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Xaver08

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https://www.rnd.de/gesundheit/neue-corona-variante-mit-59-mutationen-entdeckt-wie-gefaehrlich-ist-c-1-2-YVA4KLNDV5AXJABI6OJRMXUSZ4.html

Nachdem die Variante AY3 ja ohnehin noch ansteckender sein soll als Delta, kommt jetzt C12 um die Ecke. Vielleicht noch noch ansteckender? Es soll bereits auch schon vereinzelt Fälle davon in Europa geben (Schweiz, Portugal und natürlich in UK).

C12 ist weder von der WHO, noch vom RKI momentan eine "variant of interest", aber was nicht ist, kann ja noch werden.
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aber auch bei ay3 gibt es meines wissens noch nichts handfestes, ob diese variante wirklich ansteckender ist.

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Das gehoert nicht in den Willkommensthread

2 Beiträge wurde in "Sam Lammers Diskussion" verschoben.

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Das gehoert nicht in den Willkommensthread
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entnehme gerade der presse 2.0 (einem twittervideo), dass die cdu den stein der weisen entdeckt hat.

der neue chefalchemist ist der armin, der auf mehreren videoausschnipseln verkuendet, dass sie nicht nur einen weg gefunden haetten scheisse zu gold zu machen sondern bei der stahlproduktion auf kohle und eisenerz verzichten wollen und den gruenen stahl aus wasserstoff herstellen wollen. ein kobold wer boeses dabei denkt.

ok, ich gebe zu, einen teil davon habe ich erfunden.
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Zum Glück muss ich derzeit nicht Bahn fahren. Verstehe aber jeden, der dann lieber weiter mit dem Verbrenner pendelt, statt sich auf die Bahn zu verlassen. Irgendwo hat letztens einer schon scherzhaft spekuliert, ob Weselsky wohl von der Mineralölbranche gesponsort wird.
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ich nicht.

wenn ich mal mal wegen einer Dienstreise mit dem Abteilungswagen zur Arbeit fahre, stehe ich fast immer im Stau und komme spaeter als geplant. zugegebenermassen kommt das hin und wieder auch im zug vor, aber im vergleich zur uffregung wenn mal was zu spaet kommt, doch eher selten.

Das ist diese eigenartige Diskrepanz oder vielleicht auch eine Wahrnehmungsstoerung, stehen Leute im Stau, kommt keiner auf die Idee darueber zu orakeln, dass man ja Zug fahren wuerde/muesse mangels Planbarkeit des Autofahrens...
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Weil es auch hier gerne Medienschelte gibt, mal ein wie ich finde positives Beispiel. Gestern Abend im heute Journal ging es um Kinder. Besorgte Eltern kamen zu Wort, im Anschluss hat man dann aber auch einmal auf die Lage im Krankenhaus geschaut. Deutschlands größte Kinderkrankenhaus, das Klinikum Stuttgart hat im Jahr etwa 40.000 kleine Patienten, seit Ausbruch der Pandemie sind gerade einmal 20 Kinder wegen Corona stationär behandelt worden. Und es wurde erklärt wieso Kinder diese Erkrankung so gut wegstecken.
Gut gemacht fand ich. Vorhandenen Befürchtungen Raum gegeben, dann aber auch die Realität greifbar dargestellt und das extrem geringe Risiko erläutert.
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bestaetigt natuerlich, dass das individuelle risiko eines erkrankten kleinen patienten gering ist, was ja nichts neues ist, sollte es dabei bleiben, dass die risiken bei delta in deutschland vergleichbar zu alpha bleiben. in den usa scheint das anders zu sein.

die sorgen gelten deshalb auch weniger dem risiko der aktuten erkrankung sondern den mittelfristigen folgen von longcovid, wo es hinweise gibt, dass es nicht unerheblich sein koennte und den spaetfolgen der erkrankung ueber die naturgemaess noch nichts bekannt ist.

trotz allem kleine anmerkung (nicht nur am Rande):

wenn man beim Thema Risikobetrachtung ist, muss man natuerlich das Gesamtrisiko betrachten, dass sich aus dem Risiko einer Infektion/Erkrankung und den Folgen (respektive Risiken) einer Erkrankung zusammensetzt.

Bei Kindern wird immer das geringe Folgerisiko betont, allerdings wird unterschlagen, dass wir jetzt die Situation haben, dass das Risiko einer Infektion gegen 100% geht, sprich das Gesamtrisiko steigt im Vergleich zur Situation davor, wo das Infektionsrisiko durch Massnahmen gering(er) war.

Gleicht man das jetzt mit dem Infektoinsrisiko der letzten Monate fuer Menschen ab, die sich impfen lassen konnten, erhoeht sich das Risiko von Kindern im Vergleich mit ihnen. Wie weit das jetzt noch auseinander ist, kann ich nicht auseinanderklamuesern, aber in der oeffentlichen Debatte findet dieser Punkt keine Erwaehnung.
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Zum Thema Inzidenzrate vs. Hospitalisierungsrate
Hier hat mir schon eingeleuchtet, dass erstere nicht mehr dieselbe Bedeutung wie früher hat, aber auch ich war skeptisch ob es Sinn macht so ganz von ihr abzurücken, Stichpunkt Frühzeitiges Erkennen von Trends.
Gestern in der FAS wurde aber Kai Nagel von der TU Berlin zitiert, er beschäftigt sich mit Modellen und Simulationen. Sein Fazit: die Hospitalisierungsrate ist gut geeignet um rechtzeitig zu reagieren, er glaubt sogar die Inzidenzrate kann eine größere Verzögerung haben.
"Die Leute stecken sich an, bekommen nach 5 Tagen Symptome, gehen zum Arzt, haben einen Tag später das Testergebnis, am Tag darauf tritt das Gesundheitsamt in Aktion, und erst dann kommt die Ansteckung im Melderegister an". Die Einweisung von Covid-Patienten in ein Krankenhaus geht im schnitt schneller, weil gerade Patienten, die schwer erkranken, oft einen sehr raschen Krankheitsverlauf haben. Die schweren Fälle sind laut Nagel schon vier Tage nach Symptombeginn im Krankenhaus und nur einen Tag später auf der Intensivstation. Es müsse also erforscht werden, ob die Hospitalisierungsrate schneller oder langsamer reagiert als der Inzidenzwert.

Mir geht es nicht darum ob die eine Methode jetzt einen Tag schneller oder langsamer ist, klingt für mich danach als ob sie gleich schnell wären. Sondern es beruhigt mich zu hören, dass es keinen signifikanten Unterschied macht. Die Warnung "Wer nur auf die Krankenhäuser schaut, der sieht alles mit großer Verzögerung" scheint dann doch nicht zu stimmen.
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Sein Fazit ist aber nicht, dass es besser funktioniert, sondern, dass man es erforschen müsse, wie du zitierst.

Eintracht-Laie schrieb:

Es müsse also erforscht werden, ob die Hospitalisierungsrate schneller oder langsamer reagiert als der Inzidenzwert.

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Mal als kleiner Lesetipp zu Australien, wo die NoCovid-Strategie auch aufgrund fehlender Impfungen und der starken Delta-Variante nun gescheitert ist. Noch ist der Artikel ohne Abo lesbar

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-08/australien-corona-delta-variante-ausbruch-neuinfektionen-anstieg-no-covid/komplettansicht

"Man kann nur noch versuchen, die Stellung zu halten", sagt McCallum. "Du weißt, dass du verlierst. Aber wenn du weiterkämpfst und den Rückzug verlangsamst, besteht eine Chance, dass du den Impfstoff verteilt hast, bevor du komplett überrannt wirst." Nur darum gehe es noch, sagt der Infektionsforscher.


Damit sagt er genau das, was ich schon gesagt habe. Delta wird gewinnen. Es geht bestenfalls nur noch um Zeitgewinn.
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Nocovid war nie dafür ausgelegt auf Dauer zu funktionieren, sondern immer dafür gedacht Zeit zu gewinnen. Das ist ja nix neues, dass es in Summe darum geht den Prozess zu verlangsamen ist doch auch keine Sensation oder Neuheit, ebendrum war es so wichtig zu einem frühen Zeitpunkt die Zahlen zu drücken.

Dass jetzt am Ende die Tatsache, dass andere Länder massiv Infektionen zugelassen haben, und so Varianten produziert haben, die gefährlicher sind und Australien in der Impfstoffverteilung wegen der niedrigen Zahlen nach hinten priorisiert wurde, entbehrt nicht eine gewissen Ironie.

Unbenommen scheint Australien bei der Bestellung noch Fehler gemacht zu haben.

Aber das Framing in dem Artikel ist spannend, da schwingt Häne mit.  das mit dem Sandwich und der Strafe hat mich schon interessiert, hab dazu nix gefunden, lediglich zwei die für Sex am Beach bestraft wurden, außerdem dürfen sich wohl nicht mehr als zwei aus unterschiedlichen Haushalten draußen treffen, klingt anders als der Artikel
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Eintracht-Laie schrieb:

Mir geht es nicht darum ob die eine Methode jetzt einen Tag schneller oder langsamer ist, klingt für mich danach als ob sie gleich schnell wären. Sondern es beruhigt mich zu hören, dass es keinen signifikanten Unterschied macht. Die Warnung "Wer nur auf die Krankenhäuser schaut, der sieht alles mit großer Verzögerung" scheint dann doch nicht zu stimmen.


Kommt erstmal drauf an, ob man auf die Hospitalisierung oder auf die Intensivpatienten schaut. Die Hospitalisierung wird ja vom RKI nur wöchentlich aufbereitet. Sofern die den zuständigen Stellen täglich zur Verfügung steht, ist der Verzug natürlich geringer. Aber ganz ohne Verzug kann ich es mir nicht vorstellen, wenn ich mir auch die Entwicklung dort anschaue. Aber wir reden hier vermutlich von wenigen Tagen.

Die Intensivpatienten hingegen hängen klar zurück. Bei den letzten Wellenbewegungen lagen wir da fast immer genau bei 11 Tagen Verzug zur Inzidenz. Also wenn zB zahlen stagnieren, dann ins Plus übergehen und die Intensivpatientenzahlen dann genau 10 bis 12 Tage danach auch ins Plus übergehen.

So ist zB klar, dass wir angesichts des Anstiegs in den letzten Wochen noch die nächsten anderthalb Wochen sowieso 30 bis 50 Prozent Wochenanstieg sehen werden.
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Dazu kommt, dass es bei der Hospitalisierung Nachmeldungen in der Größenordnung von ca. 70% im Verlauf von ca 1 Woche gibt, was nochmal eine Zeitverzögerung bedeutet
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LDKler_neu schrieb:

Wobei das eigentlich nicht witzig ist, wenn man an die unfreiwillig ungeimpften Kinder denkt. Die werden einfach ungefragt mitdurchseucht, das finde ich wirklich übel.


Du würdest also lieber alle Kinder (bis zu welchem Alter nach unten eigentlich?) ohne aussagekräftige Studien impfen lassen?
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Warum?

Die Zulassung ist, wie mittlerweile hinreichend bekannt, auf dem Weg. Daten sollen in den USA für 6-11 Anfang/Mitte September, 2-5 Ende September, 6 Monate bis 1 Jahr Oktober/November zur Verfügung stehen.
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Es gibt halt aber auch keine Evidenz, dass Impfungen für Kinder unter 12 nötig waren. Und alle anderen können sich jetzt impfen lassen. Außer halt dem kleinen Teil, der sich tatsächlich nicht impfen lassen kann, aber was willste jetzt machen? Die wird es auch weiterhin geben, und die gab und gibt es auch schon bei anderen Impfungen, wo die entsprechenden Krankheiten für einen gesunden Erwachsenen tendenziell gefährlicher sind als Covid-19 (Kinderkrankheiten oder früher halt die Pocken).
Mit diesem Argument könnten wir ja wirklich ewig so weitermachen.
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Adlerdenis schrieb:

Es gibt halt aber auch keine Evidenz, dass Impfungen für Kinder unter 12 nötig waren.


Es gibt aber leider auch keine Evidenz, dass eine Coviderkrankung für Kinder ungefährlich ist, der aktuelle Wissensstand weißt eher in eine andere Richtung. Da das aktuelle Vorgehen auf eine Infizierung aller Kinder vermutlich noch diesen Winter rausläuft, muss man das mitberücksichtigen. Stört ein bisschen bei der zurück zur Normalität Romantik, aber ist halt so.

Wir infizieren alle Kinder, obwohl es noch dieses Jahr einen Impfstoff für sie geben kann.
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Wenn man sich die Zahlen in NRW anschaut, kann man erkennen, dass die Abschaffung der Inzidenz als Messwert, als Schützenhilfe für Laschet, politisch motiviert ist.

So, vermutlich die Hoffnung, lassen sich die hohen Zahlen kaschieren, bis zur Bundestagswahl reicht ja. Passend dazu die Abschaffung der Kontaktnachverfolgung in NRW
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In Israel hat man mit den Drittimpfungen wohl gute Erfahrungen gemacht

https://www.zeit.de/wissen/2021-08/israel-drittimpfung-delta-variante-corona-booster-impfung-wirksamkeit

Wird wohl demnächst los gehen bei uns ...
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Vereinzelt wird es schon gemacht und in BW kann sich die Risikogruppe 1 ab September zum dritten Mal impfen, wenn die 2. Impfung mehr als 6 Monate zurückliegt
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Xaver08 schrieb:

Du meinst Masken bei stundenlangen OPs bringen nix?


Bei OPs geht es beim Tragen der Masken nicht um das Verhindern des Eindringens kleinster Aerosole. Zumindest OP-Masken dürften bei stundenlangem Gebrauch im Schulraum irgendwann nur noch eingeschränkt helfen.
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es gibt verschiedene moeglichkeiten bei ops, entweder werden klassische op masken getragen, die rel. wenig zum eigenschutz beitragen, aber immer noch einen relativ grossen passiven schutz haben, sprich sie schützen das gegenüber (patient und anderes personal)

eine ffp2 maske ist natürlich besser, denn zum einen haben sie (falls sie gut passen) einen hohen eigenschutz und einen noch höheren passivschutz, ffp2 oder ffp3 masken werden auch in krankenhäusern oder ops verwendet, je nach anwendungsfall (entweder notwendiger eigenschutz für das krankenhaus oder oppersonal oder höherer notwendiger schutz für den patienten). aber in beiden fällen funktionieren masken über längere zeit (so so nicht vollgeschlabbert werden) und nicht nur über 15 minuten.

eine op maske ist immer noch besser als nichts, vor allem wenn, wie es sinnvoll wäre und auch schon oft genug andiskutiert worden ist, im klassensaal zusätzlich luftfilter existieren würden und regelmässig gelüftet werden würde und beispielsweise 2mal die woche ein pooltest gemacht wird. streng nach dem schweizer scheibenkäsemodell, falls das ein begriff ist.
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Die Frage ist, ob das überhaupt großartig was bringt.
Bei 15 Minuten im Stadtbus, S-Bahn oder Supermarkt sicherlich.
Aber wenn man über Stunden im geschlossenen Raum sitzt, kommt doch die Luft automatisch in ausreichender Menge an den Masken vorbei und die Viren können sich somit verteilen.
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Du meinst Masken bei stundenlangen OPs bringen nix?
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Vael schrieb:

Frag mal die Mitarbeiter in England ob das keine Katastrophe ist. Die füllen sich gerade wieder.


Will jetzt nix relativieren, aber die Zahlen der Hospitalisierungen in GB stagnieren seit ca. einem Monat mehr oder weniger und liegen immer noch 75-80 % niedriger als zu Jahresbeginn.

https://coronavirus.data.gov.uk/details/healthcare

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In uk war die Situation auch schon vor einem Monat nicht unentspannt, dass es nicht so schlimm ist wie letztes Jahr, heißt ja nicht dass es gut ist. Es werden wieder OPs verschoben.

Aber zumindest in Schottland steigen die Zahlen wieder steil, bis das in Krankenhäusern ankommt wird es ein bisschen dauern, ist ja zeitverzögert und zum Glück ist der proportionalitätsfaktor niedriger
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Ich sortiere dich jetzt mal spontan als einer dieser Männer ein.

Du weißt genau wie ich es gemeint habe und brauchst deswegen hier jetzt nicht deine oberlehrerhafte Art raus hängen zu lassen. Scheinbar scheint das aber ein zwingendes Kriterium zu sein um in diesem Forum Mod werden zu dürfen.

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Meine Frage war ernst gemeint, warum du mich jetzt saudoof und schräg von der Seite anmachst, verstehe ich nicht.

Ich würde wirklich gerne wissen, wohin deine Kritik zielt.

Medienkritik könnte ich in gewisser Weise nachvollziehen, denn da wird vielleicht wirklich nicht ganz klar gemacht, was es bedeutet, wenn neue Varianten auftauchen und man am Anfang noch nicht sicher weiß, ob sie ansteckender sind, aber durchaus die Möglichkeit besteht, dass es so sein könnte, was bei dieser Deltaunterart der Fall zu sein scheint.

Aber selbst da fand ich den Spiegelartikel ok oder meinst du es soll gar nicht darüber berichtet werden?
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Xaver08 schrieb:
ö
Es gibt immer tausend (vor allem persönliche) Gründe, warum gerade jetzt ein falscher Zeitpunkt für einen Streik ist


Das ist richtig. Da hier in BaWü aber praktisch alle Baustellen immer in den Ferien sind, sind die Ausweichmöglichkeiten für die mit der Bahn fahrenden Arbeitnehmer aktuell noch mal deutlich eingeschränkter. Aber ja... so trifft man ja nicht die armen Schüler und Eltern, die jetzt frei haben...

Jedenfalls sammeln Bahn und GDL in diesen Wochen unzählige Gründe dafür, warum man die Bahn nicht nutzen und beim Auto bleiben sollte.

Und nein, ich habe weiterhin nix gegen das Streikrecht.
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Aber wann ist er denn jetzt, der perfekte Zeitpunkt für einen Streik, an dem niemand gestört wird?
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Vael schrieb:

Auch auf meinen, denn Montag ist die Autobahn mal wieder die Hölle fürchte ich.
     


Sei froh, dass nur das das Problem ist.

Ich fahre ja immer mit Bus und S-Bahn.

S-Bahn-Haltestelle, wo ich losfahre > Umbau bis Ferienende in BaWü, Ersatzbusse von dort zu zwei Stationen später, bei Rückfahrt verpasse ich dann den Bus und kann bis zu einer Stunde am Bahnhof stehen, daher keine Option

Option 1: Ich fahre bis auf die Arbeit > Kostet mich 9 Euro Parkgebühren plus Nerven im Stadtverkehr, zusätzlich zum Bahnticket, was ich bezahle

Option 2: Ich fahre bis zu einem bestimmten Ort, der gut erreichbar ist und P+R anbietet. Das mache ich jetzt auch schon seit Wochen. Problem dabei ist. Der Ort hat S-Bahn- und U-Bahn-Anschluss.  S-Bahnen fahren in Stuttgart aber nicht dahin, wo ich hin muss, weil der Tunnel saniert wird. Dazu ist die Alternativstrecke gerade gesperrt worden gestern, weil Probleme mit den Rädern entstanden sind (hoher Verschleiß). Über Bahnhof war zeitweise bisher auch schwierig, weil S21 und die letzten 2 Tage noch gesperrt wegen rausgestürzten Steinen.
Die U-Bahn, mit der ich sonst alternativ fahren könnte, ist übrigens auch gesperrt. Wegen Umbau.
Demnach geht es nur mit bestenfalls stückweise S-Bahn und dann Umsteigen auf alternative (überfüllte) U-Bahn-Wege oder Ersatzbusse auf die Arbeit, dazu noch die Fahrerei mit Auto, die Benzinkosten und Parkkosten verursacht.

Und genau in diese Situation streikt man noch rein. Das ist dann nur ein Teilaspekt, aber man darf sich dann nicht wundern, wenn ich hart kämpfen muss, um Verständnis zu erzeugen.

Ich bin gerade verkehrstechnisch bereits in einem absoluten Ausnahmezustand. Und ich frage mich wirklich seit Wochen, warum ich aus Klimaschutzgedanken heraus noch weiter mit dem Nahverkehr fahren soll.
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Wann wäre denn der richtige Streikzeitpunkt für die Gdl?

Wenn die Baustellen behoben sind, die Dich betreffen?
Wenn S21 fertig ist? Oder der Klimawandel gestoppt ist?

Es gibt immer tausend (vor allem persönliche) Gründe, warum gerade jetzt ein falscher Zeitpunkt für einen Streik ist

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sonofanarchy schrieb:

Hat irgendwas von den inflationären neuen Dimensionen von Gewalt die es seit 20 Jahren im Fußball gibt. An irgendeinem Punkt kann ich das alles nicht mehr ernst nehmen.

Ja ist bei mir auch. Es soll ja nicht ins verharmlosen von Corona abgleiten aber als ansteckender und noch gefährlicher und noch schlimmer... irgendwann ist es auch mal gut. Oder man fällt in 3 Jahren direkt tot um wenn man mit dem Virus in Kontakt kommt.

Es ist schlimm genug so wie es ist. Da muss man nicht immer wieder einen weiteren Deckel oben drauf setzten.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

Es ist schlimm genug so wie es ist. Da muss man nicht immer wieder einen weiteren Deckel oben drauf setzten.

Wer ist denn dieser Man(n) mit dem Deckel?

Das Virus, das vom Ausgangspunkt über Alpha zu Delta  in der Tat eine für uns ungute Entwicklung genommen hat oder
die Medien, die Schwierigkeiten haben, den Stand der Wissenschaft mit all seinen vollkommen normalen Unsicherheiten zu kommunizieren?

Denn, dass sich da auch jetzt noch was zum negativen entwickeln kann, ist klar. Zur Erinnerung nochmal, höhere Anateckungsrate kann ( innerhalb gewisser Grenzen) kritischer sein als eine höhere Sterblichkeitsrate.