
a.saftsack
42968
propain schrieb:
Auch für das Deutschlandbild im Ausland war die WM hervorragend, das Bild des langweiligen Michels ist wohl jetzt ein etwas anderes. .
Und zum Thema: Mir fehlte da bei der WM doch so einiges, was man im Ligaalltag schätzt. Es war vlt. "fröhlicher", aber lebhafter? Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Argentinien) herrschte da doch meist das Schweigen im Walde (in diesem speziellen Fall sogar im wahrsten Sinne des Wortes). So 'ne lasche Friedhofsstimmung bzw. aufgesetzte Partystimmung wie in den meisten Spielen auf einem Großteil der Tribünen herrschte, brauche ich im Waldstadion nicht.
Allerdings: Etwas anderes erwartet habe ich von dieser Veranstaltung auch nicht; zumal es in der Natur der Sache liegt, dass man (zumindest ausländische) Nationalmannschaften kaum derart supportet, wie man dies bei der Mannschaft seines Herzens machen würde.
lt.commander schrieb:
Der Gedankengang von Dir, das in diesem Fall Schäuble Hools, Serienmörder und islamistische Terroristen und deren Netzwerke gleich gesetzt werden ist sicherlich nicht richtig. Keiner der Politiker würde das tun, dessen bin ich sicher.
Nun ja, selbst wenn dem so ist, halte ich die völlig unterschiedslose Nennung (und dies in dieser oder zumindest ähnlicher Form nicht zum ersten Mal) von Hools, Serienmördern und Terroristen in einem Satz zumindest für fahrlässig. Großartige Differenzierungen kann ich dort jedenfalls nicht erkennen - diese fehlende Feinabstufung ist allerdings nicht Schäubles Problem, da die Auswirkungen der Ausführungen des Innenministers ja nicht ihn, sondern indirekt leider uns treffen.
Was ich sagen will: Zusammen mit dem relativ umfassenden "Hooligan"-Begriff der in der breiten Bevölkerung vorherrscht, wirkt dieser Satz negativ auch auf uns Normalos zurück, da, ob gewollt oder nicht, hier eine Nähe (nicht geistig, sondern mehr in der Art, wie man diese Gruppen einzustufen hat) zu Serienmördern/Terroristen konstruiert wird. DAS ist für mich das eigentlich "Anstößige" an dem Statement Schäubles.
Ob die Geschichte mit Europol ansich für uns nun positiv oder negativ ist, bleibt abzuwarten, ich fühle mich in dem Punkt noch nicht ausreichend vorgebildet, um mir diesbezüglich ein wirkliches Urteil erlauben zu können.
Meine Kritik richtete sich zunächst einmal weniger an die Maßnahme an sich - was mir letztendlich den Magen umdrehte war, wie selbstverständlich der Bundesinnenminister "Hooligans" mit Serienmördern und Islamisten in einen Topf wirft. Und ich will hier auch keineswegs diejenigen in Schutz nehmen, die sich im Mantel des Fußballfans auf Krawalltouren durch Europa begeben - die Zustände, die bei Spielen der Nationalmannschaft insbesondere im nahen Osteuropa herrschen, sind mit Sicherheit verbesserungsbedürftig. Ob man diese Schwachmaten dann aber gleich mit Serienkillern oder Terroristen gleichsetzen muss, nun, ich weiß ja nicht...
Viel entscheidender ist aber etwas anderes: Ein Wolfgang Schäuble hat mit Sicherheit kein so differenziertes Verständnis bzgl. Normalos; Ultras und Hooligans, wie wir es haben. Man kann getrost davon ausgehen, dass sich die Herren Politiker bei der Konkretisierung des Begriffes "Hooligan" an solch fragwürdige Instrumente wie die GWS-Datei halten, deren Sinnhaftigkeit durch die relativ wahllose und willkürliche Erfassung auch diverser im Grunde genommen friedlicher Fans doch arg in Frage gestellt ist (s.auch hier).
Das gleiche gilt für die breite Masse der Bevölkerung - das man mit einem Frankfurt-Schal seitens "normaler Bürger" schnell einmal einen scheelen Blick riskiert, dürfte kein unbekanntes Phänomen sein - Vorurteile über eine generelle Bereitschaft zur Gewaltausübung von Fußballfans (und hier im Besonderen Eintracht-Fans) besitzen in der Bevölkerung einen durchaus beachtlichen Verbreitungsgrad. Und wenn Schäuble dann "Hooligans" in eine Reihe mit Serienmördern und Islamisten stellt, sollte mich das als friedlichen Fußballfan, der bislang noch keine noch so geringe körperliche Auseinandersetzung im Rahmen eines Fußballspieles hatte, eigentlich nicht tangieren... - angesichts dessen, wie inflationär "Hooligan" im allgemeinen Sprachgebrauch aber verwendet wird, tut es dies dann letztendlich doch (ich erinnere hier z.B. noch einmal an den glanzvollen Auftritt des Herrn Hocke vom HFV; der vor einigen Wochen im "Heimspiel" die U23-Supporter ohne zu zögern komplett in die Schublade "notorische Krawallmacher" steckte...); denn solche Äußerungen fallen leider immer auch auf die breite Masse der normalen Fußballfans zurück...
Das Schäuble aus seiner Sicht aller Wahrscheinlichkeit nach völlig rational handelt, steht außer Frage. Er ist verantwortlich für diesen Bereich, also versucht er das Optimum in Sachen Sicherheit zu erreichen, auch wenn er hier und da vlt. einmal über das Ziel hinausschießt. Seine Aufgabe ist nun einmal die Gewährleistung einer größtmöglichen Sicherheit - und dieses Ziel ist nun mal am ehesten zu erreichen, indem man jedes auch nur ansatzweise verdächtige Subjekt an die Kandarre nimmt. Würde er sich als Anwalt der Fußballfans gerieren, wäre er in seinem Amt deplatziert...
Aber: Nur weil dies für den Innenminister eine völlig rationale und selbstverständliche Geschichte ist, muss ich deswegen noch nicht Beifall klatschend daneben stehen.
Viel entscheidender ist aber etwas anderes: Ein Wolfgang Schäuble hat mit Sicherheit kein so differenziertes Verständnis bzgl. Normalos; Ultras und Hooligans, wie wir es haben. Man kann getrost davon ausgehen, dass sich die Herren Politiker bei der Konkretisierung des Begriffes "Hooligan" an solch fragwürdige Instrumente wie die GWS-Datei halten, deren Sinnhaftigkeit durch die relativ wahllose und willkürliche Erfassung auch diverser im Grunde genommen friedlicher Fans doch arg in Frage gestellt ist (s.auch hier).
Das gleiche gilt für die breite Masse der Bevölkerung - das man mit einem Frankfurt-Schal seitens "normaler Bürger" schnell einmal einen scheelen Blick riskiert, dürfte kein unbekanntes Phänomen sein - Vorurteile über eine generelle Bereitschaft zur Gewaltausübung von Fußballfans (und hier im Besonderen Eintracht-Fans) besitzen in der Bevölkerung einen durchaus beachtlichen Verbreitungsgrad. Und wenn Schäuble dann "Hooligans" in eine Reihe mit Serienmördern und Islamisten stellt, sollte mich das als friedlichen Fußballfan, der bislang noch keine noch so geringe körperliche Auseinandersetzung im Rahmen eines Fußballspieles hatte, eigentlich nicht tangieren... - angesichts dessen, wie inflationär "Hooligan" im allgemeinen Sprachgebrauch aber verwendet wird, tut es dies dann letztendlich doch (ich erinnere hier z.B. noch einmal an den glanzvollen Auftritt des Herrn Hocke vom HFV; der vor einigen Wochen im "Heimspiel" die U23-Supporter ohne zu zögern komplett in die Schublade "notorische Krawallmacher" steckte...); denn solche Äußerungen fallen leider immer auch auf die breite Masse der normalen Fußballfans zurück...
Das Schäuble aus seiner Sicht aller Wahrscheinlichkeit nach völlig rational handelt, steht außer Frage. Er ist verantwortlich für diesen Bereich, also versucht er das Optimum in Sachen Sicherheit zu erreichen, auch wenn er hier und da vlt. einmal über das Ziel hinausschießt. Seine Aufgabe ist nun einmal die Gewährleistung einer größtmöglichen Sicherheit - und dieses Ziel ist nun mal am ehesten zu erreichen, indem man jedes auch nur ansatzweise verdächtige Subjekt an die Kandarre nimmt. Würde er sich als Anwalt der Fußballfans gerieren, wäre er in seinem Amt deplatziert...
Aber: Nur weil dies für den Innenminister eine völlig rationale und selbstverständliche Geschichte ist, muss ich deswegen noch nicht Beifall klatschend daneben stehen.
a.saftsack schrieb:
Nunja, man mag von der Idee halten was man will, aber bei der folgenden Formulierung fiel mir vorhin (mal wieder...) der Löffel aus der Hand (vor allem angesichts der Tatsache, wie schnell die Herren Politiker und Funktionäre mittlerweile mit dem Wort "Hooligan" um sich werfen):
"So solle Europol künftig auch für die Bekämpfung aller Formen schwerer grenzüberschreitender Straftaten zuständig sein.
Als Beispiele nannte der CDU-Politiker einen in mehreren Ländern aktiven Serienmörder oder die Hooligan-Kriminalität bei Sportereignissen. Auch sollten gemeinsame Ermittlungsgruppen aus Polizeien einzelner Mitgliedstaaten und von Europol ermöglicht werden. "Nationale Polizeibeamte sollen wissen, dass sie bei grenzüberschreitender Kriminalität Hilfe von Europol erwarten können", erklärte Schäuble. Das gelte etwa für den Austausch von Informationen über islamistische Netzwerke."
Eine wahrlich illustre Gesellschaft...
Nochmal ohne missverständlichen Satzbau...
Nunja, man mag von der Idee halten was man will, aber bei der folgenden Formulierung fiel mir vorhin (mal wieder...) der Löffel aus der Hand, angesichts der Tatsache, wie schnell die Herren Politiker und Funktionäre mittlerweile mit dem Wort "Hooligan" um sich werfen:
"So solle Europol künftig auch für die Bekämpfung aller Formen schwerer grenzüberschreitender Straftaten zuständig sein.
Als Beispiele nannte der CDU-Politiker einen in mehreren Ländern aktiven Serienmörder oder die Hooligan-Kriminalität bei Sportereignissen. Auch sollten gemeinsame Ermittlungsgruppen aus Polizeien einzelner Mitgliedstaaten und von Europol ermöglicht werden. "Nationale Polizeibeamte sollen wissen, dass sie bei grenzüberschreitender Kriminalität Hilfe von Europol erwarten können", erklärte Schäuble. Das gelte etwa für den Austausch von Informationen über islamistische Netzwerke."
Eine wahrlich illustre Gesellschaft...
"So solle Europol künftig auch für die Bekämpfung aller Formen schwerer grenzüberschreitender Straftaten zuständig sein.
Als Beispiele nannte der CDU-Politiker einen in mehreren Ländern aktiven Serienmörder oder die Hooligan-Kriminalität bei Sportereignissen. Auch sollten gemeinsame Ermittlungsgruppen aus Polizeien einzelner Mitgliedstaaten und von Europol ermöglicht werden. "Nationale Polizeibeamte sollen wissen, dass sie bei grenzüberschreitender Kriminalität Hilfe von Europol erwarten können", erklärte Schäuble. Das gelte etwa für den Austausch von Informationen über islamistische Netzwerke."
Eine wahrlich illustre Gesellschaft...
Metalmaniac schrieb:
Die Gespräche mit Red Bull könnten sich schnell komplett erledigt haben. In Kölmel-Kreisen hält man es für nahe liegend, dass das Energydrink-Unternehmen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Sachen Umbenennung (in Red Bull oder RB Leipzig) auf Granit gestoßen ist und deswegen keine große Lust mehr auf das Investment hat (50 Millionen Euro sollten in zehn Jahren fließen). In der Frankfurter Kommandozentrale des DFB sieht man sich ungern in der Rolle der auf Paragrafen reitenden Verhinderer. „Beim DFB wurde sehr intensiv über das Thema Leipzig und Red Bull gesprochen“, sagte DFB-Direktor Willi Hink gestern dieser Zeitung. Die Gespräche seien „an oberster Stelle angehängt“ gewesen und man habe sich auf kurzem Dienstweg gefragt: „Wie können wir Leipzig helfen?“
(...)
Um gegen das Umbenennungsverbot vorzugehen, muss ein Antrag beim kommenden DFB-Bundestag gestellt werden. Ob die vorwiegend älteren Tugendwächter im Oktober einem derartigen Antrag zustimmen, ist eher unwahrscheinlich.
Manchmal, aber auch wirklich nur manchmal, liebe ich den senilen Seniorenclub beim DFB. Bleibt zu hoffen, dass sich die Herren nicht von diversen Einflüsterern aus Politik und Wirtschaft umstimmen lassen... - die Gefahr RB & Co. bleibt latent bestehen.
Nochmal zur Spende für die Fanrechte-Initiative:
Ich habe noch einmal privat 19,50€ (Restguthaben Stadionwelt-Abo) an die Initiative überwiesen, dies allerdings auf den Namen des EFC Timo Kunert verbuchen lassen.
Sollten also jemand von euch ebenfalls noch privat zusätzlich etwas an den Fanrechtefonds überweisen, würde ich euch bitten, dies ebenfalls auf den Namen des EFC verbuchen zu lassen. Dies hat u.a. etwas mit der Stimmberechtigung bei der Spenderversammlung zu tun (1% des Gesamtspendenvolumens als Grenze). Ich glaube zwar nicht, dass unser Gesamtspendenaufkommen an diese Grenze einmal heranreichen wird (Kontostand der Ini am 15.12.: 3.864,35 € /// unser gesamtes Spendenvolumen Stand heute: 29,50€), aber es tut ja auch keinem weh, wenn er seine Privatspende im Namen des EFC tätigt.
Ich habe noch einmal privat 19,50€ (Restguthaben Stadionwelt-Abo) an die Initiative überwiesen, dies allerdings auf den Namen des EFC Timo Kunert verbuchen lassen.
Sollten also jemand von euch ebenfalls noch privat zusätzlich etwas an den Fanrechtefonds überweisen, würde ich euch bitten, dies ebenfalls auf den Namen des EFC verbuchen zu lassen. Dies hat u.a. etwas mit der Stimmberechtigung bei der Spenderversammlung zu tun (1% des Gesamtspendenvolumens als Grenze). Ich glaube zwar nicht, dass unser Gesamtspendenaufkommen an diese Grenze einmal heranreichen wird (Kontostand der Ini am 15.12.: 3.864,35 € /// unser gesamtes Spendenvolumen Stand heute: 29,50€), aber es tut ja auch keinem weh, wenn er seine Privatspende im Namen des EFC tätigt.
Fussballidol schrieb:
Ich weiß ja nicht wie Ihr es haltet wenn ihr mal zu einem andern Spiel als bei der Eintracht geht.
Ich halt es so, entweder bei der SGE oder Gästeblock! Ist im Normalfall die bessere Stimmung!
Das halte ich allerdings für ein ziemlich egoistisches Verhalten. Wenn ich mir mal ein anderes Spiel ansehen sollte, gehe ich in den neutralen Bereich. Als Eintracht-Anhänger störe ich deren Support doch ansonsten genauso, wie Fans anderer Vereine ihn bei uns durch ihre deplatzierte Anwesenheit im SGE-Block stören (immer vorrausgesetzt, dass man den beiden spielenden Mannschaften auch mehr oder weniger neutral gegenüber steht).
Schrotti schrieb:
Bitte reichlich Geld überweisen an:
Und wem "reichlich Geld" dann doch etwas zu unpräzise ist, der sei noch mal daran erinnert, dass der Jahresbeitrag 24 Euro beträgt.
Kicker; 2.1.2007: schrieb:
Elf der Hinrunde (RL Nord) u.a. mit:
MARKO MARIN (4, M’GLADBACH II)
Eigentlich dürfte er noch zwei Jahre bei den A-Junioren eingesetzt werden, aufgrund seiner unnachahmlichen Art Fußball zu spielen ist der erst 17-jährige Dribbelkünstler (1,68 Meter) aus der Gladbacher Regionalligamannschaft nicht mehr wegzudenken. Seit dem zehnten Spieltag geht er dort zu Werke und sorgt beim Tabellenletzten für spielerische Kreativität.
Und genau dieses Video steht auch schon hier drin (s.Beitrag 98).
Der Schattenmann
*Jos Luhukay ist neuer Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Seltsam, denn eigentlich gilt er als Kandidat auf einen Chef-Posten. Ist die Beförderung etwa schon ausgemachte Sache?*
Na, wer sägt denn da am Stuhl von Don Flop?
*Jos Luhukay ist neuer Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Seltsam, denn eigentlich gilt er als Kandidat auf einen Chef-Posten. Ist die Beförderung etwa schon ausgemachte Sache?*
Na, wer sägt denn da am Stuhl von Don Flop?
Das ist ja dermaßen brutal schlecht gemacht, dass es glatt von einem Oxxen-Hasser kommen könnte, der diese Gestalten ein bisschen verarschen will.
Der Macher findet u.a. Bayern und Xavier Naidoo (in seiner Schreibweise: "Naiddo") gut... - was soll man dazu sagen?
Der Macher findet u.a. Bayern und Xavier Naidoo (in seiner Schreibweise: "Naiddo") gut... - was soll man dazu sagen?
Zu den Hintergründen noch einmal die Welt (30.12.2006)
"Gazprom bietet den Weißrussen an, den erhöhten Gaspreis auch durch ein Aktienpaket am Gas-Transitunternehmen Beltransgas zu begleichen. Letzter Verhandlungsstand war, dass Minsk nicht mehr als 50 Prozent der Beltransgas-Anteile abzugeben bereit ist. "Die Russen versuchen eine schleichende Übernahme von Beltransgas", sagt der Weißrussland-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Rainer Lindner. Unbedingtes Ziel von Gazprom sei es, auch die Kontrolle über die Leitungen zu bekommen. Rund ein Viertel des russischen Gases gehen über Weißrussland nach Westen.
Dass dies gelingen kann, zeigt das Beispiel Ukraine. Genau vor einem Jahr hatte Gazprom ebenfalls mit einem Lieferstopp gedroht. Anschließend hatte der Energieriese nicht nur eine Erhöhung des Preises um mehr als das Doppelte erzielt. Zugleich hatte er auch die Hälfte der Anteile am Gashandelsunternehmen RosUkrEnergo bekommen, dessen Kontrolle sukzessive - laut Insidern nicht zuletzt mit Hilfe von Schmiergeldzahlungen - an die Russen übergeht."
"Gazprom bietet den Weißrussen an, den erhöhten Gaspreis auch durch ein Aktienpaket am Gas-Transitunternehmen Beltransgas zu begleichen. Letzter Verhandlungsstand war, dass Minsk nicht mehr als 50 Prozent der Beltransgas-Anteile abzugeben bereit ist. "Die Russen versuchen eine schleichende Übernahme von Beltransgas", sagt der Weißrussland-Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Rainer Lindner. Unbedingtes Ziel von Gazprom sei es, auch die Kontrolle über die Leitungen zu bekommen. Rund ein Viertel des russischen Gases gehen über Weißrussland nach Westen.
Dass dies gelingen kann, zeigt das Beispiel Ukraine. Genau vor einem Jahr hatte Gazprom ebenfalls mit einem Lieferstopp gedroht. Anschließend hatte der Energieriese nicht nur eine Erhöhung des Preises um mehr als das Doppelte erzielt. Zugleich hatte er auch die Hälfte der Anteile am Gashandelsunternehmen RosUkrEnergo bekommen, dessen Kontrolle sukzessive - laut Insidern nicht zuletzt mit Hilfe von Schmiergeldzahlungen - an die Russen übergeht."
Weißrußland beugt sich Gazprom-Diktat
*Einigung auf neue Gaspreise und Übernahme des Leitungsnetzes*
"Weißrußlands Ministerpräsident Sidorski sah alles andere als zufrieden auf, bei der Unterzeichnung des neuen Liefervertrages mit dem russischen Monopolisten Gazprom. Sein Land muß künftig den doppelten Preis für die Gaslieferungen des Nachbarlandes zahlen und die Hälfte seiner Leitungsgesellschaft abtreten. Vor allem dürfte sich Minsk jedoch politisch übergangen fühlen.
Der Preis für 1000 Qubikmeter Gast steigt mit dem neuen Vertrag auf 100 Dollar. Zudem wird Gazprom 50 Prozent des weißrussischen Leitungsnetzes übernehmen, was Moskau eine strategische Rolle bei der Zulieferung nach Mittel- und Westeuropa ermöglicht.
In Minsk hat man durchaus verstanden, daß es Gazprom – hinter dem der Kreml steht – nicht nur um einen höheren Preis geht.
(...)
Nicht nur die Erhöhung der Gaspreise hatte Gazprom schon vor Monaten angekündigt; bei dem letzten Treffen von Lukaschenko und Rußlands Präsident Wladimir Putin, bei dem es um die festgefahrenen Unionsverhandlungen ging, war von milliardenschweren Zollerhöhungen für weißrussische Produkte die Rede.
Das Problem Weißrußlands ist dabei, daß der Regierung tatsächlich im Moment wenig Möglichkeiten bleiben. Putin machte im vergangenen Jahr deutlich, wie er sich die Union zwischen beiden Staaten vorstellt – als Aufsaugen der Republik Belarus in Form einer autonomen Republik innerhalb der Russischen Föderation. Dem hat sich Minsk bislang erfolgreich widersetzt.
(...)"
*Einigung auf neue Gaspreise und Übernahme des Leitungsnetzes*
"Weißrußlands Ministerpräsident Sidorski sah alles andere als zufrieden auf, bei der Unterzeichnung des neuen Liefervertrages mit dem russischen Monopolisten Gazprom. Sein Land muß künftig den doppelten Preis für die Gaslieferungen des Nachbarlandes zahlen und die Hälfte seiner Leitungsgesellschaft abtreten. Vor allem dürfte sich Minsk jedoch politisch übergangen fühlen.
Der Preis für 1000 Qubikmeter Gast steigt mit dem neuen Vertrag auf 100 Dollar. Zudem wird Gazprom 50 Prozent des weißrussischen Leitungsnetzes übernehmen, was Moskau eine strategische Rolle bei der Zulieferung nach Mittel- und Westeuropa ermöglicht.
In Minsk hat man durchaus verstanden, daß es Gazprom – hinter dem der Kreml steht – nicht nur um einen höheren Preis geht.
(...)
Nicht nur die Erhöhung der Gaspreise hatte Gazprom schon vor Monaten angekündigt; bei dem letzten Treffen von Lukaschenko und Rußlands Präsident Wladimir Putin, bei dem es um die festgefahrenen Unionsverhandlungen ging, war von milliardenschweren Zollerhöhungen für weißrussische Produkte die Rede.
Das Problem Weißrußlands ist dabei, daß der Regierung tatsächlich im Moment wenig Möglichkeiten bleiben. Putin machte im vergangenen Jahr deutlich, wie er sich die Union zwischen beiden Staaten vorstellt – als Aufsaugen der Republik Belarus in Form einer autonomen Republik innerhalb der Russischen Föderation. Dem hat sich Minsk bislang erfolgreich widersetzt.
(...)"
Gasprom treibt die Preise
*Experten warnen: Auch deutsche Verbraucher werden die aggressive Preispolitik bezahlen müssen*
"Deutsche Verbraucher müssen wegen der aggressiven Preispolitik des russischen Energiemonopolisten Gasprom mit steigenden Gaspreisen rechnen. „Gasprom verfolgt eine Hochpreisstrategie, die sich in Kürze auch auf unserer Gasrechnung ablesen lässt“, sagte Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Die Preise könnten schon 2007 steigen.“ Auch der Energie-Experte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), Holger Krawinkel, warnte vor negativen Folgen: „Gas wird erheblich teurer, wenn es Gasprom nicht gelingen sollte, höhere Preise im Inland durchzusetzen und neue Vorkommen zu erschließen.“
(...)
Russland liefert ein Viertel des Gases für Europa und in mehr als 20 Länder. Größter Gasprom-Kunde in Europa ist Deutschland.
DIW-Expertin Kemfert fürchtet, dass Gasprom in Kürze auch deutsche Abnehmer unter Druck setzen wird. „Das wird auch Eon heimsuchen“, sagte Kemfert. Eon-Ruhrgas ist die größte deutsche Ferngasgesellschaft mit langfristigen Lieferverträgen mit Gasprom. Auch Lieferengpässe seien 2007 nicht unwahrscheinlich. Der russische Monopolist Gasprom läuft Gefahr, seinen Exportverpflichtungen nicht nachzukommen, weil marode Pipelines saniert werden und neue Gasfelder mit hohem Kapitalbedarf erschlossen werden müssen. „Es bestehen ernste Zweifel, ob Gasprom genug Kapital für diese Investitionen aufbringen kann“, sagte vzbv-Experte Krawinkel. Da Gasprom von der russischen Regierung gezwungen werde, Gas im Inland zu niedrigen Preisen zu verkaufen, sei die Versuchung groß, die Exportpreise anzuheben. "
*Experten warnen: Auch deutsche Verbraucher werden die aggressive Preispolitik bezahlen müssen*
"Deutsche Verbraucher müssen wegen der aggressiven Preispolitik des russischen Energiemonopolisten Gasprom mit steigenden Gaspreisen rechnen. „Gasprom verfolgt eine Hochpreisstrategie, die sich in Kürze auch auf unserer Gasrechnung ablesen lässt“, sagte Claudia Kemfert, Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Die Preise könnten schon 2007 steigen.“ Auch der Energie-Experte des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv), Holger Krawinkel, warnte vor negativen Folgen: „Gas wird erheblich teurer, wenn es Gasprom nicht gelingen sollte, höhere Preise im Inland durchzusetzen und neue Vorkommen zu erschließen.“
(...)
Russland liefert ein Viertel des Gases für Europa und in mehr als 20 Länder. Größter Gasprom-Kunde in Europa ist Deutschland.
DIW-Expertin Kemfert fürchtet, dass Gasprom in Kürze auch deutsche Abnehmer unter Druck setzen wird. „Das wird auch Eon heimsuchen“, sagte Kemfert. Eon-Ruhrgas ist die größte deutsche Ferngasgesellschaft mit langfristigen Lieferverträgen mit Gasprom. Auch Lieferengpässe seien 2007 nicht unwahrscheinlich. Der russische Monopolist Gasprom läuft Gefahr, seinen Exportverpflichtungen nicht nachzukommen, weil marode Pipelines saniert werden und neue Gasfelder mit hohem Kapitalbedarf erschlossen werden müssen. „Es bestehen ernste Zweifel, ob Gasprom genug Kapital für diese Investitionen aufbringen kann“, sagte vzbv-Experte Krawinkel. Da Gasprom von der russischen Regierung gezwungen werde, Gas im Inland zu niedrigen Preisen zu verkaufen, sei die Versuchung groß, die Exportpreise anzuheben. "
kicker (2.1.07) schrieb:
Direkt vor der Winterpause feierte er im DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln ein zehnminütiges Comeback, wurde mit Applaus empfangen. „In der Rückrunde will ich wieder regelmäßig spielen und danach über einen neuen Vertrag verhandeln – zuerst mit der Eintracht“, kündigt er an.
So, auch der Kicker hat nun zurückgerudert und sein "EC oder ich bin weg"-Geschwafel als herbeifabulierten Unsinn geoutet.
BodenseeAdler84 schrieb:Wuschelblubb schrieb:
Naja Kyrgiakos war auch vorher in der Bild. Damals sagten fast alle "der kommt doch eh nie, typisch blöd eben".
Streit und Fink wurden auch verpflichtet, nachdem es bereits durch die Medien ging. Takahara ebenfalls (wenn auch mit Verzögerung) usw.
Thurk nicht vergessen...
Thurk ist allerdings genau der Fall, den ich bei der Verwendung von "im Normalfall" im Sinn hatte...
Vlt. sollte ich die Gewichtung bei meiner Formulierung auf einen Teilaspekt des von mir oben genannten Zustandes legen: Welcher dieser Spieler bzw. dessen Berater (Ausnahme wie gesagt Thurk) ging denn an die Öffentlichkeit und prahlte damit herum, dass er, resp. seinen Klienten von Frankfurt umworben wird? Denn so etwas würde HB, im Falle das er mit Olsson Kontakt aufgenommen haben sollte, mit Sicherheit sauer aufstoßen.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht - aber für mich riecht das nach wie vor eher nach einer von Dahlin bewusst falschgelegten Spur, um den Preis für seinen Mandanten in die Höhe zu treiben...
Mönchengladbach verpflichtet Alexander Baumjohann von Schalke 04
Sachliches Statement: Wenn ich mich recht entsinne, war Baumjohann schon zu Don Flops S06-Zeiten einer seiner Lieblingsschüler. Er hat zwar nicht allzu häufig gespielt, jedoch habe ich immer noch J.H.'s Lobeshymnen über Baumjohann im Ohr (s.u.a. hier).
Unsachliches Statement: Gemein! Dieser Don Flop fängt an Spieler mit lustigen Namen bei S06 zu räubern... - worüber soll man sich denn dann noch freuen? Dieser Typ macht einem aber auch wirklich alles kaputt.