2 für die Eintracht.

Der endgültige Brustlöser war für mich das großartige Solo von Brown mit der anschließenden Doppelchance Ekitiké/Chaibi. Spätestens dann erkannte die Mannschaft, wie verwundbar der Gegner war. Es ist Toppmöller hoch anzurechnen, dass er Brown, der gerade noch mitschuldig am Gegentreffer war, nicht nur zu einer sensationellen Entwicklung verholfen, sondern auch nach etwas schwächeren Spielen an ihm festgehalten hat. Seine Ballführung beim Dribbling ist einfach sensationell, sein Mut bemerkenswert.

Dass letztendlich sogar ein Sieg heraussprang lag dann daran, dass es etlichen der Eintrachtspieler gelang, ihre Leistungsgrenze zu erreichen. Hervorzuheben hier in erster Linie Koch, der gefühlt 100 % seiner Kopfballduelle gewann, natürlich Kristensen, aber auch Theate, Collins und Ekitiké, der leider zweimal am gut reagierenden Atubolo scheiterte.

Und dann gelang Knauff einmal etwas, was ihm sonst nur selten gelingt. Er spielte nach dem Motto "einfach mal probieren" den Hakentrick über Linhart hinweg. Mich stören solche "Probier"aktionen bei ihm öfters, da sie fast nie von Erfolg gekrönt sind. Diesmal war es Gott sei Dank anders.

Auch bei neutralem und objektivem Blick auf die beiden Mannschaften muss man sagen: die Eintracht hat eindeutig mehr Qualität im Kader. Gelingt es der Mannschaft, Leidenschaft und Einsatz hinzuzufügen, hat Freiburg normalerweise keine Chance. Siehe Hinspiel, siehe Samstag.
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Alle Jahre wieder

Pflicht ist für mich in der Liga zu bleiben. Dass ist absolutes Minimum. 40 Punkte würde eine  katastrophale Saison bedeuten, in/nach der Köpfe rollen, aber Pflicht. Es gab immer mal wieder Phasen von Vereinen aus dem (eigentlich) oberen Tabellendrittel, die - warum auch immer - plötzlich rechnen mussten... 40 Punkte ist das Netz nach unten.

Das Ziel ist für mich auch klar,  nämlich sich an der diesjährigen Punktanzahl zu orientieren und idealerweise etwas darüber ins Ziel einfahren.

Daher mein Votum sonnenklar: 40 Punkte und MtM.
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Guter Vorschlag mit guter Begründung. Schließe mich an.
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Theate meinte dass er sich hier sehr wohlfühlt, er aber keine Lust auf einen ständigen Umbruch hat. Was man auch voll verstehen kann. Das hatte er schon bei Rennes permanent durchmachen und mitansehen müssen, wie jedes Jahr die halbe Mannschaft ausgetauscht wurde.

Wir haben zum Glück mehr Geld als Rennes, weswegen wir die Spieler nicht beim erstbesten Angebot verscherbeln müssen. Und wir sind mittlerweile sportlich auf so einem hohen Niveau, dass die Spieler nicht schnell wieder weg wollen.
Wir bilden nichtmehr Spieler wie Marius Wolf aus, die dann maximal beim BVB, West Ham oä landen. Wir bilden jetzt für PSG, Man City, Liverpool etc aus. Und wir verkaufen unsere Spieler auch nichtmehr im Dutzend. Weshalb ich bei Theate jetzt weniger einen Grund sehe aus Unmut wechseln zu wollen.

Bei Koch könnte ich einen Wechsel zum BVB verstehen, aus den selben gründen die ein Vorredner schon genannt hat. Er ist kein junges Talent mehr, hat während seiner Karriere noch nie bei einem großen Verein gespielt und das ist jetzt seine letzte Chance auf einen großen Vertrag. Und selbst bei all dem was man beim BVB in der Kaderpalnung während der letzten Jahre verbockt hatte, die haben immer noch viel bessere Möglichkeiten als wir und sind mit 3 klugen Transfers quasi sicher mindestens auf Platz 3. Mit Chancen auf die Vizemeisterschaft, jenachdem wie Leverkusen den riesigen Umbruch in diesem Sommer verkraftet. Trainer weg, halbe Mannschaft ist schon weg und bis auf Xhaka sowie Andrich steht der Rest der erweiterten Stammelf auch kurz vorm Abflug.

Auch wenn Koch sportlich nicht schwer zu ersetzen wäre, würde ich ihn wegen seinen Führungsqualitäten und seinem Status nur ungerne verlieren. Mit Theate und Kristensen hätten wir noch 2 weitere erfahrene Führungsspieler in der Abwehr. Aber 3 solche Typen sind besser als 2.
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Maddux schrieb:

Auch wenn Koch sportlich nicht schwer zu ersetzen wäre, würde ich ihn wegen seinen Führungsqualitäten und seinem Status nur ungerne verlieren. Mit Theate und Kristensen hätten wir noch 2 weitere erfahrene Führungsspieler in der Abwehr. Aber 3 solche Typen sind besser als 2.

"Die besten Spieler in die Abwehr!" heißt ein alter Trainerspruch, vergleichbar mit "Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften".

Koch ist in meinen Augen einer unserer Besten, auch wenn er wenig spektakulär spielt. Vor allem aber ist er zusammen mit Chris der beste Kopfballspieler der letzten 25 Jahre. Die Zahl der gewonnenen Kopfballduelle insbesondere bei gegnerischen Standards ist so hoch wie bei keinem IV der Eintracht-Neuzeit.
Hinzu kommt seine sichere Spieleröffnung, die um Welten besser ist als die von Theate, Tuta und Collins zusammen. Lediglich Kristensen kommt da wenigstens halbwegs mit.

Zudem hilft der jungen Truppe seine wichtige Erfahrung und insgesamt der Mannschaft, dass er Deutscher ist. Irgendwann müssen wir auch auf diese Quote achten.

Ich schließe mich deinem Wunsch, ihn zu halten, deshalb zu 100 % an. Ihn risikolos zu ersetzen halte ich dagegen im Gegensatz zu dir für schwierig.
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Wundern tut mich im Übrigen auch, dass die Bitte der Moderation, die Nachtreterei gegen Kritiker zu beenden, hier so beharrlich ignoriert wird.
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skyeagle schrieb:

Original Wortlaut hab ich jetzt nicht mehr im Kopf, kann man aber ja nachhören. Ich war da auch sehr erstaunt, weil er das derart klar ausgeschlossen hat.


Er hat halt auf die Frage gesagt, dass in Bezug auf die Startelf aktuell andere Spieler gegenüber Uzun und Wahi die Nase vorn haben.
Er hat dann auch nachgeschoben, dass das eine Entscheidung für die Stammspieler ist und keine gegen die Genannten.
Weil wir nun mal die Qualität im Kader haben, die wir haben.

Was hier jetzt schon wieder reininterpretiert wird von Personen, die die PK nicht gesehen haben und die Aussage gar nicht selbst gehört haben, ist schon wieder abenteuerlich.

Wartet doch einfach mal ab, gibt doch absolut keinen Grund jetzt schon sich für die nächste Saison aufzuregen.

Ja, Wahi sah teilweise sehr watschelnd aus.
Fun fact, diese Art zu laufen wurde auch sehr lange genutzt um gegen die Einsätze eines gewissen Chandler zu argumentieren.

Von Mr. Phlegma Alex Meier mal ganz zu schweigen.

Halten wir doch einfach fest, dass bis auf kleine Ansätze, wir bisher nichts gesehen haben, was die Ablöse rechtfertigt, wir alle aber hoffen, dass mit der Vorbereitung wir dann den Wahi nächste Saison sehen, den wir sehen wollen.

Sollte das nicht der Fall sein, wird jeder noch genügend Gelegenheit bekommen um sich aufzuregen.
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Danke, Semper.
Mich wundert dieses plötzliche Wahi-Bashing sehr. Es begann mit "lustlosem Warmmachen" (ich hab von den Reservisten noch nie etwas anderes gesehen als stehend den Ball bisschen hochhalten im Stand) und steigerte sich bis zu seinem möglichen sofortigen Abgang.

Als er reinkam ist er erstmal den Platz hoch und wieder runter gespurtet. Dann musste er augenscheinlich ein bisschen verschnaufen.
Bis jetzt bin ich auch nicht begeistert von seinen Auftritten, aber wundern tut es mich nach der Vorgeschichte mit seiner Verletzung und der mangelnden Fitness nicht. Ein Urteil möchte ich erst nach der Sommervorbereitung und einigen Einsätzen in der Startelf treffen.
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Ich träume wohl immer noch.

Von den 20 jüngsten Aufstellungen der Liga in dieser Saison sind gleich 10 von uns. Auch die allerjüngste ist unsere.
Trotz dessen sind wir seit Spieltag 9 auf einem CL Platz und haben unser spannendes Finale dafür auswärts gewonnen!

Wir haben unseren besten Spieler abgegeben. Obwohl die beiden geholten Ersatzstürmer nur sporadisch spielten und ihn zu 0% ersetzen konnten, hat dieses Team es geschafft auch in der Rückrundentabelle auf Platz 5 zu kommen. Nur 1 Punkt hinter Platz 4. Und das, obwohl wir als letztes deutsches Team international rausgeflogen sind (zwar am selben Spieltag wie der BVB und die Bauern, aber isso!).

Wir haben einen Trainer, dessen Vater bereits unser Trainer war und der unser Spieler war. Der ist mit uns bei Schuis 6:3 gegen Reutlingen aufgestiegen.

Wir sind noch vor den Brausen, vor den Bienen und nur hinter dem letzjährigen und dem diesjährigen Meister 3. und spielen nächste Saison mit einem jungen Team CL! Nebenbei waren wir im EL Viertelfinale. Ajax hat gegen uns abgeschenkt, weil wir sie im Hinspiel so beeindruckt haben!

Ich schreibe das hier, weil ich selbst zwischendurch vergesse was das überhaupt für ein geiler Scheiß ich, den wir erleben dürfen!
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EagleJ schrieb:

Wir haben unseren besten Spieler abgegeben. Obwohl die beiden geholten Ersatzstürmer nur sporadisch spielten und ihn zu 0% ersetzen konnten

Na, da würde ich mich als Michy Batshuayi aber schön bei dir bedanken. In 298 Minuten immerhin drei Tore, was insgesamt zu 3 Punkten für uns führte. Wer weiß, wo wir ohne diese drei Punkte gelandet wären. Und 98 Minuten pro Tor ist jetzt auch nichts, was man verstecken müsste. Jedenfalls ein bisschen mehr als 0 %.
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Das lief mMn total schräg ab. Abseits wird ja grundsätzlich nicht vom Feldschiri am Bildschirm überprüft. Nach langer Wartezeit wird der rausgeschickt und man sieht im TV, dass er sich (richtigerweise) auch nur die Handszene anschaut. Es vergehen damit noch knapp weitere zwei Minuten und auf einmal heißt es Abseits. Ich denke, das war im Grunde 'ne Konzessionsentscheidung, weil ihnen das Handspiel zu uneindeutig war und es keine belastbareren Perspektiven gab. Zumindest in dem englischen stream, den ich gesehen hab, gab's live keine Wiederholung mit "kalibrierter" Linie. Später in der Sportschau gab's zwar eine, aber die Rede war von "Shkiris großem Zeh" und die eingefügte Linie war im Verhältnis locker einen Fuß breit.
Sind dann halt auch die Grenzen von diesem Hyperkorrekktismus, den der VAR so mit sich bringt.
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Hogan Klee schrieb:

Ich denke, das war im Grunde 'ne Konzessionsentscheidung, weil ihnen das Handspiel zu uneindeutig war und es keine belastbareren Perspektiven gab.

Klingt zwar ein bisschen nach VT, aber ganz von der Hand zu weisen ist der Gedanke nicht. Ich dachte auch schon in diese Richtung.