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a.saftsack

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F-60594 schrieb:

Desweiteren überlegt mal was Ihr an Geld spart weil wir rauchen. Würde nicht geraucht, gingen dem Staat Millarden von € an Steuernahmen verloren die über andere Steuern und Steuererhöhungen wieder aufgefangen werden müssten. Das würd auch euren Geldbeutel betreffen. Also spart euch eure schlauen Sprüche gegen die ach so bösen Raucher  


Prima, schließen wir doch einen Kompromiss: Damit die Raucher auch wirklich die Staatskassen entlasten, werden ab sofort die Lungenkrebsbehandlungen der Raucher; Amputationen von Raucherbeinen und ähnliche schadhafte, selbstverschuldete Auswirkungen des Rauchens nicht mehr durch die Krankenkassen übernommen.
Ebenfalls:  

Schoppenpetzer schrieb:
Sicherlich brauchen sie auch einen gewissen Schutz (der Rauch sollte nicht gerade in das Gesicht eines Kindes geblasen werden). Wer sein Kind von allen Gefahrenquellen entzieht, brauct sich nicht zu wundern warum es sehr krankheitsanfällig ist. Das Spielen draußen im Freien dient dazu, daß die Kinder mit vielen gesundheitsschädlichen Erregern in Kontakt kommen, damit sich ihr Immunsystem schnell stärkt.


Was soll dieses Argument in diesem Zusammenhang? Es geht hier ums Rauchen und nicht um Immunisierung durch den Kontakt mit Krankheitserregern. Du willst doch hier sicher nicht ernsthaft die These aufstellen, dass je früher Kinder eingenebelt werden, sie desto besser gegen die üblichen Begleiterscheinungen des Rauchens geschützt sind? Rauchen schwächt das Immunsystem, ob im Kindes- oder Erwachsenenalter - ein Vergleich mit der Immunisierung gegenüber Krankheitserregern durch ständigen Kontakt mit ebendiesen ist an dieser Stelle imho vollkommen unangebracht.
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jetztgehtslos schrieb:

Eine Sache die wiederholt falsch geschrieben wird, ist, daß ich nie von einer Gewinnmaximierung gesprochen habe, sondern vom Gegenteil, einer Maximierung des sportlichen Erfolgs. Und da stehe ich fest zu meiner Meinung, daß nicht die Selbstdarstellung eines Eintracht-Fans vor die Interessen des sportlichen Erfolgs von Eintracht Frankfurt gehen darf. Denn dies ist blanker Egoismus und hat mit den vielzietierten Werten und der Identifikation gar nichts zu tun.


Ehrlich gesagt, verstehe ich diesen Absatz nicht so ganz; deshalb eine Gegenfrage: Welche Werte vertritt den das von dir angestrebte Unternehmen, dass sich der radikalen Maximierung sportlichen Erfolges ohne Rücksicht auf irgendwelche (scheinbar) überflüssigen Sentimentalitäten widmet? Welche Punkte zur Identifikation bietet es mir? Denn bisher, so dünkt mich angesichts deiner vorliegenden Ausführungen, sind diese von mir dort vermuteten Werte nicht mit den meinigen kompatibel. Und auch bei der Suche nach Identifikationspunkten gleite ich bisher an der von dir aufgebauten kalten und glatten Fassade des zukünftigen Fußball-Business ab.
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Fußball aus der Dose

"(...)Das Restaurant hinter der VIP-Tribüne heißt "Bulls' Corner", und weil es im Reich von Dietrich Mateschitz auch während des Spiels keine Sekunde ohne Dose geben darf, kann jeder VIP sich per SMS einen kostenlosen Drink bestellen.
Aus den Lautsprechern kündigt Rindergebrüll die Zeitlupenwiederholung von Torschüssen auf der Videoleinwand an. Manchmal werden dort bloß Zuschauerinnen eingeblendet, alles Kandidatinnen für die Wahl zur "Red Bullerina" des Tages. Das Stadion, holzvertäfelt, erinnert an ein amerikanisches Spa-Hotel, die Animateure im Innern erzeugen eine Atmosphäre, als finge gleich eine Delphinshow an.
So geht es zu an der Spitze des österreichischen Fußballs, in der "Bullen-Arena" des Bundesliga-Spitzenreiters und Herbstmeisters aus Salzburg. Vor knapp zwei Jahren hat der Unternehmer Mateschitz, 52, der von Fuschl am See aus jährlich weltweit rund drei Milliarden Dosen Red Bull verkauft, den Laden übernommen. Er führt den Club wie eine GmbH, mit eigenen Leuten. Fußball ist für ihn vor allem eine Marketing-Maßnahme.
(...)"



Irgendwie werde ich richtig aggressiv, wenn ich denn Namen Red Bull irgendwo hören bzw. lesen muss...
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Vael schrieb:
schusch schrieb:
propain schrieb:

Das kennt man ja vom Heller, der läuft dem Geld und den Firmen wie eine läufige Hündin hinterher und ist immer bereit den Verein zu verkaufen, Traditionen und Geschichte des Verein interessiert ihn dabei nicht, die Fans und ihre Meinung schon garnicht.


Heller war doch der "Fanpräsident" bei uns. Jeder der HB zu viel Kälte vorwirft, schwärmt doch noch von Heller und Patella.

(Und ich bin nicht der beste Freund von HB....)




Lass mal da sind mir Peter Fischer und Dirty Herry lieber, denn die wirtschaften die SGE net zu tode um sie anschließend billigest zu verhökern!


Das ist ja bei solchen Deals meist das "Allerbeste". Immer wird hier wieder darauf hingewiesen, dass in Leipzig kein hochklassiger Fußball geboten werden könne, weil Lok und Chemie sich mit ihrer Rivalität gegenseitig die Ressourcen entziehen würden. Die absolute Unfähigkeit der jeweiligen Verantwortungsträger in den Vereinen wird dabei gerne außen vor gelassen.
Lok lag nach der Insolvenz 03/04 doch am Boden - dennoch schafften es die Verantwortlichen nicht, diesen Vorteil auszunützen um Chemie endlich in höhere Gefilde zu führen. Es wurden für einen Oberligisten ein Haufen Geld aus dem Fenster geschmissen, ohne dass sich die erwünschten Erfolge einstellten. Abgesehen davon, sollte den verantwortlichen Leuten  doch aufgefallen sein, dass Lok sein Publikum auch in der Kreisklasse anlockte - aber irgendwie scheint auch hier diesen Leuten nicht aufzufallen, dass Fan-Sein maßgeblich mit Identität zusammenhängt, so dass sie offenbar teilweise der Meinung sind, dass eine Fusion alle Probleme gelöst hätte.
Natürlich wird ein von RB gepushter Großverein sein Publikum finden, Salzburg ist da leider das beste Beispiel. "Seele" hat so ein Verein Unterhaltungsunternehmen bzw. PR-Außenabteilung allerdings nicht mehr, weshalb ich den wahren Chemie-Fans für die Neugründung ihres Clubs nur alles Gute wünschen kann.
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Mein Beileid.
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Nonsens-Idee.

Abgesehen davon, dass ein Fandasein vor allem von "Herz" und Gefühlen lebt und unabhängig von den aktuellen sportlichen Erfolgen einer Mannschaft besteht, ist eine Forderung nach einer Ausweitung der Business-Seats auf Kosten der Normalos auch so vollkommener Humbug.
Bei dem blinden Streben nach Gewinnmaximierung (das meines Erachtens nicht das Hauptziel eines Fußballvereins sein kann und darf, da der Fußball ansonsten seine gesamte ursprüngliche  Identität verleugnet) wird wie immer die langfristige Perspektive außen vor gelassen.  Welchen Schaden ein überdimensionierter Business-Bereich nach sich ziehen kann, ist aktuell am Schicksal des TSV 1860 München anschaulich dokumentiert. Bei sportlichen Misserfolgen erweisen sich die Businessseats nämlich recht schnell als Klotz am Bein, der den Verein noch schneller in den Abgrund reißt, als es angesichts einer sportlichen Krise eines auf BL ausgerichteten Vereins ohnehin schon der Fall ist. Auf Grund solch kurzfristig angestrebter positiver finanzieller  Effekte eine Fanszene aus dem Stadion zu vertreiben, um die einen die meisten Vereine in Deutschland beneiden und die es auch nicht je nach Bedarf "frei im Handel erhältlich" gibt, halte  ich demnach für das krasse Gegenteil einer "nachhaltigen Vereinsführung".

Auch geht mir die immer wieder vorgehaltene These von den Millionen-Einnahmen, die den sportlichen Erfolg ermöglichen würden auf den Keks. Das "Problem" am Fußball ist nunmal, dass dort immer noch 22 Leute mit einem Ball auf dem Platz rumturnen, von denen letztendlich der Erfolg abhängig ist. Zwar kann man sich mit einer besseren finanziellen Ausstattung sicherlich individuell höher begabte Spieler leisten, aber entscheidend ist dann immer noch, wie sie ihre Fähigkeiten in die Mannschaft einbringen können. Mann-schaftlicher Zusammenhalt ist im Profifußball ein bedeutender Faktor, den man mit keinem Geld der Welt kaufen kann. Der HSV gibt im Vergleich zu uns ein mehrfaches an Barem für ihren Kader aus - der aktuelle Tabellenstand gibt dieses Verhältnis aber nicht gerade wieder. Die Eintracht geht nun auch nicht gerade am Bettelstock, aber um in der BL  mitzuhalten und hin und wieder positiv zu überraschen reicht es - und weißt du was? Es fühlt sich bedeutend geiler an, als Underdog mit einem Haufen Eigengewächse im Kader im Pokalfinale den unangefochtenen Ligakrösus und 120-Mio.-Euro-Festgeld-auf-der-hohen-Kante-liegen-haber FC Bayern zu ärgern, als umgekehrt mit einer millionenschweren Interkontinentalauswahl sich zu einem 1:0-Pflichtsieg über so einen proletenhaften Klickerverein wie Frankfurt zu stümpern. Die Gesichter und Gemütszustände der jeweiligen Anhänger nach dem Pokalfinale sprachen dabei Bände.
Ich glaube zwar nach deinen Ausführungen nicht, dass du das verstehen wirst, aber Fußball hat für die Fans auch viel mit Identität zu tun. Wenn man diese Identität des schnellen Euros wg. verhökert, wird man sich den Unmut der Fans zuziehen und diese werden sich möglicherweise zurückziehen in Bereiche/Ligen, in denen sie nicht nur als konsumierendes Objekt betrachtet werden.
Natürlich kann man auch ein Stadion ohne Fans und einen Verein ohne Identität betreiben, das Modell ist, wie man am Beispiel Ochsenpisse Salzburg sieht, sogar erfolgreich, da die zahlungskräftigen und kritiklosen Kunden ihnen das Stadion einrennen und die Fanshops leerkaufen - nur, ist das nicht der Fußball, den ich mir vorstelle und nicht die Zukunft, die ich unserer Eintracht wünsche. Und jeder, der uns unseren Verein nehmen will, muss mit zähem Widerstand unsererseits rechnen, auch wenn wir letztendlich wohl am kürzeren Hebel sitzen werden.

Ich vermute mal, dass dir diese Ansicht reichlich weltfremd vorkommt, da du scheinbar einfach  kein Gespür dafür besitzt, wie ein Fan wirklich tickt. Der absurde Vorschlag, dass ich um des  sportlichen Erfolges willen, lieber meinen Platz im Stadion für zahlungskräftigere Gäste räumen soll, die der Eintracht dann die Meisterschaft erkaufen, während ich mich am Fernsehen darüber freuen "darf", spricht dabei Bände. Sollte es nämlich eines Tages so weit kommen, ginge mir die Eintracht Frankfurt Fußball AG am Allerwertesten vorbei.
Ein Fan liebt seinen Verein, nicht den sportlichen Erfolg. Dieser ist allenfalls wünschenswertes Beiwerk, aber keine Bedingung für seine Zuneigung - schon gar nicht um jeden Preis. Dementsprechend kommt dein Vorschlag bei dieser Klientel ungefähr so gut an, wie wenn du jemanden vorschlägst, dass seine Frau/Freundin sich doch im Sinne des betriebswirtschaftlichen Denkens und der Gewinnmaximierung fortan als Edelh.ure verdingen solle - die Nächte würde sie dann zwar mit zahlungskräftigeren Kunden verbringen, aber dafür könne man sich ja darüber freuen, dass sie sich ab sofort bei de Beers, Gucci, Prada und Manolo Blahnik ausstattet lässt.



P.S.: Wenn es so viele betuchte Eintracht-Fans gibt, die der Eintracht auch einen höheren Anteil ihrer Einkünfte zuwenden wollen, frage ich mich doch, was sie daran hindert, dies einfach zu tun? HB wird solche Spenden mit Sicherheit dankbar entgegennehmen.
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a.saftsack schrieb:


Und wie aus der Tagesthemen heute zu erfahren war, ist Alexej Miller natürlich sofort vor Ort... - Videolink wird wahrscheinlich morgen folgen.



Arkadi Dubrow (Experte für Zentralasien):
"Bei der Beerdigung kann man schon sehen, wie sich das Ausland bei den möglichen Nachfolgern einschmeicheln will. Der ukrainische Präsident kommt, wichtige Politiker aus dem Westen - und, wissen sie wer Ehrengast ist? Der Präsident des russischen Gazprom-Konzerns - Alexej Miller."

9'11-9'27:
http://www.tagesschau.de/sendungen/0,,OID6222966_VID6223502_RESms120_PLYinternal_NAV_,00.html
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Fanaticfreak schrieb:
Der Deal ist anscheinend unter Dach und fach und Chemie Leipzig wäre somit tot....




Geflügelte Träume
"Das Interesse des Energiegetränke-Herstellers Red Bull am Fußball-Standort Leipzig ist öffentlich geworden. 50 Millionen Euro will der österreichische Konzern investieren, um bis 2011 die Bundesliga zu erreichen. Meldungen, wonach das Geld nur fließt, wenn der FC Sachsen Leipzig - der derzeit neun Punkte Rückstand auf Platz eins in der Oberliga Süd besitzt - in dieser Saison den Aufstieg schafft, bezeichnete Kölmel als falsch: "Ich denke, dass Red Bull sich bei Verbleib in der Oberliga nicht abschrecken lassen würde. Die sind an einem langfristigen Geschäft interessiert." Zwar dürfte der Investor, wenn der Aufstieg in dieser Spielzeit nicht gelingt, durch die Reformen im Amateurbereich zwei Jahre verlieren, "aber wer so viel Geld in die Hand nimmt, hat auch Geduld", sagt Michael Kölmel und glaubt: "Red Bull will das in Leipzig machen. Die sehen keine bessere Alternative."

Der Konzern, der auch in Österreich mit dem Erstligisten Red Bull Salzburg im Fußballgeschäft aktiv ist und zudem zwei Formel-1-Teams unterhält, hat nach einem geeigneten Standort in Deutschland gesucht - und Leipzig als ideal empfunden. In erster Linie, so Michael Kölmel, weil die Infrastruktur bereits vorhanden sei und kein Stadion gebaut werden müsse. "Der Pferdefuß vierte Liga", sagt der Filmehändler mit einem Lächeln, "könnte die Sache zu einer besonderen Erfolgsstory machen."

Nur wenige Zuschauer

Für den Leipziger Fußball, der dann auch ein großes Jugendinternat bekommen soll, ist es womöglich die letzte Chance auf bessere Tage. "Es ist ein Jammer, wenn in diesem herrlichen Stadion nur 3 000 Zuschauer sind", sagt Kölmel, der sich das viertklassige Gekicke in seinem Schmuckkästchen erstklassige Summen kosten lässt. 600 000 Euro gibt er allein dafür aus, damit der FC Sachsen die Arena nutzt; Kölmel behält dafür allein die kargen Einnahmen. "Ein Minusgeschäft ohne Ende für ihn", weiß der Leipziger Vereinspräsident Rolf Heller. Künftig würde Kölmel die Arena direkt an Red Bull vermieten. Noch vor Weihnachten wird es weitere Verhandlungen geben, Kölmel rechnet mit einer Einigung im Januar. "Ich bin sehr optimistisch", sagt er.

Doch bevor der FC Sachsen Flügel bekommt, müssen die Mitglieder die Zustimmung erteilen zu einem Vorgang, der mit Sponsoring nur unzureichend beschrieben ist. "Es wäre eine Art Übernahme", sagt Heller. Red Bull fordert die Stimmenmehrheit in den Gremien, zudem alle Vermarktungsrechte, auf zehn Jahre. Unpopuläre Maßnahmen sind geplant, welche die Traditionalisten unter den Fans, und das sind beim einstigen DDR-Oberligaklub Chemie Leipzig nicht wenige, schon auf die Barrikaden bringt: Die grün-weißen Vereinsfarben sollen dem Rot-Weiß des Konzerns weichen. Der Stadionname wird geändert, womöglich, so Vereinspräsident Heller, auch der Vereinsname leicht abgewandelt. RB Sachsen Leipzig - das wäre nach deutschem Recht, das nicht so viel zulässt wie in Österreich, wohl denkbar. LR Ahlen lässt grüßen. "Es ist doch ganz klar, dass bei den großen Summen auch große Veränderungen ins Haus stehen", sagt Kölmel. "Das muss jeder als Chance für den Leipziger Fußball betrachten." Im Winter will der Unternehmer, der schon jetzt rund die Hälfte des Oberligaetats von drei Millionen Euro beisteuert, noch einmal die Schatulle öffnen, Geld für neue Spieler geben. Damit es möglichst rasch mit dem Durchmarsch klappt. "







Dann wünsche ich den Chemiker mal viel Glück bei der Club-Neugründung.
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pipapo schrieb:
So, ich habe den Thread gepinnt, kündige aber gleich an dass dies nur vorübergehend sein wird.
Sonst haben wir irgendwann nur noch Stickys auf der ersten Seite und keine "normalen" Threads mehr.

Wenn das Thema so wichtig ist, dann liegt es auch in der Verantwortung der User es am Leben zu erhalten.

Gruß,
pipapo


Ich würde mir durchaus wünschen, dass der Sticky etwas länger bleibt - die Diskussionen rund um das Thema sind in den vergangenen Wochen in diversen Threads ja schon zur Genüge geführt worden. Auch in den beiden anderen aktuellen Sticky-Themen ist ja beitragstechnisch nicht so viel los, auch diese dienen eher zur Information denn zur Diskussion.
Zumal die erste Seite im F&F sicherlich nicht mit Sticky-Themen überfrachtet wird, da die Unterschriftenaktion ja wohl Ende Januar ihren Abschluss finden wird und sich in den nächsten Wochen hoffentlich auch endlich ein "positiver Ausgang" (auch wenn angesichts der Umstände dieser Ausdruck sicherlich nicht ganz treffend ist) der Gefangennahme-in-Spanien-Geschichte abzeichnet.
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Hessen-Blutgrätsche schrieb:
An die mods:

Könnte man vielleicht diesem thread ein sticky verpassen?

Wäre schade wenn so ein Thema in der Tiefe des Forums verschwinden sollte...


Dafür. Denn ansonsten bekommt die Initiative nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Hier soll bundesweit etwas angeschoben werden, um endlich den Rechtsstaat auch im Umfeld eines Fußballspieles wieder wirksam werden zu lassen; so ein Thema hat imho einen Sticky im Fans&Fanclubs einfach verdient.
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kicker; 21.12.06 schrieb:
Viele  Zuschauer erhoben sich von den Plätzen und veranstalte­ten einen ohrenbetäubenden Lärm, um das Comeback von Jermaine Jones 252 Tage nach dem letzten Spiel im April und einer Schien­bein- OP gebührend zu zelebrieren. Beim Jahresabschluss der Eintracht stand der 25 Jahre alte Kapitän völ­lig überraschend im Kader.
  „Der Trainer hatte mich gefragt, ob ich mir den Einsatz zutraue, ich habe Ja gesagt“, erzählt er. „Es ist geil, wenn man weiß, dass die Leute froh sind, dass man zurück ist.“ Am Morgen des Spiels hatte er extra eine erneute Röntgenuntersuchung machen lassen. Jones hofft, 2007 endlich von Rückschlägen ver­schont zu bleiben. Im Frühjahr will er sich mit der Vertragsverlängerung befassen. „Ich will international spielen und das nachholen, was ich dieses Jahr verpasst habe“, betont er. Heißt im Klartext: Die Eintracht besitzt nur dann gute Aussichten auf die erneute Unterschrift von Jones, wenn sie sich wieder für den UEFA-Cup qualifiziert.


So, und nun?

JJ sagt:
 
„Es ist geil, wenn man weiß, dass die Leute froh sind, dass man zurück ist.“

"Ich will international spielen und das nachholen, was ich dieses Jahr verpasst habe“


kicker sagt:

Heißt im Klartext: Die Eintracht besitzt nur dann gute Aussichten auf die erneute Unterschrift von Jones, wenn sie sich wieder für den UEFA-Cup qualifiziert.

Die Wechselgerüchte die hier geschürt werden, sind in dem Fall eine reine Interpretation des Kicker. Um den Satz "Ich will international spielen und das nachholen, was ich dieses Jahr verpasst habe“ richtig einordnen zu können, müsste man den Kontext des Gespräches kennen. Denn der Satz allein könnte ja auch darauf hinweisen, dass JJ in dieser Saison mit Frankfurt sich wieder für den EC qualifizieren will, um somit das Versäumte nachzuholen.
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Und noch kurz Putin dazu:

"Die Regierung Russlands hat nach Worten von Präsident Wladimir Putin den Einstieg des russischen Gasproduzenten Gasprom beim Gasprojekt Sachalin-2 gebilligt.

"Wir werden alles nur Mögliche tun, um Ihnen zu helfen", versicherte der Staatschef am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern der Aktionäre des Projekts in Moskau. "Ich bin davon überzeugt, dass die Seiten beim Vorhandensein des guten Willens beliebige, auch die kompliziertesten Probleme werden lösen können", sagte Putin. (...) "
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Dem Kesseltreiben folgt die Kapitulation
*Ein zähes Ringen liefern sich westliche Konzerne mit ihren Gegenspielern. Details sind noch nicht bekannt. Fest steht: Das einzige ausländische Großunternehmen der Öl- und Gasförderung in Russland wird nicht mehr von West-Firmen kontrolliert, sondern von Gasprom.*

"(...)Als die Preise für Öl und Gas sich vervielfachten und der Kreml sich die Kontrolle über andere Öl- und Gasfirmen zurückholte, sollten auch die Ausländer mindestens ein Viertel von Sachalin Energy an den expandierenden Gasprom-Konzern abtreten. Als Shell die Verhandlungen in die Länge zog und die Erschließungskosten erhöhen wollte, zog sich Gasprom im Juli 2006 erst einmal wütend zurück. Anschließend überzogen Russlands Generalstaatsanwaltschaft und die zum Rohstoffministerium gehörende Umweltschutzbehörde das westlich dominierte Sachalin-2-Konsortium mit Inspektionen und Vorwürfen über angeblich milliardenschwere Umweltschäden, drohten mit Klagen und dem Entzug der Betriebsgenehmigung. "Die Umweltschäden betragen mindestens zehn Milliarden Dollar", sagte Oleg Mitwol, Vize-Chef der Umweltbehörde, gegenüber unserer Zeitung. "Wir bereiten mithilfe englischer und amerikanischer Juristen Schadenersatzklagen vor internationalen Gerichten vor." (...) Die Perspektive des vollständigen Verlusts von Sachalin Energy vor Augen, geben Shell und seine japanischen Partner nun klein bei. Vergangene Woche kamen die Firmenchefs nach Moskau und verhandelten mit Gasprom-Chef Alexej Miller, Vizepremier Dimitrij Medwedew und Energieminister Viktor Christenko. Schon jetzt steht dem Vize-Premier, Gasprom-Aufsichtsratchef und möglichen Putin-Nachfolger Medwedew zufolge fest, dass Gasprom nicht nur ein Viertel, sondern die Hälfte von Sachalin Energy bekommen wird: Moskauer Zeitungen zufolge voraussichtlich 30 Prozent, die bisher Shell gehören, und jeweils 10 Prozent von Mitsui und Mitsubishi. Gestritten wurde vor allem um den Preis und darum, ob er bar oder in Naturalien gezahlt werde, so ein Gasprom-Manager zur Wirtschaftszeitung Wedomosti. Während Mitsubishi und Mitsui ihre Anteile für Bargeld verkaufen wollten und Liefergarantien für Japan forderten, bestand Shell darauf, dass es im Austausch für seine Sachalin-2-Anteile an einem anderen aussichtsreichen Vorkommen in Russland beteiligt würde - so hatte es Gasprom noch 2005 selbst vorgeschlagen. Doch davon wollte der Kreml-Konzern nichts mehr wissen. Der Zeitung Kommersant zufolge will Gasprom in bar bezahlen - und zwar möglichst wenig. Dabei könnte der "Öko-Discount" helfen, spottete das Blatt: Die Klagen der Umweltbehörde treiben den Marktwert des Sachalin-Unternehmens um 10 bis 30 Prozent nach unten. Schätzungen über den Wert der von Gasprom zu bezahlenden Hälfte schwanken zwischen 3,5 und 10 Milliarden Dollar.
(...)
Während Shell das Gas über eigene Zwischenhändler an die vor allem asiatischen Kunden bringen will, möchte Gasprom offenbar wie verstärkt in Europa den Rahm mit eigenem Endvertrieb abschöpfen.
(...)
"Es bleiben keine Meinungsunterschiede mehr, und die Enddokumente werden ausgearbeitet", sagte der Putin-Vertraute und Gasprom-Vize Alexander Medwedew.
(...)
Das Hinausdrängen der westlichen Firmen aus dem Sachalin-Projekt dürfte nicht der letzte Schritt auf dem Weg zur staatlichen Rohstoffkontrolle in Russland sein. "Wir brauchen jetzt keine Gemeinschaftsunternehmen (mit dem Westen)", sagte ein Kreml-Mitarbeiter der russischen Newsweek-Ausgabe. Das russische Parlament soll bald ein Gesetz verabschieden, das die russische Kontrolle bei allen Öl-, Gas- und anderen Energieprojekten verbindlich vorschreibt. Der Wirtschaftsdienst Bloomberg nahm den Fall Shell als weiteres Warnsignal für Investoren. Russland entwickele einen "engstirnigen wirtschaftlichen Chauvinismus. Die beste Antwort großer Unternehmen wäre, (dem Land) fernzubleiben."
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Turkmenistan:
Von der Operetten- zur Familiendiktatur?

*Saparmurat Nijasow, der selbsternannte "Führer aller Turkmenen", starb 66-jährig an Herzversagen. Als Nachfolger des bizarr-brutalen Autokraten ist sein Sohn Murat im Gespräch.*

"(...)Sowohl für Russland als auch für den Westen ist Turkmenistan eine wichtige Region. Das Land in Zentralasien verfügt über fünf Prozent der weltweiten Erdgasreserven und könnte den Westen unabhängiger von russischem Erdgas machen. Bisher kaufte Russlands Erdgasmonopolist Gazprom pro Jahr 100 Mrd. Kubikmeter Erdgas in Turkmenistan ein und schickt es durch sein Pipelinesystem zu Kunden im Westen. Es ist unklar, ob sich eine neue Führung in Aschchabad an diese Verträge halten wird. (...)"

Und wie aus der Tagesthemen heute zu erfahren war, ist Alexej Miller natürlich sofort vor Ort... - Videolink wird wahrscheinlich morgen folgen.
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kunde schrieb:
erm leute... gebt mal bei google timo kunert ein  


Schon bekannt - und immer wieder als Hinweis für Leute gebraucht, die sich fragen, was TK denn mit Eintracht Frankfurt zu tun habe.    
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Gazprom droht mit Strom-Abschaltungen in Georgien

"Der Streit zwischen Moskau und Tiflis um den Preis für russisches Gas ist kurz vor dem Stichtag 1. Januar nicht gelöst. Georgien ist nicht bereit, den geforderten Preis von 235 US- Dollar (285 Franken) für 1000 Kubikmeter Gas zu zahlen.

«Das ist kein Marktpreis, sondern ein politischer Preis», sagte der georgische Wirtschaftsminister Georgi Arweladse gemäss der Agentur Interfax. Als Drohgebärde stellte der russische Gasversorger Itera am Donnerstag die Lieferung an sechs georgischen Städten und Landkreisen wegen unbezahlter Rechnungen ein.(...)"




Lawrow sieht Russland als Opfer

"Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Georgien aufgefordert, die seiner Meinung nach gegen Russland gerichtete Kampagne zu stoppen. Er beschuldigte die georgische Regierung, gegen bilaterale Abkommen zu verstoßen und die Mächte des Westens gegen Russland zu benutzen.
Dabei sagte der russische Politiker, die Spannungen lägen tiefer als allein durch die Festnahme der mutmaßlichen russischen Spione verursacht.
Nach der Festnahme der vier mutmaßlichen Spione im September 2006 hatte die georgische Regierung dem massiven russischen Druck nachgegeben und die vier Offiziere an Russland aufgeliefert. Die russische Führung hatte die mutmaßlichen Spione als Helden gefeiert. Anschließend hatte Russland alle Verkehrsverbindungen und Postwege nach Georgien abgeschnitten. Zudem werden seitdem Menschen georgischer Abstammung systematisch verfolgt und nach Georgien abgeschoben. Dabei sind bereits zwei Menschen ums Leben gekommen, weil die russischen Behörden ihnen ärztliche Hilfe verweigert hatten. Zudem hatte Russland bereits im Frühjahr ein Wirtschaftsembargo gegen Wein und Mineralwasser aus Georgien eingerichtet. "




Wachsende Spannung *Russland kappt Verbindungen nach Georgien* (Zeit; 2.10.2006)

"(...)Nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen ordnete das Verkehrsministerium in Moskau an, die Verbindungen zu Land, Luft und Wasser nach Georgien zu kappen. Eine Ministeriumssprecherin wollte die Berichte nicht kommentieren. Die Agenturen zitierten zudem das Ministerium für Kommunikation, wonach auch die Postverbindungen nach Georgien eingestellt worden sind.

Zuvor hatte Georgien als Zeichen der Entspannung angekündigt, die vier unter Spionageverdacht stehenden Offiziere noch am Montag an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) übergeben zu wollen. Die Offiziere waren am Mittwoch vergangener Woche unter dem Vorwurf der Spionage für den russischen Militärgeheimdienst festgenommen worden.

Wegen der Verhaftungen waren die Spannungen zwischen Russland und der ehemaligen Sowjetrepublik über das Wochenende in einen verbalen Schlagabtausch eskaliert, der auf beiden Seiten Ängste vor einem Krieg schürte. Die Beziehungen zwischen den Staaten sind wegen der westlichen Orientierung der Regierung in Tiflis ohnehin seit längerem belast. "




Hintergrundinfo zu Georgiens Staatschef aus der "Zeit" (1.4.2004)
Der Rosen-Mischa
*Georgiens Präsident Saakaschwili siegt bei den Parlamentswahlen. Nun will er sich mit einem Lächeln aus dem stählernen Griff Moskaus befreien*

"(...) Saakaschwili, der spielend ins Englische oder Französische wechselt, ist der westlichste aller Staatschefs in den ehemaligen Sowjetrepubliken.

(...)

Nur vier Tage nach seiner Amtseinführung besuchte Saakaschwili Deutschland und kurz darauf Amerika. Im Westen zählte er die Verhaftung des früheren Energieministers, des Eisenbahnchefs und des Vorsitzenden des Fußballverbandes wie Trophäen auf. Das Ausmisten des heimischen Korruptionsstalles soll Millionen Dollar Wirtschaftshilfe für sein verarmtes Land sichern, dessen Bruttosozialprodukt im Jahr 2002 unter dem von Haiti und Französisch-Polynesien lag. Er schwärmt laut von einer Mitgliedschaft in der Nato und der Europäischen Union.

Doch der westorientierte Saakaschwili wird noch lange gezwungenermaßen ein Wanderer zwischen den Welten bleiben. Denn jeder Weg führt mit tastendem Schritt über Moskau. In Georgien schneiden sich die geostrategischen Öl-Interessen der Amerikaner mit denen des nördlichen Nachbarn Russland, das noch immer zwei Militärstützpunkte in seinem südkaukasischen Obstvorgarten unterhält.

Präsident Wladimir Putin gratulierte Saakaschwili demonstrativ verspätet und nicht persönlich zur Präsidentschaftswahl. (...)"
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adlerfreak89 schrieb:


 


Von wann/wo ist das Bild?

Denn TK hat am vergangenen WE nicht gegen Wattenscheid gespielt:


Schalke: Lamczyk – Boenisch, Hoogland, Bayram, Beckmann – Landgraf, Kysina (32. A. Kilian), Baumjohann – Ohnesorge,  Loo­se – Erwig (82. Öztürk) – Trainer: Büskens.
Wattenscheid:  Kunz – Luvuezo (72. Rop­kas), Kushev, Schmitt, C. Alakazli – Terzic, Stojkoski, Höhle, Erdmann, Diaz (43. Al­pay) – Doric – Trainer: Wagener.
 
Tore: 1:0 Erwig (16.), 2:0 Hoogland (33.), 2:1 Stojkoski (35.), 2:2 Stojkoski (51.), 3:2 Erwig (67.), 4:2 Ohnesorge (76.) – SR:Sevinc (Dortmund) –  Zuschauer:  600 –

 Rote Karte: Kunz (90., grobes Foulspiel).



Obwohl auf RS-online zwei Tage vor dem Spiel Folgendes zu lesen war:

Büskens selbst stehen bis auf die Langzeit-Patienten Andy Steinmann, Jens Grembowietz und Markus Heppke alle Akteure zur Verfügung. Auch Rene Lewejohann, dem ein Fersensporn Schmerzen bereitet, dürfte am Wochenende wieder fit sein. Zudem darf der Fußball-Lehrer aufgrund der bisher guten Personallage im S04-Bundesliga-Kader wohl mit den Jungprofis Tim Hoogland, Timo Kunert und Alexander Baumjohann planen.

Im BL-Kader war er laut Kicker aber auch nicht...




Bleibt die Frage:

WO IST TIMO???
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kasi1981 schrieb:
"Warum soll ich einen Club unterstützen , der seine Identität aus der Verachtung meines eigentlichen Vereins bezieht?"
United Fan in der 11freunde #62

weiter wird über das hools problem das fc united of manchester berichtet, bin leider zu weit weg um mehr darüber sagen zu können, einfach die 11freunde kaufen


Und in der selben Ausgabe wird zum Glück auch klargestellt, dass das ähnlich stichhaltige Vorurteile Ansichten sind, wie z.B. dass alle Ultras Hools wären oder die Boykotteure der Mannschaft schaden wollten...
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adlerkadabra schrieb:

Der ausgezeichnete Gerhard Matzig schreibt u.a. (hervorhebenswert übrigens der besonders glücklich gewählte Titel seines Beitrags (* g *):


Diese Energie-Architektur ist ebenso sehenswert wie gespenstisch. Geformt von den bekanntesten Architekten der Gegenwart, wird sich nämlich der hier behauptete Futurismus schon bald seiner eigenen Vergangenheit zuwenden müssen. Das Gazprom-City-Projekt, von dem Jean Nouvel behauptet, es sei so wegweisend wie einst der Bau des Pariser Eiffelturms, ist alles andere als innovativ. Es wirkt, als ob sich eine sterbende Branche auf dem Höhepunkt ihrer Macht schaurigschöne Denkmale setze. Noch mag sich die Welt um die weltweiten Öl- und Gasfelder versammeln, noch mögen sich die Energielieferanten als Riesen fühlen - die Zeit der fossilen Brennstoffe geht dennoch zu Ende. Egal, welcher Bau in Petersburg realisiert wird: Er wird als Dokument des Niedergangs in den Himmel ragen.




Animation dazu

Sieht ein architektonisch einer riesigen Interkontinentalrakete nicht unähnlich - passend zur Bedeutung des Gazprom-Konzern für das neue russische Reich.



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Shell-Chef van der Veer verhandelt mit Gazprom


"(..)Moskau setzt die ausländischen Unternehmen seit Monaten unter Druck und droht mit einem Entzug der in den 1990er Jahren erteilten Lizenz für das Projekt. Dem Vernehmen nach sollen sich Shell und seine japanischen Partner nicht an bestehende Umweltauflagen halten. Beobachter gehen hingegen davon aus, dass es Russland missfällt, dass sich das größte Rohstoff-Projekt des Landes in den Händen ausländischer Konzerne befindet."