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a.saftsack

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Hier ist sowas Ähnliches:

http://www.youtube.com/watch?v=AItT4-wOPwc

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Da gab's vor ein paar Monaten mal 'ne Doku in 3sat über die "Adlermenschen" in der Mongolei - ich muss sagen, die Bilder wie der Adler den Wolf zerfetzt - die hatten schon was für sich...
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regurbsflow schrieb:

Ihr seid meine Beutetiere, liebster Vael.   Das liegt in der Natur eines Raubtieres!  ,-)


Die (...) Adlermenschen haben ihre Adler so trainiert, dass die mutigen Adler entgegen ihrem Naturell auch große Beutetiere angreifen. Die mutigsten Adler scheuen selbst den ungleichen Kampf gegen viel größere Wölfe nicht. Quelle


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HappyAdlerMeenz schrieb:
Filzlaus schrieb:



der hat auch etwas Ähnlichkeit mit dem Klopp oder wie der heisst.



Naja, im Vergleich zu dem, is' das Bübscher mit der Bommelmütze doch noch recht hübsch geraten:

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Der komische gelbe Frosch stellt lediglich das Warnzeichen für optische Umweltverschmutzung dar.





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Ach was, das kann man gar nicht oft genug erwähnen...  ,-)
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PhilMohr schrieb:
Was ist eigentlich aus der Didi-Hamann-Bridge geworden?  


"Als die London Development Agency 2005 dazu aufrief, der neuen Brücke zum Stadion einen Namen zu geben, voteten zehntausende deutscher Fußball-Fans für "Dietmar-Hamann-Bridge" ("In tribute to the player who scored the last goal in the old stadium"). Obwohl dieser Vorschlag die meisten Stimmen erhielt, lehnte eine Kommission überraschenderweise den Vorschlag ab." (Quelle: FourFourTwo März 2007).
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Schalkerin schrieb:
ihr seid alle so lächerlich..einen menschen nach dem aussehen zu beurteilen...ihr seht bestimmt alle nix besser aus..aber euch sieht man ja nich...timo hat viel geleistet in seinen leben...das sollte man auch mal respektieren...ich kann über das hier einfach nur lachen... timo findet es auch einfach nur zum weglachen...


Äähm, abgesehen davon, dass sowohl Macman als auch Sina89 Bilder in ihren Steckbriefen haben frage ich mich gerade... naja, jedenfalls:
Wir sind kürzlich erst den einen Schalker Spammer losgeworden, der seine mangelnde Auffassungsgabe durch um so sinnfreiere Posts überdecken wollte - da haben wir nicht gerade auf dich gewartet...  - trag was Produktives zu diesem Thread bei: Berichte über Timos Trainingsleistungen, seine Stärken, seine Defizite, seinen nächsten Friseurtermin - und vor allem auf welcher Position er vorwiegend eingesetzt wird / werden mag - aber bitte nicht noch mehr solch' inhaltsleerer Litaneien...    
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Karsten schrieb:

[font=Comic Sans MS]Fritz Walther, Helmut Rahn… Ja, das sind Legenden, aber hier frage ich, wer kennt Bernd Trautmann ?[/font][/color]


Hmmm, von Bert Trautmann habe ich ja gehört, aber wer ist Fritz Walther? Denn kannte ich schon bei den Beckham-Texten nicht...

Naja, ansonsten schließe ich mich der Meinung meiner Vorredner mal bedenkenlos an.  
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Die Meldung ist von heute morgen und dort steht Folgendes:

Und Jermaine Jones hat nach seiner Knieoperation mit Aquajogging und laufen auf dem Laufband begonnen. Sollte er schmerzfrei bleiben, wird Jones Ende der Woche wieder ins Lauftraining einsteigen.

http://www.eintracht.de/aktuelles/presse/details/21025/


Es handelt sich bei der besagten Knie-OP also wohl eher um die Nachwirkungen derselbigen.
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Prof.Fussball schrieb:
Ich verstehe eure Aufregung wirklich nicht!
Wie wir alle wissen lebt gerade die Eintracht in diesem medienwirksamen Umfeld von Zeitschriften wie Sport-Bild etc. Nur durch permanentes Präsentsein in der Öffentlichkeit wird unser Stadion voll, dem müssen wir uns bewusst sein.
Außerdem freue ich mich, als Sport-Bild Abonnent immer, wenn etwas über unsere Eintracht berichtet wird - mal positiv, mal negativ, aber so ist die Welt.


Zwar St.Pauli, aber egal:

http://www.ultra-stpauli.com/voran.php?sanktpauli=fanszene/stellungnahmen/sportbild.usp

Jeder aufrichtige Fan wird nicht mit diesem Schmierenblatt zusammenarbeiten. Wer sich allerdings vor aller Öffentlichkeit zum Deppen machen will, bitteschön...
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Freecastle_Adler schrieb:

Ist ja nichts passiert ist gut Ok. es war nicht so wild wir kürzlich in Italien aber Verletzte gab´s genug. Ich bin auch dafür dass wir Deutsche öfters auf die Strasse gehen und wenns sein muss auchmal bißle Rabatz machen wie die Franzosen, aber in Dresden waren wohl mehrer Gründe der Anlass für die Ausschreitungen. Es stimmt nicht dass keine Hools dabei waren! Sind ja extra aus anderen Städten welche angereist! Es war ein Mix aus Hools, frustrierten Jugendlichen/Erwachsenen und Normalos für die die Straßenschlacht eine gelungene Abwechslung zum Alltag war.


Öhhm, es ging um Dresden, nicht um Leipzig...
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frankensupport schrieb:
Für die neue Saison wünsche ich mir allerdings einen neuen Trainer! Denn Stillstand bedeutet Rückschritt.


[/quote]

Unser kommender Gegner beherzigt diesen Leitspruch seit Jahren... - was daraus geworden ist, nunja... - ich erlaube mir den Hinweis auf einen Link, den HG hier kürzlich eingestellt hat:

Kontinuität nur im Wechsel / Der siebte Trainer in vier Jahren

...und dabei wird die alljährliche Fluktation im Kader, die dazu führt, dass alle zwei Jahre praktisch ein komplett verändertes Team auf der Lohnliste steht, noch gar nicht einmal angesprochen. Wobei dies natürlich eine Folge der Rotation auf den höheren Rängen der Hierarchie im Klub ist...
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Sind auch noch lang... - nur sind sie jetzt nicht mehr gescheitelt, sondern per Gummiband gezähmt...


http://auswaertssieg.soccer-blogs.de/wp-content/uploads/2007/20070318_47.jpg

http://auswaertssieg.soccer-blogs.de/wp-content/uploads/2007/20070318_65.jpg
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BlackDeath2k5 schrieb:
SgeJulian schrieb:
Die Stimmung am Samstag war schon richtig geil, doch ich finde die stimmung wird immer schlechter früher war das noch viel bessa ! Des geht noch viel LAUUUTER Schalke is imoment lauter wie wir des müssen wir beim nexten spiel zuhause gegen cottbus wieder richtig stellen!!!


Wo lebst du denn?


Ei, da gibt's doch 'ne super-seriöse Quelle - und wenn die das sagen...

http://www.bild.t-online.de/BTO/sport/bundesliga/2007/03/19/fans-lautstaerke-rekord/bruell-stadion-schalke.html
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Keine von ihnen
*Unter Wladimir Putin gleicht kritischer Journalismus immer mehr dem Spielen von russischem Roulette.Voraussetzungen und Folgen des Mordes an Anna Politkowskaja. Und was das alles mit russischen Geburtstagstraditionen zu tun hat*

"(...)Unter Wladimir Putin schaltete der Kreml die meisten überregional bedeutenden Medien – vor allem das Fernsehen, das für viele die einzige Informationsquelle ist – gleich. Sie erfüllen nun wieder jene Mission, die ihnen bereits in der Sowjetzeit zukam: Erklärung, Verteidigung und Rechtfertigung der Politik des Kremls. Von einer möglichst unabhängigen „vierten Gewalt“, welche die drei staatlichen Gewalten demokratisch kontrolliert, ist kaum noch die Rede. Davon kann sich jeder überzeugen, der etwa die wichtigsten landesweit zu empfangenden Sender – den „Ersten Kanal“, „Russland“ und NTV – verfolgt.

Nach einer im April 2006 präsentierten Untersuchung des russischen Zentrums für Extremjournalistik widmet sich die innenpolitische Berichterstattung dieser drei Stationen zu jeweils rund 90 Prozent der Tätigkeit der Führung, also vor allem des Präsidenten, der Regierung und der De-facto-Regierungspartei „Einheitliches Russland“. Parteien wie die „Union der rechten Kräfte“ (SPS), „Jabloko“ des Wirtschaftsreformers Grigorij Jawlinskij, unabhängige Abgeordnete usw. kommen nicht oder im Zehntelprozentbereich vor. Somit wird die demokratische Opposition nicht einmal kritisiert: Das Fernsehen erweist ihr schlicht nicht die Ehre einer Erwähnung. Das schlägt sich zwangsläufig in Bewertungen der internationalen Pressefreiheit nieder.

So nahm Russland im von der bekannten NGO „Reporter ohne Grenzen“ für 2005 erstellten „Weltweiten Index für Pressefreiheit“ unter 167 Staaten die 138. Stelle ein (erster Rang Finnland, 16. Österreich, 167. Nordkorea). Ein ganz ähnliches Bild zeichnete die NGO „Freedom House“, auf deren aktueller Liste von 194 Ländern und Territorien Russland auf dem 158. Platz rangiert (erster Rang Finnland/Island, 41. Österreich, 194. Nordkorea).

Anna Politkowskajas Nowaja Gazeta („Neue Zeitung“) gehört zu den wenigen Blättern, die es (noch) wagen, gegen den staatlich orchestrierten Mainstream anzuschreiben. Die Auflage der zweimal pro Woche erscheinenden Zeitung beträgt 550.000 Stück: allerdings in einem 17 Millionen Quadratkilometer großen Land mit 143 Millionen Einwohnern. Sie ist selbst in Großstädten wie Moskau und St. Petersburg nicht überall zu bekommen, von der Provinz ganz abgesehen. Vor allem aber schweben ihre Mitarbeiter in ständiger Gefahr um Leib und Leben: 2000 wurde Igor Domnikow ermordet, 2003 starb der stellvertretende Chefredakteur (und Abgeordnete der Staatsduma, des Unterhauses des Parlaments) Igor Schtschekotschichin unter rätselhaften Umständen; die Redaktion ist inzwischen sicher, dass er einem Giftanschlag zum Opfer gefallen ist.

2006 verlor sie mit Anna Politkowskaja ihre profilierteste Redakteurin. Allerdings wurden auch andere bekannte Journalisten ermordet, so 1994 der Mitarbeiter der Boulevardzeitung Moskowskij Komsomolez, Dmitrij Cholodow (der Korruption im russischen Militär aufdecken wollte), 1995 der TV-Moderator Wlad Listjew und 2004 Paul Chlebnikow, Herausgeber der russischen Ausgabe von Forbes. Nach Angaben des Committee to Protect Journalists in New York starben zwischen 1991 und Anfang Oktober 2006 in Russland 42 Journalisten einen gewaltsamen Tod, davon 13 seit Putins Amtsantritt 2000. Es ist allerdings auffällig, dass nationalistische Journalisten und Agitatoren so gut wie nie Gewaltakten zum Opfer fallen. Niemand, der mit der politischen Realität in Russland auch nur oberflächlich vertraut ist, wird an einen Zufall glauben.

Am 7. Oktober wurde Anna Politkowskaja im Lift ihres Wohnhauses mit vier Schüssen aus einer Makarow-Pistole, die am Tatort zurückblieb, getötet. Viele Beobachter zeigten sich von diesem offenkundig politisch motivierten Auftragsmord weit weniger überrascht als von dem Umstand, dass Politkowskaja so lange am Leben bleiben hatte können. Sie war ohne Leibwächter unterwegs gewesen. Ein solcher hätte ihr Leben, wenn überhaupt, wohl nur unwesentlich verlängert. Die jüngere Vergangenheit Russlands kennt zahlreiche Beispiele von „Abrechnungen“, denen Personen trotz ihrer Bodyguards (oder zusammen mit ihnen) zum Opfer fielen. Politkowskaja hatte ihre besonders im Ausland große Bekanntheit für eine „Lebensversicherung“ gehalten. In einem ihrer letzten Interviews meinte sie: „Der Westen ist eine kugelsichere Weste für mich. Wenigstens bringt man mich nicht um“.

Natürlich ist es besonders tragisch, die Stimme einer Toten diese Worte im Radio formulieren zu hören. Anna Politkowskaja war als Tochter sowjetukrainischer Diplomaten 1958 in New York zur Welt gekommen. 1980 absolvierte sie die Fakultät für Journalismus der Lomonosow-Universität in Moskau. 1982 bis 1993 arbeitete sie für verschiedene Medien, darunter die bekannte Zeitung Iswestija. 1994 bis 1999 leitete sie die Abteilung „Außerordentliche Vorfälle“ der Obschtschaja Gazeta („Allgemeine Zeitung“), eines der damaligen Flaggschiffe der demokratischen russischen Presse. Seit 1999 war sie für die Novaja Gazeta tätig, wo sie sich besonders für die russische Militärintervention in Tschetschenien interessierte. Sie beließ es aber nicht bei bloßer Berichterstattung, sondern setzte sich aktiv – auch in Gerichtsverfahren – für die Familien gefallener russischer Soldaten und die tschetschenische Zivilbevölkerung ein.

So organisierte sie im Dezember 1999 die Evakuierung von 89 Bewohnern eines Altersheims aus dem von der russischen Armee belagerten Grosny. Sie half auch mittellosen tschetschenischen Flüchtlingen in Lagern in Inguschetien, der westlichen Nachbarrepublik Tschetscheniens. Was ihr in den meisten Ländern der Welt größte Achtung eingebracht hätte, ist im heutigen Russland ein Programm für eine kleine Minderheit, die sich zudem dem Verdacht aussetzt, „tschetschenischen Terroristen“ zuzuarbeiten. Das war sogar die Überzeugung von Politkowskajas Ehemann Alexander, was zur Scheidung führte. Sie selbst bestand darauf, zwischen der russischen Armee und den tschetschenischen Widerstandskämpfern neutral zu sein und nur der leidenden Zivilbevölkerung beizustehen und bestritt sogar, ein wirklich „politisches Tier“ zu sein.

Politkowskaja blieb in ihrer Heimat durchaus nicht ohne Anerkennung: Sie konnte sich auf einen treuen Kreis an Lesern und Anhängern aus dem Lager der demokratisch gesinnten Öffentlichkeit stützen und heimste Preise des russischen Journalismusverbandes ein. Noch mehr Aufmerksamkeit erregte ihre Arbeit freilich im Ausland: Das deutsche P.E.N.-Zentrum, die OSZE, Amnesty International, die International Women’s Media Foundation, die Kulturzeitschrift Lettre International usw. erkannten ihr Auszeichnungen zu. Politkowskajas Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen „Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg“ (2003) und „In Putins Russland“ (2005).
Mehrmals bot man ihr für die Verbreitung von (aus der Sicht des Kremls) „guten Nachrichten“ über Tschetschenien und die dortige russische Kriegsführung Geld an. Als dies nichts fruchtete, setzten Drohungen ein. Mehrere Attentatsversuche, deren Hintergründe stets unklar blieben, folgten. So konnte Politkowskaja Anfang September 2004 nicht in die nordkaukasische Republik Nordossetien reisen, um eine von pro-tschetschenischen Geiselnehmern besetzte Schule in Beslan zu besuchen und Verhandlungen zu führen, weil man ihr im Flugzeug Gift in den Tee schüttete; sie kam aber mit einem Krankenhausaufenthalt davon. Politkowskaja hat um die Gefährdung ihres Lebens gewusst.
Illusionen über die Absichten und Methoden jener, deren Aktivitäten sie in ihren Büchern, Artikeln und Auftritten beschrieb, waren von vornherein ausgeschlossen. Sie mochte trotzdem nicht von ihrem Engagement ablassen. War sie deswegen – so eine Vermutung der schweizerisch-slowakischen Journalistin und Tschetschenien-Spezialistin Irena Brezná, die Politkowskaja persönlich gekannt hatte – ein „geistiger Kamikaze“? Oder glaubte sie an eine Mission, die sie – auch unter erheblichem Risiko – erfüllen wollte? Jedenfalls wird Anna Politkowskajas Platz leer bleiben. Sie ist nicht zu ersetzen. Nicht in Putins Russland. Sie hatte dem „System Putin“ einen Spiegel vorgehalten. Da zu oft eine Fratze zu sehen war, entschied irgendjemand, nicht etwa das System zu ändern, sondern den Spiegel zu zerschlagen. Allerdings hätten auch 100 Journalisten vom Schlage Politkowskajas den Kurs des Kremls nicht um einen Millimeter zu verrücken vermocht. Sie dürfte einfach zunehmend lästig gefallen sein.
Dem Kreml nahe stehende Politiker, Medien und „Polittechnologen“ (wie man in Russland die Spindoktoren nennt) brachten sofort in Umlauf, dass der Mord an Politkowsksja von Putin-Gegnern (konkret genannt wurde der exilierte Oligarch Boris Beresowskij) initiiert worden sein könnte, um „den Staat“ und „die Führung“ anzuschwärzen. Das war vom Inhalt her ebenso kurios wie in der Methode charakteristisch: Die erste Sorge galt wieder Putin und dem zunehmend mit ihm und seiner Tätigkeit gleichgesetzten „Staat“. Der Kreml und seine Propagandisten hatten somit nichts Besseres zu tun, als sich wegen eines angeblichen Imageverlustes selbst zu bemitleiden.
Der Zustand von Presse und Meinungsfreiheit, ja der elementaren Sicherheit von kritischen Journalisten nicht etwa im Kriegsgebiet Tschetschenien, sondern in der Hauptstadt Moskau spielte demgegenüber keine Rolle. Diese Argumentationsrichtung hatte Putin selbst vorgegeben, als er – nach tagelangem Schweigen – ausrichtete, dass der Mord an Politkowskaja „Russland mehr Schaden zugefügt (habe) als ihre Publikationen“.
Anlässlich von Aufsehen erregenden Unfällen, Katastrophen oder eben Mordfällen wird in Russland oft verlautbart, dass dieser oder jener hoch gestellte Funktionär, Minister oder sogar Putin selbst die Nachforschungen „unter seine persönliche Kontrolle nimmt“. Im Falle Politkowskajas fiel diese Rolle Generalstaatsanwalt Jurij Tschaika zu, was offenbar gegenüber dem Ausland den Eindruck einer Wichtigkeit der Angelegenheit erwecken soll. In der Vergangenheit war die Involvierung hoher und höchster Kreise in Untersuchungen politischer Mordfälle allerdings stets eine Garantie dafür, dass die Auftraggeber unerkannt blieben. Es ist nicht einmal sicher, dass sie die zuständigen staatlichen Organe wirklich suchen.
Politkowskajas Recherchen zu Korruptionsaffären insbesondere in den Ministerien für Inneres und Verteidigung hatten ihr dort naturgemäß keine Freunde verschafft. Der satirische politische Kommentator Viktor Schenderowitsch meinte – dieses Mal ohne auf eine Pointe zu zielen – unter Anspielung auf den Föderalen Sicherheitsdienst (FSB), dass „jene Leute diesen Mord untersuchen werden, die die gleichen Korridore hinuntergehen wie die, die ihn in Auftrag gegeben haben“. Russische Geheimdienste hatten Politkowskaja nicht einmal bei ihrem Aufenthalt am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien zwischen Oktober und Dezember 2001 unbeobachtet gelassen.
Aber selbst wenn die viel zitierten „Kreml-nahen Kreise“ nichts mit der Ermordung Politkowskajas zu tun haben sollten, so haben sie doch ein gesellschaftliches und politisches Klima geschaffen oder immerhin zugelassen, in dem solche Vorkommnisse möglich wurden. Die ständige Suche von Putins Geheimdiensten und staatlich kontrollierten Medien nach „Spionen“ und „Feinden“ stößt in einer zunehmend xenophoben slawischen Mehrheitsbevölkerung auf erhebliche Zustimmung. Allen Meinungsumfragen zufolge erfreut sich die Parole „Russland den Russen!“ zunehmender Popularität – und das in einem Vielvölkerstaat mit dutzenden Ethnien.
Am 21. August 2006 verübten rechtsextreme Terroristen einen Bombenanschlag auf den bevorzugt von Chinesen und Vietnamesen frequentierten Moskauer Tscherkisowskij-Markt, der zehn Menschen tötete, bis zu 55 verletzte und im Westen dennoch weitgehend unbeachtet blieb. Verhasst war Politkowskaja auch bei Banden, die sich mit hakenkreuzähnlichen Symbolen auf Fantasieuniformen in der Öffentlichkeit zeigen und nicht einmal bei ihren Wehrsportübungen in und um Moskau behindert werden. Aus dieser weltanschaulichen Ecke ertönen regelmäßig Aufrufe, mit den „Feinden Russlands abzurechnen“. Politkowskaja stand auch nachweislich auf von radikalen Gruppierungen wie „Wille Russlands“ publizierten „schwarzen Listen“ von zu beseitigenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

Rechtsradikale Abgeordnete der Staatsduma mit einem gewissen Nikolaj Kurjanowitsch an der Spitze brachten im März 2006 eine Liste der „Feinde Russlands“ in Umlauf, die (wenig überraschend) auch nicht ohne Politkowskaja auskam. Natürlich könnte die Staatsmacht allen diesen Vorgängen einen Riegel vorschieben, doch dies geschieht aus mehreren Gründen nicht. So glauben bestimmte hohe Stellen offenkundig, politisches Kapital gewinnen zu können, wenn sie radikale Nationalisten gewähren lassen. Und manche Vertreter des Kreml-Establishments scheinen ihnen ideologisch durchaus nicht fern zu stehen. So machte es sich der stellvertretende Leiter der Präsidialadministration Putins und sein wichtigster Ideologe, Wladislaw Surkow, ganz einfach: „Jeder, der uns nicht unterstützt, ist unser Feind.“
Eine ganz andere Erfahrung als die Aufwind spürenden Nationalisten machen russische Menschen- und Bürgerrechtsgruppen: Sie stehen ständig unter Rechtfertigungsdruck und sehen sich dem Generalverdacht ausgesetzt, zu „spionieren“ (unter anderem für „ausländische Geheimdienste“), „Feinden“ zuzuarbeiten, von ausländischen NGOs Geld anzunehmen, einen Umsturz vorzubereiten und so weiter.
Ihre Aktivisten sind ständig mit Drohungen, Behinderungen und Schikanen konfrontiert. Die Staatsmacht versucht, ihnen die angestammte Arbeit so weit wie möglich zu verleiden. Auch die im Ausland wohl bekannteste russische Menschenrechtsorganisation Memorial bildet da keine Ausnahme. Missliebige Verbände sehen sich mitunter überhaupt verboten. All das geschieht in Putins Reich natürlich nicht zufällig oder gar gegen den Willen des Kremls. Es ist auch keine Verkettung unglücklicher Umstände, sondern geht auf Entscheidungen an der Spitze der politischen Hierarchie Russlands zurück.
Politkowskaja hatte sich sehr kritisch über das Regime des Statthalters Tschetscheniens von Putins Gnaden, Ramzan Kadyrow, geäußert. Bei einem persönlichen Treffen mit Kadyrow in dessen Zentrale in dem tschetschenischen Dorf Zentoroi ließ er es nicht an Deutlichkeit fehlen: „Du wirst dich für alles verantworten müssen, was du getan hast“. Im Vorabdruck eines Artikels, der erst kommendes Jahr in einem Buch des Englischen PEN hätte veröffentlicht werden sollen, in der Washington Post vom 15. Oktober schrieb Politkowskaja ganz offen über die Mordabsichten Kadyrows. Verschiedene russische und ausländische Medien, darunter die Londoner „Times“, spekulierten über ein Videoband im Besitz Politkowskajas, das die Involvierung Kadyrows in Folterungen beweisen soll. Dieser hätte allerdings als Putins Mann selbst dann von der russischen Justiz nichts zu befürchten, wenn er mit der noch rauchenden Pistole in der Hand ertappt worden wäre.
Die Länge der Liste der in Frage kommenden Auftraggeber des Mordes zeugte in den Worten der Russland-Kennerin Anna Schor-Tschudnowskaja „vom Vorherrschen politischer Denk- und Handlungsmuster, die mit einer Demokratie nach westeuropäischem Muster nichts gemeinsam haben“. Natürlich ist denkbar, dass der russischen und ausländischen Öffentlichkeit irgendwann irgendwelche „Täter“ präsentiert werden, aber auch das wäre für sich genommen unter den Bedingungen der gegenwärtigen autoritären russischen Realverfassung und einer gelenkten Judikative wenig aussagekräftig. Klar zu identifizieren sind nur die Nutznießer des Mordes – Putins Kreml, das russische Militär (insbesondere in Tschetschenien) und Kadyrow. Sie alle können nun noch ungestörter schalten und walten als zuvor.
Die Umstände des Mordes verdienen nähere Betrachtung, da sie eindeutige „Mitteilungen“ enthalten. So handelte es sich geradezu um eine demonstrative „Hinrichtung“ im Zentrum der Hauptstadt – obwohl es natürlich möglich gewesen wäre, Politkowskaja bei einer ihrer mehr als 50 Reisen nach Tschetschenien durch eine „verirrte Kugel“ zu töten, „verschwinden“ zu lassen oder einen Autounfall zu „organisieren“.
In diesen Fällen hätten aber Zweifel an den Umständen ihres Todes zurück-
bleiben können, die man offenbar erst gar nicht aufkommen lassen wollte. Der Mord vermittelt zudem eine mehr als eindeutige Warnung an andere aktive und potenzielle Kritiker von Putins Kurs nicht nur in den letzten unabhängigen Medien: Sie sollen nicht die gleichen „Fehler“ wie Politkowskaja begehen. Dem verwegenen Häuflein an demokratischen Politikern, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten sollte vor Augen geführt werden, dass – wenn man sogar eine Starreporterin aus dem Weg räumen konnte – niemand mehr sicher ist.
Kadyrow wurde am 5. Oktober 30 Jahre alt. Er könnte nun, nach der vom Kreml 2003 oktroyierten Verfassung Tschetscheniens, auch offiziell Präsident der Republik werden und damit den bisherigen Strohmann Alu Alchanow ablösen. Verschiedene Stimmen brachten den Mord an Politkowskaja mit diesem Umstand in Verbindung und vermuteten, dass man Kadyrow aus Anlass seines Geburtstages den Kopf seiner schärfsten Kritikerin auf einem Silbertablett servieren wollte.
Das klingt nur in westeuropäischen Ohren nach einer bizarren Verschwörungstheorie, nicht aber für Kenner der Realität im heutigen Russland und der Symbolkraft bestimmter Tage und Ereignisse. So hält es Jewgenij Kiseljow, einer der bekanntesten und bestinformierten Journalisten Russlands, für durchaus möglich, dass es im Kreis jener, die Politkowskaja gehasst hatten, „Speichellecker“ gab, für die „ein Menschenleben eine Kopeke wert ist und die leicht anlässlich eines Feiertages oder Geburtstages … ihren Patronen ein solches blutiges Geschenk machen“ könnten. So unternahmen die russischen Truppen gerade in der Neujahresnacht 1994/95 einen Großangriff auf Grosny, weil man dem damaligen Verteidigungsminister General Pawel Gratschow, der am 1. Jänner Geburtstag hat, eine eroberte tschetschenische Hauptstadt präsentieren wollte. Der Sturm scheiterte kläglich an der so geschickten wie entschlossenen Verteidigung der Tschetschenen.
Etwa tausend russische Soldaten – darunter 18-jährige Wehrpflichtige, die bis dahin keine Waffe gesehen hatten – kamen um. Geburtstagskind Gratschow blieb ohne Geschenk. Übrigens feierte genau am Tag der Ermordung Politkowskajas ein besonders prominenter Politiker Geburtstag: Wladimir Putin."

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Gregor04 schrieb:
ohhhh man ist doch nur noch peinlich wie einige hier gegen Schalke schießen wegen Gazprom.

Ihr verkauft euch auch langsam um mehr Geld zu bekommen und Konkurrenzfähig zu bleiben, es fangt schon mit den Stadionnamen an, Commerzbank Stadion echt Klasse ihr super Helden.

Ist es nicht der deutsche Ex Bundeskanzler Gerd Schröder der von den Sozialdemokraten (bestimmt zu genüge hier), mit absoluter Mehrheit in Deutschland für fast ein Jahrzehnt für das Amt gewählt wurde und jetzt Gazprom hilft sich auf den Deutschen Markt zu festigen???

Soll das heißen dass alles Sozialdemokraten Kriminelle sind, weil ihr Chef mit Gazprom zusammenarbeitet???

So viele Heuchler auf einmal habe ich noch nie gesehen!!!  


Tilge mal die zahlreichen inhaltlichen Fehler aus deinem Beitrag - dann wäre er vlt. auch eine Antwort wert.
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Bismarc schrieb:
Aber vieles kommt auch von anderen Clubs, allein wenn ich an das "Danke... Bitte" nach jedem Tor denke - das hatten z.B. die Bayern lange vor uns.


Denkbar schlechtes Beispiel. Das kann man von mir aus umgehend wieder abschaffen (zumal ich das ohnehin nicht unter dem Begriff "Support" subsumieren würde).